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ARCHIV
NATURGESCHICHTE.
GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
ERS FEeHSON, EHE TROSCHEL
UND E VON MARTENS.
HERAUSGEGEBEN
VON
Prof. Dr. F. HILGENDORF,
CUSTOS DES K. ZOOLOG. MUSEUMS ZU BERLIN.
ZWEIUNDSECHZIGSTER JAHRGANG.
I. BAND.
Berlin 1896.
NICOLAISCHE VERLAGS-BUCHHANDLUNG
R. STRICKER.
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Inhalt des ersten Bandes.
Carl Verhoeff. Zoologische Ergebnisse einer von Dr. K. Escherich
unternommenen Reise nach Kleinasien. (Bearbeitung der en
nebst anatomischen Beiträgen.) Hierzu Tafel I—-II .
Carl Verhoeff. Beiträge zur Kenntniss paläarktischer lin
(III. Aufsatz: Zusammenfassende Darstellung der Aufenthaltsorte der
mitteleuropäischen Diplopoden.)
@. Budde-Lund. Landisopoden aus Grreehenlande von E\ v. are ge-
Dr.
sammelt
. Raphael Blanchard. Hür lucen aus on Togoland. ana Tafel TIT.
". Adolf Meyer. Neue ceylonische Nematoden aus Säugetieren (Filaria,
Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). Hierzu Tafel IV—V.
. Maximilian Meissner. Die von Herrn Dr. Plate aus Chile heimge-
brachten See-Igel
. Maximilian Meissner. Die von Herrn Dr. L. Plate aus Chile und
Feuerland heimgebrachten See-Sterne. (Hierzu Tafel VI.) .
Carl Verhoeff. Ueber das Abdomen der Scolytiden, ein Beitrag zur
vergleichenden Morphologie des Hinterleibes der en ok
Tafel VII, VIII und 4 Textfiguren.)
. HA. Scupin. Vergleichende Studien zur Histologie ar Gamidschunen.
(Hierzu Tafel IX und X.) .
Carl Verhoeff. Beiträge zur Kenntniss nlästkescher Mrineaee
(IV. Aufsatz: Ueber Diplopoden Tirols, der Ostalpen und anderer
Gegenden Europas, nebst vergleichend-morphologischen und biologischen
Mittheilungen.) Hierzu Tafel XI—XV
Paul Mühling. Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. (Hierzu
Tafel XVI-XIX) .
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Zoologische Ergebnisse
einer
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien.
I. Theil*). Bearbeitung der Myriopoden, nebst anatomischen Beiträgen ')
Von
Dr. phil. Carl Verhoeff, Bonn a. Rh.
Hierzu Tafel I—-1I.
Herr Dr. C. Escherich übergab mir eine kleine Collection von
ihm in dem Gebiet gegenüber Konstantinopel, bei Pera, Skutari und
Heidar-Pascha gesammelter Myriopoden, welche zwar zweifellos nur
ein sehr unvollständiges Bild der dortigen Myriopodenfauna vor-
führen können, immerhin aber zeigen, dass bedeutende Anklänge
an Europa und insbesondere an die schon ziemlich gut bekannte
dalmatinische Fauna vorhanden sind. Das lehren Scolopendra
cingulata und Pachyiulus flavipes, beide in Menge vertreten,
sowie die anscheinend ebenfalls häufigen Lysiopetalum, Stron-
gylosoma, Lithobius und Geophilus.
I. Chilopoda.
1. Geophilus ferrugineus C. Koch. 1 2 von Skutari be-
sitzt 47 Beinpaare. 1-+ 1 Analporen, sehr klein. Pleuralporen
zahlreich, unten und an der Seite zerstreut. Drüsenporen finden
sich als eine zerstreute, quere Gruppe vor dem Hinterrande der
2.—13. Ventralplatte, von der 14. an sind sie in 2 laterale Häuflein
getrennt und auf allen folgenden V. ausser der des Praegenital-
segments vorhanden.
Von der 2. bis zu den mittelsten Ventralplatten kommen
ferner 2 laterale Drüsenporenhäuflein vor, welche eine Strecke
!) cf. Inhalt am Schlusse, *) cf, Schlussbemerkung !
Arch, f. Naturgesch, Jahrg. 1896, Bd.1, H.1. 1
d Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
_
hinter dem Vorderrande stehen. Aussen von diesen besitzt jede
Ventralplatte, auch die der hinteren Körperhälfte (wo jene Poren-
häuflein fehlen), eine kräftige Tastborste. Die übrige Beborstung
ist spärlich und kurz. Von Zellenstruktur ist nur wenig zu sehen,
an den vorderen Segmenten am Vorder-, Hinterrande und in der
Mediane, an den übrigen nur noch stückweise in der Mediane. —
Der Basalzahn der Giftklauen ist sehr kräftig und spitz, Hüftplatte
vorn mit 2 deutlichen Höckern.
2. Geophilus flavidus C.K. Es liegen vor 2 2 mit 63,
1 $ @) mit 63 und 1 & mit 67 Beinpaaren (Lg. 43—44 mm.) —
Die vorderen Ventralplatten dieser Thiere sind nur sehr
schwach punktirt, für den ersten Blick glatt. Auch die Gift-
fusshüftplattenzähnchen sind klein. Lam. cephalica zerstreut aber
deutlich punktirt, wie bei den typischen Mitteleuropäern. Analporen
deutlich und ziemlich gross. Pleuralporen unter dem Seitenrande
der Ventralplatte versteckt, in 3 concentrisch mündenden Haufen
hinter einander. Jeder Haufen enthält 8—14 Drüsen. Ein sehr
auffallendes Charakteristicum zeigen diese Thiere in der Beschaffen-
heit der Drüsenporenfelder der hinteren 7—8 Ventralplatten
vor dem Praegenitalsegment:
Während diese Platten nämlich bei den Mitteleuropäern ein
relativ schmales Querband von Drüsenporen vor dem Hinterrande
besitzen, ist bei den Kleinasiaten ein sehr grosses, dreieckig-
rundliches Feld vorhanden, das sich nach vorn bis über die Mitte
erstreckt. Die Ventralplatten sind seitlich bekanntlich durch Furchen
(a Fig. I) gegen die Beinbasen begrenzt. Innen neben diesen Furchen
steht auf jeder Ventralplatte jederseits ein Borstenpaar (b c), dessen
Stellung auf einer bestimmten Ventralplatte sehr constant ist.
Fig. I—III sind Darstellungen der 3. letzten Ventralplatte der
beintragenden Segmente, also der 2. vor dem Praegenitalsegment.
Fig. I = V. eines Kleinasiaten. [V. = Ventralplatte.]
II = V. eines Exemplars aus Pola.
„lHl= V. eines typischen Mitteleuropäers.
Auf jeder Ventralplatte schliessen die beiden Borstenpaare ein
Rechteck ein. Die Poren liegen nun bei den typischen Stücken so,
dass sie ein Querband zwischen den beiden hinteren Borsten bilden (III).
Bei Individuen, die ich in Pola und Zara sammelte, springt das
Porenfeld in der Mitte etwas dreieckig vor, bleibt aber doch
noch weit hinter der Verbindungslinie zwischen den beiden
vorderen Borsten zurück (I), bei den Kleinasiaten dagegen erfüllt
es den grössten Theil des zwischen den 4 Borsten gelegenen Raumes,
reicht nach vorn bis in die Verbindungslinie der vorderen Borsten
und springt nach hinten über die Verbindungslinie der hinteren
Borsten vor. Ich bezeichne die Thiere von Pera als
subsp. Escherichii mihi, also abweichend durch
1. die fast glatten vorderen Ventralplatten,
2. die sehr grossen Drüsenporenfelder der hinteren ”—8 Ventral-
platten vor dem Drüsensegment.,
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 3
Die oben erwähnten Ex. aus Pola und Zara besitzen wie die
typischen Formen stark punktirte vordere Ventralplatten und
zwischen ihnen und jenen giebt es in Bezug auf die hinteren V.
Uebergänge, nicht aber zwischen allen diesen und Escherichii.
Es sei noch erwähnt, dass, wenn man die Thiere aus Pera
(in toto) gegen das Licht hält, die Porenfelder als dunkle Stellen
erscheinen. Auch bei einigen Mitteleuropäern konnte ich mir auf
diese einfache Weise eine Vorstellung von der Form der Drüsen-
felder machen, nicht aber bei allen, sodass eine Untersuchung
lediglich auf diese Weise durchaus ungenügend sein würde.
Dass subsp. Escherichii nicht etwa (wie vielleicht die var.
carinthiacus Latz. und Att.) Jugendformen vorstellen kann, be-
weist hinlänglich die bedeutende Grösse und hohe Segmentzahl
derselben.
3. Bothriogaster affinis Sseliwanoff.
Die Gatt. Bothriogaster ist noch wenig eingehend beschrieben
worden, sodass ich hier einige Ergänzungen anbringen will:
Betrachtet man das hintere Körperende von oben, wie es in
Fig. IV dargestellt ist, so gewahrt man, dass das Praegenital-
segment (Pr.) eine grosse, trapezische Dorsalplatte besitzt, mehr
als doppelt so breit als lang. In der Mitte sieht man die Mittel-
rinne (f) der Ventralplatte durchschimmern. Vor den Vorderecken
der Dorsalplatte fällt ein unregelmässig-viereckiges Pleuralstück
(Pl) auf, das die Complementärdorsalplatte etwas weit nach innen
gedrängt hat. Es entspricht den grossen Vorschildern der
andern Rumpfsegmente. Die übrigen Pleuren des Praegenital-
segmentes können also (genau genommen) nicht so schlankweg als
„die Pleuren“ bezeichnet werden, man dürfte sie besser die Haupt-
pleuren nennen. Auf ihrer frei zu Tage tretenden Oberfläche
mündet nirgends ein Drüsenporus. Diese haben sich vielmehr alle
in versteckt liegende Partieen gezogen. Sseliwanoff sagt im
Zool. Anz. 1879, S. 620 in der Gattungsdiagnose: „Pleuralporen
zahlreich, in 4 tiefen, taschenförmigen Vertiefungen des Vorder-
randes der Pleuren, an Bauch- und Rückenseite gelegen.“ Hier-
aus geht nicht hervor, ob die 4 Taschen jederseits oder an beiden
Seiten zusammenliegen, ob 4+4 oder nur 2+2 Taschen vorhanden
sind. Für B. affinis Ssel. passt diese Beschreibung aber über-
haupt nicht. Vielmehr steht es folgendermassen: Unter dem
Seitenrande der Dorsalplatte des Praegenitalsegmentes befindet sich
eine Tasche (in Fig. IV durch den Pfeil angedeutet). Auf dem
Boden dieser Tasche liegt ein grosses, von sehr zahlreichen,
etwas verschieden grossen Poren gebildetes Drüsenfeld von oblonger
Form, das sich von vorne aussen etwas schräg nach innen hinten
erstreckt. Es erreicht den Vorderrand und bleibt vom Hinterrande
etwas entfernt. Eine andere Drüsengruppe mündet noch viel weniger
am „Vorderrande“, sondern auf dem Grunde eines taschenartigen
Längsspaltes, der sich neben den hinteren zwei Dritteln des
1*
4 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
Aussenrandes der Ventralplatte des Praegenitalsegmentes befindet.
Die Drüsen stehen zweizeilig und besitzen lange und blasse Schläuche.
Eine Längsreihe mündet von aussen, die andere von innen in den
Spalt. Ausser den 2 + 2 genannten Drüsengruppen giebt es keine.
— Die sechsgliedrigen Schleppbeine entbehren der Endklaue, aber
eine feine, blasse, entsprechende Sehne geht noch durch den grössten
Theil des Endgliedes. Sie sind bei den Männchen merklich dicker als
bei den Weibchen, aber man kann in dieser Hinsicht über dasGeschlecht
eines Individuums doch bisweilen zweifelhaft sein. Viel sicherer und
unzweifelhaft zur Entscheidung führt in dieseser Hinsicht die
Untersuchung des Genitalsegmentes: Man kann schon mit der
Lupe oder gar mit unbewaffnetem Auge bei der Ansicht der Ventral-
seite die £? an einem schmalen Querstreifen, die dd an einem
spitzen Winkelzuge erkennen. Macht man die Genitalsegmente
beider Geschlechter durchsichtig und betrachtet sie mikroskopisch
(Fig. V und VD), so fällt beim 2 (Fig. V) sofort auf, dass die
Ventralplatte des Genitalsegmentes sehr stark in die Quere ge-
zogen ist, beim 3 (Fig. VI) dagegen etwas länger als breit. Die
Genitalanhänge des 2 sind nur 1-gliedrig, die des d 2-gliedrig. Am
verschiedendsten sind aber die Pleuren gebildet, da sie beim 2 klein
sind, weit von einander getrennt und versteckt, während sie
sich beim & ventralwärts in der Mediane auf kurzer Strecke be-
rühren, sowohl frei liegen als auch sehr stark entwickelt sind,
sodass sie die ganzen Seiten einnehmen. In beiden Geschlechtern
ragt die Dorsalplatte weit nach hinten über die Genitalanhänge
hinaus. Am Analsegment des S sind Ventral- und Dorsalplatte
deutlich zu unterscheiden, während beim $ die Ventralplatte zwar
sehr gross ist und viel grösser als beim d, die Dorsalplatte aber
reducirt. Der Anus ist beim d, die Vagina beim 2 vorgestülpt
gezeichnet. Die Beborstung ist am Körperende des 3 bedeutend
reichlicher als beim 2.
Die Drüsenporenfelder der Ventralplatten sind von
rundlicher Form auf der hintersten, von querer und meist etwas
nierenförmiger Gestalt auf den mittleren und vorderen Ventral-
platten. Sie entbehren vollständig eines hyalinen, verdickten
Ringhofes, (wie solcher z. B. bei Himantarium Gabrielis vor-
kommt!) es ist überhaupt keine Grenzlinie zu sehen. Die zellige
Struktur stösst hart an die Porenfelder.
Das Tracheensystem ist (für Geophiliden) ein sehr hoch
organirtes. Es enthält zwei- ganz auffallend starke Längs-
stämme, welche in jedem Segmente (besonders in den vorderen)
eine etwas lyraartige Gestalt aufweisen, indem sie nach vorne und
hinten in jedem Segmente divergiren und in der Mitte mit einer
starken Inneneurve convergiren. Sie bilden so zwei durch den
ganzen Rumpf sich hinziehende, schlängelnde Röhren. In jedem
der vorderen Segmente geht vom Stigma jederseits ein starkes
Tracheenrohr ziemlich gerade auf die Stelle los, wo die Haupt-
tracheen am meisten convergiren (Convergirungsstellen). Diese
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 5
Stigmaröhren haben ungefähr den halben Durchmesser der Haupt-
röhren. Die Convergirungsstellen selbst werden, gerade den
Einmündungsstellen der Stigmaröhren gegenüber, mit einander durch
eine kurze, etwas nach vorn gebogene, quere Verbindungs-
trachee vereinigt, in welche von vorne jederseits eine Trachee
einmündet (Tracheenkreuz!), die vom Stigma des vorhergehenden
Segments kommt und schwächer ist als die genannten Stigmaröhren.
Jeder Segmentabschnitt der Haupttracheen steht also mit der
Aussenwelt jederseits durch 2 Stigmen in Verbindung:
1. das Stigma des eigenen,
2. das Stigma des vorhergehenden Segmentes.
Bei den auf die vordersten 7—8 Segmente weiter folgenden
Rumpfsegmenten werden die Convergirungsstellen mehr und mehr
nach vorne verschoben und die Rohre gleichzeitig schwächer.
Die Convergirungsstellen kommen daher an die Vordergrenze der
Segmente zu liegen (manchmal sogar in das vorherige Segment),
sodass man zweifelhaft werden könnte, ob man sie zum hinteren
oder vorderen je zweier in Rede stehender Segmente rechnen soll.
Hier müssen aber die Verhältnisse bei den vordersten, primärsten
Rumpfsegmenten zur Richtschnur dienen. In den hintersten Rumpf-
segmenten nehmen die Hauptlängstracheen wieder etwas an Stärke
zu, ohne die Stärke der der vorderen S. zu erreichen. Das letzte
Tracheenkreuz enthält das S. vor dem Praegenitalsegment, das
ja auch das letzte Stigmenpaar besitzt. Von ihm gehen noch die
hinteren Stigmaröhren ins Praegenitalsegment ab, jedoch ohne sich
in der Mediane zu vereinigen.
Entsprechend den schwachen und am Ende geradezu abge-
rundeten (also zum Beissen wenig geeigneten) Giftklauen und
dem relativ schwach entwickelten Reservoir der Giftdrüsen, sind
die Laufbeine mit recht kräftigen, spitzen Endkrallen bewehrt,
an welche starke und durch 2—3 Endglieder der unbeborsteten
Beine sich hinziehende Sehnen herangehen. Ich zweifle nicht, dass
auch die Bothriogaster (wie die Himantarien und analog
gewissen Schlangen!) ihre Opfer (Regenwürmer) durch Um-
armungen und Pressen mehr als durch Gift betäuben und be-
wältigen. Damit würde auch ein Grund für das „Warum“ des
Elongationsprincipes bei Geophiliden gefunden sein.
Die Mundtheile hat Sseliwanoff auch nicht eingehend be-
handelt, daher sind folgende Bemerkungen am Platze: Die Ober-
lippe ist mit der Stirn grösstentheils verwachsen, aber nicht
„ungetheilt“, vielmehr deutlich in 3 Abschnitte differeneirt, deren
mittlerer allerdings sehr blass und schwach ist. Das Zahnblatt der
Mandibeln besitzt 16—20 z. Th. recht blasse Zähne und ist durch
einen hellen Streifen deutlich von der übrigen Mandibel abgesetzt.
Hinter ihm finden sich 4—5 blasse Kammblätter. Der Gelenkhöcker
springt zahnartig vor. Die 1. Unterkiefer sind sehr schwach
ausgebildet, die Aussenladen dreieckig, eingliedrig, am Ende mit
6 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
blassen kleinen Borsten. (Nach Ssel. sind sie 2-gliedrig!) Die
Innenladen ähneln den Aussenladen, sind aber noch kürzer und
schwächer. Tasterlappen fehlen. Die 3-gliedrigen, schwach be-
borsteten 2. Unterkiefer tragen eine deutliche Endkralle, die
Hüftplatte entbehrt der Mediannaht vollständig. — Die dreieckigen
Basalglieder der Antennen stossen in der Mediane an einander.
Die mir vorliegenden affinis besitzen 99—107 Beinpaare. Bei
einem Exemplare mit 99 Beinpaaren liegen vor den durch Gruben
ausgezeichneten Segmenten 35 grubenlose, dann folgen 2 mit kleiner
Grube und schliesslich 53 ohne Grube. — Sseliwanoff schweigt
vollständig darüber, ob diese Gruben bestimmte Strukturauszeich-
nungen in den Ventralplatten sind, oder lediglich Oberflächenver-
tiefungen. Im letzteren Falle könnte eine generische Abtrennung
von Stigmatogaster lediglich nach diesem Merkmale nicht als
gerechtfertigt gelten. Thatsächlich ist aber das Erstere der
Fall: Unter den ausgezeichneten Ventralplatten besitzt die 1.
und 2. in der Mitte zwischen dem Drüsenfeld und dem Vorder-
rande nur eine kleine auffallend gelbliche Stelle, ausgezeichnet
durch sehr kleine Zellstruktur. Es folgen dann 9 Ventralplatten,
welche an der bezeichneten Stelle einen genau hufeisenförmigen,
ins Körperinnere vorragenden Wulst von schön gelber Farbe
besitzen. Derselbe ist hinten völlig geschlossen und vorne weit
offen. In seinem Innern ist die Zellenstruktur viel kleiner als
in der Umgegend. Bei tieferer Einstellung des Mikr. sieht man
deutlich auf der Aussenseite eine das Hufeisen in einigem Abstande
begleitende scharfe Linie. Diese ist die Begrenzungslinie des vom
Hufeisen nach innen abgehenden, endoskelettalen Vorsprungbogens
(x, Fig. VO). Merkwürdigerweise konnte ich keine besondere
Beziehungen zwischen den Hufeisenbogen und irgend welchen inneren
Organen auffinden:
Praeparirt man einige jener Segmente und entfernt Geschlechts-
organe, Darm und alle mehr dorsalwärts gelegenen Theile, so trifft
man auf die Bauchganglienkette, deren Knoten ebenso weit von
einander liegen als je 2 Hufeisengruben. Auch die Grösse des
Innenraumes eines Hufeisens entspricht beinahe dem Umfange eines
Gangliendoppelknoten. Man kommt daher auf den Gedanken, dass
die Hufeiseneinstülpungen Stützen für die Ganglienknoten
seien. Und in der That liegen sie über denselben nach vorne
verschoben, während die Commissuren über die rundlichen
Drüsencomplexe (y y Fig. VII und dr Fig. VII), welche zu den
Porenfeldern (P) gehören, hinwegziehen (cf. Fig. VIII g = Ganglion,
ce = Commissur). Untersucht man nun aber benachbarte Segmente
ohne Hufeisengruben, so findet man im Uebrigen dieselben
Verhältnisse, sodass ich eine physiologische Nothwendigkeit für
die Existenz jener Gruben, zur Stütze der Ganglien, nicht annehmen
kann. — Die Seitenfurchen der Ventralplatten sind der Ausdruck
von ins Innere des Körpers etwas vorspringenden, endoskelettalen,
braunen Längskanten. An diese heften sich viele kräftige Muskeln
von Dr. K. Escherieh unternommenen Reise nach Kleinasien. 7
(m Fig. VII), welche nach innen ziehen (Quere Ventralmuskeln).
Die vordersten heften sich schräg in einem Bündel in der Mediane
hinter dem Vorderrande (v) an, die hintersten in ähnlicher Weise
vor dem Hinterrande (h). Die inneren Enden der übrigen Muskeln
bleiben mehr oder weniger von der Mediane entfernt. Vorne heften
sie sich seitlich an die wulstige Kante des Hufeisens, weiter hinten
ziehen sie im Bogen um die Drüsenregion herum. Vergleicht man
auch in Bezug auf diese Muskeln diese Segmente mit andern gruben-
losen, so zeigt sich, dass sie quere Ventralmuskeln in derselben
Vertheilung besitzen, sodass der Hufeisenwulst für die Muskeln also
auch keine „condicio sine qua non* ist. — Bei z Fig. VII sind
einige der kleinen, rundlichen Epidermiszellen dargestellt und p giebt
die innere Ansicht eines Drüsenporus etwas von der Seite. Der
kleine Kreis rechts stellt die äussere, der kleine Kreis links die
innere Porusöffnung dar und die letztere ist von einem Ringwulst
umgeben.
Hinsichtlich der Hautmuskulatur will ich noch Folgendes
mittheilen: Blickt man von oben auf einige Segmente, deren über
der Ganglienkette gelegene Organe entfernt sind, so liegt in jedem
Segment vorne das Ganglion, dahinter der Bauchdrüsencomplex.
Zu beiden Seiten lagert eine starke Masse von Longitudinal-
muskeln, welche sich von den Seiten des Drüsencomplexes bis zu
senkrecht durch die Ventralplattenseitenfurchen gelegten Ebenen
erstrecken. Diese Longitudinalmuskeln liegen über den schon
genannten queren Ventralmuskeln. Sie ziehen vom Vorder-
rande («) eines Complementärstreifens zum Hinterrande ($) der
zugehörigen und jedesmal dahinter liegenden Ventralplatte, (m
Fig. VOD), überbrücken also die Complementärstreifen (yy),
welche auf die Segmentation der Longitudinalmuskeln keinen Einfluss
haben. Die ventralen Complementärstreifen (« y Fig. VIID) sind be-
kanntlich sehr schmal und zwar verschmälern sie sich von aussen nach
innen noch so, dass sie in der Mediane ganz reducirt sind. Sie werden
dadurch zweitheilig. Jede dieser Theilhälften entsendet ein kräftiges,
quer nach aussen an die Pleuren gehendes Muskelbündel, welches
über die Basen der Longitudinalmuskeln hinwegzieht. — Die
dorsalen Complementärstreifen sind ?/, so gross und so lang als
die Dorsalplatten, also stark entwickelt und fast 3 mal so lang
als ihre entsprechenden Ventralstreifen. Die dorsalen Longi-
tudinalmuskeln ziehen vom Vorderrande eines Complementär-
streifens unter diesem und der zugehörigen Dorsalplatte hin direct
zum Hinterrande der Dorsalplatte. Sie finden sich fast in der ganzen
Breite der Rückenplatten, nur ein schmaler Streifen in der Mediane
über dem Rückengefäss bleibt von ihnen frei. Die grossen Pleuren-
Vorschilde werden durch einen starken, queren Muskel mit der
Seite der dorsalen Complementärstreifen verbunden, die Seiten der
Dorsalplatten durch einen kleinen Muskel ebenfalls mit den Vor-
schilden und durch einen andern Quermuskel mit den Stigma-
schildehen. Von den Vorderecken der Dorsalplatten strahlen
8 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
einige Muskelfasern schräg nach innen auf die Platte aus. Diese
liegen über den Longitudinalmuskeln, auch über den verschiedenen
Pleuren-Quermuskeln, letztere wieder über den Longitudinasmuskeln,
welche also die untersten von allen sind. — Durch die Con-
traction sowohl der dorsalen als ventralen Longitudinalmuskeln
werden die Segmente und Complementärsegmente an einander
geschoben und die elastischen Platten etwas gekrümmt, wodurch
der Körper verkürzt wird. Umgekehrt wird: bei schlaffen Longi-
tudinalmuskeln durch Contraction der Pleurenmuskulatur der Körper
in der Quere zusammengedrängt und dadurch in der Länge aus-
gedehnt.
Dass die Complementärsegmente sowohl dorsal- als ventral-
wärts in der Longitudinalmuskulatur nicht zum Ausdruck
kommen, sondern überbrückt werden, muss um so mehr hervor-
gehoben werden, weil sie im Hautskelett der Geophiliden so stark
ausgeprägt sind. — Es führt aber weiter zu der Erkenntniss, dass
das, was wir bisher Complementärsegmente der Geo-
philiden genannt haben, nicht Reste von wirklichen
2. Segmenten sind, sondern Differenzirungen der Haupt-
segmente, denn wenn es Reste wären, so müssten dieselben ent-
weder eine eigene Longitudinalmuskulatur besitzen oder derselben
ganz entbehren. Der dritte Fall, dass nämlich die Hinterenden der
einen Muskeln mit den Vorderenden der andern verwachsen sollten,
ist ebenso völlig undenkbar wie das Verschobenwerden der Vorder-
(oder Hinter)enden der einen vom Vorderrande der Hauptsegmente
auf den Vorderrand der Complementärsegmente (oder umgekehrt)
bei gänzlicher Reduction der andern.
Es muss von hohem Interesse sein, im Anschluss an das
Vorige einen vergleichenden Blick auf die
Rumpfmuskulatur der Diplopoden
zu werfen. Bei diesen sind bekanntlich je 2 Segmente zu einem
Doppelsegment fest verwachsen, wobei über die Natur beider Ringe
als echte Segmente schon deshalb nicht der geringste Zweifel
bestehen kann, weil jedes mit einem Paar typischer Beinanhänge
versehen ist. Kürzlich habe ich auch bei Glomeriden!) nach-
gewiesen, dass die Muskulatur der Ventralseite derselben auch in
Hinsicht auf die beiden Segmente jeeines Doppelsegmentessegmentirt
ist, was bei der Paarigkeit der Ventralplatten und Pleuren der
Doppelsegmente ja auch von vornherein zu erwarten war. — Wie
steht es nun mit den Dorsalringen, welche bekanntlich bei allen
Chilognathen fest mit einander verkittet sind? Stellen wir uns vor,
dass diese Verkittung noch nicht eingetreten sei, so mussten noth-
wendigerweise, da die hinteren Segmente immer in den vorderen
!) Verhandl. d. naturhist. Vereins f. Rheinland u. Westfalen 1896.
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 9
stecken, Longitudinalmuskeln einmal vom Vorderrande der Vorder-
ringe zum Vorderrande der Hinterringe und ferner Longitudinal-
muskeln vom Vorderrande der Hinterringe zum Vorderrande der
nächstfolgenden Vorderringe ziehen, also (auf Fig. X angewandt)
zog ein Muskel von w (rechts) nach Dm, (wo man sich eine
Zwischenhaut eingeschaltet zu denken hat,) ein anderer von Dm
nach w (links). —
Die Rumpfmuskulatur der Dorsalringe der Juliden hat zuerst
E. Voges in seiner z. Th. werthvollen Arbeit: „Beiträge zur
Kenntniss des Juliden!)“ behandelt. Auf S. 129—130 weist er
„drei Muskellagen“* nach, von denen die innerste „parallel der
Längsachse des Körpers“ verläuft, also Longitudinalmuskeln vor-
stellt, während die andern beiden sich kreuzweise überdecken und
schräg verlaufen. Ich habe diese Angaben E. Voges (für londi-
nensis), anJulus nitidus vollkommen bestätigen können. Merk-
würdigerweise schweigt er vollkommen über das Verhältniss der
Muskeln zur Demarkationslinie. An diese heftet sich nämlich, wie
ausdrücklich hervorgehoben werden muss, kein Muskel.
Setzen wir nun die obige Betrachtung fort und stellen uns vor, dass
je zwei Ringe mit einander allmählig phylogenetisch verkitten, (Stadien
einer solchen Phylogenese bieten die vorderen Abdominalsegmente
mancher Coleopteren,) so folgt, dass mit Zunahme der Ver-
kittung einer der beiden Cylinder von Longitudinalmuskeln
des nun entstehenden Doppelsegmentes überflüssig wird. Dies
ist der vordere Cylinder, denn die Enden oder Ansatzstellen
seiner Muskeln verbinden Punkte, welche keine verschiebbare
häutige Region mehr zwischen sich einschliessen, d. h. durch Con-
traction dieser Muskeln kann bei der Starrheit des Hautskelettes,
welche besonders die eingelagerten Kalksalze hervorrufen, nicht
die geringste Verkürzung des Körpers mehr bewirkt werden,
aber ebenso wenig eine Biegung nach irgend einer Seite. Ist
also eine Verkittung zweier Rumpfsegmente zu einem
Doppelsegment vollendet, so wird gleichzeitig die Be-
deutung der Longitudinalmuskeln des Vordersegmentes
hinfällig und sie werden einer Reduction anheimfallen.
Es steht nun der Annahme nichts im Wege, dass die Longi-
tudinalmuskeln der Hinterringe, nachdem die Verkittung vollendet
war, mit ihren Vorderenden allmählig mehr und mehr auf das
Gebiet der Vorderringe hinüberwanderten und schliesslich ein Theil
von ihnen, wie es jetzt der Fall ist (m Fig IX und X) auf dem
Vorderrandwulst der Vorderringe den Ursprung nahm. Interessant
ist, dass die Schrägmuskeln, welche sich kreuzen, (Fig. IX ml und
m2) (cf. auch Voges Fig. 14!) thatsächlich in der Mitte (auch
etwas davor oder dahinter) zwischen Vorder- und Hinterrand
der Vorderringe entspringen, also ein Mittelstadium der
!) Zeitschr. für w. Zoologie 1879. Zugleich Dissertation Göttingen 1878.
10 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
genannten Wanderschaft der Longitudinalmuskelvorderenden vom
Hinter- zum Vorderrande der Vorderringe vorstellen. Das Umge-
kehrte, die Annahme, dass die Longitudinalmuskeln der Vorderringe
mit den Hinterenden auf die Hinterringe überwandern sollten und
die Muskeln der Hinterringe in Wegfall kommen, wäre schon des-
halb widersinnig, weil sie über die Zwischenhaut nicht
hinwegkönnen. Die Unmöglichkeit dieser Annahme ergiebt sich
also aus demselben Grunde, wie die entsprechende bei den Geophi-
liden, wo die langen Muskeln die Complementärstreifenzwischen-
häute auch nicht überbrückt haben können, vielmehr die Streifen
secundär entstanden sein müssen.
Die Längs- und Kreuzmuskeln der Dorsalringe der
Diplopoden gehören also zu den Hintersegmenten, die
der Vordersegmente sind in Wegfall gekommen. Die Be-
schaffenheit dieser Muskulatur harmonirt deshalb durchaus mit
der Lehre von der Zusammensetzung der Rumpfringe der Diplo-
poden aus 2 Ursegmenten. Erwähnt sei noch besonders, dass bei
den Juliden u. a. die Hinterringe durch eine Ausstülpung (Dp
Fig. IX und X) sehr vergrössert sind. Diese Ausstülpungen be-
decken jedesmal ringsum die Vorderregion der Vorderringe wie
ein Deckel. Sie fehlen wohl keinem Diplopoden und bilden ein
Hauptmoment für die Sicherheit und Festigkeit des An-
schlusses der Segmente an einander. Dass diese Erscheinung
bei Chilopoden fehlt oder doch nirgends in ähnlicher Weise zum
Ausdruck kommt, hängt mit der nicht starren, sondern elastisch-
weichen Beschaffenheit des Hautskelettes derselben zusammen.
Oben zeigte ich, dass die Complementärstreifen der Geophi-
liden (und wohl der Chilopoden überhaupt) keine Segmentreste
sind. Da wir nun die Insekten von myriopodenartigen Formen
abzuleiten haben, welche wieder nur chilopodenähnlich gewesen
sein können, so dürfen auch die schwachen Complementärstreifen
bei Insecten nicht als Segmentreste, sondern nur als Reste von
stärkeren Complementärstreifen bei ihren Vorfahren angesehen werden.
Die Darstellung H. J. Kolbe’s über ‚die Segmentirung des
Körpers der Insecten‘‘ auf S. 122 seines bekannten Buches: „Ein-
führung in die Kenntniss der Insecten“, Berlin 1889—93 ist dem-
nach, hinsichtlich der Myriopoden, zu verändern. Sie ist aber auch
ohnehin nicht einwandfrei.
4. Himantarium Gabrielis L.
Ich erhielt nur 1 2 mit 149 Beinpaaren, das mit den West-
europäern überstimmt.
5. Scolopendra cingulata Latr.
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 11
‘ Im Gegensatze zu den vielen Stücken dieser Art, welche ich
selbst in Istrien und Dalmatien sammelte, sind die 25 aus der
Gegend von Pera ötc. vorliegenden Exemplare recht verschiedenartig
gefärbt. Die Adolescentes sind auch hier am Hinterkopf und Prae-
genitalsegment geröthet, sonst dunkel olivenbraun oder grünlich.
Die Alten ähneln z. Th., ausser den gerötheten Stellen, den Ado-
lescentes, sind aber etwas heller, oft am Hinterrande der Dorsal-
platten bläulich-grün gezeichnet. Die grössten Individuen haben
eine auffallend rothbraune Farbe, namentlich auch die Schleppbeine.
Bei der Hälfte der vorliegenden Adolescentes hat das Femoral-
glied der Schleppbeine auf der Unterseite eine tiefe Längsfurche.
Vielleicht ist das ein sexueller Charakter.
Ich will nun eine Tabelle über verschiedene Merkmale der
vorliegenden Individuen anschliessen:
f Zähne des Femoralgliedes Zähne Zähne
Länge in Ak der Schleppbeine: des Pleural- des Femoral-
iR ie er ten en hanbn fortsatzes: fortsatzes:
Erwachsene:
7,6 20 +19 2+2 4-4 3+3 5+1
7,3 16 +19 2+2 4+3 3+3 444
9,2 20 +20 2+2 444 3+3 444
8,9 20 + 20 2+2 | 5+4 3+3 4+4
8,1 2 Pe |, 414 ® F
7,6 3, = | 3+3 & 5+4
8,9 21 +20 5 44 ie 5+4
I1,1-(1) 19 +19 AN „ 3+2 444
7,6 20 +20 Br 5+4 3+3 4+5
8,5 21 +23 R 443 4—+3 4+2
8,5 ?+19 z 4—+4 3+3 4+4
8,1 20 + 20 2+2 444 3+3 4+4
8,1 Be 1+2 4+5 MR: 5+5
6,2 ? +20 2+2 4—+4 g 2+3
7,8 20+21 j ji ni 4+4
8,6 20 +20 » » » 5+5
13 re 2+1 4+3 12 4+3
9,0 5 2+2 444 3+4 34+4
5,0 21 +20 2—+2 4-3 3+3 4+4
Adolescentes:
3,8 19 + 19 2+2 44 3+3 4-5
3.219, 18-+? n 5+4 55 4+5
2,9 18 +18 Pr: 4—+4 A 3+4
2,6 17+? 1+2 3+4 » 3+4
Als typisch für die Erwachsenen können also gelten:
| 20-+20 2-42 4+4 20 4+4
19 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
Es ist wichtig einige andere Fälle für Körpermaass und Zahl
der Antennenglieder anzureihen:
Scolopendra mediterranea lusitana Verh.
Körperlänge: | 52 4,5 4,4 | ad |: 2 4,0
Antennenglieder: | 19+18 | ?+20 | 19+? 119+18| ®+20| 2+18
Körperlänge: 3,7 3,6 31 2,1 2,0 | 2,0
Antennenglieder: | 17 +18 | 18+18 | 18+18 | 15 +17 | 17 +18 | 164.18
Scol. cingulata Latr. var. hispanica Newport.
Körperlänge: 33: nes 3,4 3,2 3,0
Antennenglieder: | 23+21 | 17+18 17 +18 18+18 18 + 18
Hier sind die 4 letzten, bei lusitana die 3 letzten Exemplare
unzweifelhafte Adolescentes. Es ergiebt sich aus beiden Beispielen
mit derselben Deutlichkeit wie oben bei cingulata, dass Scolo-
pendra der Anamorphose nicht völlig entbehrt, in Bezug
auf die Antennensegmentation vielmehr eine deutliche
Anamorphose durchmacht, indem die Gliederzahl der
Erwachsenen den Jungen gegenüber zugenommen hat.
Durchschnittszahl der Antennenglieder:
für cingulata Erwachsene: 19—20.
5 Adolescentes: 18.
für lusitana Erwachsene: 18—20.
„ Adolescentes: 16—17.
für hispanica Erwachsene: 21.
e Adolescentes: 17—18.
Mithin kann ich die Behauptung Latzels'), dass die Adoles-
centes (ausser Farbe und Sexualorganen) „schon ganz mit den
Erwachsenen übereinstimmen“ sollen, nicht für stichhaltig erklären.
Dass es in Bezug auf die verschiedenen Dornen der Schleppbeine
und Pleuren richtig ist, bezeugen obige Beispiele von cingulata.
6. Lithobius grossipes C.K.
1 2 von dunkelbrauner Färbung; die schwärzliche Rückenbinde
kaum in Spuren zu erkennen.
7. Lithobius insignis Mein.
Die Punktirung ist etwas schwächer als bei den Westeuropäern,
sonst aber herrscht Uebereinstimmung. Es liegen 3 2 von 27—30
und 2& von 20—25 mm Lg. vor. Der Vorderrand der Hüftplatte
des Giftfusssegmentes besitzt 444, 4+5, 5+6, 6+6 und
6+7 Zähnchen. (Einige Autoren scheinen sich immer noch nicht
von der Variabilität dieses Merkmals überzeugen zu können!) —
Insignis ist in Portugal häufig und wird daher wohl quer durch
ganz Südeuropa vorkommen.
!) Myriopoden der österreich.-ungarisch. Monarchie. Band I S. 142.
von Dr. E. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien, 13
II. Diplopoda.
8. Strongylosoma pallipes Oliv. subsp. Escherichii mihi.
Es liegen vor 25 und 1 frisch gehäutetes ?. Dieselben stehen
in allen Charakteren den typischen pallipes sehr nahe, unter-
scheiden sich aber deutlich genug durch die Copulationsfüsse.
Auch sind sie an Gestalt etwas schlanker. Die 2 d sind braun-
schwarz mit 2 Reihen gelbbrauner, rundlicher Rückenflecke. Das
ist in allen Theilen heller, scheint aber noch nicht ausgefärbt zu
sein. In der Plastik stimmt Escherichii mit der Grundform über-
ein. In Fig. XI gab ich eine Darstellung der Endhälfte eines
Copulationsfusses von pallipes; Fig. XII zeigt dasselbe von
Escherichii. Man ersieht daraus, dass der Aussenast (A) bei
pallipes wesentlich schlanker gebaut ist, gegen das Ende fast
in rechtem Winkel gekrümmt und an der Concavseite tief concav.
Der schmale Innenast (I) bleibt bei pallipes am Ende stumpf
und steht vom Aussenast weit ab, während er bei Escherichii
spitz ausläuft und dem Aussenast sehr genähert ist. Der Sperma-
gang (S) mündet auf einem hyalinen Vorsprung (x) und krümmt
sich, der Gestalt des Aussenastes entsprechend, mehr bei Esche-
richii und weniger bei pallipes.
9. Polydesmus Escherichii n. sp.
Lg 16—17 mm. Br. 12/;, mm. Körper bräunlich, aus Kopf
und 20 Segmenten bestehend, ziemlich glänzend. Borsten fehlen
an allen, auch den letzten Segmenten, nur an den beiden vorletzten
sind am Hinterrande Spuren von Börstchen wahrzunehmen.
Collum sehr glatt, an den Seiten abgerundet. Von Felderung
ist nur die Mitte der 3. Reihe als 2 deutlich begrenzte Felderchen
erhalten. Die Hinterecken der 2., 3. und 4. Dorsalplatte sind recht-
winkelig, von der 5. an springen diese Ecken mehr und mehr vor,
sodass sie von der 9.—18. D. als dreieckige Spitzen nach hinten
hervortreten. Die Spitze des Analsegmentes ist abgerundet. Auf
den gewölbten Seitenflügeln der Rumpfsegmente sind keine Felder
durch Furchen getrennt, nur der Fingerwulst, der in die vor-
tretenden Hinterecken ausläuft, ist deutlich abgegrenzt. Die 3 Felder-
reihen sind deutlich getrennt, die Querfurche zwischen der 1. und 2.
ist tief. In der 1. Reihe sind die Feldergrenzen fast verwischt, die
Mittelknötchen aber deutlich. In der 2. Felderreihe sind 4, in der
3. Reihe 6 Felder deutlich gegen einander abgegrenzt. Die Mittel-
furche der 1. Reihe ist tief.
Die Kanten der Seitenflügel erscheinen auf den ersten Blick
fast glatt, sind aber doch recht deutlich 3—4 mal eingekerbt, ohne
freilich vorragende Zähne zu bilden.
Pleuren und Ventralplatten der Rumpfsegmente vollkommen
matt. — (Der Kopf des Originals ist nicht vorhanden.)
14 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
Die Copulationsfüsse (Fig. 13) sind von sehr charakteristischer
Bildung und erinnern nur an diejenigen des collaris C. K. Im
Allgemeinen haben sie die Form einer schmalen, stark gekrümmten
Sichel. Ein Innenast fehlt vollständig, überhaupt jede Zweig-
bildung. Das Ende der Sichel ist in einen kleinen Haken umge-
krümmt. Das Haarpolster (p) ist klein aber deutlich, ebenso ist
die Samenhöhle von sehr geringem Inhalt. Unter dem Polster,
gegen die Basis der Sichel zu, steht ein grader, spitzer Stachel
nach innen ab. Der Femoralabschnitt (f) ist reichlich mit Tast-
borsten besetzt und gegen den Tibialtheil (t) durch eine Ein-
schnürung abgesetzt. In letzterem schimmert der Spermagang (S)
durch. — Ich erhielt nur 18, welches defeet ist.
10. Lysiopetalum byzantinum n. sp. 02.
Lg. er. 70 mm, Br. 3!/, mm.
Körper bei d und 2 aus Kopf und 49 Segmenten bestehend.
Ein £ von 49 S. läuft auf 89 Beinpaaren und besizt 2 beinlose
Endsegmente. Jüngere 22 von cr. 55 mm Lg. und 3!/, mm Br.
besitzen nur 48 Rumpfsegmente, 86 Beinpaare und 21/, beinlose
Endsegmente.
Der Beweis dafür, dass diese 2 Thiere von 48 S. wirklich
Entwickelungsstadien derjenigen von 49 Segmenten sind, liegt
darin, dass sie:
1. in allem Uebrigen mit ihnen vollkommen übereinstimmen,
2. kleiner und um 1 Segment ärmer sind,
3. keine entwickelte Vulven besitzen. Während man nämlich
bei den £ mit 49 S. (soweit die Vulven nicht vorgestülpt sind, was
meistens nicht der Fall ist) hinter dem 2. Beinpaare jederseits
einen weisslichen Wulst wahrnimmt, welcher zum 3. beinlosen
Segment gehört und die nicht vorgestülpten Vulven repräsentirt, ist
bei den $ mit 48 S. von solchen Wülsten nichts zu sehen, ein
Zeichen, dass sie noch nicht geschlechtsreif sind. In der Regel
sind die unteren Seitenränder des 3. Dorsalringes bei den ersteren,
d. h. den reifen 2? auch etwas zur Seite gedrängt.
Es ist von Wichtigkeit auf diesen Beweis einzugehen, weil
wahrscheinlich alle Angaben, welche über eine schwankende
Segmentzahl der Lysiopetaliden gemacht sind, auf dem Fehler
beruhen, dass die obersten unreifen Thiere von den Reifethieren
nicht unterschieden wurden!
Die Hüften des 3.—16. Beinpaares der 22 besitzen vorstülp-
bare Säckchen; das gilt auch für die Unreifen mit 48. $S. Körper-
farbe grünlichschwarz, die hinteren Ringtheile grösstentheils gelblich
aufgehellt, eine ebensolche Längsbinde über die Rückenmitte und
von Dr. E. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 15
jederseits eine Fleckenreihe in der Höhe der Saftlöcher. Die 48
segmentirten sind heller grünlich als die Alten.
Körper grösstentheils matt, aber die Rippen glänzend. Ocellen
in einem grossen, dreieckigen Haufen. Kopf dicht eingestochen
punktirt und behaart, bei 2 gewölbt, beim d tief eingedrückt,
grubenartig vertieft, jederseits mit einer vorspringenden Kante.
Seiten des Collum dreieckig spitz.
Die Grenze der beiden Ringe der Rumpfsegmente ist durch eine
feine, erhabene Kante angegeben; hinter derselben ist das vorderste
Viertel der Hinterringe vertieft eingebuchtet. Die Längsfurchen
derselben sind sehr deutlich und laufen vom Hinter- bis zum Vorder-
ende, vorne nach unten etwas abschwenkend. Die Zwischenräume
sind in der Gegend der Foramina und unterhalb derselben flach,
weiter nach oben wölben sie sich mehr und mehr, ohne aber eine
bedeutende Höhe zu erreichen, die Rippen bleiben also sehr niedrig,
sind hinten abgerundet und mit einem sehr zarten Börstchen besetzt.
Die Vorderringe besitzen parallele, sehr feine, erhabene Längslinien.
Die Foramina repugnatoria fehlen auf den 2 letzten und
den 4 ersten Rumpfsegmenten, sonst sind sie fast immer sehr deut-
lich und liegen ungefähr ın der Mitte zwischen Vorder- und
Hinterrand der Hinterringe zwischen 2 Furchen in einem ziemlich
flachen Zwischenraum, der oberen Furche mehr als der unteren
genähert.
Die Analklappen werden durch je eine schräg nach hinten
ziehende Furche in je 2 Felder eingetheilt, deren oberes, dreieckiges
ungefähr 6 mal kleiner ist als das untere. Die Klappenränder er-
heben sich zu einer scharfen, vorspringenden Kante.
Jedes Beinpaar besitzt für sich eine ungefähr dreieckige Ventral-
platte. Die Beine bestehen aus Coxa, kurzem aber recht deutlich
abgesetzten Trochanter, Femur, Tibia und „3“gliedrigem Tarsus.
Das 3. (letzte) Tarsenglied ist durch eine schon mit unbe-
waffnetem Auge erkennbare, ringförmige Demarkation in beiden
Geschlechtern in 2 Abschnitte von fast gleicher Länge zerlegt, sodass
man den Tarsus also richtiger als 4-gliedrig bezeichnen muss. Die
beiden letzten Tarsenglieder sind auch gegen einander beweg-
lich, aber nur passiv, nicht activ, denn dieses Gelenk unter-
scheidet sich von allen andern Beingelenken dadurch, dass kein
Muskel herangeht.
Die Beine des 2 besitzen keine Polster, während die des 5
an der Innenseite der Tarsenglieder sehr stark behaart sind und
an den 3 letzten Gliedern förmliche Polster bilden. Das letzte
Polster ist das grösste und zieht ohne Unterbrechung über das
Gelenk zwischen 3. und 4. Tarsale hinweg.
Die meisten Ventralplatten sind in der Mitte stark grubenartig
vertieft, in der Grube auch mit Tastborsten besetzt. Vorne hebt
sich über die Grube eine Querkante und diese ragt jederseits zu
16 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
einem abgerundeten, dreieckigen Kegel empor, welcher
als Schutz dient für das aussen und hinter ihm gelegene Stigma.
Die Tracheentaschen schwingen sich im Bogen nach aussen
und schicken gerade nach innen einen kurzen Nebenast ab. Dichte
Tracheenbüschel münden in ein längliches Loch in der Mitte der
Aussenfläche und am distalen Ende. Ueber die convexe obere Seite
ragt eine mondsichelförmige, aus dem Niveau der Tasche weit vor-
springende Muskelplatte vor, welche 1!/,;, mal breiter ist als die
eigentliche Tracheentasche.
Die Coxae des dem Copulationsapparat des d vorangehenden
Beinpaares springen in einen rundlichen, stark beborsteten und fast
die Grösse der übrigen Hüfte erreichenden Fortsatz vor. Auch die
Coxae des dem Cop.-A. folgenden Beinpaares sind distalwärts
innen in Zäpfchen ausgestülpt. Im Folgenden will ich den Copu-
pulationsapparat so behandeln, dass damit ein Beitrag zur Kennt-
niss der
Copulationsorgane der Lysiopetaliden
im Allgemeinen geliefert wird und das Gesagte als eine weitere
Ausführung dessen dienen kann, was ich im Zoolog. Anzeiger 1895,
Nr. 476 bekannt gemacht habe. Es ist durchaus nothwendig, an
der Hand genauer Zeichnungen einen gründlichen Einblick in diese
Begattungsorgane zu thun, weil es bisher nicht möglich war (auch
nicht nach Latzels Mittheilungen), eine genügende Vorstellung von
denselben zu erhalten. — Alle Einzelheiten werde ich freilich noch
nicht klären können, da mir von byzantinum nur 1 d zur Ver-
fügung steht.
Der Copulationsapparat von Lys. byzantinum m. ruht
auf zwei sehr grossen, muschelförmigen Stützen oder
Tracheentaschen. Seine beiden Theilhälften kann man von innen
nach aussen und umgekehrt gegen einander bewegen, nach
Art einer Zange. Ueber die Grundmasse ragen 2 Paare von
Stäben hervor. Das eine Paar, welches das äussere ist, bleibt
mit den Grundtheilen fest verwachsen, kann sich also nur bewegen,
wenn sich die Grundmassen bewegen, das andere Paar dagegen,
welches das innere ist, kann sich, wie ein Versuch lehrt, für sich
allein von innen nach aussen und umgekehrt bewegen.
Bei der Totalansicht des Cop.-App. von vorne her bemerkt
man, dass die beiden Stäbe jederseits sehr nahe an einander stehen.
Die äusseren Stäbe sind um ein ziemlich complizirtes, keulen-
artiges Endstück der inneren Stäbe kürzer als diese und an Gestalt
auch bedeutend einfacher als die inneren, fast gerade, gegen die
Basis verbreitert, am Ende knopfartig verdickt (V. Fig. XV.). Die
grossen, muschelförmigen Tracheentaschen sind in der Mediane
vorne fast ganz getrennt, nur am unteren Ende auf kurzer Strecke
an einander gekittet (w Fig. XIV und XV). Hier aber schiebt
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 17
sich in die Verkittungsstelle hinein der Stiel einer gelblichen,
unpaaren, hervorragenden Platte von oblonger Form, welche
am Ende abgerundet ist. Sie ragt etwa bis zur halben Länge der
äusseren Stäbe empor und betrachte ich sie als die umgemodelte,
vordere Ventralplatte des 7. Körperdoppelsegmentes. Durch
die Totalansicht von hinten erkennt man besonders, dass die Basen
der inneren Arme in eine längliche Grube eingesenkt und angelehnt
sind, ohne aber mit dem proximalen Ende fest in einer Gelenkgrube
zu sitzen (H Fig. XIV).
Die Seitenansicht (Fig. XV) lehrt insbesondere, dass die muschel-
förmigen Stützen blasenartig nach vorne vorgebaucht sind. Sie
werden durch eine grosse Oeffnung, welche ich wegen ihrer Form
das ovale Fenster nennen will, (F. o.) von einem andern, viel
kleineren Skelettstück (co) getrennt, welches mit den äusseren
Armen (V.) fest verwachsen, aber durch eine deutliche
Naht getrennt ist. An jedem Ende des ovalen Fensters wird
durch eine kurze Brücke eine Verbindung zwischen der muschel-
förmigen Tracheentasche und dem Basalstück des äusseren Armes
hergestellt.
Die grossen Stützen sind fast doppelt so lang als breit und
noch etwas länger als das vorragende Stück der inneren Arme.
Um einen genaueren, auch dem Mikroskope zugänglichen Ein-
blick in den Apparat zu erlangen, müssen die beiden Hälften in
der Mediane von einander getrennt werden, was nicht ohne Gewalt
möglich ist. Dabei wird zunächst die schon beschriebene, unpaare,
vordere Ventralplatte in der Mediane zerrissen. Dadurch ist die
Trennung aber noch nicht vollendet. Vielmehr bemerkt man, dass
beide Hälften innen in der Mitte noch besonders mit den Rändern
(z) zweier braungelblicher (in der Mediane mit eben diesen Kanten)
verlöteter, rhomboidischer Skelettstücke (V. p. d. Fig. XIV) zu-
sammenhäugen. Da es sich hier aber nicht um eine Verschmelzung
sondern um Verkittung handelt, kann man das Paar von ein-
ander trennen, ohne dass eine unregelmässige Zerreissung stattfände.
Bei stärkerer Vergrösserung und Ansicht von innen bemerkt
man, dass von der inneren Kante der rhomboidischen Theile (V.p. d.),
welche die in 2 Theilhälften zerfallene hintere Ventral-
platte des 7. Rumpfdoppelsegmentes vorstellen, ein längliches,
gelbliches, balkenartiges Stück (b) nach innen abgeht und weiter
medianwärts von diesem noch eine hyaline, ungefähr 4-eckige
Platte h, welche das ovale Fenster durchschimmern lässt. Von
dem balkenartigen Stück gehen 2 Muskeln ab, deren Sehnenfaser-
büschel s und sI in Fig. XIV angegeben wurden. Hinter dem
rhomboidischen Theil springt ein zapfenartiger Kegel (Z) stark vor,
ausgezeichnet durch braune oder theilweise sogar braunschwarze
Färbung und reichlichen Besatz von Tastborsten. Ausserdem ist
seine Basalgegend von vielen Poren durchsetzt. Dieser Zapfentheil
steht in direktem, festen Zusammenhang mit dem rhomboidischen
Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd.I. H.1. 2
-
18 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
Theil und ist wie dieser ein Bestandtheil der hinteren Ventral-
platte. — Die muschelförmigen Stützen haben innen einen weit
umgeschlagenen Rand (M), der an der Verwachsungsstelle w am
breitesten ist und von hier aus nach oben ganz allmählig an Breite
abnimmt und etwas vor der Nahtstelle x aufhört.
Es ist von den Juliden her bekannt, dass die Hinterblätter des
Copulationsapparates mit ihren Stützen innig verschmolzen sind. Da
wir nun schon oben gesehen haben, dass die äusseren Stäbe oder
Arme auf den muschelförmigen Stützen sitzen, die proximalen
Enden der inneren Arme sich aber hinter den muschelartigen
Stützen befinden und ausser Berührung mit denselben stehen, so
können bei der Untersuchung, ob der Copulationsapparat der
Lysiopetaliden auf 2 Ringtheile und deren Anhänge zurückzu-
führen ist, die proximalen, endoskelettalen Theile der inneren
Arme nur als die mit diesen verschmolzenen, hinteren Stützen
und sie selbst als die umgewandelten, hinteren Ring-
anhänge angesehen werden, den Juliden durchaus homodynam.
Die äusseren Arme sind demnach die umgewandelten, vorderen
Ringanhänge, deren Basalstück (co) als Coxa zu betrachten ist,
während die muschelartigen Stützen die Stützen des Vorder-
ringes darstellen. Der Stützenabschnitt (T. p.) der Hinterarme
(H) ist schwach S-förmig geschwungen. Ich habe auch deutlich
zwei kleine Büschel von Tracheen (tr Fig. XVI) in denselben ein-
treten sehen. Danach muss sich an diesem Organ auch noch ein
kleines Stigma befinden, doch habe ich es nicht auffinden können,
auch nicht an den vorderen, grossen Stützen, innerhalb deren Hohl-
raum ich gleichfalls einige Tracheen bemerken konnte. Die Bewegung
der Hinterarme wird durch 2 Muskeln bewirkt, deren Sehnenband
und feine Fasern in Fig. XVI angegeben wurden (sIl und sIIl).
Der distale Theil der hinteren Stützen besitzt eine tiefe, längliche
Innengrube g, in welcher der Muskel sII, der den Hinterarm nach
aussen zieht, Ansatz findet. Der Muskel sIII inserirt sich in einer
Grube am proximalen Ende und bewirkt die Rückbewegung der
Hinterarme nach innen.
An der Basis jedes Hinterarmes, also an der Stelle, wo er mit
seiner Stütze verschmolzen zu denken ist, ragt aus ihm ein zarter,
hyaliner Anhang hervor (p. Fig. XIV und XVI). Derselbe schwillt
gegen das Ende etwas keulenförmig an und ragt mit seinem Ende
fast bis zu 2/; der Länge des Hinterarmes vor. Die Wandung
dieses Schlauchfadens ist sehr zart, das Innere von einer gelb-
lichen Masse ausgefüllt. Ich vermuthe, dass dieser Anhang bei der
Copula durch eingepresstes Blut steif gemacht wird und dass die
spiralige Faser, welche man im Innern hier und da wahrnimmt, einen
Nervenstrang vorstellt. Mit dem Flagellum bei Juliden ist dieser
Schlauchfaden nicht zu vergleichen aus mehrfachen, nahe-
liegenden Gründen,
Als Auszeichnung der Hinterarme sind ferner zu nennen,
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 19
ein schwarzer, dreieckiger, spitzer Zahn ß, der nach innen gerichtet
ist (Greifzahn!), ein schwarzer Höckervorsprung y und eine schon
erwähnte, keulenartige Endbildung!). Letztere ist von theils
hellerem, theils dunklerem Braun. Besonders auffallend ist eine
mehrfach gewundene, schwarze Verdickung &, die schliesslich in
den mit einer Spitze versehenen Knoten (d) ausläuft und grössten-
theils eine Rinne enthält, welche ich wegen der geringen Durch-
sichtigkeit der Hinterblätter nicht weiter basalwärts habe verfolgen
können, bei einigen andern Lysiopetalum-Arten aber noch deut-
licher gesehen habe. Zweifellos handelt es sich hier um einen
Spermagang, ganz entsprechend demjenigen vieler Juliden.
Auffallend sind an der Endkeule ferner zwei spitze, abstehende
Zähne, deren einer £ in Fig. XIV zu sehen ist und noch einige
abstehende Läppchen.
Es sei nun noch das erwähnt, was man am deutlichsten bei
der Betrachtung der Aussenflächen einer Apparathälfte wahrnimmt.
Die Verbindung der Vorderstützen mit den Vorderarmen geschieht
durch 2 schon erwähnte Brücken. Bei der obereren (x Fig. XV)
befindet sich ein Gelenk (Fig. XVa), indem das Coxalstück mit
2 Fortsätzen den vorspringenden Stützenrand umfasst. Die untere
Brücke enthält kein Gelenk, sondern eine Naht (y). Diese Brücke
wird gemeinschaftlich von einem Ausläufer des Coxaltheils und
einem solchen der hinteren Ventralplatte gebildet (Fig. XV). Man
erkennt in dieser Ansicht noch besonders deutlich, dass überhaupt
die hintere Ventralplatte, sowohl im rhomboidischen als
Zapfen-Theil mit dem Coxalabschnitt der Vorderarme
verwachsen ist. Der rhomboidische Theil, der ja am Ende in
eine Zahnecke vorspringt, ist über derselben etwas ausgehöhlt und
nach aussen reichlich mit Tastborsten besetzt. Den dunkeln
Zapfentheil sieht man durchschimmern. Die Zapfentheile der
hinteren beiden Ventralplatten dürfen am wenigsten überraschen,
denn ich habe bereits oben erwähnt, dass bei einer normalen
Ventralplatte zum Schutze des Stigmas jederseits ein Zapfen
vorragt. Durch Theilung der Ventralplatte in 2 Hälften hat jede
Hälfte einen solchen Zapfen mitbekommen. Hier ist er freilich
grösser als an einer normalen Ventralplatte und sehr borstenreich,
sodass er gewiss bei der Copula eine Rolle spielt. — Die Vorder-
arme (V.) sind gegen die Basis stark verbreitert, im Uebrigen sehr
gerade. Nach vorne treten sie in eine unregelmässig gezackte
Kante vor, welche bei n7 beginnt und um den Endknopf noch
herumzieht.
Da die obere Brücke neben dem ovalen Fenster ein Gelenk (x)
enthält, so bedarf es noch eines Beweises dessen, dass die
!) Diese ist in Fig. XIV ebenso wie y etwas zu klein gezeichnet.
Ik
20 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
Vorderarme sammt den an sie angewachsenen hinteren Ventral-
platten sich gegen die Muschelstützen nicht oder doch nur
in sehr unbedeutendem Maasse bewegen können: Die Ecken r der
hinteren Ventralplatten liegen in situ fest gegen die Verwachsungs-
stelle (w) der Muschelstützen und den Stiel der vorderen Ventral-
platte (V. a.) gedrückt. Da nun die hinteren Ventralplatten mit
den Vorderstützen fest verwachsen sind, so bildet die Stelle o—r
in mechanischer Hinsicht auch einen Berührungspunkt zwischen
Vorderstütze und Vorderarm. Da diese beiden ausserdem
die Berührungsstellen x und y haben und die Punkte o, y und x
nicht in einer Linie liegen, sondern ein ungefähr rechtwinkeliges
Dreieck mit grossen Katheten bestimmen, so folgt, dass Vorder-
stützen und Vorderarme sich nicht gegen einander verschieben
können. Eine geringe Bewegung wäre nur möglich, wenn r und o
sich entfernen, was nur in sehr beschränktem Maasse möglich ist,
weil das Rhomboidstück auch an der unteren Brücke bei y an-
geheftet ist.
Wollte man die hier als hintere Ventralplatten gedeuteten
Theile als vordere ansehen, so bliebe die vordere, unpaare Platte
unerklärt und es wäre die Annahme nothwendig, dass die hintere
Ventralplatte spurlos verschwunden sei. Die obige Erklärung ist
daher als die richtige anzusehen.
Die Tracheentaschen der Diplopoden haben in morpholo-
gischer sowohl wie physiologischer Hinsicht eine doppelte Natur.
Sie sind einmal die Endabschnitte der Athmungssysteme
und mit Bezug hierauf heissen sie eben Tracheentaschen, sie sind
aber auch andererseits, durch den Besitz vorspringender, flächen-
artig ausgebreiteter Kanten, die festen Anheftungsstellen für
die basalen Beinmuskeln.
Es ist für die d Juliden bekannt, dass die Tracheen-
taschen der beiden zum 7. Körperdoppelring gehörigen Glieder-
paare, in ihrer Funktion als Endabschnitte der Tracheensysteme
dieses Ringes, entweder sehr beschränkt sind oder dieselben auch
völlig verloren haben, während sie im Uebrigen nicht nur
in vollstem Maasse die Funktion als Anheftungsbalken
für die Muskeln der Copulationsorgane bewahrt haben,
sondern sogar selbst mit denselben artikuliren (Vorder-
blätter) oder mit ihnen verschmolzen sind (primäre Hinter
blätter).
Bei Lysiopetalum steht es ähnlich, doch sind insbesondere
die Vorderstützen durch bedeutende Vergrösserung der
Muskelflächen zu muschelförmigen Gebilden aufgeblasen, während
sich die Hinterstützen den Juliden durchaus homodynam verhalten,
nur relativ kleiner sind.
Als weitere Belege für die Richtigkeit der hier gegebenen
Auseinandersetzung des Copul.-App. von Lysiopetalum byzan-
tinum dienen mir die bereits im Zool. Anz. Nr. 476 erwähnten
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 21
5 Arten, über welche ich noch an anderer Stelle Näheres mittheilen
'zu können hoffe. Im Vergleich mit jenen ist der Umstand sehr
wichtig, dass bei L. byzantinum m. vollkommen die secundären
Hinterblätter (Hinterarme) fehlen. Ich gründe daher für
byzantinum die neue Untergattung Brölemannia!) m. und gebe
folgende Tabelle:
A. Copulationsapparat aus 2 Paaren von Armen gebildet, welche
als Vorderblätter und Hinterblätter zu bezeichnen sind. Mittel-
blätter fehlen vollständig. Vorderstützen gross, muschelförmig und
aufgeblasen. Subgenus Brölemannia mihi.
B. Copulationsapparat aus 3 Paaren von Armen gebildet, welche
als Vorder-, Mittel- und Hinterblätter zu bezeichnen sind. .. C.
C.-a. Die Vorderstützen sind gross, muschelförmig und auf-
geblasen. Subgenus Lysiopetalum Verh.
b. Die Vorderstützen sind klein und balkenartig, nicht auf-
geblasen. Subgenus Silvestria Verh.
& *
+
Anmerkung: Das ursprünglichste Subgenus ist natürlich Bröle-
mannia, welches mit der Gattung Pachyiulus unter den Juliden
vergleichbar ist.
Unter dem Titel „Origine dell’ organo copulativo nei Calli-
podidae“?) hat F. Silvestri kürzlich einen Artikel von 2'/, Seiten
publieirt, den ich nicht ganz mit Stillschweigen übergehen kann.
Er eitirt darin zunächst einen Passus aus meiner Publication im
Zool. Anz. N. 476 und beantwortet die Frage, ob der Cop.-App.
der Lysiopetaliden aus 1 oder 2 Gliederpaaren entstanden sei, dahin,
dass er sagt: „Da questi fatti si deduce con sicurezza (!) che l’organo
copulativo dei Callipodidae non devesi retinere come trasformazione
ne di un pajo di piedi, ne di due, ma come una formazione a
se, e che il settimo segmento non & n& apodo, ne provisto di un
solo pajo di piedi, ma di due paia.* Weiter wird ausgeführt, dass
bei allen Diplopoden (ausser den Pselaphognatha) der Copu-
lationsapparat „als eine Bildung für sich und nicht als eine Um-
formung von Beinen“ angesehen werden muss! Unter dem „forma-
zione a se“ versteht S. bei den Lysiopetaliden aber ein Ent-
stehen aus den Ventralplatten, „ma estroflessione della parte ster-
nale compresa tra il settimo e l’ottavo paio di piedi.“ Durch
Differenzirung eines Theiles der Ventralplatte soll allmählig der
mehr oder weniger complicirte Copulationsapparat entstanden sein.
Aus dem eben Gesagten ergiebt sich aber, dass er eine derartige
!) Benannt nach dem Myriopodenforscher H. W. Brölemann (Paris).
2) Naturalista Siziliano. An. XIV. Nr.12. 1895.
22 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
Entstehung für die Copulationsapparate fast aller Diplopoden be-
hauptet. Ganz ausdrücklich wird sogar von den Oniscomorphen
(Glomeriden) erklärt, dass ihre Copulationsfüsse keine Beine wären,
sondern eine Bildung für sich; also, nach dem Obigen, wohl auch
aus der Ventralplatte entstanden!
Die Copulationsfüsse der Glomeriden sind gegen normale
Laufbeine stark verdickt und sonst durch eine Reihe von Besonder-
heiten ausgezeichnet, aber sie sind trotzdem gegliederte Füsse
und wer etwas anderes behauptet, der verdreht einfach eine
nackte, und dazu noch höchst leicht erkennbare That-
sache! Soweit hat es Herr Silvestri mit seiner Hypothese aller-
dings gebracht. Was im Uebrigen seine Ansicht über den Copul.-
App. der Diplopoda-Proterandria und damit auch der Lysio-
petaliden betrifft, so sei Folgendes constatirt:
1. In dem Artikel von Silvestri ist keine Spur von Beweis
für die Richtigkeit seiner Hypothese vorhanden.
2. Silvestri hat nirgends auch nur den Versuch gemacht,
sich ein Verständniss von den anatomischen Verhältnissen
des Cop.-App. der Lysiopetaliden zu verschaffen.
3. hat er nicht den geringsten Versuch gemacht, sich mit der
ziemlich bedeutenden Litteratur über die Copulationsorgane der
Diplopoden abzufinden, d. h. nachzuweisen, dass die Anschauungen
über die betreffenden Organe der Juliden, Polydesmiden etc.
nicht haltbar seien.
Das Gesagte dürfte genügen, um zu zeigen, dass der Silvestri-
sche Artikel „ad acta* gehört und nur die Rolle eines Curiosums
spielen kann.
11. Pachyiulus flavipes C©. Koch wurde in zahlreichen
Exemplaren eingesandt. Dieselben stimmen in allen Merkmalen,
(auch im Copul.-App.) mit den Thieren überein, welche ich in
Dalmatien sammelte.
12. Brachyiulus (?) austriacus Latz. mit breitem, roth-
braunen Rücken und feiner schwarzer Rückenmittellinie. Collum
und Hinterkopf in der Mitte braungelb.
Ich erhielt nur 1 £, dessen hintere Körperhälfte abgebrochen.
Verzeichniss der von Pera und Skutari in dieser Arbeit
nachgewiesenen Myriopoden:
. Geophilus ferrugineus C. Koch.
. Geoph. flavidus C.K. subsp. Escherichii mihi.
. Bothriogaster affinis Sseliw.
. Himantarium Gabrielis L. -
. Scolopendra cingulata Latr.
a ET u Eu
von Dr. K, Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 23
6. Lithobius grossipes C. K.
7. Lith. insignis Mein.
8. Strongylosoma pallipes Oliv. subsp. Escherichii mihi.
9. Polydesmus Escherichii mihi.
10. Lysiopetalum (Brölemannia) byzantinum mihi.,
11. Pachyiulus flavipes C. K.
12. Brachyiulus (?) austriacus Latz.
Auszug der übrigen, wichtigsten Ergebnisse:
81. Die Genitalsegmente von Bothriogaster d und 2
sind sehr verschieden gebaut.
$2. Das Tracheensystem von Bothriogaster ist hoch
organisirt und enthält zwei sehr starke Längsstämme, welche mit
etwas schlängelndem Verlauf durch den ganzen Körper hinziehen.
Jeder Segmentabschnitt dieser Haupttracheen steht mit der Aussen-
welt jederseits durch 2 Stigmen in Verbindung, das Stigma des
eigenen und das Stigma des vorhergehenden Segmentes.
$3. Die Bothriogaster besitzen sehr starke Bemendkrallen,
aber schwache Giftklauen und Giftdrüsen. Sie scheinen ihre Beute-
thiere, wie gewisse Schlangen, mehr zu erdrücken als durch Gift
zu töten.
$4. Eine physiologische Bedeutung der Bauchplattengruben
von Bothriogaster konnte auf anatomischem Wege nicht er-
mittelt werden.
$5. Die Longitudinalmuskulatur lehrt, dass die sogenannten
Complementärsegmente der Geophiliden keine reducirten
Segmente sind, sondern Differencirungen der Ursegmente,
denn die Zwischenstreifen werden von diesen Muskeln überbrückt.
$6. Die Längs- und Kreuzmuskulatur der Dorsaldoppel-
ringe der Diplopoden gehört zu den Hintersegmenten der-
selben, die der Vordersegmente ist, in Folge der Verwachsung je
zweier Segmente zu einem Doppelring, in Wegfall gekommen.
$7. Die Antennen der Scolopendren machen eine Ana-
morphose durch.
$8. Die Segmentzahl der einzelnen Lysiopetaliden-Arten
ist constant, abweichende Angaben beruhen wahrscheinlich alle
auf dem Mangel der Erkenntniss der Unreife solcher Formen.
$9. Der Copulationsapparat der Lysiopetaliden ist aus
der Umbildung der Beine und Ventralplatten beider Segmente
des 7. Rumpfdoppelringes entstanden. Die Vorderarme sind gegen
die Vorderstützen abgesetzt, die primären Hinterarme sind mit
ihren Stützen verschmolzen.
24 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse einer
$10. Während die Copulationsapparate der bisher be-
kannten Lysiopetalum-Arten aus drei Paaren von Armen oder
Blättern bestehen, kommen bei Brölemannia n. subg. nur erst
zwei Paare vor, die Hinterblätter sind also noch nicht in Mittel-
und secund. Hinterblätter differenzirt.
$11l. Bei Lysiopetalum byzantinum Verh. sind die
Vorderblätter durch eine Naht in zwei Theile noch deutlich
abgesetzt, deren basaler als Coxa zu bezeichnen ist.
$ 12. Das 4. Glied des viergliedrigen Tarsus der Lysio-
petaliden ist nur passiv gegen das 3. beweglich, weil sein Gelenk
der Muskeln entbehrt.
9, Januar 1896,
Tafelerklärung.
Fig. I. Geophilus flavidus C. Koch subsp. Escherichii mihi. 3. letzte
Ventralplatte der beintragenden Segmente mit dem Drüsenporenfelde.
Fig. I. Geophilus flavidus C. K. typ. Dieselbe von einem Individuum
aus Pola. £
Fig. III. Dieselbe von einem Exemplare aus Krain.
Fig. IV—VII. Bothriogaster affinis Sseliw.
IV. Praegenital- und Genitalsegment des @ von oben gesehen. f= durch-
schimmernde Mittelrinne der Ventralplatte des ersteren. Pl=Pleural-
stück, homodynam den grossen Vorschilden anderer Rumpfsegmente.
V. Genitalsegment des 2 |
VI, Genitalsegment des SS
P. G. = Pleuren desselben.
V. A. = Ventralplatte, D. A. = Dorsalplatte des Analsegmentes.
V.V.= Ventralpl., D. V.= Dorsalpl. des complementären Vorringes
des Genitalsegmentes.
VII. Ansicht von innen und oben auf den mittleren Theil einer der Gruben
führenden Segmente.
P. = Porenfeld, p. = ein einzelner Porus stärker vergr.
yy = seitliche Grenze des Drüsenballens.
H. = Hufeisenwulst.
v. = Vorder-, h. = Hinterrand der Ventralplatte.
m. = quere Ventralmuskeln (innere Enden).
VIII. Etwas schematischer, optischer Längsschnitt durch den unteren
Theil eines der Gruben (H) enthaltenden Segmente. Ausserdem ist
noch eine Faser der jederseits des Ganglion (g) und der Bauchdrüsen
(dr) hinziehenden, ventralen Longitudinalmuskeln eingezeichnet. yy =
Complementärstreifen.
« und d = begrenzende Zwischenhäute dess. « = Commissuren. -
von unten gesehen.
Fig. IX.
Fig. X.
Fig. XI.
von Dr. K. Escherich unternommenen Reise nach Kleinasien. 25
Ein rechteckiges Stück aus dem Dorsalring von Julus nitidus Verh.
(Rheinpreussen), links von der Mediane des Rückens herausgenommen
durch 2 parallele Längsschnitte.
— optischer Querschnitt des Hautskelettes am Ende der Duplicatur
Dp. Dm. — Demarkationslinie zwischen Vorder- und Hinter-
segment, Vs und Hs. w = Chitinwulst am Vorderrande des
Vordersegmentes, zum Ansatz der Longitudinalmuskeln m und
m3, welche, wie die Schrägmuskeln mi und m2, nur in kurzen
Ansatzstücken gezeichnet sind. H = Intersegmentalhaut.
S = Längsstreifen der Hintersegmente.
p = Athemporen des Hautskelettes (nur zwischen 2 Längsfurchen
eingezeichnet). b —= Tastborste am Hinterrande. e = optischer
Querschnitt der Epidermis, welche in natura bis [e] reicht,
durch die Alkoholeinwirkung aber weit zurückgezogen ist.
x — Epidermis von der Fläche gesehen.
Horizontaler Längsschnitt durch die Seite eines Dorsalringes von
Julus. Bezeichnung meist wie vorher. x = Stelle wo die Innen-
fläche der Duplikatur in die Verbindungshaut übergeht. (Es ist auch
noch ein Stück des folgenden Segmentes gezeichnet und zwar mehr
abgerückt als es in natura der Fall ist; es geschah das nur, um die
Muskeln deutlicher erkennbar zu machen.)
Strongylosoma pallipes Oliv. Endhälfte eines Copulationsfusses.
x = Mündungsstelle des Spermaganges S. I = Innenast.
Fig. XII. Dasselbe von Strong. pallipes Ol. subsp. Escherichii mihi.
Fig. XIIl. Copulationsfuss von Polydesmus Escherichii mihi. f=Femoral-
abschnitt. p = Haarpolster. S = Spermagang.
Fig. XIV—XVI Lysiopetalum byzantinum mihi.
XIV. Ansicht der rechten Hälfte des nach hinten (rechts) übergeneigten
Copulationsapparates, von innen.
Vs = Vorder-, Hs = Hinterseite.
T. a. = vordere, T. p. = hintere Stütze (oder Tracheentasche).
M = innerer, umgebogener Randtheil der vorderen Stütze.
V. a. = unpaare vordere, V. p. d. = rechte hintere Ventralplatte.
w = Wulst der vorderen Stützen und Ventralplattenstiel.
V. = Vorder-, H= Hinterblatt. « = Stelle wo das Hinter-
blatt mit seiner Stütze (T. p.) verschmolzen ist.
p = keuliger Fadenanhang des Hinterblattes, co = Coxaltheil, auf
welchen das Vorderblatt festsitzt. x und y = Berührungs-
stellen zwischen vorderer Stütze und dem Coxaltheil.
r = Ecke der hinteren Ventralplatte, welche sich gegen den
Punkt o anlehnt.
z = Nahtkante der hinteren Ventralplatte.
Z = Theil der hinteren Ventralpl., welcher unten von vielen Poren
durchbohrt ist, oben aber in einen Zapfen vorspringt und hier
reichlich mit Tastborsten besetzt ist (Zapfentheil).
h = hyaline Platte, welche von der hinteren Ventralplatte und dem
Zapfentheil aus vorspringt. b = Balkenfortsatz, welcher eben-
falls von der hinteren V. entspringt und 2 Büschel von Sehnen-
fasern (s und sI) entsendet.
26 Dr. Carl Verhoeff: Zoologische Ergebnisse ete.
XV. Die linke Hälfte desselben Apparates von aussen gesehen.
F. o. = ovales Fenster. V. p. s. = linke hintere Ventralplatte.
„ = Beginn der gezähnelten Kante des Vorderblattes. (Sonstige
Bezeichnung wie vorher.)
XVa. Die Gelenkstelle (x) zwischen vorderer Stütze und dem Coxaltheil
noch stärker vergrössert.
XVI. Stützentheil eines Hinterblattes mit den Muskelsehnenbüscheln sII
und sIII. tr = Tracheen. g = Grube für den Muskel sII.
Schlussbemerkung: Es erscheint der II. Theil, die Orthopteren von
Dr. H. Kraussin den „Zoolog. Jahrbüchern“, den III. Theil, die Myrmekophilen
von E. Wasmann in der „Deutsch. entomol. Zeitschr.“, der IV. Theil, die
Coleopteren von Dr. K. Escherich in den Verhandl. der zool.-botan. Gesellsch.
in Wien 1896. —
Beiträge
Kenntniss paläarktischer Myriopoden.
III. Aufsatz: Zusammenfassende Darstellung
_ der Aufenthaltsorte der mitteleuropäischen Diplopoden ').
Von
Dr. phil. Carl Verhoeff, Bonn a. Rh,
Es ist Thatsache, dass die zoologische Litteratur weit mehr
systematisch-faunistische Arbeiten aufzuweisen hat, denen von
Andern gesammeltes Material zu Grunde liegt als solche, in denen
der Bearbeiter zugleich der Sammler ist. Niemand wird
leugnen, dass Arbeiten der letzteren Art in einer bestimmten
Richtung besser ausfallen können als erstere. Bei jenen vermag
der Autor über die Aufenthaltsorte nichts mitzutheilen, er ist
vielmehr auf die mehr weniger unbedeutenden und oft unsicheren
Angaben unkundiger oder doch nicht genauer unterrichteter Sammler
angewiesen. —
Das Gesagte findet in Sonderheit auch auf die Myriopoden-
litteratur Anwendung. In den Tropen hat meines Wissens bisher noch
nie ein gewiegter Myriopodenforscher selbst geographisch-biologische
Erfahrungen gesammelt und was wir aus den gemässigten Breiten, ins-
besondere aus Europa wissen, kann noch lange nicht befriedigen. Bis
in die neueste Zeit hinein begnügen sich die meisten Arbeiten über
europäische und exotische Myriopoden mit der Vaterlandsangabe.
Ueber Aufenthaltsorte theilen nur wenige Aufsätze etwas mit,
die über Exoten fast nie. Die meisten Autoren können es factisch
nicht, weil sie gar keine Gelegenheit hatten in solcher Richtung
Erfahrungen zu sammeln. Betrübend ist es aber, wenn Forscher,
welche gleichzeitig Sammler waren, in geographisch-biologischer
Hinsicht unaufmerksam waren.
1) I. Aufsatz: „Ueber einige neue Myriopoden der oesterreich-ungarischen
Monarchie“, cf. Verh. d. zool.-bot. Ges. i. Wien 1895.
II. Aufsatz: „Ueber mitteleuropäische Geophiliden“. cf. diese Zeitschr.
Berlin 1896.
28 Dr. Carl Verhoeff:
Die bisherigen Angaben über Aufenthaltsorte sind recht spär-
lich und zerstreut. Selbst in R. Latzels vortrefflichem Werke
über „die Myriopoden der österreichisch-ungarischen Monarchie“
Wien 1880—84, ist in dieser Hinsicht nicht das zu finden, was man
erwarten sollte. Ja sein „Schlusswort“ im I. Bd. p. 371 und 72
dürfte geradezu schädlich wirken. Dagegen kann ich eine Arbeit
von O. vom Rath, zu Freiburg in Breisgau 1891 erschienen,
(Biologie der Diplopoden) rühmend hervorheben, weil darin
mancherlei biologische Fragen zusammenfassend erörtert werden
und die Behandlung der Aufenthaltsorte ebenfalls nicht vergessen
wurde. Auch sind neuerdings einige kleinere Aufsätze, z. B. von
H. W. Brölemann (Paris) erschienen, welche geeignet sind, an-
regend zu wirken.
Da mir selbst ausser verschiedenen Gegenden des westlichen
Deutschlands, auf Grund einiger Reisen, Allgäu, Tirol, Salz-
burg, Schweiz, Kärnthen, Krain, Steiermark, Istrien,
Croatien, Dalmatien, Bosnien, Süd--und Mittel-Ungarn
mehr oder weniger genau bekannt geworden sind, so will ich im
Folgenden versuchen, eine Reihe meiner biologisch-geographischen
Beobachtungen zusammenzufassen, und dabei auch anderweitige
Angaben benutzen. Vorläufig beschränke ich mich auf die Diplo-
poden. 2
Schon 1891 habe ich in meinem „Beitrag zur mitteleuropäischen
Diplopoden-Fauna“ Berl. ent. Zeitschr. p. 116 den Versuch gemacht,
biologisch-geographische Gruppen der Diplopoden aufzustellen.
Diese kann ich jetzt auf Grund viel grösserer Erfahrungen als
damals nicht nur verbessern, sondern auch zu definitiv gültigen
Gruppen umgestalten. Es sind hierzu sowohl orographische und
hydrographische, als geologische und botanische Verhältnisse
bestimmend gewesen, denn es ist nicht möglich, die Diplopoden
nach nur einem dieser Gesichtspunkte allein zu gruppiren. Ich
muss aber auch ausdrücklich bemerken, dass Niemand verlangen
kann und darf, dass bestimmte Thiere, welche ich für diese oder
jene Gruppe angebe, nun immer ausschliesslich nur so oder so an-
getroffen werden könnten. Vielmehr ist es gar nicht anders möglich,
als dass die biologischen Gruppen die Thiere nach ihren Hauptaufent-
haltsorten, nach ihren Lieblingsplätzen zusammenfassen, während sie
hin und wieder auch mal anderwärts gefunden werden können. Einige
Gruppen sind allerdings sehr ausschliesslicher Natur. Ich will auch
gleich hervorheben, dass nicht wenige Formen mehreren Gruppen
angehören, manche in der Jugend andere Lieblingsplätze wählen
wie im Alter, und dass auch Tages- und Jahreszeit den Aufent-
haltsort mehr oder weniger verschieben können.
Ich habe nach reifliger Ueberlegung die Ueberzeugung ge-
wonnen, dass die paläarktischen Diplopoden am besten in folgende
biologische Gruppen eingetheilt werden:
I. Feldthiere auf schwerem Boden.
II. Feldthiere auf Sandboden.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 29
III. Steinthiere.
IV. Laubthiere.
V. Rindenthiere.
VI. Pflanzenthiere.
VII. Uferthiere.
VII. Höhlenthiere.
IX. Alpine Thiere.
X. Fremdlinge.
* +
*
I. Feldthiere auf schwerem Boden.
Hierhin rechne ich alle diejenigen Arten, welche in Gärten,
auf Aeckern und an Wegen, sowie auf Schuttplätzen und un-
bebauten Orten, also überhaupt an Lokalitäten sich finden, welche
mit Cultur-, Ruderal und Ackerpflanzen bestanden sind und lehmigen,
lettigen, thonigen oder sonstwie schweren und nicht sandigen Unter-
grund haben.
Für Westdeutschland &tc. höchst charakteristisch ist hier
Julus londinensis Leach, der mitunter in einer Gegend massen-
weise anzutreffen ist und sich insbesondere gern unter Feldsteinen
aufhält. Man findet das Thier allerdings auch in Wäldern, aber
im Ganzen selten und dann giebt es fast immer Aecker u. d. in
der Nähe. Auf waldlosen Strecken des westfälischen Haarstranges
habe ich dieses Thier zu Hunderten gefunden, aber keinen andern
Diplopoden. Mit ihm zusammen, aber nur im südlichen West-
deutschland und weiterhin in Frankreich und Italien, lebt Schizo-
phyllum mediterraneum Latzel.e. Ein Garten- und Ackerthier
ist ferner Julus luscus Mein. und var. homalopsis Latz., so bei
Hamburg und in Nordfrankreich beobachtet, auch Blaniulus
guttulatus Gerv., den man übrigens an allerlei Stoffen gefunden
hat, so Excrementen, trockenen Cadavern, an Früchten z. B. Erd-
beeren und an Kohl.
II. Feldthiere auf Sandboden.
Für Sandgebiete in Deutschland ist Schizophyllum sabu-
losum (L.) Latzel charakteristisch. Merkwürdigerweise geht dieses
Thier aber in den Alpen auf nicht sandigem Boden ziemlich hoch
hinauf und zeigt sich in Steiermark überhaupt nicht an Sandboden
gebunden, da es sich vielmehr zu Gruppe IV hält. Dafür besitzt
Oesterreich-Ungarn in Brachyiulus unilineatus ©. K. ein aus-
gezeichnetes Sand- und Steppenthier, das ich an vielen Orten ge-
funden habe, aber nie anders als auf Sandboden. Das eigentliche,
sandige Steppen-Ungarn besitzt überhaupt keinen andern Dipio-
poden als diesen. — Auf den sandigen friesischen Inseln ist Julus
frisius Verh. der einzige Vertreter der Dipl.-Classe.
30 Dr. Carl Verhoeff:
III. Steinthiere.
In dieser Gruppe will ich nicht etwa alle diejenigen Formen
zusammenfassen, welche sich unter Steinen und Felsstücken aufhalten,
denn das gilt mehr oder weniger für die meisten Doppelfüsser.
Hierhin gehören vielmehr solche Formen, welche sowohl diejenigen
Länder als auch diejenigen Localitäten besonders und mit Vorliebe
innehaben, an welchen sowohl das Grundgestein zu Tage tritt
als auch reichlich Trümmer desselben umhergestreut liegen. Es
sind also verhältnissmässig trockene und vegetationsarme Distrikte,
welche den hierher gehörigen Thieren besonders zusagen, Gebiete,
welche kein oder nur sehr wenig Alluvium oder Diluvium be-
sitzen. Gleichzeitig ist zu betonen, dass diese Formen weder
bedeutende Höhen ersteigen, noch sich in Höhlen aufhalten. Bis-
weilen beobachtet man sie frei umherlaufend, sonst aber immer
unter Steinen; meistens ausserhalb des Waldes. — Alle mir
bekannten Lysiopetaliden gehören in diese Gruppe, auch alle
Pachyiulus-Arten; ferner Glomeris conspersa C. K., pustu-
lata Latr., pulchra C. K. und tridentina Latz., auch wohl
multistriata C. K., ferner Strongylosoma iadreuse Pregl in
Dalmatien und Polydesmus subinteger Latz. im südlichen West-
deutschland und in Frankreich. Wahrscheinlich gehören viele
Schizophyllum-Arten Südeuropas hierher und Sch. mediterra-
neum kann hier ebenso gut aufgeführt werden, wie unter Nr. I.
IV. Laubthiere.
Diese Gruppe ist die stärkste von allen. Sie enthält die
meisten charakteristischen Waldthiere, und zwar die, welche mit
besonderer Liebhaberei in den Schichten der abgefallenen
Blätter der Laubwälder hausen. Ohne einen bedeutenden
Feuchtigkeitsgehalt ihrer Umgebung können sie nicht existiren.
Gegen das Licht sind sie in verschiedenem Maasse empfindlich.
Die helleren und an Ocellen ärmeren Formen der Juliden leben
mehr in der Erde unter den Blättern vergraben, oder wenn die
Blattschichten tief sind, in den untersten, die dunkleren und an
Ocellen reicheren Formen mehr zwischen den oberen Blattschichten.
Von Juliden sind zu nennen die Gattungen Micropodoiulus,
Tachypodoiulus, Leptophyllum, Julus (grösstentheils), sowie
die Arten Brachyiulus austriacus Latz. und projectus ‚Verh.
Für manche Gegenden muss auch Schizophyllum sabnlosum
erwähnt werden. Die Chordeumiden sind gleichfalls stark be-
theiligt, aber wegen ihrer durchschnittlich grösseren Seltenheit
viel weniger hinsichtlich ihrer charakteristischen Aufenthaltsorte
bekannt. Jedenfalls müssen mehrere Atractosomen hierher-
gestellt werden, sowie die Gattungen Poratia, Chordeuma und
Verhoeffia. Fast alle verlangen noch mehr Feuchtigkeit als
jene Juliden und halten sich deshalb alle sehr gern in der Nähe
kleiner Waldbäche auf. Sie folgen denselben aber in der Regel nur
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 31
so weit, als der Wald und dementsprechend auch die Bodenlaub-
schichten reichen. Auch unter den Polydesmiden und Glome-
riden giebt es Laubthiere, so Polydesmus complanatus (L.)
Latz., denticulatus und edentulus (©. K., helveticus Verh. und
häufig auch illyricus Verh. — Polydesmus collaris C. K. und
Strongylosoma pallipes Oliv. harmoniren in sofern mit den
genannten Chordeumiden als sie zwar auch höchst selten das
Waldgebiet verlassen, aber äusserst wasserbedürftig sind. In
grösseren Mengen habe ich beide Arten in Steiermark,
Krain, Banat, Bosnien und Croatien immer nur am Ufer von
Bächen (unter Laub) oder kleinen Flüssen (unter Genist und Steinen)
angetroffen und zwar die Alten gemeinsam mit Entwickelungs-
formen. Sie gehören daher gleichzeitig in die VII. Gruppe. An
waldlosen Stellen der Flussufer habe ich immer nur vereinzelte
Stücke gefunden, welche leicht durch Hochwasser fortgetragen sein
konnten. — Echte Laubthiere sind ferner Glomeris marginata
Vill. und hexasticha Bra. Erstere kann man im Rheinlande in
Erlen- und Birkenwäldern unter den Laubmassen bisweilen zu
Hunderten antreffen, während letztere dort ebenfalls vorkommt,
aber mehr vereinzelt.
V. Rindenthiere.
Damit sind nicht nur diejenigen gemeint, welche sich unter
Rinden aufhalten, sondern alle Bewohner von morschen oder faulen
Baumstümpfen überhaupt. Vielfach halten sich diese Thiere auch
unter umgestürzten oder gefällten Bäumen auf, auch unter umher-
liegenden feuchten Rindenstücken und Pfählen, überhaupt Holz-
theilen aller Art.
In Baumstucken leben mit Vorliebe Julus silvarum Mein.,
Blaniulus venustus Mein., Polyzonium germanicum Bra.
und Glomeris ornata C. K., häufig auch die Laubthiere Julus
boleti C. K. und luridus Latz. Ausnahmslos unter Baumrinden
trifft man den Isobates varicornis Me., vorwiegend unter Rinden
und Holzstücken Atractosoma meridionale Fanz., den ich schon
bis zu Mannshöhe emporklimmend gesehen habe. Aehnlich steht
es mit Craspedosoma Rawlinsii Leach. und dessen subsp.
simile Verh., sowie Atractosoma athesinum Fedr., welche
letztere wahrscheinlich die Entwicklungsformen zu den ersteren
enthält. Alle 3 werden besonders oft unter allerlei Holz- und
Rindenstücken gefunden, simile traf ich unter Rinden schon in
1 m Höhe und mehr. Solche sind nach meinen Erfahrungen auch
die Lieblingsplätze des Polydesmus illyricus Verh., ein Thier,
das ich merkwürdigerweise aber auch bei Semlin in völlig wald-
loser Gegend in Menge unter Steinen, nahe der Donau, am Fusse
der Lössterassen antraf. — Auch Polyxenus lagurus wird fast
ausschliesslich unter Rinden, namentlich von Coniferen, Salix
und Obstbäumen gefunden. Bei Abbazia habe ich ihn bei hellem
Tage mit dem Schirm von Laubhölzern geklopft. Bei Hamburg
32 Dr. Carl Verhoeff:
wurde er „zahlreich in Polyporus adustus“ bemerkt (cf. Latzel),
während ich ihn und seine abgestreiften Häute in den Bauten von
verschiedenen Hymenopteren fand, welche in Rubuszweige an-
gelegt werden. Tachypodoiulus albipes C. K. ist zwar haupt-
sächlich Laubthier, doch kann man ihn auch zur Genüge unter
Rinden beobachten. Auch diesen entdeckte ich einmal in einem Rubus-
Hymenopterenbau. Die Gattungen Isobates und Polyxenus sind
wohl die einzigen, welche nur oder fast nur Rindenthiere enthalten.
VI. Pflanzenthiere.
Unter dieser Bezeichnung fasse ich alle Diplopoden zusammen,
welche auf Kräuter oder Sträucher klettern, um von den-
selben zu fressen, mögen es nun Blatt- oder Fruchttheile sein,
welche sie anlocken. Beobachtungen in einem Walde bei Laibach,
welche ich im Zool. Anzeiger Nr. 476, 1895 publicirte, sind der
erste Hinweis auf solche Ernährungsart. Es ist zweifellos, dass
kein Diplopode den grössten Theil seines Lebens in derartiger
Weise, also freilebend auf Pflanzen, zubringt, aber es müssen doch
diejenigen Arten festgestellt werden, welche zu einer solchen Leben-
weise bei günstigen Umständen hinneigen. L. ec. habe ich Brachy-
desmus Attemsii Verh. Atractosoma athesinum Fedr. und
Strongylosoma pallipes Oliv. als Blattfresser angegeben. Es ist
aber wahrscheinlich, dass auch Julus foetidus C. K. und spini-
fer Verh. zur Aufnahme von Pflanzenkost Kräuter besteigen, worauf
ihre Analsegmentgestaltung besonders hinweist. Meine Beobachtung,
dass Schizophyllum sabulosum sogar Blüthen von Ranunculus
erklettert, um dieselben anzufressen, scheint bis jetzt einzig dazu-
stehen. — (Vergl. auch Polyxenus bei Nr. V.)
VI. Uferthiere.
Wie aus der Erörterung der Gruppe IV (Laubthiere), schon
hervorgeht, stehen die Uferthiere jenen z. Th. biologisch sehr nahe.
Beide Gruppen sind im Allgemeinen um so weniger scharf getrennt,
je dürrer die Waldungen sind. Denn in trockenen Gegenden
werden die Waldthiere naturgemäss mehr als in feuchten an die
Quellen, Bächlein und Flüsse herangedrängt, um in deren nächster
Nachbarschaft zu existiren. Dergleichen ist namentlich in ver-
karsteten Gegenden der Fall, wo den Thieren die Existenz abseits von
Wasserläufen, im Innern der Wälder, um so mehr erschwert wird,
je weniger humös der Grund ist. Es gilt das also besonders für viele
Gegenden von Südungarn, Bosnien, Dalmatien, Istrien, Krain öte.
In Deutschland, wo karstiges Kalkgestein wenig vorkommt, sind
deshalb die Wälder im Sommer weniger ausgedörrt, die Laubthiere
sind weniger von den Wasserläufen abhängig und können sich mehr
durch die Wälder zerstreuen. Die Unterscheidung von Laub- und
Uferthieren ist dort also leichter als in jenen Gegenden. — Ein
sehr charakteristischer Flussuferdiplopode ist Brachyiulus pu-
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 33
sillus Leach., nach meinen Beobachtungen in Deutschland und
Ungarn und nach denen Brölemanns in Frankreich. Da er
waldiges Terrain meidet und Vorliebe für kiesigen oder sandigen
Untergrund hat, gerät er auch schwerlich in das Gebiet der Laub-
thiere und selten an kleinere Bäche. Sein Trabant ist (ebenfalls
nach meinen und Brölemanns Beobachtungen) der Brachydesmus
superus Latzel, während die subsp. mosellanus Verh. ein Laub-
thier zu sein scheint. Dass Polydesmus collaris und Strongy-
losoma pallipes auch hierhergehören, (und in welcher Weise)
wurde schon oben erwähnt. Auch muss hervorgehoben werden,
dass Chordeuma silvestre ©. K. und germanicum Verh. meistens
nahe bei Bächen anzutreffen sind. Ebenso steht es mit Julus
Bertkaui Verh, Brachydesmus polydesmoides, Dadayii und
bosniensis Verh. Manche Juliden, besonders Pachyiulus,
leben als Junge gern am Flussufern, wo man sie bisweilen in
ganzen Klumpen auffindet.
VIH. Höhlenthiere.
Aus dem politischen Deutschland ist, trotz vieler Höhlen, bisher
kein Diplopode als Bewohner derselben sicher bekannt geworden.
OÖ. vom Rath erwähnt in seiner „Biologie der Diplopoden“ auf S. 6,
dass er aus „der Haselhöhle bei Wehr, nicht weit von Basel, eine
ganz blasse Craspedosomaspecies“ besitze, welche er für stygium
Latzel halte. Da er hierüber jedoch nichts Näheres mittheilt, so
ist das eine beweislose Vermuthung. Die grosse Entfernung von
Krain spricht jedenfalls für das Gegentheil.
Unter den Höhlenthieren giebt es echte und unechte. Die
echten Höhlenthiere leben nur in Höhlen, die unechten kommen
auch ausserhalb derselben vor.
Glomeridae: Glomeris inferorum Latzel wurde in der
Höhle „Casotto“ bei Mondovi in Oberitalien entdeckt.
Gervaisia costata Waga ist von mehreren Autoren (auch
von mir selbst) in Höhlen gefunden worden, muss aber als unechtes
Höhlenthier bezeichnet werden, weil es von Waga, Latzel, Attems
und mir auch in Wäldern als Laubthier gefunden ist.
Polydesmidae: Echte Höhlentiere sind: Brachydesmus sub-
terraneus Hell. und subsp. spelaeorum Verh., inferus Latz.
und troglobius Daday. Die ersteren drei bewohnen Krainer
Höhlen, die letzte die „Abaligeti*-Höhle in Ungarn (wo?). — Poly-
desmus troglobius Latz. ist in der Bossea-Höhle bei Mondovi,
Barberii Latz. in mehreren Grotten Nordliguriens entdeckt worden.
Silvestri beschreibt unvollständig einen P. longicornis aus der
Höhle „Orso in Laglio“. P. rangifer Latz., welcher von mir in
den Luegger Höhlen bei Adelsberg gefunden wurde, ist kein echtes
Höhlenthier. C. Attems beschrieb aus dem Lurloch bei Graz eine
var. spelaea, welche zu P. edentulus ©. K. gehört und offenbar
nur im Finstern vorkommt.
Chordeumidae: Von Scotherpes troglodytes Latz. sind
Arch, f, Naturgesch. Jahrg-1896. Bd.I. H.1. 3
34 Dr. Carl Verhoeff:
bisher nur 2 2 bekannt, deren eines von Latzel in der Adelsberger
deren anderes von mir in der Magdalenengrotte gefunden wurde.
Craspedosoma (Attemsia) stygium ist ebenfalls ein echtes
Höhlenthier, bekannt aus den Adelsberger und den Luegger Höhlen.
(Latzel, Verhoeff.) Aus nordligurischen Höhlen beschrieb Latzel
Atractosoma hyalops und angustum, beide mit deutlichen
Öcellenhaufen, doch führt er zu letzterer zwei Varietäten auf,
nämlich var. hebescens mit undeutlichen und var. caecum ohne
Ocellen.
Julidae: Blinde Arten enthält bekanntlich die Untergattung
Typhloiulus, zu Julus gehörig. Aber merkwürdigerweise sind
die meisten, nämlich psilonotus und strictus Latzel und Cantonii
Brölem. oberirdisch gefunden worden, der erste in Dalmatien, der
zweite im Banat und Serbien, der dritte sogar im botanischen
Garten zu Pavia. Nur Julus (Typhloiulus) Tobias Berl. scheint
ein echtes Höhlenthier zu sein, da es von Dalla-Torre in der „Grotta
di Oliero“ Venetiens gefunden wurde. Auch der noch sehr proble-
matische „Mesoiulus paradoxus Berl.“ wurde, obwohl er blind
ist, bei Padua oberirdisch entdeckt. Blaniulus verhält sich ähnlich
wie Typhloiulus, denn guttulatus Gerv. (Deutschland £te.)
hirsutus Bröl. (Mentone, Alpes maritimes) und Dollfusi Bröl.
(Basses-Pyrönses) leben oberirdisch, obwohl sie der Augen entbehren,
während nur der ebenfalls blinde concolor Bröl., in der „Grotte
du Loup, pres de Lourdes“ Basses-Pyrenees gefunden, unterirdisch
zu leben scheint.
Lysiopetaliden, Polyxeniden und Polyzoniiden sind
bisher in Höhlen nicht beobachtet worden. — Eine Uebersicht der
Höhlenthiere im Allgemeinen lehrt, dass es durchgehends kleinere
Formen sind, welche sich an das Leben im „Reiche der Schatten“
angepasst haben. Die Erklärung hierfür ist in den schlechten
Ernährungsverhältnissen fast aller Höhlen zu suchen. Grössere
Formen, wie etwa Pachyiulus, Schizophyllum, Lysiopetalum
u. a. würden fast nie im Stande sein bei Höhlenleben die genügende
Nahrung aufzutreiben. Dass die durchgehends blinde Formen ent-
haltende Familie der Polydesmiden auch das stärkste Contingent
zur Höhlenfauna stellt, ist beachtenswerth und zugleich sehr ver-
ständlich. Nächst ihnen scheinen die Chordeumiden die meisten
Höhlenthiere zu enthalten.
Jedenfalls sind unsere Kenntnisse von der Myriopoden-Fauna
der Höhlen und Grotten Europas noch sehr unvollständig, da über
manche Länder noch gar nichts über andere sehr wenig bekannt ist.
Höhlen finden sich im Allgemeinen in einem Lande um so mehr,
je spaltenreicher der Felsgrund überhaupt ist. Solche Gegenden
pflegen trockenen Boden zu haben. In der trockenen Jahreszeit
sind daher die Höhlen, welche noch einige Feuchtigkeit bewahren,
Anziehungspunkte für feuchtebedürftige Thiere. In diese schlüpfen
dieselben dann zur Noth gezwungenermaassen und bleiben
unter Umständen, ganz einerlei, ob sie blind sind oder nicht. Blinde
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 35
bleiben blind, Sehende erhalten nach und nach schwächere Augen.
Aber nur blinde Arten in Höhlen zu erwarten, entspricht nicht dem
eben Gesagten.
IX. Alpine Thiere.
Als solche sind nicht etwa alle in Alpengegenden vorkommenden
Myriopoden zu bezeichnen, sondern nur diejenigen welche aus-
schliesslich im Rahmen der Alpenländer gefunden werden.
Dabei können diese Thiere sehr verschiedene Höhen bewohnen.
Ich bezweifle nicht, dass, wenn unsere Kenntnisse weiter fortge-
schritten sind, eine Unterscheidung zwischen Oberalpinen und
Unteralpinen erfolgen kann und muss. Vorläufig ist das noch
unmöglich, weshalb ich mich auf die Angabe einer Reihe ganz un-
zweifelhaft alpiner Diplopoden beschränken muss:
Glomeridae: Die Arten dieser Familie gehen in den Alpen
im Allgemeinen nicht sehr hoch hinauf. Sicher alpin ist trans-
. alpina C. K., für welche ich hiermit den Namen alpina C. K.
(Verh.) vorschlage, weil ersterer unrichtig. (Zu dieser gehört auch
die cingulata C.K. als Var.) Wahrscheinlich ist auch tirolensis
Latz. auf die Alpen beschränkt.
Polydesmidae: Polydesmus tatranus Latz. bewohnt die
hohe Tatra, noricus Latz. die Hochgebirge Kärnthens._ Derselbe
bezeichnet als „complanatus var. monticola“ ein Thier, welches
in „den Salzburger, Kärtner und Tyroler Alpen, vom Altvater und
der hohen Tatra“ vorliegt, mir aber unbekannt ist!). Polydesmus
alticola Verh. fand ich bei 2000 m in der Schweiz am Daubensee,
helveticus Verh. ist zwar kein Höhenthier, dürfte aber doch auf
Alpengegenden beschränkt sein.
Chordeumidae: Verhoeffia illyrieum Verh. reicht wahr-
scheinlich nicht über das Alpengebiet hinaus, ebenso Atractosoma
meridionale Fanz. At. carpathicum Latz. haust besonders in
der Tatra.
Rechte Alpenthiere sind ferner Atractosoma pusillum Verh.
(istrischer Monte Maggiore), A. helveticum Verh. (Zermatt), A.
montivagum Verh. (Schweiz bis 2000 m), A. alticolum Verh.
(Ortlergebiet bei 2600m, Pic Padella in der Schweiz bei über 2000 m),
wahrscheinlich auch A. tirolense Verh., den ich allerdings in einem
Alpenthale gefunden habe. Chordeuma nodulosum Verh. ent-
deckte ich bei 2000 m am Genfer See, Craspedosoma oribates
Latz. ist, wie schon der Name sagt, ein Bergthier, auch habe ich
es noch bei 2800 m im Monte Rosa-Gebiet aufgefunden, Cr. flaves-
cens Latzel bei 2000 m am Genfer See. Der Autor giebt die Art
aus einer Reihe von Gegenden an, welche hohe Gebirge enthalten,
ohne über das Vorkommen Näheres zu äussern. In einem „steieri-
schen Hochgebirgsthal“ entdeckte er Cr. crenulatum, an ähnlicher
t) Da Latzel den illyricus Verh. gar nicht kannte, so ist es sehr
zweifelhaft, ob monticola wirklich zu complanatus zu stellen ist!
3%
36 Dr. Carl Verhoeff:
Oertlichkeit Cr. moniliforme. — Verschiedene Höhen bewohnen
Atractosoma elaphron und triaina Att. sowie Craspedosoma
simile Att., doch dürften diese ebenso wie Trachysoma auf die
Ostalpen beschränkt sein.
Die Gatt. Rhiscosoma, welche vielleicht nur Entwickelungs-
stadien anderer Chordeumiden enthält, kennt man bisher auch
nur aus Alpengegenden. Ich selbst traf sie auf der Raxalpe, ober-
halb der Baumgrenze.
Julidae: Bei mehr als 2000 m Höhe wurde auf dem Pic
Padella und am Albula-Pass in der Schweiz Julus Braueri Verh.
entdeckt. Bei 2000 m fand ich am Daubensee den Julus helve-
ticus Verh. Ein Hochgebirgsthier ist ferner Julus oribates Latz.
Als unteralpine Thiere betrachte ich J. Meinerti Verh. und fulvi-
ceps Latz. — Die Gattung Julus scheint übrigens die einzige der
Familie zu sein, welche in Europa echte alpine Formen enthält.
Der „Alpen-Julus“ alemannicus Verh. ist zwar in den Central-
alpen besonders reichlich vertreten und steigt bis über die Baum-
grenze hinauf, nicht aber in die Regionen über 2500 m. Da er
nach Süden und Norden sich beträchtlich über die Alpengegenden
hinaus erstreckt, nämlich nach Süddeutschland und der lombardischen
Ebene, so kann er nicht als echtes Alpenthier angesprochen werden.
Alle alpinen Diplopoden sind gleichzeitig Laubthiere. Wenn
sie Regionen oberhalb der Baumgrenze bewohnen, welche keine
Laubschichten mehr bieten, so sind sie entweder mit echten Laub-
thieren verwandt oder kommen selbst theilweise auch unter der
Baumgrenze vor und sind dann Laubthiere. Deshalb liesse sich
diese Gruppe vielleicht besser ganz auf die Hochalpinen be-
schränken, welche vorwiegend oberhalb der Baumgrenze leben,
während man dann die Laubthiere in alpine und ausseralpine theilen
könnte.
Obwohl auch hier unsere Kenntnisse noch recht unvollständig
sind, geht aus dem Vorigen doch schon zur Genüge hervor, dass
nicht nur Atractosoma „eine Alpengattung par excellence“ ist,
sondern die Chordeumiden überhaupt in erster Linie an
der Alpenfauna der Diplopoden betheiligt sind. Da sie
gegen die Kälte sich am wenigsten empfindlich zeigen, aus Skan-
dinavien (nach v. Porat) aber nur eine Art, nämlich Craspedo-
soma Rawlinsii Leach. bekannt ist, so möchte man von dort mehr
Arten erwarten, wenn nicht die geringe Verbreitungsfähigkeit und
die Abneigung der meisten Arten gegen die Ebene überhaupt da-
gegen sprächen. Es ist aber trotzdem nicht ausgeschlossen, dass
noch arktische Chordeumiden entdeckt werden.
X. Fremdlinge.
Darunter verstehe ich diejenigen unter der Mitwirkung des
Menschen verschleppten Arten, welche sich in Warmhäusern, bota-
nischen Gärten, oder in der Nähe von Stapelplätzen auf Culturland
u. d. aufhalten und sonst in benachbarten „Naturgegenden“ nicht
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 37
zu finden sind. — Sehr bekannt ist in dieser Hinsicht Paradesmus
gracilis C. K., ein Einwohner vieler Treibhäuser. Ebenso wurde
in Gothenburg (Schweden) Sceytonotus digitatus v. Por. in
Gärtnereien aufgefunden, in Hamburg (Latzel) traf man ihn sogar
in einer Lohgerberei. — Kürzlich hat Latzel noch mehrere andere
Formen nachgewiesen, welche sich als Fremdlinge in Hamburg ein-
gestellt, so Spirobolus dietyonotus Latz. und „Paradesmus“(?)
albonanus Latz. — Mit der Zunahme der Cultur wird auch wohl
die Zahl dieser Arten zunehmen. Es ist auf solche noch wenig
geachtet worden.
+
Es geht aus dem Gesagten hervor, dass diejenigen Gegenden
der Erde, an welchen das Grundgestein zu Tage tritt, an Myrio-
poden reicher sind, als die diluvialen und alluvialen, jungen
Ländergebiete.
Nähere Beziehungen zu andern Thieren!) sind bisher nicht
bekannt geworden. Auch als echt myrmekophil ist kein Diplopode
erwiesen, wenngleich Polydesmus complanatus, Blaniulus
venustus und Julus silvarum gern die Kolonien von Formica
rufa und Lasius niger besuchen. Blaniulus venustus kommt,
wie ich I. c. 1891 nachwies, unten in den Nestern der Waldameise,
bisweilen zu Tausenden vor.
Was die Geselligkeit der Diplopoden betrifft, so lässt sich
im Allgemeinen der Satz aufstellen, dass die Jungen sich mehr
zusammenhalten wie die Alten. Aber hiervon giebt es Ausnahmen.
So habe ich z. B. die jungen, bunten Tachypodoiulus albipes
immer nur vereinzelt angetroffen. Als Beispiele für Formen, welche
in der Jugend gesellig leben, will ich Atractosoma athesinum
anführen, der unter Holzstücken nicht selten in Schaaren angetroffen
wird, ferner die Polydesmen, Strongylosomen, Schizo-
phyllum und Pachyiulus. Die Glomeriden neigen das ganze
Leben hindurch zur Geselligkeit, ebenso die Polydesmiden, aber
weniger. Die meisten Chordeumiden leben auch schon als jüngere
Entwicklungsstadien vereinzelt. Lysiopetalum scheint sich sehr
verschieden zu verhalten. Junge findet man, ebenso wie bei Julus,
nicht grade häufig. Die Alten des Lys. illyricum leben gesellig,
von andern Arten traf ich sie stets vereinzelt. Im Banat habe ich
unter morschem Holze einmal mehrere Hundert junge Poly-
desmus der Stufen IV und V dicht zusammengedrängt angetroffen.
In den Zeiten der Begattung kann man von allen Formen der
Diplopoden hier und da mehrere Individuen nahe bei einander finden.
Ueber die Zeit der Copula hat schon vom Rath werthvolle
Mittheilungen gemacht. Er wies l. c. nach, dass die Opisthan-
dria sich nur einmal im Jahre, nämlich im Frühling begatten, die
t) Abgesehen von Parasiten,
38 Dr. Carl Verhoeff: Beiträge zur Kenntniss etc.
Proterandria dagegen zweimal, im Frühjahr und Herbste. Er
sagt S. 18: „Ich habe den Nachweis liefern können, dass bei den
Polydesmiden und wohl auch bei don Juliden die Begattung zu
allen Jahreszeiten mit Ausnahme der kalten Wintermonate, etwa
vom 15. November bis Ende Februar und der heissen Sommer-
monate Juli und August in Deutschland stattfinden kann.“ Dem
stimme ich im Allgemeinen bei, muss die Ausnahmezeit aber noch
mehr einschränken. Ich fand nämlich Polydesmus complanatus
bei etwa + 4’ R. noch am 15. Dezember im Siebengebirge zwischen
Laub in Copula, während im Walde stellenweise Schnee lag. Das
Temperaturoptimum für die Copula scheint überhaupt recht niedrig
zu liegen, wofür auch die im Dunkeln copulirenden Höhlenthiere
sprechen. Im Winter ist also nur die Zeit des Frostes der Be-
gattung hinderlich, im Sommer wohl weniger die Hitze als die Dürre.
* *
*
Die Chilopoden sind hinsichtlich ihrer Aufenthaltsorte noch
weniger studirt als die Diplopoden. Soviel steht aber schon fest,
dass sie weit weniger als diese an bestimmte Oertlichkeiten ge-
bunden sind. Das hängt mit ihrem schnellfüssigen Wesen und
ihrer räuberischen Natur zusammen. Daher sind sie auch durch-
schnittlich in den einzelnen Arten weiter verbreitet als die
Diplopoden und wohl in allen Erdtheilen ärmer an Arten als diese.
Ich kann für die Chilopoden noch keine genügenden biologisch-
geographischen Gruppen aufstellen. Nur soviel sei gesagt, dass
unter ihnen bisher keine ausgesprochenen Alpenthiere nachge-
wiesen sind und dass Höhlenthiere nur aus der Gattung Lithobius
bekannt wurden, so Lith. occultus aus einer Höhle des Berges
„Gazzo“ (Sestri Ponente, Italien), Lithob. excellens Silv. aus der
Höhle „Ginepro“ bei Borghetto di Vara. Beide Arten besitzen 18 und
19 Ocellen jederseits. Lith. scotophilus Latz. aus der ligurischen
„Grotta del Poggio* und typhlus Latz. aus der „Grotta de Ville-
franche“ (Pyrenees) sind dagegen blind, während stygius Latz.
aus den Krainer Köhlen jederseits 5—7 Ocellen aufweist. Das
Fehlen oder Vorhandensein von Ocellen ist also auch hier kein
sicheres Kennzeichen für Unter- oder Oberirdische. Brölemann
beschrieb sogar einen völlig blinden Lith. caeculus, den er zahl-
reich in einer Gärtnerei Mailands sammelte.
Unsere Scolopender können ebenso wie Scutigera coleop-
trata als Steinthiere bezeichnet werden, während die Cryptops
mit Vorliebe die Laubschichten der Wälder besuchen. Auch die
Geophiliden bewohnen verschiedenartige Oerter, manche lieben
mehr waldiges, andere mehr freies Terrain, einige sind Laub-,
andere Steinthiere, Hier bedarf es noch vieler Beobachtungen.
28. I. 96.
Landisopoden aus Griechenland,
von E. v. Oertzen gesammelt.
Bearbeitet von
G. Budde-Lund in Copenhagen.
Herr v. Oertzen in Tegel hat mich ersucht seine in
Griechenland und auf den griechischen Inseln gemachte Ausbeute
an Landisopoden zu bestimmen. Bereits im Jahre 1887 hat Herr
v. Oertzen genannte Isopoden gesammelt; über die Oertlichkeit
und Zeit wird man genauere Angaben in der „Deutschen Entomolog.
Zeitschrift‘ 1888 pag. 369 finden.
Es wäre mir ein Leichtes gewesen den grössten Theil der ge-
sammelten Objecte sofort zu bestimmen und die eventuellen neuen
Formen zu beschreiben, wenn ich es nicht immer für nothwendig
hielte auf alle bereits früher beschriebenen Arten der betreffenden
Gattungen Rücksicht zu nehmen. Ohne eine solche Vergleichung
können meiner Meinung zufolge die Beschreibungen niemals zuverlässig
sein, und die Arten bei mangelnder Autopsie nicht wieder erkannt
werden. Auch widerstrebt es mir die neuen Species lediglich in Form
einer blossen Beschreibung zu publieiren, umsomehr, als mir auch noch
ein umfangreiches anderweitiges Material zur Bearbeitung vorliegt.
Diese eingehendere Beschäftigung mit dem Stoffe mag als Ent-
schuldigung dienen für das verspätete Erscheinen meines hier
folgendes Aufsatzes.
In Allem sind von Herrn v. Oertzen dreissig Arten aufgefunden,
von denen ich sechs als neue auffasse und beschreibe.
Liste der gesammelten Species.
1. Armadillo officinalis Desm. Rhodos, Kos, Kappari,
Nikaria, Samos, Hieronda in Karien.
2. Armadillo tuberculatus Caj. v. Vogl. Andros.
3. Armadillo einetus n.sp. Kasos, Armathia, Karpathos.
40 G. Budde-Lund: Landisopoden aus Griechenland,
4. Armadillo piger n.sp. Bei Sitia in Creta.
5. Armadillidium Klugii Br. Avlona in Albanien.
6. Armadillidium granulatum Br. Tinos, Creta, Nisyros,
Kos, Kalymnos, Chios, Samos, Karien.
Armadillidium Zenckeri Br. Avlona in Albanien.
Armadillidium depressum Br. Phtiotis in Griechenland.
Armadillidium vulgare Latr. Avlona in Albanien,
Korax-Gebirge, Samos, Nicaria.
10. Armadillidium versicolor Stein. Korax-Gebirge.
ll. Armadillidium Oertzenii n.sp. Rhodos, Kasos, Karien,
Karpathos (?).
12. Armadillidium hybridum n. sp. Symi, 1 defectes
Individuum 7/6 87.
13. Porcellio affinis Koch. Korax-Gebirge, Chios.
14. Porcelliocibdelusn.sp. Marathokampos in Samos, 2Expl.
15. Porcellio trachealis B.-L. Stura in Süd-Euboea.
16. Porcellio dilatatus Br. Nicaria, Chios.
17. Porcellio obsoletus B.-L. Karien, Creta im Lasithi-
Gebirge, Symi, Kappari, Samos, Kos, Nicaria, Chios.
18. Porcellio flavomarginatus Lucas. Armathia, Syra,
Nisyros, Kos, Kasos, Symi!).
19. Porcellio parvus B.-L. Chios.
20. Porcellio pallidus B.-L. Süd-Euboea.
21. PorcelliolaevisLatr. Armathia, Kalymnos, Rhodos, Keos.
22. Metoponorthus sexfasciatus Koch. Andros, Karystos.
23. Metoponorthus meridionalis Aub. & Dollf. Keos?).
24. Metoponorthus nigrobrunneus n. sp. Kappari, d.
14/6 87. 2 def. Expl.
Node Ben
!) Diese von Lucas in Revue & Magazin de Zoologie. Ser. 2. V. 461. be-
schriebene Art ist identisch mit dem Porec. albomarginatus €. v. Vogl, Zool. Bot.
Gesellsch. Wien XX'V. 516. conf. B.-L. Crust. Isop. Terr. 125 u. 150. — Es giebt
Exemplare sowohl mit spitziger wie mit stumpfer Schwanzspitze.
2) Diese von mir als Metoponorthus eingendus B. L. Crust. Isop. Terr. 164
beschriebene Art ist nach der Meinung der Herren Aub. u. Dollf., in „Notice
sur les isopodes terrestres de Marseille et de Salon“ (Societe d’etudes scient. de
Paris 1890) von dem von Kinahan beschriebenen Porcellio eingendus verschieden.
Die Herren haben sicherlich Recht, ich selbst habe die Identität seiner Zeit ange-
zweifelt. Nachdem ich einige Exemplare, bei Dublin von Herrn Prof. R.
F. Scharff gesammelt, und mir von ihm freundlichst zur Verfügung gestellt,
untersucht habe, sehe ich aber meinen Metoponorthus simplex B.-L. Crust. Isop.
Terr. 188 als mit dem P. eingendus Kin. identisch an.
von E. v. Oertzen gesammelt. 41
25. Metoponorthus pruinosus Br. Rhodos, Nicaria, Euboea.
26. Metoponorthus myrmecophilus Stein. Keos.
27. Leptotrichus PanzeriiAud.& Sav. Bei Kanea auf Ureta.
28. Philoscia muscorum Scop. Keos.
29. Philoscia pulchella B.-L. Avlona in Albanien.
30. Ligidium cursorium B.-L. (?). Nicaria, Chios; (defecte
Exempl.).
Beschreibung der neuen Arten.
No. 3. Armadillo cinctus.
Oblonge ovalis, convexus, delete tuberculatus. Caput obscure
tuberculatum vel rugosum;.trunci segmentum primum in medio tuber-
culis duobus vel tribus rotundis, ad latera tubereulositatibus majo-
ribus, sublaevibus munitum; segmenta sex sequentia ante sublaevia,
.post in medio delete, in lateribus fortius tuberculata. Cetera super-
ficies squamata, punctata. Pulli fortius tubereulati.
Antennae corpore dimidio paulo breviores; flagelli articulus
alter priore duplo longior.
Oculi parvi; ocelli c. 11—12, partim haud pigmentati.
Clypeus lobis magnis, rotundatis, subsemieircularibus. Epistoma
margine superiore medio leviter sinuato, frontem paulo maxime in
lateralibus superante; infra marginem frontalem plica elevata trans-
versa, in medio latiore utrinque leviter sinuata, foveas laterales an-
tennarum acute rectas formante instructum.
Trunci segmentum primum epimeris crassis, margine laterali
ad longitudinem sulcato, post subaequaliter fisso: lacinia interior
exteriore paululo longior; sulcus marginalis ante oblique dilatatus;
segmentum secundum epimeris profunde fissis: lacinia interior ex-
teriore vix latior. Margo posterior segmentorum sex priorum sub-
rectus, segmenti septimi medio leviter incurvus.
Caudae segmentum anale duplo vel magis latius quam longius,
lateribus valde incurvis, post leviter curvatum, angulis posticis rectis
vel subobtusis. Epimera segmentorum 3—4—5 infra in basi in-
flexa. Articulus basalis uropodum satis longior quam latior; ramus
exterior minutissimus, inconspicuus, microscopicus, supra sat procul ab
apice insertus; rami interiores brevissimi.
Color sordide brunneus vel griseus; saepe subunicolor griseus,
saepe colore plus vel minus evanescente subalbescens.
Lg. 11 mm. Lt. 5,5 mm. Alt. 3 mm.
42 G. Budde-Lund: Landisopoden aus Griechenland,
No. 4. Armadillo piger.
Oblonge-ovalis, convexus, sublaevis. Caput et trunci segmenta
in lateribus delete tuberculata. Cetera superficies densissime punctata.
Individua minora et pulli in posticis trunci segmentis maxime ad
latera fortius tuberculati, subcostati.
Antennae corpore dimidio paulo breviores; flagelli articulus
prior altero duplo vel triplo brevior.
Oculi parvi, ocelli ce. 10.
Clypeus lobis magnis, oblique triangulis. Epistoma margine
superiore medio levissime sinuato frontem paulisper superante;
infra marginem frontalem plica elevata transversa, in medio paulum
ad latera magis retroducta, foveas antennarum rotundatas formante
instructum.
Trunei segmentum primum epimeris crassis, margine laterali
ante subtumido, longitudinaliter sulcato, post subaequaliter fisso:
lacinia interior exteriore paululo major; segmentum secundum
epimeris profunde fissis. Margo posterior segmentorum sex priorum
subrectus, segmenti septimi medio levissime incurvus.
Caudae segmentum anale plus duplo latius quam longius, la-
teribus valde incurvis, post recte truncatum, angulis postieis rectis
vel subacutis. Epimera segmentorum 3—4—5 infra processu parvo,
tetragono, inflexo. Articulus basalis uropodum paulo longior quam
latior; ramus exterior minutissimus, inconspicuus, microscopicus,
lateri interiori supra sat procul ab apice insertus.
Unicolor, griseus.
Le.'18 um. 17,5 mm: "A137 mm.
Ich gebe hier eine Zusammenstellung der bisher bekannten
Armadillo-Arten aus den Mittelmeerländern. Die Gruppe ist gegen-
über den exotischen Armadillen durch die eigenthümliche Articu-
lation der Epimeren der zwei ersten Körpersegmente characterisirt,
indem das Epimer des zweiten Segmentes zusammengefaltet in dem
des ersten Segmentes ruht.
I. Trunei segmentum primum post aequaliter fissum.
1. Armadillo offieinalis Desm. — B.-L. Crust. Isop. Ter. 16.
II. Trunei segmentum primum post plus vel minus inaequaliter fissum.
a. Lacinia exterior major.
2. Armadillo hirsutus Koch. — B.-L. Cr. Is. Ter. 20.
aa. Lacinia interior major.
b. Sulcus lateralis segmenti primi trunei ante angustior et minus
manifestus; suleus transversus frontalis subdeletus.
ec. Lacinia interior segmenti primi exteriore paulo major.
von E. v. Oertzen gesammelt. 43
3. Armadillo albomarginatus Dollf. Rev. biol. Nord Fr. IV. 1892. 3.
ce. Lacinia interior segmenti primi exteriore manifesto major.
4. Armadillo Mayeti Simon, Expl. sc. de Tunisie. Crustaces. 1885. 7.
bb. Suleus lateralis segmenti primi per totam longitudinem pro-
fundus et latus, fortiter curvatus; suleus transversus frontalis
profundus.
c. Segmentum anale post leviter curvatum.
5. Armadillo einetus n. sp.
cc. Segmentum anale post recte truncatum
d. Scaberrime tubereulatus.
6. Armadillo tuberculatus Vogl, Verh.d. k. k. zool.-bot. Ges. Wien XXV.
1875. 501.
dd. Delete tubereulatus.
7. Armadillo piger n. sp.
No. 11. Armadillidium Oertzenii.
Oblonge ovale, convexum, nitidum, minutissime et densissime
punctatum.
Antennae tertia corporis parte paululo longiores; omnes arti-
ceuli graciliores; articulus quartus secundo paululo longior; fla-
gellum tres partes articuli quinti scapi explens, articulus prior altero
paulo brevior.
Linea marginalis frontalis integra, in medio late rotundate pro-
ducta. Epistoma medio supra tumidum; tubercula antennaria medi-
ocria oblique semilunata.
Oeculi mediocres; ocelli parvi, viginti vel plures.
Trunci segmentum primum epimeris crassioribus, margine
laterali post paulum inaequaliter fisso: lacinia interior quam ex-
terior paulo minor et angustior. Margo posterior segmenti primi
utrinque levissime sinuatus, margo posterior segmentorum sequen-
tium subrectus.
Caudae epimera segmentorum 3—4—5 subrectangula; epimera
segmenti quinti paulum divergentia; segmentum anale triangulum,
ejusdem fere longitudinis et latitudinis, lateribus leviter incurvis vel
subrectis, apice truncato. Articulus basalis uropodum oblique
tetragonus, brevior quam latior; ramus terminalis paulum oblique
tetragonus, quam articulus basalis paulo longior sed satis angustior.
Color lividus, medio trunco strüs et punctis subevanescentibus
pallidis, etiam epimera trunci plus vel minus dilate flava.
Lg. 18—20 mm. Lt. 8&—-9 mm. Alt. 4,5—5 mm.
44 G. Budde-Lund: Landisopoden aus Griechenland,
No. 12. Armadillidium hybridum.
Ovale vel oblonge-ovale, convexum, nitidum, densissime et
gravius punctatum.
Antennae exemplo unico defuerunt.
Linea marginalis frontalis minus distineta, ad latera et ad
medium bisinuata, in media fronte deleta. Epistoma scutello superiore
triangulo parvo non marginato instructum, tubercula antennaria
mediocria, rotundata, subsemicircularia.
Oculi parvi, ocelli ec. 15, minimi, exteriores quam interiores
majores.
Trunei segmentum primum epimeris crassioribus, margine late-
rali post paulum inaequaliter fisso: lacinia interior quam exterior
paulo brevior. Margo posterior segmenti primi utrinque levissime
sinuatus, margo posterior segmentorum sequentium subrectus.
Caudae epimera segmentorum 3—4—5 subrectangula; epimera
segmenti quinti paulum divergentia; segmentum anale triangulum,
paulo longius quam latius, apice late truncato. Articulus basalis
uropodum oblique tetragonus, parvus, angustus, quam articulus
basalis vix longior et multo angustior.
Unicolor, plumbeus vel lividus.
Lg. 13 mm. Lt. 6 mm.
Die zwei Armidillidiumarten A. Oertzenii und A. hybridum ge-
hören zu der kleinen Abtheilung, welche die Epimeren des ersten
Körpersegments an der Hinterecke gespaltet haben. (Conf. B.-L.
Crust. Isop. Terr. 298.) Die fünf bis jetzt bekannten Arten lassen
sich so classificiren:
I. Margo frontis continuus.
a. Tubereula antennaria deleta, subnulla.
1. Armadillidium fissum B.-L. Crust. Isop. Terr. 298.
aa. Tubercula antennaria minima (sec. Dollfus.)
2. Armadillidium Davidii Dollf., Bull. soc. etud. seient. IX. Paris 1887.
aaa. Tubercula antennaria majora.
b. Frontis linea marginalis subrecta.
3. Armadillidium Festae Dollf., Bull. Mus. Zool. Anat. Univ Torino IX,
n. 177. 1894.
bb. Frontis linea marginalis in medio late curvate producta.
4. Armadillidium Oertzenii n. sp.
II. Margo frontis medio abruptus.
5. Armadillidium hybridum n. sp.
von E. v, Oertzen gesammelt. 45
No. 14. Porcellio eibdelus.
Ovalis, convexiusculus, densissime et scabre maxime in capite
et in segmentis trunci granulatus.
Antennae dimidio corpore breviores; flagellum articulo quinto
scapi satis brevius; articulus prior flagelli altero brevior.
Lobi frontales laterales parvi, obliqui, rotundati; lobus medius
mediocris, late rotundatus, medio tamen paululum prominens. Epi-
stoma convexiusculum, tuberculo parvo medio obtuso.
Trunei segmenta tria priora margine posteriore utringue valde
sinuato, segmentum quartum margine posteriore utrinque leviter
sinuato, angulis posticis omnibus retroductis, acutis. Epimera
mediocria, processu laterali inferiore segmentorum 2—3—4 parvo,
acuto.
Caudae epimera segmentorum 3—4—5 magna, segmentorum
3—4 triangula, subfaleiformia, segmenti quinti subrectangula, late-
ribus interioribus paulum divergentibus. Segmentum anale trian-
gulum, epimera segmenti quinti paulum superans, supra planum
medio longe producto, apice subacuto.
Color pallide griseus, subuniformis, subtus pallidus.
Long. d 12mm, 2? 14mm. Lat. d 5,5 mm, 2 7 mm. Alt. 2,5 mm.
Porcellio cibdelus gehört zu der ersten Gruppe der eigentlichen
Porcellionen, wie ich dieses Genus in meinem „ÜCrust. Isop. Terr.“
p. 83—94 aufgefasst habe. Die Arten, die alle durch fünf Tracheen-
paare in den Schwanzfüssen characterisirt sind, stehen einander
sehr nahe, und bilden eine natürliche Gruppe, deren Arten schwierig
zu unterscheiden sind, wesshalb ich hier eine Uebersichtstafel gebe.
I. Lobi frontales magni, praesertim laterales maximi; lobus medius latera-
libus fere angustior; anguli inter lobum medium et lobos laterales acuti.
(Species 1—9.)
a. Lobus medius magnus, triangulus, acutus. Epistoma convexum.
1. Porcellio rhinoceros B.-L. 1885. Crust. Isop. Terr. 301. — Dalmatia.
aa. Lobus medius magnus, rotundatus, semieirculus. Epistoma medio
tubereulo majore acuto, subcarinatum.
b. Lobi laterales porrecti, trianguli, acutiores.
2. Porcellio trilobatus Stein. 1859. — B.-L. 1. c. 92. — Fines militares.
bb. Lobi laterales porrecti, rotundate trianguli.
3. Porcellio emaciatus B.-L. 1885. — 1. c. 85. — Sicilia?
bbb. Lobi laterales paulum extrorsum versi, rotundate trianguli.
4. Porcellioatern. sp. „Breviter ovalis, densius sed obtusius granulatus.
Antennae corpore dimidio multo longiores; flagelli articuli subaequales,
46
11.
6.
G. Budde-Lund: Landisopoden aus Griechenland,
vel prior paululo brevior. Lobi frontales laterales paulum extrorsum
versi; lobus medius semieirculus. Epistoma infra carinula. Trunei
segmenta 3 priora margine posteriore utrinque sinuato; angulis posticis
retroductis, acutis; epimera magna. Caudae segmenta 3—5 epimeris
longis, subreetangulis; epimera segmenti 5 divergentia, segmentum
anale multo superantia; segmentum anale medio mediocriter
triangule produeto, apice acuto. Color ater, angulis posticis omnium
segmentorum pallide rufis. Long. 15—17 mm. Lat. 9—10,5 mm.“
Patria: Transylvania ad „Rotherthurmpass“ (Mus. Prof. Latzel).
bbbb. Lobi laterales perlati, rotundati, lamelliformes.
Porcellio vespertilion.sp. „Breviter ovalis, densius et obtusius granu-
latus. Antennae ..... Lobi laterales quam lobus medius multo lati-
ores; lobus medius brevis. Epistoma carinula. Trunci segmentum 1
fortius, segmenta 2-3 levius, margine posteriore utrinque sinuato;
angulis postieis vix retroductis, minus acutis. Epimera magna, Caudae
segmenta 3—5 epimeris magnis, subrectangulis; epimera segmenti 5
valde divergentia, segmento anali paulo breviora; segmentum anale
triangulum, lateribus fortius incurvis, apice acutiore. Color pallide
griseus. Long. 15 mm. Lat.9 mm.“ Patria: Dalmatia (Mus. Uljanin).
aaa. Lobus medius mediocris, rotundatus. Epistoma tubereulo parvo
subobtuso.
b. Flagelli articulus prior alteri aequalis vel eo longior.
c. Trunei segmenta priora margine posteriore utrinque leviter
sinuato.
Porcellio sarculatus n. sp. „Ovalis, obtuse et subdelete granulatus.
Antennae corpore dimidio vix longiores; flagelli articulus prior altero
paulo longior. Lobi laterales oblique rotundati. Epistoma in medio cari-
nula. Trunci segmenta 3 priora margine posteriore utrinque leviter
sinuato, angulis postieis paulum retroduetis, rotundatis. Epimera me-
diocria. Caudae segmenta 3—5 epimeris magnis; epimera segmenti
5 paulum divergentia, segmento anali paulo breviora; segmentum anale
triangulum, lateribus incurvis, apice obtusiore, supra planum. Color
nigro-griseus, epimeris trunci segmentorum post pallide rufis. Long.
14-16 mm. Lat. 7-85 mm.“ Patria: Chersonesus Taurica (Mus.
Uljanin).
cc, Trunei segmenta priora margine posteriore utringue valde
sinuato.
Porcellio bistriatus B.-L. 1885. 1.c.88. — Turcia ad Constantinopolim.
bb. Flagelli articulus prior altero satis brevior.
Porcellio Ratzeburgii Brandt 1833. — B.-L. 1.c.83. — Europa media.
bbb. Flagelli articulus prior altero duplo vel magis brevior.
Porcellio ochraceus Koch 1841. Deutschl. Crust. 28. 22. — Bavaria,
Austria. —
Lobi frontales medioeres vel parvi, anguli inter jobum medium et lobos
laterales aperti, obtusi. (Species 10—18).
a. Segmentum anale basi brevi, medio longe producto.
b. Antennae longae, fere duas corporis partes explentes.
von E. v. Oertzen gesammelt. 47
10. Porcellio trachealis B.-L. 1885. 1. c. 90. — Moldavia.
bb. Antennae breviores, dimidium corpus vix explentes.
11. Porcellio ecibdelus B.-L. vide supra. — Samos.
aa. Segmentum anale subtriangulum, lateribus plus vel minus pro-
funde incurvis, rarius medio breviter producto.
b. Antennae longae; flagelli articulus prior altero longior.
12. Porcellio longipennis B.-L. 1885. 1. c.91. — Rossia meridionalis.
bb. Antennae longiores; flagelli articuli subaeque longi.
c. Lobi laterales frontales medioeres.
d. Segmentum anale apice subacuto.
13. Porcellio areuatus B.-L. 1885. 1. c. 87. — Italia, Austria.
dd. Segmentum anale apice minus acuto.
14. Porcellio affinis Koch 1841. Deutschl. Crust. 34.13.= d. — B.-L. 1.
ec. 883. — Porcel. aemulus Fr. Stein, Berl. Ent. Zeitsch. III. 261. —
Austria, Galicia, Transylvania, Moldovia, Dalmatia.
ce. Lobi laterales frontales parvi.
15. Porcellio spretus B.-L. 1885. 1. c. 89. — Sicilia.
bbb. Antennae breviores; flagelli articulus prior altero brevior,
c. Flagelli articulus prior altero paulo brevior.
d. Lobi frontales laterales mediocres.
16. Porcellio Rathkei Br. 1833. — B.-L.1.c. 85. Europa, America borealis.
dd. Lobi frontales laterales minores.
17. Porcellio nodulosus Koch. 1838. Deutschl. Crust. 22.19. B.-L. 1. c. 299.
— Europa media.
ec. Flagelli articulus prior altero multo, fere duplo, brevior.
18. Porcellio conspersus Koch. 1841. Deutschl. Crust. 34. 17. — B.-L. 1. c.
300. — Germania, Rossia.
III. Frons media linea marginali nulla; lobus medius nullus.
19. Porcellio maculipennis B.-L. 1894. Ann. Mus. Civ. Genov. XXXIV.
608. Birma.
Weiter gehören wahrscheinlich zu dieser Gruppe die Koch’schen Arten:
P. interruptus 1. c. 28, 21. aus Wien, P. confluens 1. ec. 34.14 mit P. serialis 1. c.
34.18 und P. crassicornis 1. c. 34.19 bei Regensburg gefunden; dagegen wird
Porcellio interpolator B.-L.1.c.93 als identisch mit Metoponorthus orientalis zu
streichen sein.
No. 24. Metoponorthus nigrobrunneus.
Oblonge ovalis, subdeplanatus, sparsius et minus regulariter
transversim granulatus.
Antennae ...
Lobi frontales laterales parvi, deflexi, rotundati; linea frontalis
marginalis in medio satis curvate producta. Epistoma linea trans-
versa, in medio levius sinuata.
48 G. Budde-Lund: Landisopoden aus Griechenland etc.
Cauda brevis trunco abrupte angustior; segmentum anale
breve, medio latiore breviter producto, apice subobtuso, supra
leviter excavato.
Color obscure brunneus, subuniformis, punctis albidis sub-
deletis ornatus.
Long. c. 12 mm. Lat. c.5 mm.
Diese Art steht dem weitverbreiteten Met. pruinosus sehr nahe;
sie unterscheidet sich von diesem ausser der dunkleren Farbe durch
die etwas grössere Seitenloben des Vorderkopfes und die stärker
gebogene Frontallinie.
Hirudineen aus dem Togoland.
Von
Dr. Raphael Blanchard in Paris.
Hierzu Tafel IL.
Die Berliner zoologische Sammlung besitzt vier Exemplare
eines Blutegels, welche von Herrn Dr. R. Büttner von Juli bis
November 1891 in Bismarckburg (Togoland) gefangen wurden.
Die fragliche Art ist neu für die Wissenschaft; sie bietet uns
ein grosses Interesse nicht nur wegen ihrer Neuheit dar, sondern
auch insofern, als sie eine neue Gattung darstellt und derjenigen
Gruppe der Hirudininae angehört, bei welchen die Kiefer mit
zwei Reihen wenig zahlreicher, stumpfer und unregelmässiger Zähne
bewaffnet sind. In der Systematik soll sie demnach neben den
sehr wenigen Arten der Gattung Haemopis Platz finden, und es
scheint uns zweckmässig, wenn wir die Beschaffenheit des Gebisses
in Betracht ziehen, die Unter-Familie der Hirudininae in zwei
noch engere Gruppen in folgender Weise zu vertheilen:
1° Distichodonta‘), — Maxillae duabus seriebus pau-
corum dentium obtusorum armatae, papillis carentes.
Hierzu gehören die Gattungen Haemopis und Praobdella.n.g.
2° Monostichodonta?). — Maxillae una serie multorum
dentium acutorum armatae, quandogque papillis ornatae.
Hier sind unter anderen die Gattungen Hirudo, Limnatis
und Hirudinaria einzureihen.
!) dieriyos, in zwei Reihen aufgestellt; odovs, ödorros, Zahn.
2) Mövos, einzig; oriyos, Reihe; ödovs, ödovros, Zahn.
Arch, f. Naturgesch. Jahrg.1896. Bd.I.H.1. 4
50 Dr. Rapha&l Blanchard:
Praobdella, novum genus.
Etymologie. — Ilo@os, mild; BdEA2«, Blutegel; milder, nicht
grausamer Blutegel.
Diagnose. — Eadem constitutio corporis quae apud
Haemopidem, sed pori genitales majore intervallo separati.
Da wir gegenwärtig nur eine ganz unzweifelhafte Art aus
dieser Gattung kennen, ist es nicht möglich, eine nähere Diagnose
der letzteren zu geben. Aus dem wenigen, was obige Diagnose
ausdrückt, erhellt jedoch schon, dass zwischen den Gattungen
Praobdella und Haemopis dieselben Verhältnisse existiren, wie
zwischen der Gattung Hirudinaria und den übrigen Monosticho-
donten: die morphologische Anordnung bleibt im allgemeinen die-
selbe, ausgenommen dass die Geschlechtsöffnungen eine verschiedene
Lage einnehmen.
Praobdella büttneri, nova species.
Das Thier sieht unserer Haemopis sanguisuga ähnlich.
Unter den fünf Exemplaren, welche wir untersucht haben und von
welchen das eine unserer Sammlung einverleibt wurde, waren vier
erwachsene und ein ganz junges (Fig. 1). Wir wollen zuerst den
erwachsenen Zustand beschreiben, weil man erst dank der Kenntniss
seiner Eigenschaften diejenigen des jungen Individuums genau auf-
klären kann.
Die älteren Exemplare sind sehr zusammengezogen, einförmig
grau, ohne Flecken und Streifen. Das grösste ist 27 mm lang und
8 mm breit (Fig. 1, D). Die Segmentalpapillen sind nicht deutlich.
Der hintere Saugnapf ist kreisrund, im Durchschnitt 5 mm breit,
fast vollständig vom Körper bedeckt und an seiner unteren Fläche
von radiär angeordneten Streifen durchsetzt.
Der Kopf ist durch eine hinter dem 9. Ringe sitzende Ein-
schnürung von dem Körper getrennt (Fig. 2—4). Die Augen nehmen
dieselbe Lage wie bei den übrigen Hirudiniden ein; doch sind die
sechs vorderen Augen viel grösser und sichtbarer als die vier
hinteren; es kann sogar das letzte Paar bei gewissen Individuen
verschwinden (Fig. 3).
Die 17 Paare von Nephridien öffnen sich nicht in der Furche
zwischen den Somiten, sondern vielmehr am hinteren Rande des
vorhergehenden Ringes.
Die Hauptmerkmale dieser Art sind folgende zwei:
1° Die Genitalöffnungen sind durch neun Ringe von einander
getrennt (Fig. 2). Der männliche Porus liegt hinter dem 28. Ringe,
Hirudineen aus dem Togoland. 51
also in der Furche zwischen dem IX. und dem X. Somit. Die
Vulva ist hinter dem 37. Ringe, also zwischen dem 4. und dem
5. Ringe des XI. Somites gelegen. Eine so grosse Entfernung der
beiden Geschlechtsmündungen von einander kennt man bis jetzt
bei keinem anderen Blutegel.
2° Die Kiefer sind sehr klein; sie erinnern sofort an diejenigen
der Haemopis sanguisuga. Sie tragen nämlich nur eine kleine,
nach dem Individuum wechselnde Anzahl sehr winziger unregel-
mässiger höckeriger Zähne, deren Anordnung in zwei Reihen auf-
fällt (Fig. 6). Ihre gewöhnliche Zahl beträgt 10—12.
Das junge Exemplar (Fig. 1 A; Fig. 7) misst nur 4,75 mm Länge
und 1,30 mm Breite. Wegen der Zahl der Augen und der Lage
der Geschlechtsöffnungen, unterliegt es gar keinem Zweifel, dass es
die Jugendform der oben beschriebenen Art darstellt; es unterscheidet
sich aber entschieden von dem Erwachsenen durch die Farbe, die
äussere Beschaffenheit der Somite, sowie durch die allgemeine
Gestalt.
Hier ist auch der Kopf durch eine Verengung vom Körper
getrennt: er zeigt zuerst sechs grosse, dann vier sehr kleine Augen.
Die der beiden ersten Paare sind dreieckig, die des dritten Paares
sind viereckig, die übrigen punktförmig. Der Körper ist keulen-
förmig; seine Dicke nimmt allmälig nach rückwärts zu. Der hintere
Saugnapf ist sehr breit und rundlich; der vordere ist ebenfalls
breit und tief.
Der Bauch ist grauweiss, ungefleckt. Der Rücken bietet die-
selbe Färbung dar, zeigt aber ausserdem fünf Reihen von braunen,
mehr oder weniger viereckigen Flecken, welche dem Thierchen ein
elegantes Aussehen verschaffen.
Die Medianlinie ist mit einer Reihe grösserer Flecke besetzt,
welche ohne Unterbrechung vom VI. bis zu dem XXIV. Somite
sich ausdehnen. Bei dem VIL.—XXII. Somite sitzen diese Flecke
je auf den zwei letzten Ringen; bei dem VI., XXI. und XXIV.
Somite dagegen, welche aus je drei Ringen bestehen, nehmen sie
nur den letzten Ring ein, wodurch einerseits bewiesen wird, wo
sich die Grenze der Somite genau befindet, andrerseits dass der
betreffende Ring den Werth zweier verschmolzenen Ringe hat.
Dieselbe Lage haben die zwei übrigen Fleckenreihen, welche
jederseits symmetrisch sich erstrecken. Die innere Reihe erscheint
am VII. Somite und bleibt bis zu dem XXI. Somite sichtbar. Die
äussere Reihe kommt erst am IX. Somite zum Vorschein; nach
hinten zu hat sie dieselbe Ausdehnung wie die innere; ausserdem,
sind ihre vereinzelten Flecke mit einander durch einen engen Längs-
streif verbunden, welcher an jedem Ende sich etwas verlängert,
sodass dieser seitliche Streif wie ein Rosenkranz mit entfernten
Kügelchen aussieht.
4*
52 Dr. Raphaäl Blanchard:
Auf den ersten Blick möchte man denken, dass das junge Thier
eigentlich den Glossosiphoniden angehört. Auf der Rückenfläche
zählt man nur 72 Ringe: die Flecke sitzen auf jedem dritten
Ringe und der Somit scheint daher aus drei Ringen, einem breiteren,
vorderen und zwei engeren, hinteren zu bestehen. Untersucht man
aber die Bauchfläche, so nimmt man wahr, dass jeder engere Ring
seiner ganzen Breite nach von einer -Furche durchgeschnitten ist,
ohne dass jedoch die Seiten selbst eingeschnitten erscheinen. Ein
solches Aussehen ist zwar sehr merkwürdig, da es sofort an die
Gattung Haementeria erinnert, welche in Amerika von ver-
schiedenen Arten vertreten und ausser von diesem Lande noch
nicht bekannt geworden ist. Hier handelt es sich aber um ein
reines Trugbild: sobald man am Bauche die Furchung der Ringe
beobachtet hat, kann man auch sehr leicht die am Rücken be-
stätigen, und zwar in der Art und Weise, wie wir es dargestellt
haben (Fig. 7). Es kann also kein Zweifel über die Identität dieses
jungen Blutegels mit der erwachsenen Praobdella büttneri
bestehen.
Praobdella (?) guineensis, nova species.
Obwohl wir zu keinem bestimmten Schluss über seine Natur
und systematische Stellung haben kommen können, sei noch hier
ein andrer Blutegel aus Bismarckburg erwähnt, welcher dort am
15. Oktober 1891, ebenfalls von Dr. R. Büttner, gefunden wurde,
Das einzige Exemplar ist 45 mm lang, 7,5 mm breit (Fig. 8), von
tief brauner, fast einförmig schwarzer Färbung. Man sieht weder
Augen, noch Segmentalpapillen, noch Nephridien. Der Körper ist
abgeplattet.. Was aber besonders auffällt, ist die grosse Gestalt
des hinteren Saugnapfes, welcher 8 mm breit ist und sowohl seitlich
als hinten den Körper überragt.
Die Kiefer haben wir nicht untersucht, da es uns zweckmässig
erschien, das einzige Exemplar unverletzt zu lassen. Jedoch ist
die in Rede stehende Art durch ihren hinteren Saugnapf sowie
durch die relative Lage der Geschlechtsmündungen genug charak-
terisirt (Fig. 9 und 10). Am Kopfe unterscheidet man 7 Ringe;
der siebente bildet die hintere Lippe des vorderen ziemlich kleinen
Saugnapfes. Der männliche Apparat öffnet sich auf dem 32., der
weibliche auf dem 39. Ringe. Der After mündet dicht am Saug-
napfe, 69 Ringe hinter dem die Vulva tragenden Ringe. Im ganzen
finden sich also 108 deutliche Ringe: wenn auch diese Zahl durch
das Vorhandensein von wenigen präocularen, also nicht mitbe-
rechneten Ringen eine Verminderung erleiden würde, so bliebe es
doch sicher, dass die Gesammtzahl der Ringe etwas höher ist, als
Hirudineen aus dem Togoland. 53
bei den gewöhnlichen Hirudiniden. Da der männliche Porus ver-
muthlich seine ursprüngliche Lage nicht bedeutend verändert hat,
so ist anzunehmen, dass die hinteren Somite weniger verkürzt und
verdichtet sind wie bei den nächststehenden Formen.
Soviel man aus der Entfernung der Genitalmündungen schliessen
darf, ist es wahrscheinlich, dass diese Art ebenfalls der Gruppe
der Distichodonta angehört. Hoffen wir, dass nächstens günstigere
Umstände uns erlauben werden, unser sehr unvollständiges Studium
über diese interessante Form zu erweitern und zu vollenden.
Erklärung der Abbildungen.
Tafel IL.
Fig. 1-7. Praobdella Büttneri.
Fig. 1. Andeutung der Grösse der vier Exemplare, welche sich in der
Berliner zoologischen Sammlung befinden.
Fig. 2. Vorderende des Exemplars C, von der Bauchseite aus gesehen.
Fig. 3. Vorderende des Exemplars C, von der Rückenseite aus gesehen.
Fig. 4. Vorderende des Exemplars D.
Fig. 5. Hinterende des Individuums C, von der Rückenseite aus gesehen.
Fig. 6. Ein Kiefer mit den zwei Reihen von unregelmässigen, höckerigen
Zähnen.
Fig. 7. Junges Exemplar (A), 21 mal vergrössert. — a. das Thierchen vom
Rücken aus gesehen; b. vorderer Theil der Bauchseite.
Fig. 8-10. Praobdella (?) guineensis.
Fig. 8. Andeutung der natürlichen Grösse.
Fig. 9. Vorderende von der Bauchseite aus und vom Profil gesehen.
Fig. 10. Hinteres Ende des Körpers. — a. Rückenfläche; b. Bauchfläche.
Neue ceylonische Nematoden
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus
(Oxyuris).
Anatomisch-histologische Untersuchungen *).
Von
Dr. Adolf Meyer in Barmen.
Hierzu Tafel IV und V.
Durch die Güte des Herrn Professors Dr. F. Zschokke zu
Basel gelangte ich in den Besitz einiger von den Herren DDr. P. und
F. Sarasin aus Ceylon übersandter parasitischer Nematoden. Am
zoologisch-zootomischen Institute der Universität Basel unterzog ich
dieselben zur Erforschung ihres anatomisch-histologischen Baues
einer genaueren Untersuchung, welche ergab, dass sämtliche, zwei
Filärien, ein Strongylus und eine Oxyuris, neue Spezies dar-
stellten. Der Peitschenwurm schmarotzt in einem ceylonischen
Tausendfüssler, Julus, die übrigen in Säugetieren, Manis penta-
dactyla und Stenops gracilis; leider bleibt es vorenthalten,
welcher Teil des Wirtes der Sitz der Parasiten ist, da ich die be-
treffenden Angaben hierüber vermisste. Ferner standen mir vor-
nehmlich von der Oxyuris nur so wenige Exemplare zur Ver-
fügung, dass dadurch meine wissenschaftliche Untersuchung be-
einträchtigt wurde; dieses bitte ich daher zu berücksichtigen, wenn
man alle Nematoden nicht gleich eingehend behandelt findet.
Indem ich im übrigen auf den speziellen Teil verweise, erlaube
ich mir nur noch über die bei der Herstellung der Präparate an-
gewandte Technik einige kurze Bemerkungen.
Zu Totalpräparaten benutzte ich folgende zwei Methoden. Die
*) Die Arbeit erschien zuerst als Dissertation unter dem Titel: Neue
Nematoden unter den Parasiten ceylonesischer Säugetiere und eine Oxyuris,
eine neue Schmarotzerspecies in Julus (Ceylon). Barmen, 1896. 8°.
Dr. Adolf Meyer. 55
infolge einer längeren Konservierung in Alkohol geschrumpften und
mit einer ohnehin derben, für Farbstoffe wenig durchlässigen Cutieula
versehenen Nematoden wurden je nach ihrer Länge in zwei oder
mehr Stücke geschnitten. Nach wenigstens eintägiger Färbung in
wässeriger Picrocarmin-, Alauncarmin-, Lithioncarmin oder Cochenille-
Alaunlösung brachte ich sie, in Wasser abgespült, der Reihe nach
je einen Tag in 65-, 96- und 99-prozentigen Alkohol, dann kurze
Zeit in Creosot, um sie darauf in Canadabalsam einzubetten. Auf
diese Weise erhielt ich hübsche Präparate. Einige indessen wurden
nachträglich schwarz. Sie hellten sich zwar durch Zurückbringen
und längeres Verweilen in Creosot wieder vollkommen auf; aber
dadurch wurde die an und für sich schon sehr zeitraubende Be-
handlungsweise noch mühevoller.
Viel einfacher und deshalb auch empfehlenswerther ist die
zweite Methode, die nichtsdestoweniger gleich gute Präparate lieferte.
Die in Stücke geschnittenen Würmer weilten ebenfalls wenigstens
einen Tag in einer der oben genannten wässerigen Farblösungen,
von denen ich das Picrocarmin bevorzugte. Nachdem die Objekte
in der stark mit Aqua destillata verdünnten Lösung gelegen,
schwenkte ich sie in reinem Wasser ab und konservierte sie dann
in Glycerin.
Zur Herstellung von Schnittserienpräparaten verblieben die in
Stticke zerlegten Nematoden zwei Tage in alkoholischer Borax-
carminlösung, einige Stunden oder kürzere Zeit, je nachdem sie sich
entfärbten, in 96-prozentigem Alkohol, der im Verhältnis 1: 1000
Salzsäure enthielt, je einen Tag in reinem 96-prozentigem und
99-prozentigem Alkohol, darauf wenigstens einen halben Tag in
Chloroform, dem dann wenige Stunden vor der Einbettung eine
geringe Menge Paraffin zugesetzt wurde. Aus diesem wurden die
Nematoden in geschmolzenes Paraffin von einer Temperatur von
54° bis 56° ©. gebracht und blieben in demselben während wenig-
stens dreier Stunden. Dann wurden sie, ehe das Paraffin erstarrte,
mit demselben in Schälchen gegossen und später mit Hülfe des
Mikrotoms in 1/,, bis 1/00 mm dicke Quer- und Längsschnitte zer-
legt. Mit Nelkenölcollodium an Objektträger oder Deckglas be-
festigt, auf etwa 54° C. erwärmt und zur Entfernung des Paraffins
ca. 10 Minuten in Terpentinöl gelegt, wurden die Schnitte in Canada-
balsam konserviert. Die Präparate gerieten fast ausnahmslos gut.
Filaria Zschokkei n. sp.
Als Parasiten im Darm von Manis pentadactyla fanden
sich zwei Nematoden, eine Filarie und ein Strogylus, neben
einer Tänie, deren nähere Beschreibung unter „Davainea con-
torta n. sp.“ Zschokke in der Zeitschrift für Bacteriologie und
Parasitenkunde (1894) veröffentlichte.
Bisher war als Parasit von Manis pentadactyla in der
56 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
Litteratur nur eine Ascaris aufgeführt. Jansson beschreibt im
New Philosoph (1830) „a cyst within the stomach of Manis
pentadactyla which was filled with a vast number of the Ascaris
genus“, teilt indes näheres über diesen Wurm nicht mit.
Beginnen wir mit der Beschreibung jener Filarie. Sie stellt
makroskopisch einen gelblich-weissen Wurm von cylindrischer Ge-
stalt dar. Infolge seiner Konservierung in Alkohol zeigt er un-
regelmässige Schrumpfungen und Einziehungen. Die Längslinien
sind mit unbewaffnetem Auge nicht deutlich zu erkennen. Die
Menge der vorhandenen Weibchen im Vergleich zu derjenigen der
Männchen entspricht dem Verhältnis 3:1. Die letzteren lassen sich
durch ihre im allgemeinen geringere Grösse und ihr spiralig auf-
gerolltes Körperende ohne Schwierigkeit makroskopisch von den
Weibchen unterscheiden. Die Länge der geschlechtsreifen Weibchen
beträgt 25 bis 34 mm, im Durchschnitt 32 mm, ihre Breite 1,3 mm;
die Länge der Männchen 19 bis 24 mm, im Durchschnitt 21 mm,
ihre Breite bis 1,1 mm. Es bleibt die Breite der Filarie für ?/, ihrer
Länge fast dieselbe, nach den Enden aber verjüngt sich der Körper
allmählich. Beim Weibchen nimmt die Breite am Schwanzende
schneller ab als beim Männchen. Der mit einer sehr stark ent-
wickelten Bursa versehene Schwanz des letzteren ist etwa 1!/, mal
länger und entsprechend breiter als derjenige des Weibchens. Beide
sind verhältnismässig sehr kurz, 0,49 bezw. 0,33 bis 0,38 mm lang.
Das Schwanzende des Männchens zeichnet sich noch besonders durch
vier prae- und zwei postanale grössere rippenförmige Papillen und
zwei sehr ungleiche Spieula aus. Näheres hierüber ist weiter unten
mitgeteilt, wo die Geschlechtsorgane der Tiere beschrieben werden.
Die die Leibeshöhle mit den inneren Organen umschliessende
Körperwand setzt sich aus der Haut und einer ihr aufliegenden
Längsmuskelschicht zusammen.
Die Epidermis.
Die Haut lässt zunächst eine Cuticular- und eine subcutane
Schicht unterscheiden. Bei der Cuticula erkennen wir mikroskopisch
eine innere Schicht, die der gekreuzten Fasern, und eine äussere,
Cuticula im engeren Sinne. Die gekreuzte Faserschicht besteht
wieder aus zwei Lagen, von denen bei unserem Wurm die äussere
die breitere ist und von durchgehenden Spalten durchsetzt erscheint.
Sie bleibt indessen als eine zusammenhängende Membran bestehen
und lässt sich wie bei Filaria papillosa als solche abspalten.
Die Cuticula im engeren Sinne setzt sich bekanntlich wieder aus
mehreren Schichten zusammen; eine derselben erscheint bei Filaria
Zsch. homogen und mit fast senkrecht zur Längsachse gerichteten
Porenkanälchen durchsetzt.
In der Höhe der Mitte des Mastdarms hebt sich bei dem
Weibchen die Cuticula von der gekreuzten Faserschicht auf beiden
Seiten allmählich ab, so dass eine Art Seitenmembranen entsteht,
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 57
die nach hinten an Breite zunehmen, sich nach Mündung des End-
darms ventral- und dorsalwärts verbinden und bald in fast gleich-
mässig 0,016 mm breiter Schicht rings herumlaufen. Die Bauch-
seite der Cuticula zeigt am hinteren Körperende des Männchens
viele -- ich zählte deren bis 68 — parallele, bis zur Schwanzspitze
verlaufende scharfe Längsleisten, deren Zahl nach der Spitze hin
abnimmt. Im übrigen verweise ich auf die Beschreibung der Bursa.
Ueber den Körper macht sich mikroskopisch eine Ringelung
bemerkbar; wir sehen zunächst stärkere parallele, in bestimmten
Abständen quer verlaufende, oberflächliche Einschnürungen der Haut,
zwischen denen dann schwächere, dichtgedrängt, in regelmässiger
Anordnung liegen. In der Mitte zwischen den letzteren treten bei
gefärbten Flächenschnitten parallele dunkle Linien hervor und
zwischen denselben wiederum bei scharfer Vergrösserung je eine
feinere helle Linie, welche indes vielfach von Skulpturen verdeckt
ist. Solche Skulpturen sind regelmässig aneinandergereihte, punkt-
förmige oder zu Strichen zusammengefügte niedrige warzenförmige
Epidermoidalgebilde, die einen dunklen unregelmässigen Wall und
ein helles Centrum besitzen. Mehr oder minder unregelmässig über
die Hautoberfläche zerstreut zeigen sich ferner viele helle Punkte,
welche wie Mündungen von Porenkanälchen erscheinen.
Die Subeutis mit den Seitenfeldern und den
Exeretionsgefässen.
Die Subeutis ist eine dünne, feinkörnige protoplasmatische
Schicht, die wie bei manchen anderen Nematoden im Alter keine
Kerne mehr aufweist. Sie besitzt eine besondere Lamelle, insofern
als die sonst körnige Schicht aussen hyalin wird. Innen setzt sie
sich in die Median- und Seitenlinien fort, welche am Kopfende zu-
nächst gleich stark entwickelt sind und wie vier gleiche Säulen an
das Vestibulum heranreichen. Alle vier treten auch in gleicher
Weise an den Nervenring. Von da ab jedoch ziehen sich die
Medianlinien mehr und mehr bis auf ein Geringes nach der
Peripherie zurück. Am Enddarm ist die Bauchlinie wieder stärker
entwickelt, indem sie vor dem After den grössten Teil des Raumes
zwischen Mastdarm und Bauchwand füllt, wie es u. a. Fig. 5 ver-
anschaulicht.
Bei Nematoden allgemein starke Bildungen der Subeutis treten
uns in den Seitenfeldern entgegen. Bei unserer Filarie sind diese
indess ausserordentlich gross. — Vergl. Fig. 4. — Sie nehmen
gelegentlich ein Drittel der Leibeshöhle ein. Wo andere Organe,
vor allem der weibliche Geschlechtsapparat, den grössten Teil der-
‘selben beanspruchen, treten sie zurück, und ihre äussere Form ge-
staltet sich nach dem ihnen bleibenden Raume. Auf beiden Seiten
ist die Dicke der Felder die gleiche, ihre Basis ist klein, etwa ein
Fünftel bis ein Viertel ihrer übrigen Breite, und in der granulierten
58 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
Substanz namentlich der vorderen Partieen der Seitenlinien liegen
Kernkörperchen in grosser Zahl zerstreut.
An ihrer inneren Begrenzung verläuft in der Mitte ein Gefäss,
das Exceretionsgefäss; in der Schwanzspitze beginnend, zieht es
nach vorn, nimmt an Weite allmählich zu und erstreckt sich bis
zum vorderen helleren Teil des Oesophagus. Dort vereinigen sich
die unteren Hälften der Seitenfelder, um eine Brücke zu bilden,
auf welcher jene beiderseitigen Gefässe zu einem zusammentreten.
Dieses wendet sich direkt zur Bauchwand und mündet in dem
Porus excretorius frei nach aussen. In der äusseren, fein granulierten
Schicht des Gefässes treten zerstreut Kernkörperchen auf. Die
innere schmälere Schicht desselben ist eine stärker lichtbrechende,
festere und erscheint homogen. Ein bei Filarien nur selten vor-
handenes, von vorn kommendes Gefäss ist auch hier nicht nach-
weisbar.
In der Subeutis verlaufen zahlreiche Nervenfasern; von ihnen
wie von den nahe dem Nervenring im inneren Winkel der Seiten-
felder gelegenen nervösen Elementen, den Ganglia lateralia etc.
Eu von Ganglienzellen in der Gefässbrücke ist weiter unten die
Rede.
Die Hautmuskelschicht.
Nach dem Aufbau der der Subeutis aufliegenden Muskelschicht
gehört unser Nematode zu Schneiders (1866) Gruppe der Poly-
myarier. Auf dem Querschnitt gesehen, wird die Muskelschicht
zunächst von den Medianlienien und Seitenfeldern in vier gleiche
Abteilungen getrennt. Während indessen die Seitenfelder eine voll-
ständige Trennung in der Schicht bewirken, ist es bei den ersteren
nicht so der Fall; sie schieben sich zwischen den fibrillären Anteil
und lassen die Markmasse der Muskelzellen über sich hinweggehend
in Verbindung.
Sekundäre Medianlinien bestehen nicht. Innerhalb der Viertel
zeigen die Querschnitte eine Reihe einzelner getrennter Muskel-
elemente, die Muskelzellen, die sich zu langen Fibrillen zusammen-
fügen und als feine bandartige Streifen in der Längsrichtung des
Körpers verlaufen. Ich zählte auf dem Querschnitte durch die
mittleren Partieen des Wurmes bis zu 28 solcher in einem Viertel;
allein nach den Körperpolen hin sind jene Muskelstreifen weniger
zahlreich, indem verschiedene früher enden als andere. Dem-
gemäss finden wir sie auf einem Querschnitt nicht alle von gleicher
Breite.
Die ganze Muskelschicht ist im allgemeinen stark ausgebildet.
Zu äusserst liegt der deutlich hervortretende fibrilläre Anteil. Er
zeigt vorzügliche Querstreifung und hat bei den einzelnen Elementen
die Gestalt eines länglichen Rechtecks, dessen nach der Leibeshöhle
gelegene Seite tief dreieckig ausgeschnitten ist, sodass jede Muskel-
zelle in zwei nach dem Darm gerichtete Zipfel ausläuft. Diese
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 59
Gestaltung des fibrillären Teils der Muskelzellen, welche auch an
den Körperenden bestehen bleibt, charakterisiert den Wurm als
einen Coelomyar. In dem Ausschnitt der kontraktilen Substanz,
deren Höhe die Breite übertrifft, liegt centralwärts die feinkörnige
Marksubstanz, die in verschiedener Menge auftritt und mitunter
grössere deutliche Kerne erkennen lässt. Sie grenzt sich in Höhe
des Anfangs des Mitteldarmes über den einzelnen kontraktilen
Elementen ab; streckenweise steht jedoch das Sarkoplasma der
Zellen auch mit einander in Verbindung und liegt in breiter Schicht
über dem fibrillären Teil. Am Nervenring stark entwickelt, strebt
hier die Markmasse der Muskelzellen diesem zu, um mit einer
Reihe von Nervenfasern in Verbindung zu treten. Von einer Ab-
grenzung des Sarkoplasmas durch ein besonderes Sarkolemma ist
wie bei anderen Nematoden nichts wahrzunehmen. Nach Schneider
(1888) ruhen die einzelnen Muskelfasern nach aussen auf der Hypo-
dermis, und wird letztere nach der Muskelschicht zu homogener
und erfüllt die Lücken zwischen den Muskelschichten, sodass sie die
Abgrenzung zwischen denselben bildet. Ein Sarkolemma existiere
überhaupt nicht, es werde nur vorgetäuscht, sagt er.
Im allgemeinen wachsen die Zellen von den Enden der Muskel-
felder nach deren Mitte bis zu doppelter Breite. Am Schlundring,
wo deren 13 auf ein Viertel kommen, sind die in der Mitte des-
selben stehenden fast dreimal grösser als diejenigen nahe den Enden
der Felder.
Das Vorhandensein des Afters auf der Bauchseite bewirkt, dass
hier die Muskelfibrillen nicht so weit wie auf der dorsalen Seite
hinabreichen, bezw. dass eine Aenderung in ihrem Verlaufe eintritt.
Ueber diese ist bei Besprechung des Enddarms einiges mitgeteilt.
Der Verdauungstraktus.
Der Intestinaltraktus stellt sich als einen durchweg mit innerer
Höhlung versehenen Schlauch dar. Mit einem central und senkrecht
zur Achse gelegenen Munde beginnend, durchzieht er in gestrecktem
Lauf den Körper und mündet kurz vor der Schwanzspitze nach
aussen, beim Männchen mit dem Endteil des Geschlechtsapparates
in einer Kloake. Der Darm zerfällt in den Oesophagus, den eigent-
lichen Darm oder Mitteldarm und den Enddarm.
Der Mund ist mit vier deutlichen Lippen ausgerüstet, einer
dorsalen, einer ventralen und zwei lateralen. Schon Seitenansichten
von gefärbten Totalpräparaten genügen, das Vorhandensein der
vier Lippen zu zeigen, wie es beispielsweise durch Fig. 1 geschieht.
Wir sehen bei diesem Präparat zugleich, dass der halbkreisförmig
gebogene Vorderrand der lateralen Lippen die dorsoventralen nach
vorn ein wenig überragt. Die Einschnitte zwischen den Lippen
gehen ziemlich tief und bis zu gleichem Niveau herab. Jede Lippe
trägt aussen an ihrem Grunde zwei laterale Papillen, während
mediale nicht deutlich hervortreten. Der Vorderrand der Lippen
60 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
ist scharf und ein wenig nach innen gebogen. Die Innenfläche ist
glatt und cuticulären Gewebes. Indem diejenige der dorsoventralen
Lippen, wie der Querschnitt in Fig. 2 zeigt, mehr nach aussen ge-
bogen, concaver verläuft, ist die Innenfläche der lateralen flacher,
sodass der Querdurchmesser der letzteren von aussen nach innen
grösser ist als bei den dorsoventralen, und die Mundhöhle auf dem
Querschnitt oval erscheint.
Diese geht nach hinten in ein enges rundes Röhrchen, das
Vestibulum, über. Dicht vor dem Uebergang der Mundhöhle
in das Vestibulum steht dorsal und ventral ein kegelförmiger Zahn
mit kuppelartig abgerundeter Spitze (cf. Fig. 2), der nach vorm
und etwas aussen in die Ausbuchtung der ovalen Mundhöhle ragt.
Er hat eine Länge von 0,032 mm, in der Mitte eine Breite von
0,0065 mm, an der Basis eine solche von 0,012 mm. Im Innern
der beiden Zähne verläuft ein bis drei Viertel ihrer Länge sichtbarer
Kanal, die Pulpahöhle.
Das Vestibulum ist gerade, nach hinten gerichtet, 0,114 mm
lang und von chitinösem Gewebe. Im Vestibulum steckt vielfach ein
fast homogen erscheinender Pfropf, der mitunter über die vordere
Begrenzung der Lippen hervorragt und als ein von der Darmwand
des Wirtes stammender, im rigor mortis hervorgepresster Schleim-
pfropf zu deuten ist.
Es ist das Vestibulum von einer circulären Faserschicht um-
geben, die wohl der Hauptsache nach bindegewebiger Natur sein
wird. In sie hinein strahlen von der Körperwand kommende Aus-
läufer stark entwickelter Muskeläste mit deutlicher Querstreifung.
Sie verlaufen namentlich zu beiden Seiten der Median- und Seiten-
linien und sind in Fig. 3 aufgezeichnet. Ausser dass jene zur
Fixierung der centralen Lage des Vestibulums beitragen, werden
sie eine willkürliche Erweiterung desselben herbeiführen können,
die bei der Muskelerschlaffung durch eine gewisse Elastizität des
Vestibulums und durch vielleicht auch in der Circulärfaserschicht
vorhandene muskulöse Elemente wieder aufgehoben wird. In der
Untersuchung: „Ueber den feineren Bau von Strongylus mierurus“
spricht Ströse von ähnlichen Muskelbildungen, die eine Erweiterung
des elastischen Mundringes bedingen sollen.
Fast plötzlich setzt sich das Vestibulum in den charakteristisch
gebauten, bedeutend breiteren Vorderdarm, Oesophagus, fort, indem
sein (rewebe in die äussere und die sich sogleich dreieckig gestaltende
innere Begrenzungsschicht des Oesophagus übergeht. Seine Länge
macht fast ein Fünftel derjenigen des ganzen Tieres aus und seine
Breite ein Fünftel bis ein Viertel der Leibesbreite daselbst. Eine
bulbusähnliche Anschwellung vor seiner Einmündung in den Mittel-
darm besteht nicht. Seinen Lauf nimmt er im allgemeinen durch
die Mitte der Körperhöhle; an der Vereinigung der Seitengefässe
liegt er mehr dorsalwärts.
Auf den Querschnitten zeigt sich der Schlund aussen drehrund
und seine innere Höhlung die charakteristische dreieckige Gestalt.
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 61
Diese tritt stets hervor, ob sich die Wandungen ganz oder teilweise
zusammenlegen, und das Lumen so mehr oder weniger verstrichen
ist, oder ob die Mitten der Seiten nach Gestalt des Sechseckes mit
drei aus und drei einspringenden Winkeln, von welchem Schneider
spricht, nach innen gekehrt sind, oder wie es für eine weitere Strecke
der Fall ist, die Dreieckseiten nach aussen gewendet sind.
Eine helle, strukturlose, feste Membran, die Fortsetzung des
Vestibulums, umschliesst eine breite Schicht radiär gestellter Fasern,
die Muskelschicht, welche innen wiederum in eine das Lumen be-
grenzende derbe Chitinhaut übergeht. Leistenartige Verdickungen
der letzteren, wie sie sonst vielfach vorkommen, sind nicht vor-
handen. In der vorderen Partie der Muskelschicht ist die Radiär-
streifung eine zartere und gleichmässigere und erscheint blasser als
im hinteren Teile. Etwas hinter dem Exeretionsporus, wo der
Oesophagus fast plötzlich etwas breiter wird, erkennt man schon
an tingirten Totalpräparaten die Radiärfaserschicht als eine weniger
blasse und ihre Struktur als eine viel gröbere. Die von der inneren
an die äussere Oesophaguswand gehenden Fasern vereinigen sich
hier zu dicken Bündeln, die nahe der Peripherie vielfach divergierend
auseinander gehen und mit den benachbarten scheinbare Anastomosen
bilden.
In diesem Teile des Schlundes finden sich ferner zahlreiche
unregelmässige, durch die Muskelschicht zerstreut liegende, gelbe
bis braunschwarze Körner, die ebenfalls dazu beitragen, dass der
Oesophagus die für die Gattung Filaria bezeichnenden Abteilungen,
eine vordere helle und eine hintere dunkle, aufweist. Während
auch in der ersteren von einer Längsmuskulatur nichts Bestimmtes
wahrzunehmen ist, zeigen Querschnitte durch den hinteren Teil
zwischen den Radiärbündeln viele Längsfasern, die sich oft zu dicken
primären und sekundären Bündeln gruppieren.
In den zwischen den Fasern bleibenden Maschen liegt eine
helle Grundsubstanz mit zahlreichen Kernen, welche in den vorderen
Partieen des Oesophagus regelmässig angeordnet sind. Die vordersten
Querschnitte zeigen, wie sie zu dreien je den Mitten der Dreiecks-
seiten genau gegenüberliegen. Diese regelmässige Anordnung der
Zellkerne beobachtete Schneider bereits am Schlund von Oxy-
soma und Ströse an demjenigen von Strongylus micrurus.
An den Oesophagus schliesst sich der eigentliche Darm, der
Mitteldarm an, indem das Vorderende des letzteren, eine magen-
ähnliche Erweiterung bildend, den sich etwas verjüngenden Endteil
des Schlundes umfasst. Dieser teilt sich in drei, den Dreicksseiten
entsprechende, abgerundete, mit Chitin überkleidete Zapfen, Zähne,
die frei in das Lumen des Darmes hineinragen.
Der Darm, welcher sich ohne Windungen durch die Mitte der
Leibeshöhle erstreckt, ist rund, wird jedoch beim Weibchen strecken-
weise von den die Leibeshöhle erfüllenden Geschlechtsorganen
seitlich comprimiert. In der Darmwand tritt uns zunächst eine
einzige breite Zellschicht entgegen. Die einer äusseren dünnen,
62 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
homogenen Membran aufsitzenden Zellen sind nach dem Centrum
gerichtet und begrenzen sich polyedrisch. Ihre Länge — der Darm
auf Querschnitten gesehen — wechselt in regelmässiger Auf-
einanderfolge, sodass Zellgruppen entstehen, und das Darmlumen
ein sternförmiges wird. Die Zahl der Zellgruppen auf einem Quer-
schnitt beträgt in der Regel sechs bis acht. Die einzelnen Zellen
erscheinen im Innern feingranuliert und tragen alle nahe der Peri-
pherie einen grossen Kern mit Kernkörperchen. Die Zellerenzen
treten scharf hervor; nur eine kurze Strecke vor dem Enddarm
werden dieselben etwas undeutlich, verwischen sich indessen, was
Schneider bei Filaria papillosa konstatierte, in unserem Fall
nicht ganz. Nach ihrem, dem Darmlumen zugewendeten Ende
nehmen die Zellen an Breite ein wenig zu und runden sich daselbst
ab. Dieses Ende überkleidet zunächst eine homogene Schicht, auf
welche eine breitere, dem Anscheine nach zusammenhängende folgt,
eine Zellenlage, welche schon von Kölliker beschrieben und
Stäbehenschicht genannt wurde. Gegen Ende des Mitteldarms, wo
diese zu einer höheren wird, indem sie bis zur dreifachen Höhe
anwächst, haben die äusserst feinen und in grösster Anzahl vor-
handenen Stäbchen ein entschieden wimperähnliches Aussehen, und
eine sie aussen begrenzende, dünne homogone Schicht, wie sie sich
bei der unten beschriebenen Filiaria Sarasinorum im Anfangsteil
des Mitteldarms zeigt, tritt nicht sichtbar hervor.
Das Ende des Mitteldarms ist bei unserem Objekt von einer
schwachen Muskelschicht umgeben, die durch eine innere Längs-
faserschicht und eine äussere Kreisfaserschicht ausgezeichnet ist.
Um dieselbe liegt noch zu beiden Seiten oder dorsal- und ventral-
wärts vom Darm ein schwach granuliert erscheinendes Gewebe,
in welchem mehrere grosse Kerne mit einem Kernkörperchen auf-
treten, und dessen Abschnitte miteinander in Verbindung stehen.
Lumen und Ausführungsgang, die für eine drüsige Beschaffenheit
des Organs sprechen würden, lassen sich in ihm nicht nachweisen.
Indem die Zellschicht des Mitteldarms an Höhe mehr und mehr
abgenommen hat, beginnt die Struktur des Enddarms. Zwischen
der inneren und äusseren Cuticularschicht desselben liegt eine teils
mit feinen, meist central gerichteten Fasern versehene, teils schwach
körnig erscheinende Schicht, deren Breite nach hinten immer geringer
wird. Der Enddarm hat in seinem Anfangsteil eine dreieckige
Gestalt. Indem die dorsale Dreiecksspitze sich der Bauchseite
nähert, wird das Lumen zu einem spaltförmigen. Gleichzeitig
nähert sich das ganze Rectum der ventralen Körperseite und wird
bald mit derselben durch subeuticuläres Gewebe verbunden, nach-
dem zuvor die Muskelfibrillen der Bauchseite verschwunden sind.
An ihrer Stelle treten deren auf der dorsalen Enddarmfläche auf
und setzen sich zur ventralen Fläche des Schwanzes fort. Fig. 5 m.
Dieselbe Figur zeigt uns, wie von den seitlichen Ecken der
dorsalen Muskelfelder her Faserbündel quer durch die Leibeshöhle
ziehen und an der dorsalen Seite des Reetum Anheftung nehmen.
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 63
Sie stehen zur Subcutis in enger Beziehung. Auf eine kurze Strecke
verbinden sie sich durch eine querlaufende Brücke, an deren Enden
beiderseits einige Nervenzellen liegen. Fig.5 g. z.
Der Enddarm hat eine Länge von 0,4 mm. Ohne sich besonders
abzusetzen, beschliesst der Schwanz das sich gleichmässig mehr
und mehr verjüngende Hinterteil des Körpers. Die Länge des
männlichen Schwanzes übertrifft diejenige des weiblichen um etwa
die Hälfte, indem erstere 0,49 mm, letztere 0,33 bis 0,38 mm beträgt.
Das Nervensystem.
Unter dem Centralnervensystem tritt uns wie auch bei den
übrigen Nematoden zunächst ein Faserring entgegen, welcher rings
um den vorderen Teil des Oesophagus verläuft, und mit dem zahl-
reiche Ganglienzellen in Verbindung stehen. Er liegt bei unserer
Filarie kurz vor dem Porus excretorius und zieht sich eine gewisse
Strecke nach vorn. Während der Ring nach vorn den Schlund
eng umschliesst, entfernt er sich nach hinten um einiges von ihm.
An seinem vorderen Ende treten die Submediannerven aus und
es finden sich an ihrem Ursprunge neben einigen grösseren und
mehreren kleineren Ganglienzellen in der Umgebung je eine grosse
bipolare, von welcher ein Fortsatz, wie bei unserem Objekt deutlich
sichtbar, in den Nerven eintritt. In dem Verlauf der Submedian-
nerven zeigen sich ganglionäre Anschwellungen und kleinere Nerven-
zellen, welche mit dicht hinter dem Kopfe gelegenen Ganglienzellen
in Verbindung stehen, von denen, wie man annimmt, Ausläufer zu
den Papillen gehen. Ausser den vier Submediannerven laufen vom
Centralringe aus nach vorn zwei starke Seitenstränge, welche im
inneren Winkel der dorsalen Hälften der Seitenfelder eingebettet
sind und sich bis fast zur Basis der Lippen verfolgen lassen, wo-
selbst wieder eine grössere Ganglienzelle gelegen ist. An ihrem
Ursprunge finden sich viele Ganglienzellen sowohl im Centralnerven-
ringe selbst, wie vor und hinter demselben, die Schneiderschen
Ganglia lateralia.
Nach hinten zweigen vom Ringe die Nerven der Medianlinien
ab, von welchen der Bauchnerv, wie Bütschli (1874) zuerst be-
obachtete, zwei Wurzeln besitzt, die, wie er glaubt, mit den rami
communicantes Schneiders identisch sind. An den Wurzeln beider
Nerven liegen kleinere und grössere Ganglienzellen, von welchen
Ausläufer m sie und in den Üentralring eintreten. Je eine grosse
tripolare Nervenzelle an dem Ursprung von Bauch- und Rücken-
nerv sendet zwei entgegengesetzt gerichtete Fortsätze in den Ring
und einen zum Nerven.
Mehrere Ganglienzellen liegen ferner in der Gefässbrücke; sie
besitzen Ausläufer, welche mit dem Schlundring und mit am inneren
Winkel der Seitenfelder gelegenen Nervenzellen communicieren. Auch
dicht zu beiden Seiten des ver einigten Excretionsgefässes finden
sich bei Filaria Zschokkei grössere und kleinere, meist bipolare
64 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
Ganglienzellen, deren einer Fortsatz peripherwärts, der andere cen-
tralwärts gerichtet ist.
Ventral- und Dorsalnerv, von welchen der erstere stets stärker
entwickelt ist, sind in das Gewebe der Medianlinien eingebettet,
verlaufen bis zur Schwanzspitze und weisen auf ihrem Wege mannig-
fach eingeschaltete Ganglienzellen auf.
Am Uebergang des Mitteldarms in den Enddarm ist die Bauch-
linie besonders stark entwickelt, und treffen wir in ihrem Gewebe
vier mässig grosse Nervenzellen, welche Leuckart bei Ascaris
lumbricoides zuerst beobachtete. Etwas hinter diesen zeigen sich
bei unserer Filarie vier bis fünf einzelne in geringen Zwischen-
räumen hintereinander gelegene, kleine kernhaltige Zellen, die sich
zu feinen Fäden ausziehen und daher ebenfalls als Nervenzellen
anzusprechen sind. Dieselben mögen eine Verbindung zwischen
dem n. ventralis und den nn. bursales herstellen.
Dann begegnen wir in Höhe der Mitte des Enddarms beim
Weibchen im inneren Winkel der Seitenfelder beiderseits acht bis
elf neben- und hintereinander gelagerten, ein- bis mehrpolarigen
Nervenzellen. Sie sind von verschiedener Grösse, kernhaltig und
in fast homogener Grundsubstanz eingebettet, Fig. 5. Einige wenige,
auch unzweifelhafte Ganglienzellen liegen in dem von den seitlichen
Enden der oberen Muskelfelder zur dorsalen Mastdarmwand ziehenden
Gewebe, bezw. an den Enden ihrer Verbindungsbrücke; vergl. die-
selbe Figur.
Das Verhalten der Muskelzellen des Hautschlauches zum
Nervenring ist kurz folgendes: Zu Anfang und zur Seite des letz-
teren sucht nur das Sarcoplasma der mittleren Zellen eines Feldes,
sich zu feinen Streifen ausziehend, centralwärts Verbindung mit dem
Nervenring. Am hinteren Ende desselben aber strebt die Mark-
masse aller Zellen ihm zu, und indem sich der Nervenring auflöst,
scheinen die einzelnen Muskelzellen alle ihre besonderen Nerven-
fasern zu empfangen. Dass, wie vielfach angenommen wird, die
Muskelschicht in Höhe des Nervenringes sich auflösen soll, indem
die Enden derselben mit den Nervenfasern verschmelzen, ist hier
nicht der Fall. Nachdem am Ring eine Verbindung des Sarko-
plasmas mit einer Reihe von Nervenfasern statt gehabt hat, ver-
halten sich die Muskelzellen vor dem Ringe wie jenseits des Ringes
und reichen, wenngleich an Zahl geringer geworden, bis fast zur
Basis der Lippen.
Der Geschlechtsapparat.
a) Die männlichen Organe.
Der männliche Geschlechtsapparat besteht aus einem unpaaren
Schlauche und den Begattungsorganen. Der Schlauch beginnt mit
einem blinden Ende, durchzieht bei einiger Schlängelung seines
Anfangsteiles die Leibeshöhle und mündet auf der ventralen Wand
des Enddarms.
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 65
Den ganzen Schlauch umhüllt eine strukturlose cuticuläre
Membran. Nach Beschaffenheit und Funktion der folgenden Zell-
schicht unterscheiden wir einen Hoden, den samenbereitenden Teil,
und das Vas deferens, den samenausführenden Teil. Das blinde
Ende des Hodens ist von Zellen erfüllt. Weiter abwärts finden wir
eine niedrige, mit oft grossen Kernen versehene Zellschicht, welche
wie die Subeutis als eine zusammenhängende Schicht ohne besondere
Zellgrenzen erscheint. Das Lumen ist von rundlichen, einen Kern
enthaltenden Körperchen, den Spermatozoen, erfüllt. Indem der
Hoden 6 mm vor der Einmündung in die Kloake fast plötzlich sich
auf ein Drittel seines Querschnittes verengt, setzt er sich in das
Vas deferens fort. Der Zellenbelag der verengten Stelle gehört
schon dem letzteren an. Aussen liegt um sie herum ein Ring fein-
faseriger Circulärmuskulatur, welcher wieder von kleinen zellartigen
Gebilden umgeben ist, die infolge von Undeutlichkeit ihre Natur
aber nicht erkennen lassen. Die Zellschicht des Vas deferens be-
steht aus langen, polyedrisch begrenzten, radiärgestellten Zellen, die
alle nahe der Peripherie einen Kern tragen, deren Höhe wechselt
und so dem Lumen auf dem Querschnitt vielfach ein sternförmiges
Aussehen giebt.
Das Vas deferens nimmt nach seinem Ende hin an Durchmeser
ab und ist daselbst von einer schwachen Ringmuskulatur umgeben,
die die Aufgabe hat, das Sperma herauszubefördern. Es führt daher
dieses Endstück, welches in die Kloake mündet, den besonderen
Namen Ductus ejaculatorius.
Zu den Begattungsorganen des Männchens rechnen wir die
die Bursa und die Spicula. Die Bursa, eine bei Filaria Zschokkei
wulstförmig an der seitlichen Begrenzung der Bauchfläche verlaufende
Verdickung der Cuticularschicht, beginnt beiderseits 2!/;, mm vor
der Schwanzspitze und verläuft bis zu dieser herab, ohne sie indessen
zu umfassen. Sie steigt bald zu beträchtlicher Breite an, die kurz
vor der Afteröffnung am grössten ist und 0,64 mm daselbst beträgt.
Die beiderseitigen Flügel der Bursa sind symmetrisch und zunächst
noch getrennt, vereinigen sich aber vor dem After durch eine quer
über die Bauchseite verlaufende Brücke; cf. Fig. 7. Im Schwanze
sind die Flügel wieder getrennt, behalten jedoch bis zur Spitze
desselben eine bedeutende Breite. Vom Beginn der Bursa ab zeigt
die ganze Bauchseite des Männchens scharfe, auf dem Querschnitt
sägezahnartige Längsleisten, deren ich bis 68 zählte; nach hinten
werden sie aber weniger zahlreich.
Die Bauchseite der Bursa ist ferner durch das Tragen mehrerer
Papillen charakterisiert. Beiderseits finden wir vier prä- und zwei
postanale grosse, regelmässig angeordnete, rippenförmige Papillen.
Ihre Pulpa ist lang und mässig breit, und ihre äussere Fläche er-
hebt sich, wie es seltener vorkommt, über die Körperoberfläche.
Vergl. Fig. 7.
Die in derselben Figur wiedergegebene Gestaltung der Bursa-
Arch, £, Naturgesch, Jahrg.1896. Bd.I. H.1. 5
66 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
hälften fand sich bei allen männlichen Filarienexemplaren. Sie muss
also wie bei Ascaris megalocephala, als eine dauernde, nicht
erst bei der Copulation hervorgerufene Wirkung der musculi bursales
angesehen werden.
Gehen wir zu den Spikula über; es sind deren zwei vorhanden,
die von einander sehr verschieden sind. Zunächst übertrifft das
eine Spikulum — 4,7 bis 5,3 mm lang — das andere mehrfach an
Ausdehnung, indem die des letzteren nur 1,8 bis 2mm beträgt.
Während jenes ferner für fast seine ganze Länge eine Breite von
0,0675 mm besitzt, ist dieses allgemein breiter, 0,09 mm in seinem
oberen, 0,067 mm zu Anfang des letzten Drittels. Allmählich sich
ein wenig verjüngend, endet das längere Spikulum spitz, das kürzere
in einem kleinen Knöpfehen. Beide durchzieht eine mit körniger
Substanz erfüllte Höhlung, und um sie herum haben sie eine feste,
aus zwei chitinösen Schichten bestehende Wandung. In dem Bau
des längeren Spikulums finden wir noch eine ihm eigentümliche
Bildung; bei demselben stülpt sich nämlich, während jenes auf dem
Querschnitt rund erscheint, eine Seite nach innen bis zur Verbindung
mit der gegenüberliegenden Wand ein uud stellt so die für die
ausserordentliche Länge dieses Stachels nötige Stütze dar. Im
Anfang desselben deutet sich die Einstülpung nur an und verliert
sich auch an seinem Ende wieder. Es reicht das längere Spikulum
um ein bedeutendes Stück weiter nach vorn als das kürzere, um-
somehr als gewöhlich nur das Endknöpfchen des letzteren aus der
Afteröffnung hervorsieht.
Beide Spikula haben entsprechend lange Scheiden, Einstülpungen
der dorsalen Wand des Enddarms. An ihrem Mastdarmanfang,
woselbst sie innig mit einander verbunden sind, ist die chitinöse
Innenwand desselben mehrfach verdickt. Als Exsertor spie. ist ein
ziemlich starker, jeder Scheide anliegender Belag feinster Längs-
muskelzüge vorhanden, dessen Fasern sich hinter der Scheide fort-
setzen und an der dorsalen Fläche des Schwanzes anheften. Als
Retraktor entspringen muskulöse Elemente von den lateralen Ecken
der rückenwärts gelegenen Muskelfelder und vereinigen sich zu je
zwei Bündeln, welche an dem vorderen Ende der Scheide An-
heftung nehmen, diejenigen des kleineren Spikulums liessen sich
bei der Präparation hübsch isolieren; sie zeigten dieselbe Länge
wie letzteres selbst und je eine mittlere Breite von 0,09 mm.
b. Die weiblichen Geschlechtsorgane.
Wir unterscheiden Vagina, Uterus, Tube und Eierstock.
Der Eingang in die Vagina, die Vulva, stellt einen Querspalt
dar, welcher 8 mm, also ein Viertel der Körperlänge, vom Kopf-
ende entfernt liegt. Nur um ein Geringes ist die Umgebung der-
selben verdickt. Vom Rande der Vulva entspringen zum Zweck,
dieselbe zu erweitern, quergestreifte Muskelfasern, die fast radien-
förmig ausstrahlend, sich an den Rand der Seitenfelder heften, wie
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 67
sie bereits bei Filaria papillosa (Schneider 1866) bekannt
wurden.
Die Vagina ist 2!/,;, mm lang. Innen ist sie von einer etwas
wellenförmig verlaufenden homogenen Schicht ausgekleidet, die in
der Vulva mit der äusseren Hautschicht zusammenhängt. Jener
folgt ein dünner, feinkörniger, der Submucosa entsprechender Belag.
Um diesen liegt eine äusserst starke Muskellage, bestehend aus
einer inneren, in die Umgebung einstrahlenden Radiärmuskelschicht
(Fig. 9), wie sie bei Filarien wohl noch nicht beobachtet wurde,
und einer stärkeren äusseren Ringfaserschicht. Das Nichtvor-
handensein deutlicher Längsfasern erklärt die Kürze der Vagina.
Das nun folgende Uterusrohr ist die unmittelbare Fortsetzung
der Vagina und daher ein zunächst unpaarer Stamm. Derselbe
verläuft in einigen geringen Windungen oder gelegentlich mit einer
Schlingenbildung nach hinten und teilt sich in zwei gleiche Aeste,
von welchem der eine weiterhin schwanzwärts gerichtet bleibt, der
andere zu entgegengesetztem Lauf umkehrt. In das innere ovale
bis runde Lumen ragen kleine zottenartige Vorsprünge, sodass
dieses ein sternförmiges Aussehen bekommen kann. Die Radiär-
faserschicht verschwindet und nahe der Peripherie der noch breiten
Kreisfaserschicht verlaufen Längsmuskelfasern, die oft zu dicken
Bündeln zusammentreten. Nach hinten nimmt die ganze Muskel-
schicht des Uterus allmählich mehr und mehr ab. Seine innere
Auskleidung ist Plattenepithel. Die Uterusäste, in welche sich, wie
wir sahen, der unpaare Stamm teilt, gehen ohne scharfe Grenze
in die Tuben über, indem die Muskelschicht ihr Ende erreicht. Die
zottenartigen Vorsprünge verlieren sich, und die Zellschicht besteht
hier aus langgestreckten, polyedrisch begrenzten und etwas dunkel
pigmentierten Zellen. In Uterus und Tuben findet sich mitunter ein
sulziges Sekret.
Die Tuben führen in weite langgestreckte, dünnwandige Ovarien,
welche von Eiern wie vollgestopft, in unregelmässigen Windungen
die Leibeshöhle zur Seite des Mitteldarmes erfüllen. Der Eierstock
zeigt gelegentlich Einschnürungen, ohne dass indessen muskulöse
Elemente zu Tage treten.
Nach ihrem blinden Ende hin nehmen die Ovarialschläuche an
Durchmesser ab, und das der glashellen, strukturlosen Membran
aufliegende Epithel zeigt sich verschieden nüanziert. Im Grunde
zunächst, wo es sich in die die Eizellen bildende Substanz fortsetzt,
liegt ein grosser Zellkern mit Kernkörperchen inmitten einer hellen
feingekörnten Protoplasmamasse, dann mehr peripher eine Anhäufung
kleiner runder Zellkerne. Die im Centrum freie Protoplasmasubstanz
setzt sich in die Rhachis fort, bei welcher sie sich um die regel-
mässig gelagerten Kerne derart abgrenzt, dass eylinderförmige Zellen
entstehen, die um die Spindel radiär angeordnet sind. Indem aber
die Kerne in verschiedenem Abstande von der Rhachis stehen, und
die Protoplasmastiele, welche sie mit dieser verbinden, nicht alle
Hr
68 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
gleich lang sind, bekommt das ganze Gebilde ein traubenartiges
Aussehen. Die Zellen schnüren sich später ab und werden zu den
Eizellen, welche, zunächst noch hüllenlos, sich bald mit einer
Membran umgeben. Die sich aus ihnen entwickelnden Eier haben
durch die gegenseitige Abplattung eine noch nicht ganz regelmässige
Gestalt. Mit dem weiteren Wachstum treten die feineren und
gröberen Dotterkörnchen auf, und die Gestalt der Eier wird eine
ellipsoide.. Nach der Befruchtung sammeln sich die Dotterkörner
in der Mitte, und die äussere Schicht wird eine vorzugsweise hyaline.
Gleichzeitig beginnt die äussere Membran zu wachsen, um die
Schalengebilde zu producieren. Die reifen Eier unseres Nematoden,
deren Länge 0,043 mm und deren Breite 0,023 bis 0,024 mm beträgt,
sind, wie die meisten der Filarien, dickschalig und zeigen eine
interessante, ihnen eigentümliche Bildung, dieselbe gehört, indem
die reife Eischale aus mehreren Schichten besteht, der äusseren an.
An den Seiten des Eies bleibt die Schale von gleicher Dicke und
ohne besondere Zeichnung. An den Polen aber wirft sie sich
plötzlich zu einem rings herumlaufenden Walle von doppelter Höhe
auf und überkleidet dann die Polenden der tonnenförmigen Eier
mit nur einer dünnen Schicht, sodass hier leichte, aber geschützte
Ausgangspforten für den Embryo geschaffen sind. Fig. 19 bringt
einige Abbildungen derselben.
Fassen wir die Hauptcharacteristica unserer Filarie kurz zu-
sammen, so stellen sie sich als folgende dar: Länge des Männchens
21 mm (19—24), Breite 1,1 mm. Länge des Weibchens 32 mm
(25—35), Breite 1,3 mm. Bursa des Männchens stark entwickelt,
2!1/, mm lang, 0,64 mm breit, mit 4 prä- und 2 postanalen grossen
rippenförmigen Papillen. Bauchseite des Männchens trägt hinten
bis 65 scharfe Längskanten. Schwanz des Weibchens gerade und
0,32 bis 0,38 mm lang. Muskelzellen des Hautschlauches deutlich,
zu mehr als 100 auf einem Querschnitt durch die Körpermitte.
Vier deutliche Lippen, von welchen die lateralen die stärkeren. Im
Grunde der Mundhöhle zwei mediane Zähne. Ein Vestibulum.
Länge des Oesophagus ein Fünftel der Körperlänge; ein Bulbus
desselben nicht vorhanden. Spikula nach Grösse und Gestaltung
sehr ungleich. Länge derselben 4,7”—5,3 mm, bezw. 1,8—2 mm.
Vulva 8mm, ein Viertel der Körperlänge, vom Kopfende entfernt.
Ein langes nach hinten verlaufendes, unpaares Geschlechtsrohr teilt
sich in zwei entgegengesetzt gerichtete Aeste. Die Eier besitzen
eigentümliche Fassform, 0,043 mm lang, 0,023 mm breit.
In der Litteratur fand ich keine Filaria bezeichnet, welcher
die beschriebene gleichzustellen wäre. Zeigen die Schneiderschen
Filaria megastoma (equi), Fil. microstoma (equi), Fil. sangui-
nolenta (Canis lup., C. famil.) auch hie und da Aehnlichkeit, so
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 69
können sie doch auf Grund eingreifender Verschiedenheiten nicht
als eine verwandte Art bezeichnet werden.
Zur Erinnerung an meinen hochverehrten Lehrer Herrn Pro-
fessor Dr. Zschokke legte ich der neuen Filaria den Namen „Filaria
Zehokkei n. sp.“ bei.
Strongylus costatus n. sp.
Unter diesem Namen folgt die Beschreibung eines zweiten
neuen, auch bei Manis pentadactyla parasitierenden Nematoden.
Es ist ein runder fadenförmiger Wurm von schmutzig-weisser
Farbe. Der Körper beider Geschlechter zeigt manche unregelmässige
Krümmungen und Windungen. Mit unbewaffnetem Auge sind
Männchen und Weibchen, so verschieden sie auch sind, nicht zu
unterscheiden. Die Menge, in der die Weibchen vorkommen, ver-
hält sich zu derjenigen der Männchen wie 2:1. Die Länge der im
allgemeinen etwas grösseren Weibchen beträgt 10,5 bis 11,7 mm
bei einer durchschnittlichen Breite von 0,11 bis 0,14 mm ohne
Seitenmembran. Die Männchen sind 9,2 bis 1O mm lang und haben
eine Breite von 0,08 bis 0,l mm. Sie bleibt fast für die ganze
Länge des Tieres dieselbe. Sein Kopfende verjüngt sich allmählich,
das Schwanzende des Weibchens von der halben Höhe des End-
darms ab schneller, spitzt sich aber nicht zu, sondern rundet sich
plötzlich stumpf ab. Am äussersten Ende steht eine fadenförmige
Papille. Fig. 17. Das Schwanzende des Männchens dagegen be-
hält die Körperbreite und wird von einer starken Bursa, welche
weiter unten näher beschrieben wird, umfasst.
Die Haut auch dieses Nematoden besteht aus mehreren Lagen,
deren unterste die der gekreuzten Fasern sind. Stellenweise nimmt
sie einen unregelmässigen, schwach wellenförmigen Verlauf. Wirkliche
Ringelung der äussersten Schicht besteht nicht, sondern wird nur
auf den ersten Blick vorgetäuscht, denn die Haut zeigt im Flächen-
anblick eine regelmässige dichtgedrängte, feine Querstreifung, während
die äusserste Schicht aber glatt ist.
Auf ihr verlaufen namentlich über Bauch- und Rückenfläche
ca. 26 parallele Längskanten, die sich auf dem Querschnitt als
feine spitze, sägezahnartige Hervorragungen der äussersten Schicht
erweisen, seitwärts aber nahe den Seitenmembranen verschwinden.
Diese letzteren sind durch besondere Vorsprünge, starke Dupli-
katuren der Cuticula ausgezeichnet, die durchschnittlich 0,02 mm
breit, zu beiden Seiten des Körpers in der Längsrichtung verlaufen
und auf dem Querschnitt eine T-ähnliche Figur ergeben, indem
ihr äusserer Winkel sich nach zwei entgegengesetzten Richtungen
auszieht, Fig. 19. Die Seitenmembranen, welche auch auch an
jener oben erwähnten, der Öutis eigentümlichen Querstreifung teil-
70 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
nehmen, erstrecken sich fast längs des ganzen Körpers hin. Nahe
dem Vorderende zeigen sie eine Unterbrechung, d.h. sie beginnen
sogleich am Kopfe breit, nehmen nach einiger Strecke ab und ver-
schwinden schliesslich ganz, um sich kurz darauf wieder zu der-
selben Breite zu erheben und bis zur Schwanzspitze zu verlaufen.
Beim Männchen gehen sie daselbst, wie schon erwähnt, in eine
grosse Bursa über. Querschnitte des Kopfteiles der Seitenmembran
(cf. Fig. 16) zeigen die T-ähnliche Form nicht, indem sie vielmehr
nur blattförmig sind.
In der Mitte des breit abgerundeten äussersten Schwanzendes
des Weibchens steht eine dünne, 0,015 mm lange, sich spitz aus-
ziehende fadenartige Papille.. Fig. 17.
Die feinkörnige Subcuticula stellt beim erwachsenen Tier eine
sehr dünne Schicht dar und ist nur an den Seiten- und Median-
linien stärker entwickelt. Bei den ersteren wulstet sie sich kreis-
segmentartig in die Leibeshöhle vor, während die Medianlinien viel
geringer ausgebildet sind. Sekundäre Längslinien fehlen. Durch
die Mitte der Seitenfelder verlaufen die Gefässe, die sich an ihrem
vorderen Ende zu einem vereinigen und im Excretionsporus nach
aussen münden. Derselbe liest 0,03 mm vom Kopfende entfernt
und hat in seiner nächsten Nachbarschaft einige kleine Papillen.
Die Muskulatur des Hautschlauches unseres Strongylus ist
ziemlich schwach entwickelt, durch die Seiten- und Medianlinien in
vier Felder geschieden. Der contractile Teil ordnet sich zu in der
Längsrichtung verlaufenden Fibrillen an und trägt über seinen
Elementen innenwärts eine Plasmadecke.
Der Kopf des Wurms ist klein und nur schwach abgesetzt,
ohne bemerkbare Lippen oder Papillen. Schneider (1866) giebt
an, dass alle mit vielen Längskanten versehenen Species sich gleich-
zeitig durch die Kleinheit ihrer Mundteile auszeichnen, einen Satz,
den ich bei unserem Strongylus bestätigt finde Die runde Mund-
öffnung liegt central und senkrecht zur Längsachse.
Der sich an einen chitinösen Mundring anschliessende, nach
hinten im Durchmesser ein wenig zunehmende muskulöse Oeso-
phagus ist kurz, d.h. nur 0,5 mm lang und geht in den Mitteldarm
über, ohne zuvor eine bulbusähnliche Anschwellung zu bilden. Zu-
weilen nimmt jener einen ziemlich stark geschlängelten Verlauf.
0,23 mm von der vorderen Begrenzung des Kopfes entfernt, umgiebt
ihn der Nervenring.
Den Mitteldarm bildet eine einfache Schicht etwas verschieden
langer, centralwärts gerichteter, polyedrischer Zellen, die einer
chitinösen Tunica propria aufsitzen. Er durchzieht ohne wesentliche
Schlängelung und bei fast gleich bleibender Breite, die einem
Fünftel der queren Ausdehnung des Körpers entspricht, die Leibes-
höhle, um in den 0,06 mm langen Enddarm überzugehen. Dieser
führt beim Weibchen durch die 0,11 bis 0,12 mm vor der Schwanz-
spitze gelegene Afteröffnung nach aussen. Das Männchen aber
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). A
besitzt eine Kloake, d. h. das Endstück des Darmes nimmt Faeces
und männliche Geschlechtsprodukte auf, um sie bauchwärts an der
Basis der Bursa nach aussen zu befördern.
Der nur 0,2 mm lange Ductus ejaculatorius mündet nahe am
After, sodass die Kloake nur eine unbedeutende ist. Die sehr weite
Samenblase ist fast Imm lang. Der Hoden durchzieht als unpaares
Rohr in zunächst fast gestrecktem Lauf die Leibeshöhle bis ungefähr
lmm vom Kopfende entfernt, wo er wieder nach hinten umkehrt,
um an Durchmesser stetig abnehmend nach mehreren Windungen
blind zu endigen.
Als Begattungsorgane des Männchens treten uns die Bursa und
zwei Spikula entgegen. Seitlich etwas abgeflacht, im übrigen fast
so breit wie lang — die Länge beträgt 0,12 bis 0,14 mm, die Breite
0,11 bis 0,13 mm — umfasst sie das Schwanzende und ist ge-
schlossen. Jederseits wird die glockenförmige Bursa von fünf
grösseren Rippen, deren Anordnung Fig. 14 wiedergiebt, gestützt.
Die meisten von ihnen scheinen eine Papille zu tragen, indem sie
in einer kolben- oder bläschenartigen Hervorragung enden. Eine
kleinere Rippe scheint noch vor und seitlich von dem After zu
stehen.
Die beiden gleichgestalteten Spicula sind kurz und kräftig und
mit einer einfachen, inneren Höhlung versehen; sie sind 0,15 mm
lang bei einer Breite von 0,02 mm. Gegen ihr Ende hin sich ver-
jüngend, laufen sie in ein Widerhäkchen aus. Cf. Fig. 18. An den
Grund ihrer Scheiden heften sich zwei starke von vorn und der
dorsalen Körperwand entspringende Muskelbündel, die muse. retrac-
tores spic,, welche etwa zwei Dritteln der Länge der Spikula gleich-
kommen.
Die Vulva, deren Ränder sich zu kleinen Lippen hervorwölben,
umschliesst einen senkrecht zur Längsachse stehenden Querspalt
von 0,04 mm. Derselbe liegt genau 2 mm vom Schwanzende ent-
fernt und wird in der Ruhe geschlossen gehalten. Die sich an-
schliessende, mit Muskulatur versehene Vagina ist nur äusserst kurz,
denn sie führt sogleich in einen länglich runden Sack, in welchen
zwei in entgegengesetzter Richtung verlaufende Uterusäste einmünden.
Der nach hinten wie der nach vorn verlaufende dieser Gänge ist
mit hintereinandergereihten, grossen Eiern erfüllt. Sie nehmen
beide die Hälfte der Leibesbreite ein und zeigen nach einer Länge
von 0,3 bis 0,4 mm und einer vorhergehenden geringen Einschnürung
eine kugelige Anschwellung, die als receptaculum seminis dient.
Bis zu dieser lässt sich an den Uterusästen ein im allgemeinen
ziemlich starker Muskelbalg verfolgen.
Die Fortsetzung der Geschlechtsröhren, die auf der anderen
Seite in jenes receptaculum einmündende Tube ist ohne Muskulatur
und setzt sich nach einer Länge von 2mm unter Erweiterung in
die langen Ovarialschläuche fort. Der aus dem sogleich nach vorn
12 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
gerichteten Uterusast hervorgehende Eischlauch verläuft beinahe bis
zum Darmanfang, wo er umkehrt; der andere, nach hinten sich
erstreckende wendet sich zu Anfang des Enddarms nach vorn und
verläuft von da ab geschlängelt.
Die Grösse der Eier bewirkt es, dass sie sich in den unteren
Abschnitten der Geschlechtsröhre bis noch z. T. in das Ovarium
hinein hintereinander anordnen. Das reife Ei hat eine Länge von
von 0,072 bis 0,076 mm, eine Breite von 0,037 bis 0,043 mm, ist
oval und besitzt eine harte Schale ohne besondere Skulpturen.
Ausser bei unserem Strongylus finden sich jene genannten
Längsleisten bei Strong. contortus der Schafe, Str. retortae-
formis Bremser und Str. strigosus Duj. der Hasen, Str.
ventricosus aus Bos und Cervus, Str. Filaria und filicollis
aus Ovis und Capra, Str. subventricosus aus Rana cornuta,
Str. invaginatus aus Coluber, Str. auricularis der Frösche
und Str. blasii n. sp. (v. Linstow). Zwischen allen diesen und
dem hier beschriebenen Strongylus stellen sich bei einer Ver-
gleichung zu grosse Unterschiede heraus, als dass er sich mit einem
derselben identifizieren liesse. Dasselbe gilt von einigen, welche einen
ähnlichen Bau der Bursa zeigen, nämlich von Str. dentatus aus
Sus und Dicotyles, Str. inflatus aus Bos und Str. venulosus
aus Uapra.
Filaria Sarasinorum n. sp.
Diese Filarie lebt im Darm von Stenops gracilis. Sie
charakterisiert sich äusserlich als einen cylindrischen Wurm von
weissgelblicher Färbung. Die Männchen waren hier, wie es bei
Nematoden nur selten der Fall ist, den Weibchen gegenüber in stark
überwiegender Anzahl vorhanden, entsprechend dem Verhältnis 9:4.
Die letzteren zeichnen sich vor den ersteren makroskopisch durch
ihre bedeutende Grösse aus. Eine spiralige Aufrollung des männ-
lichen Schwanzendes ist nicht vorhanden; er verläuft stets gerade.
Die Länge der Männchen beträgt 7,5 bis 8,5 mm, ihre Breite 0,45
bis 0,52 mm, die Länge der Weibchen 10 bis 11,25 mm, ihre Breite
0,57 bis 0,7 mm.
Anfangs sich nur allmählich verjüngend, nimmt das männliche
Schwanzende jenseits des Afters schnell an Breite ab und ist sehr
bald in eine feine Spitze ausgezogen. Der After, aus dem zwei
Spikula hervorragen, liegt mithin letzterer sehr nahe, d.h. nur
!/,mm von ihr entfernt. Die Bursa trägt vier Paar prä- und sechs
Paar postanaler Papillen.
Das weibliche Schwanzende, dessen Querschnitt mehr allmählich
kleiner wird, endigt ebenfalls mit einer feinen Spitze, von der °/, mm
entfernt der Anus liegt.
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 73
Die Haut.
Die Haut dieser Filarie ist glatt. Auf ihrer äussersten Schicht
besitzt die fast glashelle Cuticula vereinzelt jene dunklen punkt-
förmigen Zeichnungen mit einem helleren Centrum, wie sie der
schon oben beschriebenen Filarie eigen sind. Hier indessen reihen
sie sich nicht wie dort zu grösseren Gebilden aneinander. Infolge des
konservierenden Alkohols erscheint die Cutis hie und da unregel-
mässig eingezogen. Bei scharfer Vergrösserung wird durch das
Auftreten paralleler Linien eine feine Querstreifung desselben sichtbar,
welche verrät, dass sie wieder aus einer Reihe verschiedenster
Schichten zusammengesetzt ist.
Die Dicke der Haut bleibt vom Kopf- bis zum Schwanzende
dieselbe. Von dort bis zur Höhe des Oesophagusendes erheben
sich beiderseits breite, flügelartige Seitenmembranen, welche vorn
sehr bald bis zu einer Höhe von 0,08 mm ansteigen, hinten jedoch
allmählich schmäler werden. Cf. Fig. 20. Auf dem Querschnitt
haben sie eine gleichseitig dreieckige Gestalt, deren äussere freie
Spitze dorsalwärts geneigt ist. (Vergl. Fig. 22.)
Nicht gleich regelmässig und ungleich stark entwickelt finden
sich mitunter einige blasige Abhebungen der Cutis in der After-
gegend, abgesehen von einer, der wir nahe dem Excretionsporus
begegnen
Die Subeutis verhält sich im allgemeinen wie bei Fil.
Zschokkei. Die Medianlinien sind mässig stark entwickelt, die
viel beträchtlicheren Seitenlinien denjenigen der genannten Filarie
ähnlich, erreichen indessen deren Grösse nicht ganz. In den Hälften
derselben, deren gegenseitige Grenze sich mitunter verwischt, zeigt
sich in der Regel nur nahe der Basis je ein grosser Kern mit
vielen Kernkörperchen.
Das beiderseitige, im Schwanz beginnende Excretionsgefäss
nimmt den bekannten Verlauf, und beide münden nach Vereinigung
als ein einheitlicher Kanal nahe dem Kopfe in der Medianlinie des
Bauches nach aussen. Jenes ist hier allgemein ein feineres, als
wir es bei Fil. Zschokkei antreffen, und in seiner nächsten Um-
gebung in den Seitenfeldern treten vielfach jene gelbbraunen
Körperchen auf, denen wir schon häufiger in inneren Organen be-
gegneten,
Die Hautmuskelschicht.
Wir haben einen Polymyarier vor uns. Die durch die vier
Längslinien getrennten Muskelfelder weisen auf einem Querschnitt
durch die mittlere Leibesgegend je circa fünfzehn einzelne Muskel-
elemente auf, welche im allgemeinen sehr stark ausgebildet sind.
Der kontraktile Anteil setzt sich wieder zu langen Fibrillen zu-
74 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
sammen, welche sich nach vorn bis 0,17 mm von der äussersten
Kopfgrenze erstrecken, an Zahl nach den Kopfenden hin geringer
werden.
Die Gestalt der quergeschnittenen Muskelzellen ist eine ähnliche
wie die der Fil.Zschokkei. In dem dreieckigen Ausschnitt zwischen
den beiden Querfortsätzen lagert das Protoplasma, das mehr oder
weniger mit einander in Verbindung steht und am Schlundring mit
abgehenden Nervenfäden Anastomosen eingeht.
Der Verdauungstraktus.
An dem abgestumpften Kopfende finden wir eine fast runde,
central gelegene und etwas bauchwärts gerichtete Mundöffnung, die
einer deutlichen Lippenbildung entbehrt. Auf der Aussenfläche
machen sich nur Andeutungen von vier Lippen bemerkbar, sich in
einer rings um das Kopfende herumlaufenden, schwachen Krause
verlierend. Nahe der vorderen Begrenzung desselben stehen vier
grosse rippenförmige Papillen, die den submedianen der Filarien
mit deutlicher Lippenbildung entsprechen.
Nach innen setzt sich die Mundhöhle in einen 0,057 mm langen
und 0,025 mm im Durchmesser betragenden chitinösen Mundring
fort, der als ein kurzes Vestibulum aufzufassen ist.
An jenen reiht sich der Oesophagus mit seiner äusseren dünn-
wandigen Chitinhülle, seiner mittleren breiten Muskularis und
seiner inneren, das Lumen abschliessenden, starken, chitinösen
Auskleidung an. Seine Länge ist etwa 1,4 mm, gleich einem
Sechstel der Körperlänge und verläuft mit geringer Schlängelung.
Fig. 20.
Das Lumen lässt stets die typische dreieckige Gestalt hervor-
treten und erhält je nach Gestaltung der Dreiecksseiten eine oft
interessante Form, welche z.B. die Figuren 10 bis 15 veranschaulichen.
In Fig. 12 sehen wir die Mitten der Dreiecksseiten verdickt, und
nach Figur 13 beginnen sie ein zunächst dünnes chitinöses Blatt
abzuspalten; in dem sich nun bildenden Hohlraum erscheint eine
schwach granulierte Masse. Nachdem sich das äussere Blatt mehr
und mehr verdickt hat, tritt allmählich von den äusseren Dreiecks-
winkeln her eine vollständige Abspaltung von ihm ein, so dass wir
nun drei freie, in das Oesophaguslumen hineinragende Chitinzapfen
oder Zähne haben. Diese, welche sich in einem starken Bulbus
des Oesophagus befinden, besitzen eine dicke, aus zahlreichen
Lamellen bestehende, chitinöse Wandung und eine grosse Pulpahöhle.
Die Lamellen erscheinen auf dem Querschnitt der Zähne als zahlreiche
regelmässige, über einander gelagerte Streifen, wie sie in Figur 14
angedeutet sind. In dem kurzen Endstück des Schlundes nimmt
die innere Wand den in Figur 15 aufgezeichneten Verlauf.
Die Muskularis besteht vorwiegend aus einer feinen Radiär-
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 18
faserschicht, die in den einzelnen Abschnitten des Oesophagus
ziemlich dieselbe bleibt. Fine Anordnung der Fasern zu gröberen
Bündeln in dem hinteren Teile desselben, wie bei Fil. Zschokkei,
liegt nicht vor, wie auch der Uebergang der vorderen helleren
Partie zur hinteren dunkleren weniger sinnfällig ist. Gleichzeitig
konstatieren wir ein nur spärliches Auftreten jener zerstreut ge-
legenen, gelbbraunen Körnchen in der letzteren; und die hierselbst
verlaufenden Längsfasern nahe der Peripherie erscheinen weniger
deutlich.
In der hellen Grundsubstanz der Maschen finden wir vereinzelte
Kerne. In der bulbusähnlichen Anschwellung des Oesophagus, wo
sie reicher vertreten ist, erscheinen in ihr zahlreiche grosse Kerne,
die ein oder mehrere Kernkörperchen enthalten.
Den Mitten der beiden ventralen Dreiecksseiten gegenüber
liegen feine, helle gefässähnliche Bildungen, welche in körnige Um-
gebung vielfach eingebettet, sich eine Strecke weit verfolgen lassen,
bei denen aber Lumen und Ausführungsgang nicht hervortreten.
Sie können daher als Drüsen kaum gedeutet werden, wie deren
im Gewebe des Schlundes dorsalwärts gelegene von Schneider
(1866) und neuerdings genauer von Hamman (1893) beschrieben
worden sind.
Der Uebergang des Oesophagus in das Darmrohr findet in der-
selben Weise statt wie bei Fil. Zschokkei, wenngleich die daselbst
frei ins Darlumen ragenden drei Endzapfen des ersteren hier nicht
gebildet sind, was durch das Vorhandensein der drei Zähne im
Schlundbulbus bedingt sein mag, während bei Fil. Zschokkei jene
die Funktion dieser zu übernehmen bestimmt sind.
Die Parenchymschicht des Mitteldarms zeigt wenig Veränderung.
Die an Basis und Ende fast gleich breiten, polyedrisch begrenzten
Zellen haben jede einen grossen hellen Kern, welcher im Centrum
ein grösseres und an der Peripherie viele etwas kleinere Kern-
körperchen trägt. Die die Zellschicht aussen umhüllende Basal-
membran stellt sich als eine sehr feine homogene dar, und die das
meist sternförmige Lumen begrenzende Stäbchenschicht ist hier all-
gemein sehr hoch, sie erscheint namentlich in dem vorderen Ab-
schnitt als ein hoher Flimmerbelag, durch welchen sich die hellen
Grenzen der Parenchymschicht hindurchziehen. Diese Modifikation
der Stäbchenschicht finden wir indessen nicht durch den ganzen
Mitteldarm so deutlich; mit dem Abnehmen der Höhe der Schicht
schwindet sie und erscheint eine Strecke weit vor dem Enddarm
nur noch als eine dünne, helle Membran.
An der Uebergangsstelle zwischen Mittel- und Enddarm, der,
wie bereits erwähnt, beim Männchen !/, mm, beim Weibchen °/, mm
vor der Schwanzspitze mündet, liegt zu beiden Seiten ein kurzes
strangförmiges und fein granuliertes drüsiges Gebilde, das mit
einem centralen Lumen versehen ist. Eine wahrnehmbare Aus-
76 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
mündung etwa in den Darm besteht nicht. Eine kurze Strecke
ferner vor Beginn des Mastdarms streben beim Männchen von den
beiden Ecken der ventralen Muskelfelder faserige Züge subeutanen
Gewebes einander zu und durchziehen beiderseits in breiten Streifen
quer die Leibeshöhle, während sie sich zu Beginn des Enddarms
wieder verlieren.
Das Nervensystem.
Der als Centralorgan den vorderen Teil des Schlundes um-
gebende Nervenring bleibt in gewissem Abstande von demselben
entfernt, liegt kurz vor dem Excretionsporus und erweist sich als
aus Circularfasern und ganglionären Elementen zusammengesetzt.
Viele ein- und mehrpolarige Ganglienzellen von verschiedener Grösse
treten in ihm auf und finden sich vornehmlich an den Wurzeln der
austretenden Nerven, wie deren- auch in den Lauf dieser ein-
geschaltet sind. Da im übrigen keine Besonderheiten hervortreten,
so soll auf eine weitere Beschreibung des Nervensystems nicht ein-
gegangen werden.
Die Geschlechtsorgane.
a) Der männliche Apparat.
Der die männlichen Geschlechtsorgane darstellende lange unpaare
Schlauch verläuft bis auf etwa ein Viertel der Körperlänge vom
Kopf entfernt nach vorn, wendet um und endet, an Durchmesser
abnehmend, nach mehreren kleinen Schlängelungen blind. Eine
einzige Zellschicht, welche aussen von einer strukturlosen Membran
begrenzt ist, stellt die Wandung des Schlauches dar. In dem
oberen Abschnitte, dem Hoden, besteht der innere Belag aus einer
gleichmässigen, granulierten Substanz, in welcher Kerne ein-
gebettet sind.
Ohne eine äusserlich wahrnehmbare Absetzung geht der Hoden
in das Vas deferens über, dessen Epithel aus polyedrisch begrenzten
Zellen zusammengesetzt ist. Wie bei Filaria papillosa werden
diese gegen den Hoden hin niedriger, während einzelne stärker mit
halbkugelförmiger Wölbung ins Innere vorragen. Das Vas deferens
lagert sich bald ventralwärts vom Mastdarm und nimmt nach hinten
allmählich an Durchmesser ab. Da an seinem Ende eine dieselbe
umgebende Muskelschicht nicht hervortritt, können wir einen Ductus
ejaculatorius nicht unterscheiden.
Die Bursa ist mässig stark ausgebildet und beginnt beiderseits
in Höhe der Mitte des Enddarms. Ihre grösste Breite hat sie kurz
vor dem After, die dort je 0,027 mm, '/, der Leibesbreite beträgt.
Dorsalwärts steigt sie allmählich an, während sie bauchwärts
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 77
schneller abfällt. Sie trägt vier Paar prä- und sechs Paar postanale
Papillen, deren regelmässige Anordnung und Entfernung von ein-
ander in Fig. 21 aufgezeichnet sind. Je mehr sich die Papillen des
Schwanzes der Spitze desselben nähern, nehmen sie an Grösse ab.
Die beiden Spikula sind sowohl in Bezug auf ihre Länge wie
auf ihre Gestalt gleich und ragen auch beide gleich weit, bis 0,68 mm
aus dem Anus hervor. Die Gesamtlänge jedes Spikulums beträgt
21/;, mm, die Breite 0,016 mm. Es ist auf dem Querschnitt rund
bis länglich rund und stellt ein Rohr dar, dessen innere Höhlung
bis fast zur Spitze verläuft. Für etwa drei Viertel ihrer Länge
finden wir bei beiden einen, wie bei Fil. Zschokkei als Stütz-
gebilde durch die Höhlung ziehenden Querbalken. Anfangs seitlich
und etwas dorsalwärts vom Enddarm gelegen, nähern sie sich all-
mählich einander, um gemeinsam durch die Mitte der dorsalen
Wand der Kloake zu treten. Das aus dem After hervorsehende
Stück beider zeigt geringe Schlängelung. Vergl. Fig. 21. Die
hintere Wand der an der Kloake verwachsenen Scheiden ist wiederum
stark chitinös verdickt. An die vordere Fläche des Grundes der
letzteren heften sich die gleich langen mm. retractores spiculorum.
Während eine Ungleichheit der Spikula ein Hauptmerkmal der
Gattung Filaria ist, konstatierte doch v. Linstow (1879) schon bei einer
in den Bronchien von Cercopithecus mona lebenden Filarie:
Fil. ascaroides n. sp. eine Gleichheit derselben.
b) Die weiblichen Organe.
Der weibliche Geschlechtsapparat mündet bauchwärts genau in
der Körpermitte nach aussen. Die Oeffnung ist eine rundliche und
wird von einer Kreismuskelschicht geschlossen gehalten. Die Va-
gina, welche sehr lang ist und in Schlängelungen verläuft, hat auf
der inneren homogenen Schicht der Vagina einen feinkörnigen
Belag mit wenigen zerstreut gelegenen Kernen. Die um ihn
circulierende Muskelschicht, welche bei weitem nicht so stark ent-
wickelt ist als bei Fil. Zschokkei, setzt sich aus Längs- und
Ringmuskelschicht zusammen. Die innerste Schicht, anfangs glatt,
bekommt später Höcker, an deren Bildung wie bei Fil. obtusa sich
nur °die Kreisschicht beteiligt. Sie gleichen den zottenförmigen
Epithelien, mit welchen Uterus und Tube ausgekleidet sind. Eine
scharf bezeichnete Grenze zwischen Vagina und Uterus ist nicht
vorhanden.
Der Uterus teilt sich in zwei Aeste, von welchen der eine sich
bald nach vorn wendet. Die kleinen zottenförmigen Vorsprünge
des einschichtigen Epithels verschwinden in der Tube allmählich,
und die Zellschicht in dieser ist dunkler pigmentiert. Indem die
polyedrischen Zellen an Höhe mehr und mehr abnehmen, und sich
ihre Begrenzungen verlieren, geht die Tube in das Ovarium über,
dessen Lumen ein weiteres wird.
78 Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
Die Geschlechtsröhren erstrecken sich vorn bis fast zum Oeso-
phagus, hinten bis über den After hinaus und erfüllen ausser dem
Darm die ganze Breite der Leibeshöhle.
Die reifen Eier haben eine ovale Gestalt, indem ihre Länge
die Breite um weniges übertrifft. Erstere beträgt 0,081 mm, letztere
0,065 mm. Die Eier, welche im Innern die Gestalt des Embryo
erkennen lassen, besitzen eine mässig dicke Schale, die keine be-
sonderen Skulpturen aufweist.
Die Hauptmerkmale der Filaria Sarasinorum sind demnach
folgende:
Länge der Männchen 8 mm, ihre Breite !/;, mm; Länge der
Weibchen 10 bis 10!/, mm, deren Breite 0,7 mm. Zahlen-
verhältnis über das Vorhandensein der Männchen zu den Weibchen
seltener Weise 2:1. Schwanz des ersteren '/), mm, derjenige
der letzteren ?/, mm lang. Bursa mit vier prä- und sechs
postanalen regelmässig angeordneten, rippenförmigen Papillen-
paaren. Haut glatt ohne Ringelung. Am Kopfende für Y, der
Körperlänge, 1,4 mm, Seitenmembranen vorhanden, deren Höhe
0,08 mm. Polymyarier und Coelomyarier, ca. 60 getrennte Muskel-
elemente auf einem Querschnitt durch die Körpermitte. Ohne
deutliche Lippenbildung, Andeutung von vier Lippen. Mundring.
Oesophagus 1,4 mm lang; Bulbus desselben mit drei starken Chitin-
zähnen. Zwei in Grösse, Gestalt und Bau gleiche Spikula, Länge
derselben 2'!/,;, mm. Vulva genau in der Körpermitte; langes un-
paares Geschlechtsrohr, nach hinten verlaufend, teilt sich daselbst
in zwei entgegengesetzt gerichtete Uterusäste. Die ovalen hart-
schaligen Eier sind ohne besondere Zeichnung, 0,081 mm lang und
0,065 mm breit.
Zweifellos haben wir eine Filaria vor uns. Der gleichfalls mit
zwei gleichen Spikula ausgerüsteten Filaria ascaroides n. sp.
von Linstow, welche sich u. a. durch den Besitz dreier unent-
wickelter Lippen auszeichnet und daher als eine Uebergangsform
der Gattungen Filaria und Ascaris betrachtet wird, ist indessen
auch im übrigen die hier beschriebene kaum ähnlich. Ich erlaubte
mir, sie nach den Uebersendern, den Herren DDr. Sarasin zu be-
nennen.
Oxyuris longicaudata n. sp.
Die wenigen Exemplare, die mir von diesem bei Julus (Ceylon)
schmarotzenden Parasiten zur Verfügung standen, waren sämtlich
weiblichen Geschlechtes. Dass bei Oxyuren die Männchen, sei es
wegen ihrer den Weibchen gegenüber viel geringeren Grösse, sei
es infolge ihrer bedeuteud kürzeren Lebensdauer, so selten oder
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 79
gar nicht vorgefunden werden, bestätigt sich auch in diesem Fall.
Wie wir sehen werden, genügen indessen die Merkmale der Weibchen
schon, um sie als neue Species aufzuführen. Sie kennzeichnen sich
wie folgt:
Die Körperlänge der eylindrischen Würmer macht 5'/, bis 6 mm
und der Querdurchmesser, welcher für die Hälfte der ganzen Wurm-
länge derselbe bleibt, 1/,;, mm aus. Während sich das Kopfende
allmählich verjüngt, setzt sich der Schwanz vom übrigen Körper
scharf ab, indem er nach Mündung des Enddarms fast plötzlich
sehr stark an Breite verliert und sich dann in eine lange scharfe
Spitze auszieht. Dieser feine Schwanz ist stets gerade gestreckt
und l mm lang, somit ein Fünftel der gesammten Tierlänge. Vgl.
Fig. 24.
Die Cuticula ist fast glashell und zeigt die Bildung deutlicher
Ringel, welche nach hinten an Breite zunehmen, und deren vordere
etwas ineinander geschoben sind, derart, dass wir eine Faltung der
Cuticula vor uns haben. Die Dicke derselben ist eine unbeträchtliche
und zeigt nur am Schwanze eine etwas bedeutendere Stärke.
An Längslinien machen sich zwei schmale glashelle Bänder
bemerkbar, die zur Seite des Schlundes beginnen und sich bis etwa
einen halben Millimeter vor der Afteröffnung fortsetzen, nachdem
sie eine Strecke zuvor allmählich abnahmen.
Lippenbildung und Papillen sind nicht vorhanden. Die Mund-
öffnung ist rund und steht senkrecht zur Körperlängsachse. Die
fast trichterförmige Mundhöhle führt zu einom kleinen chitinösen
Ring, und an der inneren Mundfläche bemerkt man drei viereckige
chitinöse Platten, die am Grunde durch den Chitinring verbunden
werden (cf. Fig. 23). Die Mundhöhle ist daher rundlich-dreieckig
gestaltet.
An ihrer der Leibeshöhle zugekehrten Wandung inserieren sich
von der dem vierten und fünften Ringel angehörenden Körperwand
herkommende Muskelfäden, derart, dass der erste Ringel, vielleicht
auch der folgende, in den Leib eingezogen werden kann. Uf. Fig. 23.
Letztere Stellung zeigten z. B. die Mundteile einiger Präparate.
Der Oesophagus, welcher '!/, der Körperlänge misst und gerade
verläuft, besitzt eine breite Radiärmuskelschicht, die innen und
aussen von einer chitinösen Wandung umkeidet ist. Sein Lumen
ist dreieckig. Ehe der Oesophagus in den Darm übergeht, schwillt
er nach einer vorhergehenden geringen Einschnürung zu einem
starken, kugeligen Bulbus an, welcher einen dreifach grösseren
Durchmesser annimmt, sehr muskulös und mit einem Apparat von
Ventilzähnen ausgerüstet ist. Fig. 24.
Der Mitteldarm bildet zunächst eine schwache magenähnliche
Erweiterung und setzt sich dann als gestrecktes Rohr von typischem
Bau zum After fort.
80 Dr Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden
Der Enddarm ist trichterförmig und 0,12 mm lang. Der After
. stellt einen Querspalt dar und liegt an der Basis des Schwanzes.
Dieser besitzt körnigfaserige Füllmasse, die vielleicht wie bei
Bütschli’s Formen von den Seitenlinien herrührt.
Die Vulva, auch ein Querspalt, befindet sich genau in der
Körpermitte.. Es besteht bei ihr schwache Lippenbildung, eine
Verdickung der sie umgebenden Cutis. Die Vagina, welche kurz
und nach vorn gerichtet ist, teilt sich in zwei kopfwärts gewandte
Uteri. Einerseits gehen die Ovarialschläuche bis nahe zum Oeso-
phagalbulbus, andererseits reichen sie bis zum Anfang des End-
darms.
Die reifen Eier — 0,0675 mm lang und 0,038 mm breit — sind
oval und hartschalig. Nach beiden Polen nimmt die Dicke ihrer
Schale ab.
Es bestehen einige Anklänge an die beiden von Bütschli be-
schriebenen Oxyuren der Periplaneta orientalis: die Hammer-
schmidtschen Oxyuris Diesingi und Oxyuris Blattae orien-
talis. Mehr Aehnlichkeit aber hat unsere Oxyuris longicaudata
mit Oxyuris Glomeridis v. Linstow (1885) s. Oxyuris ovo-
costata n. sp. v. Linstow (1886), wovon auch das Männchen be-
schrieben wird. Diese aber ist bedeutend kleiner, der Mund anders
gestaltet, der Schwanz !/,, der Körperlänge, conisch zugespitzt und
nicht abgesetzt; ferner erscheinen die Eier in anderer Grösse und
Bildung. Auch von Oxyuris spirotheca Györy ist unsere Oxy-
uris longicaudata n. sp. wohl zu unterscheiden.
aus Säugetieren (Filaria, Strongylus) und aus Julus (Oxyuris). 81
Litteratur.
O. Bütschli: „Untersuchungen über die beiden Nematoden der Periplaneta
orientalis“ in Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie Band XXT.
— —: „Beiträge zur Kenntnis des Nervensystems der Nematoden“ in Archiv
für mikroskopische Anatomie, Band X. 1874.
Dujardin: „Histoire naturelle des Helminthes.‘“ Paris 1845.
Hamann: „Der Schneider’sche Porus und die Schlunddrüsen der Nematoden“
in Zoologischer Anzeiger, Band XVI. 1893.
Jansson: „Ascaris Manidis.“ New Philosoph. Edinburg. Journal VIII. 1830.
pag. 58.
Kölliker: „Ueber sekundäre Zellmembranen“ in Verhandlungen der physi-
kalisch-medieinischen Gesellschaft in Würzburg. Band VIII. pag. 32.
Leuckart: „Menschliche Parasiten.“ 2. Auflage. 1886.
——: „Neue Beiträge zur Kenntnis des Baues und der Lebensgeschichte
der Nematoden.“ Abhdlg. d. mathem. phys. Klasse d. kgl. sächs. Akad.
d. Wissensch. Bd. 13. Leipzig 1887.
v. Linstow, „Filaria ascaroides n. sp.“ in „Jahreshefte «es Vereins für vater-
ländische Naturkunde in Württemberg.“ Jahrgang XXXV. Stuttgart
1879. pag. 332.
— —: „Beobachtungen an bekannten und neuen Nematoden und Trematoden“
in „Archiv für Naturgeschichte.“ 51. Jahrgang. 18835. Band I. pag. 246.
(Oxyuris Glomeridis n. sp.).
— — „Helminthologische Beobachtungen.“ Archiv für Naturgeschichte.
52. Jahrgang. 1886. Band I. pag.121. (Oxyuris ovocostata),
— —: „Helminthologische Untersuchungen.“ Zoologische Jahrbücher Abt.
Systemat Band Ill. 1888, pag. 110. (Strongylus blasii n. sp.).
— —: Compendium der Helminthologie, Hannover 1879, und Nachtrag dazu,
Hannover 1889.
Ralliet: „Sur lidentit du Strongyl. Blasii v. Linstow et du Strongyl. strigosus
Dujardin.“ Bullet. soc. zoolog. France t. XIII. Paris 1888, pag. 210
bis 214,
Schneider: „Monographie der Nematoden.‘“ 1866.
— — : „Ueber das Sarkolemma.“ Zoologische Beiträge. Bard II. Heft 2.
Breslau 1888. pag. 212.
Ströse: „Ueber den feineren Bau von Strongylus micrurus.‘“ Dissertation.
Leipzig 1892.
Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. 1. H.1. 6
82
Fig.
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w
8.
9.
10.
Dr. Adolf Meyer: Neue ceylonische Nematoden ete.
Figurenerklärung.
Tal. IV N.
Kopfende von Fil. Zschokkei n. sp. Il=laterale Lippen, dv = dorso-
ventrale Lippen, v= Vestibulum, oe = Oesophagus.
Querschnitt durch die Basis der Lippen und den Anfang des Vesti-
bulums mit den beiden dorsoventralen Zähnen (halbschemat.).
Querschnitt durch den mittleren Teil des Vestibulumns=v; m=stark
entwickelte Querfortsätze der peripheren Muskelzellen.
Querschnitt durch die mittlere Körpergegend. s= Seitenfelder, d=Darm;»
o= Ovarialschläuche, u = contrahierter Uterus.
Querschnitt durch die mittlere Höhe des Enddarms = r; s= Seitenfelder,
gz. = Ganglienzellen.
Querschnitt des längeren Spikulums von Fil. Zschokkei.
Querschnitt durch das eingerollte männliche Schwanzende desselben,
durch eine vor und eine hinter dem After gelegene Partie. b— Bursa,
d= Darm, s = längeres Spikulum, mr = musc. retraetores spiculi
brevioris, v = Vas deferens.
Querschnitt der Vagina mit Cireulär- und Radiärmuskelbelag von Fil.
Zschokkei.
Eier-Abbildungen derselben Filarie.
Querschnitt des Oesophagus von Fil. Sarasinorum n. sp.
11—15. Querschnitte der inneren chitinösen Wand desselben; in Fig. 14
16.
17.
18.
19.
20.
z = Zähne.
Kopfende von Strongylus costatus n. sp.; s— Seitenmembran.
Schwanzteil des Weibchens von Strongyl. costat. mit der fadenförmigen
Papille. a= After.
Schwanzende des Männchens desselben mit der Bursa; sp. = Spicula.
Querschnitt der Seitenmembran von Strongyl. costat.
Kopfende von Filaria Sarasinorum, s = Seitenmembran, oe = Oeso-
phagus.
Schwanzende des Männchens von Fil. Sarasinorum mit Spikula und
Papillen.
Querschnitt der Seitenmembran derselben Filarie.
Kopfteil von Oxyuris lougicaudata n. sp. Starke Vergrösserung. m=
Muskelelemente.
Derselbe weniger vergrössert. oe = Oesophagus, d= Darm.
Schwanzende von Oxyur. longicaudata.
Kroll’s Buchdruckerei, Berlin S., Sebastianstr.76,
Die von Herrn Dr. Plate aus Chile heimgebrachten
See-Igel.
Bearbeitet von
Dr. Maximilian Meissner in Berlin.
Die Echinoideen- Ausbeute Dr. Plate’s von der Küste Chile’s,
die mir zugleich mit den Seesternen, über die ich später berichte,
von dem verdienten Reisenden zur Bearbeitung übergeben wurde, —
wofür ich ihm besten Dank schulde — umfasst 6 Gattungen mit
8 Arten, die sich sämtlich auf schon beschriebene und von jenen
Meeresregionen bekannte Species zurückführen liessen. Es sind:
Regularia
Fam. Arbaeiidae Gray (Dune. & SI. emend.)
Gen. Arbaecia Gray
1. Arbacia dufresnii (Blv.)
Hauptlitteratur:
1825 Echinus dufresnii Blv., Diet. sei. nat. XXX VII. 76/77 (sub Artikel Oursin).
1834 Echinus dufresnii Blv., Manuel d’Actinol. p. 226.
1837 Echinocidaris dufresnii Desmoul., Act. Soc. Linn. Bordeaux 1X. p. 152.
1846 Echinocidaris (Agarites) dufresnii Ag. & Des., Ann. sci. nat. Zool. (3)
VI. p. 353.
1857 Arbacia (Echinoeidaris) schythei Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. Bd.1,
p. 131, 133.
1862 Echinoeidaris dufresnii Duj., & Hupe, Echinod. p. 520.
1862 Echinoeidaris seythei Duj. & Hupe, Echm. p. 521.
1863 Echinoeidaris schythei Ltk., Videnskab., Meddelels. p. 129.
1869 Echinocidaris dufresnii E. Perr., Ann. sei. nat. Zool. (5) XIII. p. 39.
1869 Echinocidaris scythei E. Perr., Ann. sci. nat. Zool. (5) XII. p. 40.
1869 Echinoeidaris dufresnii Desmoul.,, Act. soc. Linn. Bordeaux XXVII.
p. 168/9.
6*
84 Dr. Maximilian Meissner:
1871 Echinoeidaris dufresnii? Verrill, Trans. Connecticut Acad. I. 2. p. 344.
1871 Echinocidaris seythei Verrill, Trans. Conneetieut Acad I. 2. p. 336.
1872 Echinoeidaris (Agarites) dufresnii Trosch., Verh.nh. Ver. Rheinl.-Westf.
29. Jhrg. [(8) 9 Bd.] p. 159.
1872/3 Arbacia dufresnii (pars) A. Ag., Rev. Echini p. 91, 399.
1872/3 Echinocidaris (Agarites) dufresni Trosch., Arch. f. Naturg. 38. Jhrg.
Bd. 1, p. 307, u. 39. Jhrg. Bd. 1, p. 319.
1876 Arbacia dufresni Th. Stud., Monats-Ber. Akad. Berlin p. 456.
1879 Arbacia dufresnii J. Bell, Proc. Zool. Soc. p. 437.
18380 Arbacia dufresni Th. Stud., Monats-Ber. Akad. Berlin p. 867. Taf.1 F.2.
1881 Echinoeidaris dufresnii J. Bell, Proc. Zool. Soe. 1881 p. 87/88.
1881 Arbacia dufresnii A. Ag. (part.), Challenger Rep. Zool. III. Echinoidea
p. 56, 57, 58.
1887 Arbacia dufresnei Lov., Bih. Svenska Akad. Handl. Bd. 13. Afd. 4. No.5
p. 117, 118.
1889 Arbacia dufresni Th. Stud., Forschungsreise „Gazelle“, p. 289.
1895 Arbacia dufresnii Bernard, Bull. Mus. Paris I. p. 273 u. 274.
Fundort: Puerto Montt. Nov. 94.
Bemerkungen: —
2 Exemplare in Alkohol mit je 4 Analplatten. Die Stacheln
sind kräftig und länger, als der halbe Schalendurchmesser. -
Mus. Berol. Echinod. No. 3740.
2. Arbacia spatuligera (Val.)
Hauptlitteratur:
1846 Echinus (Agarites) spatuliger Val., Voy. Venus: Zoophytes Taf.5 F. 2,
Oursin spatulifere.
1846 Echinocidaris (Agarites) spatuligera Ag. & Des., Ann. sci. nat. Zool. (3)
VL:-P. 353.
1854 Echinocidaris spatuliger Gay, Hist. fis. y. pol. Chile Zool. Bd. 8. p. 418.
1857 Echinoeidaris spatuliger Phil., Arch. f. Naturg. 23 Jhrg. Bd. 1 p. 133.
1862 Echinocidaris spatulifera Duj. & Hupe, Echinod. p. 520/521.
1863 Eehinoeidaris spatuligera Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 129.
1867 Echinoeidaris spatuligera Verrill, Trans. Connecticut Acad.I. 2. p. 300/301
u. 334/335.
1869 Echinocidaris spathulifera E. Perr., Ann. sci. nat. (5) XIII. p. 39.
1869 Echinocidaris spatuligera Desmoul., Act. Linn. Bordeaux XXVII. p. 168.
1872 Pygomma spatuligerum Trosch., Verh. nh. Ver. Rheinl.-Westf. 29. Jhre.
(3)2.1:9:160:
1872/73 Arbacia spatuligera A. Ag., Rev. Echini p. 93 u. 403. Taf. 35 F.7.
1872/73 Pygomma spatuligerum Trosch., Arch. f, Naturg. 38. Jhrg. Bd. 1. p. 309
u. 39. Jhrg. Bd. 1. p. 348 - 352.
1874 Arbaecia spatuligera A. Ag., Ill. Cat. Mus. comp. Zool. VII. p. 7/8.
1881 Arbaecia spatuligera A. Ag., Challenger Rep. Zool. III. Echinoidea p. 57,
1887 Arbacia spathuligera Lov., Bil. Svenska Akad. Handl. Bd. 13. Afd. 4
No. 5. p. 119—120. Taf. 7. F.3.
Die von Herrn Dr. Plate aus Chile heimgebrachten See-Igel. 85
1885 Arbacia spathuligera Rams., Cat. Echinodermata Australian Mus.
Part. 1. p.5.
1892 Arbacia (Echinocidaris) spathuligera Phil., Verh. Ver. Santiago II. 4.
p. 247.
1892 Arbacia spathuligera Mssnr., Sitz. Ber. Ges. naturf. Frnde. Berlin No. 9.
p. 184 u. 185.
Fundort: Coguimbo, Hafen.
Bemerkungen: „Schlammboden 5 — 15 Faden.‘
14 Exemplare in Alcohol. — Sämmtliche Exemplare sind aus-
gewachsen und zeigen die normalen 4 Analplatten. — Mus. Berol.
Echinod. No. 3739.
Fundort: Talcahuano, T’umbes.
Bemerkungen: —
2 Exemplare in Alcohol mit je 4 Analplatten. Das grössere
Stück (Durchmesser der Schale: 63, Höhe: 36, längster Stachel:
43 mm) ist oben tiefschwarzbraun gefärbt, zeigt jedoch auf der
Unterseite der Stacheln die gewöhnliche helllilabraune Färbung.
Das kleinere Stück trägt am ganzen Körper diese Farbe. —- Mus.
Berol. Echinod. No. 3795 (3795).
Gen. Echinoeidaris Dune. & SI]. (non auct.)
3. Echinoeidaris nigra (Mol.)
Hauptlitteratur:
1782 Echinus niger Mol., Saggio sulla stor. nat. del Chili p. 200/1 u. 348.
1846 Echinus purpurascens Val., Voy. Venus: Zoophytes Taf.5 F. 1, 1a—h.
1846 Echinoeidaris (Tetrapygus) nigra Ag. & Des., Ann. sci. nat. Zool. (3) VI.
p-. 354.
1854 Echinoeidaris nigra J. Müll., Abh. Akad. Wiss. Berlin 1853. p. 26 Taf. 3.
a
1854 Echinocidaris nigra Gay, Hist. fis. y pol. Chile Zool. Bd. 8. p. 419.
1857 Echinoeidaris niger Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. 1 Bd. p. 133.
1859 Echinoeidaris nigra Bronn, Klassen u. Ordn.: Actinozoa Taf. 39 F. 19, 20.
1862 Echinoeidaris nigra Duj. & Hupe, Eehinod. p. 521.
1863 Arbacia nigra A. Ag., Bull. Mus. comp. Zool. I. p. 20.
1863 Echinoeidaris nigra Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 129.
1863 Echinoeidaris purpurascens Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 129.
1867 Arbacia nigra Verrill, Trans. Connecticut Acad. I. 2. p. 301 u. 334, 335.
1869 Echinocidaris nigra E. Perr., Ann. sei. nat. Zool. (5) XIII. p. 40.
1869 Echinocidaris nigra Desmoul., Act. soc. Linn. Bordeaux XXVL. [(8) VLI.]
p. 168/69. Taf. 11. F.7, 8.
1872 Pygomma nigrum Trosch., Verh. nh. Ver. Rheinl.-Westf. 29 Jhrg.
[(8) 9.] p- 168.
1872/73 Arbaeia nigra A. Ag., Rev. Echini. p. 91 u. 401. Taf. 1g. F. 6, 7.
1872/73 Pygomma (Tetrapygus) nigrum Trosch., Arch. f. Naturg. 38. Jhrg.
Bd.1. p. 310. 39. Jhrg. Bd.1. p. 353—356.
6 Dr. Maximilian Meissner:
1874 Echinoecidaris nigra Lov., Svenska Akad. Handl. Bd. 11. p.5. Taf. 1. F.18, 19.
Tat. 10. 8.91, 92.
1879 Arbacia nigra J. Bell, Proc. Zool. Soc. p. 437.
1881 Arbacia nigra A. Ag., Challenger Rep. Zool. III. Echinoidea p. 57, 58.
1885 Tetrapygus (Arbaeia) nigra Dunc. S1., Journ. Linn. Soc. Zool XIX.
p. 53, 55/56. Taf. 2. F. 6 u. 9.
1837 Echinocidaris nigra Lov., Bih. Svenska Akad. Handl. Bd. 13. 4. p. 81 u.95
1889 Echinoeidaris nigra Dunc., Journ. Linn. Soc. Zool. XXIII. p. 94.
1892 Arbacia (Echinoeidaris) nigra Phil., Verh. Ver. Santiago II. 4. p. 247.
1892 Arbacia nigra Mssnr., Sitz. Ber. Ges. naturf. Frnde. Berlin No. 9. p. 184
u. 185.
1892 Echinocidaris nigra Lov., Bih. Svenska Akad. Handl. Bd. 18. p. 33/34.
Tat 12. 8.499.
1895 Arbaecia nigra Sluit., Natura artis magistra Afl. 17. p. 68.
Fundort: J/quique, Cavancha
Bemerkungen: „An Felsen der Küste.“
4 grosse Exemplare mit je 4 Analplatten in Alcohol und
2 trockene, ebenfalls mit je 4 Analplatten. — Mus. Berol. Echinod.
No. 3741.
Fam. Eehinometridae Gray (A. Ag. emend.).
Gen. Strongylocentrotus Brit.
4. Strongylocentrotus albus (Mol.)
Hauptlitteratur:
1782 Echinus albus Mol., Saggio sulla stor. nat. del Chili p. 200 u. 348.
1846 Echinus erythrogrammus Val. (p. part.), Voy. Venus: Zoophytes Taf. 7, F.1.
1846 Echinus porosus Val., Voy. Venus: Zoophytes Taf. 3. F.2 u. 4, 4f.
1846 Echinus albus Ag. & Des., Ann. sei. nat. Zool. (3) VI. p. 368.
1854 Echinus albus Gay, Hist. fis. y pol. Chile Zool. Bd. 8. p. 417.
1854 Helioeidaris erythrogramma Gay, Hist. fis. y pol. Chile Zool. Bd.8. p. 420.
1854 Echinus albus J. Müll., Abh. Akad. Wiss. Berlin 1853 p. 21. Taf. 2. F.2.
1857 Echinus albus Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. 1 Bd. p. 133.
1857 Heliocidaris erythrogramma Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. 1 Bd. p. 133.
1858 Loxechinus albus Des., Synops. Echinid. fossil. p. 136.
1859 Loxechinus albus Bronn, Klass. Ordn. Thierreichs: Actinozoa Taf. 39. F.9.
1862 Loxechinus albus Duj. & Hupe, Echinod. p. 535.
1863 Loxechinus albus A. Ag., Bull. Mus. comp. Zool. I. p. 23.
1862 Loxechinus porosus Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 129.
1863 Helioeidaris erythrogramma Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 129.
1867 Loxechinus albus Verrill, Trans. Connecticut Acad. I. 2. p. 334, 335.
1870 Loxechinus albus E. Perr., Ann. sei. nat. Zool. (5) XID. p. 52.
1872—3 Strongylocentrotus albus A. Ag., Rev. Echini p. 162 u. 438.
1881 Strongylocentrotus albus J. Bell, Proc. Zool. Soc. London p. 88/89.
1892 Heliocidaris alba Phil., Verh. Ver. Santiago Ll. 4. p. 246/7.
1892 Heliocidaris erythrogramma Phil., Verb. Ver. Santiago II. 4. p. 247,
-
Die von Herrn Dr. Plate aus Chile heimgebrachten See-Igel. 87
1895 Strongylocentrotus albus Sluit., Natura artis magistra Afl. 17. p. 69.
1895 Strongylocentralus albus Bernard, Bull. mus. Paris I. p. 273.
Fundort: /qwique.
Bemerkungen: „Rother Seeigel.“
4 Exemplare in Alcohol, 4 in Chromsäure conservirt. In dieser
Art schmarotzt im Enddarm eine Krabbe Pinnaxodes chilensis (M.-E.)
(ef. Ortm. Zool. Jahrb. Syst. VO. p. 696/7.) Sie fand sich in allen
Exemplaren des Berliner Museums, die ich daraufhin untersuchte. In
einem Stück sassen sogar zwei Exemplare. Die Schale, besonders
das Scheitelfeld des Seeigels wird durch den Parasiten deformirt. —
Mus. Berol. Echinod. No. 3742.
Fam. Eehinidae Ag. (A. Ag. emend.).
Gen. Echinus L.
5. Echinus magellanicus Phil.
Hauptlitteratur:
1857 Eehinus magellaniecus Phil., Arch. f. Naturg. 23 Jhrg. Bd. 1. p. 130 bis
131, 133.
1862 Psammechinus magellanieus Duj. & Hupe, Echin. p. 528.
1863 Echinus magellanicus Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 129.
1867 Echinus magellanieus Verrill, Trans. Connecticut Acad. I. 2. p. 336.
1872—74 Echinus magellanicus A. Ag., Rev. Echini p. 123 u. 492,
1874 Echinus magellanicus A. Ag., Ill. Cat. Mus. Comp. Zool. VIII. p. 11
Taf. 3. Fig. 5.
1880 Echinus magellanieus Th. Stud., Mon.-Ber. Akad. Wiss. Berlin p. 875.
1881 Echinus magellanicus A. Ag., Challenger Rep. Zool. III. Echin. p. 116.
1881 Echinus magellanieus J. Bell, Proc. Zool. Soc. London p. 90—91.
1885 Echinus magellanicus Rams., Cat. Echinodermata Australian Mus. I. p. 21.
1889 Echinus magellanieus Th. Stud. Forschungsreise, „Gazelle“ p. 283 u. 285.
1892 Echinus magellanicus Phil., Verh. Ver. Santiago II. 4. p. 246/7.
1895 Echinus magellanieus Bernard, Bull. mus. Paris I. p. 273.
Fundort: Puerto Montt — 14. 1. 95.
Bemerkungen: „10 Faden.“
9 Exemplare in Alcohol. — Mus. Berol. Echid. No. 3743.
Irregularia
Fam. Spatangidae Ag. (A. Ag. emend.)
Gen. Hemiaster Des.
6. Hemiaster cavernosus (Phil.)
Hauptlitteratur:
1845 Spatangus (Tripylus) cavernosus Phil, Arch. f. Naturg. 11. Jhrg. I. Bd.
Pr 3452 Tat. IE, F..2.
1845 Spatangus (Tripylus) australis Phil., Arch. f. Naturg. 11. Jhrg. I. Bd,
pP: 347. Taf 14. P. 3.
88 Dr. Maximilian Meissner:
1847 Brissopsis cavernosa Ag. & Des., Ann. sci. nat. Zool. (3) VIII. p. 15.
1847 Brissopsis australis Ag. & Des., Ann. sei. nat. Zool. (3) VIII. p. 15.
1851 Tripylus (Abatus) cavernosus Trosch., Arch. f. Naturg.17.Jhrg. I. Bd. p. 72.
1851 Tripylus (Abatus) australis Trosch., Arch. f. Naturg. 17. Jhrg. I. Bd. p. 72.
1851 Faorina antaretica Gray, Ann. Mag. N. H. (2) VII. p. 132.
1855 Faorina cavernosa Gray, Cat. recent Echinida Brit. Mus. Part. 1. p. 57.
1855 Faorina australis Gray, Cat. recent Echinida Brit. Mus. Part I. p. 57.
1855 Faorina antaretica Gray, Cat. recent Echinida Brit. Mus. Part. I. p. 57.
1857 Tripylus cavernosus Phil, Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. I. Bd. p. 134.
1857 Tripylus australis Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. I. Bd. p. 134.
1862 Brissopsis australis Duj. & Hupe, Echinod. p. 597.
1862 Brissopsis cavernosa Duj. & Hupe, Echinod. p. 597.
1863 Abatus cavernosus Ltk., Vid. Meddelels. p. 130 u. 182--186.
1863 Abatus antareticus Ltk., Vid. Meddelels. p. 130.
1863 Abatus australis Ltk., Vid. Meddelels. p. 130 u. 182—186.
1871 Abatus philippii Lov., Öfv. Svenska Vetenskaps Akad. Förhandl No. 8.
p. 1070, Fig. 1 (übers. Arch. f. Naturg. 39. Jhrg. Bd.1. p. 16 ff.).
1872—73 Hemiaster australis A. Ag., Rev. Echini p. 132, 586. Taf. 21e, F.3.
1872 —73 Hemiaster cavernosus A. Ag., Rev. Echini p. 132, 587. Taf.21c, F.1.2.
1873 Hemiaster philippii A. Ag., Bull. Mus. comp. Zool. III. p. 189.
1874 Hemiaster philippii A. Ag., Ill. Cat. Mus. comp. Zool. VIII. p. 20. Taf. 4.
F. 4—8.
1874 Hemiaster cavernosus A. Ag., Ill. Cat. Mus. comp. Zool. VIII. p. 22.
1874 Abatus philippii Lov., Svenska Akad. Handl. XI. No. 7 p. 16. Taf. 11.
F. 99, Taf. 29. F. 188—-90.
1876 Hemiaster cordatus Verrill, Bull. U. St. National Mus. 3. p. 69-71.
1876 Abatus cordatus Th. Stud., Mon.-Ber. Akad. Wiss. Berlin p. 457.
1876 Hemiaster cavernosus A. Ag., Proc. Am. Acad. Arts & Sci. XI. p. 231
bis 236. Fig. 1—6.
1876 Hemiaster sp. Wyv.-Th., Journ. Linn. Soc. Zool. XIII. p. 67. Fig. 6.
1877 Hemiaster philippi Wyv.-Th., Voy. Challenger. The Atlantie. II. p. 229
bis 234. Fig. 43 —46.
1879 Hemiaster cavernosus E. Sm., Phil. Trans. Roy. Soc. London Vol. CLXVIII.
Extra. p. 2/3.
1880 Hemiaster cavernosus Th. Stud., Zool. Anz. III. p. 544-5. Fig. 10.
(6 Abb.)
1880 Hemiaster cavernosus Th. Stud., Mon.-Ber. Akad. Wiss. Berlin p. 8831.
1881 Hemiaster cavernosus A. Ag., Challenger Rep. Zool. III. Echin. p. 177—184.
Tail7 0a) Tor. 39 E79 Tal 41.822522
1883 Abatus cavernosus Lov., Svenska Akad. Handl. XIX. p. 72/73. Anm.
1883 Abatus philippii Lov., Svenska Akad. Handl. XIX. p. 73. Anm.
1388 Hemiaster cavernosus Dune. S]., Ann. Mag. N. H. (6) II. p. 335 u. 336.
18S9 Hemiaster cavernosus Th. Stud , Forschungsreise „Gazelle“, p. 142 Fig. 16.
(2 Abb.), p. 163 u. 287.
1892 Tripylus cavernosus Phil., Verh. Ver. Santiago II. 4. p. 247.
1892 Tripylus australis Phil, Verh. Ver. Santiago II. 4. p. 247.
1892 Tripylus cordatus Phil., Verh. Ver. Santiago 11. 4. p. 247.
1895 Tripylus cavernosus Bernard, Bull. mus. Paris I. p. 273 u. 274.
1895 Hemiaster australis Sluit., Natura artis magistra Afl. 17. p. 74.
Die von Herrn Dr. Plate aus Chile heimgebrachten See-Igel. s9
Fundort: Magellan-Str.: Susanna Cove (b. Punta Arenas).
Bemerkungen: —
6 trockene Schalen ohne Stacheln und einige Bruchstücke.
Sämmtlich mit drei Genitalöffnungen. — Mus. Berol. Echinod.
No. 3737.
Subgen. Tripylus Phil.
7. Tripylus excavatus Phil.
Hauptlitteratur:
1845 Spatangus (Tripylus) excavatus Phil., Arch. f. Naturg. 11. Jhrg. I. Bd.
p. 3445: Tat. 117 RE. 1.
1847 Agassizia excavata Ag. & Des., Ann. sci. nat. Zool. (3) VIII. p. 20.
1851 Tripylus (Hamaxitus) excavatus Trosch., Arch. f. Naturg. 17. Jhrg.
1: Ba Pp. :22.
1855 Tripylus excavatus Gray, Cat. recent Echinida Brit. Mus. Part I. p. 59.
1857 Tripylus excavatus Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. I. Bd. p. 59.
1862 Brissopsis excavatus Duj. & Hupe, Echinod. p. 597.
1863 Tripylus excavatus Ltk., Vid. Meddelels. p. 130 u. 132—186.
1867 Tripylus excavatus Verrill, Trans. Connecticut Akad. I. 2. p. 336.
1872—73 (Hemiaster) Tripylus excavatus A. Ag., Rev. Echini p. 169, 588.
Maro2le, B74,
1874 Tripylus excavatus A, Ag., Ill. Cat. Mus. Comp. Zool. VIII. p. 22.
1883 Tripylus excavatus Lov., Svenska Akad. Handl. XIX. p. 72.
1889 Tripylus excavatus Dune., Journ. Linn. Soc. Zool. XXIII. p. 231.
1892 Tripylus excavatus Phil., Verh. Ver. Santiago II. 4.p. 247.
1895 Tripylus cavernosus Bernard (pars), Bull. Mus. Paris I. p. 273 u. 274.
Fundort: Magellan-Str.: Susanna Cove (b. Punta Arenas),
Bemerkungen: —
4 trockene, zum Theil zerbrochene Schalen ohne Stacheln.
Bernard stellt (1. c.) T. excavatus als synonym zu cavernosus;
ich führe beide noch getrennt auf, da die Identität derselben
mir noch nicht über allen Zweifel erhaben erscheint. Sollten
sie sich als zu einer Species gehörig herausstellen, so würde der
Name excavatus die Priorität haben. — Mus. Berol. Echinod.
No. 3736.
Gen. Schizaster Ag.
8. Schizaster philippii (Gray)
Hauvptlitteratur:
1851 Tripylus philippii Gray, Ann. Mag. N. H. (2) VII. p. 132.
1855 Tripylus philippii Gray, Cat. recent Echinida Brit. Mus. Part. I. p. 59.
Par. 9...E. (1):
1862 Brissopsis philippii Duj. & Hupe, Echinod. p. 597.
1863 Tripylus philippii Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 130.
1867 Tripylus philippii Verrill, Trans. Conneetieut Acad. I. 2. p. 336.
90 Dr. Maximilian Meissner: Dr. Plate’s See-Igel.
1872 - 73 Schizaster philippii A. Ag., Rev. Echini p. 158 u. 612, Taf. 26 F. 40, 41.
1880 Sechizaster philippii Th. Stud., Mon.-Ber. Akad. Wiss. Berlin p. 884.
1889 Schizaster philippii Th. Stud., Forschungsreise „Gazelle“ p. 288.
1895 Schizaster philippii Bernard, Bull. mus. Paris I. p. 273 u. 274.
Fundort: Calbuco.
Bemerkungen: —
12 Exemplare in Alcohol conservirt. — Mus. Berol. Echinod.
No. 3744.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass Dr. Plate von
Juan Fernandez, wo er auch fischte, keine Seeigel mitgebracht
hat. Die Fischer kennen nach Angabe Dr. Plate’s keinerlei Formen
derselben'). Von Juan Fernandez erwähnt jedoch A. Agassiz in
seiner Bearbeitung der Seeigel der „Hassler‘‘ Expedition?) ausser
Agassizia scrobiculata Val. aus 220 Faden und Nacospatangus
gracilis A. Ag. aus 65 Faden Tiefe, Echinus margaritaceus Lm.,
auf welche Spezies er jedoch die Exemplare „with some doubt“
bezogen hat.
1) ef. Plate, Verh. Ges. f, Erdkunde Berlin 1896, No. 4 u. 5, p. 224.
2) Illustr. Catal. Mus. Comp. Zool. Harvard College No. VILI. — 1874 —
p. 11/12.
Die von Herrn Dr. L. Plate
aus Chile und Feuerland heimgebrachten
See-Sterne.
Bearbeitet von
Dr. Maximilian Meissner in Berlin.
Hierzu Tafel VI,
Herr Dr. L. Plate brachte von seiner südamerikanischen Reise,
die er in den Jahren 1893 bis 1895 mit Unterstützung der Kgl.
preuss. Akademie der Wissenschaften unternahm, eine grosse Echi-
nodermen-Ausbeute heim. Die Bearbeitung der Schlangensterne
und der Holothurien hat Herr Prof. Ludwig (Bonn) übernommen,
während die erbeuteten Seesterne und Seeigel von Herrn Dr. Plate
mir zur Untersuchung anvertraut wurden, wofür ich auch an dieser
Stelle meinen besten Dank dem verdienten Reisenden auszusprechen
nicht unterlassen möchte. Ueber die See-Igel habe ich schon be-
richtet.
Das Asteroiden-Material umfasst 12 Gattungen mit 22 Arten
und Varietäten. Neu sind davon 2 Arten und eine Varietät, die
sämmtlich von der Insel Juan Fernandez stammen.
Die Litteratur über die Seesterne der peruanischen und antarc-
tisch-amerikanischen Meeresregion'!) ist keine sehr ausgedehnte, wie
aus dem angefügten Litteraturverzeichniss hervorgeht. Neben den
älteren Arbeiten von Gay, Philippi, Verrill, Bell (Alert),
Studer (Gazelle) u. a. sind in neuerer Zeit noch die Abhandlungen von
Sladen (Challenger), Perrier (Cap Horn) und Leipoldt (Vettor
Pisani) für unsere Kenntniss der chilenisch-magellanischen Fauna
grundlegend gewesen.
Bei der folgenden Eintheilung bin ich im wesentlichen dem von
Sladen im Challenger-Werk aufgestellten System gefolgt.
!) ef. Möbius, Thiergebiete der Erde — Arch, f. Naturg. 1891.
93 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr Plate
Phanerozonia Sl. 1886.
Fam. Archasteridae Vig.
Subfam. @nathasterinae Ludw.
Gen. Odontaster Verrill
1. Odontaster singularis (M. T.)
(Taf. VI Figg. 5, 5a und 6.)
Litteratur: Leipoldt, Z. wiss. Zool. LIX. 4. p. 614.
Fundort: Bahia Park (Magellan-Str.).
Bemerkungen: —
1 Exemplar in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3770).
Fundort: Calbuco.
Bemerkungen: —
3 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3760).
Die Maasse sind:
a) R:r = 45:23 (mit Pedicellarien)
b) =+13:''0,9 (ohne ,„ )
c) = 35:18 (mit 5 )
d) —= 56:32 (ohne 3 j?
Randplatten:
a) ca. 18.1.18 undeutlich da z. Th. aus verschiedenen Stücken
zusammengesetzt resp. durcheinander geschoben.
b) 7.1. 7 (obere und untere)
c) 12 1,12
d) ee BR If
Auf das Vorkommen oder Fehlen der Pedicellarien möchte ich
gleich Leipoldt keinen grossen Werth legen, zumal da auch das
grössere Originalexemplar von Müllerund Troschel auf der Bauch-
seite auf den Platten nahe der Mundecke Pedicellarien trägt!) (ef.
Taf. VI Fig. 5a). Was die Originale M. T.’s betrifft, so haben sie
die folgende Maasse: a) R:r = 40:20
b) = 19:10. (ohne Pedicell.)
Randplatten: a) ‚Lo. 16
YST SER 2,
(Mus. Berol. Echinod. No. 754.)
Ausserdem befindet sich im Berliner Museum ein Exemplar,
durch Philippi vom Chonos Archipel erhalten (No. 750), das von
Troschel’s Hand die Bezeichnung „Goniodiscus chilensis“
!) M. T. erwähnen zwar in ihrer Diagnose dieselben als grössere „Granula“,
haben aber anscheinend übersehen, dass dieselben aus zwei Theilen bestehen.
Der trennende Spalt ist nämlich mit Sand ausgefüllt.
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 93
trägt. -Ich bilde das Exemplar, das ich auf singularis beziehe, auf
Taf. VI Fig. 6 ab. Dasselbe ist auf der Rücken- und Bauchseite
mit Pedicellarien übersäet.
2. Odontaster meridionalis (E. Sm.)
Litteratur: ef. Leipoldt, Z. wiss. Zool. LIX 4. p. 620 ff
Fundort: Lagartija Ins. (bei Calbuco) 8 Faden.
Bemerkungen: ‚„Seesterne oben carminroth, unten in den
Interamb. hellcarminroth, in den Amb. gelblich.“
4 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3771).
Die Maasse sind: Plattenzahl:
ED 0 ee dere ee
Dakr—A0 re BE IT. E17
erh Dal er 1
BD een ld al,
Fundort: Calbuco.
Bemerkungen: —
2 Exemplare in Spiritus. (Mus. Berol. Echinod. No. 3799.)
Die Maasse sind: Randplattenzahl:
ae sa, n—lyen m... 25:1.15
DieBRe 21,10... .0 22 SUITE. 18:
Fam. Astropeetinidae Gray
Gen. Luidia Forb.
3. Luidia bellonae Ltk.
Litteratur cf. Meissner, Sander’s Asteriden — Dies. Arch. 1892 p. 189
dazu als synonym
. 1895 Luidia magellanica, Lpldt., Z. wiss. Zool. LIX. 4. pag. 610/614 Taf. 32
Fig. 11a- e.
dagegen nicht
1891 Luidia bellonae, Loriol, Notes pour servir & l’etude des Echinodermes.
Mem. soc. phys. et hist. nat. Geneve. Vol. suppl. No. 8 p. 22/24. Taf. III
Fig. 1, 1a—1d.
Fundort: Iquique.
Bemerkungen: —
3 grosse und 9 kleinere Exemplare.
Fundort: Tumbes, Talcahuano.
Bemerkungen: —
3 grosse Exemplare.
Die grossen Exemplare stimmen mit der Beschreibung und
Abbildung Leipoldt’s überein. Die Färbung ist bei diesen oben
schwarz, nur in den Armwinkeln, wo die Paxillen noch nicht so
abgerieben sind, zeigen sie noch die schwarz und gelb gefleckte
94 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr. L. Plate
Zeichnung, die bei den jungen Exemplaren sich über den ganzen
Körper erstreckt.
Die mexikanische Form, die Loriol als bellonae Ltk. ange-
sprochen hat, ist nach seinen Abbildungen keine bellonae Ltk. Ich
schlage vor, sie lorzoli zu nennen.
Bei dem grössten Exemplar (Tumbes) ist der grösste R = 232,
r=25, bei dem mittelgrössten (Iquique) R= 96, r = 14, bei dem
kleinsten (Iquique) R= 235, r=5,5.
Fam. Ganeriidae E. Perr. 1891.
Gen. Ganeria Gray
4. Ganeria falklandica Gray
Hauptlitteratur:
1847 Ganeria falklandica Gray, Proc. Zovl. Soc. p. 83.
1866 Ganeria falklandica Gray, Syn. Starfish. p. 17.
1367 Ganeria falklandica Verrill, Trans. Connecticut Acad I. 2. p. 336.
1876 Ganeria falklandica E. Perr., Rev. Steller. p. 327 —9.
1889 Ganeria falklandica S1., Chall, Aster. p. 383/4, 674, 688, 703, 772. Taf. 60.
Er 1, 2, Tarioz RE. 6, 7.
1891 Ganeria falklandica E. Perr., Miss. Cap Horn p. K.9.
Fundort: Lagartija Ins.
Bemerkungen: „Seestern oben gelbroth, unten gelb.“
2 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3773). Die
Maasse sind:
sa, R.= Hr
b) R ='62, r =496,
Ich beschreibe das grössere Exemplar: Die Adambulacralarmatur
besteht aus einer Reihe Adambulacralstacheln, die zu je 2, seltener
zu 3 auf einer Platte stehen, und aus je 2 oder 3 subambulacralen
Stacheln, die transversal gestellt sind. Die Mundeckstücke tragen
jedes 5 (einzelne noch einen ganz kleinen sechsten) Randstacheln,
die kleiner sind als die Adambulacralstacheln, und 4 Oberflächen-
stacheln, von denen die ersten beiden an Grösse den Bauchstacheln
gleich kommen, während die dahinter stehenden bedeutend kleiner
sind. Die Bauchplatten tragen jede 1 oder 2, oder aber auch sehr
selten 3 Stacheln. Dieselben sind ziemlich lang und kräftig, wie
bei Gan. robusta E.Perr. (Miss. Cap Horn p. 119/20. Taf. 11.
Fig. 1b.), mit der das vorliegende Exemplar überhaupt die grösste
Aehnlichkeit hat. (E. Perrier giebt aber für seine species vier
Mundrandstacheln und überall längs der Ambulacralfurche auf den
Bauchplatten drei Stacheln an.)
Die Stacheln sind sämmtlich mit einer dicken Haut bekleidet
und theilweise durch sie verbunden. Die unteren Marginalplatten
(ca. 35 an jedem Arm, die Zahl ist an alllen nicht gleich) tragen
in dem nach dem Armwinkel zu gelegenen Theile Doppel-Quer-
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 95
reihen kurzer Stachelchen, die sich auf den nach der Spitze zu
gelegenen Platten in eine einzelne Reihe ordnen.
Die oberen Randplatten, die den unteren nicht immer ent-
sprechen, sondern mit ihnen öfter alterniren, tragen meist nur eine
Reihe kurzer, konischer Stachelchen, nur auf den ersten im Arm-
winkel gelegenen Platten rangiren sie sich in zwei Querreihen.
Die Bekleidung des Rückens zeigt keine Abweichung von den
Abbildungen bei Perrier (l. c. Taf. 11. F. 1a, 3a; Taf. 12. F. 1a.)
und Sladen (Challenger Aster. Taf. 90 F.1, u. Taf. 92. F. 6.).
Ich habe die Exemplare auf Ganeria falklandica Gray be-
zogen, weil Sladen (l.c. p. 383) Exemplare, die dem beschriebenen
sehr ähnlich sind, als solche bezeichnet hat. Er macht auf die
grosse Variabilität der Art aufmerksam, besonders auf das Varüren
der Stachelzahl der Ventrolateralplatten und der Anordnung der
Marginalplattenstacheln. Hierzu kommt, dass Perrier (l.c. p. K. 9)
andeutet, dass die 3 von ihm beschriebenen Ganerien: hahni, ro-
busta und papillosa, vielleicht nur Varietäten der falklandica vor-
stellen. Ausserdem lässt auch die starke Neigung der nahe ver-
wandten Gattung Cycethra zur Abänderung in Gestalt und Stachel-
bekleidung, wie Perrier überzeugend nachgewiesen hat, vermuthen,
dass in der von Gray entdeckten Ganeria falklandica eine stark
varirende Art vorliegt.
Gen. Oyecethra J. Bell
5. Cycethra simplex J. Bell
Hauptlitteratur:
1881 Cycethra simplex J. Bell, Proc. Zool. Soc. p. 96/97. Taf. 9. F.5, 6.
1884 Cycethra simplex Th. Stud., Abh. Akad. Wiss. Berlin p. 31.
1889 Cycethra simplex Th. Stud., Gazelle Exped. p. 289.
1890 Cycethra simplex S1., Challenger Aster. p. 377, 379, 770.
1891 Cycethra simplex E. Perr., Miss. Cap Horn p. K. 122 ff. u. K. 170 ft.
1895 Cycethra simplex Lpldt., Z. wiss. Zool. LIX, 4. p. 902 ff.
Fundort: Bahia Park, Cockburn Channel.
Bemerkungen: „Im Leben oben gelbbraun, unten hellgelb:
Gezeitenzone.*
2 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3776). Die
Maasse sind:
a, h—=,34,,7 —= 14.
bb, R- 30.8516.
Fundort: Lagartija Ins.
Bemerkungen: „Seestern oben gelbroth, unten hellgelb.“
2 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3772). Die
Maasse sind:
ar. —,88,. 0 = 2;
byeRr= 34,2 =M:
96 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr. L. Plate
Fundort: Calbuco.
Bemerkungen: —
2 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod.No. 3762). Die
Maasse sind:
2), 31. 72 14:
Dis 21, = — 1,779,
Fundort: Bahia San Sebastian (Ost-Feuerland).
Bemerkungen: —
1 trockenes Exemplar: R=66, r=26 mm (Mus. Berol. Echinod.
No. 3797).
Fundort: Cabo Espiritu Santo (Ost-Feuerland).
Bemerkungen: —
Bruchstücke eines trockenen Exemplars.
6. Cycethra simplex J. Bell forma subeleetilis E. Perr.
1891 Cyc. simpl. forma subelectilis E. Perr., Miss Cap Horn p. K. 181.
Fundort: Punta Arenas ‚an den Strand geworfen.“
Bemerkungen: „Im Leben oben rein blau, an den Kanten
etwas heller, unten zwischen den Füsschen noch heller graublau.
Füsschen gelbweiss.“
1 Exemplar in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3780).
Die Maasse sind R = 52, r = 25,5. — Ich führe die Form
nicht mit den anderen zusammen auf, da sie ausser durch ihre ab-
weichende Färbung auch durch die überaus deutlich hervortretenden
Marginalplatten auffällt.
Fam. Asterinidae Gray
Gen. Asterina Nardo
7. Asterina chilensis (Ltk.)
Litteratur ef. Leipoldt 1. c. p. 595.
Hierzu 1854 Asteriscus calcaratus Gay, Hist. fis. y polit. Chile VIII. p. 427.
1857 Asteriscus calcaratus Phil., Arch.f. Naturg. 23. Jhrg. 1. Bd. p. 134.
Fundort: Cavancha VI. 83.
Bemerkungen: ‚„Gemeiner Seestern der Küstenfelsen mit ur-
sprünglich rothblauer Färbung.“
10 Exemplare in Spiritus. (Mus. Berol. Echinod. No. 3753.)
Ueber die Farbangabe cf. Gay, der die Farbe als „un bello
encarnodo escarlata por encima, y un poco rosa do por debajo“
angiebt.
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 97
8. Asterina fimbriata E. Perr.
Litteratur ef. Leipoldt ]l.c. p. 594.
Fundort: Punta Arenas, unter Steinen der Küste.
Bemerkungen: „Oben ziegelroth, unten gelbweiss, Füsschen
graugelb.“
2 Exemplare in Spir. (Mus. Berol. Echiniod. No. 3775).
Fundort: Calbuco.
Bemerkungen: —
1 Exemplar in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3761).
9. Asterina calcarata (E. Perr.)
var, selkirki n.
Taf. VI. ‚Fig..3,38;
Hauptlitteratur.
1869 Asteriscus calcaratus E. Perr., Ann. sci. nat. Zool. (5) Xli, p. 292.
1871 Asteriscus calcaratus Ltk., Videnskab. Meddelels. p. 242. Anmerk.
1876 Asterina calcarata E. Perr., Rev. Steller. p. 302.
1889 Asterina calcarata S1., Chall. Aster. p. 331 u. 772.
1895 Asterina calcarata Lpldt., Z. wiss. Zool. LIX. 4. p. 601.
Fundort: Juan Fernandez.
Bemerkungen: ‚Seestern im Leben graugrün, sehr gemein
zwischen den Steinen der Küste.“
6 Exemplare in Spiritus, darunter ein sechsarmiges. 1 davon
getrocknet (cf. Abb.). (Mus. Berol. Echinod. No. 3748.)
Unter den von E. Perrier von Chile beschriebenen Seesternen be-
findet sich auch ein solcher von Valparaiso, der sich im Pariser
Museum, als calcarata bezeichnet, befindet. Es ist ein einziges
Exemplar in Spiritus, das von Valenciennes mit diesem Namen
zusammen mit noch anderen chilenischen Asterinen benannt
wurde. In den mir bekannten Aufzählungen chilenischer Seesterne
findet sich Asterina calcarata nur immer auf die Beschreibung von
Perrier hin aufgeführt. Andere Exemplare, als das eine Pariser
Spiritus-Exemplar, sind nirgends erwähnt, obgleich doch zahlreiche
Sendungen von Chile nach Europa gelangt sind. In der Plate’schen
Collection finden sich nun einige Exemplare einer Asterina-Art von
Juan Fernandez, die, wie ich glaube, mit einiger Wahrscheinlichkeit
sich auf die Perrier’sche calcarata zurückführen lassen. Die von
Perrier gegebene Diagnose lautet frei übersetzt:
„Körper pentagonal mit kaum ausgebuchteten Seiten. Die dorsalen
Schuppenplatten tragen jede eine doppelte oder dreifacheReihe granula-
artiger, an der Spitze abgerundeter Stacheln, die gegeneinander ge-
richtet sind. Alle diese Reihen sind beinahe zusammenhängend und nur
manchmal getrennt durch runde Büschel ganz ähnlicher Stacheln. Die
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd.I. H.2. 7
98 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr. L. Plate
Madreporenplatte ist ziemlich gross und liegt, vom Mittelpunkte aus
gerechnet, im ersten Fünftel der Entfernung des Centrums vom Rande.
Die Kanten des Körpers sind umgeschlagen gegen die Bauchseite,
die concav ist. Die Dreiecke, die auf der Bauchseite durch die
Ambulacralfurchen entstehen, zeigen in der nach der Spitze des
Dreieck liegenden Hälfte unvollständige Reihen isolirter Stacheln,
welche sich in der anderen Hälfte in eben so viel Doppelreihen
kurzer und stumpfer Stacheln verwandeln. Die Stacheln der Am-
bulacralfurche stehen in einer Reihe, sie sind sehr schlank, auf
jeder Platte stehen zwei. Sie sind nach hinten zu verstärkt durch
eine Reihe von Stacheln, die der eigentlichen Ventralseite angehören,
aber länger als gewöhnlich sind.
Durchmesser: 3 Centimeter.
Vaterland: Valparaiso.‘
Soweit Perrier. Die vorstehende Diagnose passt auf die vor-
liegenden Stücke so ziemlich bis auf die Adambulacralbewaffnung.
Bei den Plate’schen Exemplaren besteht dieselbe aus zu 3 hand-
förmig stehenden Adambulacral- (Fig. 3a) und je einem subambula-
cralen Stachel. Es finden sich jedoch an der Furche auch Platten,
bei denen der 3te Adambulacralstachel nur ganz klein oder nur an-
gedeutet oder auch ganz abortirt ist. Ich halte deshalb die vor-
liegenden Stücke nur für eine Varietät der von E. Perr. beschriebenen
calcarata. Die Bestachelung der ventro-lateralen Platten entspricht
der Beschreibung des französischen Autors. Bei dem getrockneten
Exemplare sieht man, dass die mittelste Platte hinter der Mund-
platte auf einer durchsichtigen Haut steht (cf. Fig. 3). Auch
zwischen den nächsten umliegenden Platten erblickt man noch
deutliche Züge dieser unverkalkten Haut. Die Bestachelung des
Rückens stimmt auch mit der Diagnose von calcarata. Die Skelett-
anordnung ist so ziemlich die gleiche, wie sie Leipoldt (].e. pag. 596 ff.)
von Asterina chilensis geschildert und abgebildet hat. Die dorso-
lateralen Platten tragen kleine Bürstchen granulaartiger Stacheln,
die supplementären Platten kleine Büschel ebensolcher Stachelchen.
Zwischen diesen stumpfen Stachelchen der Rückenplatten finden
sich jedoch auch noch, an einem getrockneten Stück sehr gut zu
sehen, kleine ganz spitze Stachelchen zerstreut. Dieselben stehen
manchmal zu 4—5 auf supplementären Platten allein, nicht mit den
körnchenähnlichen vermischt, und zeigen dann das Bild eines kleinen
Morsensterns.
Während die Rückenbestachelung also Beziehungen zu der
Ast. chilensis Ltk. zeigt, ähnelt die Bauchbestachelung derjenigen
von Asterina exigua Lm. (kraussi M. T.)!)
Das Verhältniss der Radien ist:
a er a
1!) Ich möchte daran erinnern, dass Lamarck’s Originale nach E. Perrier
(Rev. Steller. d. Mus.) von Amerika stammen sollen,
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 99
Fam. Poraniidae E. Perr.
Gen. Porania Gray
10. Porania antaretica E. Sm.
Litteratur: cf. Leipoldt 1. c. p. 588.
Fundort: Calbuco, Dez. 94. — 10 Faden.
Bemerkungen: „Seestern im Leben wunderschön purpurroth
an den weichen Hauttheilen, Radien gelb.“
7 Exemplare, davon eines mit 4 Armen (anscheinend verletzt,
das fünfte Ambulacrum ist noch angedeutet) in Spiritus. (Mus.
Berol. Echinod. No. 3759).
Cryptozonia Sl. 1886.
Fam. Linekiidae E. Perr.
Gen. Ophidiaster Ag.
11. Ophidiaster agassizi E. Perr.
1884 Ophidiaster agassizi E. Perr., M&m. sur les Etoiles de Mer recueillies dans
la Mer des Antilles et le Golfe du Mexique. — Nouv. Arch. d. Mus. Paris.
p. 223 ff.
Fundort: Juan Fernandez.
Bemerkungen: „Seesterne im Leben scharlachroth; Gezeiten-
zone‘ 40 Faden“ — und „20 Faden‘.
Zahlreiche Exemplare in Spiritus, z. Theil tot am Strande ge-
sammelt, darunter eines mit 6 Armen, d.h. einem an der Basis ge-
gabelten Arm. Die Radienverhältnisse des grössten Exemplars sind
R:r = 80:10, des kleinsten: 19:4 mm. (Mus. Berol. Echinod.
No. 3745.)
Von der Küste Chile’s ist bisher keine Ophidiaster-Art bekannt
geworden, eine nahe Verwandte, Pharia pyramidata Gray, ist
in Peru heimisch (Leipoldt erwähnt sie auch von Valparaiso!).
Ich möchte hier anfügen, dass das Berliner Museum jüngst durch
Herrn Schiffsarzt Dr. Brenning Ph. pyramidata Gray und Phataria
unifascialis Gray von Manta (Ecuador) erhielt.
Fam. Eehinasteridae Verrill
Gen. Cribrella Ag.
12. Cribrella hyadesi E. Perr.
Litteratur: ef. Leipoldt Z. f. wiss. Zool. L1X. 4. p. 578.
Fundort: Calbuco Dez. 94. — 20 Faden.
Bemerkungen: „Seestern oben ziegelroth, unten gelbroth.“
1 Exemplar in Spir. (Mus. Berol. Echinod. No. 3767).
7%
100 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr. L. Plate
Fundort: Iquique.
Bemerkungen: —
Zahlreiche Exemplare in Spir. (Mus. Berol. Echinod. No. 3754).
Die von Perrier beschriebenen Originale entstammen der
Magellan-Str., die von Leipoldt zu dieser Art gestellten Stücke
der dem Chonos-Archipel gegenüberliegenden Küste. — Die Fauna
von Calbueo gehört auch noch zu der antaretisch südamerikanischen,
während die von Iquique der peruanischen Meeresregion angehört.
Die Stücke von dort zeigen aber nur so geringe Unterschiede, dass
ich daraufhin eine neue Art nicht aufstellen möchte, auch ist das
Verbreitungsgebiet anderer Cribrella-Arten ein so ausgedehntesund
ihr Variiren ein so grosses, dass die Identität der subtropischen
Stücke mit den subantarctischen nicht unwahrscheinlich ist. Aus der
peruanischen Meeresregion ist meines Wissens eine Cribrella ausser
minuta J. Bell noch nicht beschrieben worden, die antarctischen
Species zählt Leipoldt auf, und seine Ausführungen machen es
wahrscheinlich, dass alle beschriebenen Formen einer und derselben
Art angehören.
Ich beschreibe in folgendem ein getrocknetes, von Iquique
stammendes Stück: R= 26, r = 6. Breite der Arme an der Basis
6, nahe der Spitze 2 mm. Die Adambulacralarmatur besteht aus
Doppelquerreihen von Stacheln, die an Grösse allmählich abnehmen;
die eigentlichen beiden Adambulcralstachel sind die längsten; an
manchen Stellen erscheint es, als ob nur ein solcher Stachel vor-
handen sei, der, da er ein wenig länger ist, seinen Genossen bei
Seite drängt. Ganz innen an der Furche sitzt der kleine einzelne
gebogene Stachel. Die Mundeckstücke tragen, wie schon Leipoldt
erwähnt, 4 Randstacheln. Die Zahl der Oberflächenstacheln beträgt
bei diesem Exemplar 8, die in Längsreihen zu je 4 hinter den
3 letzten Randstacheln stehen. In der beginnenden Furche finden
sich unterhalb der 3 letzten Mundrandstacheln an der Stelle, an welcher
von dem zweiten Adambulacralstück an der kleine gebogene Stachel
steht, drei Höckerchen.
Auf die Adambulacralplatten folgt eine Reihe von Ventrolateral-
platten, die mit Stachelchen bewehrt sind, die an Grösse den
letzten subambulacralen Stacheln gleich sind, so dass der Ueber-
gang der Ambulacralplatten in die ersten ventrolateralen Platten
sich fast ohne Uebergang vollzieht. Zwischen dieser Reihe von
Ventrolateralia und der zweiten, welche die unteren Randplatten
bildet, liegt eine Reihe von Athempapillen, die sich deutlich bis
zur Spitze der Arme erstreckt.
Auf die unteren Marginalia folgen wieder durch eine Poren-
reihe getrennt, die aus kleineren Platten bestehenden oberen Rand-
platten. Die Bestachlung ist bei all diesen Plättchen dieselbe. Die
Adambulacralia, die Ventrolateralia und die Ventromarginalia haben
in der Nähe des Mundes bis zu 12 oder 14, und die Dorsomargi-
nalia bis zu 8S—10 Stachelchen, die meist in Doppelquerreihen an-
geordnet sind oder seltener unregelmässige Haufen bilden.
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 101
Das Rückenskelett bietet das Bild dar, das Perrier ].c. von
seiner Cr. hyadesi giebt. Die Stachelchen des Balkengerüstes
meist auch in Doppelreihen angeordnet, sind an Länge und
Form gleich denen der Ventrolateralia, auch die Madreporenplatte
ist dicht mit solch feinen Stachelchen bewehrt. Die Athempapillen
stehen meist einzeln, sehr selten zu mehreren zusammen.
Soweit die Beschreibung des trockenen Stückes. Ich glaube
sie rechtfertigt die Identifizirung der Stücke von Iquique mit der
Cr. hyadesi E. Perr.
Die Farbe der Exemplare ist im Alcohol weiss.
Fam. Stiehasteridae E. Perr.
Gen. Stichaster M.T..
13. Stichaster aurantiacus (Meyen)
Litteratur: cf. Leipoldt Z. f. wiss. Zool. LIX, 4, p. 578.
und dazu noch
1854 Asteracanthion aurantiacus Gay, Hist. fis. Chile VIII p. 426.
Fundort: Cavancha. Vl. 9.
Bemerkungen: ‚„Gemeiner Seestern an den Küstenfelsen.‘
8 Exemplare, davon einer 7armig in Spiritus. (Mus. Berol.
Echinod. No. 3751.)
3 trockene Exemplare (Mus. Berol. Echinod. No. 3757).
Fam. Brisingidae Vig.
Gen. Labidiaster Ltk.
14. Labidiaster radiosus Ltk.
Hauptlitteratur:
1871 Labidiaster radiosus Ltk.. Vid. Meddelels. Kjöbnhavn p. 293.
1876 Labidiaster radiosus Th. Stud., Monats Ber. Akad. Berlin p. 457.
1884 Labidiaster radiosus Th. Stud., Abh. Akad. Berlin p. 14 ff. Taf. II u. III.
Fig. 4a—y.
1891 Labidiaster radiosus E. Perr., Mission scient. Cap Horn, Echinod. p. K59 ff.,
K72 ff. u. K149 ff. Taf. 8.
1891 Labidiaster radiosus Sl., Challenger Report Aster. p. 595 Taf. 108 Fig. 2.
Fundort: Tabon J.t), 15 Faden.
Bemerkungen: „Vielarmiger Seestern oben rosa, unten gelb-
weiss.‘
l grosses, schönes Exemplar in Spir. — Durchmesser der Scheibe45
Armlänge 84 mm; Zahl der Arme 54, darunter 2 kleine, intercalirte,
deren kürzester kaum 1 cm lang ist. (Mus. Berol. Echinod. No.3756.)
!) Bei Calbuco! Der Fundort ist der nördlichste der bisher bekannt ge-
wordenen.
102 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr. L. Plate
Fam. Heliasteridae Vig.
Gen. Heliaster Gray
15. Heliaster helianthus (Lm.)
Litteratur: cf. Leipoldt Z. f. Zool. LIX, 4, p. 547 u. Taf. XXX F. 1a—e.
und 1834 Asterias helianthus Meyen, Reise um die Erde I. p. 222.
1854 Asteracanthion helianthus, Gay, Hist. fis. Chile VIII p. 425.
Fundort: Iquique.
Bemerkungen: —
10 grosse trockene Exemplare. (Mus. zool. Berol. Echinod.
No. 3758.)
Fundort: Cavancha, Felsen der Küste. VI. 93.
Bemerkungen: „Gemeiner Seestern der Küstenfelsen.“
2 jüngere Exemplare mit 22 und 12 Armen in Spiritus. (Mus.
Berol. Echinod. No. 3752.)
Von Juan Fernandez hat Dr. Plate leider keine Heliaster mit-
gebracht, die dort nach seiner Angabe häufig sind. Nach ihm ist
es Hel. helianthus!). Perrier führt von Juan Fernandez in seiner
Revis. Steller. p. 88 den von Valenciennes unterschiedenen Hel. ca-
nopus an, den Perrier selbst für einen jungen helianthus hält.
Fam. Asteriidae Gray
Gen. Asterias L.
16. Asterias (Cosmasterias) suleifera E. Perr.
Litteratur: cf. Leipoldt Z. f. wiss. Zool. LIX p. 553.
Fundort: Puerto Montt Nov. 93.
Bemerkungen: „Grosser Seestern im Leben oben violett mit
grauem oder braunem Anfluge, unten gelblich, gemein bei Tenglo.“
5 Exemplare in Spir. (Mus. Berol. Echinod. No. 3768).
Fundort: Bahia Parke, Cockburn-Channel, Magellan-Str.
Bemerkungen: „Seestern gemein in der Gezeitenzone, oben
im Leben je nach den Individuen blau oder lila, unten gelb.“
1 Exemplar in Spir. (Mus. Berol. Echinod. No. 3774).
Die Farbenangabe stimmt mit der von Studer Gazelle Aste-
riden p. 10 angegebenen.
Fundort: Calbuco.
Bemerkungen: —
l junges Exemplar, getrocknet. R= 23, r=3,25mm. (Mus. Berol.
Echinod. No. 3798).
') ef. Plate, Verh Ges. f. Erdkunde Berlin No. 4 u5. p. 224.
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 103
17. Asterias (Stolasterias) gelatinosa Meyen
Hauptlitteratur::
1834 Asterias gelatinosa Meyen, Reise um die Erde I. p. 222.
1835 Asterias gelatinosa Wiegmann, Arch. f. Naturg. 1. Jhrg. Bd. 1. p. 307.
1841 Asterias rustica Gray, Ann. Mag N.H. (1) VI. p. 179.
1842 Asteracanthion gelatinosus M. T., System Aster. p. 15.
1843 Asteracanthion gelatinosus M. T., Arch. f. Naturg. 9. Jhrg. Bd.1. p. 128.
1854 Asteracanthion gelatinosus Gay, Hist. fis. y polit.ChileZool. VIII. p. 424/5.
1857 Asteracanthion gelatinosus Phil., Arch. f. Naturg. 23. Jhrg. Bd. 1. p. 134.
1862 Asteracanthion gelatinosa Duj. & Hup6, Echinod. p. 331.
1866 Asterias rustica Gray, Synops. Spec. Starfish. p.1. No. 4.
1867 Asterias gelatinosa Verrill, Trans. Connecticut Acad. I. 2. p. 335.
1869 Asteracanthion gelatinosus E. Perr., Ann. sei. nat. Zool. (5) XII. p. 222.
Taf. 17. F. 4.
1875 Asterias gelatinosa E. Perr., Rev. Steller. p. 42,
1881 Asterias gelatinosa J. Bell, Proc. Zool. Soc. p. 504, 506.
1889 Asterias gelatinosa S1., Challenger Aster. p. 566, 822,
Fundort: Cavancha bei Iquique — Juni 1893.
Bemerkungen: —
3 grosse 6armige Exemplare in Spir. (Mus. Berol. Echinod,
No. 3749.).
Fundort: Tumbes, Talcahuano — Mai 1894.
Bemerkungen:
5 grosse Garmige Exemplare, ein mittelgrosses Tarmiges, ein
junges 6armiges Exemplar, dessen Maasse R= 30, r = 5 mm sind,
in Spir. Das grösste Exemplar misst: R = 245, r = 32. (Mus. Berol.
Echinod. No. 3763.)
18. Asterias (Coseinasterias) platei n. Sp.
Taf. VI. Fig. 2.
Fundort: Juan Fernandez; März 1894.
Bemerkungen: „Seestern im Leben gelbbraun, in Alcohol
ins Rothe übergehend. Santa Clara in einem „„pozo““ der Küste.“
„Seestern im Leben 8armig, warf einen von selbst ab. Alcoh.
Cons.“
1 Exemplar in Spiritus. (Mus. Berol. Echinod. No. 3746.)
Die schöne species, die ich dem Sammler zu Ehren plate zu
nennen vorschlage, zeigt in natürlicher Grösse die Fig. 2 der Taf. VI.
Seine Formel nach der Bell’schen Bezeichnung [J. Bell, Proc. Zool.
Soc. London 1881] ist: y2 mat.
8 schlanke von der Scheibe scharf abgesetzte Arme
R = 165—170, r= 12; R:r = 14:1. Die Adambulacralarmatur
besteht aus 2 schlanken, flachen, im spitzen Winkel zu einander-
stehenden, ca. 4 mm langen Stacheln; in den Mundwinkeln
springen in das Lumen zwei deutliche, längliche, platte Stacheln
104 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herrn Dr. L. Plate
vor, oberhalb deren ein zweites gleiches Paar steht. In
der Ambulacralrinne findet sich eine Reihe gerader Pedicellarien.
Auf der Bauchseite erhebt sich seitwärts von der Adambulacral-
armatur eine Reihe von 3 transversal gestellten Stacheln, die stärker
als die Adambulacralstacheln sind. Die dritten am Rande des Arms
stehenden Stacheln sind nach dem Rücken zu von je einem Halb-
kreise gekreuzter Pedicellarien umgeben, in ähnlicher Weise wie
bei gemmifera E. Perr. beschrieben, mit dessen Beschreibung der
Rückenbestachelung auch der vorliegende Stern grosse Aehnlichkeit
zeigt. Auf die Randstachelreihe folgt eine deutliche Längsreihe von
Kiemenhaufen. Auf dem abactinalen Theile zeigen sich 5 nicht be-
sonders deutliche Längsreihen von Stacheln, die von dicken Kränzen
gekreuzter Pedicellarien umgeben sind. Zwischen ihnen zerstreut
liegen Kiemenhaufen. Die Madreporenplatte ist klein, ziemlich ein-
gesenkt, dem Rande des Discus näher als dessen Mittelpunkte, —
Farbe im Leben gelbbraun, in Alcohol hell-lehmgelb.
19. Asterias (Polyasterias) fernandensis n. Sp.
Tat: VI: Eigg: L 1a, IM
Fundort: Juan Fernandez.
Bemerkungen: „gelbbraun.“
Die vorliegende kleine Art, von der Dr. Plate angiebt, dass er
sie nie grösser gesehen hat, und die auch nach seiner Meinung nicht
etwa als Jugendform der vorigen aufzufassen ist, liegt mir in
4Exemplaren (in Spir.)vor. 3derselben zeigen in natürlicher Grösse die
Figg. 1, la, 1b der Tafel. Die Farbe ist in Spiritus: weisslich.
Die Formel nach der Bell’schen Bezeichnung ist: y 2 mat.
Die Zahl der Arme schwankt zwischen 5 und 7. Neben einer
richtigen Cometenform (Fig. 1) findet sich ein Exemplar mit fast
gleichen Armen (Fig. 1a) und 2 Exemplare haben je 3 grosse und
3 kleine Radien (Fig. 1b). — Die Bestachelung der Bauchseite be-
steht aus einer diplacanthiden Adambulacralarmatur, mit an der
Bauchrinne sitzenden geraden Pedicellarien, dann folgt eine Reihe
zu je 3 transversal gestellter, an Grösse zunehmender Stacheln, von
denen der äusserste grösste, als Randstachel, mit einem Halbkranze
von Pedicellarien umgeben ist. Es folgt eine deutliche Reihe einzeln
stehender Athempapillen. Der Rücken zeigt 3 deutliche Reihen von
Kränzen gekreuzter Pedicellarien umgebener Stacheln, die von ein-
ander ebenfalls durch Reihen allerdings nicht sehr leicht erkenn-
barer einzeln stehender Athempapillen getrennt sind.
Meines Wissens ist ein zu der Untergruppe Polyasterias
E. Perrier’s — denn zu dieser stelle ich die Art, obgleich sie nur
3 Reihen Rückenstacheln hat — gehöriger Seestern aus jenen Meeres-
regionen noch nicht bekannt geworden. (Mus. Berol. Echinod,
No. 3747.)
aus Chile und Feuerland heimgebrachten See-Sterne. 105
20. Asterias (Sporasterias) antarctica Ltk.
(Taf. VI. Pig: 7,:7a,. 7b.)
1843 Asteracanthion rubens M. T., Arch. f. Naturg. 9. Jahrg. Bd. 1, p. 113,
123, 128.
1856 Asteracanthion antareticus Ltk., Vid. Meddelelser 1856 p. 105 (18d. S.-A ).
1867 Asterias
antarctica Verrill, Trans. Connecticut Acad. I. 2. p. 336.
1870 Asteracanthion varium Phil., Arch. f. Naturg. Jahrg. 36, Bd. 1, p. 272/4,
Tat: I;
F. a—c.
? 1870 Asteracanthion fulgens Phil., Ebenda p. 274/5.
1875 Asterias
1875 Asterias
1876 Asterias
1881 Asterias
2 1881 Asterias
1881 Asterias
1884 Asterias
1886 Asterias
1889 Asterias
1889 Asterias
1889 Asterias
u. 814.
1889 Asterias
21889 Asterias
? 1889 Asterias
1891 Asterias
1891 Asterias
1891 Asterias
1891 Asterias
antarctica E. Perr., R£v. Steller. d. Museum pag. 50.
eunninghami E. Perr., Ebenda p. 75.
eunninghami E. Sm., Ann. Mag. N. H. (4) 17 p. 36.
eunninghami J. Bell, Proc. Zool. Soc. London p. 93 und p. 506.
verrilli J. Bell, Ebenda p. 513, Taf. 67, Fig. 3. 3a.
antarctica J. Bell, Ebenda p. 494 u. 506.
antaretica Th. Stud., Monatsber. Akad. Berlin p. 7/8.
hyadesi E. Perr., C.R. Acad. des sci. Bd. 102. p. 1146.
antarctica Th. Stud., Gazelle Exp. p. 285.
antarctica S1., Challenger Asteroidea p. 564 u. 820.
cunninghami S1., Ebenda p. 562, 564, 566/7, 576, 674, 690, 703/4,
varia S1., Ebenda p. 566 u. 828.
fulgens S1., Ebenda p. 566 u. 822.
verrilli SI., Ebenda p. 564 u. 828.
antartica E. Perr., Miss. Cap Horn Steller. p. K13, 15.
spirabilis E. Perr., Ebenda p. K13, 14, 15, 87, 97.
varia E. Perr., Ebenda p. K 13, 97.
cunninghami E, Perr., Ebenda p. K 13, 97.
1895 Asterias rugispina Lpldt., (part.) Z. f. wiss. Z. p. 563—577.
Fundort: Punta Arenas.
Bemerkungen: —
2 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3796).
Maasse:
a) I, = 40, 1 — 10,5
bDyR Ier An
Fundort: Bahia Park, Cockburn Channel, Magellan-Str.
Bemerkungen: „Farbe in Spiritus etwas heller geworden.‘
2 Exemplare in Spiritus (Mus. Berol. Echinod. No. 3777).
Maasse a — 21.0. 7%-.0,9
Dur 2165,75.
Die Farbe ist hellweisslichgelb in Alcohol. — Studer giebt
in den Aster.
u. Euryal. d. Gazelle die Farbe als „blassgelb‘“ an.
Fundort: Admiralitäts-Sund (Feuerland).
Bermerkungen: „Seesterne; Färbung nicht verändert.“
4 Exemplare in Spiritus, 1 davon getrocknet (cf. Abb.). — Die
Farbe ist hellweissgelb in Alcohol. (Mus. Berol. Echinod. No. 3800).
106 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herm Dr. L. Plate
Maasse: a). R = 16,5, 45
DR 145 174
DR=1EIrE
Leipoldt hat in seiner Abhandlung über die Seesterne des
„Vettor Pisani* sämmtliche monacanthiden Asterias-Species der
Südspitze Amerikas auf eine Form, die er als rugispina be-
zeichnet, bezogen, nachdem schon Perrier in seiner Beschreibung
der Asteroiden der Mission du Cap Horn, die Vermuthung
ausgesprochen hatte, dass ein grosser Theil dieser Species vielleicht
identisch sei. Ich glaube, obgleich ich die Ausführungen Leipoldt’s
voll würdige und ihnen gern zustimmen möchte, dass Leipoldt in
dieser seiner Annahme doch etwas zu weit gegangen ist. Ich
werde auf diese Frage in meiner Bearbeitung der magellanischen
Seesterne von Dr. Michaelsen, der ein überreiches Material von
monocanthiden Asteriden von dort heimgebracht hat — es be-
finden sich 150 Exemplare von diesen in seiner Collection — zurück-
zukommen haben. Die Ausbeute Dr. Plate’s umfasst nur wenigo
Stücke, die ich auf antarctica Ltk. und rupicola Verrill be-
zogen habe. Die letztere Form scheint mir eine durch ihre Gestalt,
die nur in sehr geringer Zahl vorhandenen Pedicellarien, die An-
ordnung der Kiemen, die in geordneten Haufen, die deutlich
Reihen bilden, stehen, sowie durch ihre Färbung, obgleich ich auf
diese nicht zu grosses Gewicht legen möchte, ausgezeichnete con-
stante Varietät von antarctica zu sein. In den beiden Litteratur-
übersichten habe ich die Synonymie, wie sie sich nach meinen
Untersuchungen darstellt, aufgezählt. Ich möchte noch erwähnen,
dass von Asterias spirabilis mir Originalexemplare E. Perrier’s
durch Vermittelung des Hamburger Museums zur Verfügung
standen. Sie sind zweifellos mit antarctica Ltk. identisch, wie
auch Perrier’s Abbildung (l. c. Taf. 1. F. 3.) beweist, die einen
Seestern darstellt, bei welchem die „Mellenrummene“ zwischen den
Stacheln „ere overströede med en Mangfoldighed of smaae Pedi-
cellarier, der dog ikke ordne sig i Kredse om Piggene.“
21. Asterias (Sporasterias) antaretica Ltk. var. rupicola Verrill
(Taf. VI. Fig. 4.)
1876 Asterias rupicola Verrill, Bull. U. St. National Mus. 3 p. 71/72.
1876 Asterias rupicola Th. Stud., Monatsber. Akad. Berlin p. 457.
1879 Asterias rupicola Htt, Trans. N. Zeal. Inst. X 1878 p. 306.
1879 Asterias rupicola var. laevigata Htt., Ebenda p. 343.
1881 Asterias rupicola J. Bell, Proc. Zool. Soe. London p. 93 und 496 und 507.
1834 Asterias rupicola Th. Stud., Abh. Akad. Berlin p.7.
1889 Asterias rupicola Th. Stud., Gazelle Exp. pag. 144, 164.
1889 Asterias rupicola S1., Challenger Asteroidea p. 565, 567 u. 826.
1891 Asterias rupicola E. Perr., Miss. Cap. Horn p. K13.
1895 Asterias rugispina Lpldt., (part.) Z. wiss. Z. p. 563—577.
aus Chile uud Feuerland heimgebrachten See-Sterne, 107
Fundort: Puerto Montt Nov. 93.
Bemerkungen: „Kleiner Seestern, überall gemein, im Leben
oben schwarzgrün, unten gelblich.“
7 Exemplare in Spiritus. 1 davon getrocknet (cf. Abbildung).
(Mus. Berol. Echinod. No. 3769.)
Die Farbangabe stimmt mit der von Studer, Gazelle Aster. u.
Eur. p. 7, angegebenen: „Die Farbe ist dunkel, fast schwarz auf
der Oberseite, auf der Unterseite gelblich.“
Die Form scheint weit verbreitet zu sein, denn ich kann keinen
Unterschied finden zwischen den chilenischen Exemplaren und den
von Hutton gekauften Originalexemplaren von Neu-Seeland (Mus. Berol.
Echinod. No. 2386) seiner Asterias rupicola Verrill var. laevigata.
Maasse:, Ha) B= 32, = 11 db) er, 5,5
= A en u Ber 5 De a
ıREirTe)8 RED, me,
22. Ausserdem hat Dr. Plate noch 2 kleine Seesterne von den
Falkland-Ins. (Port Stanley) mitgebracht, die ich als junge Asterias
spirabilis J. Bell (?) (Mus. Berol. Echinod. N0.3765) bezeichnet habe.
Hauptsächlichste Litteratur über die Seesterne des
chilenischen und magellanischen Gebietes.
Bell, F. Jeffrey: Echinodermata-in-Account of the Zoologi-
cal Collections made during the Survey of H.M.S. „Alert“ in the
Straits of Magellan and on the Coast of Patagonia. — Proc. Zool.
Soc. London 1881. — p. 87—101. Taf. 8 u. 9.
Gay, Claudio: Historia fisica y politica de Chile.... Zoologia:
Tomo VII. — Paris u. Santiago 1854. — 8°. — Equinodermos:
Orden UI. Estelleridos: I. Asterideas. — pag. 423—427.
(Diese Bearbeitung soll nach Philippi, Verh. dtsch. wiss. Ver. Santiago 1892
II p. 246 von Hup& stammen, der auch die Mollusken in diesem Werke be-
schrieben hat.)
Leipoldt, Fritz: Asteroidea der „Vettor - Pisani‘‘ - Expedition
(1882— 1885). — Zeitschr. w. Zool. LIX 4. — Lpze. -—- 1895. —
pag. 545—654. Taf. 31 u. 32.
Meyen, F.J.F. Reise um die Erde..... in den Jahren 1830 —
1832 — Bd. I: Historischer Theil — Berlin — 1834 — 4° — p. 222.
Müller, Joh. u. Troschel, F. H.: Neue Beiträge zur Kennt-
niss der Asteriden. — Arch. f. Naturg. 9. Jhrg. 1843. Bd. 1 p.113—131.
Perrier, Edmond: Etude sur la repartition geographique des
Asterides — Nouv. Arch. Mus. (2) I. — 1878 — p. 1—107.
Perrier, Edmond: Mission scientifique du Cap Horn. — Zoo-
logie Tome VI. — Paris 1891. — 4°. — Echinodermes 1. Stelle-
rides. — p. K.1—K.198. Taf. 1—13. — 2 Holzschn.
Philippi, R. Amandus: Verzeichniss chilenischer Echinodermen.
— Arch. f. Naturg. 1857. 23. Jahrg. Bd. 1 pag. 130—134.
108 Dr. Maximilian Meissner: Die von Herm Dr. L. Plate ete.
Philippi, R. Amandus: Beschreibung einiger neuen Seesterne
aus dem Meere von Chilo&. — Arch. f. Naturg. 1858. 24. Jhrg. Bd. 1.
p. 264—268.
Philippi, R. A.: Neue Seesterne aus Chilo&. — Arch. f. Naturg.
1870. 36. Jhrg. Bd. 1. p. 268—275.
Sladen, W. Percy: Report on the scientific results of the
voyage of H. M. S. Challenger. Zoology: Vol. XXX. — Report on
the Asteroidea collected by H. M. S. Challenger during the years
1873— 1876. — London 1889. — 4°. — pag. I—-XLII, 1—893,
Taf. 1—-117; 1 Karte.
Studer, Theophil: Ueber Echinodermen aus dem antarctischen
Meere etc. — gesammelt auf der Reise S.M.S. Gazelle um die
Erde. — Monatsber. Akad. Berlin 1876. — 8°. — p. 452—465.
Studer, Theophil: Verzeichniss der während der Reise S. M.
S. Gazelle um die Erde 1874—1876 gesammelten Asteriden und
Euryaliden.. — Abh. Ak. Wiss. Berlin. — Berlin 1884. — 4°. —
pag. 1—64, Taf. 1—5.
Studer, Theophil: Die Forschungsreise S. M. S. Gazelle in den
Jahren 1874—1876. — II. Theil: Zoologie und Geologie. — Berlin
1889. 4°. — pag. I-VI. 1—322. Taf. 1—33.
Verrill, A. E.: Notes on Radiata in the Museum of Yale
College. 2. On the geographical distribution of the Echinoderms
of the West Coast of America. — Trans. Connecticut Acad. I. 2.
1867. — 8°. — p. 523—351.
Tafelerklärung.
Die Figuren sind mit Ausnahme von la u. 1b sämmtlich nach trockenen Stücken gefertigt.
Fig. 1. Polyasterias fernandensis n.sp. (Cometenform — 12 mit sieben
fast gleichen Armen — 1b 6armig. — Natürl. Grösse; Rückenseite.
Fig. 2. Coseinasterias platei n. sp. 1 Arm und Scheibe ausgeführt. Der
obere Theil des Armes von unten. Natürl. Grösse.
Fig. 3. Asterina calcarata E. Perr. var. selkirki n.v. Rücken- und Bauch-
seite. Natürl. Grösse. 3& Adambulacralarmatur vergr.
Fig. 4. Sporasterias antaretica Ltk. var. rupicola Verrill Rücken- und
Bauchseite. Natürl. Grösse.
Fig. 5. Odontaster singularis M. T.* Original des Berliner Museums (No. 754)
Natürl. Grösse. Bauch- und Rückenseite. Die „Zähne“ sind absicht-
lich etwas grösser und deutlicher gezeichnet. — 5a Drei Bauchplatten
desselben Exemplars mit den Pedicellarien. Vergrössert.
Fig. 6. Odontaster singularis M. T. (chilensis M. T.* Original des Berliner
Museums No. 750). Rücken- und Bauchseite. Natürl. Grösse. Das
Exemplar ist mit zahlreichen Pedicellarien oben und unten bewehrt.
Fig. 7. Sporasterias antaretica Ltk. Kleines Exemplar. Rücken- und Bauch-
seite. Natürl. Grösse. — 7& Armspitze von oben, vergrössert. Man
sieht die zahllosen Pedicellarien. 7b Armspitze von unten, vergrössert
um die Uebereinstimmung mit Fig. 4 zu zeigen.
Ueber das Abdomen der Scolytiden,
ein Beitrag zur vergleichenden Morphologie
des Hinterleibes der Coleopteren.
Von
Dr. phil. Carl Verhoeff,
Bonn a. Rh.
Hierzu Tafel VII, VIII und 4 Textfiguren.
Vorbemerkungen.
Prof. C. Lindemann (Moskau) ist wohl der erste gewesen,
welcher — und zwar in seiner Arbeit „Vergleichend-anatomische Unter-
suchung über das männliche Begattungsglied der Borkenkäfer* 1875, —
eine bestimmte Coleopteren-Gruppe auf ihr Abdomen, wenigstens
teilweise, vergleichend studirt hat. Seine Abhandlung umfasst 57 Seiten,
5 Tafeln und 6 Textfiguren. Sie behandelt 39 Species aus 13 Gat-
tungen und zwar Tomiciden, Hylesiniden und Scolytiden,
alle aber nur im männlichen Geschlecht. Neben S. 4 findet sich
sogar eine phylogenetische Tabelle, worin die Verwandtschafts-
verhältnisse der Arten und Gattungen durch Kreise und Linien ver-
anschaulicht sind.
Obwohl die Arbeit für die damalige Zeit in Bezug auf die genauer
behandelten Organe im Einzelnen einen sehr sorgfältigen, bisweilen
sogar überraschend genauen Eindruck macht, so muss sie dennoch —
wie sie jetzt ist — dem Leser ein „Buch mit sieben Siegeln“
bleiben. Das lehren mir einerseits die Aeusserungen von Collegen,
andererseits die Eindrücke, die ich selbst empfing, als ich die Ab-
handlung studirte und die Borkenkäfer in natura anatomisch noch nicht
in Untersuchung genommen hatte. Ferner beweist das eine Arbeit
C. Escherich’s: „Die biologische Bedeutung der Genitalanhänge
der Insekten“ Verh. d. zool.-bot. Ges. i. Wien 1892, wo in Fig. 15
eine Abbildung Lindemann’s wiedergegeben ist und der ent-
sprechende Typus als ein „unregelmässiger“ bezeichnet wird, womit
natürlich nichts erklärt ist. Auch eitiren mehrere Forscher (z. B.
110 Dr. Carl Verhoeff:
Kolbe) die Lindemann’sche Arbeit, ohne sich jedoch über deren
Inhalt zu äussern. Schon vor einem Jahre habe ich mich daran
gemacht die Untersuchungen Lindemann’s nachzuprüfen, um sie
zu vervollständigen und vor Allem verständlich zu machen. Andere
Aufgaben zogen mich von diesem Thema ab und erst kürzlich regte
mich ein Brief Prof. Nüsslin’s (Karlsruhe) an, die Sache zu Ende
zu führen, wobei ich teilweise noch weiter geschritten bin, als ich
anfänglich beabsichtigte. — Ich will jetzt gleich vorausschicken,
dass die besprochene Arbeit Lindemann’s hauptsächlich an zwei
Mängeln leidet:
1. hat er nämlich die Abdominalsegmente, deren Studium
zu einer richtigen Auffassung der Copulationsorgane unumgänglich
notwendig ist, fast vollständig unberücksichtigt gelassen und mit
ihnen auch das Atmungssystem,
2. kümmert er sich so gut wie gar nicht um den Ductus ejacula-
torius und den Praeputialsack, desgleichen nicht um die Genital-
haut. —
Eine Berücksichtigung der 2 Thiere würde auch förderlich ge-
wesen sein. — Schon der im Titel gewählte Ausdruck „männliches
Begattungsglied“ ist höchst unglücklich, daL. einerseits sich nicht
auf dieses allein beschränkt, andererseits aber auch nirgends eine
Definition desselben gegeben hat. Auch kann jener Ausdruck sich
doch nur auf ein einheitliches Organ beziehen, nicht aber auf
ein Conglomerat von Organen, wie es hier vorliegt.
Die Arbeit Lindemanns ist in der That, wie die Ueberschrift sagt,
eine vergleichend-morphologische, aber sie leidet, ausser den schon
genannten Mängeln, auch noch daran, dass sie sich auf keinerlei
andere Insekten- oder Coleopteren-Gruppen bezieht, sie schwebt
vergl.-morphol. in der Luft und ist zwar ein Beitrag zur vergl.
Morphologie der Borkenkäfer, nicht aber der Käfer im Allgemeinen,
denn die Begriffe: „Endplatten“, „Anker“, „Körper“,
„Gabel“, „Seitenplatten“ etc. sind hinsichtlich ihrer Be-
ziehungen zu den allgemeinen Organisationsverhältnissen
des Coleopteren-Abdomens unerklärt geblieben. Es mögen
hier zwei allgemeine Sätze angegeben werden, welche L. aus seinen
Untersuchungen gezogen hat und auf S. 3 vorausschickt:
„l. Das Copulationsorgan der Scolytiden besteht aus mehreren
Stücken, welche von sehr verschiedenem morphologischen Werthe
sind. Ich trenne diese Stücke in zwei Gruppen. Die Stücke der
einen Art nenne ich primäre, sie sind sehr constant bei den Formen
unserer Familie. Die Stücke der zweiten Art nenne ich accessorische
und die ganze Masse derselben benenne ich Aufsatz. Diese
accessorischen Stücke sind sowohl ihrer Gestalt als auch ihrer
Zahl nach sehr verschieden. Die primären Stücke sind wahrschein-
lich metamorphosirte Theile einiger Abdominalsegmente, die accessori-
schen Stücke sind wahrscheinlich Cuticularbildungen, entstanden in
der Cuticula des Ductus ejaculatorius,
Ueber das Abdomen der Scolytiden. al
2. Das Begattungsglied der Borkenkäfer (und zwar der Aufsatz
des Organes) ist ein Gebilde von sehr grosser Variabilität. Im
Bereiche dieser Familie finden sich mehrere Typen in seiner Zu-
sammensetzung. Selbst im Bereiche eines kleinen Genus (wie z. B.
Scolytus oder Hylastes) finden sich einige nicht unbeträchtliche
Differenzen in der Bildung seines Aufsatzes.* —
Lindemann gründet also seine Unterscheidung von „pri-
mären“ und „accessorischen* Stücken lediglich auf die
Constanz im Vorkommen, nicht aber auf ihre morpho-
logische Lage und Natur und giebt über letztere nur eine
„wahrscheinliche“ Ansicht ab.
* x
*
Im Folgenden will ich nun eine Auseinandersetzung der Morpho-
logie des ganzen Abdomens der Borkenkäfer geben, wobei
ich mich, ausser Dendroctonus micans, auf 2 allgemein in Deutsch-
land leicht erhältliche Formen, nämlich Hylurgus piniperda und
Hylesinus fraxini (alle drei auch von L. behandelt) beschränken
kann, denn meine Aufgabe besteht ja in erster Linie darin, einer-
seits Lindemann im Allgemeinen zu ergänzen und einen
Schlüssel zum Verständniss seiner im Einzelnen (zum Theil
wenigstens) dauernd werthvollen Arbeit zu liefern, andererseits
zu zeigen, dass die Borkenkäfer in das Gebäude der vergl.
Hinterleibsanatomie der Coleopteren auf's Schönste und
Klarste sich einfügen. —
Hylesinus fraxini.
ö — Ein einziger Blick auf die Abdominalsegmente zeigt, dass
man es nicht mit einer Form zu thun hat, welche den niederen
Coleopteren-Gruppen angehört.
Ausser der 1. fehlt noch die 2. V.!) bis auf Reste, die nur sehr
undeutlich von der 3. V. abgegrenzt sind. Der dreieckige, vorn
abgerundete, also schmale Processus ventralis ist wenig länger als
die übrige 3. V. Jederseits hinter seinem Vorderende geht nach
aussen in dem braungelben, von hinten nach vorne immer heller
und dünner werdenden Ventralphragma eine scharfbegrenzte, feine
gelbliche Linie ab, welche an den ephragmatischen Theil der 3. V.
etwas hinter deren seitlicher Vorderecke stösst und dort aufhört.
Diese Linie ist die Trennungslinie der 2. und 3. V. Da aber vor
ihr nur ein schmaler, strukturloser Streifen liegt, so kann man
sagen die 2. V. fehlt, oder ist wenigstens äusserst rudimentär.
Die-3. und 4. V. sind so dick und so stark pigmentirt, dass
ich ihre Struktur und Ausrüstung gar nicht hätte sehen können,
!) Vergl. die Abkürzungen der Tafelerklärung, welche z. Th. auch im
Texte gelten.
112 Dr. Carl Verhoeff:
wenn ich nicht durch folgende Beobachtung zum Ziele gelangt
wäre: Wenn man die dickeren Ventralplatten besonders stark
unter Kochen macerirt, so lösen sie sich schliesslich (insbesondere
ist das leicht bei der 3. und 4. zu sehen) in 2 Blätter auf, von
denen das äussere schön chitingelb und durchsichtig ist, das innere
schwarzbraun und sehr wenig durchsichtige. An ersterem (das
sich übrigens mit besonderer Deutlichkeit nur so weit erstreckt,
als der phragmatische Theil reicht, oder doch nur ganz
wenig darüber hinaus) kann man nun leicht die zahlreichen Tast-
borsten wahrnehmen, zwischen denen die zellige Struktur recht
deutlich, aber unvollständig ist. Häutungshaare fehlen auf den
Ventralplatten, was ich ja schon für viele Coleopteren nachgewiesen
habe. Die Tastborsten der 3. V. reichen bis zur Spitze des Pro-
cessus herauf und haben hier wie auf den folgenden Ventralplatten
eine sehr auffallende Gestaltung. Viele sind allerdings normal,
andere aber spalten sich von der Basis an in mehrere divergirende
Grannen, so dass ein Büschel von 3, 4, 5 und noch mehr Spiessen
entsteht. Andere, namentlich an den hinteren V., sind zwar ein-
strahlig, besitzen aber viele Nebenästchen und wenn diese kürzer
und mehr stachlich sind, erinnern sie an die Integumentalanhänge
von Polyxenus unter den Diplopoden. Die 3.—7. V. bilden zu-
sammen ein hinten abgerundetes Ventralbecken. Diese Platten
sind alle scharf gegen einander abgesetzt, doch nimmt ihre Be-
weglichkeit gegen einander von hinten nach vorn ab. Die 3. und
4. V. sind etwas an einander geschweisst, aber doch sehr scharf ab-
gesetzt und noch etwas gegen einander beweglich, wie auch die
Longitudinalmuskeln lehren, welche noch über die 3. V. weg-
ziehen und sich vorne an den Hinterrand der phragmatischen
Mulden anheften. Die 5., 6. und 7. V. sind durch Zwischenstreifen
von einander abgesetzt, aber diese Streifen selbst sind schon so
kräftig, dass sie wie Complementärstreifen erscheinen. Mit der 7. V.
scheint der Hinterleib schon abzuschliessen.
Dass die Dorsalplatten, namentlich die vorderen, recht zart
seien, konnte schon wegen der Dicke der Ventralplatten erwartet
werden. Vorne am Rücken findet sich sogar eine von vorn nach
hinten sıch verschmälernde, im Bereich der 1.—3. D. liegende,
glashelle Stelle, welche diese drei D. in je 2 laterale, bräunliche
Stücke zerlegt. Die Dorsalplatten sind alle graubräunlich, wobei
die hinteren allmählig an Stärke und dunklerer Färbung zunehmen.
Die 6., 7., 8. D. sind mehr gelbbraun, die 8. ist am kräftigsten
chitinisirt. Naturgemäss nehmen die D. von vorne nach hinten an
Breite ab, die 8. D. ist nur noch doppelt so breit als lang. Sie
besitzt vorne an der Ecke kurze, abgerundete Fortsatzläppchen,
etwas grössere kommen an der 7. vor. Sehr deutlich kann man
an den D. die Bedeutung der Tastborsten als solcher beobachten.
Sie fehlen nämlich auf den völlig unter den Alae liegenden 1. bis
6.D., beginnen an der 7., welche hinten von den Alae nicht
mehr bedeckt wird, indem sie in deren hinterer Hälfte schon
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 113
ziemlich zahlreich sind, und stehen auf der 8. D. so dicht und
zahlreich wie kaum irgendwo auf den V. Bei der Copula
wird die 8. D. völlig sichtbar. Die Tastborsten auf der 7. D und der
vorderen Hälfte der 8. sind wieder in strahlige Büschel gespalten,
die der hinteren Hälfte der letzteren sind einfach, am Ende zum
Theil mit feinen Grannen. Die strahligen Tastborsten theilen sich
nicht alle direkt von der Basis an, vielmehr verbreitern sich manche
zu einem dreieckigen Plättchen und erst von diesem strahlen die
Grannen aus. Drüsenporen und Häutungshaare, welche den Ventral-
platten fehlen, finden sich auf fast allen Dorsalplatten. Auf der
1.—7. D. findet man die Drüsenporen der Quere nach sehr zerstreut
als braune kleine Ringe mit hellem Kern. In den Gegenden, welche
Tastborsten tragen, stehen die Dpo.!) in der Regel an deren Basis,
was ich schon von vielen Coleopteren mitgetheilt habe. Alle D.
sind durch glasige, strukturlose Zwischenhäute getrennt. Hh.
finden sich reichlich an der 1.—7.D., fehlen aber an der 8. bis
auf einen schmalen Saum an deren Vorderrand. An der 2.—5.D.
bilden die Hh. einen von vorne nach hinten auf diesen Platten an
Stärke zunehmenden Hinterrandssaum. Die ganze hintere Hälfte
der 6. D. ist dicht von Hh. besetzt, während diese an der 7. sich
umgekehrt nur in der Vorderhälfte befinden und zwar jederseits
ein ungefähr dreieckiges Haarfeld bilden. Die mit Hh. besetzten
Stellen der D. sind immer dünner und heller als die übrigen, auf
denen sie fehlen oder nur spärlich vorhanden sind. Die Spitzen
der Hh. sind meist nach hinten gerichtet, seitlich aber auf der
3., 4., 5. und 6.D. schräg nach aussen und vorn, in den Haar-
feldern der 7. D. direkt nach aussen. Man kann an der 4.--6. D.
eine ganz bestimmte Linie finden, wo sich die Hh. verschiedener
Richtung der Spitzen scheiden. Alle die nach vorn und aussen
stehenden Hh. fallen unter den Begriff der Haarfelder, wenn sie
auch auf der 7. D. allein besonders deutlich ausgeprägt sind.
Ueber die Bedeutung der Haarfelder, insbesondere für die
Zusammenfaltung der Alae, habe ich bereits früher gesprochen,
ich verweise z. B. auf S. 56 und 57 meiner Arbeit über „Beiträge
zur vergleich. Morphologie des Abdomens der Coceinelliden* ?) und
erinnere hier nur an die Thatsache, dass unsere Borkenkäfer, zum
Schrecken der Forstbeamten, fast immer vortreffliche Flieger sind.
Die Pleurenhäute verhalten sich auch hier wieder in sofern
abweichend von den Zwischenhäuten, als sie dicht mit nach hinten
gerichteten, spitzen Hh. besetzt sind, übrigens annähernd glashell.
In ihrem oberen Gebiet finden sich auch einige zerstreute Dpo.
Die Pleurenhäute reichen bis gegen das Ende des7T. Abdo-
minalsegmentes. Nach hinten nimmt die Zahl der Hh. noch
bedeutend zu, sodass sie besonders in den Pleuren des 6. und
7. Segmentes äusserst gedrängt stehen. Pleurenplatten fehlen.
1!) Dpo. = Drüsenporen, Tb. — Tastborsten, Hh. = Häutungshaare.
2) Archiv für Naturgeschichte, Berlin 1895.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd.I. H.2. 8
114 Dr. Carl Verhoeff:
Die Stigmen liegen mitten in den Pleurenhäuten. In
ihrer Umgebung ist nur ein kleiner, heller Hof von Hh. frei. Ihre
Mündung wird durch ein wulstiges, gelbbraunes Peritrema um-
rahmt und ist von länglicher Form. Es giebt sechs Stigmen-
paare, am 1.—6. Abdom.-Segment. Die Stigmen des 1. A.-Segm.
sind bei weitem am grössten, von 4—6fachem Längsdurchmesser
der 2.—5. St. Das 2.—5. Stigma sind von ungefähr gleicher Grösse,
das 6. ist ein Zwergstigma (cf. Fig. 5). Seine Oeffnung ist kaum
so weit als die Basis eines der benachbarten Hh. Manchmal hat
es aber gar keine Oefinung und ist nur noch durch ein Chitin-
knötchen angedeutet (Variation!). Einen Verschlussbügel bemerke ich
nicht. An den anderen5St.-Paaren sind deutlich 2 Verschlussbügel aus-
gebildet, ähnlich denen in Fig. 11, der nach den Ventralplatten zu
gelegene ist der kräftigere. Die Stigmenhöhlenwände sind mit
einfachen Hh. mässig dicht besetzt, am deutlichsten noch am
1. Stigma, schwach bei den folgenden, gar nicht am 6. — Die
Stigmen werden jederseits durch zwei, laterale, Haupt-Tracheen-
längsstämme verbunden, welche recht zart und dünner sind als bei
den folgenden Formen. Am 7. Segment habe ich keine deutlichen
Rudimente von Stigmen beobachtet.
Bisher war von acht Dorsal- und sieben Ventralplatten die .
Rede.
Eine genauere Untersuchung des Abdominalendes lehrt Fol-
gendes: (cf. Fig. 1.)
Die 9. und 10.D. fehlen vollständig, ebenso die 9. und
10. V. Der Enddarm mündet vielmehr unter der 8.D. Mit dieser
ist durch ein Band die kleine 8. V. in der Basalgegend der Fort-
sätze (p) verbunden. Sie ist ein schmaler, am Hinterrande reich-
lich mit typischen, einfachen Tb. besetzter Querstreifen. Mit dem
8. Segment sind durch die zarte, strukturlose Genitalhaut die im
Innern der Hinterhälfte des Abdomens liegenden, eingestülpten
Copulationsorgane verbunden. (Fig. 1.) Ausserdem wird ein
langes, etwas gebogenes, stabartiges Gebilde bemerkbar, das des-
halb, weil es sich ausserhalb der Genitalhautröhre be-
findet, nicht zu den Copulationsorganen gehören kann, vielmehr ein
Endoskelettstück der Segmente vorstellt (s. g. Fig. A und B!)
und auf den Tafeln. Aus Fig. A, welche die Seitenansicht des
Copulationsapparates vorstellt, ergiebt sich, dass der gekrümmte,
asymmetrische Stab rechts von demselben lagert. Er theilt sich
am Hinterende in 2 Arme, einen kürzeren x, welcher lateral liegt,
und einen ventralen, längeren y. Das Hauptende y liegt
gerade hinter der 8. V. und ist nur durch strukturlose Haut mit
ihr verbunden. Der Stab selbst ist von gelblicher Chitinfarbe, im
Innern etwas dunkler. Die geschilderte Lage des Stabes lehrt, dass
wir es mit einem Spiculum, d.h. einem von einer Ventral-
!) Diese 2 Textfiguren beziehen sich auf Hylurgus piniperda, können
aber im Wesentlichen auch für Hylesinus gelten.
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 115
platte aus entstandenen Endoskelettstück zu thun haben. In vielen
anderen Untersuchungen habe ich schon gezeigt, dass ein Spiculum
immer entweder von der 8. oder 9. V. aus entsteht, einerlei ob es
ein echtes oder falsches ist. Auch hier kann es sich nur um
diese beiden Platten handeln. Dass nun ein Spiculum gastrale,
d.h. ein von der 9. V. aus entstandener Endoskelettstab vorliegt,
beweist:
1. die Trennung desselben von der 8. V.,
2. der Satz, dass d Coleopteren ein Spiculum ventrale (zur
8. V.)nur dann besitzen, wenn sie gleichzeitig auch entweder ein
Spiculum gastrale (zur9.V.), einerlei ob echt oder falsch, oder einen
dorsalen oder ventralen Bogen am Genitalsegment aufweisen. (Diesen
Satz gründe ich auf meine gesammten bezüglichen Beobachtungen.)
Da jene Bedingungen hier nicht zutreffen, so zeigt auch Punkt 2,
dass es sich nur um ein Spiculum gastrale handeln kann, wobei
die Gabelung des Hinterendes ein Hinweis darauf ist, dass ein
falsches Sp. gastr. vorliegt, d.h. ein von den Seitenecken und
nicht von der Mitte der ursprünglichen 9. V. aus entstandenes Ge-
bilde. Wenn also auch die 9. V. als solche völlig erloschen
ist, so blieb doch ein sehr stark entwickeltes, von ihr
aus entstandenes Endoskelettstück übrig.
Der Copulationsapparat besteht nun, wenn man zunächst
von besonderen Differencirungen absieht, aus zwei Haupttheilen,
nämlich:
1. einem unpaaren, cylindrischen, am Ende zugerundeten,
in der eingestülpten Genitalhautröhre liegenden und in seiner Axe
den Samenausfuhrkanal aufnehmenden Gebilde, in welchem man
somit den Penis erkennen muss (P),
2. einem Ringe, der die Vordergrenze der eingestülpten
Genitalhautröhre bildet, als ein flacher Wulst ins Körperinnere
vorspringt (wie später zu erörternde Muskeln lehren), und von mir
im Anschluss an Lindemann als Gabel bezeichnet wird, aus
Gründen, die sich ebenfalls später von selbst ergeben (e. G.).
Die Gabel ist ein gelblicher, bis gelbbrauner, in der ventralen
Mediane zu einem schwachen Knoten (Zäpfchen) verdickter, in der
dorsalen Mediane geschlossener, ziemlich senkrechter Ring von
geringer Breite und ohne sonstige Auszeichnung. Er umgiebt
vorne den Penis, von welchem er durch eine häutige Strecke ge-
trennt ist.
Vom Penis sei zunächst die äussere Einrichtung besprochen.
Als etwas besonders Auffallendes sind zwei nach vorne verlaufende
endoskelettale Stäbe zu nennen. Dieselben entspringen ventral-
wärts (cf. Fig. A) am Vorderende des P. und ragen noch um etwas
mehr als die eigene Länge desselben nach vorne in die Bauchhöhle
hinein (Fig 1 und 2). Sie biegen sich anfänglich ein wenig nach
innen, dann gerade nach vorn und schliesslich wieder etwas nach
innen, wobei sie sich von der Basis gegen das Ende allmählig ver-
dicken. Vorne sind sie abgerundet. Sie sind strukturlos und gelb-
8*
116 Dr. Carl Verhoeff:
bis graubraun. Ihre Basen liegen nicht ganz um die Breite des P.
auseinander. An macerirten Praeparaten neigen die Vorderenden
dazu, sich zu kreuzen (Fig. 1 und 2). An nicht macerirten Praep.
Fig. A und B: Hylurguspiniperda, etwas schematisch.
& 8.9.
2. 5. g.
ist das nicht der Fall (Fig. 6 und 7), hier werden sie vielmehr
durch Muskulatur auseinander gehalten. Homodyname Bildungen habe
ich bei nicht wenigen anderen Coleopteren bereits in früheren Ar-
beiten nachgewiesen und nenne auch diese (wie jene) Femora
Penis, Schenkel des P. —
Die Wandung des Penis, soweit sie plattenartig verdickt ist,
hat eine gelbliche Farbe und ist durchsichtig. In dieser kräftigeren
Weise ausgebildet sind insbesondere die Seitenwände und die ventrale
Gegend am Hinterende. Die Dorsalseite nehmen die plattenartigen
Wände nicht vollständig ein, lassen vielmehr (Fig. 2) eine mittlere
Längsrinne frei, welche sie mit einer scharfen Kante begrenzen,
indem sie sich hier nach innen umschlagen und in eine zarte Haut
übergehen. Die dorsalen Kanten divergiren vorne plötzlich, sind
in der Mitte am meisten genähert und divergiren nach hinten ganz
allmählig, bis sie mit spitzem Winkel in den Hinterrand einmünden.
(Bei @ und ß der Fig. 2.) Auf die Ventralseite greifen die platten-
artigen Wände weniger über (auch befindet sich daselbst keine
Rinne), vielmehr gehen sie ganz allmählig in die hyaline Haut
dieser Unterfläche über. Am kräftigsten gebildet ist noch das
Hinterende. Hier bemerkt man auch zahlreiche Dpo., welche
(namentlich die hinteren) grösstentheils von einem Ringe umwallt
sind. Zerstreut stehende und nicht umwallte Dpo. finden sich auf
der Hinterhälfte der Seitenwände. (Vielleicht sind aber die um-
wallten Poren Sinnesgrübchen.) In der Rinne an der Dorsal-
seite trifft man noch auf zwei in der hinteren Region gelegene,
grösstentheils recht scharf begrenzte, gelbliche Platten, welche sich
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 117
in der Mitte z. T. überdecken, und zwar sah ich meist, dass die linke
vorne über die rechte hinweggriff (Ep Fig. 2). (Aber auch das
Gegentheil kommt vor.) Diese Platten, welche ich (Lindemann
folgend) als Endplatten bezeichne, sind strukturlos. Sie lassen
hinten nur ein kleines, ungefähr dreieckiges Feld unbedeckt. Ihr
Hinter- und Innenrand ist scharf ausgeprägt, vorne und aussen
gehen sie allmählig in hyaline Haut über und an den Punkten «
und # (der Fig. 2) sind sie fest an den P. angeheftet.
Der Ductus ejaculatorius ist an macerirten Praeparaten als
ein sehr zartes, hyalines Röhrchen nur auf eine kurze Strecke,
kaum bis zum Vorderende der Femora, zu verfolgen. Er tritt,
nachdem er ein complicirtes Gebilde, das ich (mit Lindemann) als
Anker oder Ankergestell bezeichne, durchsetzt hat, in einen
häutigen Sack ein, den ich schon bei vielen Coleopteren be-
schrieben und als Praeputialsack bezeichnet habe. Die Wand
des Praeputialsackes (Pr. Fig. 2 und 3) ist hyalin, aber reich mit
feinen, spitzen Stachelgebilden besetzt, aus der Kategorie der Hh.
Die grösseren derselben haben einfache Borstengestalt, die kleineren
stehen kammartig zu mehreren (2, 3, 4) neben einander, beide
Sorten aber sind lokal getrennt.
Der Praeputialsack schliesst sich hinten an die Endplatten
an und mündet zwischen denselben. Durch den die Vorstülpung
des Praeputialsackes bewirkenden Leibesflüssigkeitsdruck
werden auch die Endplatten auseinandergetrieben. Sie
bewegen sich dann, die linke vom Punkt «, die rechte vom Punkt ß
(Fig. 2) sich drehend, zunächst gegen einander, dann auseinander,
so dass sie schliesslich wie eine Fortsetzung des übrigen Penis er-
scheinen und zwischen sich dem sich weiter ausstülpenden Prae-
putialsack Raum gewähren. Sie dürften sich etwa um einen
Rechten (90°) drehen, wobei offenbar der ganze P. dorsalwärts
aufgetrieben wird. — Die Endplatten sind morphologisch Diffe-
rencirungen der dorsalen Peniswand. Die Stachelchen des
Praeputialsackes kann man durch Penis und Endplatten hindurch-
schimmern sehen.
Der Anker ist eine am Vorderende des Praeputialsackes um
die Eintrittsstelle des Ductus ej. herum entstandene Bildung, welche,
wie die noch weiter zu erörternden Muskeln lehren, theilweise zu
deren fester Anheftung bestimmt sind. Er ist strukturlos und von
gelblicher bis gelbbrauner Färbung, hat also den Charakter eines
Endoskelettgebildes.. An diesem unterscheide ich
1. den Mittelknoten (b Fig. 3),
2. die Arme («, ß, y Fig. 3),
3. die Axenrinne (Virgabildung) (R, r Fig. 3).
Der Mittelknoten ist die Stütze und der Vereinigungspunkt
für Arme und Axenrinne. Er wird vom Ductus ej. durchsetzt
und dessen Fortsetzung ist eben die Axenrinne, welche zwischen
den Armen emporsteht.e. Die Axenrinne (R Fig. 3) ist ein nach
hinten ragender Knotenfortsatz, in dem der Samenausfuhrweg
118 Dr. Carl Verhoeff:
verläuft und rinnenartig mündet. Der Mittelknoten hat die
eigentliche Veranlassung zu dem Namen Anker gegeben, da er
(Fig. 3, b) thatsächlich in seiner Form an einen solchen erinnert.
Die dorsalen Arme («) sind die grössten. Sie hängen auf breiter
Basis mit dem Mittelknoten zusammen, schwingen sich nach aussen
und richten sich mit den Enden wieder zangenartig gegen einander.
Die ventralen Arme (ß) sind die kleinsten und bilden ziemlich
gerade Fortsätze der Ankerhaken des Mittelknotens, sie sind auch
erheblich kürzer als die dorsalen. Die lateralen Arme (y) sind
von ähnlich einfacher Gestalt wie die ventralen, etwas kräftiger als
diese und wenig kürzer als die dorsalen. Sie gehen aber nicht wie
die vorigen direkt in die Masse des Mittelknotens über, sind viel-
mehr durch ein etwas mehr häutiges Stückchen (c) davon abgesetzt.
Dieses fast häutige, graugelbliche Zwischenstückchen ist auch noch
dadurch ausgezeichnet, dass es einen feinen, etwas gebogenen
Stachel (d) distalwärts entsendet.
Das Ankergestell setzt sich direkt in die Haut des Praeputial-
sackes (Pr.) fort.
Zu seinem morphologischen Verständniss können als interessante
Vergleichsobjekte die Erotyloidea herangezogen werden, über
welche ich 1895, im Archiv für Naturgeschichte, Mittheilungen ge-
macht habe.) Man nehme z. B. die auf Dacne (Engis) hu-
meralis bezügliche Figur 26 vor. Hier haben wir die schönste
Vorstufe zu dem Anker-Gestell von Hylesinus. Der
Knoten k ist für die Retractoren bestimmt und entspricht
dem Mittelknoten von Hylesinus. Dessen Axenrinne ist nichts
anderes als eine schwache Virgabildung.
Die Differenzirung des Praeputialsackes schritt aber bei den
Erotyloidea besonders an der Virga weiter, während sie bei den
Scolytiden hauptsächlich den Knoten betrifft, indem dieser Fortsätze
trieb, welche mannigfaltige Ausbildungen erfuhren. Thatsächlich dient,
wie noch weiter erörtert werden soll, das Ankergestell der Scoly-
tiden auch für den Ansatz von Praeputialsackretractoren, also genau
wie bei jenen Formen.
Man kann das Ankergestell nicht unpassend mit einer Blume
vergleichen, wobei der Mittelknoten den Kelch, die Arme die Blumen-
blätter und die Axenrinne den Stempel vorstellen. — Dass ihm,
ausser der schon angegebenen Funktion, auch eine sekundäre zu-
kommt, ergiebt sich aus den Mittheilungen bei Hylurgus. Die
beiden Stachel legen aber auch hier schon die Annahme nahe, dass
das Ankergestell durch seine Armenden auch eine Reizung auf
die Bursa cop. des 2 bewirke. Die Annahme, dass es als Schutz
für die schwache Virgabildung dienen solle, wird schon durch die
Vorkommnisse bei Erotyliden genügend widerlegt.
Schliesslich muss die Frage beantwortet werden, welche
!) Vergleich.-morpholog. Untersuchungen über d. Abdomen der Endomy-
chiden, Erotyliden und Languriiden etc,
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 119
morphologische Bedeutung der Gabel zukommt. Ich habe
bisher kein Wort über die Parameren fallen lassen und muss jetzt den
wichtigen Umstand hervorheben, dass Parameren fast vollständig
fehlen. Die Gabelnämlich ist aus den letzten Resten früher
dagewesener Parameren entstanden, denn einmal befindet
‚sie sich an den Stellen, von welchen aus sich Parameren aus-
stülpen müssten, sodann wird es durch folgende vergleichende Be-
trachtung klar: Man vergegenwärtige sich den Bau der Parameren
der Erotyloiden, den ich in der oben citirten Arbeit über Endo-
mychiden etc. auseinandergesetzt habe (cf. dort Fig. 25 und 27).
Es handelt sich dabei um stylusartige Paramerenendtheile
und eine Basalplattenmulde. Letztere ist in mehrere paarige
Theile differencir. Das vorderste Paar, die endoskelettalen
Arme (a), ist der hier in Rede stehenden Gabel vollkommen
homodynam. Schon Dacne zeigt etwas reducirtere Parameren
als die Erotyliden. Stellen wir uns nun vor, dass die Reduction
derselben vom Ende gegen die Basis weiter und immer weiter vor
sich geht, so bleiben schliesslich nur noch die endoskelettalen Arme
übrig und wenn die Enden derselben dann in der ventralen
Mediane zu einem Knoten verwachsen, so haben wir ein
mit der Gabel der Scolytiden übereinstimmendes Gebilde.
Das Klaffen der Arme in der dorsalen Mediane ist schon deshalb
ohne Bedeutung, weil dasselbe auch bei vielen Scotyliden vorkommt,
wie noch weiter durch ein Beispiel gezeigt wird.
Die Gabel der Scolytiden’und die Arme der Eroty-
liden sind homodyname Gebilde.
Für homolog halte ich sie deshalb nicht, weil beide Familien
trotz bedeutsamer Uebereinstimmungen in anderen Organi-
sationsverhältnissen zu weit auseinander gehen. Insbesondere muss
daran erinnert werden, dass die Erotyloidea eine Trabes be-
sitzen, die Scolytiden dagegen Femora Penis. — Gabel und
Arme sind daher gleiche, aber unabhängig von einander ent-
standene Gebilde. —
2 — Die sechs ersten Abdominalsegmente und die 7. V. stimmen
in Gestalt, Struktur und Ausrüstung mit denen des & überein.
Anders steht es mit der 7. D. und dem 8. Segment.
Während die 7.D. des 4 mehr als 3mal breiter als lang ist,
in der Hinterhälfte nur spärlich beborstet und an den Vorderecken
mit starken Lappen versehen, ist diejenige des 2 kaum 11/;mal
breiter als lang, fast dreieckig, in ihrer starken Beborstung der
8. D. des 5 sehr ähnlich und an den Vorderecken mit kurzen
Lappen versehen. Die beiden Haarfelder mit nach aussen ge-
richteten Hh. besitzt sie aber trotzdem noch. Da die 8. D. des 2
ganz bedeutend schmäler ist (cf. Fig. 4) als diejenige des S (sie ist
allerdings in Fig. 4 erheblich stärker vergrössert dargestellt als die
8. D. des S in Fig. 1!), so kann man sagen, die äusserliche, dorsale
120 Dr. Carl Verhoeff:
Hinterleibsabschlussplatte, das Pygidium, ist nur bei dem & ein
solches, bei dem £ ein Pseudopygidium.')
Früher habe ich das Pygidium als „die letzte (und zwar 8.)
von aussen deutlich sichtbare Dorsalplatte“ definirt. Hierfür führe
ich jetzt den Namen äusseres Pygidium und für die entsprechende
7. Dorsalplatte den Namen äusseres Pseudopygidium ein, zum
Unterschiede von innerem oder bedecktem Pygidium und be-
decktem Pseudopygidium. Letztere Fälle nämlich liegen hier
bei Scolytiden vor. Die Elytren reichen bekanntermaassen, indem
sie die Seiten und das Ende des Abdomens umfassen und hinten
in einer Wölbung (von je nach den einzelnen Formen verschiedener
Weise) abfallen, mit ihrem Hinterende bis dicht hinter den Hinter-
rand der 7. Ventralplatte, Esliegen also alle Dorsalplatten ver-
deckt. Ich verstehe aber unter dem bedeckten Pygidium eine
solche 8. Dorsalpl., welche, nach Abtragung der Elytren,
die letzte äusserlich sichtbare, grössere Platte darstellt
und (was immer der Fall ist) durch besondere Ausrüstung, nament-
lich mit Tastborsten, von den übrigen (besonders der 1. bis 6. D.)
absticht. — Häufig ist dieses verdeckte Pygidium überhaupt letzte D.
(wie bei Scolytiden). Kommen noch 9. oder auch 9. und 10. D. vor,
so kann von einem Pygidium oder bedeckten Pygidium nur
dann die Rede sein, wenn diese Platten äusserlich höchstens mit
dem Endrande sichtbar sind. Es ist klar, dass es in dieser Hin-
sicht Uebergänge geben kann.
Die 8. D. des 2 ist ungefähr halbkreisförmig gestaltet, nur
hinten gelblich und stärker verdickt, dort auch reichlich mit ein-
fachen T'b. und mit wenigen Dpo. versehen. Die Vorderecken sind
in kleine Zäpfchen (Z Fig. 4) ausgezogen. Die 8. V. des 2 ist un-
gefähr ebenso schwach wie die des d. In der Mitte ist sie schmal
häutig, daher in 2 Theile abgesetzt, im Ganzen fast halbkreisförmig,
vor dem Hinterrande mit einfachen Tb., weiter vorne mit Dpo.
versehen. Sie lagert für gewöhnlich ganz im Schutze der kräf-
tigen 7.V.
Die 9. V. mit ihren Styli fehlt vollständg, ebenso die
10. D. Von der 9. D. sind noch 2 laterale, sehr schwache, blasse
und mit wenigen Tb. besetzte Theilhälften erhalten, in denen auch
einige Dpo. münden (cf. Fig. 4). Das Rectum mündet auch hier
unter der 8. D. — Es giebt weder ein Spiculum noch einen Bogen.
Beim £ kommen ebenfalls sechs Stigmenpaare vor, deren letztes (6.)
wieder Zwergstigmen sind. Obwohl die feine Oeffnung etwas grösser
ist als beim d, sah ich doch auch bei diesem Geschlecht weder
einen Verschlussbügel, noch eine deutliche Anschlusstrachee, ich
gewann vielmehr den Eindruck, dass an das Zwergstigma ein solider
Strang herantritt. Dann würden dieselben den Charakter von Ru-
dimenten haben.
') Cf. S. 134 meiner „vergleich. Untersuch. üb. d. Abdominalsegm. und
Copulationsorg. d. 5 Coleoptera‘‘, D. E. Zeitschr. Berlin 189,
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 121
Ueber die Sexualorgane soll bei den anderen Formen Ge-
naueres mitgetheilt werden, hier sei nur erwähnt, dass das gelb-
liche Receptaculum seminis bogenförmig gekrümmt, am Ende
am dicksten aufgeblasen ist, gegen den Ductus Receptaculi zu sich
ganz allmählich verschmälert und nicht weit von dessen Beginn, an
der convexen Seite, die starke Anhangdrüse aufnimmt. Die ziemlich
resistente Wandung zeigt zarte, zellige Struktur. —
Hylurgus piniperda.
& — Nur die erste D. ist in der Mitte glashell, sodass jeder-
seits noch ein kleines, braunes Stückchen erhalten geblieben ist.
Die 2.—8.D. sind gut ausgebildet, die hinteren (7., 8.) wieder stärker
chitinisirt als die vorderen. Im Allgemeinen sind die D. lenen des
Vorigen sehr ähnlich, auch in Bezug auf Ausrüstung, sodass ich
besonders das Unterschiedliche hervorheben will. Sowohl Dpo. als
Hh. sind hier noch zahlreicher als bei Hylesinus. Die Dpo. stehen
oft in Schnüren aneinander gereiht. Von Hh. kann man 3 Kate-
gorien unterscheiden:
1. Sehr winzige, welche wimperartig nach hinten zu auf den
Querlinien stehen, welche als Reste einer zelligen Struktur erhalten
und besonders an der 1.—4.D. deutlich sind. Auf dem glasigen
Gebiet der 1. D. stehen sie mehr kammartig und sind grösser.
2. Die gewöhnlichen, nach hinten gerichteten Hh., welche,
ausser auf den Pleurenhäuten, auch am Hinterrande der 2.—6. und
Vorderrande der 7. und 8. D. angetroffen werden.
3. Die nach aussen gerichteten Hh. der Haarfelder. Diese
sind von den vorigen um so schärfer geschieden, je mehr die
Haarfelder isolirt sind, was um so mehr geschieht, je weiter man
an den D. nach hinten kommt. Andeutungen zu Haarfeldern finden
sich nämlich schon an der 2.D., auch an der 3., an der 4. aber
merkwürdigerweise nicht, denn hier stehen alle Hh. nach hinten.
Auf der 5. D. trifft man dann plötzlich 2 grosse, in der Mitte von
einander getrennte, grösstentheils scharf begrenzte Haarfelder,
deren Hh. nach aussen und etwas nach vorn gerichtet sind, ganz
dem Zwecke entsprechend, die Faltung der Alae zu unterstützen.
Solche scharf markirten Haarfelder besitzen ausser der 5. noch die 6.
und 7.D. Bei letzterer sind sie ganz auffallend scharf begrenzt,
quer von annähernd dreieckiger Form. Tb. giebt es wieder nur
an der 7. und 8. D., auf der ersteren spärlich, der letzteren reich-
lich, dieselben sind sämmtlich einfach, unverzweigt. Schwache
Fortsätze giebt es an den Vorderecken der 6., 7. u. 8. D.
Pleurenhäute wie bei Hylesinus. In denselben liegen aber sieben
Stigmenpaare mit rundlichen Oeffnungen und kräftigem Peritrema.
Das 1. ist wie bei Hylesinus stark vergrössert, das 2. bis 5. an Grösse
einander gleich, das 6. und 7. von etwa ?/,—?/, Durchmesser dieser
und 2—3mal geringerem Loch-Durchmesser, aber gleichwohl voll-
kommen ausgebildet und durchaus funktionsfähig, mit allen
+22 Dr. Carl Verhoeff:
wesentlichen Theilen, auch Verschlussbügeln, ausgestattet. Während
die 6 ersten Stigmen in der Pleurenhaut liegen, befindet sich das 7.
hart am Seitenrande der 7. D. in einer Ausbuchtung desselben,
da auch hier die Pleurenhäute im 7. Segment ihr Ende er-
reichen.
Die an jedes Stigma anstossenden Tracheenknoten werden
jederseits durch je zwei laterale Hauptlängsstämme ver-
bunden (cf. Fig. 11).
Für die V. gilt in der Hauptsache dasselbe wie bei Hylesinus,
doch sind auch hier die Tb. durchgehends einfach gestaltet.
Das Rectum mündet unter der 8. D., da das 9. und 10. Abdominal-
segment als solche völlig fehlen. Die 8. V. ist noch merklich
schwächer als bei Hylesinus, das Spiculum gastrale ganz wie
bei diesem.
Die Copulationsorgane stehen denen von Hylesinus eben-
falls sehr nahe. Der Penis stimmt fast völlig mit dem jenes überein,
nur bemerkt man hinten lateralwärts einige kurze und sehr feine Tb.
in ihren verhältnissmässig grossen Gruben. Andere Poren durch-
setzen die Seitenwände überhaupt nicht, am Ende aber stehen sie
reichlich.
Die Gabel ist im Uebrigen auch der von Hylesinus gleich,
entspricht ihrem Namen aber insofern mehr als sie nicht einen
Ring bildet, sondern dorsalwärts auf ziemlich weiter
Strecke klafft (ef. Fig. A und B im Texte). Auch die Endplatten
ähneln denen des Vorigen sehr. Die Intima des Ductus ejaculat.
fand ich hier etwa 3mal so lang als das Ankergestell. Letzteres
(ef. Fig. C im Texte) lässt die Uebereinstimmung mit dem von Hy-
lesinus in den Grundzügen nicht ver-
Hylurgus piniperda: kennen, zeigt aber doch auch mancherlei
Ankergestell von unten Abweichungen. Man bemerkt wieder den
gesehen. Mittelknoten b mit dem mehr hyalinen,
vom Ductus ej. durchsetzten Vordertheil
a, die Axenrinne R und die umliegenden
Arme.
Die Axenrinne ist von beträchtlicher
Grösse und am Ende gegabelt (t). Die
dorsalen Arme («) sind vorne (x) an den
Knoten nur häutig befestigt, am Ende
sind sie bürstenartig begrannt (g). Die
ventralen Arme ($) bleiben an Grösse
bedeutend hinter den dorsalen zurück und
lösen sich am Ende in ein mit Spitzchen
besetztes Häutchen auf, liegen übrigens
e ganz wie beim Vorigen. Laterale Arme
fehlen, wenn man nicht etwa als ihre
Vertreter ein queres, hinten mit feinen
Spitzchen besetztes Blatt p ansehen will, das sich jederseits
durch eine Kante f mit den dorsalen Armen verbindet. Seit-
Q
AS Bu yrTr
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 125
wärts geht von ihm auch ein häutiges Band (y) ab, welches eine
Verbindung mit den Endplatten herstellt. Ferner setzt sich dieses
Querblatt nach vorne in die Haut des Praeputialsackes fort,
welcher in Fig. © links (Pr.) stückweise eingezeichnet wurde.
Er ist grösstentheils mit warzenartigen Spitzchen besetzt, während
typische Hh. vollständig fehlen. Im eingestülpten Zustande liegt
er übrigens nicht gleichmässig um das Ankergestell, das in der
Mitte der Peniswände durchschimmert, sondern er bildet
ventralwärts noch eine weite Tasche, welche vorne aus dem
Penis herausragt bis zur halben Länge der Femora und zwischen
diesen und der Gabel liegt. [Bei Hylesinus habe ich etwas Der-
artiges nicht beobachtet, vielmehr ragt dort vorne das Anker-
gestell vor (cf. Fig. 1 und 2), während der Praeputialsack keine
vordere Tasche bildet.]
Der Grannenbesatz am Ende der Arme lehrt, dass diese that-
sächlich auch noch eine Bedeutung für Reizwirkung auf das 2 bei
der Copula haben müssen. —
2 — Die sechs ersten Segmente, die 7. V., die Pleurenhäute
und Stigmen stimmen mit denen des d ganz überein. In Hinsicht
der 7. und 8. D. gilt wieder Aehnliches wie bei Hylesinus: Während
beim d die 8. D. ein bedecktes Pygidium darstellt, bildet beim 2
wieder die 7.D. ein bedecktes Pseudopygidium, beim & ist die
7. D. doppelt so breit als in der Mitte lang, am Hinterrande un-
gefähr gerade begrenzt, beim £ 1?/;mal so breit als in der Mitte
lang, am Hinterrande bogenförmig zugerundet und mit Tb. viel
reichlicher besetzt, auch sind dieselben z. T. kräftiger als beim d,
entsprechend den Tb. auf dem Pygidium desselben. 2 Haarfelder
besitzt die 7.D. des 2 wie die des d.
Ausdrücklich sei hier erwähnt, dass die zusammengeklappten
Alae thatsächlich in ihrer Ruhelage so weit reichen als sie
der geschilderten Bedeutung der Haarfelder gemäss reichen
müssen, nämlich bis zum Hinterrande des letzten Haar-
felderpaares. Das gilt für beide Geschlechter, wie auch die Alae
beider (wenigstens bei Hylurgus) gleiche Grösse besitzen. Die
Tastborsten der D. nehmen mithin ungefähr den Raum ein,
welchen die Alae hinten unbedeckt lassen. Und mittelst dieser
Tastborsten unterrichtet sich das Thier darüber, ob die Alae ge-
faltet sind oder nicht. —
Die 7. Stigmen liegen wieder in einer Ausbuchtung des Seiten-
randes. Die kleine 8. D., unter welcher das Rectum mündet, ist
wenig mehr als halb so breit wie die 7. Sie ist hinten auch zu-
gerundet und mit einfachen Tastbosten besetzt, an den Vorderecken
in kleine Lappen ausgezogen. Von der durchaus rudimentären
8. V. sind noch zwei weit von einander abgerückte, unter der Vulva
befindliche, abgerundete und am Ende gebräunte, kleine Kuppen
übrig, an denen aber weder Tb. noch Hh. noch Dpo. vorkommen,
nur eine schwache etwas wellige Querstreifung.
Das 9. und 10. Segment fehlen vollständig. Von den
124 Dr. Carl Verhoeff:
Genitalorganen will ich erwähnen, dass das graugelbliche, ziemlich
festwandige Receptaculum dem von Hylesinus äusserst ähnlich °
ist und die Anhangdrüse durch einen wulstigen Ring auch wieder
an der convexen Seite einmündet, an einer Stelle, welche dem
Beginn des Ductus Rec. mehr als dem Ende der Blase genähert
ist. Die zellige Wandstruktur ist grössentheils sehr deutlich.
In der Vagina finden sich in deren vorderer Gegend viele Hh.,
eine Gruppe vor dem zu erwähnenden Rinnenstück, zahlreiche
jederseits im Hals der Anhangdrüsen, eine andere Gruppe jeder-
seits vor dem Bursahinterende und diese gehen hinten an der Bursa
ziemlich plötzlich in eine Gruppe von Zähnchen über (Fig. 8 z).
Etwas vor der Einmündung des Uterus in die Vagina bemerkt man
ein Gebilde, das mir hinsichtlich seiner Bedeutung noch unklar ist,
(Fig. 8 links @ ß). Es handelt sich um ein gelbliches, auch mit
einigen Hh. besetztes, rinnenartig eingeknicktes Skelettstückchen,
das von oben gesehen etwas trapezische Form zeigt, hinten schmal
aber etwas verdickt ist und schon von F. Stein in Fig. 10 auf
Taf. VIII seines vortrefflichen Werkes über „die weiblichen Ge-
schlechtsorgane der Käfer“ ') mit „7!“ (allerdings nicht ganz richtig)
angegeben wurde. Da er mit „7!“ sonst die 7 V. (recte 8 V.) ge-
meint hat, so scheint er dieses Binnenplättchen für ein Rudiment
der 8. V. gehalten zu haben, was aber falsch ist aus dem einfachen
Grunde, weil dieses Gebilde in der Vagina liest, und zwar weit
von deren Mündung entfernt. Ausserdem sind ja wahre Rudimente
der 8. V. vorhanden.
Die Intima des Uterus ist auffallend durch feine Ringelver-
dickungen, sodass sie etwas an das Aussehen einer Trachee er-
innert. Diese Struktur hört vor dem Hinterende plötzlich auf.?) —
Dendroctonus micans 2.°)
Schliesst sich nahe an Hylurgus piniperda an. Die 1.D.
ist viel weniger rudimentär als bei jenen und auch in der Mitte
nicht völlig häutig, wenngleich grösstentheils und hier reichlich mit
einfachen, nach hinten gerichteten Hh. besetzt. Im Uebrigen be-
merkt man, besonders lateralwärts, viele, dunkelringige Dpo., während
die Hh. von dem mittleren Hauttheil an alsbald schmäler werden
und weiter nach aussen bald verschwinden, wobei sie kammartig
1) Berlin 1847.
>, Anmerkung: Die Bursa ist ein bis zu den Stachelgruppen recht
eng bleibender Schlauch. Da sie überhaupt mehr oder weniger allmählig
in die Vagina übergeht, so halte ich es für eine ganz überflüssige Mühe zu
untersuchen, ob der zwischen den Stachelgruppen und der (hinter dem Rinnen-
stück befindlichen) Einmündungsstelle des Uterus gelegene Abschnitt besser zur
Vagina oder zur Bursa gerechnet wird.
3) Männchen dieser Art standen mir nicht zu Gebote, man kann Einiges
über dieselben bei Lindemann erfahren.
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 125
an den Rändern der queren Wellenstriche stehen.) Dpo. finden
sich reichlich auch an der 2.—6. D. Auf diesen allen giebt es auch
viele Hh., welche an der 2. und 3. im hinteren Drittel, an der 2.
auch in der Mitte äusserst dicht stehen, nach hinten gerichtet. An-
deutungen zu Haarfeldern zeigen schon die Hh. der 2. und 3.D.
Während solche aber an der 4. D. bei Hylurgus gänzlich fehlen,
besitzt diese hier zwei sehr gut ausgebildete Haarfelder, wie die 5.,
6. und 7.D. An der 4. 5. und 6. D. kommen von der oberen
Gegend der Pleurenhaut Hh. her, welche auch die Hinterecken
hinter den Haarfeldern einnehmen und den Hh. dieser, welche
nach aussen und vorn gerichtet sind, entgegengesetzt stehen,
da ihre Spitzen sich nach innen und hinten wenden. Diese
Haarfelder könnn von den inneren als äussere, oder comple-
mentäre Haarfelder unterschieden werden. Ich habe bereits früher
nachgewiesen, dass etwas Derartiges bei Coccinelliden fast immer
vorkommt: „Der Haarfelder liegen jederseits zwei, ein queres
inneres und ein rundliches äusseres.*?) Bei Erotyloidea und
Endomychoidea beobachtete ich nur höchstens je 1 Paar von
Haarfeldern auf den D. Auch habe ich bereits mitgetheilt, dass
die Wirkung der doppelten Haarfelder auf die Zusammen-
legung der Alae durch ihre entgegengesetzten Leistungen noch
erhöht wird.
Tb. fehlen auch bei Dendroctonus auf der 1.—6. D., wäh-
rend sie an der 7. hinter den Haarfeldern plötzlich reichlich auf-
treten und am Hinterrande sogar dicht stehen. Dabei finden sich
die hellgeringten Dpo. zu 1—2 an der Basis der Tb.
Während die 7. D. schön gelb gefärbt ist, sind die 1.-6. D.
sraubraun, die V. gelbbraun, viel durchsichtiger, weil dünner, als
bei Hylurgus und Hylesinus. (Ganz entsprechend der grösseren Stärke
der D. im Verhältniss zu denen jener Gattungen.) Die V., vom
Typus derer der Vorigen, tragen viele und z. T. sehr kräftige, ein-
fache Tb., um deren Basis mehrere (bis 8) feine Dpo. münden.
Stellenweise bemerkt man Gruppen von hellen, zerstreuten Muskel-
eindrücken. Hh. fehlen völlig.
Die 8. D. ist nur halb so breit als die 7., eine gelbliche, bogen-
förmige, gleichbreite Sichel mit Tb. entsprechend denen der 7. D.
Die Seiten sind ziemlich gerade. Hh. fehlen.
Von der 8. V., welche rudimentären Charakters ist, blieben nur
noch zwei schmale Querstriche mit wulstigem Hinterrande übrig,
ohne alle Struktur und Ausrüstung (Fig. 10).
Das 9. und 10. Segment fehlt Das abdominale Athmungs-
system ist dem von Hylurgus sehr ähnlich, denn es giebt 7 Paare
!) Nebenbei sei auch darauf hingewiesen, dass in der Struktur, Ausrüstung
und Chitinisirungsweise zwischen den Dorsalplatten des Abdomens und des
Thorax ein überraschender Unterschied besteht.
2) Vergleich. Morphol. d. Abdomens der Coceinelliden. Archiv f. Natur-
geschichte 1895, S. 56.
126 Dr. Carl Verhoeff:
sehr ähnlich gestalteter Stigmen, welche auch wieder durch je 2 la-
terale Haupttracheen verbunden werden (cf. Fig. 11). Das 7. sehr gut
entwickelte St. liegt auch in einer seitlichen Einbuchtung der 7.D.
Um die übrigen Stigmen ist die Pleurenhaut im Kreise etwas ver-
dunkelt und verstärkt, aber es handelt sich um unechte Pleuren
(Pi. Fig. 11), da sie weder deutlich begrenzt noch mit sonstigen
Charakteren einer Hautskelettplatte versehen sind.
Die 2 Genitalorgane
seien bei dieser Form etwas genauer besprochen. Wie schon
F. Stein (l. c.) nachgewiesen hat, besitzen die Borkenkäfer jeder-
seits nur 2 Eiröhren (Fig. 9a). Deren hintere Enden, die (beim
überwinternden 2) nur wenig angeschwollenen Eierkelche, vereinigen
sich zum Oviduct (od). Die Oviducte stossen unter rechtwinkeliger
Gabel zum gerade nach hinten verlaufenden Uterus zusammen.
Dessen Längsmuskulatur ist sehr kräftig. Sie gabelt sich eben-
falls an der Stelle, wo die Oviducte zusammenstossen und geht
unmittelbar auf diese über und verläuft bis fast zu den Eierkelchen.
Die Ringmuskulatur, welche auswärts liegt, ist ebenfalls deutlich.
Der Uterus tritt von unten in die Bursa copulatrix ein, deren
Vorderende ungefähr bis zum Vorderende jenes reicht. Ich hob
schon oben hervor, dass es nicht möglich ist eine scharfe Grenze
zwischen Vagina und Bursa zu ziehen, doch muss im Allgemeinen
die Einmündungsstelle des Uterus als Grenze dienen, indem dann
das hinter derselben gelegene Gebiet als Vagina, das vor derselben
befindliche als Bursa bezeichnet wird. Dieser Anschauung huldigte
bereits v. Siebold, aber F. Stein hat sie (l. c. S. 68) nicht
angenommen, vielmehr nur dann von einer Bursa gesprochen,
wenn der vordere Abschnitt des von v. Siebold und mir als Bursa be-
zeichneten Sackes besonders scharf abgeschnürt ist, wie z. B. bei den
klateriden. Aber auch in dieser Hinsicht giebt es Uebergänge, wie
z. B. schon Hylurgus zeigt, sodass es sich schliesslich manchmal auch
wieder um Bezirke eines Örganes handelt. Ich folge also v. Siebold
und halte es für müssig, hierüber weiter zu streiten, da ja doch
jeder sehen kann, was gemeint ist. Bei Weichorganen lassen sich
überhaupt nicht immer so scharfe Definitionen geben wie bei Hart-
organen.
Auch Bursa und Vagina besitzen Längs- und Quermuskulatur.
Namentlich die letztere ist sehr kräftig, sodass man leicht überall
die Querstreifung beobachtet, während mir diese am Uterus nicht so
aufgefallen ist. Mit der 8. V. steht die Vagina jederseits durch
einen Flügelmuskel (m) in Verbindung, welcher dem „graden Re-
tractor* F. Stein’s entspricht. Dieser Muskel rückt bei anderen
Coleopteren um so mehr an der Vagina hinauf, einen je stärker
ausgebildeten (also auch der Aus- und Einstülpung mehr bedürftigen)
Legeapparat sie besitzen. Ich habe diesen Muskel daher bei Cocei-
nelliden (l. c. Fig. 34 m 1) als Bursal-Flügelmuskel bezeichnet,
Ueber das Abdomen der Scolytiden, 127
während die dortigen „Vaginal-Flügelmuskeln* nicht denen hier
bei Scolytiden entsprechen, da sie ja zu den Theilhälften der
9. V. abgehen. Daher ist ein vergleichend-morphologischer, neuer
Name wünschenswerth, also:
[ Flügelmuskel der Sco-
| Iytiden (Verh.),
Genitalgangflügelmuskel | __ f Bursaflügelmuskel der
der 8. Ventralplatte j ” \Coccinelliden (Verh.),
[ „Grader Retractor“.
(F. Stein.)
Bei Coceinella (l. c. S. 27 und 28) wies ich drei Genital-
gangflügelmuskelpaare nach:
1) ein Paar zur 7. V., welches hinten an die Oviducte zieht,
2) ein Paar zur 8. V., welches unten sich an die Bursa festsetzt,
3) ein Paar zur 9. V., welches die Vagina hinten flankirt. —
Diese Thatsachen sind ein Beweis dafür, dass der ? Genital-
gang wenigstens bis zu den Ansatzstellen der Oviductflügelmuskel
ectodermaler Natur ist. Letztere Muskeln habe ich bei Den-
droctonus nicht beobachtet. — Da bei Scolytiden die „Vagi-
nalpalpen“ fehlen und damit auch jede Spur eines Legeapparates,
so ist die Kürze der Genitalgangflügelmuskel durchaus verständlich.
Ungefähr in der Richtung der Stelle, wo der Uterus in die
Vagina mündet, tritt in diese jederseits auch eine rundliche, nach
vorne in einen Zipfel ausgezogene, kurz und breit gestielte Anhang-
drüse von graugelber Farbe ein. (Dr. Fig. 9.) Ihr Sekret dient
jedenfalls zur Schalenbildung der Eier.
Der Expansionsmuskel (m) des Receptaculum, welcher in der
Concavität desselben wie eine Sehne in einem Bogen ausgespannt
ist, wird von einem kräftigen Nerven (n. Fig. 12) versorgt. Die
Anhangdrüse, welche in normalem Zustande kugelrund ist, fällt
nach Maceration zu einer schlaffen Blase zusammen. (Al. Fig. 10.)
Am Macerationspraeparat erkennt man Mancherlei deutlich, was
sonst bei der Ansicht in toto nicht klar wird. Das gelbliche Re-
ceptaculum ist an gebogener Form dem der Vorigen sehr ähnlich,
doch besitzt es am Ende einen auffallenden Kegelfortsatz, für den
Expansionsmuskel bestimmt. Die Wandung ist unregelmässig quer
gewellt, ohne dass eine geschlossene zellige Struktur zu bemerken
wäre. Der sehr blasse Ductus Receptaculi mündet in der Vagina-
Bursa sehr nahe der Einmündungsstelle des Uterus. Letzterer zeigt
ausser seinem Hinterende, welches glasig und strukturlos ist, an
der anscheinend bis zur Einmündungsstelle der Oviducte reichenden
Intima von blassgelblicher Farbe eine sehr schwache Struktur,
während die Bursa und Vagina grösstentheils eine hyaline und
strukturlose Intima besitzen. Bestimmte Stellen derselben sind aber
mit feinen Hh. besetzt, welche in der den Einmündungsstellen der
Anhangdrüsen benachbarten Bezirken als spitze Knötchen erscheinen,
die sich weiterhin auch auf der Drüsenintima selbst verbreitet finden.
Zähnchengruppen, wie ich sie bei Hylurgus beschrieb, kommen hier
128 Dr. Carl Verhoeff:
nicht vor. Auch ist die Bursa einfach sackförmig und nicht in
zwei Abschnitte abgesetzt.
Das Secret der Anhangdrüsen ist gegen Kalilauge sehr wider-
standsfähig, da es auch dann noch nicht ganz aufgelöst ist (sondern
die Drüsen gelblich färbt), wenn alle anderen Weichtheile aufgelöst
wurden. —
Die männlichen Genitalorgane
sollen an der Hand von Hylurgus piniperda besprochen werden.
Sie nehmen unter allen Organen des Abdomens den grössten Raum
in Anspruch. -
Die unregelmässig-rundlichen, stark von Tracheen umgebenen
Testikel (Te. Fig. 13 nur stückweise eingezeichnet) sind von grau-
weisslicher Farbe und wenig durchsichtig. Das Vas deferens (v. d.)
mündet nach kurzem Verlauf in den inneren Hohlraum (a Fig. 13
und Fig. 6) einer rundlichen bis kurz-eiförmigen, grossen Drüse (M d.)
von gelblicher Farbe, welche annähernd dieselbe Grösse besitzt wie
der Hoden. Die einzelnen Drüsenzellen von rundlicher bis läng-
licher Form, sowie auch ihre Kerne sind meist recht deutlich unter-
scheidbar. Der innere Hohlraum dieser Drüse schimmert als ein
scharfbegrenzter, doppelt linürter Kreis durch. Derselbe liegt im
Grunde einer tiefen, dem Hoden zugekehrten Einbuchtung und bildet
gleichzeitig das Verbindungsstück zwischen drei anderen, schlauch-
förmigen Gebilden, nämlich einem unpaaren auf der einen und einem
paarigen auf der anderen Seite. Die paarigen Schlauchgebilde sind
ebenfalls Drüsen (Ed, die eine EdI ist in Fig. 13 nur zur Hälfte
gezeichnet), welche bei y, d.h. an der Stelle, wo das Vas deferens
in die grosse, gedrungene Drüse eintritt, in einander übergehen und
nach kurzem, gemeinschaftlichen Verlauf in den genannten Hohl-
raum münden. Aus diesem tritt dann nach der anderen Seite,
d.h. nach innen, als ihre Fortsetzung, das unpaare schlauch-
förmige Gebilde, der (d. e. I) paarige Ductus ejaculatorius, welcher
nach kurzem Verlauf sich mit dem der anderen Seite vereinigt und
den unpaaren Ductus ejaculatorius bildet (d. e. Fig. 13 und 6).
Letzterer, sowie seine Verzweigung, die paarigen Ductus, besitzen
deutliche Ringmuskulatur, an welcher ich von Querstreifung jedoch
nichts gesehen habe. Die paarigen, schlauchförmigen Drüsen
bezeichne ich, C. Escherich!) folgend, als Ectadenien, da sie
die Fortsetzungen der paarigen Ductus ejaculatori bilden.
Auch deutet die sehr scharfe Begrenzung ihres weiten Lumens
darauf hin, dass sie eine wenn auch äusserst zarte Chitinintima
besitzen, welche ich an macerirten Praeparaten allerdings nicht ge-
sehen habe. Die Ectadenien entbehren der Ringmuskulatur, ihre
Wände zeigen vielmehr grosse, rundliche Zellen (in Fig. 13 stellen-
!) Anatomische Studien über das männliche Genitalsystem der Coleopteren.
Leipzig 1894. Zeitschr f. w. Zool.
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 129
weise eingezeichnet), welche, wie überhaupt diese ganzen, ziemlich
durchsichtigen Drüsen, von grauweisser Färbung sind. Dem Vorigen
entsprechend kann die compakte grosse Drüse (M d), in deren Um-
gebung auch sehr viele Tracheen (tr) auftreten, als Mesadenie!)
bezeichnet werden.
Der unpaare Ductus ejac. ist von seinem Beginn bis zum
Vorderende des Praeputialsackes stark S-förmig geschwungen und
überall mit starker Ringmuskulatur versehen.
C. Escherich hat in seiner angegebenen Arbeit Carabus,
Blaps und Hydrophilus untersucht. Auf S. 627 giebt er Schemata
der Genitalorgane derselben: Bei Carabus (primärer Fall) fehlen
die Mesadenien, bei Blaps und Hydrophilus (secundärer Fall)
sind sie vorhanden. Demnach sind offenbar die Mesadenien erst
bei höheren Coleopterengruppen zur Ausbildung gelangt, was
gegen die von Escherich und für die von mir vorgeschlagene
Eintheilung der Sexualorgane in „primäre“ und „secundäre“ spricht,
was ich nur nebenbei erwähnen will. (Vergl. Entomolog. Nach-
richten 1894.)
Neben Hylurgus habe ich in früheren Arbeiten?) die S Genital-
organe von Coccinella und Triplax auseinandergesetzt. Cocei-
nella harmonirt ganz gut mit dem von Escherich gegebenen
Schema, denn die Anhangdrüsen bei dieser Gattung müssen als
Ectadenien bezeichnet werden. Da Mesadenien fehlen, nimmt Coecci-
nella im Genitalsystem eine ähnliche Stellung ein wie Carabus,
obwohl beide Formen im Uebrigen sehr
stark von einander abweichen. Auch Seen de en.
‘ die Anhangdrüsen von Triplax müssen
als Ectadenien erklärt werden, während
Mesadenien hier ebenfalls fehlen. Es Fig. D
kommen aber noch Besonderheiten vor, v.d.
welche sich eng an die entsprechenden RN
von Hylurgus anschliessen. Ich ver-
weise auf Fig. D im Texte: Man sieht,
dass sich der unpaare Ductus ejaculatorius
(d.e.) vorne in die paarigen Ductus
ejaculatorii (d. e. I) gabelt. Letztere wer-
den jederseits durch ein knotiges
Zwischenstück (k) von den Ectadenien
(Ed) getrennt (cf. „Vergleich.-morphol.
Untersuch. üb. d. Abdomen der Endo-
mychiden, Erotyliden und Languriiden“
etc. S. 255, Archiv für Naturgesch. 1895). In die Knoten
münden von den Seiten auch die Vasa deferentia. Unter den drei. c.
von Escherich behandelten Formen ist nur eine, nämlich Carabus,
organe von Triplax.
") Anatomische Studien über das männliche Genitalsystem der Coleopteren.
Leipzig 1894. Zeitschr. f. w. Zool.
2) Archiv für Naturgeschichte 1895.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. I. H.2. 9)
130 Dr. Carl Verhoeff:
ebenfalls durch einen gegabelten, paarigen, vorderen Abschnitt
des Ductus ejaculatorius ausgezeichnet. Aus Escherich’s
Fig. 1 (Taf. XXVI) muss man entnehmen, dass die Ectadenien dieser
Gattung nicht an der Stelle ungefähr enden, wo die Vasa de-
ferentia eintreten, sondern viel mehr der Gabelungsstelle des Ductus ej.
genähert. Bei Triplax und Hylurgus liegen die Verhältnisse
anders. Der innere Hohlraum der Mesadenie (a Fig. 13 und Fig. 6),
den ich von letzterer Form beschrieb, entspricht durchaus den
Knoten (k Fig. E) der ersteren. Denkt man sich in seiner Nähe
eine gedrungene Drüse entwickelt und jede Ectadenie an ihrem
Ende gegabelt, wie ich das in Fig. E bei x angedeutet habe, so
hat man aus den Genitalorganen von Triplax im Wesentlichen die
von Hylurgus entwickelt. Die Knoten sind secundäre Ausbil-
dungen der Stellen, wo Drüsen und Vasa deferentia zusammen-
münden. Bei Triplax und Hylurgus fallen also die Grenzstellen
von Ductus ejac. und Ectadenien zusammen mit den Einmündungs-
stellen der Vasa deferentia.
Welcher von den drei Fällen der Ausbildung des $ Genital-
systems, die durch Carabus, Coccinella und Triplax vertreten
werden, der ursprünglichste, welcher der am weitesten fortgeschrittene
ist, lässt sich, von den Knotenbildungen ganz abgesehen, vorläufig
nicht sicher entscheiden. Ich halte Coccinella in dieser Hinsicht
für besonders einfach, da
1. die Mesadenien fehlen, 2. Ductus ejac., Ectadenien und Vasa
deferentia jederseits in einem Punkte zusammentreffen. —
Die Ectadenien lassen sich sehr gut als primäre Veranlassungen
zur Entstehung eines Ductus ejaculatorius auffassen. Nimmt man
nämlich Procoleopteren an, bei welchen die Vasa deferentia direkt
nach aussen mündeten und lässt bei deren Mündungsstelle Drüsen
entstehen, nämlich die Eetadenien, welche für die Begattung von
Bedeutung sind, so entsteht der Ductus ejac. durch Versenkung der
gemeinsamen Mündungsstelle weiter in’s Körperinnere, wodurch
diese Mündungsstellen besser geschützt werden.. Die Ectadenien
konnten immer von Bedeutung sein, einerlei wie sich die Copula
gestaltete. Die Ausbildung und secundäre Verlängerung des Ductus
ejaculatorius geschah dann im Zusammenhang mit der allmähligen
Veränderung der Copula, indem bei Coleopteren (und offenbar auch
Procoleopteren) im Ganzen eine phylogenetische Neigung zu stärkerer
Ausbildung des Penis und des Praeputialsackes vorhanden ist,
bei häufig gleichzeitiger, mehr oder weniger starker Rück-
bildung der Parameren oder Umbildung aus ihrer ur-
sprünglichen Funktion der Greiforgane zu andersartigen
Leistungen. Die Copula wurde bei solcher Entwickelung eine
immer innigere und festere. Man vergleiche z. B. die Lampyriden
mit den Scarabaeiden. —
Es treten nun thatsächlich schon sehr frühe bei
Hexapoden Penisbildungen auf, nämlich unter den Thysa-
nuren. Durch solche Bildungen mussten naturgemäss die Mündungen
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 131
der Vasa deferentia zusammengedrängt werden, sodass sie schliesslich
verschmolzen. Das giebt aber noch keinen ectodermalen Kanal.
Nimmt man aber, wie ich das soeben that, an, dass Mündungen
_ von Ectadenien mit den Mündungen der Vasa deferentia zusammen-
liegen, so braucht man nach keinem weiteren Grunde für die
Entstehung eines ectodermalen Endabschnittes des
Samenausfuhrweges zu suchen, denn indem sich die Penis-
ausstülpung mehr und mehr entwickelte, die Mündungsstellen der
Vasa deferentia und Eetadenien aber nicht an seine Spitze rückten,
musste sich die Vereinigungsstelle der Ectadenien zu einem mehr
oder weniger langen, den Penis durchziehenden unpaaren Kanal
ausziehen, der am Penisende mündete. Lässt man dagegen die
Ectadenien erst secundär auftreten, so ist es gar nicht zu verstehen,
wie Ductus ejac. und Vasa deferentia zu ihrer Vereinigung kommen
und was überhaupt die erstere Ectodermeinstülpung veranlasst hat.
Ich möchte daran erinnern, dass bei Machilis schon ein
langer unpaarer Ductus ejaculatorius und ventral an demselben ein
Blindsack vorhanden ist (vergl. Fig. 42c in OQudemanns schöner
Arbeit „Beiträge zur Kenntniss der Thysanura und Collembola*
Amsterdam 1888). Dieser Blindsack ist offenbar den Ectadenien
der Coleopteren homolog. —
Das Genitalsystem von Hylurgus ist als ein hochstehendes
unzweifelhaft zu erkennen:
1. an der Gabelung der Ectadenien,
2. an dem Vorhandensein der Mesadenien,
3. an der relativen Länge der paarigen Ductus ejaculatori.
Dass die Genitalorgane nicht so viele phylogenetische An-
knüpfungspunkte bieten als die Abdominalsegmente und Copu-
lationsorgane ist unzweifelhaft.) — Im Uebrigen müssen natür-
lich möglichst alle Organisationsverhältnisse zusammenwirken, um
die Phylogenie aufzuhellen. —
Die Muskulatur des Copulationsapparates
habe ich 1. c. 1895 in zwei Arbeiten ebenfalls bei Coccinella und
Triplax auseinandergesetzt. Hier soll sie an der Hand von Hy-
lurgus piniperda erörtert werden (cf. Fig. 6 und 7), während hin-
sichtlich der Abdominalsegmentmuskulatur auf meine Coceinelliden-
Arbeit verwiesen sei, wo ich dieselbe ausführlich klargelegt habe.
Das Hinterende des Spiculum gastrale von Hylurgus wird
durch kräftige, stark quergestreifte Muskeln mit dem 8. Abdominal-
segment verbunden und zwar gehen von beiden Spitzen (x und y)
des Hinterendes Faserbündel aus (m 3). Ich will gleich bemerken,
dass alle Muskeln des Copulationsapparates aus starken und deut-
1) ©. Escherich behauptete, offenbar ohne sich genauer mit den beiden
letzteren beschäftigt zu haben, das Gegentheil. Cf. Wiener entomolog. Zeit-
schrift 1893, S. 267. —
9%*
132 Dr. Carl Verhoeff:
lich quergestreiften Fasern bestehen. Dieser Muskeln unterscheide
ich drei:
1. die Spicularmuskeln (m 1), welche als breites Band jeder-
seits vom Vorderende des Spiculum gastrale zu den lateralen
Strecken der Gabel ziehen,
2. die Gabelmuskeln (m), welche von den ventralen Seiten
der Gabel zu den Vorderenden der Femora Penis abgehen,
3. die Praeputialsackretractoren (m 2), welche die lateralen
Arme des vorn am Praeputialsack befindlichen Anker-
gestells ebenfalls mit den Vorderenden der Femora Penis
verbinden.
Stellen wir uns vor, dass sich die Copulationsorgane in ihrer
natürlichen Ruhelage befinden. Sollen sie alsdann in Thätigkeit
treten, so besteht die Bedeutung der Gabelmuskeln zunächst darin
den Penis durch ihre Contraction vorzustossen, wobei sich die
Vorderenden der Femora der Gabel stark nähern. Jetzt oder schon
früher tritt der Blutdruck in Thätigkeit, wodurch bewirkt wird,
dass sich die Femora mit dem Penis noch weiter nach hinten be-
wegen, die Gabel passiren und sich dann statt vor derselben (wie
in situ) hinter derselben befinden. Nach eingeleiteter Copula
wird dann durch fortgesetzten Blutdruck auch der Praeputialsack
ausgestülpt und gelangt in die Bursa copulatrix des 2. Er hat
gleichzeitig zur Folge, dass die Spikularmuskeln stark gestreckt
werden. — Nach vollzogener Copulation bewirken zunächst die
Praeputialsackretractoren dessen Einziehung, die Spikularmuskeln
im Verein mit den Gabelmuskeln die Zurückziehung des ganzen
Penis, wodurch derselbe dann so weit gelangt, dass die Vorder-
enden der Femora wieder dicht hinter der Gabel liegen. Schliess-
lich presst ihn das 8. Abdominalsesment, indem es ihn von hinten
und zugleich von oben und unten fasst, wobei sich das ganze
Abdomen nach vorne zusammenzieht, wieder völlig in die alte Ruhe-
lage. — Es wird ohne Weiteres einleuchten, dass bei so weiter
Ausstülpung des Copulationsapparates ein langer Ductus ejacula-
torius nothwendig ist, woraus sich auch dessen stark S-förmige
Krümmung im Ruhezustande erklärt. —
In meiner genannten Arbeit über Endomychiden etc. habe
ich auf S. 257 die Homologie der Muskulatur des Copulations-
apparates von Coccinella mit der von Triplax erörtert, was ich
hier bei einem weiteren Vergleich mit Hylurgus als bekannt voraus-
setzen muss.
Die 5 Coceinelliden besitzen ein Spiculum gastrale wie die
ö Scolytiden. Wie bei jenen vom Spiculum ein Muskel zur linken
Basalplatte, so gehen bei diesen von ihm zwei Muskeln zu den
Seiten der Gabel ab. Weil aber bei Coccinelliden die Femora
rudimentär und vor allen Dingen Penis und Parameren fest an ein-
ander gekittet sind, können wir dort keine Muskeln antreffen, welche
den Gabelmuskeln der Scolytiden entsprechen.
Ziehen wir also die Erotyliden heran. Ich hob schon 1. c. S. 257
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 133
hervor, dass der „dorsale Bogen“ derselben „dem Spiculum
gastrale der Ooccinelliden physiologisch entspricht.* Da nun
das Intercalarstück (cf. Endomychiden-Arbeit Fig. 48 x) von
der ventralen Seite des Genitalsegmentes aus gebildet wird, so ist
es dem Spiculum gast. der Scolytiden (zwar nicht homolog aber)
homodynam. Da ich ferner oben die endoskelettalen Arme (l. c.
Fig. 48 a) der Erotyliden-Parameren mit der Gabel der Scolytiden
homologisirt habe, so muss, wenn das richtig ist, auch eine muskulöse
Verbindung zwischen Intercalarstück und Paramerenarmen der Ero-
tyliden bestehen und das geschieht thatsächlich durch die „vorderen
Armmuskel“ (l. c. m. 7 Fig. 48).
Vordere Armmuskel der Erotyliden und Spicularmuskel
der Scolytiden sind also homolog. Die Gabelmuskeln der
letzteren sind den beiden Trabesmuskelpaaren der Erotyliden
homodynam, denn sie verbinden Gabel und Femoraenden, wie jene
Paramerenarme und Trabesende; die Femora aber sind der Trabes
homodynam. Bei beiden Familien sind natürlich Penis und Parameren
gegen einander verschiebbar.
Auf S. 257 in meiner Endomychiden etc. -Arbeit sagte ich:
„Da die Siphonalhaut (der Coccinelliden) dem Praeputialsack (an-
derer Coleopteren) homolog ist, lässt sich der Praeputialsackretractor
der Erotyliden mit den hinteren Kapselmuskeln der Coccinelliden
vergleichen, wenn man sich vorstellt, dass ein solches Muskel-
bündel, nachdem sich allmählig ein Sipho und eine Siphonal-
kapsel ausbildeten, auch allmählig auf letztere mit hinüber-
wanderte.“ Da nun die Femora der Scolytiden, wie schon ge-
sagt, der Trabes der Erotyliden homodynam sind, so entsprechen
auch (in gleichem Sinne) die Praeputialsackretractoren der ersteren
denen der letzteren und damit auch schliesslich den hinteren Kapsel-
muskeln der Coccinelliden.
Das Gesagte zeigt einmal, dass meine obige Deutung der
Gabel, als des letzten Restes ehemaliger Parameren,
auch durch die Muskulatur vollkommen bestätigt wird,
sodann, dass die drei Arten von Muskeln am Copulationsapparat
der Scolytiden sich auch bei anderen Coleopteren wiederfinden
können, wobei sie solchen theils homolog, theils homodynam sind.
Es wird Niemand mehr zweifeln können, dass die Kenntniss
der Muskeln der Copulationsapparate, über welche ich meines
Wissens zuerst etwas veröffentlicht habe, sowohl nach morpho-
logischer als physiologischer Seite von grosser Wichtigkeit ist. —
Kann man die Geschlechter der Scolytiden im Allgemeinen
äusserlich unterscheiden?
Die Beantwortung dieser Frage, welche sowohl von theore-
tischer als praktischer Bedeutung ist, erfolgte bereits oben im
Wesentlichen.
Bisher blieb sie, trotz ihrer Wichtigkeit für die Forstzoologie,
134 Dr. Carl Verhoeff:
unbeantwortet. Selbst Eichhoff,!) dem besten Kenner europäischer
Borkenkäfer, ist die (wenn sie einmal bekannt ist, sehr einfache)
äusserliche Unterscheidung der Geschlechter im Allgemeinen un-
bekannt geblieben. Er giebt hier und da die sexuellen Differenzen
an, welche für einzelne Gattungen oder Arten gelten, aber etwas
Allgemeines nicht. In seiner Einleitung heisst es sogar (cf. S. IV):
„Ich habe noch einen Irrthum zu berichtigen, dessen ich mich in
meinen früheren Arbeiten, namentlich in der letzten von 1879, nach
dem Vorgange von Perris, Thomson, Chapuis und Anderen schuldig
gemacht hatte. Ich bin nämlich durch nachträgliche, mikroskopische
Zergliederung und Untersuchung der Fortpflanzungswerkzeuge und
ausserdem aus der Beobachtung in der Natur während des Brut-
geschäftes zu der Ueberzeugung gekommen, dass bei allen den-
jenigen Borkenkäferarten, wo das eine Geschlecht eine stärkere,
das andere eine schwächere oder keine Bezahnung am Flügeldecken-
absturz hat, allemal die stärkere Bezahnung das männliche, dagegen
die geringere oder fehlende Bezahnung das weibliche Geschlecht
bekundet. Auch giebt sich das weibliche Geschlecht oft durch eine
dichtere Behaarung auf der Stirn zu erkennen.“
Wenn Eichhoff in seiner Arbeit von 1879: „Ratio, descriptio,
emendatio Tomicinorum“, von welcher es heisst, dass sie dem Leser
„über feinere mikroskopische Erkennungsmerkmale“ Aufschluss geben
könne, noch nicht einmal hat feststellen können, welche Thiere
männlichen und welche weiblichen Geschlechts sind, so glaube ich
in seinem eigenen Interesse zu handeln, wenn ich auf die angegebene
Schrift nicht weiter eingehe. In seinem neueren Werke (1881)
giebt er zwar, wie gesagt, spezielle Geschlechtsunterschiede an, was
aber zur Folge hat, dass man bei der einen Art über solche Unter-
scheidung etwas erfährt, bei der nächsten wieder nichts. Bei
Hylesinus fraxini und Dendroctonus micans z. B. wird über
sexuelle Unterschiede geschwiegen, während ein seinem Werthe nach
allerdings sehr zweifelhafter bei Hylurgus piniperda angegeben
wird. Dass bei letzterem die Männchen „kleiner“ sein sollen, kann
ich mit Sicherheit als falsch bezeichnen, da ich sie im Gegen-
theil häufig recht gross vorfand, während bei einigen mir gerade
vorliegenden Stücken die beiden Geschlechter gleiche Grösse
haben.
Die werthvolle Arbeit von Lindemann, welche mir zur An-
regung diente, scheint Eichhoff gar nicht gekannt zu haben, sonst
hätte er dieselbe wenigstens etwas berücksichtigen müssen. —
Auf Grund meiner Mittheilungen über die Abdominalsegmente
sind also alle Borkenkäfer in Bezug auf ihr Geschlecht schon
äusserlich leicht zu erkennen, denn wenn man die Elytren aufhebt
oder besser noch ganz entfernt, kann man feststellen, ob die letzte
äussere Dorsalplatte die 7. oder die 8. ist.
Ist sie die 7. Dorsalplatte, also verdecktes Pseudo-
!) Die europäischen Borkenkäfer. Berlin 1881,
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 135
pygidium, so liegt ein Weibchen, ist sie die 8. Dorsal-
platte, also verdecktes Pygidium, so liegt ein Männ-
chen vor.
Schliesslich sei noch bemerkt, dass man bei frisch gefangenen,
oder bei Exemplaren, welche dem Aikohol entnommen sind, mit
der Lupe sehr gut die Lage der Haarfelder beobachten kann.
Bei Hylurgus piniperda z.B. erkennt man dieselben in beiden
Geschlechtern als drei Paare gelblicher, schön seidenglänzender
Flecke. —
Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.
1) Die 1.—7. Dorsalplatte sind gut durch Zwischenhäute
von eiuander abgesetzt. Sie sind erheblich schwächer ausgebildet
als die Ventralplatten. Die 7. D. ist kräftiger als die 6 ersten. Die
Mitte.der 1. oder auch 2. und 3. D. ist zu einer glasigen Haut
reduzirt.
2) Die 1. V. fehlt, die 2. ist äusserst rudimentär. Die
3. V. springt in einen dreieckigen, vorne schmalen Processus
abdominalis (ventralis) vor, bildet daher ein doppeltes Ventral-
phragma. Die 3.—7. V. sind sehr dick chitinisirt und bilden
zusammen ein Ventralbecken. Sie sind alle gegen einander
beweglich, da Zwischenhäute oder wenigstens eine Naht und immer
Eongitudinalmukeln vorhanden sind. i
3) Echte Pleurenplatten fehlen; bei Dendroctonus werden
Andeutungen zu falschen Pleuren beobachtet.
4) Häutungshaare fehlen auf den Ventralplatten, den Zwischen-
häuten und auf der 8.D. mit Ausnahme des Vorderrandes. Sie
kommen an allen anderen D. mehr oder weniger deutlich vor und
immer auf den Pleurenhäuten.
5) Haarfelder finden sich an der 5., 6. und 7. D., oder
auch noch an der 4., in meist je einem Paare, wobei die Haare
nach aussen und vorne stehen. Bisweilen giebt es noch comple-
mentäre Haarfelder, deren Haare nach innen und hinten ge-
richtet sind. Die 8. D. entbehrt der Haarfelder.
6) Tastborsten fehlen auf der 1.—6. D., finden sich dagegen
reichlich auf der 3.—8. V., sowie 7. und 8.D. Meist sind sie ein-
fach spiessförmig, bisweilen theilen sie sich in divergirende Strahlen.
7) Drüsenporen durchsetzen mehr oder weniger reichlich alle
Segmentplatten. Bei denen, welche Tastborsten tragen, münden sie
um deren Basis und sind recht winzig, bei denen, welche der Tastb.
entbehren, sind sie grösser und meist dunkel gerandet.
8) Fortsatzlappen an den Vorderecken kommen oft der 7. und
8. D. zu, sind aber von schwacher Ausbildung.
9) Die Pleurenhäute reichen bis in’s 7. Abdominalsegment.
10) Die kräftige 8. D. ist stets gut entwickelt und bildet beim
136 Dr. Carl Verhoeff:
ö Geschlecht das bedeckte Pygidium. Das 2 besitzt ein be-
decktes Pseudopygidium.
11) Die 8. V. ist nie sehr stark ausgebildet, manchmal ein mit
Tb. reichlich besetzter Bogen, manchmal aber ganz borstenlos und
dann nur noch durch zwei getrennte Höcker oder Wülste an-
gedeutet.
12) Dorsaldrüsen fehlen.
13) Ein Spiculum ventrale fehlt.
14) Das 9. und 10. Abdominalsegment fehlen vollständig
in beiden Geschlechtern, nur bei Hylesinus fraxini £ werden
sehr kleine Theilhälften der 9. D. gefunden.
15) Das Rectum mündet unter der 8.D.
16) Aeusserliche sexuelle Unterschiede in den Abdominal-
segmenten bestehen in der Formverschiedenheit der 7. und 8.D. —
[Sonstige sexuelle Unterschiede an der 5. und 6. V. bei gewissen
Scolytus-Arten sind schon lange bekannt.]
17) Die abdominalen Stigmen, welche in den Pleuren-
häuten liegen, finden sich in 5—7 Paaren am 1.—7. (—5.) Abdo-
minalsegment. Das 1. Paar ist erheblich grösser als die folgenden,
Das 8. St. fehlt immer, das 7. und 6. bisweilen, doch erhält
sich das 6. manchmal als Zwergstigma, wobei die zugehörige
Trachee solide und der Verschlussbügel erloschen ist. An den
normalen Stigmen besteht der Tracheenverschluss aus zwei Lippen.
Auf der Wand der Stigmenhöhlen stehen höchstens kleine, einfache
Häutungshaare.
18) Eine secundäre, 9. V. kommt bei den Weibchen nicht vor.
19) Jedefseits werden die Stigmen durch zwei laterale
Tracheenhauptlängsstämme verbunden.
20) Legeapparate fehlen den Weibchen vollkommen.
21) Seitendrüsen fehlen.
22) Sipho und Siphonalkapsel kommen nicht vor.
23) Parameren fehlen als solche vollständig. Die Gabel,
welche dorsalwärts offen oder geschlossen sein kann, ventralwärts
immer geschlossen ist, stellt den letzten Rest ehemaliger
Parameren vor und ist den endoskelettalen Armen der
Erotyliden und Dacniden homolog. Sie liegt vorne an der
Genitalhautröhre, ist vom Penis durch Haut getrennt und
umfasst ringartig die Femora.
24) Der Penis ist an seinen Vorderecken unten in ein Paar
endoskelettaler, langer Femora ausgezogen, welche bald mit
ihm verschmolzen, bald häutig von ihm getrennt sind. Im Uebrigen
hat er eine kurz röhrenförmige Gestalt und besitzt oben eine
Längsrinne, in welcher hinten 2 sich theilweise über-
deckende Endplatten liegen, Differeneirungen der dor-
salen Wandung. Lateralwärts und hinten ist der P. starkwandig,
unten und vorne in der Rinne häutig. Der sich vorstülpende Prae-
putialsack drängt die Endplatten auseinander. Die Peniswandung wird
hinten von Drüsenporen und vielleicht auch Sinnesgrübchen durchsetzt.
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 137
25) Der Praeputialsack ist stark entwickelt, von häutig-
glasiger Beschaffenheit und stellenweise mit Häutungshaaren oder
Spitzchen besetzt. Manchmal besitzt er eine Nebentasche. Von
vorne mündet in ihn der Ductus ejaculatorius.
26) Um die Eintrittsstelle des letzteren in den Praeputialsack
befindet sich das Ankergestell, das aus einem vom Ductus
durchsetzten Mittelknoten, aus in der Wandung des Praeputial-
sackes gelegenen Armen (2 bis 5 Paare) und einer in der Axe
des Gestelles nach hinten vorragenden Axenrinne besteht, in
welcher der Samenausfuhrweg mündet. Die Axenrinne ist
eine schwache Virgabildung. Die Armenden können durch
vorragende Spitzchen ausgezeichnet sein, welche bei der Copula
eine Reizung ausüben, während die Arme selbst den Praeputial-
sackretractoren zum Ansatz dienen. Das Ankergestell kann in
oder vor dem Penis liegen.
27) Ein Spiculum gastrale (falsches), welches durch Haut
von der 8. V. getrennt ist, ist bei den Männchen immer stark
ausgebildet und theilt sich hinten in zwei Aeste, welche
die Entstehung desselben aus einem ventralen Bogen andeuten. Der
obere Ast ist der vordere und kleinere, der untere der hintere und
grössere. Der kleinere Ast kann aber bisweilen ganz wegfallen. Das
Spiculum gastrale liegt grösstentheils rechts von den Copulations-
organen, mit dem Hinterende darunter. Es befindet sich ausser-
halb der Genitalhautröhre, ist strukturlos aber stark chitinisirt
und ragt nach vorne bis zum Vorderende der Femora.
Den Weibchen fehlt ein Spiculum gastrale vollkommen.
28) Eine Trabesbildung fehlt.
29) Die Intima des Ductus ejaculatorius habe ich vorne
nicht gegabelt gefunden. Im Uebrigen ist er aber auf ziemlich langer
Strecke in zwei Ductus ejac. getheilt.
30) An der Stelle, wo jeder Ductus ejaculatorius in sein Vas
deferens übergeht, befindet sich ein Knoten, um welchen eine
gedrungene Mesadenie lagert. Ausserdem mündet in ihn die
grosse, mit Ausnahme einer kurzen Basalstrecke in zwei lange
Schläuche getheilte Ectadenie.
31) Die Spicularmuskeln verbinden jederseits das Vorder-
ende des Spiculum gastrale mit den Seiten der Gabel. Die Gabel-
muskeln ziehen von der Gabel zu den Vorderenden der Femora.
die Praeputialsackretractoren von diesen zu den Armen des
Ankersgestelles.
32) Die sehr muskulöse Bursa copulatrix besitzt bisweilen
Stachelgruppen. Der Ductus Receptaculi mündet hinten in die
Basalgesend. Ein Infundibulum fehlt.
35) Das Receptaculum seminis ist eine hornartig gekrümmte,
festwandige Blase, in deren Concavität der Expansionsmuskel aus-
gespannt ist, während an der convexen Seite die Anhangdrüse
einmündet. —
# *
*
138 Dr. Carl Verhoeff:
Anmerkungen.
1) In meiner Arbeit: „Vergleich. Untersuchungen über die Abdo-
minalsegmente und die Copulationsorgane der männlichen Co-
leoptera“ etc.!) habe ich unter Anderem auch einige Vertreter der
Cureulioniden untersucht. Obwohl meine damaligen Studien weit
weniger eingehend waren als die späteren und die vorliegenden, so ge-
statten sie doch die Erkenntniss zu gewinnen, dass Scolytiden und
Cureulioniden sich so nahe stehen, dass ihrer Vereinigung zu einer
(auch noch andereFamilien enthaltenden)Ordnung Rhynchophorina
nichts im Wege steht. Den Curculioniden fehlt nämlich die 9. und
10. D. wie den Scolytiden, es fehlen ihnen ebenfalls die eigentlichen
Parameren, statt deren sie als Rest ebenfalls eine Gabel besitzen,
von deren ventralem Knötchen häufig noch ein Stab nach vorne
abgeht (cf. 1. c. Fig. 129 Pa. y, 134 Pa., 135 Pa., 136 und 187 Pa)
Gerade wie bei den Scolytiden kann auch bei den Curculioniden
die Gabel oben offen sein (l. c. 135) oder geschlossen (Fig. 139). Die
Cure. stehen in sofern etwas primärer als sie meist noch eine mehr
oder weniger deutliche 9. Ventralplatte besitzen. Dieselbe ist aber
meist auch mit einem Spiculum gastrale verbunden und durch dessen
asymmetrische Lage häufig gleichfalls asymmetrisch geworden. Diese
9. V. beweist aber auch von Neuem die Richtigkeit der Deutung des
Spic. gastrale bei Scolytiden. Selten, z. B. bei Rhynchophorus,
fehlt den Curc. das Spic. gastrale. Sie besitzen schliesslich auch
einen Penis, der dem der Borkenkäfer sehr ähnlich ist, insbesondere
auch durch Femora ausgezeichnet (l. c. S. Fig. 129, 136 und 137).
Auch die 8. D. verhält sich der der Scolytiden entsprechend. Die
männlichen Curculioniden stehen den männlichen Scolytiden
also so ausserordentlich nahe, dass, wenn diese allein in Betracht
kämen, beide Familien vereinigt werden könnten. Es weichen aber
die weiblichen Curceulioniden von den weiblichen Scol., ins-
besondere durch Legeapparate, so stark ab, dass eine Vereinigung
nicht statthaft ist. [Einiges darüber findet man in meiner Arbeit:
„Vergl. Untersuch. über d. Abdominalsegm. und Legeapparate der
weiblichen Coleoptera“ etc.2)]. Eine eingehendere Behandlung, nament-
lich der & Cureulioniden, wäre sehr wünschenswerth. — Welche
Termina in meiner angegebenen Arbeit über die d Coleoptera, ins-
besondere bei den Curculioniden, im Sinne meiner späteren
Arbeiten zu ändern sind, ergiebt sich aus den vorstehenden Er-
örterungen von selbst. —
2) In meiner angegebenen Arbeit über die 5 Coleoptera habe
ich auf S. 115 und 116 auch die Abdominalformeln zur Sprache
gebracht und in einem Aufsatz über das Abdomen der männlichen
Elateriden °) selbst eine Formel für diese aufgestellt. In meinen
!) Deutsche entomolog. Zeitschr. 1893.
2) D. E. Zeitschr. 1893.
®) Zoolog. Anzeiger N. 443, 1894.
Ueber das Abdomen der Seolytiden. 139
späteren Arbeiten über das Abdomen der Malacodermen etc., der
Siphonophoren, der Endomychiden, Erotyliden etc. habe
ich keine Formeln mehr aufgestellt, weil auch die beste Formel
den Sachverhalt nicht völlig klarlegen kann, namentlich aber für
weniger unterrichtete Entomologen die Gefahr nahe liegt, statt
eines sorgfältigen Studiums sich mit oberflächlichen Formeln zu
begnügen.
Wer aber dennoch Formeln aufstellt, erinnere sich und seine
Leser daran, dass dieselben nur ein unvollkommenes Hülfsmittel
zur Erläuterung des Baues der Hinterleibssegmente sind.
Die Formel für die Scolytiden beider Geschlechter muss nach
den früher?) von mir gegebenen Erläuterungen folgendermaassen
lauten:
[D 9]
220 52,,03.,D4, D5, D6, DD, .D8, [53] 70}
Endoskelettbildungen gehören in diese Formeln nicht
hinein. —
3) Es sei hier noch einmal hervorgehoben, dass die Para-
meren der d Coleoptera die wahren Genitalanhänge, d.h. die
Gliedmaasssen des Genitalsegmentes sind. Durch unpaare Basal-
plattenbildungen irregeführt, glaubte ich in meiner ersten Arbeit
(l.e. 1893) diese als secundäre Differenzirungen ansehen zu müssen.
Weitere Untersuchungen lehrten, dass das Gegentheil wahr ist,
d.h. dass die Basalplatten, namentlich die paarigen, primäre
Erscheinungen sind, nämlich die Grundglieder der zwei-
gliedrigen Genitalanhänge, da es einerseits Formen giebt,
z. B. die Coceinelliden und viele Malacodermen, bei welchen
diese Basalglieder wirklich mehr oder weniger cylindroide und
nicht plattenartige Form haben, andererseits besondere Muskeln,
die Paramerenmuskeln die Gelenke bewegen, welche Basal-
glieder und Endglieder mit einander bilden. Gleichzeitig sind
diejenigen Gruppen, welche primitive, zweigliedrige Parameren
aufweisen, auch sonst noch durch eine Reihe besonders primärer
Merkmale ausgezeichnet, was in phylogenetischer Hinsicht auch er-
wartet werden musste.
Es ist deshalb auch richtiger statt der Ausdrücke „Partes
basales“ und „Partes finales“ die Bezeichnungen Membra basalia
und Membra finalia einzuführen, also Grundglieder und End-
glieder.
Formen ohne Grundglieder oder mit solchen, welche stark ver-
wachsen sind, z.B. Malachioideen und Endomychiden, zeigen
auch im Uebrigen noch mehrere wichtige secundäre Charaktere.
— Dass endlich Gruppen mit ganz oder fast ganz verschwundenen
Parameren ebenfalls anderweitig secundär organisirt sind, lehren
vorige Mittheilungen über die Scolytiden. — Bei männlichen
Coleopteren herrscht also thatsächlich in vielen Gruppen
140 Dr. Carl Verhoeff:
phylogenetisch eine Neigung zum Aufgeben oder zum
Umwandeln der Genitalanhänge. —
4) Schon in meiner Arbeit über das Abdomen der Endo-
mychiden etc. habe ich auf S. 282 erklärt, dass mir keine deut-
lichen speziellen Beziehungen zwischen der Gestaltung der Copu-
lationsorgane der d und den Geschlechtstheilen der 2 bekannt ge-
worden seien. Für Scolytiden gilt dasselbe, weshalb ich meinen
Satz auf S. 282 1. c. wiederholen kann:
„Die specifischen Merkmale der Copulationsorgane der Männ-
chen werden durch die Beschaffenheit der weiblichen Geschlechts-
wege nicht erklärt.“ (Cf. die gegentheiligen Behauptungen in
C. Escherich’s Abhandlung über „die biologische Bedeutung der
Genitalanhängs der Insekten“ !).
6
6
Kritischer Schlüssel zu der Arbeit C. Lindemann’s.
Ich verweise hier auf die beiden Sätze auf S. 3 in der Arbeit
C. Lindemann’s, welche bereits in den Vorbemerkungen wieder-
gegeben wurden. Darnach erhält man folgende Uebersicht seiner
Anschauungen über das „Copulationsorgan der Scolytiden“;
1. „Der Körper“ mit den „Füsschen.“
a) „primäre Stücke“: ! 2. „Die Gabel.“
\: „Der Stengel.“
| 4. „Endplatten.“
5. „Anker.
6. „Seitenplatten.“
Die Termina No. 2, 4 und 5 habe ich im Vorigen angenommen,
da sie Eigenthümlichkeiten der Scolytiden (Rhynchophorinen) be-
nennen, No. 1 und 3 müssen dagegen fallen, weil bessere und für
die Coleopteren oder sogar Insecten im Allgemeinen geltende
Ausdrücke eingeführt sind. Die Bezeichnung „Stengel“ ist schon
deshalb unglücklich, weil sie keinen Unterschied macht von dem
als Spiculum ventrale bekannten Gebilde Der Name „Seiten-
platten“ (No. 6) schliesslich ist falsch, weil es sich gar nicht um
Platten, sondern um Stäbe handelt und diese Gebilde auch phylo-
genetisc,h nichts mit Platten zu thun haben.
Fo gende Tabelle diene zur Erläuterung der Terminologie:
b) „accessorische Stücke“, „Aufsatz“:
C. Lin demann: C. Verhoeff:
Stengel = Spiculum gastrale.
Gabel — Gabel (Paramerenrest) (endoskelettales Stück).
Körper = Penis,
Füsschen —= Femora.
Endplatten — Endplatten (Differeneirungen des Penis).
Anker — Ankergestell.
Seitenplatten = Theile des Ankergestelles.
1) Verh. d. zool. botan. Gesellsch. in Wien 1892.
Ueber das Abdomen der Scolytiden. 141
Ich sagte schon in der Einleitung, dass Lindemann seine Zwei-
theilung des „Copulationsorgans“ lediglich nach der Constanz des
Vorkommens der einzelnen „Stücke“ durchgeführt hat. Meine Aus-
einandersetzungen lehren aber, dass diese Eintheilung und sein
Hauptsatz 1 auf S.3 durchaus falsch sind, denn
1. ist keines der „primären“ Stücke ein „metamorphosirter
Theil“ einer Abdominalsegmentplatte,
2. wird durch die Trennung von „Körper“ einerseits und den
„accessorischen Stücken‘‘ andererseits ein einheitliches Gebilde zer-
rissen und
3. ist es wie meine Darlegungen lehren ein Irrthum, dass
letztere Stücke „Cutieularbildungen der Cuticula des Ductus ejacu-
latorius‘ sein sollen.
(Aus Punkt 3 geht hervor, dass Lindemann das Grund-
verständniss für den Bau des Penis ganz abging.)
Es müssen noch einige andere Stellen der Arbeit ©. Linde-
mann’s besprochen werden:
Auf S.5 wird der „Körper“ fälschlich als eine „Platte“ von
der Form einer „längs liegenden Rinne“ beschrieben. Hierbei hat
L. die hyaline, dorsale Haut übersehen. also nicht erkannt, dass es
sich um ein Cylindroidgebilde handelt.
Auf S. 6 lehrt der Satz: „Der in dem Körper des Penis!) ein-
geschlossene Theil des Ductus ejacul. ist gewöhnlich an einer (!)
Stelle mehr oder weniger stark blasenförmig aufgetrieben und ist
die innere Fläche seiner Wände im Bereiche dieser Auftreibung mit
Stacheln besetzt,“ — dass L. den Ductus und Praeputialsack nicht
klar unterschieden hat. Es scheint sogar als hätte er sich vor-
gestellt, dass der Duct. ej. vorne in die „Blase“ einmünde und
hinten wieder austrete. — Auf S. 6 wird auch die Gabel fälchlich
eine „Platte“ genannt. Dass der Muskel, welcher vom Vorderende
der Gabel herkommt, sich „an die Bauchschienen (!) inserirt‘‘ kann
ich nicht bestätigen. Richtig beobachtet hat L. die häutige Tren-
nung von Gabel und Penis. Auch spricht er von Muskeln, welche
sich an das Vorderende des Spiculum anheften (S. 7), verschweigt
aber, wohin sie gehen. Besonders hingewiesen sei auf das, was
er über die Formverschiedenheiten des Spiculum gastrale sagt,
denn dadurch werden genug Belege gebracht für meine Erklärung
der ursprünglichen Entstehung desselben aus einem ven-
tralen Bogen zur 9. V.
Auf S. 8. spricht L. von einer „Genitalplatte.‘‘“ Dies ist die
8. Ventralplatte (mihi). Wie aus meinen Mittheilungen hervorgeht
ist seine Ansicht, dass das Spiculum ein „abgetrennter Theil‘
derselben sei, unhaltbar. Als besonders wichtig führe ich seine
Mittheilung auf S. 8 über die Abdominalsegmente an:
„bei Borkenkäfern finde ich am Abdomen acht Tergiten. Bei
den Männchen liegen alle 8 auf der Oberfläche des Abdomen, bei
!) Dieser Ausdruck wird ganz plötzlich unbegründet herangezogen.
142 Dr. Carl Verhoeft:
den Weibchen aber ist die 8. Schiene von der Oberfläche des
Abdomens zurückgetreten und hat sich in der Kloake, unter dem
7. Tergiten gelagert. Bauchschienen (Sterniten) haben alle Scolytus-
Arten bloss sechs. Von diesen treten, sowohl bei d als 2 nur fünf
auf die Oberfläche des Abdomens, die 6. ist immer, bei d und 2, m
die Kloake hineingezogen und bildet dort die untere Wand der-
selben. Ich nenne diese 6. Bauchschiene Genitalplatte.“ — Soweit
ist diese Mittheilung vortrefflich, auch hat er die sexuelle Differenz
in der 7. und 8.D. erkannt, freilich ohne sie gebührend hervor-
zuheben, sodass sie auch von anderen Autoren bisher vollständig
unbeachtet geblieben ist. — Nun aber folgen die Fehler: L. hat
nämlich (wie leider noch heute nicht wenige Forscher) einen
falschen Begriff von einem Segmente, sieht daher die 3. V.
an als zugehörig zur 1. D., die 4. V. zur 2.D. u. s. w. und kommt
daher zu dem total falschen Ergebniss (S. 9), dass „die Sterniten
des 7. und 8. Abd. Segmentes“ „ganz constant bei diesen Käfern
fehlen.“ Dem entsprechend erklärt er weiter fälschlich „Körper
und Gabel‘‘ für ‚„metamorphosirte Sterniten des 7. und 8. Abdo-
minalsegmentes,‘ spricht also den Scolytiden ein Abdomen von 8 voll-
ständigen Segmenten zu, dessen Formel nach ihm folgendermaassen
lauten müsste:
D,4, ,»D 2,,Di34.: DA,» .D8,D 6: D u
VEN NV 3 VE eV TEE
V6
Er vertröstet sich noch auf ‚„embryologische Forschungen“ und
begeht damit einen groben Denkfehler, denn er macht sich nicht
klar, dass beim Embryo der Scolytiden von Abdominalsegmenten
(ich meine Segmentplatten) und Copulationsorganen gar nicht die
Rede sein kann, da deren Larven letztere nicht besitzen können
und erstere secundär phylogenetisch aufgegeben haben. —
Schliesslich will ich speciell zu den Darstellungen, welche
Lindemann von den auch von mir behandelten Arten entworfen
hat, noch bemerken, dass sie in einzelnen Punkten nicht ganz richtig
sind, was wohl mit der Art seiner Anschauungen zusammenhängt.
Jedenfalls lehren seine interessanten Tafeln, dass Untersuchungen
weiterer Vertreter der Scolytiden, namentlich für die Formverhält-
nisse von Praeputialsack, Ankergestell und Virgabildung wichtig
sind. Aber auch noch für andere Organe, die L. nicht berück-
sichtigte, z. B. Stigmen und Tracheen, sind weitere Aufschlüsse er-
wünscht. Seine Taf. III—V lassen unzweifelhaft erkennen, dass
die Gruppe der Tomiciden nicht durch ein Ankergestell aber
durch sehr auffallende Virgabildungen ausgezeichnet ist.
Eine Gruppirung der Scolytiden in Unterfamilien und Gat-
tungen vorzunehmen ist ebenfalls Aufgabe weiterer Arbeiten. Das
Feld ist recht interessant, das geht zur Genüge aus den Abbildungen
Lindemann’s hervor. —
Bonn, 12. April 1896.
Ueber das Abdomen der Secolytiden.
Erklärung der Abbildungen auf Tafel I und II.
Allgemein gelten folgende Abkürzungen:
— Ventralplatte, m = Muskeln,
— Dorsalplatte, tr = Teracheen,
-d e = unpaarer Ductus ejaculatorius, | Re = Rectum,
d e I = paariger Ductus ejaculatorius, |n = Nerven,
143
DB’ Benis, Pr = Praeputialsack,
e G = endoskelettale Gabel, Fe = Femora Penis,
GH = Genitalhaut, s g = Spieulum gastrale,
A = Anker, St = Stigma,
Md = Mesadenie, Ep = Endplatte,
B e = Bursa copulatrix, Dr = Vaginalanhangdrüsen,
Va = Vagina, U = Uterus,
Od = Oviduct, Ek = Eierkelch,
Ad = Anhangdrüsen, -dr = Ductus Receptaculi.
Fig. 1—5. Hylesinus fraxini FE.
Fig. 1. Das 8. Abdominalsegment und der Copulationsapparat von unten ge-
sehen. Der letztere ist etwas zur Seite geschoben. k = Knoten
der Gabel in der ventralen Medianee p = Processus der 8. D.
: = En = a Astes am Hinterende des Spiculum.
Fig. 2. Der Copulationsapparat von oben gesehen. Die feinen Stacheln des
Praeputialsackes sieht man durchschimmern, desgleichen theilweise
den Anker. Die Endplatten kreuzen sich. k wie vorher.
Fig. 3. Vorderende des eingestülpten Praeputialsackes mit dem Ankergestell,
von unten gesehen. a bc und« % y = Theile des letzteren,
r = Spermalrinne, R = Virgabildung (Axenrinne).
Fig. 4. Aftergegend des 9. x = verdaute Nahrungsballen im Rectum.
z — kurze Fortsätze der 8. D., welche Muskeln zum Ansatz dienen.
Fig. 5. Das 5. und 6, Stigma, um deren Grössenverhältniss zu zeigen. b= Ver-
schlussbügel.
Fig. 6-8. Hylurgus piniperda L.
Fig. 6. Genital- und Copulationsorgane des 5 nebst Muskulatur, von unten
und der Seite gesehen. £% = theilweise durchschimmerndes Anker-
gestell. M = Stelle wo der Praeputialsack ausgestülpt wird. x und
y wie in Fig. 1. a = Stelle, wo sich das Vasdeferens und die Eeta-
denien in die linke Mesadenie einsenken, die rechte Mesadenie, sowie
beide Ectadenien und Testikel sind fortgelassen. Die Mesadenien-
zellen, welche man durchschimmern sieht, wurden nur an einer Seite
eingezeichnet. y = dorsale Klaffungsstelle der Gabel. m = Gakel-
muskeln, ml = Spieularmuskeln, m2 = Praeputialsackretractoren,
m3 = Verbindungsmuskeln zwischen Spieulumhinterende und 8. Abdo-
minalsegment.
Fig. 7. Vorderhälfte des Penis von oben und der Seite gesehen, Gabel z. T. ab-
geschnitten. Bezeichnung der Muskeln wie vorher.
Fig. 11.
Fig. 12.
Fig. 13.
Dr. Carl Verhoeff:
Theile aus dem vordersten Vaginalgebiet des Q, anstossend an den
Grund der Bursa. z = laterale Stachelgruppen.
Fig. 9—12. Dendroctonus micans Q Kug.
Genitalorgane von oben gesehen. Das Receptaculum ist fortgelassen,
ebenso die Eiröhren und linksseitig der Oviduct. a —= Anfang einer
der beiden Eiröhren. m = Vaginalflügelmuskeln (‚grader Retractor“).
Dieselben in macerirtem Zustande von unten gesehen, die Uterus-
intima hört auf in der Gegend wo sich der Pfeil befindet. x = Stelle
wo der Uterus und der Ductus Receptaculi in die Bursa einmünden.
Das 2. abdominale Stigma von innen gesehen. x und y die vor-
ragenden, zum Ansatz des Schliessmuskels bestimmten Enden der Ver-
schlusslippen. s = Athemspalt, Pl = Pleurenplatte, in deren Mitte das
Stigma liegt.
Receptaculum seminis und die kugelige Anhangdrüse, deren Reservoir
prall gefüllt ist. m = Expansionsmuskel und dessen Neıyn. M—= Mün-
dung des Rec. —
Hylurgus piniperda 5 L. Teil der Genitalorgane. (Vom rechten
Hoden Te. ist nur ein Stück eingezeichnet.)
Vergleichende Studien zur Histologie
der G@anoidschuppen. )
Von
Dr. H. Scupin.
Hierzu Tafel IX und X.
Litteratur.
Agassiz L: 1. Recherches sur les poissons fossiles. Neuchätel 1833 —1843.
2. Monographie des poissons fossiles du vieux gres rouge ou systeme
devonien. Neuchätel 1844.
Hertwig O.: Das Hautskelet der Ganoiden (Lepidosteus und Polypterus).
Morphologisches Jahrbuch. Band V. 1878,
Klaatsch H.: Zur Morphologie der Fischschuppen und zur Geschichte ‘der
Hartsubstanzgewebe. Morphologisches Jahrbuch. Band XVI. 1890.
Kölliker A.: 1. Ueber die verschiedenen Typen in der mikroskopischen
Struktur des Skeletes der Knochenfische. Sitzungen der physikalisch-
medizinischen Gesellschaft in Würzburg. 18. Dezember 1858,
2. Ueber die grosse Verbreitung der perforating fibres von Sharpey.
Ebendort, 10. November 1860.
3. Handbuch der Gewebelehre. 6. Auflage. Leipzig 1887.
Leydig Fr.: Histologische Bemerkungen über den Polypterus bichir. Zeit-
schrift für wissenschaftliche Zoologie Bd. V.
Nickerson W.S.: The development of the scales of Lepidosteus. Bull. of the
Museum of the Comparative Zoology. Vol. XXIV No.5 1893.
Pander Chr. H.: 1. Monographie der fossilen Fische des silurischen Systems
des russisch-baltischen Gouvernements. St. Petersburg 1856.
2. Ueber die Saurodipterinen, Dendrodonten, Glyptolepiden und Chei-
rolepiden des devonischen Systems. St. Petersburg 1860.
Reissner E.: Ueber die Schuppen von Polypterus und Lepidosteus. Archiv
für Anatomie, Physiologie etc. 1859.
!) Vorliegende Arbeit erschien als Dissertation in wenig anderer Form,
jedoch ohne Tafeln, zu Berlin 1895 im Selbstverlage des Verfassers. Ich nehme
Gelegenheit, sie nunmehr hier mit gleichzeitiger Wiedergabe der wichtigsten
mikroskopischen Bilder zu veröffentlichen.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg.1896. Bd.I. H.2. 10
146 Dr. H. Seupin:
Rohon V.: 1. Ueber fossile Fische vom oberen Jenissei. Me&moires de l’aca-
d&mie imperiale des sciences de St. Petersbourg, VIIe Serie Tome
XXXVI No. 13. 1889,
2. Die Dendrodonten des devonischen Systems in Russland. Eben-
dort No. 14.
3. Holoptychius-Schuppen in Russland. Melanges geologiques tires
du bull. de l’acad. imp. des sciences de St. P&tersbourg 1890. Tome
T. Giger 1-
4. Die obersilurischen Fische von Oesel. 2. Theil. M&moir. de l’acad.
imperiale des sciences de St. Petersbourg, VIIe Serie Tome XLI
No. 5 1893.
Williamson W. C.: On the microscopie Structure of the Scales and dermal
teeth of some Ganoid and Placoid fishes. Philosophical Transactions
of the Royal Society of London 1849 Part. I.
Zittel K. v: Handbuch der Palaeontologie I. Abth. Band III. München und
Leipzig 1887.
Einleitung.
Die Histologie von Ganoidschuppen ist schon mehrfach zum
Gegenstande von Untersuchungen gemacht worden, dieselben be-
schränken sich indess lediglich auf eine nackte Beschreibung des
mikroskopischen Bildes oder beschäftigen sich mit der allmählichen
Entwickelung des Hautskeletes, nirgends jedoch wird die Syste-
matik der Ganoiden auf Grund des feineren Baues derselben einer
Prüfung unterworfen. Und doch ist, wie die Untersuchungen der
letzten Jahre in anderen (Gebieten gezeigt haben, gerade in der
Mikrostruktur eines der wichtigsten für die Systematik und die
Stammesgeschichte der einzelnen Formen in Betracht kommenden
Merkmale gegeben!). Ob auch der Körper eines Fisches infolge
veränderter Lebensweise in späteren (Generationen eine andere
Gestalt annimmt oder das anfangs aus spitzen Zähnen bestehende
Gebiss zu einem zum Zerquetschen von Muschelschalen geeigneten,
Pflasterzähne enthaltenden umgestaltet wird, das alles wird im all-
gemeinen keinen Einfluss auf den Bau der einzelnen Schuppen ausüben;
verwandtschaftliche Beziehungen werden sich in diesem somit auch
bei morphologischen Verschiedenheiten erkennen lassen.
Aus diesem Gesichtspunkte heraus wurde vorliegende Arbeit
angefertigt. Sie wurde begonnen und ausgeführt auf den Rath
meines verehrten Lehrers Herrn Professor Dr. Jaekel, dem ich an
dieser Stelle für die gütige Anregung und Unterstützung, die mir
derselbe hierbei zu theil werden liess, sowie für die Ueberlassung
seiner Sammlung von Dünnschliffen zum Zwecke der Untersuchung
!) Vergl. ©. Jaekel. Ueber mikroskopische Untersuchungen im Gebiete
der Paläontologie. Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie, Paläontologie.
Jahrgang 1891. Bd. V. S. 178.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 147
meinen Dank auszusprechen Gelegenheit nehme. Ebenso erlaube
ieh mir Herrn Professor Dames für das mir gütigst zur Verfügung
gestellte Material des Königlichen Museums für Naturkunde zu
Berlin, sowie Herrn Professor Frech für einige dem geologisch-
paläontologischen Institute der Universität Breslau gehörigen
Schuppen meinen verbindlichsten Dank zu sagen.
Material der Untersuchung.
Zur Untersuchung wurden vorwiegend senkrecht zur Schuppen-
oberfläche verlaufende Schliffe benutzt, soweit dies nicht durch
allzu geringe Dicke der Schuppen unmöglich wurde In der-
artigen Fällen konnte die Struktur daher nur undeutlich erkannt
werden, da dieselbe im Flachschliffe niemals so klar wird, als dies
im Querschliffe der Fall ist. Erschwerend für die Untersuchung
wirkte ferner oft der Erhaltungszustand des Materials. Die einzelnen
Hohlräume der Schuppe zeigten nicht selten mangelhafte Injicierung
durch färbende Substanzen; dieselben hoben sich daher nur un-
deutlich ab und konnten häufig allein durch Abblenden des Spiegels
gesehen werden; bisweilen auch schienen sie da, wo ein Schluss
per analogiam das Vorhandensein von solchen unbedingt voraus-
setzen liess, d.h. in Fällen, wo nahe verwandte Formen dieselben
in ausgezeichneter Weise zeigten, vollständig zu fehlen. Andrer-
seits war es wieder die starke Imprägnation durch fremde Sub-
stanzen, wie Bitumen, Eisenoxyd oder Schwefelkies, die eine ge-
nauere Untersuchung oft zur Unmöglichkeit machte. Ich habe eine
grosse Anzahl von Schuppen namentlich aus dem Carbon und Perm
verschliffen, ohne auch nur eine schwache Erhellung des Präparates
bemerken zu können. Andere mussten, um durchscheinend zu
werden, so dünn geschliffen werden, dass sich zu einer genauen
Beurtheilung der Struktur durch sie nicht gelangen liess, da bei sehr
geringer Dicke naturgemäss leicht der Fall eintreten konnte, dass
einzelne für den Aufbau der Schuppe wichtige Bestandtheile der-
selben nicht von der Schliffebene getroffen wurden. Sehr gut da-
gegen zeigten sich namentlich die aus dem weissen Jura von
Solenhofen, Kelheim und Cirin stammenden Schuppen erhalten. Sie
erschienen meist schwach gefärbt, so dass die einzelnen Teile der
Schuppe sehr deutlich im Schliffe hervortraten.
Geschichtliches.
Der erste, welcher mikroskopische Untersuchungen über Ganoid-
schuppen veröffentlichte, war L. Agassiz. Er unterschied bereits
die beiden wesentlichen, die meisten Ganoidschuppen aufbauenden
Schichten, deren obere er als „email“ bezeichnete, während er die
10*
148 Dr. H. Seupin:
untere beschrieb als „du veritable tissu osseux parfaitement carac-
terise par ses corpuscules fusiformes, qui donnent lieu & des rami-
fications effildees et par toutes les caracteres physiques et chimiques,
qui distinguent les tissus osseux.* Auch die feinere Struktur einzelner
Schuppen war ihm schon bekannt. Ihm folgte Williamson mit der
Beschreibung des Baues einer Anzahl Arten der Ganoiden und
später Pander, der in seinen Arbeiten ausser den morphologischen
auch die histologischen Verhältnisse einiger Crossopterygier-, Dip-
noer- und Placodermengattungen einer eingehenden Darstellung
unterzogen hat. Seine Untersuehungen sind in späterer Zeit von
V. Rohon fortgesetzt worden. Weitere Arbeiten auf diesem Gebiete,
die sie sich allerdings nur auf recente Ganoiden beschränken, haben
Leydig, Reissner, Hertwig, Klaatsch und Nickerson geliefert.
Ersterer versuchte den Nachweis zu führen, dass die von Agassiz
als email bezeichnete oberste Lage der Schuppe nur als ein homo-
gener ausgebildeter Theil des Hauptbestandtheils derselben aufzu-
fassen sei, eine Ansicht, die bald darauf von Reissner eine Wider-
legung erfuhr. Zu höchst interessanten Resultaten über die Ent-
stehung der Schuppen gelangte Hertwig in seiner Abhandlung.
Durch sorgfältige Vergleichung der einzelnen Theile des Hautskeletes
zeigte er, dass Schuppen, Flossenplättchen und Belegknochen des
Schädels und des Schultergürtels durch Concrescenz von Zahn-
gruppen entstanden seien, auf die von der Epidermis aus Schmelz
abgelagert wurde In letzter Zeit hat H. Klaatsch noch Unter-
suchungen über die Entwicklung der Lepidosteus-Schuppe ver-
öffentlicht, deren Ergebnisse von denen Hertwigs namentlich inso-
fern abweichen, als nach seiner Ansicht die Ganoidschuppe nicht
als ein Verschmelzungsprodukt einzelner Hautzähne aufzufassen,
sondern der Placoidschuppe homolog anzusehen ist. Auch die
Schmelznatur der oberen Schicht der "Schuppe wird von ihm be-
stritten. Die Ansichten von Klaatsch haben später theilweise noch
in Nickerson einen Vertreter gefunden, der nur in einigen Punkten
von jenem abweicht.
Ich werde auf die Ansichten der einzelnen Autoren noch
näher zurückzukommen haben.
Allgemeiner Bau der Ganoidschuppen.
Die meisten Ganoidschuppen bestehen aus zwei sich deutlich
durch Struktur und Färbung unterscheidenden Schichten. Die
obere als Schmelz bezeichnete ist homogen, die untere dagegen
zeigt sich von zahlreichen Kanälen und Zellen durchsetzt. Was zu-
nächst den Schmelz anbelangt, so ist derselbe in der Regel mehr
oder weniger deutlich geschichtet. Die einzelnen Lamellen sind in
der Mitte der Schuppe meist eben gelagert, biegen indess weiter
nach dem Rande hin, bisweilen ziemlich unvermittelt nach innen
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 149
zu um. Wo Verzierungen auf der Schuppe vorhanden sind, werden
dieselben fast immer wesentlich dureh Faltungen der oberen Schmelz-
lamellen gebildet, während die unteren im allgemeinen nur wenig
an der Oberflächengestaltung theilnehmen und regelmässigere Lage-
rung zeigen, wie dies bei Fig.4 auf Taf.9 zu sehen ist. Das Verhältniss
der Dicke des Schmelzes zu der der ganzen Schuppe ist für nahe
mit einander verwandte Formen bei den typisch entwickelten
Ganoidschuppen ein ziemlich konstantes und für einzelne Gattungen
oft charakteristisch. Ich werde dasselbe der Bequemlickeit halber
als „relative Dicke“ bezeichnen. Die übrigen dem Schmelze zu-
kommenden Eigenthümlichkeiten sind bereits von früheren Autoren
des näheren dargethan worden. Seine leichte Löslichkeit durch
Säuren, seine grosse Härte, sowie die in polarisirtem Lichte deut-
lich hervortretenden Farbenerscheinungen sind bekannt und sind
Eigenschaften, die ihn als aus wesentlich unorganischer Substanz
bestehend charakterisiren, und die er mit dem Schmelze der höheren
Wirbelthiere gemein hat.
Die Schmelznatur dieser obersten Lage der Schuppe ist mehr-
fach in Abrede gestellt worden. Williamson gab ihr, da er die für
den Schmelz der höheren Wirbelthiere charakteristische prismatische
Struktur vermisste, um Verwechslungen vorzubeugen, den Namen
Ganoin. Leydig wollte in ihr sogar nur eine Modifikation der
unteren „von äusserst feinen Hohlräumen durchbrochenen und
deshalb mehr homogenen“ Hauptsubstanz sehen. Sehr richtig weist
indess schon Reissner darauf hin, dass Leydig nicht Schliffe,
sondern Schnitte entkalkter Schuppen benutzt habe, also Schmelz,
der bei der Behandlung mit Salzsäure natürlich gelöst worden sei,
ja gar nicht habe beobachten können. Neuerdings ist noch Klaatsch
gegen die Annahme einer echten Schmelzschicht aufgetreten. Auf
Grund entwicklungsgeschichtlicher Untersuchungen versucht er
nachzuweisen, dass die oberste Schicht der Lepidosteus-Schuppe
keineswegs ein Produkt der Epidermis sei; indess scheint es einer
Notiz zufolge, die sich in einer Abhandlung von Jaekel!) vor-
findet, als wenn auch Herr Klaatsch jetzt in diesem Punkte
seine Ansicht nicht mehr aufrecht erhalten wolle. Andrerseits
hat V. Rohon nunmehr auch prismatische Struktur feststellen können.
Der von Williamson gemachte Haupteinwand fällt somit hinweg,
und wir können die fragliche Schicht daher mit gutem Grunde
als echten Schmelz ansprechen.
Der untere Theil der Schuppe zeigt sich ebenfalls meist
deutlich aus Lamellen aufgebaut. Mehrere derselben bilden bis-
weilen wieder dickere Schichten, die sich ähnlich den Jahresringen
eines Baumes gegen einander abheben. Williamson bezeichnete
1) O. Jaekel, Ueber sog. Faltenzähne und complieirte Zahnbildungen über-
haupt Sitzungsber. der Gesellsch. naturforschender Freunde zu Berlin. Jahrg.
1894. No.5. Seite 153.
150 Dr. H. Seupin:
solche Lamellencomplexe als laminae!). Die Lamellen sind niemals
eben gelagert, sondern stets mehr oder weniger gebogen. Die
Hauptbiegung liegt in der Regel in der Nähe der Vorderseite der
Schuppe?). Bei einigen Ganoiden erscheinen die Lamellen sogar
vollständig zurückgebogen, so dass die zuerst gebildeten Schichten
nicht mehr oben, sondern in der Mitte der Schuppe liegen?). Die
Grenze gegen den Schmelz ist meist nur in der Mitte glatt, an den
Rändern bilden die Laminae fast immer mehr oder weniger deutlich
ausgeprägte Leisten, die in denselben eingreifen). Es lässt sich
diese Erscheinung auf stossweises Wachsen zurückführen, derart,
dass sich an den in der Mitte liegenden zuerst gebildeten und von
der Epidermis her mit einer Schmelzkappe bedeckten Theil der
Schuppe ein weiterer Lamellencomplex anlegt, der seinerseits wieder
den unteren Theil der Schmelzkappe umgreift. Ueber das Ganze
legt sich sodann eine neue Schmelzschicht und so wächst die
Schuppe weiter.
Senkrecht zu den genannten Lamellen verläuft ein System von
Kanälen, deren Stärke und Zahl in den verschiedenen Gattungen
der Ganoiden sehr schwankt. Dieselben sind bereits von Reissner
mit Zahnbeinkanälchen verglichen und später von O. Hertwig wegen
ihrer Aehnlichkeit mit diesen auch als solche bezeichnet worden,
Indess weist Klaatsch und mit ihm Nickerson ganz mit Recht darauf
hin, dass eine solche Benennung bisher „an das alleinige Vor-
kommen in einer zellenlosen Hartsubstanz gebunden war“, für
Kanäle einer Knochenzellen enthaltenden Schuppe somit nicht zu-
treffend sei. Ich möchte daher eine andere Bezeichnungsweise vor-
schlagen, die lediglich für diese Kanälchen Anwendung findet und
von dem die Schuppe in ihrer Hauptmasse aufbauenden Theile der-
selben hergenommen ist. Der letztere wurde bisher meist schlecht-
hin als Knochengewebe bezeichnet, doch scheint mir auch diese
Benennung eben des Vorkommens der genannten Kanälchen wegen
wenig geeignet und könnte hier besser auf diejenigen Theile einiger
insbesondere bei den Crossopterygiern vorkommenden Schuppen be-
schränkt werden, in denen diese Kanälchen zurücktreten, die aber
Haversische Kanäle mit concentrischer Schichtung der sie um-
sebenden Substanz enthalten. Um andrerseits wieder der immer-
hin grossen Aehnlichkeit mit Knochengewebe Rechnung zu tragen,
möchte ich daher nunmehr für den in Rede stehenden Theil der
Schuppe den Namen „Ostein“* und für die diesen durchsetzenden,
senkrecht zu den Lamellen desselben verlaufenden Kanäle den
Namen „Osteinkanäle“ in Vorschlag bringen.
Die Osteinkanäle nehmen ihren Anfang an der Innenfläche der
Schuppe und endigen gewöhnlich unterhalb des Schmelzes. Wenn
!) vergl. Taf.9 Fig. 8.
2) vergl. Taf.9 Fig. 7 und 9.
3) vergl. Taf..9°H2.10,7 Tat. 10.-B1g.7:
*) besonders deutlich in Taf. 9 Fig. 6.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 151
dies im Schliffe nicht immer deutlich zu Tage tritt, so liegt dies
meist an der Lage der Schliffebene; ist dieselbe nicht die Mittel-
ebene der Schuppe, so werden die meisten Kanälchen, da sie nach
dem Centrum zu convergieren, mehr oder weniger quer getroffen
werden und es können daher nur die obersten derselben bis zu
Ende verfolgt werden. Man kann sich durch Drehen der Mikro-
meterschraube des Mikroskops leicht hiervon überzeugen!).
Die Kanäle gabeln sich häufig in wenige gleichwerthige Stämme.
Unmittelbar unter dem Schmelze tritt bisweilen eine sehr feine
Verästelung auf. Jeder Kanal entsendet dann zahlreiche kleine
Zweige, die unregelmässig neben einander, bald gerade, bald ge-
bogen verlaufen und nur mit starken Vergrösserungen erkannt
werden können. Williamson hat ihrer zierlichen Beschaffenheit
wegen den von ihnen durchsetzten Theil der Schuppe als „Kosmin“
bezeichnet?). Der Vergleich mit Zahnbeinkanälchen liegt in solchen
Fällen besonders nahe und die Aehnlichkeit der bei einigen
Crossoptorygiern vorkommenden, derartige Büscheln enthaltenden
Tuberkeln mit Hautzähnchen ist schon Williamson aufgefallen.
Die Osteinkanäle dringen bisweilen in den Schmelz ein, oft
auch scheint ihr Ausgangspunkt in demselben zu liegen®). Es ist
diese Erscheinung bereits von mehreren Autoren beobachtet worden,
und wird um so interessanter, als sie im Schmelz der höheren
Wirbeltiere bisher nur in ganz vereinzelten Fällen wahrgenommen
worden ist.
Ueber die Bedeutung der Osteinkanäle für die Schuppe sind
die Ansichten getheil. Während Agassiz die Anschauung ver-
tritt, dass sie der Ablagerung von Kalksubstanz dienen, schreiben
ihnen andere die Funktion der Ernährung der ganzen Schuppe zu.
Dass sie in der That bei der Bildung der einzelnen Lamellen der
Schuppe eine grosse Rolle spielen, scheint mir aus der regelmässigen,
senkrechten Lage der Laminae zu den Kanälen hervorzugehen.
In sämmtlichen untersuchten Schuppen lässt sich noch eine
zweite Reihe von Röhrchen beobachten. Sie sind ausserordentlich
zart und liegen oft, den Schliff stellenweise geradezu verdunkelnd t),
dicht gedrängt neben einander. Meist verlaufen sie sanft ge-
geschlängelt unter schiefem Winkel zu den Osteinlamellen. William-
son bezeichnet sie als „tubes lepidines“, während Kölliker und
Klaatsch sie mit den sog. Sharpey’schen Fasern in Verbindung
brachten. Ich werde zunächst die Bezeichnungsweise Williamsons
beibehalten und erst am Schlusse, nachdem sich durch die Ver-
theilung derselben in den einzelnen Arten genügendes Material er-
geben hat, auf ihre Bedeutung zurückkommen.
Ich habe nun noch die bereits erwähnten im Ostein vor-
!, vergl. Taf. 9 fig. 8 und die schematische Zeichnung Taf. 10 Fig. 13.
2) vergl. Taf. 9 Fig. 1 und 10a.
3) Taf. 10 Fig. 1.
=) Taf; 10 Eig.6.
152 Dr. H. Scupin:
kommenden, mit den Zellen im Knochen der höheren Wirbelthiere
übereinstimmenden Knochenkörperchen zu besprechen. Sie sind
meist in grosser Anzahl durch die ganze Schuppe vertheilt, in einem
Schliffe habe ich allein gegen 600 gefunden. Ihre Gestalt ist spindel-
oder sternförmig und zwar ist die Anordnung in der Regel der-
artig, dass die spindelförmigen in dem unteren, die sternförmigen
in dem oberen Theile des Osteins liegen. Sie entsenden meist
mannigfach verzweigte Ausläufer, die sich von den etwa gleich
starken Kosminröhrchen auch da, wo der Centraltheil des Knochen-
körperchens nicht mehr im Schliffe liegt, leicht durch ihre grössere
körperchens nicht mehr im Schliffe liegt, leicht durch grössere
Divergenz unterscheiden lassen. Während diese sich ganz all-
mählich abzweigen und einen sanft gebogenen Verlauf nehmen,
tritt bei den Knochenkörperchen die Aestebildung viel unvermittelter
auf und zeigt mitunter einen fast eckigen Charakter, auch sind hier
die Ausläufer gewöhnlich lange nicht so zahlreich, als die Kosmin-
röhrchen eines Osteinkanals. Die Knochenkörperchen communieiren
durch ihre äussersten Fortsätze mit einander, wie dies bereits
mehrfach beobachtet worden ist; ob eine Verbindung mit den Ver-
ästelungen der Osteinkanäle besteht, habe ich, obwohl es von
mehreren Autoren behauptet wird, ebensowenig wie Reissner er-
kennen können, da die Feinheit dieser Aestchen eine Unterscheidung,
ob zwei derselben getrennt über einander liegen oder in einander
übergehen, unmöglich machte. Reissner will bemerkt haben, dass
die Knochenkörperchen da, wo die Verästelungen der Kanälchen
am reichlichsten entwickelt sind, fehlen. Er folgert daraus, dass
diese geradezu den Ersatz für sie bilden. Ich habe diese Be-
merkung nicht machen können; in einigen Schliffen zeigte sich
allerdings ein spärlicheres Auftreten der Knochenkörperchen im
Kosmin der Schuppe, doch konnten in andern durch besonders
schöne Verästelungen ausgezeichneten Schliffen gerade hier die
wohlentwickeltesten, nach allen Seiten hin ausgebildeten Knochen-
körperchen beobachtet werden.
Ausser diesen eben erwähnten, zwar in den einzelnen Gattungen
der Ganoiden variirenden, aber doch fast überall deutlich zu be-
obachtenden Merkmalen des Osteins sind noch die bei einigen Formen
vorkommenden grösseren, meist horizontal verlaufenden Kanäle zu
erwähnen. Sie sind von concentrisch geschichteten, Knochen-
körperchen enthaltenden Lamellen umlagert und werden in der
Regel als ‚Haversische Kanäle“ bezeichnet, wenn auch hier die
concentrische Schichtung nicht so gut ausgeprägt ist als im Knochen
der höheren Wirbelthiere, von denen die Bezeichnungsweise herüber-
genommen ist. Sie stehen mit der Oberfläche der Schuj;pe in Ver-
bindung. Bisweilen gehen von ihnen Östeinkanälchen aus, die sich
meist bald in feine Kosminbüschel auflösen.!)
!) Vergl. Taf. 9. Fig.1.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 153
Ich schreite nunmehr zur Beschreibung der Schuppenstruktur
der einzelnen Arten. Es wird dabei in Folgendem die Abkürzung
M. N. = Museum für Naturkunde zu Berlin,
C.J. = Privatsammlung von Herrn Professor Jaekel
bedeuten.
Crossopterygii.
Rhombodipterini.
Osteolepis macrolepidotus Pent. et Val.')
Diluvialgeschiebe. Meseritz.
Taf. 9, Fie.;l,
Die Struktur der Schuppen von Osteolepis ist bereits von Pander
beschrieben worden. Der mir vorliegende Schliff zeigt die von
diesem Autor angegebenen Merkmale auf’s deutlichste. Der untere
Theil der Schuppe wird von Haversischen Kanälen durchzogen, die
einen meist horizontalen Verlauf nehmen und concentrisch von zahl-
reichen Knochenkörperchen umlagert werden. Die letzteren sind
ziemlich gross, ihre Ausläufer sind nicht sehr entwickelt und treten
gegenüber dem Centraltheil bedeutend zurück. In der über dieser
echten Knochenschicht lagernden Partie wird die Schichtung eine
deutlichere. Die langgestreckten Knochenkörperchen liegen hier
meist schief zu den horizontal gelagerten Lamellen, und zwar ist
die Anordnung immer eine derartige, dass die in der gleichen Schicht
liegenden einander parallele Längserstreckung zeigen. Die Ausläufer
sind ausserordentlich klein und oft kaum zu bemerken. Dieser von
Pander als Isopedin bezeichnete Theil der Schuppen geht weiter
nach oben wieder in eine Schicht mit Haversischen Kanälen über,
von denen feine baumartig verästelte Kosminröhrchen entspringen.
Der Schliff erscheint in diesem seinen obersten Theile in regelmässige
von derartigen Büscheln durchzogene Trapeze aufgelöst, die ihre
Basis nach oben kehren und von einer Schmelzschicht umkleidet
werden. Die bereits besprochene Aehnlichkeit mit Hautzähnchen
tritt hier sehr deutlich hervor.
Pander giebt an, dass einzelne der Haversischen Kanäle in
auffallend gleichen Abständen bis zur Oberfläche verlaufen; aller-
dings habe auch ich solche bemerkt, doch kann ich die von Pander
abgebildeten und als Kanäle aufgefassten, sich erst verbreiternden,
dann konisch nach oben verlaufenden Räume zwischen den Kosmin-
bildungen nicht als Kanäle ansprechen. Scheint eime solche Form
1) Da mir eine Kritik der systematischen Stellung der einzelnen Arten
auf Grund morphologischer Merkmale fernliegen musste, habe ich von einem
Synonimen-Verzeichniss abgesehen.
154 Dr. H. Seupin:
an sich schon auffallend, so spricht in vorliegendem Falle auch die
Vertheilung des Schmelzes gegen eine derartige Annahme. Denn
während derselbe in der von Pander gegebenen Abbildung nur am
Oberrande zu bemerken ist, wird hier jeder der Kosminvorsprünge
vollständig von Schmelz umgeben. Wir können es also hier nur
mit den Zwischenräumen der dem Basalttheil der Schuppe aufsitzenden
Hautzähnchen zu thun haben, die hier, wie sich aus einem Flach-
schliffe (fig. 1a) ergiebt, seitlich untereinander verschmolzen sind
und nur noch runde Oeffnungen zwischen sich lassen.
Megalichthys laticeps Traqu.
Carbon. Bourdiehouse.
Es liegen mir zwei Schliffe von isoliert im Gestein liegenden
Schuppen vor. Bei beiden ist eine unterste Knochenschicht mit
Haversischen Kanälen gut ausgebildet. Die cencentrische Schichtung
um dieselben ist noch deutlicher als bei der vorigen Gattung
Die Ausläufer der Knochenkörperchen bilden eine der Schichtungs-
richtung entsprechende gekrümmte Linie; an Grösse und Gestalt
gleichen letztere nicht nur an dieser Stelle. sondern in der
ganzen Schuppe denen von Osteolepis. Auch die darüber
liegenden Schichten sind ähnlich wie bei dieser Gattung ent-
wickelt. Es folgt eine Lage von Isopedin, eine weitere Knochen-
schicht mit Haversischen Kanälen, eine Kosmin- und eine Schmelz-
schicht, welch letztere indess hier nicht in die Zwischenräume der
Kosminzähnchen eindringt, sondern diese nur auf der freien Ober-
fläche bedeckt.
M.N.
Cyelodipterini.
Holoptychius giganteus Ag.
Devon. Sjass.
Die schon von Agassiz und Pander beschriebene Struktur der
Holoptychius-Schuppen ist neuerdings Gegenstand einer ausführlichen
Beschreibung von V. Rohon geworden, auf die ich hiermit verweisen
will. Immerhin sei der Vollständigkeit wegen eine kurze Charakte-
ristik dieser Schuppen gegeben. Eine zu unterst liegende, Haversi-
sche Kanäle enthaltende Knochenschicht ist hier nicht vorhanden,
so dass das Isopedin, das sich in keiner Weise von dem der vorigen
Gattungen unterscheidet, die Basis der Schuppe bildet. In der
darüber liegenden Knochenschicht sind nach Rohon wieder zwei
Unterabtheilungen zu unterscheiden, und zwar eine tiefere mit mehr
horizontal und eine höhere mit mehr vertikal verlaufenden Haversi-
schen Kanälen. Ein derartiger Unterschied tritt hier weniger deut-
lich hervor, die Kanäle verlaufen oft mannigfach gebogen und
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 155
a
bringen hierdurch ein höchst unregelmässiges Maschenwerk hervor.
Einzelne derselben dringen an die Oberfläche der Schuppe, wo sie
zwischen den auf dieser vorhandenen Verzierungen in unregel-
mässigen Abständen ausmünden. Gerade diese Unregelmässigkeit
ist es, die den Hauptunterschied dieser Gattung und einiger noch
zu beschreibender gegenüber Osteolepis und Megalichthys bildet.
Aus den Haversischen Kanälen entspringende Kosminröhren habe
ich nicht bemerken können, doch dürfte das auf das Fehlen einer
injieirenden Substanz oder die Lage der Schliffebene zurückzuführen
sein, jedenfalls kann nach den Untersuchungen Rohon’s an dem
Vorhandensein derselben nicht gezweifelt werden. Der Schmelz ist
sehr dünn und dürfte hierdurch ebenfalls ein Unterscheidungs-
merkmal anderen ähnlich gebauten Schuppen gegenüber abgeben.
BJ.
Glyptolepis.
Devon. Livland.
Auch die Schuppen dieser Gattung bestehen aus lsopedin,
einer darüberliegenden Knochenschicht mit Haversischen Kanälen,
die in unregelmässigen Abständen an der Oberfläche endigen oder
feinste Kosminröhrchen entsenden, und einer die Oberflächenver-
zierungen bedeckenden Schmelzlage. Als Unterscheidungsmerkmal
gegenüber Holoptychius führt Rohon zunächst die geringe Dicke der
die Haversischen Kanäle enthaltenden Knochenschichten an, in der
deshalb auch nicht wie bei dieser Gattung zwei verschiedene Lagen,
eine solche mit horizontal und eine mit vertikal verlaufenden Kanälen,
bemerkt werden könnten. Ich kann diese Beobachtung Rohon’s
nicht bestätigen. Die mir vorliegenden Schliffe von Glyptolepis-
Schuppen zeigen die in Rede stehende Schicht durchaus in gleicher
Stärke wie bei Holoptychius, ein Unterschied scheint mir nur in
dem regelmässigeren Verlaufe der Kanäle selbst zu liegen. „Ferner
ist“, fährt Rohon fort, „die untere Knochenschicht das Isopedin,
mit Bezugnahme auf die Anordnung der Knochenzellen, verschieden.
Die letzteren sind bei Glyptolepis wie bei Östeolepis und noch
anderen devonischen Fischen entsprechend der regelmässigen pa-
rallelen Lamellirung gleichfalls regelmässig parallel und horizontal
gelagert.‘ Auch in "diesem Punkte kann ich Rohon nicht bei-
stimmen. Die Knochenkörperchen liegen bei Glyptolepis, soweit
ich dieses habe beobachten können, ganz wie bei Holoptychius und
dem entsprechend allerdings auch wie bei Osteolepis, d.h. mit ihrer
Längsaxe schief zur Hauptschichtungsfläche. Es bleibt somit nur
das dritte der von Rohon angegebenen Merkmale, die geringere
Grösse der die Oberfläche verzierenden Tuberkeln, bestehen. Auch
scheint mir Glyptolepis durch stärkere Ausbildung des Schmelzes
ausgezeichnet zu sein,
C.J.
156 Dr. H. Sceupin:
Polypterini.
Polypterus Bichir Geoffr.
Der Bau der Schuppen von Polypterus ist durch die Arbeiten
von Leydig, Reissner und Hertwig schon längere Zeit bekannt.
Trotzdem habe ich dieselben, um sie mit den Schuppen der oben
beschriebenen Gattungen leichter vergleichen zu können, einer er-
neuten Untersuchung unterzogen und hebe kurz das Wesentliche
hervor.
Die unteren Schichten der aus der Bauchgegend des Fisches
stammenden Schuppen entsprechen durch ihre Lage und ihre deut-
liche Lamellirung offenbar dem Isopedin der bisher genannten
Gattungen; doch sind in vorliegendem Falle die Knochenkörperchen
bedeutend regelmässiger gelagert. In der Nähe des Schuppenrandes
biegen sich die Lamellen nach oben hin um. Ganz wie bei den
fossilen Formen geht dieser Theil der Schuppe in eine Haversische
Kanäle führende Schicht über, aus denen feine Kosminbüschel ent-
springen. Die sowohl von Reissner als Hertwig abgebildeten an
der Oberfläche ausmündenden Kanäle scheinen hier spärlicher auf-
zutreten, da mehrere von mir gemachte Querschliffe keine solchen
enthielten. An den Knochenkörperchen sind die Ausläufer meist
reicher verzweigt, als dies bisher beobachtet werden konnte. Ein
weiterer Unterschied liegt in dem massenhaften Auftreten von Le-
pidinröhrchen, die weit in das Innere der Schuppe hineindringen
und durch ihre Anhäufung stellenweise die Untersuchung erschweren.
Die Schuppe wird von einer ziemlich dicken wohlgeschichteten
Schmelzlage bedeckt.
M.N.
Heterocerci.
Palaeoniseidae.
Palaeoniscus spec.
Carbon. New Brunswig.
Taf. 9 Fig. 2.
Der Schuppenbau dieser, sowie der folgenden Arten weicht
vollständig von dem der eben beschriebenen ab. Er ist viel ein-
facher und einheitlicher. Blutgefässe führende Kanäle treten hier
zurück und sind nur noch untergeordnet vorhanden. Concentrische
Schichtung scheint ganz zu fehlen; ein complieirtes Maschenwerk, wie
es der Querschnitt der Crossopterygier zeigte, kommt nicht mehr
vor. Ein Netz von Kanälen, die an Stärke etwa den Haversischen
der letztgenannten Ordnung gleichkommen, konnte allerdings auch
in einem Flachschliffe der vorliegenden Form beobachtet werden,
doch sind dieselben nur in einem Theile der Schuppe zahlreicher
vorhanden und fehlen sogar in anderen Schuppen desselben Fisches
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 157
vollständig wie an einem von dem gleichen Exemplare genommenen
Querschliffe festgestellt werden konnte.
Der Verlauf der Kanäle in dem erstgenannten, die Schuppe
unmittelbar unter dem Schmelze treffenden Flachschliffe ist ein durch
seine Regelmässigkeit auffallender und sonst von mir nirgends be-
obachteter.
Die am Aussenrande der Schuppe beginnenden, geradlinig nach
dem Inneren zu verlaufenden Kanäle werden durch meist voll-
ständig rechtwinkelig von ihnen ausgehende Seitenkanäle verbunden,
die, einen Kanal nach dem anderen durchschneidend, ebenfalls
geradlinig der Richtung der Osteinlamellen folgen. Die Breite
sämmtlicher parallel und senkrecht zu einander angeordneten Kanäle
ist etwa in der ganzen Schuppe die gleiche. Feinere Kanälchen
sind nicht vorhanden. Die Knochenkörperchen sind rundlich ge-
staltet und scharf gegen die Ausläufer abgesetzt.!)
M.N.
Palaeoniscus vratislaviensis Ag.
Perm. Oelberg b. Braunau.
Taf-.92 Ries.
Es treten hier die einzelnen Lamellen des Osteins sehr deutlich
hervor. Sie sind schwach gewölbt und greifen mit vorn zugeschärft
nach der Mitte zu umgebogen erscheinenden Leisten in den Schmelz
ein; die Zahl der letzteren ist ziemlich bedeutend. Osteinkanäle
habe ich nicht finden können. Dagegen sind Lepidintuben durch
die ganze Schuppe vertheilt sehr gut zu sehen. Die Knochen-
körperchen sind von derselben Gestalt, wie bei der vorigen
Art, die relative Dicke des wohlgeschichteten Schmelzes beträgt
etwa 1, ;—Vio-
C.J.
Palaeoniscus.
Kupferschiefer. Eppichnellen.
Ein mir vorliegender Querschliff ist besonders bemerkenswerth
durch das Auftreten unmittelbar unter dem Schmelze liegender senk-
recht zu ihrem Verlaufe durchschnittener Kanäle, die zweifellos mit
den oben bei Palaeoniscus von New Brunswig beobachteten ident
sind. Von concentrischer Schichtung ist nicht das Ge-
ringste zu sehen und es mag daher wohl auch ein Schluss auf
das Fehlen derselben bei der genannten Form einigermassen be-
rechtigt erscheinen. Jedenfalls dürfen die vorliegenden nicht mehr
als typische Haversische Kanäle gelten. Ebenso konnte das im
Gegensatze zu Williamson bei der Gattung Palaeoniscus bisher von
1:Der mangelhaften Injektion wegen ziehe ich es vor, erst die ganz ähnlich
gestalteten Knochenkörperehen der nächst zu besprechenden Art genauer ab-
zubilden.
158 Dr. H. Scupin:
mir noch nicht beobachtete Auftreten von Kosminröhrchen festgestellt
werden, die von den grösseren Kanälen ihrer Ausgang nehmen, leider
indess nur undeutlich wahrzunehmen sind. Die Lepidinröhrchen sind
gleichmässig vertheilt, die Knochenkörperchen zeigen die gleiche
Ausbildungsweise wie bei den anderen Formen der Gattung. Die
relative Dicke des Schmelzes beträgt im vorliegenden Schliffe
etwa Ye.
M.N.
Amblyterus.
Perm. Autun.
Die Osteinlamellen sind im grössten Theile der Schuppe nur
schwach gebogen und greifen in der Nähe des Randes sehr deutlich
in den Schmelz ein. Osteinkanäle habe ich nicht beobachten können.
Das ganze Ostein wird von Lepidinröhrchen durchzogen, welche die
Lamellen unter meist schiefem Winkel schneiden; in der Nähe des
Vorderrandes sind sie in grösseren Mengen angehäuft. Die Knochen-
körperchen gleichen durchaus denen der vorigen Gattung, überhaupt
dürfte eine Unterscheidung auf histologische Merkmale hin sehr
schwierig werden. Die Dicke des Schmelzes beträgt etwa !/,. der
ganzen Schuppe.
.J.
Canobius politus Traqu.
Caleciferous-Sandstone.
Die einzelnen Lamellen des Osteins sind hier weniger gut wahr-
zunehmen, dagegen treten die vorspringenden Leisten derselben
deutlich hervor. Osteinkanäle sind auch hier nicht zu sehen, Le-
pidintuben sind nur schwach entwickelt. Die Knochenkörperchen
sind wenig zahlreich, ihre Gestalt ist die gleiche wie bei Palaeo-
niscus. Die Dicke des Schmelzes ist ziemlich bedeutend und be-
trägt '/, der ganzen Schuppe.
M.N.
Gyrolepis Albertii Ag.
Muschelkalk. Hildesheim.
Tag Rica
Die mir vorliegende Schuppe war als Gyrolepis tenuistriatus
bestimmt, doch repräsentirt nach den Untersuchungen von W. Dames
dieser Artname nur die Schuppen der oberen Schwanzregion von
Gyrolepis Albertii. !)
Die ziemlich dicke Schuppe ist stark mit Eisenoxyd imprägnirt,
so dass Einzelheiten nicht deutlich wahrgenommen werden konnten.
Die Lamellen des Osteins sind schwach nach oben gebogen. Ostein-
1) Vergl. W. Dames: Die Ganoiden des deutschen Muschelkalkes. Palaeont.
Abh. von Dames u. Kayser. Berlin 1888, 1889. Bd. IV. S. 21.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 159
kanäle sind zahlreich in der ganzen Schuppe, Lepidinröhrchen vor-
wiegend in der Nähe des Randes vorhanden. Die Gestalt der
Knochenkörperchen lässt sich wegen der Infiltration nicht gut er-
kennen. Der !/, der ganzen Schuppendicke einnehmende Schmelz
ist sehr deutlich geschichtet. Die Rippen auf der Oberfläche sind
durch die Faltungen der Lamellen desselben, insbesondere der
oberen, bedingt.
M.N.
Platysomidae.
Platysomus superbus Traqu.
Caleiferous Sandstone.
Taf. 9. Fig. 5.
Die nur schlecht erkennbaren oberen und unteren Lamellen
des Osteins convergiren nach dem Rande hin. Ob Osteinkanäle vor-
handen sind, habe ich wegen der geringen Dicke des Schliffes, die
durch die starke Bitumenfärbung bedingt war, nicht feststellen
können. Die Knochenkörperchen sind etwas gestreckt, sonst aber
nach demselben Typus gebaut, wie bei Palaeoniscus und verwandten
Gattungen. Schmelz scheint nicht vorhanden zu sein.
Die Struktur von Platysomusschuppen ist schon von Williamson
beschrieben worden, doch weichen seine bei Platysomus parvulus
gemachten Beobachtungen von den meinigen hinsichtlich des oberen
Theiles der Schuppen ab. Nach diesem Autor entspringen aus dem
unteren Theile des Osteins über einander liegende, im Querschnitte
bogenförmig erscheinende Knochenleisten, die an den Rändern mit
einander verwachsen, im Uebrigen aber durch Zwischenräume ge-
trennt über die Schuppe hin verlaufen und auf dieser Rippen bilden.
Ich habe bei vorliegender Art nichts dergleichen bemerken können,
und es dürfte daher die Vorstellung, wie sie auch Zittel zu theilen
scheint, dass eine solche Struktur überhaupt für Pla‘ysomus charak-
teristisch sei, hierdurch hinfällig werden und in derselben vielmehr
nur ein Artunterschied zu suchen sein.
Cheirodopsis Geikii Traqu.
Caleiferous Sandstone,
Der Schuppenbau dieser in ihrer Gestalt Platysomus sehr nahe
stehenden Form ist ausserordentlich einfach. Die Schuppen be-
stehen ebenfalls nur aus Ostein, Schmelz habe ich auch hier nicht
beobachten können. Von Osteinkanälen ist nichts zu sehen, da-
gegen sind Lepidintuben erkennbar. Die Knochenkörperchen sind
den bei Palaeoniscus beobachteten ähnlich, doch erscheint der Uentral-
theil hier etwas eckiger, gegen die Ausläufer ist er gut abgesetzt.
M.N
160 Dr. H. Scupin:
Euganoidei.
Sphaerodontidae.
Lepidotus speciosus Münst.
Keuper. Seefeld.
Taf.9 Fig. 6.
Der Verlauf der einzelnen Lamellen des Osteins ist nicht gut
zu beobachten, nur in der Gegend des Schmelzes treten dieselben
deutlicher hervor; hier lässt sich auch eine schwache Ausbildung
von Laminae feststellen, die mit kräftigen Leisten in den Schmelz
eingreifen. Osteinkanäle sind in mässiger Anzahl vorhanden. Die
von der Seite her eindringenden geben allerdings wegen der starken
Bitumenfärbung nur undeutlich zu Tage tretende Seitenzweige ab,
die stets in den vorspringenden Leisten der Osteinlamellen liegen.
Die Knochenkörperchen sind unregelmässig vertheilt und vorwiegend
im vorderen Theile der Schuppe zu bemerken. Sie zeigen einen
meist eckigen Querschnitt, die Ausläufer sind gut ausgebildet und
verästelt, doch nicht sehr zahlreich. Entsprechend der Gestalt des
Centraltheils ist der Uebergang von diesem in die Ausläufer meist
nicht so unvermittelt, als dies bei vollständig rundlich gestalteten
Knochenkörperchen wie z. B. bei denen von Palaeoniscus der Fall
ist; immerhin ist die Ansatzstelle der Ausläufer noch deutlich fest-
zustellen'). Lepidintuben sind über den ganzen Schliff vertheilt,
doch sind sie im vorderen Theile desselben häufiger, als an den
anderen Stellen. Der Schmelz ist deutlich geschichtet, die relative
Dicke desselben beträgt durchschnittlich !/..
M.N.
Lepidotus Koeneni Branco.
Weisser Jura. Kahlenberg bei Echte.
Taf.9 Fig.7.
Die sehr gut erkennbaren Lamellen des Osteins verlaufen zu-
erst fast geradlinig vom Hinterrande der Schuppe aus unter ziem-
lich spitzem Winkel zur Oberfläche, biegen dann im vorderen Theile
um und nehmen einen schwach gekrümmten Verlauf gegen den
Schmelz hin, in den sie mit am Hinterrande sehr deutlich, am
Vorderrande weniger gut wahrnehmbaren Leisten eingreifen.
Östeinkanäle sind sehr zahlreich vorhanden. Die vom Grunde
der Schuppe aus aufsteigenden endigen ungetheilt oder gabeln
sich nur einmal, während die vom Rande her eindringenden
wie bei der vorigen Art in die Östeinleisten hinein Seiten-
!) Wie oben mögen auch hier erst die besser injieirten in den wichtigsten
Punkten gleich gebauten Knochenkörperchen der nächsten Art zur besonderen
Abbildung gelangen.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 161
zweige entsenden. Die letzteren sind indess hier viel dichter
und bilden schöne Kosminbüschel. “ Die Knochenkörperchen sind in
den unteren Lamellen der Schuppe von spindelförmiger Gestalt und
auf den Schichtflächen angeordnet. Die weiter oben liegenden
zeigen einen polygonalen Querschnitt. Die von den Enden aus-
gehenden verhältnissmässig gut abgesetzten Fortsätze sind ziemlich
lang; sie sind stärker verzweigt als bei der vorigen Art. Lepidin-
tuben liegen in dichten Massen und den Schliff hier geradezu ver-
dunkelnd im Innern der Schuppe unter dem Schmelze und ziehen
sich von hier als dicker Strang nach dem Hinterrande. Die Dicke
des auch hier sehr schön geschichteten Schmelzes bleibt über die
ganze Schuppe hin ziemlich die gleiche. An der dicksten Stelle
der Schuppe beträgt sie '/,, am Hinterrande fast die Hälfte der
ganzen Schuppe.
Es ist hier noch auf eine Erscheinung hinzuweisen, auf die ich
durch Herrn Prof. Jaekel aufmerksam gemacht wurde und die,
wenn auch für die Mikrostruktur dieser Art selbst nicht in Betracht
kommend, doch immerhin von Interesse sein dürfte. Es gehen hier
vom Grunde der Schuppe mehrere Kanäle aus, die bedeutend dicker
als die Osteinkanäle unregelmässig durch einander verlaufen und
stets ganz unvermittelt endigen (Fig. 7a). Ihre regellose Anordnung
schliesst den Gedanken, sie mit der Histologie der Schuppe selbst
irgendwie in Zusammenhang zu bringen, sofort aus; dagegen zeigen
sie grosse Aehnlichkeit mit Gebilden, wie sie zuerst in Fisch-
schuppen von B. Rose!) entdeckt wurden, der sie als Bohrgänge
von „infusorial parasitics* deutete. Aehnliche durch die zerstörende
Thätigkeit von Organismen hervorgebrachte Spuren wurden später
im Knochen von W. Roux?), der einen kalkfressenden Fadenpilz
— von ihm als Mycelites ossifragus bezeichnet — annahm, und im
Dentin von O. Jaekel?) aufgefunden.
M.N.
Lepidotus giganteus Quenst.
Weisser Jura. Kehlheim.
Die Lamellen verlaufen, ähnlich wie in der vorigen Art, im
grössten Theile des Schliffes ziemlich geradlinig unter spitzem
Winkel gegen den Schmelz und sind im vordersten Theile gegen
1) C. B. Rose. On the Discovery of Parasitic Borings in Fossil Fishscales,
Transactions of the miscroscopical society of London. New series, volume III 1855.
2) W. Roux. Ueber eine im Knochen lebende Gruppe von Fadenpilzen
(Mycelites ossifragus). Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie. Leipzig 1837.
Bd. 45 pg. 227—255. Tab. XIV.
3) O. Jaekel. Ueber die systematische Stellusg und über fossile Reste der
Gattung Pristiophorus. Zeitschrift der deutschen geol. Gesellschaft. Berlin
1890. Tab. III, Fig. 1. Tab. V, pg. 97.
O. Jaekel. Ueber Gänge von Fadenpilzen (Mycelites ossifragus Roux) in
Dentinbildungen. Sitzungsberichte der Gesellschaft naturforschender Freunde.
Berlin 1890.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd.I. H.2. 11
162 Dr. H. Seupin:
diesen hin aufgebogen. Sie springen nur wenig in den Schmelz
hinein vor. Osteinkanäle sind zahlreich vorhanden und ziemlich
dick. Kosminbildungen sind hier nicht zu sehen und nur ganz un-
deutlich lassen sich schwache Seitenästchen der vom Rande her
eindringenden Kanäle feststellen. Die Gestalt der Knochenkörperchen
ist wegen mangelhafter Injektion durch färbende Substanzen nicht
recht festzustellen. Lepidinröhrchen sind stark entwickelt und
treten in einzelnen Lagen namentlich am vorderen Theile der
Schuppe gut hervor. Die Schichtung des Schmelzes, dessen Dicke
wieder durchschnittlich '/;, der ganzen Schuppe beträgt, ist deutlich
wahrnehmbar.
DJ:
Lepidotus minor Ag.
Purbeck. Swanage.
In dem mir vorliegenden parallel zum Vorderrande gemachten
Schliffe ist eine sehr deutliche Ausbildung von Laminae, die mit
oben meist abgerundeten Leisten in den Schmelz vorspringen, wahr-
zunehmen. Die Osteinkanäle gleichen an Stärke und Häufigkeit
denen der vorigen Art. In den Osteinleisten liegen ähnlich wie bei
Lepidotus Koeneni gestaltete Kosminbüschel. Auch die stellenweise
sehr zahlreichen Knochenkörperchen zeigen durchaus gleichen Bau.
Lepidinröhrchen verlaufen von der Mitte des Schliffes her in
schräger Richtung nach dem Unterrande desselben. Sie sind
stellenweise sehr dicht angehäuft und bilden hierdurch breite
Bänder, die der Richtung der Osteinlamellen folgend in gleichen
Abständen von einander liegen, doch können sie auch in den
Zwischenräumen derselben, wenn auch weniger deutlich, beobachtet
werden. Die relative Dicke des aus deutlichen Lamellen auf-
gebauten Schmelzes ist die gleiche, wie bei den vorgenannten
Lepidotus-Arten.
M.N.
Lepidotus Mantelli Ag.
Wealden. England.
Taf.9 Fig. 8.
Diese Art zeigt alle für die Gattung Lepidotus gefundenen
Merkmale in schöner Weise. Der Verlauf der Lamellen zwischen
Vorder- und Hinterrand ist der bisher beobachtete. Laminae sind
vortrefflich ausgebildet und endigen in starken, zugeschärften,
zwischen die Schmelzlamellen eingreifenden Leisten. Dieselben sind
namentlich am Vorderrande sehr kräftig entwickelt, weiter nach
der Mitte hin flachen sie sich mehr und mehr ab, so dass die
Grenze des Osteins gegen den Schmelz hier unregelmässig höckerig
erscheint. Die Osteinkanäle, die auf der Abbildung infolge der
Lage der Schliffläche!) nur als ganz kurze geschwungene Linien
1) vergl. Seite 151.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 163
erscheinen, sind sehr zahlreich, die vom Rande her eindringenden
entsenden auch hier in die Osteinleisten hinein verlaufende Seiten-
zweige. Die in grosser Menge in der Schuppe vertheilten Knochen-
körperchen sind etwas weniger verzweigt, als die der letztgenannten
Art, zeigen indess sonst keine Abweichung in ihrer Ausbildungs-
weise. Lepidintuben liegen im vorderen Theile der Schuppe in
Reihen angeordnet. Die relative Dicke des gut geschichteten
Schmelzes ist auch hier wieder !/..
Colobodus.
Oberer Muschelkalk. Steinbiedersdorf.
Taf. 9 Fig. 9.
Die Lagerung der Osteinlamellen ist ähnlich wie bei Lepidotus;
die vorspringenden Leisten des Ostein sind zahlreich, doch nicht
sehr gross. Osteinkanäle sind in grosser Menge vorhanden. Die
Knochenkörperchen sind ziemlich ähnlich denen der vorigen Gattung
gestaltet, doch ist der Centraltheil in der Regel etwas grösser,
auch sind die Fortsätze meist durch grössere Länge sowie stärkere
Verzweigung ausgezeichnet. Lepidinröhrchen liegen in dichten
Massen im Innern der Schuppe unter dem Schmelze, in ihren
Anhäufungen die Konturen des ganzen Schliffes wiedergebend, und
ziehen sich von hier aus allmählich spärlicher werdend nach dem
vorderen Theile desselben. Die Lamellen des Schmelzes treten sehr
deutlich hervor, die relative Dicke des letzteren beträgt !/;. Der
Schmelz erscheint hier dadurch, dass die Lamellen des Osteins
nicht nur auf der Unterseite in ihn eingreifen, sondern ihn auch
nach vorn völlig abschliessen etwas in die Schuppe eingesenkt, eine
Eigenthümlichkeit, die unter den untersuchten Lepidotus-Arten nur
der ältesten derselben, Lepidotus speciosus zukommt.
Colobodus spee.
Muschelkalk. Oberschlesien.
Die isolirt im Gestein liegende Schuppe wurde zum Zwecke der
Untersuchung senkrecht zu ihrer Längserstreckung durchschnitten ;
der vordere Theil wurde parallel den Seitenrändern, der hintere
senkrecht dazu geschliffen. Das erste Präparat zeigte im Verlaufe
der Lamellen, in der Beschaffenheit der Osteinkanäle und der
Knochenkörperchen sowie des Schmelzes dieselben Verhältnisse wie
die erst beschriebene Art dieser Gattung. Lepidinröhrchen treten
hier noch massenhafter auf. Die Kosminbildungen sind in ihrer
Verbreitung ziemlich beschränkt. Während in dem parallel zum
Seitenrande gemachten Schliffe nichts von solchen zu sehen ist, zeigt
der dem Vorderrande parallele dieselben in ausgezeichneter
Weise. Die Kanälchen bilden hier noch dichtere Büschel,
als dies bei den Arten von Lepidotus, wo Kosminbildungen gut
beobachtet werden konnten, der Fall war. Dieselben gehen auch
11a
164 Dr. H. Scupin:
hier nur von den seitlich eindringenden Osteinkanälen aus; sie sind
ebenso angeordnet wie in der genannten Gattung und liegen in den
sehr gut ausgebildeten in den Schmelz vorspringenden Leisten der
Östeinlamellen.
M.N.
Colobodus chorzowiensis (v. Meyer) Dam.
Unterer Muschelkalk. Ober-Schlesien.
Taf.9 Fig. 10.
Es wurden von der vorliegenden Schuppe zwei Schliffe senk-
recht zur Oberfläche gemacht. Die Ebene des einen verläuft in
der Nähe des Seitenrandes innerhalb der einen Rippe, der zweite,
senkrecht zum Vorderrande gemachte, die Schuppe halbirende
Schliff schneidet eine andere Rippe schief. Der hierdurch sehr
deutlich werdende Bau der Schuppe erscheint etwas fremdartig,
so dass ich anfangs Bedenken getragen habe, dieselbe überhaupt
bei der vorliegenden Gattung zu belassen, doch sind andrerseits
wieder mehrere gemeinsame Merkmale vorhanden, welche für die
von W. Dames!) vertretene Annahme der Zugehörigkeit dieser von
Eck als Pleurolepis silesiacus bezeichneten Schuppen zu Colobodus
sprechen; jedenfalls dürften wir es hier mit einer Uebergangsform
zu thun haben.
Die Osteinlamellen zeigen in der Mitte der Schuppe einen
leicht welligen Verlauf und biegen sich an den Rändern stark
gegen den Schmelz hin zurück. Das hierdurch entstehende Bild
weicht wesentlich von dem bei den andern Colobodus- und damit
auch Lepidotus-Arten beobachteten ab. Aehnlich wie bei diesen
sind dagegen die in den Schmelz eingreifenden Leisten entwickelt,
die namentlich am Rande sehr gut ausgebildet sind. Osteinkanäle
sind zahlreich vorhanden. Kosminbildung ist sehr deutlich;
dieselbe ist am Rande und in der Mitte etwas verschieden.
Während die Röhrchen hier nur geringe Neigung zur Bildung von
Verzweigungen zeigen und meist aus einem Kanale entspringen,
sind dieselben am Rande mannigfach verästelt und bilden ein
reiches Netzwerk. (Taf. 9 Fig. 10a.) Die Form, in der an dieser
Stelle das Kosmin entwickelt ist, habe ich bei keiner anderen Art
von Colobodus oder Lepidotus bemerken können, dagegen ergiebt
ein Vergleich des Kosmins im Innern der Schuppe mit dem der
vorgenannten Arten eine grosse Uebereinstimmung in der Aus-
bildungsweise. Was die Knochenkörperchen anbelangt, so sind hier
zwei verschiedene Typen zu unterscheiden. Während die einen im
allgemeinen den bei den oben beschriebenen Colobodus-Arten be-
obachteten gleichen, zeigen die unmittelbar unter dem Schmelze
liegenden, von denen ein besonders deutliches in Fig. 10b dar-
gestellt ist, einen etwas anderen Bau. Der Centraltheil ist hier
!) W. Dames. Die Ganoiden des deutschen Muschelkalkes. S. 39.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 165
meisst grösser, auch sind die Ausläufer oft länger und stärker ver-
ästelt. Die dem Centraltheil ansitzenden Hauptstämme der einzelnen
Fortsätze sind bisweilen ziemlich dick, die Ansatzstelle ist meist
deutlich festzustellen- Lepidintuben sind über die ganze Schuppe
vertheilt; in den Biegungen der Lamellen liegen sie dichter als an
den übrigen Stellen, wo sie oft nur vereinzelt auftreten. Der
Schmelz ist relativ dicker als bei den übrigen Arten, doch ist das
auch diesen zukommende Merkmal einer Einbettung desselben in
das Ostein hier in ausgezeichneter Weise ausgeprägt. Es ist das
namentlich in dem die eine Rippe schief durchschneidenden Mittel-
schliffe, wo der Schmelz von drei Seiten von den Osteinlamellen
nmschlossen wird, sehr gut zu sehen.
Dactylolepis gogoliniensis Kunisch.
Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellschaft 1885. Seite 588.
Muschelkalk. Oberschlesien.
Die von mir untersuchten Schuppen, die ich der Güte des
Herrn Professor Frech verdanke, stammen von dem im Besitze des
geologisch-paläontologischen Museums zu Breslau befindlichen, von
Kunisch beschriebenen und zum Vertreter einer neuen Gattung ge-
machten Originalexemplare. Dasselbe ist später von Dames!) als
zu Colobodus gehörig erkannt worden. In der That erinnert auch
die Mikrostruktur sehr an diejenige dieser Gattung. Die Ostein-
lamellen verlaufen in der für die typischen Formen der letzteren
charakteristischen Weise, d.h. in dem hinteren grösseren Theile
der Schuppe unter ziemlich spitzem Winkel gegen die Oberfläche,
und sind vorn gegen diese hin aufgebogen. Sie greifen deutlich in
den sehr gut geschichteten, etwa !/, der ganzen Schuppendicke ein-
nehmenden Schmelz ein, der auch hier in die Schuppe schwach
eingesenkt erscheint. Von den Östeinkanälen ausgehende Kosmin-
röhrchen sind ebenfalls nur in einer schmalen Zone in der Nähe
des Seitenrandes entwickelt und konnten nur an einem von hier
stammenden Fragmente nachgewiesen werden, während ein senk-
recht zum Vorderrande gemachter, etwa durch die Mitte der
Schuppe gehender Schliff keine Spur davon zeigte. Die Knochen-
körperchen sind fast gar nicht injieiert und lassen sich daher nicht
näher auf ihren Bau hin untersuchen. Auch von Lepidinröhrchen
ist wohl aus demselben Grunde nichts zu sehen. Wenngleich auch
so die Struktur der vorliegenden Schuppen nicht in allen Einzel-
heiten erkannt werden konnte, so wird doch durch die in den an-
gegebenen Punkten liegenden Uebereinstimmung mit Colobodus die
Einreihung in diese Gattung nun auch vom histologischen Stand-
punkte aus gerechtfertigt.
M.N.
!) Dames, Ganoiden des deutschen Muschelkalkes 8. 28,
166 Dr. H. Scupin:
Ginglymodi.
Lepidosteus.
Land£nien.
Taf. 10 Fig.1.
Der mikroskopische Bau der vorliegenden, als zu Lepidosteus
gehörig bestimmten, aus dem belgischen Eocän stammenden Schuppe
zeigt entschieden Beziehungen zu Lepidotus. In den Schmelz vor-
springende Östeinleisten sind sehr deutlich ausgebildet. Die Ostein-
kanäle dürften, was ihre Häufigkeit anbelangt, den bei der ge-
nannten Gattung beobachteten gleichkommen. Einzelne derselben
liegen zum Theil im Schmelze und scheinen in diesem ihren Aus-
gangspunkt zu haben. Die Knochenkörperchen sind ziemlich zahl-
reich und in Grösse und Form von denen von Lepidotus nicht zu
unterscheiden. Der Hauptunterschiod gegenüber dieser Gattung
liegt in den Lepidinröhrchen, die hier viel zahlreicher auftreten
und ae die ganze Schuppe vertheilt sind.
Lepidosteus osseus Lin.
Es ist begreiflich, dass die grossen glänzenden Schuppen
dieser lebenden Art schon verhältnissmässig früh die Aufmerksamkeit
der Forscher auf sich gelenkt haben. Dieselben sind denn auch
der Gegenstand zahlreicher histologischer Untersuchungen ge-
worden. Die verschiedenen Beschreibungen des mikroskopischen
Bildes stimmen im allgemeinen überein und nur die Deutung und
Benennung der einzelnen, die Schuppe aufbauenden Theile hat zu
Meinungsverschiedenheiten Anlass gegeben. Von der vorigen Art
scheint mir die vorliegende im Wesentlichen durch das noch stärkere
Auftreten von Lepidinröhrchen, die gleichmässig die ganze Schuppe
durchziehen, unterschieden zu sein. In der Mitte der Schuppe
steigen, wie dies übereinstimmend von allen Autoren angegeben
wird, einige wenige Blutgefässe führende Kanäle von der unteren
Fläche aus empor; zur Ausbildung eines Kanalnetzes kommt es
nicht, und auch Hertwig bemerkt, dass hierin der Hauptunterschied
gegenüber Polypterus zu suchen sei. Das indess die hier vor-
handenen Kanäle den bei den Crossopterygiern beobachteten
Haversischen Kanälen homolog sind, darauf macht bereits Reissner
aufmerksam, da nach seinen Beobachtungen einzelne der Ostein-
kanäle in ähnlicher Weise wie bei Polypterus von denselben ihren
Ausgang nehmen. Der Schmelz ist wohl geschichtet. Gerade die
Schuppen von Lepidosteus sind mehrfach zur Entscheidung der
Frage, ob wir es bei den Ganoiden überhaupt mit Schmelz zu thun
haben, herangezogen worden. Reissner prüfte das Verhalten der-
selben gegen Säuren und stellte die Löslichkeit dieser in Frage
stehenden homogenen obersten Schicht der Schuppe fest, ein Ver-
such, auf den auch Hertwig zurückgreift, um die Schmelznatur der-
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 167
selben zu beweisen. Wie bereits oben ausgeführt worden, ist
Klaatsch auf Grund entwicklungsgeschichtlicher Beobachtungen zu
entgegengesetzten Resultaten gelangt. Er brachte die von ihm mit
Williamson als Ganoin bezeichnete Schmelzschicht in Zusammen-
hang mit den im oberen Theile der sich entwickelnden Schuppe
auftretenden Zähnchen und glaubte beobachtet zu haben, „dass in
der Epidermis keine Veränderungen auftreten, die eine Schmelz-
bildung einleiten, abgesehen von den Stellen, wo Zähnchen gegen
die Oberhaut vordringen.“ — „Die Ganoinschicht entsteht“, fährt
er fort, „im Anschlusse an die Zahnbildung der Schuppe, sie ist
eine direkte Fortsetzung des Zahnbeins der kleinen Schuppen-
zähne.“ Ich habe bereits darauf aufmerksam gemacht'), dass es
neuerdings den Anschein hat, als wenn auch Herr Klaatsch nicht
mehr an seiner Ansicht festhalten würde).
Stylodontidae.
Dapedius punctatus Ag.
Lias. Metzingen.
Taf.10 Fig. 2.
Die Osteinlamellen greifen hier mit nur sehr kleinen erst bei
scharfer Vergrösserung sichtbar werdenden Leisten in den Schmelz
ein. Die Schichtung ist nicht eben deutlich. Osteinkanäle sind
wenig zahlreich und nicht sehr dick. Kosminbildungen habe ich
nirgends finden können, dagegen kommen Gabelungen in gleich-
werthige Aeste mehrfach vor. Ausserdem zeigt der eine der zur
Untersuchung gekommenen Schliffe die Querschnitte von drei
grösseren Kanälen; concentrische Schichtung ist nicht vorhanden.
Die nicht sehr zahlreichen, doch ziemlich regelmässig in der Schuppe
vertheilten Knochenkörperchen zeigen mit den bei Lepidotus vor-
kommenden Aehnlichkeit, doch scheinen mir die Ausläufer weniger
verzweigt, der Centraltheil kleiner zu sein als bei diesen. Lepidin-
röhrchen sind namentlich im vorderen Theile in dichten Anhäufungen
wahrzunehmen. Sie nehmen einen meist sanft geschlängelten Ver-
lauf und sind lagenweise angeordnet. Der Schmelz ist sehr dünn
und nimmt etwa !/,, der ganzen Schuppendicke ein.
MN
Dapedius pholidotus Ag.
Lias. Boll.
Die Art ist histologisch von der vorigen kaum unterschieden.
Die Lamellen treten hier etwas deutlicher hervor, die Osteinkanäle
1) vergl. Seite 149.
®2) Hinsichtlich der weiteren mikroskopischen Einzelheiten, die für den
Zweck vorliegender Arbeit nicht in Betracht kommen, möge ein Hinweis auf
die oben angeführten eingehenden Darstellungen genügen.
168 Dr. H. Scupin:
scheinen noch spärlicher zu sein, von Kosminbildung ist auch hier
nichts zu bemerken. Die Knochenkörperchen gleichen durchaus
den bei der vorigen Art beobachteten, Lepidinröhrchen liegen im
vorderen Theile der Schuppe. Der Schmelz ist ebenfalls sehr
dünn, nur Schuppen aus der Schwanzregion zeigen eine etwas
dickere Schmelzdecke.
M.N.
Semionotus Bergeri Ag.
Keuper. Koburg.
An den mir vorliegenden Schliffen ist wegen der geringen
Dicke der Schuppe nur wenig zu sehen, so dass ich weder über
die Osteinkanäle, noch über die Gestalt der Knochenkörperchen
irgend welche Angaben zu machen im Stande bin. Die Schichtung
des Osteins ist undeutlich, in den Schmelz eingreifende Leisten sind
nicht zu bemerken. Der Schmelz selbst nimmt einen verhältniss-
mässig grossen Theil der Schuppe ein, seine relative Dicke beträgt
etwa 1/,—Vs.
Semionotus latus Ag.
Keuper. Seefeld.
Taf.10 Fig. 3.
Obwohl vorliegende Art jetzt vielfach zu Lepidotus gerechnet
wird und in der That auch mancherlei gemeinsame histologische
Merkmale mit den Sphaerodonten überhaupt aufweist, so habe ich
doch der immerhin bestehenden Unterschiede wegen davon abge-
sehen, dieselbe unter den von mir untersuchten Arten dieser
Gattung mit aufzuführen und beschreibe dieselbe daher unter dem
von Agassiz eingeführten Namen,
Der Verlauf der einzelnen Lamellen ist nur undeutlich zu be-
obachten. In dem nach hinten gelegenen hier nicht mehr mit ab-
gebildeten Theile der Schuppe sind dieselben fast gar nicht wahr-
zunehmen, weiter nach vorn hingegen sieht man, dass dieselben
ähnlich, wie bei Lepidotus gelagert sind, doch ist auch hier die
Schichtung lange nicht so gut ausgeprägt, wie bei dieser Gattung,
der die vorliegende Artin der Dicke der Schuppen etwa gleichkommt.
In den Schmelz vorspringende Leisten sind vorhanden, indess nicht
sehr gross. Die Osteinkanäle sind ziemlich fein. Kosmin-
bildung ist nicht vorhanden. Auch Williamson konstatirt bei
einer anderen Art dieser Gattung ausdrücklich das Fehlen
derselben als negatives Merkmal. Die Knochenkörperchen
gleichen denen von Lepidotus, sind indess kleiner und ziemlich
spärlich. Lepidinröhrchen sind im vorderen Theile zu bemerken,
jedoch nicht sehr deutlich ausgebildet. Die relative Dicke des wohl-
geschichteten Schmelzes beträgt '/;.
Liegt so einerseits in dem Mangel einer deutlichen Schichtung,
sowie in dem Fehlen von Kosminbildung ein wichtiger Unterschied
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 169
Lepidotus gegenüber, so lassen andererseits die Gestalt der Knochen-
körperchen, die Dicke der Schuppe selbst, sowie die Lagerung der
Osteinlamellen, wo solche überhaupt beobachtet werden konnten,
die vorliegende Form als nahe verwandt mit dieser Gattung er-
scheinen.
M.N.
Saurodontidae.
Pholidophorus Bechei Ag.
Lias. Lyme Regis.
Taf. 10 Fig. 4,
Die Lamellen des Osteins sind im grössten Theile der Schuppe
ziemlich eben gelagert und biegen erst ganz am Rande um; sie
sind sehr dünn und geben dadurch dem Schliffe ein fein faseriges
Aussehen. Die Osteinkanäle sind etwas dicker als bei Dapedius,
ihre Anzahl dürfte etwa dieselbe sein wie bei dieser Gattung.
Kosminbildungen sind nicht vorhanden. Die Knochenkörperchen
(Fig. 4a) sind abweichend von den bisher beobachteten gebaut.
Der Centraltheil erscheint hier in Zipfel ausgezogen, die sich all-
mählich in verzweigte Ausläufer fortsetzen, so dass sich nicht immer
leicht entscheiden lässt, wo diese beginnen. Lepidinröhrchen habe
ich hier nicht bemerken können. Die Grenze gegen den Schmelz
erscheint fast glatt. Der letztere ist wohl geschichtet und nimmt
1/, der ganzen nicht eben dicken Schuppe ein.
M.N.
Pholidophorus germanicus Quenst.
Lias. Boll.
Ein wesentlicher Unterschied gegenüber der eben genannten
Art besteht nicht. Osteinkanäle, Knochenkörperchen und Schmelz
sind in gleicher Weise ausgebildet. Lepidinröhrchen konnten hier
deutlich festgestellt werden.
Ptycholepis bollensis Ag.
Lias. Boll.
Taf. 10. Fig. 5.
Die Schichtung des Osteins ist nicht sehr deutlich. In den
Schmelz eingreifende Leisten sind vorhanden, doch treten dieselben
erst bei starker Vergrösserung hervor. Osteinkanäle sind nicht sehr
zahlreich zu sehen. Die seitlich eindringenden zeigen sehr schöne
Kosminentwickelung. Der Hauptstamm giebt einige wenige Aeste
ab, die sich ihrerseits dann wieder mannigfach verzweigen; die
letzten Aestchen sind alle senkrecht gegen den Schmelz gerichtet
und geben durch ihre grosse Zahl der Grenzschicht gegen diesen
hin ein höchst charakteristisches Aussehen. Die Knochenkörperchen
sind in grosser Menge in der Schuppe vertheilt. Sie sind schon
170 Dr. H. Sceupin
bei schwacher Vergrösserung sichtbar; der Centraltheil ist unregel-
mässiger als bei der vorigen Gattung gebaut, im Allgemeinen indess
ist der Ausbildungstypus der gleiche. Lepidinröhrchen liegen im
vorderen Theile der Schuppe. Die Schichtung des Schmelzes ist
deutlich, die relative Dicke desselben beträgt !/,.
M.N
Ophiopsis Guigardii Thiolli£re.
Weisser Jura. Cirin.
Taf. 10. Fig. 6.
Die im Allgemeinen ziemlich regelmässig und nur am Hinter-
rande schwach gekrümmt verlaufenden Lamellen des Osteins zeigen
wiederum in den Schmelz vorspringende Leisten, die zwar nicht
sehr gross, aber immerhin gut zu erkennen sind. Die Osteinkanäle
sind hier etwas zahlreicher, als dies bei den zuletzt beschriebenen
Gattungen der Fall war. Mehrere derselben liegen zum Theil im
Schmelze, in dem sie ihren Ausgangspunkt zu haben scheinen,
während sie in den Osteinleisten endigen. Die seitlich eindringenden
Östeinkanäle sind sehr stark verzweigt; da hier ausserdem noch
zahlreiche Knochenkörperchen liegen, so entsteht ein äusserst com-
plicirtes Maschenwerk, in dem es völlig unmöglich wird, ein einzelnes
Röhrchen in seinem ganzen Verlaufe zu verfolgen. Die auch in
anderen Theilen der Schuppe in grossen Mengen vorhandenen, in
Reihen angeordneten Knochenkörperchen zeigen in ihrem Baue
Aehnlichkeit mit den bei Pholidophorus vorkommenden, doch er-
scheint der Centraltheil weniger ausgezogen, die Länge der Fort-
sätze, sowie die Art der Verzweigung dagegen ist ziemlich die
gleiche. Lepidinröhrchen sind über die ganze Schuppe verbreitet.
Am dichtesten und den Schliff hier völlig verdunkelnd treten sie
im Innern unweit des Hinterrandes auf. Von hier aus gehen dann
zahlreiche einzeln wahrnehmbare Lepidinröhrchen nach dem hinteren
Theile der Unterseite. Der Schmelz ist deutlich geschichtet, die
relative Dicke desselben beträgt !/,.
M.N.
Propterus serratus Münst.
Weisser Jura. Kehlheim.
Die Lamellen des Osteins sind gut erkennbar, in den Schmelz
vorspringende Leisten habe ich nicht beobachten können. Die Östein-
kanäle sind nicht sehr zahlreich und endigen ohne jede Verästelung.
Um ganz sicher zu gehen und im Falle einer ähnlich ungleich-
mässigen Vertheilung des Kosmins, wie sie bei Colobodus vorkommt,
nicht durch einen von Kosminröhrchen zufällig freien Schliff über
das Auftreten derselben getäuscht zu werden, habe ich die Schuppen
in drei unter einander parallelen Schliffen untersucht, doch zeigte
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 171
keiner irgend welche Spur von solchen. Lepidinröhrchen sind ziem-
lich spärlich in der Nähe des Randes vorhanden. Die Knochen-
körperchen sind ähnlich gebaut wie bei der vorigen Gattung. Die
relative Dicke des wohlgeschichteten Schmelzes beträgt !/;.
M.N.
Rhynchodontidae.
Aspidorhynchus acutirostris Ag.
Weisser Jura. Solenhofen.
Mat, 10.=Eig. 7.
Die Lamellen des Osteins sind ausserordentlich fein. Die ältesten
derselben liegen im Inneren der Schuppe und werden von den
später gebildeten in gleichen Abständen umschlossen, so dass sie
hierdurch gleichsam zurückgebogen und umgelegt erscheinen. Im
unteren Theile der Schuppe zeigen sie eine ziemlich ebene Lagerung,
während sie in der Nähe der Oberfläche stark gefaltet sind, und
hierdurch auf dieser kräftige Rippen bilden. Osteinkanäle sind zahl-
reich vorhanden; sie sind nicht sehr dick und endigen entsprechend
der Lage der ältesten Lamellen sämmtlich im Inneren der Schuppe.
Die von unten kommenden verlaufen durchaus gerade und zeigen
keinerlei Gabelungen, die von oben eindringenden beginnen in den
zwischen den Rippen liegenden Vertiefungen und geben bereits
ganz in der Nähe ihres Ausgangspunktes sich wieder gabelnde
Seitenäste ab, die sich in gleicher Dicke, wie der Hauptstamm, und
meist auch ebenso weit wie dieser, in die Schuppe hinein er-
strecken (Fig. 7a). Knochenkörperchen (Fig. 7b) sind in grosser
Menge vorhanden. Im unteren Theile der Schuppe sind sie regel-
mässig in der Schichtungsrichtung angeordnet und von spindel-
förmiger Gestalt, in den oben liegenden Schichten folgen sie in ihrer
Anordnung dem Verlaufe der Osteinkanäle, in deren unmittelbarer
Nähe sie in grosser Zahl angehäuft liegen. Sie sind sehr gross
und besitzen eine meist unregelmässige Gestalt, stets laufen sie in
sehr lange, dicke, stark verzweigte Fortsätze aus. Wie bei Pholi-
dophorus erscheint auch hier der Centraltheil zipfelförmig aus-
gezogen, doch ist in der bedeutenderen Grösse, der geringeren
Regelmässigkeit derselben, sowie in der stärkeren Verzweigung der
Fortsätze ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber den bei dieser
Gattung und deren verwandten Formen vorkommenden Knochen-
körperchen gegeben. Lepidinröhrchen sind in den unteren Schichten
der Schuppe deutlich bemerkbar, nach dem Rande zu treten sie
dichter auf.
Der Schmelz fehlt. Williamson lässt das Vorkommen desselben
dahingestellt und bemerkt nur, dass, wenn eine Schmelzdecke
bezw. die von ihm als Ganoin bezeichnete Schicht vorkäme, dieselbe
172 Dr. H. Seupin:
sehr dünn sein müsse; indess zeigt auch die Untersuchung im
polarisirten Lichte, in dem sich auch die dünnste Schmelzschicht
deutlich abheben müsste, keine Spur davon. Dagegen treten in
den Querschnitten der vollständig als echtes Ostein charakterisirten
Oberflächenrippen eigenthümliche Auslöschungserscheinungen auf,
die auf eine regelmässige Imprägnation durch irgend welche
krystallinen Substanzen schliessen lassen. Da naturgemäss eine
solche der organischen Substanz eine grössere Festigkeit verleiht,
so möchte ich annehmen, dass die sonst dem Schmelze zukommende
Funktion, d.h. die des Schutzes der darunter liegenden Theile der
Schuppe, hier von den auf der Oberfläche verlaufenden Rippen
übernommen worden ist.
Aspidorhynchus spec.
Weisser Jura. Kehlheim.
Der Verlauf der Lamellen in der gleichfalls schmelzfreien
Schuppe ist ähnlich, wie in der eben beschriebenen Art, doch sind
die zu oberst liegenden viel schwächer gefaltet, so dass die auf der
Schuppe verlaufenden Rippen nicht so stark hervortreten. Die von
oben und unten eindringenden Osteinkanäle sind nicht gegabelt.
Die Knochenkörperchen liegen vorwiegend in den oberen Schichten
der Schuppe, in ihrer Anordnung zeigen sie keine Gesetzmässigkeit,
die Gestalt ist die gleiche, wie bei der vorigen Art. Lepidin-
röhrchen sind in den unteren, eben gelagerten Lamellen reichlich
vorhanden.
M.N.
Belonostomus Gomptoni Ag. sp.
Kreide. Cear&. Brasilien.
Taf. 10. Fig. 8.
Die Osteinlamellen verlaufen im grösseren Theile der Schuppe
ziemlich gerade; am Rande biegen sie in der bekannten Weise um
und greifen mit gut ausgebildeten, doch nicht sehr grossen Leisten
in den hier wohlentwickelten Schmelz ein. Der an der Umbiegungs-
stelle durch die Lamellen gebildete Winkel ist spitzer als bei allen
bisher untersuchten Schmelz tragenden Formen. Der eine mir vor-
liegende, offenbar parallel zur Richtung der Östeinleisten in der
Nähe des Randes verlaufende Schliff zeigt hierdurch ein ähnliches
mikroskopisches Bild des Osteins, wie es bei der eben genannten
Gattung in allen Schliffen zu sehen war. Die Osteinkanäle dringen
in diesem Falle ebenfalls, da die sich zurückbiegenden Lamellen
nur wenig schief von der Schliffebene getroffen werden, von der
oberen und unteren Seite des Osteins in die Schuppe ein, um in
den in der Mitte liegenden Lamellen zu endigen. Die Knochen-
körperchen sind nach demselben Typus wie in der vorigen Gattung
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 173
gebaut, doch sind sie weniger gross und haben dadurch Aehn-
lichkeit mit den bei den Saurodontidae vorkommenden.
Von Lepidinröhrchen ist nicht viel zu sehen. Die relative Dicke
des Schmelzes beträgt !/;.
Das Vorhandensein einer Schmelzbedeckung ist in diesem Falle
besonders interessant, da die vorliegende eng mit Aspidorhynchus
verwandte Gattung hierdurch als Bindeglied zwischen dieser und
den stets Schmelz führenden Gattungen der Ganoiden gekennt-
zeichnet wird.
M.N.
Pycenodontidae.
Gyrodus rhomboidalis Ag.
Weisser Jura. Kehlheim.
Taf. 10. Fig. 9.
Auch hier erscheinen die Lamellen des Osteins zurückgebogen.
Die Osteinkanäle nehmen einen meist schwach zickzackförmigen
Verlauf. Verästelungen kommen nicht vor. Die Knochenkörperchen
zeigen einen runden oder polygonalen Querschnitt; die Ausläufer
sind nicht sehr verzweigt und verhältnissmässig gut gegen
den Centraltheil abgesetzt. Lepidinröhrchen sind vorhanden, doch
nicht sehr zahlreich. Der Schmelz fehlt.
Williamson bemerkt, dass hier eine grosse Aehnlichkeit mit
Aspidorhynchus vorliege. Dieselbe liegt indessen, wie gezeigt,
lediglich im Aufbau der Lamellen, während die übrigen Merk-
male, Osteinkanäle und Knochenkörperchen, von den bei der ge-
nannten Gattung vorkommenden wohl unterschieden sind.
M.N.
Gyrodus circularis Ag.
Weisser Jura. England.
Taf. 10. Fig. 10.
Es sind hier im unteren Theile des Schliffes Querschnitte von
Hohlräumen sichtbar, die durch ihre Grösse an die bei Osteolepis
und verwandten Gattungen beobachteten erinnern. Doch ist von
concentrischer Schichtung der Lamellen nichts zu bemerken. Dieselben
behalten im Allgemeinen ihren horizontalen Verlauf bei und biegen
gleichsam nur schwach aus. Im Uebrigen zeigt der gleichfalls
schmelzfreie Schliff in der Lagerung der Lamellen des Osteins, dem
Verlaufe der Osteinkanäle und dem Bau der Knochenkörperchen
dieselben Verhältnisse wie die vorige Art, mit der die vorliegende
ja auch von Wagner vereinigt worden ist.
M.N
174 Dr. H. Seupin:
Amiadae.
Pachycormus bollensis Quenst.
Lias. Boll.
Die Schuppen sind ausserordentlich dünn und gestatten eine
mikroskopische Untersuchung nur im Flachschliffe. Von Östein-
kanälen ist nichts zu sehen. Die Knochenkörperchen sind zahl-
reich; ihre Ausläufer sind gegen den Centraltheil abgesetzt. Lepi-
dinröhrchen sind vorhanden.
M.N.
Hypsocormus spec.
Weisser Jura. Solenhofen.
Ein etwas schief zur Oberfläche gemachter Schliff durch die
vorliegende gleichfalls sehr dünne Schuppe zeigt deutlich die ein-
zelnen übereinander geschichteten Lamellen. Osteinkanäle scheinen
nicht vorhanden zu sein, da sie selbst in dem ziemlich dicken
Schliffe nicht zu beobachten sind. Die Knochenkörperchen sind
weniger zahlreich als in der vorigen Gattung; die Gestalt ist etwa
dieselbe. Der Schmelz fehlt.
M.N.
Caturus furcatus Ag.
Weisser Jura. Solenhofen.
Taf. 10. Fig. 11.
Die Lamellen des Osteins sind im Allgemeinen ziemlich un-
regelmässig geschichtet und zeigen nur stellenweise ebene Lagerung;
in der Nähe der Oberfläche verlaufen sie zickzackförmig und bilden,
wie sich aus einem Flachschliffe durch die obersten Schichten des
Östeins ergiebt, auf dieser Systeme paralleler, vollkommen gerad-
liniger Rippen. Dieselben werden von einer sehr dünnen Schicht,
die wohl als Schmelz zu deuten ist, in der Weise überlagert, dass
nur ihre zugeschärft erscheinenden Kanten von ihm berührt werden,
die zwischen ihnen verlaufenden Rillen aber frei bleiben. Ob diese
oberste Schicht in der That Schmelz ist, lässt sich mit voller Ge-
wissheit nicht feststellen, und ich glaube dies nur aus ihrer ho-
mogenen Beschaffenheit folgern zu können. Die Untersuchung in
polarisirtem Lichte bleibt insofern erfolglos, als bei dieser Art
ebenso wie bei der zuletzt genannten auch das Östein sehr hohe
Interferenzfarben zeigt, so dass die oberste Schicht sich kaum von
diesem abhebt, ein Zeichen, dass hier fast alle organische Substanz
verschwunden und durch anorganische ersetzt ist. Osteinkanäle
scheinen zu fehlen. Die Knochenkörperchen sind sehr unregelmässig
vertheilt und stellenweise ziemlich häufig: der Centraltheil zeigt
einen meist sternförmigen Querschnitt, die Fortsätze sind in der
x
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 175
Regel gut verästelt; die Art der Ausbildung ist der bei den Knochen-
körperchen von Lepidotus beobachteten am ähnlichsten. Lepidin-
röhrchen sind in der ganzen Schuppe vertheilt.
M.N
Megalurus spec.
Weisser Jura. Solenhofen.
Der Schmelz scheint zu fehlen. Einzelne Lamellen des Östeins
habe ich nicht unterscheiden können. Osteinkanäle scheinen eben-
falls zu fehlen. Die Knochenkörperchen sind sehr zahlreich und
denen der vorigen Art ähnlich gebaut. Lepidinröhrchen sind vor-
handen.
C.J.
Amia calva Bonap.
Taf. 10, Fig. 12.
Eine Beschreibung der Schuppenstruktur von Amia giebt Zittel!)
in seinem Handbuche. Seine Angaben sind später von Klaatsch
corrigirt worden, der gleichzeitig die Beziehungen derselben zu den
Teleostierschuppen einer eingehenden Prüfung unterworfen hat.
Nach letzterem Autor besteht die Schuppe im Ganzen aus zwei
Schichten, einer äusseren Knochenkörperchen führenden und einer
tieferen derselben entbehrenden, die lamellös geschichtet ist. Ich
habe in vorliegendem Präparate Knochenkörperchen allerdings nicht
bemerken können, doch sind dieselben auch von Kölliker?) be-
obachtet worden. Die oberen Lamellen nehmen einen zickzack-
förmigen Verlauf und geben dadurch dem mikroskopischen Bilde
Aehnlichkeit mit dem bei Caturus beobachteten. In den mittleren
Lamellen treten eigenthümliche kanalartige Gebilde auf, über deren
Bedeutung ich mir nicht klar bin. Sie sind nur auf wenige Schichten
beschränkt und verlaufen senkrecht zu den Lamellen, einzelne der-
selben gabeln sich in zwei gleichwerthige Aeste. Schmelz ist nicht
vorhanden. Es widerspricht diese Beobachtung den Angaben Zittels,
doch befinde ich mich hierin im Einklange mit Klaatsch, der eben-
falls das Fehlen der von ihm als Ganoin bezeichneten, dem Schmelze
entsprechenden Schicht ausdrücklich vermerkt.
Der besseren Uebersicht wegen seien die wichtigsten Merkmale
der einzelnen Gattungen in folgender Tabelle zusammengestellt.
C.J
1) Zittel, Bd. III. p. 15.
2) Kölliker 1. p. 257.
Übersichtstabelle über die wichtigsten histologischen Merkmale der untersuchten Schuppen.
ee
Haversisches
Kanalnetz.
Osteinkanäle.
Lepidinröhrchen.
Knochenkörperchen. Schmelz.
Sonstige Merkmale.
N I 7 m 9 7 el Bea EB ln BE EEE EI a m
|
Kosminzähne durch regelmässige
Zwischen den von Kosminbüscheln
münden Kanäle in unregelmässigen
Tuberkeln von geringer Grösse.
Lamellen schwach nach oben
gewölbt, greifen in den Schmelz
Lamellen schwach gebogen, Oste-
Osteinlamellen schwach gewölbt.
Die Osteinlamellen convergiren
Osteolepis | zwei Knochenschich-| nur als Kosmin- nicht beobachtet. ziemlich gross und vorhanden, die Kosmin-
ten mit Haversischen röhrchen. zahlreich. zähnchen umgreifend. Zwischenräume getrennt.
Kanälen vorhanden.
Megal- desgl. desgl. desgl. desgl. vorhanden, nur die Ober- desgl.
ichthys seite der Kosminzähnchen
bedeckend.
Holop- eine Knochenschicht desgl. desgl. desgl. vorhanden ziemlich
tychius, mit Haversischen dünn. durchzogenen Tuberkeln
$ Kanälen vorhanden.
E Abständen aus.
Er Glyptolepis desgl. desgl. desgl. desgl. vorhanden. desgl.
©
ın —[[2.
3 Polypterus. desgl. desgl. sehr zahlreich. zahlreich ziemlich stark | vorhanden, ziemlich
Er verästelt. dick.
= Palaeo- fehlt in typ. Aus- |höchstens alsKosmin-| sehr zahlreich, durch die von mitlerer Grösse, vorhanden, wohl ge-
A niscus bildung. Homologe | röhrchen, bisweilen | ganze Schuppe vertheilt. | Ausläufer kurz, scharf | schichtet, relative Dicke
Kanile ohne conce. fehlend. gegen den runden schwankend. leistenförmig ein.
Schichtuug in be- Centraltheil abgesetzt.
schränkter Ver-
breitung.
Canobius. fehlt. nicht beobachtet. schwach entwickelt. |nicht sehr zahlreich, Aus- relative Dicke /,. Lamellen undeutlich, Ostein-
läufer scharf abgesetzt, leisten entwickelt.
Centraltheil rundlich.
Am- fehlt. nicht beobachtet. | deutlich namentlich am | Centraltheil rund, Aus- relative Dicke Yın.
blypterus. Vorderrande. läufer scharf abgesetzt. inleisten.
Gyrolepis. fehlt. gut entwickelt. zahlreich, namentlich vorhanden. vorhanden.
am Vorderrande.
Platysomus. fehlt. ? richt beobachtet. gestreckt, Ausläufer fehlt.
176
kurz und gut abgesetzt.
nach dem Rande hin.
177
er Ganoidschuppen.
1
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Vergleichende Studien zur Histolog
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a
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Arch, f. Naturgesch. Jahrg.1896. Bd.I. H.2,
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Haversisches Osteinkanäle, Lepidinröhrchen. Knochenkörperchen. Schmelz. Sonstige Merkmale,
Kanalnetz.
— m nsmänurh
Propterus. fehlt. keineVerzweigungen;| spärlich in der Nähe | ähnlich wie bei Pholido- gut geschichtet, relative
nicht eben zahlreich. des Randes. phorus. Dicke !/g.
Aspido- fehlt. nicht sehr dick, von | im unteren Theile der | sehr gross, von unregel- fehlt. Die ältesten Osteinlamellen
rhynchus. der Oberfläche und | Schuppe, vorwiegend in mässiger Gestalt, liegen im Innern der Schuppe,
der Unterseite der | der Nähe des Randes. |Centraltheil zipfelförmig die Osteinlamellen erscheinen
Schuppe her ein- ausgezogen. Fortsätze zurlickgebogen.
dringend. sehr reich verzweigt.
Belonos- fehlt. vorhanden. nicht beobachtet. ähnlich, doch kleiner. vorhanden. Östeinlamellen in der Nähe des
= tomus. Randes unter spitzem Winkel
fe] umgebogen und leistenförmig in
z den Schmelz eingreifend.
[=] —)
7 Gyrodus. | zuweilen vereinzelte vorhanden, vorhanden. runder oder polygonaler fehlt. Die Osteinlamellen zurück-
Kanäle ohn. merkliche Querschnitt, Ausläufer gebogen, die ältesten liegen
an} conc. Schichtung. ziemlich gut abgesetzt. im Innern.
n\ Pachy- fehlt. ? vorhanden, zahlreich, Ausläufer ? Schuppen sehr dünn.
A cormus, gegen den Centraltheil
. abgesetzt.
Hypso- fehlt.| scheinen nicht vor- nicht becbachtet. nicht eben zahlreich. fehlt. desgl.
cormus, handen zu sein.
Caturus. fehlt. desgl. in der ganzen Schuppe sternförmiger Quer- scheint vorhanden zu | Osteinlamellen im oberen Theile
vertheilt. schnitt, Fortsätze gut sein. der Schuppe ziekzackförmig
verästelt. Unregel- verlaufend.
mässig vertheilt.
Megalurus. fehlt. desgl. vorhanden. “ähnlich; zahlreich. scheint zu fehlen.
Amia fehlt. nicht beobachtet. nicht beobachtet. nicht beobachtet. fehlt. obere Lamellen ziekzackförmig
178
verlaufend.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 179
Prüfen wir nun, welche Resultate sich aus den vorliegenden
Untersuchungen ergeben. Ich beginne mit den für die Histologie in
Betracht kommenden.
Was zunächst den Schmelz anbelangt, so kann ich in diesem
nicht mehr das charakteristische Merkmal sehen, für das man ihn
bis jetzt im allgemeinen zu halten gewöhnt war. Wie die bei
Aspidorhynchus, Gyrodus und anderen Gattungen gemachten Be-
obachtungen ergeben, kann derselbe sehr wohl “fehlen, und es darf
die glänzende Beschaffenheit der Schuppenoberfläche durchaus nicht
zu einem Schlusse auf das Vorhandensein desselben verleiten. Die
ihm zukommende Funktion, d. h. der Schutz der unteren Theile
der Schuppe kann in solchen Fällen von den oberen durch
unorganische Substanzen imprägnirten und dadurch widerstands-
fähiger gewordenen Lamellen des Osteins übernommen werden.
Verfolgen wir weiter die Entwicklung des Schmelzes bei den
einzelnen Formenkreisen, so zeigt sich, dass sich derselbe bei den
ältesten von diesen nur in Gestalt von mehr oder weniger dünnen
Kappen über die Tuberkeln oder sonstigen Verzierungen der Ober-
fläche legt, während die dazwischen liegenden Vertiefungen frei
bleiben und durch Kanäle mit dem Inneren der Schuppe in Ver-
bindung stehen. Allmählich breitet sich der Schmelz über die
ganze Schuppe aus, wie dies bereits Formen wie Palaeoniscus
zeigen; derselbe ist indess auch hier meist noch wenig dick und
bildet sich in dem Seitenzweige der Platysomiden sogar wieder
zurück. Nach der anderen Seite hin ist eine Zunahme der relativen
Dicke zu constatiren, diese erlangt ihren Höhepunkt im Muschel-
kalk in Colobodus, wo sie den Betrag von !/, erreicht. Von da
an nimmt sie ständig ab, bis schliesslich einige Ganoiden den
Schmelz völlig abwerfen.
Sodann ist für die Beantwortung der anfangs offen gelassenen
Frage nach der Bedeutung der Lepidinröhrchen Williamsons durch
die Vertheilung derselben in den Schuppen der einzelnen Arten
neues Material an die Hand gegeben. Wie wir sahen, waren die
Lepidinröhrchen vorzugsweise in der Nähe des Schuppenrandes zu
bemerken und auch da, wo sie in dichteren Anhäufungen mehr
nach der Mitte zu beobachtet werden konnten !), zogen sich stets
einzelne derselben nach dem unterhalb des Randes gelegenen Theile
der Schuppe. Hiermit würden auch die Beobachtungen Williamsons
übereinstimmen, nach dessen Angaben die Lepidinröhrchen in den
Aufbiegungen der Lamellen liegen sollen, die ihrerseits, wie sich
gezeigt hat, mehr oder weniger dem Rande genähert sind. William-
son brachte die Lepidinröhrchen in Zusammenhang mit der Er-
nährung der Schuppe, und zwar folgerte er das aus dem Umstande,
dass sie im Gegensatze zu den Osteinkanälen von ihm in sämmt-
lichen untersuchten Schuppen festgestellt werden konnten, doch
widerlegt sich seine Auffassung schon bei der Erwägung, dass ein
!) vergl. Taf. 9, Fig.9. Taf. 10, Fig. 6,
12*
180 Dr. H. Scupin:
Organ, welches die Ernährung der ganzen Schuppe besorgen soll,
schwerlich eine derartig unregelmässige Vertheilung zeigen würde,
wie es bei den Lepidinröhrchen der Fall ist. Ebersowenig dürfte
die Annahme Panders das Richtige treffen. Dieser bildet eine
Stelle aus einem Schliffe von Polypterus ab, aus dem ihm hervor-
zugehen scheint, dass die Lepidinröhrchen als Fortsätze der Aus-
läufer von Knochenkörperchen aufzufassen sind. Er scheint sich
hierin einer Täuschung hingegeben zu haben, wie sie bei mikro-
skopischen Präparaten leicht vorkommt; ich habe niemals eine
solche Anhäufung von Knochenkörperchen bemerken können, wie
sie stellenweise das Auftreten von Lepidinröhrchen voraussetzen
würde. Auch lässt die Verschiedenheit im Bau selbst den Aus-
läufern der Knochenkörperchen gegenüber eine derartige Annahme
durchaus verfehlt erscheinen. Anders steht es mit der von Kölliker
gegebenen und später von Klaatsch aufgenommenen Erklärung, die
sich auch etwa mit der schon vorher von Reissner ausgesprochenen
deckt. Hiernach sind die Lepidinröhrchen als Spuren von Binde-
gewebsbündeln aufzufassen; Kölliker bezeichnet sie geradezu als
Sharpey’sche Fasern. Diese Deutung steht mit keiner der beob-
achteten Thatsachen in Widerspruch. Die lokale Anhäufung wird
hierdurch genügend erklärt, da entsprechend dem festen Zusammen-
hange der einzelnen Schuppen unter einander naturgemäss die
Hauptbindegewebszüge an den Rändern derselben auftreten. Auch
die von Hertwig abgebildeten und als Schuppenligamente be-
zeichneten Bindegewebsbündel stimmen in ihrer Anordnung mit den
von diesem Autor selbst nicht genannten Lepidinröhrchen überein.
Das stellenweise viel massenhaftere Auftreten im Innern des
Schliffes enthält keinen Widerspruch gegen die vorliegende An-
nahme. Es zeigt sich eine derartige Anhäufung im Innern nur in
den Schliffen, die, wie sich aus dem senkrechten Aufsteigen der
Osteinkanäle ergiebt, ziemlich genau durch die Mitte der Schuppe
gehen. Entsprechend dem schiefen Eindringen der Lepidinröhrchen
wird ein derartiger Schliff daher bisweilen ausser den in der
Schliffrichtung verlaufenden Röhrchen in seinem oberen Theile
auch solche enthalten, die von der der Schliffrichtung parallelen
Seite her eindringen, und muss hier also dunkler erscheinen, als an
den Stellen, wo sich nur die erstgenannten Lepidinröhrchen finden.
Das Auftreten in einzelnen Lagen, wie es mehrfach festgestellt
werden konnte, würde auf eine mangelhafte und nur stellenweise
auftretende Injektion der nach dem Verschwinden der Bindegewebs-
fibrillen übrig gebliebenen Röhrchen zurückgeführt werden können.
Die Auffassung Köllikers wird somit auch durch die vor-
liegenden vergleichenden Beobachtungen bestätigt.
Ich komme nun zu den sich für die Systematik ergebenden
Resultaten.
Betrachten wir obige Tabelle, so lässt sich zunächst eine von
der Hauptmasse der Sa scharf getrennte Gruppe unter-
scheiden, die durch die Crossopterygier repräsentirt wird. Sie
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 181
ist charakterisirt durch den Besitz einer oder mehrerer Knochen-
schichten mit Haversichen Kanälen, von denen in der Regel einige
Kosminröhrchen entsenden, während andere frei an der Oberfläche
ausmünden. Die Familien der Rhombodipterini, Cyclodipterini
und Polypterini sind auch histologisch gut unterscheidbar.
Die Rhombodipterini sind ausgezeichnet durch eine untere
Haversischs Kanäle führende Schicht, eine Isopedinschicht, eine zweite
Knochenschieht mit Haversischen Kanälen, eine Kosmin- und eine
Schmelzschicht. An der Oberfläche münden konisch nach oben sich
verengende Hohlräume in gleichen Abständen aus. Bei den älteren
Formen greift der Schmelz noch in diese Räume hinein und schliesst
hierdurch die einzelnen wenn auch seitlich gleichsam durch Brücken
mit einander verbundenen Hautzähnchen viel schärfer gegen ein-
ander ab, als dies bei dem jüngeren Megalichthys der Fall ist, wo
sich nur noch auf der oberen Fläche eine Schmelzbedeckung
findet.
Die Cyclodipterini besitzen einen ähnlichen Bau der Schuppen,
doch fehlt hier eine untere Haversische Kanäle enthaltende Schicht,
so dass das Isopedin die Basis der Schuppen bildet. Der über
diesem lagernde Theil der Schuppe wird auch hier von einem Netze
Haversicher Kanäle durchzogen, die einen mehr oder weniger un-
regelmässigen Verlauf nehmen und in ungleichmässigen Abständen
an der Oberfläche ausmünden. Meist sind deutliche Kosminbüschel
entwickelt, die von Haversichen Kanälen ausgehend, sich in die
von einer Schmelzschicht bedeckten Verzierungen der Oberfläche
hinein fortsetzen.
Für die Polypterini charakteristisch ist die stärkere Ent-
wicklung des Schmelzes, die reichere Verzweigung der Knochen-
körperchen, sowie das zahlreiche Vorkommen von Lepidinröhrchen.
Auch hier zeigen die unteren Schichten der Schuppe durchaus
gleichmässige Lagerung, während die darüber liegenden von Haver-
sischen Kanälen durchsetzt werden.
Dieser namentlich durch die Ausbildung eines Haversischen
Kanalnetzes charakterisirten Gruppe von Ganoidschuppen steht der
grössere Theil der letzteren gegenüber, in dem gröbere Kanäle nur
noch ganz untergeordnet und ohne concentrische Schichtung der
umliegenden Lamellen auftreten. Auch hier sind die einzelnen
Familien im allgemeinen histologisch gut unterschieden, wenn ich
auch in der Zusammenstellung derselben zu grösseren Gruppen
nicht in allen Punkten den bisher meist vertretenen Auffassungen
beistimmen kann.
Als Merkmale für die Palaeonisciden sind zu nennen:
schwach gewölbte Lagerung der Osteinlamellen, wenig oder gar
nicht verzweigte Knochenkörperchen, deren rundlich gestalteter
Centraltheil sehr scharf gegen die Ausläufer abgesetzt ist, sowie
meist starke Entwickelung von Lepidinröhrchen. Die Osteinkanäle
sind in der Regel sehr spärlich, scheinen auch bisweilen ganz zu
fehlen, nur Gyrolepis zeigt eine stärkere Ausbildung derselben und
182 Dr. H. Seupin:
nähert sich hierdurch den jüngeren Ganoiden. Schmelz ist vor-
handen; seine Dicke schwankt; während sie bei Amblypterus etwa
!/;; der ganzen Schuppendicke beträgt, erreicht sie bei Canobius
!/, derselben. Meist sind kräftige Osteinleisten vorhanden, die in
den Schmelz eingreifen.
Die Platysomiden sind durch den Mangel des Schmelzes von
den Palaeonisciden unterschieden, stimmen indess im Bau der
Knochenkörperchen mit ihnen überein; letztere geben somit, wenn
wir die Accipenseroiden hier aus dem Spiele lassen, das einzige
für die Heterocerei charakteristische Merkmal ab.
Die Familie der Stylodontidae ist namentlich ausgezeichnet
durch feine bisweilen wenig zahlreiche Osteinkanäle, kleine ebenfalls
nicht sehr häufige Knochenkörperchen mit unregelmässig eckigem
Centraltheil und schwachen Verzweigungen, sowie durch die undeut-
liche Schichtung des Osteins. In den Schmelz vorspringende Leisten
kommen vor, sind indess meist nur klein. Der Schmelz selbst zeigt
schwankende Dicke.
Die Sphaerodontidae, die hinsichtlich ihrer Schuppenstruktur
am typischsten entwickelte Familie, besitzen folgende Kennzeichen:
Das von einer dicken Schmelzschicht überlagerte Ostein ist
sehr deutlich geschichtet, bisweilen ist Bildung von Laminae gut zu
beobachten. Die Lamellen verlaufen im hinteren Theil der Schuppe
unter ziemlich spitzem Winkel gegen die Oberfläche und sind vorn
gegen diese hin aufgebogen. Sie greifen mit meist sehr kräftigen
Leisten in den Schmelz ein, Osteinkanäle sind sehr zahlreich vor-
handen, die von der Seite her eindringenden geben in die Ostein-
leisten hinein Seitenäste ab, die sich bisweilen zu Kosminbüscheln
verdichten. Namentlich bei Colobodus sind solche sehr schön ent-
wickelt. Die Knochenkörperchen besitzen einen länglichen oder
eckigen, bisweilen sternförmigen Centraltheil, an dem mehr oder
weniger verzweigte Ausläufer ansitzen. Der Schmelz erreicht bei
den älteren Formen wie Colobodus seine grösste bei den Ganoiden
überhaupt vorkommende relative Dicke, die hier !/; oder mehr be-
trägt. Er erscheint bei dieser Gattung etwas in die Schuppe ein-
gesenkt und wird von den Osteinlamellen auch nach vorn hin um-
schlossen. Von den untersuchten Lepidotus-Arten ist etwas
Aehnliches nur bei der ältesten derselben, Lepidotus speciosus,
zu bemerken. Im allgemeinen zeigt sich bei dieser Gattung bereits
ein kleiner Rückgang in der Ausbildung des Schmelze. Den
kräftigen Schuppen entsprechend ist zwar die absolute Dicke noch
sehr gross, die bei den einzelnen Arten der Gattung ziemlich kon-
stante relative Dicke indess beträgt hier nur !/..
Die Ginglymodi schliessen sich im mikroskopischen Bau
ihrer Schuppen den Sphaerodontidae an. Es sind ebenfalls deut-
liche in den kräftigen Schmelz eingreifende Osteinleisten vorhanden,
Östeinkanäle kommen zahlreich vor, die Knochenkörperchen gleichen
denen der vorigen Familie. Der Hauptunterschied dieser gegen-
über liegt in dem hier viel massenhafteren Auftreten der Lepidin-
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen.. 183
röhrchen, die gleichmässig durch die ganze Schuppe vertheilt sind.
Die Saurodontidae zeigen im allgemeinen nur schwache in
den Schmelz eingreifende Osteinleisten. Die Osteinkanäle sind in
der Regel nicht sehr zahlreich. Verästelungen kommen bei einigen
Gattungen wie Ptycholepis und Ophiopsis vor, während sie bei
anderen, wie Pholidophorus und Propterus fehlen. Der Central-
theil der Knochenkörperchen ist zipfelförmig ausgezogen und läuft
in verzweigte Fortsätze aus, Die Dicke des Schmelzes ist ziemlich
constant und beträgt fast durchweg etwa !/, von der der ganzen
Schuppe.
Die Rhynchodontidae nehmen hinsichtlich ihrer histologischen
Verhältnisse eine gewisse Sonderstellung gegenüber den vier zuletzt
genannten mit der vorliegenden bisher gewöhnlich zu einer Unter-
ordnung vereinigten Familien ein. Es zeigt sich hier die Tendenz
den Schmelz abzuwerfen, und zwar macht sich diese schon durch
die Lagerung der Lamellen bemerkbar. Dieselben sind am Rande
umgebogen und erscheinen bei dem extremeren schmelzlosen Ver-
treter Aspidorhynchus gleichsam zurückgelegt, so dass die ältesten
Lamellen im Innern liegen, während bei dem noch Schmelz besitzenden
Belonostomus die ÖOsteinlamellen von der Umbiegungsstelle aus
in schräger Richtung aber bereits unter spitzerem Winkel, als er
bisher beobachtet werden konnte, nach der Oberfläche hin ver-
laufen. Es bereitet sich das mit der vollständigen Um-
legung der Lamellen Hand in Hand gehende Abwerfen des
Schmelzes bei dieser Gattung also bereits vor. Ent-
sprechend der Art der Schichtung dringen die Osteinkanäle bei
Aspidorhynchus von.der unteren oder oberen Fläche der Schuppe
ein, in deren mittleren Lamellen sie endigen. Die Knochenkörper-
chen sind in lange Zipfel ausgezogen, die in reich verzweigte
Fortsätze übergehen. Sie sind bei beiden Gattungen verhältniss-
mässig gross; die von Aspidorhynchus sind die grössten bei Ganoiden
überhaupt vorkommenden.
Die bei dieser Familie beobachteten Verhältnisse d. h. die sich
bei Belonostomus vorbereitende, bei Aspidorhynchus voll-
ziehende Rückbildung des Schmelzes scheinen mir eine
Trennung von den zuletzt genannten vier Familien nothwendig zu
machen. Das Fehlen der für- diese so charakterischen oberen
Schicht und der damit verknüpfte eigenthümliche Verlauf der
Östeinlamellen bei dem extremeren gerade durch die kräftigeren
Schuppen ausgezeichneten Vertreter beweisen deutlich, dass die
Bildungsweise der Schuppe eine andere gewordenist, d.h.
dass wir keinerlei Epidermisbildungen vor uns haben,
sondern, dass die oberen Lamellen der Schuppein gleicher
Weise wie die unteren entstanden zu denken sind. Ich
möchte daher die Rhynchodontidae als selbstständige Unterordnung
den anderen vier Familien, die ich als Euganoiden zusammen-
fassen würde, gegenüberstellen. Als Merkmale für letztere würden
dann zu nennen sein das regelmässige Auftreten einer Schmelz-
184 Dr. H. Seupin:
schicht, in die das Ostein mit mehr oder weniger gut entwickelten
Leisten eingreift, das Vorkommen von Knochenkörperchen mit
eckigem oder zipfelförmig ausgezogenem Centraltheil und ver-
zweigten Fortsätzen, sowie das Vorhandensein von bald sehr zahl-
reichen, bald nur in geringerer Menge die Schuppen durchsetzenden
Osteinkanälen.
Fragen wir uns nun, welcher Familie der Euganoiden die
Rhynchodontidae am nächsten stehen, so möchte ich hierfür die
Saurodontidae in Anspruch nehmen. Bereits Reiss!) hat die
Beziehungen zu diesen erkannt. Er sagt in seiner lediglich vom
morphologischen Gesichtspunkte ausgehenden Abhandlung: „Gewisse
Verbindungsglieder des Aspidorhynchen mit den übrigen Lepido-
steiden finden wir in dem triassischen Pholidopleurus und Pelto-
pleurus und der jurassischen Gattung Pleuropholis. Dies sind Ueber-
gänge zu dem Typus der dünnschuppigen Pholidophoren.* Ent-
scheidend für mich war die eigenthümliche, bei beiden gleiche
Ausbildungsweise der Knochenkörperchen. Dieselben erscheinen
hier in Zipfel ausgezogen, wie ich es ähnlich bei keiner anderen
Ganoidenfamilie beobachtet habe. Der Unterschied in den Grössen-
verhältnissen der bei den Saurodontidae und der bei Aspido-
rhynchus vorkommenden wird durch die von Belonostomus
vermittelt, die den letzteren an Grösse etwas nachstehen, und so
wird diese Gattung ausser durch ihre Schmelzbedeckung auch hier-
durch als Bindeglied zwischen beiden gekennzeichnet.
Die Pyenodontidae zeigen gleichfalls von Schmelz nicht be-
deckte Osteinlamellen, die in ähnlicher Weise, wie bei Aspido-
rhynchus zurückgebogen erscheinen. Osteinkanäle sind vorhanden und
dringen von der Oberfläche und der Unterseite her ein. Die Knochen-
körperchen besitzen einen runden oder polygonalen Querschnitt und
laufen in ziemlich gut abgesetzte, nicht eben sehr verzweigte Fort-
sätze aus.
Die Schuppenstruktur der Amiaden ist eine derartig einfache,
dass sich die einzelnen Familien auf Grund dieser nicht mehr ab-
grenzen lassen. Gemeinschaftlich scheint das Fehlen von
Östeinkanälen. Knochenkörperchen sind bisweilen zahlreich
vorhanden. Der Schmelz fehlt entweder ganz oder ist sehr
dünn. Das ÖOstein enthält sehr viel anorganische Bestand-
theile und zeigt in polarisirtem Lichte hohe Interferenzfarben.
1) Deber Aspidorhynchus, Belonostomus und Lepidosteus. Sitzungsber. der
bayr. Akademie, math, phys. Klasse 1887 pag. 151.
Vergleichende Studien zur Histologie der Ganoidschuppen. 185
Ergebnisse.
Der Schmelz ist kein nothwendiger Bestandtheil der
Ganoidschuppe und kann auch bei sonst typischen Formen
der Ganoiden fehlen.
Die Deutung der „lepidine tubes“ Williamsons als
Spuren von Bindegewebsfibrillen wird auch durch die
vorliegenden vergleichenden Beobachtungen bestätigt.
Die einzelnen Familien der Ganoiden zeigen sich auch
in der Histologie ihrer Schuppen meist wohl charakterisirt.
Die Rückbildung des Schmelzes in der Familie der
Rhynchodontidae macht eine Trennung derselben von den
übrigen vier gewöhnlich mit ihr zur Unterordnung der
Lepidosteidei vereinigten Familien nothwendig. Sie ist
als besondere, wenn auch mit diesen verwandte Unter-
ordnung hinzustellen. Die nächsten Beziehungen dürfte
sie zu der Familie der Saurodontidae aufweisen.
Tafelerklärung.
Tafel IX,
Fig. 1. Osteolepis macrolepidotus Val. et Pent. Meseritz (Geschiebe), etwa
60 fach!). Die Ausfüllungsmasse zwischen den Hautzähnchen ist auf der
Zeichnung mit angegeben, um den die Zähnchen umschliessenden dünnen
Schmelz deutlicher hervortreten zn lassen.
Fig. la. Flachschliff derselben Art, etwa 100fach. Zeigt die seitliche Ver-
schmelzung der von Kosminbüscheln durchsetzten Hautzähnchen.
Fig. 2. Palaeoniscus. Eppichnellen. Theil eines Flachschliffes durch die Schuppe
unmittelbar unter dem Schmelze, 70fach.
Fig. 3. Palaeoniscus vratislaviensis Ag., Oelberg bei Braunau, 30fach. Der
vorderste Theil fehlt.
Fig. 3a. Theil desselben Schliffes bei 120facher Vergrösserung.
Fig. 4. Gyrolepis Albertii Ag., Hildesheim, 30fach.
Fig. 5. Platysomus superbus Traqu., 60fach.
Fig. 5a. Knochenkörperchen desselben Schliffes bei etwa 800facher Ver-
grösserung.
Fig. 6. Lepidotus speciosus Münst., Seefeld. Aus der Nähe des Schuppen-
randes, 60 fach.
Fig. 7. Lepidotus Koeneni Branco., Kahleberg b. Echte, parallel dem Seiten-
rande der Schuppe, 20fach.
Fig. 7a. Theil desselben Schliffes (rechts unten) mit Bohrgängen von Faden-
pilzen, 100fach.
Fig. 7b. Knochenkörperchen desselben Schliffes bei 800facher Vergrösserung.
1) Die Schliffe sind, wo nicht anders bemerkt, Querschliffe.
186
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
8.
Q II Nm
Se» «
12;
ig. 13.
Dr. H. Scupin.
Lepidotus Mantelli Ag., parallel zur Längserstreckung der Schuppe,
aus der Nähe des Seitenrandes, 4Ofach.
Colobodus, Steinbiedersdorf. Vorderer Theil, 20fach.
Colobodus chorzowiensis (v. Meyer) Dames. Senkrecht zum Vorder-
rand, 20fach. Rechts oben Gesteinsmasse. Der auf drei Seiten vom
Ostein eingeschlossene Schmelz entspricht einer schräg getroffenen
Rippe.
. Theil eines Schliffes aus der Nähe des Seitenrandes, parallel einer
Rippe, etwa 200fach.
. Knochenkörperchen aus der Gegend des Schmelzes, etwa 800fach.
Tafel X.
Lepidosteus. Landänien, etwa 100fach. Die Lepidinröhrcheu sind
quergetroffen, erscheinen daher nur als feine Punkte.
Dapedius punctatus Ag, Metzingen, etwa 40fach. Oben Gesteins-
masse, die den Schmelz nur an einer Stelle deutlich hervortreten lässt
Semionotus latus Ag. Seefeld, 40fach. Stück aus dem vorderen Theile
der Schuppe, der Vorderrand selbst fehlt.
Pholidophorus Bechei Ag. Lyme Regis. Hinterer Theil der Schuppe,
40 fach.
Ptycholepis bollensis Ag. Boll. Parallel zur Längserstreckung der
Schuppe, aus der Nähe des Seitenrandes, 200fach.
Opbiopsis Guigardii Thiolliere, Cirin. Hinterer Theil, 70fach.
Aspidorhynchus acutirostris Ag. Solenhofen, 30 fach, vorderer Theil.
. Theil desselben Schliffes, 50fach.
. Knochenkörperchen von Aspidorhynchus, etwa 800fach.
Belonostomus Comptoni Ag., spec. C&arä, parallel der Längserstreckung
der Schuppe, 100fach.
Gyrodus rhomboidalis Ag. Vorder- und Hinterrand fehlen, etwa
60 fach.
Gyrodus eircularis Ag. Basaltheil, 90 fach.
Caturus furcatus Ag. Solenhofen. Aus der Mitte der Schuppe,
150fach.
Amia calva Bonap. Stück eines Querschnittes, etwa 360Tach.
Schematische Darstellung des Verlaufes der Osteinkanäle in einer
randlich durchschnittenen Schuppe. a—b die Schlifffläche. [Unten mehr
oder weniger längs, oben quer getroffene, im Schliffe verkürzt er-
scheinende Kanäle.
Beiträge
zur
Kenntniss paläarktischer Myriopoden.
IV. Aufsatz'): Ueber Diplopoden Tirols, der
Ostalpen und anderer Gegenden Europas, nebst vergleichend-
morphologischen und biologischen Mittheilungen.
Von
Dr. phil. Carl Verhoeff, Bonn a. Rh.
Dazu Tafel XI—XV.
Bezügliche Schriften:
Die erste, wirklich bedeutende Arbeit, welche Tiroler Diplopoden
behandelt, ist Latzels berühmtes Werk über „die Myriopoden der
oesterreichisch-ungarischen Monarchie“ Wien 1880—84, erschienen
in 2 Bänden, deren 2. die Diplopoden etc. betrifft. 1888 hat K. W.
v. Dalla Torre (Innsbruck) eine besondere kleine Arbeit über
„die Myriopoden Tirols“ in den Berichten des naturwiss.-medizin.
Vereins (Innsbruck) herausgegeben, welche in der Einleitung auch
eine Uebersicht über die früheren Arbeiten giebt, in denen Tirols
Myriopoden berührt sind. Unter allen diesen Aufsätzen ist aber
keiner, der heute noch eine besonders grosse Beachtung verdiente,
abgesehen natürlich von Latzels schon erwähntem Werke. Ausser
diesem führt D. T. 22 Litteraturnummern auf. — 1893 habe ich
selbst in den Verhandl. der zool.-bot. Gesellsch. zu Wien „Beiträge!)
zur Diplopoden-Fauna Tirols“ veröffentlicht und darin auf S. 10
auch bereits die genannte Arbeit Dalla-Torres kritisch besprochen.
1) I. Aufsatz: Ueber einige neue Myriopoden der oesterreich.- ungar.
Monarehie. Verh. d. zoel.-bot. Ges. i. Wien 1895,
II. Aufsatz: Ueber mitteleuropäische Geophiliden. Archiv f. Natur-
geschichte. Berlin 1895. Bd.I. H.3.
III. Aufsatz: Zusammenfassende Darstellung der Aufenthaltsorte der
mitteleuropäisch. Diplopoden. Daselbst 1896. Bd.I. H.1.
12A
188 Dr. Carl Verhoeff:
Dieselbe ist rein faunistisch gehalten und lehnt sich durchaus an
Latzel an. Im ferneren Verlauf dieser Abhandlung werde ich auf
die Arbeit von D. T. und meine eigene öfter zurückkommen!). —
Es sei noch erwähnt, dass in „Bad Ratzes“, einer Lokalskizze
von K. Prossliner (Bilin 1895) auf S. 63—65 aus der Umgebung
von Ratzes durch K. Koelbel 22 Chilopoden und 21 Diplopoden
verzeichnet werden, unter welchen letzteren die Angabe von Julus
albolineatus (Luc.) Latz. zu berichtigen ist, da sie sich zweifellos
auf Julus riparius Verh. bezieht. Auch Jul. fulviceps Latz. muss
ich bezweifeln. — Ferner hat Meinert in den „Myriapoda Musaei
Hauniensis“ III 1884 S. 144—45 einen Geophilus austriacus
beschrieben, als dessen Fundort „Razzes“ genannt wird, was ich
hier nebenbei erwähne. —
Fassung von Arten, Unterarten, Varietäten
in der Diplopodenkunde.
Es ist immer das Zeichen höheren Fortschrittes, wenn
in der Systematik der Einzelformen einer Organismengruppe nicht
nur von Arten, sondern auch von Unterarten (-Rassen) und
Varietäten etc. die Rede ist. Solches gilt auch bereits für die
Diplopodenkunde, aber leider nicht allgemein, was hauptsächlich
daran liegt, dass man einerseits manchmal die Formen nicht sorg-
fältig genug untersuchte, andererseits daran, dass man sich zu
wenig darüber klar wurde, wie Arten, Unterarten und Varietäten
zu fassen seien.
Scharfe Grenzen zwischen diesen Categorieen allgemein auf-
zustellen, ist unmöglich, weil sie nicht existiren. Trotzdem müssen
sie im Einzelfall so deutlich als möglich klargelegt und dement-
sprechende Bestimmungen für ihre Fassung getroffen werden.
Für die Diplopoden sowohl wie alle Tracheaten überhaupt muss
der Satz gelten:
Diejenigen Individuengruppen sind als verschiedene
Arten zu betrachten, deren DBegattungsorgane ver-
schiedenen Bau aufweisen.
Ausgenommen sind nur solche Gruppen, welche keine oder
rückgebildete Copulationsorgane besitzen. Hiernach könnte es
scheinen, als läge die Sache sehr einfach. Dem ist aber nicht
so. Einmal variieren nämlich die Copulationsorgane auch bei
Tieren derselben Gegend in gewisser, wenn auch geringer Breite,
ja es sind bei einem Individuum nicht selten kleine Unterschiede
zwischen der links- und der rechtsseitigen Hälfte des Copulations-
apparates bemerkbar. Sodann zeigen manche Arten in weiter aus
einander gelegenen Gegenden schon grössere Unterschiede in
jenen Organen. Wenn sie aber auch nur gering sind, pflegen
sie doch manchmal constant aufzutreten, d. h. bei jedem
') Im Weiteren kurz als „Beiträge‘ angeführt.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 189
Individuum einer Gegend A findet man immer dieselbe kleine Ab-
weichnng von den Individuen einer Gegend B. Handelte es sich
also im ersteren Falle um unbeständige, individuelle Variation,
so liegt im letzteren eine beständige Abweichung vom Typus
vor. Hier tritt schon die Frage auf, soll man im letzteren Falle
von einer besonderen Art sprechen oder nicht! Hier eben muss
der Mittelbegriff der Rasse oder Unterart, mit Anwendung der
trinären Nomenklatur, zu Hülfe genommen werden. Er hat
in erster Linie den grossen Vortheil, dass er sofort die nahe
Verwandtschaft gewisser Individuengruppen vor Augen führt.
Nenne ich z. B. zwei Formen, welche sich äusserst nahe stehen,
Julus abe und Julus def, so weiss ich über deren Verwandt-
schaft noch nichts, nenne ich sie aber Julus abe und Julus abc,
def, so weiss ich sofort, dass beide sehr nahe verwandt sind. Die
Unterarten sind also dort anzuwenden, woessich zwar um
bestimmt und constant unterscheidbare Formen handelt,
aber zugleich um solche, deren morphologische Eigen-
thümlichkeiten nur wenig von der oder den Nächstver-
wandten abstechen. Manche Autoren (und zu diesen gehört auch
der berühmte R. Latzel) haben nur dann verschiedene Arten unter-
scheiden wollen, wenn die betreffenden Thiere, ausser den Copulations-
organen, noch in irgend einem äusserlichen Merkmal von einander ab-
wichen. Das ist aber eine unhaltbare Anschauung, da es ziemlich
viele Arten giebt, (und wie ich und andere Autoren gezeigt haben,
unzweifelhafte) deren Weibchen sich überhaupt nicht unterscheiden
lassen und auch nicht wenige solche Arten, bei denen die Männchen
nur durch die Copulat.-Organe unterscheidbar sind. Ich erinnere
besonders an Julus (Anoploiulus), Julus (Leptoiulus) und
Brachydesmus.
Nunsind aber auchFormen vorhanden, (und hierhabe ich besonders
die Glomeriden im Sinne) welche sich in den Copulationsorganen
nicht oder nur ganz unbedeutend unterscheiden und doch allgemein
bisher als bestimmt verschiedene Arten angesehen wurden, auf
Grund der Farben-, Grösse- und Skulptur-Differenzen.
Nach dem obigen Satze über die Artfassung, welcher doch
zweckmässig consequent durchgeführt wird, ist es aber auch
richtiger, jene Glomeriden nur als Unterarten aufzuführen, so-
dass wir dann in Europa vielleicht nur zwei Glomeris-Arten be-
sitzen, weil nur zweierlei ausgeprägt verschiedene Cop.-Füsse vor-
kommen, nämlich multistriata C.Koch (mit den subsp. multistriata
C. K. und oceultocolorata Verh.) und eine andere europaea
mihi, welche also die subsp. marginata, conspersa, hexasticha,
intermedia, alpina, connexa, pustulata, pulchra, tridentina
u.s. w. zusammenfasst. (Gl. tyrolensis Latz. kenne ich nicht.)
Gl. minima Latz. ist von Brölemann mit Recht zum Vertreter
einer besonderen Gattung, Glomeridella erhoben worden. Nach
dem Gesagten ist folgender Satz zu beachten: Sind Diplopoden
in der Skulptur und Farbe verschieden, so sind sie meistens
190 Dr. Carl Verhoeff:
auch in den Copulationsorganen verschieden, doch braucht
dies nieht immer der Fall zu sein, daher jene ersteren
Verschiedenheiten keine sichere Grundlage für die Auf-
stellung einer besonderen Art abgeben.
Für die Fassung der Diplopoden-Formen lassen sich nun
folgende Regeln angeben:
I. Zwei Individuengruppen sind als Varietäten zu unterscheiden,
wenn sie in den Copulationsorgahen übereinstimmen, aber
a) nur in der Farbe, oder
b) in der Farbe und geringen morphologischen Merk-
malen (Skulptur, Grösse, Gestalt) von einander abweichen.
II. Zwei Individuengruppen sind als Rassen oder Unterarten
(Subspecies) zu unterscheiden,
A. bei Uebereinstimmung in den Copulationsorganen, wenn
sie entweder in ein oder mehreren bedeutönderen!) morpho-
logischen Merkmalen von einander abweichen, mag die Farbe
dabei die gleiche oder eine verschiedene sein, oder in der Farbe
sehr beträchtlich sieh unterscheiden, wenn auch die mörphol.
Differenzen geringe sind,
B. bei Verschiedenheit der Copulationsorgane, wenn
a) keine sonstigen bedeutenden morphologischen Unterschiede
vorliegen und
b) die Unterschiede in den Cop.-Örg. geringe sind, vor Allem
also kein neues Organ oder auch kein besonders auffallender neuer
Örgantheil vorhanden ist, vielmehr der ganze Typus in allen seinen
Haupttheilen gewahrt bleibt.
Gründe zur Aufstellung von Subspecies werden also aus solchen
constanten Abweichungen der Copulationsorgane zu entnehmen
sein, welche Grössenverhältnisse der einzelnen Elemente, Verschieden-
heiten der Gestalt der Elemente, Verschiedenheit der Bezahnung und
dergl. betreffen. — Ein etwas erfahrener Myriopodenforscher wird
hier sehr bald die richtige Einsicht in der Abschätzung der Formen
nach den genannten Grundsätzen gewinnen.
Ich will hier schon bemerken, dass die Varietäten, ins-
besondere die Farbenvarietäten durchaus nicht gleichmässig zu
erklären sind, vielmehr giebt es solche, welche versprengt unter
-der Grundform vorkommen (Aberrationen) und andere, welche auf
bestimmte Gegenden beschränkt sind, (Lokalvarietäten) ferner solche,
welche sich auf eine mehr oder weniger beschränkte Altersperiode be-
ziehen und andere, welche durchs ganze oder doch fast ganze
Leben vorhanden sind. Auf diesem Gebiete müssen noch viele
Beobachtungen angestellt werden, ehe man zu einer umfassenden
Darstellung schreiten kann. —
!) Nur die praktische Formenvergleiehung führt zu einem richtigen Urtheil
über die verwandtschaftliche Bedeutung morphologischer Merkmale.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 191
Kurze Charakteristik der Hauptgruppen.
Classe Diplopoda.
Heteronom segmentirte Tracheaten, deren Genitalgänge vorne
am Körper, hinter dem 2. Beinpaare münden. Die Rumpfsegmente
sind, ausser den 4 ersten und dem letzten, aus zwei Ursegmenten
zusammengesetzt, welche fast immer ventralwärts zwei Beinpaäare
tragen. Stigmen münden ventralwärts an jedem Doppelsegmente
in zwei Paaren. Meist sind Tracheentaschen vorhanden. Tracheen-
commissuren fehlen. —
A. Unterklasse Pselaphognatha.
7. Rumpfdoppelsegment ohne Copulationsfüsse, vielmehr mit
normalen Laufbeinen. Auch am Hinterende des Körpers keine
Copulationsfüsse. Hautskelett weich, mit auffallend langen, mannig-
faltig gestalteten Haargebilden. Kein deutliches Gnathochilarium.
13 Beinpaare und 11 Rumpfsegmente. Tracheen verzweigt.
Fam. Polyxenidae. (Europa, Afrika.)
B. Unterklasse Chilognatha.
Entweder das 7. Rumpfdoppelsegment mit ein bis zwei Paaren von
Copulationsfüssen, oder ein bis zwei Paare solcher am Hinterende
des Körpers. Hautskelett durch eingelagerten Kalk hart, ohne jene
auffallenden Haargebildee Meist ein deutliches Gnathochilarium,
selten ein rudimentäres. Wenigstens 17 Beinpaare und 13 Rumpf-
segmente. (Bei 13 Rumpfsegmenten sind 1 oder 2 etwas verwischt.)
I: Ördnung Opisthandria.
Copulationsorgane des Männchen vor dem Hinterende des
Körpers am vorletzten oder vorletzten und drittletzten Rumpfsegmente
gelegen. Paarige Wehrdrüsen fehlen. Tracheen verzweigt. Pleuren-
platten deutlich ausgebildet. 13, 19 oder 20 Rumpfsegmente.
1. Unterordnung Oniseomorpha.
Mit 13 Rumpfsegmenten, von denen das 2. und 3. häufig
(Glomeridae) theilweise verschmolzen sind, seltener auch noch
das 11. und 12. (Gervaisia, Glomeridella). Körper vorne und hinten
breit: 1. Rückenplatte (Collum) im Verhältniss zu den übrigen recht
klein, letzte (13.) Rückenplatte sehr breit.
MID Dr. Carl Verhoeff:
Fam. Glomeridae!) und Sphaerotheriidae.
(die letztere nicht in Europa.)
2. Unterordnung Limacomorpha.
Mit 19—20 Rumpfsegmenten, von denen das 1. eine Rücken-
platte besitzt, die nicht viel kleiner ist als die 2.; letzte Rücken-
platte klein.
Fam. Glomeridesmidae (Sumatra, Central- und Süd-Amerika).
II. Ordnung Proterandria.
Copulationsfüsse des Männchen am 7. Rumpfsegmente gelegen,
aus einem (vorderen) oder beiden Paaren von Anhängen entstanden.
Bisweilen ist das hintere Paar reducirt. Selten ist auch noch das
hintere Gliedmaassenpaar des 6. oder das vordere des 8. Rumpf-
doppelsegmentes zn Copulationszwecken umgewandelt. Oft sind die
Ventralplatten mehr oder weniger stark am Copulationsapparat be-
theilist. Paarige Wehrdrüsen fehlen oder sind vorhanden. Tracheen.
unverzweigt. Pleurenplatten höchstens angedeutet, niemals ganz
frei, meist völlig verschwunden. 19 — viele Rumpfsegmente,
1. Unterordnung Colobognatha.
Mandibeln und Gnathochilarium mehr oder weniger rudimentär,
Kopf auffallend klein, Antennen aber verhältnissmässig gross.
Männchen mit 8 Paar Laufbeinen vor den Copulationsfüssen. Letztere
erinnern noch stark an normale Beine nnd sind mehrgliedrig (4—5 gl.).
!) AufGervaisia hat neuerdings Silvestri [und nach ihm auch ©. F. Cook]
eine besondere Familie gegründet, was aber gänzlich falsch ist, da ihre nahe
Verwandtschaft mit Glomeris unverkennbar. Latzel hat das bereits klar und
sorgfältig dargelegt. Es müsste in Silvestris Familie „Gervaisidae“
(ef. I Diplopodi, Parte I Sistematica, Genova 1896 S. 86-88) übrigens auch
Glomeridella Aufnahme finden, an deren naher Verwandtschaft mit Glomeris
doch Niemand zweifeln wird! Aber S. stellt sie fälschlich zu (seinen!)
Glomeriden und behauptet S. 83: „Tergitum ultimum subevanidum‘“
(Glomeridella). Das ist aber grundfalsch, da nicht die letzte, sondern die
vorletzte Dorsalplatte in Verkümmerung begriffen ist. (Segmentsprossungs-
gesetz!) Ganz unverständlich ist es auch, dass O. F. Cook (ef. Brandtia,
A series of occasional papers on Diplopoda. New York 1896, X, „An american
„Glomeroid“ S. 45), ausser den „Gervaisiiden“ noch Glomeridelliden in
die Welt setzt. Danach darf man gegen seine Onomerididen auch miss-
trauisch sein! Während nun Cook seine Gruppen sonst besser zu begründen
pflegt, (überhaupt sorgfältiger arbeitet) ist Silvestri in Bezug auf Gruppen-
macherei ziemlich an der Grenze der vorstellbaren Leistungsfähigkeit in
dieser Hinsicht angelangt.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 193
Fam. Siphonophoridae, Platydesmidae, Polyzonidae
und Siphoniulidaet). (Nur die Polyzonidae mit den Gattungen
Polyzonium und Hirudisoma und Platydesmidae mit Dolis-
tenus sind in Europa vertreten. Platyzonium ?)
2. Unterordnung Helminthomorpha?).
Mandibeln und Gnathochilarium wohl entwickelt. Kopf von
normaler Grösse, Antennen nicht unverhältnissmässig gross.
Männchen mit 7 Paar Laufbeinen vor den Copulationsfüssen. Leztere
erinnern nicht mehr stark an gewöhnliche Beine und sind nicht
deutlich mehrgliedrig (höchstens 2-gliedrig).
Diese Diplopodengruppe ist die bei weitem schwierigste von
allen. In ihr hat neuerdings O.F. Cook (The Craspedosomatidae
of North America S. 8 etc.) als 4 besondere „Ordnungen“ die
Merocheta, Anocheta, Diplocheta und Monocheta unter-
schieden. Andere Autoren haben „Unterordnungen“ geschaffen, wie
Chordeumoidea, Juloidea etc., welche meist nichts anderes sind
als andere Benennungen für alte Familiennamen. Sie müssen
weiterer Prüfung anheimgestellt werden.
Ich kann nicht unterlassen, an dieser Stelle ernstlich vor dem
Aufstellen systematischer Gruppen mit schlechter Begründung zu
warnen, da sie nur Verwirrung anrichten. Die Sache bleibt allemal
das Wichtigste, die Namen allein nützen nichts. Silvestri ist in
dieser Hinsicht besonders zu tadeln, da er mancherlei überflüssige
Namen creirt hat, so z. B. „Trachysomidae“, „Haplosomidae“,
„Pseudoannolenidae* etc. Wären die Formen Trachysoma und
Haplosoma wirklich so hervorragend ausgezeichnet, um eine neue
Familie zu rechtfertigen, so hätten doch schon Attems und
Verhoeff, welche dieselben entdeckten, je eine besondere Familie
aufstellen können, statt dessen thut es Herr Silvestri, der diese
Thiere gar nicht kennt!
Folgende Tabelle diene zur Uebersicht der unzweifelhaft be-
rechtigten Familien:
a) Rumpf!) aus 19—20 Segmenten bestehend. Ocellen fehlen
immer, Copulationsfüsse nur aus dem vorderen Gliedmaassenpaare
des 7. Segmentes gebildet, Ventral- Pleural- und Dorsalplatten ver-
SEE Fe a ea aan, Burnaikee
aa) Rumpf aus wenigstens 26 Segmenten bestehend. Ocellen
vorhanden (meist) oder fehlend. Copulationsorgane meist aus beiden
Gliedmassenpaaren (aber oft auch noch andern Theilen) des
7. Rumpfsegmentes gebildet, bisweilen aber nur aus dem vorderen.
Ventralplatten bald frei, bald verschmolzen, Pleuralplatten nie
ganz frei a I Re I ER GAR Werde c)
!) Ob diese 4 Familien berechtigt sind, vermag ich nicht zu entscheiden,
setze aber Zweifel darin.
2) Fälschlich haben mehrere Autoren diesen die Colobognatha subordinirt,
obwohl schon Latzel mit richtigem Blicke vorangegangen war.
Arch, f. Naturgesch. Jahrg.1896. Bd. I. H. 3, 13
194 Dr. Car Verhoeff:
b) Körper verkürzt und asselähnlich, fast in eine Kugel ein-
rollbar.
Fam. Sphaeriodesmidae. (Mittel- und Südamerika.)
bb) Körper verlängert und in eine Spirale einrollbar.
Fam. Polydesmidae. (In allen Welttheilen.)
|Diese Familie ist ohne Grund in mehrere zersplittert worden.
Gründliche weitere Untersuchungen müssen erst zeigen, ob ein Theil
derselben als Unterfamilien haltbar ist. Total unnatürlich sind
die Haplosomidae Silvestris.]
c) Rumpf aus 26, 28, 30 oder 32 Segmenten zusammengesetzt.
Ventralplatten frei. Wehrdrüsen fehlen. Penes fehlen. Aus-
stülpbare Coxalsäckchen kommen höchstens an vereinzelten
Segmenten vor.
Fam. Chordeumidae.
(Besonders in Europa und Nordamerika stark vertreten.)
[Auch hier ist eine überflüssige Zersplitterung in mehrere Familien
vorgenommen worden.]
ce) Rumpf aus 40 und mehr Segmenten zusammengesetzt.
Ventralplatten frei oder verschmolzen. Wehrdrüsen immer vor-
handen. Penes fehlen oder sind vorhanden . . ......d)
d) Ventralplatten immer frei. Penes fehlen. Pleuralplatten
nicht angedeutet. Ocellen klein in einem Häuflein jederseits.
Stipites Gmathochilari am Grunde weit getrennt. Copulationsorgane
aus einem Gliedmassenpaare entstanden.
Fam. Lysiopetalidae. (Europa und Nordamerika.)
dd) Ventralplatten immer frei. Pleuralplatten mehr weniger
gutangedeutet. Penes vorhanden, zweigliedrig, lang vorstreckbar,
mit unpaarer Samengangöffnung'). Ocellen gross, jederseits nur
1—2. — Stipites Gnathochilarii am Grunde weit getrennt.
Fam. Stemmatoiulidae.
(Centralamerika, Ceylon, Kamerun, Liberia.)
ddd) Ventralplatten immer verschmolzen, Pleuralplatten ebenso.
Penes vorhanden, kurz, nicht mit unpaarer Samenöffnung. Ocellen
jederseits in einem Haufen. Stipites Gnathochilarii am Grunde ge-
trennt.
Fam. Spirostreptidae.
[Auch diese Familie ist ohne zureichende Gründe in mehrere
zersplittert worden.]
(Tropen und Subtropen. Fehlen in Europa.)
dddd) Ventralplatten meist verschmolzen, -Pleuralplatten immer.
Penes vorhanden, kurz, mit doppeltem Samengang und Oeffnungen,
ungegliedert. Ocellen meist jederseits in einem Haufen, nicht selten
!) Der „Conspeetus Subordinum“ auf S. 31 der „J Diplopodi, Sistematica“
Silvestris ist bei a, b, nicht einmal contradietorisch !
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 195
verwischt, noch seltener völlig fehlend. Die Stipites Gnathochi-
larii stossen am Grunde auf breiter Strecke an einander.
Fam. Julidae.
(Europa, Nordamerika und wohl auch noch weiter.)
[Die Abtrennung von Isobates zu einer besonderen Familie ist
nicht gerechtfertigt.]
Tiroler Diplopoden.
Im Folgenden habe ich mir die Angabe des Fund-Datums meist
erspart. Es genügt hier anzugeben, wann ich die Umgebung der
folgenden Orte besucht habe. Innsbruck 18. IV. Bozen 20 bis
26. IV. Trient und Val Sugana 27. und 28. IV. Roveredo
30. IV. und 1. V. Arco 3.—9. V. Monte Baldo Altissimo
7. V. Salö 10., Desenzano -Peschiera 11. und 12. V. Riva
13. V. — Meine früheren Untersuchungen, welche in den „Beiträgen
zur Diplopoden-Fauna Tirols‘ 1894 ausgearbeitet wurden, fallen in
die 2. Hälfte des August und Anfang September, woraus sich
manche Verschiedenheiten in meinen einstigen und jetzigen
Funden erklären. —
Vertreten sind die Familien: Polyxenidae, Glomeridae,
(Polyzonidae?), Polydesmidae, Chordeumidae, Julidae.
[Diese alle kommen auch im politischen Deutschland vor.]
Fam. Polyxenidae.
Polyxenus lagurus L. Von mir gesellig in einer Höhe von
1600—1700 m auf dem Monte Baldo gef. Sonst: Trentino (Ca-
nestrini), Achensee und Sterzing (Latzel).
Fam. Glomeridae.
1. Glomeris europaea connexa O.K. var. alpina Latz.
12, 15mm. Kalterer See unter Steinen: Flecken der 2 mittleren
Reihen getrennt und etwas grösser als die der 2 seitlichen Reihen,
1 durchlaufende Brustschildfurchke. — Eggenthal b.,Bozen 1 8,
17 mm, mit grossen Flecken der zwei mittleren Reihen, sodass
2 Längsbinden entstehen; 1 durchlaufende Furche. 1, 16!/; mm,
mit schwachen und dunkeln Flecken, namentlich die mittleren.
2. Gl. europaea conspersa C. Koch (genuina).
Monte Baldo 32 2 8 unt. Steinen. Caldonazzo (Val Sugana)
1%. Salö a/G. 42 2d unter Laub. Mori 2% u. $t.2)
2a. Gl. europaea conspersa C.K. var. bitaeniata Bröl.
1 2, 18 mm, Pergine u. St. — Grundfarbe rothbraun wie bei der
genuina, aber die schwarze Rückenmittellinienbinde von Flecken
fehlt.
!) Vergl. die sorgfältige Arbeit von O. F. Cook: „Stemmatoiulus as an
Ordinal Type‘‘, Entomology, American Naturalist. Dee. 95.
2) u.L. = unter Laub, u. St. = unter Steinen.
13*
196 - Dr. Carl Verhoeff:
Brölemann hat diese Form als eine besondere Art beschrieben.
Das ist aber nicht gerechtfertigt, da sich keine greifbaren und con-
stanten morphologischen Merkmale auffinden lassen.
3. Gl. europaea tridentina Latz. Sarnthal b./Bozen 1%,
20 mm, sehr dunkles Exemplar mit 4 ziemlich verwischten Längs-
reihen rothbrauner Flecke (l. c. gab ich 1 Ex. von Meran an. Die
Art ist anscheinend selten).
4. Gl. europaea hexasticha Bra. var. irregularis mihi.
Sarnthal u. St. 12, 171), mm. Am Brustschild läuft keine Furche
durch, jederseits 4 stufenweise verkürzte Furchen. Grundfarbe
gelblichbraun. Ausser vielen schwarzen unregelmässigen Sprenkel-
fleckchen findet sich jederseits der Rückenmitte ein Längsband
schmaler, unregelmässig begrenzter, schwarzer Längsflecke. Ausser-
halb dieser ein etwas breiteres Längsband gelbbrauner Flecken,
aussen von diesen wieder ein unregelmässiges Längsband schwarzer
Flecken. Im Gelbbraunen stehen noch weiter aussen Häufchen
schwarzer Spritzflecken, doch kommt keine regelmässige Längs-
fleckenbinde zu Stande. — Die gewöhnliche äusserste der 3 jeder-
seits bei hexasticha sonst vorhandenen schwarzen Fleckenlängs-
binden ist also theilweise (hinten) verschwunden, theilweise (vorne)
in Spritzfleckchen aufgelöst. Auch ausserhalb der äusseren (3.) Binde,
die hier also verwischt ist, steht vor dem Seitenrande, an den 6 auf
den Brustschild folgenden Dorsalplatten noch ein Häufchen von
schwarzen Spritzfleckchen. Auch der Analschild ist unregel-
mässig schwarz bespritzt, besitzt aber doch die 2 grossen, gelb-
braunen, runden Flecke. —
5. Gl. europaea pustulata Latz. (genuina).
Riva, unter dem Abhang der Rocchetta u.St. 42 3 d, Loppio
1 2, Desenzano 1 d& — Arco, Olivenwald u. St. 6 2, 1 junges 2 mit
2-+ 9 Rumpfsegmenten von 4 mm, hat erst recht blasse Flecken.
Chiarana b./Arco, Olivenwald 18. Salö 12 3d. Eggenthal 25,
1 ja. 2 mit 2 + 9 Rumpfsegm. von 3°/, mm hat wieder blasse Flecken.
Ist im Eggenthal häufig und auch gesellig an ziemlich trockenen
Stellen zu finden. Ponalstrasse b./Riva, an Felsen kriechend, auch
theilweise in praller Sonne 22 7G. Sarnthal u. St. 5%. Bozen 22.
Varoneebene b./Riva 1 2 mit kleinen Flecken, zur var. pseudo-
marginata überleitend. Roveredo, Lenothal 18 42, Mori 322 298,
grösstentheils gesellig unter grossen Steinen an dürrem Abhang. —
Ich habe überhaupt den Eindruck gewonnen, dass bei Glomeris die
Männchen kleiner sind als die Weibchen, will aber folgenden
Beweis aus je 29 gemeinsam gefundenen Exemplaren führen:
22: 12,, W/a,.112%,, 1%. 113/07, Us 12,0 1 Dee,
101/,,. 8%5,:111/s:'10, 11,10, 10,, 10%,, 15, 12.780208 212
8, 9'/, 7'/, mm; %
Id: 8, NY, 1018, -2,:1017,,.10%,, 10,709 BRUT
I, N/o, Is, g, 8, 10, 81%, 11, 9, 71y,, 61/5, Tlp, 6lys, 9,
7:/4, 114mm;
Also messen 29 2 zusammen 290 mm,
29 a 255 mm.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 197
Noch lebend besitze ich: von Arco 14, von Eggenthal 16 Ex.,
darunter 18 2 und 12 3, welche sich in meiner Heimath (Bonn) in
Gläsern mit feuchtem Sande bei morschem Buchen- und Erlenholz
als Nahrung sehr gut gehalten haben.
Var. continua mihi. Salö 1 £: Während bei der typischen
Form die 10. Dorsalplatte klein-, die 11. und 12. gar nicht gefleckt
sind, ist hier die 10. gross-, die 11. und 12. kleingefleckt!),
alle übrigen Flecken gross und stark in die Quere gezogen.
Var. pseudomarginata mihi. Die Flecken sehr trübe, klein
und theilweise erloschen, am deutlichsten noch am Analschild.
Arco, unter den Felswänden 12, 13, 1d, 6!1/;, mm. —
Ausser den hier aufgeführten Exemplaren habe ich noch viele
andere gefunden, welche ich nicht alle mitnehmen konnte. Bei
einigermassen feuchtem Wetter laufen die Thiere bei Tage sehr
viel an Felsen umher. Im Ganzen sind sie überhaupt Freunde
offener, d.h. unbewaldeter oder doch nur sehr licht bewaldeter
Plätze, welche auch eine gewisse Trockenheit ertragen. Bei Arco
kletterten sie bei Tage theils auf trockenen Felsen in der Sonne,
theils im Schatten an Stellen, wo von den Felsen Wasser
ohne Tropfung kaum merklich herabflos. Die Beobachtung
OÖ. vom Rath’s?), dass auch ausgewachsene Glomeris sich
häuten, kann ich bestätigen. Von meinen Zuchtthieren fand
ich am 8. VI. frisch Gehäutete in Sandkämmerchen (ohne Ge-
spinnst) und dabei manchmal Exuvien mit 3+9, mehrfach aber
auch solche mit 3 + 10 Rumpfsegmenten (also Erwachsene gehäutet).
Durch Beobachtung isolirter Individuen stellte ich fest, dass sie
ihre Exuvien nicht fressen, denn dieselben fand ich nach
Wochen noch unberührt. Ebensowenig konnte ich finden, dass
Thiere mit blassgelber Färbung mit der Zeit eine intensivere, etwa
orangene oder gar rothgelbe Färbung annehmen. Vielmehr blieb
ein Individuum, das sich 20. Juni häutete, blassgelb bis jetzt
(20. Juli). Die Verschiedenheit der Intensität der gelben oder rothen
Färbung ist also wirklich Variation.
Die Glomeris geben bei Reizung nicht nur aus den medianen
Stellen der dorsalen Zwischenhäute (ausser hinter und vor dem
Brustschild und vor dem Analschild), sondern auch aus dem
After eine wasserhelle Flüssigkeit, nur bei einem 2 fand ich die-
selbe trüb-milchig, wohl krankhaf. An den medianen, dorsalen
Drüsensecretstellen bemerkt man beim lebenden Thiere ein
dunkles Fleckchen und darin einen deutlichen, queren Schlitz
(Secretionsstelle der Drüsen und Austrittsstelle des Blutes), dicht
hinter dem Hinterrande und über dem Vorderrande der Dorsal-
platten?). Diese Stellen liegen also in den Zwischenhäuten. Man
sieht sie nur, wenn sich das Thier zusammenkugelt. —
1!) Der Brustschild ist immer als 2. + 3. Dorsalplatte zu zählen.
2) Biologie der Diplopoden. Freiburg 1891.
3) Vergl. meinen Aufsatz: Ein Beitrag zur Kenntniss der Glomeriden.
Verh. d. nat. V. f. Rheinl. u. Westf. Bonn 1895.
198 Dr. Carl Verhoeff:
Da ich im Ganzen 792 und 60 d mitbrachte, so scheinen die
letzteren etwasin der Minderzahl zu sein. Die jüngsten Entwicklungs-
stadien müssen sehr verborgen leben, da ich von ihnen nichts ge-
sehen habe. Ich hoffe durch Zuchtversuche Weiteres in Erfahrung
zu bringen. —
6. Gl. europaea, (trans)alpina C. K.
Von mir in Südtirol nicht beobachtet.
Vergl. meine „Beiträge“ l.c. S.9, 1893. (Sulden, St. Valentin.)
Anmerkung 1. Gredler und Latzel führen noch Glom.
tirolensis Latz auf, sowie multistriata C.K. und hexasticha
Bra. (genuina),. Gl. guttata Risso möchte mit Vorsicht auf-
zunehmen sein. (Nur von dem nicht sehr glaubwürdigen Fedrizzi
angegeben.) Gl. cingulata C.K. gehört als var. zu (trans)alpina.
Die Angabe von marginata ist zweifellos auf meine pustulata,
var. pseudomarginata zu beziehen.
Anmerkung 2. Von „Bad Ratzes“ S. 64 (K. Prossliner in
Bilin) hat K. Koelbel auch die tridentina und multistriata an-
gegeben.
Anmerkung 3. Die Gattung Glomeridella Brölemann ist
sowohl in den Ostalpen als in der Normandie vertreten, aus Tirol
aber bisher nicht bekannt, desgleichen nicht Gervaisia, —
Fam. Polydesmidae.
1. Polydesmus tridentinus Latzel. [Syn. bigeniculatus
Bröl.]
Von dieser Art besass Latzel (l.c. S.141) nur 1d. Ich fand,
dass sie in Südtirol im Frühling häufig ist uud an vielen Orten
vorkommt:
Kalterer Seebecken u. St. und L. 18, 10mm, 1%, 13 mm.
Pullu VI 32 23, VI 12 18. Roveredo, Lenothal u. St. 4d
10%. Caldonazzo 28, Pergine am Rande einer Wiese an nassem
Bachufer u. St. 25, 9mm. Insel im östlichen Loppio-See 162 108,
u.L., Pull. VII 2, 8!1/;, mm, d reif, 10 mm. Ich beobachtete mehr-
mals Copulationen. Am Seeufer 1d, 9%/,, 3%, 81/,—91/, mm, unter
Genist und Steinen. Riva an einer Quelle unter der Rocchetta 12
18, beide 9!1/, mm in Copula. Varone an einem Wasserlauf 28
12, Varoneebene u. St. 13. Arco im Olivenwald u.St. 18, u.L.
1, Chiarana b./Arco an einem Wasserlauf u. nassen St. 25 38,
Ponalschlucht b./Riva, am Ponalbache u. St. und zwischen Genist
113 72 (2mal Copula). Salö an einem Wasserlauf 62 4d. —
Die Männchen sind im Durchschnitt kleiner als die Weibchen, an
Zahl fand ich also: 468 und 582. —
In Fig. 36 habe ich eine richtige Abbildung eines Copulations-
fusses gegeben, da diejenigen, welche Brölemann auf Taf, I Fig. 5
seiner „Üontributions & la faune myriapodologique mediterrandenne“
II. Note, Lyon 1892 lieferte, sämmtlich unrichtig sind, wie ich durch
Vergleich mehrerer von ihm erhaltenen Exemplare mit meinen Süd-
tirolern sicher festgestellt habe. Die Cop.-Füsse dieser Art hat
Latzel nicht abgebildet, aber 1. ec. S. 140 ganz zutreffend be-
Beiträge zur Kenntuiss paläarktischer Myriopoden. 199
schrieben. Sie sind so charakteristisch, dass ich sie selbst in den
Figuren Brölemann’s gleich wieder zu erkennen glaubte.
Der Stachel (sta.) in der proximalen Krümmung ist sehr stark;
gerade und spitz und kommt übereinstimmend vor bei den Thieren
der Lombardei und Tirols. In letzterem Lande fand ich hinter der
distalen Krümmung kein deutliches Zähnchen,
var. bigeniculatus Bröl. besitzt dagegen dort das Zähnchen
z 1, übereinstimmend in 2 Praep., die ich nach Exemplaren B. s her-
stellte. Uebrigens stimmen meine Thiere auch in Grösse und Skulptur
mit denen B.s überein.
2. Pol. illyricus Verhoeff.
Kalterer Seebecken 1, Pull. VII 13. Pergine an feuchter Stelle
u. St. 15, 25 mm, mit leicht aufgebogenen vorderen Segmentflügeln.
Innsbruck unter Rinde eines Fichtenstuckens Pu. VI 12 28. —
3. Pol. edentulus C. Koch (Grundform).
Die neuerdings gesammelten Thiere entsprechen durchaus der
Fig. 2, welche ich in No. 477 des Zool. Anzeigers 1895 in den
„Aphorismen etc.‘ zum Unterschiede von der östlichen subsp. biden-
tatus Verh. gegeben habe.
Pergine u. St, an einem Pächlein 74, z. B. 131/,, 12Y,, 121/,,
12: mm. 932, 2. B., 101,4, 10, 12%/,,.13Y/,, 14, 111/,, 12%/, mm.
Pull. VT 42 48.
Bozen, Eisackufer 13, 13 mm, 12, 14 mm, u. St.
Loppio am Seeufer u. St. und Genist 32, 161/,—17 mm.
Riva, unter der Rocchetta 12, 19!/, mm. Deutschenofen 1%,
18 mm.
Eggenthal u. St. und Holz 38 72, d 17—18, 2 16—17 mm
(mehrfach nahe am Bache).
Sarnthal u. L. und faulenden Brettern 85 22.
Chiarana b./Arco an einer Wasserleitung im Olivenwalde unter
bröckligen Steinen 19, 18mm, 12, Pu. VI 6d. 121/,—13 mm.
Ponalschlucht b./Riva, am Bache zwischen Steintrimmern 26,
211) mm, 18 20, 42 19—21!/y; mm. Pu.VI 18 (1 Copula.)
Arco an einer Felsenquelle Pu. VII 22. —
Nach der Oertlichkeit schwankt diese Art also auffallend in
der Grösse, indem manche Erwachsene der einen Gegend nur so
gross sind als Pulli VII einer anderen.
Die Geschlechter sind durchschnittlich gleich gross. Im Ganzen
gefunden: 348 und 35 2.
4. Pol. denticulatus C. K. Sulden. (Verh. l.c.) Ratzes
(Koelbel).
Anmerkung 1. Auch jetzt habe ich (so wenig wie früher)
in Mittel- und Südtirol irgend ein Stück von Pol. complanatus
zu Gesicht bekommen. Ob var. monticola Latz. wirklich zu diesr
Art gehört, kann ich nicht entscheiden. Jedenfalls ist Tirol im
Vergleich zur Lombardei arm an Polydesmus-Arten. —
5. Brachydesmus superus Latzel.
In Fig. 37 und 38 gab ich Abbildungen der Copulationsfüsse
200 Dr. Carl Verhoeff:
zweier verschiedenen Individuen von verschiedenen Seiten gesehen,
woraus man die individuelle Variation ersieht. Meine in den „Bei-
trägen zur mitteleuropäischen Diplopoden - Fauna‘‘ (Berl. entom.
Zeitschr. 1891) aufgestellte var. mosellanus lasse ich hiermit
wieder fallen, denn Latzel’s Figur 69 1. c. ist unrichtig, da er
insbesondere die feine, bezähnelte Kante (r meiner Fig. 37 und 38)
einfach fortgelassen hat. Ich habe Individuen von Tirol, Ungarn,
Frankreich und Deutschland verglichen und finde sie überein-
stimmend. (Meine entgegengesetzte Angabe im „I. Aufsatz‘ ist
irrthümlich.) Alle besitzen die feine Zähnchenkante, welche aber
bei gewisser Lage der Cop.-Füsse nicht oder nur schwer zur An-
schauung gelangt. Brölemann glaubte meiner var. zustimmen zu
können (brieflich), ich selbst halte sie nicht mehr aufrecht.
Kalterer Seebecken: 202, 158, Pull. VI (188.) 82 16, 51/,,
VI®2 5, 51, 54, 6Mm.' Reife 2: 71%, 7Ti/s,) 71), 71), mm.
„ d: T, 73/4 T1/s, 6°/,, 8 mm.
22 Ex. davon befanden sich unter einem grossen, tiefliegenden Stein
in feuchter Lehmerde. Auch 1 Copula.
Bozen, Eisackufer, weissliche Stücke, 1$9mm. 1%, Pu. VI4&
1%, 1 Copula, & 71%, 2 52/; mm. Daselbst ferner in Copula auf-
fallend hellbraune Stücke, unter Genist d 8, 2 8!/;, mm, im Ganzen
davon 28 52.
Chiarana b./Arco, am Wasserlauf u. St. 12; Halbinsel Sirmione
im Olivenwald 18 u. St. —
6. Strongylosoma italicum Latzel.
Die Copulationsfüsse habe ich vollkommen mit denen von Exem-
plaren aus der Pariser Gegend, welche ich meinem Collegen Bröle-
mann verdanke, übereinstimmend gefunden.
Arco, am Fusse der Felswände u.L. 16.
Chiarana, Olivenwald u. St. 18 2%, Pull. VO 12. —
Anmerkung. Die Angabe von Str. pallipes Oliv. ist sicher
falsch, bez. auf italicum anzuwenden. —
Fam. Chordeumidae.
l. Craspedosoma Rawlinsii (Leach) Latzel subsp. simile
Verh. Bereits in den „Aphorismen zur Biologie, Morphologie, Gat-
tungs- und Art-Systematik der Diplopoden“ (Zool. Anzeiger 1895,
No. 476—478) habe ich die Unterschiede zwischen der westlichen
Form Rawlinsii simile und der östlichen Rawlinsii in der
Hauptsache angegeben. Ich kann das durch neuere Untersuchungen
vollkommen bestätigen.
Die Tiroler Thiere gehören zur subsp. simile.
Nach dieser will ich den Copulationsapparat genauer aus-
einandersetzen, da alle bisherigen Beschreibungen theils unrichtig,
theils ungenau sind. Es geschieht dies auf Grund vergleichender
Studien, die ich weiterhin genauer behandle. — (Vergl. Fig. 44,
45, 49—53 und 71—74.) |
* *
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopodeu. 201
Vorderes Segment des 7. Rumpfdoppelringes.
Wir haben zu unterscheiden:
1. die Ventralplatte und 2. die Greifhaken.
Die Ventralplatte zerfällt wieder in drei Theile,
einen unpaaren mittleren, das Stammstück, und zwei laterale,
die Spermaaufnahmeeinrichtungen mit dem Grannen-
apparat. Das Stammstück (Fig. 44) ist ein gedrungenes, endo-
skelettales, 4-armiges Gebilde, das in der Mediane liegt. Von den
4 Armen sind drei nach hinten gerichtet, nur einer nach vorne.
In seiner Mediane erhebt sich das Stammstück zu einer nach innen
vorragenden Kante, (ein Theil derselben ist bei 1 Fig. 44 seitlich
vorragend gezeichnet), welche auch allein von oben sichtbar ist,
wenn man den Copulationsapparat sammt seiner Muskulatur frei
präparirt hat (ab c Fig. 71). Das Stammstück ist eben dazu be-
stimmt, einer kräftigen Muskulatur, nämlich den Convergenz-
muskeln (m Fig. 71), welche von hier jederseits zur Tracheentasche
(oder Stütze) der Greifhaken gehen, zum Ansatz zu dienen und
diese Muskulatur überzieht das Stammstück so, dass nur die Median-
kante sichtbar wird. Nach unten (aussen) ist von ihm überhaupt
nichts zu sehen, da die beiden Spermalapparate in der Mediane
aneinanderstossen. Streng genommen ist es daher auch kein Stück
der ursprünglichen Ventralplatte, sondern eine Neubildung,
die aber von dieser aus stattgetunden hat. In Fig. 44 erkennt
man einige Sehnenfaserbüschel, welche an den 3 hinteren Armen
sitzen und zu den Convergenzmuskeln gehören. Die Kante des
Stammstückes liegt mit ihrem mittleren Theile ungefähr horizontal,
(die Muskeln treten jederseits in der ganzen Länge an sie heran)
vorne und hinten aber krümmt sie sich zur Ventralseite herab, so
dass sie im Ganzen beinahe einen Halbkreis beschreibt. [Nur bei
einem Exemplar vom Eisackufer habe ich auf der nach unten ge-
richteten Kante einen merkwürdigen, hellen Anhang, b Fig. 44,
beobachtet, ein Bläschen, welches in eine Spitze ausläuft und auf
einem dünnen Halse sitzt, welcher aus einem Porus hervorkommt.]
Die Spermalapparate sind die stark umgewandelten Theil-
hälften der eigentlichen vorderen Ventralplatte. Sie berühren sich
in der Mediane auf breiter Strecke (ac Fig. 71) und sind innen
durch eine Haut mit dem Stammstück verbunden (Fig. 49). An
ihnen unterscheide ich folgende Theile:
a) das Pseudoflagellum,
b) die Hauptplatte,
c) den Grannenapparat,
d) die Spermablasen.
Die Pseudoflagella (psf) sind rinnenartig ausgehöhlte, nach
aussen divergirende (Fig. 71) Fortsätze der Hauptplatten, welche
sich allmählich gegen das Ende verschmälern und dabei zarter und
heller werden.
Die Hauptplatten (P), durch eine Kante gegen die Pseudo-
flagella abgesetzt, sind vorragende, am Ende abgerundete, fast vier-
202 Dr. Carl Verhoeff:
eckige Lappen (b Fig. 49, P Fig. 72), welche den Grannenapparat
tragen.
Der Grannenapparat, welcher bei der Copula offenbar zur
Reizung des ? dient, indem er in die aufgeblähten Vulven eindringt,
besteht jederseits aus zahlreichen (ca. 35—40) Grannen (g) von
schön hellgelbem, strukturlosem Chitin. Jede Granne verschmälert
sich ganz allmählich von der Basis zum Ende und ist an letzterem
abgerundet. Es giebt 2 Hauptgruppen von Grannen, deren eine
vordere in einer Reihe auf einer Kante (gk Fig. 71 und 72) der
Hauptplatte, deren andere hintere in einer Gruppe an der Basis
derselben steht. Ausserdem gehen drei zarte, mit feinen Papillen
oder Knöpfchen besetzte Fortsätze (po, pol, po2), sowie ein
zweiköpfiger Fortsatz kn von der Hauptplatte aus und stehen neben
oder zwischen den Grannen.
Die Spermablasen («£ Fig. 49, y Fig. 71), in welche die
Rinne der Pseudoflagella mündet, sind zartwandige und durch Ein-
schnürungen in 3—4 Abschnitte abgesetzte, sackartige Einstülpungen
an der Basis der Hauptplatten und von diesen bedeckt. In der
Mediane sind die Blasen beider Seiten durch eine zarte Wandung
(w Fig. 49) getrennt. Im Grunde jeder Spermablase gelangt man
zur Oeffnung eines Querkanals (Qu Fig. 74), welcher nach aussen
zieht und von Zellen umgeben ist, welche mir drüsiger Natur zu
sein scheinen. Wieder am Ende dieses Querkanals mündet ein
denselben an Durchmesser übertreffender, reichlich mit Drüsenzellen
besetzter Drüsenkanal ein (dr Fig. 74), dessen Ende jederseits in
dem Hohlraum der Ventralplatte des hinteren Segments des
7. Rumpfdoppelringes liegt und dort besonders reichlich mit Drüsen-
zellen besetzt ist.
Diese paarigen Drüsen entsprechen physiologisch den Prostata-
Drüsen der Juliden und mögen ebenfalls so bezeichnet werden. Sie
sind ihnen nicht homolog, da sie zum vorderen Segment des
7. Ringes gehören, wohl aber homodynam, da offenbar in beiden
Fällen eine Umwandlung drüsiger Coxalsäcke vorliegt.
Dieselben brauchen nur weiter in die Tiefe zu rücken und ihr
proximales Stück zu einem Kanal zu verengern, so ist die Um-
wandlung fertig. Bei der sehr starken Veränderung der Vorder-
anhänge sind bei Craspedosoma auch die Ausmündungsstellen
nach der Mediane verschoben und in die Ventralplatte gerückt.
Da nun auch am hinteren Segmente Prostata-Drüsen vor-
kommen, so haben wir dieselben als vordere und hintere zu
unterscheiden. Die hinteren sind also den Prostata-Drüsen der Juliden
homolog, münden aber ebenfalls im Bereiche der (hinteren) Ventral-
platte.
Die Greifhaken sind nach Lage, Bau, Funktion und ihrer
Verwachsung mit den vorderen Tracheentaschen dieumgewandelten
vorderen Gliedmaassen. Sie halten bei der Copula das $ fest
und üben auf dasselbe eine Reizung aus. (Vergl. auch Fig. 41 und 62
die Greifhaken anderer Arten.) Die Tracheentaschen haben ledig-
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 203
lich die Funktion von Stützen, da ich keine Tracheen an die-
selben herantretend finde und auch die Trachealhohlräume im
Innern erloschen sind. Im Gegensatze zu den Vorderblättern
der Juliden sind sie zwar fest mit den Greifhaken ver-
wachsen, aber doch durch eine Knickungsstelle (vergl. Fig. 41
Canestrinii) deutlich von ihnen abgesetzt. An dieser Knickung
springt die Basis der Greifhaken in einem Vorsprung nach innen
vor und hier heften sich Sehnen (s) an, welche zu den schon oben
geschilderten Convergenzmuskeln gehören, die übrigens die ganze
innere Fläche der Stütze besetzen. Das proximale Ende der Stützen
dagegen ragt in einen starken Fortsatz vor (sI Fig. 41 und hb
Fig. 73), welcher in erster Linie den Divergenzmuskeln als
Hebel dient. Durch dessen Bewegung wird der gesammte Greif-
haken nach aussen gezogen, da er mit der Stütze fest verkittet ist.
Die Divergenzmuskeln (Fig. 73) gehen von jenem Hebel
sämmtlich zu den Seiten des Dorsalringes. Mehrere kräftige
Bündel (m2) befestigen sich in näherer, ein längeres (md) in
weiterer Entfernung.
Die Greifhaken sind in der Mitte innen sehr tief concav aus-
gehöhlt und diese Concavität ist nach innen und hinten geöffnet.)
Es besteht jederseits auch eine muskulöse Verbindung ventral-
wärts zwischen dem vorderen und hinteren Segment des 7. Ringes,
denn ein Muskel (m1 Fig. 71) zieht hinten von der Kante der
Knickungsstelle der Greifhaken zu den Seiten der hinteren Ventral-
platte.
Die Greifhaken werden also durch die Muskulatur, ganz
entsprechend jener genannten Concavität, bei der Copula nach
innen und hinten gedrängt.
Erwähnt sei noch, dass sich im basalen Drittel der Greifhaken
eine Gruppe von Drüsenporen findet (Fig. 73), als deren zuge-
hörige Zellen ich kleine, rundliche, kernhaltige Gebilde betrachte,
welche sich im Innern verstreut fanden, obwohl ich die Kanälchen
zu den Poren nicht deutlich erkennen konnte.
Hinteres Segment des 7. Rumpfdoppelringes.
Die hintere Ventralplatte (Fig. 45—48) weicht von der
vorderen ganz ausserordentlich stark ab. Das mediane Endo-
skelettstück fehlt und eine mediane Zweitheilung ebenfalls. Sie be-
steht vielmehr aus einem Stücke und ist in mehrfacher Hinsicht
den typischen Ventralplatten ähnlich, worauf ich später zurück-
komme. Man kann sie mit zwei dreizinkigen Kämmen ver-
gleichen, deren jeder eine mittlere längere und zwei seitliche
kürzere Zinken besitzt und welche in der Längsrichtung aneinander
gekittet sind. Diese Ventralplatte ist also vorne und hinten der
Quere nach ausgestülpt und zwischen beiden Querwülsten entsteht
so eine quere Vertiefung wie eine Tasche. Der hintere
!) Aehnliches vergleiche man bei Lysiopetalum. (Ueber die Copulations-
organe der Lysiopetaliden, Zoolog. Anzeiger 1896 N. 518.)
204 Dr. Carl Verhoeff:
Kamm ist der höhere, er ragt über den vorderen hinweg. Man
hat also im Ganzen sechs Höcker zu unterscheiden, nämlich:
l. einen hinteren, mittleren (Fig. 45 hm),
2. einen vorderen, mittleren (vm),
3. zwei hintere, seitliche (hs),
4. zwei vordere, seitliche (vs).
Der hintere, mittlere Höcker besitzt auf der Vorderseite eine
herablaufende Mediankante, welche in der Quergrube sich mit
einer ähnlichen an der Hinterseite des vorderen, mittleren Höckers ver-
einigt. Diese Kante ist bei den beiden bekannten Subspecies verschieden
ausgebildet. Auch von der Basis der vorderen, seitlichen Höcker
geht eine erhabene Kante gegen die seitlichen hinteren (k Fig. 47),
erreicht aber deren Spitze nicht. Diese Kante, sowie die vorige
und die beiden Mittelhöcker haben eine rauh-papillöse Oberfläche
während alle seitlichen Höcker glatt sind. Dass die vorderen
Prostata-Drüsen mit dem Ende in die Ventralplattenhöhlung reichen,
wurde schon erwähnt, ich bemerke noch, dass es die hintere
Ausstülpung ist, man kann bei helleren Exemplaren deutlich die
rundlichen Drüsenzellen durchschimmern sehen.
Jederseits vorn an der Basis des hinteren, mittleren Höckers,
neben der Mediankante, befindet sich ein rundliches Grübchen.
In diesem mündet der Ausführungskanal der hinteren
Prostata-Drüsen (Pr. Fig. 45 und 47), den man auf ziemlich
langer Strecke durch die Ventralplatte hindurchschimmern sieht. Er
ist aber recht blass und kann leicht übersehen werden. Gleichwohl
beobachtete ich ihn mehr oder weniger deutlich bei allen unter-
suchten Exemplaren. Von der Drüse selbst habe ich keine genaue
Vorstellung erhalten. Sie scheint innen vor den Enden der vorderen
Prostata-Drüsen zu liegen, im Innern der Ventralplattenhöhle.
Frische, lebende Exemplare stehen mir jetzt nicht zur Verfügung.
Die Tracheentaschen münden mit einem deutlichen Stigma
(Fig. 45) jederseits ausserhalb und hinter der Basis der seitlichen
vorderen Höcker. Sie enthalten ganz deutliche Tracheal-
rohre, in welche die Tracheen in 1—2 Büscheln eintreten. Das
proximale Büschel mündet an einer siebartigen Stelle in der
Grube x (Fig. 45) lateralwärts und ist das stärkere, das distale,
welches ich überhaupt nur bei der Grundform (Fig. 47) beobachtete,
liegt am Ende der Stütze und ist schwach. Die Tracheentaschen
besitzen auch noch einen kleinen dünnen Innenast, an welchem
ich kein Trachealröhrchen wahrnahm. Immer ist die Muskelfläche
der Stütze gut ausgebildet. Sehr starke Muskeln mit kräftigen
Sehnen (s und s1 Fig. 45) verbinden sowohl sie, als die Seiten der
Ventralplatte mit den hinteren Seiten des Dorsalringes. Der letztere
ist bekanntlich seitwärts stark aufgeschwollen.
Da von den hinteren Extremitäten des 7. Doppelringes
sonst nichts zu sehen ist, von den beschriebenen sechs Höckern
aber nur die paarigen in Betracht kommen und von diesen wieder
die hinteren durch nichts auf Gliedmaassenreste hinweisen, so ist
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden.
205
es nur möglich, die vorderen, seitlichen Höcker als Rudimente
des hinteren Beinpaares aufzufassen. Muskeln gehen aller-
dings nicht mehr heran, aber ihre cylindroide Kegelgestalt,
ihre Lage nahe an den Tracheentaschen, das Vorkommen einer
häutigen Stelle an ihrer Basis bei manchen Individuen, oder ihr
kappenartiges Abspringen genau an dieser Basalstelle bei andern
Individuen (wenn mit dem Deckglas ein leichter Druck ausgeübt
wird), endlich die später folgenden Vergleiche mit andern Formen
lassen keinen Zweifel aufkommen, dass diese Höcker Beinrudi-
mente sind.
Variation: Meine Mittheilungen über die Unterschiede der
beiden Subspecies 1. c. werden durch die Figuren 45—54 erläutert:
Rawlinsii:
(Fig. 47, 48 und 54)
Der hintere Mittelhöcker
überragt als knopfartige Ver-
dickung bedeutend die hinteren
Seitenhöcker. Er ist in einer
Flucht mit dem vorderen Mittel-
höcker verbunden, so dass dieser
am Ende gar nicht abgesetzt
erscheint. Beide sind nebst den
benachbarten Mulden durch starke
Papillenstruktur ausgezeichnet. Die
vorderen Seitenhöcker sind relativ
klein, ihre Enden liegen auf der
Mitte zwischen den Buchten
zwischen den hinteren Höckern
einerseits und der eigenen Basis
andererseits oder gar letzterer
genähert. An den Greifhaken
sind die Vorsprünge « und $ stark
zusammengerückt, der Zahn y
ist schlank und gekrümmt.
Rawl. simile:
(Fig. 45, 46, 50—53)
Der hintere Mittelhöcker
ist nicht knopfartig verdickt und
überragt nur wenig die hinteren
Seitenhöcker. Er ist auch mit
dem vorderen Mittelhöcker ver-
bunden, aber nur in niedriger
Kante, und der letztere ist am
Ende immer scharf abgesetzt.
Die Papillenstruktur ist schwach.
Die vorderen Seitenhöcker sind
relativ gross und sind mit den
Enden den Buchten zwischen
den hinteren Höckern genähert.
An den Greifhaken sind die
Vorsprünge « und £ weit aus-
einander gerückt, der Zahn y ist
gedrungen und nicht umgekrümmt.
Es giebt nun noch innerhalb jeder Subspecies individuelle und
vielleicht auch lokale Variationen, welche weitere Beachtung ver-
dienen und von denen ich einige mittheilen will:
Rawlinsii: Bei Thieren aus Laibach sind die vorderen Seiten-
höcker (Fig. 48) einfach und aussen concav, am Grunde findet sich
eine häutige Verdünnungsstelle (Gelenkrest), aber aussen kein auf-
ragender or Ein Exemplar aus der Koschinluka-Doline bei
Adelsberg dagegen (Fig. 47), das sonst ziemlich vollständig mit
jenen übereinstimmt, zeigt aussen an der Basis der vorderen Seiten-
höcker noch besondere Nebenhöcker (vs 1), wodurch jene etwas
schief emporgehoben und gewissermaassen auf Kosten dieser ver-
kleinert sind, aber im Uebrigen ihre Gestalt beibehalten haben.
206 Dr. Carl Verhoeff:
Auch hier habe ich an ihrer Basis die häutige Gelenkzone beob-
achtet.
Rawlinsii simile: Das Ende des hinteren Mittelhöckers ist
bald abgerundet, bald in der Mitte eingeschnitten (Fig. 45), bald
dreilappig (Fig. 51). Die Buchtkanten zwischen dem hinteren
mittleren und den hinteren seitlichen Höckern sind bald glatt, bald
mit zahnartigen kleinen Vorsprüngen besetzt. Die Beinhöcker sind
aussen bald concav, bald gerade und die Kanten, welche aussen
an sie heranziehen, sind bald mehr, bald weniger aufgeschwollen.
Wie die Greifhaken variiren, ersieht man aus Fig. 52, 53 und 71.
Im Uebrigen aber halten sich die Gebilde im Rahmen der oben
definirten Subspecies. — Es wurden im Ganzen 14 Praeparate,
theils von Tiroler, theils von deutschen Thieren verglichen.
Vorkommen: Bozen, Eisackufer unter Laub 5 d 2 2. Sig-
mundskron 1 2. Eggenthal 2 2 2 8 u.L. (1 Copula). Sarnthal
1 2 1 8. — Unterschiede constanter Art zwischen Individuen aus
Deutschland und Tirol habe ich nicht beobachtet. —
Anmerkung l. Wenn das Craspedosoma simile Attems
(Myriopoden Steiermarks S. 75 1895, Wien) wirklich in diese
Gattung gehörte, müsste der Name geändert werden, es gehört
aber in eine andere Gattung, worüber Weiteres noch mitgetheilt
wird.
Anmerkung 2. Erwähnt sei, dass Attems 1. c. das, was ich
als Pseudoflagella bezeichne, „Spiesse* genannt hat, von denen
er sagt, dass sie „hohl sind“, womit er offenbar die rinnenartige
Aushöhlung gemeint hat. Seine (2) Figuren sind in Bezug auf die
einzelnen Theile ähnlich denen, welche ich 1891 in meinen „Bei-
trägen zur mitteleuropäischen Diplop.-Fauna* gegeben habe. —
2. Craspedosoma Canestrinii Fedrizzi. (non Atractosoma!)
9. V.96 fand ich bei Arco 1 2 (von 30 Segm.) zwischen Kräutern
im Sonnenschein umherlaufend. Ich hielt es und sah es lebend
(in Bonn) noch am 25. V., aber am 10, VI. war es gestorben. (Ich
hatte es in einer dunkeln Blechschachtel bewahrt.) 6. V. Varone-
Schlucht bei Riva unter Steinen, welche einen Wasserlauf bedeckten,
3 Ex. von 28 Segmenten (2? d 1 2). Zwei davon hielt ich wie
jenes lebend, das eine hielt sich bis Anfang Juli und starb dann
(bei 28 S.), das andere lebt noch jetzt (Ende Juli) und besitzt
noch 28 S. — Ponalschlucht bei Riva, nahe am Bach, zwischen
Steinen und Genist im Schatten einer Felswand 12 14.1) Das
letztere war meines Wissens bisher unbekannt, weshalb ich die
Beschreibung folgen lasse:
Die Copulationsorgane (Fig. 39—43) stehen denen des
vorigen ziemlich nahe und lehren, dass diese Art kein Atractosoma
!) Einen & Pullus mit 15 Segm. und 16 Beinpaaren von 21/, mm Lg. fand
ich unter Laub an einem Bächlein bei Salö a./G.: Die Seitenflügel sind schon
als starke Knoten angegeben, die Borsten recht lang. [Wahrscheinlich gehört
dieses Thierchen zu Canestrinii.]
Beiträge zur Kenntniss parläarktischer Myriopoden. 207
ist.!) Die Greifhaken (Fig. 41) zeigen denselben Grundplan wie die-
jenigen von Rawlinsii, weichen aber in der Bezahnung beträchtlich
ab. Die Gestalt der fünf kräftigen Hauptzähne (a—e) ersehe man
aus Fig. 41. Der Muskelhebel x an der äusseren Basis ist wieder
ganz kräftig ausgebildet, an der inneren Basis fällt noch ein in
eine feine Spitze ausgezogener Fortsatz y auf. Auch hier sah ich
keine Tracheen an die Stütze (Tr) herantreten.
Die Spermalapparate (Fig. 42) laufen innen in kräftige, sehr
deutlich rinnenartig ausgehöhlte (Sr) Pseudoflagella (psf) aus,
welche mit den Enden divergiren. An der Basis sah ich auch
Spermablasen, kann aber über diese und die Prostata-Drüsen,
welche zweifellos auch hier vorhanden sind, nichts mittheilen, da
ich nur 1 Ex. zur Verfügung habe. Die Grannen (g) sind zahlreich
und kräftig, am Ende abgerundet (Fig. 43). Sie stehen wieder
proximal in einer gedrängten Gruppe, distal in langer Reihe an
einer in der Mitte umgebogenen Kante. Innen von den Grannen
findet sich noch ein kaum über sie vorschauender Fortsatz (x).
Das endoskelettale Stammstück ist vorhanden und tritt in
der Mediane mit sehr starker Kante vor. Seitliche Fortsätze
fehlen auch nicht.
Die hintere Ventralplatte (Fig. 40) besitzt wieder die sechs
bekannten Höcker. Die hinteren, seitlichen Höcker (hs) sind auf-
fallend ausgezeichnet durch viele lange Tastborsten. Die Buchten
zwischen den mittleren und den seitlichen Höckern sind sehr tief,
der mittlere ist in der Mitte selbst wieder eingebuchtet und genau
vor dieser Bucht liegt das Ende des vorderen, mittleren, langen
und schlanken Höckers, der ebenso weit reicht als der hintere und
im Gegensatz zu diesem papillöse Oberfläche zeigt. Die vorderen
Seitenhöcker sind sehr niedrig und klein und gegen die Basis nicht
abgesetzt. Aussen von ihnen sind die Stigmen ganz deutlich zu
erkennen. Von diesen geht die Trachealröhre zunächst nach
aussen, erweitert sich hier am stärksten, nimmt aussen das kräftigste
Tracheenbüschel auf und krümmt sich dann in beinahe rechtem
Winkel nach oben, wobei sie, sich allmählich verschmälernd, gegen
das Ende der Stütze zieht. Kurz vor dem Ende mündet in einem
deutlichen runden Porus ein 2. auch noch recht starkes Tracheen-
büschel. Ein 3. tritt am Ende des Innenastes ein, welcher
innen an der Krümmungsstelle des Trachealhohlraumes sein Tracheal-
rohr in diesen münden lässt. Es ist dies Tracheenbüschel kleiner
als die beiden andern, aber doch sehr deutlich zu erkennen. Auf-
fallend ist, dass einige Tracheen nicht mit den andern gemeinsam
in das Ende des Innenastes (i) einmünden, sondern sich auf der
letzten kurzen Strecke zu einer dickeren Trachee vereinigt
haben. Die Muskelflächen der Stützen sind auch gut entwickelt.
Es münden also in jede Stütze drei Tracheenbüschel und
!) Craspedosoma und Atractosoma sind also auch im bisherigen
Sinne nicht haltbar!
208 Dr. Carl Verhoeff:
zwar jedes auf kleiner rundlicher Stelle, welche sich als runder
gesiebter Porus darstellt.
Die hinteren Prostata-Drüsen oder deren Kanäle habe ich nicht
gesehen, vermuthe aber, dass sie in den auffälligen Gruben (x)
münden, welche sich ausserhalb der hinteren Seitenhöcker befinden.
Das 1. Beinpaar des 8. Rumpfsegmentes ist ein normales
Laufbeinpaar. Seine Hüften stülpen sich am inneren Ende in deut-
liche Säckchen aus. (cs Fig. 39). Das letzte Tarsale ist innen mit
schuppenartigen, feinen Haargebilden besetzt. Ebenso verhalten
sich die beiden Beinpaare des 6. Segmentes, doch fehlen die Coxal-
säckchen.
Entwickelung: Das 7. Rumpfdoppelsegment eines d mit
28 Ringen zeigt am hinteren Segment ein normales Beinpaar,
sowie normale Ventralplatte und Tracheentaschen. Am vorderen
Segment sind die Anhänge gar nicht zur Ausbildung gelangt.
Tracheentaschen sind vorhanden, scheinen aber der Athmung nicht
mehr zu dienen, denn trotz ihrer ziemlich normalen Allgemeingestalt
konnte ich doch weder Stigmen noch Tracheen sicher auffinden.
Statt einer normalen Ventralplatte sieht man in der Mediane eine
hufeisenförmige, kleine, im Innern sehr runzelige Verdickung, welche
zwei breite, etwas gewölbte Platten trennt. —
3. Chordeuma silvestre C. Koch.
Loppio-Seeinsel 1 jung. d mit 28 Segm. u. L. 1 jung. 2
23 Segm. 4!/), mm bei Salö an einem Bächlein unt. L. (Campi b.
Riva d).
— Ein reifes d habe ich bisher aus Tirol noch nicht gesehen,
zweifle aber nach allem Uebrigen nicht, dass wir es hier mit dem
typischen silvestre zu thun haben. —
4. Heteroporatia!) mutabile Latz. var. fasciatum Latz.
(Gomagoi, Sulden, Schaubachhütte 1. c.)
[Heteroporatia = Poratia Verh., welcher Gattungsname
schon vergeben ist.] (cf. Zool. Anzeiger 1895, N. 477.)
5. Atractosoma tridentinum Verhoeff.
cf. „Beiträge“ S. 20. (Noch nicht wiedergefunden. & unbekannt.)
6. Atractosoma tirolense Verhoeff.
cf. „Beiträge“ S. 20 und 21.
7. Atractosoma meridionale Fanz. var. simile Verh.
cf. „Beiträge“ S. 19. (Neuerdings nicht gefunden.)
8. Craspedosoma alticolum Verhoeff. [non Atractosoma.]
(Sulden, Schaubachhütte 1. c.) Ueber das von Carl Roettgen
1) O.F.Cook hat in seiner Arbeit: „The Craspedosomatidae of North-
America“ Oct. 1895, Annals N. Y. Acad. Sciene. IX S.3 eine Reihe neuer
Gattungsnamen aufgestellt, ohne für eine einzige eine Diagnose zu geben.
Sie haben selbstverständlich gar kein Recht auf Anerkennung, denn sonst
könnte auch einer, der von Myriapoden gar nichts versteht, herankommen und
einen neuen Gattungsnamen mit einer eingeklammerten Species hinsetzen.
Spielerei träte dann an die Stelle von Wissenschaft!
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 209
zuerst in der Schweiz aufgefundene 5 habe ich bereits im Zoolog.
Anzeig. 1895 No. 477 Mittheilung gemacht und will das hier an
der Hand von Zeichnungen genauer ausführen. Schon damals
wies ich auf die morphologischen Beziehungen zu C. Rawlinsii
hin, konnte die Consequenzen aber erst auf Grund umfangreicherer
Studien ziehen.
Die Copulationsorgane (Fig. 59—62) beweisen, dass es sich
um ein Craspedosoma handelt. Die Greifhaken (Fig. 62) sind
durch einen langen Fortsatz am Ende ausgezeichnet, der unter der
Spitze einen Höcker (b) und vor der Spitze einen gekrümmten
Haken (a) trägt. Innen treten sie in einem abgestutzten Lappen (c)
vor. An der inneren Basis findet sich ein umgekrümmter und am
Ende sehr spitzer Stachel (y), entsprechend einem ähnlichen Ge-
bilde bei Canestrinii (Fig. 41). An der äusseren Basis ist wieder
ein Hebelarm (z) ausgebildet. Ich habe den Rest (r) eines Tracheal-
hohlraumes in den Stützen beobachtet, sah aber keine Tracheen
herantreten.
An den Theilhälften der vorderen Ventralplatte ist wieder ein
Grannenapparat ausgebildet, dessen Grannen kohlenmeilerartig zu-
sammengedrängt stehen. Vorne befindet sich ein kleiner Höcker,
Samengruben sind vorhanden, auch glaube ich Stücke einer Prostata-
Drüse gesehen zu haben. Statt der Semiflagella sitzen vorne an
der Innenseite zwei geweihartige, grosse Gebilde (Fig. 59), welche
divergiren und einen Stachel nach hinten, einen andern nach aussen
entsenden.
Das Stammstück ragt mit kräftigem Kamm vor und besitzt
auch hier zwei laterale, kurze, nach hinten gerichtete, divergirende
Arme.
Die hintere Ventralplatte (Fig. 60 und 61) besitzt zwei
knopfartige, grosse, gedrungene, hintereinander liegende Mittelhöcker,
welche zusammenhängen. Der hintere (hm) ist strukturlos und
ragt nach den Seiten in schwachzahnige Zwischenhöcker (hz) vor.
Der vordere ist stark papillös (vm), auf dem Gipfel vorne kugelig
zugerundet, hinten zweigipfelig. Vordere sowohl, wie hintere Seiten-
höcker (vs und hs) sind nur sehr schwach und andeutungsweise
ausgebildet. Von Extremitäten ist nichts zu sehen. Hintere
Prostata-Drüsen habe ich auch nicht beobachtet.
Sehr gut ausgebildet sind die Tracheentaschen und denen
von Canestrinii (Fig. 40) sehr ähnlich. Die Tracheen münden
wie bei jenem an drei Stellen ein, im Innenaste, der Aussenecke
und dem distalen Ende. —
Die Ränder des Copulationsdorsalringes springen unten seitlich
in der Mitte in einen abgerundeten Höcker vor. An der Unterseite
des letzten Tarsengliedes aller daraufhin untersuchten Beine stehen
zahlreiche, winzige, bläschenartige Hautgebilde, welche. bisweilen
etwas zugespitzt sind.
Areh. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. I. H. 3. 14
210 Dr. Carl Verhoeff:
Anmerkung: Latzel hat aus Tirol noch nachgewiesen:
9. Rhiscosoma alpestre Latz. (Achensee).
10. „Craspedosoma“ oribates Latz. (? Stilfserjoch).
ll. „Craspedosoma“ flavescens Latz. (Wo?)
[„Atractosoma“ athesinum ist voraussichtlich Jugendform
von Uraspedosoma Rawlinsii.]
[„Atract.* bohemicum Ros. bezieht sich wahrscheinlich richtig
auf Crasp. alticolum Verh., — Cr. levicanum Fedr. ist un-
deutbar.]
Fam. Lysiopetalidae
ist bisher in Tirol nicht vertreten, wird auch zweifellos völlig fehlen.
Fam. Julidae.
1. Schizophyllum (= Palaioiulus!) sabulosum (L.) Latzel.
In den Thälern von Südtirol (abgesehen von den mit Oel-
bäumen bestandenen Gebieten) der gemeinste Diplopode.
Da mir ein reiches Untersuchungsmaterial vorlag, so habe ich
dasselbe zur Aufhellung verschiedener Fragen verwendet, ins-
besondere auch mich der Mühe unterzogen, die Segmentzahl
und ihre Schwankungen, durch Abzählen vieler Individuen,
festzustellen.
var. bifasciatum Fanzago.
Roveredo, Etschufer, gesellig an sandigen Stellen unter
Steinen:
Junges d 478. 19 mm 2 518. 3l mm 2468.18 mm
rise örrab, A n„ 90, 221% „
n D) 48 n 20 h) n 47 n 24 n) n 46 n 201/, n
9 D) 46 D) 1 „ N 92 n 31 b>) N 47 n 171% n
” „4, 17 lan a ausserdem noch
5 48 92 48 22 .
16 17 n n 16 n 181 n 112 von mittlerer
n n n n n n lan Grösse und 47-50
46 201/, 48 24
n n n n n n n Segmenten.
b}) „ 47 7 18 b>) N 49 N 30 N
n „485... 165 5 n 49, 22% „ Summa:
5 la Linie. Be. En OR 19 ; 4
unge d
45 „ 20 42.2. 120 is:
EN; n n n n n 34 alte u. junge 2
n „4,19 „ n 48 „n 28% 7 kein drei
D) 2.467, 19%, n n 46 „ 181%, „ kein Schalt-d.
n n 47 n 1717 n n 48 n 20 n
> ER DEI at Pr
N n 48 N 2017, n n 47 n 181/, n
e FARB: BIO m a u &
E 41,46 2,2010. EN
!) Dieser Name ist sachlich unhaltbar und muss daher verschwinden.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 211
Sardagna b. Trient (27. IV.) unter Steinen, meist gesellig auf
einer dürren Weide:
Junges & 46 S. 20!/, mm 2 538. 381), mm
n n 49 n 22 N N 98 N 39
n n 45 n 151/, N n sl n 271; N
E „Aaan E16 790,0 ferner- 11 jo. 2 vwon:17=-23 mm:
Roveredo, Lenothal: 2 14!/,, 19, 20, 13!/,, 21, 28, 26, 36 mm,
junge & 16!/,, 17, 191/,, 19 mm.
l erwachsenes d 49 Segm. 22!/, mm.
Mori, unter St. junge d 23, 181/;, mm. 2 30, 41!/,, 22, 161/,,
241/,, 24, 36, 26 mm.
Bozen, u. St. ju 8 22,2 33, 28, 21 mm.‘ 2°50°8. 35’ mm.
Eisackufer.
Sigmundskron 2 42, 29, 19!/,, 19 mm, ju. & 19, 211/,, 20 mm.
Caldonazzo ju. d 20!/; mm.
Arco, an Oliven ju. 2 17, 18, 19, 20, 21, 191, mm. 2 34,
43, 46mm, ju. & 478. 22 mm.
Varoneebene b.Riva, ju. d 20, 221/,, 161/,, 22/2, 20'/, mm.
ju. 2 20, 21, 22, 22 mm.
Kalterer Seebecken u. $t.:
junges d 46 8. 18 mm 2 538. 38 mm
Be, vis 17 5 ET ER
SATIN
AG 16h 49, 26), „
430, 14 AG 21
n
Bei dem ju. ° v. 43 S. ist das 'Gelbroth auf Kosten des
Schwarz noch so stark ausgebreitet, dass nur erst eine unter-
brochene schwarze Fleckenreihe in der Höhe der Foramina vor-
handen ist.
Halbinsel Sirmione u. St. in Oelbaumpflanzungen:
3 ju. 2 25—30 mm, ju. 34858. 20 mm. £ 5158. 36 mm. Letzteres
ist in der Mitte seitlich früher einmal verwundet worden; daher ist
an diesen Stellen die Skulptur nur unvollständig wiederhergestellt
ee [ef. „Wundheilung bei Carabus“ Zoolog. Anzeiger, 1896,
. 496.]
Loppio u. St. ju. & 171/,mm. % 221/, mm.
Arco, Sarcaufer 2 19!/,, 40!/, mm.
Salö. ju. d 241/,mm. Das 1. Beinpaar ist zwar schon ver-
kürzt, aber noch nicht abgestumpft. 7. Ring noch geschlossen.
2 25, 28, 29, 30, 3l mm; ju. 2 9mm: Lehmgelb, Rückenmitte mit
schmälerer, obere Flanken mit breiterer, fleckiger Längsbinde,
37 Segm. 8 Endsegm. ohne Wehrdrüsen.
Die Drüsenfleckchen sind so zahlreich wie die Foramina, das
1. nicht mehr auffällig gross, die übrigen ganz allmählich nach
hinten kleiner werdend.. Man bemerkt neben dem schwarzen
14*
212 Dr. Carl Verhoeff:
Rückenstreifen jederseits die erste Andeutung der bunten Binden
als blass ockergelbe Streifen, die von dem Übrigen Gelbbraun erst
wenig abstechen.
Roveredo, Lenothal, jung. 2 7'/;, mm 308. ha Rücken-
linie schwarz und jederseits eine solche Fleckenreihe; ju. 91 121/, mm,
42 S. ebenso, nur die Flecken über den Foramina und um dieselben
breiter schwärzlich.
Eggenthal 2 22S. 31/;, mm: gelbbraun, mit jederseits 9 (?)
schwarzen Drüsenflecken, deren vorderster auffallend gross.
Dunkle Rückenlinie noch schwach.
I 2 228. 3°%/, mm ebenso, jederseits 6 Drüsenflecke, schwarz,
der 1. besonders grass.
ju. 25mm 27 S. am 21. die letzten Foramina, schwarze
Dridadlacke sind aber .nur in 11 Paaren vorhanden, von denen
wieder das 1. das grösste ist. Jederseits 8—9 Ocellen. Die schwärz-
liche Rückenlängsbinde deutlich.
var. bilineatum C. Koch (mit schwarzen Flanken).
Varoneebene b. Riva. ju. d 49 S. 23 mm.
N n48 n 23 N
var. punctulatum N
Roveredo, Etschufer, zahlreich unter der Ba
2 548.46 mm 2 508. 25 mm reifes d 49 S. 231/, mm.
N 47 N 24 n N 4) n 21 N
N I N 30 n N 50 N 33 n
N 49 N 261/s N
Sardagna, jung. d 478. 21!/), mm. 2 53 S. 39 mm.
Sirmione, 2 538. 40mm. (3 Endsegmente ohne Drüsen.)
Kalterer Seebecken, 2 508. 33mm ju. d 47 S. 191), mm.
N 48 N 21 N
Rz
r) 48, n 22 N
Burg Riva, 2 528. 47 mm (2 andere 2 ebenso)
„52, Min,
role Arwn j. 2 18 und 22mm.
„1,29 7,
Loppio, 2 381/,, 27, 24mm.
Arco, Sarcaufer, 2 24, 37, 45, ju. & 20,:21!/,, 23’'mm, an
Oliven 2 36 mm.
Varoneebene 2 35, 28, 26, 24, junge 5 23, 19, 18'/;, mm.
Roveredo, Lenothal 2 20, 20, 21. 23, 26, 32, 39, 32. 39],
39 mm, junge EL 18, 21 mm, Schalt-& 518. 291/, mm.
Be Schalt-d 478. 26mm. 2 55, 53, 47, 40, 34, 27mm.
Trient. Reifes d 49 S. 261/, mm.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 213
Sigmundskron. Schalt-S 48 S..30 mm. 2 37 mm.
Eggenthal, u. St. 2 22',,, 241/,.mm.
var. apunctulatum Fedrizzi. Geht ebenso allmählich in
punetulatum über, wie jener in bifasciatum.
Burg Riva u. St.:
2558. 43 mm, Varoneebene ju. 2? 21mm mit
ands 33, . völlig schwarzem Rücken,
a! |
Roveredo, Lenothal ju. $ 48 S. 18mm, mit schwachen Spuren
rother Flecke.
* *
*
Im Ganzen wurden also folgende Formen gesammelt:
20. April bis 12, Mai
junge und alte
_ S junge d Schalt-g ©
var. bifasciatum 101 54 nn! 1
var. bilineatum _ 2 — —
var. punetulatum 0 11 3 2
var. apunctulatum | 5 we: an) 1 — —
erwachsen!
Summa f junge und Sjunge f Schalt-
230 Exemplare Tan alte 22 En ee & vaa 3 34
156 92 | dd |
Die Weibchen sind also ungefähr doppelt so zahlreich als
die Männchen.
Offenbar erscheinen im April erst sehr vereinzelte
Schalt- und Reife-Männchen, sodass es deren wahrschein-
lich während des Winters überhaupt keine giebt.
Ich ziehe aus dem Vorigen ferner den Schluss, dass sich die
Hauptmasse der Männchen erst im Sommer und Herbst
entwickelt, im Spätherbst aber abstirbt.
In meinen „Beiträgen“ 1. c. S. 31 habe ich erklärt: „Alle
Individuen des sabulosum sind in der Jugeud bifasciatum, um
dann entweder:
1. es bis ins Alter hinein zu bleiben, oder
2. durch Zerreissen der Längsbinden in einzelne Flecken
punctulatus, oder
3. im Stadium der Reife durch fast völliges Verschwinden
der Flecken apunctulatus zu werden.“
914 Dr. Carl Verhoeff:
Um dies zu beleuchten gebe ich nun eine Uebersicht der vor-
kommenden Segmentzahlen nach den vorhergegangenen Einzel-
mittheilungen:', ira Ay? EA tina. EEE
bif t
Ya a 7: junge & ee ET anaes, | RE Schalt-& a
22) Jüngere 29, bei u |
27 welchen Lehm- —
30 | gelb, Gelbbraun e. a P:
37 f bis Gelbroth als _
42 Grundfarbe noch En
43 vorherrscht. —
45 45
46 46
47 47
48 48
49 49
50 —_ —_ —
51 _ - —
52 -_ — —
53 < Be er
var. punctulatum
var. apunctulatum
2
48 48 > £-
53 = an =
55 = es en
Nach dem Gesagten ändere ich den soeben vom a. O. wieder-
gegebenen Absatz folgendermaassen um:
Alle Individuen des sabulosum sind, nach Zurücklegung der
ersten Jugendstadien, in welchen die gelbbraune Grundfarbe vor-
herrscht, nämlich vom Stadium mit 45 Rumpfsegmenten an,
bifasciatum, um dann entweder
l. es bis ins Alter hinein zu bleiben, oder
2. durch Zerreissen der Längsbinden in einzelne Flecken
punctulatus, oder
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 215
3. durch fast völliges oder auch völliges Verschwinden der
Flecken apunctulatus zu werden. Letztere Var. ist
auf die Reifeform und die allerletzten (vielleicht 2) Ent-
wicklungsstadien beschränkt.
Auch punetulatum weisst durchschnittlich höhere Segment-
zahlen auf als bifasciatum. Es ergiebt sich ferner, dass
a) zwar die beobachteten (3) Reifemännchen übereinstimmend
49 Segmente besitzen, b) aber wirklich eine Variation der
Segmentzahl existirt, da sowohl unreife als reife Männchen mit
49 und ein Schalt-S mit 51 Segmenten beobachtet wurden.
c) Obwohl von 45 (43) bis 55 alle Segmentzahlen vertreten
sind, so ist doch nicht anzunehmen, dass etwa ein 45-segmentirtes
Thier sich zehnmal häute, um ein 55-segmentirtes zu werden,
sondern die Entwicklung wird sprungweise, vielleicht in 3—4 Stadien
von 45—55 vor sich gehen, wie ja Aehnliches von andern Diplo-
poden sicher bekannt ist, so dass die ununterbrochene Zahlenreihe
hier durch die Variation erzeugt wird.
— Latzel sagt auf S. 329 seines bekannten Werkes: „Bei den
Männchen zählt man 44—53, bei den Weibchen 48—55 Segmente.“
Ich glaube aber nicht, dass er dabei die einzelnen Individuen auf
ihre Geschlechtsreife untersucht hat, zumal ihm das Schaltstadium
der Männchen unbekannt war.
Aus der Anamorphose führt er Individuen mit 17 und 23
und 39—40 Segmenten auf.
Durch weitere Studien muss, jedenfalls durch Zuchtversuche,
über 1. die Art der Segmentzunahme,
2. die ersten Entwicklungsstadien und
3. die reifen Weibchen Aufklärung gebracht werden.
Die „var. rubriventris mihi“ l.c. ist wieder einzuziehen,
da sie höchstwahrscheinlich durch künstliche Einwirkung des
vom Alcohol reichlich ausgezogenen Drüsensaftes zahlreicher Diplo-
poden, welche mit jenen Exemplaren zusammen einige Zeit bewahrt
wurden, erzeugt worden ist.
Das Schaltmännchen besitzt ein 5-gliedriges 1. Beinpaar mit
kleiner Kralle am Endgliede. Zu der Kralle zieht eine deutliche
Sehne. Die Enden der Beine sind von dem Medianpunkt zwischen
den Coxen noch nicht so weit entfernt, als dieser von den Aussen-
ecken der Ventralplatte. Das Endglied ist bei weitem das kleinste,
die 4 andern sind unter sich beinahe gleich gross. Das 2. Bein-
paar ist 6gliedrig, besteht aus 3gliedrigem Tarsus, Tibia, Femur
und langer Coxa. Ein Trochanter ist nicht vorhanden. Die
Tracheentaschen münden in einem deutlichen Stigma.
— Das 1. Bein des Schaltmännchens von Schizophyllum
Karschi Verh. ist 4-gliedrig. Da nun Attems dasjenige des Julus
(Leptoiulus) alemannicus Verh. als 6-gliedrig angiebt (vergl.
Myriopoden Steiermarks S. 102), so nimmt sabulosum in dieser
Hinsicht eine Mittelstellung ein. [Ich halte es übrigens für eine
kurz vorübergehende und nicht länger andauernde Erscheinung,
216 = . .Dr. Carl Verhoeff:
wenn Attems a.a.0. S. 101 sagt: „Der Chitinpanzer der Schalt-
männchen ist ganz weich.“ Offenbar hatte er ein Thier vor sich,
das schon am Ende des Stadiums stand und in den Reifezustand
übergehen wollte! Ich möchte aber überhaupt so lange das für
alemannicus angegebene Stadium leugnen, als es nicht in normaler
Weise beobachtet wird.] dar
Die Copulationsorgane des Schalt-S bestehen aus kräftigen,
in der Mitte innen etwas eingebuchteten und in der Mitte hinten
mit einer Gruppe von Tastborsten besetzten Vorderblättern. Die
Hinterblätter sind noch nicht in zwei Paare gespalten, sondern
einheitlich, mit den starken Stützen aber schon verschmolzen.
Sie ragen nur bis zur halben Höhe der Vorderblätter empor und
zeigen nur erst durch schwache Einschnürungen die spätere Diffe-
renzirung an.
Die Backen ragen nur wenig vor. Am Üopulationsring ist
hinter den Vorderblättern, welche etwas schräg nach hinten stehen,
schon eine deutliche Oeffnung sichtbar. —
* *
+
Ich will schliesslich noch hervorheben, dass ich sabulosum
oft in Gesellschaft des Pachyiulus unicolor bei feuchter Witterung
an Olivenstämmen sitzend und umherkriechend beobachtet habe,
er aber an Zahl immer sehr hinter jener Art zurückstand. —
Das massenweise Vorkommen des sabulosum schemt nur
für das warme Südtirol, nicht für das kältere Nordtirol zu gelten,
da ich ihn in letzterem Gebiet viel vereinzelter antraf. In die
kleineren Thäler wagt er sich dementsprechend nicht sehr weit
hinauf und wird selten noch über 1200 m anzutreffen sein. Koelbel
hat ihn 1. c. noch von Bad Ratzes (1200 m) angegeben, theilt aber
über Häufigkeit nichts mit.
In Südtirol entspricht er in seinen Aufenthaltsörtern durchaus
seinem Namen, d.h. er ist ein entschiedenes Sandthier. Sandige
und kiesige Flussufer, aber auch dürre Bergabhänge, sind seine
Lieblingsplätze. Den geschlossenen Laubwald meidet er
ganz auffallend, Ich habe in allen Laubwäldern Südtirols, trotz
zahlreicher anderer Juliden, niemals ein Exemplar von sabulosum
zu Gesicht bekommen. Neben Pachyiulus ist er von allen Diplo-
poda-Proterandria des Landes am wenigsten feuchtigkeitsbedürftig.
— „Nach Prof. Gredler findet sich die Art um Bozen häufig
zwischen den Beeren der Weintrauben.“ Dalla Torre giebt sie
auch von mehreren Höhenpunkten an. —
[Die var. rubripes C. Koch kenne ich nicht.]
2. Schizophyllum mediterraneum Latzel. (Riva a. @.
„Beiträge“.) Neuerdings habe ich die Art dort nicht wieder-
gefunden. In Fig. 31 gab ich die Abbildung eines Mittelblattes
von einem Männchen aus Rheinpreussen, womit die italienischen
Thiere aber übereinstimmen. [Sie diene als Ersatz für die nicht
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 917
ganz richtige Fig. 13 in meinen „Beiträgen zur Anatomie und
Systematik der Juliden*, Wien 1894.]
3. Pachyiulus unicolor ©. Koch.
Meine Beobachtungen dieser Art haben mir die Ueberzeugung
gebracht, dass sie in Südtirol und überhaupt im Gardaseegebiet
nur dort auftritt, wo sich Anpflanzungen von Oelbäumen
befinden, wodurch auch ihr Vordringen nach Norden be-
stimmt ist.
Am 1. und 2. Mai fiel in den Gegenden von Mori, Arco,
Riva etc. nach 3monatlicher Dürre reichlicher Regen. Als ich am
3. Mai 1896 Morgens den Burgfelsen von Arco mit seinem wohl-
gepflegten Olivenbestand, der nach Tausenden von Exemplaren
zählt, emporklomm, war der Boden und die Vegetation erfrischt
und durchfeuchtet. Kaum war ich auf den ersten Olivenstamm
zugeschritten, als ich ihn von vielen Pachyiulus besetzt fand,
welche bis zu 1'/; Mannshöhe emporgestiegen waren und theils
auf der Rinde umherliefen, theils (und zwar meist) in den für die
Olive charakteristischen Rindengruben sassen, wo sie offenbar
morsche und jetzt durch den Regen erweichte Mulmpartikelchen
zu sich nahmen. [Die Rindengruben erzeugen bekanntlich durch
Vergrösserung die charakteristische Zerschlitzung des Olivenstammes.]
An den vier ersten Olivenbäumen sammelte ich allein: 59 junge
und alte 2, 48 junge d und 5 erwachsene d, also zusammen
112 Exemplare.
Junges d 55 8. 44 Er alle übrigen | Reifes 2 548. 44 mm
n n 96 „ = n kahl 33 In nn On 92
5; Bol a0 me ontellen’ms.dern 7 i00,,.00: „9207,
A 4.30... 2106 ED I oe Ehen EN,
ars Zar, = diesen. en AD. :
N?
2 628. 70mm. Dieses besitzt Narbenstellen am 2., 10., 12.
und 13. Rumpfsegment auf einer Seite. Alle sind durch Chitin
solide verschlossen, aber das Wundchitin ist strukturlos. Die
Längsfurchung ist an den Wundstellen verschwunden.
2133 9253, mm
> 96,547
N 55 N? 32
DE, 28
„ 42 „ 141% „ 1 Von dieser Grösse nur 4 Ex. Alle
„4l,„ 14V, „ Jübrigen zwischen 28 und 70 mm.
Individuen zwischen 15 und 28mm habe ich überhaupt nicht
gefunden. —
Die genannten vier Oliven gehörten nun nicht zu den grössten
und am meisten besetzten. Ich fand weiterhin, dass durch-
schnittlich auf eine Olive 50 Stück kamen. Man kann aber
weitere 50 Stück rechnen, welche sich auf je eine Olive vertheilt
im Boden oder an demselben unter Steinen etc. finden, so. dass je
eine Olive eine Gefolgschaft von 100 Pachyiulus unicolor
218 Dr. Carl Verhoeff:
aufweist. Da in der nächsten Nähe von Arco ca. 10000 Oliven
gepflanzt sind, mögen dort etwa eine Million Pachyiulus leben.
Als Feinde dieses Juliden beobachtete ich Forficula auri-
cularia und Ocypus similis, indem sie sich bei toten unicolor-
Exemplaren aufhielten, letzterer auch bei todten Julus riparius.
Ich bezweifle aber, dass Forficula lebende Pachyiulus tödtet,
für Ocypus bezweifle ich es nicht, wegen folgender Thatsachen:
Am 3. V. sammelte ich bei Arco unter einem Steine eine Öcypus-
Larve bei todtem Pachyiulus. Ich setzte ihr einen lebenden
vor und derselbe wurde alsbald aufgezehrt. Das geschieht
in der Weise, dass die Ocypus-Larve den Pachyiulus in
einzelne Segmente zerschneidet und jedes derselben aus-
saugt. Schliesslich findet man nur noch ein Häuflein rein abge-
suchter Einzelsegmente. Daheim in Bonn setzte ich Ocypus aus
Mangel an Pachyiulus den Tachypodoiulus albipes lebend
vor, auch dieser wurde am 22.V. getödtet und verzehrt. 26. V.
grub sich die Larve in die Erde, in welcher ich am 15. VI. die
gelbliche Nymphe fand, welche bekanntlich dadurch ausgezeichnet
ist, dass die Extremitäten nicht, wie sonst meist bei Coleopteren-
nymphen, abstehen, sondern mit dem übrigen Skelett verbacken
sind. 21. VI. Imago: Ocypus cyaneus.
Es ist in der That überraschend, dass die Ocypus gegen das
reichliche Giftsecret der Juliden, insbesondere einer so grossen
Form wie Pachyiulus unicolor, immun sind. Es wäre inter-
essant, in dieser Richtung mit anderen Raubinsekten weitere Ex-
perimente zu machen.
Ich muss auch noch erwähnen, dass der zwischen den Anal-
klappen liegende, letzte Theil des Enddarmes von Pachyiulus
zur Wasseraufnahme geeignet ist, denn ich sah wiederholt, dass
er fest gegen die Olivenrinde an feuchten Stellen gedrückt und
ausgestülpt wurde. —
Arco, hinter dem Felsenkamm 9 56 S. 53 mm [2 Endsegmente
ohne Drüsen], unter demselben, an Oliven häufig.
27868. II! mm. 2°36%. Il mm.
Varone 2 598. 45 mm.
Chiarana an Oliven und unt. Steinen gemein. 2 41 S. 14!1/, mm.
Salö an Oliven häufig. 2 2 568. 35 und 36 m (4 Endsegm.
ohne Drüsen.)
Desenzano 3 588. (2 Endsegm. ohne Wehrdrüsen).
Sirmione, 2 61 $. (2 Endsegm o. W.) 57 mm, an Oliven.
Anmerkung 1: Dem Vorkommen der Olive gemäss ist diese
Art ein entschiedenes Thier der Ebene und niederen, sonnigen
Abhänge. Dementsprechend fehlt sie z. B. bei Ratzes (cf. Koelbel l. c.)
Merkwürdigerweise hat bisher kein Autor von den Be-
ziehungen zum Oelbaum etwas erwähnt.
Anmerkung 2: Durch Zuchtversuche habe ich bewiesen,
dass diese Art nicht etwa auf die Olive als einzige Nahrungsquelle
angewiesen ist, sie bevorzugt sie nur in hohem Grade, denn die
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 219
vielen Exemplare, welche ich seit drei Monaten in Zucht habe,
befinden sich bei morschem Holze von Alnus und Fagus ganz
wohl.
Anmerkung 3: Pachyiulus hungaricus Karsch ist kein
Oliventhier, da ich ihn sowohl im Banat, als Bosnien in Laub-
wäldern, fern von allen Oliven antraf. Aehnliches gilt für Pach.
fuscipes C. K. — Dagegen ist Pach. flavipes C.K. in Dalmatien
von mir allerdings besonders reichlich in Olivengegenden gesammelt
worden, ohne dass ich damals in dieser Hinsicht Auffälliges be-
obachtet hätte. — Die ausserordentlich günstigen Witterungsver-
hältnisse haben mir jedenfalls in Südtirol eine Beobachtung ge-
stattet, die man nicht häufig wird anstellen können, vielleicht von
der Winterzeit abgesehen.
4. Pachyiulus Berlesei Verh. „Beiträge“ 1. c. S. 31. Gargnano.
(ob Pachyiulus?)
Var. Fanzagoi Verh. „Beiträge“ l.c. S. 31. Riva.
5. Brachyiulus austriacus Latzel.
18. IV. 96 in einem Nadelwalde unfern des Berges Isel bei
Innsbruck 12 u. St.: Rücken mit schwarzer Linie, jederseits ein
lehmgelbbraunes Längsband.
Bozen (Gredler), Lienz (Latzel), Lanserköpfe.
6. Br. pusillus Leach.
[cf. „Bemerkungen zu einer Supplementary Note des Herrn
R. J. Pocock.“]) Archiv f. Naturgesch. 1895. Bd. I H. 3. S. 361!
Kalterer Seebecken unter St. zwischen Laub auf mässig
feuchtem Grunde 22 23. (Sie haben einen winzigen Processus
analis. Die Copulationsorgane ragen vor wie bei voriger Art.)
Arco, Sarcaufer, u. St. im Sande 18. Mori 1.
Val di Non (Canestrini).
7. Br. intermedius Brölemann. (non Julus.) (vergl.
Fig. 21—23.)
Auf diese Art gründe ich Subgenus Heteroiulus mihi, so-
dass die Gattung Brachyiulus in die folgenden beiden Unter-
gattungen zerfällt:
A. Subgen. Chromatoiulus Verh.: Ocellen deutlich unter-
scheidbar. Körper schwarz, oder schwarz und mit hellen und
dunklen Längsbändern geziert. Scheitelgrnben vorhanden, Vorder-
blätter der Cop.-Organe wenigstens in der Grundhälfte breit.
Backen des 3 stark vortretend. Foramina repugnatoria die Naht
berührend.
B. Subgen. Heteroiulus mihi: Ocellen nur als eine relativ
kleine, verschwommene, schwarze Fläche erscheinend, einzeln nicht
oder nur sehr schwer unterscheidbar. Körper hell graugelblich.
Scheitelgruben fehlen. Vorderblätter der Cop.-Organe schlank,
2320 - Dr. Carl Verhoeff:
fingerförmig.. Backen des & nicht vertretend. Foramina repugna-
toria deutlich hinter der Naht gelegen.)
Auch die Mundtheile und Copulationsorgane hat Brölemann
l. e.!) nicht richtig beschrieben und abgebildet. Ich habe von ihm
Exemplare aus der Lombardei erhalten und konnte feststellen, dass
dieselben mit meinen Tirolern völlig übereinstimmen.
Gnathochilarium:. (vergl. Fig. 23) Nach Brölemann sollen
die Lamellae labialis (11.) grundwärts zusammenhängen, sodass das
Mentum von den Stipites gnathochilarii getrennt würde. Das ist
aber nicht der Fall, wie aus meiner Abbildung ersichtich wird.
Copulationsorgane: (vergl. Fig. 21 und 22.)
Die Flagella sind ganz deutlich ausgebildet und so lang wie
die Vorderblätter. Diese sind sehr lang, fingerförmig, am Ende
wenig verbreitert und dort hinten mit einigen Vorsprüngen (x)
versehen. Gegen die Basis verbreitern sie sich relativ wenig, sind
aussen mit einem Lappen (l) versehen und gegen die Stützen ge-
lenkig beweglich.
Die Hinterblätter sind noch nicht in zwei Blattpaare differenzirt,
im Ganzen beinahe dreieckig und mit den Stützen verschmolzen.
Es findet sich aber unter der inneren Ecke des Dreiecks (zwischen
s und w der Fig. 22) ein Einschnitt, der den ersten Beginn
zu jener Differenzirung vorstellt. Eine Fovea fehlt völlig. Eine
Samenrinne (sr) ist vorhanden; sie erweitert sich unten etwas und
hört vor der Spitze auf. Letztere ist etwas nach aussen umge-
krümmt und in ihrem nächsten Bereich findet sich eine Gruppe
feiner Stachelchen. Die Innenecke springt in mehrere Spitzen vor.
Diese Form gehört unter denen mit Flagellum mithin zu den
einfachsten.
Das 1. Beinpaar ist in kleine, ungegliederte, stumpfe Häkchen
umgewandelt. Das 6gliedrige 2. Beinpaar entbehrt der Hüftfortsätze
und der Polster.
Die Ocellen sind auch mikroskop. nicht alle deutlich von ein-
ander zu unterscheiden.
(Brölemann hat l.c. sechs Figuren der Copulationsorgane
gegeben, aber keine derselben entspricht der Natur. Das „Flagellum
copulativum evanidum“ ist auch zu berichtigen.)
Vorkommen: Zuerst fand ich das Thierchen auf der schön
bewaldeten, mit Carpinus, Quercus und auch einzelnen Coniferen
bestandenen Insel des östlichen Loppio-Sees, wo sich stellenweise
tiefe Laubschichten befinden, welche nach unten in die schönste
braune Humuserde übergehen. Besonders in den tieferen, schon
mehr humösen Schichten des Laubes hält sich intermedius auf,
) H. Brölemann sagt zwar auf S. 31 seiner „Contributions A la faune
myriapodologique mediterrannsenne“ 2. Note. Lyon 1892: „In parte anteriore (!)
segmenti sita“; das ist aber wnrichtig, Er hat sich offenbar dadurch täuschen
lassen, dass die verdeckten Vordergrenzen der Doppelringe durchschimmern!
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 221
namentlich an schattigen Stellen. Er ist auf der Insel überaus
häufig. Ich sammelte 21 d und 182 ein.
Arco ebenfalls in dichtem Laubwald, unter Lauh 18 22. —
Salö unter Laub 19 22. —
Anmerkung. Das Vorkommen von Brachyiulus unilineatus
Ü.K. bezweifle ich um so mehr, als diese Art von Heller sogar
auf dem Stilfserjoch gefunden sein soll.
8. Leptophyllum austriacum n. sp.
In der Ponalschlucht bei Riva habe ich zwischen Genist
und Steinen, an schattiger Stelle der Klamm, hart am Bächlein,
nur 1 & dieser interessanten Art entdeckt. —
Lg. 14mm, Br. °/,;,mm. Habituell dem nanum. Latz. sehr
ähnlich. Körper grau, stellenweise graubraun glänzend. Die
Wehrdrüsen eines Theiles der Ringe schimmern als schwarze
Fleckehen durch. Beborstung ist nur an den 4-5 letzten Seg-
menten sichtbar, besonders am Analsegment.
Ocellen zu einem rundlichen Fleck verschwommen. Stirn-
gruben fehlen.
Backen des d nicht vortretend.
Die kleinen Foramina repugnatoria liegen in der Naht.
Doppelsegmente an den Vorderringen glatt,
an den Hinterringen deutlich und mässig
dicht längsgestreift.
Analsegment mit kräftigem dorsalen Processus, welcher
die Afterklappen weit überragt, rundlich ist, am Ende zugespitzt
und von oben gesehen, dreieckig. Ventrale Analplatte abgerundet.
1. Beinpaar des 5 häkchenförmig, klein und sehr Sanips, in
der Concavität mit nur wenigen Tastborsten.
2. Beinpaar des d sechsgliedrig. ohne Hüftfortsatze. Tarsal-
polster fehlen oder sind doch nur andeutungsweise Zu sehen.
Copulationsorgane: (vergl. Fig. 6 und 7.)
Die Vorderblätter sind 2'/; mal länger als in der Mitte breit,
aussen basalwärts von der Mitte an etwas verschmälert, am Ende
abgerundet, aber daselbst von einem kleinen Spitzchen überragt.
Hinten steht vor dem Ende ein kleiner Höcker. — Flagella f ehlen.
Die Mittelblätter (Fig. 7) verschmälern sich allmählich
gegen die abgerundete Spitze. Aussen tritt hinter der Mitte ein spitzer
Ast vor.
Die Hinterblätter (Fig. 6) krümmen sich im Bogen nach
innen und enthalten eine bis in den Endsaum ziehende Samen-
rinne (Sr). Unter deren Mündung entspringt ein stark gekrümmter
und in seiner Endhälfte mit feinen Spitzchen besetzter Fort-
satz g. Eine Fovea ist nicht vorhanden. Von der Basis, wo
sich an einer Kante (x) Muskeln ansetzen, entspringt noch ein
breiter Lappen (y), der die halbe Länge des übrigen Hinterblattes
erreicht. —
222 Dr. Carl Verhoeff:
Anmerkung. Die 3 andern von Leptophyllum bisher be-
kannten Arten, nämlich nanum Latz, pelidnum Latz. und
styricum Verh. sind hauptsächlich aus den Ostalpen bekannt.
L. nanum soll nach Latzel „bei Kufstein, am Achensee und
bei Lienz“ vorkommen. Desgleichen bei „Roveredo“. Alle diese
Angaben können wegen der Entdeckung von austriacum be-
zweifelt werden. Da ich aber auf Grund mikroskop. Praep. nanum
vom Königssee nachgewiesen habe, so sind gewiss auch die Nord-
tiroler Fundangaben richtig. Das Vorkommen in Südtirol (Roveredo)
muss dagegen bezweifelt werden. —
9. Julus (Leptoiulus) riparius Verhoeff.
In Südtirol und rings um den Gardasee sehr verbreitet:
Sirmione, in den Ruinen des Catullus, unt. St. oder an Ge-
mäuer umherlaufend, 1%, 2d, 1jung. d ($ 26 und 27, jung. d
27!/, mm, kein Schalt-d.)
Riva, Burg 12 u. St.
Arco, Olivenwald u. St. 15 32. Chiarana, Olivenwald 1%.
Arco, unter den Felsen 25 42, an einer Quelle 2 2.
Varoneebene, am Kalksandsteinfelsen 1 d, 2%, 1 ju. d,
4ju.2. Die jungen Thiere sind mehr braunschwarz, nicht tief-
schwarz wie die Alten.
Roveredo, Lenothal 32, 1ju. 2. Mori u. L. an feuchter
Felswand 12.16.
Caldonazzo an einem Trümmerfeldbächlein 48 42.
Loppio 12, 38, 1j.d u St. und an denselben umherlaufend.
Bozen, am Flussdamm 12, Eggenthal 23 12 unt. Holz,
355% an einer Mühle unter Holzspähnen. (22 davon haben
die olivengrüne Rückenbinde auf den Vorderringen nach den Seiten
herab etwas erweitert, fast wie bei der var. baldensis, doch fehlt
die bei jener vorhandene schwarze Rückenlinie.)
Deutschenofen, Leiferser Schlucht u. St. 13 22.
var. baldensis mihi.
Auf kahlen Matten unter dem nördlichen der beiden Gipfel
des Monte Baldo Altissimo, 1 St. auch auf dem Gipfel selbst in
1700—1850 m Höhe u. St. 15 62. — Das erstere stimmt in den
Copulationsorganen mit der Grundform überein. Sonst sind diese
Thiere von riparius durch Folgendes unterschieden:
1. Die gelbliche Rückenbinde, welche in der Mitte jedes
Ringes jederseits ein Stück herabzieht und dadurch breiter ist,
gleichzeitig in der Mediane von einer scharfen schwarzen Linie
durchzogen,
2. den Mangel der Tarsalpolster an den vorderen Beinen des d,
welche höchstens noch in Rudimenten angedeutet, (Wenn sich
dieser 2. Unterschied als ständig herausstellt, muss diese Form als
Subspecies gefasst werden.)
— Im Ganzen wurden gesammelt: 43 2, 24 6.
„Beiträge“ 1. c. „im Thalwalde bei Gomagoi am Suldenbache*.
Die weiteren Funde haben gelehrt, dass der Name riparius sehr
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 223
gut gewählt ist, da ich das Thier meist an Flüssen oder Bächen
oder unfern davon auffand.
Anmerkung 1: Koelbel hat dieses Thier 1. c. irrthümlich
als „albolineatus (Luc.) Latz.“ aufgeführt. Unter diesem Namen
ist es auch schon früher von Latzel u. A. von Roveredo, Arco,
Trient, Salurn ete. angegeben. Es soll auch auf dem „Stilfserjoch“
vorkommen.
Anmerkung 2: In den „Beiträgen“ 8. 26 habe ich richtig
auf eine Verfärbung der Rückenbinde in Roth durch mit Wehr-
drüsensecret versetzten Alcohol hingewiesen. Unrichtig ist da-
gegen meine Angabe, dass das Rückenband im Leben „grauweiss“
bis „gelblichweiss“ sein soll. Ich habe jetzt besonders darauf
geachtet und es stets schön olivengrün gefunden. Auch das
passt also nicht auf „albolineatus“. —
10. Julus (Leptoiulus) germanicus n. sp. (vergl. Fig. 1—5.)
ö Lg. 24mm, Br. 1'/; mm.
2 Lg. 32 mm, Br. 2 mm.
Körper schwarz, ziemlich glänzend, Beine weiss.
Ist dem alemannicus habituell so ähnlich, dass ich in Bezug
auf äussere Merkmale mich auf wenige Worte beschränken kann.
Weisse, lange Borsten stehen an den Rändern fast aller Seg-
mente. Das Analsegment ist stark und lang grau behaart.
Foramina weit von der Naht abgerückt.
Vorderringe glatt, Hinterringe mit mässig dichter und ziem-
lich schwacher Längsfurchung.
Dorsaler Processus analis, lang und spitz.
Backen des d ohne Fortsatz.
Das 1. Beinpaar des & (Fig. 1) ist dadurch besonders merk-
würdig, dass es zwar die gewöhnliche, häkchenförmige Gestalt
besitzt, aber deutlich in zwei Glieder abgesetzt ist eine dreieckige,
keilförmig nach innen geschobene Coxa und den übrigen
Uncus (Co und U). Auch die Hälften der Ventralplatte sind je in
einen Fortsatz ausgezogen, welcher das Häkchenbein trägt. Auf
diesem Fortsatz sowohl, als auf dem Coxalabschnitt und der Basis
des Uncus stehen Tastborsten. Der Uncus ist ziemlich lang, ge-
krümmt und am Ende spitz, Muskeln sind zwischen den genannten
Gliedern auch hier nicht vorhanden.
2. Beinpaar des d sechsgliedrig, völlig ohne Tarsalpolster.
Die Hüften besitzen innen am Ende nur einen recht kleinen
(pr. i Fig. 5), papillösen Fortsatz, aussen auch den Stielfortsatz,
den ich jetzt als Drüsenfortsatz (pr e.) bezeichne, da in ihm,
wie ich schon früher bei alemannicus vermuthete!), (cf. „Beiträge“
Fig. 3 p. e.), eine Coxaldrüse (dr) mündet. Dieselben sind durch
einen langen Kanalschlauch (dk) weiter in den Körper gerückt,
1) Vergl. auch Mieropodoiulus ligulifer, Fig. 8 meiner „Beiträge zur
Anatomie und Systematik der Juliden. Wien 1894. Auch bei dieser Gattung
kommen solche Coxaldrüsen vor,
224 - . „Dr. Carl Verhoeff:
aber ebenso wie die oben von Craspedosoma Rawlinsii be-
schriebenen Prostata-Drüsen als umgewandelte Coxalsäcke
zu betrachten. Ungefähr das letzte, innere Drittel des Kanales
wird von den Drüsenzellen in geschlossener Masse umgeben.
Der Penis ist zweihörnig, jedes Horn breit abgestutzt, indem
jeder Samengang durch ein äusserst blasses, im Längsschnitt fast
quadratisches, kurzes Röhrchen nach aussen mündet.
Copulationsorgane: Die Vorderblätter (Fig. 4) sind an der
Vorderseite stark doppelt so lang als breit, an der Hinterseite
1!/, mal länger als breit, der basale Rand (r) ist fast rechtwinklig
geknickt, unter ihm befindet sich die ovale, rings von Drüsenporen
umgebene Fenestra (fen... Am Ende sind die Blätter breit abge-
rundet. Innen springen sie in einen kräftigen, ziemlich spitzen
Zahn (z) vor, welcher in der Ansicht von vorne nur wenig seit-
wärts vorragt. Wie meist ist die Vorderfläche der Vorderblätter
reichlich von Porenkanälen durchsetzt, während auf der Endhälfte
der Hinterfläche eine papillös-zellige Struktur bemerkbar wird.
(Beides ist in Fig. 4 stellenweise angegeben.)
Die Fenestra hat übrigens keine Beziehung zum Flagel-
lum. Ich habe das im Zoolog. Anzeig. 1896, N. 493 für Julus
Bertkaui Verh. angegeben, indem ich die Fenestra für ein
Widerlager des Flagellumendes hielt. Andere Arten haben mir
gelehrt, dass dies nicht der Fall ist. Ich werde vielmehr weiter-
hin in Vergleich mit anderen Erscheinungen bei Diplopoden dar-
legen, dass wir die Vorderblätter als umgewandelte Coxae
und die Fenestra derselben als diejenige reducirte Gelenkstelle
anzusehen haben, an welcher die übrigen Beinglieder meist ver-
schwunden sind.
Flagella kräftig, in der Innenbucht befestigt, doppelt so lang
als die Vorderblätter und sehr fein auslaufend.
Mittelblätter sehr einfach, das Ende mit papillöser Struktur,
etwas verdickt und durch einen Einschnitt etwas abgesetzt.
Hinterblätter (Fig. 2 und 3) vom Typus der meisten Lepto-
iulus. Ueber das quere, in der Mitte eingeschnittene Grundblatt,
an welches sich die Muskulatur heftet, ragt hinten das stiefelschaft-
artige Blattstück (Sti) empor, vorne das Blattstück mit den Fort-
sätzen « und #. An ihm befindet sich auch eine Samenrinne, in
welche basalwärts der Kanal der Prostata einmündet (dk). Eine
Fovea ist nicht vorhanden.
Besonders charakteristisch für diese Art ist ein an der Innen-
seite befindlicher Zahnlappen (Z), dessen individuelle Variation
aus Fig. 2, 3 und 3a zu ersehen ist und welcher dem sonst bei
Leptoiulus so häufig vorkommenden Innenstachel (vergl. z. B.
e Fig. 15) entspricht. Wie die übrigen Teile der Hinterblätter, so
ist auch dieser Zahnlappen von gelblichem Chitin, seine Umrisse
sehr scharf. — Es wurden 4 Präparate verglichen.
Vorkommen: Kalterer Seebecken u. St. und L. 52 16,
13..2,.12..02
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 225
Pergine, an einem Bächlein und Wiesenrand u. St. 19, 16.
Sigmundskron an der Etsch u. St. 12, 26.
Roveredo, Lenothal, 12.
Salö a.G. 10. V.96 u.L. an einem Bächlein 1 j. d. Dasselbe
nahm ich lebend mit.
Am 25. VI. hatte es sich in ein reifes ä verwandelt, ohne
dass ich ein Schaltstadium beobachten konnte.
11. Julus (Leptoiulus) alemannicus Verhoeff.
Auf der höchsten Kuppe (ca. 1800 mm) des niederen, nörd-
lichen der beiden Gipfel des Mt. Baldo Altissimo fand ich am
7. Mai 96 unter Felsstücken, als der Gipfel noch zur Hälfte mit
Schnee bedeckt war, 2 junge Männchen, welche ich glücklich weiter
züchtete. 26. VI. waren noch beide junge d, eines aber lag in
einem Grübchen im Sande und lief bei dessen Aufdeckung davon.
12. VII. ebenso. 2. VII. finde ich 1 d entwickelt, das andere noch
unreif. Auch hier habe ich kein Schaltstadium beobachtet, ein
Zeichen, dass die von Ph. Bertkau in den Jahresberichten 1894
vermuthete Allgemeingültigkeit desselben nicht zutrifft.
Hiermit komme ich auch auf die obige Mittheilung von
C. Attems zurück. Die Exuvie meines gezüchtetend nämlich, welche
im Nacken, zwischen Kopf und Collum verlassen und dann (wohl
abnorm) an einer Seite der vorderen Dorsalringe abgenagt wurde,
besitzt ein sechsgliedriges 1. Beinpaar (übereinstimmend mit
Attems Angabe!) Aber die Copulationsorgane der Exuvie entsprechen
in der mikroskop. Ansicht durchaus dem, was ich am lebenden, un-
reifen d mit der Lupe gesehen habe, d.h. während bei letzterem
die Vorderblätter noch ganz horizontal liegen und fest an den
Körper gedrängt sind, so dass keine Oeffnung im Copulationsring
ventralwärts zu sehen ist, sind auch bei ersterer (Exuvie) die
Mittel- und Hinterblätter noch ganz unentwickelt und beide zu-
sammen nur durch einen kleinen abgerundeten Höcker angedeutet.
Demnach gilt es voraussichtlich allgemein für die Juliden,
dass 1. die Schalt-Männchen ein 4- oder 5-gliedriges,
2. die unreifen jungen Männchen (im letzten Stadium) ein
6-gliedriges 1. Beinpaar besitzen.
Das d vom Mt. B. Altissimo stimmt in den Copulations-
organen mit dem Typus überein. Die geringen Abweichungen,
welche in der Bezahnung des Hinterblattes vorkommen, möge man
aus Fig. 77 ersehen und damit Fig. 2 meiner „Beiträge“ 1. c. ver-
gleichen. —
In den Thälern Südtirols habe ich alemannicus nirgends
angetroffen. Man kann dort den germanicus als seinen Ver-
treter betrachten. Schon in den „Beiträgen“ l.c. S. 24 und 25
erklärte ich: „In Südtirol habe ich ihn vermisst“, dort findet man
weitere Angaben über seine Verbreitung. Koelbel l.c. führt ihn
von Ratzes an. In den Ostalpen (Steiermark und Krain) ist er
weit verbreitet. —
Arch, f. Naturgesch, Jahrg. 1896. Bd, I, H. 3. 15
296 Dr. Carl Verhoeff:
12. Julus fallax Meinert. Ist mehr in den Thälern als auf
den Höhen zu finden.
Sirmione, in den Ruinen des Catullus u. St. 3 2.
Pergine, an einer Wiese und Bach u. St. 38 42 (bis 42mm
Lg.). Caldonazzo u. St. 2 2.
Arco, unter den Felsen u.L. u. St. 35 4%, im Olivenwald
u LS:
Chiarana, im Olivenwald 75 428.
Riva, Burg 1ju. d 23mm. Ponalschlucht 12.
Loppio, Seeinsel, .L.45 132.
Eggenthal u.L. 12.1 (nahe zusammen). Sarnthal32 28.
Salö, an einem Bächlein u.L. 2%, 1j.5 (26, mm).
? 12a. Julus tirolensis Verh.
Von dieser Form beschrieb ich in den „Beiträgen“ 1. c. S. 30
nur das 2.
Ich besitze jetzt aber einige lebende junge Männchen, deren
Aufzucht mir vielleicht gelingt ').
Die hierher gehörigen Thiere sind in Südtirol nicht selten und
da ich sie einerseits oft mit fallax gemeinsam antraf, anderer-
seits eine grosse Uebereinstimmung in der Skulptur beider herrscht,
so ist es nicht unmöglich, dass es sich nur um Jugendformen des
fallax handelt.
Das 2 aus Nordtirol (Finstermünz) ist nur heller als die Süd-
tiroler. Letztere sind braun, mit sehr feiner schwarzer Rücken-
linie geziert.
Kalterer Seebecken u. St. 62 oder j. 2, 2j. 6.
Trient, Bergabhang 1%.
Loppio-Insel u. L. 9 ju. d von 111/—25 mm
19 2u.]j.2v 99-32 mm.
Arco, Olivenwald 1 2, unter den Felsen 5 2, 3 ju. d, an einer
Quelle 22 u. j. 2.
Chiarana, Olivenwald an Wasserlauf u. St. 2 2.
Ponalschlucht b. Riva 1j. 2 am Bache.
Salö, u.L. an Bächlein 22 2j.2. —
13. Julus (Leptoiulus) nigrofuscus Verhoeff.
Auf der niederen Kuppe des Mt. Baldo Altissimo (vergl. ale-
mannicus) u. St. 7. V.96 ein ju.d. 9. VI: wurde es reifes d,
ohne sich in einem Schaltstadium befunden zu haben. —
Körper braun, mit helleren, gefleckten Unterflanken. 20!/, mm
lang. Das 2. Beinpaar des d dieser Art besitzt nur rudimentäre
Hüftfortsätze, aussen aber deutliche Drüsenfortsätze.
Tarsalpolster der vorderen Beine fehlen auch diesem 8 vom
Monte Baldo, ebenso wie anderen Tirolern und den Thieren aus
der Lombardei. Die Exemplare aus Finstermünz, vom Monte Baldo
!) Leider später gestorben.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. DET
und aus der Lombardei stimmen überhaupt überein, nur in den
Hinterblättern bemerkt man kleine individuelle Unterschiede, welche
aber von principieller Wichtigkeit sind. Man vergleiche daher
Fig. 78 und 79 hier und Fig. 12 der „Beiträge“. Die stiefelschaft-
artigen Blattstücke (Sti) sind übrigens nicht „undeutlich“, wie ich
auf S. 22 der „Beiträge‘‘ angab, sondern nur im Verhältniss zu
manchen anderen Arten, z.B. alemannicus, kürzer und zarter.
Bei Fig. 78 und 79 ist am auffallendsten der Unterschied in der
Form des Lappens d. —
14. Julus (Leptoiulus) trilineatus (C. Koch.) Latzel.
In Fig. 19 und 20 habe ich die Abbildungen von Vorder-
und Hinterblatt nach einem von Latzel erhaltenen 3 gegeben.
Beide sind auffallend schlank, das Vorderblatt völlig ohne Innen-
zahn. Am Hinterblatt ragt nur ein Stachel (x) hoch empor, das
Velum (d) steht als ein gekrümmter Stachel nach vorne ab. Die
Mittelblätter sind auch sehr schlank, am Ende nicht verdickt, ganz
allmählich verschmälert und durch keine Furche vor dem Ende
ausgezeichnet. Wahrscheinlich stammt die Latzel’sche Type aus
Kärnthen.
Thiere, welche ich aus Fiume und Abbazia besitze, stimmen
mit letzterer im Uebrigen überein, nur das Velum am Hinterblatt
erscheint nicht als einfacher Stachel, sondern als zartes, feinzähniges
Blättchen (Fig. 80).
var. niger mihi mag eine Varietät aus Fiume und vom
Monte Maggiore (Istrien) bezeichnet werden, welche sonst
vollkommen mit der Grundform übereinstimmt, auch in den
Cop.-Organen, aber einfarbig braun oder schwarz gezeichnet
ist. Zu dieser giebt es dort Uebergänge, indem die schwarze
Rückenmittellinie zwar vorhanden, aber die seitlichen schwarzen
erloschen sind Bald ist das Braun heller, bald dunkler.
Diese Art ist in ihrer Farbe also recht veränderlich.
In den „Aphorismen“ etc. Zool. Anzeig. 1895, N. 477, habe ich
unter N. 21 Julus montivagus Latz. und var. elucens für Fiume
angegeben. Das ist zu berichtigen. Es handelt sich um tri-
lineatus und var. niger. — Dieser Irrthum wurde hervorgerufen
durch die geschilderte Velumvariation und die nicht genügend zu-
treffenden Zeichnungen Latzels.
Vorkommen in Tirol:
Arco, unter den Felsen 1 1ju.S, Olivenwald ju 2 17!/, mm.
Diese haben in typischer Weise eine feine, schwarze Rückenmittel-
linie und jederseits eine dunkle Fleckenreihe unter den Foramina.
Chiarana im Olivenwald 22 von 20 und 21 mm, wie vorher
gezeichnet, an einer Quelle u. St. 12.
Bozen, am Eisackdamm u. St. 1 2 von 17mm. Ratzes]
(Koelbel.) [Ein reifes $ habe ich aus Tirol noch nicht untersucht.
var. affinis Verh. £ (vergl. „Beiträge“ S. 28. Campi b. Riva.)
15*
228 Dr. Carl Verhoeff:
var. arcoensis mihi.
Arco, an einer Quelle hinter der Felsenkette, welche der Sarca
parallel zieht 12 21'Y,mm und 1j. 2 von 14!/,; mm, unter diesen
Felsen u. St. 22 1j.d. Roveredo, Lenothal 62 2ju.d. —
Stimmen in allem Uebrigen mit trilineatus überein, sind aber
von gedrungenerem Körper und haben (nicht seichte, sondern)
kräftige und auch dichtere Längsfurchung.
Erst die reifen &3 können entscheiden, ob diese beiden
Varietäten wirklich nur solche sind oder besondere Arten. — Bei
Dalla Torre sind eine Reihe von Fundorten angegeben.
15. Julus (Leptoiulus) ? sp.
In ca. 1400 m Höhe fand ich am Nordabhang des Monte Baldo
Altissimo, unter einer Felswand u. St. 22 und 1 ju. . Bei Deutschen-
ofen in ca. 1200 m Höhe u. St. 12.
Eine recht kräftige Art, welche ich mit Sicherheit keiner be-
kannten zustellen kann. Die 2? messen ca. 40 mm.
Grau- oder braunschwarz, mässig glänzend, die Duplikaturen
der Hinterringe sind gelbbraun bis graubraun.
Ich würde diese Thiere für fallax halten, wenn nicht die
Längsfurchung der Hinterringe statt einer tiefen eine recht
seichte (sonst aber mässig dichte) wäre. —
16. Julus (Leptoiulus) helveticus Verhoeff.
„Beiträge“ 1. c., kommt höchstwahrscheinlich auch in Tirol vor.
17. Julus (Leptoiulus) belgicus Latzel (= albovittatus
Verh.) var. flavopietus Verh. — Allgäu.
Die Grundform ist aus Rheinpreussen (Verhoeff), Belgien
(Latzel) und Nordfrankreich (Brölemann) bekannt.
18. Julus (Leptoiulus) montivagus Latzel.
Soll „auf der Seiseralpe, dem Lafatscherjoche und Monte Baldo‘
vorkommen. Ich habe die Art nicht gefunden.
Koelbel giebt sie für Ratzes an.
19. Julus (Leucoiulus) molybdinus C. Koch.
Lienz (Latzel), Ratzes (Koelbel).
20. Julus (Oncoiulus = Unciger) foetidus (. Koch.
Lienz (Latzel).
[Bei Salzburg ist diese Art nicht selten. Ich sammelte sie auf
dem Kapuzinerberge.]
21. Julus (Anoploiulus) boleti C. Koch.
Nonthal, Arco, Mezzotedesco.
22. Julus (Cylindroiulus) luridus (C. K.) Latzel.
Es ist fraglich, ob diese Art vorkommt, vielleicht noch im
östlichen Theile. Wohl meist mit Meinerti verwechselt.
23. Julus (Cylindroiulus) Meinerti Verhoeff.
„Vergl. meine „Beiträge zur mitteleuropäisch. Diplop.-Fauna‘
Berlin 1891, und Attems ‚Die Myriopoden Steiermarks‘‘, Wien
1895.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 229
Innsbruck 12 unt. Rinde eines Fichtenstukkens, unfern vom
Iselberge.
23. Julus (Cylindroiulus) Verhoeffii Brölemann. (Fig. 24
bis 26.)
Loppio-Insel im östlichen See, tief in den Laubschichten
vergraben, 62 18, 1ju. 6.
Caldonazzo, neben einem Trümmerfeldbächlein 1 2. — Riva.
Brölemann (,Deux Julides de la faune mediterrannöenne“,
Paris 1896, Bulletin de la societ& entomologique de France, S. 43
bis 45, 4fig.) hat die Copulationsorgane dieser Art nicht richtig
und nicht vollständig beschrieben und abgebildet, weshalb ich ihn
hier ergänzen muss. Dass er dieselben Thiere vorliegen hatte
wie ich, geht daraus hervor, dass ich Exemplare von ihm erhielt
und mit den meinigen übereinstimmend fand.
Copulationsorgane: Die Vorderblätter (Fig. 24) haben auf
der Hinterseite in der Grundhälfte eine starke Vertiefung. In diese
springt von der Innenkante her ein starker Höcker (h) vor. Unter
dem distalen geraden Endrande liest in der Tiefe eine Fenestra.
In der Mitte zwischen diesem Endrande und der Spitze des Vorder-
blattes befindet sich das Ende (x) einer anderen, aber flacheren
Impression. Bis hierher reicht das Ende des Mittelblattes, das
in diese Gruben eingebettet liegt. Es besitzt übrigens eine Grube
(hI Fig. 25), in welche der genannte Höcker genau passt, so dass
ein fester Anschluss erfolgt. Flagella kräftig, Mittelblätter kurz
stabförmig, gedrungen, mit deutlichem Innenast (I).
Die Hinterblätter (Fig. 26) erheben sich auf einer kräftigen,
sehr fein punktirten Platte (p), welche einen starken Querbalken (q)
trägt, der nach innen vorspringt. Auf diesem steht das kürzere
Blattstück, welches aussen in der Ecke z vortritt, innen in den
Fortsatz y verlängert ist. Das längere Blattstück erhebt sich be-
sonders über der Innenecke der Grundplatte, enthält eine Samen-
rinne (xy), in welche bei y vielleicht eine Prostata einmündet und
tritt distalwärts in die drei Spitzen «, ß und d vor.
1. Beinpaar des & häkchenförmig, Häkchen stark gekrümmt,
am Ende stumpf, abgerundet.
2. Beinpaar des d innen und aussen ohne Üoxalfortsätze.
Tarsalpolster deutlich ausgebildet, aber kaum merklich ge-
strichelt.
Penis am Ende doppelkugelig, die hyalinen, quadratischen
Ausführungsröhrchen sind nach hinten gerichtet. —
[Die Brölemann’schen Figuren verstehe ich nicht, sie ent-
sprechen nicht der Natur.]
Diese Art gehört nicht zu Cryptoiulus, sondern zu Cylindro-
iulus, denn es ist kein Schaltstadium von ihr bekannt. (Vergl.
auch das Weitere.) Der dorsale Processus analis kann hier nicht
zur Untergattungs-Charakteristik verwandt werden.
230 Dr. Carl Verhoeff:
Diese Art ist übrigens dem Julus allobrogicus Bröl. recht
ähnlich und eine Verwechslung wird besonders durch die röthliche
Färbung von Vorder- und Hinterende des Körpers beider leicht
verursacht. Latzel hat seine ‚var. fulviceps‘ nur durch die Farbe
und zwei wenig klare Figuren der Copulationsorgane characterisirt.
Letztere lassen sich aber, wie ich mich jetzt überzeugt habe, weder
mit Verhoeffii Bröl. noch mit fulviceps Verh. in Einklang bringen.
Das Latzel’sche Thier ist daher entweder undeutbar oder eine dritte
Art. Ich führe für meine in der Schweiz gefundenen Thiere jetzt
den Namen ein:
24. Julus (Cylindroiulus) allobrogicus Bröl. (Fig. 82 u. 83.)
In: Materiaux pour servir A une faune des Myriapodes de France.
Feuille des jeunes naturalistes. Paris 1896. N. 308—309.
syn. J. fulviceps Verh. ‚Beiträge zur Diplopoden-Fauna der
Schweiz‘ Berl. entomol. Zeitschr. 1894. Heft II. S. 295.
? syn. J. fulviceps Latz. Koelbel. (Bad Ratzes.) —
Ich gebe zunächst eine Uebersicht der äusseren Unterscheidungs-
merkmale dieser und der vorigen Art:
Verhoeffi:: allobrogicus:
Processus analis ziemlich lang) Processus analis kurz, dick und
und in eine deutliche, scharfe abgerundet, auf dem Quer-
Spitze ausgezogen, auf dem Quer- | schnitt rund.
schnitt aber auch rund,
Vorderringe wenig gestrichelt,, Vorderringe dieht gestrichelt,
recht glänzend. wenig glänzend.
Hinterringe weitschichtig ge-| Hinterringe dicht gefurcht.
furcht.
1. und 2. Beinpaar des 5 wie bei Verhoeffii, Copulations-
organe dagegen recht abweichend: [die Brölemann’sche Arbeit habe
ich erst während des Druckes meiner Abhandlung zur Ansicht er-
halten, muss aber, da seine Figuren der Cop. O., 7 und 3 keinen
Zweifel an der Uebereinstimmung übrig lassen, den Namen
„fulvianalis“, den ich einführen wollte, einziehen. Nur der Lappen c
meiner Fig. 83 weicht etwas von dem entsprechenden der ziemlich
guten Abbild. Brölemanns ab.]
Die Vorderblätter (Fig. 82) besitzen auch in der Grund-
hälfte der Hinterblätter die grubenartige Eintreibung, aber der
distale Endrand ist nicht gerade, sondern bildet eine tiefe Bucht (b).
Der Höcker, welcher in eine Grube des Mittelblattes eingreift, ist
von dieser Bucht sehr weit entfernt, ganz basalwärts gerückt, neben
den Bulbus des Flagellums und entschieden kleiner als beim Vorigen.
Flagella lang und kräftig.
Mittelblätter kurz balkenförmig, mit angedrücktem Innenast.
Zahngruben deutlich.
Hinterblätter sich auf starker Grundplatte erhebend.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 231
Kurze Samenrinne deutlich. (Sr Fig. 83.) Das Blattstück
innenwärts von derselben ist am Ende tief eingebuchtet, zwischen
den Höckern a und b. In der Mediane (x) berührt es die andere
Organseite. Das Blattstück aussen von der Samenrinne (c) ragt
über das erstere empor und springt am Ende nach innen in einen
Stachel vor. (z Fig. 83 und 83a.)
Anmerkung: Diese Art dürfte sicher in den westlichen Ge-
birgsgegenden Tirols zu finden sein. In der Schweiz ist sie bei
Zermatt häufig. —
25. Julus (Cylindroiulus) italicus Latzel.
Besitzt kein Schaltstadium.
Die Untergattung Cryptoiulus fällt fort.
Hierzu gebe ich folgende Erklärungen: In meinen „Beiträgen
zur Diplopoden-Fauna Tirols“, Wien 1893, beschrieb ich ein Schalt-
Männchen und gründete wegen desselben für italicus die Unter-
gattung COryptoiulus. Dieses Schalt-Männchen sollte auffallender
Weise schon Häkchenbeine am 1. Rumpfsegment besitzen, im
Uebrigen geschlossenen Penis.
Ich hatte nun folgende Gründe, um meinen Verdacht gegen
die Richtigkeit meiner früheren Mittheilung zu erheben, nämlich:
1. fand ich neuerdings kein Schaltmännchen unter den ge-
sammelten Exemplaren des italicus,
2. war sonst kein Schaltmännchen mit Häkchenbeinen bekannt,
3. unterschied sich das einzige 1893 in den „Beiträgen“ be-
schriebene Schaltmännchen, wie ich dort auf S. 29 aus-
einandersetzte, von italicns-Reifemännchen auch durch die
Skulptur nicht unbeträchtlich,
4. besass es bereits wohl differenzirte Mittelblätter, was mir
auch sonst von keinem Schaltmännchen bekannt wurde.
Nun habe ich Julus Verhoeffii obendrein kennen gelernt und
gelangte zu dem Ergebniss, dass jenes Schaltmännchen kein solches,
sondern ein reifes & des J. Verhoeffii ist. Fig. 8 in meinen Bei-
trägen ist also das Hinterblatt dieser Art, wurde aber nicht
genau genug abgebildet, obwohl es immerhin noch zutreffender ist
als Brölemanns Fig. 3 und 4. Die Penes, welche die Täuschung
verursachten, sind vorne, wie schon gesagt, doppelkugelig, die
Öeffnungsröhrchen sind nicht, wie sonst gewöhnlich, nach den
Seiten, sondern nach hinten gerichtet. Dadurch erklärt es sich, dass
ich sie damals übersehen habe und die Penes für geschlossen hielt.
Nach dieser Richtigstellung bleibt es also bei der früheren
Ansicht, dass ein reifes Juliden-Männchen durch Häkchen-
beine sicher charakterisirt ist. — (Soweit solche überhaupt
vorhanden siud.
Vorkommen: Monte Baldo Altissimo auf Matten in 1600 bis
1800 m Höhe u. St. häufig. (1 Copula beobachtet.) — 138, 88,
232 Dr. Carl Verhoeff:
6 ju. 6, 3 ju. 2. — Kein Schalt-S. Junge S 12, 23 und 24 mm leg.
Bäcken noch nicht vortretend.
5 25—28 mm. — Finstermünz, Sulden, Riva „Beiträge“. Nach
Fedrizzi ‚im Val di Non, Mezzotedesco, Salurn, S. Michele, Lavis
und Trient“. —
26. Blaniulus venustus Meinert.
Roveredo, im Mulm morscher Weiden zahlreich, d, 2 und
Junge. Die Copulationsorgane entsprechen den Zeichnungen Latzels
ganz gut.
Salurn (Fedrizzi).
27. Blaniulus fuscus Am Stein.
„von Latzel in 7 Ex. in Tirol gefunden, auf den Gehängen
um den Achensee und im Zillerthal“.
28. Isobates varicornis C. Koch.
„Von Prof. Latzel im Zillerthal, nahe der Mündung ins Inn-
thal gefangen“. —
= =
*
Verzeichniss der bisher aus Tirol bekannten Diplopoden.
[Diejenigen Arten, deren Vorkommen noch nicht völlig sicher
gestellt aber aus irgend welchen Gründen dennoch möglich oder
wahrscheinlich ist, habe ich eingeklammert.]
1, Polyxenus lagurus 1
2. Glomeris europaea Verh. connexa ÜÖ.K. var. alpina
Latzel.
3. x 4 conspersa 0.K. (gennina).
3a. N hr # var. bitaeniata Bröle-
mann.
4. en x tridentina Latzel.
E% h & hexasticha Brandt.
De = = var. irregularis Verh.
6. 55 a pustulata Latz. (genuina).
6a. f n PL var. continua Verh.
6b. re > & var. pseudomarginata
Verh.
1: .s v; (trans)alpina C. Koch.
Tb. % % var. cingulata C.K.
? is guttata Risso.
8. % tirolensis Latzel.
9 22 multistriata ©. Koch.
10. Polydesmus tridentinus Latzel.
(ef. var. bigeniculatus Bröl.)
11: R illyricus Verhoeft.
12: L edentulus ©. K. (genuinus).
13. is denticulatus C.K.
[14. 5: complanatus L. monticola Latz.]
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 233
Brachydesmus superus Latzel.
Strongylosoma italicum Latzel.
Craspedosoma Rawlinsii Latzel simile Verh.
[athesinum Fedr.]
Canestrinii Fedrizzi.
alticolum Verhoeff.
Chordeuma silvestre C. Koch.
Heteroporatia mutabile Latzel var. fasciatum Lataz.
Atractosoma meridionale Fanzago var. simile Verh.
tridentinum Verhoeff.
in tirolense Verhoeff.
„Craspedosoma“ oribates Latzel.
„Craspedosoma‘ flavescens Latz.
Rhiscosoma alpestre Latzel.
„Atractosoma“ bohemicum Rosicky.]
Schizophyllum sabulosumLatzel var.bifasciatum Fanz.
var. bilineatum C,K.
var. punctulatum Fanz.
var. apunctulatum Fedr.
mediterraneum Latzel.
Pachyiulus unicolor C. Koch.
Berlesei Verhoeff.
e var. Fanzagoi Verh.
Brachyiulus austriacus Latzel.
pusillus Leach.
intermedius Bröleman.
unilineatus C.K.]
Leptophyllum austriacum Verhoeff.
Julus riparius Verhoeff.
R : var. baldensis Verh.
„ germanicus Verhoeff.
„ alemannicus Verh.
„ tirolensis Verh.]
„ nigrofuscus Verh.
„ trilineatus Latzel.
5 a var. affinis Verh.
h, re var. arcoensis Verh.
? sp.
„ helveticus Verh.]
„»„ belgicus Latzel var. flavopictus Verh.
„ montivagus Latzel.]
„ molybdinus C. Koch.
„5 foetidus.CHK.
„»sboleti.C;K.
„ luridus Latzel.]
F e var. fulviceps Latz.]
„ Meinerti Verhoeff.
”
”
” ”
” 3)
”
”
”
Dr. Carl Verhoeft:
I)
wo
He
Julus Verhoeffii Brölemann.
„ allobrogieus Bröl.]
„ italicus Latzel.
Blaniulus venustus Meinert.
“= fuscus Am Stein.
Isobates varicornis ©. Koch.
Im—=at
OU OL OO
PARTS
Mittheilungen zur vergleichenden Morphologie
der Copulationsorgane der Juliden.
Bei vielen unserer Juliden habe ich schon lange eine eigen-
tümliche, iensterartig aufgehellte Stelle an der Hinterseite der Vorder-
blätter beobachtet (auch mehrfach abgebildet) und mir daher oft
die Frage vorgelest, was es mit dieser Erscheinung für eine Be-
wandtniss haben möchte. Es handelt sich bei jener Stelle nicht
etwa um eine Öflinung sondern um eine hautartig verdünnte
Stelle im Hautskelett. V orübergehend neigte ich zu der Ansicht,
dass diese Hautstelle, welche ich als Fenestra bezeichnet habe,
dem Flagellumgrundende als Widerlager diene. Ich habe aber
schon mitrotheilt, dass dies nicht der Fall ist.
Auf den beigegebenen Tafeln ist eine Fenestra z. B. in Figur
4 und 14 zu sehen. Sehr häufig ist dieselbe von Drüsenporen um-
ringt. Oft stelit sie dem basalen Rande an der Hinterseite der
Vorderblätter stark genähert, seltener ist sie etwas weiter davon ab-
gerückt. «Je nachdem die Vorderblätter mehr gedrungen oder mehr
gestr eckt sind, ist auch die Fenestra mehr quer oder mehr rund-
lich, oder mehr länglich.
Manchmal ist unter oder um die Fenestra auffallend dunkles
Pigment augehäuft. (Vergl. z. B. die Textfigur V in meinen „Bei-
trägen zur Anatomie und Systematik der "Juliden“ Wien 1894.)
Das hat mich schon merkw ürdig an manche rudimentäre Glieder
bei Chordeumiden erinnert, wo dergleichen auch vorkommt.
(Vergl. Fig. S p meiner „Beiträge zur Diplopodenfauna der
Schweiz“, Berlin 1894, ferner Fig. 5 p in „Neue Diplopoden
aus dem österreichischen Küstenlande‘“, Berlin 1893, und Fig. 2a
in „ein beitrag zur Kenntniss der Gatt. Chordeuma“ Berlin 1892.)
Bedeutend wichtiger und entscheidender aber ist der Umstand, dass
ich bei Julus (Leptoiulus) trilineatus C.K. (Fig. 81, R) ein kleines
und bei Tachypodoiulus albipes Ü. Koch (Fig. 35 l) sogar ein
ziemlich grosses Glied gefunden habe, für welches die Fenestra
die Gelenkerube bildet. Bei albipes trägt das genannte Glied
sogar noch eine Tastborste. Somit befinden sich bei einigen Juliden
an den Vorderblättern noch aufsitzende Glieder. Dies ist ein
weiterer wichtiger Beleg dafür, dass die Vorderblätter
wirklich Theile von Gliedmassen sind, und zwar haben
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 233
wir sie als umgewandelte Coxae und jene kleinen Auf-
satzglieder als Reste der Femora anzusehen. Die übrigen
Glieder und die Muskeln sind erloschen, da sie bedeutungslos sind
und bei den meisten Juliden mit Fenestra sind ja auch jene
Femoralstummel erloschen.
Das Gesagte bringt eine weitere Erkenntniss im Gefolge: Wir
haben uns bisher vergeblich darüber den Kopf zerbrochen, was die
kleinen Seitenblätter am Üopulationsapparat der Blaniulus zu
bedeuten haben! (Vergl. dazu Fig. 119 in Latzels grossem Werke,
Fig. 5 c „lames laterales“‘ im Brölemanns ‚„Contributions & la faune
myriapodologique mediterranneenne“ Lyon 1889, und Fig. 116 a in
Attems „Myriopoden Steiermarks“ Wien 1895.) Diese sind nun
nicht als Mittelblätter im Sinne von Julus aufzufassen, sondern
als Homologa der Femoralreste an den Vorderblättern,
denn sie sitzen nicht auf den hinteren Stützen (Tracheentaschen),
wie das immer für Mittelblätter gilt, sondern hinten auf der Basis
der Vorderblätter.
Ganz dem entsprechend hat B. Nemec (,O novech ceskych
Diplopodech“ Prag 1895) gefunden, dass bei Blaniulus armatus
Nem. „die äusseren Schenkel des vorderen Paares mit den mittleren
(beim Schaltstadium) noch verwachsen sind“. Er sagt: „ich meine,
dass sie nicht vom hinteren Paare abstammen‘“. Ebenfalls dem
Obigen entsprechend habe ich früher für Schizophyllum-Schalt-
männchen dargelegt, dass Mittelblätter und Hinterblätter noch ver-
wachsen sind. Die Seitenblätter von Blaniulus können also
nicht als Mittelblätter bezeichnet werden, ich schlage daher
den Namen Femoralblätter vor.
Es ist klar, dass die Vorderblätter der Juliden einen
ursprünglicheren Zustand bewahrt haben, als die primären
Hinterblätter. Wir müssen uns aber vorstellen, dass die stärker
umgewandelten Hinterblätter ursprünglich eine den jetzigen Vorder-
blättern ähnliche Gestaltsstufe durchgemacht haben.
Jetzt erst entrollt sich die Phylogenie der Copulationsorgane
der Juliden in grösserer Klarheit und jetzt erst kann man auch
die Flagella der Juliden, da sie ja auch an den Coxae der
Vordergliedmaassen des 7. Ringes sitzen, begründeterweise für
homodynam den Coxalhörnchen der Polydesmiden ansehen.
Ob sie ihnen auch homolog sind, ist kaum zu entscheiden. —
Mitte August 1896.
Fortsetzung folgt.
Sie wird die weitere Besprechung der übrigen, auf den Tafeln
durch Abbildungen erläuterten Arten aus den Ostalpen etc.
enthalten, eine vergleichende Morphologie der Rumpfsegmentanhänge
der Chordeumiden, eine Darstellung der europäischen Gattungen
dieser Familie, sowie Mittheilungen über die Häutung der Diplo-
poden und die Entwickelung der Copulationsorgane derselben.
236 Dr. Carl Verhoeff:
z Erklärung der Abbildungen.
Allgemein gültige Abkürzungen.
V = Ventralplatte, | C = Hinterblatt der Copulations-
Co = Coxa, organe,
fe = Femur, St = Stigma,
f = Flagellum, tr = Tracheen,
dk = Drüsenkanal, s = Sehnen,
Z — Zahnbildung, ı ti = Tibia,
m = Muskeln, tro = Trochanter,
Sr = Samenrinne, p = Haarpolster,
Tr = Tracheentasche (Stütze), fen = Fenestra,
A = Vorder-\ Blatt der Copulations-| I = Inmnenast,
B = Mittel- [ organe, Sti = Stiefelschaftartiges Blattstück.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig. 1-5. Julus (Leptoiulus) germanicus 5 Verhoeff n. sp.
Fig; ii:
Fig. 2u.3. Verschiedene Ansichten eines Hinterblattes der Copulationsorgane
Das 1. Bein mit Ventralplatte. U = Häkchen.
(Exemplar von Sigmundskron. Sr. = Samenrinne. Sti. = stiefel-
schaftartiges Blattstück. « und 3 sind zarte Blattvorsprünge z =
Zahnlappen.
3a. Der Zahnlappen eines Exemplars vom Kalterer See.
4.
5.
6.
%
8.
9
10.
Ein Vorderblatt von vorne gesehen. Die Randlinie r der Hinterseite
schimmert durch, ebenso die Fenestra (fen... Z = Imnenzahn. Das
Flagellum ist abgekürzt.
Joxa eines 2. Beines. dr — Coxaldrüse. pr. e. = äusserer, pr.i. =
innerer Coxalfortsatz. s = ausfliessendes Drüsensekret.
Fig. 6 und 7. Leptophyllum austriacum & Verhoeff n. Sp.
Ein Hinterblatt mit fein begranntem Horm g. Bei x zieht eine
Kante nach innen, an welche sich die Basalmuskeln anheften.
Gabeliges Mittelblatt.
Fig. 8-10. Leptophyllum styricum & Verhoeff.
h = Höcker an der Hinterseite des Vorderblattes.
Ein Hinterblatt, durch einen Muskel verbunden mit der Tracheentasche
Tr des bei x weggelassenen Mittelblattes und der Verbindungsfalte y.
Ein Vorderblatt mit seiner gelenkig dagegen abgesetzten Tracheen-
tasche, von hinten gesehen.
Fig. 11—13. Julus (Leptoiulus) brevilobatus & Verhoeff n. sp.
71:
12.
13.
(Entdeckt von mir bei Adelsberg.)
Ein 1. Bein nebst Ventralplatte V.
Ein Vorderblatt mit grossem Innenzahnlappen Z.
Ein Hinterblatt mit zarten Endlappen « und /, «= Rand der
Lamelle, an welchen sich der Basalmuskel anheftet.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 2337
Fig. 14-16. Julus (Leptoiulus) Braueri Verhoeff.
Fig. 14. Vorderblatt nebst Flagellum und Stütze (Tr.) von hinten gesehen.
(Das distale Drittel der Stütze ist fortgelassen.)
Fig. 15. Hinterblatt von vorne gesehen. Es trifft bei x auf die Grundlamelle a,
deren proximaler Rand bei y liegt.
Fig. 16. Mittelblatt (stärker vergröss. als die vorigen), I = Imnenast.
Fig. 17—18. Julus (Leptoiulus) Brölemanni Verhoeff.
Fig. 17. Hinterblatt.
Fig. 18. Vorderblatt.
Fig. 19—20. Julus (Leptoiulus) trilineatus (C.K.) Latzel
(nach einer von Latzel erhaltenen Type).
Fig. 19. Sehr schlankes Vorderblatt.
Fig. 20. Hinterblatt.
Fig. 21—23. Brachyiulus (Heteroiulus) intermedius Brölemann.
Fig. 21. Vorderblatt mit Nebenlappen 1 und Flagellum f, von hinten gesehen.
Fig. 22. Primäres Hinterblatt nebst Tracheentasche.
Fig. 23. Gnathochilarium. stg. = stipites gnath,, hy = hypostoma, me. =
mentum, 11 = lamellae linguales, ma e= mala exterior, ma i = mala
interior, lo. = lobus lingualis, x = Zwischenläppchen.
Fig. 24—26. Julus (Cylindroiulus) Verhoeffii Brölemann.
Fig. 24. Vorderblatt von hinten gesehen.
Fig. 25. Mittelblatt von vorne gesehen.
Fig. 26. Hinterblatt. s — Chitinsehnen, vb = laterale Verbindungshaut,
p = basale hintere Platte, q = basale vordere Platte. Die Samen-
rinne schimmert durch.
Fig. 27—28. Brachyiulus austriacus Latz. subsp. projectus Verh.
Fig. 27. Ende eines Vorderblattes von der Rückseite.
Fig. 28. Dasselbe von der Vorderseite.
Fig. 29. Brachyiulus austriacus Latzel. Ende eines Vorderblattes.
Fig. 30. Brachyiulus austriacus Latz. subsp. carniolensis Verh. n. subsp.
Ebenso. (Von mir bei Adelsberg aufgefunden.)
Fig. 31. Schizophyllum (Bothroiulus) mediterraneum Latzel. Mittel-
blatt mit 3 Zähnen, c, d, e.
Fig. 32-35. Tachypodoiulus albipes ©. Koch.
Fig. 32. Die beiden balkenartigen, hinteren Ventralplatten und das linke
Mittelblatt, welches sich mit dem Innenast I an den Vorderrand x
des zugehörigen Balkens anlehnt.
Fig. 33. Ein Hinterblatt von vorne gesehen, nebst den Endstücken der balken-
artigen hinteren Ventralplatte, in der Linie y daranstossend. d=
zahnartiger Vorsprung über der Basis der Samenrinne Sr, an der
Stelle, wo dieselbe in die flache Fovea (Fo) einmündet. Sp = Sperma-
ballen in der Foveamuldee m = Muskel, welcher zum Stützenende
des Mittelblattes abgeht.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Dr. Carl Verhoeff:
ig. 34. Grund eines Vorderblattes (A) nebst der zarten, vorderen Ventral-
platte (V.) und der gelenkig abgesetzten Tracheentasche. x = Median-
winkel zwischen den beiden Vorderblättern.
. 35. Ansicht eines Vorderblattes von hinten, nebst Muskulatur. ] = vor-
springendes kleines Femoralglied, z= basaler Muskelzapfen. mi be-
wegt das Blatt nach innen, m3 nach aussen, m2 nach vorn, m6 nach
hinten. (Die Stütze ist durch die Muskeln m, m4, m5, m6 verdeckt.)
36. Polydesmus tridentinus Latzel. Copulationsfus, H = Hüft-
hörnchen, m = Femoralmuskel, ml = Hörnchenmuskel.
36a. var. bigeniculatus Bröl. (aus der Lombardei, Nesson.)
Fig. 37—38. Brachydesmus superus Latzel.
Copulationsfüsse verschiedener Individuen.
37. Ansicht von hinten, das Polster (p) und der Samengang durch-
schimmernd.
38. Ansicht von vorne. beide deutlich sichtbar. r = zarte Randlamelle.
Fig. 39-43. Craspedosoma Canestrinii Fedrizzi.
39. Coxa eines 1. Beines des 8. Rumpfdoppelsegmentes. Innen mit aus-
gestülptem Coxalsäckchen cs.
40. Ansicht von vorne auf die hintere Ventralplatte des Copulationsringes.
nu hinterer, seitlicher N kücen
hm = hinterer, mittlerer
vm = vorderer, mittlerer 1 ati
vs = vorderer, seitlicher f
s = Sehnen des Seitenmuskels der Ventralplatte.
sl = Sehnen des Seitenmuskels der Tracheentasche.
41. Rechter Greifhaken des vorderen Segmentes des Copulationsringes,
von hinten gesehen. s und sl = Sehnen der Bewegemuskeln des
Greifhakens.
42. Linker Spermalapparat, welcher seitliche Differenzirungen der vorderen
Ventralplatte des Copulationsringes vorstellt. psf = Pseudoflagellum
mit Samenrinne. — Grundbehälter für das Sperma. x = Neben-
fortsatz zwischen den Grannen (g), welche hauptsächlich in 3 Reihen
stehen und ungefähr ein Dreieck einschliessen.
43. Ende einer Granne bei sehr starker Vergröss.
Fig. 44—45. Craspedosoma Rawlinsii (Leach) Latzel
subsp. simile Verh. nach einem Exemplar vom Eisackufer bei Bozen.
44. Haupttheil der vorderen Ventralplatte des Copulations!inges. pr =
oberer, pr1 = unterer Processus. ] = medianer, etwas auf die Seite
gedrängter Lappen.
45. Ansicht von vorne auf die hintere Ventralplatte des Copulationsringes.
g = Gelenkstreifen. x = proximale Tracheen - Einmündungsstelle.
Pr. = hintere Prostata (Ausführungskanal). (Bezeichnung sonst wie
bei Fig. 40.)
46. Dieselbe, nach einem Exemplar aus Bonn a. Rhein. Endrand des
“ıinteren, vorspringenden Kammes der hinteren Ventralplatte mit den
bekannten Höckern.
Fig.
ig. 47.
ig. 48.
Fig.
49.
ig. 59.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 239
Fig. 47—48. Oraspedosoma Rawlinsii (Leach) Latzel.
Ausicht von vorne auf die hintere Ventralplatte des Copulationsringes.
< = vorspringende Kante. Pr. = Prostata. Nach einem Exemplar
aus der Koschinluka-Doline bei Adelsberg (Krain).
Ein Stück derselben Ansicht nach einem Ex. aus Laibach.
49—53. Crasp. Rawlinsii (Leach) Latz. subsp. simile Verh.
Fig. 49—52 nach einem Exemplar aus Bonn.
Ein Theil der vorderen Ventralplatte des Copulationsringes, mit dem
linken Spermalapparat. bl = häutige Spermablasen, w := Trennungs-
wand von « und 3, psf = Pseudoflagellum, & = Grannen. Der
Spermalapparat ist etwas zur Seite gelegt und die Ventralplatte von
x bis y aufgerissen. c = Rand des oberen Processus derselben.
Theil der hinteren Ventralplatte. Das Gelenk am vorderen Seiten-
höcker ist nicht mehr vorhanden.
Ende des hinteren Mittelhöckers von einem andern Exemplar.
Ende eines Greifhakens. «, £, y Fortsätze, d Lappen desselben.
Dasselbe, nach einem Exemplar von Bozen.
Craspedosoma Rawlinsii (Leach) Latzel. Ende eines Greifhakens
von einem Exemplar aus der Koschinluka-Doline bei Adelsberg.
Craspedosoma dentatum Brölemann. Eine Traclhıeeniasche des
hinteren Segmentes des Copulationsringes.
Fig. 56-58. Attemsia stygium & Latz. Verh.
Greifhaken und Ventralplatte des vorderen Segmentes des Cop.-R.
z = spitzer Greifzahn, L = stumpfer Nebenlappen.
Rudimente (R) der hinteren Anhänge des 7. Rumpfsegmentes.
Das 7. Bein mit sehr langem ÜCoxalfortsatz (Pr... Von dem Bein
selbst ist nur das Grundstück gezeichnet. W — warziger Coxalzapten,
der auf dem Ringe x sitzt.
Fig. 59-62. Craspedosoma alticolum Verhoeff.
Aufsatzgebilde einer Seite der vorderen Ventralplatte des 7. R.
Vorderer Mittelhöcker der hinteren Ventralpl. des 7. R. von vorne
gesehen.
Hintere Ventralpl. des 7. R. von hinten ges. hz = hinterer Zwischen-
höcker.
Linker Greifhaken von hinten gesehen. z = Muskelzapfen. s und
sl = Sehnen der Bewegemuskeln des Greifhakens. r —= Rudiment
eines Trachealhohlraumes der Tracheentasche.
Fig 63 und 64. Craspedosoma Latzeli Verh. subsp. gallicum Verh.
Fig. 63. Hintere Ventralplatte des 7. Rumpfsegmentes von hinten gesehen.
-
R und r = Reste der hinteren Extremität des 7. R.
Fig. 64. Vordere Ventralplatte des 7. R. mit Grannen (g) tragendem Aufsatz
und daneben einem Greifhaken.
240
Fig. 65.
Fig. 66.
Fig. 67.
Fig. 68.
Fig. 69.
Fig. 70.
Fig. 71—
Rierszl.
Fig. 72.
Fig. 73.
Fig. 74.
Dr. Carl Verhoeff:
Fig. 65—70. Microchordeuma gallieum Latz.
Ventrale Theile des hinteren Segmentes des 8. Ringes von oben ge-
sehen. s = Sehnen der Muskeln, welche die Coxae mit den schräg
gegenüberliegenden Tracheentaschenenden verbinden.
ho = Trachealhohlräume der Tr.
vm = vorderer Mittel- |
VB ige Seiten- f
Ventrale Theile des vorderen Segmentes des 8. Ringes. Rundr =
Beinrudimente, pr = Fortsätze derselben. Cos = Coxalsäckchen. Das
Stigma liegt in einer Vertiefung der V.
Ansicht von hinten auf die vordere Ventralplatte und rechte Extremität
des vord. Segınentes des 7. Ringes.
Eine metamorphosirte Extremität des hinteren Segmentes des 7. Ringes.
Die Basis ebenderselben und die zugehörige Ventralplatte, welche mit
ihren Tracheentaschen verschmolzen ist.
Theile der hinteren Extremität, besonders stark vergrössert. Links
ein Rinnenfortsatz, rechts das Ende eines Spiessfortsatzes.
Höcker, hs = hinterer Seitenhöcker.
74. Craspedosoma Rawlinsii (Leach) Latz. subsp. simile Verh.
(nach Exemplaren aus Rheinpreussen).
Ansicht von hinten und oben auf die Theile des vorderen Segmentes
des Copulationsapparates in situ. x — Randlinie einer Vertiefung.
y = die 3 Zwischenwände zwischen den Lappen der Spermablase.
gk = Kante, auf welcher ein Theil der Grannen aufsitzt, welche
rechts nur mit ihren Spitzen vorschauen, bei g ist ein Theil des ge-
drängteren Grannenbüschels zu sehen. Die Platte P ist dasselbe wie
der Lappen b in Fig. 49. a= Vorder-, ce = Hinterende der Median-
kante des Stammstückes der vorderen Ventralplatte, welche bei b zur
abgekehrten Strecke umbiegt, k = Kante an der Hinterseite der
Knickungsstelle des Greifhakens. Hier setzt sich der Muskel mi an,
welcher zu den Seiten der hinteren Ventralplatte zieht. m = Muskel
zwischen Mediankante des Stammstückes und vorderer Tracheentasche.
(Er ist der Deutlichkeit halber horizontal gezeichnet, liegt aber in
Wirklichkeit so, dass er nach unten allmählich verschwindend zu
denken ist. Auch zieht er etwas schräg, von aussen vorne nach innen
hinten.)
Theil eines Grannenapparates. P die Hauptplatte desselben. Die
Grannen liegen hinter derselben und stehen auf der Kante gk, nur
die Enden gi ragen hervor (es sind nur 2 eingezeichnet). Bei g be-
findet sich die gedrängt stehende Grannengruppe. _ kn = Knopf-
fortsatz. po, pol und po2 = mit feinen Papillen besetzte, polster-
artige Vorsprünge.
Basalhälfte eines Greifhakens.. hb — Fortsatz an der Aussenseite,
welcher als Hebel dient für die Muskeln m2, welche sich in näherem
und m3, welche sich in weiterem Abstande an den Seiten des Dorsal-
ringes anheften. (m1 wie in Fig. 71.)
Prostatadrüse dr, welche in den Quergang (Qu) einmündet. Dieser
tritt bei x in die Spermablase ein.
Beiträge zur Kenntniss paläarktischer Myriopoden. 241
Fig. 75. Microchordeuma gallicum Latzel. 28- segmentirtes junges &:
Vordere Ventralplatte des 7. Rumpfsegmentes von oben (innen) ge-
sehen. R = Beinrudimente. i = Innenast, ho = Hohlraum der linken
Tracheentasche.
Fig. 76. Orthochordeuma germanicum Verhof. Umgewandeltes Bein
des hinteren Segmentes des 6. Rumpfdoppelringes. Der Fortsatz des
Coxalgliedes (Co.) ist fortgelassen. g = Gelenk, K = klappenartiges
Femoralglied, x = Hals desselben. R = Rudiment eines Tibialgliedes.
Fig. 77. Julus (Leptoiulus) alemanicus Verhoeff. Endhälfte eines Hinter-
blattes von vorn gesehen, nach einem Exemplar vom Monte Baldo.
Fig. 78 und 79. Julus (Leptoiulus) nigrofuscus Verhoeff.
Fig. 78. Hinterblatt eines & vom Monte Baldo, von vorne ges.
Fig. 79. Hinterblatt eines & aus der Lombardei (Pavia) von hinten ges.
Fig. 80 und 81. Julus (Leptoiulus) trilineatus ıC. Koch.) Latzel.
Von einem Exemplar aus der Umgebung Fiumes.
Fig. 80. Velum-Anhang (d) vom Hinterblatt.
Fig
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
81.
82.
83.
83a. Zahn (Z, des Hinterblattes von einem andern Exemplar.
84 und 85. Julus (Cylindroiulus) Molleri Verhoeff. (aus Portugal.)
84.
85.
Grundgegend eines Vorderblattes mit der von Poren umgebenen Fe-
nestra (fen.) in welcher ein Gliedrudiment sitzt.
Fig. 82 und 83. Julus (Cylindroiulus) allobrogicus Bröl.
Nach Exemplaren aus Zermatt.
Endhälfte eines Vorderblattes von hinten gesehen. b = Bucht, in
welche ein Zahn des Mittelblattes eingreift.
Hinterblatt von vorne gesehen. Das Grundstück ist z. T. fortgelassen.
Vorder- und Mittelblatt von der Seite gesehen.
Hinterblatt von hinten gesehen. —
Systematische Uebersicht der in den Tafeln durch Abbildungen
vertretenen Arten.
Polydesmidae.
Polydesmus tridentinus Latzel — Fig. 36.
Brachydesmus superus Latz. — Fig. 37, 38.
Chordeumidae.
Craspedosoma Canestrinii Fedri. — Fig. 39 —43.
# Rawlinsii Latzel — Fig. 47, 48, 54.
= Rawlinsii Latz. simile Verh. — Fig 44—46, 49 —53, 71—74.
e Latzeli Verh. gallieum Verh. — Fig. 63, 64.
A dentatum Brölemann. — Fig. 55.
„ alticolum Verhoeff — Fig. 59—62.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. I. H.3. 16
242 - Dr, Carl Verhoeff: Beiträge etc.
Attemsia stygium Latzel. — Fig. 56—58.
Michrochordeuma gallieum Latzel — Fig. 65—70, 75.
Orthochordeuma germanicum Verhoeff — Fig. 76.
Julidae.
7 Julus (Leptoiulus) germanicus Verhoeff — Fig. 1-5.
Tai: n brevilobatus Verhoeff — Fig. 11—13.
rn = Braueri Verh. — Fig. 14—16.
> 3 Brölemanni Verh. — Fig. 17—18.
er a trilineatus Latzel — Fig. 19, 20, 80, 81.
+ ss alemannicus Verhoeff — Fig. 77.
nigrofuscus Verh. — Fig. 78, 79.
Tulee es Verhoeffii Brölemann — Fig. 24—26.
» n allobrogieus Bröl. — Fig. 82, 83.
Molleri Verh. — Fig. 84, 85.
17 Lepterkrlen austriacum Verhoeff — Fig. 6, 7.
3; styricum Verh. — Fig. 8—10.
Brachyiulus (Heteroiulus) intermedius Bröl. — Fig. 21—23.
Brachyiulus (Chromatoiulus) austriacus Latzel — Fig. 29.
n 5 austriacus Latz. projectus Verh.—Fig.27, 28.
T j r austriacuslLatz. carniolensisVerh.—Fig.30.
Schizophyllum mediterraneum Latzel. — Fig. 31.
Tachypodoiulus albipes ©. Koch. — Fig. 32—35.
[Neu sind die Arten, welchen ein Kreuz f vorgesetzt wurde.]
Bonn. Mitte August 1896.
1 —
Beiträge
Kenntniss der Trematoden.
Aus dem Zoologischen Institut der Universität Königsberg.
Von
cand. med. Paul Mühling.
Hierzu Tafel XVI-—XIX.
Einleitung.
Im Sommer 1895 übergab mir Herr Prof. Dr. M. Braun ver-
schiedene Distomenarten, die er grösstentheils selbst gesammelt
hatte, zur Untersuchung; die betreffenden Exemplare waren alle in
Sublimatlösung fixirt, in Alcohol gehärtet und in diesem aufbewahrt
worden; einige waren gefärbt und als Totalpräparate in Canada-
balsam auf Objectträgern eingeschlossen. Das Distomum hians be-
zogen wir aus der Naturalienhandlung von Dr. Adolf Lendl in
Budapest.
Meine Aufgabe war es, die Arten durch genauere Untersuchung
zu bestimmen; da sich der grösste Theil derselben als noch unge-
nügend bekannt, einige als neu erwiesen, so möge ein Bericht über
meine Funde als Beitrag zur Kenntniss der Distomen folgen. Zur
sicheren Bestimmung war in manchen Fällen der Vergleich mit den
Originalexemplaren nothwendig, welche in den zoologischen Museen
in Berlin und Greifswald aufbewahrt werden und die von denDirectoren
dieser Anstalten, den Herren Geheimrath Prof. Dr. K. Moebius
und Prof. Dr. Müller, in liebenswürdigster Weise zur Verfügung
gestellt worden sind; den genannten Herren spreche ich für diese
Förderung meiner Untersuchungen, sowie meinem verehrten Lehrer,
Herrn Prof. Dr. M. Braun für seine Anregung und Unterstützung
bei meiner Arbeit an dieser Stelle den wärmsten Dank aus.
Ausser der im Texte citirten Litteratur wurden selbstverständ-
lich die Angaben Creplin’s, Cobbold’s, Diesing’s, Linstow’s
16*
244 Paul Mühling:
u. a.m. berücksichtigt, deren Zusammenstellung hier wegbleiben
kann, da sie in den Arbeiten von Stossich !) enthalten ist.
Die auf den Tafeln beigefügten Abbildungen sind sämmtlich
vom Verfasser gezeichnete Originale; die Vollbilder sind nach in
toto conservirten Exemplaren angefertigt, mit Ausnahme von
Figur 4 und 7, welche durch Uebereinanderzeichnen von Frontal-
schnittserien gewonnen sind. Die Abbildungen der weiblichen
Genitalien (Figur S—-13 und 15) sind mittelst des Zeichenapparates
aus Sagittalschnittserien kombinirt; die Figuren 16 und 17 dagegen
wurden nur in unwesentlichen Punkten aus anderen Schnitten ergänzt.
1. Distomum flexuosum Rud.
(aus dem Dünndarm von Talpa europaea L., gefunden in Königs-
berg im August 1894 von Herrn Professor Dr. M. Braun.)
(ef. Fig. 1 und 8.)
In seiner ÖOriginalbeschreibung giebt Rudolphi?) für diese
Species folgende charakteristischen Merkmale an: Der Körper der
einen halben Zoll langen und über eine halbe Linie breiten
Thiere ist platt, in der Mitte breiter, hier und dort etwas einge-
schnürt, der Rand verdickt uud gewellt. Der subterminale Mund-
saugnapf ist klein und besitzt eine ebenfalls sehr kleine Oeffnung;
der an der Grenze des etwa ein Drittel des Körpers in Anspruch
nehmenden „Halses“ gelegene Bauchsaugnapf ist noch kleiner; dicht
vor ihm liegt eine den kurzen Cirrus enthaltende Erhebung, um
ihn herum (?) und hinter ihm der „Ovidukt“ mit seinen quer ver-
laufenden Windungen; die Eier sind oval spindelförmig. Im Uebrigen
ist der Körper des Thieres, um mit Rudolphis Worten zu reden,
mit Eiern gleichmässig vollgestopft, es handelt sich wohl dabei um
die in irrthümlicher Weise gedeuteten, mächtig entwickelten Dotter-
stöcke.
Dujardin?®) berichtigt und ergänzt diese Angaben. Er giebt
genaue Maasse für einzelne Organe an, erwähnt die langen und
schlanken Darmschenkel, die beiden in 8—10 Lappen ausgezogenen
Hoden, welche hinter einander in der Medianlinie des Körpers
liegen, und beschreibt auch die Exeretionsblase.
Die zu unserer Untersuchung verwandten fünf Exemplare fanden
sich bei der Section von fünf Maulwürfen sämmtlich in einem
Individuum; ihre Charaktere stimmen in allen Punkten mit den
Originalangaben überein.
Das Distomum fleeuosum, welches nach Dujardin der zweiten
Section des Subgenus Dicrocoelium angehört, hat einen langgestreckten
platten Körper von elliptischem Querschnitte, dessen Vorderende
1) Stossieh: „I Distomi degli Mammiferi.“ Trieste 1892. — „I Distomi
degli Uecelli.“ Trieste 1892.
?) Rudolphi: „Entoz. histor. nat.“ 1809. Vol. II. Pars I. pag. 389.
®) Dujardin: „Histoire naturelle des Helminthes,“ 1845. pag. 398.
.
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 245
vom Bauchsaugnapfe, dessen hinteres Ende vom hinteren Hoden
ab sich verschmälert. Die breiteste Stelle misst zwischen 1,25 bis
2mm. Die Länge der hiesigen Exemplare betrug nur 9mm, Du-
Jardin giebt 12—17 mm an.
Der für die Grösse des Thieres recht unansehnliche Mund-
saugnapf liegt subterminal; seine Oeffnung ist von Rudolphi als
kreisrund, in einem anderen Falle als halbmondförmig beschrieben
worden; bei unseren Exemplaren war dieselbe schlitzförmig quer-
gestellt. Der Durchmesser beträgt 0,36 mm, nach Dujardin 0,43 mm.
Der Bauchsaugnapf ist ebenfalls sehr klein (Durchmesser:
0,287 mm); er liegt im Niveau des Körpers, 3—4 mm hinter dem
Mundsaugnapf ungefähr auf der Grenze des vorderen und mittleren
Körperdrittels. Der Mundsaugnapf zeigt, von innen nach aussen
aufgezählt, folgende Schichten: Die unbestachelte, ziemlich ver-
schmächtigte Cuticula, eine einschichtige Lage von Aequatorial- und
Meridionalmuskeln, sowie Radiärfasern, welche ziemlich dicht stehen;
zwischen ihnen liegen zahlreiche sehr grosse Ganglienzellen von
ovaler Gestalt und scharf contourirtem Kern; derselbe hat eine
Länge von 0,0075—0,01 mm und eine Breite von 0,00625 bis
0,00725 mm; dann folgen Aequatorial- und Meridionalfasern, welch’
letztere namentlich auf der Ventralseite des Organs gut entwickelt
sind; zu äusserst liegt wieder eine Schicht äquatorial verlaufender
Muskelfasern, welche am Hinterende des Saugnapfes zu einem
sphineterähnlichen Muskelring verstärkt sind.
Die Cuticula ist völlig strukturlos, dicht ENT und
0,015 mm breit. Auf der Ventralseite ist sie etwas schmäler
(0,01 mm). Die Länge der Stacheln beträgt je nach der Grösse des
Thieres 0,022—0,033 mm; ihre Gestalt ist mit einem schiefen Kegel
zu vergleichen, ihre Spitze nach dem Hinterende gerichtet. Sie
sind gleichmässig über Dorsal- und Ventralseite des Körpers ver-
theilt und fehlen nur in der nächsten Umgebung der Saugnäpfe.
Die Stacheln durchsetzen die Cuticula in schräger Richtung und
nehmen die ganze Dicke derselben ein; über ihrer Spitze ist letztere
ein wenig emporgehoben; niemals jedoch ragen die Stacheln aus
der Epidermis heraus.
Die drei Lagen des Hautmuskelschlauches sind zwar
sämmtlich nur einschichtig, jedoch in gleichmässiger Weise ziemlich
kräftig entwickelt.
Der kurze Oesophagus ist 0,45 mm lang und hat ein enges
Lumen, seine Wandung besteht aus einer dünnen Cuticula, welche
durch eine einschichtige Ring- und Längsmusculatur verstärkt wird.
Der Pharynx ist mit dem Mundsaugnapf durch eine nur schwach
entwickelte Pharynxtasche verbunden, deren cuticulare Aus-
kleidung breiter ist als beim Oesophagus und nach aussen durch
eine einschichtige Lage ceirculärer Muskelfasern verstärkt wird. Der
Pharynx selbst hat eine ovale Gestalt und enthält zu innerst feine
einschichtige Meridionalfasern, darauf folgend stärkere Aequatorial-
fasern, dann Radiärmuskeln, welche den grössten Antheil des
246 Paul Mühling:
Organs ausmachen; nach aussen zu schliessen sich wieder gut ent-
wickelte Aequatorial- und zuletzt schwach ausgebildete Meridional-
fasern an. Die Länge des Schluckapparates beträgt 0,275 mm, die
Breite 0,212 mm. Die gleichlangen Darmschenkel verlaufen nach
hinten bis über den zweiten Hoden hinaus zwischen den Dotter-
stocksfollikeln einer- und Hoden und Uterusschlingen andererseits.
Die Darmepithelien zeigen verschiedene Form; wir begegnen hier
ziemlich flachen Zellen mit fein granulirtem Protoplasma und scharf
contourirtem, rundem, an der Basis gelegenem Kern; in anderen
Fällen entsenden die Zellen einen kolbigen Fortsatz in das Darm-
lumen hinein. Die Darmmuseularis setzt sich in typischer Weise
aus einer circulären inneren und longitudinalen äusseren Schicht
zusammen.
Die Exeretionsblase ist birnförmig und wird nie von den
Dotterstöcken verdeckt.
Die Hoden liegen hintereinander in der Medianlinie, jenseits
der Schlingen des Uterus; sie sind hinten und seitlich von den
Dotterstöcken umschlossen. Die Organe stellen platte, scheiben-
förmige Körper dar, deren Rand stark gelappt ist (8—10 Lappen),
deren Flächen jedoch ebenfalls eine Andeutung einer, wenn
auch schwächeren Lappung zeigen. Die Breite der Testikel ist
ziemlich beträchtlich (c. 0,8 mm), sodass sie den Raum zwischen den
Darmschenkeln vollkommen ausfüllen. Die Vasa efferentia gehen
in der Mittellinie von der Dorsalfläche beider Hoden, jedoch mehr nach
vorne, zwischen zwei Lappen ab, Das Vas efferens des hinteren
Hodens biegt, sich schwach schlängelnd, im Bogen nach links, ver-
läuft dorsalwärts vom vorderen Hoden, wendet sich dann nach der
Ventralseite, um schliesslich, zwischen Uterusschlingen und Ovarium,
also ventralwärts von letzterem, sich hinziehend, in den Cirrus zu
münden. Das Vas efferens des vorderen Hodens hat einen ent-
sprechenden Verlauf, nur liegt es auf der rechten Körperseite. Der
Cirrus, in welchen die beiden Kanäle gesondert münden, reicht
vom Ovarium bis vor den Bauchsaugnapf, sich in leichtem Bogen
rechts um denselben herumwindend. Das kleine Genitalatrium, in
welches er gemeinsam mit dem Uterus mündet, liegt in unmittel-
barer Nähe des Bauchsaugnapfes, etwas nach links von der Median-
linie. Der Cirrusbeutel beherbergt die Vesicula seminalis, die Pro-
stata und den Cirrus. Die Vesicula seminalis hat eine lang-
gestreckte, etwa birnförmige Gestalt. Ihre dünne Wand besteht aus
einer homogenen, doppelt contourierten Membran, deren Innenfläche
spärliche Plattenepithelien anliegen, welche durch einen scharf be-
grenzten, ovalen Kern ausgezeichnet sind. Die nun folgende Pars
prostatica ist bedeutend enger. Ihre Wandung besteht aus unregel-
mässig gestalteten, nach dem Lumen zu Fortsätze aussendenden Zellen,
deren Plasma stark granuliert und deren Kern an der Basis gelegen
ist. Dann folgt eine einschichtige circuläre und zu äusserst eine
longitudinal verlaufende Muskellage. Die Zellelemente der Prostata-
drüsen, welche in den eben geschilderten Kanal münden, sind ver-
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 247
hältnissmässig gross (0,013 —0,02 mm), langgestreckt birnförmig; ihr
Protoplasma erscheint vacuolisiert; der rundliche Kern liegt in
der Mitte oder häufiger an der Basis der Zelle. Der Cirrus im
engeren Sinne besteht zu innerst aus einer ziemlich breiten, glatten
Cuticula, einer wohlentwickelten inneren Ring- und äusseren Längs-
musculatur. In seiner Umgebung finden sich zahlreiche, in Längs-
reihen dicht nebeneinander liegende Zellen mit sich lebhaft färben-
den Kernen, welche wohl als Drüsenzellen aufzufassen sind und deren
Ausführungsgänge in den Cirrus zu münden scheinen. Der Cirrus-
beutel endlich setzt sich aus inneren circulär und äusseren longi-
tudinal verlaufenden kräftigen Muskelelementen zusammen.
Das Ovarium liegt vor den Hoden in der Medianlinie, von
denselben durch einige Uterusschlingen getrennt, und zwar ziemlich
genau in der Mitte zwischen Bauchsaugnapf und vorderem Hoden.
Nach vorne grenzt es an den Cirrus. Seine Gestalt ist wechselnd:
streng kreisrund oder mehr oval, auch schwach gelappt. Es hat
einen Durchmesser von 0,26—0,3 mm, ist also bedeutend kleiner
als die Testikel. Die peripheren Zellen des Keimstockes schliessen
lückenlos aneinander und sind erheblich kleiner als die centralen,
durch grob granulirtes Protoplasma und kleinen Kern ausgezeichneten,
welche einen Durchmesser von 0,05 mm haben und zwischen sich
zahlreiche Spalten frei lassen. Der Ovidukt tritt vom hinteren
Pole des Ovariums ab und verläuft in leicht S-förmiger Krümmung
nach hinten. Seine ziemlich dicke, radiär gestreifte Wandung weist
verhältnissmässig grosse Zellkerne auf. Bald nach seinem Abgange
aus dem Eierstock münden in ihn dorsalwärts dicht nebeneinander
der Laurer’sche Kanal und das Receptaculum seminis. Letzteres
stellt eine ganz kurz gestielte, ovale oder birnförmige Blase dar,
deren Durchmesser 0,07” mm und deren Länge 0,15 mm beträgt.
Die Wandung ist radiär gestreift, enthält spärliche Kerne und
besitzt ausserdem eine Muscularis. — Die dorsale Mündung des
Canalis Laureri liegt in der Höhe des Hinterendes des Ovariums.
Der stark geschlängelte Kanal besitzt eine homogene Cuticula,
welche direkt in die Bekleidung des Körpers übergeht, sehr derbe
Ringmuskulatur und in seiner ganzen Umgebung chromatophile
Zellen. Als Inhalt fanden sich reife Eizellen und Spermatozoen.
In weiterem Verlaufe nimmt der Ovidukt ebenfalls auf der Dorsal-
seite den unpaaren Dottergang auf. Die Dotterstöcke sind in
einer für das Thier ganz charakteristischen Weise entwickelt; nach
vorne reichen sie etwa bis an das erste Fünftel der Gesammtlänge,
nach hinten bis fast an das Ende des Körpers. In der Gegend
zwischen Bauchsaugnapf und hinterem Hoden liegen sie vorzugs-
weise seitlich von den Darmschenkeln; vor und hinter dieser Region
jedoch nehmen sie fast die ganze Breite und Dicke des Thieres ein.
Die reifen Dotterzellen sind sehr gross (0,015—0,025 mm Durch-
messer), besitzen einen rundlichen Kern und sind polyedrisch ab-
geflacht. Die paarigen Dottergänge gehen in der Höhe des Ovariums
aus Longitudinalkanälen hervor. Das Ootyp ist langgestreckt oval
248 Paul Mühling:
und besitzt eine dicke, ziemlich kernreiche Wandung. Die nach
dem diffusen Typus gebaute Schalendrüse enthält sehr grosse
Zellelemente von 0,04 mm Länge, deren Protoplasma stark vacu-
olisirt, deren Kern rund ist und einen Durchmesser von 0,0088 mm
aufweist. Die Uterusschlingen begeben sich zunächst nach hinten
bis an den vorderen Hoden, biegen dann nach vorne um und ver-
laufen dann bis zum Bauchsaugnapf, sich links um ihn windend
und unmittelbar vor demselben zusammen mit dem Cirrus in das
oben erwähnte Genitalatrium einmündend. Die Windungen des
Uterus verlaufen vorzugsweise in querer Richtung. Die Eier sind
lang gestreckt, oval; ihre Länge beträgt 0,04—0,05 mm, ihre Breite
0,015— 0,025 mm. Während der Uterus dünnwandig ist und nur
spärliche, sich in das Lumen vorbuckelnde Kerne aufweist, findet
sich in seinem Endabschnitte, dem Metroterm, eine homogene,
radiär gestreifte und oft mit feinen, dicht stehenden Papillen ver-
sehene Cuticula mit einer einschichtigen inneren circulären und
äusseren longitudinalen Muscularis. In seiner ganzen Ausdehnung
ist das Metroterm von einem Kranze dicht gedrängt stehender
chromatophiler Zellen begleitet. —
2. Distomum longieauda Rud.
(aus der Gallenblase von Corvus cornix L., gefunden in
Rostock am 21. Februar 1887 von Herrn Prof, M. Braun.!)
(ef. Fig. 2 und 9.)
Die erste Beschreibung dieser Art rührt wiederum von
Rudolphi?) her; nach den Angaben desselben sind die Haupt-
merkmale des Thieres ungefähr folgende: Der Körper ist platt,
oblong, das Hinterende zugespitzt, der „Hals“ schmal. Die Oeffnung
des Mundsaugnapfes ist kreisförmig, diejenige des Bauchsaugnapfes
länglich. Letzterer ist zweimal so gross als ersterer, der Rand
beider erhaben. Der Cirrus liegt in nächster Nähe des vorderen
Saugnapfes. Vom Bauchsaugnapf ziehen bis an das Hinterende des
Thieres „Gefässe“ in geschlängeltem Laufe (das sind wohl die
Schlingen des Uterus), durch welche diese Partie des Körpers roth-
bräunlich gefärbt erscheint. — In der „Synopsis“ desselben Autors)
finden wir eine mit der oben wiedergegebenen völlig identische Be-
schreibung unter dem Namen Distomum macrourum. Dieser Name ist
also als synonym mit der früher aufgestellten Benennung Distomum
longicauda zu streichen.
Von anderen Synonymen wäre ausser Distomum macrourum noch
zu nennen Distomum albicolle Rud. und nach Dujardin*) Distomum
') M. Braun: „Verzeichniss von Eingeweidewürmern aus Mecklenbnrg“
Arch. d. Fr. d. Naturg. i. M. 1891. pag. 101.
?) Rudolphi: „Entoz. hist. nat.‘ 1809. Vol. II. Pars I. pag. 372.
®) Rudolphi: „Synopsis“ 1819. pag. 98.
*) Dujardin: „Hist. nat. des Helm.‘ 1845. pag. 392,
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden, 249
attenuatum; allerdings ist letzteres bedeutend kleiner (3—4 mm) als
unsere Species.
Sehr genaue Notizen über unser Thier finden wir dann noch
bei Linstow!). Dieser Autor giebt für die in der Leber von
Pica caudata gefundenen Exemplare eine Länge von 6,7 mm und
eine Breite von 0,24 mm an. Der Mundsaugnapf hatte einen
Durchmesser von 0,15 mm, der Bauchsaugnapf einen solchen von
0,25 mm. Letzterer liegt im vorderen Zehntel des Körpers,
während die Dotterstöcke im dritten Sechstel desselben liegen.
Die unreifen Eier werden von Linstow als hellbraun, die reifen
als schwarzbraun beschrieben. Ihre Maasse betragen 0,049 mm
in der Länge und 0,029 mm in der Breite. Auch aus Corvus cornix
stammende Eubnnilare von Distomum longicauda hat Linstow unter-
sucht. Dieselben besassen jedoch eine Länge von 10 mm und eine
Breite von 0,48 mm; bei frischen Exemplaren war die vordere Hälfte
des Körpers weisslich oder schwarz, die hintere gelb. Der Mund-
saugnapf hatte 0,42 mm, der Bauchsaugnapf 0,54 mm im Durch-
messer.
Die von uns zur Untersuchung verwandten Thiere stammen aus
der Gallenblase eines in der Umgegend von Rostock gefangenen
Exemplars von Corvus cornix und lassen keinen der oben angeführten
Rudolphischen Charaktere vermissen.
Im System ist unser Thier unter die erste Section des Sub-
genus Dicrocoelium unterzubringen, weil die Hoden vor dem Keim-
stock gelegen sind.
Das Distomum longicauda ist ein sehr langgestreckter Wurm,
den man fast als fadenfärmig dünn bezeichnen kann, da der Quer-
schnitt meist rundlich oder nur sehr wenig abgeplattet erscheint.
Das Vorderende verschmälert sich etwa von der Gegend des Bauch-
saugnapfes ab; etwas stärker verschmächtigt sich das Hinterende;
daher erscheint der Körper im grossen und ganzen spindelförmig.
Die Länge des Thieres wird von Dujardin auf 11,25—13,15 mm
angegeben, die Breite auf 0,23—0,5 mm; unsere Exemplare waren
nicht so stark ausgestreckt und hatten nur Maasse von 6,5—7,5 mm
Er 0,95 mm. Die breiteste Stelle liegt um den Bauchsaugnapf
erum.
Der subterminal gelegene Mundsaugnapf besitzt, wie schon
erwähnt, eine kreisrunde Oeffnung; sein Durchmesser beträgt
0,4 mm. Histologisch besteht das Organ aus sieben Schichten.
Zu innerst finden wir eine ziemlich dünne Cuticula, darauf ein-
schichtige, kräftige Aequatorialmuskeln, sodann vereinzelte, oft sehr
spärliche, mehrschichtig angeordnete Meridionalfasern. Dieselben
dringen mehr oder minder tief in die die Hauptmasse des Organs
bildenden Radiärmuskeln ein, auf welche nach aussen zwei äqua-
torial verlaufende Muskelschichten folgen, welche durch eine ein-
ı) Fedtschenko: „Reise in Turkestan“ Band II. 'Theil V. „Rund- und
Saugwürmer“ bearb. v. Linstow. Moskau. 1886. pag. 34,
2350 Paul Mühling:
schiehtige Lage meridional angeordneter Elemente getrennt sind. —
Der grosse Bauchsaugnapf (Durchmesser 0,75 mm) ragt weit
über das Körperniveau hervor und ist auch schon mit‘ blossem
Auge, namentlich in Profilansicht, als stark vorspringendes Knöpf-
chen erkennbar. Er liegt genau an der Grenze der ersten beiden
Fünftel der Körperlänge. Seine Ränder sind etwas aufgerichtet,
seine Oeffnung ist schlitzförmig, longitudinal gestellt. Der micro-
scopische Bau ist viel einfacher als der des Mundsaugnapfes. Ab-
gesehen von der das Lumen auskleidenden Cuticula haben wir
innen wie aussen dünne Meridionalfasern, welche eine einschichtige
continuirliche Lage bilden; daran schliesst sich eine Aequatorial-
schicht, deren innerer Theil kräftig entwickelt ist, namentlich gegen
den Rand hin, wo ein direkter Uebergang in die äussere Schicht
stattfindet. Der übrige Raum wird von mässig ausgebildeten
Radiärfasern erfüllt, die zahlreiche, mit Parenchym erfüllte Lücken
zwischen sich frei lassen. — Die gleichmässig in beiden Saugnäpfen
vertheilten Ganglienzellen besitzen eine unregelmässige Gestalt, ihr
Durchmesser beträgt 0,018—0,02 mm, derjenige der sehr grossen
Kerne 0,0075 mm.
Die Cuticula ist homogen, sehr dünn (0,005 mm breit) und
unbestachelt.
Der im Verhältniss zur Grösse des Thieres gering entwickelte
Hautmuskelschlauch ist im Vorderende etwas stärker ausgebildet.
Am kräftigsten ist noch die Longitudinalmusculatur; erst in zweiter
Linie rangiren die Circulärfasern. Die Diagonalmusculatur bildet
sehr zarte, weitmaschige Netze; ebenso spärlich sind dorsoventral
verlaufende Elemente.
Der Oesophagus ist ziemlich kurz und eng; er verläuft —
manchmal durch die Contraktion der Körper- und seiner Eigen-
musculatur verlagert — dorsalwärts vom Cirrus und gabelt sich
etwa in der Gegend der Mitte des letzteren. Das Organ ist von
Cuticula ausgekleidet und mit einer inneren circulär und äusseren
longitudinal verlaufenden Muscularis versehen. Der kuglige oder
mehr ovale Pharynx schliesst ohne Vermittlung einer Pharynx-
tasche unmittelbar an den Mundsaugnapf an. Seine Musculatur ist
folgendermassen angeordnet: Die innerste Schicht bilden Longitudinal-
muskeln, daran schliessen sich Circulär-, dann Radiärfasern: in die
äusseren Enden der letzteren senken sich kräftige Ringmuskeln, an
welche sich zu äusserst längs verlaufende Elemente anlegen. Um
das Hinterende des Pharynx herum und in der ganzen Ausdehnung
des Oesophagus liegen zahlreiche, sich intensiv färbende Zellen,
deren morphologische Bedeutung infolge der mangelhaften Con-
servirung sich nicht mehr ermitteln liess, die aber wohl der Lage
nach als Speicheldrüsen anzusprechen wären. Die Länge des
Pharynx beträgt 0,175 mm, seine Breite 0,155 mm. Die langen,
schmächtigen Darmschenkel reichen bis an das Hinterende des
Körpers. Sie verlaufen dorsal vom Bauchsaugnapf, seitlich von
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 251
Hoden und Ovarium zwischen Uterusschlingen und Dotterstöcken,
mehr dorsalwärts von letzteren gelegen.
Die beiden Hoden liegen vor dem Keimstock hinter einander, und
zwar liegt der vordere Testikel mehr auf der linken, der hintere auf
der rechten Seite des Körpers; sie folgen unmittelbar hinter dem
Bauchsaugnapf; seitlich werden sie von den Darmschenkeln und
Dotterstöcken begrenzt, ventralwärts zum Theil von Uterusschlingen
verdeckt. Ihre Gestalt ist rundlich, ihr Durchmesser beträgt 0,45 mm.
Die Vasa efferentia treten vom vorderen Pol der Hoden ab, und
zwar verläuft der Ausführungsgang des vorderen Testikels rechts
von der Medianlinie und dorsalwärts vom Bauchsaugnapf auf
kürzestem Wege zum Cirrus. Das Vas efferens des hinteren Hodens
begiebt sich ebenfalls, sich rechts von der Mittellinie zwischen Darm-
schenkel und Uterus hinziehend und dann wieder dorsal über den
Bauchsaugnapf verlaufend, zum Cirrusbeutel. — Der Cirrus liegt
zwischen den beiden Saugnäpfen, zum grössten Theil links von der
Medianebene. Er ist verhältnissmässig kurz und oft ausgestülpt.
Seine mit dem Uterus gemeinschaftliche Mündung liegt dem Mund-
saugnapf ziemlich nahe, ventralwärts vom Pharynx. Die Länge des
Organs beträgt etwa 0,55 mm. Die im Cirrus gelegene Vesicula
seminalis stellt einen stark gewundenen Kanal dar, dessen Lumen
bei starker Füllung mit Spermatozoen recht weit erscheint. Die
Wandung der Samenblase besteht aus einer homogenen Membran
mit feinen, dicht stehenden, stachelförmigen Fortsätzen, deren Innen-
fläche vereinzelte platte Zellen mit ovalen, stark in das Lumen vor-
springenden Kernen anliegen. Der eigentliche Cirrus zeigt eine eben-
falls mit feinen Häkchen versehene Cuticula, welche von einer in-
neren Ring- und einer äusseren, sehr starken Longitudinalmuskulatur
umhüllt wird. Um ihn herum liegen zahlreiche Zellen mit rundem,
sich dunkel färbendem Kern. — Der Cirrusbeutel setzt sich aus einer
gut entwickelten inneren circulären und äusseren Längsmusculatur
zusammen.
Das Ovarıum liegt hinter den Hoden und hat eine rundliche
Gestalt. Es ist kleiner als die Testikel (sein Durchmesser beträgt
0,15 mm) und überall von den Schlingen des Uterus begrenzt. Während
die peripheren Zellen des Organs — wie gewöhnlich — klein sind
und dicht nebeneinander liegen, fallen die centralen Zellen durch
ihre beträchtliche Grösse (0,01—0,0125 mm) und den sehr grossen
rundlichen Kern in das Auge, der nur einen sehr schmalen Proto-
plasmasaum freilässt. Der Ovidukt tritt vom hinteren Pole des
Eierstocks ab, wendet sich zunächst, an das Ovarium sich haltend,
nach der Dorsalseite, biegt dann plötzlich nach der Ventralseite ab,
um schliesslich in das Ootyp überzugehen. Die Wandung des Kanals
besteht aus einer homogenen, kernhaltigen Membran; das Lumen
ist verhältnissmässig eng. Das Receptaculum seminis liegt
links von der Medianebene; es ist nicht gross und von ungefähr
kugliger Gestalt. Der Laurersche Kanal ist kurz, aber stark ge-
schlängelt. Seine dorsale Mündung liegt ungefähr, in der Höhe der
252 Paul Mühling:
Mitte des Ovariums; in den Ovidukt mündet der Kanal an der Stelle
der stärksten Convexität des letzteren. Die Wandung besteht aus
einer dicken Cuticula und einer circulären Muscularis; in der Um-
gebung finden sich wieder zahlreiche chromatophile Zellen. Sehr
bald nach der Einmündung des Laurerschen Kanals nimmt der Ovidukt
auf seiner Dorsalseite den unpaaren Dottergang auf, dessen
Wandung aus einer dicken, doppelt contourirten, kernhaltigen Mem-
bran besteht. Die langgestreckten Dotterstöcke sind schmal; nach
vorne reichen sie bis an die hintere Begrenzung des vorderen Hodens,
nach hinten bis an das Ende des mittleren Körperdrittels. Sie
liegen — wie schon oben erwähnt wurde — zum grössten Theil
ventralwärts, zum kleinen Theile lateral von den Darmschenkeln und
bestehen aus einer grossen Anzahl ovaler oder langgestreckter Fol-
likel, deren grosse Achse mit der dorsoventralen des Körpers zu-
sammenfällt. Die Dotterzellen sind sehr gross (0,015 mm) und
polyedrisch abgeflacht. Die paarigen Dottergänge gehen in der Höhe
des Keimstocks oder etwas mehr nach hinten von demselben ab und
vereinigen sich mittelst eines Dotterreservoirs zum unpaaren Dotter-
gang. Die diffuse Schalendrüse ist gut entwickelt, und nimmt
fast den ganzen Dorsoventraldurchmesssr des Thieres ein. Ihre
Zellelemente sind gross (0,015 mm Längsdurchmesser), spindel- oder
birnförmig und besitzen grosse, runde Kerne. Das Ootyp ist kurz,
oval und kernhaltig.
Der Uterus ist beim geschlechtsreifen Thiere mächtig ent-
wickelt und sehr stark gewunden. Seine Schlingen verlaufen zu-
nächst nach hinten bis an das äusserste Ende des Körpers, biegen
dann nach vorne um, gelangen wiederum bis zum Ovarium, den
Raum zwischen diesem und dem hinteren Hoden erfüllend, bilden
dann, zwischen den Testiceln sich hinziehend, eine S förmige Figur
und begeben sich links um den Bauchsaugnapf herum zum Genital-
atrium. Die Wandung des Uterus wird durch eine dünne kern-
haltige Membran gebildet. Die ovalen sehr zahlreichen Eier sind
0,0435 mm lang und 0,015—0,025 mm breit.
Das Metroterm zeigt eine mit Papillen versehene Cuticula, um
welche sich sehr kräftige circuläre Muskelfasern herumlegen. In
ihrem Endabschnitt ist sie von chromatophilen Zellen begleitet.
3. Distomum hians. Rudolphi
(gefunden im Oesophagus von Ciconia albaL; aus der Na-
turalienhandlung des Herrn Dr. Adolf Lendl in Budapest).
(ef. Figur 3 und 10.)
In seiner Historia naturalis !) giebt Rudolphi folgende Original-
beschreibung unserer Species: Die Thiere sind platt, von ungefähr
elliptischer Gestalt; das Vorder-, weniger das Hinterende ist ver-
schmälert. Die beiden Saugnäpfe sind kreisrund; der Mundsaug-
!) Rudolphi: „Entoz. hist. nat.“ 1809. Vol. II. Pars I. p. 359,
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 253
napf ist subterminal, halb so gross als der Bauchsaugnapf; ihre
Oeffnung klafft sehr weit; nach dieser Eigenthümlichkeit hat Ru-
dolphi dem Thiere den Speciesnamen „hians“ gegeben. Der in
der Nähe des Mundsaugnapfes gelegene Cirrus ist schmächtig. —
Sodann wird vom Autor noch der Verlauf der Darmschenkel be-
schrieben und die verwandtschaftliche Beziehung unserer Species zu
Distomum cucumerinum Rud. erwähnt.
Dujardins!) Angaben sind bereits viel vollständiger. Er be-
schreibt den Pharynx, die Pharynxtasche („bulbe oesophagien ..
rattache & la ventouse par une membrane enveloppante“), den
schmalen Oesophagus, die stark gelappten Hoden und, vor denselben ge-
legen, „une vesicule seminale, lob&e“ womit wohlnur dasOvarium gemeint
sein kann. Ausserdem erwähnt der französische Autor die Lage des
Genitalporus vor dem Bauchsaugnapf und hinter der Gabelung des
Darmes, sodann die Dotterstöcke und endlich den Uterus, welcher
durch die elliptischen, 0,088—0,092 mm langen Eier gelbbräunlich
gefärbt erscheint. Ferner stellt Dujardin die Behauptung auf, dass
unsere Species mit Distomum complanatum und Dist. heterostomum
identisch ist.
Weiterhin finden wir bei van Beneden?) eine kurze, jedoch
nichts Neues enthaltende Beschreibung von Distomum hians, welcher
eine allerdings nicht sehr getroffene Abbildung beigegeben ist.
Willemoes-Suhm 3) beschreibt die Embryonalentwickelung
unserer Species.
Die von uns untersuchten drei Exemplare stammen, wie in der
Einleitung schon bemerkt wurde, aus Budapest und sind im Oesophagus
von Ciconia alba L. gefunden worden.
Das Distomum hians hat einen platten und dabei ziemlich breiten
Körper von ovaler Gestalt. Wegen der recht guten Transparenz
des Thieres ist es möglich, selbst macroscopisch eine Reihe von
Organen, wie die Saugnäpfe, den Pharynx, die Dotterstöcke,
Oesophagus und Darmschenkel zu erkennen. Die Ränder sind hier
und dort etwas eingezogen und dünner als der übrige Körper, so-
dass das Thier wie von einem flachen Saum umgeben erscheint.
Die Länge varürt innerhalb ziemlich weiter Grenzen: Dujardin giebt
5,7”—13,5 mm, van Beneden 10—12 mm an; das abgebildete
Exemplar maass 8,2 mm in der Länge und 2,5 mm in der Breite;
die anderen zwei hatten ungefähr dieselbe Grösse. Der Mund-
saugnapf liegt subterminal und ist rund. Nach Rudolphi soll er
halb so gross als der Bauchsaugnapf sein; jedoch trifft dieses Ver-
hältniss nicht immer zu; auch van Beneden beschreibt den Mund-
saugnapf nur „un peu plus petite que la ventouse ventrale“. Die
1) Dujardin: „Hist. nat. des Helminthes“ 1845. p. 399.
2) van Beneden: ‚Sur la cicogne blanche et ses parasites.“ Bullet. de
l'acad. royale de Belgique. 2 Ser. T. XXV. 1868 pag. 299.
®) Willemoes Suhm: Zeitschr. f. wissenschaftl. Zoologie. XXI. pag. 337.
254 Paul Mühling:
Oeffnung des Porus anticus ist kreisförmig, sein Durchmesser beträgt
0,82 mm (Dujardin).
Der Bauchsaugnapf ist ungefähr 3 mm vom Mundsaugnapf
entfernt, liegt also auf der Grenze des ersten und zweiten Körper-
drittels. Er ragt nicht über das Niveau der Oberfläche hervor, hat
eine kreisrunde Form und eine ebenso gestaltete, weite Oeffnung.
Der Durchmesser des Organs beträgt nach Dujardin 1,1 mm (bei
unserem Exemplar nur 0,85 mm).
Histologisch findet man in den Saugnäpfen zu innerst die Cuticula,
dann aequatorial verlaufende Muskelfasern, welche zwischen der
Radiärmusculatur eingebettet sind. Letztere zeigt namentlich beim
Bauchsaugnapf grosse, von Parenchym ausgefüllte Lücken, beim
Mundsaugnapf sind noch vereinzelte Aequatorialfasern eingeschaltet.
Die in dieser Schicht gelegenen Ganglienzellen sind rund oder oval;
ihr Protoplasma ist grob granulirt, der Kern hellglänzend, oval,
scharf contourir. Nach aussen hin schliessen sich dann mehr-
schichtige breite Meridional- und endlich Aequatorialmuskeln an,
welche gegen den Pharynx hin zu einer Art kleinen Sphincters ver-
dickt erscheinen. Beim Bauchsaugnapfe sind die beiden letztge-
nannten Muskellagen innig durch einander geflochten; die Aequatorial-
schicht ist speciell am Pole des Organs schwach, am Rande da-
gegen besonders stark ausgebildet.
Die Cuticula, welche eine Breite von 0,025 mm im Mittel be-
sitzt, zeigt eine feine radiäre Streifung, welche im allgemeinen die
ganze Dicke derselben durchsetzt, an einzelnen Stellen jedoch nach
der Oberfläche zu undeutlich wird und in eine mehr gekörnelte
Lage übergeht. Ausserdem finden sich in der Cuticula vereinzelte
Hohlräume von elliptischer oder auch ganz unregelmässiger Gestalt,
welche durch starke Lichtbrechung ausgezeichnet sind. Zu einem
Aufschluss über die Natur dieser Bildungen zu gelangen, war bei
der Art der Conservirung unmöglich. Die Cuticula unseres Thieres
ist ferner bestachelt; die Bewaffnung fehlt jedoch auf der ganzen
Dorsalseite, an den äussersten Enden des Wurmes und in der
nächsten Umgebung der Saugnäpfe und des Genitalporus. Man
kann die Bestachelung schon mit blossem Auge an einer feinen,
aus diagonal sich kreuzenden Linien bestehenden Zeichnung der
Ventralseite erkennen. Die Stacheln selbst sind sehr derb und
haben die Gestalt breiter, dreieckiger, etwas gekrümmter Schüppchen,
ihre Basis ist abgerundet, die scharfe Spitze nach hinten gerichtet,
zuweilen auch hakenförmig umgebogen. Die Substanzmasse der
Stacheln zeigt eine grobe Längsstreifung. Die Cuticula wird von
der Spitze des Stachels hoch emporgehoben, sodass ihre Contouren
auf dem Sagittalschnitte ziekzackförmig erscheinen. An die Basis
tritt häufig ein kleines Muskelbündel, das, seiner Richtung nach zu
schliessen, als Arrector des Stachels zu funetioniren scheint. Grösse
und Vertheilung der Stacheln schwankt in den verschiedenen Ge-
genden des Körpers ein wenig. Im vorderen Drittel, also etwa
zwischen den Saugnäpfen, sind sie dicht gedrängt und 0,055 bis
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 255
0,075 mm lang und an der Basis 0,012—0,02 mm breit. In hinteren
Körperdrittel stehen die Stacheln verhältnissmässig etwas spärlicher,
erreichen jedoch hier das Maximum ihrer Länge, nämlich 0,102 bis
0,115 mm; im mittleren Drittel, zwischen Bauchsaugnapf und vor-
derem Hoden, ist ihre Anzahl wieder grösser, die Grössenverhält-
nisse sind etwa die mittleren. Selbstverständlich finden sich zwischen
diesen Extremen mannigfaltige Uebergänge. Die Anordnung der
Stacheln ist eine gewöhnliche quincunxförmige.
Der Hautmuskelschlauch ist bei Distomum hians mächtig
entwickelt. Unmittelbar unter der Cuticula oder meistens von der-
selben durch eine Parenchymschicht getrennt, liegt die Schicht der
eirculär verlaufenden Muskelfasern; dieselbe besteht aus zahlreichen
Bündeln von etwa 0,025 mm Durchmesser, die ungefähr 10—14 ein-
zelne Faserelemente enthalten. Die darunter liegende Longitudinal-
faserschicht ist bedeutend stärker entwickelt und scheint auf der
Ventralseite noch etwas mehr ausgebildet zu sein als auf der dor-
salen Seite. Auch hier sind die Muskelfasern zu dicken Bündeln
angeordnet, die sich ihrerseits wiederum aus kleineren, secundären
Bündeln zusammensetzen. Die Diagonalmusculatur ist ebenfalls auf
der Ventralseite am stärksten entwickelt, wo sie an Mächtigkeit
selbst die Ringmuskeln übertrifft. In den Seitentheilen des Körpers
nehmen die Muskelelemente aller drei genannten Schichten erheb-
lich an Zahl ab. Schliesslich wären noch zu erwähnen die eben-
falls sehr zahlreichen und kräftigen Dorsoventralmuskelzüge und
zahlreiche Faserbündel, welche, unregelmässig der Länge und der
Quere nach verlaufend, das Parenchym durchziehen. Die mit dem
Contractionszustand des Thieres natürlich sehr wechselnde Dicke
der drei Schichten des Hautmuskelschlauches beträgt 0,1—0,15 mm.
Der Oesophagus ist schmal, verhältnissmässig lang (0,72 mm;
nach Dujardin 0,8 mm) und verläuft in gerader Richtung in der
Mittellinie. Nur ein kleiner Abschnitt derselben hinter dem Pharynx
ist von Cuticula ausgekleidet, zeigt also das typische Verhalten,
der grösste Theil besitzt ungewöhnlicherweise bereits das charakte-
ristische Darmepithel. Die Muscularis besteht aus inneren circulär
und äusseren longitudinal verlaufenden, sehr kräftigen Fasern. Der
Pharynx ist oval, 0,6 mm lang und 0,5 mm breit; er besteht aus
einer das Lumen auskleidenden Cuticula, einer schwach entwickelten
inneren circulären, darauf folgenden radiären, dann einer äusseren
mehrschichtigen eirculären und endlich einer einschichtigen longi-
tudinalen Muskelschicht. Mit dem Mundsaugnapf steht das Organ
in Verbindung durch eine bereits von Dujardin erwähnte Pharynx-
tasche, welche aus Cuticula und einer mehrschichtigen, zu Bündeln
angeordneten Ringmusculatur sich zusammensetzt.
Ungefähr in der Mitte zwischen den Saugnäpfen liegt die Ga-
belungsstelle des Oesophagus in die beiden Darmschenkel. Letztere
sind schmal, reichen bis dicht an das Hinterende des Körpers und
werden von keinem anderen Organe verdeckt. Sie verlaufen zwischen
256 Paul Mühling:
den Dotterstöcken einer- und Uterusschlingen und Hoden anderer-
seits. Die Muscularis des Darmes ist der des Oesophagus gleich.
Die Excretionsblase ist langgestreckt und immer deutlich
sichtbar.
Die beiden Hoden stellen vielfach zerschlitzte platte Organe
dar, welche dicht hinter einander liegen, und nach vorne an die
Windungen des Uterus, seitlich an die Darmschenkel grenzen. Die
Lappung ist nicht nur in frontaler, sondern auch in sagittaler
Richtung zu constatiren. Der Durchmesser der Testikel beträgt
ungefähr Imm. Die Vasa efferentia entspringen merkwürdiger-
weise von der ventralen Seite der Hoden, ungefähr aus der Mitte
des Organs. Der Ausführungsgang des hinteren Testikels wendet
sich zunächst nach der rechten Seite, verläuft dann umbiegend
ventralwärts von dem anderen Hoden und den Uterusschlingen nach
vorne. In ganz analoger Weise zieht das Vas efferens des ersten
Hodens auf der linken Seite nach vorne. Beide Kanäle schlagen
sich dann dorsalwärts über den Bauchsaugnapf und vereinigen sich
etwa in der Höhe der Mitte derselben zu der im Cirrus gelegenen
Vesicula seminalis. Die Wandung der Vasa efferentia wird von
einer strukturlosen Membran gebildet. — Der Cirrus ist verhält-
nissmässig kurz und mündet eine kleine Strecke vor dem Bauch-
saugnapf vermittelst eines in der Medianlinie gelegenen Genital-
atriums gemeinsam mit dem Metroterm nach aussen. Die Vesicula
seminalis hat eine sehr unregelmässige Gestalt; ihre Wandung
liegt bei starker Füllung direkt dem Cirrusbeutel an und besteht
aus einer homogenen Membran. Der eigentliche Cirrus hat ein
ziemlich weites Lumen, in welches von der auskleidenden Cuticula
lange Fortsätze hineinragen. Die Musculatur setzt sich — wie ge-
wöhnlich — aus inneren der Quere und äusseren der Länge nach
verlaufenden Elementen zusammen. Die Musculatur des Cirrus-
beutels ist im Gegensatz zum sonstigen Muskelreichthum des Thieres
sehr wenig entwickelt.
Das Ovarium ist unregelmässig rundlich gestaltet und wird
ventralwärts zum grossen Theil von den Uterusschlingen überlagert.
Es liegt vor dem vorderen Hoden, in einer Entfernung von etwa
0,2 mm in der Medianlinie und ist im Verhältniss zu den Testikeln
sehr klein (der Durchmesser beträgt nur 0,26 mm). Die peripheren
Zellen des Keimstocks sind ausserordentlich klein gegenüber den
centralen reifen Eizellen, welche polyedrisch abgeflacht sind und
einen Durchmesser von 0,01 mm aufweisen. Ihr Protoplasma- ist
blass, die Kerne zeichnen sich durch ihre Grösse und scharf begrenzte,
ovale Gestalt aus. Der Ovidukt tritt vom hinteren Ende des
Ovariums, etwas mehr dorsalwärts, ab, verläuft dann in vorzugs-
weise dorsaler Richtung ein wenig nach vorne und biegt dann ziemlich
plötzlich in spitzem Winkel nach hinten um. Eine kurze Strecke
vor der Umbiegungsstelle nimmt der Eileiter innerhalb des Bezirkes
der Schalendrüse das Receptaculum seminis und den Laurerschen
Kanal auf. Letzterer ist ziemlich stark geschlängelt und verhältniss-
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 257
mässig sehr lang (vgl. Figur 10). Die Ausmündungstelle des Kanals
auf der Dorsalseite liegt ungefähr in der Höhe der Mitte desOvariums.
Histologisch finden wir in ihm eine ziemlich dicke Cuticula, Ring-
muskeln und kleine, aber sehr zahlreiche chromatophile Zellen. Das
Lumen ist im Verhältniss zu demjenigen der anderen Kanäle des
weiblichen Genitalapparates sehr weit.
Das Receptaculum seminis war bei dem untersuchten
Exemplar kaum gefüllt und deshalb nur als ganz kleine Blase von
birnförmiger Gestalt zu beobachten. — Kurz vor dem Uebergange
in das Ootyp nimmt der Ovidukt auf seiner Dorsalseite den un-
paaren Dottergang auf. Die Dotterstöcke sind langgestreckte
Örgane, welche lateral von den Darmschenkeln liegen. Nach vorne
dehnen sie sich bis in die Gegend des Bauchsaugnapfes aus, nach
hinten reichen sie ganz bis an das Körperende. Die aus Longitudinal-
kanälen entspringenden paarigen Dottergänge gehen etwa in der
Höhe zwischen Ovarıum und vorderem Hoden ab, kreuzen dann die
Darmschenkel, ventralwärts von ihnen verlaufend; der unpaare
Dottergang ist kurz. Das verhältnissmässig kleine Ootyp ist kern-
reich und radiär gestreift. Die umfangreiche Schalendrüse
repräsentirt den compacten Typus; ihre Elemente sind 0,015 mm
lang. Der Uterus erfüllt mit seinen transversal verlaufenden, oft
sinuös ausgebuchteten Schlingen den von vorderem Hoden, Bauch-
saugnapf und seitlich von den beiden Darmschenkeln begrenzten
Raum. Ausser den recht zahlreichen Eiern enthält er in seiner
ganzen Ausdehnung eine feinkörnige, moleculare Masse. (Sper-
matozoen?). Das Metroterm verläuft dorsal vom Bauchsaugnapf
links vom Cirrus und mündet neben letzerem — wie oben erwähnt -—-
in ein flaches Genitalatrium. Histologisch finden wir hier eine mit
langen, papillenartigen Fortsätzen versehene Cuticula, eine darauf
folgende innere circuläre und äussere longitudinale Musculatur. Die
Eier sind oval, bis 0,1 mm (nach Dujardin 0,088--0,092 mm) lang
und im Maximum 0,055 mm breit.
4. Distomum tenuicolle Rud.
(aus der Leber eines im December 1893 im frischen Haff
gefangenen Halichoerus grypus. M. Braun leg.).
(ef. Fig. 4 und 11).
Die Originalbeschreibung dieser Species finden wir erst in
Rudolphis „Synopsis“!). Der Autor schildert hier das Distomum
tenurcolle als ein plattes, oblong gestaltetes Thier, dessen Farbe im
allgemeinen weiss, in der Mitte jedoch gelbbräunlich ist. Der
vordere der halbkugligen, mittelgrossen Saugnäpfe ist etwas kleiner
als der Bauchsaugnapf. Der als Hals bezeichnete Abschnitt ver-
schmälert sich erheblich nach vorne zu. Die äusserste Spitze des
Hinterendes beschreibt Rudolphi als papillenförmig oder durchbohrt.
!) Rudolphi: Synopsis. 1819. pag. 93 und 365.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bad.I, H.3. 17
258 Paul Mühling:
Sodann erwähnt er die durchscheinenden Darmschenkel, die mit
kleinen elliptischen Eiern vollgestopften Schlingen des Uterus, welche
auf den Bauchsaugnapf folgen und im hinteren Theile der Median-
linie einige „maculae orbiculares (?) sive ovaria vacua“, womit die
Hoden gemeint sein müssen, obwohl dieselben gewöhnlich vier-
respective fünflappig sind, wie es auch bei dem betreffenden Original-
präparat der Fall ist (s. u.). An den Seiten des Thieres liegen die
bräunlichen, kurz verästelten Dotterstöcke. Bei einem einzigen
Exemplar glaubt Rudolphi einen dünnen, fadenförmigen Cirrus ge-
sehen zu haben, eine Beobachtung, welche, wie wir unten sehen
werden, sicher unrichtig ist. — Dujardin!) fügt dieser Beschreibung
nichts Wesentliches hinzu. Dagegen giebt M. Braun?) eine durch
genaue Maassangaben ergänzte Beschreibung nebst einer nach dem
Öriginalexemplar angefertigten Abbildung und hebt zugleich die nahe
verwandtschaftliche Beziehung des Distomum tenuicolle mit Distomum
felineum Riv. hervor. Die zur Untersuchung benutzten Thiere wurden
in der Leber eines aus Pillau stammenden Exemplares von Halichoerus
grypus gefunden. Sie stimmen in allen Punkten mit der Ru-
dolphischen Beschreibung und den uns zur Verfügung stehenden
Originalpräparaten überein mit alleiniger Ausnahme der Grösse. Die
Länge des allerdings ad maximum ausgestreckten Originals beträgt
nämlich 6,5—7 mm, Dujardin giebt sogar Zahlen von 8--10,2 mm,
Stossich?) 7--10 mm an. Unsere Exemplare dagegen sind nur 2,5
bis 3,0 mm lang. Da jedoch eine Verwechselung mit anderen in
Halichoerus grypus und verwandten Pinnipediern gefundenen Distomen-
arten?) wegen der wesentlichen Unterschiede der letzteren ausge-
schlossen ist, so dürfte die Identificirung der gefundenen Exemplare
mit Distomum tenuicolle trotz der abweichenden Grösse gerechtfertigt
erscheinen, besonders wenn man berücksichtigt, dass das sehr nahe
verwandte, ja nach unserer Ansicht identische Distomum felineum Riv.
(s. u.) ebenfalls ähnliche Grössendifferenzen (zwischen 10—18 mm)
aufweist.
Der Körper des Distomum tenuicolle ist langgestreckt, der Hals-
abschnitt verschmälert, spitz auslaufend. Natürlich wechselt dieses
Verhältniss des Halses zum übrigen Körper, welchem unsere Art
ihren Namen verdankt, je nach dem Contractionszustande des Wurmes
ungemein. Das Hinterende ist mehr stumpf abgerundet. Die Breite
des Thieres beträgt 0,5—1,0 mm, der Querschnitt bildet ein lang-
gestrecktes Oval. |
Der Mundsaugnapf ist klein, subterminal, seine Mündung
rundlieh; der Durchmesser beträgt 0,03 mm. Der gleich grosse
!) Dujardin: „Hist. nat. d. Helm.“ 1845. pag. 440.
2) M. Braun: ‚Die Leberdistomen der Hauskatze (Felis catus domestica)
und verwandte Arten“. Centralbl. f. Bact. u. Par. XIV. 1893. pag. 426.
3) Stossich: „I Distomi dei Mammiferi. Trieste. 1892. pag. 18.
*) In Betracht käme nur das Distomum acanthoides Rud., welches jedoch
infolge seiner eigenthümlichen Bestachelung zu den Echinostomen zu rechnen ist.
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 259
Bauchsaugnapf liegt auf der Grenze des vorderen und zweiten
Viertels des Körpers. Die Musculatur beider Organe ist sehr zart.
Der Bauchsaugnapf ragt ein wenig über das Niveau der Körper-
oberfläche hervor, seine Oeffnung hat eine kreisförmige Gestalt.
Die Cuticula ist structurlos, sehr schmal (0,0125—0,0115 mm
breit), überall gleichmässig dick und unbestachelt.e. Der Haut-
muskelschlauch zeigt die drei typischen Schichten, jedoch sehr
schwach ausgebildet. Die Länge des Oesophagus schwankt je
nach der Contraction der Eigenmusculatur; meistens ist er kurz (bis
0,16 mm). Seine Wandung besteht aus der hier sehr dünnen Cuticula,
einer inneren Circulär- und äusseren Longitudinalmusculatur. Der
Pharynx ist meistens oval, seltener kuglig und steht mit denı Mund-
saugnapf durch eine gut entwickelte, mit cireulärer Musculatur aus-
gerüstete Pharynxtasche in Verbindung. Das Lumen des Schluck-
apparats ist im Querschnitt schmal spaltförmig; die Länge beträgt
0,1 mm, die Breite 0,75 mm. Um Oesophagus und Pharynx herum
liegen zahlreiche, in das Parenchym eingebettete Drüsenzellen, die
sich mit Farbstoffen sehr lebhaft tingiren. — Die gleichlangen Darm-
schenkel sind schon macroscopisch oft als feine helle, zwischen
Uterus und Dotterstöcken verlaufende Linien sichtbar; sie reichen
bis an das Hinterende des Körpers. Ihre Breite ist sehr wechselnd,
oft sind sie sinuös ausgebuchtet. Das typische Epithel besitzt ovale
Kerne und entsendet lange blasse Fortsätze in das Darmlumen. Die
Musculatur verhält sich ebenso wie beim Oesophagus.
Die langgetreckte Excretionsblase zicht sich als heller
S-förmig gewundener Kanal, dessen Hinterende zu einer Blase von
ovaler Gestalt ausgebuchtet ist, zwischen den beiden Hoden hin.
Vor dem vorderen Testikel findet die Teilung in die beiden, nach
den Seiten divergirenden Hauptexcretionsstämme statt, welche sich
zwischen Dotterstöcken und Darmschenkeln weit nach vorne ver-
folgen lassen.
Die beiden Hoden liegen hintereinander, der erste links, der
zweite rechts von der Medianlinie, im hinteren Körperdrittel, seitlich
von den Darmschenkeln begrenzt. Der vordere Testikel ist vier-
lappig, der hintere dagegen fünflappig, abgesehen von secundären,
nie tief gehenden Einkerbungeu. Hin und wieder waren infolge
starker Ausdehnung des Excretionsapparates die Hoden durch
Compression auf das hochgradigste deformirt. Der Durchmesser der
Organe beträgt 0,25—0,33 mm. Die Vasa efferentia entspringen
aus der Mitte der Dorsalfläche der platten Testikel. Der Ausführungs-
gang des hinteren Hodens verläuft auf der rechten Seite dorsal über
das Receptaculum seminis, den paarigen Dottergang und die Uterus-
schlingen; das Vas efferens des vorderen Hodens zieht dorsal über
das Ovarium, ventral vom linken paarigen Dottergang, dann wieder
dorsal vom Uterus nach vorne. Hier vereinigen sich beide Kanäle
zum Vas deferens, das physiologisch bei unserer Specins als Ve-
sicula seminalis functionirt. Dieselbe ist stark geschlängelt, das
Lumen erweitert, prall mit Spermatozoen gefüllt. Das Vas deferens
10%
260 Paul Mühling:
biegt dann rechts um den Bauchsaugnapf und mündet unmittelbar
vor demselben nach aussen. Histologisch bestehen die Vasa efferentia
aus einer ziemlich dicken, homogenen, doppelt kontourirten Membran
ohne Kerne; das Vas deferens dagegen ist kernhaltig und in seinem
Endabschnitte von chromatophilen Zellen umgeben.
Das vielgestaltige Ovarium liegt in der Medianebene, dem
vorderen Hoden ziemlich nahe; es kann ellipsoidisch, rundlich, in
die Quere verzogen, selbst leicht gelappt sein. Die Grösse des Keim-
stocks beträgt 0,25 mm. Der Unterschied zwischen peripheren und
centralen Zellen ist nicht unerheblich; die Kerne der letzteren haben
0,005 mm Durchmesser. Der Ovidukt, welcher vom hinteren Ende
des Keimstockes abgeht, ist kurz und schlägt sich dorsalwärts in
leichtem Bogen über das Ovarium herüber; die Wandung des Ei-
leiters stellt eine ziemlich dicke, doppelt contourirte, kernhaltige
Membran dar. Etwa in der Mitte seiner Länge münden in den
Ovidukt das Receptaculum seminis von der rechten und der Lau-
rersche Kanal von der linken Seite kommend. Das Receptaculum
seminis ist in einer für unsere Art sehr characteristischen Weise
entwickelt. Es besteht aus einer langgestreckten, sackartigen oder
auch mehr kugligen, sehr grossen Blase von c. 0,24 mm Länge,
welche lang gestielt ist und auf der rechten Körperseite liegt, vom
Övarium, Excretionsgefässstamm, Darmschenkel und paarigen Dotter-
gange eingeschlossen. Die Wandung des Samenbehälters wird von
einer dicken, structurlosen und nicht kernhaltigen Membran gebil-
det. — Der Canalis Laureri verläuft ziemlich stark geschlängelt.
Seine dorsale Mündung liegt in der Mittellinie in der Höhe des
Vorderendes des ersten Hodens; sein Durchmesser beträgt 0,0075 mm.
Er enthält eine homogene Cuticula, eine eirculär verlaufende Mus-
cularis von grosser Zartheit und begleitende chromatophile Zellen.
Die Dotterstöcke liegen etwa im mittleren Drittel des Körpers
lateral von den Darmschenkeln und bestehen aus gewöhnlich acht
Gruppen von kleinen, meist der Quere nach verzogenen Acinis; selten
findet man neun oder gar nur sieben solcher Häufchen. Die einzelnen
Acini sind durch einen Longitudinalgang verbunden, häufig aber so
nahe an einander gerückt, dass die ursprüngliche Grenze schwierig
oder gar nicht zu erkennen ist. (Eine Andeutung davon findet sich
auf der rechten Seite der Figur 4 an den vier vordersten Acinis).
Die paarigen Dottergänge gehen in der Regel aus dem Ver-
bindungsstück der beiden letzten Acini des Dotterstockes hervor und
ziehen in schräger Richtung, dorsalwärts von den Darmschenkeln
sich hinziehend, nach dem Ovarium hin, um sich in der Medianebene
zu einem kurzen unpaaren Dottergang zu vereinigen, der bald
nach dem Laurerschen Kanal in den Ovidukt mündet. Die relativ
kleinen Dotterzellen haben eine Grösse von 0,05 bis höchstens
0,075 mm. Die Schalendrüse ist diffus, sehr umfangreich; ihre
Zellelemente haben birnförmige Gestalt und sind 0,005 mm lang.
Das Ootyp ist kurz, von ovaler Gestalt und weist Kerne auf;
ausserdem zeigt es eine fein radiäre Streifung. Der in seinem An-
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 261
fangstheil immer leere Uterus ist stark gewunden nnd füllt den
Raum zwischen Ovarium und Bauchsaugnapf, seitlich die Darm-
schenkel nicht verdeckend, aus. Seine Windungen verlaufen in der
Regel quer; er ist dünnwandig und lässt an seiner Innenfläche
spärliche, schüppchenförmige Epithelien erkennen. Die sehr zahl-
reichen Eier sind oval, 0,025—0,0275 mm lang, 0,0125 mm breit.
Das Metroterm enthält kleine Papillen, eine starke Ringmuskulatur
und sich lebhaft färbende Zellen in seiner Umgebung. Es geht im
Bogen links um den Bauchsaugnapf herum und mündet vor dem-
selben neben dem Vas deferens. —
Die auffallende Uebereinstimmung der topographischen Ver-
hältnisse unserer Exemplare von Distomum tenwicolle mit dem schon
oben erwähnten Distomum felineum Riv. veranlasste den Verfasser
zu einem genaueren mikroskopischen Vergleiche. Auch hierbei
stellte sich eine vollkommene Gleichheit der Structur beider Thiere
heraus. Danach erscheint trotz der geringen Grösse der von uns
zur Untersuchung verwandten Exemplare von Distomum tenwicolle
die Vermuthung gerechtfertigt, dass die beiden in Rede stehenden
Formen identisch sind. Eine wesentliche Stütze findet diese Annahme
dadurch, dass auch eine andere, aus der Katze stammende Species,
nämlich das Distomum albidum Braun, von letzterem ebenfalls in
Halichoerus grypus gefunden worden ist, sowie dass Distomum trun-
catum (Rud.) in Katzen, Hunden etc., sowie in Seehunden lebt.
Hier ist die Uebereinstimmung eine so vollkommene, dass ein Zweifel
an der Richtigkeit der Bestimmung unmöglich ist. Ist meine An-
sicht von der Identität des Dist. tenuicolle mit D. felineum richtig,
dann muss letzterer Name als synonym zu D. tenwicolle eingezogen
werden.
Eine vor zwei Jahren erschienene Arbeit von Henry
Wardt), in welcher interessante Unterschiede zwischen den euro-
päischen und den in Lincoln gefundenen Exemplaren von Distomum
felineum mitgetheilt wurden, war die Veranlassung, die aus hiesigen
Katzen stammenden Exemplare auf ihre individuelle Variation hin
zu untersuchen. Dabei stellten sich auch bei den einheimischen
Formen einige, noch nicht beachtete Abweichungen heraus, die ich
kurz zusammenstellen will. Von den beiden, wenn typisch ent-
wickelt, vier- respective fünfstrahligen Hoden scheint der hintere
am variabelsten zu sein: Unter 60 Exemplaren besass er nur 48 Mal,
also in 80°, der untersuchten Fälle fünf Lappen. Bei sieben In-
dividuen hatte er nur vier Lappen; in je zwei Fällen waren ein,
respective zwei Lappen ganz rudimentär, während bei einem Exemplar
dasOrgan derart deformirt war, dass dieGestalt nicht mehr zu erkennen
war. Der vordere Hoden dagegen zeigte in 93°, das normale
Verhalten, in je einem Falle war er dreilappig oder vierlappig mit
dem Rudimente eines fünften Lappens, bei zwei Exemplaren stark
!) Henry Ward: „The parasitic worms of man and the domestic animals.“
Report of the zoologist. 1894, pag. 239 ff.
2362 Paul Mühling:
entstell. Das Ovarium war in der Hälfte der Fälle mehr oder
minder stark gelappt, bei 26 Individuen, also in 43,3 °/, der unter-
suchten Fälle, rundlich, bei den übrig bleibenden vier Exemplaren
nicht deutlich zu erkennen. Die Zahl der Trauben der Dotterstöcke
betrug in 90 °/, acht, in einem einzigen Falle nur sechs, wobei die
einzelnen Trauben an Grösse bedeutend zugenommen hatten, in fünf
Fällen sieben (bei einem Exemplar fehlte z.B. der erste Follikel,
während das zu ihm gehörige Stück des Longitudinalkanals noch
vorhanden und auch mit Dottermaterial gefüllt war); ein Individuum
besass rechtsseitig sogar neun Trauben. — In der Mehrzahl der
Fälle, nämlich 88 °/, geht der paarige Dottergang aus dem longi-
tudinalen Verbindungsstück der beiden hintersten Acini hervor. In
neun Fällen entsprang derselbe jedoch aus dem entsprechenden
Verbindungsstücke der beiden vorletzten, also in der Regel des
sechsten und siebenten Acinus. In vier Fällen gesellte sich zu dem
in typischer Weise abgehenden Dottergang ein aus dem drittletzten
Acinus entspringender Kanal. Bei einem einzigen Individuum end-
lich entstand der paarige Dottergang erst durch das Zusammen-
treten zweier Kanäle, von denen der eine aus dem Verbindungs-
stücke der beiden letzten Acini, der andere direkt aus dem letzten
Acinus entsprang.
5. Distomum eirratum. Rud.
(Aus dem Darm von Corvus corone, gefunden im Juni 1893
in Königsberg von Herrn Prof. M. Braun.)
(ef. Fig. 5 und 12.)
Rudolphi!) führt für diese Species folgende Merkmale an:
Die Thiere sind von ovaler Gestalt, vorne punctirt; die Oeffnung
des grösseren Mundsaugnapfes ist oblong, diejenige des Bauchsaug-
napfes kreisförmig. Die Gestalt des Körpers und die Verhältnisse
der Saugnäpfe sind dieselben wie bei Distomum elegans Rud. Der
Hals ist bei den abgetödteten Exemplaren nicht als besonderer Ab-
schnitt vom übrigen Körper abgesetzt. Der Cirrus ist sehr gross,
übertrifft an Länge den Hals und zeichnet sich durch seine Dünnheit
aus. Rudolphi fand ihn bei seinen Exemplaren immer in aus-
gestülptem Zustande, wobei sich zeigte, dass die Spitze knopfartig
verdickt ist (vgl. auch Rudolphi’s Abbildung Tab. VI. Fig. 7).
Besonders betont dann der Autor die nahen verwandtschaftlichen
Beziehungen unserer Species zu dem schon erwähnten Distomum
elegans (darüber s. u.). Als einzigen Unterschied beider Arten führt
Rudolphi die Punctirung des Halses an, welche bei Distomum
elegans fehlen soll.
Dujardin?) giebt die Länge des Distomum cirratum mit 2,25 mm,
!) Rudolphi: „Entoz. hist. nat.“ Vol.II. P.I. pag. 376.
®) Dujardin: „Hist. nat. des Helm.“ 1845, p. 413.
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 263
die Breite mit 0,75mm an, sodass also das Thier im allgemeinen
dreimal so lang als breit ist. Die Punctirung des Vorderendes,
welche schon Rudolphi erwähnt, deutet er mit Recht als eine feine
Bestachelung. Sodann behauptet er die Identität unserer Species
mit Distomum maculosum Rud. und mit Distomum globocaudatum
Crepl. Die von Creplin!) angegebenen Merkmale dieser Art stimmen
mit den Rudolphischen Charakteren von Distomum eirratum und
elegans auffallend überein, wie Creplin selbst eingestehen muss.
Was ihn dennoch zur Aufstellung einer besonderen Species bewog,
war ein eigenthümliches Gebilde am Hinterende, welches der Autor
beim lebenden, niemals am conservirten Objecte beobachtete und
folgendermassen beschreibt: „Cauda vermium recentium in appen-
diculam subglobosam a se strietura discretam abibat; in vermibus
spiritu servatis autem strietura evanuit et caudam obtusam terminari
vides.“ Sicherlich handelt es sich, wie auch Stossich?) meint,
einfach um einen durch Muskelcontraction hervorgerufenen Effect.
Stossich giebt ferner Längenmaasse von 2—3,5 mm und eine Breite
von 0,65—1 mm an. Seine Angabe, dass der Körper unseres
Thiers „inerme“ sei, stimmt nicht mit den wirklichen Verhältnissen
überein.
Linstow?) giebt von Distomum globocaudatum eine Länge von
13 mm und eine Breite von 1,5 mm an. Die Eier sind verhältniss-
mässig gross, nämlich 0,13 mm lang und 0,075 mm breit. Die Be-
schreibung der turkestanischen Form weicht erheblich von den unten
an den Original- und unseren einheimischen Exemplaren consta-
stirten Verhältnissen ab.
Hinsichtlich des Vorkommens des Distomum eirratum sei noch
bemerkt, dass dasselbe von Herrn Professor Braun im Jahre
1894 auch im Darme von Motacilla alba L. gefunden worden ist.
Die zu unserer Untersuchung benutzten Exemplare stammen aus dem
Darme eines Corvus corone aus der Umgegend von Königsberg.
Der systematischen Stellung nach gehört unsere Species
zum Subgenus Brachylaimus, welche durch das Fehlen des Oesophagus
charakterisirt ist; und zwar reiht Dujardin das Distomum cirratum
in die dritte Section dieses Subgenus ein, deren Vertreter durch einen
ovaloblongen Körper, vor dem Bauchsaugnapf liegende, einander
genäherte Genitalöffnungen und durch die vor oder zwischen den
Uterusschlingen liegenden Hoden gekennzeichnet sind.
Die Thiere haben eine Länge von 2—2,5 mm, selten von 3 mm;
1) Creplin: „Observationes de entozois.“ Pars I. Gryphiswaldiae 1825,
pag. 49.
2) Stossich: „I Distomi degli uccelli.“ Boll. dell Soc. Adriat. Trieste.
Vol. XIII. P. I. 1892, pag. 11.
3) Fedtschenko: ‚Reise in Turkestan.“ Band II. Theil V. „Rund- und
Saugwürmer“, bearb. v. Linstow. Moscau 1886. pag. 31.
264 Paul Mühling:
das abgebildete, allerdings stark ausgestreckte Exemplar (vgl. Fig.:5)
war sogar 3,5 mm lang. Die Breite beträgt 0,75 mm. Der Körper
ist platt, mehr oder minder gestreckt und, da Vorder- wie Hinter-
ende spitzer auslaufen, spindelförmig. Der Querschnitt des Tieres
hat eine flachovale Gestalt.
Der Mundsaugnapf endigt subterminal; seine Oeffnung ist
längsgestellt oval. Der Durchmesser des Organs schwankt zwischen
0,2 und 0,32 mm. Mieroscopisch weist der Saugnapf folgende sechs
Schichten auf: Zu innerst liegt die Cuticula, dann folgen eine ein-
schichtige schwache Meridional- und eine ebenfalls einschichtige,
aber stärkere Aequatorialfaserschicht. Die Hauptmasse des Organs
wird von Radiärfasern gebildet, in deren peripherer Zone zahlreiche
Ganglienzellen liegen. Nach aussen hin schliessen sich mehrschich-
tige, in die Radiärfasern eingreifende, sich einander durchflechtende
Meridional- und Aequatorialfasern an. Der Bauchsaugnapf ist
kleiner als der Mundsaugnapf und hat einen Durchmesser von nur
0,17 mm. Er liest vom Vorderende um etwas weniger als ein
Drittel der Körperlänge entfernt im Niveau der Oberfläche.
Die Cuticula ist fein radiär gestreift und enthält hin und wieder
scharf begrenzte, lichtbrechende Hohlräume von ovaler Gestalt; ihre
Dicke beträgt nur 0,005 mm. Sie ist von kleinen, nicht sehr dicht
neben einander stehenden Stacheln durchsetzt, welche sehr zierlich,
0,01 mm lang und schachbrettartig angeordnet sind; ihre nach hinten
gerichtete Spitze wölbt die Cuticula nur unmerklich hervor. Auf
der Ventralseite stehen die Stacheln am dichtesten in der Region
zwischen den beiden Saugnäpfen; in der nächsten Umgebung der-
selben fehlen sie; nach dem Hinterende zu werden sie spärlicher.
Auf der Dorsalseite finden sich Stacheln nur vorne bis zur Gegend
des Ovariums, von wo ab sie ganz aufhören.
Der Hautmuskelschlauch ist sehr schwach entwickelt und
besteht nur aus Ring- und Längsmuskeln; Dorsoventralmuskelzüge
sind auch nur spärlich vertreten.
Ein Oesophagus ist nicht vorhanden. Die Pharynxtasche ist
gut ausgebildet und besteht aus einer sehr dünnen Cuticula, welche
von einer feiner Ringmusculatur umgeben ist. Der Pharynx hat
eine kuglige Gestalt; sein Durchmesser beträgt 0,15 mm; sein Lumen
ist mässig weit. Die Darmschenkel sind gleichlang, ziehen bis
an das Hinterende des Körpers und verlaufen zwischen den Dotter-
stöcken einerseits und Ovarium, Uterusschlingen und Hoden anderer-
seits; ventralwärts werden sie zum grössten Theil von den Dotter-
stöcken überlagert. Das typische Darmepithel besitzt ovale, meist
an der Basis gelegene Kerne und entsendet sehr lange, blasse,
granulirte Fortsätze in das Lumen.
Die ovalen Hoden liegen hintereinander, der vordere auf der
linken, der hintere auf der rechten Seite des Körpers innerhalb der
beiden Darmschenkeln; zwischen ihnen hindurch verläuft in Sförmiger
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 265
ad
Windung der Uterus. Der grösste Durchmesser der Testikel beträgt
0,38—0,45 mm, der kleinste 0,3 mm. Die Vasa efferentia treten
von der vorderen Begrenzung der Organe, jedoch mehr dorsalwärts
ab. Der Ausführungsgang des vorderen Hodens ist sehr kurz und
verläuft in gerader Richtung, zum Theil dorsal vom Complex der
Schalendrüse gelegen, zum Cirrus. Das Vas efferens des hinteren
Testikels verläuft dorsalwärts von den Uterusschlingen in gerader
Richtung am rechten Dotterstocke vorbei bis zum Ovarium; hier
biegt es in scharfem Bogen nach links und strebt dann dem Cirrus
zu. Die Ausführungsgänge stellen die directe Fortsetzung der dünnen
bindegewebigen Tunica propria des Hodens dar, sind also struktur-
los und besitzen keine Kerne. Die Vesicula seminalis, zu der
sich die beiden Vasa efferentia im Cirrusbeutel vereinigen ist lang-
gestreckt oval und besteht gewöhnlich aus zwei durch eine Schnür-
furche getrennten Abschnitten, von denen der distale 0,3 mm
lang ist, der proximale ungefähr nur '/,—'/, dieser Länge besitzt. Die
im übrigen homogene Wandung der Samenblase enthält spärliche
Kerne und liegt infolge der meist starken Füllung dem Cirrusbeutel
an. Der Cirrusbeutel beherbergt ausser der Vesicula seminalis noch
die Prostata und den Cirrus i. e. S. Das Begattungsorgan ist
ungemein lang und bildet ein wesentliches Characteristicum unserer
Species. Es biegt in weitem Bogen von der linken Seite des Körpers,
wo es in der Höhe des Ovariums beginnt, zwischen Keimstock und
Bauchsaugnapf hinziehend, um letzeren herum, um schliesslich vor
demselben, jedoch links von der Medianlinie nach aussen in das
Genitalatrium zu münden. Die Pars prostatica ist lang, spiralig
zusammengerollt, die Prostatadrüsen bilden Packete von meist birn-
förmigen Zellen mit rundem, scharf abgegrenztem, fein granulirtem
Kern. Die Wandung des Canalis prostaticus wird von einer ziemlich
dicken Cuticula gebildet. Der Cirrus besteht aus einer breiten
doppelt contourirten Cuticula; die Verhältnisse seiner Eigenmusculatur
liessen sich infolge ungenügender Öonservirung nicht klar legen.
Der Cirrusbeutel scheint nur longitudinale Fasern zu besitzen.
Das Ovarium hat eine rundliche oder auch ovale Gestalt und
liegt vor den Hoden, zum grössten Theile rechts von der Median-
linie; links vorne grenzt es an den Cirrus, rechts an den Dotter-
stock und Darmschenkel. Der Durchmesser beträgt im Mittel
0,175 mm. Der Grössenunterschied zwischen peripheren und cen-
tralen Keimzellen ist ziemlich erheblich, die letzeren haben einen
Maximaldurchmesser von 0,0102 mm. Der Oviduct entspringt aus
der linken Seite des Keimstocks, verläuft, demselben ziemlich nahe,
nach der Dorsalseite zu, biegt dann scharf ventralwärts ab, um in
das Ootyp überzugehen. Der Kanal besteht aus einer doppelt
contourirten kernhaltigen Membran, der direkten Fortsetzung der
durch Verdichtung des Parenchyms gebildeten, bindegewebigen
Tunica propria des Keimstocks. Der Laurersche Kanal ist relativ
enge (Durchmesser: 0,0053 mm); auf der Dorsalseite entspringt er
266 Paul Mühling:
in der Höhe der Mitte des Ovariums und mündet an der Umbiegungs-
stelle des Oviducts in letzteren ein. Der Laurersche Kanal scheint
eine zarte Ringmusculatur zu besitzen. Ein Receptaculum
seminis war bei den untersuchten Exemplaren nicht zu finden.
Die Dotterstöcke liegen zum grössten Theile seitlich von den
Darmschenkeln, umgeben dieselben jedoch auch von der Ventral-
und Dorsalseite. Vorne beginnen sie ungefähr in der Mitte zwischen
den Saugnäpfen und reichen nach hinten gewöhnlich bis an das
Ende des Körpers, aber auch bei geschlechtsreifen Thieren findet
man gelegentlich, dass sie schon früher aufhören; bei starker Ent-
wickelung confluiren die Dotterstöcke vor dem Bauchsaugnapf, so-
dass eine Trennung hier unmöglich erscheint. Sie bestehen aus
einzelnen rundlichen oder ovalen Acinis von 0,05—0,075 mm Durch-
messer; durch dieselben erscheinen, wie Creplin sich treffend aus-
drückt, „latera vermium opaca granulata“. Die Dotterzellen selbst
besitzen einen Diameter von 0,015 mm. Die paarigen Dotter-
gänge entspringen infolge der Lage des Keimstocks ziemlich weit
nach vorne, vereinigen sich dann, dorsalwärts sich haltend, in der
Medianlinie zu dem unpaaren Dottergang. Das Ootyp ist lang-
gestreckt und besitzt ein verhältnissmässig enges Lumen; seine
Längsachse verläuft in dorsoventraler Richtung. Die Schalendrüse
ist sehr gross und unter günstigen Umständen schon bei in toto
conservirten und schwach gefärbten Präparaten mit geringer Ver-
grösserung sichtbar. Sie nimmt den Raum zwischen vorderem Hoden,
Ovarium und Dotterstöcken ein und reicht zum Theil dorsalwärts
hoch an die linke Seite des Keimstocks hinauf. Die Zellelemente
des nach dem diffusen Typus gebauten Organs sind gross (Durch-
messer 0,0272 mm), birnförmig oder oval und durch einen sich leb-
haft tingirenden runden Kern ausgezeichnet. Der Uterus wendet
sich zunächst nach hinten, mit einer Sförmigen Krümmung sich
zwischen den beiden Testikeln hindurchwindend; am Hinterende an-
gelangt, biegt er um, wiederholt denselben Weg und geht in das
lange Metroterm über. Seine Wandung ist dünn, doppelt contourirt
und enthält vereinzelte ovale Kerne mit scharf umgrenzender Kern-
membran. Die sehr zahlreichen Eier haben eine ovale Gestalt;
ihre Länge beträgt 0,0375—0,04 mm, ihre Breite 0,0187 mm. Das
Metroterm kreuzt den Cirrus, ventralwärts von ihm verlaufend
und zieht links um den Bauchsaugnapf, in den anderen Fällen
dorsalwärts von demselben zum Genitalatrium. Das Lumen dieses
Endabschnittes des Uterus ist sehr weit; die Wandung wird von
einer doppelt contourirten, recht breiten Cuticula gebildet. deren
Innenseite zahlreiche feine Papillen trägt. Nach aussen hin schliesst
sich eine kräftige, aus inneren circulären und äusseren longitudinalen
Elementen zusammengesetzte Musculatur an. In der Umgebung des
Metroterms endlich finden sich sehr zahlreiche chromatophile Zellen.
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 267
6. Distomum platyurum n.sp.')
(Aus dem Darm von Harelda glacialis L., gefunden am
24. März 1893 in Pillau von Herrn Prof. M. Braun.)
(ef. Fig. 6 und 13—14.)
Diese Species, von welcher neun Exemplare gefunden wurden,
lässt sich mit keiner der zahlreichen, bei Anasarten und der nahe
verwandten Familie der Fuligılae entdeckten Formen identificiren.
Um ganz sicher zu gehen, verglich ich die Beschreibungen der
übrigen Vogeldistomen mit der gefundenen Species, erzielte jedoch
auch dabei kein Resultat. Daher glaube ich die Aufstellung einer
neuen Species, für dieich den Namen Distomum platyurum vorschlage,
rechtfertigen zu können.
Das Exterieur unserer Thiere hat eine auffallende Aehnlichkeit
mit dem gut bekannten, ebenfalls in zahlreichen Arten von Anas
gefundenen Distomum echinatum Zed. Der platte Körper ist kurz,
dabei relativ breit (die Länge beträgt wenig über 3 mm, die Breite
l1mm) und hat eine annähernd ovale Gestalt; die Enden des Körpers
sind abgerundet. Der Querschnitt hat eine ovale Form. Konstant
ist der „Hals“ des Thieres durch eine auch macroscopisch bemerk-
bare Einschnürung, die hinter dem Bauchsaugnapfe liegt, gegen den
übrigen Körper abgegrenzt; im Uebrigen sind die Ränder glatt.
Der Mundsaugnapf ist gross (Durchmesser: 0,35 mm), liegt
subterminal und hat eine kuglige Gestalt. Seine quergestellte Oeff-
nung ist schlitzförmig, sein geräumiges Lumen entspricht der äusseren
Configuration des Organes. Dasselbe wird von einer sehr dünnen
Cuticula ausgekleidet, auf welche eine kräftige einschichtige Aequa-
torialmuskelschicht und dann die Radiärschicht folgt. Nach aussen
schliessen sich eine am Rande stärkere, am Grunde schwächere
Aequatorialfaserschicht, dann Meridionalmuskeln und zuletzt wiederum
Aequatorialfasern an, welche am Grunde des Saugnapfes besonders
zahlreich und sehr kräftig sind. Der Bauchsaugnapf ist ebenso
gross wie der Mundsaugnapf, ragt ein wenig über das Niveau des
Körpers hervor; seine Mündung hat ebenfalls eine schlitzförmige
Form und ist quergestellt. Er liegt auf der Grenze der beiden
vorderen Drittel des Körpers. Von der Ventralseite aus erscheint
das Organ kuglig, im Sagittalschnitt ist es mehr birnförmig. Micro-
scopisch bietet der Bauchsaugnapf, wie die Figur 14 veranschaulicht,
eine interessante Abweichung vom typischen Bau dar. Innen ist
er wie gewöhnlich von der dünnen Körpercuticula ausgekleidet, auf
welche schwache Meridional- und starke Aequatorialfasern folgen.
Im Bereiche der Radiärfasern findet sich nun aber am Rande ein
!) In meiner vorläufigen Mittheilung über diese Arbeit (Centralbl. f. Bact.
u. Par. XX. 16/17 1896. p. 590) wählte ich irrthümlicherweise für diese Speeies
‘ den Namen Distomum laticolle, indem ich leider übersehen hatte, dass derselbe
schon von Rudolphi vergeben war. Herr Dr. v. Linstow und Mr. Stiles hatten
die Güte mich brieflich auf meinen Irrthum aufmerksam zu machen.
268 Paul Mühling:
mächtiger, aus dicken cireulären Muskelbündeln zusammengesetzter
Sphincter, welcher scharf gegen die Nachbarschaft abgegrenzt
ist. Nach aussen zu findet man nicht sehr zahlreiche Aequatorial-
fasern und zuletzt Merilionalmuskeln. Von letzteren zweigen sich
mehrere, nach hinten zu verlaufende Muskelbündel ab, welche zu-
nächst eine Strecke parallel der Körperoberfläche verlaufen und
dann in die Longitudinalfasern des Hautmuskelschlauches übergehen.
Ein dickes vorderes Bündel geht vom Bauchsaugnapf senkrecht
durch den Körper zur Dorsalseite. Diese sehr kräftigen Muskel-
züge functioniren als Oeffner des Saugnapfes.
Die Cuticula ist ziemlich breit (0,0625 —0,075 mm) und un-
bestachelt. Ueberall findet man in ihr eine feine radiäre Streifung,
nach aussen jedoch einen schmalen, structurlosen, doppelt con-
tourirten Saum, welcher das Licht stark bricht.
Der Hautmuskelschlauch ist auf der Dorsalseite etwas
schwächer ausgebildet als auf der Ventralseite; namentlich stark
ist die Longitudinalmusculatur, die aus langen, dünnen, 2—4 Muskel-
fasern enthaltenden Bündeln besteht.
Ein Oesophagus ist nicht vorhanden. Der grosse kuglige
Pharynx hat ein sehr weites Lumen; sein Durchmesser beträgt
0,2mm. Die Pharynxtasche ist gut entwickelt und besteht aus
einer ziemlich breiten Cuticula, welche mit einer circulären Muscu-
latur versehen ist, deren Elemente zu je zwei ein Bündel bilden.
Am Grunde des Pharynx finden sich zahlreiche, kleine Drüsenzellen.
Die Darmschenkel, welche, wie bereits erwähnt, sich unmittelbar
an den Pharynx anschliessen, sind gleichlang und reichen bis an
das Hinterende des Körpers; sie verlaufen zwischen Dotterstöcken
einer- und Geschlechtsdrüsen andererseits; theilweise werden sie
ventralwärts von den Dotterstöcken verdeckt. Das Darmepithel
zeichnet sich durch seine Grösse und grosse, runde, granulirte Kerne
aus. Die Musculatur des Darmes besteht aus einer inneren circulär
und einer sehr derben äusseren longitudinal verlaufenden Schicht.
Die beiden Hoden liegen im hinteren Theile des Körpers
zwischen den Darmschenkeln dicht hinter einander in der Median-
linie; vor ihnen befinden sich die Schlingen des Uterus. Es sind
unregelmässig kuglig gestaltete Gebilde, deren Durchmesser im
Mittel 0,406 mm beträgt, deren relative Grösse etwas zu schwanken
scheint (so ist im abgebildeten Falle der hintere Hoden grösser als
der vordere). — Das Vas efferens des hinteren Testikels geht
von der vorderen Begrenzung desselben, jedoch weit nach rechts,
ab, verläuft dann ventralwärts vom ersten Hoden und den Schlingen
des Uterus, rechts am ÖOvarium vorbei zum Cirrus. Der Aus-
führungsgang des vorderen Hodens entspringt aus letzterem an der
entsprechenden Stelle auf der linken Seite und strebt, ventralwärts
von Uterus, Schalendrüse und Ovarium sich hinziehend, zum Cirrus.
Die Vasa efferentia haben ein ziemlich weites Lumen; ihre Wan-
dung besteht aus einer homogenen, doppelt contourirten Membran.
Beide Kanäle münden gesondert in den Cirrus. — Der Cirrusbeutel
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 269
ist, ähnlich wie beim Distomum cirratum, besonders gross und hat
eine Länge von 0,65 mm. Er beginnt in der Mitte zwischen Ovarium
und Bauchsaugnapf, zieht um letzteren in einem leichten, nach
rechts concaven Bogen herum und mündet ungefähr in der Mitte
zwischen Pharynx und Mundsaugnapf dicht neben dem Metroterm
in das Genitalatrium. .In dem Cirrusbeutel liegen die Vesicula se-
minalis, die Prostatadrüsen und derCirrus. DieSam enblase ist, eben-
falls wie bei Distomum eirratum Rud.,durch eine ringförmig verlaufende
Schnürfurche in zwei Abschnitte geschieden, jedoch nicht so lang
wie bei dieser Species, ihre Wandung wird von einer homogenen
Membran gebildet. Canalis prostaticus und Cirrus gehen ohne
scharfe Grenze in einander über. Die Drüsenelemente der Prostata
sind sehr zahlreich und stellen langgestreckte oder rundliche kleine
Zellen dar, welche ein grosses Färbungsvermögen besitzen. Der
enge und ziemlich gerade verlaufende Cirrus besteht aus einer dicken,
homogenen Cuticula, die infolge der Muskeleontraction häufig eine
starke Faltung aufweist, und einer kräftigen Muskulatur, die sich
aus inneren feineren Ring- und äusseren gröberen Längsfasern zu-
sammensetzt. Der Cirrusbeutel ist, entgegen der sonstigen guten
Ausbildung des Begattungsorganes, nur sehr dünn.
Das Ovarıum liegt in der Medianlinie vor den beiden Hoden,
etwa in der Mitte zwischen vorderem Testikel und dem Anfang des
Cirrusbeutels und stellt der Gestalt nach eine Ellipse dar, deren
grosse Achse in der Querrichtung des Körpers liegt. Das Organ ist ver-
hältnissmässig klein (der grösste Durchmesser beträgt nur 0,15 mm). —
Die kleinsten Keimzellen liegen am linken Pole des Organs, die grössten
am rechten. Letztere haben den beträchtlichen Durchmesser von
0,02 mm und zeichnen sich durch sehr grosse ovale scharf begrenzte
Kerne aus. Der Ovidukt geht von der hinteren Begrenzung des
Keimstocks, mehr dorsalwärts ab und verläuft dann leicht gewunden
nach der Ventralseite. Eine ganz kurze Strecke nach seinem Ab-
gange nimmt er das Receptaculum seminis und den Laurerschen
Kanal auf. In der Mitte zwischen der Einmündung des letzteren
und dem Beginn des Ootyps liegt die Eintrittsstelle des unpaarigen
Dotterganges. — Die Wandung des Eileiters wird von einer kern-
haltigen, doppelt contourirten Cuticula gebildet. Das Receptaculum
seminis ist nur klein, und liegt an der rechten Seite des Ovariums;
seine Gestalt ist eine langgestreckte, ungefähr birnförmig, seine
Länge misst ca. 0,06 mm. Die Wandung wird von einer ziemlich
dicken, scharf begrenzten Membran gebildet, welche Kerne aufweist. —
Die dorsale Mündung des Laurerschen Kanals liegt über der
Mitte des Keimstocks; die ventrale Mündung der Eintrittsstelle des
Receptaculum seminis gegenüber. Der Kanal verläuft ziemlich stark
geschlängelt. Die stark entwickelten Dotterstöcke, deren Aus-
sehen ebenfalls an diejenigen von Distomum echinatum erinnert,
reichen von der oben erwähnten halsartigen Einschnürung ab bis
an das Hinterende. Sie liegen seitlich und ventralwärts von den
Darmschenkeln, letztere zum geringen Theil verdeckend. Häufig
270 Paul Mühling:
sind sie vorne, immer hinten vom zweiten Hoden ab verbreitert; ja
am Hinterende stossen sie in der Medianlinie zusammen, sind jedoch
immer noch deutlich von einander zu trennen. Die Dotterzellen
haben einen Durchmesser von 0,035 mm im Maximum. Sie sind zu
grossen, dicht nebeneinander liegenden Acinis zusammengeordnet,
welche oval, rundlich oder durch Druck polyedrisch abgeflacht er-
scheinen. Die paarigen Dottergänge treten in der Höhe des
Vorderendes des ersten Testikels ab und vereinigen sich in der
Medianlinie zu einem Dotterreservoir. Der unpaare Dottergang
ist kurz, durch starke Füllung mit Dottermaterial oft mächtig auf-
getrieben. Das weite Ootyp hat eine ovale Gestalt und eine radiär
gestreifte, kernreiche Wandung. Die Schalendrüse ist nach dem
diffusen Typus gebaut; ihre zahlreichen ovalen Zellelemente besitzen
eine Länge von 0,015 mm. Der Uterus macht nur wenige Windungen,
welche in dem Zwischenraum zwischen vorderem Hoden und Cirrus
liegen, ventralwärts von den hier befindlichen Organen. Zum Theil
verdeckt er das Ovarium. Er besteht aus einer dünnen homogenen
Wandung, deren Innenfläche in das Lumen vorspringende, ovale
Kerne anliegen. Die Eier sind selbst bei auf der Höhe der ge-
schlechtlichen Reife stehenden Exemplaren in begrenzter Zahl (etwa
bis zu fünfzig) vorhanden. Vielleicht beruht diese geringe Zahl darauf,
dass die Thiere beim Abtöten den grössten Theil ihrer Eier aus-
stossen. Sie sind ziemlich gross und haben eine Länge von 0,1125 mm,
während die Breite bis 0,0625 mm erreicht. Die Gestalt der Eier
ist eine ovale. Das Metroterm biegt links um den Bauchsaugnapf
herum und mündet ebenfalls links dicht neben dem Cirrus in ein
Genitalatrium. Es liegt, je nach den wechselnden Verhältnissen der
Contraction des Thieres, links seitlich oder ventralwärts vom Be-
gattungsapparate. Ausgezeichnet ist das Metroterm durch eine sehr
starke Musculatur, deren Zusammenziehung das Lumen an Stellen,
wo keine Eier liegen, oft ganz zum Verschwinden bringt. Die
Mündung des Endabschnitts des Uterus wird durch einen besonderen,
sehr ansehnlichen Sphincter verschlossen, welcher eine Länge von
0,085 mm und eine Breite von 0,065 mm besitzt. —
7. Cyathocotyle prussica n. gen. n. Sp.
(Aus dem Darm von Harelda glacialis L., gefunden in
Pillau am 30. März 1893 von Herrn Prof. M. Braun.)
(ef. Figur 7 und 15—17.)
Am 30. März 1893 wurden im Darm einer aus Pillau stam-
menden Anas glacialis eine grosse Zahl dieser sehr kleinen, 1 mm
langen distomenähnlichen Parasiten gefunden.
Die Thiere besitzen einen im allgemeinen breit ovalen oder
kreisrunden Körper von platt ovalem Querschnitt. Das Vorderende
ist gewöhnlich zugespitzt, das Hinterende meist stumpf, selten eben-
falls zu einer kleinen Spitze ausgezogen. Die Ränder sind glatt;
der Sagittalschnitt zeigt oft höchst unregelmässige, eckige Con-
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 71
touren, die sich schwer beschreiben lassen. Die Länge der Thiere
beträgt gerade Ilmm, die Breite 0,65 mm.
Der Mundsaugnapf ist klein, seine Oeffnung rundlich, sub-
terminal; der Durchmesser beträgt 0,12—0,13mm. Der Bauch-
saugnapf ist etwa halb so gross (Durchmesser: 0,06—0,08 mm)
und springt als kleiner Knopf über das Niveau der Körperoberfläche
hervor. Seine Oeffnung ist rund, sein Lumen sehr flach; die
Ganglienzellen der Saugnäpfe sind 0,0075 mm lang, 0,005 mm breit,
oval gestaltet und scharf begrenzt. Die Entfernung der beiden Saug-
näpfe von einander beträgt 0,15 mm. Ausserdem besitzt das Thier
einen characteristischen Haftapparat von rundlicher Gestalt und
elliptisch quergestellter oder auch kreisrunder Oeffnung. Auf den
ersten Blick ähnelt er am intacten Thiere ausserordentlich einem
gewöhnlichen Saugnapfe und kann auch am lebenden Objecte, weil
der eigentliche Bauchsaugnapf verdeckt ist, leicht mit letzterem ver-
wechselt werden. Das übrigens auch macroscopisch deutlich sicht-
bare Organ reicht von der Gegend des Bauchsaugnapfes bis etwa
zur Grenze des vierten und letzten Fünftels des Körpers, bisweilen
prävalirt es jedoch an Grösse derart, dass der Körper nur als
kleiner Appendix des Haftapparates erscheint. Mitunter ist infolge
Muskelcontraction der Rand desselben durch radiär verlaufende
Furchen eingekerbt, die aber bei Erschlaffung der Musculatur ebenso
gut fehlen können und deshalb nicht mit den konstanten Papillen im
Haftapparat der Diplostomeae zu vergleichen sind. (Eine Andeutung
dieser Einkerbungen zeigt die Figur 7.) Des besseren Verständ-
nisses wegen wollen wir am Haftorgane den wallartig prominirenden
Rand von dem Grunde des Apparates unterscheiden. Der Rand ist
ziemlich dick und von normaler Cuticula bedeckt, welche im äusseren
Theile des Walles noch bestachelt, im inneren Abschnitte da-
gegen glatt ist. Unter der Cuticula constatiren wir die typischen
Elemente des Hautmuskelschlauches, die hier meridional und aequa-
torial verlaufen (Fig. 17. 1und 2). Am Fusse des Randwalles finden
sich radiär gestellte lange Muskelbündel (Fig. 7 und 17. 4.), deren
Anordnung namentlich aus Frontalschnitten ersichtlich ist. Endlich
ziehen zwischen der äusseren und inneren cuticularen Auskleidung
des Randes zarte Muskelfasern senkrecht durch die ganze Dicke des
Randwalles(Fig. 17.5). Ausserdem finden wir hier besonders zahlreiche
Drüsenzellen, deren Ausführungsgang die innere Wand des Walles
durchbrechend, in das Lumen des Haftapparates mündet. Auch der
Grund des Haftorganes zeigt eine unbestachelte Cuticula, die sich
kreuzenden, hier sehr kräftigen Elemente des Hautmuskelschlauches
und zahlreiche, in das Lumen mündende Drüsenzellen. Dazu kommen
dann noch für die Function des ganzen Apparates sehr wichtige,
in der Medianebene verlaufende, ungemein kräftige Muskelfasern
(Fig. 17. 3), die an der linken Seite des rechten Testikels und am
Cirrus vorbei nach der Dorsalseite des Thieres hinstreben; die
mittleren dieser Fasern verlaufen genau dorsoventral, die vorderen
und hinteren dagegen divergiren nach dem Vorder- respective Hinter-
272 Paul Mühling:
ende des Thieres. Insgesammt bilden also diese Fasern eine median
liegende durchbrochene Muskelplatte, zwischen deren Lücken zahl-
reiche Drüsenzellen eingelagert sind, deren Ausführungsgänge eben-
falls nach dem Lumen hin führen. Die Drüsenzellen sind birn-
förmig oder mehr oval; durch ihre zahlreichen, dicht nebeneinander
liegenden Ausführungsgänge erscheint das Parenchym in der Um-
gebung des Haftapparates fein radiär gestreift. Die Länge der
Drüsen beträgt bis 0,01 mm, ihre Breite 0,006 mm. Auf zahlreichen
Schnitten gelang es, zwei extreme Contractionszustände unseres Organs
festzustellen. Ist der Haftapparat eingezogen (vgl. Fig. 17.), so ist das
Lumen sehr geräumig, die wulstigen Ränder convergiren zu ein-
ander, fallen also nach aussen schräg ab. Der Grund ist infolge
maximaler Contraction der medianen Muskelplatte in Form einer
tiefen longitudinalen Rinne eingezogen. Das andere Extrem der
weitesten Ausstülpung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Fundus
des Organs weit vorgewölbt ist und mit den nach aussen um-
gebogenen Rändern in demselben Niveau steht, sodass das Lumen
völlig verschwunden ist. Schliesslich verschwindet selbst die Falte,
welche noch die Grenze zwischen Randwall und Grund des Organes
bildete, ebenfalls, wie es im hinteren Theile der Fig. 16 der Fall
ist, während hier noch die vordere Falte deutlich zu erkennen ist.
Auf Grund dieses anatomischen Befundes könnte man sich das Spiel
der Muskeln folgendermassen construiren: Durch die Erschlaffung
der Medianmuskeln und energische Contraction der aequatorialen
und meridionalen Musculatur, vielleicht auch unter Mitwirkung des
(resammtmuskelschlauches wird der Fundus nach aussen vorgetrieben
und legt sich innig an die Darmwand des Wirthes an. — Durch
Erschlaffung der Muskulatur des Grundes und starke Zusammen-
ziehung der Dorsoventralfasern wird der Fundus von der Unterlage
abgehoben und, da gleichzeitig der Rand das Gewebe wie mit einem
elastischen Ringe fest umschnürt, durch die so bedingt Schaffung
eines luftleeren oder stark luftverdünnten Raumes die Darmwand des
Wirthes in das Lumen des Haftapparates hineingezogen. Auf die-
selbe könnten dann die — wie Brandes!) meint — ätzend wirkenden
Absonderungen der Drüsenzellen besonders leicht und kräftig ein-
wirken, da sie, in ihrer Circulation behindert, äusseren Schädlich-
keiten einen viel geringeren Widerstand wird entgegensetzen können
wie unter normalen Verhältnissen.
Die Cuticula ist structurlos und schmal (0,0025—0,0037 mm
breit), besonders dünn auf der Ventralseite. Unter günstigen Ver-
hältnissen findet man, und zwar vorzugsweise auf der Dorsalseite,
zwei Schichten in der Cuticula, deren oberflächliche schmäler ist
und sich von der tiefer liegenden durch doppelte Contourirung und
stärkeres Lichtbrechungsvermögen unterscheidet. Schliesslich finden
wir noch äusserst feine und dicht stehende, aber ungleichmässig
!) „Die Familie der Holostomiden“ von Dr. G. Brandes. Zoolog. Jahrbücher.
Bd. V. p. 556.
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 273
vertheilte Stacheln von nur 0,0025 mm Länge, die in Quincunx ge-
stellt und etwas gekrümmt sind; ihre scharfe Spitze ist, wie ge-
wöhnlich, nach dem Hinterende zu gerichtet. Die Bestachelung
beschränkt sich auf die Ventralseite, wo sie nur im Lumen der
Saugnäpfe und des Haftapparates fehlt (am Aussenrande des letz-
teren jedoch schon vorhanden ist), und auf den vorderen Abschnitt
der Dorsalseite etwa bis zur Gegend des Beginns der Darmschenkel
(vergl. Fig. 16).
Der Hautmuskelschlauch ist, soweit er nicht im Haftapparat
liegt, sehr gering entwickelt; es sind zwar alle drei Schichten des-
selben vorhanden, aber die Muskelelemente sind sehr zart und stehen
weit von einander entfernt.
Ein Oesophagus fehlt bei unserem Thiere. Der Pharynx ist
kuglig, besitzt ein mässig geräumiges Lumen und einen Durchmesser
von 0,07—0,08 mm; am Grunde des Organs finden wir Drüsen-
zellen. Die Ganglienzellen des Pharynx sowohl wie die der Saugnäpfe
sind oval gestaltet, 0,0075 mm lang und 0,0038 mm breit. Die Pharynx-
tasche ist nur schwach ausgebildet. Die Darmschenkel reichen bis
an das Hinterende des Körpers, wo sie einander zustreben und sind
von den übrigen Organen, namentlich von den Dotterstöcken, derart
umlagert, dass sie am in toto conservirten Exemplar niemals sicht-
bar sind. Der linke Darmschenkel verläuft dorsal oder zwischen
den Acinis des Dotterstockes, dann theils dorsal theils seitlich vom
Keimstock am linken Hoden vorbei nach hinten. Der rechte Darm-
schenkel liegt ventralwärts und theilweise lateral vom rechten Hoden
und vom Cirrus. Das Lumen des Darms ist sehr wechselnd, oft
durch fein gekörnelte Inhaltsmassen stark erweitert. Die Epithel-
zellen sind nicht gross; in ihrem, meist kolbig aufgetriebenen Ende
liegt der grosse, meist ovale, scharf umrandete Kern. Die Musku-
latur ist mässig entwickelt.
Die Gestalt der beiden oft schwach gelappten Hoden ist im allge-
meinen oval; die grosse Achse des Ovals liegt in der Längsrichtung des
Thieres. Indessen können durch den Druck der Nachbarorgane die
Testikel die mannichfaltigsten und unregelmässigsten Formen an-
nehmen. Ebenso wechselnd wie ihre Gestalt ist auch ihre Lage.
Wie zwei kleine Skizzen zeigen, welche Herr Professor Braun nach
lebenden Exemplaren gezeichnet hatte, liegen die Organe neben ein-
ander rechts und links von der Medianlinie, und zwar entweder in
gleicher Höhe oder der rechte lag mehr nach vorne als der linke.
Durch starke Contractionen können die Testikel aus dieser typischen
in die etwas abnorme Lage gebracht werden, welche die aus Frontal-
schnitten combinirte Fig. 7 zeigt. Dieselben Lageverschiebungen
betreffen auch die anderen Organe, so namentlich den muskulösen
Cirrus, der bald rechts, bald links von der Medianlinie zu finden
war. Der Längendurchmesser der in der Regel platten Organe beträgt
0,2—0,25 mm, die Breite 0,15 mm, die Dieke 0,125 mm. Die Hoden
liegen innerhalb der Darmschenkel, der rechte dorsalwärts von den
Dotterstöcken, vom Uterus und z. T. vom Cirrus, der linke dorsal von
Arch, f. Naturgesch. Jahrg.1896. Bd. 1.H, 3. 18
274 Paul Mühling:
Ovarium und Uterus. Die Vasa efferentia entspringen aus der Mitte
der Vorderfläche der Testikel als eine directe Fortsetzung der Tunica
propria testiculi; ihre Wandung besteht demnach aus einer doppelt
contourirten Membran. Die Ausführungsgänge streben geradeswegs
zum Cirrusbeutel. Derselbe enthält die Vesicula seminalis, Prostata
und den Cirrus und liegt gewöhnlich auf der rechten Seite im hinteren
Theile des Körpers, kann jedoch auch auf die linke Seite verlagert
sein. Im Verhältniss zur Körperlänge ist der Cirrusbeutel auffallend
gross; seine Achse verläuft gewöhnlich schräg von aussen lateral
nach innen medianwärts. Der Cirrus mündet zusammen mit dem
Metroterm, dorsalwärts von letzterem, in ein Genitalatrium, das
am Hinterende des Körpers dorsal vom Excretionsporus ausmündet.
Die Vesicula seminalis ist mächtig entwickelt und wie bei Disto-
mum cirratum Rud. (s. 0.) durch eine Einschnürung in zwei Ab-
schnitte getheilt. Ihre Wandung besteht aus einer homogenen, dem
Cirrusbeutel eng anliegenden Membran, welche platt-ovale Kerne
enthält. Die Pars prostatica wird durch einen spiralig einge-
rollten Kanal repräsentirt, der ein sehr enges Lumen besitzt und
von einer homogenen Cuticula ausgekleidet ist. Die Drüsenelemente
der Prostata liegen dicht neben einander wandständig dem Cirrus-
beutel an und haben eine Länge bis 0,01 mm. Ihre Gestalt ist oval,
diejenige der sich lebhaft tingirenden Kerne rund. Der Cirrus ist
nicht sehr lang und mit einer inneren circulären und äusseren longi-
tudinalen Muskelfaserschicht versehen. Der Cirrusbeutel besteht
ebenfalls aus einer inneren, sehr feinen Ringmuskulatur und einer
auffallend starken Längsmuskulatur, deren einzelne Fasern blattartig
breit sind und namentlich auf dem Querschnitt durch ihre strahlen-
förmige Anordnung dem Cirrus ein höchst charakteristisches Aus-
sehen verleihen.
Die Topographie der weiblichen Geschlechtsorgane stellt Fig. 15
dar; Abweichungen vom typischen Verhalten der Distomen finden
sich hier nicht. Das Ovarium liegt auf der linken Seite, von den
Enden des Körpers gleichweit entfernt, ventral vom linken Hoden,
seitlich und zum Theil auch bauchwärts von Dotterstocksfollikeln
begrenzt; an der medialen Seite des Keimstocks liegt der Uterus.
Die Gestalt des Ovariums ist langgestreckt oval, der grosse Durch-
messer misst 0,11—0,12 mm, der kleine 0,08 mm. Die peripheren
kleinen Zellen sind namentlich am vorderen Pole des Organes an-
gehäuft; die centralen sind sehr gross (0,0125—0,02 mm), polyedrisch
abgeflacht; die Kerne sind rund oder oval, scharf begrenzt und
hellglänzend. Ihr mittlerer Durchmesser beträgt 0,0075 mm. Der
in seinem Beginn etwas erweiterte Oviduct geht aus dem Hinter-
ende des Keimstocks hervor und verläuft im Bogen dorsalwärts
über letzteren sich schlagend. Bald nach seinem Abgang aus der
Geschlechtsdrüse münden in ihn dicht neben einander das Re-
ceptaculum seminis und der Laurer’sche Canal. Ersteres ist
eine birnförmige Blase von etwa 0,05 mm Länge, welche dorsal und
mehr rechts vom Ovarium liegt und deren Längsachse dorsoventral
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden, 275
gerichtet ist. Der sehr lange Laurersche Canal verläuft von
seiner dorsalen Mündung im Bogen um das Hinterende des linken
Hodens herum, dann ventralwärts von demselben und mündet neben
dem Receptaculum seminis. Zahlreiche chromatophile Zellen be-
gleiten den Canal. Die Dotterstöcke sind stark entwickelt und
stellen mit ihren grossen Acinis zwei breite, den Körperumrissen
angepasste Halbringe dar, welche zum grossen Theil die Genitalien
und den Darm verdecken. Vorne beginnen sie in der Höhe des
Pharynx, hinten erreichen sie das Ende des Körpers meistens nicht;
sie nehmen also fast die ganze Längenausdehnung des Thieres ein.
Die Acini umhüllen die Darmschenkel ventral und seitlich oder
vollkommen, liegen dann lateral oder selbst dorsalwärts vom Ovarium
und verdecken Cirrus und Hoden von der Ventralseite. Die ein-
zelnen Follikel sind sehr gross, häufig langgestreckt derart, dass
ihre grösste Ausdehnung in die Dorsoventralachse fällt und polyedrisch
abgeflacht. Die Dotterzellen haben eine Grösse von 0,015—0,02 mm.
Den unpaaren Dottergang fanden wir in der Mehrzahl durch
Inhaltsmassen zu einem sehr grossen Reservoir aufgetrieben, sodass
es zuweilen unmöglich war, die Stelle seiner Mündung in den Ovi-
duct aufzufinden. Dieselbe liegt, wie in Fig. 15 angegeben, näher
der Mündung des Canalis Laureri als dem Beginn des Ootyps.
Die Eibereitungsstätte ist langgestreckt oval, sehr geräumig,
etwa 0,lmm lang und 0,028 mm breit. Die Längsachse des Ootyps
liegt entweder dorsoventral (wie in Fig. 15) oder parallel der Dor-
salseite des Ovariums. Die Schalendrüse ist diffus; ihre ovalen
oder birnförmigen Zellelemente sind nicht sehr zahlreich, aber re-
lativ gross (die Länge beträgt 0,018 mm). Sie liegt ventralwärts
vom Hoden (vgl. auch den Querschnitt Fig. 17), niemals, ebenso wie
das Ootyp, zwischen den beiden Hoden, wie es für die übrigen
Holostomiden characteristisch ist.) Der Uterus ist kurz und geht,
nachdem er einige in der Mitte liegende Windungen gemacht hat,
bald in das Metroterm über; in ihm findet sich häufig eine mole-
culäre, wohl als Spermatozoen aufzufassende Masse. Die Wandung
besteht aus einer feinen kernhaltigen Membran. Der Uterus ent-
hält wenige (manchmal nur 3—4), aber relativ grosse Eier, deren
Länge zwischen 0,0975—0,1025 mm, deren Breite zwischen 0,065
bis 0,068 mm schwankt. Das Metroterm ist ebenfalls kurz, liegt
ventralwärts vom Cirrusbeutel; sein Lumen ist meist durch Muskel-
contraction stark verengt, nur an Stellen, wo Eier liegen, aufgetrieben
(Fig. 16). Histologisch besteht der Canal aus einer Cuticula und
einer sehr dichten Ring- und Längsmuscularis; in der Umgebung
haben wir zahlreiche chromatophile Zellen. — —
Aus der oben gegebenen Beschreibung ersehen wir, dass in
diesem merkwürdigen Thiere gewisse Charaktere der Holostomiden
und Distomiden vereinigt sind, sodass dasselbe eine Mittelform
zwischen diesen beiden Familien darstellt. Infolge einer oberfläch-
!) Brandes: „Die Familie der Holostomiden“ pag. 564.
18*
276 Paul Mühling:
lichen microscopischen Untersuchung, die sogleich am lebenden
Objecte angestellt wurde, hielten wir anfänglich unser Thier für
Distomum concavum Creplin, da Fundort und Beschreibung gut zu
stimmen schien. Die Greifswalder Originalexemplare belehrten uns
jedoch eines Besseren. Allerdings waren diese Objecte stark ge-
schrumpft, sodass eine eingehende Untersuchung der feineren Ver-
hältnisse selbst auf Schnitten ein Ding der Unmöglichkeit war,
dennoch liess sich die Frage der Identität mit unseren Thieren
sicher verneinen. — Bei dieser Gelegenheit möchte ich zum Vergleich
das wenige über Distomum concavum Bekannte mit Beifügung einiger
Ergänzungen hier zusammenstellen. Die in Anas Hornschuchü ge-
fundenen Originalexemplare sind 0,78—1,05 mm lang, 0,6—0,85 mm
breit, sehr platt, die Ränder des Thieres gelegentlich nach der
Ventralseite etwas umgebogen, die Gestalt ist unregelmässig birn-
förmig. Der 0,062—0,087 mm im Durchmesser haltende subterminale
Mundsaugnapf hat eine kreisförmige Oeffnung. Der Bauchsaugnapf
ist etwa 0,25—0,3 mm breit, quergestellt oval oder kreisförmig und
über die Hälfte der Körperlänge vom Mundsaugnapf entfernt; seine
Oeffnung ist variabel, oft, nach Creplin’s!) eigener Angabe, un-
bestimmt. Die Cuticula ist bestachelt?); der Hautmuskelschlauch
besteht aus ziemlich kräftigen, aber nicht sehr zahlreichen Ele-
menten. Der Oesophagus ist 0,095 mm lang, der Pharynx, welchen
Creplin offenbar mit dem Genitalporus verwechselt, wie aus seiner
Abbildung hervorgeht, ist oval, 0,0625 mm lang, 0,05 mm breit.
Die sehr breiten, immer sichtbaren Darmschenkel reichen bis an
das Hinterende, wo sie einander zustreben. Die ovalen, unregel-
mässig gelappten Hoden liegen neben einander im hintersten Ab-
schnitt des Körpers und sind 0,3 mm lang und 0,175 mm breit.
Vor denselben befindet sich ein vielfach gelapptes Organ, das viel-
leicht als Ovarium gedeutet werden könnte. Das „organon glo-
bosum dubium“ Creplin’s scheint das ziemlich grosse Recepta-
culum seminis zu sen. Wo die Genitalien ausmünden, vermag ich
nicht anzugeben; Creplin’s Behauptung, dass der Genitalporus an
dem Hinterende des Mundsaugnapfes zu finden sei, ist, wie oben
angegeben, als irrig zu bezeichnen. Die lateral von den Darm-
schenkeln gelegenen Dotterstöcke beginnen ungefähr auf der Grenze
der beiden vorderen Viertel des Körpers und reichen bis ans Hinter-
ende. Die paarigen Dottergänge gehen auf der Grenze der beiden
hinteren Viertel des Körpers ab und bilden in der Medianlinie ein
grosses Reservoir. Die Uterusschlingen verlaufen quer hinter dem
Bauchsaugnapf, seltener seitlich von ihm mehr nach vorne reichend;
die sehr zahlreichen Eier haben eine Länge von 0,0375 mm und
eine Breite von 0,016 mm. Der im Verhältniss zum Mundsaugnapf
recht grosse Bauchsaugnapf des Distomum concavum erreicht
!) Creplin: „Observationes de entozois.“ Pars I. Gryphiswaldiae 1825.
pag. 46.
>) Kowalewski: „Studya Helmintologiezne“ I. Krakau 1895, pag. 2.
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. DIN
niemals die auffallende Grösse des Haftapparates unseres Thieres,
mit welch ersterem ich das Organ anfänglich identificirte. Die Dotter-
stöcke sind ferner bei der Creplin’schen Art viel spär-
licher ausgebildet und verdecken nicht in solchem Maasse
die übrigen Organe, wie es bei Uyathocotyle prussica der Fall
ist. Am auffallendsten war vor Allem die grössere Anzahl der
Eier und die Kleinheit derselben bei Distomum concavum. — Das
Vorhandensein des Haftapparates, welches später constatirt wurde,
machte es zweifellos, dass unsere Form zu den Holostomiden ge-
stellt werden müsse. Dafür spricht ausserdem der wenig gewundene,
kurze Uterus mit den spärlichen, aber verhältnissmässig ziemlich
grossen Eiern und die Ausmündung der Genitalien am Hinterende
des Körpers, dorsalwärts vom Porus excretorius. Letzteres Factum
an sich würde ja allerdings nicht zur Aufstellung einer neuen, von
den Distomen zu trennenden Gattung berechtigen, da Distomum
macrostomum bekanntlich ähnliche Verhältnisse aufweist, gewinnt
jedoch im Verein mit den übrigen Merkmalen eine wesentliche Be-
deutung. Andererseits finden wir aber bei der Uyathocotyle prussica
bemerkenswerthe Abweichungen von den /lolostomiden und Anklänge
an die Distomen, die es uns unmöglich machen, dasselbe unter eine
der drei Unterfamilien der Holostomiden unterzubringen. Am
nächsten würden noch die Diplostomeae stehen, deren Diagnose
Brandes in seiner oben eitirten Arbeit (pag. 580) folgendermaassen
formulirt:
„Holostomiden mit stark abgeflachtem Vorderkörper.
Bauchsaugnapf stets deutlich sichtbar, grösser als der Mund-
saugnapf. Haftapparat in Form einer mehr oder minder tiefen,
mit kleinen oder grossen Papillen ausgekleideten Höhlung.
Unterhalb derselben stets eine deutliche Drüse.. Ausmündung
der Geschlechtswege neben einander auf dem Genitalkegel.
Ausserdem hier noch die Ausmündung einer oft ziemlich an-
sehnlichen Prostata. Bursa oft unsymmetrisch, Oeffnung dem
Rücken zu gerichtet. In der Bursa und zuweilen auch auf
dem Rücken saugnapfartige Gebilde. — In Krokodilen und
Vögeln“.
Wie man aber aus dem Vergleich unserer Beschreibung und der
Brandes’schen Diagnose ersehen kann, fehlt bei unserer Species
die starke Abflachung, überhaupt irgend welche Differenzirung des
Vorderkörpers; der Bauchsaugnapf ist kleiner als der Mundsaugnapf
und häufig durch die wulstig vorspringenden Ränder des Haft-
apparates verdeckt (vgl. Fig. 16.); Papillen sind in letzterem nicht
vorhanden, ebenso vermisst man die compacte Drüse unterhalb des
Haftapparates; die Prostata ist bei den Diplostomeae ganz abweichend
gebaut. Annäherungen an die Distomen sehen wir andererseits in
dem, in typischer Weise Vesicula seminalis, Prostata und Cirrus
enthaltenden Cirrusbeutel und in der allgemeinen Form des Körpers.
— Infolge dieser angeführten Verschiedenheiten ist es wohl ge-
rechtfertigt, eine neue Gattung, für welche wir den Namen Cyathocotyle
378 Paul Mühling:
vorschlagen, aufzustellen und sie zum Vertreter einer neuen Familie
zu erheben, deren Stellung mit Sicherheit erst nach Kenntniss ihrer
Entwickelung zu fixiren sein wird. Die Diagnose der Familie
Öyathocotyleae würde lauten:
Holostomiden von Distomenähnlicher Körpergestalt; Bauch-
saugnapf gewöhnlich vom Haftapparat verdeckt, der eine ge-
räumige, sich in der Mitte in eine longitudinal gestellte Rinne
fortsetzende Höhlung besitzt. Compacte Drüse unterhalb des
Haftorgans fehlend. Ausmündung der Genitalien hinten ober-
halb des Excretionsporus in ein mehr dorsalwärts gerichtetes
Genitalatrium. Cirrusbeutel wie bei den Distomiden Vesicula
seminalis, Prostata und Cirrus enthaltend.
Erklärung der Tafeln.
Abkürzungen.
B Bauchsaugnapf, | Mt Metroterm,
C Cirrus, Oe Oesophagus,
Cb Cirrrusbeutel, Ov Ovarium,
©.L Canalis Laureri, Ovd Ovidukt,
D Darm, Par Parenchym.
Dr Dotterreservoir, P. Dg Paariger Dottergang,
Dst Dotterstock, Ph Pharyıx,
Ebl Exeretionsblase, Pr Prostatadrüsen,
Exg Exeretionsgefäss, R. s Receptaculum seminis,
Ep Epidermis, Schd Schalendrüse,
G Genitalatrium, St Stacheln,
Gl Drüsenzellen, U.Dg Unpaariger Dottergang,
H Hoden, Ut Uterus,
Hf Haftapparat, V.d Vas deferens,
L Longitudinalrinne desselben, V.e Vas efferens,
Mundsaugnapf, V.s. Vesicula seminalis,
Meridionale \ Muskeln
M
1
: Aequatoriale. J des Haftapparates von Cyathocotyle
4
5
Dorsoventralmuskelplatte
| prussica n. 8. n. Sp.
Radiärmuskeln
Dorsoventralfasern des Walles
Tafeln.
Fig. 1. Distomum fleeuosum Rud.
Fig. 2. Distomum longicauda Rud.
Fig. 3. Distomum hians Rud.
Fig. 4. Distomum tenuicolle Rud. von der Ventralseite gesehen.
Fig. 5. Distomum ceirratum Rud.
Fig. 6. Distomum platyurum n. sp.
Fig. 7. Cyathocotyle prussica n. 9. n. Sp.
et ae Be ee ee
Beiträge zur Kenntniss der Trematoden. 279
Fig. 8. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
D. fleguosum.
Fig. 9. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
D. longicauda.
Fig. 10. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
D. hians.
Fig.11. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
D. tenuicolle.
Fig. 12. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
D. eirratum.
Fig.13. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
D. platyurum n. sp.
Fig. 14. Sagittalschnitt durch den Bauchsaugnapf von D. platyurum n. sp.
Fig.15. Schematischer Sagittalschnitt durch die weiblichen Genitalien von
Oyathocotyle prussica n. g. n. Sp.
Fig. 16. Medianschnitt durch Cyathocotyle prussica n. g. n. sp. zur Demonstration
der Ausmündung der Genitalien.
Fig. 17. Querschnitt durch Oyathocotyle prussica n.g. n.sp. in der Höhe des
Beginns des Cirrusbeutels.
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GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN,
FORTGESETZT VON
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HERAUSGEGEBEN
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CUSTOS AM KÖNIGL. ZOOLOG. MUSEUM ZU BERLIN.
ZWEIUNDSECHZIGSTER JAHRGANG.
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Berlin 1896.
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DRADBNAE HUTEBIK HIN Laer,
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ZÜRdN AK BUNG Ba AT
HSESEUN
Inhalt des zweiten Bandes.
Erstes Heft.
(Ausgegeben im December 1904.)
C. E. Hellmayr, Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der nn
Vögel während des Jahres 1895.
I. Allgemeines, Geschichte, Museologie, Taxidermie u; 1
II. Anatomie, Physiologie und Extwicklung. . . . Bun: 5
III. Fuss- und Schnabelform, Federn, Farben, Mauser, Flug . 5 8
IV. Spielarten, Bastarde, Hahnfedrigkeit, Missbildungen . . . 10
V. Paläontologie. . . - a Lu 5402 ee 12
VI. Verbreitung, Wanderung, Thiergebiete Au SEAT UN 2 PER 13
VII Lebensweise . . . . DR SNIEGTLENLERSEET AN az, 50
VEIT. Jagd, Schutz... =..,'. ARTE 55
IX. Pflege, Hausgeflügel, Krankheiten. au N na 153 3 BERNBE 56
X. Systematik . . . . et ERSAFRAUDEHL N 9.2, 59
Dr. Franz Werner in Wien. Bericht über die Leistungen in der
Herpetologie im Jahre 1894.
OR ea ae ee Ne ee EBD
Litteratur. Museen und zoologische Gärten. Geschichte, Sage.
Technische Hilfsmittel, Methoden. Anatomie, Integument.
Östeologie und Myologie. Nervensystem und Sinnesorgane.
Darmkanal. Blutgefässsystem. Urogenitalsystem. Ontogenie.
Physiologisches. Biologie. Palaeontologisches.
Faunistisches . . . 2 RN A TEN ER 94
Einzelne echeilunsen
Sauamata (Bacertilia, Ophidia) .. ... . ,..resiece. eis „ı 18
li N ARTEN HRBESL AH BENSEHNG? IRARAENe, Pr 1
Euiydesaurjanyg 25 vide norscnhenteiihe: werde Atiarendg ine 1
VDEROSSREIn a 1 a aa sh
TCHERVORSIETRER N ae I EN Re ae er TAG
PIERIOSAUFTAG SH Ra ae a a TAT
Thecodontiage Bar. CE SE a re TA
Khynchocephaliar 2% u Cyan a an En a HR HAAR
IANOMOHONDIR TE ee ER N er AO
Eireachin. ur ee ee a es LO
Integument. Osteologie und Myologie. Nervensystem. Urogenital-
apparat. Ontogenie. Biologie.
EI DEDE AR UN) a 3 np Aka BMA SE 1 =;
IV
Seite
Einzelne Abtheilungen.
Ecaudata . 159
Caudata 172
Apoda . 180
Stegocephala . 181
Incertae sedis u
Dr. Heinrich Ledermann (Berlin). Bericht über die wissenschaftlichen
Leistungen in der Naturgeschichte der Sängethiere während des
Jahres 1894.
I. Verzeichniss der Veröffentlichungen . . . . 2 2 2..2..2..18
II. Uebersicht nach dem Stoff . I 257
Stimme . 257
Sinnesorgane. . . el anal VOL
Verdauungsorgane En Teibeshöhle . re er ee
Rumpf nng./Gliedmaassen, .. -.14.2388F)» »amläinsnieh- ea
Schädel und Gebiss 261
Skelett . & 269
Haut und Hautgebilde u rt a ae A
Muskeln, Bänder u. Gelenke . . .. .- »alscJjaluaalsa ers
Cirkulationssystem . ak 288
Respirationsapparat 289
Secretion . ee) „ahead Ass
Harn- und ee asia As
Nervensystem k 291
Lebensweise . 3 292
Nutzen und Schaden . s un en en ware Da RR Pe
Ausrottung, Krankheiten, Missbildungen, Varietäten und
Bastarde . } lo,
Gefangene und nn "Thiere eu... ©:
Hausthiere 299
Vulgär-Namen . . . 299
Jagd- und Jagdschutz a a a ee ee 2 nl.
Ontogenetische Fintwicklung . 7... a0, RER a0
Phylogenetische Entwicklung. -. . . .»... 22 2 2... 801
Faunistische Arbeiten a 301
III. Uebersicht nach den Arten. 317
Inhaltsübersicht . i 383
Dr. W. Kobelt, Bericht über Er an rn: vortt ie Ei
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im
Jahre 1895.
Verzeichniss der Publikationen 385
I. Geographische Verbreitung . 399
II. Systematik . r 406
II. Biologie, Verwendung ee 427
Der Bericht über die Anatomie, Physiologie und Entwicklung der
Meolluskenm für 1894 ist mir leider nicht zugegangen.
Der Bericht über die Fische für 1893 muss infolge der Krankheit und
des Todes des Herrn Professor Hilgendorf ausfallen.
Dr. W. Weltner.
Tr or ER
Zweites Heft.
(Ausgegeben im December 1898.)
Seit
Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Kinto- oh
moiogie während des Jahres 189.
Insecta.
Allgemeines. Von Dr. Robert Lucas.
Webersicht nach. demjSste®f. AAIrH!T. : -» ala... 1
Verzeichniss der Publikationen . . ee ce 2
Apterygogenea von Dr. Robert a un AUBEOEN: 59
Dermatoptera (Forficulidae) von Dr. Robert Lucas ALL u ZEN)
Brhemeridservon ’DrRobert Lucas II EIWER, 62
Osensta von Dr Robert Lueas . 2% „small 64
Pleeoptera von Dr: Robert Lucas. . . . .. + »arısaaiels 69
Orckoptera von Dr, Robert Lucas .. ini Ina eikihays 69
Thysamoptera von. Dr. Robert Lucas! .. . „neluinannnsn.‘ 99
Corrodentıs.von.Dr. Bobert Lucas-. . . . . zmöotämas!! 108
Rhynehota von Dr. Robert Lucas . . . tan 108
Homoptera und Hemiptera von Dr. Robert area URN
Newropters von Dr. Kobert luucas... ... x -1.%2.0 0% „301
Panorpataeıyon Der Robert Bucas . . .... .... . 4158
Trieckoptersa von Dr. Robert Ducas.. . „. . „nn 4’. 153
Lepidoptera von Dr. Robert Lucas. . . . 154
Anhang zu vorstehenden Abtheilungen von Dr. Ro b er t Eu cas... 299
Bymenoptersa von.DrH Stazdelmannı.. "2... 2, 303
PipterarvomDr. Benno Wandolleck.. ... “ . „m... 7361
NpRanıptera von Dr. Benno Wandolleck. ‘. '-'..... ..... "425
Elespberanvonr HUJ Rohe md. Belenhle uar 427
Verzeichniss der Publicationen . . . 427
Litterarische Hülfsmittel, Bibliographie, Nemenelakur m
lungen . . . insel
Anatomie, Morholese Beate Bere Te 475
Metamorphose, Verwandlungsstadien, Copulation, Eiablage, Bint
BT Pe Rent inte ee er rain ABB
Biologie. ....... ER RE ne ae MASO
Beziehungen zur Demane E ersehen DR a A
Phaenologie . . . a Be 1a 0 CR SEAL
Zoogeographie und Famistik . Ve ep Ser en ner 2)
Paläontologie. . . 2 SURDERRT IN EN BEREIT, | 513
Systematik, Ealene etc, Be a We RAHMEN. -5L5
Biographieen von Coleopterologen . . » . 2 2 22.2.2... 516
Spezielle Systematik der Familien . . . . 2. 2 2.2.2.2. 516
Miysiapoda von Dr. Carl Verhoetf!. Dr... 172927 665
Verzeichniss der Pußliesuonen! I Dim... Een. »*655
Uebersicht der Nova a ee na ee MORE BT A
Schlussbemerkungen . . . » ne Ne ANERIR LER RENZZ
VI
Seite
Arachnoidea von Dr. Robert Lucas . . . 2. 2 2 2 2202. ..679
Verzeichniss der Puhlikahionen 2.2 2... 2 a0. 2 SD En
Systematik. . .."o*, 717
Der Bericht über Güstäden für die J a 1895 _ 97 Be: im 3. Heft
des 63. Jahrganges (1897), welches im December 1904 zur Ausgabe gelangt.
Drittes Heft.
(Ausgegeben im Juli 1903.)
Dr. von Linstow in Göttingen. Bericht über die wissenschaftlichen
Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1897.
Allgemeimen ne 2 ERNEUTE sl or EIERERE 1
Nematoden. . . . IE LITE A Re Se 3
Gordiiden und We en read Me 20
Acanthocephälen, . . Kaum. LIadusi:ad ira iTelEREHE 22
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Dr. von Linstow in Göttingen. Bericht über die wissenschaftlichen
Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1898.
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Gorduden. und. Mermis.. .. eek una a 54
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Trematoden; is: 1%. "2... vera [ea r Sauer). 2 Me 57
Gestoden: Nas-dae Sarah ra a er. var san WR 65
Dr. von Linstow in Göttingen. Bericht über die wissenschaftlichen
Leistungen in der Naturgeschichte der Helminthen im Jahre 1899.
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Nematoden. . . . EN We BL En, 79
Gordiiden und Mermis EB OL AM E NEESIRUT TUNG, PARHNRERESEEEE 96
Artanthaeephalen. nl A EHDENIATTEES VI PAPIER 98
Trematoden, so 0 a N ee ne 98
Bestoden: 4 u nu ne u,
Dr. Maximilian Meissner. Bericht über die Brachiopeden-
Litteratur des Jahres 1894.
Verzeichniss der Publikationen 22... Se ee 12.9
Kaunistikh He ZEN RENNER: ale er Se a 0
Systematik... We > alarehnaln ne ee
Dr. Anton Collin (Berlin). Bericht über die Rotatorien- und
Gastrotrichen-Litteratur im Jahre 1895.
I. Verzeichniss der Publikationen mit Inhaltsangabe . . ... . 131
IT. "Faunistik 7. 1... 5% Teer Zen ylentatr. Seel
III. "Systomaßikr. 07.207. NE LT Re te re er
Dr. Oskar Carlgren in Stockholm. Jahresbericht über die Anthozoen
für die Jahre 1892 und 1893.
Liste der Arbeiten .
Entwicklung. Regeneration
Morphologie, Anatomie, Histologie
Biologie, Physiologie ä
Systematik, Faunistik . :
Neue Tribus, Familien, Genera und oe.
Fossilia .
Riffbildung .
Dr. W. Weltner. Bericht über die ann in er Sponsieicer:
während der Jahre 1899—1901.
Recente Spongien.
Litteraturverzeichniss .
Allgemeines .
Methode ;
Schwammzucht und Sams
Anatomie und Histologie
Nadelnomenclatur .
Physiologie 2
Parasiten und omneralen ö
Ontogenie .
Phylogenie. ;
Systematik nnd Ranierik
Litteratur über fossile Spongien .
Dr. S. Prowazek. Protozoendbericht für das Tal 1889.
Allgemeines
Faunen .
Rhizopoda .
. Mastigophora ,
Sporozoa
. Ciliata . OR 2 Te DL Ne N en Be en. ee
Dr. S. Prowazek. Protozoenbericht für das Jahr 1890.
Allgemeines
Rhizopoda .
Foraminifera .
Heliozoa
Radiolaria .
Sporozoa
Flagellata .
. Ciliata .
. Suctoria
vu
Seite
145
149
155
163
167
174
177
178
182
193
195
198
203
210
211
212
214
226
227
254
259
263
263
265
267
268
271
275
278
278
279
280
283
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Bericht
über
die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel
während des Jahres 1895.
Von
C. E. Hellmayr.
I. Allgemeines, Geschichte, Museologie, Taxidermie.
A. Andreae. Führer durch die Eiersammlung des Roemer-
Museums in Hildesheim. Hildesheim 1895, 8°, 12 pg.
F. Anzinger. Unsere Vogelnamen und ihre Entstehung. Mitth.
ornith. Verein Wien XIX p. 71— 74.
Giebt eine Anzahl interessanter Erklärungen der Vulgärnamen
der Vögel und Hinweis auf die Forschungen der Brüder Grimm u. A.
E. Baldamus. Nachruf, Auk XI p. 9.
E. Baumann. Nachruf, Orn. Monber. III p. 168.
F.E. Beddard. A Text-book of Zoogeography. Cambridge 1895.
Auch die Verbreitung der Vögel wird mehrmals berührt. Be-
richtigungen dazu Ibis (7) I p. 489.
Ueber Boucards Vogelsammlung. Ibis (7) I p. 509.
E. E. Brewster berichtet über einen Apparat zum Ausblasen
der Eier. Auk XII p. 196—198.
J. S. Cairns. Todesanzeige, Auk XII p. 315.
J. Coburn. On the Hepatic Plumage of the Cuckoo. Zool.
XIX p. 321—-325.
Verfasser beschreibt zwei Exemplare von Ü. hepaticus, welche
im Mai erlegt worden sind, und meint, dass diese Färbungsphase
das Uebergangskleid des jungen 2 im folgenden Frühjahr darstelle;
das seltene Vorkommen der Form in England sei dadurch zu er-
klären, dass die Vögel bereits umgefärbt sind, wenn sie hier im
Frühjahr eintreffen.
E. Coues. Gätke’s Heligoland. Auk XII p. 322—346.
Ch. Dixon. The Migration of British Birds, including their
Post Glacial Emigration, as Traced by the Application of a Law of
Dispersal. London 1895.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 1
E
[SS
C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Die Enthüllungsfeier des Brehm-Schlegel- Denkmals zu
Altenburg am 30. Sept. 1894. Altenburg 1895.
Enthält den Festbericht von O. Koepert und eine Darstellung
des Lebens und der wissenschaftlichen Thätigkeit der beiden Brehm
und H. Schlegel von R. Blasius.
H. Gätke. Heligoland as an Ornithological Observatory, the
Results of fifty years Experience Translated by R. Rosenstock.
Edinburgh 1895.
W.R. Ogilvie-Grant. A Handbook to the Game Birds. Vol. I.
Sandgrouses, Partridges, Pheasants. (Allen’s Naturalists Library)
London 1895, 8°, 308 pe.
Eine monographische Behandlung der Hühnervögel in volks-
thümlicher Darstellung. 21 Tafeln in Farbendruck. Kurze Beschrei-
bung der Arten mit Angabe der wichtigsten Synonymie und der
Verbreitung.
Desselben, Reise nach den Selvages Inseln. Orn. Monb.
II p. 68.
E. Hargitt. Todesanzeige, Auk XII p. 315; Nachruf, Ibis (7)
I p. 302.
J. E. Harting. On the Hepatic Plumage of the Cuckoo. Zool.
XIX p. 257—263.
Verfasser weist nach, dass Cuculus rufus Bechst. nicht mit C.
hepaticus Sparrm. identisch ist. Ersterer beschreibt den jungen
Vogel im Herbstkleid mit weissen Flecken auf dem Rücken, Sparr-
mann das Kleid mit schwarz und rotbraun gebändertem Rücken
ohne weisse Flecken. Verf. meint, dass dieses Kleid aus dem ersten
Jugendkleide durch Verfärbung gewonnen werde und dann im
folgenden Frühling durch Mauser in das graue Alterskleid übergehe.
Wahrscheinlich kommt es nur beim Weibchen vor.
G. Hartlaub. Ein Beitrag zur Geschichte der ausgestorbenen
Vögel der Neuzeit sowie derjenigen, deren Fortbestehen bedroht
erscheint. Abhandl. naturw. Ver. Bremen XIV HeftI p. 1—43 und
Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 152—154. — 19 Arten sind bereits
ausgestorben und 16 weiteren droht dasselbe Schicksal. Der
schlimmste Feind der Vogelwelt ist die Cultur.
F. W. Headley. The Structure and Life of Birds, with
seventy-eight Illustrations.. London & New York 1895.
Das Buch soll dem Vorworte nach eine Darstellung der Ent-
wicklung der Vögel von ihren reptilienartigen Vorfahren und der
Veränderuug ihres anatomischen Baues geben. Es bespricht ferner
die physiologischen Vorgänge des Vogelkörpers, die Erscheinungen
der Lebensweise, Instinet, Gesang, Flug und Wanderung und be-
handelt die Grundsätze der ornithologischen Systematik.
R. Holland. Herdenvögel in der griechischen Mythologie. Mit
einem Anhange über Diomedes in Italien. Programm. Leipzig 1895.
Th. H. Huxley. Todesanzeige, Orn. Monber. III p. 135.
J. W. Jenks. Nachruf, Auk XIl p. 94.
F. A. Jentink vgl. C D. Sherborn.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 189. 3
G. N. Lawrence. Nachruf von H. Schalow. Orn. Monber. IIl
p. 103.
Derselbe. Nachruf von P. L. Sclater. Ibis (7) I p. 411—412.
M. Lessona. Storia naturale illustrata. Parte II: Gli Uccell.
Milano 1895, 8°, 935 S. c. incisioni.
K. Th. Liebe. Ornithologische Schriften. Gesammelt und
herausgegeben von Ö. Hennicke. Ergänzungsband. Gera 1895, 8°,
46 8.
W. Marschall. Der Bau der Vögel. Mit 229 in den Text
gedruckten Abbildungen. Leipzig 1895, Kl.8°%, VI u. 4628. —
Nach einer kurzen Einleitung über den Bau der Vögel behandelt
der Verfasser in 8 Capiteln Skelett, Muskulatur, Nervensystem und
Sinnesorgane, Haut und Hautgebilde, Verdauungstractus, Athmungs-
organe, Blut- und Circulationsapparat, Harn- und Geschlechtsorgane.
Eine grosse Zahl guter Abbildungen erläutert den Text.
A. G. More. Nachruf von H. Saunders. Ibis (7) I p. 410—411.
G. S. Morris. Notes and Extracts from a letter of Edward
Harris. Auk XII p. 225—231.
Leon Olphe-Galliard. Nachruf von R. Blasius. Orn. Jahrb.
p. 1—7. — Biographie und Schriftenübersicht des verdienstvollen,
französischen Ornithologen.
R. Peck. Todesanzeige, Orn. Monber. III p. 86.
G. Radde. Bericht über das Kaukasische Museum und die
öffentliche Bibliothek in Tiflis für das Jahr 1894 und 1895. Tiflis
1895. — Schilderung der Reise des Verf. in das östliche Steppen-
gebiet am Fusse des Kaukasus und das dahinter lagernde Gebirge.
Bericht über die Vermehrung der Sammlungen des Museums und
der Bibliothek.
R. H. Read. The nature, distribution and uses of the colours
of birds. N.-Staff. Nat. Field Club 1895 p. 53—78.
John H. Sage. On Historic Letter. Auk XI p. 359-362. —
Ein Brief an Alexander Wilson.
Schenkling-Prevöt. Die Ornis in der materia medica. Orn.
Monber. III p. 21—24, 37—40. — Behandelt die Verwendung der
Vögel in der Heilkunde der Vorzeit.
P.L. Selater. Ueber das Museum in Zürich. Ibis (7) I p. 168.
A. Forbes Sealy. Todesanzeige. Ibis (7) I p. 301.
A. Seebohm. Classification of Birds; an attempt to Diagnose
the Subelasses, Orders, Suborders and Families of existing Birds.
Supplement. London 1895. — Ergänzungen und Berichtigungen zu
der 1890 erschienenen Abhandlung des Verfassers. Die Classe ist
in 5 Subelassen getheilt: Spheniscomorphae, Pelargomorphae, Co-
raciomorphae, Aegithomorphae und Dromaeomorphae. Diese Sub-
classen sind in 31 Suborders eingetheilt.
C. D. Sherborn & F. A. Jentink. On the Dates of the Parts
of Siebolds „Fauna japonica“ and Giebels „Allgemeine Zoologie“
(first edition). Proc. zool. Soc. London 1895 p. 149 —150.
1*
4 C. E. Hellmäyr: Bericht über die Leistungen
A. C. Smith. Memoirs of Mr. John Legg, of Market Lavington,
Wilts: an advanced Ornithologist of the 18th Century. Wiltshire
Archaeol. & Nat. Hist. Mag. XXVIH p.5ff. — Gegenstand dieser
kleinen Abhandlung ist ein ganz in Vergessenheit geratener Orni-
thologe, der sich besonders mit der Frage des Vogelzuges beschäftigte.
D. Le Souef. A Trip to North Queensland. Viet. Natur. XI
p. 3. — Expedition zur Beschaffung lebender Thiere für den zoo-
logischen Garten in Melbourne.
W. Stone. The Priority of the Names Calliste, Aglaia and
Calospiza and their Use in Ornithology. Proc. Ac. N. Sci. Philad.
1895 p. 251—252. — Calliste ist von Poli 1791 als Callista für
Mollusken, Aglaia von Renier 1804 für Würmer vergeben. Die
Tanagridengattung muss daher Calospiza Gray 1840 heissen.
A. v. Stryek. Verzeichniss estnischer Vogelnamen. Sitzber.
Naturf. Ges. Univ. Dorpat X (1895) p. 473—483, 553 — 597.
The Museum. A Journal devoted exclusively to research in
Natural Science. Albion, New York 1895. — Die Zeitschrift, heraus-
gegeben von W.F. Webb, ist in erster Linie dazu bestimmt, den
Tausch- und Kaufverkehr naturwissenschaftlicher Sammler zu ver-
mitteln.
The Pheasant. Natural History, by the Rev. H. A. Macpher-
son; Shooting, by A. J. Stuart Wortley; Cookery, by Alex. Innes
Shand. With Illustrations. London 1895, 8°, 265 8.
E. Schäff. Ormnithologisches Taschenbuch für Jäger und Jagd-
freunde. Mit 18 vom Verfasser gezeichneten Abbildungen. Zweite
Auflage, 1896 (Oktober 1895 erschienen!), 8°, 193 8.
d’A. W. Thompson. A Glossary of Greek Birds. Oxford 1895,
8°, 2628. — Erklärung der in der altgriechischen Litteratur vor-
kommenden Vogelnamen nebst Anführung erläuternder Stellen aus
verschiedenen Autoren.
H. B. Tristram. On Use and Abuse of Generic Terms. Ibis
(7) Ip. 130— 133. — Wendet sich gegen allzu weitgehende Gattungs-
zersplitterung.
V. von Tschusi zu Schmidhoifen. Was ist Cyanecula .orien-
talis Chr. L. Br.? Orn. Jahrb. VI p. 269—271. — Führt die „Form“
auf ein Verfärbungsstadium von ©. swecica zurück.
R. Vögler. Der Präparator und Conservator. Eine praktische
Anleitung zum Erlernen des Ausstopfens, Konservirens und Skelet-
tirens von Vögeln und Säugethieren. Mit 34 Abbildungen im Text.
Magdeburg 1895.
E. Zimmermann. Nekrolog auf K. Th. Liebe, mit Schriften-
übersicht. Jahrb. Geolog. Landesanstalt Berlin 1895, 8°, 668. mit
Porträt.
Zuwachs der ornithologischen Sammlung des Museums in
Berlin. Orn. Monber. III p. 103 — 104.
Zuwachs der ornithologischen Sammlung des Brit. Museums.
ebenda p. 51.
es
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 5
II. Anatomie, Physiologie und Entwicklung.
6. Albini. Sull’ acqua di sdoppiamento e d’ossidazione or-
ganica della Civetta (Strix noctua). Atti Inst. Napoli (2) VII p. 1—11
und Arch. ital. Biol. XXIV p. 161—173.
Derselbe. Parallelo fra le perdite invisibili di peso, notturno
e diurne, del Parus major e del Parus (Poecile) palustris. Rend.
Ac. Napoli (3) I p.31—38.
D. Barfurth. Versuche über die parthenogenetische Furchung
des Hühnereies. Mit 2 Tafeln. Arch f. Entwicklgsmech. I p. 303
— 8351.
P. Bartheis. Beitrag zur Histologie des Oesophagus der Vögel.
Zeitschr. wissensch. Zool. LIX p. 655—689, mit 2 Tafeln.
J. Bernstein. Ueber das angebliche Hören labyrinthloser
Tauben. Arch. ges. Phys. LXI p. 113 —122. — Wenn Schallreac-
tionen eintreten, so werden sie durch die sensiblen Organe der
Haut vermittelt.
G. Buchet. Note preliminaire sur certains mouvements auto-
matiques de la main des Oiseaux. Bull. Soc. Philomat. VII p.5—8.
R. y Cajal. Sobre unos corpüsculos especiales de la retina de
las aves. Anal. Soc. Espan. Hist. Nat (2) IV (24) Actas p. 128—130.
A. Dehler. Beitrag zur Kenntniss des feineren Baues der
rothen Blutkörperchen beim Hühnerembryo. Mit 1 Tafel. Arch. f.
mikrosk. Anat. XLV p. 412—430.
6. Durand. Disposition des muscles dans l’iris des oiseaux.
Compt. rend. Soc. Biol. Paris (9) V p. 137—140.
Derselbe. Döveloppement des muscles de l'iris chez l’embryon
de poulet. 1. c. p. 242—243.
G. Fabani. La temperatura degli Uccelli. Boll. Nat. Collett.
(Riv. Ist. Sc. Nat.) XV p. 36—37.
Derselbe. Il senso musicale negli Ueccelli. ibid. p. 17—19.
Ch. Fere. Le poids de l’oeuf de poule envisage au point de vue
de la töratog&nde experimentale. ©. R. Soc. Biol. Paris X p. 839—840.
Derselbe. Note sur les effets difförents sur l’&volution de
l’embryon du poulet d’une möme substance, suivant les doses. 1. c.
p. 673—677.
Derselbe. Note sur l’influence de l’exposition prealable des
oeufs de poule aux vapeurs de phosphore sur l’&volution de l’em-
bryon. 1. c. p. 677—678.
Derselbe. Note sur les difformites congenitales des membres
inferieurs chez les oiseaux. |. c. p.309—-311.
A. Fischel. Zur Entwicklung der ventralen Rumpf- und der
Extremitätenmuskulatur der Vögel und der Säugethiere. Morphol.
Jahrb. XXIII p. 544—561.
A. J. Gabrielides. Recherches sur l’embryologie et l’anatomie
comparee de l’angle de la chambre anterieure chez le poulet et
’homme. Muscle dilatateur de la pupille. Paris 1895, 46 S,
6 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
H. Gadeau de Kerville. Sur l’existence de trois coecums
chez des Oiseaux monstrueux. Avec 2 fisg. dans le texte. Compt.
Rend. 23. sess. Assoc. franc. Avanc. Sci. Caen 1894 p. 652—656 (Paris
1895, 8°).
T. Garbowski. Zur Beurtheilung vertebraler Regionen bei
Vögeln. Anat. Anz. XI p. 444—454. — Verfasser versucht den
Nachweis, dass an der Wirbelsäule der Vögel nur vier (nicht fünf)
Regionen, nämlich Hals, Brust-, Kreuz- und Schwanzregion zu unter-
scheiden sind. Für ihre Bestimmung ist nur die endgültige Aus-
bildung des Axenskeletts massgebend.
Derselbe. Ein Fall sternosacraler Scoliose bei Tetrao [tetrix
g]. Zool. Anz. XVII p. 491—49.
E. A. Goeldi. Opisthocomus cristatus besitzt in seiner Jugend
(und bloss dann) ein Krallenpaar an jedem Flügel. Orn. Monber.
III p. 69—71. |
W.R. Ogilvie-&rant macht auf das Vorhandensein von Supra-
orbital Knochen bei Arboricola aufmerksam, welche bei Tropicoperdix
fehlen. Bull. Brit. Club IV p. XXIII.
S. Kaestner. Ueber künstliche Kälteruhe von Hühnereiern
im Verlauf der Bebrütung. Arch. Anat. & Phys. 1895, Anat. Abth.
p. 319—338.
F. A. Lucas. Deep flexor Tendons of Macropteryx. Ibis (7)
I p. 300—301.
Derselbe. The Deep Plantars in the Trochilidae. 1. c. p. 298
—299.
Derselbe. The Weapons and Wing of Birds. Rep. U. S. Mus.
for 1893 (1895) p. 653—663 t.1. — Ueber den Sporn am Flügel-
bug der Charadriiden, Parriden, Chauna u. s. w. Eigenthümlich ist
das Auftreten von Hautlappen am Schnabel, die um so grösser sind,
je stärker der Sporn entwickelt ist. So haben z. B. die asiatischen
und afrikanischen Parra-Arten, welche bloss verkümmerte Sporen
zeigen, keine Hautlappen, dagegen sind letztere sehr wohl ausge-
bildet bei den amerikanischen Arten, welche auch mit starkem
Flügelsporn bewaffnet sind. Als Waffe dienen sie kaum, sind also
wohl als vererbte Eigenthümlichkeit anzusehen.
Derselbe. Additional Characters of the Macropterygidae.
Auk XII p. 155—157. — Anatomische Unterschiede zwischen Macro-
pterygidae und Micropodidae werden erörtert und durch Text-
abbildungen erläutert.
Derselbe. [The Tongues of Birds. Auk XII p. 186—-187.
Derselbe vgl. auch J. Beal, Vlld S. 54.
R. Marchesini. De sanguinir genesi in ossium avium medulla.
Zool. Res. Romae ann. I, 1895, p. 41—48, cum 1 tab.
Js. Martin. Contribution & l’etude de la structure interne de
la melle epiniere chez le Poulet et chez la Truite. Avec 2 planch.
La Cellule XI p. 55—80.
A. B. Meyer. Abbildung von Vogelskeletten. Herausgegeben
mit Unterstützung der Generaldirektion der Kgl. Sammlungen für
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 7
Kunst etc. in Dresden. Lief: XIX—XXI p.55—92, t. CLXXXI
— COX.
P. Chalmers Mitchell. On the Anatomy of Chauna chavaria.
Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 350—358. — Eingehende Beschreibung
der anatomischen Verhältnisse von C. chavaria.
Derselbe. On the Proventricular Crypts of Pseudotantalus
ibis. Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 271— 273, t. 17.
St. George Mivart. On the Hyoid Bone of certain Parrots.
l. c. p. 162—174. — Beschreibung und Abbildung der Hyoidea von
7 Species. Bei den Loriidae geschlossene Parahyalbogen, bei Psit-
tacus und Strigops sind diese nur durch kurze Fortsätze angedeutet.
Derselbe. The Skeleton of Lorius flavopalliatus compared
with that of Pittacus erithacus. Part. I. Proc. zool. Soc. London
1895 p. 312-337; part IL, 1. c. p. 365—399. — Eingehende, durch
Holzschnitte im Text erläuterte Beschreibung der Abweichungen
zwischen den Skeletten von Psittacus und Lorius.
J. E. S. Moore. On the Spermatogenesis in Birds. Rep. 65.
Meet. Brit. Ass. Ipswich, 1895, p. 735—736.
N. W. Nassonow. Zur Entwicklungsgeschichte des afrikanischen
Strausses (Struthio camelus L.). Theil II, Arb. zool. Cab. Univ.
Warschau 1895 p. 49)—88 mit 3 Tafeln (Russisch!).
Derselbe. Ueber das Operculum der Embryonen von Struthio
camelus L. Zool. Anz. XVIII p. 487—489.
W. v. Nathusius. Einschluss eines Hühner-Eies, Knorpel-,
Knochen- und Bindegewebe enthaltend. Arch. mikrosk. Anat. XLV
p-654— 692. — Nach eingehender Erörterung des vorliesenden Falles
und Besprechung von ähnlichen, früher beschriebenen Eieinschlüssen
gelangt der Verfasser zu dem Schlusse, dass „solche bisher als Räthsel
erschienenen Eieinschlüsse wahrscheinlich Fälle parthenogenetischer
Entwicklung von Zwillings-Eizellen oder Doppel-Eiern und ihrem
Wesen nach dasselbe, als die merkwürdigen Ovarial-Cysten des
menschlichen Weibes seien“.
A. Oppel. Ueber die Muskelschichten im Magen der Vögel.
Anat. Anz. XI p. 167—172.
F. R. Rowley. Casae of Suppression of the fore-limb in the
common fowl. Zool. Anz. XVII p. 6—7.
R. W. Shufeldt. On the Osteologie of certain Cranes, Rails,
and their Allies, with Remarks upon their Affinities. Journ. Anat.
& Physiol. XXIX p. 21—34. — Verfasser theilt die Paludiolae in
die Superfamilien: Gruoideae mit den Familien Gruidae und Ara-
midae (incl. Psophia) und Ralloideae mit der Famile Rallidae.
J.M. Soum. Deuxi&me note sur les sacs aeriens des oiseaux.
Ann. Soc. Linn. Lyon (2) XLIII p. 149— 161.
V. Thebault. Note sur le nerf intestinal des Oiseaux. Avec
1 figure. Bull. Mus. Hist. nat. Paris 1895 p. 203—205.
Derselbe. Sur le nerf de la voix chez les oiseaux. |. c.
p- 237—238.
8 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Derselbe. Nerfs cordiaques sympathiques des oiseaux. 1. c.
p. 270— 271.
K. F. Wenckebach. Die Follikel der Bursa fabrieii. Anat.
Anz. XI p. 159—160.
III. Fuss- und Schnabelform, Federn, Farben,
Mauser, Flug.
E. Alix. Le vol saut& ou Theorie du vol saute, precedee d’une
etude sur l’appareil locomateur du martinet, de l’hirondelle et de
V’engoulevent. Paris 1895, 8°, VII und 139 S. mit 51 fig.
H. Barrett-Hamilton. [Notes on Astur palumbarius]. Ibis
(7) I p. 166. — Ueber das Halten der Fänge des fliegenden Habichts.
St. Cherne! von Chernelhäza. Fängehaltung des fliegenden
Circus aeruginosus L. und Asio otus L. Orn. Monber. II p. 26—27.
— Beide Arten halten im Fluge die Beine nach rückwärts gestreckt
in den Unterschwanzdecken verborgen.
H. L. Clark. The Pterylography of certain American Goat-
suckers and Owls. Proc. U. S. Nat. Mus. XVII (May 1895) p. 551
—572. — Verfasser behandelt die Pterylose von Phalaenoptilus,
Antrostomus, Nyctidromus und Chordeiles in Ausführlichkeit, ebenso
werden die pterylographischen Verhältnisse von Asio accipitrinus
und Megascops asio besprochen. Auf Grund seiner Untersuchungen
kommt Verfasser zu dem Schlusse, dass die Caprimulgiden mit den
Striges verwandt seien.
C. Floerieke. Wie halten fliegende Vögel ihre Beine. Orn.
Monber. III p. 140—141. — Auch die Ringeltaube hält die Beine
nach hinten ausgestreckt, die Schneeammer hingegen lässt sie lange
herabhängen.
M. Fürbringer. Untersuchungen zur Morphologie und Syste-
matik der Vögel. Ausz. von f. Helm. 18. Stück ; Biol. Centralbl. XVI
p. 472—480; 19. Stück; 1. ec. p. 497 — 511.
J. H. Gurney. On the Effect of Westerly Wind on the flight
of Gulls (Laridae) and other Birds. Ibis (7) I p. 423—431.
E. Hartert. Nochmals Beinhaltung des fliegenden Raubvogels
und anderer Vögel. Orn. Monber. III p. 24—26. — Wirft u. A. die
Frage auf, wie die Hühnervögel im Fluge ihre Beine halten.
Derselbe. Further remarks on the mode of carriage of the
legs in the birds of Prey. Ibis (7) I p. 133—139.
J. E. Harting. The Speed of Homing Pigeons, with one
diagr. Zool. XIX p. 441—446.
E. W. H. Holdsworth. On the Position of the feet of Birds
during flight. Ibis (7) I p. 479-—-484. — Alle beobachteten Arten
halten die Beine nach rückwärts ausgestreckt.
A. v. Homeyer. Wie hält Corvus cornix die Füsse im Fluge.
Orn. Monber. III p. 71--72.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 9
G. Meade Waldo. [On Mr. Harterts opinion on the mode of
carriage of the legs in the birds of prey]. Ibis (7) I p. 167.
J. C. H. de Meijere. Ueber die Anordnung der Federn der
Vögel. Vorläufige Mittheilung. Zool. Anz. XVII p. 56—57.
Derselbe. Ueber die Federn der Vögel, insbesondere über
ihre Anordnung. Mit 20 Figuren im Text. Morphol. Jahrb. XXI
p. 562—591. — Beschreibt die verschiedenen Formen von Faden-
federn im Vogelgefieder. Diese schaaren sich in wechselnder An-
zahl um die Konturfedern, finden sich aber auch häufig bei Dunen-
federn. Bezüglich der Bedeutung und Entstehung ist Verfasser der
Ansicht, dass die Vögel einer früheren geologischen Epoche eine
gleichmässigere und reichere Befiederung besessen hätten als jetzt.
Die Federn waren in Gruppen geordnet, in denen eine in der Mitte
stehende Feder von den anderen nicht verschieden war. Später
nahmen diese Mittelfedern auf Kosten der übrigen an Grösse und
Manmnigfaltigkeit zu und jetzt bilden die Fadenfederchen nur Reste
eines üppigen Federwuchses. Zuletzt wird die Befiederung ver-
schiedener Arten beschrieben mit Berücksichtigung der Formen der
einzelnen Federn.
C. Milla. Die Flugbewegung der Vögel. Mit 27 Abbildungen.
Leipzig & Wien 1895.
Derselbe. Ueber die Schnelligkeit des Wanderfluges der
Vögel Mittheil. orn. Ver. Wien XIX p. 40—42, 56—58.
N. Nassonow. Ueber Pterylosis der Embryonen von Struthio
camelus. Mit 8 Figuren im Text. Zool. Anz. XVIII p. 277—280.
W. Nauwerk. Wie hält der fliegende Raubvogel seine Beute.
Orn. Monber. IH p. 111—112. — Die Beute wird in den gerade nach
rückwärts ausgesteckten Fängen getragen.
W.P. Pyeraft. On the Pterylography of the Hoatzin, Opistho-
comus cristatus. Ibis (7) I p. 345—373, t.9—11. — Genaue Be-
schreibung und bildliche Darstellung der Pterylose von O. hoazin.
Derselbe. A contribution to the Pterylography of the Tinami-
formes. 1. c. p. 1-21, t. 1—3. — Pterylographie von Calodromus
elegans, Rhyrichotus rufescens und Nothura maculosa. — Berichti-
gung zu dem Aufsatz. 1. c. p. 507—509.
A. Reichenow. Gabelweih im Fluge kröpfend. Orn. Monber.
II. p. 126— 127.
0. Roeper. Das elastische Ruder. Ein Beitrag zur Theorie
des Vogelfluges. (Als Manuskript gedruckt.) Hamburg 1895. —
Hauptsächlich physikalischen Inhalts. Beachtenswerth ist die Ver-
muthung des Verfassers, dass das Kreisen der Vögel ohne Flügel-
schläge durch Schwingungen der Schwanzfedern ermöglicht werde.
Ram Bramha Sänyäl. On the Moulting of the Great Bird of
Paradise, with brief Notes upon its Habits in Captivity. Proc. zool.
Soc. Lond. 1895 p. 541—542. — Bei einem Exemplar von Paradisea
apoda im Calcutta zoologischen Garten begann die Mauser der
Schmuck- und Schwanzfedern um Mitte Februar, erst Mitte Mai
hatte es alle verloren mit Ausnahme des drahtförmigen, mittelsten
10 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Schwanzfederpaares, die gar nicht gewechselt wurden, sondern in
der Mitte abbrachen. Die samtartige Befiederung des Kopfes, Halses
und der Kehle wurde Ende Juli gewechselt. Erst Mitte October
war die Mauser völlig beendet.
Schenkling - Prevöt. Vom Vogelflügel und Vogelflug. Orn.
Monber. IH. p. 105—111, 121—124. — Verfasser versucht die Phy-
logenie des Vogelflügels nnd die Entwickelung des Vogelfluges dar-
zustellen und beschäftigt sich endlich noch eingehend mit den Flug-
maschinen.
J. Talsky. Wie hält der fliegende Raubvogel seine Beine?
Orn. Monber. IH. p. 40--42.
V. Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen. Ständerhaltung
im Fluge. Orn. Jahrb. III. p. 59 — 60.
E. Ziemer. Wie die fliegenden Raubvögel ihre Fänge halten.
Orn. Monber. II. p. 89—94. — Alle beobachteten Arten hielten die
Beine nach hinten unter den Stoss ausgestreckt.
IV. Spielarten, Bastarde, Hahnfedrigkeit,
Missbildungen.
A. W. Anthony berichtet über einen Albino von Regulus ca-
lendula. Auk XH p. 181.
E. Arrigoni degli Oddi. Sopre einque hibridi selvatici del
genere Fringilla colti in Italia. Atti Soc. ital. Sci. nat. XXXV
. 33—40.
A. Banchi. Sopra due case die Mostruositä doppia in giovane
Embrioni di Pollo, Con 1tav. Monit. Zool. Ital. ann. VI. p. 126—136.
A. Trevor-Battye bespricht eine weisse Varietät der Bernicla
trenta von der Kolgujeff Insel. Bull. Brit. Club IV. No. 26.
W. L. Buller beschreibt Albinos von Stringops habroptilus und
Apteryx oweni; Trans. N. Z. Inst. XXVII. p. 134 ff.
A. &. Butler. Supposed Hybrid between Blackbird and Thrush;
Zool. XIX. p. 233.
a F. Cipolla. Metacromatismo di Emberiza citrinella L. Atti
R. Ist. Venet. Se. lett. ed. arti (6.) VI. disp. 8&—9.
R. Collett. On a melanistic phase of Uria grylle. Christ. Vid.
Selsk. Forh. No. 1 1895. — Eine schwarze Varietät der Art wird
beschrieben und festgestellt, dass sich die Namen U. motzfeldti
Benicken und U. unicolor Fab. auf solche Stücke gründen.
0. Haase. Albino von Turdus merula im Berliner Thiergarten.
Orn. Monber. III p. 44.
K. G. Henke. Noch einmal Kackelwild und Hahnenfedrigkeit
(als Erwiderung auf Herrn Lorenz’ Rechtfertigung). J. f. Orn. XLHI
p. 247—248. — Wendet sich gegen die Ausführungen Th. Lorenz’
(siehe Bericht 1894 p. 10) bezüglich der Auffassung und Beurteilung
des Kleides des Rackelwildes.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 189. 11
S.D. Judd. An an pes of Columba livia. With one
plate. Amer. Natur. XXIX p.5
0. Koepert. Über eine ik von Turdus merula L.
Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 70—71. — Eine graue, ins Hellbraune
spielende Aberration wird besprochen.
T. Lilford. Exhibition of and remarks upon a skin of a Duck
believed to be a hybrid between the Mallard (Anas boschas) and
the Teal (Querquedula crecca). Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 2—4.
—— Verfasser hält auch A. bimaculata Penn. für einen solchen Bastard.
G. Martorelli. Notizie ornithologiche sopre osservazione fatte
nell’ anno 1894—95. Atti Soc. Ital. Sc. nat. XXXV p. 183—190. —
Berichtet über einen Bastard von Ara macao J' u. A. militaris 9.
J. A. North. Note on a Semi-Albino Specimen of Dacelo gigas.
Rec. Austr. Mus. II p. 87—88.
P. Pavesi. Sull’ importanza del melanismo uegli Uccelli. Atti
Ac. Agiati. Rovereto 1895 (3) I fasc. 1. 35p. — Ülassification der
Farbenabänderungen.
E. Rey berichtet über ein auffallend gefärbtes Exemplar von
Anas boschas. Orn. Monber. III p. 77.
W. Rothschild. The white Swallows of Aylesbury. Nov. Zool.
II p. 484.
F. R. Rowley. Case of Impression of the left fore-limb in the
common fowl, mit Textabbildung. Zool. Anz. XVII p. 6—7.
H. Saunders berichtet über einen Bastard von Mareca penelope
und Chaulelasmus streperus (bezw. Dafila acuta oder Querquedula
crecca). Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 401.
E. Schmitz berichtet über einen Albino von Sylvia atricapilla.
Orn. Monber. III p. 98.
A. Suchetet. Les Hybrides des Oiseaux et des Mammiferes
rencontres A l’&tat sauvage. Ü. R. trois. Congr. scient. internat. tenue
a Bruxelles du 3.—8. Sept. 1895. Bruxelles 1895. 8°. 24 p. — Nach
einer Einleitung über den Hybridismus berichtet der Verfasser über
die zu seiner Kenntniss gelangten Fälle, in welchen eine grössere
Anzahl in den Arbeiten des Autors noch nicht angeführter Daten
erwähnt werden.
Derselbe. Les Oiseaux hybrides rencontres & l’&tat sauvage,
Part. V. (Addition, Corrections et Examens d’apres nature). Lille 1895.
— Der Theil schliesst die Arbeit ab und enthält neben Berichtigungen
und Nachträgen eine Gesammtübersicht über die aufgeführten und
beschriebenen Bastardarten.
Derselbe. Sur un Turdus du Musee de Carlisle. Bull. Soc.
zool. France XX p. 84—86. — Ueber einen Bastard von T. torquatus
u. T. merula.
W. Tegetmeier berichtet über Farbenvarietäten von Corvus
frugilegus. Proc. zool. Soc. London 1895 p. 401.
I C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
V. Palaeontologie.
F. Ameghino. Sur les oiseaux fossiles de Patagonie. Bol.
Inst. Geogr. Argent. XV p. 1—104, fig. 1—44. — Bericht über die
grossen Funde fossiler Vogelreste in den argentinischen Pampas.
Ausser der genauen Beschreibung der bereits früher publicirten Arten
Phororhacos inflatus und P. longissimus werden noch die folgenden
neu beschrieben n. sp.: Phororhacos modieus, Pelecyornis tabulatus,
Brontornis platyonyx; n. g. Liornis floweri, Callornis giganteus,
Physornis fortis, Cladornis pachypus (zugleich typus einer eigenen
Familie), Palaeospheniscus robustus, Eoneornis australis, Eutelornis
patagonicus, Loxornis clivus, Leptornis hesternus, Thegornis pata-
gonicus (u. T. debilis n. sp.) und Badiostes patagonicus.
C. W. Andrews. On some Remains of Aepyornis in the Hon.
Walter Rothschild’s Museum at Tring. Nov. Zool. II p. 23—25. —
Beschreibung von Aepyornisresten aus S. W. Madagascar. Ein Tarso-
metatarsus und zwei femora werden auf A. titan gedeutet. Ein
Metatarsus ist vermuthlich von Müllerornis rudis, welche Art so
sehr von den andern Angehörigen dieses Genus abweicht, dass sie
zum Typus der neuen Gattung Flacourtia erhoben wird.
J. Hamilton. On the feathers of a small Species of Moa
(Megalapteryx) found in a cave at the head of the Waikaia River,
with a notice of a Moa-hunters Camping-place on the Old Man
Range. Trans. N. Z. Inst. XXVII p. 232—238. — Ueber das Auf-
finden von Federn einer kleinen Moa-Art, D. didinus und Be-
schreibung eines Rastplatzes von Moajägern.
Derselbe. Further contributions towards a bibliography of
the Dinornithidae, the great extincet birds of New Zealand, usually
called Moas. Suppl no.1; l.c. p. 228—231.
F. W. Headley. The Claws of Archaeopteryx. Nat. Sci. VIp. 72.
C.H. Hurst. The Structure and Habits of Archaeopteryx.
Nat. Sei. VI. p. 112—122, t.1; p. 180—186, t.2; p. 244—248. —
Skelett und Federn werden beschrieben. Verfasser meint, dass
Archaeopteryx wegen seiner beweglichen Wirbelsäule kaum imstande
gewesen sein dürfte, sich auf dem Boden aufrecht zu erhalten, viel-
mehr zum Klettern befähigt gewesen sei. (Dagegen spricht doch
wohl die Form der Füsse!) Er ist auch geneigt, der Archaeopteryx
ein beschränktes Flugvermögen zuzuerkennen.
F. W. Hutton. On the axial Skeleton in the Dinornithidae;
Trans. N. Zeal. Inst. XXVII p. 157— 173. — Genaue Beschreibung
des Skelettes der Moas.
Derselbe. On the occurrence of a pneumatic foramen in the
femur of a Moa. 1. c. p. 173—174, t. 9.
T. J. Parker. On the Cranial Osteology, Ülassification and
Phylogeny of the Dinornithidae. Trans. Zool. Soc. Lond. XIII pt. 11
p- 373—431 t. 56—62. — Vergleichende Beschreibung des Schädels
der verschiedenen Dinornisformen unter einander und mit dem der
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 13
Ratiten. Hinsichtlich der Systematik gelangt der Verfasser zu
folgender Gruppirung:
l. Fam. Dinornithidae
Subf. Dinornithinae Gen. 1. Dinornis.
Subf. Anomalopteryginae.
Gen. 2. Pachyornis, 3. Mesopteryx,
4. Anomalopteryx
Subf. Emeinae Gen. 5. Emeus.
Phylogenetisch nimmt er drei Zweige an, die einem gemeinsamen
Stamme entspringen: Rhea, Struthio und die übrigen Ratitae, von
dem sich zuerst Dromaeus mit Casuarius abtrennt, während derselbe
sich sodann in zwei Ausläufer spaltet: Dinornithidae und Apteryx.
Th. Studer. Die Thierreste aus den pleistocaenen Ablagerungen
des Schweizersbildes bei Schaffhausen. Denkschr. schweiz Naturf.
Ges. XXXV. Basel 1895.
T. White. On the Moa Bird and its aliases. Tr. New Zeal.
Inst. XXVL. p. 262— 273.
VI. Verbreitung, Wanderung, Thiergebiete.
Europäisch-Sibirisches Gebiet.
Europa im Allgemeinen.
R. Blasius. Der Tannenheher. Siehe diesen Absatz unter
„Deutschland“ S. 14.
H. E. Dresser. A History of the Birds of Europe, including
all the species inhabiting the Western Palaearctic Region. Supple-
ment. Parts I—-VI. 1895. 4°.
J. Hegyfoky. Theoretische Bestimmung des Rauchschwalben-
zuges und der gleichzeitigen Lufttemperatur. Aquila II p. 111—151.
-—- Verfasser weist nach, dass zwischen dem Schwalbenzuge und
der Lufttemperatur ein gewisser Zusammenhang bestehe. Die
Schwalben erscheinen früher in niedrig als in höher belegenen
Gegenden, weil in ersteren auch die Isotherme früher einzutreffen
pflegt als in jenen. Sie erscheinen in einer und derselben Gegend
in einem Jahre früher, im anderen später, weil auch die Isotherme
nicht immer gleichzeitig auftritt. Der Schwalbenzug kann nur in
Luftschichten stattfinden, deren Wärmegrad über Null ist.
0. Herman. Der Zug des Storches vom universalen Stand-
punkte, Aquila IH p. 167—171.
P. Prazäk. Beiträge zur Ornithologie der paläarctischen Re-
gion. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 104-108. — Kritische Be-
merkungen über 16 interessante oder weniger bekannte Vogelformen.
Derselbe. Ornithologische Notizen, I. (Systematisches). Orn.
Monber. II p. 143—144. — Neu werden beschrieben: Alauda arbo-
rea cherneli von Südungarn und Sturnus vulgaris intermedius von
Mittel-Europa.
14 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Deutschland.
B. Altum. Verschieben der Verbreitungsgrenze der Nebel- und
Rabenkrähe von Ost nach West. Orn. Monber. II p. 157--138. —
Die Nebelkrähe (Corvus cornix) hat sich in den letzten fünf De-
cennien weiter nach Westen verbreitet.
v. Berg. Ornithologische Beobachtungen aus Elsass-Lothringen
1885—1892. Ornis VIII p. 253—332. —- Zugbeobachtungen über
34 Arten. Eine Karte der Reichslande mit den eingetragenen Be-
obachtungsstationen ist beigegeben.
v. Besserer. Ornis der Umgebung von Dieuze in Lothringen.
Ornis VIII p. 1—32. — Beobachtungsdaten über 153 Arten.
R, Blasius. Vogelleben an den deutschen Leuchtthürmen. Ornis
VII p. 33—138. — Beobachtungen aus dem Frühjahr und Herbst
1891— 1893.
Derselbe. Der Tannenheher in Deutschland im Herbst und
Winter 1893/94, mit Berücksichtigung des gleichzeitigen Vorkommens
in Russland, Norwegen, Dänemark, Holland, Belgien, Luxemburg
und der Schweiz. Ornis VIII p. 223—255. — Der Wanderzug des
sibirischen Tannenhehers erstreckte sich über den grössten Theil
Europas. Die Hauptmasse scheint durch Polen und Norddeutschland
gewandert zu sein, im Westen hat der Zug in Holland und Belgien
seinen Abschluss gefunden. Die ersten Vögel wurden am 29. August
in der Provinz Hannover beobachtet, die Hauptmasse erschien im
October, vereinzelte bis Januar. Ein Rückzug konnte nicht fest-
gestellt werden. Meist wurden kleinere Trupps gesehen, niemals
grosse, zusammenhängende Schwärme. In dem Magen der erlegten
Exemplare wurden auffallend viel Ebereschen gefunden. Als Ur-
sache der Wanderung wird das Missraten der Zirbelnüsse im Jahre
1893 in Sibirien festgestellt.
H. Bünger. Neuer Fundort für Muscicapa parva in der Mark.
Orn. Monber. III p. 142.
Derselbe. Cinclus merula im Harz; ebenda p. 142. — Trotz
anscheinend günstiger Wohnplätze fehlt die Art im Harz gänzlich.
6. Clodius. Der grosse Säger (Mergus merganser) nicht
seltener Brutvogel in Mecklenburg. Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw.
XX p. 31—35.
6. Floerieke. Neues von der Kurischen Nehrung. Orn. Mon-
ber. III p. 124—126.
Derselbe berichtet über den Herbstzug der Vögel auf der
Kurischen Nehrung; ebenda p. 160—161.
Derselbe. Erster Nachtrag zur Ornis der Kurischen Nehrung.
Mitt. orn. Ver. Wien XIX p. 3. — Den bisher bekannten 214 Arten
werden 12 weitere als inzwischen nachgewiesen hinzugefügt. Be-
merkenswerth sind Parus borealis (nur beobachtet!), Strix dasypus
und Larus glaucus.
G. v. Gaal. Versuch einer Darstellung des Lokalzuges der
Rauchschwalbe im Königreich Sachsen. Aquila II p. 158—163. —
u
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 15
Auf Grund der „Jahresberichte der Beobachtungsstationen im König-
reiche Sachsen“ von A. B. Meyer & F. Helm bearbeitet. Verfasser
kommt zu dem Schlusse, dass ein ständiger Zusammenhang zwischen
der Frühjahrs-Ankunft der Rauchschwalbe und der geographischen
Lage der Beobachtungspunkte nach dem vorliegenden Material zur
Zeit für Sachsen nicht nachweisbar ist.
H. Gätke. Heligoland as an Ormithological Observatory, the
Result of fifty years Experience. Translated by R. Rosenstock.
Edinburgh 1895.
0. Haase. Ornithologische Notizen aus „St. Hubertus“ (Jan.
— Juni 1895). Orn. Monber. III p. 172—179. -- Auszüge aus der
Jagdzeitschrift „St. Hubertus“ über Erlegung und Beobachtung
seltener Arten und Farbenvarietäten.
Br ariche kin Rackelhahn bei Jena. Zool, Can XXX VI
p. 92—93.
A. Henning. Merops apiaster in Thüringen. Orn. Jahrb. VI
p- 126. — Ein J’ ad. wurde bei Sondershausen in Thüringen erlest.
v. Homeyer-Murchin. Stercorarius longicauda in Pommern
erlegt. Orn. Jahrb. VI p. 126.
R. Junghans. Veränderungen in der Vogelfauna der Um-
gegend von Cassel. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 35 — 97.
Derselbe. Serinus hortulanus bei Cassel. Orn. Monber. III
p. 12. — Die Art wurde vom Verfasser bereits 1882 als Brutvogel
nachgewiesen.
0. Koepert. Zur Einwanderung des Girlitz (Serinus hortu-
lanus) in Ostthüringen. Orn. Monber. III p. 98.
P. R. Kollibay. Ormnithologisches aus Oberschlesien. J. f.
Orn. XLIII p. 15—29. —- Motacilla boarula Brutvogel bei Neisse,
Loxia bifasciata wurde wiederholt in der Gegend gefangen. Ruti-
cilla titis cairei dürfte kaum eine besondere Form darstellen.
H. Landois berichtet über Merops apiaster in Westfalen.
22. Jahresb. Westfäl. Ver. 1895 p. 20—21.
0. Lehmann. Unsere Vögel. Kurze Schilderung unserer
wichtigsten einheimischen Vögel. Nebst Anhang über Vogelzucht
und Pflege von M. Kohler. Stuttgart 1895, gr. 8° XII und 100 S.,
mit 12 Farbendrucktafeln.
A. Nehring. Endytes arcticus Brutvogel in Westpreussen.
Orn. Monber. II p. 185—187. — Ein junges Exemplar wurde am
1. August auf dem Navionneck-See erbeutet, wodurch das Brüten
der Art dortselbst wahrscheinlich gemacht wird. Ferner werden
einige biologische Daten mitgetheilt.
C. Parrot. Der Halsbandfliegenschnäpper (Muscicapa albi-
collis) als Brutvogel bei München. J. f. Orn. XLIH p.1—14. —
Ausser genauen Daten über Vorkommen werden auch eingehende
Beobachtungen über Lebensweise und Gesang mitgetheilt.
C. Pogge. Ornithologisches aus dem Schwarzwalde. Orn.
Jahrb. VI p. 261-—-267.
16 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
A. Reichenow. Ueber den ostpreussischen Kleiber. Orn. Mon-
ber. III p. 141. — Vermutet die Identität von Sitta caesia homeyeri
Seeb. mit S. advena Brm.
6. Sachse. Ornithologische Beobachtungen vom Westerwald.
Monatsschr. Ver. Vogelw. XX p. 42—49.
A. Szielasko. Mergus serrator, regelmässiger Brutvogel im
Binnenlande von Ostpreussen. Orn. Monber. III p. 53—58. — Die
Art wird als regelmässiger Brutvogel im Seengebiete Masurens,
Rgbz. Gumbinnen, festgestellt. Gleichzeitig giebt der Autor Be-
obachtungen über das Benehmen am Nistplatze.
Derselbe. Interessante Erscheinungen der ostpreussischen
Ornis während des Herbstes und Winters 1894/95. Orn. Monber.
III p. 139 —140 und Orn. Jahrb. VI p. 243—245. — Notizen über
20 Arten.
W. Techler. [Ueber Erlegung seltener Arten in Ost-Preussen].
Orn. Monber. III p. 77 —78. — Emberiza nivalis, Buteo „desertorum*,
Bombyecilla garrula, Archibuteo lagopus.
V. von Tschusi zu Schmidhoffen. Ornithologische Collec-
taneen I. Orn. Monber. III p. 1—7. — Veröffentlicht Daten über
die Erlegung und das Vorkommen ungewöhnlicher Erscheinungen
in Deutschland nach Mittheilungen in Jagdzeitschriften.
W. Zigaun. Die Wirbelthierfauna des Wehlauer Kreises.
Theil 2, Vögel, Abtheilung 2. Wehlau 1895, 8°.
Th. Zimmermann. [Ueber zwei seltene Erscheinungen in Ost-
preussen]. Orn. Monber. II p.43. — Ueber die Schneeeule und
Aquila chrysaätus bei Ortelsburg.
Oesterreich-Ungarn.
G. v. Bikkessy. Ornithologische Notizen aus Ung.-Altenburg
und Umgebung. Aquila II p. 178—181. -- Notizen über 14 Arten.
A. Bonomi. Notizie ornithologiche raccolte nel Trentino du-
rante il 1894. Boll. Natur. coll. (Riv. Ital. Sci. nat.) XV p. 26—27.
Derselbe. Quarta contribuzione alla Avifauna tridentina,
(XXVIU. Public, fatta per cura del Mus. Civico di Rovereto 1895.
Progr. Ginn. Sup. dello Stato in Rovereto. Anno scol. 1894 - 95). —
340 Arten werden aufgeführt, darunter Acredula irbi, Oreocincla
varia und viele nordische Arten.
W. Capek. Das erste Erscheinen der Zugvögel in den Jahren
1893 und 1894 bei Oslawan, Mähren. Mitt. orn. Ver. Wien XIX
p. 19—20.
St. Chernel von Chernelhäza. [Ueber seltenere Arten vom
Velenczeer See in Ungarn]. Orn. Monber. III p. 44. — Anas marmo-
rata, Phalaropus hyperboreus, Anthus cervinus, Colymbus. glacialıs,
C. arcticus, Larus fuscus, Squatarola helvetica werden aufgeführt.
Derselbe. Coloman Chernel von Chernelhäza’s Daten und
Serien über den Zug der Vögel. Aquila II p. 163—166. — Phäno-
logische Notizen von Közseg (Güns) im Eisenburger Comitat.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895, 17
J. v. Csat6. Ueber das Vorkommen der Casarca rutila Pall.
in Ungarn. Aquila II p. 183-185. — Bisher liegen nur zwei
sichere Daten über das Vorkommen der Rostgans in Ungarn vor;
das eine Stück wurde im Comitat Feher, das andere in Siebenbürgen
erlegt.
E v. Czynk. Vogelleben im Winter in den Karpathen. Mitth.
orn. Ver. Wien XIX p. 70—72, 83—84.
Derselbe. Sommervogelleben in den Karpathen. ebenda p. 118
—119, 137—139.
Derselbe. Seltene Erscheinungen im Aluta-Thale. Orn. Jahrb.
VI p. 271-274.
R. Eder. Notizen aus Neustadtl (Böhmen) 1894. Orn, Jahrb.
VI p. 275. — Notizen über 6 Arten.
G. v. Gaal. Der Vogelzug in Ungarn während des Frühjahrs
1894. Mitgetheilt von der Ungar. ornith. Centrale. Aquila II p. 3
—81. — Die Arbeit zerfällt in 2 Theile. Der erste behandelt die
Liste der Beobachter sowie Mittheilungen über die Beobachtungs-
stationen. Der zweite behandelt das eingelaufene Material. 170 Arten
werden besprochen.
Derselbe. Drei seltene Vogelarten für die Ornis Ungarns.
Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 161—162. — Beobachtung von Squata-
rola helvetica, Limosa lapponica und Tringa canuta am Plattensee.
W. Graf Gleispach. Ornithologisches aus der Steiermark.
Orn. Jahrb. VI p. 165. — Ueber einen Semialbino von Passer do-
mesticus, über Erlegung von Picus leuconotus und Balzen von Tetrao
tetrix im Herbst.
H. Glück. Die Vogelwelt des Praters. Mitth. orn. Ver, Wien
XIX p. 122—126, 139—143, 155—157. — Eine anschauliche
Schilderung des ehemals so reichen Vogellebens des Praters bei
Wien mit Aufzählung der vorkommenden Arten.
0. Haase. Ornithologische Notizen aus „St. Hubertus“ (Jan.
—Juni 1895). Orn. Monber. III p. 172—179. — Auszüge aus der
Jagdzeitschrift „St. Hubertus“ über seltenere Arten, Bastarde und
Farbenvarietäten.
0. Herman. Die Elemente des Vogelzuges in Ungarn bis 1891.
Mit einer Uebersichtskarte, vier Detailkarten und vier Tabellen.
Schrift. II. internat. Ornith. Congr. Budapest 1895, IV und 2128. —
Nach einem geschichtlichen Ueberblick über die Beurtheilung der
Erscheinungen des Vogelzuges und die Maassnahmen zur Ergrün-
dung desselben von Linne bis zur Gegenwart geht der Verfasser
auf die Bearbeitung des Gegenstandes in Ungarn ein. Der spe-
cielle Theil enthält die Ergebnisse der in den Jahren 1890—91 in
Ungarn angestellten Beobachtungen, eine kritische Beleuchtung der-
selben und eine Zusammenstellung der in früheren Jahren ge-
sammelten Daten. Eine Karte des Gebietes mit den eingetragenen
Beobachtungspunkten nnd mehrere Detail-Karten sind der Arbeit
beigegeben.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1596. Bd. II. H.1. 2
18 C. E. Helimayr: Bericht über die Leistungen
C. Heyrowsky. Die schwarzschwänzige Uferschnepfe, Limosa
aegocephala, Brutvogel in Böhmen. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 127
— 128.
H. Hüttenbacher. Larus argentatus in Böhmen geschossen.
Orn. Jahrb. VI p. 126.
L. v. Kenessey. Ornithologisches aus Ungarn vom Jahre 1894.
Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 69—70.
K. Knezourek & J. P. PraZäk. Ornithologische Beobachtungen
aus der Umgebung von Caslau und dem Eisengebirge in Ostböhmen.
ebenda XVIII (1894) p. 137”—139, 153—156, 169—174, 185—188;
XIX p. 3—6, 20—22, 39—40, 51—56, 74—78, 87—90. — 200 Arten
werden behandelt, meist nach ihrem Vorkommen in dem beregten
Gebiete. Pra?äk macht verschiedentlich Mittheilungen über „Sub-
species“ des alten Brehm.
J. Knotek. Zwei seltene Vogelarten aus Mähren. Orn. Jahrb.
VI p. 125—126. — Bemerkungen. über Pastor roseus und Totanus
fuscus.
S. Medreezky. Loxia bifasciata und L. rubrifasciata in Ungarn.
Aquila II p. 85—86.
A. v. Mojsisovies. Die Vögel des Drauecks und der angren-
zenden Gebiete. Orn. Jahrb. VI p. 151—162. — Aufzählung von
207 Arten, einige seltenere von kritischen Bemerkungen begleitet.
M. ©. K. Ornithofaunistische Beiträge. Aquila II p. 187—188.
— Notizen über weniger häufige Arten in Ungarn mit Erlegungs-
daten und Angabe der Oertlichkeit.
E. Rosonowsky. Aasgeier in S.-Ungarn. Orn. Jahrb. VI p.245.
E. C. F. Rzehak. Circaötus gallicus in Mähren. Orn. Monber.
Ill p. 12. — Ein Exemplar wurde auf dem Gute Bochtitz in Mähren
erlegt.
Derselbe. Die erste Grosstrappe, Otis tarda L., in Oesterreich.-
Schlesien. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p.17—18. — Ein 2 wurde
im Dittershofer Revier bei Freiwaldau erlegt.
Derselbe. Plectrophanes nivalis in Oest. Schlesien. Orn.
Monber. III p. 12. — Ein Pärchen wurde bei Gross-Glockersdorf am
16. Nov. 1894 erlegt.
Derselbe. Der mittlere Ankunftstag der Feldlerche auge
arvensis) für Mähren. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 97—101.
Eingehende Beobachtungen von 1881—1890. Frühestes Aue
datum 11. Januar, spätestens 24. März. Schwankung 74 Tage, Mittel
16. Februar.
Derselbe. Der Frühlingszug der Rauchschwalbe. Aquila II
p. 172—174. — Daten von den Jahren 1879— 1894 aus einigen
mährischen und schlesischen Beobachtungsgebieten.
Derselbe. Die Verbreitung der Rohrsänger in Oesterreich-
Schlesien. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 1—2. — Die Rohrsänger
finden sich nur in den östlichen Theilen des Landes, im Flussgebiete
‚der Olsa und Weichsel. Nachgewiesen werden die fünf Acrocephalns-
Arten, Locustella naevia und L. fluviatilis.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 19
Derselbe. Der Frühlings- und Herbstzug des grauen Kranichs
(Grus einerea L.) in Oesterreich-Ungarn. Mitth. orn. Ver. Wien XIX
p. 130—137. — Der Frühjahrszug beginnt Anfang März und endet
Mitte April, der Herbstzug währt vom September bis November.
Derselbe. Flamingos (Phoenicopterus roseus Pall.) in Oester-
reich-Schlesien und in Mähren. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 151.
Derselbe. Ueber den Frühlingszug des Kukuks (Cuculus
canorus). Monatsschr. Ver. Vogelw. XX p.—. — Aus den in den
„Verhandlungen des naturforschenden Vereins in Brünn“ erschei-
nenden, phänologischen Beobachtungen aus Mähren und Schlesien
hat Verfasser die auf den Kukuk bezüglichen Daten von 1887— 1894
bearbeitet.
Derselbe. Einige ornithologische Seltenheiten in Oesterreich-
Schlesien. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 117—118. — Ueber Aquila
chrysaätus, Ardea purpurea, Aquila clanga und Pandion haliaötus.
Derselbe Zwei neue Möven für Oesterr.-Schlesien. Orn.
Jahrb. VI p. 164 -165. — Stercorarius pomarinus und Larus argen-
tatus werden zum erstenmale für das Kronland nachgewiesen.
Derselbe. Das Vorkommen von Monticala saxatilis L. in
Oesterr.-Schlesien. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 113—114. — Ein
junges 9’ wurde bei Gross-Glockersdorf unweit Troppau erlegt und
damit das Vorkommen der Art innerhalb der Grenzen des Kronlandes
zum erstenmale festgestellt.
Derselbe. Die Vogelwelt des Troppauer Stadtparkes. ebenda
p. 24—27.
F. Schulz. Verzeichniss der in Krain beobachteten Vögel vom
Jahre 1890—1895. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 81—83, 103—104,
114—117. — Aufzählung von 173 Arten mit Angaben der Zeit der
Beobachtung, bezw. Erlegung. Biologische Beobachtungen, Notizen
über Brüten. Syrnium uralense Brutvogel. Anser albifrons und
Oidemia fusca bei Laibach erlegt.
V. von Tschusi zu Schmidhoffen. Der Tannenheher in
Oesterreich-Ungarn im Herbst und Winter 1893— 1894. Ornis VIII
p- 213—222. — Der 1893er Zug war räumlich ausgedehnt, aber
nicht individuenreich. Für die nördlichen und mittleren Theile der
Monarchie fällt der Hauptzug in das zweite und dritte Drittel des
Oktober, für die südlichen Theile in das erste und zweite Drittel
des November. In den Mäsen der Schlankschnäbler findet man
hauptsächlich Käfer, selten Haselnüsse, offenbar da sie diese nicht
zu bearbeiten verstehen; denn diese Früchte wachsen nicht in seiner
Urheimat.
Derselbe. Ornithologische Collectaneen. Oesterreich-Ungarn,
III, 1894. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 34—35, 49—50. — Ent-
hält Angaben über Beobachtung und Erlegung seltener Arten nach
Mittheilungen in Jagdzeitschriften.
Derselbe. [Fringilla nivalis bei Hallein erlegt]. Orn. Monber.
III p. 44.
9%
2
20 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
E. Urban. Otis tarda in Oesterr.-Schlesien. Orn. Jahrb. VI
p- 169.
A. v. Wachenhusen. Pastor roseus L. — Der Rosenstaar.
Aquila II p. 185—187. — Im Jahre 1876 hielt sich eine Schaar von
200—300 Stück einige Zeit bei Neusohl, Ober-Ungarn, auf.
J. Zeliska. Kuttengeier in Oesterr.-Schlesien. Orn. Jahrb. VI
p. 245.
Balkanhalbinsel.
C. Floerieke. Vogelleben am Utovo blato. Wissensch. Mit-
theil. Bosnien & Hercegovina III, 1895, p. 657—660.
L. v. Führer. Produsena posmatranja no ornitholoskom polu
u Crnoj godine 1895. (Weitere Beobachtungen auf ornithologischem
Gebiete in Montenegro im Jahre 1895). Glasnik VIII p. 241—258.
Derselbe. Daten über den Frühjahrszug 1895 an der Küste
Montenegros. Mittheil. orn. Ver. Wien XIX p. 86—87. — Zugnotizen
über 90 Arten.
J. Knotek. Die Verbeitung des Birkwildes auf der Balkan-
halbinsel. Oesterr. Jagd- & Forstzeitung 1895 p.—. — Zusammen-
stellung der Verbreitung von Tetrao tetrix anf der Balkanhalbinsel.
Die Art kommt hauptsächlich im nordwestlichen Theile Bosniens
vor, fehlt dagegen in den übrigen Theilen des Landes ebenso wie
in der Hercegovina gänzlich. Aus Dalmatien sind bloss zwei Fälle
über Vorkommen bekannt, dagegen findet sie sich in Montenegro.
In Griechenland fehlend, über Vorkommen in der Türkei und in
Serbien mangeln alle Nachrichten. In Bulgarien nur in der Gegend
von Ruscuk.
0. Reiser. Einige bemerkenswerthe Vogelarten aus Monte-
negro. Mitth. orn. Ver. Wien XIX p. 129—131. — Notizen über
seltenere Arten des Landes. Bemerkenswerth sind Otocorys peni-
cillata, Budytes melanocephalus, Montifringilla nivalis u. A.
Derselbe. Neue und seltene Arten der Vogelwelt Bosniens
und der Hercegovina (gesammelt in den Jahren 1891—1895). Orn.
Jahrb. VI p. 249—261. — Notizen über 16 seltene oder für das in
Rede stehende Gebiet neue Arten.
Derselbe. Materialien zu einer Ornis Balcanica. II. Bulgarien
(einschl. Ost-Rumeliens und der Dobrudscha). Mit 3 Tafeln in
Farbendruck und einer Karte. Wien 1894. — Mit dieser gründ-
lichen Arbeit ist eine Basis für die Ornithologie Bulgariens ge-
schaffen. Der Verfasser hat auf mehreren Sammelreisen fast
1000 Bälge in 233 Arten und 247 Eier heimgebracht. Mit den von
anderen Beobachtern für das Fürstenthum nachgewiesenen Vögeln
beläuft sich die Zahl der nunmehr für Bulgarien bekannten Arten
auf etwa 300. Beachtenswerth ist das Vorkommen einer Reihe von
Arten, welche bisher nur aus Kleinasien bekannt waren und vom
Verfasser zum Theile zum erstenmale für Europa nachgewiesen
wurden. So Ruticilla erythrogastra, Saxicola amphileuca, Sturnus
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. >
menzbieri, Dendrocopus syriacus. Emberiza schoeniclus intermedia
und Turtur turtur decaocto werden genau gekennzeichnet. Auf den
3 Tafeln sind Buteo „desertorum“, Saxicola amphileuca und S.
stapazina, Passer hispaniolensis und Otocorys penicillata, letztere
sammt Ei dargestellt.
Europäisches Russland.
A. Brauner. Bemerkungen über die Vögel des Gouvernements
von Cherson. Schrift. Neuruss. Naturf. Ges. XIX p.39 —93 (Russisch!).
0. v. Löwis. Unsere baltischen Singvögel. Reval 1895, 8°.
H. Baron Loudon. Die Brutvögel der Östseeprovinzen. Cor-
respondenzbl. naturf. Ver. Riga XXXVIH p. 45—54. — 202 Arten
werden aufgezählt.
N. Sioevzoff. Vertebrata des Tjumen’schen Kreises. Material.
Kenntn. Russ. Reiches. Zool. Abth., Heft I, Moskau 1895 (Russisch!).
N. Ssomoff. Astur brevipes Sew., mit 1 Taf. Mat. Kenntn.
Russ, Reich. Zool. Abth., Heft I, Moskau 1895 (Russisch).
K. E. Stenroos. Zoologiska, särskilät ornitologiske excursioner
i Karelia pomorica sommaren 1894. Meddel. Soc. fauna flora fenn.
XXI p. 25—33.
P. Susehkin. Die Vögel des Gouvernements Tula. Mater.
Kenntn. Russ. Reich. Zool. Abth., Heft 1, Moskau 1895 (Russisch!).
Dänemark, Island.
Knud Andersen. Diomedea melanophrys in the Faero& Islands.
Communicated by W. Eagle Ularke, sn requested. Proc. Roy. Phys.
Soc. Edinburgh XHI p. 91—114 .2u.3 (vel. Bericht 1894 p. 19).
J. Collin. Faunistiske og Biologiske Meddelelser om Danske
fugle. Udgivet som 3. Supplement til „Skandinaviens fugle*. Kjoben-
havn 1895. — Die Arbeit bezieht sich als Nachtrag auf ein Werk
des Verfassers, betitelt „Skandinaviens fugle, med saerligt Heusyn
til Danmark og de nordlige Bilande*, eine Neubearbeitung von
Kjärbölling’s Danmarks fugle#. Das erste Supplement war betitelt:
„Örnithologiske Bidrag til Danmarks fauna® ‚ das zweite: „Bidrag
til Kundskaben om Danmarks fuglefauna“. Das vorliegende dritte
Supplement enthält vorwiegend " Einzelbeobachtungen über Vor-
kommen einzelner Arten in Dänemark, aber auch biologische No-
tizen und Beschreibung von F arbenabweichungen.
J. Gunnlaugsson. Ornithologische Beobachtungen aus Reykjanes
in Island; Ornis VIII p. 343—344. — Beobachtungen über 10 Arten.
H. J. u. C. E. Pearson. On Birds observed in Iceland in 1894,
with a List of the Species hitherto recorded therefrom; Ibis (7) I
p. 237—249. — Excursion in die südlichen Theile Islands. Bisher
sind 108 Arten für die Insel nachgewiesen, davon 72 als Brutvögel.
Vologische Notizen über 16 Arten werden mitgetheilt.
H. H. Siater. Ivory Gull [Pagophila eburnea] and Dusky Shear-
water [Puffinus griseus] in Iceland; Zool. (3) XIX p. 23— 24,
2) C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
R.H. Traquais. Remains of the Great Auk (Alca impennis)
in the Edinburgh Museum; Ann. Scott. N. H. IV p. 196— 197.
H. Winge. Fuglene ved de Danske fyr i 1894; Vidensk. Meddel.
naturh. foren. Kjeb. 1895 p. 1—66, mit Karte. — 66 Arten in
514 Exemplaren wurden von 37 dänischen Leuchtthürmen in das
Museum in Kopenhagen eingeliefert. Viele biologische Beobachtungen,
besonders über die Zugverhältnisse werden mitgetheilt. Von Island
wurden Fulica atra, Vanellus eristatus und Larus canus eingeliefert;
aus Grönland: Tadorna casarca, Anser segetum, Somateria v.-nigra,
Coceystes americanus, Dendroeca maculosa, Myiodioctes canadensis,
Hirundo rustica, Dendroeca pennsylvanica, Sciurus novaeboracensis
u. Scolecophagus ferrugineus, 6 Arten davon neu für Grönland.
Schweden und Norwegen.
J. Benson. Ornithological Notes from Norway; Zool. (3) XIX
p. 286 —292.
A. Carlson. Sveriges Foglar. Korta Beskrifningar jämte redo-
görelse för deras Lefnadssätt, Förekomst, Häckzoner och Flyttning-
stider. Lund 1895. 8°. XTIH u. 386 S. mit 228 Abbildungen.
R. Collett. Om 4 for Norges fauna nye Fugle fundne i 1890
bis 1894; Christ. Vidensk. Selsk. Forh. 1895 no.2. — Pratincola
rubicola, Sylvia nisoria, Oedemia perspicillata u. Puffinus griseus
neu für Norwegen nachgewiesen.
A.S. Davies. In quest of Birds on the Muonio River; Zool.
(3) XIX p. 326—335. — Beobachtungen über die Vogelwelt des
Flusses Muonio an der Grenze von Schwedisch -Lappland und
Finnland.
0. Herman. Der Vogelberg Svaerholt. Aus meinem nor-
wegischen Tagebuche; Aquila II p. 97”—110. — Eine anschauliche
Schilderung des genannten Vogelberges. Verfasser veranschlagt
die auf demselben lebenden Möven auf 2!/, Millionen, davon etwa
360 000 brütende Paare.
Grossbritannien.
P. Adair. Wigeon (Mareca penelope) breeding in Selkirkshire;
Ann. Scott. N. H.IV p. 231—233.
0. V. Aplin. On Birds observed in South Wales; Zool. (3) XIX
p. 13—18. — Notizen über 54 Arten.
6. E. H. Barrett-Hamilton. Sabine’s Snipe, Gallinago coelestis
var. sabinii. Irish Natur. IV p. 12—17. — Von den 55 Exemplaren
wurden 31 in Ireland, 22 in England, 1 in Schottland und 1 auf
dem Continente erlegt.
H. Blackburn. Birds from Moidard and elsewhere. Drawn
from nature by Mr. Hupt. Blackburn. Roy. 8°. Edinburgh 189.
— Biologische Schilderungen und Beobachtungen.
S. W. Bradshaw. Ornithological Notes from Sussex; Zool. (3)
XIX p. 25. — Notizen über 5 Arten,
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 23
A. Briggs. The White-winged Crossbill in Orkney; Ann. Scott.
N. H. IV p. 54.
Derselbe. Some further Bird Notes from North Ronaldshag;
Ann. Scott. N. H. IV p.82. — Beobachtungen von der nördlichsten
Insel der Orkneygruppe. Sterna cantiaca zum erstenmale als Brut-
vogel daselbst nachgewiesen.
T.E. Buckley. The Pied Flycatcher breeding in Inverness-
Shire; Ann. Scott. N. H. IV p. 54.
Gampell. The distribution of birds included in the Avifauna
of Pertshire; Trans. Pertshire Soc. II p. 101—119.
H. J. Charbonnier. Shore Lark (Otocoris alpestris) and Black
Redstart (Ruticilla tetys) in Gloucestershire; Zool. (3) XIX p. 67—68.
E. W. Eagle Clarke. [On the recent visitation of the Little
Auk (Mergulus alle) to Scotland. With one plate (map); Ann.
Scott. N. H. IV p. 97—108.
S. Cordeaux. Rare British Birds in the Humber District; Zool.
(3) XIX p. 56—59.
Derselbe. Bird Notes from the Humber Distriet in the autumn
of 1894; Natur. 1895 p. 1—6.
Derselbe. Bird Notes from the Humber Distriet, 189495;
ebenda p. 117 - 122.
H. S. Davenport. Nestling of the Dunlin in Wales; Zool. (3)
IX 19.5275.
Ch. Dixon. The Migration of British Birds including their
Post Glacial Emigration as Traced by the Application of a New
Law of Dispersal, being a Contribution to the study of Migration,
geographical Distribution and Insular Faunas. London 1895. 8°.
320 S. mit Karten.
Derselbe. The Game Birds and Wild Fowl of the British
Islands, being a Handbook for the Naturalist and Sportsman. With
coloured Ilustrations by A. T. Elwes. London 1895. 8°. 484 S.
H. M. Drummond Hay. Bird life within the banks of the Tay,
from Kenmore to Invergowrie; Trans. Pertshire Soc. II p. 62—77.
L. Dunbar. The Black-tailed Godwit in Orkney; Ann. Scott,
INEIF TBV .p..96.
N S. van Dyke. Game Birds at home. London 1895. 8°.
220 8.
J. St. Elliott. Observations on the Fauna of St. Kilda; Zool.
(3) XIX p. 281— 286.
P. H. Emerson. Birds, Beasts and Fishes of the Norfolk Broad-
land. Illustrated with Sixty-eight Photographs by T. A. Cotton.
London 1895. 8°, 396 8.
W. Evans. Ornithological Notes made in the Island of Bute
in Midwinter; Ann. Scott. N. H. IV p. 137—148.
Derselbe. The Fulmar Petrel off Dunbar; ebenda p. 57—58.
Derselbe. The Hoopoe in Peeblesshire; ebenda p. 123.
W. W. Fowler. Summer-studies of birds and books. London
1935..80. VII u. 2858,
24 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Derselbe. Date of Arrival in England of the Marsh Warbler;
Zool. (3) XIX p. 304.
J.H. Gurney. Ornithological Notes from Norfolk; Zool. (3)
XIX p. 95—102. — Phaenologische Notizen. Phylloscopus super-
ciliosus wurde am 1. October erlesgt.
Derselbe. On the recent abundance of the Little Auk (Mer-
gulus alle); Trans. Norf. Norw. Natur. Soc. (6) I p. 67—70.
J. Caton Haigh. The Black Guillemot in Merionetshire; Zool.
(3) XIX p. 22.
Derselbe. The Water Pipit at Tetney Haven; ebenda p. 348.
J. E. Harting. The Ruff (Machetes pugnax in Sussex in Winter;
Zool. (3) XIX p. 150—151.
Derselbe. Brünnich’s Guillemot on the Yorkshire Coast;
ebenda p. 70.
Derselbe berichtet über Erlegung eines Coccygus americanus
in England; ebenda p. 376.
J. A. Harvie-Brown. The Starling in Scotland, its increase
and distribution. With one map. Ann. Scott. N. H. IV p. 2—22. —
Genaue Darstellung der Verbreitung und des Vorkommens des
Stares in Schottland.
Derselbe. The Marsh Tit in Scotland. Tr. Pertsh. Soc. I
p. 97—100. — Ueber die Verbreitung der Sumpfmeise in Schottland.
Derselbe. Rockall. Proc. Phys. Soc. Edinb. XTII p. 63 ff. —
Abdruck der Beschreibung der Insel Rockall aus „Narrative of a
Voyage of discovery to the arctic regions in H. M. Ship Heckla and
Griper in the years 1819 u. 1820“, ergänzt durch ornithologische
Mittheilungen von J. Cordeaux.
J. M. Hayward. Birds Notes. Edited by E. Hubbard. London
1895. 8°. 192 S. with frontispiece and illustrations.
S. W. Hinxmann. Report on the Movements and Occurrence
of Birds in Scotland during 1894. Ann. Scott. N. H. IV p. 207—220.
— Bericht über den Vogelzug in Schottland während des Jahres 1894.
W.H. Hudson. British Birds. With a Chapter of Structure
and Classification by F. E. Beddard. London 1895. 363 S. with
8 col. plates, 100 fig. and 3 illustr. from photographs. — Ein popu-
läres Handbuch der in England vorkommenden Vögel, hauptsächlich
mit Rücksicht auf Stimme, Zug und Lebensweise. In der Einleitung
eine kurze und klare Zusammenfassung alles Wissenswerthen über
Bau und Eintheilung der Ülasse.
L. H. Irby spricht über zwei in Yorkshire erlegte Exemplare
von Pyrrhula maior. Proc. zool. Soc. London 1895 p. 691.
R. Kearton. British Bird Nests; how, where and when to find
and identify them. With Introduction by R.B. Sharpe. Illustr.
from photographs by C. Kearton. London 1895. 8°. 388 8.
J. Ripley Ker. The Green Sandpiper in Dumbartonshire. Ann.
Scott. N, H. IV p. 56—57.
u en
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 35
H. Lewis. Notes on birds observed in Hertfordshire during 1893.
Trans. Hertfordshire Soc. VIII p. 49—56; during 1894; ebenda
p. 147—154.
T. Lord Lilford. Notes on the Birds of Northamptonshire
and Neishbourhood. Illustrated by Messrs. Thorburn and G. E. Lodge.
2 vols. London 1895. — Bemerkungen über 227 Arten, die nach-
gewiesenermassen in dem beregten Gebiete vorkommen. Die Ab-
bildungen sind hervorragend schön.
Derselbe. Notes on the Ornithology of Northamptonshire and
Neighbourhood. Zool. (3) XIX p. 46—56.
Derselbe. Coloured Figures of the Birds of the British Islands.
Parts XXX a. XXXI. London 1895. Roy. 8°. — Folgende Arten
sind auf hervorragend schönen Tafeln abgebildet: Linota hornemanni,
Nyctala tengmalmi, Falco gyrfalco, Clangula albeola, Cosmonetta
hirtrionica, Aquila naevix, Pandion haliactus, Somateria stelleri u.
spectabilis, Oedemia perspicillata, Mergus cucullatus, Harelda glaci-
alis, Columba livia, Aegjalitis cantiana u. A. curonica, Phalaropus
hyperboreus, Scolopax gallinula u. S. gallinago, Fulica atra, Oedi-
cnemus scolopax, Tringa temmincki, Totanus hypoleucus, Larus
melanocephalus u. Lestris richardsoni.
A Guide to the Natural History of Loch Lomond and Neigh-
bourhood.. Mammals and Birds by James Lumsden. Reptiles
and Fishes by Alfred Brown. Glasgow 1895. 8°. 1038.
M. A. Mathew. Pembrokeshire Birds in 1603. Zool. (3) XIX
p. 241— 247.
F. 0. Morris. History of British Birds. Furth edition, revised.
corrected and enlarged. Vol.1. 3268. with 62 hand coloured plates.
London 1895 roy. 8°.
6. Muirhead. The Birds of Berwickshire, with Remarks on
their Local Distribution, Migration and Habits, and also on the
Folk-lore, Proverbs, Popular Rhymes, and Sayings connected with
them. Vol.2. Edinburgh 1895. 8%. 4048. — Neben biologischen
Schilderungen wird auf die Bedeutung hingewiesen, welche die
Vögel in der Dichtung und im Volksmund der Landbewohner spielen.
J. Paterson and J. Robertson. List of the Birds of East
Renfrewshire. Ann. Scott. N. H. IV p. 220 -231.
J. H. Salter. Observations on Birds in Mid-Wales. Zool. (3)
XIX p. 129—143, 178--184, 221 —224, 249—257.
W. Serle. The Roller in Aberdeenshire. Ann. Scott. N. H. IV
p- 123.
R. Service. The Starling in Solway; ebenda p. 92—96.
R. B. Sharpe. A Handbook to the Birds of Great Britain.
vol. 2 London 1895. 8°. 3088. with t.32—58. (Allen’s Naturalists
Library, edited by R. B. Sharpe.) — Ausser den wissenschaftlichen
und englischen Namen werden die wichtigsten Synonyme undLiteratur-
nachweise gegeben. Dann folgt eine kurze, treffende Kennzeichnung
beider Geschlechter und des Jugendkleides jeder Art, ihre Ver-
breitung in Grossbritannien und ausserhalb der britischen Inseln,
26 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
eine kurze Skizze der Lebensweise nebst Beschreibung von Nest
und Ei. Ebenso werden die Gattungscharaktere kurz angegeben.
Die Abbildungen sind im Farbendruck dargestellt.
Derselbe. A chapter on birds.. Rare british Visitors, with
eighteen col. plates. Soc. Promot. Christ. Knowledge. London 1895
8°. XIIu. 1248. 18 Tafeln. — Volksthümliche Schilderung seltener
Gäste auf den britischen Inseln, von denen 18 von Keulemans gut
dargestellt sind.
P. Seott Skirving. Carrion Crow, Hen Harrier and Eagles in
Islay. Ann. Scott. N.H. IV p. 53—54.
S. M. d’Urban and A. Mathew. Supplement to the Birds of
Devon. London 1895. 8°. 31 S. — Ein Nachtrag zu der 1893 er-
schienenen Arbeit der Verfasser. Mehrere für Devon seither neu _
nachgewiesene Arten werden aufgeführt, so: Tadorna casarca und
Coceygus americanus.
R. J. Ussher. On Ornithological Exploration in Donegal, Fer-
managh, Sligo and Roscommon. Irish Natur. IV p. 142—150.
Derselbe. Report on the Breeding range of Birds in Ireland.
Proc. Irish Ac. (3) III p. 401—414 (Dec. 1894). — 134 Arten werden
abgehandelt.
J. T. Tristam-Valentine. London Birds and Beasts. With a
Preface by F. E.Beddard. London 1895. 8°. 3328.
R. Warren. The Breeding Birds of Loughs Conn, Carra and
Mask. Irish Natur. IV p. 117—121.
Derselbe. Birds observed breeding on the coasts of Sligo
and Mayo; ebenda p. 180—184, 198— 206.
H. F. Witherby. The Bass Rock and its winged inhabitants.
Knowledge no. 112 p.41—44. — Biologische Mittheilungen über
Sula bassana. Mit vier Zinkätzungen nach Photographien.
F. B. Whittock. Bird Notes from the Mid-Trent Valley for
1894. Natur. 1895 p. 63—68.
Wild Fowl and Sea Fowl of Great Britain. By a son of the
marshes. Edited by J. A. Owen. London 1895. 8°. 332 S. with
illustr.
Schweiz.
L. v. Besserer. Einige Beobachtungen vom Vierwaldstätter
und Luganer See. Orn. Jahrb. VI p. 267—269.
T. Bühler-Lindermeyer. Katalog der schweizerischen Vogel-
fauna im naturhistorischen Museum zu Basel. Basel 1895. 8°. 628.
mit Holzschnitt.
H. Fischer-Sigwart. Ornithologische Beobachtungen vom Jahre
1894. Schweiz. ornith. Bl. 1895 p. —. — Bemerkungen über
114 Arten. Neben faunistischen und Zugsdaten auch biologische
Beobachtungen.
Th. Studer. Fauna helvetica. 9. Heft: Vögel. Bibliographie
der schweizerischen Landeskunde. Fasc. IV, 6 Bern 1895. — Eine
Uebersicht der Literatur der schweizerischen Vögel bis zur Gegen-
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 27
wart. Der Stoff ist in vier Abtheilungen gesondert; 1. Allgemeines
und Biologie. 2. Schriften, welche die Fauna der Vögel im All-
gemeinen behandeln. 3. Schriften über besondere Gebiete, in 11
den von Fatio u. Studer in dem Kataloge der schweizerischen Vögel
aufgestellten Regionen entsprechende Bezirke eingetheilt. 4. Mono-
graphien und Notizen über einzelne Vogelarten, systematisch nach
den einzelnen Ordnungen gruppirt. Jede Arbeit ist mit genauem
Titel, Jahreszahl, Format und Seitenanzahl aufgeführt.
Belgien.
E. van Beneden. Un Court-vite, Cursorius isabellinus Meyer,
tire en Belgique. Bull. Ac. Belgique (3) XXIX p. 346—352.
Frankreich.
W. Eagle Clarke. On the Ornithology of the Delta of the
Rhone. Ibis (7) I p. 173—211. — Einer eingehenden Schilderung
der Camargue folgt eine Aufzählung der gesammelten oder beob-
achteten Arten. Cisticola cursitans u. Panurus biarmicus stellen-
weise sehr häufig, Aegithalus pendulinus gemein, Fuligula rufina u.
Recurvirostra avocetta Brutvögel. Eingehende Mittheilungen über
das Brutgeschäft und die Nahrung des Flamingo. Als Nahrung
dient den Vögeln hauptsächlich Artemia salina, mit dem Brüten
beginnen sie erst im Juni.
d’Hamonville. Passage des Oiseaux a Manonville. Aquilall
p. 175—178. — Notizen über den Frühjahrzug von 73 Arten.
Derselbe. Les Oiseaux de la Lorraine. (Meuse, Meurthe,
Moselle et Vosges). Mem. Soc. zool. France VIII p. 244—346. —
Das Beobachtungsgebiet umfasst das alte Lothringen, also den
französischen wie den deutschen Theil. Seltenere Arten werden
aufgeführt wie Pelecanus onocrotalus, Sula bassana, Buphus ornatus,
Faleinellus igneus im Moselthale u. s. w.
X. Raspail. Changements observes dans l’habitat de quelques
oiseaux au point de vue de leur nidification. Bull. soc. zool. France
XX p. 138—141. — Veränderungen in der Vogelwelt im Departement
Oise. 9 Arten werden besprochen.
R. Saint-Loup. Les Oiseaux de Basse-cour. Avec 105 fig.
intercaldes dans le texte. Paris 1895. 368 8.
Italien und Malta.
P. Angelini. Alcune note nell’ Avifauna marchigiano. Boll.
Soc. Roman. St. Zool. IV p. 75—78.
E. Arrigoni Degli Oddi. Materiali per la Fauna Padovana
dei Vertebrati. Atti. Soc. Veneto-Trent. (2) II Uecelli p. 7—19.
Derselbe. Sopra ceinque ibridi selvatici de genere Fringilla
colti in Italia. Atti Soc. Ital. Sci. Nat. XXXV p. 33—40.
I8 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
R. Blasius. Ornis von Malta und Gozo und den umliegenden
Inseln. Ornis VIII p.139—211. — Verfasser führt 288 Arten auf,
einige freilich noch von unsicherem Vorkommen, und vermuthet,
dass Malta im Süden eine ähnliche Bedeutung für den Vogelzug
habe wie Helgoland im Norden.
6. Falconieri di Carpegna. Sulla catture dell’ Ortolono grigrio
(Emberiza caesia Bp.) nel Agro Romano. Boll. Soc. Roman. Stud.
Zool. IV p. 162 — 163.
Derselbe. Nuova cattura presso Roma di un Ciuffolotto scar-
latto (Carpodacus erythrinusKaup) in abito adulto; ebenda p. 290— 292.
G. Damiani. Sul Syrrhaptes paradoxus Pall. e Utamania torda
L. (Note corologiche). Ric. Ital. Sci. nat. XV p. 105—108.
C. dal Fiume. Il Calcarius lapponicus L. nel Veneto. Atti
Soc. Ital. Sci. nat. XXXV p. 27—32, 41—42.
G. Gioli. Uceelli e Caccie piu communi del Pisani e del Livor-
nese. Livorno 1895. 16°. 2008. fig.
6. Martorelli. Monografia illustrata degli Uecelli di rapina
in Italia. Con 45 fotoincis e 4tav. sincrom. Mem. Mus. Civ. Milano
V (n. ser. I) p. 1—215, tav. 1-4. — Aufzählung der Raubvögel und
Eulen, die in Italien vorkommen. 50 Arten werden behandelt.
Holzschnitte und farbige Tafeln von Aquila heliaca, A. nipalensis,
A.pomarina, Falco barbarus (ad. et juv.) u. F. feldeggi (ad. a juv.)
sind beigegeben.
Derselbe. Notizie ornithologiche sopra osservazioni fatte nell’
anno 1894—95. Atti Soc. Ital. Sci. nat. XXXV p. 183—190. —
Aquila chrysaötus mehrmals in der Lombardei erlegt. Bemerkungen
über ein melanistisches Exemplar von Lanius maior. [Ueber einen
Bastard von Ara macao J' und Ara militaris 2].
P. Pavesi. Calendario ornithologico Pavese 1893—1895. Boll.
scient. Pavia XVII p. 46— 52.
G. Riggio und T. de Stefani. Appunti e note di ornitologia sicili-
ana. Natur. Sicil. XIV p. 1—13, 29—39, 75—83, 128—132, 140—
157. — Ueber seltene und für die Fauna Siziliens neue Vogelarten.
T. Salvadori. Notizie intorno al Gypaetus barbatus. Boll.
Mus. Torino X no. 207. — In den letzten Jahren wurde der Bart-
geier mehrmals im Gebiete der Seealpen erlegt.
G. Vallon. Contributioni allo studio sopra aleuni uccelli delle
nostre paludi e della mare. Boll. Soc. adriat. Sci. nat. XVI 1895
728. con 6tav. — Bildet den zweiten Theil der vom Verfasser (in
derselben Zeitschrift 1893) begonnenen Publication. 9 Arten werden
behandelt. Nebst den Namen in den Hauptsprachen und den
lateinischen Synonyma sind bei jeder Art ihre Kennzeichen, eine
ausführliche Beschreibung ihrer verschiedenen Kleider und ihre
Maasse angegeben, darauf folgen genaue Verbreitungs- und biolo-
gische Daten. Auf den 6 beigegebenen Tafeln sind die Arten in
verschiedenen Kleidern, meist mit dem Ei abgebildet.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 29
Spanien und Portugal.
R. Blasius. Ornithologische Leuchtthurmbeobachtungen aus
der Strasse von Gibraltar. Ornis VIII p. 339—342. — Beobachtungen
von Gibraltar und von Spartel in Marocco werden mitgetheilt.
H. L. Irby. The Ornithology of the Straits of Gibraltar.
Second edition, revised and enlarged. With an appendix, containing
a list of the Lepidoptera of the Neighbourhood. London 1895.
326 S. — Das Buch enthält neben Angaben über das Vorkommen
und die Verbreitung eine Kennzeichnung der einzelnen Arten. Eine
Anzahl prachtvoller Buntdrucktafeln sind beigegeben, auf welchen
Gypaötus barbatus, Vultur cinereus, Aquila chrysaötus, A, adalberti
und A. pennata, Falco punicus und Turnix sylvaticus dargestellt
werden.
A. de Larinna. Ornithologische Beobachtungen aus S. Sebastian
in der Provinz Guipuzcoa in Spanien. Ornis VIII p. 333 - 338. —
Beobachtungen über 50 Arten.
W. C. Tait. Aves de Portugal. Annaes Sci. nat. Porto Il
p- 17—24, 117—122, 155—162, 215— 222. Uebersicht der Vögel
Portugals (Anfang vgl. Bericht 1894 p. 25).
H.M. Wallis. Notes on the Birds of the Central Pyrenees.
Ibis (7) I p. 64—85. — 79 Arten werden besprochen.
Nordafrika.
Em. Anfrie. Sur la Pic de Mauritanie (Pica mauritanica).
Avec 4fieg. Feuille jeun. Natur. (3) XXV p. 44—45.
E. Hartert. Ueber die nordafrikanischen Garrulus-Arten. Orn.
Monber. III p. 169—172. — Verfasser behandelt eine Häherform
aus Marocco, welche er mit (@. minor Verr. identifieirt, und führt
den Nachweis, dass diese Form keine Subspecies von G. glan-
darius sei, wie Kleinschmidt annimmt, sondern dem G. cervicalis am
nächsten stehe.
Derselbe. Ueber Mieropus Koenigi. Orn. Monber. III p.63—64.
Derselbe. On Micropus affınis (Gray et Hardw.). Nov. Zool. II
p. 57—58. — In beiden Artikeln wird der Nachweis geführt, dass
M. Koenigi Rchw. mit M. galileiensis (Ant.) zusammenfalle.
A. Koenig. Beiträge zur Ornis Algeriens. J. f. Ornith. XLIII
p. 113— 238, 257—321, 361—457, t. 1—13. — Eine kurze Einleitung
und eine anziehende Schilderung des Forschungsgebietes, welches
in drei getrennten Abschnitten: I. Batna, II. Biskra, III. Die alge-
rische Sahara behandelt wird, gehen dem speciellen Theile vorauf.
Dieser beschäftigt sich mit 108 Arten, die in erschöpfender Weise
besprochen werden. Ausser der auf das Beobachtungsgebiet be-
züglichen Literatur sind bei den meisten Arten genaue Angaben
über das Vorkommen, eingehende Beobachtungen über Lebensweise,
Aufenthalt und Nistweise mitgetheilt. Beschreibung der Eier von
vielen Arten. Werthvolle Notizen finden sich über Falco feldegsi,
Parus ledouei, Pica mauritanica, Drymoeca saharae, Melizophilus
30 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
deserticolus, Pratincola moussieri, die Saxicola-Arten, Rhamphocorys
clot-bey u. viele Andere. — Abgebildet sind: Saxicola seebohmi
(g’ad., J'juv. u. Qad.), S. lugens (d'Q ad, 2 perad.), Pteroclurus
senegalus, Sylvia deserti u. S. nana, Melizophilus deserticolus, Ga-
lerita isabellina, Fringillaria saharae, Dromolaea leucura (3 2, Nest
mit Ei), Ammomanes algeriensis u. A. cinctura, Otocorys bilopha
(32, Nest mit juv.), Drymoeca saharae (Nest u. Ei), Rhamphocorys
clot-bey (2 u. Ei).
A. Reichenow. [Ueber Caccabis spatzi n. sp. von S. Tunis].
J. f. Ornith. XLIII p. 110.
T. W.H. Spatz. [Beobachtungen über tunesische Vögel]; ebenda
.110—111.
r Derselbe. Notizen aus Tunis. Orn. Monber. III p. 60—62.
— Schildert einen Besuch der an der tunesischen Küste gelegenen
Knais-Inseln. Haematopus ostrilegus wird zum erstenmal für Tunis
nachgewiesen. Ein Brutplatz von Larus leucophaeus wird be-
schrieben. .
Jos. Whitaker. Additional Notes on Tunisian Birds. Ibis (7)
I p. 85—106. — Ergänzung zu einer früheren Arbeit. (Siehe Bericht
1894, S.25). Bemerkungen über Saxicola stapazina u. S. melano-
leuca, Chersophilus margaritae u. ©. duponti, sowie über die Galerida-
Formen des Landes. Alauda ceristata pallida wird neu beschrieben.
Madeira, Kanaren.
6. Baring and W.R. Ogilvie-&rant. An Expedition to the
Salvage Islands. Zoolog. (3) XIX p. 401—417. — Schilderung der
Reise mit zahlreich eingestreuten, ornithologischen Beobachtungen.
Oceanodroma eryptoleucura Ridgw. für Europa neu nachgewiesen.
W. Rothschild u. E. Hartert. Further Notes on the Houbara
Boustard. Nov. Zool. II p.54. — H. fuertaventurae kommt auch
in Marocco vor.
E. Schmitz. Notizen von Madeira. Orn. Monber. III p. 189
— 190. — Otus brachyotus neu für Madeira nachgewiesen.
Derselbe. [Sturnus vulgaris auf Madeira]; ebenda p. 45.
Siidwestasien.
H.E. Dresser. Notes on several rare Palaearctic Birds. Proc.
zool. Soc. London 1895 p. 311-312. — Gecinus gorii Harg. fällt
mit G. flavirostris Menzb. zusammen; Bemerkungen über Picus minor
var. quadrifasciatus Radde u. Lanius minor var. obscurior Radde.
Museicapa semitorquata Hom. ist eine gute Art, wird auch für die
Türkei und für Persien festgestellt.
M. Kathariner u. ©. Escherich. Zur Kenntniss der Avifauna
Central-Kleinasiens. Zool. Anz. XVII p. 476 - 478. — Schilderung
der Vogelwelt in der Umgebung von Angora. Der Wiedehopf nistet
dort in Steinhaufen, der Storch oftmals bloss 2—3m hoch auf
Pappeln.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 31
Max Noska u. Vietor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen.
Das kaukasische Birkhuhn (Tetrao mlokosiewiezi Tacz). Eine mono-
graphische Studie. Orn. Jahrb. VI p. 100—125, 129—150, 169 — 182,
209—243. Mit 1 Tafel. — Erschöpfende Monographie der Art.
Alle Kleider werden ausführlich beschrieben, Lebensweise, Aufenthalt,
Nahrung, Brutgeschäft und Jagd eingehend geschildert. Auf Tafel 1
sind gu. 2, S'juv. und pullus abgebildet.
P. Suschkin. Lanius elaeagni n.sp. Bull. Soc. Nat. Moscou
1895 p. 41—52. — Die neue Art stammt von Kok Dschida, an der
Mündung des Tamir in die Emba. Die Unterschiede von L. bog-
danowi u. L. raddei werden besprochen.
N. Zarudnoi. Materialien zur ornithologischen Fauna des nörd-
lichen Persien. Vögel des Ortschik Thales. Mater. Kenntn. Fauna
u. Flora russ. Reich. Zool. Abth. Heft1. Moskau 1895. (Russisch!)
Derselbe. Ornithologische Fauna des Kaspischen Gebietes;
ebenda Heft 2. (Russiseh!). — Behandelt Nordpersien, den Kaspi-
district, die Oase Chiwa und Buchara.
Mittelasien.
E. Blanc. Sur l’utilisation des oiseaux de proie en Asie cen-
trale. Rev. sci. nat. appl. Paris (4) III p. 737—145.
H. Johansen. Ornithologische Beobachtungen in Tomsk während
des Jahres 1894. Orn. Jahrb. VI p. 183—206. — Beobachtungen
über 115 Arten.
Aethiopisches Gebiet.
J. V. Barboza du Bocage. Aves de Benguella da exploracao
Anchieta. Journ. Sc. Math. Phys. Nat. Lisböa (2) IV p. 21—23. —
22 Arten aus Benguella werden aufgeführt.
Derselbe. Subsidios para a fauna da Ilha de Fernao do Po.
Aves; ebenda p. 7—12. — 26 Arten wurden von F. Newton auf der
Insel erbeutet, weitere 17 beobachtet.
E. Hartert. On some birds from the Congo Region. Nov.
Zool. II p. 55—56. -—- Neu: Lophoceros granti, nahe L. hartlaubi u.
Onycognathus intermedius.
H. Kuschel. Abriss einer Beschreibung von Vogeleiern der
äthiopischen Region. Journ. Ornith. XLIII p. 80—98, 321—354. —
Die Eier von 423 Arten werden beschrieben.
J. G. Millais. A Breath from the Veldt. With Illustrations
by the Author, and a frontispiece by Sir J.E. Millais. London 1895.
Folio. — Bilder aus der Natur, dem Thier- und Volksleben Süd-
afrikas mit begleitendem Text. Prächtige Zeichnungen in Lichtdruck
dargestellt. Zahlreiche Bilder aus dem Vogelleben, welche z.T.
ganz neue biologische Thatsachen darbieten. Eingehend wird das
Betragen des Honiganzeigers geschildert und die Mittheilungen von
Sparrmann u. s. w. bestätigt.
0. Neumann, siehe Reichenow.
32 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
C. W.J. Nolte. Strausse und Straussenzucht in Südafrika,
Journ. Ornith. XLIII p. 44—79. — Unterschiede der drei Straussen-
arten und ihrer Eier. Die Lebensweise des Struthio australis und
die Straussenzucht in Südafrika werden eingehend geschildert.
A. Reichenow. Zwei neue Vögel vom "Kilima Ndscharo. Orn.
Monbr. III p. 187—188. — Neu beschrieben: Nigrita kretschmeri
(fällt mit Atopornis diabolica Rehw. u. Neum. zusammen, ist somit
als Nigrita diabolica zu führen) und Andropadus marwitzi, nahe
A. virens.
Derselbe. Eine neue Xenocichla. Nov. Zool. II p. 159. —
Neu: X. harterti nahe X. simplex, von Sierra Leone bis Liberia.
Derselbe. Neue afrikanische Vogelformen im Tring Museum;
ebenda p. 159 — 160. — Neu: Bathmocercus vulpinus und B. murinus,
beide vom Aruwimi Fluss, Kongo; Andropadus gracilirostris liberi-
ensis von Liberia.
Derselbe. Neue Arten aus Afrika. Orn. Monber. III p. 96—97.
— Neu beschrieben: Callene albigularis, Mirafra intercedens, Phyllo-
strephus baumanni, Camaroptera chloronota und Astur sparsim-
fasciatus.
Derselbe. Neue Arten von Kamerun; ebenda p. 112—113. —
Neu beschrieben: Agapornis zenkeri, Bathmocercus n.g. rufus,
Apalis binotata u. A. cervicalis, Cassinia zenkeri.
Derselbe. Ueber Onycognathus intermedius: ebenda p. 62—63.
— Identisch mit O. hartlaubi.
A. Reichenow und O0. Neumann. Diagnosen neuer, von Oskar
Neumann in Ost- und Central-Afrika entdeckter Vogelarten; ebenda
p. 73—76. — Neu beschrieben werden: Campothera taeniolaema,
Atopornis diabolicus, Parisoma orientale, Hyphantospiza kilimensis,
Xenocichla striifacies, Pyllostrephus kretschmeri, Callene pyrrhoptera,
Bradypterus rufoflavidus, Burnesia melanops, Apalis porphyrolaema
Apalis griseiceps, Camaroptera dorcadichroa und Tarsiger guttifer.
Dieselben. Ein neuer Falk von Ost-Afrika; ebenda p. 114. —
Falco fasciinucha n. sp.
C. W. Richmond. Diagnosis of a new Genus of Trogon (Hete-
rotrogon), based on Hapaloderma vittatum of Shelley; with a des-
cription of the female of that species. P. U. S. Nat. Mus. XV.
(Mai 1895) p. 601—603. — Heterotrogon n. g., typus: Hapaloderma
vittatum Shell. @ ad. u. 2 juv. werden beschrieben.
R. B. Sharpe. On a collection of Birds made by Dr. A.
Donaldson Smith during his recent Expedition in Western Somali
Land. Proc. Zool. Soc. London 1895 p- 457—520, t. 27 u. 28. —
181 Arten werden aufgezählt. Neu beschrieben: Spizocorys perso-
nata, nahe S. curvirostris; Alaudula somalica, nahe A. minor;
Dryoscopus rufinuchalis, nahe D. ruficeps; Nilaus minor, nahe N.
brubru; Bradyornis pumilus, nahe B. murinus; Melaenornis schistacea,
nahe M. atra; Eremomela flavierissalis, nahe E. flaviventris; Cisticola
somalica, nahe Ü. haesitata. Saxicola somalica, nahe S. morio;
Argya saturata von Zanzibar; Pycnonotus dodsoni, nahe P. layardi;
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 33
Phyllostrephus pauper, nahe P. strepitans; Lophoceros medianus,
nahe L. damarensis. — Abgebildet sind: Serinus donaldsoni u.
S. macnlicollis, Turacus donaldsoni.
Yngve Sjöstedt. Die Vögel des nordwestlichen Kamerun-
gebietes. Mitt. deutsch. Schutzgeb. VIII. p. 1—36. — Verfasser
giebt einen geschichtlichen Abriss der Erforschung des Kamerun-
gebietes, schildert sodann den nordwestlichen Theil der Colonie in
landwirthschaftlicher Hinsicht und das Vogelleben daselbst und
fühıt endlich die von ihm und zwei anderen Herren gesammelten
Arten auf, wobei die bisher nicht beobachteten (81, darunter 10 neue)
kurz beschrieben werden. Eine hübsche Uebersichtskarte des Schutz-
gebietes ist der Arbeit beigegeben.
Derselbe. Zur Ornithologie Kameruns nebst einigen Angaben
über die Säugethiere des Landes. Mit 10 colorirten Tafeln. Svenska
Vetensk. Ak. Handl. XXVII p. 1—118, t. 1—10. — Verfasser be-
handelt in der umfangreichen Arbeit die von ihm selbst und den
Herren Knutsen und Valdau zusammengebrachten Sammlungen.
Nach einer Schilderung der Naturverhältnisse des bereisten Gebietes
werden im speciellen Theile 212 Arten abgehandelt. Am Schluss
giebt Verfasser eine Liste der 316 bisher für Kamerun nach-
gewiesenen Arten. Neu beschrieben: Symplectes auricomus (p. 86).
Auf den beigegebenen Tafeln wird eine Anzahl seltener oder durch
den Verfasser neu entdeckter Arten recht hübsch dargestellt.
Derselbe. Die Kamerun-Form der Columba arquatrix Temm.,
Orn. Monber. III. p. 156—158. — Die Form stellt anscheinend eine
Mittelform zwischen der typischen Art und C. a. thomensis Boc. dar.
H. B. Tristram. Description of a new species of finch of the
genus Crithagra from South-east-Africa; Ibis (7) I. p. 129—130. —
Neu: Crithagra rendalli aus Transvaal.
Madagassisches Gebiet.
A. Milne Edwards et A. Grandidier. Sur des ossements
d’oiseaux provenant des terrains recents de Madagascar. Bull.
Mus. Paris 1895 p. 9—11.
GC. W. Richmond. Description of a new Plover from the East
Coast of Madagascar. Proc. Biol. Soc. Wash. X. p. 53—54. —
Neu: Aegialitis thoracica.
W. Rothschild. A new Species and Genus of Rollers. Nov.
Zool. UI. p. 479. — Neu: Uratelornis chimaera, nahe Atelornis
crossleyi, von Madagaskar.
indisches Gebiet.
E. Stuart Baker. The Birds of North Cachar. Part IV with
Plate D. J. Bombay Soc. X p. 1—12, t.D.
Derselbe. Notes on the nidification of some Indian Birds not
mentioned in Hume’s ‚Nests and Eggs’; Ibis (7) I. p.41—64, 217—236.
— Beschreibung des Brutgeschäftes von 33 Arten.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 3
34 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
E. Bartlett. A new Species of the genus Philentoma. Sarawak
Gaz. 1895 und J. Straits Branch Asiat. Soc. 1895 p. 96.
H. v. Berlepsch. Description of two new species of the
Genera Phoenicophaes and Spilornis, with a note on Oriolus conso-
brinus Rams. Nov. Zool. U. p. 70—75. — Neu: Phoenicophaes
microrhinus, nahe P. erythrognathus, von Borneo und Natuna-
Inseln; Spilornis salvadorü, nahe S. pallidus, von der Insel Nias.
Das vermutlicheg‘ ad. von O.consobrinus wird zum ersten Male bekannt
gemacht. — Die Phoenicophaesarten unterscheiden sich fast bloss
durch die Form und Gestaltung der Nasenlöcher. Diese Thatsache
ist sehr beachtenswerth, da sie beweist, dass unter Umständen
Färbungscharaktere als Ausdruck verwandtschaftlicher Beziehungen
grössere Bedeutung haben als structurelle Kennzeichen, die in andren
Gruppen zur generischen Sonderung benutzt werden.
W. T. Blanford. The Fauna of British India, including Ceylon
and Burma. Birds vol. III. London 1895. 8° 450 S., 102 fig. im
Text. — Der dritte Band des grossen Werkes behandelt die Eury-
laemi, Pici, Hypodactyli, Anisodactyli, Macrochires, Trogones,
Coceyges, Psittaci, Striges und Accipitres. Ueber 100 Figuren,
meist Köpfe charakteristischer Arten zur Kennzeichnung der
Gattungen sind in den Text eingedruckt.
J. Büttikofer. On Phasianus ignitus and its nearest allies.
Not. Leyd. Mus. XVII. p. 169—196, — Verfasser unterscheidet
vier Arten: Lophura ignita, L. nobilis, L. sumatrana u. L. vieilloti
und giebt deren ausführliche Beschreibung, Synonymie und Ver-
breitung. Am Schlusse Besprechung der einschlägigen Litteratur.
A. @&. Cardew. Notes on some Nilgiri Birds. J. Bombay
Soc. X. p. 146—149.
R. P. Fr. Casto de Elera. Catälogo sistemätico de toda la
fauna de filipinos conocido hasta el presente, y a la vez el de la
coleceion zoolögica de Museo de PP. Dominicos del Colegio-Uni-
versidad de Santo Tomas de Manila. vol. I. Vertebrados. Manila
1895. — Auf S. 52—398 ist eine Uebersicht der bisher bekannten
Vögel der Philippinen gegeben. Es werden 900 Arten mit Syno-
nymie und Verbreitung aufgezählt.
W. Eagle Clarke. On some Birds from the Island of Negros,
Philippines; Ibis (7) I. p. 472—479. — Bemerkungen über 13 Arten.
A. H. Everett. A List of the Birds of the Island of Baläbac,
with some notes and additions to the Avifauna of Paläwan; Ibis (7)
I. p. 21—39. — Von Balabac werden 68 Arten aufgezählt, das 2
von Siphia lemprieri ist zum erstenmale bekannt gemacht. Die
Arbeit erweitert die Liste von 157 auf 167 Arten.
W. R. Ogilvie-Grant. On a new Species of Babbler (Turdi-
nulus guttaticollis) from the Miri Hills to the North of Assam;
Ibis (7) I. p. 432—433. — Neu: Turdinulus guttaticollis, nahe
T. roberti.
Derselbe. On the Birds of the Philippine Islands. — Part. III.
The Mountains of the Province of Isabella, in the extreme North-
ve
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 189. 35
east of Luzon; Ibis (7) I. p. 106—117 t.4 u. 5. — Behandelt eine
weitere Sammlung John Whiteheads. Oriolus isabellae und Zoster-
ornis striatus werden beschrieben. Verfasser versucht die Ver-
schiedenheit von Aleyone cyanipectus und A. philippinensis nach-
zuweisen. (Vgl. dazu Worcester u. Bourns). Ptilocolpa carola und
P. griseipectus sind verschiedene Geschlechter einer Art. Abgebildet
sind Zosterornis striatus, Dendrophila mesoleuca, Aethopyga flavi-
pectus und Eudrepanis jefferyi.
Derselbe. On the Birds of the Philippine Islands. — Part. IV.
The Province of Albay, South-east Luzon, and the adjacent Island
of Catanduanes. With Field Notes by John Whitehead. — Ibis (7)
I. p. 249—267. — Beschrieben: Callaeops periophthalmica, Cinnyris
excellens und Zosterops luzonica. Bemerkungen über die Zunge
von Rhabdornis, Arachnothera, Climacteris, Certhia und Salpornis.
Derselbe. On the Birds of the Philippine Islands. — Part. V.
The Highlands of the Province of Lepanto, North Luzon. With
Field Notes by John Whitehead. Ibis (7) I. p. 433—472, t. 12— 14.
— DBehandelt eine weitere, grosse Sammlung von J. Whitehead.
Neu beschrieben: Collocalia whiteheadi, nahe C. lowi. Bemerkungen
über Pitta kochi und Ptilopus marchei, von welchen Exemplare
beider Geschlechter erbeutet wurden. d' und 2 der letzteren Art
werden genau beschrieben. Abgebildet sind: Brachypteryx polio-
gyna, Rhinomyias insignis, Pseudotharrhaleus caudatus und Pyrrhula
leucogenis.
J. H. Gurney berichtet über ein Exemplar von Alcedo beavani
aus Ceylon. Proc. zool. Soc. London 1895 p. 339.
E. Hartert. List of a second collection of Birds from the
Natuna Islands. Nov. Zool. II p. 466—478. — 93 Arten werden
aufgeführt, davon 55 für die Inselgruppe neu nachgewiesen. Die
Fauna enthält sehr viele Borneoformen, so dass sie im Grossen und
Ganzen ein Gemisch von Borneo- und Malakka-Elementen darstellt.
Neu beschrieben: Macropteryx comata maior und Graucalus suma-
trensis diffieilis. Stachyris davisoni natunensis wird wieder ein-
gezogen.
Derselbe. A new Prionochilus from the Philippines and Note
on an Anthreptes.. Nov. Zool. II p. 64—65. — Neu: Prionochilus
inexpectatus von Luzon u. Mindoro.. Bemerkungen über Anthreptes
griseigularis.
Derselbe. On a small collection of Birds from Mindoro. Nov.
Zool. II p. 485—488. — 38 Arten werden besprochen, darunter 16
bisher für die Insel nicht bekannte.
M. Kuschel. Zur Oologie Javas. Orn. Monber. III p. 153—156.
— Die Eier von 18 Arten werden beschrieben.
H. W. Lake and H.J. Kelsall. Journey on the Sembrong
River from Kuala Sudan to Batu Sahat with lists of mammals, birds
and plants collected or observed during the trip. J. Straits Branch.
Asiat. Soc. no. XXVI p. 1—%.
3*
36 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
John D. de La Touche. Notes on South Formosa and its
Birds. Ibis (7)I p. 305—338. — Einer Schilderung der Excursionen
im Jahre 1893 und 1894 folgt die Aufzählung der gesammelten
Arten. 74 Species werden aufgeführt. Notizen über Vorkommen
und einzelne biologische Beobachtungen.
Walter R. Lawrence. The Valley of Kashmir. London 1895.
— Enthält in einem Kapitel (S. 107—155) eine Liste der Vögel
von Kaschmir mit Beobachtungsnotizen. 208 Arten werden behandelt.
E. Oustalet. Note sur la faune ornithologique du Setchuan.
Bull. Mus. Paris 1895 no. VII p. 268— 270.
A. Reichenow. Ueber einige javanische Timalien. J. Ornith.
XLIlI p. 355—356. — Bemerkungen über Myiothera lepidopleura,
Macronus trichorrhos, Myiothera epilepidota. Neu: Mixornis ery-
thronota, von Java, nahe M. erythroptera.
W. Rothschild. On a new Parrot (Palaeornis intermedia).
Nov. Zool.II p.492. — Neu: Palaeornis intermedia, vermuthlich
von Bombay.
H. Seebohm. On some new and little-known Species of Birds
from Formosa. Ibis (7) I p. 211—213, t.6. — Neu beschrieben:
Parus holsti und Rallina formosana, ersterer auf Taf. 6 abgebildet.
Bemerkungen über seltenere Arten wie Merula albiceps, Pitta nympha
und Scops hambroecki.
A. G. Vorderman. DBijdrage tot de Kennis der Avifauna van
het Eiland Noordwachter (Java See); Natuurk. Tijdschr. Nederl.
Ind. LIV p. 317— 326. — Die Insel Noordwachter liegt etwa 50 See-
meilen nördlich von Batavia. 24 Arten werden von dort aufgeführt.
Derselbe. Lombok-Vogels; ebenda p. 327—353. — 51 Arten
von der Ostküste der Insel werden besprochen, von denen 21 von
Wallace nicht gesammelt worden waren. Die Zahl der nunmehr
von der Insel bekannten Arten beläuft sich auf 83. Neu beschrieben:
Pelargopsis sasak n. subsp., nahe P. floresiana.
L. A. Wandell. A List of Sikhim Birds. The Gazetteer Sikhim,
Calcutta 1894 p. 198 — 234.
J. L. Weyers. Notes biologiques: Oiseaux et singes des foröts
de Sumatra. Rev. Biol. Nord France VII p. 125-138.
D.C. Worcester and F. S. Bourns. [On the Identity of Ceyx
cyanopectus u. C. philippensis]. Ibis (7) I p. 403—406. — Entgegen
den Ausführungen Grants’ beweisen die Verfasser, dass die beiden
vermeintlichen Arten nur verschiedene Geschlechter einer u. derselben
Art darstellen.
Australisches Gebiet.
J. Büttikofer. Einige Bemerkungen über neuangekommene
Paradiesvögel. Not. Leyd. Mus. XVII. p. 36—40. — Bemerkungen
über Parotia carolae und Beschreibung einer Varietät von Craspe-
dophora magnifica.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 37
A. J. Campbell. Notes on Birds. Proc. Soc. Victoria (N. S.)
(2) VII. p. 201. — Calidris arenaria in Australien erlegt; ein Ei
von Cuculus pallidus im Nest von Grallina picata gefunden.
Derselbe. The Gymnorhinae or Australian Magpies, with a
description of a new Species. Proc. Soc. Victoria (N. S.) (2) VH.
p- 202—213. — 4 Arten werden behandelt. Neu: Gymnorhina
dorsalis. (Vgl. auch Le Soußf).
R. Hall. Notes on the Bird fauna of the Box Hall District.
Viet. Natur. XII. p. 127— 134, 143—146.
E. Hartert. Some new and other rare Birds from Fergusson
Islands. Nov. Zool. II. p. 61. — Die Insel gehört zur D’Entre-
costeaux-Gruppe südöstlich von Neu-Guinea Neu beschrieben
werden: Cyclopsittacus virago, nahe C. aruensis; Loriculus aurantü-
frons meeki und Ptilopus lewisii vicinus.
Derselbe. Description of a new flycatcher from the Salo-
mons Islands; ebenda p. 485. — Neu: Pomarea ribbei, nahe P.
erythrosticta, von der Munia Insel.
Derselbe. On a supposed new Species and some Varities of
Goura; ebenda p. 67-68. — Ueber Abändern der G. coronata.
Neu: Goura cinerea vom Arfakgebirge.
H. Kendall.e. Some natural History notes from Townsville,
Queensland, Victor. Natur. XII. p. 6—7, 15—19.
P. S. Mead. The Birds of New Guinea (Miscellaneous); Amer.
Natur. XXIX. p. 1-9, 409—417, 627—636, 1056—1065. —
Auffallende Arten der Vogelfauna der Insel werden besprochen.
A. B. Meyer. Zwei neue Paradiesvögel. Mit zwei colorirten
Tafeln und 17 Figuren im Text; Abh. u. Ber. Mus. Dresden 1894
—95, No.5 p. 1—11, t. 1 u. 2. — Pteridophora alberti und Parotia
carolae werden beschrieben und abgebildet.
Derselbe. Ueber das Ei einer unbekannten Chlamydodera
von Deutsch Neu-Guinca; ebenda No. 10 p. 1—2, t. 1. — Chlamy-
dodera recondita n. sp., auf ein Ei begründet! Dasselbe gleicht
bis auf geringe Abweichungen dem von Ch. maculata aus Australien.
Beschrieben und abgebildet. (Es bedarf wohl nicht erst des be-
sonderen Hinweises, dass der obige neu aufgestellte Name als
blosses nomen nudum zu behandeln ist).
Derselbe und L. W. Wiglesworth. Eine zweite Sammlung
von Vögeln von den Talaut Inseln; ebenda No. 9 p. 1—9. — Die
Sammlung stammt von den Inseln Karkellang und Salibabu (auch
Lirung genannt) und umfasst 36 Arten, von denen 10 in der ersten
Abhandlung (vgl. Bericht 1894 S. 33) nicht aufgeführt waren. Im
Ganzen sind bisher 58 Arten von der Inselgruppe bekannt, davon
10 endemisch. Neu beschrieben werden: Tanygnathus talautensis,
nahe T. luzonensis; Edoliisoma talautense, nahe E. salvadorii,
Dicaeum talautense, nahe D. sangirense, und Zosterops babelo.
Dieselben. Bericht über die von den Herren P. u. F. Sarasin
in Nord Celebes gesammelten Vögel; ebenda No. 8 p. 1-20. —
38 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
152 Arten werden besprochen. Neu beschrieben: Myza n.g. sara-
sinorum und Phyllergates riedeli. .
A. J. North. Note on the Occurrence of Spatula clypeata and
Urodynamis taitensis in the Gilbert Group; Proc. Linn. Soe. N. S.
Wales (2) IX. p. 584.
Derselbe. Note on the Nest of Petroeca leggii Sharpe; Rec.
Austral. Mus. II. p. 89, t. 20.
Derselbe. Notes on Chlamydodera orientalis. Vict. Natural.
XII. p. 104--107; Supplementary Notes; ebenda p. 139.
Derselbe. Preliminary Descriptions of a new Genus and of
five new Species of Central Australian Birds. Ibis (7) I. p. 339
— 342. — Neu: Spathopterus n. g. (typus S. alexandrae Gould),
Rhipidura albicauda, Xerophila nigricineta, Ptilotis Keartlandi,
Climacteris superciliosa und Turnix leucogaster.
E. Oustalet. Note sur le Psitteuteles diadema. Bull. Mus.
Paris 1895 p. 101—103.
Derselbe. Sur quelques Paradisiers remarquables de la
Nouvelle Guinse. Avec 1 figure; ebenda p. 47—50. — Pteridophora
alberti ist abgebildet.
R. C. L. Perkins. Notes on some Hawaian Birds. Ibis (7)
I. p. 117—129. — Biologische Beobachtungen und Berichtigungen
zu einer früheren Arbeit. (Ibis (6) VI. p. 105).
W. Rothschild. Note on the Loxops of Oahu. Nov. Zool. I.
p. 54. — L. wolstenholmei Rothsch. identisch mit L. rufa (Blox.).
Derselbe. A new Species of Rail; ebenda p. 481. — Neu:
Hypotaenidia owstoni, von Guam, Mariannen-Inseln.
Derselbe. A new Species of Bower Bird; ebenda p. 480. —
Neu: Amblyornis flavifrons, nahe A. subalaris und A. inornata, von
Holländisch Neu Guinea.
Derselbe. A new Bird of Paradise; ebenda p. 59—60, t.5. —
Neu: Astrapia splendidissima, von Holländisch Neu-Guinea.
P. L. Selater. On the Bower Bird recently described by Mr.
C. W. de Vis as Cnemophilus mariae. Ibis (7) I. p. 343— 344, t. 8.
— Cnemophilus mariae ist identisch oder jedenfalls sehr nahe ver-
wandt mit Loria loriae Salvad. & und 2 sind abgebildet.
D. Le Souäf. Description of some Australian Bird’s Eggs and
Nests collected at Bloomfield, near Cooktown Queensland. Proc.
Roy. Soc. Victoria (N. S.) (2) VII. p. 10-24. Appendix: A. J.
Campbell, Notes on a new Species of Arses; ebenda p. 25—26. —
11 Arten werden behandelt. Neu beschrieben: Arses terrae-reginae.
Derselbe. Notes on Birds found Nesting on Albatross Island
in Bass Strait, Australia. Ibis (7) I. p. 413—423. — Beobachtungen
über 11 Arten.
H. B. Tristram. Further Notes on Birds from Bugotu, Salomon
Islands with description of a new Species. Ibis (7) I. p. 373
—876. — Behandelt eine kleine Sendung von 12 Arten. Neu:
Calornis maxima. Als neuer Name wird C. döchroa für C. minor
Rams. nec Bp. in Vorschlag gebracht.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 39
C. W. de Vis. Description of a new Flycatcher presumably
new. Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) X. p. 171. — Neu be-
schrieben: Arses lorealis von Kap York, Nordaustralien.
Neuseeländisches Gebiet.
W.L. Buller. Notes on the Ornithology of New Zealand; with
an exhibition of rare specimens. — Trans. N. Z. Inst. XXVI.
p- 104—126. — Ueber Verbreitung, Variation, Lebensweise und
Eier neuseeländischer Arten.
Derselbe. On the Occurrence of the Nankeen Kestrel of
Australia (Cerchneis cenchroides) in New Zealand; ebenda XXVII.
. 399.
5 Derselbe. Notes on New Zealand Ornithology with an
Exhibition of specimens; ebenda p. 326—358. — Bemerkungen über
neuseeländische Arten. Beschreibung von Xenicus insularis.
Derselbe. Illustrations of Darwinism; or the Avifauna of
New Zealand considered in relation to the fundamental Law of
Descent with Modification; ebenda XXVII. p. 75—104. — Verfasser
liefert den Beweis für die Thätigkeit der natürlichen Zuchtwahl
an den Modificationen, welche die Vögel Neu Seelands in den
vicariirenden Formen auf der Nord- und Südinsel, sowie auf den
Chatham-, Auckland-, Antipoden-, Snares- und Kermadec-Gruppen
darbieten.
Derselbe. Notes on the flightless Duck of the Auckland
Island (Nesonetta aucklandica); ebenda p. 128—129. — Mit der
Verkümmerung der Flügel hat sich bei der Art ein ungewöhliches
Klettervermögen herausgebildet, für das Verfasser einige Beispiele
anführt.
Derselbe. Notes on Phalacrocorax colensoi, of the Auckland
Island, and on Phalacrocorax onslowi of the Chatham Island; ebenda
p- 129—132.
Derselbe. On an new Species of Fern Bird (Sphenoeacus)
from the Snares Islands, with an Exhibition of specimens; ebenda
p. 127—128. — Neu: Sphenoeacus caudatus nahe S. punctatus.
Derselbe. Note on Oestrelata neglecta, with an exhibition
of specimens; ebenda p. 132—134. — Oestrelata leucophrys ist das
g' ad. von O. neglecta.
Derselbe. Some Curiosities in Bird-life; ebenda p. 134—142.
— Nestor esslingi ist bloss eine individuelle Abänderung von N.
meridionalis. Ferner werden Albinos von Stringops habroptilus und
Apteryx oweni besprochen.
Derselbe. On a new Species of Xenicus from an Island off
the Coast of New Zealand. Ibis (7) I. p. 236—237, t. 7. — Neu:
Xenicus insularis (fällt mit Traversia lyalli Rothsch. zusammen.
Vgl. Bericht 1894, S. 61).
Derselbe. Notes on the Auckland-Island Shag (Phalacro-
corax colensoi). Ibis (7) I. p. 899 —40.
40 ©. E Hellmayr: Bericht über die Leistungen
A. Hamilton. Notes on a Visit to Macquarie Island. Trans.
N. Z. Inst. XXVI. p. 569—575.
W. Rothschild. Note on the Stephens Island Rock-Wren,
Traversia lyalli Rothsch. Nov. Zool. II. p. 81. — Xenicus insularis
Bull. identisch mit Traversia lyalli. Kurze, biologische Notiz,
T. White. The Kea (Nestor notabilis), a sheep-eating Parrot.
Trans. N. Z. Inst. XXVI p. 262—273.
Derselbe. On the Habits of the Kea, or Mountain Parrot of
New Zealand. Zool. (3) XIX. p. 293—301. — Eingehende Mit-
ee über Aufenthalt, Lebensweise, Nahrung und Brüten
er Art.
Nordamerikanisches Gebiet.
Charles C. Abbott. The Birds about Us. Philadelphia 1895.
12° 288 S. — Volksthümliche Schilderung der Lebensweise der
häufigeren Arten der Vereinigten Staaten.
Franeis H. Allen. Notes on the Summer Birds of Central
Berkshire County, Mass. Auk. XII. p. 87—89. — Notizen über
27 Arten.
A. W. Anthony. Birds of San Fernando, Lower California;
ebenda p. 134—143. — Bemerkungen über 65 Arten.
Derselbe. Description of a new Pipilo from Southern and
Lower California; ebenda p. 109—112. — Neu beschrieben: Pipilo
fuscus senicula.
Derselbe. The Status of Heleodytes affınis, ebenda p. 230. —
H. affinis ist bloss unterartlich von H. brunneicapillus zu trennen.
Derselbe. New Races of Colaptes and Passerella from the
Pacific Coast; ebenda p. 347 - 349. — Neu beschrieben werden:
Colaptes chrysoides brunnescens und Passerella ilica stephensi.
Derselbe. The Fulmar of Southern California; ebenda p. 100
— 109. — Neu beschrieben: Fulmarus glacialis columba von der
Küste Südcaliforniens.
Derselbe. A new Subspecies of Harporhynchus from Lower
California; ebenda p. 52—53. — Neu beschrieben: Harporhynchus
cinereus mearnsi.
Derselbe. A new Species of Thryothorus from the Pacific
Coast; ebenda p. 5l—52. — Neu: Thryothorus leucophrys, nahe
T. spilurus, von S. Clemente Insel, Cala.
W. B. Barrows and E. A. Schwarz. The Common Crow of
the United States. U. S. Dept. Agric. Div. Ornith. und Mammal.
Bullet. No.6 p. 1-98, cum tab. — Untersuchungen über die
Nahrung des Corvus americanus und die daraus gewonnenen Re-
sultate in ökonomischer Beziehung.
Abby F. C. Bates. A Swallow Roost at Waterville, Maine.
Auk. XI. p. 48—51.
Ch. Bendire. The Cow Birds. Rep. U. S. Nat. Mus. for 1893,
p- 987--624 with plates 1—3. Washington 1895. — Monographie
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 189). 41
der Gattung Molothrus. Nebst sorgfältigen Angaben über Ver-
breitung der einzelnen Arten, bietet die Arbeit eine reiche Fülle
biologischer Beobachtungen, namentlich über die Art und Weise
der Fortpflanzung. Die meisten Kuhvögel verhalten sich wie unser
Kukuk, und legen ihre Eier in die Nester kleiner Singvögel. M.
badıus hingegen eignet sich die Nester von Anumbius acuticaudatus
an und füttert sie mit Pferdehaaren aus. Nun legen oft mehrere
Weibchen ihre aus 5 Eiern bestehendes Gelege hinein. Ob nun ein
oder mehrere Weibchen sich an der Bebrütung betheiligen, ist noch
nicht festgestellt.
Derselbe. Note on the ancient Murrelet (Synthliborhamphus
antiquus), by Chase Littlejohn. With annotations (by C. Bendire).
Auk. XII p. 270—278. — Beobactungen über Vorkommen, Aufenthalt
und Lebensweise nebst Beschreibung der Eier.
L. B. Bishop. [Aythya marila or A. marila nearctica?]. Auk
XH. p. 293—295. — Ueber Variiren der Schwingenfärbung bei der
genannten Art, das die Haltbarkeit der amerikanischen Form in
Frage stellt.
W. Brewster. A remarkable Plumage of the Prairie Hen
(Tympanuchus americanus). Auk XII. p. 99—100, tab. 2. — Eine
auffallende, vermuthlich erythristische Färbungsvarietät wird be-
beschrieben und abgebildet.
Derselbe. A remarkable flight of Pine Grosbeaks (Pinicola
enucleator); Auk XII. p. 245—256. — Ueber einen Wanderflug
der Art im Winter 1892/93. Auf zwei Karten sind Verlauf und
Ausdehnung derselben dargestellt.
Derselbe. Notes on certain flycatchers of the Genus Empi-
donax; Auk. XU. p. 157—163. — Der richtige Name für Empi-
donax acadicus auct. ist E. virescens (Vieill.), ebenso wird an Stelle
von E. pusillus auct. die Bezeichnung E. trailli (Audub.) gesetzt
und die Form der östlichen vereinigten Staaten als &. trallii alnorum
neu beschrieben.
Vgl. auch Minot.
Frank L. Burns. The American Crow (Corvus americanus).
With Special Reference to its Nest and Eggs; Bullet. No.5 Wilson
Ornith. Chapt. Agassiz Assoc., Ohio, March. 1895. 41 S. — Ueber
die Brutplätze von C. americanus. Nach einleitenden Bemerkungen
über Lebensweise und Nahrung der Raben im Allgemeinen wird die
Nistweise und das Brutgeschäft des amerikanischen Vertreters ein-
gehend geschildert.
A. W. Butler. Observations on Faunal Changes; Bull. Brook-
ville Soc. 1895, (Aves) p. 10—13.
M. Chamberlain. Some Canadian Birds. A Brief Account of
Some of the Common Birds of Eastern Canada. First series: Birds
of field and grove. Toronto 1895. 12°. X. und 96 8.
Frank M. Chapman. Handbook of Birds of Eastern North
America, with Keys to the Species and Description of their Plu-
mage, Nests and Eggs, their Distribution and Migrations, and a
42 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
brief Account of their Hounts and Habits, with Intraductory
Chapters on the Study of Ornithology, how to identify Birds and
how to Collect and Preserve Birds, their Nests and Eggs. New
York. 1895. 8°. XIV. und 421 S., 20 taf. — Nach einer allgemeinen
Einleitung giebt der Verfasser eine Anleitung zum Sammeln der
Vögel sowie ihrer Nester und Eier, dann folgt die Behandlung der
östlich vom 90. Meridian vorkommenden Arten mit kurzer Kenn-
zeichnung jeder einzelnen, ihrer Verbreitung, Nistweise u. Brutzeit.
Check-List of North American Birds. Prepared by a
Commitee of the American Ornithologists Union. Second and revised
Edition. New York 1895. — Zusätze und Verbesserungen zu der
ersten, 1856 ausgegebenen Arbeit. Die Zahl der aufgeführten
Formen beträgt 768, die Verbreitung wird diesmal genauer und
ausführlicher dargestellt als in jener.
H. W. Congdon. [Some Notes from Pennsylvania. Auk XD.
p. 189— 190.
W. W. Cooke. The Summer Range of Colorado Birds. Auk
XI. p. 150—155.
R. Deane. [Additional Records of the Passenger Pigeon in
Illinois and Indiana]; ebenda p. 298—300. — Ueber Vorkommen
der Wandertaube.
James 0. Dunn. [Notes on Some Birds from Northeastern
Illinois]; ebenda p. 393 —395. — Notizen über 10 Arten.
Jonathan Dwight. The Ipswich Sparrow (Ammodramus
princeps Maynard) and its Summer Home. Mem. Nutt. Club I.
56 S. with a colored plate. — Monographie der seltenen Art.
Verfasser besuchte den Brutplatz auf Sable Island, Neu Schottland
und beschreibt nun Lebensweise, Fortpflanzung, Eier etc. sehr aus-
führlich.
D. G. Elliot. North American Shore Birds. A History of the
Snipes, Sandpipers, Plovers and their Allies, inhabiting the Beaches
and Marshes of the Atlantic and Pacific Coasts, the Prairies and
the Shores of the inland Lakes and Rivers of the North American
Continent; their Popular and Scientific Names, together with a
full Description of their Mode of Life, Nesting, Migration, and
Dispersions; with Descriptions of the Summer and Winter Plumages
of Adults and Young so that each Species may be readily identi-
fied. A Reference Book for the Naturalist, Sportsman and Lover
of Birds. With Seventy-four plates. London und New York 1895.
8°. XVI. und 277 S. — Eine volksthümliche Darstellung der nord-
amerikanischen Schnepfenvögel und Regenpfeifer. Jede Art ist in
Lichtdruck gut abgebildet. Der Text umfasst eine ausführliche
Beschreibung jeder Art, genaue Angabe ihrer Verbreitung und ein
. anschauliches Bild ihrer Lebensweise, Nest, Kennzeichnung der Eier.
Eine Erklärung der Terminologie des Vogelkörpers und ein Schlüssel
zum Bestimmen der Gattungen und Arten sowie der höheren Gruppen
sind beigegeben.
2 ee ee
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 189. 43
Ralph Hofmann. [Notes on the Winter Birds of Cape Üod,
Mass.]. Auk. XII. p. 188—189. — Fünf Arten werden zum ersten-
male als Wintervögel für Neu England aufgeführt.
Lynd Jones. Report of the Work for 1893 and 1894 on the
Mniotiltidae. Bulletin No. 4. Wilson Ornith. Chapter Agassiz Assoc.,
Oberlin, Ohio 1895. 22 S. — Bericht über das Vorkommen und
Erscheinen von 45 Arten der Familie, hauptsächlich aus dem oberen
Mississippithal und New England.
Derselbe. Bird Migration at Grinnell, Jowa. I. Spring
Migration. Auk XH. p. 117—134; I. Fall Migration; ebenda p. 231
— 237; II. Bird Migration at Oberlin, Ohio, for 1894; ebenda
p- 237—244.
F. H. Kennard. [January Occurrence of the „Sapsucker“ in
Brookline, Mass... Auk XI. p. 301—302.
F. €. Kirkwood. A List of the Birds of Maryland giving Dates
of the Arrival, Departure and Nesting Periods of our Regular
Birds; also including Straglers and such others as no doubt occur
but are not recorded. Trans. Maryland Acad. Sci. 1895 p. 241
— 882.
Leverett M. Loomis. California Water Birds. Proe. Calif.
Ac. Sci. (2) V. p. 177—224 with one map. — Bemerkungen über
die Wasservögeil um Monterey, Californien, während der Zeit von
Juni bis Ende August. Brachyrhamphus hypoleucus and Stercorarius
longicaudus zum erstenmale für Californien nachgewiesen.
T. Me. Iiwraith. The Birds of Ontario: being a concise
account of every Species of Bird known to have been found in
Ontario, with a Description of their Nests, Eggs etc. Second edition,
enlarged and revised; with illustr. London 1895.
G. H. Mackay. The Terns of Muskeget Island, Massachussets.
Auk XI. p. 32-48. — Die Brutkolonie von Sterna hirundo,
St. dougalli, S. paradisaea und S. antillarum wird geschildert.
Derselbe. The 1894 Migration of Charadrius dominicus in
Massachussets; ebenda p. 78—79.
Derselbe berichtet über einige seltene Erscheinungen in
Massachussets; ebenda p. 310.
E. A. Mearns. Description of a new Heron (Ardea virescens
anthonyi) from the arid Region of the Interior of North America.
Auk XII. p. 357—359. — Neu: Ardea virescens anthonyi von der
Coloradowüste, Nieder Californien.
C. Hart Merriam. The Geographie Distribution of Animals
and Plants in North America. Yearbook U. S. Dep. Agric. for
1894 p. 203—214, Washington 1895. — Berührt auch die Ver-
breitung der Vögel.
Derselbe. The Leconte Thrasher, Harporhynchus lecontei.
Auk XI. p. 54—60, taf. 1. — Bemerkungen über Aufenthalt,
Lebensweise, Verbreitung und Variation in der Schnabelform nach
dem Alter. Auf Tafel 1 ist die Art prächtig dargestellt.
44 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
H. D. Minot. The Land Birds and Game-Birds of New
England, with description of the Birds, their Nest and Eggs, their
Habits und Notes, with Illustrations. Second edition, edited by William
Brewster. Boston und New York 1895. 8°. XXIV. und 492 S.
mit Porträt. — Anmerkungen zu dem Orginaltext von W. Brewster.
In einem Anhange werden die 28 Arten aufgeführt, welche seit
dem Erscheinen der ersten Ausgabe des Werkes (1877) für Neu
England nachgewiesen worden sind. Ferner giebt der Herausgeber
eine Biographie von Turdus aliciae bicknelli und tabulirt die
Unterschiede der vier im Staate vorkommenden Jagdfalken-Formen.
Eine kurze Biographie und das Porträt des Verfassers sind bei-
gegeben.
E. L. Moseley. The white Headed Eagle (Haliaetus leuco-
cephalus) in Northern Ohio. Amer. Nat. XXVII. p. 168—170.
Natural History Survey of Illinois, State Laboratory of
Natural History. S. A. Forbes, Director. The Ornithology of
Illinois Part. I. Descriptive Catalogue, by R. Ridgway. Vol. I,
part. I. Springfield, Ill. 1895. Roy. 8%, 282 S. 22 Taf. — Be-
handelt werden in dem vorliegenden Halbband die Hühner- und
Wasservögel, 139 Arten. Im Ganzen sind für den Staat Illinois
350 Arten nachgewiesen.
H. E. Parkhurst. The Birds Calendar: a study of the Bird-
life of each Month of the Year. With Illustrations. New York
18992 12%
P. B. Peabody. On the Nesting of Krider’s Hawk (Buteo
borealis krideri) in Minnesota. Auk XII. p. 11—16. — Eingehende
Beobachtungen über das Brutgeschäft der Art mit Beschreibung
von Nest und Eiern.
H. Piers. Notes on Nova Scotian Zoology. Proc. Nova Scot.
Inst. (2) I. (Birds) p. 396 —410.
William W. Price. The Nest and Eggs of the Olive Warbler
(Dendroeca olivacea). Auk XI. p. 17—19. — Beschreibung von
Nest und Eiern.
S. N. Rhoads. Contributions to the Zoology of Tennessee.
No. 2. Birds. Proc. Ac. Philad. 1895 p. 463—501.
C. W. Richmond. On the Status of Bischoff’s Song Sparrow
(Melospiza insignis Baird). Auk XU. p. 144—150. — Die Ver-
schiedenheit von M. insignis und M. cinerea wird eingehend dar-
gelegt. Nebst Synonymie und Massen der beiden Arten werden
auch die Eier beschrieben.
R. Ridgway. On Fisher’s Petrel (Oestrelata fisheri). Auk
XII p. 319— 322, t. 4. — Beschreibung und Abbildung der bis
heute nicht wieder gefundenen Art.
Vgl. auch unter Natural History of Illinois.
W. E. Rotzell. Birds of Narberth, Pa. and Vicinity. Narberth,
Pa. 1895. — 108 Arten werden für das Gebiet aufgeführt.
J. H. Sage. [Notes on some Connecticut Birds. Auk XI.
p. 310—311. — Vier Arten besprochen.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 45
Derselbe. [A Swallow Roost near Portland, Conn.]; ebenda
. 83.
A J. Savage. [Notes from western New York]; ebenda p. 39.
— 3 Arten besprochen.
Derselbe. [Some rare Birds of Recent ÖOcceurrence near
Buffallo, N. Y.]; ebenda p. 312—314. — Notizen über 13 Arten.
Seventh Supplement to the American Ornithologists Union
Check-List of North-American Birds. Auk XII. p. 163 —169.
F. Stephens. [Notes on the Californian Vulture]; ebenda
p. 81—82. — Ein Schwarm von -26 Pseudogryphus californianus
gelangte zur Beobachtung.
Derselbe. Description of two new Subspecies of California
Birds; ebenda p. 371—372. — Neu beschrieben: Callipepla gambeli
deserticola und Speotyto cunicularia obscura.
Widmer Stone. The Birds of Eastern Pennsylvania and New
Yersey. With intraductory Chapters on geographical Distribution
and Migration. Prepared under the Direction of the Delaware
Valley Ornithological Club. Philadelphia 1894.
Platte M. Thorne. List of Birds observed in the Vieinity of
Fort Keosh, Montana, from July, 1888, to September, 1892. Auk
XI p. 211—219. — Notizen über 137 Arten.
GC. C. Trowbridge. Hawk flights in Connecticut; ebenda
p- 239 —270.
Carl Tuttle. [Some Uncommon and Rare Birds of Erie
County, Ohio]; ebenda p. 190—191.
0. B. Warren. [Notes from the Upper Peninsula of Michigan].
Auk. XIL p. 191—192.
A. T. Wayne. Notes on the Birds of the Wacissa and Ancilla
River Regions of Florida. Auk XII. p. 362—367. — Aufzählung
von 161 und Bemerkungen über 8 Arten.
0. Widmann. A Winter Robin Roost in Missouri and other
ornithological Notes; ebenda p. 1—11. — Schildert einen Winter-
rastplatz von Turdus migratorius in der Nähe von St. Louis,
Missouri. Es ist eine weite Ebene, die grösstentheils von 5 Fuss
hohem Schilfgrase bewachsen ist. In diesem Grase übernachten die
Wanderdrosseln zu Tausenden. Während des Tages ist von ihnen
keine Spur zu sehen. 1—2 Stunden vor Sonnenuntergang kommen
einzelne an, aber kurz vor der Dämmerung erscheint die Masse,
nicht allmählich, sondern die ganze Luft ist plötzlich erfüllt von
ihnen, die aus allen Richtungen herbeigeflogen kommen und sich
in das Schilf stürzen. Bei Tagesanbruch verlassen sie in gleicher
Weise ihren Schlafplatz, um sich nach allen Richtungen hin zu
zerstreuen. — An diese Schilderung schliessen sich biologische
Beobachtungen über einige andere Arten.
Derselbe. Swainson’s Warbler an inhabitant of the Swampy
Woods of Southeastern Missouri; ebenda p. 112—117.
Derselbe An Hour with Baird’s and Leconte’s Sparrows
near St. Louis, Missouri; ebenda p. 219— 225.
46 C, E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Derselbe. The Brown Creeper nesting in the Cypress Swamp
of Southeastern Missouri; ebenda p. 350—355.
N. H. Woodworth berichtet über auffallende Erscheinungen in
St. Albans, Vermont; ebenda p. 311—312.
M. 0. Wright. Birdcraft, a field Book of two hundred Song,
Game and Water Birds. With full-page Plates containing 128 birds
in the Natural colours and other illustrations. New York und
London 1895. XVI. und 317 S. — Ein volksthümliches Handbuch
der nordamerikanischen Vögel. Die wichtigsten Arten werden mit
Rücksicht auf Verbreitung. Nist- und Zugzeit und Lebensweise be-
handelt. Abbildungen in Farbendruck beigegeben.
Südamerikanisches Gebiet.
6. Baur. The Differentiation of Species on the Galäpagos
Islands and the Origin of the Group. Biological Lecture delivered
at the Marin Biological Laboratory of Wood’s Hole, Summer Session
of 1894. Reprint. Boston 1895. 8%. — Ursprünglich hingen die
Inseln des Archipels zusammen und bildeten einen einzigen grossen
Complex, der in noch früherer Zeit in Verbindung mit den Continent,
vermuthlich mit Westindien, stand. Erst als diese grosse Insel in
Trümmer ging, bildeten sich durch Isolirung aus der ursprünglich
einzigen Art von Nesomimus, Üerthidea etc. auf den einzelnen
Inseln besondere Formen aus.
W. Brewster und F. M. Chapman. Notes on Birds observed
in Trinidad. Trinid. Field Natur. Cl. II. p. 258—260, 266—272
und Auk XH. p. 201—211, taf. 3. — Biologische Beobachtungen,
besonders über den Ruf von Nyctibius jamaicensis.
A. B. Carr. The „Poor me one“ (Nyetibius jamaicensis Gm.
Trinid. Field Nat. Cl. II. (Dee. 1894) p. 137—138.
F. M. Chapman. Notes on Trinidad Birds with a description
of a new species of Synallaxis. Trinid. Field Nat. Cl. II. p. 272—276
und Bull. Amer. Mus, VII. p. 321—326. — Neu beschrieben:
Synallaxis carri, nahe S. terrestris, sowie Notizen über 12 Arten.
G. K. Cherrie. [North American Bird-Notes from Costa Rica].
Auk XD. p. 87.
C. B. Cory. Description of two new Species of Birds from
S. Domingo, ebenda p. 278—279. — Neu beschrieben sind; Elainea
cherriei, nahe E fallax, und Hyetornis fieldi.
Ulysses 0. Cox. A collection of Birds from Mount Orizaba,
Mexico; ebenda p. 356—359. — Notizen über 28 Arten.
H. O0. Forbes. Notes on the Dendrocolaptine Species „Den-
drexetestes capitoides* of Eyton. Nature 1895 p. 619. — Verfasser
hält D. capitoides für verschieden von D. temmincki (Lafr.).
F. D. Godman und 0. Salvin. Biologia Centrali-americana,
or contributions to the Knowledge of the Fauna and Flora of
Mexico and Central-America. Aves vol. II. parts: 120, 123, 125
p. 401—480, tab. 59, 59a, 60. — Die vorliegenden Lieferungen
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 47
enthalten die Spechte, Momotidae, Eisvögel und den Anfang der
Trogoniden. Prionornis wird als neuer Name für Prionorhynchus
(bei Crustaceen verbraucht) vorgeschlagen.
E. A. Goeldi. Opisthocomus cristatus besitzt in seiner Jugend
(und bloss dann) ein Krallenpaar an jedem Flügel. Orn. Monber.
II. p. 69—71.
Derselbe. Aves do Brazil. Primeira parte. Parä 1895. 12°.
311 S. — Ein populäres Handbuch der Vögel Brasiliens, mit be-
sonderer Berücksichtigung der Biologie, von der zum Theil neue
Beobachtungen mitgetheilt werden.
Derselbe. Opithocomus cristatus. A Cigana Resenha ornitho-
logica. Bolet. Mus. Para H. Nat. Ethn. I. p. 167—184, mit Tafel.
— Ueber die Flügelkrallen und die Lebensweise des jungen
Schopfhuhns.
R. J. L. Guppy. The birds of Trinidad. Proc. Viet. Inst.
Trinidad 1895 p. 81—98.
E. Hartert. Description of a new Humming Bird. Nov.
Zool. II. p. 484-485. — Neu: Heliangelus claudia aus Bogotä-
Sammlungen.
Derselbe. Notes on Humming Birds; ebenda p. 68—70. - -
Bemerkungen über Selasphorus flammula, Urostiete ruficrissa und
einige Eriocnemis-Arten. Neu: Eriocnemis derbyi longirostris aus
Bogotä-Sammlungen.
A. H. Holland. Field Notes on the Birds of the Estancia
Santa Elena, Argentine Republic with Remarks by P. L. Selater.
Ibis (7) I. p. 213—217. — Notizen über Zug- und Brutzeit, Lebens-
weise, Nisten und Eier von 15 Arten,
J. Koslowsky. Faunas locales Argentinas. II. Enumeracion
sistemätica de las Aves de Chilecito (Provincia de la Rioja, Re-
publica Argentina). Rev. Mus. La Plata VI. p. 277 — 287.
F. Lataste. La question de l’affraye du Chili: „Strix perlata“
Licht. ou „Strix flammea“ L. Act. Soc. Seient. Chili IV. 4. p. 165
—176. — Die Verschiedenheit der genannten Arten wird betont.
C. A. Lloyd berichtet über den Besuch eines Brutplatzes von
Rupicola crocea, auf welchem auch die Eier erbeutet werden.
Timehri (2) IX. (1895) p. 231ff.
Derselbe. Some Guiana Parrots; ebenda p. 270ff. — Beob-
achtungen über die Papageien Brit. Guianas, mit besonderer Berück-
sichtigung der Nistweise. Die Brotogerys-Arten legen ihre Eier
mit Vorliebe in die verlassenen Termitennester. Zum Schlusse wird
eine Liste der 31 nachweisslich in der Kolonie vorkommenden
Papagei-Arten gegeben.
L. v. Lorenz-Liburnau. [Ueber einen neuen Dendrocolaptiden
von Parä. Dendrexetastes paraensis n. sp.|. Verh. zool. bot. Ges.
Wien XLV. p. 363-364. — Neu: Dendrexetastes paraensis, nahe
D. temmincki, von Parä.
E. Oustalet. Sur quelques fringillides (Loxigilla) des Antilles.
Bull. Soc. zool. France XX. p. 182—184. — Neu: Loxigilla
"48 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
chazaliei, nahe L. noctis und L. propingua, von Barbuda, Kleine
Antillen.
Derselbe. Note sur une espece remarquable de la famille
des Trogonides (Pharomacrus xanthogaster Turati und Salvad.).
Nouv. Arch. Mus. Paris (3) VI. p. 229—231, taf. 8. — Beschreibung
und Abbildung des von O. Grant irrthümlich mit P. auriceps zu-
sammengeworfenen Pharomacrus xanthogaster (Trogon hargitti Oust.).
Die Unterschiede der beiden Arten werden erörtert.
Carlos E. Porter. Tinochorus orbignyanus se encuentra en
Chaüareillo, S. E. de Copiapo. Act. Soc. Sci. Chili IV. 4. p. COXVI.
Charles W. Richmond. A contribution to the Life History
of Porzana cinereiceps Lawrence, with critical Notes on some of its
allies. Auk. XH. p. 19—32. — Beobachtungen über Lebensweise
und Brutgeschäft der Art in Nicaragua. Beschreibung der ver-
schiedenen Kleider und Bemerkungen über das Variiren nach Alter
und Geschlecht. Porzana leucogastra Ridgw. und P. alfaroi Ridgw.
sind mit P. cinereiceps identisch. Die Unterschiede zwischen der
genannten Art und der nächstverwandten P. albigularis Lawr.
werden ausgeführt nebst ausführlicher Angabe der Synonymie.
Derselbe. Description of three new Birds from the Island of
Margarita, Venezuela. Auk XI. p. 367— 371. — Neu beschrieben:
Amazilia aliciae, nahe A. feliciae, Doleromyia pallida, nahe D. fallax,
und Üarduelis robinsoni, nahe Ü. phoeniceus,
R. Ridgway. Preliminary Descriptions of some new birds- from
the Galäpagos Archipelago. Proc. U. S. Mus. XVII. p. 293 — 294. —
Neu beschrieben: Geospiza pachyrhyncha, Tower Insel.; G. fatigata,
Indefatigable Insel; Camarhynchus bindloei, Bindloe Insel; ©. com-
pressirostris, Jervis Insel; C. incertus, James Insel.
Derselbe. Description of a new Species of Ground Warbler
from Eastern Mexico. Proc. U. S. Mus. "XVII p. 119—120. —
Neu beschrieben: Geothypis flavo-velata von Ostmexico.
W. Robinson. A fiying Trip to the tropies. A Record of a
Ornithological Visit to the U. S. of Columbia, S. A. and to the
Island of Curacao, West Indies, in the year 1892. Cambridge,
Mass. 1895. 8°. 194 S. mit 108 Illustr. — Schildert eine Reise nach
Columbien und Curacao, mit zahlreichen, eingestreuten, ornitho-
logischen Beobachtungen. Beigegeben ist ein Verzeichniss der ge-
sammelten Vogelarten (cap. 8), ferner eine Uebersicht der Litteratur
über Colombia und Curacao. Abgebildet sind: Rhamphastos citreo-
laemus, Pittacula conspicillata, Eupsychortyx leucotis und Icterus
xanthornus curasoensis.
W. F. H. Rosenberg. List of Humming Birds collected at
Cali and Rio Dagua, Columbia. The Humming Bird V. p.5—7.
W. Rothschild. A new Species of Tanager. Nov. Zool. II.
p. 481. — Neu beschrieben: Rhamphocoelus dunstalli, vermuthlich
von Panama.
T. Salvadori. Ueccelli raccolti nel Paraguay, nel Mattogrosso,
nel Tucuman e nella Provincia di Salta. Viaggio del dott. Alfredo
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 49
Borelli nella Republica Argentina e nel Paraguay XVI. Boll. Mus.
Torino X. No. 208 p. 1—24. — 190 Arten werden besprochen.
Neu beschrieben sind: Spermophila plumbeiceps von Tucuman,
Hypotriorchis ophryophanes, nahe H. rufigularis von Paraguay und
Columba tucumana, von Tucuman, nahe (Ü. fasciata and C. albilinea.
0. Salvin. On Birds collected in Peru by Mr. O. T. Baron.
Nov. Zool. H. p. 1—22, taf. 1 und 2. — Ueber eine Sammlung aus
Nordperu. 134 Arten werden aufgeführt und die folgenden als neu
beschrieben: Basileuterus nigrivertex, Buarremon baroni und B. rufi-
genis, Poospiza alticola, P. rubecula, Haemophila laeta und H.
personata, Pachyrhamphus similis, Siptornis baroni, S. hypochon-
driaca, Phacelodomus dorsalis, Scytalopus unicolor, Oreotrochilus
stolzmanni, Psittacula xanthops, Columba oenops und Leptoptila
decolor. Abgebildet sind: Buarremon baroni, B. rufigenis, Cyano-
lesbia griseiventris und Psittacula xanthops.
F. de Schaeck. Reise der Yacht „Chazalie“ nach den Antillen.
Ornithologische Beobachtungen. Mitth. orn. Ver. Wien XIX. p. 162
— 163, 177—179.
P. L. Selater. Dendrexetastes capitoides. Nature XLIH.
No. 1362 p. 102—103 — Der Typus von capitoides ist ein alter,
das im brit. Museum befindliche Exemplar von D. temmincki ein
junger Vogel, beide gehören aber zu ein und derselben Art.
C. H. Townsend. Birds from Cocos and Malpelo Island, with
Notes on Petrels obtained at Sea. Bull. Mus. Harvard XXVI.
p. 121—126, taf. 1 und 2. — Die Cocos Insel liegt auf der Strecke
zwischen Costa Rica und dem Galäpagos Archipel. Von Landvögeln
wurden 6 Arten erbeutet u. a. auch zwei Exemplare des der Insel
eigenthümlichen Kukuks, Coccyzus ferrugineus. Dendroeca aureola
identisch mit Stücken von den Galäpagos Inseln. Neu beschrieben
werden: Cocornis (n. g.) agassizi und Nesotriecus (n. g.) ridgwayi.
Auf der Malpelo Insel, die nahe bei der Bai von Panama gelegen
ist, wurde Creagrus furcatus, auf der Seereise der seltene Sturm-
vogel, Halocyptena microsoma erbeutet.
E. Waugh e F. Lataste. Une semaine de chasse, au mois de
juin, dans la hacienda de San Alfonso (dept. de Quillote). Act.
Soc. Sci. Chili IV. 4. p. CLXVII-CLXXII. (1894). — 45 Vögel-
arten werden besprochen.
Nordpolargebiet.
D. Bruun. Ornithologiske Jagd tagelser fra Sydgrönland i
Sommeren 1894. Vidensk. Medd. naturhist. Foren. 1895 p. 175
—187. — 30 Arten werden abgehandelt.
H. W. Feilden. A fiying Visit to Spitzbergen. Zool. (2)
XIX. p. 81—90. — Viele ornithologische Beobachtungsdaten.
F. 6. Jackson. The great frozen Land. Edited from his
journal by Arthur Montefiore. London 1895. — In einem Anhange
wird eine ziemlich kritiklose Aufzählung der gesammelten Vögel
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bad. II. H. 1. 4
50 GC. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
gegeben (vgl. dazu Seebohm, Nature LII. p. 385 und Ibis (7) I.
. 497).
R H. Schalow. Ueber eine Vogelsammlung aus Westgrönland.
J. f. Ornith. XLII. p. 457—481. — Nach einer Uebersicht der
wichtigsten Litteratur des beregten Gebietes werden 28 Arten be-
sprochen und Bemerkungen über die Eier einzelner Arten mitgetheilt.
W. Stone. List of Birds collected in North Greenland by the
Peary Expedition of 1891—92 and the Relief Expedition of 1892.
Proc. Ac. Philad. 1895 p. 502—503.
A. Trevor-Battye. Icebound on Kolguev: a Chapter in the
Exploration of Arctic Europe to which is added a Record of the
Natural History of the Island. With numerous illustrations by
J. T. Nettleship, Charles Whymper and the author, and three maps.
London 1895. Roy. 8°. XXIX. und 458 S. — Verfasser schildert
seinen dreimonatlichen Aufenthalt auf der Insel Kolgujeff von Juni
— September 1894, der vorzugsweise ornithologischen Beobachtungen
gewidmet war. 45 Arten werden für die Insel nachgewiesen, die
Eier von Tringa minuta und Squatarola helvetica gesammelt. Mit-
theilungen über eine eigenthümliche Fangmethode der Brenta
bernicla.
Südpolargebiet.
G. E. Verrill. On some birds and eggs collected by Mr. Geo.
Comer at Gough Island, Kerguelen Island, and the Island of South
Georgia, with Extracts from his Notes, including a meteorological
record for about six months at Gough Island. Trans. Conn. Acad.
IX. p. 430— 478. — Unter den 20 Arten, welche gesammelt werden,
befand sich eine auffallende fluglose Ralle, welche bereits von
J. A. Allen als Porphyriornis comeri beschrieben worden war. Nun
wird noch ein neuer Albatross, Thalassogeron eximius, nahe T.
chlorhynchus, ebenfalls von der Gough Insel, beschrieben.
VII. Lebensweise.
a) Lebensweise im Allgemeinen.
A. F.C. Bates. A Swallow Roost at Waterville, Maine Auk
XI. p. 48—51.
G. Buck. Einiges aus dem Seelenleben der Vögel. Zool. Gart.
XXXVI p. 65—71.
R. Deane. [Strange Habits of the Rusty and Crow Blackbirds)].
Auk XII. p. 303—304.
W. H. M. Duthie. The home of the Dipper. Tr. Pertsh.
Soc. II. p. 120—123.
M. S. Evans berichtet über Befruchtung von Pflanzen durch
Vermittlung der Vögel, Nature LI. p. 235.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 51
Derselbe berichtet über Aenderung der Lebensgewohnheiten
von Gyps Kolbii und eines Papageien. Nat. Sci. VII. p. 80.
C. Floericke. Noch eine Bemerkung über den Sumpfrohr-
sänger. Aquila Il. p. 84—85. — Diese bloss auf biologischen
Merkmalen beruhende Form wird als Subspecies von Acr. palustris
betrachtet.
W. W. Fowler. Sommer Studies of Birds and Books. London
1895. 8°. 288 8.
E. A. Goeldi. Der schwarze Urubu-Geier (Cathartes atratus
s. foetens).. Schweiz. Blätt. f. Ornith. 1895 p. 40, 50, 62, 72. —
Biologische Schilderung.
Chr. Mangold. Das Leben der Auerhühner. Zool. Gart.
XXXVl. p. 171—178.
J. Pfennigberger. Ueberwinterung der Rauchschwalbe. Aquila
II. 87—88.
X. Raspail. Singuliere manifestation de l’amour maternel chez
un oiseaux. Bull. Soc. zool. france XX. p. 153—155. — Ruticilla
phoenicura.
C. W. Richmond. A contribution to the Life History of
Porzana cinereiceps Lawr. with critical notes on some of its Allies.
Auk XII. p, 19—32. — Schilderung der Lebensweise.
Schenkling-Prevöt. Die Meisen, Paridae. Eine Studie. Zool.
Gart. XXXVI p. 83—83, 103—109, 136—140. — Biologische
Schilderung der einheimischen Meisenarten.
A. Walter. Trägt die Waldschnepfe, Scolopax rusticula, ihre
Jungen bei Gefahr in den Ständern fort? Orn. Monber. III.
p: 72—173.
T. White. On the Habits of the Kea or Mountain Parrot of
New Zealand. Zool. XIX. p. 2933—301. — Eingehende Schilderung
der Lebensweise des Kea.
0. Widmann. A Winter Robin Roast in Missouri, and other
ornithological Notes. Auk XII. p. 1—11. — Schildert einen Winter-
rastplatz von Turdus migratorius in Missouri.
B. Wiemeyer. Der grosse Raubwürger. Zool. Gart. XXXVI.
p- 89.
b) Nisten, Eier.
A. Andreae. Führer durch die Eiersammlung des Roemer-
Museums zu Hildesheim. Hildesheim 1895. 8°. 12 8.
C. Stuart Baker. Notes on the nidifications of some Indian
Birds, not mentioned in Hume’s Nests and Eggs’. Ibis (7) IL. p. 41
64, 217-236. — Beschreibung des Brutgeschäftes und der Eier
von 33 Arten.
R. W. Bauer. Ueber das Verhältniss von Eiweiss zu Dotter
und Schale in Vogeleiern. Biol. Centralbl. XV. p. 448.
F. E. Blaauw berichtet über das Brüten des Hahnes bei
Rhynchotus rufescens. Bull. Brit. Club IV. p. 42—43.
4*
52 C. E. Hellmayr: Berieht über die Leistungen
W. E. Brooks. Nesting of Geocichla naevia in British
Columbia. Ibis (7) I. p. 512--513.
W. €. J. Butterfield. Cuckoo’s Egg in Wren’s Nest. Zool. (3)
XIX. p. 223— 229.
A.B. Call. [Breeding Habits of Terns. Auk XI. p. 178. —
Sterna hirundo und St. paradisaea legen oft in ein gemeinsames Nest.
C. G. Danford. Notes on Nucifraga caryocatactes. Aquila 1.
. 155. — Ein Nest mit Eiern wurde am 5. April, ein anderes mit
voll befiederten Jungen am 8. Mai gefunden, beides späte Daten.
W. R. Ogilvie-Grant spricht über ein auffallend gefärbtes
Gelege von Sylvia hortensis. Bull. Brit. Club IV. p. 22.
C. E. Hellmayr. Ueber die Blendnester der Sylvia curruca.
Mitt. orn. Ver. Wien XIX. p. 164.
K. Junghans. Weisse Eier von Sylvia hortensis. Orn. Monber.
Il. p.,49:;
R. Kearton. British Birds Nests: how, where and when to
find and identify them. Introduction by R. B. Sharpe. Ill. from
photographs by C. Kearton. London 1895. 388 8.
6. W. Kerr. Nesting of the Alpine Accentor in Germany.
Natur. Journ. IV. p. 255.
M. Kuschel. Abriss einer Beschreibung von Vogeleiern der
äthiopischen Region. J. f. Orn. XLIII. p. 80—98, 321—354. —
Die Eier von 423 Arten werden kurz beschrieben.
Derselbe. Zur Oologie Javas. Orn. Monber. III. p. 153
—156. — Die Eier von 18 javanischen Vogelarten werden be-
schrieben, bezw. Ergänzungen zu Bernsteins Mittheilungen gegeben.
A. Letellier. Sur certains nids d’hirondelles. Bull. Soc. Linn.
Normandie (4) VIII. p. 172—174.
6. H. Mackay. The Terns of Muskeget Island, Mass. Auk
XH. p. 32—48. — Schilderung der Brutkolonie von Sterna hirundo,
St. dougalli, St. paradisaea und St. antillarum.
W. L. Maris berichtet über ein ungeflecktes Gelege von
Spizella socialis. Auk XII. p. 182—183.
A.B. Meyer. Ueber das Ei einer unbekannten Chlamydodera
von Deutsch-Neuguinea. Ber. Mus. Dresden 1894—95 No 10 p. 1
—2. t. 1. — Eine neue Art, Chlamydodera recondita wird
daraufhin begrlindet. j
A. Milne-Edwards. Sur lincubation des Casoars Emeus & la
Menagerie du Museum. Bull. Mus. Paris 1895 p. 237. — Die Be-
brütung der Eier währte vom 23. Jan. bis 19.—23. März, wo vier
Junge ausschlüpften.
A. T. Mitchell berichtet über Nisten von Regulus cristatus in
Epheu. Zool. XIX. p. 385.
6. Müller. Die Entstehung der Färbung der Vogeleier. Zool.
Gart. XXXVI. p. 18—24. — [Referat über Wickmanns gleich-
namiges Buch, 1893].
in der Naturgeschichre der Vögel während des Jahres 1895. 53
A. J. North. Oological Notes. Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2)
X. p. 215—220. — Die Eier von 4 Arten australischer Vögel
werden besprochen.
Derselbe. Notes on the Nesting of Calyptorhynchus banksi
and Erythrodryas rosea. Victor. Natur. XII. p. 136 -139.
Derselbe. Notes on a Nest of Petroeca leggii Sharpe. Rec.
Austral. Mus. I. p. 89, t. 20.
J. Paterson berichtet über das Nisten von Hirundo rustica in
Tunnels. Ann. Scott. N. H. IV. p. 54—55.
P. B. Peabody. On the Nesting of Kriders Hawk (Buteo
borealis Krideri) in Minnesota. Auk XII. p. 11—16. — Beschreibung
von Nest und Eiern.
H J. und C. E. Pearson. On Birds observed in Iceland in
1894, with a List of the Species hitherto recorded therefrom.
Ibis (7) p. 237 —249. — Oologische Notizen über 16 isländische
Vogelarten.
F. Poynting. Eggs of British Birds. Limicolae. (Plovers, Snipes,
Sandpipers).. London 1895. 4°. Parts I-IlI. — Die Eier von
38 Arten werden prachtvoll abgebildet und mit einem kurzen Text
erläutert. Parts I.: Eudromias morinellus, Charadrius pluvialis,
C. dominicus, Haematopus ostralegus, Recurvirostra avocetta, Himan-
topus candidus, Scolopax rusticola, Tringa maculata, striata, rufescens
Bartramia longicauda, Totanus ochropus und fuscus. Part. II.:
Cursorius gallicus, Charadrius fulvus, Vanellus vulgaris, Strepsilas
interpres, Gallinago coelestis, Macrorhamphus griseus, Limicola
belgica, Numenius phaeopus. — Part. III.: Aegialitis hiaticula und
curonica, A. cantiaca, A. vocifera, Phalaropus fulicarius, P. hyper-
boreus, Gallinago gallinula, Tringa fuscicollis und minutilla, Machetes
pugnax, Numenius arquata, N. borealis.
W.W. Price. The Nest and Eggs of the Olive Warbler
(Dendroeca olivacea). Auk XII. p. 17—19.
X. Raspail. Examen comparatif de l’oeuf de l’effraye (Strix
perlata) du Chili. Act. Soc. scient. Chili, Santiago 1895, p.
Derselbe. Durde de l’incubation de l’oeuf du Coucou et de
l’education de jeune dans le nid. M&m. Soc. zool. France VIII.
p- 151—163. — Als Bebrütungszeit werden 11—12 Tage, für die
Aufzucht des jungen Kukuks bis zum Verlassen des Nestcs 16 bis
19 Tage ermittelt.
A. Reichenow. [Ueber die Eier von Ortygometra bailloni und
O. pusillal. Orn. Monber. III. p. 28. — Unterschied im Gewicht
festgestellt.
E. Rey. Eier des Haussperlings.. Orn. Monber. III. p. 179
—180. — Die helleren Eier in Sperlingsnestern sind die zuletzt
gelegten.
Derselbe. Gleiche Weibchen, gleiche Eier; 1. c. p. 190.
Derselbe. Merkwürdige Eier von Crex pratensis; 1. c. p. 190.
Derselbe. Beobachtungen über den Kukuk bei Leipzig aus
dem Jahre 1894. J. f. Orn. XLII. p. 30—43. — Angaben über
54 0. E. Hellmeyr: Bericht über die Leistungen
die Brutzeit, Grösse und Schwere der Kukukseier. Zum erstenmale
wird Turdus iliacus als Brutpfleger nachgewiesen, ein blaues Ei
wurde bei Sylvia sylvia gefunden, ein weisses bei Monticola saxatilis.
Derselbe. Was ist der Grund für die grosse Variabilität der
Kukukseier. Monatsschr. Ver. Schutz. Vogelw. 1895 p. 1-3. —
Die Verschiedenheit der Färbung der Vogeleier ist auf Abweichungen
in den chemischen und physikalischen Eigenschaften des Blutes zurück-
zuführen. Die Hauptursache dieser Differenzen ist die Nahrung,
welche beim jungen Kukuk entsprechend den verschiedenen Pflege-
eltern auch sehr verschiedenartig ist. Dadurch ist die Mannig-
faltigkeit der Färbung der Kukukseier erklärlich. Wahrscheinlich
hat unser Kukuk, ehe er Brutparasit wurde, einfarbig blaue Eier
gelegt, wie es seine nordamerikanischen Verwandten heute noch thun.
Derselbe. Der Müller’sche Kukuk brütet immer noch. Orn.
Monber. III. p. 8-10. — Wendet sich gegen die Behauptung der
Gebrüder Müller über ausnahmsweises Selbstbrüten eines weiblichen
Kukuks.
S. N. Rhoads. [Unseasonable Nesting of the Ground Dove in
Florida. Auk XII. p. 79—80. — Ueber Brüten im Oktober.
E. C. F. Rzehak. Kolonieweises Nisten des Haussperlings
(Passer domesticus L.) auf Bäumen. Orn. Monber. III. p. 27.
S. Schönland. [Ueber das Nisten von Lophoceros melano-
leucus]. Orn. Monber. III. p. 145. — Der Vogel verwendet seinen
eigenen Kot zum Vermauern der Nisthöhle. Beide Eltern betheiligen
sich daran. Wenn ‘die Jungen etwas herangewachsen sind, ver-
lässt das 2 das Nest, welches wieder zugemauert wird, worauf sich
beide Eltern in die Fütterung der Jungen theilen.
D. Le Souöf. Notes on Birds Found Nesting on Albatross
Island in Bass Strait, Australia. Ibis (7) I. p. 413—423. — Giebt
Mittheilungen über das Brutgeschäft von 11 Arten.
A. Szielasko. Einiges über Aquila pomarina Br. während
des Brutgeschäftes. Orn. Jahrb. VI. p. 163—164 und Orn. Monber.
III. p. 94—95.
c) Stimme, Gesang.
C. W. Benson. Song of the Cirl Bunting [Emberiza cirlus]
Zool. (3) XIX. p. 231—232.
d) Nahrung.
W. B. Barrows and E. A. Schwarz. The Common Crow of
the United States. U. S. Dept. Agric. Div. Ornith. u. Mamm. Bull.
No. 6 p. 1—98, cum tab. Washington 1895. — Untersuchungen über
die Nahrung von Corvus americanus und die daraus gewonnenen
Ergebnisse in ökonomischer Beziehung.
E. L. Beal. Preliminary report on the Food of Woodpeckers,
U. S. Dept. Agric. Divis. Ornith. u. Mamm. Bull. No.7 p. 1—34.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 5)
Anhang: F. &. Lucas. The Tongues of Woodpeckers; Relation of
the form of the tongue to the character of food; p. 35—39, t. 1—3. —
Washington 1895. — Schilderung des Lebens der nordamerikanischen
Spechte. Von 7 Arten wurden 679 Magen untersucht, wobei sich
herausstellte, dass auch Vegetabilien bei der Nahrungsaufnahme
eine grosse Rolle spielen. Bezüglich der Insektennahrung über-
wiegen Hymenopteren, dagegen wurden sehr wenig Käferreste
gefunden. — Im Anhange bespricht Lucas die Zungen der Spechte.
Auf 3 Tafeln werden die Zungen der 7 nordamerikanischen Specht-
arten abgebildet.
Derseibe. The Crow Blackbirds (Quiscalus quiscala aeneus)
and their Food. Yearbook U. S. Dep. Asric. 1894 (1895) p. 232
— 248.
Ch. Bendire, vgl. unter VI, Nord-Amerika, S. 40.
F. Helm. Kropf- und Mageninhalt einiger einheimischen Vogel-
arten. Biol. Centralbl. XV. p. 295--298. — Der Mageninhalt von
Auer-, Birk- und Haselwild und der Ringeltaube wird besprochen.
E.C.F. Rzehak. Zur Wasseramselfrage. Mitth. orn. Ver.
Wien XIX. p. 69. — Verfasser fand keine Spur von Fischresten im
Magen erlegter Exemplare.
Derseibe. Allerlei Ueberbleibsel vom Speisetische des roth-
rückigen Würgers (Lanius collurio L.); 1. c. p. 50—51.
VIIi. Jagd, Schutz.
M. Bartels. Zwei bemerkenswerthe Arten des Thierfanges in
Bosnien und der Herzegovina. Sitz. B. naturf. Fr. Berlin 1895
p- 147—152. — Berichtet über die Falkenbeize in Bosnien.
E. Blanc. Sur Vutilisation des oiseaux de proie en Asie
centrale. Rev. Sec. nat. appl. Paris (4) III. p. 737—745, avec
gravures.
J. B. Blume. Die Vogeikojen und der Entenfang auf den
nordfriesischen Inseln. Verh. Ver. naturw. Unterhalt. Hamburg
VII. p. 70—73.
0. Crawfurd. A Year of Sport and Natural History: Shooting,
hunting, coursing, falconry and fishing. With chapters on birds
of prey, the nidification of birds and the habits of british wild
birds and animals. London 1895. 4° with numerous illustrations.
A. Filastori. Falconeria moderna. Guida practica per
addestrare alla caccia le principali specie di falconidi. Torino 1895.
80%. 136 S. con 13 illustr.
0. Finsch. Ueber Vertretung von Vogelschutz und Fischerei-
Interessen durch eine Centrale ökonomischer Ornithologie. Mitth.
orn. Ver. Wien XIX. p. 101— 103.
A.K. Fisher. Hawk and Owls from the standpoint of the
Farmer. Yearb. U. S. Dep. Agric. for 1894 (1895) p. 215—232.
56 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
E. H. Forbush. Birds as Protectors of Orchards; Mass. Crop
Rep. for the month of July 1895. Series of 1895. Bull. No. 3. p. 20
— 52. Boston. — DBetont den hervorragenden Nutzen der Vögel
bei Raupenplagen.
A. Grunack. Wachtelfang. Orn. Monber. III. p. 188—189.
C. Hartlaub berichtet über die Lummenjagd auf Helgoland.
Orn. Monber. III. p. 144.
€. R. Hennicke. Einiges über den Vogelfang zur Zeit des
dreissigjährigen Krieges und sein Verhältniss zum Krammetsvogel-
fang unserer Zeit. Zool. Gart. XXXVI. p. 178—182, 206—210.
Die Hüttenjagd mit dem Uhu. Vom Hüttenvogel. Mit einer
Tabelle zum Ansprechen der in Deutschland vorkommenden Tag-
Raubvögel. Mit 1 Titelbild und vielen in den Text gedruckten
Illustrationen. Neudamm 1895. 8°. 40 S. und Tabelle.
C. Ohlsen. Rapporto sulle misure a prendere per una rego-
lamentazione internazionale circa la protezione degli uccelli di passo.
Roma 1895. 8°. 30 8.
X. Raspail. La destruction des oiseaux utiles & l’agriculture.
Mem. Soc. Zool. France XX. p. 143 — 144.
IX. Pflege, Hausgeflügel, Krankheiten.
F. Anzinger. Unsere Kreuzschnäbel im Freien und in der
Gefangenschaft. Ein Lebensbild aus der deutschen Vogelwelt.
Ilmenau 1895. Kl. 8°. 61 pg. mit 4 Holzschnitten.
B. Arago. Tratado practico de la Cria y Multiplicacion de
las Palomas. Historia, razas, enfermedadas, educacion y aplicacion
de las Palomas mensageras. Madrid 1895. 8°. 232 S.
E. Bade. Die Stubenvögel. Die Pflege, Abrichtung und Zucht
der hauptsächlichsten in- und ausländischen Sing- und Ziervögel.
Mit besonderer Berücksichtigung der Krankheiten, deren Verbreitung
und Heilung. Berlin 1895. 8%. Daraus einzeln:
Der Kanarienvogel, seine Pflege, Abrichtung und Zucht. Berlin
1895. 8°. 44 S., mit Abbildungen und 4 Tafeln.
Die Papageien, ihre Naturgeschichte, Pflege, Zucht und Ab-
richtung. Berlin 1895. 8°. 250 S. mit Abbildungen und 6 Tafeln.
Der Vogelfreund. Die Pflege, Abrichtung und Zucht der haupt-
sächlichsten in- und ausländischen Sing- und Ziervögel. Berlin 1895.
8°. 134 S. mit Abbildungen und 7 Tafeln.
J. M. Bechstein. Natural History of Cage Birds. New edition.
London 1895. 8°. 312 8.
C. Cornevin. Trait& de Zootechnie speciale. Les Oiseaux de
Basse-conr. Cygnes, Pies, Canards, Paons, Faisans, Pintades, Dindons,
Cogs, Pigeons. Paris 1895. 8%. 322 S. avec 4 planches col. et 116 fig.
C. Beck-Corrodi. Der Harzer Sänger. Praktischer Wegweiser
für Zucht, Pflege und Ausbildung des Harzer Kanarienvogels nebst
einem Anhang über die Zucht und Pflege der Gestalts- und Farben-
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 57
kanarien sowie die Bastardzüchtung. Zweite ganz neu bearbeitete
Auflage. Zürich 1895. 8°. 194 S.
H. Bibow. Einträgliche Geflügelzucht im Grossen. Praktische
Anleitung zur Betriebs-Einrichtung und Durchführung. Mit Original-
Bauplänen. Berlin 1895. 8°. 66 8.
F. E. Blaauw berichtet über Aufzucht von Rynchotus rufescens.
Bull. Brit. Orn. Club IV. p. XLOI-—XLIV. — Der Hahn brütet
allein und verlässt das Nest nur, um zu fressen.
W. Boeker, Der Kanarienvogel. Geillustreerd Handboekje voor
de verzorging en verpleging von den Kanarienvogel. Naar het
Hoogd. door J. H. Beckman. 1895. 8°. 175 S. mit 1 11.
Derselbe. Beiträge zur Kenntniss der Kanarien mit besonderer
Berücksichtigung der Zucht und Pflege der Harzer Edelroller.
10. Auflage. Ilmenau 1895. 8°. 193 S.
E. Brinkmeier. Kurzer Abriss der Hühnerzucht und Auf-
besserung des echt deutschen Landhuhns. 2. Auflage. Halberstadt
und Leipzig 1895.
A.6. Butler. Foreign Finches in Captivity. London 1895. 4°.
pts. I—VI., p. 29—196, t. 7—37.
P. Dechambre. Nouveaux principles de classification des
races gallines. Mem. Soc. zool. France VIII. p. 353—362.
Finckler. Züchtung der Königsfasanen als Jagdwild. —
Mitth. orn. Ver. Wien. XIX p.78. — In Oberschlesien wurden
Königsfasane 1889 ausgesetzt und mit Erfolg gezüchtet.
J. Forest. 1’Autruche, son importance &conomique depuis
l’antiquit® jusq’au dix neuviöme siecle, son avenir en Algerie au
point de vue francais. Rev. Sci. Nat. appl. XLII. p. 145—161,
289 — 302.
C. 6. Friderich. Geflügelbuch. Naturgeschichte, Zucht und
Pflege sämmtlicher Hühner- und Taubenrassen sowie der übrigen
Hausvögel, wie Enten, Gänse, Truthühner etc., welche als Haus-
thiere gehalten werden. Vierte bedeutend vermehrte Auflage.
Stuttgart 1895. Lieferung 1 und 2 (p. 1—64 mit 2 Taf.), 3 und 4
(vg. 65—128 mit je 2 Tafeln).
F. Gelbert. Der Hühnerhof. Eine vollständige, praktische
Anweisung zur Aufzucht, Pflege uud Wartung der Hühner. Elfte
vollständig umgearbeitete Auflage. Ilmenau 1895. 8°. 96 S.
Goedde’s Fasanenzucht. Dritte Auflage, neu bearbeitet von
Staffel. Mit (12) Textabbildungen. Berlin 1895. 8°. 1608.
C. R. Hennicke. Der Graupapagei (Psittacus erithacus) in der
Freiheit und in der Gefangenschaft. Mit einem Buntbild von Prof.
A. Goering. Gera 1895. 8°. 658. [= Ornithologische Schriften,
herausgegeben vom Vorstande des deutschen Vereins zum Schutze
der Vogelwelt No. I].
M. Klittke. Versuche, Lagopus scoticus auf den Plateaus der
Ardennen heimisch zu machen. Zool Garten XXXV. p. 30—31.
0. Koepert. Einbürgerung wilder Truthühner bei Altenburg.
J. f, Ornith. XLIH. p. 105—108 und Orn. Monber. III. p. 98.
58 C©. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
A. Labbe. Sur les parasites endoglobularies de sang de
l’Alouette. Compt. Rend. Soc. Biol. Paris (9) V. p. 739—741.
J. B. Leal. Ein in Freiheit gezähmtes Paar von Falco tinnun-
culus madeirensis Kg. Orn. Monber. III. p. 158—160.
W. Liebeskind. Der Hühner- oder Geflügelhof, enthaltend
praktische Anleitung zur rationellen Haltung und Zucht der Hühner,
Truthühner, Perlhühner, Gänse, Enten und Tauben, sowie des Zier-
geflügels, der Pfauen, Fasanen, Schwäne etc. mit ausführlicher Be-
schreibung der Rassenmerkmale. S. verbesserte Auflage. Mit 45
Illustrationen und einem Titelkupfer. Weimar 1895. 8%. 1978.
J.C. Llacer. Manual del Pajarero. Arte de cazar, criar y
educar toda clase de aves y de disecarlos con perfeccion. Obra
especial con dos extensos trabajos sobra la cria y educacion del
canario y del ruisenor. Barcelona 1895. gr. 8°. 195 S.
W. Löbe. Die Geflügelzucht in ihrem ganzen Umfange. Zucht,
Fütterung, Mast, Krankheiten. Dritte Auflage, herausgegeben von
R. Briesenbach. Leipzig 1895. 8°. 149 8.
R. Saint Loup. Les Oiseaux de parc et de faisandries. Avec
48 figg. dans le texte. Paris 1896 (erschienen Oct. 1895). 354 8.
W. Martin. Kennzeichen der Taubenrassen. Leipzig 1895,
quer 4°, 318.
0. Müller-Liebenwalde. Das neue Vogelhaus des Berliner
Zoologischen Gartens. Mit 3 Abbildungen. — Zool. Gart. XXXV.
p- 225 — 232.
Derselbe. Zur Therapie des Wurmhustens der Fasanen. —
l. e. p. 269— 271.
A. u. @. Ortleb. Der Taubenfreund. Eine übersichtliche und
leichtfassliche Beschreibung der beliebtesten in- und ausländischen
Tauben-Arten nebst Anleitung zu deren rationeller Zucht, Pflege
und Verwerthung nach einer 36 jährigen Praxis und unter Benutzung
der besten Werke dargestellt. Kindelbrück. 1895. 8°. 143 8.
Dieselben. Der "Kanarienvogel sowie die beliebtesten in- und
ausländischen Singvögel. Zucht und Pflege. Mit 24 Abbildungen.
Oranienburg 1895. 8° XII. und 189 S.
E. Perzina. Der Gelbsteiss - Bülbül (Pyenonotus nigricans).
Mittheil. Orn. Ver. Wien XIX. p. 108—109.
K. Reiss. Die praktische Hühnerzucht. Allerlei Erprobtes für
Freunde und Züchter des Geflügels. Leipzig 1895. 8°. 358.
W. Roeder. Die Brieftaube und die Art ihrer Verwendung
zum Nachrichtendienst. Mit 15 Abbildungen im Text. Zweite Aus-
gabe. Heidelberg 1895. 8°. 508.
K. Russ. Die fremdländischee Stubenvögel. Band II. Lief. 10.
(p. 369-—415). Magdeburg 1895. 8°.
K. Schinke. Fütterung und Aufzucht der Stubenvögel. (Uni-
versal-Bibliothek für Thierfreunde No. 21). Leipzig 1895. EraHleN
IV. und 708.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 59
M. Schuster. Einträgliche Geflügelzucht. Anleitung zur nutz-
bringenden Zucht der Hühner, Gänse, Enten, Truthühner und Tauben
ete. Oranienburg, 1895. 8°. 1288.
Derselbe. Der Taubenfreund oder auf Erfahrung gegründete
Belehrungen über das Ganze der Taubenzucht. 15. Auflage. Ilmenau
und Leipzis. 1895. 8°.
M. Schwarziese. Die künstliche Brutmethode im Dienste der
Rasse- und der Sport-Hühnerzucht. Mit 26 Abbildungen. Ilmenau
LEIHIEITIENS.
L. Walter, Innsbruck. Die Kanarienzucht. Anleitung zur
Zucht zwischen unseren einheimischen Finken und Kanarienweibchen.
Mit 2 kolorirten Tafeln und 3 Holzschnitten. Ilmenau 1895. 78.
H. Weller. Unsere bekannten einheimischen Stubenvögel.
Zweite verbesserte und vermehrte Auflage von C. Wahl. Halber-
stadt und Leipzig. 1895. 8°. 1058.
F. Wirtb. Die Hühnerzucht in ihrer volkswirthschaftlichen
Bedeutung. Ein kurzer Wegweiser zur rationellen Zucht und Pflege
der Nutzhühner in der Schweiz. Auf Veranlassung des ornitho-
logischen Vereins in Zug verfasst. 2. Auflage. Zug 1895. 8°. 328.
X. Systematik.
Aepyornithidae.
Vgl. oben Palaeontologie S. 12.
Flacourtia n. g. typus: Müllerornis rudis Milne Edw.; ©. W. Andrews,
Nov. Zool. II. p. 25.
Dinornithidae.
Vgl. oben Palaeontologie S. 12.
Struthionidae.
T. Salvadori. Catalogue of the Ratitae in the collection of the British
Museum. Vol. XXVL. p. 570—612. London 189.
Vgl. auch Nolte. S. 32.
Alcidae.
Mergulus alle, in Schottland; W. Eagle Clarke, Ann. Scott. N. H. IV.
p. 97--108, t. 3.
Uria brünnichii, an der Küste von Yorkshire: J. E. Harting, Zool. XIX.
p. 70; in Cambridgeshire, Lilford, 1. ce p. 109.
Uria grylle, in Merionetsbire; J. H. Caton Haigh, Zool. XIX. p. 22.
Uria lomvia, in Michigan erlegt; Barrows, Auk XII. p. 387; in Oneida
County; Johnson, Auk XII p. 177.
Uria motzfeldi Benicken und Uria unicolor Fak. sind auf Melanismen von
U. grylle zurückzuführen; R. Collett, Christiania Vedensk. Selsk. Forhdlg.
No. 1. 1895.
60 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Podiecipidae.
Podicipes cristatus in Wigtownshire; E. Maxwell, Ann. Scott. N. H. IV.
p. 58.
Procellariidae.
Aestrelata fisheri, beschrieben und abgebildet; R. Ridgway, Auk XI.
p. 320 t 4.
Diomedea cauta, brütend auf Albatross Insel. D. Le Souäf, Ibis (7) I.
p. 413—418.
Fulmarus glacialis, bei Dunbar erlegt. W. Evans, Ann. Scott. N. H. IV.
p. 57; bei Naim. T. E. Buckley, 1. c. p. 58.
Fulmarus glacialis columba n. subsp., nahe F. g. glupischa, Küste von
S. Californien; A. W. Anthony, Auk X. p. 105.
Oceanodroma socorroensis, bei San Diego, Californien; A. W. Anthony,
Auk XI. p. 387.
Oestrelata leucophrys ist g\ von O. neglecta. W. Buller, Trans. N. Zeal.
Inst. XX VII. p. 132—134.
Puffinus griseus, neu für Norwegen. R. Collett, Christ. Vidensk. Selsk.
Forhälg. 1895 No. 2.
Thalassogeron eximius n. sp., nahe T. chlororhynchus, Gough Insel. G. E.
Verrill, Trans. Connect. Ac. IX p.440 t.8f.1u. 2.
. Cladornidae.
Charaktere der neuen Familie angegeben. F. Ameghino, Bol. Inst. Geogr.
Argent. XV. p. 85.
Cladornis n. g. (fossil), typus C. pachypus n. sp., Miocän? Patagonien; id.
l. ce. p 86—88 t. 35.
Spheniseidae.
Eudyptula minor und E. undina, brütend auf Albatross Insel. D. L. Suuef,
Ibis (7) I. p. 419, 420.
Palaeospheniscus robustus, n. sp. Miocän? Patagonien. F. Ameghino, Bol.
Inst. Geogr. Argent. XV. p. 90—91, fig. 36.
Laridae.
Vgl. G. H. Mackay, S. 43.
Larus melanocephalus, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. Birds, pt. XXXI.
Lestris richardsoni, abgebildet; id. ibid. pt. XXXI.
Micranous n. g. typus M. tenuirostris (Terum.). H. Saunders, Bull. Brit.
Cl. IV. p. XX.
Pagophila eburnea, in Island. H. H. Slater, Zool. XIX. p. 24.
Rissa tridactyla pollicaris, in S. Diego, Cala. A. W. Anthony, Auk XII.
a rare
Rhimchops intercedens n. sp., S. Brasilien u. Argentinien. H. Saunders,
Bull. Brit. Cl. IV. p. XXV.; Rh. nigra und R. melanura, Verbreitung; id. 1. c.
p. XXV - XXVL
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 61
Stercorarius pomatorhinus, Verbreitung im Sommer. W. Feilden, Zool.
XIX. p 152; bei Carlisle erlegt. H. A. Macpherson, ]. ce. p. 22.
Sterna vittata, von den Bounty Inseln. W. Rothschild, Bull. Brit. Cl. IV.
p-XXX VI.
Anatidae.
T. Salvadori. Catalogue of the Birds in the British Museum. XXVI.
London 1895. — Catalogue of the Chenomorphae (Palamedeae, Phoenicopteri,
Anseres), Crypturi and Ratitae in the collection of the British Museum. — Die
Chenomorphae sind in 3 Unterordnungen: Palamedeae, Phoenicopteri und Anseres
getheilt, letztere mit der einzigen Familie Anatidae, welche in 11 Unterfamilien
zerfällt.
Anas bimaculata ist Anas bochas x Querquedula creecca. T. Lilford,
P. Z. S. Lond. 1895 p. 2-4.
Anas clypeata, in Wigtownshire. H. Maxwell, Ann. Scott. N. H. IV. p.55.
Anas penelope, in Indiana erlegt. R. Deane, Auk XII. p. 292.
Anser albifrons in St. Kilda. A. Macpherson, Zool. XIX. p. 348.
Anser neglectus n. sp, nahe A. brachyrhynchus. Suschkin, Bull. Brit.
E-V..p: VE:
Asacornis n. g., typus Anas scutulata Sal. Müll., Salvadori, Cat. of B.
XXVL. p. 59.
Aythıya marila nearctica, Bemerkungen über die Kennzeichen. L. B. Bishop,
Auk. p. 293 — 295.
Clangula albeola, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX.
Olangula hyemalis in Colorado. R. Deane, Auk XI. p. 292; in S. Carolina.
A. T. Wayne, ]. c. p. 293.
Cosmonetta histrionica, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX;
brütend in Island. H. J. u. C. E. Pearson, Ibis (7) I. p. 243 - 244.
Dafila eatoni, abgebildet. Salvadori, Cat. of B XXVIL t. 3.
Dendrocygna guttulata, abgebildet; id. ]. e. t. 1.
Elasmonetta n.g. typus: Anas chlorotis Gray; id. l. ce. p. 287.
Eoneornis n. g. (fossil), typus E. australis, Miocän? Patagonien. F. Ame-
ghino, Boll. Inst. Geogr. Argent. XV. p. 95 fig. 39.
Erismatura aequutorialis n. sp., nahe E. ferruginea, W. Ecuador; Salvadori,
Cat. of B. XX VI. p. 450.
Eutelornis n. g. (fossil), typus E. patagonicus n. sp., Miocän? Patagonien;
F. Ameghino, Boll. Inst. Geogr. Argent. XV. p. 96—97, fig. 40.
Harelda glacialis, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX,
brütend in Island. Pearson, Ibis (7) I. p. 244—245,
Heteronetta n. g. typus H. atricapilla (Vieill.), Salvadori, Cat. of Birds
XXVLI. p. 325.
Mareca americana, in England. T. Lilford, Proc. Zool. Soc. Lond. 1895.
p. 273.
M. penelope, brütend in Selkirkshire. P. Adair, Ann. Scott. N. H. IV.
p. 231—233,
Merganetta armata, abgebildet. Salvadori, Cat. of B. XXVIL. t.5 fig. 2.
Merganetta frenata n. sp, nahe M. armata, Chili. Salvadori, 1. c. p. 458;
abgebildet, 1. c. t. 5, fig. 1.
62 C. E. Helimayr: Bericht über die Leistungen
DMerganser comatxs nom. nov. pro M. orientalis auet. (nec Gould). Salvadori,
l. c. p. 475.
M. cucullatus, abgebildet. Dresser, Suppl. Birds Europe t. 696; Lilford,
Col. fig. Brit. B. pt. XXXI.
M. serrator, regelmässiger Brutvogel in Ostpreussen. A. Szielasko, Orn.
Monber. III. p. 53—58.
Nesochen n. g., typus: Anas sandvicensis Vig.; Salvadori, Cat. of B.
XX VL). p. 126.
Nesonetta auklandica, Bemerkungen über. W. Buller, Trans. N. Zeal.
Inst. XXVI. p. 128 - 129.
Nettion albigulare (üg. 1) und N. gibberifrons (fig. 2), abgebildet. T. Salva-
dori, Cat. of Birds XXVI. t. 2.
Nomonyx dominicus, am unteren Rio grande erlegt. Fisher, Auk XH. p. 297.
Nyroca innotata, abgebildet. Salvadori, 1. e. t. 4.
Oidemia perspieillata, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXXI;
neu für Norwegen; R. Collett, Christ. Vidensk. Selsk. Forhandl. No.2 1895; ein
abweichendes Kleid des 2 beschrieben; L. Bishop, Auk XI. p. 295—297.
Pteronetta n. g., typus: Querquedula hartlaubi Cass. Salvadori, Cat. of B.
XXVIM. p. 63.
Salvadorina waigiuensis, abgebildet. Rothschild, Nov. Zool. II. t. 3.
Somateria mollissima, in Elsass erlegt. Sartorius, Oın. Monber. III. p.13,
Spatula clypeata, auf Big Makin Insel, Gilbert Gruppe. A. J. North.
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) IX. p. 584; auf Borneo erlegt. R. B. Sharpe,
Bull. Brit. Cl. IV. p. XXIII.
(zenus incertae sedis.
Loxornis celivus n.g. et sp. Miocän? Patagonien; F. Ameghino, Boll. Inst.
Argent. XV., 97—98, fig. 41.
Palamedeidae.
Vgl. Ch. Mitchell, Anatomie 8.7.
Phalacrocoracidae.
Leptornis hesternus n.g. et sp. [fossil], Miocän? Patagovien; F. Ameghino,
l.c. p. 99—100.
Phalacrocoraa colensoi und P. onslowi, besprochen, P. carunculatus ver-
schieden von P. imperialis. W. Buller, Trans. N. Zeal. Inst. XX VII. p. 129—132;
Ph. rcthschildi Forbes identisch mit P. colensoi. Buller, Ibis (7) 1. p. 39.
Charadriidae.
Aegialitis cantiana und A. curonica, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit.
B. pt. AR.
Aegialitis thoracica n. sp., Ostküste von Madagaskar. C. W. Riehmond,
Proe. Biol. Soc. Wash. X. p. 53.
Charadrius pluvialis und C. dominicus, Ei abgebildet. F. Poynting, Eggs
Brit. B. pt: L
C. fulvus, Ei abgebildet; id. ibid. pt. LI.
BE 0
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 63
Cursorius gallicus, Ei abgebildet. Poynting, ]. ce. pt. II.
Cursorius isabellinus, in Belgien: v. Beneden, Bull. Ac. Belgique (3) XXIX.
p. 346 - 352. r
Eudromias morinellus, Ei abgebildet Poynting, ]. ce. pt. I.
Haematopus ostralegus, Ei abgebildet; id. ibid. pt. 1: im Tunis. P. Spatz,
Orn. Monber. III. p. 61.
Himantopus candidus, Ei abgebildet; id. ]. ce. pt. 1.
Oedienemus scolopax, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXXT.
Recurvirostra avocetta, Ei abgebildet. Poynting, Eggs Brit. B. pt. I.
Strepsilas interpres, Ei abgebildet; id. 1. e. pt. II.
Vanellus vulgaris, Ei abgebildet; id. ]. e. pt. LI.
Scolopacidae.
Bartramia longicauda, Ei abgebildet. F. Poynting, Eggs Brit. B pt. 1.
Calidris arenaria, Ei abgebildet; id. ]. e. pt. II.; in Australien. A. Campbell,
Proc. Soc. Vietoria (2) VII. p. 201.
Gallinago coelestis abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXXIT; Ei
abgebildet. F. Poynting, Eggs Brit. B. pt. Il; @. coelestis var. sabinei, Be-
merkungen über. G. Barrett-Hamilton, Irish Nat. IV. p. 12—17.
Limicola platyrhyncha, Ei abgebildet. F. Poynting, Eggs Brit. B. pt. II.
Limosa belgica, Ei abgebildet; id. ]. c. pt. Il.; in Orkney. L. Dunbar,
Ann. Scott. N. H. IV. p 56.
Machetes pugnaa in Sussex Harting, Zool. XIX. p. 150—151.
Diacrorhamphus yriseus, Ei abgebildet. F. Poynting, Eggs Brit. B. pt. II.
Numenius phaeopus, Ei abgebildet; id. 1. e.
Pelidna alpina, brütend in Merionetshire. H. Davenport, Zool. XIX. p. 275.
Phalaropus fulicarius, abgebildet. L. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX.
Scolopax gallinula, abgebildet. Lilford, 1. e. pt. XXX.
Scolopax rustieula, Ei abgebildet. Poynting, Eggs Brit. B. pt. 1.
Totunus fuscus und T. ochropus, Ei abgebildet; id.1.c. pt. I.; T. macularıus
und T. calidris, Ei abgebildet; id. l. c. pt. IL; T. Aypoleucus, abgebildet.
T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXXI; T. ochropus, in Dumbartonshire.
J. Ripley Ker, Ann. Scott. N. H. IV, p. 56—57.
Tringa alpina, Ei abgebildet. Poynting, Eggs Brit. B. pt. I.; T. bairdi,
in Costa Rica. G. K. Cherrie, Auk XII. p. 87; T. maculata und T. striata, Ei
abgebildet. Poynting, l.c. pt. I.; T. temmincki, abgebildet. T. Lilford, Col. fig.
Brit. B. pt. XXXL
Tryngites rufescens, Ei abgebildet. Poynting, 1. ce. pt. i.
Turnicidae.
Turnix leucogaster n. sp., nahe T. velox und T. pyrrhothorax, Central-
australien. J. A. North, Ibis (7) I. p. 342.
kRallidae.
Fulica atra, abgebildet. T'. Lilford, Col. fig. Brit. Birds pt. XXXI.
Hypotaenidia owstoni n. sp, Guam, Mariannen Ins. W. Rothschild, Nov.
Zool. Il. p. 481.
64 C. E. Hellmayr: Bericht über dıe Leistungen
Podica camerunensis, g'\ beschrieben und abgebildet. Y. Sjöstedt, Svenska
Vet. Ak. Handl. XXVI. No.1, p.29, t.1.
Porzana cinereiceps,;, Synonymie und Beziehungen zu den verwandten
Arten. ©. W. Richmond, Auk XII. p. 19—32; verschieden von P. albigularis;
id..1.je.'p. 31-32.
Porzana leucogastra Ridgw. und P. alfari Ridgw. identisch mit P cinereiceps.
Richmond, 1. e. p. 30—31.
Rallina formosana n. sp., nahe R. sepiaria Stejn., Formosa. Seebohm,
Ibis (7) I. p. 212.
Rallus aquaticus, brütend bei Glasgow. R H. Read, Ann. Scott N.H.
IV. p. 56.
Gruidae.
Grus sharpei n. sp., nahe G. antigone, Burma. W. T. Blanford, Bull.
Brit. Club V. p. VL.
FPhororhacosidae.
Brontornis platyony& n.sp. [fossil], Miocän? Patagonien; F. Ameghino, Boll.
Inst. Geogr. Argent. XV. p. 69—72, fig. 25.
Callornis giganteus n. g. et sp., eod.; id. 1. ec. p. 76—78, fig. 28, 29,
Liornis floweri n. g. et sp. [fossil], eod.; id. 1. ce. p. 72—76, fig. 26, 27.
Pelecyornis tabulatus n. sp. [fossil]. eod.; id. 1. ec. p. 62 fig. 22.
Phororacos inflatus, beschrieben uud abgebildet; id 1. ec. p. 10—39, fig. 1
—9; P. longissimus beschrieben und abgebildet; id. 1. ec. p. 39 —47, fig. 10-14;
P. modicus n. sp. [fossil], Miocän?, Patagonien; id. ]. c. p. 50 -5l, fig. 15.
Physornis fortis n. g. et sp. [fossil]. eod.; id. I. ec. p. 78—79.
Ardeidae.
R. B. Sharpe giebt eine Liste der bekannten 97) Arten der Familie. Bull.
Brit. Cl. V. p. X—XIU.
Ardea virescens anthonyi n. subsp., Coloradowüste, Niedercalifornien;
E. Mearns, Auk XI. p. 257.
Ardetta neoxena, in Michigan Watkins, Auk XII. p. 77.
Ardetta riedeli ist auf das Jugendkleid von A. eurythma zurückzuführen.
A. B. Meyer und L. W. Wiglesworth, Berichte und Abh. d. Mus. Dresden
No. 8, 1894/95.
Heterocnus n. g., typus: H. cabanisi (Heine); Sharpe, Bull. Brit. Cl. V.
p. XIV.
Melanophoy.c vinaceigula n. sp, nahe M. ardesiaca, Transvaal, Sharpe,
A
Notophoyx n. g., typus: N. novae-hollandiae. Sharpe, l. ce. p. XIII.
Nycticorax minahassae ist auf N. manillensis zurückzuführen. A. B. Meyer
und L. W. Wiglesworth, Ber. und Abh. Mus. Dresden No.8, 1894/95.
Tigriornis n. g. typus: T. leucolopha (Jard.); Sharpe, Bull. Brit. Club V.
p. XIV.
Tigrisoma bahiae n. sp., nahe T. lineatum, Bahia. Sharpe, 1. c. p. XIV.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 65
Columbidae.
Chalcophaps stephaniae mortoni n, subsp., Salomon Ins. W. Rothschild,
Nov. Zool. II. p. 64.
Columba argquatria von Kamerun, Bemerkungen über; Y. Sjöstedt, Orn.
Monber. III. p. 156—158.
C. livia, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX; C. oenops
n. sp., nahe C. inornata und C. flavirostris, N. Peru; O. Salvin, Nov. Zool. II.
p- 20; ©. tucumana n. sp., nahe C. albilinea, S. Pablo, Tucuman. T. Salvadori,
Boll. Mus. Torino X. No. 208, p. 22.
Goura cinerea n. sp. Arfak Geb., Neuguinea. E. Hartert, Nov. Zool. I.
p. 67; über G@. coronata; id. 1. c. p. 67—68.
Leptoptila decolor n. sp., nahe L. megalura, N. Peru. O. Salvin, Nov.
Zool. DM. p. 21.
Ptilopus marchei, &, 2 und juv. beschrieben. Ogilvie-Grant, Ibis (7) I.
p. 468—469.
Ptilopus lewisii vicinus n.subsp., Fergusson Ins., D’Entrecosteaux Gruppe;
Hartert, Nov. Zool. II. p. 61.
Pieroclidae.
Pteroclurus senegalus, abgebildet. König, J. f. Orn. XLII. t. 12.
Opisthocomidae.
Opisthocomus cristatus, über die Flügelkrallen von; E. A. Goeldi, Orn.
Monber. III. p. 69—71; Ei und juv. abgebildet; id. Boll. Mus. Paraense I. p. 167
—184, t. 1, fig. 1—5; Pterylose beschrieben. W. P. Pyeraft, Ibis (7) I. p. 345
— 373 t. IX—XI.
Tinamidae.
T. Salvadori. Catalogue of the Crypturi in the collection of the British
Museum. XXVII p. 494—569, t. VI-XIX.
Calodromas elegans, Pterylose beschrieben. W. P. Pycraft, Ibis (7) I.
p- 2—8, t. I-II.
Orypturus balstoni, abgebildet; Salvadori, Cat. of Birds XXVIL. t. 13;
C. bartletti, abgebildet; id, l.c. t. 11; CO. castaneus, abgebildet; id. l.c. t.9;
C. columbianus n.sp., nahe ©. boucardi, Antioquia; id. 1. ce. p. 545; CO. dissimilis
n. sp., nahe C. noctivagus, Brit. Guiana; id. l.c. p. 541; @. erythropus, ab-
gebildet; id. 1. c. t. 10; C. griseiventris n. sp., pahe C. obsoletus und ©. castaneus,
Santarem, Unteramazonas; id. 1. c. p. 521; ©. mexicanus n.sp., nahe ©. boucardi,
N. O. Mexico; id. 1. c. p. 545; C. occidentalis n. sp., nahe C. mexicanus N. W.-
Mexico; id. 1. c. p. 546; C. salvini n.sp., nahe CO. variegatus, O. Ecuador, id.
l. e. p. 537; C. scolopax, abgebildet; id. 1. c. t. 12; C. simplex n. sp., nahe
C. adspersus, Rupurumi R., Brit. Guiana; id. 1. e. p. 531.
Nothocercus intercedens n. sp., nahe N. bonapartei und N. frantzii, Antio-
quia; Salvadori, I. c. p 513; N. nigricapillus, abgebildet; id. 1. c. t. 8.
Nothoprocta coquimbica n. sp., nahe N. perdicaria, Coquimbo, Chili; id. 1. e.
p. 554, t.15; N. ornata, abgebildet; id. 1. e. t. 17; N, pentlandi, abgebildet; id.
Irerb210:
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1856. Bd. II. H.1. 5
66 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Nothura boliviana n sp, nahe N. maculosa. Bolivia; id. 1. ec. p. 561;
N. darwini, abgebildet; id. 1. ec. t. 19; N. macuiosa, Pterylose beschrieben.
W. P. Pycraft, Ibis (7) I. p. 13; N. marmorata, abgebildet: Salvadori, Cat. of
Birds XXVL. t. 18; N. nigroguttata n. sp., nahe N. maculosa, Central Pampas,
Argentinien; id. 1. ce. p. 560.
Rhynchotus maculicollis, abgebildet; id. l. c. t. 14; R. rufescens, Pterylose
beschrieben. W. P. Pycraft, Ibis (7) I. p. 9—10.
Tinamus castaneiceps n. sp., nahe T. ruficeps, Chiriqui; Salvadori, Cat. of
Birds XXVI. p. 507, t.6; T. fuscipennis n. sp, nahe T. robustus, Nicaragua;
d. I. c. p. 500; T. latifrons n. sp., nahe T. suberistatus, W. Eeuador; id. ]. ce.
p.506; T. solitarius, abgebildet; id. 1. e. t 7.
Tetraonidae.
Vgl. auch O.-Grant, I. S. 2.
Max Noska und Victor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen: Das kau-
kasische Birkhuhn (Tetrao mlokosiewiezi Tacz.). Eine monographische Studie.
Orn. Jahrb. VI. p. 100—125, 129—150, 169—182, 209—243, t. 1. — Eine
erschöpfende Monographie der Art. Alle Kleider werden eingehend beschrieben.
Lebensweise, Verbreitung, Nahrung und Jagd ausführlich geschildert. g' ad.,
g juv., @ ad. und pull. sind auf t. 1 abgebildet.
Lagopus scoticus, über Wanderung im Winter. Harting, Zool. XIX. p. 69,
108—109.
Tympanuchus americanus, rothe Phase, abgebildet und beschrieben.
W. Brewster, Auk XD. p. 99, t. 2.
Phasianidae.
Vgl. O.-Grant, I. S.2.
Arboricola und Tropidoperdix sind gut unterschiedene Gattungen. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XXIII.
Caccabis spatzi n.sp., nahe C. petrosa, S. Tunis. Reichenow, J. f. Ornith.
XLII. p. 110.
Callipepla gambeli deserticola n. subsp., Californien. Stephens, Auk XH.
p. 371, C. squamata in Colorado. W. P. Lowe, Auk XII. p. 298.
Eupsychorty.c leucotis, abgebildet. W. Robinson. A fiying Trip to the
Tropies, t. 3.
Francolinus hubbardi n. sp., nahe F. coqui, Nassa, S. O. Vietoria Nyansa.
Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XX VI.
Lophortyya leucoprosopon n. sp. hab. ign. Reichenow, Orn. Monber. III.
p. 10—11; abgebildet, id. 1. e. p. 97.
Lophura nobilis, verschieden von L. ignita. J. Büttikofer, Not. Leyden
Mus. XVII. p. 169 - 196.
Rhizothera dulitensis n. sp., nahe R. longirostris, Sarawak. Ogilvie-Grant,
Bull. Brit. Club IV. p. XXVI.
Vgl. ferner „The Pheasant“, sub1. S.4.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 67
Aceipitres.
G. Martorelli. Monografia illustrata degli Ueccelli di rapina in Italia.
Mem. Soc. Ital. Sei. Nat. Milano (2) I. p. 1—180, t. I—V.
Flug siehe II.
Vulturidae.
Cathartes aura, in New Jersey. St. A. Kram, Auk XII. p.80.
Falconidae.
Aceipiter badius, abgebildet. H. E. Dresser, Suppl. Bird Europe t. 693.
Aquila naevia, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXXT; A. heliaca
juv.: t.1 f.1), A. nipalensis (t.1 f.2) und A. pomarina (t.2 abgebildet); Mar-
torelli, Mem. Soc. Ital. Sci. Nat. Milano (2) I. p. 75—89.
Astur sparsimfasciatus n. sp., nahe A.tachiro, Zanzibar. Reichenow, Orn.
Monber. III. p. 97.
Buteo desertorum, abgebildet. O. Reiser, Ornis Balcan. II. Bulgarien, t. 1.
Buteo borealis krideri, brütend in Minnesota. T. B. Peabody, Auk XL.
p. 11-16,
Falco barbarus (t.3) und Falco Feldeggüi (t. 4), abgebildet. G. Martorelli
Mem. Soc. ital. Nat. Sei. Milano (2) I. p. 158-164; Falco fasciinucha n. sp.
Teita. Reichenow und O. Neumann, Orn. Monber. III. p. 114; F. gyrfalco, ab-
gebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX; F. islandus in New England.
Brewster, Auk XII p. 180.
Hypotriorchis ophryophanes n. sp., nahe H. rufigularis, Paraguay. T. Salva-
dori, Boll. Mus Torino X. No. 208 p. 20.
Pandion haliaötus, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. B. p. XXXI.
Spilornis salvadorii n. sp., nahe S. pallidus, Insel Nias. H. v. Berlepsch,
Nov. Zool. II. p. 73.
Thegornis musculosus n. g. et sp. [fossil] Miocän?, Patagonien. F. Ameghino.
Boll. Inst. Geogr. Argent. XV. p. 100-102, fig. 43; T. debilis n. sp., Miocän?
Patagonien; id. 1. c. p. 102, fig. 43a.
Strigidae.
G. Martorelli. Monografia illustrata degli Uecelli di rapina in Italia
Mem. Soc. Ital. Sei. Nat. Milano (2) I. p. 181—211.
Asio otus, brütend in Indien. B. A. G. Shelley, J. Bomb. Soc. X. p. 149.
. Badiostes patagonicus n.g. etsp. [fossil], Miocän? Patagonien. F. Ameghino,
Boll. Inst. Geogr. Argent. XV. p. 102—104 fig. 14.
Bubo ascalaphus, abgebildet. H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 692.
Bubo doerriesi n. sp., nahe B. blakistoni, Amurmündung. H. Seebohm,
Bull. Brit. Club V. p. IV.
Glaucidium sjöstedti, beschrieben und abgebildet. Y. Sjöstedt, Svenska
Ak. Handl. XXVII p. 42°t.2.
Megascops asio cineraceus nom. nov. für M. asio trichopsis auet. nec Wagl.
R. Ridgway, Auk XII. p. 390.
Nyctala tengmalmi, abgebildet. T. Lilford, Col. fig. Brit. Birds pt. XXX.
Sr
68 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Nyctea scandiaca bei Oranienburg erlegt. K. Schubert, Orn. Monber.
111.978:
Scops brucii, abgebildet. H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 691.
Scops hambroeki, zweites Exemplar. H. Seebohm, Ibis (7) I. p. 213.
Scops maccallii Cass. gleichbedeutend mit S. trichopsis Wagl. Ridgway,
Auk XII p. 389.
Scops whiteheadi n. sp. nahe, $S. everetti, N. Luzon. Ogilvie-Grant, Bull.
Brit. Club IV. p. XL.
Speotyto cunicularia obscura n. subsp., Californien; Stephens, Auk XII.
p. 372.
Strix perlata, Bemerkungen über; Lataste, Act. Soc. Scient. Chili IV.
p- 165—176.
Psütacidde.
Vgl. G. Mivart. sub II Anatomie. 8.7.
Agapornis zenkeri n. sp., nahe A. swinderniana, Kamerun; A. Reichenow,
Orn. Monb. LI. p. 104, 112.
Cacatua gymnopis, in Australien; J. A. North, Proc. Linn. Soc. N. S.
Wales (2) IX. p. 37—38.
Cyelopsittacus virago n. sp., nahe Ü. aruensis, Fergusson Insel, D’Entre-
costeaux-Gruppe; E. Hartert, Nov. Zool. II. p. 61.
Loriculus aurantüfrons meeki n. subsp., ebendaher; E. Hartert, l. ec. p. &2.
Nestor esslingi ist individuelle Abänderung von N. meridionalis; L. W.
Buller, Trans. New Zeal. Inst. XXVL. p. 134.
Oreopsittacus grandis n.sp., Owen Stanley Geb., S. O. Neu Guinea; Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club V. p. XV.
Palaeornis intermedia n. sp., vermuthlich von Bombay; W. Rothschild,
Nov. Zool. I. p. 492.
“ Pezoporus fairchildii, Bemerkungen über; J. Hector, Trans. New Zeal.
Inst. XX VL. p. 285.
Prioniturus montanus n. sp., nahe P. verticalis, N. Luzon; Ogilvie-Grant,
Bull. Brit. Club. IV. p. XLI.
Psittacula conspicillata, abgebildet; W. Robinson, flying Trip Tropies, t.2.
Psittacula xanthops n. sp., nahe P. coelestis, N. Peru; O. Salvin, Nov.
2001. IL. 2.19, 1.2 £.2.
Psitteuteles diadema, Bemerkungen über; E. Oustalet, Bull. Mus. Paris
1895 p. 101—103.
Spathopterus n. g., typus: S. alexandrae Gould; J. A. North, Ibis (7) I.
p. 339.
Tanygnathus talautensis n. sp., nahe T. luzonense, Talaut Ins.; A. B. Meyer
und L. W. Wiglesworth, Abh. Ber. Mus. Dresden No. 9 p. 2.
Musophagidae.
Corythaeola cristata, Ei beschrieben; A. Reichenow, Orn. Monber. III. p. 180.
Turacus chalcolophus n.sp., nahe T. schalowi, D.-Ostafrika; ©. Neumann,
Orn. Monb. III. p. 87.
Turacus donaldsoni n. sp., Meo, W. Somaliland; R. B. Sharpe, Bull. Brit.
Club IV. p. XXXII., abgebildet; Sharpe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1895 t. 28.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 69
Cucenulidae.
Cueulus aurivillü, & beschrieben und abgebildet; Y. Sjöstedt, Svenska Ak.
Handl. XXVII. p.47, t.3; C. canorus, Bemerkungen über das Brutgeschäft;
E. Rey, Orn. Monber. p. 8-10 und J. f. Ornith. XLIII. p. 30—43; C. hepaticus
Sparrm., Bemerkungen über; J. Coburn, Zool. XIX. p. 321—325; CO. hepaticus
und C. rufus Bechst., Bemerkungen über; J.E. Harting, Zool. XIX. p. 257—263.
Coccygus americanus in Dorsetshire; J. E. Harting, Zool. XIX. p. 376 —377.
Hwyetornis fieldi n. sp., S. Domingo; ©. B. Cory, Auk XII. p. 278.
Phoenicophaes microrhinus n. sp., nahe P. erythrognathus, Borneo und
Natuna Ins.; H. v. Berlepsch, Nov. Zool. II. p. 70.
Capitonidae.
Stactolaema woodwardi n. sp., nahe S. olivacea, Zulu-Land; G. Shelley,
Bull. Brit. Club V. p. II.
Tricholaema ansorgüi n. sp., nahe T. hirsutum, Uganda; id. l.c. p. III;
T. gabonense n. sp., nahe T. hirsutum, Gabon; id. 1. e. p. III.
Picidae.
Anatomie vgl. Lucas, VII d. 8.55.
Campothera taeniolaema n. sp., Massai Ld.; A. Reichenow und O. Neu-
mann, Orn. Monber. III. p. 73; C. tullbergi 9, beschrieben und abgebildet;
Y. Sjöstedt, Svenska Ak. Handl. XXVII. p. 55 t. 4 fige.l.
Chloronerpes auricularis, abgebildet; Salvin u. Godman, Biol. Centrali-
Americ. Aves II. t.59a f. 2; C. callopterus, abgebildet; iid. 1. c. t.59 f. 1; C.god-
mani, abgebildet, iid. 1. ce. t.59a f.1; ©. simplex, abgebildet, iid. 1. e. t.59, f. 2.
Colaptes chrysoides brunnescens n, subsp , Nieder-Californien; A. W. Anthony,
Auk XI. p. 347.
Dendropicus reichenowi, & beschrieben und abgebildet; Y. Sjöstedt, Svenska
Ak. Handl. XXVI. ».57, t.4 £.1.
Gecinus flavirostris, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 690:
@. gorü Harg. gleichbedeutend mit @. flavirostris Menzb.; H. E. Dresser, Proc-
zool. Soc. London 1895 p. 311.
Melanerpes chrysauchen, abgebildet; Salvin und Godman, Biolog. Centrali-
Americ. Aves II. t.60; M. wagleri nom. nov. für M. tricolor (Wagl.); id. 1.c.
p. 416.
Picus danfordi, Kopf abgebildet; H. E. Dresser. Suppl. Birds Eur. t. 689;
P. leucopterus, abgebildet; id. 1. ce. t. 687; P. mauritanus, Kopf abgebildet; id.
l. c. t.689; P. minor var. quadrifasciatus Radde, ist bloss subspeeifisch zu
trennen; H. E. Dresser, Proc. zool. Soc. London 1895 p. 311; P. numidicus,
Kopf abgebildet: Dresser, Suppl. Birds Europe t. 689; P. poelzami, abgebildet;
Dresser, 1. e. t. 688.
Thriponazx hargitti, Bemerkungen über; W. Eagle Clarke, Ibis (7) I. p. 474
—476.
Trogonidae.
Heterotrogon n. g. (typus: Hapaloderma vittatum Shell.), Q ad. und 2 juv,
beschrieben; ©. W. Richmond, Proc. U. S. Nat. Mus. XVII. p. 602—603,
70 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Pharomacrus xanthogaster Tur. und Salvad. (Trogon hargitti Oust.) be-
schrieben und abgebildet, verschieden von P. auriceps; E. Oustalet, Nouv. Arch.
Mus. Paris (3) VO. p. 229—231. t. 8.
Rhamphastidae.
Rhamphastos citreolaemus, abgebildet; W. Robinson, Flying Trip Tropies
1895, t.1.
Alcedinidae.
Alcedo beavani, in Ceylon; J. H. Gurney, Proc. zool. Soc. London 1895 p. 339;
A. philippensis, verschieden von A. cyanopectus; W. R. Ogilvie-Grant, Ibis (7)
I. p. 112—114; sind verschiedene Geschlechter einer und derselben Art; D. C.
Worcester und F. A. Bourns, 1. ec. p. 403—406.
Pelargopsis sasak subsp. n., nahe P. floresiana, OÖ. Lombok; G. A. Vorder-
man, Natuurk. Tijdschr. Nederl. Indi& LIV. p. 334.
Bucerotidae.
Lophoceros granti n. sp., nahe L. hartlaubi, Aruwimi Fluss, Kongo;
E. Hartert, Nov. Zool. II. p.55; L. medianum n. sp., nahe L. damarensis,
Somali Land; R. B. Sharpe, . Proc. zool. Soc. London 1895 p. 498; L. sibbensis
n. sp, nahe L. deckeni, W. Somali Land; id. Bull. Brit. Club IV. p. XXX.
Momotidae.
Prionornis nom. nov. für Prionirhynchus; Salvin und Godman, Biol.
Centrali-americ. Aves II. p. 467.
Coraciidae.
Coracias garrula, in Aberdeenshire; W. Evans, Ann. Scott. N. H.IV.p. 123.
Uratelornis chimaera n. g. et sp., Madagaskar; W. Rothschild, Nov. Zool.
II::p.429,
Podargidae.
Batrachostomus microrhynchus n. sp., nahe B. septimus und B. menagei,
N, Luzon; W. R. Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XLI
Podargus intermedius n. sp., nahe P. ocellatus, D’Entrecosteaux Inseln;
E. Hartert, 1. c. V.p.X.
Caprimulgidae.
Caprimulgus donaldsoni n. sp., nahe C, fervidus, Somali Land; Sharpe,
Bull. Brit. Club IV. p.XXIX; 0. rosenbergi n. sp., nahe Ü. ocellatus, R. Dagua,
S. W. Colombia; E. Hartert, l. c. V. p.X.
Nyctibius jamaicensis, abgebildet; W. Brewster und F. M. Chapman,
Auk XI. t III; Bemerkungen über den Ruf; A. B. Carr, Trinidad Field Club
II. p. 137.
-
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. Mi
Macropterygidae.
Vgl. Anatomie, Lucas, S. 6.
Collocalia whiteheadi n. sp., nahe ©. lowi, Luzon; W. R. Ogilvie-Grant,
Ibis (7) I. p. 459.
Macropterya comata maior n. subsp., Natuna Inseln; E. Hartert, Nov. Zool.
112 1.'473,
Micropus Koenigi, identisch mit M. galileiensis, der höchstens subspeeifisch
von M. affınis getrennt werden kann; E. Hartert, Orn. Monb. III. p. 63 und
Nov. Zool. II. p. 57-58; verschieden von M. galileiensis; A. Reichenow, Orn.
Monber. III. p. 43.
Trochtlidae.
A. Boucard, Genera of Humming Birds (Schluss) in: The Humming Bird
V. 1895 p. 203—412. — W.F.H. Rosenberg, List of Humming Birds collected
at Cali and Rio Dagua, Colombia; The Humming Bird V. p. 5—7.
Alcidius n. g., typus: Orthoryncehus estella Orb. u. Latr.; Boucard, Hum,
B. V. ». 345.
Amazilia aliciae n. sp, nahe A. feliciae, Margarita Insel; ©. W. Richmond,
Auk XII. p. 368.
Anthocephala berlepschi, im äussersten Süden des Magdalenenstromes;
Sclater, Proc. zool. Soc. London 1895 p. 521.
Cyanolesbia griseiventris, abgebildet; Salvin, Nov. Zool. II. t. 2 £.1.
Doleromyia pallida n.sp., nahe D. fallax, Margarita Insel; C. W. Richmond,
Auk XII p. 369.
Eremita whitelyi n.sp., Brit. Guiana: A. Boucard, Humming Bird V. p. 390.
Eriocnemis derbyi longirostris n. subsp., Bogotä-coll.; E. Hartert, Nov.
Zool. II. p. 69.
Eriocnimis lugens und E. seguamata, Geschlechter einer und derselben Art,
id. 1. ce. p. 69.
Glaueis columbiana n. sp., nahe G. hirsuta, Dagua Fluss, S. W. Colombia;
A. Boucard, Humming Bird V. p. 402; @. rojasi n. sp., nahe G. melanura,
Caracas; id. l. c. p. 364; @. roraimae n. sp, Brit. Guiana; id. 1. c. p. 364.
Heliangelus claudia n. sp., Bogotä-coll.; E. Hartert, Nov. Zool. II. p. 484.
Hylocharis rostrata n. subsp. (Berlepsch Ms.), Peru; A. Boucard, Hum. B.
V. p. 400.
Oreotrochilus stolzmanni n. sp., nahe O. leucopleurus, N.-Peru; O. Salvin,
Nov. Zool. I. p. 17 (= O. bolivianus Boue.).
Polyerata rosenbergi n. sp., nahe P. amabilis, Dagua Fluss, S. W. Colombia;
A. Boucard, Hum. B. V. p. 399.
Selasphorus flammaula, ad. beschrieben; E. Hartert, Nov. Zool. II. p. 68—69.
Threnetes hauxcwelli n. sp.?, Pebas, N. O. Peru; A. Boucard, Hum. B. V.
p. 371.
Urosticte ruficrissa, von Bogotä-coll.; E. Hartert, Nov. Zool. II. p. 69.
Warszewiezia n.g. (typus: Heliothrypha viola Gould); A. Boucard, Hum. B.
V.p. 224,
72 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Tyrannidae.
Elainea cherriei n. sp. nahe E. fallax, S. Domingo; C. B. Cory, Auk XI.
p. 279.
Empidona:x traillii alnorum n.subsp., Maine; W. Brewster, Auk XII. p. 161;
E. cineritius, in S. Diego, Cala.; A. W. Anthony, Auk XII. p. 390; E, traillii,
anzuwenden für E. pusillus auct., E. virescens (Vieill.), der richtige Name für
E. acadiceus auct.; W. Brewster, Auk XII. p. 157—158.
Nesotriccus ridgwayi n. g. et sp., nahe Eribates magnirostris (Gd.), Cocos
Insel; ©. H. Townsend, Bull. Mus. Harvard XXVII. p. 124 t. 2.
Cotingidae.
Pachyramphus similis n. sp., nahe P. albogriseus, Nord-Peru; O. Salvin,
Nov. Zool. II. 13.
Dendrocolaptidae.
Dendreaetastes capitoides, verschieden von D. temmincki; H. O. Forbes,
Nature 1895 p. 619; ist das Alterskleid von D. temmincki; P. L. Selater, 1. c.
XLIII. No. 1362 p. 102—103; D. paraensis n. sp., nahe D. temmincki, Parä;
L. v. Lorenz, Verhandl. zool.-bot. Ges. Wien XLV. p. 363.
Phacelodomus dorsalis n. sp., nahe P. striaticollis, N.-Peru; O. Salvin, Nov.
Zool. II. p. 14.
Siptornis baromi n.sp., nahe S. antisiensis, N. Peru; id. l.c. p. 14; S. hy-
pochondriaca n. sp. N. Peru; id. 1. c. p. 14.
Synallaxis carri n. sp., nahe S. terrestris, Trinidad; F. M. Chapman, Bull.
Am. Mus. N. H. VII. p. 321 und Trinidad Field Cl. II. p. 272.
Pteroptochidae.
Sceytalopus wunicolor n. sp., nahe S. magellanicus, N. Peru; O. Salvin, Nov.
Zool. I. p. 15.
Pittidae.
D. G. Elliott. A Monograph of the Pittidae or family of Ant-Thrushes.
Second edition, revised and enlarged. London. Part V. 1895. — Beschreibung
und Abbildung von folgenden Arten: P. strepitans, mackloti, vigorsi, palliceps,
nympha, cyanota, oreas, forsteni, propinqua, soror und inspeculata.
Pitta kochi. Beschreibung des bisher unbekannten 2 und Jugendkleides;
Ogilvie-Grant, Ibis (7) I. p. 457—459.
Pitta nympha, Bemerkungen über; H. Seebohm, 1. p. 213.
Xenicidae.
Xenicus insularis n. sp., Stephens Insel, Cook Strasse, Neu Seeland
W. L. Buller, Ibis (7) I. p. 236 t. 7; identisch mit Traversia lyalli; W. Roth-
schild, Ibis (7) I. p. 407 und Nov. Zool. II. p. 81.
Hirundinidae.
Cotile riparia, in Borneo; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Club IV. p. XXIII.
Stelgidopteryx serripennis, brütend in Massachussets; W. Faxon, Auk XI.
p. 392.
Tachycineta thalassina, in Costa Rica; G. K. Cherrie, Auk XII p. 87.
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 13
Museicapidae.
Alseonax obscura, beschrieben und abgebildet; Y. Sjöstedt, Svenska Ak.
Handl. XXVIL. p. 73, t. 5.
Arses lorealis n. sp., Cap York; De Vis, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2)
RenTlzle
Atopornis diabolicus n. g. et sp., Kilima Ndscharo; A. Reichenow und
O. Neumann, Orn. Monber. III. p.74 (ist Jugendkleid von Nigrita kretschmeri,
muss daher als Nigrita diabolica [Rchw. u. Neumn.] stehen).
Callaeops periophthalmica n. g. et sp., nahe Arses, Luzon; W.R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Ciub IV. p. XVII.
Cassinia zenkeri n. sp., nahe C. finschi, Kamerun; A. Reichenow, Or.
Monber. III. p- 113.
Erythrodryas rosea, Bemerkungen über Brutgeschäft; J. A. North, Viet.
Natur. XII. p. 137—139.
Hemichelidon cinereiceps Sharpe, identisch mit H. ferruginea; A. H. Everett,
Ibis.(Zy T. p. 35.
Muscicapa semitorquata, Bemerkungen über; Vorkommen in der Türkei
und in Persien festgestellt; H. E. Dresser, Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 311
—312.
Parisoma, siehe Paridae.
Petroeca leggei, Nest abgebildet; J. A. North, Rec. Austral. Mus. II. t.XX.
Pomarea ribbei n. sp., nahe P. erythrostieta, Munia, Salomon Ins.; E. Hartert,
Nov. Zool. II. p. 485.
Rhinomyias insignis n. sp., nahe R. gularis, N. Luzon; W. R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XL; abgebildet; id. Ibis (7) I. t. 12, f. 2.
Rhipidura albicauda n. sp., nahe R. albiscapa, ©. Australien; J. A. North,
lbis (7) I. p. 340.
Siphia enganensis n. sp., nahe $S. pallidipes, N. Luzon; W. R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club V. p. II; S. lemprieri, 2 beschrieben; A. H. Everett,
Ibis (7) I. p. 25.
Tarsiger vgl. Timeliidae.
Trochocereus albiventris, beschrieben und abgebildet; Y. Sjöstedt, Svenska
Ak. Handl. XXVL. p. 71—172, t. 6.
Campophagidae.
Edoliisoma talautense n. sp., nahe E.salvadorii, Talaut' Inseln; A. B. Meyer
und L.W. Wiglesworth, Ber. und Abh. zool. Mus. Dresden 1894/95 No.9 p.D.
Graucalus sumatrensis difficilis n. subsp., Natuna Inseln; E. Hartert, Nov.
Zool. LI. p. 473.
Ampelidae,
Ampelis garrulus, in Sussex; J. E. Harting, Zool. (3) XIX. p. 69.
Laniidae.
Bradyornis pumilus n.sp., nahe B. murinus, Somali Land; R. B. Sharpe,
Proc. zool. Soe. London 1895 p. 480; B. woodwardi Sharpe, identisch mit Sylvia
simplex; id. Bull. Brit. Club V. p. II.
74 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Dryoscopus rufinuchalis n. sp, nahe D. ruficeps, Somali Land; R. B. Sharpe,
Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 479.
Gymnorhina dorsalis n. sp. W. Australien, A. J. Campbell, Proc. Roy.
Soc. Vietoria (2) VII. p. 202—213.
Lanius bogdanowi, verschieden von L. raddei; P. Suschkin, Bull. Soc.
Nat. Moscou 1895 p. 41—52; L. elaeagni n. sp., nahe Otomela bogdanowi, Kok
Dschida, Mündung des Temir in den Emba, P. Suschkin, 1. c.; L. funereus,
L. grimmi, L.leucopterus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 667 u.
668, 666, 668; L. minor var. obscurior Radde, identisch mit L. minor; id. Proc.
zool. Soc. Lond. 1895 p. 311; L. raddei, abgebildet; id. Suppl. B. Eur. t. 669.
Melaenornis schistacea n. sp., nahe M. atra, Somali Land; R. B. Sharpe,
Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 481.
Nilaus minor n. subsp. (!), nahe N. brubru, Somali Land; id. 1. e. p. 479.
Corvidae.
Corvus americanus, über die Nahrung von; W. B. Barrows u. E. A. Schwarz,
U. S. Dep. Agrie. Div. Ornith. u. Mamm. Bull. No.6. p. 1-98, cum tab,;
©. cornia und C. corone, über Verbreitung von; B. Altum, Orn. Monber. III.
p- 134-138; C. edithae n. sp., nahe C corone, N. Somali Land; E. Lort Phillips,
Bull. Brit. Club IV. p. XXX VL
Dendrocitta frontalis, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 41—42.
Garrulus hyrcanus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 686;
@G. minor ist keine Subspecies von G. glandarius, sondern nahe verwandt mit
G. cervicalis; E. Hartert, Orn. Monber. III. p. 169—172.
Pieicorvus columbianus, in Kansas; J. Bryant, Auk XI. p. 82.
Podoces panderi, abgebildet; Dresser, Suppl. Birds Eur, t. 685.
Paradiseidae.
R. B. Sharpe. Monograph of the Paradiseidae, or Birds of Paradise,
and Ptilonorhynchidae, or Bower Birds. Part IV. u. V London. 1895.
Abgebildet sind pt. IV.: Aeluroedus arfakianus, A. bukkoides, A. melanotis,
Cnemophilus macgregorii, Diphyllodes chrysoptera, Drepanornis brujni, D. cervini-
cauda, Lophorhina superba, Phonygama Keraudreni und Uranornis rubra. Part V.:
Aeluroedus geislerorum, A. maculosus, Diphyllodes hunsteini, Drepanornis
albertisi, Lophorhina minor, Lycocorax morotensis, Parotia sexpennis, Semioptera
wallacii, Sericulus melinus, Trichoparadisea gulielmi.
Vgl. auch Büttikofer, VI. S. 36.
Aeluroedus jobiensis n. sp., nahe A. melanocephalus, Insel Jobi; W. Roth-
schild, Bull. Brit. Club IV. p. XXVI.
Amblyorı.is flavifrons n. sp., nahe A. subalaris und A. inornata, Holländ.
Neu Guinea; W. Rothschild, Nov. Zool. I. p. 480; A. inornata, 5 ad. be-
schrieben; A. B. Meyer, Bull. Brit. Club IV. p. XVII.
Astrapia splendidissima n. sp., Charles Louis Gebirge, Holl. Neu Guinea;
W. Rothschild, Nov. Zool. II, p. 480,
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 7
Chiamydodera orientalis, Bemerkungen über; J. A. North, Viet. Nat. XII.
p. 104-107, 139; C. recondita n. sp., auf ein Ei begründet (!), Deutsch Neu
Guinea; A. B. Meyer, Abh. Mus. Dresden 1894/95 No, 10 p. 1—2, t.1.
Cnemophilus mariae Vis, identisch oder sehr nahe verwandt mit Loria
loriae Salvad.; P. L. Sclater, Ibis (7) I. p. 343, t.8 (ZJ'Q abgebildet).
Drepanornis albertisi, &Q abgebildet; G. S. Mead, Amer, Natur. XXIX. t.7.
Parotia carolae, 3‘ beschrieben und abgebildet; A. B. Meyer, Abh. Mus.
Dresden 1894—95, No. 5 p. 8—11 t.2; & juv. beschrieben; W. Rothschild, Bull.
Brit. Club IV. p. XLII.; Bemerkungen über; J. Büttikofer, Notes Leyd. Mus.
XVII. p. 36-40.
Pteridophora alberti, g‘ beschrieben und abgebildet; A. B. Meyer, Abh.
Mus. Dresden 1894—95 No.5 p.4—7 t. 1; Bemerkungen über; E. Oustalet,
Bull. Mus. Paris 1895 p. 47—50.
Oriolidae.
Oriolus consobrinus, das vermuthliche Z ad. beschrieben; H. v. Berlepsch,
Nov. Zool. II. p. 74-75.
Sturnidae.
Calornis dichroa nom. nov. für C. minor Sharpe nec Ranıs.; H.B. Tristram,
Ibis (7) I. p. 376; C. maxima n. sp., Bugotü, Salomon Ins.; id. ]. ce. p. 375.
Onycognathus intermedius n. sp., nahe ©. hartlaubi u. OÖ, fulgidus, Aru-
wimi R., Kongo; E. Hartert, Nov. Zool. II. p. 56; identisch mit O. bartlaubi;
A. Reichenow, Orn. Monber. IIl. p. 62.
Sarcops lowi, verschieden von 8. calvus; W. R. Ogilvie-Grant, Ibis (7) I.
p. 258—260.
Sturnus vulgaris, Verbreitung in Schottland; J. A. Harvie-Brown, Ann.
Seott. N. H. IV. p. 2—22, mit Karte; $. vulgaris intermedius n. subsp., Mittel-
Europa: J. P. Pra5äk, Orn. Monber. III. p. 144.
Ploceidae.
A. G. Butler. Foreign finches in captivity. London, 4°, pts. IV, V, VI.
Abgebildet sind, Part IV: Granatina granatina, Lagonosticta caerulescens
und L. minima, Sporaeginthus amandava, S. melpodus und S. subflavus, Sticto-
spiza formosa; Part. V: Aegintha temporalis, Emblema picta, Estrilda astrild,
E. cinerea, E, phoenicotis, Neochmia phaeton, Pytelia afra und P. phoenicoptera.
Zonaeginthus bellus; Part VI: Amadina fasciata, Erythrura prasina und
E. psittacea, Poöphila cineta, P. gouldiae und P. mirabilis, Steganopleura
guttata und Taeniopygia castanotis.
Hyphantospiza kilimensis n. sp., Kilima Ndscharo; A. Reichenow und
O. Neumann. Orn. Monber. III. p. 74.
Malimbus racheliae, 9 beschrieben und abgebildet; Y. Sjöstedt, Svenska
Ak. Hand!. XXVI. p.83 t.7.
Nigrita kretschmeri n. sp., Kilima Ndscharo; A. Reichenow, Orm. Monber.
III. p. 189 (Ist Alterskleid von Atopornis diabolica; die Art muss daher als
Nigrita diabolica (Rehw. u. Neum.) stehen).
Ploceipasser donaldsoni n.sp., Ostafrika; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Club V.
P-AIYV.
76 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Symplectes auricomus n. sp., Kamerun; Y. Sjöstedt, Svenska Ak. Handl.
XXVL. p. 86, t.8; S. eroconotus, & beschrieben und abgebildet; id. l.c. p.88t.9.
Ieteridae.
Icterus zanthornus curacoensis, abgebildet; W. Robinson, Flying Trip
Tropies t. 4.
The Cow Birds; Monographie der Gattung Molothrus; C. Bendire, Rep. U.
S. Nat. Mus. p. 587—624, t. 1—3.
Fringillidae.
G. A. Butler, Foreign finches in captivity. London 1895, 4°. pts. II—IV.
Abgebildet sind, Part II: Alario alario, Chrysomitris ieterica, Corypho-
spingus ceristatus und C. pileatus, Cyanospiza eiris und ©. eyanea, Serinus flavi-
ventris, S. ieterus and S. leucopygius; Parts III: Cardinalis cardinalis, Guber-
natrix cristata, Paroaria capitata, P. eucullata und P. larvata, Spermophila
albigularis und S. caerulescens; Part IV: Phonipara canora.
Acanthis hornemanni, abgebildet; T. Lilford, Col. fig. Brit. B. pt. XXX.
Ammodramus princeps, Monographie von: J. Dwight, Mem. Nutt. Orn.
Club No. 2 p. 1-56.
Bucanetes mongolicus und B. obsoletus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl.
Birds Eur. t. 676, 675.
Calcarius lapponicus, in Venetien; C.Fiume, Atti Soe. Ital. XXX V, p.27—32.
Camarhynchus bindloei n. sp., Bindlo& Insel, Galäpagos; R. Ridgway,
P. U. S. Mus. XVII. p. 294; C. compressirostris n. sp., Jervis Insel; id. 1. c.
p. 294; C. incertus n. sp., James Insel; id. l. c. p. 294.
Carduelis caniceps, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Europe t. 670.
Cardinalis robinsoni n. sp., nahe C. phoeniceus, Margarita Insel; C. W.
Richmond, Auk XII. p. 370.
Coccothraustes carneipes, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Europe
t. 671.
Cocornis agassizi n. g. et sp., Cocos Insel; C. H. Townsend, Bull. Mus.
Harvard XXVI. p. 123—124, t. 1.
Critkagra rendalli n. sp., Transvaal, H. B. Tristam, Ibis (7) I. p. 130;
identisch mit C. crassivostris Ptrs.; @. Shelley, Bull. Brit. Orm. Club IV.
p- XX VII. (vgl. Reichenow, Om. Monber. IH. p. 83).
Emberiza cioides, E. huttoni, E. luteola und E. saharae, abgebildet;
H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 683, 681, 680 und 682.
Fringilla palmae, abgebildet; id. 1. ce. t. 674.
Fringillaria saharae, SQ abgebildet; König, Journ. f. Omith. XLII. t. 11.
Geospiza fatigata n. sp., Indefatigable Insel, Galäpagos; R. Ridgway,
P. U. S. Mus. XVIII. p. 293; @. pachyrhımcha n. sp., Tower Insel; id. l. c. p. 293.
Haemophila laeta n. sp., nahe H. pulchra, N.-Peru; O. Salvin. Nov. Zool.
II. p.8; H. personata n. sp., nahe H. pulchra und H. laeta, N.-Peru; O. Salvin,
Nov. Zool. D. p. 8.
Junco phaeonotus Wag]. der richtige Name für J. cinereus Sw.; R. Ridgway,
Auk XII. p. 391; J. hiemalis shufeldti, in Nieder Kalifornien; A. W. Anthony,
Auk XII. p. 183,
-
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 21
Loxia bifasciata, in Orkney; A. Briggs, Ann. Scott. N. H. IV. p.54;
L. pityopsittacus, nur subspecifisch von L. curvirostra zu trennen; ©. Floericke,
Orn. Monber. III. p. 58—60; L. rubrifasciata, abgebildet; H.E. Dresser, Suppl.
Birds Eur. t. 679.
Loxigilla chazaliei n. sp., nahe L. noctis u. L. propinqua, Barbuda, Kleine
Antillen; E. Oustalet, Bull. Soc. zool. France XX. p. 184.
Melospiza insignis, verschieden von M. einerea; ©. W. Richmond. Auk XI.
p. 144—150; M. insignis und M. cinerea, Eier beschrieben; id. 1. e. p. 148.
Montifringilla alpicola und M. nivalis, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl.
Birds Eur. t. 673.
Passer ammomendri, abgebildet; id. 1. c. t. 672; P. hispaniolensis, abgebildet;
Reiser, Ornis Balcanica II, Bulgarien t. 3.
Passerella iliaca stephensi n. subsp., nahe P. i. megarhyncha, Kalifornien;
A. W. Anthony, Auk XI. p. 348.
Pinicola enucleator, über einen Wanderflug von; W. Brewster, Auk XI.
p. 245—256, mit 2 Karten.
Pipilo fuscus senicula n. subsp., Nieder Kalifornien; A. W. Anthony, 1. c.
pr
Poospiza alticola n. sp., nahe P. hydochondriaca und P. rubecula n. sp.,
nahe P. erythrophrys, Nord-Peru; O. Salvin, Nov. Zool. II. p. 7, 8.
Pyrrhula cassini, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 677;
P. leucogenis n. sp., N. Luzon;, W. R. Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club IV.
p. XLI; abgebildet (s. n. P. leucogenys); id. Ibis (7) I. t.14; P. maior, in
Yorkshire; L. H. Irby, Proc. zool. Soc. Lond. 1895. p. 691.
Serinus domaldsoni n. sp., nahe S. capistratus und S. maculicollis n. sp.,
Somali Land; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Club IV. p. XLI; abgebildet; id. Proc.
zool. Soc. Lond. 1895 t. 27.
Spermophila plumbeiceps n. sp., nahe S. palustris, Tucuman; T. Salvadori,
Boll. Mus. Torino X. No, 208, p. 5.
Spermophilopsis nom. nov. für Drepanorhynchus Dubois (nec Fisch. und
Rchw.); W. Rothschild, Bull. Brit. Club IV. p. XXXVIH. (Auch Spermo-
philopsis ist bereits vor Langem von J. H. Blasius für ein Nagethier-Genus
verbraucht und müsste deshalb durch eine andere Bezeichnung ersetzt werden,
“ doch erscheint die generische Abtrennung der betr. Arten von Sporophila völlig
überflüssig).
Uragus sibiricus, abgebildet; Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 678.
Zonotrichia querula, in Britisch Columbia; W. Brewster, Auk XII. p. 182.
Drepanidae.
Loxops wolstenholmei, identisch mit L. rufa (Blox.); W. Rothschild, Nov.
Zool. U. p. 54.
Tanagridae.
Buarremon baroni n. sp, nahe B. comptus u. B. tricolor, N.- Peru;
O. Salvin, Nov. Zool. II. p.5 t.1f.1; B. rufigenis n. sp., nahe B. semirufus,
N.-Peru; id. 1. e: p.5 t.1 fig. 2:
S C. E. Hellmayr: Bericht üher die Leistungen
nn]
Calospiza, ist statt Calliste u Aglaia zu verwenden; W. Stone, Proc. Ac.
Philad. 1895 p. 251— 252.
Rhamphocoelus dunstallin.sp., Panama (2); W. Rothschild, Nov. Zool. I. p.481.
Mniotiltidae.
Basileuterus nigrivertex n. sp., nahe B. nigrieristatus, Nord-Peru; O, Salvin,
Nov. Zool. HD. p.3.
Dendroeca olivacea, Nest und Ei beschrieben; W. Price, Auk XII. p. 17—19.
Geothlypis flavo-velatus n. sp, O. Mexico; R. Ridgway, P. U. S. Mus,
VEN: p. 119,
Helminthophila leucobronchialis, in Connecticut; J. Sage, Auk XII. p. 307
—308; in Maryland; C. W. Richmond, ]. ec. p. 307.
Motaeillidae.
Anthus cervinus, bei Hastings erlegt; R. B. Sharpe, Bull. Brit. Club
No.XXXI p.XV.; A.similis, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Europe t. 665.
Motacilla personata, abgebildet; id. l. ce. t. 663; M. xanthophrys, abgebildet;
id. 1. e. t. 664.
Alaudidae.
Alauda arvensis, brütend auf Long Insel; Proctor, Auk XII. p. 390;
A. arborea cherneli n. subsp., Deliblater Wüste, S. Ungarn; J. P. PraZäk, Orn.
Monber. III. p. 143; A. gulgula«, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur.
t. 684; A. eristata pallida n. subsp., Tunis; J. Whitaker, Ibis (7) I. p. 100.
Alaudula somalica n. sp., nahe A. minor, Somali Land, R. B. Sharpe,
Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 472. |
Ammomanes algeriensis, abgebildet; A. Koenig, J. f. Orn. XLII. t. 8;
4A. cinctura, abgebildet; id. 1, ce. t.9.
Chersophilus margaritae, verschieden von C. duponti; J. Whitaker, Ibis (7)
I. p. 98.
Galerita isabellina, abgebildet; A. König, J. f. Ornith. XLIIL t. 7.
Mirafra gilletti n. sp., nahe M. naevia und M. sabota, Galla Land;
R. B. Sharpe, Bull. Brit. Club IV. p. XXIX.; M. intercedens n. sp., nahe
M. sabota u. M. gilletti, Massai Land; A. Reichenow, Orn. Monber. III. p. 96.
Otocorys penicillata balcanica n. subsp., Balkan; A. Reichenow, Orn. Monber.
III p. 42; O. bilopha, JR und Nest mit juv. abgebildet; A. König, J. f. Ornitb.
XLIII. t.10; O. penicillata, Vogel und Ei abgebildet; O. Reiser, Ornis Bale.
II. Bulgarien t.3; O. alpestris praticola, brütend in Massachussets; W. Faxon,
Auk XI. p. 39.
Rhamphocorys clot-bey, @ und Ei abgebildet; A. König, J. f. Ornith.
XLIM. t. 14.
Spizocorys personata n. sp., nahe S. eurvirostris, Somali Land, R. B. Sharpe,
Proc. zool. Soc. London 1895 p. 471.
Pyenonotidae.
J. Büttikofer. On the Genus Pyenonotus and some allied Genera, with
Enumeration of the specimens in the Leyden Museum; Notes Leyd. Mus. XVII.
p. 225—252.
in der Natnrgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 9
Andropadus gracilirostris liberiensis n. subsp., Liberia; A. Reichenow,
Nov. Zool. II. p. 160; A. marwitzi n. sp., nahe A. virens, Kilima Ndscharo; id.
Orn. Monber. III. p. 188.
Alcurus striatus, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p. 227—229.
Centrolophus n. g., typus: Brachypus leucogenys Blyth.; J. Büttikofer,
Not. Leyd. Mus. XVII. p. 230.
Chloropsis aurifrons, Nest u. Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p. 222-224: C. hardwicki, Nest und Ei beschrieben; id. l. ce. p. 224.
Gymnoerotaphus n. g., typus: Brachypus tygas Bp.; Büttikofer, Not. Leyd,
Mus. XVII p. 245.
Hemixus flavala, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p- 226— 227.
Hypsipetes fugensis n.sp.. nahe H. pryeri, Fuga Insel, Philippinen; W. R.
Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club V. p. I.
Jole virescens, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p- 232— 234.
Mesolophus n. g., typus: Vanga flaviventris Tick; J. Büttikofer, Not. Leyd.
Mus. XVII. p. 247.
Mierotarsus cinereiventris, Nest beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p. 235—236; M. melanocephalus, Nest und Ei beschrieben; id. 1. ec. p. 234—235.
Pachycephalopsis n. g., typus: Museicapa sinensis Gm., J. Büttikofer, Not.
Leyd. Mus. XVII. p. 241.
Phyllostrephus baumanni n. sp., nahe P. cabanisi, Misahöhe, Togo Land;
A. Reichenow, Orn. Monber. III. p. 96; P. kretschmeri n. sp., Kilima Ndscharo;
A. Reichenow u. ©. Neumann, Ormn. Monber. III. p. 75; P. pauper n. sp., nahe
P. strepitans, Somali Land, R. B. Sharpe, Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 489.
Pycnonotus dodsoni n. sp., nahe P. layardi, Somali Land; R. B. Sharpe,
Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 488; P. gabonensis = P. trieolor und P. barbatus;
P. minor Heugl., identisch mit P. trieolor Hartl., J. Büttikofer, Not. Leyd.
Mus. XVII. p. 000 (vgl. dazu Reichenow, Orn. Monber. IV. p. 145).
Spiziaus canifrons, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) 1.
p- 231— 232.
Stictognathus n. g., typus: Pyenonotus taivanus Styan ; J. Büttikofer, Not.
Leyd. Mus. XVII. p. 242.
Xanthiaus flavescens, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 229—231.
Xenocichla clamans, Q abgebildet; Y. Sjöstedt, Svenska Ak. Handl. XX VII.
p. 97 1.10; X. harterti n. sp., nabe X. simplex, Sierra Leone — Liberia;
A. Reichenow, Nov Zool. II. p. 159; X. strüfacies n. sp., Kilima Nscharo;
A. Reichenow u. OÖ. Neumann, Orn. Monber. III. p. 74.
Meliphagidae.
Anthreptes griseigularis, Bemerkung über; E. Hartert, Nov. Zool. II. p. 65.
Melipotes atriceps n. sp., nahe M. gymnops, Owen Stanley Gebirge. 8.0.
Neu Guinea; W. R. Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club V. p. XV.
80 C. E. Hellmayr: Bericht über dıe Leistungen
Myza sarasinorum n. g. et sp., N.-Celebes; A. B. Meyer u. L. W. Wigles-
worth, Abh. Mus. Dresden 1894—95 No. 8 p.11.
Ptilotis Keartlandi n.sp., Zentral Australien; J. A. North, Ibis (7) I. p. 340.
Zosteropidae.
Zosterops aureiloris n. sp, nahe Z. luzoniea, N. Luzon; W, R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XL; Z. babelo n. sp., Talaut Inseln; A. B. Meyer
u. L. W. Wiglesworth, Abh. Mus. Dresden 1894—95 No.9 p. 6; Z. luzonica
n. sp., nahe Z. nigrorum, Luzon; W. R. Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club IV.
p- XXI; Z. simplex, Nest beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I. p. 222.
Nectariniidae.
Aethopyga flavipectus, abgebildet; W. R. Ogilvie-Grant, Ibis (7) I. t.5 £.1;
A. minuta, identisch mit A. flavipectus; D. C. Worcester und F. S. Bourns,
l. ec. p. 405.
Arachnothera longirostris, abgebildet; H. Stuart Baker, J. Bombay Soc.
X.t.-D.
Cinnyris excellens n. sp., nahe C. guimarascensis, Luzon; W. R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XVIII.
Eudrepanis jefferyi, abgebildet; id, Ibis (7) 1. t.5 £. 2.
Nectarinia Kilimensis, auf dem Ronssoro Gebirge; Scott. Elliot, Proc.
zool. Soc. Lond. 1895 p. 342.
Dicaeidae.
Dicaeum talantense n. sp., nahe D. sanghirense, Talaut Inseln; A. B. Meyer
und L. W. Wiglesworth, Abh. Mus. Dresden 1894—95 No.9 p.5.
Prionochilus inexcpectatus n. sp., Luzon und Mindoro; E. Hartert, Nov.
Zool. I. p. 64.
Paridae.
J. P. Prazäk. Versuch einer Monographie der palaearktischen Sumpf-
meisen (Poeeile Kaup). Orm. Jahrb. VI. p. 8-59, 65—99. — Die umfangreiche
Arbeit behandelt die palaearktischen Graumeisen in grosser Ausführlichkeit. Zum
erstenmale wird hier versucht, in die verworrene Synonymie Licht zu bringen
und die einzelnen Formen auseinanderzuhalten. Wenn dies dem Verfasser
auch nicht ganz gelungen ist, so hat die Arbeit doch das Verdienst, zum
weiteren Studium der so schwierigen Gruppe angeregt zu habeu.
Acredula caucasica und A. macedonica, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl.
Birds Eur. t. 655.
Melanochlora sultanea, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. 224—226.
Paradoxornis flavirostris, Nest und Ei beschrieben; id. 1. c. p. 42—44.
Parisoma orientale n. sp., Kibuesi, S. Ukamba; A. Reichenow u 0. Neu-
mann, Orn. Monber. III. p. 74.
Parus bokharensis, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 655 f. 2;
P. einereus, abgebildet; id. l. ec. t.056 f.1; P. cypriotes, abgebildet; id. 1. e.
t. 658; P. holsti n. sp., Formosa; H. Seebohm, Ibis (7) I. p. 211 t 6; P. om-
briosus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 661; P. palmensis, ab-
gebildet; id. 1. c. t.660 f.1; P. palustris, in Schottland; J. A. Harvie-Brown,
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 81
Trans. Pertsh. Soc. II. p. 97”—100; P. phaeonotus, abgebildet; Dresser, 1. e. t. 657;
P. pleskei, abgebildet; id. 1. ce. t. 659; P. tenerijfae, abgebildet; id. 1. c. t.660, f.2,
Suthora atrisuperciliaris, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis
(”)Ip 4-45.
Sittidae.
Dendrophila mesoleuca, abgebildet; W. R. Ogilvie-Grant, Ibis (7) I t.4 f.2.
Sitta caesia homeyeri, identisch mit S. advena Brm.; A. Reichenow, Om.
Monber. III. p. 141 (Hat sich als irrthümlich herausgestellt); S. whiteheadi, ab-
gebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 662.
Certhiidae.
Certhia americana, brütend in S. O. Missouri; ©. Widmann, Auk XL.
p. 350—55; C. familiaris alticola nom. nov. für ©. mexicana Glog. (nec Gm.);
G. S. Miller, Auk XII. p. 186.
Climacteris superciliosa n. sp., nahe C. erythrops, Zentral-Australien; J. A.
North, Ibis (7) I. p. 341.
Tichodroma phoenicoptera, bei Moulins; E.Olivier, Rev.Sci. Bourbonn.VIIL.p.15.
i Xerophila nigricineta n. sp., nahe X. pectoralis, Zentral-Australien; J. A.
North, Ibis (7) I. p. 340.
Timelidae.
J. Büttikofer. A Revision of the Genus Turdinus and Genera allied to
it, with an enumeration of the Specimens contained in the Leyden Museum;
Not. Leyd. Mus. XVII. p. 65-106.
Apalis binotata n.sp., Kamerun; A. Reichenow, Orn. Monber. III. p. 104,
113; A. cervicalis n.sp, Kamerun; id. l. c. p. 104, 113; A. griseiceps n. sp.,
Kilima Ndscharo; A. Reichenow u. O. Neumann, ]. ce. p. 75; A. porphyrolaema
n. sp., Mau, O. Afrika; iid. I. ce. p. 75.
Argya saturata n. sp., Zanzibar, nahe A. rufula; R. B. Sharpe, Proc. zool.
Soc. Lond. 1895 ». 488; A. squamicep von 8. Arabien, verschieden ven
A. chalybea (Bp.) aus Palästina; id. Bull. Brit. Club IV. p. XXX VI.
Bathmocercus rufus n. g. et sp, Kamerun; A. Reichenow, Orn. Monber.
III. p. 104, 113; B. vulpinus n. sp. und B. murinus n. sp., Aruwimi, Kongo; id.
Nov. Zool. II. p. 159.
Brachyptery® poliogyna u. sp., nahe B. erythrogyna, N. Luzon; W. R.
Ogilvie-Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XL; Q abgebildet; id. Ibis (7) I. t.12£.1.
Bradypterus rufoflavidus n. sp., Kilima Ndscharo; A. Reichenow und
O. Neumann, Orn. Monber. III. p. 75.
Burnesia melanops n.sp., nahe B. bairdi, Mau, Z. O. Afrika; id. 1. e. p. 75
Callene albogularıs n. sp., Uluguru, O. Afrika: A. Reichenow, Orn. Monber.
III. p.87, 96; C. pyrrhoptera n. sp, nahe C. anomala, Mau, Z. ©. Afrika;
A. Reichenow u. OÖ. Neumann, Orn. Monber. III. p. 75.
Camaroptera chloronota n. sp., uahe ÜC. olivacea, Misahöhe, Togo Land;
A. Reichenow, Orn. Monber. III. p. 96; C. dorcadrichroa n. sp., Kilima
Ndscharo und Mau; A. Reichenow u. O. Neumann, Orn. Monber. III. p. 76.
(Ist eine Oryptolopha: Musecicapidae).
Cisticola dodsoni n. sp., nahe ©. subruficapilla, Galla Land; R. B. Sharpe,
Bull. Brit. Club IV. p. XXIX; C. somalica n. sp., nahe C. haesitata, Somali
Land; id. Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 483.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. 1I. H.1. 6
82 C. E. Hellmayr: Bericht über die Leistungen
Corythoeichla striata, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 57—58.
Crateropus smithiüi n.sp., nahe C. hartlaubi, W. Somali Land; R.B. Sharpe
Bull. Brit. Club IV. p. XLI.
Drymocataphus tickelli, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 55—57.
Drymoeca saharae, Nest und Ei abgebildet; A. König, J. f. Ornith.
NIIT. 1.19:
Dryodromas smithi n. sp., nahe D. rufifrons, Galla Land; R. B. Sharpe,
Bull. Brit. Club IV. p. XXIX.
Dryonastes sannio, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 45.
Eremomela flavierissalis n. sp., nahe E. flaviventris, Somali Land; R. B.
Sharpe, Proc. zool. Soc. Lond. 1895 p. 481.
Gampsorhynchus rufulus, Nest beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I. p.53.
Garrulax gularis, Nest und Ei beschrieben; id. ]l. c. p. 46—48,
Grammatoptila austeni, Nest und Ei beschrieben; id. ]l. e. p. 49
Lanioturdinus n. g., typus: Corythocichla cerassa Sharpe; J. Büttikofer,
Not. Leyd. Mus. XVII. p. 72.
Lioptila annectens, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p. 217—218.
Macronus trichorrhos Tem. von Java, verschieden von der Malakka-Form;
A. Reichenow, J. f. Orn. XLII. p. 355.
Malacopteron palawense nom. nov. für Trichostoma rufifrons Tweed. (nec
Cab.); J. Büttikofer, Not. Leyd. Mus. XVII. p. 104.
Miaornis erythronota n. sp., nahe M. pyrrhoptera und M. bicolor, Java;
A. Reichenow, J. für Omith. XLIII, p. 356.
Mülleria n. g. (typus: Napothera bivittata Bp.); J. Büttikofer, Not. Leyd.
Mus. XVII. p. 96.
Myiothera epilepidota und M.lepidopleura, Bemerkungen über; A. Reichenow,
J. f. Omith. XLIL. p. 355.
Ophrydornis n. g., typus: Setaria albigularis Blyth.; J. Büttikofer, Not.
Leyd. Mus. XVII. p. 101.
Orthotomus chloronotus n. sp., nahe O. derbianus, N. Luzon; W.R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club V. p. 1.
Paradoxornis, vgl. Paridae.
Pellorneum ignotum und P. palustre, Nest und Ei beschrieben, H. Stuart
Baker, Ibis (7) I. p. 53--55.
Phyllergates riedeli n. sp., nahe P. ceinereicollis, S. Celebes; A. B. Meyer
und L. W. Wiglesworth, Abhdl. u. Ber. Mus. Dresd. 1894—95 No.8 p. 13.
Pomatorhinus macclellandi, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker,
Ibis (7) I. p. 52; P. phayrii, Nest und Ei beschrieben; id. 1. c. p. 51—32.
Proparus austeni n. sp., nahe P. vinipectus, Manipur und Naga Berge;
W. R. Ogilvie-Grant, Bull. Brit Club V. p. III.
Pseudotharrhaleus caudatus n. g. et sp., nahe Androphilus, N. Luzon; id.
l. c. IV. p. XL; abgebildet; id., Ibis (7) I. t. 13.
Schoeniparus mandelli, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 60—62,
in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1895. 83
Seotocerca inquwieta und S. saharae, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl.
Birds Eur. t. 653.
Sittiparus cinereus, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7) I.
p. 62—64.
Sphenoeacus caudatus n. sp., nahe S. punctatus, Snares Inseln, Neu Zee-
land; W. Buller, Trans. New Zeal. Inst. XX VI. p. 127.
Stachyridopsis rufifrons, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis
(7) I. p.59—60.
Stachyris assimilis, Nest und Ei beschrieben; id. 1. c. p. 58—59.
Stactocichla merulina, Nest und Ei beschrieben; id. ]. ce. p. 50-51.
Staphidia castaneiceps, Nest und Ei beschrieben; id. l. c. p. 218—220.
Suthora, vgl. Paridae.
Tarsiger guttifer n. sp., Kilima Ndscharo; A. Reichenow u. O. Neumann,
Orn. Monber. III. p. 76 (= T. orientalis juv.).
Trochalopterum virgatum, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis
(7) I. p. 48—49.
Turdinulus guttaticollis n. sp., nahe T. roberti, Miri Berge, Assam; W. R.
Ogilvie-Grant, Ibis (7) I. p. 432.
Yuhina nigrimentum, Nest und Ei beschrieben; H. Stuart Baker, Ibis (7)
I. p. 220— 222.
Zosterornis dennistouwni n. sp., Luzon; W. R. Ogilvie-Grant, Bull. Brit.
Club V. p. I; Z. striatus, abgebildet; id. Ibis (7) L. t.4 £.1.
Troglodytidae.
Heleodytes affinis ist bloss subspecifisch verschieden von H, brunneicapillus ;
A. W. Anthony, Auk XI. p. 280.
Thryothorus leucophrys n. sp., nahe T. spilurus, S. Clemente Insel, Kali-
fornien; id. 1. c. p. 52.
Mimidae.
Harporhynchus lecontei, besprochen und abgebildet; C. Hart Merriam, Auk
XI. p. 54--60, t.1; H. cinereus mearnsi n. subsp., Nieder-Kalifomien; A. W.
Anthony, Auk XII. p. 53.
Mimus polyglottos, brütend in OÖ. Massachussets; C. W. Batchelder, Auk
XII. p. 308-309.
Sylviidae.
Accentor atrigularis und A. fulvescens, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl.
Birds Eur. t. 654,
Acrocephalus horticolus ist Subspecies von A. palustris; ©. Floericke,
Aquila II. p. 84-85.
Bradyornıs woodwardi, vgl. Muscicapidae.
Cossypha donaldsoni n. sp., nahe ©. subrufescens, Galla Land, R. B. Sharpe,
Bull. Brit. Club IV. p. XX VII.
Oyanecula orientalis Bm. (©. dichrosterna Cab.) ist ein Umfärbungsstadium
von C. suecica; V. von Tschusi, Orn. Jahrb. VI. p. 269 - 271.
Daulias hafızi, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 645.
Dromolaea leucura, ZZ, Nest und Ei abgebildet; A. König, J. f. Orn.
XLII. t. 6.
6*
84 C. E. Hellmayr.
Erithacus hyrcanus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Suppl. t. 654.
Geocichla naevia, brütend in Brit. Columbien; W. E. Brooks, Ibis (7) I.
p. 512—513; @. sibiria, verschieden von @. davisoni; H. Seebohm, Bull. Brit.
Club IV. p. XIX.
Locustella straminea, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur. t. 652.
Lusciniola seebohmi n. sp., nahe L. mandelli, N. Luzon; W.R. Ogilvie-
Grant, Bull. Brit. Club IV. p. XL.
Melizophilus deserticolus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. Birds Eur.
t. 649; 1, 2, juv. abgebildet; A. König, Journ. f. Orn. XLII. t. 2.
Merula albiceps, Bemerkungen über; H. Seebohm, Ibis (7) I. p. 211—213;
M. ludovieiae n. sp., nahe M. simillima und M. nigropileus, N. Somali Land;
E. Lort Philipps, Bull. Brit. Club IV. p. XXXV1.
Myrmecocichla yerburyi n. sp., nahe M. melanura, Palästina; R. B. Sharpe,
Ixe. IV. P-XZAXUITE
Phylloscopus neglectus, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 650 £.1.
P. nitidus, abgebildet; id. l. c. t. 651 f.2; P. proregulus, abgebildet; id. 1. ce.
t. 650 f.2; P. viridanus, abgebildet; id. 1. c. t. 651 £.1.
Pratincola caprata, abgebildet; Dresser, Suppl. B. Eur. t. 651; P. dacotiae,
abgebildet; id. l. c. t. 650; P. rubicola, neu für Norwegen; R. Collett, Christ;
Vid. Selsk. Forhdlg. 1895 N. 2.
Ruticilla erythronota, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 643;
R. ochrura, abgebildet; id. 1. ce. t. 642.
Saxicola albonigra, abgebildet; id. l. c. t. 638 f.2; 5. amphileuca, ab-
gebildet; O. Reiser, Ornis Balcan. II. Bulgarien t. 2; 8. chrysopygia, abgebildet;
H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 638 f. 1; S. lugens, 52 ad., jun., abgebildet;
A.König, J. f. Orn. XLII. t. 4 u. 5, f.1; S. picata, abgebildet; H. E. Dresser,
Suppl. B. Eur. t. 639; 8. seebohmi, abgebildet; id. 1. c. t. 636 und A. König, J. f.
Orn. XLIIL. t.3 u.5, f.2; $. somalica n. sp., nahe S. morio, Somali Land;
R. B. Sharpe, Proc. zool. Soc. Lond. 18395 p. 486; 5. stapazina, abgebildet;
OÖ. Reiser, Ornis Balcan. II. Bulgarien t. 2; $. stapazina u. SS. melanoleuca,
Bemerkungen über; J. S. Whitaker, Ibis (7) I. p. 93; 8. vittata, abgebildet;
H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 637.
Sylvia althaea, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 646 f. 2;
S. deserti, ZQ abgebildet; A. König, J. f. Orn. XLIL. t. 1 f. 1, 2; $. minus-
cula, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 646 f. 1; 8. mystacea, ab-
gebildet; id. 1. c. t. 647; S nana, abgebildet; id. 1. c. t. 648; & ad. abgebildet;
A. König, J. f. Omith. XLIU. t.1 f.3; $. nisoria, neu für Norwegen;
R. Collett, Christ. Vid. Selsk. Forhandl. 1895 No. 2.
Turdus aliciae bicknelli brütend in Massachussets; W. Faxon, Auk XU.
p. 392; T. alpestris, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl. B. Eur. t. 635; T. pallasü,
abgebildet; id. 1. e. t. 634 f. 1; T. fuscescens salicicolus, in Nordost-Illinois;
B. T. Gault, Auk XII. p. 85; T. swainsonii, abgebildet; H. E. Dresser, Suppl.
B. Eur. t. 634 f. 2.
Bericht
über
die Leistungen in der Herpetologie im Jahre 1894.
Von
Dr. Franz Werner
in Wien.
Reptilla.
Litteratur. Den Bericht über Wirbelthiere im „Zoologischen
Jahresbericht für 1894, herausgegeben von der Zool. Station in
Neapel, redigirt von Paul Mayer, Berlin 1895, R. Friedländer & Sohn, *
250 pgg. lieferten M.v. Davidoff, C. Emery und E. Schoebel.
Den Bericht in S. Sharp’s Zool. Record für 1894, London 8°, Bd. 31
des „Record of Zool. Litterature“ (Reptilia and Batrachia p. 1—44)
erstattete G. A. Boulenger, von dessen synonymischen Bemerkungen
ebenso wie die der späteren Jahrgänge der Ref. Gebrauch machte.
OÖ. Taschenberg, Bibliotheka Zoologica U. Verzeichniss der
Schriften über Zoologie, welche in den periodischen Werken ent-
halten und vom Jahre 1861—80 selbständig erschienen sind, mit
Einschluss der allgemein-naturgeschichtlichen, periodischen und pa-
laeontologischen Schriften. Bd.4 (..... Amphibia und Reptilia)
Leipzig 1894, 8°, pagg.5, 2761—3648.
Das Datum der Herausgabe des: „Tableau Encyclopedique et
Methodique des Trois Regnes de la Nature, Erpetologie par Bonna-
terre, pgg. XXVIM. 70, 43 Taf.“ ist nach C.D. Sherborn &B.B.
Woodward 1789. — Proc. Zool. Soc. London 1893 p. 584.
Museen und zoologische Gärten. H. Ude beschreibt
die Eidechsen des Provinzial-Museums in Hannover, welche aus
9 Geekoniden, 4 Agamiden, 3 Iguaniden, 2 Anguiden, 1 Varaniden,
1 Tejiden, 2 Amphisbaeniden, 4 Lacertiden und 6 Scinciden, sowie
3 Chamaeleontiden besteht; da die Thiere durchwegs gemeine Arten
repräsentieren, so hätte eine einfache Aufzählung auf einer einzigen
Druckseite genügt. Die angegebenen Fundorte bringen keine Be-
reicherung unserer Kenntnisse von der geographischen Verbreitung
der aufgezählten Arten, dagegen ist die von Amboina (p. 96) auf-
geführte C. nıgrilabris Ptrs. nicht diese Art, sondern C. cristatellus
var. moluccana Less. — 42/43. Jahresber. Naturhistor. Ges. Hannover
für 1891/92, und 92/93 (1894) p. 91 —106.
86 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
A. Römer hat die Skelettsammlung des Wiesbadner Museums
katalogisirt. Reptilien sind 11 (darunter ein Gavialschädel von
88 cm), Batrachier 4 verzeichnet. Jahrb. Nassau. Ver. f. Naturk.
Wiesbaden 46. Jahrg. p. 129—130.
Ein Auto-Referat über Boettger, Catalog der Rept.-Sammlg.
im Senckenberg. Museum (s. Ber. f. 1893 p. 71) findet sich im Zool.
Centralbl. 1. Jahrg. 1894 p. 249.
A. Smith-Woodward & A. Davies Sherborn geben eine
Schilderung des neu eröffneten |Rothschild-Museums zu Tring,
England. Erwähnt werden Ichthyosaurus- und Steneosaurus-Reste
aus dem Lias, der Panzer von Testudo grandidieri aus Madagascar
und die Whitehead-Sammlung aus Palawan und Borneo. Nat.
Science Bd. 2 p. 57—63, 2figg. (1893).
Ueber die Aufstellung von Objekten im Oxford University
Museum nach E.S. Goodrich Mittheilungen. Das Arrangement
der Ichthyosauria, Plesiosauria und Chelonia ist auf Taf. 2 abgebildet.
— Natural Science Bd.5 p. 128—131, Taf. 1—3.
Im Hamburger Zoologischen Garten befanden sich nach Bolau
im Jahre 1893 Testudo radiata Shaw, 2 Boa madagascariensis (DB),
2 Metopocerus cornutus Kuhl; der Frankfurter Zoologische Garten be-
herbergte um diese Zeit 2 Tiliqua gigas von Neuguinea, Trachysaurus
rugosus, Amphibolurus barbatus, Varanus griseus und varıus, sowie
2 Rana catesbyana. — Zool. Garten, 34. Jahrg. 1893, p- 188—189.
Bolau hat die ältesten Thiere des Hamburger zoologischen
Gartens zusammengestellt. Darunter befinden sich mehrere Schild-
kröten, Krokodile und Schlangen, die über 5 Jahre, ein Alligator
mississippiensis, der 13'/, Jahre, ein Megalobatrachus, der fast 11Jahre
in Gefangenschaft daselbst sich befindet. — Zool. Garten, 34. Jahrg.
(1893) p. 283.
lm Frankfurter zoolog. Garten befanden sich 1893 an neuen
Reptilien eine AHydromedusa, Tropidonotus ordinatus und fasciatus,
Uromastix spinipes und hardwickii, Zonurus giganteus und Seincus
offieinalis. — Zool. Garten, 34. Jahrg. 1893 p. 287.
Die Liste der Erwerbungen im zoolog. Garten zu London
nennt p. 761 Sphenodon punctatus von Stephen’s Island, Cook’s
Strait, Neuseeland, pag. 762 Clemmys punctularia von Guayana,
'oluber exwimius von Tennessee, Naja haje u. Coronella cana von
Victoria West, Capland, pag. 673 Nicoria spengleri von Okinawa-
shima, Liu-kiu Inseln, p. 674 Phrynosoma orbiculare von San Diego,
Cal., pag. 675 Ahaetulla liocerca und Dipsas cenchoa von Trinidad,
pag. 768 Aydrops triangularis von Demerara, pag. 769 Elaps fulvius
von Florida, p. 770 Chamaeleoa parvilobus von Barberton, Transvaal,
und /guana delicatissima von den Caicos-Inseln, W.Indien, pag. 771
Testudo tabulata von Trinidad, Seps ocellatus von Malta und Corallus
cookei von Grenada, W. Indien, pag. 773 Coluber boddaerti eben-
daher und Herpetodryas carinatus ebendaher, Alytes obstetricans aus
Belgien, pag. 775 Cyelemys flavomarginata: u. Ocadia sinensis von
Formosa, pag. 776 Lacerta muralis var. tiliguerta von Triest, pag. 777
in der Herpetologie im Jahre 1894. 87
Tupinambis nigropunctatus, Scytale coronatum, Corallus hortulanus,
Leptognathus nebulatus und Coluber boddaerti von Trinidad, pag. 780
Bujo vulgaris von Jersey und pag. 781 Ciniwys belliana von Mombasa,
O. Afr. — Proc. Zool. Soc. London 1893.
Der Report of the Council of the Zool. Soc. London for 1893
nennt p. 43 Uyclemys flavomarginata Gray von Formosa, Physignathus
desueuri Gray von N. S. Wales, Corallus Cookii Gray von Grenada,
W. Indien, Aydrops triangularıs Wgl. von British Guyana, Deipsas
cenchoa L. und Leptognathus nebulatus L. von Trinidad, W. Indien,
und Elaps fulvius L. von Florida.
Geschichte, Sage. C.Grevö gibt zur Veranschaulichnng
der herpetologischen Kenntnisse in der Mitte des 17. Jahrhunderts
einen Auszug aus J. Sperlingii Zoologia, ex rec. G. C. Kirchmajer,
Wittebergiae 1669, über Giftschlangen, Drachen und Nattern. —
Zool. Garten 34. Jahrg. (1893) p. 56—57.
In einer Interpretation gewisser Verse des ersten Kapitels der
Genesis im Lichte der Palaeontologie nimmt H. C. Chapman das
hebräische Wort „tnimm“ für Reptili« und das Wort „shrtz“ für Pro-
reptilia in Anspruch. — Proc. Ac. Nat. Sc. Philad. 1893 p. 68—74.
E. v. Marenzeller, Die grosse Seeschlange. Wien 1894, 12°,
30 p. (aus Schrift. Ver. Verbr. nat. Kenntn. Wien Bd. 34).
Technische Hilfsmittel, Methoden. A. Granger, Le
Manuel du Naturaliste.e Paris 1894, E. Deyrolle fils, 8°, 326 p.
257 figg. enthält Winke für das Sammeln, Präpariren und Ausstopfen
auch von Reptilien und Batrachiern.
Eine Notiz über das Skeletiren von Reptilien und Batrachiern bringt
A. Granger. — Le Naturaliste (Deyrolle) 16. Jahrg. p. 193und 202.
R. W. Shufeldt, Scientific Taxidermy for Museums. Smithson.
Instit. Report. U. S. Nat. Mus. for 1892 p. 369—436, Taf. 15—96.
Washington 1894. — Ref. in: Nat. Science Bd.5, p. 58—60, Suppl.
p. 1 Taf. 3 (Crotalus adamanteus) und Taf. IV (Tupinambis teguixin).
F. Lataste empfiehlt für Chile, kleine und empfindliche Skelete
durch die Larven der dort häufigen Paludicola bibroni herstellen
zu lassen. — Act. Soc. Scientif. Chili Bd. 2 Proc. Verb. p. 148.
Einen günstigen Bericht über Formol als Conservirungs- und
Härtungsmittel bringt G. Bergonzoli, Boll. Scientif. (Maggi) Jahrg. 16
p- 15—21. — Auch F. Blum hat eine Notiz über denselben Gegen-
stand in: Anat. Anz. 9. Bd. p. 229—231 und Hoyer jun. in Verh.
Anat. Ges. Strassburg 8. Vers. 1894 p. 236—238.
Eine Notiz über die Injektionstechnik mit alkoholischer Schellak-
lösung für Darstellung des Arteriensystems von Fröschen und
anderen Thieren, die in Alkohol aufbewahrt werden sollen, bringt
A. Schuberg. — Zool. Anz. 16. Jahrg. (1893) p. 142—144.
OÖ. Zoth, Zwei Methoden zur photographischen Untersuchung
der Herzbewegung bei Kaltblütlern. — Jena, G. Fischer 4°, 22 p.
2 Tafeln (Aus Festschr. f. A. Rollett).
Werke allgemeinen Inhaltes. H. Jung, G. v. Koch und
F. Quentell, Neue Wandtafeln für den Unterricht in der Natur-
s8 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
geschichte. Zoologie. Darmstadt 1893. 60 Tafeln Fol., mit Text,
8°, Lief.2 enthält Taf. 12 Pelias berus, Tafel 13 Coluber natrix und
Taf. 14 Emys europaea.
A. Brinkmann, Naturbilder. Bremen, Heinsius Nachflgr. 1893
No. 17. Die Thierwelt des nordwestlichen Deutschlands p. 90 —122.
Darin p. 99-100 Reptilia und Batrachia.
O. v. Linstow, Die Giftthiere und ihre Wirkung auf den
Menschen. — Berlin 1894, 8°, 4, 147 p. 54 figg.
S. G. Mivart, Types of animal Life (... Bullfrog, Rattlesnake . .)
London 1895. 8°, 8, 374 p. 104 fieg.
F. True, Useful aquatic Reptilia and Batrachia of the United
States. Washington (Fisheries and Fish. Ind. N. S.) 1893, 8°, 22 p.
Einzelheiten über dem Bau der Lurche gibt A. Brass auf
Tafel 26, der Kriechthiere auf Taf. 27 in seinem Atlas zur allgemeinen
Zoologie und vergl. Anat. 30 Taf., 19 Bogen. Leipzig 1893, Renger-
sche Buchhälg. 4%. — Referat von Spengel, worin auch einige Punkte
bei der Behandlung dieser beiden Gruppen bemängelt sind in Zool.
Centralbl. I. Jahrg. p. 343— 344.
Anatomie; Integument. Boas beschreibt in seiner Arbeit
über die Morphologie der Wirbelthierkralle auch die Krallen der
Reptilien (Batrachier: Onychydactylus, Xenopus nicht erwähnt). Die
Kralle bei Schildkröten und Krokodilen verhält sich sehr ähnlich
wie der Hornmantel der sogenannten Kegelschuppe der Reptilien.
Das Wachsthum geschieht durch Bildung neuer Hornschichten an
der Innenseite (vom Rete Malpighii aus), aussen dagegen wird sie
mehr weniger abgenützt. Von den Kegelschuppen unterscheidet sie
sich aber dadurch, dass sie nicht rund herum rund, sondern auf
einer (der unteren) Seite abgeplattet und concav ist. Der obere
Theil wird Krallenplatte, der untere Krallensohle genannt, dieser
besteht aus mehr lockerer Hornmasse. Der Krallenwall, die ring-
förmige Hautfalte um die Krallenbasis liegt dorsal der Krallenplatte
dicht aus, ist dagegen ventral durch eine Spalte von der Krallen-
sohle getrennt. Die Krallenwand ist distal am dicksten, an der
Basis am dünnsten, nur aus der- jüngsten Hornschicht bestehend. —
Die Kralle der Eidechsen Varanus, Iguana, Uromastie, Lacerta,
aber auch bei Hatteria) verhält sich merkwürdigerweise verschieden
von der der Krokodile und Schildkröten und ist der der Säugethiere
analog gebaut. Die Arbeit zerfällt in einen allgemeinen und einen
mehr speciellen Theil, in welchem die Krallen von Crocodilus, Alli-
gator, Emys, Testudo und der obenerwähnten Saurier beschrieben
sind. — Morph. Jahrb. 21. Bd. 1894 p. 281-311, 3figg. Taf. X
—XI. — Referat in Zool. Centralbl. II. p. 85—86.
Osteologie und Myologie. Goette findet eine doppelte
Anlage des oberen Bogen an den Schwanzwirbeln von Zacerta und
eine doppelte Anlage der Querfortsätze bei Anguis, welche bei
Lacerta unvollständig ist indem der hinteren Anlage ein Band ent-
spricht. Der hintere obere Bogen von ZLacerta wird aber durch
ein Knorpelstück angelegt und verschmilzt später mit dem vorderen,
in der Herpetologie im Jahre 1894. 89
Eine ähnliche Doppelanlage der oberen Wirbelbogen wurde auch
bei Sphenodon, Geckoniden, Coronella und Salamandra, nicht aber
bei Crocodilus gefunden. Die Intervertebralringe erhalten sich bei
der Verknöcherung länger knorpelig, schliessen sich an den vorher-
gehenden Wirbel an und schnüren die Chorda ein. Bei Zacerta
und Anguis bleibt zwischen den Basen der vorderen und hinteren
Bogenhälfte eine Lücke, der entsprechend die Chorda durch einen
queren Knorpel getheilt wird (ein ähnlicher Knorpel auch bei
Geckonen an der Einschnürungsstelle der Chorda). Sphenodon hat
Intervertebralscheiben, welche die Chorda einschnüren, aber keine
amphicoelen Wirbel. — Zoolog. Anzeiger XVII p. 359—363.
L. Calori hat eine Arbeit über die Zusammensetzung der
Condyli occipitales in den verschiedenen Wirbelthierklassen und
über die Homologie der dritten Condylus beim Menschen mit dem
einfachen der Sauropsiden. Verf. weist darin nach dass dieser
beim Menschen bisweilen vorkommende unpaare Condylus dem der
Sauropsiden nicht gleichwerthig ist. — Mem. Accad. Sc. Istit. Bologna
(5) Bd.4 p.283—296, Taf. — Ref. in Monit. Zool. Ital. Jahrg. 5 p. 118.
H.C. Chapman, Homologies ofthe Alisphenoid and Petromastoid
bones in Vertebrates. — Proc. Acad. Philad. 1894 p. 32—5l, figg.
G. Baur hat Bemerkungen über die Osteologie der Schläfen-
gegend der höherer Wirbelthiere. — Anat. Anz. X 1894 p. 315—3380.
N. Iwanzoff untersuchte die Gehörknöchelchen von Amphibien
und Reptilien. Der Stapes gehört dem Schädel an und muss des-
halb von der Columella, die aus dem Hyoidbogen entstanden ist,
unterschieden werden; die ©. besteht aus drei Theilen (Inter-, Medio-
und Extra-Columellare). Die Verhältnisse der Trommelfellhöhle und
die Lage der Columella wird bei Rana, Bufo, Hyla, Alytes, Bom-
binator, Pelobaies (letztere beide ohne Trommelhöhle), Siredon,
Triton (dieser ohne Columella), ZLacerta, Monitor, Alligator, Hatteria
besprochen. Bei den zwei letzteren ist der Zusammenhang der
Columella mit dem Hyoidbogen besonders zu erkennen. — Anat.
Anzeiger 9. Bd. p. 578—684.
K. v. Bardeleben giebt ein sehr ausführliches Referat über
alle neueren Arbeiten, die im Laufe des letzten Jahrzehntes über
Hand und Fuss erschienen sind. Er giebt die älteren Anschauungen
über Carpus und Tarsus wieder, berührt die Praepollex- und Prae-
hallux-Frage, geht auf die Hexa-, Hepta- und Polydactylie näher
ein, sodann auf die Homologie der Muskeln. Die Arbeit referirt
auch alle einschlägigen Arbeiten über Skeletbau und Muskelsystem
von Hand und Fuss der Batrachier und Reptilien. — Verh. anat.
Ges. 8. Vers. Strassburg i. E., 1894 p. 257—337, 6 figg.
Nervensystem und Sinnesorgane. Burckhardt führt
aus, dass sich die am Medianschnitt des Gehirnes niederer Wirbel-
thiere nachweisbaren Abschnitte mit gewissen Modificationen auch
am Sauropsidengehirn wiederfinden lassen und diese Modificationen
dürften unter dem Einflusse des bei dem Sauropsiden mächtig sich
entwickelnden Vorderhirnes, besonders seines hinteren Abschnittes,
zu Stande gekommen sein. — Anat. Anz. 9. Bd. p. 320—324, 3 figg.
90 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Weitere Mittheilung über die Faserung aus dem Stammganglion
Corpus striatum und überhaupt über seine Beziehungen zum Zwischen-
hirn bei den Reptilien bringt L. Edinger. Er beschreibt dabei
auch ein neues Fasersystem "als Radiatio striothalamica. — Verh.
anat. Ges. 8. Vers. Strassburg i. E. 1894 p. 53—60, 4 fige.
P.RamödonCajal,Investigaciones microgräficos en el encephalo de
los batraceos y reptiles. Cuerpos geniculaodos y tuberculos cuadrigemi-
nos de los mamiferos. Zaragoza, Tip. La Derecha, 4°, 88 pagg., 35 figg.
Herrick giebt eine Topographie und Histologie des Gehirnes
gewisser Reptilien, die dem Ref. nicht zugänglich war. — Journ.
Comp. Neur. Cineinnati, Vol. IV p. 119—140, Taf. 15--20.
F. K. Studnicka bestätigt, dass die Cranioten zwei von ein-
ander unabhängige Parietalorgane besitzen |[vergl. Beraneck im Ber.
f. 1893 p. 124.) u. nennt das hintere Pinealorgan (im rudimentären
Zustand Epiphyse), das vordere (Parietalauge) Parapinealorgan.
Er hat an jüngeren Embryonen von Lacerta den Parapinealnerven
gefunden und beschreibt das Pinealorgan u. die Lage der Paraphyse
von T’ropidonotus. Schliesslich wendet sich Verf. gegen die Ver-
suche einer Homologisirung der Parietalorgane der Wirbelthiere mit
dem unpaaren Auge der Tunicaten. — Vistnik (Sitz.-Ber.) Kräl.
spol. nauk v Praze 1893 12 p. Taf. XIX (1894) (&ech.). — Ref.
in: Zool. Centralbl. Jahrg. 1 (1894) p. 289 — 290.
Ueber die Herkunft des Pinealauges macht W. A. Locy Mit-
tneilungen; er sucht nachzuweisen, dass es ursprünglich wirklich
ein unpaares Auge war. — Anat. Anz. Bd. 8 p. 169—180, fig. 8.
P. Francotte hat eine Arbeit über das Parietalauge, die Epi-
physe und Paraphyse, sowie die Choroidalplexus des dritten Vertikels.
Die Paraphyse, welche zuerst auf Kosten des Vorderhirns gebildet
wird, wird secundär ein Abschnitt des Zwischenhirns. Sie existirt
im Embryonalstadium in der ganzen Wirbelthierreihe und entsteht
in der Form eines Divertikels vom Aussehen einer eiförmigen Blase.
Bei der Blindschleiche erscheint zuerst das Parietalauge, dann die
Paraphyse. Das Schwinden des Epiphysenstiels geht erst dann vor
sich, wenn die Parapophyse als vollständig selbstständige Blase
entwickelt ist. Es werden auch die Arbeiten über denselben Gegen-
stand von Leydig, Böraneck und Klinkowström besprochen. —
Bull. Ac. R. Sc. Bele. (3) Bd. 27 p. 8s4—109—112, 3 Tafeln.
Beraneck, E. Lindividualit6 de Voeil pineal. Reponse &
Mr. Klinkowström. Anat. Anz. VII 1893 p. 669—677.
S. Ramon y Cayal, Die Retina der W irbelthiere. Uebersetzt
von R. Greeff. — Wiesbaden 1894, 8°, 9, 179 p., 3figg., 7 Tafeln.
Krause, Die Retina (III. Amphibien, IV. Reptilien) in: Internat.
Monatsschr. f. Anatom. u. Physiol. Bd. 10 1% 12—31, 33—62, 65
—84, 3 Tafeln.
G Retzius, Die Endigungsweise der en bei den
Reptilien. — Biol. Unters. (2) VI 1893 p. 46—47, T. XXI f. 1—7.
Die kritischen Betrachtungen A. Ruffini’s (über die neueren
Untersuchungen am Nervenapparat der Muskelspindeln bei den
in der Herpetologie im Jahre 1894. 91
Reptilien wenden sich namentlich gegen Kerschner. — Anat, Anz.
Bd. 8 p. 80—88.
Darmkanal. C. Röse. Dental ridge and „egg-teeth* in
Sauropsida. Abstr. in: Journ, R. Micr. Soc. London 1893 p. 23—24.
Blutgefässsystem. A.Langer behandelt die Entstehung
der Klappen des Bulbus cordis (Conus arteriosus Gegenbaur) bei
Salamandra, Rana und Lacerta. Bei Salamandra bilden sie sich
dadurch, dass sich die distalen Enden der Bulbuswäülste, unter dem
Drucke des sich rückstauenden Blutes, von der distalen Seite her
aushöhlen. Der Bulbus der Salamanderlarve wird von dem der
Dipnoör abgeleitet, der auch dieselbe Knickung zwischen dem distalen
und proximalen Abschnitt aufweist; der proximale ist bei Rana sehr
reducirt, so dass die aus dem Ventrikel in den Bulbus führende
Oeffnung dicht an das untere Ende der Spiralfalte gerückt erscheint.
Bei Lacerta-Embryonen wird der proximale Bulbus-Abschnitt zur
Bildung des Ventrikels herangezogen, der distale dagegen theilt sich
in die 3 Arterienstämme. Weiteres im Original. — Morpholog. Jahr-
buch 21.Bd. p.40—67, 22 figg. — Referat im Zool. Centralbl. II p. 86.
H. Martin, Recherches anatomiques et embryologiques sur les
Arteres coronaires du Coeur chez les Vertebres. — Paris 1894, 8°,
97 p., 39 figg.
Urogenitalsystem. R. Disselhorst bei seinen Unter-
suchungen über den Harnleiter der Wirbelthiere auch Emys, Tropi-
donotus, Anguis, Lacerta, Salamandra, Bufo und Rana benutzt. —
Anat. Hefte 1. Abth. 4. Bd. p. 127—191, Taf. 13—15.
Ontogenie. In einer zusammenfassenden Besprechung über
die neueren Arbeiten von Will und Mitsukuri über Keimblatt-
entwickelung bei Amnioten führt Will aus, dass beim Gecko wie
bei der Schildkröte eine typische Gastrula invagination von solchem
Umfange vorkommt, dass sich der Urdarm unter dem gesammten
Embryonalkörper hin erstreckt und daher der ganzen Chorda den
Ursprung geben kann. Aus einem Vergleich mit Vögeln und Säugern
ergiebt sich dann aber der Schluss, dass der Kopffortsatz der
Embryonen höherer Amnioten als das Rudiment einer Urdarm-
einstülpung anzusehen ist. Beim Gecko wie bei der Schildkröte
wird die gesammte dorsale Urdarmwand zur Bildung des gastralen
Mesoderms und der Chorda aufgebraucht. Aus der axialen Ver-
dickung der dorsalen Mesodermwand, der Mittelplatte, geht die
Chorda, aus den gesammten seitlichen Theilen das gastrale Mesoderm
hervor. Verf. entwirft sodann eine Skizze über die Art, wie er die
Mesodermfrage ihrer Lösung entgegenzubringen hofft, behandelt die
theilweise abweichenden Ansichten Hertwigs und Mitsukuri’s
und vertheidigt seine Anschauungsweise. Das Auftreten eines Sichel-
stadiums ist bei Chelonia noch nicht constatirt, doch hält Verf. auch
hier sein Auftreten für sehr wahrscheinlich. Dagegen kann Mitsu-
kuri’s Nachweis, dass unterhalb der Primitivplatte und der Inva-
gination keine weitere Zellschicht vorhanden ist, dazu verwerthet
werden, anzunehmen, dass wir in den Schilkröten Formen vor uns
92 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
haben, von denen die einen — die Seeschildkröten — noch ein ein-
heitliches Entoderm wie die Anamnia besitzen, während bei Emys die
Gliederung sich bereits vollzieht wenn auch vielfach etwas später als bei
Lacerta und Tarentola. — Zool. Centralbl. 1.Jahrg. p. 129—135, l5figg.
B. Lwoff, Die Bildung der primären Keimblätter und dieEnt-
stehung der Chorda und des Mesoderms bei den Wirbelthieren. —
Bull. Soc. Moscou 1894 p. 56—137 und 160—256, 6 Tafeln vergl.
Ber. f. 1893 p. 138).
Physiologisches. L. Fredericq, L’autotomie ou la muti-
lation active dans la regne animal. In: Bull. Ac. R. Bele. (3) Bd. 26
p. 758—774. Der Verf. kommt auf Grund der ihm vorliegenden That-
sachen zu dem Schlusse, dass die Autotomie (z. B. bei Eidechsen)
zuerst eine freiwillige und absichtliche war und erst später eine
reine Reflexerscheinung wurde.
R.H. Vincent weist nach,dass dasTodtstellen,welches auch beiAm-
phibien und Reptilien vorkommt, keineSimulation ist, sondern auf einer
Störung der Bluteirculation im Gehirn beruht. — Nature Bd.51 p.223.
Marey hat die Bewegung einer Schlange und eines Geckos
photographirt und giebt Reproductionen der erhaltenen Bilder. —
CR. Ac. Se. Paris Bd. 117, p. 355—359.
Biologie. L. Cu£önot stellt in einer Mittheilung, betitelt: „Le
rejet de sangcorum moyen de defense chez quelques col&opteres“
fest, dass Ooceinelliden wegen ihres scharfen Blutsaftes weder von
Eidechsen, noch von Batrachiern gefressen werden. — CR. Ac. Sc.
Paris Bd. 118, 1894 p. 875—877.
E Fleck sammelte in Deutsch-Südwestafrika 4 Schildkröten,
16 Eidechsen, 2 Chamaeleons, 6 Schlangen in mehreren Varietäten
und 3 anure Batrachier, über die er kurze Bemerkungen in Betreff
des Aufenthaltsorte und der Lebensweise macht. Hervorzuheben
wären namentlich die Mittheilungen über die Kehlzeichnung der
Agamen die nicht tintenschwarz, sondern hellblau ist; über die
gesellige Lebensweise der Jungen von Zremias lugıbris, die Nahrung
von Psammophis sibilans welche aus Eidechsen und Vögeln besteht.
Vor den Bissen der zahlreichen Giftschlangen schützt die Ein-
geborenen ihr scharfsichtiges Auge. Python findet sich heute nicht
mehr südwärts vom Ngami-See. Die Eingeborenen essen die grossen
Arten von Schildkröten, Eidechsen und Schlangen wie diese alle
seltener geworden sind. — Reiseausbeute aus Südwest-Afrika I.
Vorkommen und Lebensweise der Reptilien und Batrachier. Ber.
Senckenberg naturf. Ges. 1894 p. 83—87. — Referat im Zool.
Centralbl. II. p. 182.
F. Werner bespricht in Beiträgen zur Reptilien-Psychologie
eine Anzahl von selbst beobachteten Fällen, in denen eine selbst-
ständige, wenn auch noch so geringe Verstandesthätigkeit bei Rep-
tilien zu bemerken war, und sucht den Beweis zu liefern, dass die
zwischen den Vögeln und Reptilien in Beziehung auf das Seelen-
leben angeblich bestehende Kluft kaum merklich ist. Er weist
nach, dass Reptilien Erfahrungen sammeln, meint auch, dass sie im
in der Herpetologie im Jahre 1894. 93
Stande sind bestimmte Personen zu erkennen. Ihr Gedächtniss ist
nicht sehr bedeutend, ‘doch immerhin merklich. Bei der Erlegung
ihrer Beute zeigen sich die Reptilien in ihren geistigen Fähigkeiten
den Beutethieren gewachsen; auch richten sie ihren Kraftaufwand
genau nach der Art und Grösse des zu bewältigenden Thieres ein.
Ferner werden Mittheilungen über Fälle besonderer Intelligenz
bei Uromastie und Varanus, über Zähmbarkeit und freiwilliges
Hungern in der Gefangenschaft. Weitere Mittheilungen beziehen
sich auf das Benehmen der Reptilien ihren Mitgefangenen gegenüber
u. das der säugethierfressenden Schlange gegen ihre Beute, sowie
auf die Sorge für die Nachkommenschaft und die Brutpflege.
Daran schliessen sich Bemerkungen über Schonung der Zähne
bei den Schlangen im Gegensatz zu den Eidechsen und über das
Verhalten von auf Tische oder hohe Gegenstände gesetzten Reptilien.
Den Schluss bilden Bemerkungen über Ortsgedächtniss, Art
des Nahrungserwerbs u. Liebesleben der Rept. Von Schlangen hält
er Aeskulapnatter und Vierstreifennatter für höchstbegabt, Tropi-
donotus für psychisch tiefstehend, von Eidechsen Lacerta wridıs,
die Varaniden und Uromastix für hoch, Anguwis und Ophisaurus für
wenig begabt. Auch die übrigen Reptilgruppen werden in dieser
Hinsicht kurz besprochen. — Zoolog. Garten 35. Jahrg. p. 174—179,
207—213, 266—270. — Referat im Zool. Centralbl. II p. 59—61.
E. Haase erwähnt in seinen Untersuchungen über Mimiery
p. 149 auch einen von O. Boettger mitgetheilten Fall von mime-
tischer Anpassung von Batrachiern an Reptilien (Phryniscus in
Paarung ähnlich Zlaps) und p. 150—151 verschiedene mimetische
Anpassungen bei Reptilien. — Bibliotheca Zoologica Bd. VIII 1892.
Vergl. auch noch: Biologie nordamerikanischer Reptilien:
Lönnberg p. 17, der Schlangen von Trinidad Urich & Mole
pa nNa:
Palaeontologisches.
K.A. Zittel, Traitö de Pal&ontologie, Traduit par ©. Barrois,
avec la collaboration de C. Gueva et A. Six. Pt. 1. Tome III. Verte-
brata (.. Amphibia, Reptilia...) Munich 1893. 8°, 12, 894 p. 719 figg.
F. Bernard, Elöments de Pal&ontologie, 2. Partie, 8°, Paris,
Baillere & Sons 1895 (1894) p. 529—1168 und 1—8 behandelt auch
die fossilen Reptilien und Batrachier.
Eine Zusammenstellung der wichtigsten Entdeckungen in Bezug
auf die fossilen Reptilien und Batrachier bringt A. Smith-Wood-
ward. — Nat. Science Bd. 2 p. 132--153.
H. N. Hutchinson, Extinet Monsters; a popular account of
some of the larger forms of animal life. London 1893, 8°, 270 p.,
figg. — Creatures of other days, London 1894, 8°, 24, 270 p. figg.
(Letztere Arbeit enthält auch eine Besprechung der Restauriring
der Stegocephalen und Anomodonten, sowie von Pariasaurus. —
Ref. in: Nat. Science Bd. 5 p. 60—64.
94 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Faunistisches.
Ueber neue Resultate der Verbreitung der Reptilien berichtet
J. Palacky. — Verh. Ges. deutsch. Naturf. LXV 1894 p. 129—133.
Europa. L.Köhnke. Ein Beitrag zur Reptilien- & Amphibien-
fauna der Umgebung Salzwedels. Wissenschaftl. Beigabe z. Jahres-
ber. d. Kgl. Gymnas. z. Salzwedel. Salzwedel Ostern 1893. 4°,
12p. nennt von Salzwedel Emys (?), Lacerta agilis mit var. rubra,
L. vivipara, Anguis, Tropidonotus natrix, Vipera berus, von Zichtau
Coronella. Ref. in Zeitschr. f. Naturw. (Halle) Bd. 66 p. 107.
Ein Referat über Wolterstorff, die Reptilien und Amphibien
der nordwestdeutschen Berglande (vergl. Ber. f. 1893 p. 77—78)
bringt Boettger in: Zool. Centralbl. 1. Bd. p. 34—35.
Von G. N. Douglass „On the Herpetology ofthe Grand Duchy
of Baden“ („Zoologist“, 1891, s auch Ber. f. 1891 p. 97) ist ein
Sonderdruck mit Correcturen 1894 erschienen (8°, 62 p.).
Fr. Dahl der die Reptilien von Schleswig-Holstein behandelt,
bespricht zuerst die systematische und biologische Stellung der
Reptilien im Allgemeinen, beschreibt kurz die Arten Schleswig-
Holsteins und zeigt, in welcher Weise die einzelnen Arten an ganz
bestimmte Lebensverhältnisse angepasst sind. Verf. verzeichnet aus
Schleswig-Holstein Umys orbicularıs L. von Eckernförde (ein Stück)
Lucerta vivipara Jacq., agilis L. von Neumünster, Sylt, Plön, Anguis,
Vipera, Tropidonotus natrix L. und Coronella austriaca Laur. von
Pinneberg und aus dem Eppendorfer Moor. Tabellarisch werden
die Unterschiede in der Lebensweise und namentlich in der Nahrung
zusammengestellt. — Die Heimat, Monatsschr. z. Pflege d. Natur-
u. Landeskunde in Schleswig-Holstein, 4. Jahrg. p. 1—8, 4 figg.
— Ref. in Zool. Centralbl. Bd.1 p. 718.
E. Schulze u. Fr. Borcherding bringen auch eine Fauna der
Reptilien N. W. Deutschlands. Das Literaturverzeichniss geht bei
den Reptilien bis auf das Jahr 1685. Aufgezählt, mit Diagnose
versehen und abgebildet werden die 5 Schlangen, 5 Eidechsen und
1 Schildkröte des Gebietes. Fauna Saxonica. Amphibia et Reptilia:
Verzeichniss der Lurche u. Kriechthiere des Nordwestl. Deutsch-
lands. Jena 1893, 8°. Rept. p. 1—47, 25 figg.
A. Dubois, Les animaux nuisibles de la Belgique. .. Re-
ptiles ... Histoire de leurs moeurs et de leur propagation. Ac-
compagne de la liste complete des Vertebres observes en Belgique.
Bruxelles 1893, 8°, 203 p. figg.
C. Bamps, Faune des reptiles et des batraciens de la province
de Limbourg, avec des tableaux dichotomiques pour arriver A la
determination des toutes les &speces belges. Hasselt 1894, 8°, 28 p.
M.C.Cooke. Our reptiles and batrachians. Plain and easy
account of the lizards, snakes, newts, toads, frogs and tortoises
indigenous to Great Britain. New rev. edit. London 1893, 8°,
Tafeln, figg.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 95
O0. P. Cambridge, Reptiles of Dorset. — P. Dorset Club XV
1894 p. 90—102, Tafel.
L. W. Hinxman and W.E. Clarke theilen in einer „Contri-
bution to the Vertebrate fauna of West-Ross-shire“ mit, dass in
diesem Theil N. W. Schottlands drei Reptilien (Lacerta vivipara,
Anguis, Vipera berus) vorkommen. Ebenda p.415.
W.Evans erwähnt aus dem Edinburgh Distriet abgesehen von
Chelona imbricata und Dermochelys coriacea, die nur gelegentlich
die britischen Küsten besuchen nur drei der 6 Reptilien Gross-
britaniens (Lacerta vivipara, Anguis und Vipera berus). Von allen
Arten werden Mittheilungen über Färbung und Maasse und ebenso
ausführliche Fundortsangaben gemacht, sowie auch die Gründe an-
geführt, welche ihn veranlassen, Tropidonotus natrie nicht als
jetzigen Bewohner Schottlands zuzulassen. — Proc. Roy. Phys. Soc.
Edinburgh Vol. 12 1893—1894 p. 490—526.
R. Martin & R. Rollinat haben die wildlebenden Wirbelthiere
des Departement de l’Indre zusammengestellt. Paris 1894, 8°, 455 p.
J. Chalande. Contribution & l’histoire des Reptiles. Faune
del a rögion sous-pyreneenne. Bull. Soc. Aude V. 1894 p. 96—143.
J. v. Bedriaga bringt einen Nachtrag zu seiner Arbeit über
die portugiesischen Reptilien, in dem er neue Fundorte für Tarentola
mauritanica L., Hemidactylus turcicus L., Anguwis, Blanus, Lacerta
ocellata Daud., viridis var. schreiberi Bedr. und muralis var. fusca
Bedr., Psammodromus algirus L. und hispanicus Fitz., Acanthodactylus
vulgaris D. B., Chalcides lineatus Leuck. und bedriagae Bosca, T'ropt-
donotus natrix L. und viperinus Latr., Rhinechis scalaris Schz., von
der Verf. ein monströses Stück p. 28 beschreibt, Coelopeltis mons-
pessulana Herm., Zamenis hippocrepis L. mit Beschreibung, Vipera
latastei Bosch und Clemmys caspia subsp. leprosa Schweigg. giebt.
— Instituto, Coimbra 1893. Sep.-Abdr. p. 24—31.
E. Sequeira, Liste des Amphibiens et Reptiles du Portugal.
CR. Ass. Franc. XXIL p. 611—615 (1894).
K. Escherich nennt von der Insel Linosa Lacerta muralis var.,
Hemidactylus tureicus (L.), und eine braune Spielart von Chalcides
ocellatus Forsk typ. — Naturalista Siciliano, 12. Jahrg. p. 248, 272,
2795— 276.
E. Arrigoni degli Oddi, Materiali per la Fauna Padovana
dei Vertebrati. Parte I: Mammiferi, Rettili, Anfibi e Pesci. —
Führt folgende Arten mit Angabe der Volksnamen aus dem Gebiete
von Padua an: p.30 Cistudo europaea, Zootoca vivipara (Mt. Venda,
Euganeen), p. 31 Lacerta viridis (sehr häufig), Podarcıs muralis
(var. flaviventris und campestris, letztere = serpa Ref.), Anguis
fragilis, Coronella austriaca (nicht häufig), ©. gerundica (selten, im
Hügellande), Zamenis viridıflavus (gemein sowohl im Gebirge als
auch in der Ebene; auch var. carbonaria), Elaphis aesculapei
(ziemlich häufig); Tropidonotus natrix (mit var. bilineata), pP. 32
T. tessellatns (besonders häufig im Aestnarium); Pelias berus (ver-
breitet, aber selten; findet sich auch an wasserreichen Orten, schwimmt
96 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
gut); Vipera asyyis nicht häufig, aber sowohl im Hügellande (Rocca
di Monselice, Colle Cero und Venda in den Euganeen) als auch
in der Ebene vorkommend. Bemerkenswert ist, dass von Coluber
aesculapii, der den Volksnamen „Saettone“ (vergl. den neugriechischen
Namen „Saitturi* für Zamenis Dahlit) trägt und wie alle Schlangen
und überhaupt fast alle Reptilien für sehr giftig gelten, genau das-
selbe gesagt wird, wie auf den jonischen Inseln von der Blind-
schleiche: „Se bua da l’anzä, tote un bail e vanga“ („Wenn du von
der Anza [auch ein Name für diese Art] gebissen wirst, so
bleibt dir nichts übrig, als einen Spaten zu nehmen und dein Grab
zu bereiten“). — In: Atti Soc. Ven.-Trent. Sc. Nat. Padova 1895,
80 SLp-
OÖ. Schneider nennt von San Remo, Ober-Italien Tarentola
mauritanica L., Anguis, Lacerta muralis Laur.typ., ocellata Daud., und
Coronella girondica Daud. — San Remo und seine Thierwelt im
Winter in: Abh. Ges. Isis Dresden 1893 No.1 p. 24.
Aus Istrien erwähnt Werner: Vipera ursinii Bp. und V. ammo-
dytes L., sowie Zurbophis und Coluber leopardinus von der Insel Veglia;
Coluber aesculapii von Triest; ferner aus W. Oroatien Zamenis gemo-
nensts Laur. var. carbonarius, Coluber aesculapü, Algiroides nigro-
punctatus D. B., Lacerta muralis und littoralis von Fiume; ferner
noch Tarbophis und Coluber leopardinus. — Verh. Zool. bot. Ges.
Wien XLIV 1894 p. 237.
Werner berichtet nach eigenen Erfahrungen über die Reptilien-
fauna der jonischen Inseln. Testudo graeca L. wurde auf Corfu
gefunden, soll aber auf allen 5 Inseln vorkommen; Ülemmys caspica
Gmel. var. rivulata Val. wurde auf Corfu, Cephallonia und Zante,
Emys orbicularis L. auf Corfu, Cephallonia und Sta. Maura gefangen.
Tarentola mauritanica L. (Cephallonia, Ithaka, Zante) ist neu für
ganz Griechenland, Gymnodactylus Kotschyi Stedhr. (Cephallonia)
neu für die jonischen Inseln. Agama stellio L. fehlt bestimmt und
ist vielleicht Tarentola, die von Erhard, (Fauna der Öycladen) für
die jonischen Inseln nicht erwähnt wird, von ihm für diese Art
gehalten worden. Lacerta peloponnesiaca Bibr. Bory (ist nicht diese
Art, sondern Lacerta jonica Lehrs 1902 — Ref.) wurde auf allen
Inseln mit Ausnahme von Sta. Maura gefunden, lebt auf Cephallonia
theilweise am Meeresstrand und flüchtet verfolgt ins Wasser; Pho-
lidose und Färbung ausführlich beschrieben. Zacerta veridis Laur.
var. major Blngr. wird von Corfu, St. Maura, Cephallonia und Ithaka
erwähnt, Algirordes nigropunctatus DB. von Corfu, St. Maura und
Cephallonia (fraglich auf Ithaka), Algirodes moreotieus Bibr. Bory
von Cephallonia (fraglich auf Ithaka) erwähnt, Anguis fragılis L. von
allen Inseln mit Ausnahme von Ithaka (auf Corfu und St. Maura
var. graeca Bedr., auf Cephallonia und Zante var. cephallonica n.),
Ablepharus pannonicus Fitz. (auf allen Inseln mit Ausnahme von
Corfu erbeutet), Tropidonotus natrix var. persa Pall., Coluber leo-
pardinus Bp. (Cephallonia), Coluber quatworlineatus Lac. (Cephallonia,
neu für die Inseln), Coelopeltis lacertina Wagl. (Zante), Vipera
in der Herpetologie im Jahre 1894, 97
ammodyies L. (Ithaka). Biologische Angaben, sowie solche über
Pholidose sind bei den meisten Arten gemacht. — Verh. zool.
bot. Ges. Wien, XLIV. Bd. 1894 p. 225—236. — Referat in Zool.
Centralbl. II. p. 122--123.
F. Werner vermisste auf Santa Maura, Jonische Inseln, ZLacerta
muralis, häufig ist L. viridis, selten Algirordes nigropunctatus. Ausser-
dem fand er Emys europaea, Rana esculenta und Molge vulgaris
meridionalis. — Zool. Garten 35. Jahrg. p. 125.
O.v. Tommasini hat unter dem Namen „Skizzen aus dem
Reptilienleben Bosniens und der Herzegovina“ fesselnde Schilderungen
der Biologie der behandelten Arten gegeben; aber auch in fau-
nistischer Beziehung bringt das Werk wesentliche Beiträge zu
unserer Kenntniss der herpetologischen Fauna der beiden Länder.
Verf. nennt nur Lacerta muralis und Vipera ammodytes über das
ganze Gebiet gleichmässig und wirklich zahlreich verbreitet. Bosnien
unterscheidet sich wesentlich von der Herzegowina darin, dass es
fast nur mitteleuropäische, letztere aber in den tieferen Thälern die
südeuropäischen Formen der österreichischen Küstengebiete beherbergt.
Der Süden Bosniens ist reptilienärmer als der Norden. In Bosnien
finden sich (nach der Häufigkeit ihres Vorkommens im Allgemeinen
geordnet): Lacerta muralis, viridis, Vipera amodytes, Tropidonotus
natrıx (var. murorum Bp. viel häufiger als die typische Form und
ebenso häufig 7". tesselatus); dann Callopeltis aesculapiü, Lacerta agılis,
Coronella laevis; Cistudo lutaria nur in Nordbosnien, aber dort fast
in jedem Wiesenbache und selbst in Strassengräben massenhaft;
Pelias berus nicht häufig; Zamenis trabalis nur einmal (bei Banjaluka)
gefunden. — In der Herzegowina fand der Verf.: Lacerta muralis
nebst campestris und olivaceu (diese beiden = littoralis Wern. und
deren einfarbige Varietät, ferner Lacerta viridis, Testudo graeca,
Pseudopus apus;, die Tropidonotus-Arten massenhaft in den Narenta-,
Krupa-, Trebizat- und Bregavaniederungen, sonst im Lande nicht
häufig; ebenda in Menge Cistudo Iutaria. Emys caspia wurde nicht
gefunden, wird aber für die Sutorina vermuthet (wo sie thatsächlich
vorkommt. — Ref.); ebenso häufig wie T’ropidono’us findet sich,
wenn man von den Sumpflandschaften absieht, Coelopeliis lacertina.
Daran reihen sich nach der Häufigkeit Zacerta o.rycephala, Zamenis
gemonensis, dahlir, Tarbophis vivax, Elaphis cervone, Callopeltis aes-
culapiüi und Coronella laevis; (letztere in den höheren Lagen häufiger
als in den warmen Gegenden alle die vorstehenden südlichen Nattern
zusammen (kann Ref. bestätigen), aber in den warmen Landes-
theilen selten;) ferner Vipera ammodytes, Coelopeltis lacertina, Callo-
peltis leopardiaus. Pelias berus findet sich nur im Hochland; ebenso
Anguis; Algiroides nigropunctatus wurde nur bei Fatnica gefunden;
ferner wird eine neue Zacerta-Art von Korito beschrieben und ZL.
Koritan« genannt, die aber mit ZL. mossorensis Kolomb. identisch
ist. Auf die Einzelbeschreibungen der Arten einzugehen, welche
eine Fülle von interessanten und werthvollen biologischen und
faunistischen Beobachtungen enthalten, welche der Verf. bei einem
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. 1. H.1. 7
98 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
mehrjährigen Aufenthalte im Lande angestellt hat und welche durch-
wegs zuverlässig erscheinen (da Verf. Vipera ursinii! Bp. noch nicht
kennt, so unterscheidet er sie nicht von berus, so dass seine Fund-
ortsangaben dieser Art sich theilweise auf erstere beziehen — das
ist die einzige Einschränkung dieses Urtheils, die man machen
könnte und welche dem Verf. nicht zur Last fällt) muss sich der
Ref. leider versagen. Niemand, der sich mit der Herpetologie dieser
Gebiete befasst oder der die Biologie der südosteuropäischen Reptilien
studiren will, wird das Werk entbehren können. Ein Kapitel über
Sammeln und Gefangenhalten bringt soviel Beherzigenswertes, dass
dieses Kapitel für sich manches Buch über Reptilienpflege zu er-
setzen im Stande ist. — Wiss. Mitth. aus Bosnien und der Herze-
gowina Il 1894 p. 560—661. — Ausf. Referat in: Zool. Centralbl.
Bqa.I, 1894 p. 715—717.
M. Ruszky. Note preliminaire sur les Amphibiens et les
Reptiles du Gouv. Kazan et des endroits voisins. — Protok. Kazan
Univ. 1893/94, No. 139, 8 p.
Nach G. Schweder, „Die Wirbelthiere des Baltischen Gou-
vernements, mit Angabe der in den Sammlungen des Rigaer Natur-
forscher-Vereines vorhandenen Exemplare“ kommen im Gouvernement
folgende Reptilien vor, deren einheimische (lettische) Namen und
Fundorte angegeben sind: p. 26 Emys europaea (im südlichen Kur-
land?), Lacerta agilis (Livland), 7. wvipara (Hellenorm und Sunzel),
Anguis fragilis (Livland), Vipera berus (Livland: Oesel, Kemmern,
Zigra, Tuckum; auch var. prester); Tropidonotus natrix L. (Livland:
Oesel. Riga), Coronella austriaca (Livland: Kemmern, Kaugern; nur
südlich von der Düna). — K.B. Ver. Riga XXXVI 1894 p. 1—33.
Ueber die Mittheilung von Sarauw über Coronella, Coluber
und Lacerta viridis, von denen erstere in Dänemark fehlt und mit
Coluber aesculapii verwechselt wurde, findet sich ein Referat im
Zoolog. Centralbl. 1. Jahrg. p. 578.
Asien. v. Mehely bringt Beiträge zur Herpetologie Trans-
kaukasiens und Armeniens. Er beschreibt ausser einer n. var. von
Phrynocephalus helioscopus Pall. (s. Agamidae) noch T'yphlops vermi-
cularis Merr., Eryx jaculus L., Tropidonotus natrix L. var. persa Pall.,
tessellatus Laur., Zamenis gemonensis (Laur.) var. cuspius Jwan, Ra-
vergieri Men., alles von Eriwan; Cyelophis modestus (Mart.) von Tiflis,
Clemmys caspica Gmel. (typisch) von Eriwan und von Aralich am
Fusse des Ararat. — Zool. Anz. 1894 p. 78 und 81—86.
Bemerkungen über einige Reptilien aus Transcaspien macht
auch P. A. Warenzoff (russ.). Verf. erwähnt Naia oxianra Eichw.
die er auf der Vogeljagd beobachtete, ferner einen T'rigonocephalus
sp.? (wohl Ancistrodon halys Pall.) welcher sehr giftig ist und ein
Lagomys rufescens in 2 Stunden 33 Minuten tödtete (allerdings
kein Beweis für grosse Giftigkeit), ebenso eine Vipera zwanthina
in 2 Stunden, eine Zamenis fedtschenkoi in 31 Minuten. Psammo-
saurus caspius (= Varanıs griseus Daud.) lebt von kleinen Eidechsen
und Fröschen, sowie namentlich von Eiern und noch nicht flüggen
in der Herpetologie im Jahre 1894. 99
Jungen von Vögeln. — Izv. Obshch. Moskov. LXXXVI 1894
. 26— 27.
n Zander erhielt von Beljassmoar und Lenkoran (p. 61) Emys
lutaria (ein Exemplar mit horngelbem Rückenschild), Clemmys
caspica, Lacerta viridis (var. strigata Eichw. .), L. muralis
und einen Gecko ((rymnodactylus), aus dem Talysch-Gebiete (p. 78)
Clammys caspica, Ophiops elegans und (Gymnodactylus caspius und
erbeutete selbst (p. 113) bei Bacharden und Nuchur (Transcaspien),
Testudo horsjieldt, ae j.ipiens (?), Fymnodactylus sp., Agama
caucasica und sanguinolenta, Phrynmocephalus heloscopus, raddıı );
interscapularis und mystaceus, Eremias fasciata, arguta, Scapteira
grammica, Lygosoma sp. (wohl Ablepharus deserti — Ref.), Eryx
jaeulus, laphrometopon lineolatum und Echis arenicola. — K.B.
Naturf. Ver. Riga XXXVII. 1895.
M.G.Peracca zählt aus Dr. E. Festa’s Ausbeute in Syrien
39 Arten Reptilien auf, nämlich 19 Eidechsen, 1 Chamaeleon, 1 Schild-
kröte und 17 Schlangen, alle mit genauen Fundorten. Von Eidechsen
erwähnt er: Ophisaurus apus Pall. von Es-Salt; Stenodactylus guttatus
Cuv. von Jerusalem, Hemidactylus tureicus L., Agama ruderata Ol.
vom Hermon, Coelesyrien, Sanamein, A. pallida Rss. von Damascus;
A. stellio L. von Jerusalem, vom Hermon (3000 m), von Üoelesyrien,
vom Nordufer des Huleh-Sees, von Beirut; Lacerta viridis Laur.
var. strigaia Eichw. von Beirut, Ferzol (Libanon), und vom Hermon
(1500 —- 3000 m); ZL. laevis Gray von Beirut; Acanthodactylus boskianus
Daud. von Jericho; A. pardalis Licht. von der Umgebung des Sees
Bahr-el-Ateibech (östl. von Damascus); A. tristami Gthr. von Coele-
syrien; Ophiops elegans Men. von vielen Fundorten; Premias guttulata
Licht. von Jericho und E. brrevirostris Blanf. von "Coelesyrien: Ma-
buia vittata Ol. vom Libanon (1900 m), von Schtora, Üoelesyrien,
Es-Salt (Ost-Jordanland), Dscherasch, Beirut; Eumeees Schneideri
Daud. von Es-Salt und Dscherasch, Chaleides ocellatus Forsk. von
Jericho und vom Todten Meer und ie In.sp. und subsp. (s. Gecko-
nidae, Scincidae). — Von Chamaeleons wird Ch. vulgaris Daud. von
Beirut und Jericho, von Schildkröten Testudo ibera Pall. erwähnt;
von Schlangen 7 'yphlops vermieularis Merr. von Jerusalem und vom
Hermon (1500 m) und T. simoni Bttgr. von Jericho; T'ropidonotus
natrix L. var. bilineata vom See von Homs, T. tessellatus Laur. eben-
daher, vom See von Huleh und von Beirut: Zamensis gemonensis
Laur. var. asiana Bttgr. von Es-Salt; Zamenis dahlii Fitz., Z. raver-
gieri Men. vom Gipfel des Hermon, Z.nummifer Rss. von Ferzol
(Libanon), Z. diadema Schleg. von Jericho; Homalosoma coronella
Schl. von Jericho, MH. modestus Mart. (Her mon und Ferzol im Libanon.
— Da Verf. die zweifellos verschiedenen Arten Contia decemlineata
DB. und collaris Men. = modesta Mart. nicht trennt und andererseits
collaris Men. für verschieden von modesta Mart. hält, so ist nur
zu vermuthen, dass sowohl die unter ersterem Namen genannten,
als die als ceollaris M6n. bezeichneten Exemplare von Es-Salt
zur selben Art gehören. — Ref.); Turbophis vivax Fitz. von Scheich-
7x
100 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Moskin (Hauran), Psammophis sibilans L. von Fik Dscholan (See
Tiberias) (wohl P. schokari Forsk. — Ref.), Echis colorata Gthr. von
Jericho. — Neu für Syrien sind Zremias brevirostris Blfd. und Echis
colorata Gthr. — Boll. Mus. Zool. Anat. Comp. Torino Bd.9 No. 167
20 pagg. — Ref. in Zool. Centralbl. I. Jahrg. p. 915.
Ein Referat über Werner, Reptilien aus dem trop. Asien etc.
findet sich in: Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 449.
Boettger erwähnt aus Chantaboon, Siam Draco taeniopterus
Gthr., aus Bangkok Lygosoma chalcides L. und Dryocalamus davi-
sonii Blanf. nebst dem schon im Jahresber. f. 1593 erwähnten neuen
Draco haasei (= maculatus Gray nach Boulenger). — Zool. Anz. 1893
p. 430 (16. Jahrg.).
Oudemans zählt von Java 14 von Semon gesammelte Eidechsen
auf die mit Ausnahme von Calotes tympanistriga und Lygosoma
sanctıım DB. durchwegs wohlbekannte und häufige Arten sind. —
In: Semon, Zool. Forsch. Austr. V. 1. 1894 p. 129—146.
Boettger zählt mit Bemerkungen über Färbung und Pholidose
die von Semon auf Java gesammelten Schlangen (19 Arten von
Buitenzorg, eine von Batavia, 6 von Tjibodas) auf; bemerkenswerth
sind davon nur Distira cyanocincta (Daud.) (Batavia) die neu für
Java zu sein scheint und Calamaria modesta DB. var. bogorensis Lioth.
(Tjibodas); die anderen sind bereits unzählige Male von Java er-
wähnt, so dass Ref. sich deren Aufzählung erlassen zu können
glaubt. — In: Semon, Zool. Forsch. Anstr. V. 1. 1894 p. 122—126.
J. Whitehead, Exploration of Mt. Kina Balu, N. Borneo. With
an Appendix giving full desceriptions of the various species of...
Reptiles ... collected by the author in Borneo, Palawan and
Eastern Java. London 1893 4°, 317 p. fieg. Tafeln.
Boulenger hat die von Dr. E. Modigliani auf Sereinu (Sipora),
Mentawei Inseln, erbeuteten Reptilien bearbeitet. Es sind: eine
Schildkröte (Uyclemys dhor Gray), ferner 12 Eidechsen: (ronatodes
kandiunis Kel., Draco volans L, haematopogon Boie, Aphaniotis acuti-
rostris Modigliani, (Fonyocephalus chamaeleontinus Laur., grandis Gray,
Calotes ceristatellus Kuhl, Mahwia rugifera Stol. und rudis Blngr.,
Lygosoma relietum Vinciguerra und 2 nn. spp. (s. Seincidae), schliess-
lich 11 Schlangen, nämlich: Python reticulatus Schn., Tropidonotus
trianguligerus Boie, chrysargus Schleg., Dendrelaphis candolineatus
Gray, Simotes purpurascens Schleg., Dipsas eynodon Boie, Dryophis
prasinus Boie, Chrysopelea ornata Shaw, rubescens Gray, Üerberus
rhynchops Schn., T'rimeresurus formosus Schleg. — Ann. Mus. Genova
Serie 2a, Vol. XIV (XXXIV) 1894 p. 615—616.
Boulenger kann auf Grund eines reichen, von Everett auf
Palawan und Balabac gesammelten Materials von Reptilien und
Batrachiern dessen Ansicht bestätigen, dass diese Inseln dem indo-
malayischen Faunengebiete (speciell Borneo) in ihrer Thierwelt näher
stehen, als den Philippinen. Er führt folgende Arten an: Cyelemys
dhor Gray (Palawan, Balabac), Hemidactylus platyurus Schn. (B.),
(recko verticillatus Laur. (P., B,), monarchus DB. (von Mocquard
in der Herpetologie im Jahre 1894. 101
Nouv. Arch. Mus. (3) II 1890 von Palawan erwähnt), Draco volans
L. (P.), Calotes eristatellus Kuhl (P., B.), Varanus salvator Laur. (P.),
Mabuia multifasciata Kuhl (B.); Tropidonotus spilogaster Boie (P.)
chrysargus Schleg. (P., B.), Coluber erythrurus DB. (P.), o@ycephalus
Boie (B.), Dendrophis pietus Gmel. (B.), Dendrelaphis caudolineatus
Gray (P., B.), Calamaria everetti Blngr. (P.), Dipsas dendrophila Schleg.
(P.), Psammodynastes pulverulentus Boie (P., B.), Cerberüs rhynchops
Schneid. (P.), Naia tripudians Merr. (P.), Adeniophis bilineatus Ptrs.
(P., B.), Amblycephalus boa Boie (P., B.), Trimeresurus form osus Schleg.
(P.), subannulatus Gray (P.). Sowohl bei den einzelnen Arten, als
am Schlusse tabellarisch wird die Verbreitung angegeben. — Ann.
Mag. N. H. (6) XIV 1894 p. 81—85. — Referat in: Zool. Centralbl.
II. p. 124.
Boulenger erwähnt von Damma Island (zwischen Timor und
Timor-Laut) folgende 5 Eidechsenarten: (Gecko verticillatus Laur.,
Calotes eristatellus Kuhl, Lygosoma striolatum M. Weber, fuscum DB.,
Ablepharus boutoni var. furcata M. Weber; die beiden Weber’schen
Species waren erst aus Flores bekannt. — Ann. Mag. N. H (6) XIV
1894 p. 58—59.
F. Müller erwähnt von Üelebes aus den Sammlungen der
Vettern Sarasin folgende Reptilien: (p. 825) Z'yphlops braminus
(Minahassa), Cylindrophis rufus (Minahassa), p. 826: Xenopeltis
unicolor (Kema), Python reticulatus (Kema), Calamaria modesta
(Boelawa-Gebirge, 1000 m), p. 828: Coluber erythrurus DB. (Kema),
.829 ©, janseni Blkr. (bläst nach Sarasin im gereizten Zustand
Kehle und Hals auf; Fundort Ajermadidi, Kema, Bolang Monpondo
bei Kotabangam; Bona Thal); p. 831 Tropidonotus callistns Gthr.
(Ob. Bona-Thal, Kema); Hypsirhina plumbea (Kema), Cerberus
rhynchops (Kema). Dendrophis pictus (Kema), p. 832 Chrysopelea
rhodopleuron Reinw. (Kema; neu für Üelebes), Dryophis prasinus
(Kema), Psammodynastes pulverulentus (O. Bona-Thal; Gipfel des
Vulkans Soudara 1350 m), Chersydrus granulatus (Kema), Dipsad
dendrophila (Kema), D. irreqularis (Kema), Trimeresums waglerı
(Bona-Thal); ferner von Eidechsen: (Gecko stentor (Kema; neu für
Celebes); Hemidactylus frenatus DB. (Kema), Gehyra mutilata (Kema),
p. 835 Gymnodactylus marmoratus (Kema), p. 834 Draco lineatus
(Kema), spilonotus Gthr. (mit gelben oder rothen Flughäuten, mit
nacktem oder beschupptem Trommemfell (Kema); p. 835 Calotes
celebensis Gray (Rotabangoen Bolang Mogondo, Kema; Artselbst-
ständigkeit bezweifelt); Yaranus salvator, Mabuia multifasciata und
rudis, Lygosoma cyanurum (alles von Kema), L. atrocostatum Less.
(Küste bei Malibagoe), Z. infralineolatum Gthr. (Kema, Domogo
besar Duludus), Z. nigrilabre Gthr. (Wald am Soudara und Klabat
600 m) und schliesslich p. 839 eine Schildkröte (Cyelemys am-
boinensis, von Kema). Ausserdem mehrern nn. spp. (s. Geckonidae
Seincidae, Colubridae). — Verh. naturf. Ges. Basel X. 1894.
0. Boettger bringt in seinen „Materialien zur herpetologischen
Fauna von China III“ weitere wertvolle Beiträge zur Erweiterung
102 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
unserer Kenntnisse über diese Fauna. Er zählt von Hainan nebst
einer neuen Schildkröte (s. Testudinidae) noch auf: Hemidactylus
frenatus DB., Calotes versicolor (Daud.),’ Liolepis bellü (Gray), Mabuia
multifasciata (Kuhl), söamensis (Gthr.) und Eumeces chinensis (Gray),
Typhlops braminus Daud., Python molurus (L.) (nach Boulenger),
Tropidonotus piscator Schn. var. B. Blngr. stolatus (L.), tigrinus Boie
(nach Boulenger), Dinodon rufozonatus (Cant ) (ebenfalls nach Bler.),
Zamenis korros (Schleg.), mucosus (L.), einen neuen Simotes (s. Colu-
bridae), Hypsirhina bennetti Gray, chinensis Gray, plumbea (Boie), Naia
tripudians Merr., Hydrophis gracilis(Shaw), Distira eyanocincta(Daud.),
viperina (Schmidt), T'rimeresurus gramineus (Shaw); von Hongkong
Tropidonotus piscator Schn., Chrysopelea ornata (Shaw), Hypsirhina
plumbea (Boie), Naja tripudians Merr., von Formosa Ocadia sinensis
(Takao, S. Formosa) und Coluber tueniurus (Südcap), von Hankow
Damonia reevesii Gray, von Kiukiang (Lüshan-Gebirge) dieselbe
Schildkrötenart nebst Tachydromus septentrionalis Gthr., T’ropidonotus
tigrinus Boie, Zaocys dhumnades UGand., Ablabes maior (Gthr.),
Coluber rufodorsatus Cant.; von Wuhu Alligator sinensis Fauv.; von
Shanghai und Umgebung Damonia reevesii Gray, Trionyx sinensis
Wiegm., (recko japonicus DB., Eumeces chinensis Gray, Zaocys dhum-
nades (Cant.), Coluber rufodorsatus (Cant.), taeniurus (Cope), von
Ningpo und Umgebung Damonia reevesii (Gray) (Chapoo), Tachy-
dromus septentrionalis Gthr., (Dalanshan-Gebirge u. Chinhai) Zygo-
soma (Hinulia) indicum (Gray) (Dalanshan), Z. (Liolepisma) laterale
(Say) (Chapoo), Eumeces chinensis (Gray) (Dalanshan und Chinhai),
E. elegans Blngr. (Chapoo), Tropidonotus annularis Hall. (Chinhai),
T.tigrinus Boie (Dalanshan), Coluber rufodorsatus Cant. (Chinhai);
schliesslich T’ropidonotus tigrinus Boie von Weiheiwei und Tschifu
und Coluber dione Pall. von Tschifu. — Ber. Senckenbg. naturf.
Ges. 1894 p. 129—152, Taf. 3; Referat in: Zool. Centralbl. I.
p- 181—182.
A. Fritze erwähnt von der Liu-Kiu-Insel Okinawa folgende
Reptilien: p. 859 Nicoria spengleri Gmel., Tachydromus smaragdinus
Bingr. (häufig, auf Gebüsch); p. 860: Lygosoma pellopleurum Hall.,
Eumeces marginatus Hall., Japalura polygonata (häufig, Bewegung
sprungweise, dabei Schwanz etwas nach aufwärts gerichtet), Gecko
japonicus Gthr. (gemein), Pfychozoon homalocephalum Crev. (selten,
nicht selbst gefunden), Bothrops flavoviridis Hall. (nicht häufig; frisst
auch Frösche), Trimeresurus riukiuanus Hilgd. (= flavoviridis Hall.
— Ref.) (unter dem Namen „Habu“ bekannt, die Geissel der Liu-
Kiu-Inseln; massenhaft auf Amami-Oshima); p. 861: T. okinaoensıs
Blngr. (nicht selbst gesammelt); Callophis japonicus Gthr. (angeblich
nicht gefunden, aber nach Blngr. identisch mit dem (. boettgeri Fritze);
p- 862: Tropidonotus pryeri Blngr., T. spec., Ablabes semicarinatus
Hall. — Anschliessend wird eine Uebersicht der geographischen
Verbreitung gegeben, woraus ersichtlich ist, dass 10 japanische
Reptilienarten auf Okinawa fehlen, zwei (Zumeces, (ecko) vorkommen,
dagegen 13 (in Wirklichkeit, da zwei Arten in die Synonymie fallen,
in der Herpetologie im Jahre 1894. 103
dafür aber Zachesis luteus Bttgr. hinzukommt, 12) nur auf Okinawa °
sich finden. Auf Yoyeyama-Shima kommt Emys (Cyclemys) am-
boinensis vor, auf Miyako-Shima ein 7'yphlops, auf Amami-Oshima von
den Okinawa-Arten sechs, nämlich Tachydromus, Lygosoma, Eumeces,
Japalura, Trimeresurus riukiuanus und Ablabes. — Zool. Jahrb. Syst.
VII 1894 p. 859—865. — Referat in: Zool. Centralbl. II p. 123—124.
Th. W. van Lidth de Jeude macht Mittheilungen über die
Reptilien der Timor-Gruppe. Er nennt 1 Schildkröte (Chelodina
novaequineae Blngr. von Rotti), 12 Eidechsen (Hemidactylus frenatus
DB. von Sumba, Rotti, Adunara und Groot-Bastard, //. platyurus
Schn. von Sumba und Groot-Bastard, (sehyra mutilata Wgm. von
Rotti, Gecko vertieillatus Laur. von Timor, Rotti, Sumba und Adunara,
Draco timorensis Kuhl und Varanıus timorensis Gray von Timor und
Rotti, Lygosoma florense Web. von Groot-Bastaard, Flores und Adu-
nara, L. variegatum von Timor u. Samao, Aru-Inseln, Batanta, Sala-
watti, Guebek und Mefoor, ZL. smaragdinum Less. von Rotti und
Timor, L. cyanurum Less. von Groot-Bastaard, sowie je einen neuen
Hemidactylüs und Lygosom«) und 7 Schlangen (T'yphlops braminus
Daud. von Timor und Sumba, Klaphis subradiatus Schleg., Dendro-
phis pietus Boie u. Bothrops erythrurus Cant. von Timor und Rotti,
Cerberus rhynchops Schnd. und ZLycodon aulieus L. var. von Rotti
und Sumba, Psammodynastes pulverulentus Boie von Flores u. Sumba.
Der auf Sumatra so häufige Bothrops gramineus Shaw fehlt auf der
Timorgruppe. (Nn. spp. s. @eckonidae, Scincidae.) — Notes Leyden
Museum Bd. 16, 1894 p. 119—127.
Australien. Oudemans bearbeitete die Eidechsen und Schild-
kröten der Semon’schen Ausbeute. Von Ambon, Molukken sind 7,
bereits bekannte Arten, von Neu-Guinea 13 Arten (2 nn. spp. s. (recko-
nidae, Scincidae), von Thursday Island 3 Arten (Diporophora bilineata
Gray, Egernia major Gray, Lygosoma novae-guineae Meyer) von
Queensland und zwar von Cooktown 5 Arten (1.n. sp. s. Scinceidae).
vom Burnett-River-Distriet 24 Arten (1n. sp. s. Scincidae) aufgezählt.
Beschreibungen finden sich bei Heteronota derbiana Gray (Burnett
River) (p. 132), Oedura tiryoni De Vis (Cooktown), Hemidactylus fre-
natus DB. (Ambon), Gehyra variegata DB. (B.R.) marginata Blngr.
(= jischeri Strauch) von Ternate p. 134, Gonyocephalus boydii Macleay
p. 185, Egernia whitii Lac. (B.R.) p. 138, Tiliqua gigas Schn. v.
Keyensis n. (Key-Inseln), /emisphaeriodon gerrardi Gray (B.R.) p. 136,
Lygosoma tenue Gray und elegantulum Ptrs. & Doria (B. R.) p. 140,
smaragdinum Less. (Neu Guinea) p. 141, fuscum DB. (Neu-Guinea,
u. Burnett R.) p. 142, bicarinatıım Macleay (Neu Guinea), pectorale
De Nis (B. R.), novae guineae Meyer (Thursday-Island) p. 143, mivarti
Blngr. (Neu Guinea, neu für die Insel) p. 144, Ablepharus burtoni
(N. Guinea) p. 145, Emydura kreffti Gray (Burnett R.), p. 145, Emy-
dura latisternum Gray (B.R.) p. 146. — In: Semon, Zool. Forsch.
Austral. V. 1. 1894 p. 129—146.
Boettger hat die Schlangen der Semon’schen Reisebeute be-
arbeitet. Er bemerkt, dass die Schlangenfauna Australiens ein be-
104 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
sonders alterthümliches Gepräge besitzt 1. durch das Vorkommen
von zahlreichen Pythoninen, die als geologisch älteste Schlangen-
gruppe anzusehen sind, 2. durch das Auftreten zahlreicher Schlangen
mit Giftzähnen. Die wenigen Colubrinen, Dipsadinen und Homa-
lopsinen sind als Einwanderer aus Neu-Guinea aufzufassen. Er
führt mit mehr weniger ausführlichen systematischen Notizen an:
vom Burnett River District, Queensland p. 117 Typhlops wiedi Ptrs.,
p- 118 ligatus Ptrs., Python spilotes Lac. (var. variegata Gray), Tropi-
donotus picturatus Schleg., Dendrophis punctulat s (Gray), Dipsas
fusca (Gray), Diemenia olivacea Gray, p.119 Brachysoma diadema
(Schleg.); von Cooktown, N. Queensland Aspidites melanocephalus
Krefft (neu für Queensland); schliesslich für den S. ©. von Neu
Guinea, welche Insel trotz zahlreicher malayischer Gattungen und
Arten doch noch für einen wesentlich australischem Character be-
sitzt, p. 120 Python amethystinis (Schn.). Chondropython viridıs
(Schleg.), (farbig abgebildet auf Taf. V fig. 3), Enygrus carinatus
(Schn.), Stegonotus modestus (Schleg.), Dendrophis punctulatus Gray
(wohl calligaster Gthr. — Ref.) p.121, Dipsas irregularis (Merr.),
Diemenia mülleri (Schleg..), ann colubrinus (Schn.). — In: Semon,
Zool. Forsch. Australien V 1. 1894 p. 117—121.
C. Hedley bemerkt in seiner Skizze über die Beziehungen der
Fauna und Flora von Australien zu der von Neuseeland, dass das
Vorkommen von Notaden bennetti, Lygosoma monotropis, Pseudonaia
nuchalis und SToplocephalus nigriceps im ganzen Innern Australiens
eine feinere Eintheilung Australiens in gesonderte Thierprovinzen
verbiete. — Nat. Science Bd.3 p. 189 (1893).
Afrika. E. Olivier hat einen „Catalogue raisonne des Reptiles
et des Batraciens observes jusquäa ce jour en Algerie* verfasst. In
demselben sind 61 Arten von Reptilien und 9 Batrachiern verzeichnet.
Von den fünf Schildkrötenspecies wird die Lederschildkröte als selten
bezeichnet, T’'halassochelys erreicht 77 cm Panzerlänge. Von Eidechsen
sind 23 genres (wohl „especes“) vertreten, vorwiegend Lacertiden
und Seinciden, von Schlangen 11, davon Zryx jaculus, Naia haia,
Vipera ammodytes (ist latastii Bosca — Ref.) und lebetina, 2 Cerastes
und Zchis carinata. Von Lurchen findet sich Salamandra maculosa,
zwei Triton-Arten (poireti u. hagenmuelleri) und sechs Anuren. —
Mem. Soc. Zool. France 1894 p.
Werner bringt eine Arbeit über von ihm gesammelte Reptilien
aus Ostalgerien. Er erwähnt Testudo ibera Pall. (p. 75) von Constantine
und Lambesa, (fehlt südlich von El Kantara, ebenso wie Lacerta,
Psammodromus und Uphiops), Stenodactylus guttatus Cuv. (ist St. petrii
Anders. -— Ref.) p. 77, von Tuggarth und Mraier, Ptyodactylus lobatus
Geoffr. var. oudryi Lat. (Djebel Sfah bei Biskra), Hemidactylus turcicus
L. p. 77 (Mont Edough bei Böne), Tarentola mauritanica L. (Philippe-
ville, Böne, Lambesa: var. deserti von Tuggurth), 7. neglecta Strauch
(Tuggurth u. Mraier; ist wie Agama tournevillü characteristisch für
die ostalgerische Sahara); Agama inermis Ros. p. 78 (Sahara zwischen
Tuggurth und Temacin); A. aspera Wern. (= inermis Rss. var. —
in der Herpetologie im Jahre 1894. 105
Ref.) von Biskra bis Tuggurth; A. tournevillii Lat. (Tuggurth); Uro-
mastix acanthinurus Bell p. 79; Varanus griseus Daud; Lacerta pater
Lat.; (Lambesa, Philippeville, Böne, Batna; ausführliche Beschreibung
mit Tabelle); Z. muratis fusca Bedr. p. 81 (Rumelschlucht bei Con-
stantine), Psammodromus blanci Lat. (Lambesa); Psammodromus
algirus L. (Philippeville, Constantine, Lambesa); Acanthodactylus
boskianus Daud. p. 82 (Hammam Salahine bei Biskra); A. scutellatus
Aud. (Biskra bis Temacin, zwei Formen, kleinere von Biskra bis
Mraier, wohl exigua Lat., grössere, reticulirte von Mraier bis Temacin);
A. pardalis Licht. (Biskra bei Chegga; auch bei Batna); Kremias
guttulata Licht. (Biska, Chegga), Ophrops occidentalis Blngr. (Lambesa,
Batna), Mabuia vittata Oliv. p. 83 (Biskra), Scineus offieinalis Laur.
(zwischen Tuggurth und El Oued), Cholcides ocellatus Forsk. (var.
Iiligugu, Philippeville bis Biskra; typische Form von Biskra südwärts);
Ch. tridactylus Laur. p. 84 (Lambesa); Ch. sepoides And. (var. bou-
lengeri Anders. — Ref.), (Tuggurth); Zamenis olgirus Jan (Biskra),
Tropidonotus viperinus Latr. p.85 (Philippeville bis Temacin; ge-
streifte Varietät fehlt in der Sahara); Macroprotodon eucullatus Geoffr.
(Constantine); Coelopeltis lacertina Wagl. (Batna), ©. producta Gerv.
(Oase Chetma bei Biskra; Mzab-Gebiet, Steinwüste nördlich von
Tuggurth), Cerastes vipera L. p. 86 (Tuggurth), €. cornutus Forsk.
(Kef-el-Dhor; Mraier; zwischen Tuggurth und Temaein; grösstes
Exemplar 75 cm lang). — Bei den meisten Arten sind Angaben
sowohl biologischen als auch systematischen Inhaltes und über die
Verbreitung gemacht. — Verh. Zool. bot. Ges. Wien Bd. XLIV 1894.
Günther zählt von der Expedition von Dr. Gregory zum Kenia
folgende Reptilien auf; p. 85: Testudo pardalis, Ciniwys bellian« Gray,
Sternothaerus sinuatus Smith, Pelomedusa galeata Schoepff, Zlemi-
dactylus mabuia Moreau, Hemidactylus brookili Gray, p. 86 Lygodactylı:s
pieturatus Ptrs., Agama doriae Blenr., p. 87 Monitor nmilotieus L.,
all.ogularis Daud., Mabuia maculilabris Gray, Sepacontias modestus
Gthr., Latastia longicaudata Rss., Chamaeleon roperi Blenr., Chamae-
leon bitaeniatus Fisch. (hoehnelii Steind), Rhampholeon kerstenüi Ptrs.,
Typhlops punct«tus Leach, T. unitaeniatus Ptrs., Uriechis capensis
Smith, Amplorhinus nototuenia Gthr, Coronella olivacea var. dume-
rilii Gthr., Dasypeltis scabra L., Rhagerrhis tritaeniata Gthr., p. 88
oxyrhynchus Rhdt., Psammophis sibilans L., biseriatus Ptrs., Ahue-
tulla neglecta Ptrs., punctata Ptrs., Boodon lineatus DB., Lycophidium
horstockii Schleg., Leptodira rufescens Gm., Dipsas obtusa Rss. (ist
Tarbophis guentheri Anders. — Ref.), Causus jacksonii Gthr., Naia
nigrieollis Rhdt., Dendraspis polylepis Gthr., Clotho arietans Merr.
und 2 nn. spp. (Ss. (reckonidae, Agamidae). — Wegen der genaueren
Fundortsangaben muss auf die Originalarbeit verwiesen werden. —
Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 84—88.
Ueber Pfeffer, ostafrikanische Reptilien (vergl. Ber. f. 1893),
referirte Boettger im Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 616—617
über Stejnegers Arbeit über denselben Gegenstand ebenda p. 714
--715.
106 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
O. Boettger verzeichnet aus Dr. E.Fleck’s Reptilienausbeute
aus Deutsch-Südwestafrika folgende Arten: Homopus signatus (Walb),
Testudo tentoria Bell, smithii Blngr. (Rehoboth), Pelomedusa galeata
(Schöpff) (Rehobother Gebiet), Pienopus garrulus Smith, Pachy-
dactylus laevigatus J. G. Fischer (Rehoboth, 'Uqua in der Kalacharı),
Rhoptropus afer Ptrs. (Hereroland); Agama aculeata Merr. (Rehoboth
und Gross-Namaland), planiceps Ptrs. (!Kuisib), Zonurus polyzonus
Smith (Rehoboth): Varanus albogularis (Daud.) (Rohobother Gebiet);
Ichnotropis squamulesa Ptrs. (Rehoboth), Nucrus tessellata (Smith)
(Rehobother Gebiet), Eremias lugubris Smith (Rohoboth und Gross-
Namaland), Eremias undata Smith (Rehoboth), Mabura striata (Ptrs.),
(Rehobother Gebiet), wahlbergi Ptrs. (Gross-Namaland), oceidentalis
(Gross-Namald.), Acontias meleagris (L.) (Rehoboth), T'yphlosaurus
lineatus Blngr. (Gross-Namaland); Chamaeleon parvilobus Blenr.,
namaquensis Smith (Rehobother Gebiet und Gross-Namaland); ferner
von Schlangen: Coronella cana (L.) (Hereroland und Kalachari),
Rhamphiophis multimaculatus (Smith) (Hereroland), Psammophis
sibilans L. (Rehoboth u. Damara- und Namaland), Naja haje L.
(Rehoboth und Hereroland), Vrpera caudalis Smith (Gross-Namaland
und Kalachari), V. arictans Merr. (Rehobother Gebiet), also 4 Schild-
kröten, 16 Eidechsen, zwei Chamaeleons und 6 Schlangen. Bei den
meisten Arten sind Angaben über Färbung und Pholidose gemacht.
— Ber. Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p. 88-93.
Boettger erwähnt von der Südspitze von Madagascar nebst
zwei nn.spp. (8. Ahiptoglossa und (reckonidae) Hemidactylus frenatus
DB., H. mabouia Mor., Lygodactylus madagascariensis (Bttgr.), Cha-
larodon madagascariensis Ptrs., Tracheloptychus madagascariensis Ptrs.
und Mabuwia elegans (Ptrs.). — Zool. Anz. 1894 p. 139.
In Zusätzen zu seiner Arbeit über die Batrachier und Reptilien
der Insel St. Thome [vergl. Ber. f. 1893 p. 84.] hält J. v. Bedriaga
Hemidactyles mabuia var. molleri Bedr. auf Grund seiner "kleinen
Anzahl (6) von Praeanalporen aufrecht, stellt die Anzahl der Poren
bei //. greeffi fest, erwähnt des Vorkommens einer Süsswasserschild-
kröte, die leider nicht erbeutet werden konnte und polemisirt sodann
gegen die Kritik Barboza du Bocages. — Instituto, Coimbra 1893.
Sep. Abdr. p. 32—37.
W.L. Abbott erwähnt in „Notes on the Natural History of
Aldabra, Assumption and Gloriosa Islands, Indian Ocean“ (Proc.
U. S. Nat. Mus. Bd. 16 p. 759—764) auch einige Reptilien (vergl.
Stejneger 1. c., Ber. f. 1893 p. 82).
Amerika. S. Garman, erwähnt in: Bull. Essex Inst.
XXVI 1894 p. 1—63 als Bewohner von Kentucky p. 34 Cistudo
carolinaL., Chelydra serpentina L., Aspidonectes spinifer (Ohio River),
nuchalis (Cumberland- u. Tennessee-River), Amyda mutica (Ohio
River), Sceloporus undulatus, Ophisaurus ventralis (Westen), Eumeces
fasciatus, p.35 Oligosoma laterale (nicht sehr häufig, im Westen),
Thamnophis sirtalis, Nerodia sipedon (var. fasciata und erythrogaster
bei Lexington), Regina leberis (Lexington), Storeria occipitomaculata
in.der Herpetologie im Jahre 1894 107
(Mammouth Cave), Philophyllophis aestivus, Coluber constrietor, Ila-
phis obsoletus (besonders ım Gebirge) Ophibolus triangulus, O. getulus
(Midland), p. 36 Heterodon platyrhinus, Carphophis amoenus und
helena (letztere sehr häufig), Ürotalus horridus und adamanteus,
Agkistrodom contortrix (Osten, im Gebirge), A. piscivorus (im Westen;
gemein im Reelfort-See). Die volksthümlichen Namen sind überall
angegeben. —
J.Hurter, Catalogue of Reptiles and Batrachians found in the
Vieinity of St. Louis, Mo. Transact. Ac. St. Louis VI 1893 p. 251
bis 261.
Cragin, F. W., Herpetological Notes from Kansas and Texas.
— Colorado College Studies, V. 1894 p. 37—39.
Ch. H. Townsend, Reptiles from Clarion and Socorro Islands
and the Gulf of California. — Proc. U. S. Nat. Mus. XV p. 143—144.
A. Gaines erwähnt von Vincennes, Indiana, die folgenden
Schlangen: Carphephis amoena (Say) (unter überhängenden Felsen),
Farancia abacura (Holbr.) (in Sümpfen), Bascanium constrietor L.
(zahlreich), Diadophis punctatus (L.) (in vermoderndem Holze, selten),
Liopeltis vernalis (Dekay) (zahlreich), Cyclophis aestivus (L.) (zahl-
reich), Storeria dekayi Holbr. (in hohem Gras in Sümpfen), St. occi-
pitomaculata (Storer) (auf steinigem Grund), Coluber vulpinus (B. & G.)
(bissig, wird mit abergläubischer Furcht betrachtet), ©. guttatus (L.)
(auf staubigen Strassen; kommt bei Nacht in Gärten), C. obsoletus
(Say) (nur auf Bäumen gefunden, zischt stark, frisst Sperlinge, aber
keine Mäuse oder Eier), Natrüx leberis (L.), kirtlandi (Kenn.) (selten),
sipedon (L.) (kann den Kopf und Hals aufbreiten; extreme Farben-
varietäten kommen in einem Wurf vor), Heterodon platyrhinos Latr.
(frisst Kröten; kreuzt sich mit der schwarzen Varietät), Ophibolas
doliatus (L.) (gemein), getwlus (L.) (weniger häufig), Kutaeniua saurita
L., radıx, sirtalis. Natrix sipedon wird von den Bewohnern fälsch-
lich als „Water-Mocassin“ bezeichnet, Giftschlangen scheinen selten
oder ganz ausgerottet zu sein. — American Naturalist XXVHI
1895 p. 958—959.
Referat über L. Stejneger, Report on Death Valley Expedition,
in. Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 539 — 540.
E. Lönnberg bringt Mittheilungen über die von ihm in Florida
1892—93 gesammelten Reptilien. Er erwähnt: Platypeltis ferox
(Schn.) (häufig in allen Seen und Sümpfen, sehr wild und bissig,
wird mit Netz und Angel gefangen), Dermochelys coriacea (L.) (sehr
selten bei Key West, ein Exemplar in Florida (St. Augustine) ge-
sehen), Chelonia mydas (L.) (gemein an der Küste von S. Florida,
aber der Ausrottung entgegengehend; Gewicht bis 800 Pfund),
Eretmochelys imbricata (L.) (nicht häufig bei Key West, wegen des
Panzers theuer bezahlt; selten bis 200 Pfund schwer); T’halassochelys
ce retta (L.) (häufig an der ganzen Küste von S. Florida aber eben-
falls der Ausrottung entgegengehend, da das Fleisch zwar selten,
die Eier aber allenthalben gern gegessen werden; wird nicht schwerer
als 300 Pfund); Deirochelys reticulata Latr. (nicht häufig; Clarcona,
108 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Orange Country); Pseudemys rubriventris Lec. (an verschiedenen
Orten, nicht nur in Flüssen, sondern auch in kleinen Seen; Plastron
manchmal einfarbig roth); Pseudemys coneinna Lec. (sehr gemein: in
allen Flüssen und Seen); Malaclemmys centrata Latr. (Salzsümpfe
längs der Ostküste; Hillsboro River, bei New Smyrna, Volusia
County); Terrapene carolina 1. (nicht häufig in S. Florida; Apopka
und Clarcona Orange County); Gopherus polyphemus Daud. (gemein
in den trockenen Wäldern von S. Florida; über Lebensweise vergl.
auch Hubbard, Jahresber. f. 1893 p. 000), Kinosternon Baurii Garm.
(Fern Creek bei Orlando, Apopka und Oviedo; neu für Florida);
K. pennsylvanie«m Gmel. (gemein in kleinen Seen und Bächen, z.B.
im Fern Creek bei Orlando); Aromochelys odorata Daud. p. 320
(gemein in Sümpfen und Bächen von S. Florida, z. B. Fern Creek;
abnormes Plastron mit 14 Platten wird beschrieben); Chelydra
serpentina L. (nicht sehr häufig; St. John’s River, Apopka-See,
Oviedo, Orange County); Anolis prineipalis L. (häufig in S. Florida,
oft in Häusern, gern auch zwischen Disteln, des Schutzes wegen);
Sceleporus undulutus Daud., (sehr gemein in S. Florida in Nadel-
wäldern, an Eichen, an alten Zäunen und Häusern etc., Farben
wechsel beschrieben); Ophisaurus ventralis L. (nicht selten; wird
fälschlich für eine Giftschlange gehalten); Cnemidophorus ser-
Iineatus L. p. 321 (überall häufig, besonders aber auf Key West;
sehr schnell); Eumeces fasciatus L. (ziemlich häufig in S. Florida;
unter modernden Baumstüpfen u. dergl. wird „Scorpion“ genannt
und für sehr giftig gehalten); Ziolepisma lateraleSay (sehr gemein
unter abgefallenem Laub, meist an feuchten Stellen); Rhineura flori-
dana Baird (nicht selten an sandigen Stellen in Orange County;
wird oft beim Graben oder Pflügen gefunden); Cemophora coccinea
(Blumenb.) (Variationen in Beschilderung werden beschrieben; relativ
selten, da wühlende Lebensweise führend); Farancia abacura Holbr.
p- 322 (Orange County), Abaotor erythrogrammus Daud. (bei St.
Augustine); Contiu pygaea Cope p.323 (wasserbewohnend, an ver-
schiedenen Stellen in Orange County gefunden); Stilosoma extenuatum
Brown (Lake Charm bei Oviedo und Oakland, Orange County; aus-
führliche Beschreibung von wesentlichen Abweichungen vom Typus);
Lampropeltis getulus L. p. 324 (nicht bissig, sehr muskelkräftig, rasselt
mit dem Schwanz); Osceola elapsoidea Holbr. p. 325 (Key West und
Torento, Orange Co.; Bemerkungen über grosse Aehnlichkeit mit
Elaps fulvius); Diadophis punetatus L. (nicht häufig; Apopka, Orange
Co.); Opheodryas aestivus L. (in ganz S. Florida bis Key West auf
Sträuchern und Orangenbäumen, niemals auf dem Grund; vertheidigt
sich, wenn gefangen, in keiner Weise); Bascanion constrictor L.
p: 326 (gemeinste Schlange in S. Florida; junges Exemplar in Ueber-
gangsfärbung beschrieben); B. fagellum Staw. (nicht so häufig, wie
vorige; in trockenen Nadelwäldern, wo auch Eichen wachsen; ge-
mein bei Packland); Callopeltis guttatus L. (an verschiedenen Orten
gefunden; rasselt mit dem Schwanz, wenn angegriffen; Färbung
wird beschrieben; Uebergänge zu (. sellatus und rosaceus Cope);
in der Herpetologie im Jahre 1894, 109
Callopeltis quadrivittatus Holbr. p. 327 (an verschiedenen Orten in
Orange County gefunden; oft auf Bäumen und wie vorige Art in
Häusern auf der Rattenjagd; die Jungen sind gefleckt; wird fast
2 Meter lang); Spelotes corais couperi Holbr. (nicht sehr häufig;
Orlando, Orange Co., wird bis 10 Fuss lang); Pituophis melanoleucus
Daud. p. 328 (trockene, sandige Nadelwälder in Orange Co., wird
über 2m lang; zischt laut, wenn gefangen, rasselt mit dem Schwanz,
beisst aber nicht); Heterodon platyrhinos Latr. (sehr gemein in
S. Florida; nicht bissig, aber als giftig gefürchtet; Grund vielleicht,
dass das Gift von verzehrten Kröten, das an den langen Oberkiefer-
zähnen anklebt, in die Wunde kommt; schwarze Varietät bei Orlando,
breitet in Erregung nur Kopf und Hals, nicht aber den Rumpf auf,
hält dabei Kopf in die Höhe); Thamnophis sirtalis L. häufig an
feuchten Orten in S. Florida: Hillsboro, Orange und Osceola Co.;
sehr bissig; ein 2 brachte 40 Junge zur Welt); Thamnophis sackeni
Kenn. (characteristisch für Florida: Oviedo, Orlando, Apopka in
Orange Co., alle im Gras an feuchten Orten gefangen; wird nur
als südliche Varietät von 7’. saurita betrachtet); Ziodytes allen:
Garm. p. 320 (in einem Ancistrodon piscivorus ein eben verschlungenes
Exemplar gefunden; Kissimmee, Osceola County; selten; Färbung
und Pholidose beschrieben); Natrix compressicauda Kenn. (Mangrove
Sumpf auf Key West; Färbung beschrieben, Name var. obscura dafür
vorgeschlagen); Natrix fasciata L. p. 331 (sehr variabel; einige
Farbenvarietäten beschrieben, ebenso Lebensweise), Natrix cyclopion
DB. p. 332 (Orange Co., sehr selten; Beschilderung beschrieben);
Natrix tasispilota Holbr. (Lake Apopka, Orange Co., Pholidose
beschrieben); Storeria dekayi Holbr. (Kissimmee, Osceola Co.; Färbung
beschrieben; 15 Schuppenreihen; Hay’s S£. vecta von Oklawaha River,
Florida ist daher zweifelhafte Art); St. occipitomaculata Stor. p. 333
(Oklawaha River, Marion Co.; Färbung beschrieben); Tantilla coro-
nata B.&G. (Oakland und Apopka, Orange Co.; Beschreibung);
Elaps fulvius L. p. 334 (grösstes Exemplar von Oakland, 1 Meter
lang; sehr gefährliche Giftschlange); Sestrurus miliarius L. p. 335
(Orange und Hilloboro Co.; letztere Exemplare dunkler; liebt trockenen
Boden); Crotalus adamanteus Beauv. (im Innern des Landes spärlich,
häufiger längs der Küste und auf einigen der Florida Key’s; da sie
das Wasser durchaus nicht scheut, kreuzt sie sogar das Meer, von
einem der Key’s zum andern übersetzend. Bissfälle sind wegen
des Klapperns, des starken Geruches, und der Trägheit der Schlange
selten; die Art ist leicht in Gefangenschaft zu erhalten und frisst
gern Kröten); Agkistrodon contortriw Lac. (rasselt mit dem Schwanz,
was nicht als Mimikry zu deuten ist, da die Schlange ja selbst
höchst giftig ist). Zum Schlusse eine Zusammenstellung der beob-
achteten Schlangenarten nach der Lebensweise: 7—8 schwimmende,
ebensoviel grabende, 3 kletternde, 4 kriechende Arten; 7 Arten Florida
eigenthümlich. Die Arbeit bietet so viel biologisch interessante
Daten, dass sie jedermann, der sich mit der Biologie nordameri-
110 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
kanischer Reptilien befasst, sehr zum Studium zu empfehlen ist. —
Proc. U. S. Nat. Mus. 1894 p. 317—337.
S. A. Forbes, A preliminary report on the aquatic invertebrate
Fauna of the Yellowstone National Park and of the Flathead region
of Montana. — In: Bull. U. S. Fish Comm. for 1891 (1893), 50 p.
6 Taf. — Gefunden wurden im Shoshone-See, 7740‘, ein Frosch
und ein kleiner Salamander.
A.Duges, Lista da algunos reptiles y batracios de Tabasco
y Chiapas. Verf. zählt mit Angabe der Vulgärnamen folgende von
J. N. Rovirosa gesammelte Arten auf: p.375 Cinosternum eruentatum
A. Dum. (aus Tepetitän), lewcostomum A. Dum. (Ocuiltzapotlän und
Tamulte), Staurotypus triporcatus Wagl. (Ocuiltzapotlän; erreicht
über 1,6 m Carapaxlänge); Claudius ungustatus Cope (Tabasco);
Pseudemys ornata Bell (Chiapas); Dermatemys mawii Gray (San
Juan Batista; Veracruz?); ferner von Eidechsen Anolis humilis
Peters von Tlacotalpa, ? A. sagrae Cocteau von San Juan Bautista,
A. sallaei Gthr. und Mabuja agılıs Raddi von Macuspana, p. 376
Eumeces rovirosae Duges (s. Ber. f. 1893 p. 95) von Santa Fe, Chiapas,
Ameiva festiva Licht. von Istacomitän, Chiapas und schliesslich von
Schlangen Coluber flavirufus Cope von Chiapas (auch von Huazteca
Potosina), Drymobius margaritiferus (DB.) von Macuspana, S. Juan
Bautista; auch im Colima, S. Blas, Michoacän ete.; Spilotes poecilo-
notus Gthr. (Santa Fe, Chiapas), Sp. auribundus Cope (S. Juan B.;
auch in Orizaba); Natrix rhombifera Hall. (Macuspana), N. fasciuta
transversa Hall. (Tepetitän) (wird für giftig gehalten, wie ihr Name
Nauyac, der für Lachesis gilt, beweist); Hutaenia proxima Bd. &G.
(Coatepec u. Macuspana); Ninia diademata Bd. &G. (Tabasco; auch
Orizaba); N. atrata (Hall.); Tabasco u. Zacualpan in Chiapas; auch
Yucatan; Xenodon angustirostris Ptrs. (Tabasco u. Chiapas); Ery-
throlamprus imperialis Bd. & G. und jissidens Gthr. sowie Ophibolus
pyrrhomelas Cope von Tabasco, Plöocercus elapoides Cope (Macuspana),
Henicognathus vittatus Jan. (Tabasco; auch in Guadalajara [Barranca
de Ibarra], S. Juan del Rio, Mora Leon und Tanganzicuaro), Adel-
phicus quadrivirgatus Jan. (Tabasco); Oxwybelis acuminatus Wied.
(Zacualpan, Chiapas); Sibon annulatum L. (Macuspana, Cornal-
calo). Findet sich auch in Orizaba, Cördoba, Guadalajara,
Colima, Chiapas, Huazteca Potosina, S. Blas und Michoacän. Wird
als „Madre de las hormigas“ (Mutter der Ameisen) bezeichnet, weil
man glaubt, dass sie in Ameisenhaufen lebt; dem entspricht auch
genau der mexikanische Name Tzicatlinan. Schliesslich Bothrops
atrox L. aus Tabasco, Macuspana und Sante Fe, Chiapas. Der
einheimische Name Nauyaca cola de huesa oder cola blanca deutet
auf den weissen Schwanz hin (hueso = Knochen) Nauyaca = 4 Nasen-
löcher, weil man die beiden Praeoculargruben für Nasenlöcher hält.
— Naturaleza (2) II 1894 p. 375—377.
Ein Referat über Blatchley, Collection from Mt. Orizaba findet
sich in: Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 448-449; über Boettger
in der Herpetologie im Jahre 1894. 1ll
„Reptilien und Batrachier aus Venezuela* und „Ein neuer Beutel-
frosch“ ebenda p. 196.
E. D. Cope verzeichnet in einer zweiten Liste von Reptilien
und Batrachiern aus Costa Rica (P. Am. Phil. Soc. XXXI 1894
p: 333— 347) folgende Eidechsen: p. 341 Gymnophthalmus laevw-
caudus Cope (Terraba), Ameiva quadrilineata Hall. (Buenos
Ayres, Lagarto, Boca Sacate), jestiva Licht. (Boruca), Celestus
Steindachneri Cope, p. 343 Ütenosaura sp. jung, /guana tuberculata
Laur., p. 344 Anolis intermedius Ptrs. (San Jose) und trochilus Cope
(Palmar, Sierpe), Basiliscus vittatus Wiegm. (Sierpe) und 3 nn. spp.
(s. Scincidae, Teiidae, Iguanidae); ferner von Schlangen: Colobognathus
hoffmanni Ptrs. (San Jose), Rhadinaea ignita Cope (Boruca), Dry-
mobius rhombifer Ptrs. (Palmar), coeruleus Fisch. (Boruca), Oxybelis
acuminatus Wied. (Terraba) und Hlaps nigrocinctus Gir. (Buenos Ayres,
Boruca) nebst In. gen, 2nn.spp., In. subsp. (s. Colubridae, Agly-
phae und ÖOpssthoglyphae). — Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI 1894
p. 344— 347.
Cope erwähnt als von der westindischen Expedition der Penn-
sylvania-Universität 1890/91 auf den Bahamas und anderen Inseln
gesammelten folgende Reptilien und zwar: von New Providence:
anolıs principalis L., sagrae DB., distichus Cope und 1n. sp. (Ss. /gua-
nidae), Ameiva thoracica Cope, Ungualia maculata DB., Alsophis
vudii Cope, von Elenthera: Anolis principalis L., sagrae DB., Ungalia
maculata DB.; von Crooked Islands: Ziocephalus carinatus Gray und
eine n.subsp. von Anolis principalis L. (s. Iguanidae); von Great
Inagua: Liocephalus sp., Ungalia cana Cope und 3 nn. spp. (Ss. /gua-
nidae, Tejidae) und schliesslich von Jamaica: Xiphocercus valen-
ciennesii DB., Anolis grahamii Gray, Anolis sagrae DB., Aristelliger
praesignis Hall. und 2 nn. spp. (s. /guanidae, Geckonidae); von Grand
Cayman: Anolis grahamü conspersus Garm., Liocephalus varius Garm.,
Aristelliger praesignis Hall., Alsophis angulifer caymanus Garm. Es
sind zahlreiche biologische Notizen des sammelnden Zoologen, P.
Moore beigegeben. -— Proc. Acad. Philad. 1894 p. 429—442.
Boulenger erwähnt von Antigua, Westindien 7yphlops lum-
bricalis, Thecadactylus rapicauda, Anolis Leachüi und 1n. sp. (s. /gua-
nidae). — Ann. Mag. N.H. (6) XIV 1894 p. 375.
R. R. Urich u. F.W. Mole geben sehr anziehende Schilderungen
der Lebensweise einiger Schlangenarten Trinidad’s in Gefangenschaft
und im Freien. Behandelt werden: Epierates cenchris p. 499, Corallus
cooküi var. ruschenbergi p. 501, Boa constrictor p. 502, Eunectes mu-
rinus p. 504, (reophis lineatus und Liophis melanotis p. 506, L. reginae,
cobella und Coluber boddaerti p. 507, Coluber corais p. 508, Spelotes
vartabilis p. 509, Herpetodryas carinatus, Ahaetulla liocercus, Oxybelis
acuminata p.510, Dipsas cenchoa p. 5ll, Leptodira annulata, Seytale
coronatum p.512, HElaps rüsei p.513, lemniscatus p. 514, Lachesis
muta p. 516, Bothrops atrow p.517. Es ist unmöglich die zahl-
reichen Einzelbeobachtungen in gedrängter Form hier wiederzugeben
und muss auf die Originalarbeit oder wenigstens auf das ausführliche
112 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Referat Boettger’s im Zool. Centralbl. II. p. 224 verwiesen werden.
— Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 499 -—517.
Urich und Mole bringen im Anhang an diese biologischen
Notizen über die Schlangen von Trinidad eine vorläufige Liste der
von dort bekannten Schlangenarten. Ausser den oben erwähnten
werden noch T’yphlops reticulatus L., (Glauconia albifrons Wagl.,
Epierates conchris L. var. fısca Gray (neu für Trinidad), Corallus
cookiı Gray var. melanea Gray (var. ruschenbergi neu f. T.), Boa
divinıloqua Laur., Streptophorus atratus Hall. (neu f. T.), (reophis
lineatus DB., Spilotes poecilostoma Wied. (neu f. T.), Pethalognathus
nebulatus L. (neu f. T.), Aomaloeranium melanocephalum L. (neu
f. T.), Oxyrhopus plumbeus Wied., Elaps corallinus L. erwähnt.
Auch ZLachesis muta L. und Bothrops atrox L. sind neu für die
Insel. — Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 517—518.
Urich und Mole nennen von Trinidad 6 Schildkröten,
25 Eidechsen und 33 Schlangen. Es sind dies: Nicoria punciu-
laria Daud., Testudo tabulata Walb., (ausserdem die 3 gewöhn-
lichen Seeschildkröten), Hydraspis gibba Schweigg., Caiman selerops
Schn. (neu für die Insel), (ronatodes vittatus Licht., ocellatus Gray
(neu f.d.I.), ferrugineus Cope, Thecadactylus rapicaudus Hoult.,
Hemidactylus mabouia Mor., Anolis alligator DB., biporcatus Wem.,
chrysolepis DB. (neu f. d.1.), Polychrus marmoratus L., Liocephalus
herminieri DB., Uraniscodon plica L., Iguanı tuberculata Laur., Tupr-
nambis nigropunctatus Spix, Üentropyx striatus Daud. (neu f.d. 1.),
Ameiva surinamensis Laur., punctata Gray, Unemidophorus murinus
Laur., lemniscatus Daud., Scolecosaurus cuweri Fitz (neu f.d.1.),
Amphisbaena fulginosa und alba L., Mubuia aurata Schn. und agelis
Raddi, sowie die bereits erwähnten Schlangen und In. sp. die von
Boettger beschrieben ist (s. (reckonidae). — Journ. Field Nat. Club
Trinidad Vol. II No. 3, 1894 p. 77--87. — Referat in: Zool,
Centralbl. II. p. 182— 183.
R. R. Mole nennt p. 260 Elaps lemniscatus L. und E. rüisei Jan
die einzigen Elaps-Arten von Trinidad, F. W. Urich verzeichnet
p. 261 die Anschwemmung eines 12° 10‘ langen Orinocokrokodils
bei Port of Spain auf Trinidad, wohin auch schon der grosse Orinoco-
kaiman und die Anakonda lebend angespült wurden; T. W. Larr
p- 270, Coluber (Spilotes) corais Cuv. und p. 272, Lachesis muta von
7‘ 10° Länge aus Trinidad. — Journ. Field Naturalist’s Club Trinidad
Bd. 1, 1893 (1894).
F. W. Urich nennt als gelegentliche Bewohner von Ameisen-
nestern auf Trinidad Amphisbaena alba L. und fuliginosa L. und
T'yphlops reticulatus L. und als weitere Bewohner Trinidads Lachesis
muta und atrox. — Journ. Field Nat. Club Trinidad Bd. 1 p. 294
und 294.
Boettger erwähnt von Sorata, Bolivia an Schlangen: Tantilla
melanocephala (L.), Liophis reginae (L.), Coluber (Spilotes) coratz
(Cuv.), Xenodon severus (L.), Ahuetulla marginata (Cope), Philodrya,
viridissimus (L.), Oxyrhopus petolarius (L.) typ., Dipsas (Eudipsas,
in der Herpetologie im Jahre 1894, 113
leucocephala (Mik.), Oxybelis fulgida (Daud.), Elaps maregravi DB.,
Bothrops atrox (L.). — Zool. Anz. 1894 p. 118—119.
Squamata.
Laeertilia.
A. Milani hat die Lunge der Eidechsen untersucht. Sie ist
der Anlage nach paarig, beide Lungen sind ei- oder sackförmig,
von gleicher Grösse; bei schlangenartigen Eidechsen ist sie lang-
gestreckt, schlauchförmlg, die eine mehr weniger rückgebildet, bis
zum völligen Schwunde. Die Trachea fehlt niemals, geht entweder
mit zwei Oeffnungen direkt in die Lungen über, oder es sind zwei
meist kurze Bronchien vorhanden, beide auf der Ventralseite der
Lunge und ziemlich weit vorn; der vor der Einmündung der Bron-
chien oder den Bronchialöffnungen gelegene, kleinere Theil der
Lunge läuft meist in einen Zipfel aus. Die Lungen besitzen einen
centralen Hohlraum und werden durch ein System höherer und
niederer, von der Wand senkrecht vorspringender Leisten, in grössere
(Alveolen) und kleine polygonale (Krypten) Abtheilungen getheilt,
die alle in den centralen Raum ausmünden Die Leisten sind nicht
glattwandig, sondern mit ziekzackförmigen Falten versehen. Verf.
unterscheidet vier Typen der Eidechsenlunge. Der ursprünglichste,
dem Batrachiertypus zunächststehende, der Sphenodon-Typus, der
auch bei Tejiden und Amphisbaeniden sowie bei Anguiden, An-
elytropsiden und der Mehrzahl der Scinciden angetroffen wird,
stellt einfache Säcke dar, deren Innenrand entweder vollständig
oder mit Ausnahme des hintersten Abschnittes mit Alveolen und
Crypten bedeckt erscheint. Der zweite oder Lacerta-Typus, der
sich bei Trligua, Geckoniden, Zonuriden, Lacertiden, Calotes vorfindet,
ist dadurch ausgezeichnet, dass an der inneren Lungenwand entweder
von der Dorsal- oder Ventralseite aus oder von beiden Seiten eine
grösse Zahl wohlausgendildeter Septen vorspringt. Eine höhere
Ausbildung zeigt der dritte oder /guana-Typus, dem die Agamiden
und Iguaniden angehören; die Septen sind hier in beträchtlicherer
Anzahl und ansehnlicherer Grösse vorhanden. Der vierte, höchste
Typus ist der Varanus-Typus, der nur bei der Varanidenfamilie
vorkommend und bei welchem die Bronchien sich nicht nur als
geschlossene Röhren in die Lunge hinein erstrecken, wie bei den
vorigen Typen, sondern sich daselbst noch in je zwei Aeste gabeln,
deren einer sich nach dem vorderen, einer sich nach dem hinteren
Lungenabschnitt hin fortsetzt. Eine weitere Complication wird noch
dadurch hervorgerufen, das von den Bronchialästen und deren Ver-
zweigungen weitere Gänge aus, die sich im ganzen Innern der Lunge
in der verschiedenartigsten Weise verästeln. Die Lunge von Cha-
maeleon, Heloderma und Phrynosoma stellen Nebentypen vor. Luft-
säcke wie bei Chamaeleon kommen auch bei Uroplates und Polychrus,
in geringerer Entwicklung auch noch bei den Varaniden vor. —
Arch. f, Naturgesch, Jahrg, 1896. Bd. II. H.1. 8
114 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Zool. Jahrb. (Anat.) VII 1894 p. 545—592, 18 fieg. Taf. 30—32.
Referat in Zool. Centralblatt II. p. 65—67.
Prenant beschreibt zwei Arten von granulirten Zellen bei
Reptilien (Arguis und Lacerta). Die eine fand er im Bindegewebe
der Plexus chorioidei, in der Cutis etc. vor, die andere in der Epi-
dermis der Schuppen (in der Epitrichialschicht Kerbert’s). Näheres
im Original. — Internat. Monatsschrift Anat. Physiol. 11. Bd., p. 405
bis 422, Taf. 18.
Nach Tellyesniczky sind die Ebner’schen Spermatoblasten
in den Samencanälchen des Eidechsenhodens nichts anderes, als
die Vereinigung des Plasmas von zerfallenen und zur Intercellular-
substanz gewordenen Sertoli’schen Zellen mit Samenfädengruppen,
verursacht durch die auf räumliche Verhältnisse zurückführbare
Anordnung der Elemente. — Verh. Anat. Ges. 8. Vers. Strassburg
i. E. 1894 p. 232—236.
Strahl fand Reste des Dottersacks noch bei älteren Exemplaren
von Lacerta agilis in Form eines pigmentirten kleinen Anhanges
am Mesenterium und ebenso liess sich noch eine Arterie in den
Dottersackstiel hineinverfolgen. Bei Anguis erhält sich der Dotter-
sack mindestens noch in dem Jahre nach der Geburt; statt Pigment
führen die Zellen hier gelbe Dotterschollen. — Anat. Hefte I. Abth.
3 Bd. p. 519—526, Taf. XXIV.
Eine Notiz über die Form des Penis bei ZLacerta und Varanus
bringt G. Brandes. — Corr. Bl. Nat. Ver. Sachsen u. Thür. (Halle).
1892 p. 86 (1893).
A.C. Oudemans, Hagedissen, bij welke de staart op ongewone
wijze hersteld heeft. — Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereen. (2) Bd. 4,
Versl. p. 3.
Beobachtungen über Schmetterlingsnahrung von Geckonen und
Calotes auf Ceylon theilt A. Seitz mit. Jahrb. Nassau. Ver. f.
Naturk. Wiesbaden, 46. Jahrb. 1893. p. 58.
Geckonidae.
Gymnodactylus fumosus n. sp. vom Boelawa-Gebirge, Celebes. — F.
Müller, Verh. Ges. Basel X 1894 p. 833, fig.
Gonatodes oxwycephalus n.sp. aus Ecuador. — Werner, Zool. Anz. 1394
p. 413—414.
Gonatodes kandianus Kel. von Sereinu (Sipora) Mentawei-Inseln erwähnt
von Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 613.
Oedura nivaria n. sp. von den Drakensbergen, S. W. Natal. — Boulenger,
Proc. Zool. Soe. London 1894 p. 608—609, und p. 726, Taf. XLVI fig.1. —
Referat in: Zool. Centralbl. II. p. 476.
Bunocnemis n.g. verw. Hemidactylus aber Rückenschuppen geschindelt und
Subdigitallamellen meist ungetheilt für B. modestus n. sp. von Ngatana, Brit.
Centr. Afrika. — Günther, Proc. Zool. Soc. London 1894 p.85, Taf. VII.
Hemidactylus tenkatei n. sp. Insel Rotti, Timorgruppe. — Lidth de Jeude,
Notes Leyden Mus. Bd. 16 p. 121.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 115
Ueber einen Hemidactylus gleadowii Murray mit gabelig regenerirtem
Schwanz berichtet H. H. Brindley in: J. Bombay Soc. IX 1894 p. 30-33,
2 Tafeln.
Gehyra interstitialis n. sp. von Neu-Guinea. — Oudemans in: Semon,
Zool. Forsch. Austr. V 1. 1894 p. 134.
Bemerkungen über Rhoptropus afer Ptrs. (Krallen scheinen zu fehlen)
macht O. Boettger in: Ber. Senekenberg. naturf. Ges. 1894 p. 88.
Elasmodacetylus n. g. (Finger und Zehen stark erweitert, mit ungetheilten
queren Subdigitallamellen und alle mit kleiner Kralle, die in einen Ausschnitt
der Endlamelle passt; Oberseite mit ungleichgrossen Tuberkeln; Pupille vertica])
(verw. Rhotropus Ptrs. = Dactychilikion Thominot) für E. tubereulosus n.sp. vom
unteren Congo. — Boulenger, Proe. Zool. Soc. London 1894 p. 726 - 727,
Taf. XLVII fig. 2.
Ptyodactylus lobatus Geoffr. typ. neu diagn. Peracca, Boll. Mus. Zool.
Torino Bd. 9 No. 167, p.2. — Pt. lobatus var. syriaca n. Dscherasch, ©. Jordan-
Gebiet, Syrien. Peracea, ]l.c. p.3 [= bischoffsheimi, montmahoni, barroisi und
puiseuxi Boutan s. Ber. f. 1893 p. 90. Siehe auch Ref. in Zool. Centralbl. 1. Jahrg.
1894 p. 375 —377].
Bemerkungen über Pachydactylus laevigatus J. G. Fischer aus Deutsch-
Südwestafrika macht ©. Boettger in: Ber. Senekenberg. naturf. Ges. 1894 p. 88.
Phelsuma brevipes n. sp. von Süd-Madagascar. — Boettger, Zool. Anz.
1894 p. 137—138.
Sphaerodactylus goniorhynchus n. sp. von Jamaiea. — Cope, Proc. Acad,
Philad. 1894 p. 440,
Sphaerodactylus molei n. sp. verw. Sph. glaucus Cope von Caparo, Trinidad.
— Boettger, Journ. Trinidad. Field Nat. Club Vol. II No. 3, 1894 p.80.
Uroplatidae.
Uroplates alluaudi n.sp. von Mt. d’Ambre, Madagascar. — Mocquard,
CR. Somm. Seanc. Soc. Philom. Paris No. 9, 1894 p.3.
Referat über Siebenrock, das Skelet von Uroplates fimbriatus
in: Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 718.
Agamidae.
Ueber Intelligenz von Uromastix spinipes berichtet J. Delboeuf;
die Eidechse erkannte fremde, aber geniessbare Blumen sofort. —
Zool. Garten 35. Jahrg. p. 319— 320.
J. Perez hat Notizen über das Gefangenleben von Agama
stellio. — Act. Soc. Bordeaux (5) VII 1894 p. 264 — 270.
Draco timorensis Kuhl. von Timor, Rotti u. Samao. Bemerkungen über
relative Grössenverhältnisse und Pholidose von Th. W. Lidth de Jeude. —
Notes Leyden Mus. Bd. 16 p. 122.
Gonyocephalus boydii Macleay beschrieben und abgebildet von OQudemans
in: Semon, Zool. Forsch. Austr. V, 1. 1894 p. 135 — 136.
Calotes versicolor für Hainan erwähnt von Uope, in: Proc. Acad. Philad.
1894 p. 428.
8*
116 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Aphaniotis acutirostris Mod. aus Sereinu (Sipora), Mentawei-Inseln erwähnt
mit Bemerkungen über Schnauzenlänge. — Boulenger, Ann. Mus. Genova,
1894 p. 613.
Agama gregoryi n. sp. (verw. A. cyanogaster) von Mkonumbi, Brit. Central-
Afrika. — Günther, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 86.
Phrimocephalus arabicus n. sp. verw. Ph. luteoguttatus Blngr., aus der
Hadramaut, Arabien. — Anderson, Ann.Mag.N.H. (6) XIV 1894 p. 377—378.
Phrynocephalus helioscopus Pall. var. horvathi n. von Aralich am Fusse des
Ararat. — M&hely, Zool. Anz. 1894 p. 79—82.
Aporoscelis benti n. sp. von Makulla, Hadramaut. — Anderson, Ann.
Mag. N.H. (6) XIV 1894 p. 376.
Liolepis bellü (Gray) wird nach Boettger auf Hainan gegessen. — Ber.
Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p. 131.
Iguanidae.
Ritter fand bei Phrynosoma coronatum ein Parapinealorgan,
welches vor und etwas seitlich vom Pinealorgan gelegen, grösser
und ganz anders gebaut ist als dieses, insbesondere ohne Differenzirung
der Wand in Retina und Linse, ohne Pigment, mit grösserer Dicke
der dorsalen Wand im Vergleich zur ventralen. Verf. spricht sich
über das Verhältniss des Organs zum Pinealauge nicht weiter aus,
möchte aber das letztere als ursprünglich paarig angesehen wissen
(vergl. Ber. f. 1893 p. 92 u. 124). — Anat. Anz. IX p. 766—772, fig.
Von W.Leche’s „Entwicklung der Zähne bei /guana“ (Ber.
f. 1893 p. 88) findet sich ein Auszug in: Journ. R. Mier. Soc. London
1894 p. 38.
Anolis oligaspis n.sp. von New Providence, Bahamas. — Cope, Proc. Acad.
Philad. 1894 p. 430, Taf. XI fig.5.
Anolis principalis brunneus n. subsp. von Crooked Island, Bahamas. —
Cope, ebenda p. 432, Taf. X fig. 3.
Anolis moorei n.sp. von Great Inagua, Bahamas. — Cope, ebenda p. 433,
Taf. XI, fig. 4.
Anolis cinnamomeus n. sp. von Great Inagua, Bahamas. — Cope, ebenda
p. 435, Taf. XII, fig. 6.
Anolis flabellatus n. sp. von Jamaica. — Cope, ebenda p. 439, Taf. XII, fig. 7.
Anolis rixii n. sp. von Chontales, Nicaragua. — Boulenger, Proc. Zool.
Soc. London 1894 p. 727, Taf. XLVIL, fig. 1.
Anolis rhombifer n.sp. ebendaher. — Boulenger, ].c.p. 728, Taf. XLVIII,
fig. 2.
Anolis Wattsi n.sp. von Antigua. Westindien, verw. A. Krugi Ptrs.. —
Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) XIV. 1894 p. 375.
Anolis longipes n. sp. verw. bransfordi von Palmar und Boruca, Costa Rica
— Cope, Proe. Amer. Phil. Soc. XXXI. 1894 p. 343,
Anolis aequatorialis n.sp von Ecuador, verw. A. pachypus Cope, — Werner,
Zool. Anz. 1894 p. 157.
Urocentrum guentheri n. sp. von Yquitos, Peru. — Boulenger, Proc. Zool.
Soc. London 1894, p. 729, Taf. XLVII. Fig. 3,
in der Herpetologie im Jahre 1894. 1517
Uma scoparia n.sp.= Uma notata Cope 1866 non Baird, von Tucson,
Arizona. — Cope, American. Naturalist XXVIII 1894 p. 434--435, Fig. 3—4;
daselbst auch Bemerkungen über die Fransen an den Fingern und Zehen bei der
Gattung Uma (wie bei Phrynocephalus und Ptenopus).
Uta microscutata n.sp. von den S. Pedro Martir Mts., Nieder-Californien
— Van Denburgh, Proc. Calif. Acad. Sc. (2) IV. 1894 p. 298.
Uta mearnsin sp, Ostabhang von Coast Range, Grenze zwischen Cali-
fornien und Nieder-Californien. — Stejneger, Proc. U.S. Nat. Mus. 1894,
p- 589—591.
Sceleporus bulleri n. sp. von Colonia Brizuela und La Cumbre de los Arro-
strados, 8500‘, Jalisco. —- Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 729,
Taf. XLIII, Fig. 3.
Sceleporus melanorhinus Bocourt von S. Domingo de Guzman, Mexico, neu
beschrieben von Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 730.
Sceleporus heterolepis n. sp. vom Staat Jalisco, Mexico, 7800—8500'. —
Boulenger, Proc. Zool. London 1894 p.731, Taf. XLVIII, Fig. 4.
Phrynosoma frontalis n.sp. von Nord-Californien. — Van Denburgh, Proe.
Calif. Acad. Se. (2) IV. 1894 p.296 (auch Unterscheidungsmerkmale von Ph.
frontalis, coronatum Blainv., und blainvillüi Gray angeführt).
Phrynosoma regale Gir. 1858 muss P. solare Gray (1845) heissen. Die Art
kommt auch in Nieder-Californien (Los Animas Bay) vor. — Van Denburgh.
Pree. Calif. Acad. Sc. (2) IV. 1894 p. 456.
Zonuridae.
Chamaesaura miopropus n. sp. von Twamba, Brit. Central-Afrika. —
Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 732.
Eine Synopsis der bisher bekannten Arten von Ohamaesaura giebt Bou-
lenger ebenda.
Anguidae,
N. Rüdinger macht Mitteilung über Bildung und Bau des
Glaskörpers bei Angwis im Vergleich zu dem von Salamandra. Verh.
anat. Ges. 8. Vers. Strassburg i. E. 1894 p. 177 - 178.
A. Prenant, Les yeux parictaux accessoires d’ Anguis fragtlis
sous le rapport de leur situation, de leur nombre et de leur fre-
quence. — Nancy & Paris 1895, 8°, 7. pp. (vergl. Ber. f. 1893 p. ga):
Lord Lilford erwähnt einen Fall von Cannibalismus bei
Ophisaurus apus (Pseudopus pallasii). — Ann. Scott. Nat. Hist. 1893
p- 46—47.
Teich erwähnt Ophisaurus apus (Pseudopus pallasii) aus der
Muganysteppe zwischen Aral- und Kaspi-See und der persischen
Grenze. — KB. Naturf. Ver. Riga XXXVU. 1894 p. 69.
Diploglossus bivittatus n. sp. von Hacienda Rosa von Jericho, Nicaragua.
3250‘. — Boulenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 732, Taf. XLVII Fig. 5
Celestus cyanochlorus n. sp. vom Vulcan von Jrazu, Costa Rica. — Cope
Proc. Acad. Philad. 1894 p. 200.
Anguis fragilis L. var. cephallonica n. von den Jonischen Inseln, speciell
Cephallonia — Werner, Verh. Zool. Bot. Ges. XLIV. 1894,
118 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Anniellidae.
G. Baur behandelt ausführlich die Verwandtschaftsbeziehungen
der Gattung Anniella. Nach Besprechung aller bisherigen Ansichten
von Gray, Boulenger, Gill und Cope giebt er auf Grund
eigener Untersuchungen des Skelettes eine eingehende Beschreibung
desselben, worauf der zu dem Schlusse kommt, dass Anniella eine
eigene Familie zunächst den Anguiden bilde (was ja schon Bou-
lenger angenommen hat) und speciell Angus am nächsten steht.
Er begründet dies durch folgende Punkte: 1. Es ist ein distinetes
Epipterygoid (Columella) vorhanden, 2. ebenso ist ein wohl-
entwickeltes Squamosale (Supratemporale Parker & Bettany,
Cope) vorhanden, dagegen fehlt das Quadratojugale (Paroceipitale
Cope). 3. Das Jugale ist vorhanden, aber rudimentär an seinem
oberen Ende und mit dem Postorbitale nur durch Ligament ver-
bunden. 4. Das Lachrymale ist vorhanden. 5. Die Caudalwirbel
sind segmentirt, die Trennungsstelle in dem vorderen Theil des
Centrums gelegen. 7. Osteodermalplatten sind vorhanden. Zum
Schlusse wird eine neue Definition der Familie gegeben. — Proc.
U. S. Nat. Mus. 1894. XVO. p. 345—351. — Referat in: Zool.
Centralbl. II. p. 376.
Teiidae.
Ameiva leptophrys n. sp. von Buenos Ayres, Costa Rica. (verw. undulata)
— Cope, Proc. Ann. Phil. Soc. XXXI. 1894 p. 341.
Ameiva quadrilineata Hall, (= gabbiana Cope) gute Art bei A. undulata
Cope, ebenda.
Ameiva leucomelas n. sp. von Great Inagua, Bahamas. — Cope, Proc. Acad.
Philad. 1894 p. 436, Taf. XII. Fig. 8.
Cnemidophorus stejnegeri n. sp. von N. W. Nieder-Californien und S. Diego
County, Californien. — Van Denburgh, Proc. Calif. Acad. Se. (2) IV
1894. p. 300.
Cnemidophorus amivoides n.sp. von La Carpintera, Costa Rica. — Cope,
Proc. Acad. Philad. 1894 p. 198.
Onemidophorus alfaronis n. sp. von San Mateo, Costa Rica. — Cope, Proc.
Acad. Philad. 1894 p. 199.
Verticaria beldingi n. sp., S.-Californien und Nieder-Californien, mit Aus-
nahme der Cap-Region. — Stejneger, Proc. U. S. Nat. Mus. 1894 p. 17—18.
Pantodactylus borellii n. sp. aus Paraguay. — Peracca, Boll. Mus. Torino
IX. 1894 No. 176.
Amphisbaenidae.
Familie Euchirotidae für die Amphisbaenen mit Vorderextremitäten vor-
geschlagen von Cope, Ann, Naturalist XX'VIII. 1894.
Euchirotes n. g. (durch 5 bekrallte Finger von Bipes Lac. = Chirotes Cuv.
unterschieden, bei dem ein Finger kürzer und krallenlos ist), für E. biporus n. sp.
von Cape St. Lucas, Nieder-Californien. — Cope, Amer. Naturalist XX VII.
1894 p. 436437, Fig. 5.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 119
Hemichirotes n.g. (durch nur 3, durchwegs bekrallte Finger ausgezeichnet)
für H. tridactylus n. sp. von Guerrero, Mexico. — Dug£s, bei Cope in Amer.
Naturalist XX VIII. 1894 p. 436-437, Fig. 6 und in La Naturaleza, Mexico (2)
II. 1894 p. 411, Taf. XX. Fig. 1.
Lacertidae.
Fr. Siebenrock, Das Skelett der Zacerta simonyi Stdcehr. u.
der Lacertidenfamilie überhaupt, in: Anzeig. Akad. Wiss. Wien 1894
pag. 51—53 und Sitzungsberichte CIH 1894 p. 205—292, Taf. I—IIl.
An der Umschliessung der Cochlea nimmt das Basioceipitale
nicht Theil. Der vordere Theil des durch das schlitzartige Foramen
n. hypoglossi superius in zwei Hälften getheilte Pleuroceipitale bildet
das Paroccipitale, nicht blos der Processus paroticus. Die lateralen
Theile des Supraoceipitale sind die Epiotica Huxley’s. Das Pleroti-
cum ist blos die Epiphyse des oberen Quadratumendes. Es findet sich
ein wirkliches Supraorbitale; die Lamina supraciliaris ist also nicht
dem Supraorbitale der Varaniden homolog. Im Carpus aller Arten
findet sich ein wohlentwickeltes Intermedium. — Ausf. Referat in:
Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 872—873.
R. v. Lendenfeld bringt eine Mittheilung über die Farben der
Lacerta agilis. Er suchte aus über 100 Exemplaren 24 heraus,
die paarweise in Farbe und Zeichnung miteinander übereinstimmten;
von diesen Paaren brachte er immer das eine in einen Käfig mit
grüner Umgebung (frischer Rasen, grüner Käfig ete.), das andere
in graue Umgebung (Flugsand, graue Steine, grauer Käfig). Sie
verblieben hier vom 1. Juni bis 1. September und dann wurden
die Paare wieder verglichen und noch immer übereinstimmend ge-
funden; dagegen war das Grün der Bauchseite und überhaupt
die lebhaften Farben stark abgeblasst. Autor hält danach eine
Anpassung an die Umgebung in Bezug auf die Farbe für unwahr-
scheinlich. — (Nach Ansicht des Ref. beweist das Experiment an
einer nicht mehr des aktiven Farbenwechsels fähigen Thierform
wie Lacerta agilis wegen der überaus kurzen Beobachtungszeit gar
nichts. Das die Zeichnung im Keim präformirt ist, darüber kann
kein Zweifel sein; die Färbung aber wird wohl in den ersten Jahren
nach dem Ausschlüpfen erst ausgebildet und dürfte eine Anpassung
an die Färbung des Aufenthaltsortes nur in dieser Zeit erfolgen. —
Zool. Anz. XVII. p. 597—-398.
R. di Milia hat das Centralnervensystem von Lacerta mit be-
sonderer Berücksichtigung des Hirnmantels und der Neuroglia (und
im Vergleich zu Scorpaena) untersucht. — Boll. Soc. Natur. Napoli
Ann. 7, 1893 p. 14—28, Taf. II.
G. B. Piana erwähnt, dass bei einer Lacerta mit seitlichem
Schwanzstummel (Regenerat) nebeneinander zwei Anlagen der Wirbel-
säule und des Rückenmarks mit Üentral-Canal vorhanden waren,
von denen eine vom vorderen, eine vom hinteren Theile des nor-
malen Schwanzes ausging. Ric. Lab. Anat. Roma Vol. 3 p. 68—71,
120 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
F. Bayer beschreibt das Skelett der Lacerta vivipara Jacg. in
SB. Böhm. Ges. 1893 No. 7, 23 pp:, 1 Taf. (1894) (tech.).
Ueber die Verbreitung von Lacerta vivipara Jacq. in der Bre-
tagne (Loire-Infericure) hat L. Bureau einen Aufsatz, der von einer
Tafel begleitet ist. — Bull. Soc. Ouest France III. 1893 p. 59 - 62,
Tall
W. Kobelt beobachtet bei Battenberg a. d. Eder eine Eidechse,
die bei Verfolgung ins Wasser lief und am Grunde eines Grabes
das Weitere abwartete: Er nennt die Art ZLacerta agilis, (ist aber
wohl Z. vivipara gewesen. — Ref.). — Zool. Garten 55. Jahrg.
. 253.
; F. Werner beobachtete auch bei /,. peloponnesiaca auf Ke-
phallonia, dass sie sich bei Verfolgung ins Meerwasser zurückzog (war
nicht diese Art, sondern L. jonica Lehrs. — Ref.) — Zool. Garten
35. Jahrg. 312.
Rollinat hat Bemerkungen über die Ueberwinterung von
Lacerta viridis und muralis. — Bull. Soc. Zool. France XX. 1895 p. 58.
Ueber das Vorkommen der ZLacerta viridis in Dänemark be-
richtet Sarauw. — Naturen og. Mennesk XII. 1893 p. 269.
Tachydromus septentrionalis (Gthr.) von Boettger nach Stücken aus dem
Lünshan-Gebirge, Dalanshan-Gebirge und Chinhai beschrieben. — Ber. Sencken-
berg. naturf. Ges. 1894 p.139 u. 145.
Tachydromus formosanus n. sp. von Taiwanfu und Central-Formosa. —
Boulenger, Ann. Mag. N.H. (6) XIV. 1894 p. 462.
Tachydromus holsti n. sp. von Osen-Mt., Shimabara, Japan. — Boulenger,
Proc. Zool. Soe. London 1894 p. 733, Taf. XLIX. Fig. 1.
Lacerta agilis Bemerkungen über die Farben macht R. v. Lendenfeld in
Zool. Anz. XVII p. 397—398 (siehe p. 119).
Lacerta pater Lat; Bemerkungen über Exemplare aus Ost-Algerien hat
F. Werner. — Verh. Zool bot. Ges. Wien XLIV. 1894 p.79.
Lacerta jonica Lehrs von demselben irrthümlich als Lacerta peloponnesiaca
Bibr. Bory beschrieben. — Verh. Zool. bot. Ges. XLIV. 1894 p. 78.
Algiroides moreoticus Bibr. Bory nach Exemplaren aus Kephallonia aus-
führlich beschrieben von Werner, Zool. Anz. 1894 p. 256—258. — Hierzu auch
der heftige Angriff von J. v. Bedriaga ]. c. p. 455 und Werners Erwiderung
1895 p. 104.
M. G. Peracca giebt Maasse von Acanthodactylus pardalıs
Licht. von Damaskus u. nennt A. tristrami Gthr. aus Üoelesyrien.
Boll. Mus. Zool. Torino Bd. 9 No. 167 pag. 7.
Das Jugendkleid von Eremias lugubrisSmith wird vonO.Boettger
beschrieben. Ber. Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p. 90.
Seincidae.
Todaro hat die Entwickelung, Segmentirung und Keimblätter-
bildung von Seps chalcides (Ch. tridactylus Laur.) studirt. Bei der
Furchung bleibt die Bildung einer aequatorialen Furche aus. Ein
in der Herpetologie im Jahre 1894. 1291
Theil des Entoderms entsteht dadurch, dass am Rande der Keim-
scheibe mit Dotterkörnchen erfüllte Zellen unter den Keim gelangen.
Es tritt ein, dem der Amphibien homologer Dotterpfropf auf, welcher
dadurch entsteht, dass an der, dem hinteren Embryonalende ent-
sprechenden Stelle des Keimes das Ectoderm einstülpt, wobei ein
Theil seiner Zellen zu Grunde geht und das Entoderm freiliegt. —
Monitore Zool. Ital. Anno 5, p. 75—76 und Arch. Ital. Biol. Tome XXI
. 1-7.
h S. Orlandi hat anatomische Notizen über Macroscincus Goctaei
Bocage. Er behandelt darin Skelet, Muskulatur, grosse Gefässe,
Eingeweide, äussere Form des Gehirns. — Atti Soc. Ligust. Se. Nat.
Genova, Anno5, Fasc.2, 34 p., Taf. 19—30. Referat in Zool.
Centralbl. 1. Jahrg. 1894 p. 872—875.
Mittheilungen über Tiligua (Cyclodus) scincoides in der Gefangen-
schaft bringt F. Werner. — Zool. Garten 35. Jahrg. p. 312-313.
Tiliqua gigas Schn. var. keyensis n. von den Key-Insen. — Oudemans
in: Semon: Zool. Forsch. Austr. V 1, 1894 p. 135—136.
Hemisphaeriodon gerrardi Gray. Ein Stück von 80mm Länge, von den
Kurrajong Hills bei Northfield, NS. Wales wird mit Bezug auf die Färbung
beschrieben von E. R. Waite in: Proc. Linn. Soc. NS. Waies IX p. 187.
Lygosoma (Keneuxia) acutirostre n. sp. von Saleyer, (südl. v. Celebes). —
Oudemans in: Semon, Zool. Forsch. Austr. V 1, 1894 p. 141, fig.
Lygosoma (Liolepisma) semoni n. sp. von Neu-Guinea. — Oudemans in:
Semon, Zool. Forsch. Austr. V 1, 1894 p. 142.
Lygosoma (Hinulia) luzonense n.sp. von Mt. Bengut, N.Luzon. — Bou-
lenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p.733, Taf. XLIX, fig. 2.
Liygosoma (Liolepisma) laeve n. sp. von Cooktown, Queensland. — Oudemans
in: Semon, Zool. Forsch. Austr. V 1, 1894 p. 144.
Lygosoma (Hinulia) decipiens n. sp. von Isabella, N.O. Luzon. — Bou-
lenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 734, Taf. XLIX, fig. 3.
L:.gosoma (Liolepisma) vittigerum n. sp. (verw. pulchellum Gray) von Sereinu,
(Sipora) Mentawei-Inseln. — Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 615.
Lygosoma florense Web. von Flores, Adunara, Groot-Bastaard, Samao und
Timor; Mittheilungen über Variationen in der Pholidose macht Th. W. v. Lidth
de Jeude, Notes Leyden Mus. Bd. 16 p. 123-124.
Lygosoma (Hinulia) emigrans n.sp. verwandt tenue Gray, Inseln Sumba,
Groot-Bastaard u. Samao, Timorgruppe. — Lidth de Jeude, Notes Leyden
Museum Bd. 16, p. 125.
Liygosoma (Hinulia) modiglianiü n.sp. (verw. malayanım Doria) von Sereinu
(Sipora) Mentawei-Inseln. — Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 614.
Lygosoma amabile n.sp. von Celebes,. — F. Müller, Verh. Ges. Basel X
1894, p.835 (= nigrilabre Gthr. nach Blngr.).
Lygosoma celebense p.836, inconspicuum p. 837, textum p. 838 nn. spp. von
Celebes. — F. Müller l. c.
Lygosoma striolatum M. Weber. Bemerkungen über Exemplare von Damma-
Island macht Boulenger, Ann. Mag. N.H. (6) XIV 1894 p. 59.
Mocoa cherriei n. sp. verw. assata, von Palmar, Costa Rica. — Cope, Proc.
Amer. Phil. Soc. 1894, XXXI, p. 340.
122 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Mabuia multifasciatus (Kuhl), neu für Hainan, von Boettger beschrieben.
— Ber. Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p. 131.
Mabuia rugifera Stol. Bemerkungen über Färbung von Exemplaren von
Sereinu (Sipora) Mentawei-Inseln. — Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 613.
Mabuia rudis Blngr. Bemerkungen über Pholidose und Färbung von
Exemplaren von Sereinu (Sipora), Mentawei-Inseln. — Boulenger, Ann. Mus.
Genova 1894 p. 614.
Mabwia wahlbergi und occidentalis Ptrs. Bemerkungen über Exemplare
aus Gross-Namaland macht O. Boettger, Ber. Senckenberg. naturf. Ges.
1894 p. 90.
Mabuia vittuta Oliv. aus Syrien. Mittheilungen über Pholidose macht
M. G. Peracca, Boll. Mus. Zool. Torino Bd.9 No. 167 p.8.
Ablepharus burnetti n. sp. vom Burnett-River, Queensland, — Oudemans
in: Semon, Zool. Forsch. Austr. V. 1. 1894 p. 145.
Ablepharus carsonii n. sp. von Twambo, Brit. Central-Afrika. — Boulenger,
Proc. Zool. Soc. London 1894 p.735, Taf. XLIX, fig. 4.
Ablepharus festae n.sp. Es-salt u. Dscherasch, Syrien [= pannonicus Fitz.
var. Ref.]. — Peracca, Boll. Mus. Zool. Torino Bd.9 No. 167 p. 8.
Tropidophorus mocquardii n.sp. von Mt. Kina Baloo, N. Borneo. — Bou-
lenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p.735 (= T. beccarii Moeq. non Pirs.).
Eumeces chinensis (Gray). Bemerkungen über Stücke von Shanghai und
Ningpo macht Boettger p. (143 u.) 146 in: Ber. Senckenberg. naturf. Ges. 1894.
Scelotes bellyi n. sp. von Madagascar. — Mocquard, CR. Soc. Philom. Prais
1894 No.17 p. 3.
Pygomeles braconnieri Grand. gehört nach Mocquard in die Gattung Ohal-
cides. — CR. Soc. Philom. Paris 1894 No.17 p.4.
Paracontias n. g. verw. Acontias Cuv. und Pseudacontias Boe., für P. brocchü
n. sp. aus Madagascar. — Mocquard, CR. Soe. Philom, Paris 1894 No.17 p.5.
Grandidierina n.g. verw. den vorigen, für Acontias rubrocaudatus Grand
und Scelotes fierinensis Grand., von denen eine Beschreibung gegeben wird. —
Mocquard, Ck. Soc. Philom. Paris 1894 No. 17 p. 6.
Anelytropsidae.
Typhlosaurus meyeri n.sp. verw. lineatus Blgr. Angra Pequena, Deutsch-
S.-W.-Afrika. Boettger, Abh. u. Ber. Zool. Mus. Dresden 1892/93 No.5, 4p.
— Auch separat: Eine neue Eidechse aus Südwest-Afrika. Berlin 1894, R. Fried-
länder & Sohn, 4°,
Rhiptoglossa.
L. Kathariner hat eine sehr eingehende Arbeit über die Ana-
tomie und den Mechanismus der Zunge bei Chamaeleon. — Aus-
führliches Referat in: Jahresber. Zool. Stat. Neapel f. 1894, Vertebr. p.
Ein Referat über Mocquard’s Mittheilung über die Achsel-
taschen der Chamaeleons findet sich im Zool. Centralbl. 1. Jahrg.
p. 377—378; über Siebenrock, Skelett von Brookesia ebenda
p- 233— 294.
E. Brücke, Untersuchungen über den Farbenwechsel des afri-
kanischen Chamaeleons (1851 und 1852). Herausgegeben von M,
in dar Herpetologie im Jahre 1894. 123
v. Frey. Leipzig, W. Engelmann, 1893 (1894), 8° 64 p., I Taf. aus
SB. Kais. Ak. Wiss. Wien in: Ostwald’s Klassiker der exacten Wissen-
schaften No. 43.
Im Report of the Council of the Zool. Soc. London für 1892,
London 1893, 8° werden aufgeführt p. 42 Chamaeleon taeniobronchus
Smith und p.43 Ch. parvilobus Blngr. für Natal.
Chamaeleon ruspolüi n. sp. (= Ch. isabellinus Gthr.—= Ch. dilepis Leach var.
isabellina). Ogadeen, Somaliland.. — Boettger, Zeol. Anz. 16. Jahrg. 1893
p.116, 193 (wahrscheinlich doch gute Art — Ref.).
Chamaeleon semicristatus n. sp. (verw. verrucosus Cuv ) von Süd-Madagascar.
— Boettger, Zool. Anz. 1894 p. 138-140.
Chamaeleon oustaleti n.sp. verw. verrucosus Cuv., von Betsileo und Diego
Suarez, Madagascar. — Mocquard, Ck. Somm. Seanc. Soc. Philom. Paris No. 9.
1894 p. 3.
Brookesia stumpffüüi n. sp. —= B. superciliaris Bttgr. non Oh. superciliaris Kuhl,
von Nossi Be. — Boettger, Zool. Anz. 1894 p. 182—184.
Brookesia superciliaris (Kuhl) neu diagnostieirt nach Exemplaren von Ost-
Madagascar (Wald von Ampassimpotsy) von Boettger, Zool. Anzeiger 1894
p. 184.
Brookesia tuberculata n.sp. von Madagascar. — Mocquard, Bull, Soc.
Philom. Paris 1894 No. 17 p.3.
Pythonomorpha.
G. Baur. On the morphology of the Skull in the Mosusauridae.
= Journ. of Morphol. (C. O. Whitman) Bd. 7 No. 1 p. 1—22,
af. 1—2.
J. C. Merriam (Ueber die Pythonomorphen der Kansas-Kreide.)
hat das Skelet der Mosasauridae aus der Kansas-Kreise zum Gegen-
stand einer Arbeit gemacht. Verf. findet mit den Lacertilia und
speciell mit den Varanidae eine grosse Aehnlichkeit und offenbare
Verwandtschaft, sie sind deshalb nicht als eine besondere Ordnung
anzusehen. Das Quadratojugale und Parietale berühren sich und
lassen in dem quadratoparietalen Bogen keinen Platz für das Squa-
mosum, welches nach Cope die Schädelkapsel erreichen soll, übrig.
— Stuttgart (Palaeontographica Bd.41) 1894, 4° p.1—39 fig.,
Taf. I-IV. — Speciell werden behandelt Formen der Gattungen
Tylosaurus Marsh, Platecarpus Cope, ÜUlidastes Cope und Bapto-
saurus Marsh. Davon neu die Folgenden: Platecarpus clüdastordes
und oxyrhinus, Clidastes medius p. 34 und liodontus p. 35, Bapto-
saurus onchognathus p. 37.
Ophidia.
C. Phisalix & F. Bertrand, Sur la presence des glandes veni-
meuses chez la couleuvre (Tropidonotus natrix et viperinus) et la
toxieit& du sang de ces animaux. — Nach Versuchen an Meer-
schweinchen enthalten die Öberlippendrüsen und das Blut Gift
124 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
(Echidnin). Die Immunität gegen Viperngift beruht auf dem Vor-
handensein des Giftes im Blute, wahrscheinlich infolge einer internen
Secretion aus den Speicheldrüsen. — C.R. Acad. Sc. Paris Bd. 118
p. 76—79. Auszug in Rev. Scientif. (2) Bd. 1 p. 89.
C. Phisalix & G. Bertrand, Attenuation du venin de la
vipere par la chaleur et vaccination du cobaye contre ce venin. —
Das Gift enthält zweierlei Substanzen: Echidnase und Echidnotoxin.
Auf 75° erhitzt, verliert es seine Wirkung, abgekühlt tödtet es
Meerschweinchen in 24—48 Stunden. Das erhitzte Gift erhält
Eigenschaften, die es zur Impfung geeignet machen. Tödtliche
Dosen des Giftes, die geimpften Thieren eingespritzt wurden, er-
zielten nach 2—3 Stunden noch keine Wirkung. — CR. Ac. Sc.
Paris Bd. 118 p. 288—291, Auszug in: Rev, Scientif. (4) Bd. 4 p. 185.
C. Phisalix & G. Bertrand, Sur la propriete antitoxique du
sang des animaux vaceines contre le venin de vipere. CR. Ac. Sc.
Paris Bd. 118 p. 356—358. Das zur Impfung verwendete Echid-
novaccin ist Viperngift das 5 Minuten auf 80° erhitzt wurde. Ver-
mehrte Dosen erhöhen die Widerstandsfähigkeit.
C.Phisalix et G. Bertrand, Sur la röclamation de Mr. Calmette
ä propos du sang antitoxique des animaux immunises contre le venin
des serpents. — CR. Ac. Sc. Paris Bd. 118 p. 1071—1072. — Ob-
servations & propos de la note de Mr. Chalmels relative au venin des
serpents. — Ebenda p. 935 — 936.
A. Calmette. Proprietss du serum des animaux immunises
contre le venin des serpents. 'T'herapeutique de l’envenimation. —
CR. Ac. Sc. Paris Bd. 118 p. 720—722.
S. Jourdain, Quelques observations & propos du venin des
serpents. — CR. Ac. Sc. Paris Bd. 118 p. 207—208. Auszug in:
Rev. Scientif (4) Bd.1 p.153. Natrix torguata, Tropidonotus vipe-
rinus, Elaphis aesculapii, Coronella austriaca und Rhinechis sind
immun gegen Viperngift. Der Autor ist überzeugt, dass diese
Schlangen giftbereitende Apparate besitzen, und dass das Gift im
Blute sich findet. Coelopeltis hat eine kleine Giftdrüse. Ob
Viperngift auf Coelopeltis wirkt, ist unbekannt. — Referirt sind vor-
stehende Arbeiten im Zool. Oentralbl. Jahrg. 1 p. 494, 620.
Viaud-Grand-Marais bringt eine Mitteilung über die Nah-
rung der Nattern. (Feuille des jeunes Naturalistes 23. Jahrg.
p- 78). — Lombard, ebenda p. 93—94.
G. Retzius, Die embryonale Entwicklung der Rückenmarks-
elemente bei den Ophidiern. Biol. Unters. (2) VI. 1894 p. 41—45,
Taf. XXI—XXU.
G. Retzius, Die Riechzellen der Ophidier in der Riechschleim-
haut und im Jacobson’schen Organ. — Biol. Unters. (2) VI. 1894
p. 48-51, T. XXII. Fig. 8.
Röse hat Entwicklung der Zähne bei der Kreuzotter unter-
sucht. Der Eizahn ist paarig angelegt (ursprüngliches Verhalten),
doch geht die linke Anlage bald zu Grunde; daneben finden sich
noch weitere rudimentäre Anlagen von Praemaxillarzähnen (als
in der Herpetologie im Jahre 1894. 125
welohe auch die Eizähne aufzufassen sind). Das Vorhandensein
von Schmelz auf den Zähnen (Tomes) wird bestätigt. Der Gift-
canal ist durch eine Epithelmasse erfüllt, deren innere Zellen nach
Art der Schmelzpulpa (welche wie bei Crocodilen und Chamaele-
onten aus Sternzellen besteht) sich ausbilden, während die äusseren
keinen Schmelz bilden. Giftzahnanlagen wurden in weiter ent-
wickelten Stadien bis 10 gefunden; die Zahnleiste bildet eine sieb-
artig durchlöcherte Epithel-Platte. Die beiden gleichzeitig thätigen
Giftzähne werden immer gleichzeitig gewechselt und haben stets
die gleiche Entfernung von einander. — Anat. Anz. Bd.8 p. 439—451,
10 Fig.
fr Bisogni beschreibt eine neue Drüse, die sich auf der oberen
Innenseite der Zungenscheide bei Vipera Redii und berus vorfindet.
Sie besteht aus einer rechten und linken Hälfte, die durch Binde-
gewebsbündel von einander getrennt und bei V. berus rosenkranz-
förmig sind, bei V. Redii aber mehr ein geschlossenes Ganzes
bilden. Die Drüsenschläuche besitzen eine Bekleidung von Cylinder-
epithel, dessen Plasma je nach dem Umstande, ob die Drüse in
Thätigkeit oder Ruhe ist, granulös oder homogen ist. Internat.
Monatsschr. Anat. Physiol. 11.Bd.p 123—126, T. VI.
E.D.Cope hat, um neue für die Systematik der Schlangen ver-
werthbare Merkmale zu finden, die Lungen von 150 Arten aus fast
allen Familien und Unterfamilien untersucht. Er findet, dass die
Boiden auch in dieser Beziehung den Lacertiliern am nächsten
stehen; sie haben mit Ausnahme von Ungalia zwei wohlentwickelte
Lungen, von denen die kleinere ventral und rechts, die grössere
dorsal und links gelegen ist. Bei den Colubriden ist die ventrale
(rechte) Länge zwar meist vorhanden aber in reducirter Form (2
—9 mm lang). Sie ist mit der grösseren Lunge durch eine den
Tracheenknorpel durchbohrende Oeffnung verbunden. Trotz ihrer
Kleinheit kann die rechte Lunge durch ein besonderes (bei Heterodon
und Conophis sogar Knorpelringe besitzendes) Rohr mit der Trachea
verbunden sein. Die dorsale Lunge kann nach vorn einen langen,
bei Heterodon bis zum Kopfe reichenden Zipfel entsenden; dasselbe
ist bei den Viperiden der Fall wo das Lumen dieses Fortsatzes aber
seiner ganzen Länge nach mit der Trachea in Verbindung steht;
sowie bei Platurus, Hydrus, Hydrophis und Ungalia der Fall; bei
Chersydrus ist dieser vordere Lungenfortsatz, die Tracheallunge, von
der Trachea getrennt, doch communicirt sie mit den Lungenzellen
durch eine Reihe auf jeder Seite regelmässig angeordnete Oeffnungen
und hat selbst kein Lumen. Die Tracheallunge von T’yphlops be-
steht aus verschieden grossen Zellen, welche die Trachea umgeben
uud welche weder mit dieser noch mit der Lunge communiren,
sondern überhaupt keinen Ausführungsgang besitzen; sie reicht bis
zur Gularregien und dürfte zur Athmung nicht in Betracht kommen.
Bei den //ysirden liegt die rudimentäre Lunge zur Linken der
126 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Dorsallunge; bei Typhlops ist ausschliesslich die rechte vorhanden,
ebenso bei (rlauconia, doch fehlt hier eine Tracheallunge; sowohl
bei 7'yphlops als bei Glauconia dürfte die Lunge der rudimentären
Lunge der Colubriden entsprechen. Abgebildet sind in Umriss-
zeichnungen Lage und Bau der Lunge von T'yphlops, Charina,
Chersydrus, Coluber, Heteroden und Crotalus. — Proc. Am. Phil.
Soc. Philad. Vol. 33, 1894 p. 217—224, Taf. 11—16. — Referat in:
Zool. Centralbl. II. p. 67—69.
J. Zennek hat eine Arbeit über die Anlage der Zeichnung
und deren physiologische Ursachen bei Ringelnatter-Embryonen.
Er findet bei jungen Embryonen zinnoberothe Streifen, welche in
drei Paaren und einer unpaaren dorsalen Medianlinie (mit Ausnahme
der dem Bauche nächsten) bis zur Schwanzspitze hinziehen und
genau den von Eimer benannten Längsstreifen der Zeichnung ent-
sprechen. Die Längslinien sind untereinander durch Querlinien ver-
bunden und verschwinden mit dem Auftreten der Fleckenzeichnung,
welche sich vorn zuerst zeigt; und zwar in 6 Längsreihen, den
Streifen entsprechend. An Querschnitten zeigte es sich, dass an
den Stellen, wo die rothen Längslinien verlaufen, Blutgefässe unter
der Haut hinziehen und dass da, wo Blutbahnen aus dem Innern
des Körpers in regelmässigen Abständen in die Längsgefässe ein-
münden, die Pigmentflecken auftreten. Verf. meint, dass das Pigment
auf bestimmte Bahnen aus dem Innern des Körpers, wo es zuerst
auftritt, nach der Epidermis hingeführt wird und dass diese Bahnen
mit dem Verlauf von Gefässen zusammenfallen, welche theils noch
vorhanden, theils durch lockeres Bindegewebe ersetzt wird. — Zeit-
schrift wiss. Zoologie 58 Bd. p. 364—393, Taf. XXIII. — Referat
in: Zool. Centralbl. II. p. 184 und Biol. Uentralbl. XV. 1895 p. 345.
Teich hat Bemerkungen über die Schlangen der Mugany-
Steppe zwischen Aral- und Kaspi-See und der persischen Grenze.
— KB. Naturf. Ver. Riga XXXVI. 1894 p. 69.
C. Cobb. Do Snakes charm Birds? — Journ. Elisha Mitchell Se.
Soc. (Chapel Hill, N. C.) Bd. 10 Pt.2 (1894) p.? (Nicht gesehen).
G.A.Boulenger hat uns in Fortsetzung seiner bisher er-
schienenen Cataloge der Reptilien des British Museums mit. den
beiden ersten Bänden des „Catalogue of Snakes in the Collection
of the British Museum“ beschenkt, welche den schwierigsten Theil
der Reptiliensystematik mit gewohnter Meisterschaft behandeln.
Der erste Band 1893 erschienen, 448 Seiten Text und 28 Tafeln
Abbildungen enthaltend, bringt die Beschreibung der Gattungen und
Arten in den Familien der 7’yphlopidae, Glauconüidae, Boidae, Ily-
siidae, Uropeltidae, Xenopeltidae und eines Theils der Colubridae
Aglyphae, nämlich die Acrochordinae und etwa dieHälfte der Colubrinae;
der zweite Band, welcher 1894 erschienen ist, enthält auf 382 Seiten
Text und 20 Tafeln den Rest der Colubrinae und die kleine, nur
eine Gattung und Art umfassende Familie der Rrhachiodontinae.
Was das vom Verf. eingeführte System der Schlangen anbelangt,
so ist es in erster Linie auf osteologische Charactere gegründet,
in der Herpetologie im Jahre 1894, 127
doch sind die darnach unterschiedenen Familien so natürlich, dass
sie auch ohne deren Zuhilfenahme meist leicht erkannt werden
können. Die Anzahl der Familien, die früher eine überaus grosse
war, womit eine erhebliche Schwierigkeit der Abgrenzung derselben
voneinander Hand in Hand ging, ist auf 9 reducirt und sie unter-
scheiden sich, wie folgt.
I. Kein Ektopterygoid (Transpalatinum); Pterygoid nicht bis zum
Quadratum oder Unterkiefer reichend; kein Supratemporale;
Praefrontale mit dem Nasale eine Sutur bildend; Coronoid
vorhanden; Spuren eines Beckens vorhanden,
Öberkiefer vertikal, lose befestigt, Zähne tragend; Unter-
kiefer zahnlos; nur ein Beckenknochen jederseits
1. Typhlopidae
Oberkiefer den Mundrand bildend, durch Sutur mit dem
Praemaxillare, Praefrontale und Frontale verbunden, zahnlos;
Unterkiefer bezahnt; Pubis und Ischium vorhanden, letztere
eine Symphyse bildend 2. Glaucomüidae
II. Ectopterygoid vorhanden. Beide Kiefer mit Zähnen.
A. Coronoid vorhanden; Praefrontale in Contact mit Nasale.
1. Rudimente von Hintergliedmassen vorhanden; ebenso
das Supratemporale.
Supratemporale gross, das Quadratum daran aufgehängt
3. Boidae
Supratemporale klein, in die Schädelwand eingekeilt
4. Ilysüdae
2. Keine Spuren von Hinterextremitäten; kein Supra-
temporale 5. Uropeltidae
B. Coronoid fehlt; Supratemporale vorhanden
1. Oberkiefer horizontal, Pterygoid das Quadratum oder
den Unterkiefer erreichend.
Praefrontale in Contact mit Nasale 6. Xenopeltidae
Praefrontale nicht in Contact mit Nasale 7. Colubridae
2. Oberkiefer horizontal, nach hinten gegen das Pala-
tinum convergirend; Pterygoid weder Quadratum noch
Unterkiefer erreichend 8. Amblycephalidae
3. Oberkiefer vertical, am Ectopterygoid aufrichtbar;
Pterygoid Quadratum oder Unterkiefer erreichend
9. Viperidae
Was die weitere Untertheilung anbelangt, so geschieht sie in
erster Linie nach dem Gebisse, nach der Beschuppung, der Form
der Pupille u.s. w. Die Doöidae werden in Pythoninae mit und
Boinae ohne Supraorbitale, die Viperidae in Vrperinae ohne und
Crotalinae mit Grube zwischen Nasenloch und Auge eingetheilt. —
Besondere Meisterschaft hat Verf. m der Behandlung der überaus
schwierigen und den grössten Theil aller jetzt lebenden Schlangen-
arten umfassenden Familie der Colubridae bekundet. Statt der
zahlreichen Familien früherer Autoren und den kaum weniger zahl-
reichen, wenn auch auf andere Merkmale gegründeten Familien
128 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Cope’s werden nur die drei alten Gruppen der Aglyphae, “pistho-
glyphae und Proteroglyphae wieder restituirt und jede in eine aus-
schliesslich aquatische und eine mehr weniger terrestische Section
gegliedert; den beiden ersten Gruppen gehört auch noch je eine
kleine, je eine Gattung und Art enthaltende Section an, welche
eierfressende Schlangen von besonderem Bau des Verdauungs-
apparates enthält.
Die Colubrinae gliedern sich demnach folgendermassen:
1. Aglyphae a) Acrochordinae (kleine, nur 5 Gattungen
(aquatisch) mit ebensoviel [jetzt 6]
Arten umfassende Grup-
pe; 4 Gattungen indisch,
eine centralamerika-
nisch)
b) Colubrinae (die grösste aller Ophi-
(mehr weniger terrestrisch) diergruppen)
c) Rhachiodontinae (Eierfresser)
2. Opisthoglyphae a) Homalopsinae (kleine, nur lOGattungen
(aquatisch) zählende Gruppe, rein
indoaustralich)
b) Dipsadomorphinae
(fast ausnahmslos terrestrisch)
c) Elachistodontinae (Eierfresser)
3. Proteroglyphae a) Hydrophrüinae (relativ kleine, 10 Gat-
(aquatischh fast tungen umfassende, fast
ausnahmslos ma- ausschliesslich indo-
rin) australische Gruppe)
b) Elapinae
(terrestrisch)
Von den Colubrinae sind nach Boulenger zwei Gruppen zu
unterscheiden, von denen die eine auf der Unterseite der Rumpf-
wirbel auch in der hinteren Hälfte der Wirbelsäule einen mehr
weniger hohen, schneidenden Kamm oder Kiel besitzt, während die
andere an derselben Stelle höchstens eine niedrige Längsleiste er-
kennen lässt. Nach diesen Merkmalen lassen sich Formen, welche
man früher derselben Gattung zurechnete, wie z. B. die nord-
amerikanischen Zleterodon- und die madagassischen Lioheterodon-
Arten, leicht und mit Sicherheit trennen. Während im ersten Band
des Catalogs sich von Colubrinen, wenn wir von den weitverbreiteten
Gattungen Tropidonotus und Zamenis absehen, vorwiegend altwelt-
liche Formen vertreten finden, enthält der zweite Band (wieder von
Coluber und Coronella und einigen anderen Gattungen abgesehen)
die Hauptmassen der amerikanischen Arten. Dass das monumentale
Werk, welches im Jahre 1596, wie jetzt schon bemerkt werden
möge, abgeschlossen ist, eine feste Grundlage für weitere Forschungen
bildet und jedem Herpetologen unentbehrlich ist, braucht ja nicht
besonders erwähnt zu werden. — Referat von Boettger im Zool.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 129
Centralbl. Bd. I p. 124, Bd.2 p. 61; von Werner im Biol, Centralbl.
Bd. XVI No. 18, 1896 p. 680.
Portier hat eine Mittheilung über die Analsäcke bei Tropi-
donotus, Coronella und Vipera, welche sowohl beim g' als beim 2
vorkommen, bei ersterem an der dorsalen Seite des eingestülpten
Penis gelegen sind und an der Basis des vom vorgestülpten Penis
gebildeten Kegels ausmünden. Die Auskleidung der Innenwand
wird von einem geschichteten Epithel gebildet, welches aussen von
einer dichten Bindegewebsschicht umhüllt wird, während der ganze
Sack von quergestreiften Längsmuskeln umgeben ist, die aber nur
auf der Dorsalseite eine feste Verbindung mit der Wandung des
Sackes eingehen. — OR. Ac. Sc. Tome 118 p. 662—663; Referat
in Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 914.
Cope giebt einen Ueberblick über die Classification der Schlangen
und zwar mit Rücksicht auf den Bau der männlichen Copulations-
organe (siehe Bericht für 1893 p. 101) und der Lungen (siehe oben);
als Beispiel für ein auf diese Merkmale begründetes System führt
er seine Gruppen der Xenodontinae und der Scytalinae an, von
denen er analytische Tabellen giebt. — Amer. Naturalist XXVIII,
1894 p. 831—844, Taf. XXVII—XXVIl
H. E. Sauvage erwähnt einen Schlangenwirbel aus dem Gault
von Portugal. Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 391.
Typhlopidae.
Typhlops batillus n.sp. von Wagga Wagga, N. S. Wales. — E.R. Waite,
Proe. Linn. Soc. N. S. Wales IX. 1894 p.9 Taf. I fig. 1—3.
Typhlops diversus n.sp. verw. braminus Daud., von Mowen, Central Rail-
way, Queensland. — Waite, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IX, 1894 p.10 Taf.I
fig. 4—6.
Typhlops unguirostris Ptrs. und affinis Blngr. — Notizen p. 11 und neue
Diagnosen p. 12 u. 13. — Waite, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IX, 1894.
Typhlops wiedi Ptrs. abgebildet 1. c. Taf. I fig. 7”—9.
Typhlops polygrammieus Schleg. — Waite nennt l.c p.13 ein Stück von
717 mm Länge von Kempsey am Macleay River, N. S. Wales.
Typhlops braminus Daud. für Ambon, Molukken nachgewiesen von Boettger
in: Semon, Zool. Forsch. Austr. V, 1, 1894 p. 122.
Typhlops beddomiüi Taf. I fig.3, leucomelas fig. 4, jerdoni fig.5, leucoproctus
fig. 6, comorensis Taf. II fig.1, socotranus fig.2, oatesü fig. 3, torresianus fig. 4,
reginae Taf. III fig. 1, exocoeti fig. 2, blanfordii fig.5, affinis fig. 3, cumingi fig. 4,
inornatus fig.6 abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes I (189).
Typhlops boettgeri p. 39, Taf. II fig. 6 von Madagascar und crossii p. 52
Taf. III fig.5 von W. Afrika, nn. spp. — Ebenda.
Glauconiidae.
Glauconia affinis Blngr. Taf. III fig. 7 und G. emini Bingr. fig. 8 abgeb.
bei Boulenger, Cat. Snakes I (1893).
Arch. f. Naturge-ch. Tahrg. 1896. Bd. Il. H.]. 9
130 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Boidae.
Chondropython viridis Schleg. beschrieben und farbig abgebildet von
Boettger in: Semon, Zool. Forsch. Austr. V. 1, 1894 p.120, Taf. V, fig. 3.
Liasis childreni Gray und olivaceus Gray abgebildet Taf. IV fig.1 und 2
bei Boulenger, Cat. Snakes I (1893).
Aspidites melanocephalus Krefft beschrieben von Boettger in: Semon,
Zool. Forsch. Austr. V. 1, 1894 p.119.
Aspidites ramsayi Macleay, neu beschrieben und Kopf abgebildet von E.
R. Waite, Proc. Linn. Soc. N. S. Wales IX 1895 p. 715, T.1.
F. Lataste vertheidigt seine (1879) und Blanchard’s (1882)
über das Zwerchfell von Python ausgesprochenen Ansichten gegen
G. W. Butler’s Kritik (1892). — Act. Soc. Scientif. Chili Bd. 2,
Proc. Verb. p. 167—170.
Rabl-Rückhard giebt eine ausführliche Beschreibung des
Gehirnes von Python molurus. — Zeitschrift wiss. Zoologie 58. Bd.
p- 694—717, Taf. XLI; und SB. Ges. naturf. Fr. Berlin 1894 p.45—46.
(Eingehendes Referat in Jahresber. für 1894 Zool. Station Neapel,
Vertebr. p. 175—176.
Corallus cookii Gray abgeb. Taf. IV flg.3 bei Boulenger, Cat. Snakes I (1893).
Eryx elegans Gray Taf. V fig. 1, muelleri iig.2, jayakari fig.3 abgeb. bei
Boulenger ]. c.
R. R. Mole erwähnt eine weibliche Boa constrietor von 11!/g'
Länge, von Caparo, Trinidad, die 41 Eier enthielt. Die Art soll
nach den Büchern 12‘, nach Waterton 14’ lang werden. — Journ.
Trinidad Field Nat. Club Bd.1 p. 156.
Ein Referat über G. Torossi, L’embrione del Boa constrictor
(Vicenza, Tip. S. Giuseppe 1893) findet sich in: Revue Linneenne
de Lyon 9. Jahrg. p. 53.
A.D. Bartlett berichtet von einer 11 Fuss langen Boa constrietor
im Reptilienhause der Zoological Society of London, welche eine
nur um 2 Fuss kleinere verschlungen und vollständig verdaut hatte
und nach 28 Tagen wieder Nahrung annahm. — Proc. Zool. Soc.
London 1894 p. 669.
In einer Notiz über die Grösse der Thiere kommt R. R. Mole
auf die übertriebenen Angaben betreffs der Länge von Schlangen
zu sprechen und führt für Boa constrictor, Eunectes murinus u. a.
eigene Messungen an. — Journ. Trinidad Field Nat. Club Vol. 2, 1895
p. 192—194.
Uropeltidae.
Rhinophis travancoricus n. sp. von Travancore. — Boulenger, Cat.
Snakes 1 p. 143, Taf. IX fig. 3.
Silybura getersii Taf. VI fig.1, maculata fig. 2, nitida fig. 3, dindigalensis
Taf. VOL fig. 1, broughami fig.2, macrorhynchus Taf. VIII fig.1, rubrolineata
fig. 2, myhendrae Taf. IX fig. 1, madurensis fig. 2 abgeb. bei Boulenger, Cat.
Snakes I (1893).
Pseudoplectrurus canaricus Bedd. abgeb. Taf.X fig. 1 bei Boulenger l.e.
in den Herpetologie im Jahre 1894. 131
Plectrurus davisonit Bedd. abgeb. Taf. X fig.2 bei Boulenger l.c.; P.
aureus Taf.X fig. 3.
Platyplecturtus trilineatus Taf. XI fig. 1 und madurensis Taf. XI fig, 2 abgeb.
bei Boulenger l.c.
Colubridae. Aglyphae.
G. Mingaud erzählt als Beispiel von Intelligenz der Ringel-
natter, (?— Ref.) dass ein Exemplar eine Eidechse herauswürgte,
um aus ihrem Drahtkäfig entschlüpfen zu können, und ein anderes:
zwei Kanarienvögel, die es in ihrem Bauer verzehrt hatte, dasselbe
Verfahren einschlug, um wieder in Freiheit zu erlangen, ein Vor-
gang, der sich aber auch anders erklären lässt. — Rev. Seientif.
1893 p. 155. — Ref. in Natur (Müller) 43. Jahrg. 1893 p. 46 und
Zoolog. Garten 35. Jahrg. p. 313— 314.
F. Werner giebt eine Berichtigung zu der Bemerkung Min-
gaud’s über Intelligenz der Ringelnatter in No. 10 des Zool. Gartens.
Die dort genannte Schlange kann keine Ringelnatter gewesen sein.
Zool. Garten 1894, 35. Jahrg. p. 350.
A. Carruccio hat eine Arbeit über die giftlosen Schlangen der
Provinz von Rom (I. Theil: Colubridae und Coronellidae). — Lo
Spallanzani (2) 21. Jahrg. p. 35—53.
L. Redon-Neyreneuf meldet nach Hörensagen einen Fall
von Viviparität bei Tropidonotus natix L. — Revue Linneenne de
Lyon 9. Jahrg. p. 53.
Siehe auch Lönnberg p. 108 u. Peracca p.99 dieses Ber.
Chersyydrus granulatus Schn. von Ennere angegeben von H. Warth, Admin.
Report Govt. Central-Mus. Madras for 1892/93 p. 8.
Polyodontophis bivittatus n. sp. von Palawan. — Boulenger, Ann. Mag.
N.H. (6) XIV. 1894 p. 82—83 (imitirt anscheinend Adeniophis bilineatus Ptrs.
von derselben Insel).
Polyodontophis collaris Gray abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes I Taf. XII
fig.1; bistrigatus Taf. XII fig. 2.
Henicognathus venustissimus n.sp. von Nicaragua. — Günther, Biol.
Centr.-Amer., Rept., p. 144 (1894) Taf. 51 fig. C.
Dromicodryas n.g. für Herpetodryas bernieri und quadrilineatus DB. —
Boulenger, Cat. Snakes I p. 189.
Trimerodytes n. gen. (verw. Tropidonotus, aber Praefrontalia verschmolzen)
für T. balteatus n. sp. von Hainan. — Cope, Proc. Acad. Philad. 1884 p. 426,
Taf.X, fie. 2.
Compsophis n.g. verw. Tropidonotus, für C. albiventris n.sp. von Mada-
gascar. — Mocquard, Bull. Soc. Philom. Paris 1894 No.17 p.8.
Tropidonotus nuchalis Bingr. abgeb. Taf. XIII fig. 1, parallelus fig. 2,
khasiensis fig. 3, petersii Taf. XIV fig. 1, punctulatus fig. 2, modestus fig. 3, Sancti-
Johannis Taf. XV fig.1, asperrimus fig.2, chrysargoides Taf. XVI fig.1, saravacensis
fig.2, aurieulatus Taf. XVII fig. 1 abgeb. bei Boulenger l. ce.
Tropidonotus godmani n.sp. von Guerrero, Mexico. — Günther, Biol.
Centr.-Amer., Rept., p. 133 (1894).
9*
132 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Tropidonotus callistus Gthr. Bemerkungen über Pholidose und Färbung bei
F. Müller, Verh. naturf. Ges. Basel X 1894. p. 831.
Ampbhiesma stolatum L. von Hainan; Hemipenis beschrieben bei Cope, Proc.
Acad. Philad. 1894 p. 425.
Eutaenia butleri Cope gute Art (Indiana, Illinois). — Stejneger, Proc.
U. S. Nat. Mus. 1894 p. 593— 594.
Pseudoxenodon dorsalis Gthr. abgeb. bei Boulenger Taf. XVII fig. 2.
Lioheterodon modestus Gthr. abgeb. bei Boulenger Taf. XVIII fig. 1.
Helicops trivittatus Gray abgeb. bei Boulenger Taf. XVIII fig. 2.
Opisthotropis andersonii Blngr. abgeb. bei Boulenger Taf. XVIII fie. 3.
Trachischium guentheri Blngr. abgeb. bei Boulenger Taf. XIX fig. 1.
Rhabdops olivaceus Bedd. abgeb. l. c. Taf. XIX fig. 2.
Plagiopholis n. g. für P. blakewayi n. sp. von Burma. — Boulenger,
l. ec. p. 301 Taf. XIX fig. 3.
Oxyrhabdium leporinum Gthr. abgeb. 1. cc. Taf. XIX fig. 4.
Xylophis stenorhynchus Gthr. abgeb. l.c. Taf. XX fig.1.
Achalinus rufescens Blngr. abgeb. 1. c. Taf. XX fig. 2.
Aspidura guentheri Ferg. abgeb. 1. c. Tat. fig. 3.
Storeria occipito-maculata wird von Hamilton Co., N. Y., verzeichnet. Proc.
Ac. Nat. Sc. Philad. 1893 p. 576 (1894).
Lamprophis fuscus n.sp. vom Cap d. g. Hoffnung. — Boulenger, Cat.
Snakes I p. 322 Taf. XX fig. 4.
Micropisthodonn.g. verw. Lamprophis, für M. ochraceus n. sp. von Nossi
Be. — Mocquard, CR. Soc. Philom. Paris 1894 No. 17 p.8.
Gonionotophis n. n. für Gonionotus Mocq. non Gray. — Boulenger
t. c. p. 323; @. grantiü abgeb, Taf. XXI fig. 1.
Boodon infernalis Gthr. abgeb. Taf. XXI fig.1. — Boulenger ].c.
Lycophidium meleagris n. sp. von Angola. — Boulenger, Cat. Snakes I
p. 337 Taf. XXI fig. 2.
L. jacksonii n.sp. von O. Afrika p. 340, Taf. XXI fg.3 und L. abyssinicum
n. sp. von Abessynien p. 343, Taf. XXH fig. 1. — Boulengerl.c.
L. fasciatum Gthr. und elapoides Gthr. abgeb. bei Boulenger |. ce.
Taf. XXII fig. 2—3.
Simocephalus nyassae Gthr. abgeb. bei Boulenger ]. c. Taf. XXIII fig. 2.
Lycodon anamallensis Gthr. Taf. XXIV fig.1, laoensis fig. 2, travancoricus
fig.3 abgeb. bei Boulengerl.c.
Stegonotus heterurus n. sp vom Bismarek-Archipel. — Boulenger |. e.
p. 367 Taf. XXV fig.1.
Dryocalamus gracilis Taf. XXV fig. 2 und tristrigatus fig. 3 abgeb. bei
Boulenger l.c.
Pseudoxyrhopus ambreensis n.sp. Mt. d’Ambre, p. 4 und P. tritaeniatus n. sp.
Betsileo, Madagascar p.4. — Mocquard, CR. Somm. Seance. Soc. Philom. Paris
No.9, 1894.
Zaocys dhumnades Cant. abgeb. Taf. XXVI fig. 1, Zuzonensis fig.2, carinatus
Taf. XXVI fig. 1, fuscus fig.2 bei Boulenger ].c.
Bascanion flagellum Shaw richtiger Name für die „Coachwip snake“ (Za-
menis flagelliformis bei Boulenger Cat. Snakes IL). — Stejneger, Proc. U.S
Nat. Mus. 1894 p.595—596.
Zamenis arenarius Blngr. abgeg. bei Boulenger ].c. Taf. XXVII fig.2.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 133
Trirhinopholis n.g. für T. nuchalis n. sp. von Burma. — Boulenger,
ae 9.419, TU XXVINH de.1.
Drymobius rhombifer Gthr., abgehildet von Günther in Biol. Centr.
Amer., Rept., XLV. 1894.
Caco calyx n.gen. für Drymobius percärinatus Cope. — Cope, Proc. Acad.
Philad. 1894 p. 427.
Drymobius paueicarinatus n. sp. von La Candelaria, Costa Rica. — Cope,
Proc. Acad. Philad. 1894 p.202. — Beide spp.=D, dendrophis Schleg. (Bou-
lenger, Rec. f. 1894 p. 28).
Phrynonax poecilonotus Gthr. und argus Gthr. nec. Bocourt abgeb. von
Günther in Biol. Centr. Amer. Taf. XLIII und XLIV (1894). — Ph. quentheri
p.20, von Mexico, und eutropis p.22, T. I. Fig. 2 (Hab.?) nn. spp.; Boulenger,
Cat. Snakes II. (1894). — Ph. eutropis lebt auf Trinidad; Boettger, Bull.
Trinidad II 1894 p. 85.
Coluber rufodorsatus (Cant.) frisst nach Boettger, dem ein Stück aus dem
Sitai-See bei Shanghai zu kam, auch Frösche. — Ber. Senckenberg. naturf. Ges.
1894 p. 144.
Coluber taeniurus Cope wurde von Schmacker im Oktober 1888 im Flusse
bei Wusung schwimmend angetroffen. — Boettger in Ber. Senckenberg. naturf.
Ges. 1894 p. 144.
C. F. Lütken berichtet über das Vorkommen von Coluber aescu-
lapii („Hasselsnogen“) in Dänemark. — Vid. Medd. 1894 p. 72—77.
Coluber subradiatus Schleg., Mittheilungen über Pholidose und Färbung
macht Th. W. van Lidth de Jeude. — Notes Leyden Museum Bd. 16 p. 126,
Coluber (Gonyosoma) jansent Blkr. Bemerkungen über Pholidose und Färbung
macht F. Müller in Verh. naturf. Ges. Basel X. 1894 p. 829—831. Abgeb. von
Boulenger in Cat. Snakes II (1894) Taf. I fig. 2. — Coluber frenatus Gray
abgeb. von Boulenger ebenda Taf. III fig. 1. — Coluber arizonae n. nom. für
Arizona elegans Kenn. — Boulenger, ebenda p. 66.
Spilotes megalolepis Gthr. abgeb. von Boulenger in Cat. Snakes II. 1894
Taf! IT:
Dendrophis bifrenalis Blngr. fig. 1 und grandoculis Blngr. fig. 2 abgeb. bei
Bouienger, Cat. Snakes II, Taf. IV.
D.gastrostielus n.sp. p.86, von Neu-Guinea; Boulenger, ebenda Taf. IV fig.3.
Dendrelaphis modestus n. sp. von Ternate. — Boulenger, ebenda p. 91
Taf. IV fig. 4.
Chlorophis emini Gthr., fig. 1, hoplogaster Gthr. fig. 2 und Aeterolepidotus
Gthr. fig 3, abgeb. bei Boulenger, ebenda Taf. V.
Philotha’nnus nitidus Gthr. abgeb. bei Boulenger, ebenda Taf. V fig. 4.
Eine Synopsis der bisher bekannten Leptophis-Arten giebt Cope
in Proc. Acad. Philad. 1894 p. 203.
Leptophis ultramarinus n. sp. von Pazu Azul, Costa-Riea. — Cope, Proc.
Acad. Philad. 1894 p. 203.
Leptophis modestus Gthr. abgeb. von Günther, Biol. Centr. Amer., Rept.
Taf. XLVIII 1894.
L. occidentalis Gthr. fig. 2 und nigromarginatus Gthr. fig. 3 abgeb. bei
Boulenger, Cat Snakes II (1894) Taf. II.
Monobothris n. g. für Dromicus chamissonis Auct. — Cope, Amer. Natu-
ralist XX VIII. 1894 p.841.
134 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Echinanthera n.g. für Aporophis cyanopleurus Cope. — Cope, Amer.
Naturalist XX'VIII. 1894 p. 841.
Trimetopon pliolepis n. sp. von San Jose, Costa Rica. — Cope, Proc. Acad.
Philad. 1894 p. 201.
J. E. Harting giebt englische Fundorte von Coronella austriaca
an. The Zoologist (2) XVII. 1894 p. 229 — 230.
F. Lataste. Adherence et progression des Ophidiens contre
des parois verticales lisses. (Junge Coronella austriaca, die nass
war, bewegte sich auf einer verticalen Glasfläche aufwärts und zwar
abweichend vom gewönlichen Modus des Kriechens, nach Art eines
Wurmes). — Act. Soc. Chili IV. 1894, Proc. Verb. p. 126—127.
H. Nitsche beobachtete, dass eine Coronella eine Anguwis frass,
die nur wenig kürzer und nur 4 g. leichter war als sie selbst.
Zool. Garten 35. Jahrg. p. 254.
A. Gaines macht Mittheilungen über einen Ophibolus getulus,
Tropidonotus radix verschlang, länger als er selbst. — Amer.
Naturalist 1894 p. 970, Ref, in Nat. Science 1894 Bd.6 p. 83—84.
Ophibolus doliatus L. gehört zu Osceola. — Cope, Proc. Acad. Philad.
1894 p. 428.
Synchalinusn.g. (Zähne gleich, glatt; Schuppen mit 2 Poren; Körper
seitlich zusammengedrückt, Bauchschilder scharf gekielt; Kopf deutlich abgesetzt;
Pupille rund; Anale ungetheilt, Snbeaudalen zweireihig, Nasale und Frenale
verschmolzen) für 8. corallioides n. sp. von Buenos Ayres, Costa Rica. — Cope,
Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI. 1894 p. 346.
Ablabes major (Gthr.); Bemerkungen über Stücke aus dem Lüshan-
Gebirge (Kiukiang) von Boettger in: Ber. Senckenbg. naturf. Ges. 1894 p. 140.
Entechinusn.gen. für Cyclophis major Gthr. — Cope, Proc. Acad. Philad-
1894 p. 427.
Pseuderyx Fitz. neu diagnostieirt. Kopf wenig vom Hals abgesetzt, Rumpf
ziemlich walzenförmig, Schwanz relativ kurz. Ein einziges vom Rostrale durch
die Nasalen getheiltes Internasale. Nasenlöcher nach oben geöffnet. Frenale
fehlend. Oberkieferzähne glatt, klein, von gleicher Grüsse. — Typus Coluber
plicatilis L. — Hierher auch Ps. inagnitus n.sp. (= Homalopsis martiüi Schleg.
non Elaps martii Wagl.) Cayenne, Surinam. — Bocourt, Le Naturaliste
16. Jahrg. p. 155.
Enulius torquatus (Günther) Bemerkungen über Hemipenis und Gebiss von
Cope, Proc. Acad. Philad. 1894 p. 205.
Hypsirhynchus ferox Gthr. abgebildet bei Boulenger, Cat Snakes I,
T. VI fig.1.
Liophis callilaemus Gosse, abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes II T. VI
fig.3. — L. fraserin. sp. von Eeuador. — Boulenger, t.c. p.131, T. VI fig. 2.
Xenodon guentheri n.sp. von Santa Catharina, Brasilien. — Boulenger,
Cat. Snakes II p. 147, T. VOL fig. 1.
Aporophis coralliventris Blngr. abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes II,
Taf. VII fig.2.
Dromicus miolepis Bttgr. = Rhadinaea occipitalis (Jan.) var. — Boettger
in: Zool. Anz. 1894 p. 119 (nach Boulenger im Zool. Record for 1891, Rept. p. 11).
Dromicus flavilatus Cope gehört zu Rhadinaea. — Cope, Proc. Acad.
Philad. 1894 p. 428,
in der Herpetologie im Jahre 1894. 135
Rhadinaea jaegeri Gthr. abgeb. beiBoulenger, Cat. Snakes II, T. VII fig. 3.
Hypsiglena discolor Gthr. abgeb. bei Günther, Biol. Centr. Amer., Rept.
Taf. XLIX fig. A (1894). — H.latifasciata n. sp. von S. Mexico: Günther, ebenda
p. 138, T. XLIX flg.B. — H.affinis n.sp. von Mexico: Boulenger, Cat. Snakes
II p.210, T. VIIL fig.1.
Simotes formosanus Gthr. Taf. VIII fig.2, annulifer Blngr. fig.3, chinensis
Gthr. T. IX fig.1, beddomii Bingr. fig. 2, theobaldi fig.3, cruentatus Gthr. T.X
fig. 1 abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes II.
Simotes purpurascens Schleg. Ein Riesenexemplar von 950 mm Länge,
der grösste bisher bekannte Simotes überhaupt, (von Sereinu, [Sipora] Mentawei-
Inseln) beschrieben von Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 616.
Simotes hainanensis n. sp. von Hainan. — Boettger, Ber. Senckenberg.
naturf. Ges. 1894 p. 133—134, Taf. III, Fig. 23—c (= formosanus Gthr. nach
Boulenger Rec. f. 1894 p. 29.
Holarchus dolleyanus n. sp. von Hainan. — Cope, Proc. Acad. 1894 p. 423.
Taf. X, Fig. 1 (= Simotes swinhonis Gthr. nach Boulenger, Rec. f. 1894 p. 29).
Oligodon travancoricus Bedd. Taf. X fig.2, modestus Gthr. fig. 3, everetti
Blngr. T.XT fig. 1, vertebralis Gthr. fig. 2, waandersi Blkr. p.3 abgeb. bei Bou-
lenger, Cat. Snakes I.
Oligodon taeniurus n. sp. von Celebes. — F. Müller, Verh. Ges. BaselX
1894 p. 126.
Leptocalamus sclateri n. sp. von Südamerika. — Boulenger, Cat. Snakes
IE p. 251, T.XII fig. 1.
Arrhyton taeniatum Gthr. abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes I T.XII fig. 2.
Contia angusticeps n.sp. von Balutschistan p. 262; C.taylori n.sp. von
Texas und Mexico p. 265; Boulenger, Cat. Snakes II.
Homalosoma shiranum n.sp. von Nyassaland p.276, T.XIII fig.1 und
abyssinicum n.sp. von Abessynien p. 276, T. XIII fig.2; Boulenger, Cat.
Snakes II (nach Tornier, Rept. D. O. Afrikas 1897 p.74 = AH. lutrix L.).
Grayia smythii Leach, abgeb. bei Boulenger, Cat. II Taf. XIII fig. 3.
Tropidodipsas dumerilüi Jan. und fasciata Gthr. abgeb. von Günther, Biol.
Centr. Amer. Rept. (1893) Taf. L. — T. fischerin.n. für Virginia fasciata Fisch. ;
Boulenger, Cat. Snakes II p.296; T. annulifera n.sp. (Fundort unbekamnt);
Boulenger, ebenda p. 297, T. XIV fig.1.
Dirosema n.g. für Geophis bicolor Gthr. (abgeb. T. XIV fig.2), — Bou-
lenger, Cat. Snakes II p. 298,
Atractus maculatus Gthr. abgeb. bei Boulenger, Cat. Snakes II T. XIV
fig.3; A. reticulatus Blngr. abgeb. ebenda Taf. XV fig.3; A. modestus n. sp. von
Ecuador ebenda p.304, T.XV fig. 1; A. vittatus n.sp. von Venezuela, ebenda
p. 304, T.XV fig. 2.
Geophis sallaei n. sp. von Mexico p. 318, T. XVI fig. 1. — @. petersii n. sp.
von Mexico p.321, T.XVI fig.2. — @.championi n.sp. von Panama p. 321,
T. X VI fig.3. — @. godmani n.sp. von Costa Rica, p. 322, T.XVI fig.4; Bou-
lenger, Cat. Snakes II.
Agrophis n.g. verw. Geophis für A.sarasinorum n.sp. von Celebes,. —
F. Müller, Verh. Ges. Basel X 1894 p. 827, fig.
Rhabdophidium n.n. statt Rabdion DB. nec Wallr. für Rh. forsteni DB.
— Boulenger, Cat. Snakes II p. 328,
136 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Calamaria modesta DB. var. bogorensis Jeude; Bemerkungen von Boettger
in: Semon, Zool. Forsch., V 1894 p. 125. _
Calamaria baluensis Blngr. T.XVIL fig. 1, margaritifera Blkr. fig.2, everetti
Blngr, T.XVIII fig. 1—2, rebentischi fig.3, borneensis T. XIX fig. 1, javanica
Bingr. fig. 2, septentrionalis Blngr. T.XX fig. 1, lovii Bingr. fig. 2; abgeb. bei
Boulenger, Cat. Snakes II.
Calamaria brevis n. sp. unbekannten Fundorts. — Boulenger, Cat. Snakes
II p.348, T. XIX fig 3.
Typhlogeophis brevis Gthr. abgeb. bei Boulenger, Cat. Il Taf. XX fig. 3.
Opisthoglyphae.
Jourdain hat bei Coelopeltis insignitıs eine kleine Giftdrüse,
deren Ausführungsgang mit den Furchenzähnen in Verbindung
steht, nachgewiesen. — CR., Tome 118, p. 207—208.
Mittheilungen über die Pholidose von Tachymenis vivax Fitz.
und P/’sammophis sibilans L. (jedenfalls Ps. Schokari Forsk. —
Ref.) aus Syrien bringt M. G. Peracca. — Boll. Mus. Zool. Torino
Bd. 9 No. 167 p. 15—16.
C. Greve berichtet über eine mit Farbholz nach Moskau ver-
schleppte Leptodira annulata L. Obwohl das Thier 3 junge Rana
temporaria frass, starb es vor Ablauf einer Woche. — Zool. Garten
35. Jahrg. 1894 p. 176—180.
Sibon septentrionale Kenn. subsp. rubricata n. von Boca Mala, Costa Rica.
— Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI. 1894 p. 347.
Dipsas dightoni n. sp. von Pirmaad, Travancore. — Boulenger, Journ
Bombay Nat. Hist. Soe. Bd 8, 1894 pag. 528, Taf.
Dipsas forsteni von den Palmaner-Bergen, Katpadi, Nord-Arcot erwähnt
(als Nahrung Fledermaus constatirt) von H. Warth in Admin. Report Govt.
Central. Mus. Madras for 1892/93 p. 5.
Liophallus n. gen. für Dipsas fusca Grey. — Cope, Proc. Acad. Philad.
1894 p. 427.
Himantodes DB. Eine Bestimmungstabelle der 9 Arten giebt Cope in
Amer. Naturalist XX VIII. 1894 p. 613—614.
Himantodes lentiferus n. sp. von Pebas und O. Ecuador. — Cope, Amer.
Natnralist, p. 613. — H. semifasciatus n. sp. von Costa Rica und Nicaragua. —
Cope, ebenda p. 614. — H. anisolepis n.sp. Monte Agmacate, Costa Rica. —
Cope, ebenda p. 614.
Lygophis n.g. für Dryophylax poecilosternus Cope. — Cope, Amer. Natu-
ralist XX VIII. 1894 p. 842.
Psammophis longifrons. Bemerkungen von F. Gleadow in J. Bombay
Soc. VIII. 1894 p. 553.
Pogonaspis .n.g. (verw. Tantilla) für P. ruficeps n.sp. von Jimenez, Costa
Rica. — Cope, Proc. Acad. Philad. 1894 p. 204.
Alluaudina n.g, an die Homalopsinen erinnernd, für A. bellyi n. sp. von
Madagascar. — Mocquard, Bull. Soc. Philom. Paris 1894 No. 17 p. 9.
Tachymenis decipiens n.sp. von Costa Rica. — Günther, Biol. Centr.
- Amer. Rept., (1895) p. 163, Taf. LIII. Fig. A. (nach Boulenger, Cat Snakes III
p- 204 zu Erythrolamprus).
in der Herpetologie im Jahre 1894, 131
Homalocranium atriceps n. sp. von Nuevo Leon, Mexico, p. 146; H. jani
n. sp. von Guatemala u. Nicaragua p. 148; A. boulengeri von Vera Cruz, Mexico
p. 148; H. bocourti n. sp. von Guanajato, Mexico p. 149; H. breve n. sp. von
Brit. Honduras, p. 150. — Günther, Biol. Centr. Amer. Rept (1895).
Proteroglyphae.
Mittheilungen über die giftigen Bestandtheile der Zahndrüse
von Pseudechis porphyriacus Shaw macht C. J. Martin. Aus dem
durch Alkohol gefüllten Proteidkörpern wurde durch Extraction mit
schwacher Kochsalzlösung eine Flüssigkeit erhalten, die zwei ver-
schiedene, sehr giftig wirkende Albumosekörper enthielt. Beide
konnten isolirt werden. — Proc. Linn. Soc. N.S. Wales (2) Bd.”
p. 319 —322.
Die Giftigkeit des Blutes von Naja wurde von Calmette nach-
gewiesen; die Galle zeigte jedoch, einem Kaninchen injieirt, keine
Giftwirkung. — Ck. Sa. Biol. Paris (10) Tom. I. p. 11—12.
Die im Ber. f. 1893 (p. 106) gegebene Notiz über die Nahrung
der Korallenschlangen bezieht sich nicht auf Hlaps rüisei, sondern
auf E. lemniscatus. Ersterer weicht nach O. Boettger darin von
letzterem ab, dass er auch bei Tage Nahrung annimmt und das
Baden mehr liebt; auch diese Art frisst Geophis lineatus. — Zoo).
Garten 35. Jahrg. p. 190.
Hoplocephalu waitiü n.sp. von N.S. Wales. — Douglas-Ogilby, Proc,
Linn. Soc. N. S. Wales (2) IX. 1894 p. 261.
Callophis boettgeri n. sp. von den Liu Kiu-Inseln, — Fritze, Zool. Jahrb.
Syst., VII. 1894 p. 861 (nach Boulenger, Rec. f. 1894 p. 31= (. japonicus Gthr.).
Amblycephalidae,
Leptognathus annulatus Gthr. abgeb. bei Günther, Biol. Centr. Amer.,
Rept., T. XLIX. Fig. C. (1894).
Pareas moellendorffii Bttgr. von Hainan. Bemerkungen über Hemipenis
und Lunge bei Cope. Proc. Acad. Philad. 1894 p. 424.
Viperidae. Viperinae.
L. v. Möhely bringt unter unter dem Titel: „Vipera ursint
Bonap., eine verkannte Giftschlange Europa’s“ neue Mittheilungen
über diese Schlange, von welcher er ausführlich Grösse und Gestalt,
(S' bis 427, 2 bis 500 mm) sowie Pholidose, Farbenkleid und geo-
graphische Verbreitung beschreibt. Im Anschlusse bringt er auch eine
briefliche MittheilungW erner’s an ihn, über 25 Laxenburger Exemplare
zum Abdruck (p. 86—87). — Zool. Anz. 7. Jahrg. 1894 p. 57—61.
F. Werner erwähnt Vipera ursinii Bp. von Castelmuschio auf
der istrianischen Insel Veglia. — Verh. Zool. bot. Ges. XLIV
1894 p. 237.
0. Böttger hat die neuesten Forschungen über die palae-
arktischen Vipern (Boulenger, v. Mehely, Kaufmann) in einem
Referat zusammengestellt. — Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 1—3.
138 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
J. Bettencourt-Ferreira, Remarques sur la „Vipere com-
munes“ (Vipera latastii). Verf. macht auf die Schwierigkeit der
Unterscheidung der europäischen Viperaformen aufmerksam. Die Zahl
der Schüppchen in der Suprarostralgegend wechselt erheblich bei den
einzelnen Arten oder Formen ab und ebenso die Gestalt des Rostrale.
Das Vorkommen grösserer Syncipitalplatten hält er, ähnlich wie
Camerano für einen Beweis einiger Verwandtschaft zwischen
V. latastii über aspis zu berus hin, und das Auftreten des Nasen-
aufsatzes für Verwandtschaft zwischen V. latastii und ammodytes
andererseits. So will Verf. in der Reihe von V. berus zu ammodytes
nur Subspecies oder einfache Varietäten einer einzigen Art an-
erkennen. — Jorn. Sc. Lisboa (9) T. HI p. 167”—170.
Nach A. v. Mojsisovics scheint Vrpera ammodytes nördlich
von Cilli in den Richtungen nach Weilenstein, Bad Neuhaus und
Wöllau hin entweder zu fehlen oder doch sehr selten zu sein und
wenn sie auch im Bacherngebiete und im Matzelgebirge gelegentlich
bemerkt wird, so ist die Hauptgrenze ihres massenhaften Auftretens
in Steiermark doch in das Cillier, bezw. Sonngebiet zu verlegen.
Vipera berus prester verbreitet sich dagegen vorwiegend in der
Richtung Schwabengruppe, Meerauer Alpen; ob sie ausser den Kara-
wanken auch in der Saualpe auftritt, ist wohl noch nicht erwiesen.
— Ber. der II. Section für Zoologie Mittheil Naturw. Ver. f. Steier-
mark f. 1893. Graz 1894 p. III—V.
A. Caruccio, bringt Bemerkungen über Vipera berus L. subsp.
aspis und ihre innerhalb eines Decenniums in der Provinz Rom ge-
sammelten Varietäten. Boll. Soc. Rom. Zool. III. 1894 p. 77—92
A. Seitz nennt Vipera berus L. aus den Mooren von Specken-
büttel bei Bremerhafen. Jahrb Nassau. Ver. f Naturk. Wiesbaden
46. Jahrg. p. 79.
A. Nobre, Habitat de Vipera berus em Portugal. — Annaes
Sc. Nat. Porto 1. Jahrg. p. 123 1894, 8° und J. Sc. Lisboa (2)
III. 1894 p. 123—124.
R. Service, Vipera useful in destroying voles. — The Zoolo-
gist (3) Bd. 17 p. 460.
Ueber Dimensionen von Vipera berus handelt eine Notiz im
Zoologist (3) Bd. 17 p. 397.
Eine Notiz über klinische Behandlung von Otternbiss (K. Alt’s
Vorschlag von Anwendung der Magenspülung) bringt die Zeitschr.
f. Naturw. (Halle) Bd. 66 p. 415—416.
R. H. Ramsbotham berichtet über einen merkwürdigen Unfall,
der einer Kreuzotter passirte, indem sie an einem Dorn eines
Brombeerstrauches hängen blieb. — The Zoologist (3) Bd. 15 p. 64
—65.
Eine Notiz über Buttermilch als Volksmediein gegen den Biss
der Kreuzotter bringt K. Knauthe. — Zool. Garten 35. Jahrg.
p. 252.
J. C. Mansell-Pleydell, An Assembley of Vipers, — The
Zoologist (3) Bd. 18, p. 25.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 139
Viaud-Grand-Marais, Sur les moeurs nocturnes des Viperes.
— Feuille des jeunes Naturalistes (3) Bd. 23 p. 174—175. — Auch
Piel de Churcheville ebenda (3) 24. Bd. p. 29.
Ueber ein ausserordentlich grosses Exemplar von Fipera elegans
Daud. (russelli Shaw.) berichtet F. G. Brook-Fox in: Journ. Bombay
Soc. VIII 1894 p. 565.
G. v. Radde erwähnt einen tötlichen Biss durch Vipera obtusa
bei Eriwan. Ber. Kaukas. Mus. Tiflis (1892) p. 3.
Nach Zeitschr. f. Naturwiss. (Halle) Bd. 67 p. 126 wird das Gift
von Vipera ariötans, das die Athmung lähmt, als Pfeilgift verwendet.
Mittheilungen über Unterscheidung von #chis carinata Schn,
und colorata Gthr. aus Syrien bringt M. G. Peracca. — Boll. Mus.
Zool. Torino Bd.9 No. 167 p. 16—17.
A. Rzehak, Fossile Schlangengiftzähne. — Verh. Naturf. Ver.
Brünn Bd. 31 1892 (1893) p. 30.
W. Halliburton, Snake poison. — Science Progress 1894
p. 1—9.
Gaubert giebt eine Zusammenfassung der neueren Unter-
suchungen über Schlangengift. Es verdankt nach dem Verf. seine
Giftwirkung zwei Albuminosesubstanzen, der Protalbuminose und
der Heteroalbuminose Kühne’s, eine dritte, beigemischte Albumin-
substanz hat keine Giftwirkung. — Le Naturaliste (2) VIII p. 279
— 280.
C. Phisalix & G. Bertrand, Sur le sang et le venin de la
Vipere. In: Rev. Scientif. (4) Bd.1 p.23 und: Sur les effets de
V’ablation des glandes ä venin chez la Vipere (Vipera aspis). CR.
Ac. Sc. (10) I. 1894 p. 747—749. (Siehe auch noch p. 123—124).
Crotalinae.
Bothrops erythrurus für Hainan erwähnt von Cope, in Proc. Acad. Philad.
1894 p. 427.
Crotalus pyrrhus Cope = (. mitchellii Cope. Ausführliche Bestätigung der
bereits von Stejneger 1891 geäusserten Ansicht der Identität beider Formen auf
Grund der Untersuchung von 10 Exemplaren in der Sammlung der Calif. Acad.
of Science. — Van Denburgh, Proc. Calif. Acad. Se. (2) IV. 1894 p. 450—459.
F. W. Urich & R. R. Mole, Notes on a South American
Diamond Rattle Snake (Crotalus horridus L.) in Journ. Field Nat.
Club Trinidad Bd.I p. 293—297. — Ref. in Zool. Garten 35. Jahrg.
p. 215—217 und Zool. Centralbl. Bd. I p. 719720.
Chelonia.
Vaillant, L., Essai sur la classification generale des Cheloniens.
In: Ann. Sc. Nat. Zool. (8) T.16, 1894 p. 331—345. — Der Verf.
versucht, die Gattungen in natürliche Familien zu vereinigen und
die Beziehungen derselben unter einander klarzustellen. Er be-
spricht die Systeme von Cope, Boulenger und Baur und gelangt,
140 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
in erster Linie den Bau der Halswirbel in Betracht ziehend, zu
folgendem System:
Unter-Ordnung Gruppe Unter-Gruppe Familie.
. Testudinidae
Emydidae
. Platysternidae
Emysauridae
Dermatemydae
Carettochelydae
. Cheionidae
. Sphargidae
II. Chelydina III. Pleuroderinea { Re.
Mecraspedota III. Trionychina IV. Ophioderinea 11. Trionychidae
I. Cryptoderinea
f 1. Euchelonia |
IE |
Craspedota
jr
SonmnoppwmH
Abgesehen davon, dass die fossilen Formen ganz unberück-
sichtigt bleiben, was bei einer „allgemeinen Classification“ doch wohl
nicht angeht, ist namentlich die Trennung der Süsswasser- und Land-
formen der Testudinidae als unhaltbar zu betrachten. Sowohl im
Bau der Gliedmassen als in der Höhe der Panzerwölbung giebt es
so zahlreiche Uebergangsformen, dass eine solche Trennung absolut
undurchführbar ist.
F. Werner hat die Zeichnung der Schildkröten untersucht.
Die Trionychiden vergleicht er den Rajiden unter den Selachiern,
deren meist scheibenförmiger Körper ganz ähnliche Zeichnungen
aufweisen kann, wie der Rückenpanzer dieser Schildkröten (Raja,
Torpedo — Trionyx leithi, hurum etc.). Im Allgemeinen ist auch
bei den Schildkröten als ursprünglichste Zeichnung eine gleichmässige
aber nicht in Reihen geordnete dunkle Fleckenzeichnung anzusehen,
welche über die ganze Oberseite, sowohl Kopf und Gliedmassen,
als den Panzer, sich ausbreitet. Durch starke Ausbreitung der
dunklen Zeichnung kann die helle Grundfarbe ganz zurückgedrängt
werden und dann selbst als helle Fleckenzeichnung auf dunklem
Grunde erscheinen (beide Formen bei Emys orbieularis). Von Kopf-
zeichnungen finden sich einfache Postocularbänder bei Trionyx-Arten
und Platemys Iilarü; eine (nicht immer homologe) Interocular-
zeichnung bei Hurdella thurgi, Chrysemys jieta, Trionyx hurum ete.
Komplicirtere Kopfzeichnungen gehen aus einfacheren namentlich
bei Chrysemys und Malacoclemmys durch Aufhellung der Mitte
und Verdunklung der Ränder bei Längsstreifen und dergl. Zeich-
nungen hervor, wodurch (bei den Streifen) eine Verdopplung, bei
den Flecken eine Ocellenzeichnung hervorgeht, welche ihre höchste
Ausbildung bei Triony& erreicht. Andere Zeichnungen, wie drei-
eckige Flecken auf dem Scheitel und homologosirbare helle rund-
liche Flecken an den Kopfseiten (drei Paare) werden ebenfalls be-
handelt, wie auch die Ableitung der complieirteren Kopf- und Hals-
zeichnungen aus der einfachen Fleckenzeichnung. Sekundäre Ein-
farbigkeit im Alter ist bei Schildkröten nicht sehr häufig. Schliess-
in der Herpetologie im Jahre 1894. 141
lich wird noch die radiäre Zeichnung der T’estudiniden besprochen,
die auch in anderen Familien vorkommt, aber bei 7esiwdo und ihren
nächsten Verwandten am vollendetsten (7. radiata, elegans, geome-
trica etc.) auftritt. Andere Testuwdo-Arten haben die Schilder des
Rückenpanzers mehr weniger schwarz gerändert und diese dunklen
Ränder können sich so ausdehnen, dass von der hellen Grundfarbe
nichts übrig bleibt (oft bei 7. marginata und tabulata), bei anderen
ist gerade wieder die schwarze Zeichnung rückgebildet (7. calcarata
etc.). Schliesslich wird noch der häufigen Hellfärbung der Kiele
des Rückenpanzers (Dermochelys, Nicoria trijuga etc.) und der Hell-
färbung der Ränder der Rückenschilder (Uhrysemys pieta — auch
bei Damonia reevesii! Ref.) gedacht. — Biol. Oentralbl. Bd. XIV,
1894, No.5 p. 201—206.
E. Bartlett hat Bemerkungen über die Schildkröten Borneos
und der benachbarten Inseln (Sarawak Gazette, Nov. 1, 1894 und
Feb. 1, 1895) welche dem Ref. nicht vorgelegen haben.
Dames, W. Die Chelonier der deutschen Tertiärformation. —
Palaeont. Abh. (2) II 1894 p. 197—220, figg., Taf. 26— 29,
S. W. Williston, Vertebrate Remains from the lowermost
Uretaceous: a new Turtle from the Benton Cretaceous ete. — Kansas
University Quarterly (Lawrence) Bd.3 p.1 ff.
G. Ristori beschreibt einen neuen fossilen Chelonier aus dem
Miocän von Malta. — Atti Soc. Toscano Sc. Nat. Pisa, 1894, 8°,
17 pagg. 1 Tafel.
E. Chevreux et J. de Guerne haben eine Mittheilung über
Crustaceen und Cirripedien als Commensalen der Seeschildkröten
des Mittelmeeres. — CR. Acad. Sc, Paris Bd. 116 (1893) p. 443
—445,
A. de Varigny, Les tortues comestibles aux Etats Unis.
Rev. Scientif. (4) Bd. 1 p. 809— 810.
Atheca.
L. Bureau hat eine Notiz über den Fang einer Sphargis (Dermo-
chelys) coriacea L. in der Bai von Audierne, Dept. Finisterre, Bretagne
im April 1893. — Bull. Soc. Ouest France III 1893 p. 223—228,
Taf. IV.
Thecophora.
Cryptodira.
S. Garman, On Chelydra serpentina. — Seience (N. York) Bd. 21
p. 106—107.
Humphrey nennt das Gehirn von Chelydra serpentina das
einfachste Reptiliengehirn; im Aeusseren oft an die Verhältnisse bei
Amphibien erinnernd, zeigt es im Bau gleichwohl unverkennbare
Kennzeichen höherer ÖOrganisationsstufe. — Journ. Comp. Neur,
Cincinnati Vol.4, p. 73—116, T. 2—4.
142 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
G. Baur giebt osteologische Notizen über den Schädel der
Gattung Claudius Cope. — Amer. Naturalist 1893 p. 673, Anm.
Kachuga borneensis (Schleg. & Müll.) zwei Stücke von Pontianak beschrieben.
Schildlänge bis 76cm. Steht K. dhongoka Gray sehr nahe. (Boulengers Cat.
Chelon. bei der Arbeit leider unbenützt geblieben. — Ref.). Lenz, in: Mitth.
Geogr. Ges. u. Naturh. Mus. Lübeck (2) Heft 5, 1893 p. 93—94. |
Kachuga brookii n.sp. von Sarawak. — E. Bartlett, Sarawak Gazette,
Feb. 1, 1895 (nach Boulenger Ree. f. 1894 p. 34 = Callagur pieta Gray).
Clemmys schmackeri n.sp. von Hainan. — Boettger, Ber. Senckenberg
naturf. Ges. 1894 p. 129—131, Taf. III fig. 1a—b.
Th. Barrois erwähnt p. 249 Emys (Clemmys) caspica vom See
Phiala (Birket-er-Ram), p. 253 vom See Tiberias, und von den Seen
von Houleh (p. 301) und Homs (p. 311), vom See von Houleh auch
noch Cistudo europaea (Emys orbieularis). — Rev. Biol. N. France
Bd. VI. 1894.
Terrapene Merr. Eine eingehende systematische Bearbeitung der Gattung
mit voller Berücksichtigung der Synonymie giebt W.E. Taylor. Es werden
6 Arten anerkannt: T. major Ag. (Golfküste von Florida, Alabama, Louisiana
und Texas); T. bauri n.sp. (Florida); T. carolina L. (östliche Vereinigte Staaten);
T. mexicana Gray (Mexico), T. triunguis Ag. (Mississippi, Louisiana, Arkansas,
Indianer-Territorium, S. Missouri und Kansas, Texas), T. ornata Ag. (östlich
von den Felsengebirgen bis Wisconsin, ©. Illinois, Centrales Indianer-Territorium,
O. Texas). Die Skelettverhältnisse, speciell Schädel und Phalangenzahl, sowie
die geographische Verbreitung werden ausführlich behandelt. — Proc. US. Nat.
Mus. 1894 p. 572—588, figg.
Terrapene baurii n.sp. von Florida. — Taylor, Proc. US. Nat. Mus. 1894
p. 576—577.
Cragin berichtet über die Cistwdo-Arten von Kansas und Texas
und beschreibt eine Ü. ornata Ag. var. cimarronensis von Kansas. —
Colorado College Studies V 1894 p. 37.
Nicoria spengleri von Okinawa-shima, Liu-Kiu-Inseln erwähnt von Bou-
lenger. Proc. Zool. Soc. London 1893 p. 237.
Geoemyda latinuchalis n.sp. verw. spinosa von Tonking. — Vaillant, Bull.
Soc. Philom. Paris (8) Bd. 6 p. 68—69.
H. Simroth erwähnt Emys orbicularis in einem Stück aus dem
Pöplitzer Teich bei Altjessnitz zwischen Butterfeld und Dessau, und
glaubt, dass die Art westlich der Elbe noch freilebend vorkomme.
— Ber. Naturf. Ges. Leipzig 1892—93 p. 3 (S. A.).
Mittheilungen über eine, offenbar verschleppte, Emys orbieularis
L. bei Osnabrück, die Ende Juli 5 Eier legte, macht Staats v.
Wacquant-Goezelles. — Zool. Garten 34. Jahrg. p. 110—113.
L. Will hat auch in Arch. Fr. Nat. Mecklenbg. 47. Jahrg. Sitz.
Ber. Nat. Ges. Rostock p. 10—12. Mittheilungen über die Ent-
wicklungsgeschichte der Emys aus Menorca (vergl. Ber. f. 1893
p. 111—112).
E. Mehnert bringt eine ausführliche Arbeit über Entwickelung,
Bau und Function des Amnion und Amnionganges bei Emys lutaria
in der Herpetologie im Jahre 1894. 143
taurica, in: Morph. Arbeiten v. G. Schwalbe 4. Bd. p. 207—274,
Taf. 9—12. — Ausf. Referat in Jahresb. f. 1894 d. Zool. Stat. Neapel
Vertebr. p. 89—90 und Zool. Centralbl. II p. 539.
W. Rothschild bringt von einer Abbildung nach einer Photo-
graphie begleitete Mittheilungen über eine Riesenschildkröte, welche
er für das letzte noch existirende Exemplar von Testudo indica
A. Dum. hält und welche noch auf Mauritius lebt. Von der T.
elephantina von Aldabra befindet sich ein Exemplar in Tring, welches
in einem Jähre von 38‘ Länge (in der Luftlinie gemessen) bezw.
43" (über die Wölbung gemessen) auf 38, bezw. 51’ herangewachsen
und nunmehr 327 Pfund schwer ist. In einer späteren Mittheilung
korrigirt er seine Bestimmung der Mauritius-Schildkröte, die er
nunmehr als 7. sowmeirei Sauz. anspricht; glaubt aber ihre eigent-
liche Heimath nicht auf Mauritius, sondern auf eine der kleineren
ostafrikanischen Inselgruppen suchen zu müssen. Die geringen
fossilen Riesenschildkrötenreste aus Mauritius, bei welchen ein
paariges Gulare zu bemerken ist, vergleicht er mit der Gattung
Colossochelys, während sie Gadow (s. Ber. f. 1893 p. 113) mit den
Galapagos-Schildkröten verglichen hatte. — „On Giant Land Tor-
trises“ (Novitates Zool. Tring Vol. I. p. 676--677, Taf. I); „Remarks
and Corrections relating to the living giant tortoise of Mauritius“
ibid. p. 690-—696.
Eine Notiz über 2 Testudo elephantina von Aldabra bringen
Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 505—506. Dieselben befinden sich
im Zoologischen Garten daselbst und das g' wiegt 177, das 2
162 Pfund. Die Hauptmasse dieser auf etwa 50 Jahre geschätzten
Exemplare werden angegeben.
H. Bolau fand, dass eine über die Wölbung gemessene 49 cm
lange Testudo nigrita DB. von den Galapagos-Inseln in 222 Tagen
4 cm oder 8°, an Länge zugenommen hatte. — Zool. Garten
35. Jahrg. p. 11.
C. D. Sherborn bemerkt, dass das British Museum Reste der
madagassischen (fossilen) Testudo grandidieri Vaill. kürzlich er-
halten habe. Nat. Science Bd. 3 (1893) p. 194.
C. J. Forsyth Major erwähnt Reste von Testudo grandidieri
Vaill. aus einem Sumpfe der N.W.-Küste Madagascars. — Proc.
Zool. Soc. 1893 p. 532.
Referat über L. Vaillant, Tortues öteintes de Rodriguez, in:
Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 493—494. Ueber Pantanelli, Testwdo
amiatae ebenda p. 453; über Boulenger, Remains of Testudo
grandidieri ebenda p. 6593.
Die Arbeit von Gadow über Reste einiger Riesenlandschildkröten
und einer ausgestorbenen Eidechse (vergl. Jahresber. f. 1893 p. 113)
ist französisch, aber ohne die Tafeln in Ann, Sc. Nat. (7) XVII
p. 247—266 erschienen. Referat in Zool. Centralbl. Bd. 1 p. 654.
Testudo emys Schleg. & Müll. wird von E. Bartlett für Borneo angegeben,
— Sarawak Gazette Noy. 1, 1894.
144 Dr. Franz Werner. Bericht über die Leistungen
Psendosphargis ». g. für Chelone ingens Koen. (foss.). — Dames, Palaeont.
Abh. (2) II 1894 p.207 T. XXVI-XXVID.
Ueber den Fang eines Exemplares von T’halassochelys careita L.
an der Küste der Vendöe berichtet ©. Borgogne in Bull. Soc.
Quest France IV 1894 p. 73 Taf. II
Von Van Bemmelen’s Arbeit über die Entwicklung der
Kiementaschen und Aortenbogen bei Chelonia (s. Ber. f. 1893 p. 112)
ist ein Auszug im Journ. R. Micr. Soc. London 1894 p. 38.
Mitsukuri hat nun auch seine ausführliche Arbeit über die
Gastrulation von Chelonia (vergl. Ber. f. 1893 p. 112) veröffentlicht.
Zu dem in der vorläufigen Mittheilung Gebrachten wird noch zu
erwähnen sein: Die Primitivplatte ist ein im Centrum des Blastoderms
liegendes, zu verschiedenen palingenetischen Vorgängen in Gebrauch
kommendes Rohmaterial; dio Einstülpungshöhle ist ein Urdarm, als
dessen Anhang oder Divertikel der Dottersack, in welchem festes
oder flüssiges Nahrungsmaterial aufbewahrt wird, zu betrachten ist;
dessen enorme Grösse ist die Ursache, dass er vom Urdarm ge-
sondert entsteht und erst später mit ihm in Verbindung tritt. Nur
die Lippen des Blastoporus von Chelonia entsprechen dem Primitiv-
streifen der Vögel. Die Primitivplatte der Chelonia entspricht dem
Primitivstreifen und dem Hansen’schen Knoten der Säugethiere. —
Journ. Coll. Sc. Japan Vol.6 p. 227—277, figg. Taf. VI-VII.
Pleurodira.
Podocnemis madagascariensis Grand. von 41cm Länge, 31cm Breite des
Panzers nennt A. Voeltzkow von Kemihukuk im Hinterlande von Soalala,
N.W.-Madagaskar. — Zeitschr. Ges. Erdk. Berlin Bd. 28 p. 156.
Chelodina novaeguineae Blgr.; Stücke aus Rotti, Timorgruppe beschrieben
von Th. W. Lidth de Jeude. Notes Leyden Museum Bd. 16 pag. 120—121.
Piesiochelys belviderensis n. sp. (foss.) aus dem Neocom von Kansas, —
Cragin, Colorado College Studies V. 1894 p.71, T.II fig. 1—8.
Chelyopsis holsaticus n.sp. (foss.) aus dem Oligocän von Itzehoe. — Dames,
Palaeont. Abh. (2) II 1894 p. 200, T. XXVII—-XXIX.
Trionyehoidea.
Trionyx bei Hainesburg, Warren, Co., N.-York und Woodbury, N. Y. ge-
fangen. — Johnston, Cope in Amer. Naturalist XX VIII 1894 p. 889.
Triony& pecki n. sp. von Sarawak. — E. Bartlett, Sarawak Gazette,
Feb. 1, 1895.
F. Sacco beschreibt eocäne Trionychiden des Monte Bolca
nach einem vollständigen und einem in weniger gutem Zustand be-
findlichen Rückenpanzer und drei kleinen Rückenpanzerstücken.
Diese Exemplare gehören alle zu einer mit 7. capellini Negri nahe
verwandten Form, die Verf. T. e. conjungens n. nennt; sie sind aber
auch in manchen Beziehungen dem 7. schaurothianus und affınis
ähnlich und wahrscheinlich gehören nicht nur diese, sondern auch
in der Herpetologie im Jahre 1894, 145
T. italicus Schaur. und yenellarioi Negri einer und derselben Art
an. Die durch schöne photographische Abbildungen erläuterte
Arbeit bildet einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis der europäischen
fossilen Trionychiden, von denen allein aus der europäischen älteren
Trias gegen 30 sogenannte Arten bekannt sind. — Atti R. Accad.
Sc. Torino Vol. 29, 1894 p. 654—662, 1 Taf.
Emydosauria.
Emery untersuchte die Anlage der Hautporen an Crocodilus
nrloticus und biporcatus; bei ersterer Art besitzen sie eine un-
verkennbare Aehnlichkeit mit der Haaranlage, bei letzterer dagegen
sehen sie wesentlich anders aus, was sich vielleicht dadurch erklärt,
dass wir es mit rudimentären Gebilden zu thun haben. Haare und
Hautporen sind nicht direkt vergleichbar, aber gleichen Ursprungs.
Die Papillen der Lippenschilder sind den Hautporen ähnlich, sind
aber wenig hoch entwickelte Nervenendigungen, und den Poren
homolog. Auch bei Alligator wurde einmal 1—2 Poren auf einigen
Abdominalschildern gefunden. — Rend. Accad. Bologna 1893/94
p. 119—120.
H. G. ©. Swayne nennt Crocodilus nilotieus aus dem Flusse
Webbe-Shabeyli in Somaliland. — Proc. Zool. Soc. London 1894 p.322.
Referat über Voeltzkow, Biologie u. Embryonalentwicklung
der Krokodile in: Zool. Centralbl. Bd.I p. 250.
Alligator sinensis Fauv. nach zwei Exemplaren von Wuhu am unteren
Yangdsy beschrieben von O. Boettger in: Ber. Sencekenberg. naturf. Ges. 1894
p. 142-143.
S. Devenish bringt Mittheilungen über Alligatorjagd auf
Trinidad (bezieht sich auf Caiman sclerops). — Journ. Trinidad
Field Nat. Club. Bd. 1 p. 142—147.
Dinosauria (nur fossil).
0.C. Marsh, bringt die Ornithopoda, von welchen er aus Amerika
4 Gattungen (Cumptosaurus, Dryosaurus [s. unten], Laosaurus und
Nanoseurus) kennt, in einer der vier Unterordnungen, in welche
er die Dinosauria eintheilt, unter; diese enthält ausserdem noch
die Stegosauria und Ceratopsia und wird als Praedentata bezeichnet,
während die anderen die Sauropoda, Theropoda und? Hallopoda sind.
The typical Ornithopoda of the American Jurassico Amer. Journ. Se.
(3) XLVIII 1894 p. 85—90, T. IV— VI. -—- Ausführl. Referat in
Zool. Centralbl. Bd. II p. 125— 127.
Dryosaurus n. g. für Laosaurus- altus Marsh. — Marsh p. 86, T.VII. Fig. 2
(Pubis).
Laosaurus consors n. sp. aus den Atlantosaurus-Schichten von Wyoming. —
Marsh. p. 87, T. V-VII.
Seeley, On Euskelosaurus brownii (Huxley). — ebenda (6) XIV.
1894 p. 317—340, Figg.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H. 1. 10
146 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Seeley, On Hortalotarsus skirtopodus, a new Saurischian
Fossil from Barkly East, Cape Colony. — ebenda (6) XIV. 1894
p. 411—419, Figg.
Seeley, On the Type of the genus Massospondylus and on some
Vertebrae and Limb-bones of M.? brownü, — Ann. Mag. N.H. (6)
XII. 1895 p. 102— 125, Figg. (Die Skelettheile stammen aus dem Telle
River in der Capcolonie). — Referat in Zool. Centralbl. II p. 599.
Seely, On 7’hecodontosaurus and Palaeosaurus. — ebenda (6)
XV. 1895 p. 154—163, Figg. — Referat in Zool. Centralbl. II p. 600.
Die beide Genera werden vom Verf. für verschieden gehalten
und verschiedene Reste beschrieben und abgebildet.
Marsh ersetzt den praeoccupirten Namen Parasaurus Marsh
durch Pantosaurus. — CR. Congr. Geol. Intern. 1891 p. 159 (1893).
A. S. Woodward, Note on Megalosaurian teeth discovered
by Mr. J. Alstone in the Portlandian of Aylesbury. — P. Geol.
Ass. XIV. 1895 p. 31— 32.
C. Ubaghs, Le Megalosaurus dans la craie superieure du
Limbourgh. — Bull. Soc. Belg. G£ol., Pal. et. Hydr. Bd. 6, 1892
(92/95), mit 1 Taf.
Referat über die Mitteilungen Seeleys über den angeblichen
2 wurzeligen Nuthetes- (wohl aber Trxconodon-) Zahn bringt Zool.
Centralbl. 1. Jahrg. p. 79 und Nat. Science Bd. 3 p. 254.
O0. C. Marsh, bemerkt in einem Aufsatze: Restauration of
Camytosuurus, dass diese (sattung nahe dem europäischen /guanodon
ist und diesen in Amerika vertritt. Die 5 Sacralwirbel sind nicht
verschmolzen, sondern stehen in einer eigenthümlichen Gelenk-
verbindung; Sternum nicht verknöchert; keine Spur von Claviculae
wurde gefunden. — Amer. Journ. of Sc. (Silliman) (3) Bd. 47,
p. 245—246, 1 Taf.
R. Lydekker’s Mittheilungen über einen Wirbel, der ver-
muthlich den Morosaurus brevis (Ow.) zugehört (Quart. Journ. Geol.
Soc. XLIX. 1893 p. 276—280, 2 figg.) ist in Zool. Centralbl. Bd. 1
p. 251 referirt; ebenda auch die Arbeit über Sarcolestes leedsi (ibid.
p. 284—287, Taf. 11) und über die Dinosaurierzähne von Aylesbury
(ibid. p. 566—568, 5 figg.) (vergl. Ber. f. 1893 p. 101-109).
0.C. Marsh, Restoration of Anchisaurus. — Amer. Journ. Soc.
New Haven 1893 2 pagg. 1 Tafel.
O. C. Marsh, The Skull and brain of Ülaosaurus. — Amer.
Journ. Sc. New Haven 1893. 6 pagg. 3 figg., 2 Tafeln.
Ichthyosauria (nur fossil).
Nach Fraas war Ichthyosaurus quadriseissus mit grossen Haut-
anhängen auf dem Rücken ausgestattet, welche zweifellos als Flossen
zu betrachten sind. Die Rückenflosse eines 1.19 m langen Thieres
ist 0.12 m hoch und nahezu von der Form eines gleichseitigen Drei-
ecks, hinter ihr folgen mehrere grössere Hautlappen, an die Kämme
der Tritonen und gewisser Eidechsen erinnernd; die Basis der Flosse
in der Herpetologie im Jahre 1894. 147
ist durch zahlreiche, (vielleicht verkalkte und als Flossenträger
dienende) starke Sehnen ausgezeichnet. Der Ruderschwanz ist
024m hoch und aus einem dorsalen Hautlappen entstanden zu
denken. Der Verf. führt weiter auch aus, dass die mikroskopische
Untersuchung der Haut eine reichliche Pigmentirung erkennen lässt
und deutet dunkle Flecken in den Pigmentzellen als Kern, gewisse
Zellgruppen (kleine Zellen um grosse angeordnet) als Hautdrüsen. —
Jahreshefte Ver. f. Vaterl. Naturk. Stuttgart, 50. Jahrg. p. 495 —497,
Taf. V.
G. Baur hat Bemerkungen über die Palatingegend der /chthyo-
sauria. Nach ihm fehlt ein Ectopterygoid vollständig, wie schon
Lydekker angab und ebenso bestätigt Verf. die Richtigkeit des
Ausspruches L.’s dass der Schädel im Bau der Palatingegend nur
mit dem von Sphenodon vergleichbar ist. — Anat. Anz. X 1895
p. 456—459, fig.
F. E. Schulze hat Bemerkungen über die Bedeutung der dor-
salen Lage der Schwanzflosse der Ichthyosaurier (im Vergleich zu
den Selachiern mit ventraler Schwanzflosse.. Die Ichthyosaurier
waren Oberflächenthiere und leichter als das Wasser, während die
Selachier Bewohner der Meerestiefe, und schwerer als dieses sind.
Die Bewegung erfolgt, wenn die untere Schwanzflossenkante durch
die Wirbelsäule gefestigt ist, nach vorn und abwärts und es war
daher eine abwärts treibende Kraft, die dem Auftrieb entgegen-
wirkte, für die Ichthyosaurier ebenso von Nutzen, als die nach auf-
wärts dem Körpergewicht entgegenarbeitende bei den Haien für
diese. SB. Akad. Wiss. Berlin 1894, p. 1133—1134, fig. — Referat
im Zool. Centralbl. Il p. 731.
G. Brandes referirt über Form, Lebensweise und muthmass-
liche Abstammung der /chthyosaurier. — Zeitschr. f. Naturw, (Halle)
Bd. 68 p. 158— 140, fieg.
Nach Lechien gehört die Schicht, in welcher der berühmte
Ichthyosaurus von Arlon gefunden wurde, nach ihren übrigen Resten
nicht zum unteren, sondern zum mittleren Lias. — Bull. Soc. Geol.
Bruxelles 1894 pag.
W. Dames, Ueber das Vorkommen von lIchthyopterygiern
im Tithon Argentiniens (s. Ber. f: 1893 p. 115). Ausz. v. Döderlein
in: Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 35—56.
Zanclodon bavaricus n.sp. aus dem obersten Keuper von Unterfranken
(keine Beschreibung). — Sandberger, N. Jahrb. f. Mineral. 1894, Band 1,
p. 203—204.
Plesiosauria (nur fossil).
E. D. Cope. On the Structure of the Skull in the Plesio-
saurian Reptilia and on two new Species from the Upper Cretaceous.
P. Am. Phil. Soc. XXXII. 1894 p. 109—113, fig, Taf. X.
Embaphias n.g. verw. Pliosaurus, für E. eirculosus n.sp. aus der oberen
Kreide von Süd-Dakota p. 111.
Elasmosaurus intermedius n. sp. aus der oberen Kreide von Süd-Dakota, p.112.
10*
148 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
F. W. Cragin. Vertebrata from the Neocomian of Kansas. —
Colorado College Studies V. 1894. p. 69—73, T. I-L.
Piesiosaurus rostratus Owen, p. 748.
Mont. Browne. On some Vertebrate Remains not hitherto
recorded from the Rhaetic Beds of Britain (Plesiosaurus, Tremato-
saurus). — Rep. 63. Meet. Brit. Ass. Adv. Sc. p. 748—749.
Plesiosaurus mudger n sp. p. 69, T.1 fig, 1—3.
Hutton beschreibt einen neuen Plesiosaurier aus dem Waipara-
Fluss, Neuseeland. — Transact. N. Zeeland Inst. Vol. 26, p. 354—358,
Taf. XLU.
Cimoliosaurus caudalis n.sp. Kreide von Waipara.
Fritsch, K. v. Beitrag zur Kenntniss der Saurier des Halle-
schen unteren Muschelkalkes. In Abh. Nat. Ges. Halle 20. Bd. p. 271
— 302, fig. Taf. XVI—XVl.
Cymatosaurus n. g., mit Pistosaurus, durch Verkümmern und seitlich ver-
schobene Nasenbeine und Besitz eines vorderen Gaumenloches, sowie mit den
Nothosauria (aber ohne seitliche Verbreiterung des Hinterhauptes) verwandt, aus
dem Muschelikalk, für C. friderieianus n.sp. p. 280, Taf. XVI—-XVILH.
Oligolycus n. subg. für Nothosaurus heckii n.sp. p. 277, Taf. XVI fig. 3.
S. Williston berichtet, das Plesvosaurus Kieselsteine zu ver-
schlingen pflegte. (Vom Ref. auch bei Coronella austriaca beobachtet.)
— Amer. Naturalist Bd. 28 p. 50. — Aus: Trans. Kansas Acad.
Bd. 12.
Thecodontia (nur fossil).
Beschreibung u. Abbildung von Erpetosuchus granti E. T. Newton
(p, 574, T. LIIl) und Ornithosuchus woodwardi E. T. Newton (p. 586,
T.LIV—LV]I) giebt E. T. Newton in Phil, Trans. CLXXXV 1894
(vergl. Ber. f. 1893 p. 115).
Rhynchocephalia.
J. Berg beobachtete zwei lebende Stücke von Sphenodon
punctatus, Er fand, dass die Tuberkel des Rückenkammes auf einer
Hautfalte stehen und mit dieser willkürlich aufgerichtet werden
können. Die Zunge ist mit ihrer ganzen unteren Fläche fest-
gewachsen, wird daher nur in der Weise zum Auflesen von Nahrung
benützt, dass sich ihre obere Fläche kissenartig vorwölbt und den
Bissen aufnimmt. Das Thier ist halbaquatisch und erinnert in
dieser Beziehung sowie wegen seiner quackenden Stimme an einen
Alligator, ein Dämmerungsthier mit gut entwickelten Gesichtssinn
und ein entschiedenes Raubthier welches in Gefangenschaft Eidechsen,
Mäuse, Sperlinge und Mehlwürmer verzehrt. Die Häutung geht in
Fetzen vor sich. Die Harnballen in den Excrementen sind vom
Kothe nicht getrennt. — Zool. Garten 35. Jahrg p. 102—105, 146—
150. Referat im Zool. Centralbl. I. p. 914, Il. p. 61.
Perrin bringt Mittheilungen über die Knochen und Muskeln
der Vorderextremitäten von Hatteria punctata. Die Muskeln bieten
in der Herpetologie im Jahre 1894. 149
einfachere Verhältnisse dar, als bei den Sauriern. — CR. Ac. Se.
Tome 119, p. 1278—1279. — Referent im Zool. Centralbl. II p. 732.
F. Siebenrock’s Arbeit über die Osteologie des Hatteria-Kopfes
(s. Bericht 1893 p. 116) ist in Uebersetzung in Ann. Mag. N. H. (6)
XIII 1894 p. 297—311, Taf. XIV zu finden. Referat im Zool.
Centralbi. I. Bd. p. 330.
A. Pomel, Döcouverte de Champsosauriens dans les gisements
de phosphorite du Suessonien de !’Aleerie.e — CR. Ac. Sec. Paris
Bd. 118, 1894 p. 1309—1310.
A. Pomel, Sur le Dyrosaurus thevestensis. — CR. Ac. Sc. Paris
Bd. 118 1894 p. 1396.
Der Autor beschreibt unter dem Namen Dyrosaurus n.g. the-
vestensis n. sp. einen mit Uhampsosaurus Cope verwandten Rhyncho-
cephalen aus dem Phosphorit von Tebesa (Ostalgerien), den er in
der zweiten Abhandlung für identisch mit Crocodilus phosplaticus
P. Thomas erklärt und demgemäss Dyrosaurus phosphaticus benennt.
Anomodontia (nur fossil).
H. Seeley. Researches on the Structure, organisation and
classification of the fossil Reptilia.
Part. VIII. Further evidences of the Skeleton of Denterosaurus
and Rhopalodon from the Permian rocks of Russia. (Phil. Trans.
CLXXXV. 1894 p. 663— 717 T. LX— LXI.
Von beiden Formen werden verschiedene Skelettheile abgebildet
und beschrieben (vergl. Ber. f. 1893 p. 117).
Part. IX. Section 1. On the Therosuchia (ebenda p. 987-993,
Taf. LXXXVIM).
Verf. giebt auf p. 987—1001 ausführliche Beschreibungen der
Theriodontia und Endothiodontia, sowie auf p.989—994, T.LXXXVINI
fig. 1—2. Beschreibung und Abbildung der Owen’schen Gattungen
(raleosaurus, .Ielurosaurus und Lycosaurus. In einer systematischen
Uebersicht unterscheidet er p. 1013 neben den nur provisorisch zu
den Anomodonten gestellten Mesosaurier, Nothosauria und Protoro-
sauria zwei grosse Gruppen als T’herosuchia (mit den Unterordnungen
der Pureiasauria, (orgonopsia, Dinocephalia, Deuterosauria, Therio-
dontia, Endothiodontia und Theromora) und T'herochelonia (mit den
Dieynodontia und Kistecephalia).
Part. IX. Section 2. The reported Mammals from the Karroo-
Formation of Cape Colony: (ebenda p. 994—1025, Taf. LXXXVIH
bis LAXXIX.)
Neu: Pristerognathus n.g. für P. polyodon n. sp. (Schnauzen-
spitze) p.994 Taf. LXXXVIL fig. 3.
Urypiocynodon n.g. für C.sömus n.sp. (Theil des Schädels)
p- 1002, Taf. LXXXVIL fig. 4—5.
Ferner Bemerkungen über T’heriodesmus Seeley, der in die Nähe
von Pariasaurus gestellt wird (p. 1019, fig.) und Fritylodon longaevus
150 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Owen, dessen Schädel auch abgebildet wird (p. 1025, Taf. LXXXIX
fig. 15).
Part. IX. Section 2. On Diademodon (ebenda, p. 1030-1037,
Taf. LXXXIX). Diademodon n. g. aus der Cap-Colonie für D. tetra-
gonus n. sp. p. 1030, D. mastacus n. sp. p. 1035 und D. browni n.sp.
p. 1037, Taf. LXXXIX, fig. 14.
Batrachia.
(Siehe auch bei Reptilia p. 85-93).
Integument. R. Klemensiewicz, Ueber Entzündung und
Eiterung. Histologische Untersuchungen an der Amphibienhaut.
Jena 1894, 4°, 61 pagg., 4 Tafeln.
Ehrmann hat die Entwicklung des Pigmentes bei den Amphi-
bien, speciell bei den Urodelen studirt. Er unterscheidet originär
pigmentirte Eier, wie bei den Anuren (aber nicht allen! Ref.) und
Siredon und originär nicht pigmentirte (Triton eristatus, Salamandra
maculosa). An den ersteren sieht man sowohl bei den primären
Entwicklungsvorgängen wie bei der Keimblätterbildung, dass eine
Neubildung von Pigment nicht erfolgt, sondern das primäre Prigment
überall hingelangt; im anderen Falle ist nicht nur das Ei sondern
auch die weiteren Stadien bis zur Gastrula, die drei Keimblätter
und die ersten Organanlagen pigmentlos. Als erste pigmentbildende
Elemente treten spindelförmige Zellen auf, welche unter dem Ekto-
derm auftreten und in welchen sich das Pigment zwischen den
Dotterplättchen absondert, worauf sie Fortsätze ausbilden, in welchen
sich dasselbe anhäuft. Ganz gleiche Verhältnisse finden sich auch
bei den originär pigmentirten Eier auf gleichen Stadien; und nach
theilweiser Bildung des subepithelialen Pigment dringen auch Melano-
blasten in die Epidermis ein. — Centralbl. Physiol. 8. Bd. p. 2837—288.
Rabl hat ebenfalls die Herkunft des Pigmentes in der Haut
untersucht und zwar bei Salamandra maculosa. Nach ihm tritt
Pigment zuerst in flächenhaft ausgebreiteten Bindegewebszellen der
Cutis unter dem Epithel auf, welche keine Fortsätze in dasselbe
entsenden. In den Epithelzellen erscheint es unabhängig von dem
der Cutis nnd später als dieses. Verfasser beobachtete auch Wan-
derungen des Pigmentes in den Epithelzellen, indem es in den
ruhenden Zellen im Cuticularsaum sich vorfindet, vor Theilungs-
vorgängen nach innen wandert und erst, wenn der Kern in das
Ruhestadium getreten ist, sich wieder an die Oberfläche begiebt
und dort die bleibende Anordnung erhält. — Anat. Anz. 10. Bd.
p-. 12—17, fig.
C. Hasse, Die Entwicklung der Wirbelsäule. 4 Theile (Leipzig,
Zeitschr. wiss. Zool.) 1892—93, 8°, 57 pagg. 6 Tafeln (I. Triton
taeniatus, 11. Ungeschwänzte Amphibien etc.).
Osteologie und Myologie. Mitteilungen über das Fuss-
gewölbe in seinen Hauptmodificationen macht G. Tornier. Bei
in der Herpetologie im Jahre 1894. 151
den Batrachiern liegen die Metatarsalknochen noch alle in einer
Ebene, der ganze Fuss liegt völlig fach auf dem Boden auf. SB.
Ges. nat. Fr. Berlin 1894 p. 67—68, Fig. 1.
In seiner Studie über die Phylogenese der Zunge bemerkt
C. Gegenbaur, dass bei den Fischen die Zunge muskel- und
drüsenlos sei und nur die Einführung der Nahrung leite, während
bei den Batrachiern bereits im Epithel becherförmige Sinneszellen
und eine mit dem Leben auf dem Lande zusammenhängende, oft
mächtig entwickelte Drüsenmenge auftrete, die die Muskularisirung
der Zunge bedinge. P’roteus hat noch keine Drüsen. Der Eintritt
der neuen Leistung führt dann zur anatomischen Weiterbildung. —
Morph. Jahrb. Bd. 21, p.1—18, 5 figg. Referat in Zool, Centralbl.
I. p. 783.
Göppert hat die Kehlkopfmusculatur der Amphibien ver-
gleichend-anatomisch bearbeitet. Da die Arbeit viele Einzel-
angaben enthält, so sei auf das ausführliche Referat im Jahres-
bericht f. 1894 der Zool. Station in Neapel, (Vertebr. p. 227—228)
verwiesen. — Morpholog. Jahrb. 22. Bd. p. 1—78, 9 figg., T. I—1U.
Referat in Zool. Centralbl. II. p. 316.
Barfurth hat Experimente über die Regeneration überschüssiger
Gliedmassen bei Amphibien gemacht und kommt zu dem Schlusse,
dass es für das Ergebniss gleichgiltig sei, ob die Amputation quer
oder schräg vorgenommen wurde, dagegen nicht gleichgiltig, ob sie
mehr distal oder proximal vorgenommen wurde, da Abnormitäten
leichter entstehen, je höher (d. h. näher dem Schulter- oder Becken-
gürtel zu) die Amputation erfolgte, also je complirter die regenera-
tive Leistung ist. Künstlich lassen sich diese „superregenerativen
Bildungen durch complicirte Amputationen, wie sie von den Axo-
lotIn durch das gegenseitige Abbeissen der Beine ausgeführt werden,
hervorrufen. Wo die Regenerationskraft am stärksten ist (Triton,
Siredon), sind solche Bildungen am häufigsten, wo sie schwach ist,
(Rana) fehlen sie. Die Regeneration kann, wie dies auch in der
Öntogenie vorkommt, ganze überschüssige Extremitäten (Polymelia)
oder bloss Theile von solchen hervorrufen (Polydactylie, Meromelie),
so dass z.B. Phalangen, ganze Finger oder ganze Hände sich ver-
doppeln können. Die Regeneration einer 5 fingerigen Hand, die
beim Axolotl relativ häufig ist, wird als Atavismus (Rückkehr zur
ursprünglich normal 5 fingerigen Amphibienhand) betrachtet. Wenn
durch Superregeneration eine rudimentäre Nebenhand auftritt, so
kann dadurch Polydactylie vorgetäuscht werden. — Arch. f. Ent-
wicklungsmechanik I. Bd. p. 91—116, T. V. Referat in Zool.
Centralbl. I. p. 868.
Nervensystem. Von 0. S. Strong, The components of
cranial nerves of Amphibia findet sich ein Auszug in: Trans. New
York Acad. Sc. Bd. 12, 1892—93 p. 56—57.
Lundborg, hat "die Entwicklung der Hypophysis und des
Saceus vasculosus auch bei den Amphibien studirt. Zool. Jahrb,
Anat. VII. 1894. p. 667—687, figg., Tafel XL—XLI,
152 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Bawden, The nose and Jacobson’s Organ with Especial Refe-
rence to Amphibia. Enthält nach einer allgemeinen Einleitung Be-
schreibung der knorpligen Theile der Nase, des Nasenthränenganges
und der Drüsen, ferner der Innervation und Histologie des Epithels
bei Nase und Jacobson’schem Organ. Auch Phylogenie und Onto-
genie des letzteren wird behandelt. — Journ. Comp. Neur. Cin-
cinnati Vol. 4, 1894. p. 117—152, Taf. 5—12.
J. Bernheim, Die Innervation der Harnblase beim Frosch und
Salamander. — Arch. f. Anat. u. Phys. Abth. 1893. Suppl. Bd.
p. 11—28, 1 Tafel.
Urogenitalapparat. H.H.Field hat eine Arbeit über die Mor-
phologie der Harnblase bei den Batrachiern; die verschiedene Aus-
bildung lässt sich auf die Wirkung der Anpassung an gewisse ein-
schränkende Bedingungen, wobei die Reduktion der Körpersomiten die
Hauptrolle spielt, zurückführen. Die ontogenetische Entstehung konnte
bei Amblystoma maculatum (?), einigen Triton-Arten, Sulamandra utra
und maculosa, einigen Ranu-Arten, Bufo, Alytes obstelricans und
Bombinator igneus untersucht werden. Bei Triton alpestris entsteht
sie als solide Knospe an der hinteren Kloakenwand, wächst in die
Länge und wird dadurch, dass das am proximalen Theil vorhandene
Lumen hineinwächst, zu einem Rohr, welches erst bei Larven von
29 mm Länge zweizipflig wird. Verf. unterscheidet vier Haupt-
typen. 1. Blase langgestreckt, bei Proteus, Siren, Amphiuma,
manchen (rymnophionen und den unmittelbaren Ahnen derselben.
2. Die Blase ist sackförmig, ungetheilt (Amblystoma) — Anlage
wie beim ersten Typus. 3. Die Blase ist zweizipflig (Rana, Bufo,
Salamandra, Triton) -- durchläuft bei der Entwicklung die Stadien
1 und 2. 4. Die Blase ist paarig (Bombinator, Alytes), durchläuft
in ihrer Entwicklung die 3 vorher erwähnten Stadien. — Die
Harnblase der Amphibien wird mit der der Amnioten homolog
betrachtet und daher ist die der letzteren kein Produkt der Allantois.
— Bull. Soc. Zool. France Vol. 19 p. 20—22 (vorläuf. Mittheilung);
Morpholog. Arbeiten von G. Schwalbe, 4. Bd. p. 50—52, Taf. 1. —
Referat im Zool. Centralbl. I. p. 248.
Ontogenie. Holl, Ueber die Reifung der Eizelle bei den Am-
pbibien. — SB. Akad. Wiss. Wien, Math. Naturw. Cl. Bd. 102 pag.
J. P. Eismond, Ueber die Anlage der Keimblätter bei den
Amphibien. — Arb. Zootom. Laborat. Univ. Warschau Bd. 7, 2
pag. 9—31, 10 figg. (russ.).
O. Schultze sucht den Nachweis zu führen, dass ohne die
Wirkung der Schwerkraft eine Entwicklung des Eies der Batrachier
unmöglich ist, da die fortwährende Gleichgewichtslage des thierischen
Eies unter natürlichen Verhältnissen von jener abhängig sei. Verh.
Anat. Ges. 8. Vers. Strassburg i. E. 1894 p. 117—132. — Dem
widerspricht W. Roux ebenda p. 146—150.
F. Braem weist darauf hin, dass die experimentell nach-
gewiesene Wirkung des Druckes auf die Zelltheilung geeignet er-
scheint, den Verlauf der normalen Eifurchung in wesentlichen
in der Hervetologie im Jahre 1894. 153
Punkten zu erklären. Die wechselnde Stellung der Furchungs-
ebenen, die Furchungsfolge ist durch die im Ei vorhandenen Druck-
kräfte mit bedingt. — Biol. Centralbl. Bd. 14 p. 340-353, 5 fige.
Biologie. (S. auch Lönnberg p. 157). Unter den Thieren,
die zur Verbreitung der Süsswassermuscheln beiträgen, nennt
J. de Guerne auch Kröte und Molch. CR. Ssanc. Soc, Biol. (9)
Bd.5, 10. Juni 1893. 3 pp. 2 figg.
Eine kurze Notiz über britische Molche und Frösche im Winter
in gefrorenen Sümpfen bringt H. Bromley in Science-Gossip, N. 8.
Bd. 1 p. 43.
Faunistisches.
Europa. Köhnke nennt von Salzwedel Rana esculenta typ. und
var. ridibunda, R. temporaria, arvalis, Pelobaies, Bufo vulgaris und cala-
mita, Iyla, Molge eristata und vulgaris, von Zichtau, Salamandra. Bufo
eirichs fehlt, Bombinator igneus ist noch nicht nachgewiesen. —
Beitr. zur Rept.- u. Amph.-Fauna Salzwedels. Wissenschaftl. Bei-
gabe z. Jahresber. d. Kgl. Gymnas. z. Salzwedel Ostern 1893, 4°,
12p. — Ref. in Zeitschr. f. Naturw. (Halle) Bd. 66 p. 107.
E. Schulze und Fr. Borcherding bringen eine Fauna der
Reptilien und Batrachier Sachsens. Das Litteraturverzeichniss geht
bis auf das Jahr 1784 zurück. Aufgezählt und mit Diagnosen be-
schrieben werden die 5 Caudaten und (mit Ausnahme von Rana
ridibunda Pall.) die I2 Anuren des Gebietes mit ihren zahlreichen,
z. Th. neuen Fundorten. Mittheilungen über Lebensweise u. Laich-
geschäft finden sich bei Molge vulgaris, Pelobates, Bufo vulgaris und
Rana arvalis. Fauna Saxonica. Amphibia et Reptilia: Verzeichniss
der Lurche und Kriechthiere des Nordwestl. Deutschlands. Jena 1893,
8°, Batr. p. 1—47.
K. Knauthe verzeichnet Molge alpestris Laur. vom Zobten, der
Eule und dem zwischen beiden Gebirgsstöcken liegenden Hoch-
plateau, ARuna arvalis Nilss. vom Zobtener Halt, und Runa ugilis
Thomas von den Seewiesen bei Schlaupitz und aus Jentschwitz in
Mittelschlesien. — Zeitschr. f. Naturw. (Halle) Bd. 67 p. 119—122.
Nach K. Knauthe findet sich Rana esculenta L. var. ridibunda
Pall. in der Gegend von Schlaupitz, Preuss. Schlesien. NMolge hel-
vetica und Alytes obstetricans hat er im Zobtener Halt ausgesetzt. —
Zool. Garten 35. Jahrg. p. 286.
Aehnlich wie die Reptilien behandelt Fr. Dahl die Batrachier
Schleswig - Holstens [vergl. oben p. 94]. Verf. verzeichnet aus
Schleswig-Holstein Molge eristata Laur., M. alpestris Laur. von Wohl-
dorf, M. vulgaris L., Bufo vulgaris Laur., D. variabilis Pall. am Ost-
seestrande bei Niendorf, bei Dahme und Kiel, D. calamita Laur.
von Föhr, Sylt, Wohldorf, Niendorf u. Dahme, /’elolates von Meimers-
dorf bei Kiel, dem Eppendorfer Moor und von Ahrensburg, Bom-
binator igneus Laur. als sehr wahrscheinlich vorhanden, yla, Rana
esculenta L. typ., R. arvalıs Nilss. von Kiel und R, temporaria L. —
154 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Die Heimat (Schleswig-Holstein) 4. Jahrg. p. 49—60, 13fig. — Ref.
s. oben p. 713.
W. Evans bemerkt, dass von den 7 britischen Batrachiern 6 in
Edinburgh -District vorkommen, nämlich Rana temporarid, Bufo
vulgaris, Molge eristata, vulgaris, palmata. Das Vorkommen von
Bufo calamita in Schottland wird bestritten und Gründe dafür aus-
einandergesetzt. Angaben über Färbung, Maasse, Fundorte, Laich-
zeit werden gegeben, speciell aber wird der Häufigkeit und Ver-
breitung von Mo/ge palmata gedacht. Von letzterer Art wird ein &
von 88mm Totallänge erwähnt. — Proc. Roy. Phys. Soc. Edinburgh
1893/94 Vol. 12 p. 490 — 526.
L. W. Hinxman and W.E. Clarke fanden von Batrachiern
in der Landschaft West-Ross-Shire in N. W. Schottland nur drei
Batrachier (Rana temporaria, Bufo vulgaris, Molge palmata). Letztere
Art findet sich also noch auf 57!/,° N. Br. (Loch Coire nan Faradt,
Halbinsel Applecross; Strathcarron). — Ebenda p. 415.
G. Schweder verzeichnet in den „Wirbelthieren des Baltischen
Gouvernements“ folgende Batrachier mit genaueren Fundortsangaben
und den lettischen Namen: Hyla arbore« L. (noch zweifelhaft);
Rana fusca Rösel, arvalis Nilss., esculenta L., Pelobates fuscus Laur.,
Bombinator igneus Laur., Bufo calamita Laur., einereus Merr., vir-
dis Laur., Triton ceristatus Laur. und t«eniatus Schn. (K. B. Naturf.
Ver. Riga XXXVII. 1894 p. 28—29).
A. Schiöttz macht Mittheilungen über das Leben der spanischen
Batrachier im Herbste.. Um Cadix finden sich Rana hispaniolensis
Mich. der auch brackische Gewässer an der Küste bewohnt
(wie R. esculenta ridibunda auf Santa Maura, Jonische Inseln. —
Ref.) und zweimal laicht, Discoglossrs pietus Otth, der häufige Pelo-
bates cultripes Tsch., Bufo calamita Laur. und palmarum Schinz,
Hyla, Pelodytes punetatus und Alytes obstetricans Laur. Quappen
von Pelobates massen l4cm. In Nordspanien sind die häufigsten
Arten Runa temporaria und Alytes; auch Discoglossus findet sich
stellenweise. — Zool. Garten 34. Jahrg. (1893) p. 26—28.
J. de Bedriaga giebt Zusätze zu seinen Arbeiten über die
portugiesischen Batrachier, indem er neue Fundorte für Rana escu-
lenta var. hispanica Michah., R. iberica Blngr., Bufo vulgaris und
calamita Laur., Iyla arborea v. meridionalis Bttgr., Pelodytes pun-
ctatus Daud., Alytes obstetricans v. boscai Lat., A. cisternasi Boscäa,
Salamandıa maculosa var. molleri Bedr., Chioglossa lusitanica Boc.,
Molge marmorata Latr., waltlii Michah. und boscai Lat. aufzählt,
auf die Grösse (141mm) des Bufo vulgaris von Gerez aufmerksam
macht und viele Larven, z.B. die von Hyla arborea v. molleri Bedr.,
Pelobates cultripes Cuv., Pelodytes punctatus Daud. und Discoglossus
pictus Otth beschreibt. Weitere Mittheilungen beziehen sich auf
die Schwanzform der Larven von Pelobates und Pelodytes, die Verf.
erst als Unterscheidungsmerkmale zweiten Ranges bezeichnet u.
auf eine Kritik neuerer Arbeiten von Barboza du Bocage und Betten-
court Ferreira. Er hält seine Zweifel über das Vorkommen von
in der Herpetologie im Jahre 1894. 155
Molge palmata auf der Pyrenaeenhalbinsel aufrecht und bestreitet
[mit Recht. — Ref.] das Vorkommen von M. usconüi, giebt aber
zu, dass Molge, Pleurodeles und Euproctus vielleicht nach der Art
der Begattung zu trennen sind, eine Beobachtung, die Verf. übrigens
mit Recht als sein Verdienst in Anspruch nimmt. Istituto, Coimbra
1893. Sep. Abdr. p. 1-24.
OÖ. Schneider fand in San Remo, Ober-Italien, Bufo vulgaris
Laur. und Ayla meridionalis Bttgr. — San Remo und seine '[hier-
welt im Winter in: Abh. Ges. Isis Dresden 1893, No. 1 p. 29.
Arrigoni degliOddi kennt aus dem Gebiete von Padua folgende
Batrachier p.32: Hyla arborca L., Rana esculenta L. (bis 350 g.
schwer) p. 33, R. agılis und lalastii Blngr. (gemein, werden aber
nicht gegessen; R. muta fehlt), Dombinator igneus Laur. (gemein);
Pelobates fuscus Laur. (selten); Dufo vulgaris und viridis Laur.
(gemein), Sulumandra maculosa Laur. (nicht häufig, aber allgemein
verbreitet), S. atra Laur. (Euganeen?), Triton cristatus Laur. (P’etro-
ponia nigra ist ein Nigrino dieser Art); 7. alpestris (Monte Rua,
Euganeen); T. taeniatus Schn. — Atti Soc. Venet. Trent Padova 1895.
Von den Jonischen Inseln erwähnt W erner folgende Batrachier:
Rana esculenta L. var. ridibunda Pall. (auf allen Inseln bis auf
Ithaka angetroffen); Bufo vulgaris Laur. (Sta. Maura), B. viridis
Laur. (Cephallonia), Ayla arborea L. (auf allen Inseln bis auf Ithaka
angetroffen); Molge vulgaris L. var. meridionalis Blngr. (Corfu, Sta.
Maura). — Verh. Zool. bot. Ges. Wien XLIV. Bd. 1894 p. 234— 236.
Asien. M.G.Peracca zählt aus Dr. E. Festa’s Ausbeute in
Syrien 5 Arten Batrachier auf, nämlich 4 Anuren und 1 Urodelen,
Rana esculenta L. var. ridibunda Pall., Bufo viridis Laur., Hyla arborea
L. subsp. savignyi Aud. Pelobates syriacus Bttgr., und Salamandra
maculosa Laur., sämmtlich mit genauen Fundortangaben. — Boll.
Mus. Zool. Torino Bd. 9 No. 167 p. 17—18.
Th. Barrois hat in den Seen von Nord-Syrien nur zwei
Batrachier-Arten (Rana esculenta und Bufo vulgaris) gefunden. —
Rev. Biol. N. France 1894 p. 249—311.
Boettger erwähnt Rana tigrina Daud. und ‚herohyla inornata
Blngr. von Bangkok, Siam, desgleichen /chthyophis glutinosus L. —
Zool. Anz. 16. Jahrg. (1893) p. 430.
Boettger nennt in seinen „Materialien zur herpetologischen
Fauna von China II* von Hainan (\wyglossus lima Tsch., Rana
limnocharis Wgm., Ar. guentheri Blngr. (neu für die Insel), macro-
dactyla (Gthr.), tigrina Daud., Rhacophorus leucomystax (Gravh.),
Bufo melanostietus Schn,, Hyla arborea (L.) v. savignyi Aud.; von
Hongkong Rana limnocharis Wem., guentheri Blngr., macrodactyla
(Gthr.), tigrina Daud., Rhacophorus leucomystax (Gravh.), Mierchyla
ornata (DB) und pwlchra (Hall.) und Bufo melanostictus Schneid.;
von Ost-China Kana esculenta L. v. nıgromaculata Hall., R. limno-
charis Wiegm. und plancyi Latr. (alle 3 von Hankow), dieselben
Rana-Arten wie von Hankow (excl. lömnocharis, aber incl. japonica
156 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Blngr.) sowie 4. arborea (L.) v. immaculata Bttgr., ferner MH. chi-
nensis Gthr. und Leptobrachium monticola Gthr. (nach Boulenger L.
boettgeri n. sp.) vom Lüshan-Gebirge bei Kiukiang, schliesslich die-
selben Ran«-Arten wie von Hankow und Kiukiang, nebst Bufo
vulgaris Laur. von Shanghai u. Umgebung, schliesslich Rana amu-
rensis Blngr., martensi Blngr., japonica Bingr., esculenta v. nigro-
maculata Hall., planeyr Lat. und ein neuer Rhacophorus (s. Ranidae),
sowie Microhyla ornata (DB.), Bufo vulgaris Laur. u. Ayla chinensis
Gthr. von Ningpo u. Umgebung. — Ber. Senckenberg. naturf. Ges.
1894 p. 129 — 152.
A. Fritze fand auf der Liu-kiu-Insel Okinawa die folgenden
Batrachier: Rana limnocharis Wiegm., Rhacophorus viridis Hall.,
Molge pyrrhogastra Boie var. ensicaudata Hall. Nicht gefunden
wurden R. holsti Blngr., macropus Blngr., Ixalus Japemacus Halt.
Mierohyla fissipes Blngr., T'ylotriton andersonii Bingr., welche, die
Batrachierfauna der Insel vervollständigen. — Zoo! Jahrb. Syst.
VII 1894 p. 865—866.
E. Bartlett hat Bemerkungen über die Batrachier Borneos
und der benachbarten Inseln (Sarawak Gazette, Dec. 1, 1894), welche
dem Ref. nicht vorgelegen haben.
Boettger erwähnt von Java 10 Batrachier, welche alle schon
von dieser Insel wohl bekannt sind; herv orgehoben möge nur Rana
mierodisca Bttgr. von Tjibodas werden, welche auf Taf. V fig. 2a—d
abgebildet ist. — Semon, Zool. Forsch. Australien V. 1 1894 p. 113
bis 114.
F. Müller hat die von den Vettern Sarasin auf Celebes ge-
sammelten Batrachier bearbeitet. Es sind die folgenden: p. 839
Jtana tigrina Daud. (Kema), R. microdisca Bitter. (Boelaw a-Gebirge,
1200 m), p. 840 R. chaleonota Schleg. (Kema und Bona- Thal), Rhaco-
phorus leucomystax Gvavh. (Kema), p. 341 Callula baleata Gthr.
(Kema, nährt sich von Ameisen), p. 842 Bufo celebensis Gthr. und
2 nn. spp. (S. Ranidue, Engystomatidae). — Verh, naturf. Ges. Basel
Bd. X 2. 1894 p 839—842.
Boulenger erwähnt als Batrachier der Ausbeute von Dr. E.
Modigliani auf Sereinu (Sipora), Mentawei-Inseln: Oxyglossus laevis
Gthr., Rana kuhlii DB., macrodon DB., microdisca Bttgr., nico-
bariensis Stol., labialis Bingr., Rhacophorus appendiculatus Gthr.,
pardalis Gthr., Phrynella Pulchra Blner., Calophrynus punctatus Ptrs.,
Nectophryne guentheri Blngr., Ichthyophis glutinosus L. — Ann. Mus.
Genova, Serie 2a, Vol. xIV (XXI) 1894 p. 616—618.
Bouleng er erwähnt von Palawan und Balabac folgende Ba-
trachier: Oxyglossus laevis Gthr. (B.), Rana maer il DE. (PB, «B3),
glandulosa Blenr. (P.), Staurois natator Gthr. (= Ixalus nubilus
Mocq. 1890) (P.); Rhacophor us leucomystax Gravh. (P., nach Mocquard
1890), macrotis Blngr. (P., B.), Bufo philippinieus Blngr. (P., B.),
Leptobrachium hasselti Tsch. (P.), Megalophrys montana Kuhl (Pi) BA
sowie 4 nn. sp. (s. Ranidae). — Ann. Mag. N. H. (6) XIV 1894
p- 85—89,
in der Herpetologie im Jahre 1894, 157
Australien. J. J. Fletcher bringt Beiträge zu einer genaueren
Kenntniss der geographischen Verbreitung der australischen Batrachier.
Er stellt die Fauna von verschiedenen Fundorten die zu 4 Gebieten
(I. Küstengebiet von N. S. Wales, II. Nördliches Tafelland, III. Süd-
liches Tafelland, IV. Ebenen) gehören zusammen und knüpft daran
Bemerkungen über die Verbreitung einzelner Arten, über den Ein-
fluss des periodischen Eintrocknens der Flüsse u.s. w. — Proc. Linn.
Soe. N. S. Wales VII 1894 p. 524—533. — Ref. in Zool. Centralbl.
HR pr: 92.
Boettger zählt von Burnett-River-District, Queensland folgende
von Semon gesammelte Batrachier auf mit Bemerkungen über Färbung
und morphologische Merkmale: ZLimnodynastes salmini Stdehr., or-
natus (Gray), Hyperolia marmorata (Gray), Chtroleptes australis (Gray),
Pseudophryne bibroni Gthr., Hyla coerulea (White), peroni (Tsch.),
rubella Gray, lesueuri DB., Aylella bicolor (Gray) ferner von Thurs-
day-Island, Torresstrasse als erste von dort bekannte Anuren-Art:
Limnodynastes ornatus (Gray), von 8.0. Neuguinea Rana papua
Less., Ayla dolichopsis Gope, congenitu Ptrs. & Doria, Batrachopsis
melanopyga (Doria) und eine n. sp. (s. Hylidae). — Semon, Zool.
Forsch. Australien V. 1. 1894 p. 109—112, Taf. V, fig. 1a—Üd.
Afrika. Werner erwähnt von Östalgerien Rana esculenta L.
var. ridibunda Pall. (von Philippeville bis Tuggurth), Bufv veridis
Laur. (Mraier, Tuggurth); B. mauritunicus Schleg. (Batna, Philippe-
ville, Biskra; fehlt südlich von Biskra und wird durch vorige Art
ersetzt); Discoglossus pictus Otth (Biskra, Lambesa). — Verh, Zool.
bot. Ges. Wien 1894, XLIV p. 86—87.
Boettger erwähnt von Dr. Fleck’s Reiseausbeute aus Deutsch-
Südwestafrika die drei Batrachier Rana delalandii (Tsch.), R. ad-
spersa (Isch.) und Aenopus laevis (Daud.). — Ber. Senckenberg.
naturf. Ges. 1894 p. 93.
Günther zählt die von Dr. Gregory auf seiner Expedition zum
Kenia gesammelten Batrachier auf; es sind die folgenden: Bufo
regularis Ros., Rana mascareniensis DB., galamensis DB., Pyxi-
cephalus delalandii Tsch., Chiromanti: petersii Blngr., Phrynomantis
bifasciata Smith, Rappia concolor Hall., Megalixalus Fornasinii Bianc.,
Dermophis thomensis Boc. (= D. gregoryi Blngr.).
Amerika. S. Garman nennt von Kentucky p. 36 Rana pipiens
p- 37 R. clamitans (Osten), R. cutesbiana (Westen), Bufo lentiginosus,
Acris gryllus(Westen), Chorophilus triseriatus(Nortonville, Westen), //yla
versicolor, Diemyctylus nuiniatus, Desmognathus fuscus (Osten), p. 38
Spelerpes longicaudus, Plethodon glutinosus, erytlnonotus {Louisville;
gemein beiHopkinsville), Ambiystoma tigrinum (Russellville), A. punc-
tatum (Rock Creek, Whitley Station) und als fraglich Amphiuma
means. Auch hier wie bei den Reptilien giebt der Verf. die volks-
thümlichen Namen der Arten. — Bull. Essex Inst. XXVI 1894.
E. Lönnberg erwähnt aus Florida folgende von ihm ge-
sammelte Batrachier: Manculus qguadridigitatus Holbr. p. 337, (Clar-
kona, Lake St. John, Fern Creek bei Orlando, Orange County; in
158 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Bewegung, Färbung und Lebensweise ähnlich ZLiolepisma laterale);
Desmognathus auriculata Holbr. (Lake Jessup, Orange Co., neu für
Florida); Diemyetylus viridescens Raf. (Larven in einem Sumpf
zwischen Oakland und Lake St. John gesammelt); Amphiuma means
Gard. (Oviedo, Apopka, Orlando, nicht selten); Seren lacertina L.
p. 338 (Lake Apopka); Bufo lentiginosus Shaw (gemeinste Art der
Gattung in Florida); B. querceicus Holbr. (Oakland, Orange Co.;
Kissimmee, Osceola Co.; Hillsboro County) relativ sehr lebhaft; in
den erwähnten Orten an den verschiedensten Stellen, auch bei
hellstem Sonnenschein, besonders aber nach Regen); Engystoma
carolinense Holbr. (nicht häufig; bei Clarkona und bei Lake Jessup);
Aeris gryllus Lec. (gemein an Sümpfen in S. Florida: Färbung be-
schrieben), Ayla femoralis Latr. p. 339 (Orange County: Nadel-
wälder); A. catesbyana Shaw (sehr häufig in S. Florida in Sümpfen
u. dergl., liebt stehendes Wasser mit schlammigem Grund) (wohl
R. grylio Stejn. — Ref.); R. pipiens Schreb. (gemeinste Art von
Fröschen in S. Florida; grosses Farbenwechselvermögen von grün
zu braun); ARana elamata Daud. (gemein an einigen Sümpfen und
kleinen Seen in Orange County, schwer zu fangen); Aana aesopus
Cope (Ozona, Hillsboro Co., Clarkona und Lake Jessup, Oranje Co.).
— Proc. U. S. Nat. Mus. 1894 p. 337—339.
Cope zählt folgende Batrachier auf, welche von der west-
indischen Expedition der Pennsylvania-Universität auf den Bahamas
u. a. Inseln Westindiens gesammelt wurden. Auf New Providence
(p. 429) Trachycephalus septentrionalis Tsch., auf Jamaica (p. 437),
Bufo agua Daud., Hylodes martinicensis DB., Lithodytes lentus Cope,
auf Grand Cayman (p. 441) Trachycephalus septentrionalis Tsch. —
Proc. Acad. Philad. 1894.
A. Duges erwähnt aus Chiapas und Tabasco, Mexico, die
folgenden von J. N. Rovirosa gesammelten Betrachier mit Angabe
der einheimischen - Namen: Oedipus rufescens Cope (Iztacomitan,
Chiapas), Spelerpes mexicanus DB. (Tabasco), Bufo marinus L.
(Tabasco; auch Guadalajara, Michoacan u. s. w.), B. canaliferus Cope
(Cerro de Valtierra, Chiapas; auch Orizaba), Rhinophrynus dorsalis
DB. (Tabasco), ?Hyla miotympanum Cope (Macuspana), Smili sca
Baudini (DB.) (San Diego, Macuspana, S. Juan Bautista), Lepto-
dactylus melanonotus Hall. (Macuspana), /.. echinatus Brocchi (Ma-
cuspana), Dermophis mexicanus (DB ) (Tabasco, auch Yuacatan und
Ttlacotalpam). — Naturaleza (Mexico) (2) II. 1894 p. 377,
Cope verzeichnet in einer zweiten Liste von Reptilien und
Batrachiern aus Costa Rica folgende Batrachier: p. 359 Oedipus
variegatus Gray (Buenos Ayres), Bufo marinus L. (Lagarto, Buenos
Ayres), haematiticus Cope (Buenos Ayres, Rio Grande), Ayla gabbii
Cope (Buenos Ayres, Lagarto), nigripes Cope (Buenos Ayres), Liohyla
runoides Cope (Buenos Ayres, Terraba), Lithodytes rhodopis Cope
(Buenos Ayres), p. 340 Atelopus varius Stannius (Palmar), Dendro-
bates tinctorius sulsp. auratus Gir. (Buenos Ayres) ausserdem In. g.,
in der Herpetologie im Jahre 1894. 159
3 nn. spp., 1 n. subsp. s. Plethodontinae, Cystignathidae, Dendro-
batidue. — Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI. 1894 p. 334—340.
R. P. Mole und F. W. Ulrich nennen von Trinidad 12 Batra-
chier, nämlich Prostherapis trinitatis Garm., Engystoma ovale Schneid.
(neu für die Insel) ZLeptodactylus longirostris Blngr., pentadactylus
Laur. (neu f. d. I.), iyphonius Daud. und caliginosus Girard; Kupem-
phix trinitatis Blngr., Bufo marinus L., Hyla erepitans Wied,
coriaced Ptrs. und Phyllomedusa burmeisteri Blngr. (neu f. d. I.),
sowie eine n. sp., die von Boettger beschrieben ist (s. Cystignathidae).
-— Journ. Trinidad Field Nat. Club. Vol. II. No.3, 1894 p. 7 —%0.
Werner erwähnt aus Blumenau, Prov. Sta. Oatarina, Brasilien,
ausser 2 nn. spp. (s. Hylidae) noch Hyla faber Wied, mesophaea
Hens., nasica Cope, Phyllomedusa ‚Jheringii Blngr., Leptodactylus
ocellatus L. und Gaudichaudi DB., Bufo marinus L. — Zool. Anz.
1894 p. 413.
Ecaudata (Anura, Salientia).
A.M. Marshall. The Frog; An Introduction to Anatomy,
Histology and Embryology ; 5. Edit. Manchester u.London, 150 p., fige.
J. Anders berichtet über das Auftreten von Wanderzellen in
der überlebenden, geätzten Hornhaut des Frosches. — Dissert.
Greifswald, 45 p. (nicht gesehen. — Ref.).
Eine Arbeit von J. Nusbaum „Zur Entwickelungsgeschichte der
embryonalen Gefässendothelien und der Blutkörperchen bei den
Anuren (Rana temporaria)“, (in polnischer Sprache geschrieben),
wird später referirt werden. — Abh. Akad. Krakau 22. Bd.
G. Behrends. Ueber Hornzähne. — Nova Acta Acad. Leop.
Carol. Bd. 58 mit Taf. 15—16.
Gaupp, E. Beiträge zur Morphologie des Schädels. 2. Das
Hyo-Branchial-Skelet der Anuren und seine Umwandlung. — Morph.
Arb. v. G. Schwalbe 3. Bd. p. 399—438, fig., T. XVIII- XIX. (Ausf.
Referat in Jahresber. Zool. Stat. Neapel f. 1894, Vertebr. p. 147, 157).
F. Maurer hat die Entwickelung der Rumpfmuskulatur bei
Anuren (speziell bei Rana) untersucht, erwähnt auch Eigenthümlich-
keiten der Muskulatur bei Daczylethra, Ceratophrys und Dombinator
und vergleicht seine Befunde mit den früher bei Urodelen gefundenen.
— Morpholog. Jahrb. 22. Bd., p. 225—262. — Ausf. Referat in
Jahresb. f. 1894 d. Zool. Stat. Neapel, Vertebr. p. 157—158 u. Zool.
Centralbl. II p. 435.
C. J. Eberth behandelt die Sarkolyse der Schwanzmuskeln
der Larve von Rana temporaria und Pelobates. — Festschr. Fakult.
Univ. Halle Berlin, 4 p. Fig. Taf.
In einer Notiz über Abhängigkeit des Muskelwachsthums vom
Nervenverlauf bespricht M. Nussbaum auch die einschlägigen Ver-
hältnisse beim Frosch und bei der Froschlarve. — Verh. anat. Ges.
8. Vers. Strassburg i. E. 1894 p. 179—181.
160 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Die Arbeit von Catherine Schepiloff über das 8. Gehirn-
Bye und die Funktion des Gehirns und des Rückenmarks
bei den Fröschen ist dem Ref. nicht zugänglich gewesen. — Arch.
Sc. Nat. Geneve (3) XXXIl 1894 p. 174182, Taf.l.
Jacques untersuchte die Nerven des Herzens beim Frosch
(und Hund), nach der Golgi’schen und Ehrlich’schen Methode. —
Journ. Anat. Phys. Paris 30. Annee p. 622—648, T. 17—19.
H. De Stella bringt Beiträge zur Histologie des Frosch-Nerven-
systems. Es sind bei der erwachsenen Rana um den Rückenmarks-
kanal ausser Ependymzellen, welche den embryonalen Elementen
sehr ähnlich sind, noch zwei Arten von Neurogliazellen, von denen
die eine sehr wenig vom ÜCentralrand entfernt liegt, aber sehr den
spindelförmigen Ependymzellen gleicht, während die der zweiten
Art typische Spinnenzellen sind. Anastomosenbildung der Ganglien-
zellen unter einander wurde nie beobachtet. — Ann. Soc. Med.
Gand 60. Annee p. 237—245, Taf.
E. Fleischl v. Marxow, „Über den Bau der sogen. Schilddrüse
des Frosches“ in dessen Gesamm. Abh. Leipzig 1893, 8°.
Giglio-Tos findet bei den Larven von Pelobates fuscus und
Rana esculenta ein Diaphragma, welches dem Säugethiere homolog
ist, und bei den letzteren ein Stadium durchläuft, wo es ganz die-
selbe Lage hat wie bei den Amphibienlarven; seine spätere Ent-
wickelung bei den Säugern hängt mit der Entwickelung einer
Brusthöhle zusammen und auch seine Betheiligung an der Athmung
ist eine sekundäre Anpassung. Bei der 1 Metamorphose bildet sich
das Diaphragma grösstentheils zurück. — Atti R. Acc. Sc. Torino
Vol.XXIX p.1—12 und: Boll. Mus. Torino IX No. 166. Referat
in: Zool. Centralbl. II p. 315.
V. Aducco. Sur un pigment de la bile du Crapaud. — Arch.
Ital. Biol. Bd. 19 p. 98—104 (Giorn. R. Accad. Medic. Torino).
S. Druebin behandelt in einer Arbeit über Blutplättchen auch
die des Frosches, Jurjew, E. J. Karow 1893, 8°, 63 p.; eine andere
ist den Blutkörperchen und Blutplättchen des Frosches gewidmet. —
Arch. f. Anat. u. Phys., Phys. Abth. Suppl. Bd. 1893 p. 211—216.
L. Mayer, Die Blutgefässe in der Membrana hyaloidea des
Froschauges. Eine literarische Skizze in: Lotos, Jahrb. f. Naturw.
(Prag) Bd. 42 (10 p.).
E. W. Mac Bride behandelt die Entwickelung des Oviducts
beim Frosch. — Proc. Cambridge Philos. Soc. Bd. 7 p. 148—151.
W. Roux berichtet in einer Mittheilung über den „0y totropismus
der Furchungszellen des Grasfrosches (Rana fusc«)*, dass viele
isolirte Furchungszellen der Morula oder Blastula, welche in filtrirtem
Hühnereiweiss oder in halbpercentiger Kochsalzlösung oder einer
Mischung beider liegen, eine Grösse von 20—100 « und einen
Abstand von einem halben bis höchstens ganzen Zelldurchmesser
voneinander haben, sich in der Richtung ihrer mittleren Verbindungs-
linie bis zur Berührung nähern. Die Einzelheiten über diese
in der Herpetologie im Jahre 1894, 161
interessante active Bewegungsthätigkeit von Zellen, welche als Cyto-
tropismus bezeichnet wird und auf welche auch die Copulation der
Infusorien zurückgeführt wird, müssen im Original oder wenigstens
in dem eingehenden Referat im Jahresbericht f. 1894 der Zool. Stat.
Neapel, Vertebr. p.55—56 nachgelesen werden. — Archiv f. Ent-
wickelungsmechanik I. Bd. p. 43-68, 161—202, 3 fig., Taf. I—IIl.
Vorläuf. Mittheilung in: Verh. Ges. D. Naturf. Aerzte, 65. Vers.,
2. Theil 2. Hälfte, p. 404—405.
W.Roux bringt einen Aufsatz, in dem er genaue Angaben
über seine „Methoden zur Erzeugung halber Froschembryonen und
zum Nachweis der Beziehung der ersten Furchungsebenen des
Froscheies zur Medianebene des Embryo“ macht. — Anat. Anz. IX
1894 p. 248 — 262, 265—283.
T. H. Morgan & U. Tsuda bringen eine Arbeit über die
Orientirung des Frosch-Eies. Die weniger pigmentirte Hälfte des
Eies zeigt eine rapidere Entwickelung und hier erscheint auch der
Blastoporus, nur wenig von der Gruppe grosser Zellen um den
unteren Pol entfernt. Der Embryo bedeckt, wenn er zuerst am Ei
angedeutet ist, vor dem Blastoporus ungefähr ein Drittel des Ei-
umfanges. Auch Experimente mit verletzten Eiern werden erwähnt.
— Quaaterly Journ. Mier. Sc. Bd. 35 p. 375-405, 2 Taf.
Eine Mittheilung über die embryonale Entwickelung und nament-
lich über den Process der Concrescenz im Froschei macht T.
H. Morgan. The formation of the Embryo of the frog. — Anat.
Anz. 8. Bd. 1894 p. 697—705, 2 fig.
J.H. Morgan, Notes on the breeding habits and embryology
of frogs. — Internat. Journ. Mier. London 1892/93 (3) Bd. 3 p. 385
bis 393.
Von Borns „Druckversuchen an Froscheiern* (vergl. Ber. f.
1893 p. 127) ist ein Auszug in: Journ. R. Micr. Soc. London 1894
p. 34--35, erschienen.
E. Bataillon hat anatomische und experimentelle Unter-
suchungen über die Verwandlung der Anuren. — Paris, 9. Masson
1893, 8°, 127 p. figg., 6 Tafeln.
F. Lataste erklärt die Versuche von Heron-Royer über
Bastarderzeugung bei anuren Batrachiern (s. Ber. f. 1883 p. 425) für
nicht einwandfrei und glaubt, dass der Autor recht wohl das Opfer
eines Irrthums oder ihm bei seinen Versuchen gespielten schlechten
Streiches gewesen sein kann. — Act. Soc. Scientif. Chili Bd. 2 Proc.
Verb. p. 154, Anm.
A. Marcacci behandelt die Asphyxie bei den kaltblütigen
Thieren. Bei Rana ist nur die Lungenathmung von wirklicher Be-
deutung für die Erhaltung des Lebens. Die Mund- und Rachen-
höhle stellen einen respiratorischen Vorraum dar; durch Bewegungen
der Zungenbeingegend kann ein lungenloser Frosch noch lange leben.
Die Wirkungen der Asphyxie können durch künstliche Athmung
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. al
162 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
aufgehoben werden. — Atti Soc. Tosc. Sc. Nat. Pisa, Mem. Bd. 13
p. 322-356. — Auch separat bei J. Nistri, Pisa 1893, 8°, 37 p.
A. Pugliese, Sur l’action meth&moglovinigene du venin du
Crapaud. — Arch. ital. Biol. XXII 1894 p. 79—88 (französ. Resume
einer Arbeit, die in Arch. di farmacologia e terapeutica II 1894 und
Atti Ace. fisiocrit. Siena (4) VI 1894 p. 291 erschienen ist. — nach
Boulenger, Rec. f. 1894 p. 13).
v. Lendenfeld bringt neue Mittheilungen über den Einfluss
meteorologischer Verhältnisse auf den Laubfrosch (Ayla arborea)
(vergl. Zool. Anz. XVI p. 475—477). Das Experiment wurde in
der Weise ausgeführt, dass das aus Drahtnetz hergestellte (je I m
breite und lange, 2m hohe) Froschhaus mit 20 Sprossen versehen
wurde, welche in der Entfernung von 10 zu 10cm überein an-
gebracht wurden. Die Ablesung der Zahl der auf jeder Sprosse
sitzenden Laubfrösche wurde von 6h.a.m. bis 10h. p. m. alle 2 Stunden
ausgeführt, diese Zahl mit der Nummer (1—20) der Sprossen multi-
plieirt, die Resultate addirt und durch die Gesammtzahl der gleich-
zeitig vorhandenen Frösche dividirt, um aequivalente Werte zu er-
halten. Diese Werte wurden zur Zeichnung der Froschcurve be-
nutzt und ausserdem die Berechnungen der Mittelwerte zu Grunde
gelegt. Die Vergleichung der Tagesmittel der Froscheurve mit den
entsprechend dargestellten Luftdruck-, Feuchtigkeits-, Regen- und
Gewitterzeichnungen ergab, dass ein Zusammenhang des Auf- und
Absteigens der Frösche mit den Veränderungen des Luftdrucks, der
Luftfeuchtigkeit und mit dem Regen nicht zu bemerken war, dass
bei Gewitter die Frösche eher hinauf- als abwärtssteigen, dass sie
aber täglich Abends aufwärts, des Morgens herabsteigen, vermuth-
lich in Zusammenhang mit einer ähnlichen Bewegung der ihnen
zur Nahrung dienenden Insekten. — Zool. Anz. XVII p. 387—3%.
A. Dutartre, Sur la coloration de la peau chez la grenouille
(mouvements et formation des chromatophores noirs). Die Chro-
matophoren werden auf zweierlei Art erregt, einmal direct durch
Licht- und Wärmestrahlen, dann aber auch indirect, indem das
Centralnervensystem von Auge aus erregt wird. Diese nervöse
Erregung setzt sich, ohne das Rückenmark passiren zu müssen,
durch das systematische System bis in die Chromatophoren fest,
wobei die Ganglien dieses Systems als Centra 2. Ordnung dienen. —
Ass. Franc. Avanc. Scienc. 22. sess. Besancon 1893 p. 252. — Referat
von Zacher in: Zool. Garten 35. Jahrg. p. 157.
Mittheilung über schmarotzende Würmer aus der Gattung
‚Angiostomum Dej. in der Pleuralhöhle oder der Lunge von Anguis.
Rana esculenta und temporaria, Bufo vulgaris u. viridis, Pelobates
und Bombinator igneus macht M. Stossich. — Boll. Soc. Adriat.
Sc. Nat. Bd. 14, 1893.
A. Looss. Die Distomen unserer Fische und Frösche in:
Bibliotheca Zoologica (Leuckart & Chun) Heft 16, Lief. 1—3, p.1
— 224, 7 Tafeln.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 163
Ranidae.
Rana catesbyana Shaw (mugiens autt.); abnorme Wirbelsäule
mit Complexen von 1!/,, 2, 2!/; verschmolzenen Wirbeln (und
zwar 8, aber merkwürdig vertheilten Querfortsätzen nebst Wirbel-
asymmetrien bei R. esculenta) beschrieben von Benham, Proc. Zool.
Soc. London 1894 p. 477—481, T.XXXI.
F. Maurer beschreibt glatte Muskelzellen aus der Cutis von
Rana temporaria und esculenta, die unabhängig von Drüsenanlagen
als Gebilde des Ectoderms anzusehen sind. — Morpholog. Jahrb.
21..Bd. p. 152.
Bethe hat die Innervation des Gaumens und der Zunge bei
Rana mit Hilfe einer etwas veränderten Methylenblaufärbung unter-
sucht und giebt die Resultate im Arch. f. Mikr. Anat. 44. Bd. p. 185
—206, T. XII—XII. — Ausf. Ref. im Zool. Jahresb. Neapel f.
1894 p. 201— 202.
N. Löwenthal fand bei Rana im Bauchsympathicus nebst den
Ganglienzellen eigenthümliche Zellen von verschiedener Grösse und
Gestalt, mit einer Kapsel umgeben in der stark abgeplattete Kerne
liegen und welche bis zum Übergang in das Perinearium dickerer
Nervenstämme verfolgt werden kann. Die Gebilde stehen in enger
Beziehung zu den Nervenfasern. — Internat. Monatsschr. Anat.
Physiol. XI. Bd. p. 423—425, Taf. 19,
R. Marchesini. Jl decorso delle vie psicomotorie nella Rana.
— Boll. Soc. Romana Stud. Zool. Bd.2 mit Taf. 2—3.
K. L. Schäfer hat die Entwicklung der Bogengänge bei
Larven von Rana temporaria verfolgt. Es bildet sich zuerst eine
taschenförmige Ausstülpung, aus der zuerst der horizontale, dann
der vordere verticale und erst später der hintere Gang (dagegen
entsteht nach Krause bei Säugern der horizontale Bogengang zu-
letzt). — Naturw. Wochenschr. 1894 No. 21 p. 253.
R. Altmann hat in seinen „Elementarorganismen und ihre
Beziehungen zu den Zellen“, 2. verm. Aufl. Leipzig 1894 (1893), 8°,
7, 160 p., 34 Tafeln 9 fig. auch ein Kapitel über die Leber von
Rana esculenta.
Jourdain hat die Umwandlung der Aortenbögen bei Rana
untersucht. — CR. Tome 119 p. 98—100; Ann. Mag. N.H. (6) XIV,
p. 234—236. Ausf. Referat in: Jahresb. Zool. Stat. Neapel f. 1894,
p. 232 —233 und Zool. Centralbl. II p. 121.
0.C. Farrington, The Nephrostomes of Rana. — Trans. Con-
necticut Acad. Bd. 8 p. 309—314, 1 Taf.
Steinach hat Untersuchungen über die vergleichende Physio-
logie der männlichen Geschlechtsdrüsen, insbesondere der accesso-
rischen, bei Rana (vorwiegend temporaria). Nach ihm ist der Ge-
schlechtstrieb in keiner Weise von den Samenbläschen und deren
Füllungszustand abhängig oder auch nur im Zusammenhang damit. Ein
gewisser Grad von Geschlechtstrieb zeigt sich auch nach der Castra-
tion während der Brunstzeit. Es existirt also ein vor der Brunst er-
11%
164 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
wachender, von den samenbereitenden Organen unabhänger Ge-
schlechtssinn, die zur Fortpflanzung nötige Entwickelung derselben
wird aber erst durch die von den schwellenden Keimdrüsen aus-
gehenden Impulse befördert. — Arch. Phys. Pflüger 56. Bd. p. 304
bis 338.
Mitrophanow beschreibt einen Hermaphroditen von Rana escu-
lenta mit wohlentwickelten Oviducten und echten Hoden (Ov. u. H.
rechts kürzer, bezw. kleiner als links). In den Hodenkanälchen fanden
sich neben Spermatogonien grosse runde Zellen, jungen Eiern ähn-
lich, in Gruppen. Der linke Hoden, noch mehr normai aussehend,
als der rechte, enthielt gleichfalls Eier, sogar noch von follikel-
artigen Zellen umgeben. — Bibliogr. Anat. Paris 2. ann&e, p. 32—36,
3 fige.
Sumner untersuchte einen Fall von Hermaphroditismus bei
Rana virescens. Die g' Geschlechtsorgane waren vollständig ent-
wickelt, dabei aber 5 cm lange, freilich blind endigende, aber mit
einem Lumen versehene Oviducte.. Bei einem kleineren g' fanden
sich ebenfalls, aber weniger entwickelte Oviducte. — Anat. Anz. IX
1894 p. 694—695.
P. Mingazzini hat die Degeneration der Eier im Ovarium von
Rana esculenta untersucht, welche auf dieselbe Weise wie bei den
Reptilien vor sich geht. Follikelzellen und Leucocyten dringen in
den verflüssigten Dotter ein, werden sehr gross, nehmen Dotter in
sich auf, welcher sich in ihnen in Pigment umwandelt. Zum Schluss
findet man an Stelle der Eier Bindegewebe, in dessen Maschen
Pismentzellen liegen. Als „directe Resorption“ betrachtet der Verf.
jenen Vorgang, wobei der Eiinhalt direct durch die Blutgefässe fort-
geschafft wird. — Atti Accad. Lincei Rendic. (5) Vol.3, Sem. 1,
p- 459-467; vorl. Mitth. in: Monit. Zool. Ital. Anno 5, p. 86—87;
Arch. Ital. Biol. Tome 21, p. XXVI—XXIX.
OÖ. Schultze hat Eier von Rana fusca im Gastrulastadium
14 Tage einer Temperatur von 0° und dadurch einer vollkommenen
Hemmung des Entwickelungsmechanismus ausgesetzt, ohne irgend-
welche Störungen zu beobachten. — Anat. Anz. X 1895 p. 291— 294.
OÖ. Hertwig berichtet über die Erscheinungen, welche sich an
unbefruchteten Eiern von Rana fusca (temporaria L.) durch erhöhte
Temperatur (25—50° und darüber), Kälte von 0°, Kochsalzlösung
(3:500) ergeben. Durch Kälte und Wärme wird zuerst die vege-
tative Hälfte angegriffen und bleibt in der Furchung zurück; bei
Einwirkung der Kochsalzlösung greift der Urmundrand nicht um
die ganze Peripherie des Dotterfeldes herum, sondern bleibt auf
einen kleinen Bezirk beschränkt; der Urmundrand wird zur Embryo-
bildung verwendet, der Theil, der dem Umwachsungsrand meso-
blastischer Eier zu vergleichen ist, ergiebt weder Chorda, noch
Medullarplatten oder Ursegmente; in Kochsalzlösung aufgezogene
Embryonen zeigen auch darin ein abnormes Verhalten, dass sich
das Medullarrohr in der Hirngegend nicht schliesst. — Sitz. Ber.
Akad. Wiss. Berlin, 1894 p. 311—317.
in der Herpetologie im Jahre 1894, 165
R. Assheton fand, dass bei der Entwicklung von Rana tempo-
raria die beiden Schichten des Ectoderms (Epidermis und Nerven-
schicht) durch Verlängerung der Zellen der Ersteren und Ein-
dringen pigmentirter, mit einander anastomosirender Fortsätze in
die letztere mit einander verschmelzen und zwar noch vor der
Bildung des Medullarrohres.. — Quart. Journ. Mier. Sc. (2) 37
p. 165—171, Taf. 18. Eine zweite Arbeit behandelt das Längen-
wachsthum des Ran«a-Embryos. (Beide Arbeiten im Vergleich mit
entsprechenden Stadien des Kaninchens). Ibid. p. 223—243, Taf. 23
—24.
O. Schultze hat mit Hilfe abnormer Gravitationswirkungen
Doppellarven von Rana fusca erzielt. Er führt Doppelbildungen
auf eine unvollkommene Zelltheilung der das Bildungsmaterial
liefernden Eizellen im Eierstock zurück. Ist die Zweitheilung des
Eies eine unvollkommene, so entstehen aus dem höchsten Grade
unvollkommener Theilung Doppelmonstra, aus einer geringeren ho-
mologe Zwillinge, vollkommene Zweitheilung dagegen ergiebt ge-
trennte Individuen. Die Entwickelung solcher Doppelmonstra oder
Zwillinge aus einem Ei ist nicht als auf Ueberproduktion von Keim-
material beruhend, sondern als Hemmungsbildung aufzufassen. —
Arch. f. Entwickelungsmechanik 1. Bd., p. 269—305, Taf. XI—XL.
J. Liebert behandelt die Metamorphose des Larvenmundes in
den definitiven Froschmund bei Rana, nach Beschreibung der be-
kannten Theile des Larvenmunde. Zuerst gehen die Stiftzähnchen
auf den Kammplatten zu Grunde und zwar zuerst in der Mitte der
Kammplatten. Dann fallen die Hornzahnplatten der Kiefer dem
Schwunde anheim, welcher durch das Schmälerwerden des braunen
Hornsaumes und den Verlust seiner scharfen Zacken eingeleitet
wird, worauf die mittlere Unterkiefer-, die mittlere Oberkieferplatte,
die seitlichen Unter- und Oberkieferpiatten, die Lippenwülste und
zwar diese zuerst nächst dem Munde, später die äusseren, aber
gleichfalls von der Mittellinie an, ebenso wie schliesslich die Lippen-
papillen. Die Horntheile gehen also von aussen nach innen durch
Abnutzung und Abstossung, die Weichtheile aber von der Mund-
platte nach aussen durch Histolyse zu Grunde. Die Rückbildung
tritt bei Larven ein, wo die linke Vorderextremität eben durch-
zubrechen im Begriffe ist. — Dissert. Leipzig, 1897, 8°, 50 p., 2 Taf.
— Referat in Zool. Centralbl. II p. 432.
J.H. Massie bringt Mittheilungen über Bau und Entwickelung
der Larven von Rana, mit besonderer Berücksichtigung von Drüsen
und Nervenendigungen. — Journ. Comp. Neur. Cineinnati, Vol. IV
(1894) p. ”—11, T.1.
Barfurth berichtet, dass die Extremitäten von Rana fusca
(im Larvenzustande) regenerationsfähig sind, doch nimmt die Rege-
nerationsfähigkeit mit fortschreitender Entwickelung sehr schnell
ab; die Regeneration ist bis zu einem gewissen Grade von der
166 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Entwickelung unabhängig. — Arch. f. Entwicklungsmechanik I. Bd.
11%:
x W. Gebhardt hat die Bastardirung von R. esculenta und R.
arvalis ausgeführt und bemerkt keinerlei äusserliche oder innerliche
Abweichungen von den normalen Erscheinungen bei der Befruchtung
und den ersten Furchungstadien. Dagegen macht sich bei der
weiteren Entwickelung ein deutliches Zurückbleiben der vegetativen
Eihälfte geltend; die Gastrulation überwinden manche Eier, gehen
aber dann bei der Bildung der Medullarwülste aus Mangel an
specifischer Energie zu Grunde. Die Bastard-Eier hielten bis zur
Anlage des Rusconischen Afters mit den Eiern gleicher Eltern
gleichen Schritt in der Entwickelung. — Inaug.-Dissert. Breslau,
1894, 8°, 66 p., Taf.
H.M. Barton, Arrested development of the frog’s tadpole. —
Irish Naturalist, Bd.2 p. 149. — R. F. Scharff, ibid. p. 176— 177.
K. Minakata, On intelligence of the frog. — Nature, Bd. 50 p. 79.
R. F. Scharff, Is the frog a native of Ireland? — Irish Na-
turalist, Bd. II 1893 p.1—6; R. Patterson, ibid. p.85; W.F.
De V. Kane, p. 95—98. — Während Scharff die Meinung be-
gründet, der Frosch (Rana temporaria) sei von jeher ein Einwohner
Irlands gewesen, glaubt Kane dagegen, dass die von Scharff
eitirte Stelle aus Giraldus cambrensis sich auf Bufo calamıta be-
zieht und der Frosch erst im 17. Jahrhnndert eingeführt wurde. —
Ueber fossile Froschreste aus der Ballynamintra-Höhle in Irland
siehe auch R. I. Ussher, ibid. p. 177.
W.H. Patterson, Frogs in the Mourne Mounts, in: The Irish
Naturalist Bd. 3 p. 115.
F. Werner hat Bemerkungen über die nordamerikanischen
Rana-Arten und zwar diejenigen beiden Gruppen, welche als vires-
cens- und catesbiana-Gruppe bezeichnet wird und von welcher die
erste R. vörescens, palustrıs und areolata, die zweite R. septentrionalis,
clamata, catesbiana und montezumae umfasst. Er giebt p. 127 eine
Bestimmuugstabelle dieser Arten und beschreibt ausführlich dieselben
mit Ausnahme der beiden letzten dem ihm vorliegenden Material,
nach welchem er die Beschreibungen von Boulenger und Cope
in mehreren Punkten modificiren kann. — Jahresber. Magdeburg.
naturw. Ver. 1894 p. 123—136.
Rana esculenta L. var. ridibunda Pall., Exemplare von Koirili im Kaukasus
beschrieben von Mehely im Zool. Anz. 1894 p. 79.
Rana amurensis Blgn. p. 146 und martensi Blngr. p. 147 von Chinhai bei
Ningpo beschrieben von O. Boettger in Ber. Senckenbg. naturf. Ges. 1894.
Rana varians n.sp. verw. temporalis Gthr., von Palawan. — Boulenger,
Ann. Mag. N. H. (6) XIV 1894 p. 86.
Rana palavanensis n.sp. von Palawan. — Boulenger, Ann. Mag. N.H.
(6) XIV. 1894 p. 85—86,.
Rana microdisca Bttgr. abgebildet von Boettger in: Semon, Zool. Forsch.
Austr. V. 1 1894 p. 113, Taf. V, fig. 2a—d. Von Sereinu (Sipora), Mentawei-
in der Herpetologie im Jahre 1894. 167
Inseln erwähnt von Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 616 (vorher erst
aus Java und Celebes bekannt).
Rana labialis Blngr., erst aus Malacca bekannt, aus Sereinu, (Sipora),
Mentawei-Inseln genannt von Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 617.
Rana quecketti n. sp. von Pietermaritzburg, Natal. — Boulenger, Proe.
Zool. London 1894 p. 643, Taf. XXXIX fig.1.
Rana novae-britanniae n.sp. von Neu-Britannien, verw. R elegans Bingr.
und margariana Anders. — Werner, Zool. Anz. 1894 p. 155.
Levirana nov. gen. (verw. Ranula, aber ohne Vomerzähne) für L. vibicaria
n.sp. von Rancho Redondo an der Wasserscheide der Jrazu-Kette und Isla
Nueva nächst dem Ursprung des Rio Sucio.. — Cope, Proc. Acad. Philad. 1894
p. 197.
Phrynobatrachus ranoides n. sp. von Pietermaritzburg, Natal. — Boulenger,
Proc. London 1894 p. 644, Taf. XXXIX, fig. 2.
Rhacophorus exiguus n.sp. von Chinhai bei Ningpo. — Boettger, Ber.
Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p. 148—149, Taf. III, fig. 3a—b.
Rhacophorus appendiculatus Gthr. und pardalis Gthr., vorher nur aus Borneo
und den Philippinen bekannt, von Boulenger für Sereinu (Sipora), Mentawei-
Inseln genannt. Ann. Mus. Genova 1894 p. 617.
Rhacophorus everettin.sp. von Palawan. — Boulenger, Ann. Mag. N.H.
(6) XIV 1894 p. 87.
Rhacophorus edentulus n. sp. Celebes. — F. Müller, Verh. Ges. Basel X,
1894 p. 840.
Icalus longierus n. sp. von Palawan, verw. I. schmackeri Bttgr. — Bou-
lenger, Ann. Mag. N.H. (6) XIV, 1894 p. 88.
Ixalus bistrigatus n.sp. von Ostindien (?) verw. I. opisthorhodus Gthr.
(nach Boulenger, Zool. Rec. for 1894, Batr. p.39 = Phrynobatrachus plicatus
Gthr.) — Werner, Zool. Anz. 1894 p. 156.
W. J. Holland, A nest-building frog. — Amer. Naturalist
Bd. 27 p. 67—68 (bezieht sich auf Chiromantıs gwineensis),
Hylambates millsonii n. sp. von der Nigermündung. — Boulenger, Proe.
Zool. Soc. London 1894 p. 644. Taf. XXXIX fig. 4.
Cassina obscura n. sp. von Let Marafia, Schoa. — Boulenger, Proc. Zool.
Soc. London 1894 p. 644, Taf. XXXIX fig. 3.
Dendrobatidae.
Dendrobates tinctorius subsp. vittatus n. von Buenos Ayres, Costa Rica. —
Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI, 1894 p. 340.
Engystomatidae.
R. A. Philippi weist nach, dass Phryniscus nigricans Bibr. mit
Phryniscus nigricans Wiegm. nicht identisch ist, dass diese Art mit
Chaunus formosus Tschudi überein stimmt und daher Ph. formosus
nn) genannt werden muss (vergl. Boulenger p. 167, 169).
rchiv f. Naturg. LX 1894 p. 214—216.
Phryniscus DB. (Name präoceupirt, Phryniscus Wiegm. für Bufo nigricans
[Wiegm.] [s. pag. 169])) ist durch Atelopus DB. zu ersetzen; ebenso muss der
168 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Speciesname nigricans DB. (non Wiegm.) fallen und durch 1. stelzneri Weyen-
bergh. 1875 ersetzt werden. Von den übrigen 10 Arten wird A. laevis Gthr.
mit A. ignescens Comalia identifieirt. — Boulenger, Ann. Mag. N. H. (6) XIV
1894 p. 374.
Phrynella pulchra Blngr., erst aus Malacca und Sumatra bekannt, von
Sereinu (Sipora), Mentawei-Inseln genannt von Boulenger, Ann. Mus. Genova
1894 p. 617.
Calophrynus punctatus Ptrs. vorher nur aus Borneo gekannt, von Bou-
lenger für die Insel Sereinu (Sipora), Mentawei-Gruppe genannt. — Ann. Mus
Genova 1894 p. 618.
Cystignathidae.
H. Caracciolo bemerkt, dass er bei St. Ann’s, Trinidad, Ay-
lodes trinitatis gefunden habe, der die sonderbare Gewohnheit habe
-—— ähnlich wie eine zweite, noch nicht determinirte Art Südamerika’s
— seine Larven auf dem Rücken zu tragen. — Journ. Trinidad
Field Nat. Club Bd. 1 p. 305.
Hylodes appendiculatus n.sp. aus Ecuador. — Werner, Zool. Anz.1894 p. 410.
Hylodes stejnegerianus n.sp. (verw. polyptychus Cope) von Palmar, Costa
Rica. — Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI 1894, p. 338.
Hwylodes urichi n.sp. von Trinidad. — Boettger, Journ. Trinidad Field
Nat. Club Vol. II No.3, 1894 p. 88.
Liohyla ranoides Cope mit rugulosa verglichen und Bemerkungen über
Färbung und dergleichen. — Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. 1894 XXXI p. 335.
Lithodytes florulentus n. sp. von Boruca, Costa Rica. — Cope, Proc. Amer.
Phil. Soc. XXXI 1894 p. 336.
Lithodytes euryglossus n.sp. von S. Jose, Costa Rica. — Cope, Proc. Acad.
Philad. 1894 p. 196.
Eine Bestimmungstabelle der 4 Lithodytes-Arten mit glatten
Frontoparietalen giebt Cope in: Proc. Amer. Phil. Soc. XXI 1894
p- 336.
Leptodactylus quadrivittatus n. sp. (verw. labialis u. longirostris) von Buenos
Ayres, Costa Rica. — Cope, Proc. Amer. Phil. Soc. XXXI 1894 p. 339.
Crinia haswelli n.sp. von Jervis Bay, N. S. Wales. — Fletcher, Proe.
Linn. Soc. N.S. Wales 1894 VII p. 522—523.
Fletcher bringt Angaben über Verbreitung von Limnodynastes
ornatus Gray und Helioporus pictus Ptrs. in: Proc. Linn, Soc. N. S.
Wales 1893 (26. April).
Hylopsis nov. gen. mit horizontaler Pupille, ohne Gaumenzähne. Finger
und Zehen mit Saugscheiben und Schwimmhäuten, Sternum und Omosternum
knorplig, letzteres sehr klein, äussere Metatarsalia getrennt, Oberkieferzähne
kaum merkbar; für H. platycephalus n. sp. aus Süd-Amerika. — Werner, Zool.
Anz. 1894 p. 156.
Bufonidae.
Wirbelasymmetrie bei Bufo pantherinus (regularis?) und marinus
beschreibt W. B. Bentham in Proc. Zool. Soc. London 1894
p. 477—481, Taf. XXXIO.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 169
K.Knauthe beobachtete am Zobten in Preuss. Schlesien wiederum
(vergl. Ber. f£.1892) zahlreiche Dufo vulgaris mit Larven der Fliege Zu-
cilia sylvarım im Kopfe. — Zeitschr. f. Naturw. (Halle) Bd. 67 p. 119.
K. Knauthe hat im Frühjahr 1891 am Zobten in Schlesien
(vergl. Ber. f. 1890) ebenfalls durch Fliegenmaden getödtete Dufo
vulgaris Laur. gefunden. Auch hier war die Nasenscheidewand
weggefressen, ja nicht selten bereits ein Auge ausgebohrt. — Zool.
Garten 34. Jahrg. (1893) p. 58.
Ritzema Bos bringt Mittheilungen über die Vertilgung von
Schnecken durch Kröten. — Agricultural Zoology. With an intro-
duction by Miss E. A. Ormerod; translated by J. R. Ainsworth Davis.
London 1894, Chapman & Hall 256, 20 p. 149 fig. — Ref. in: Nat.
Science Bd. 5 p. 229— 230.
Ueber frühzeitiges Erscheinen von Kröten in England (6. Februar)
berichtet H. Williams in: Science-Gossip (N. S.) Bd. 1 p. 20.
Natural Science Bd. 3 p. 168 empfiehlt Kröten gegen die Wespen-
plage in Süd-England (189).
Pseudophryme semimarmorata aus Victoria erwähnt von A. H.S. Lucas.
— Proe. Linn. Soc. NS. Wales, 1893 (26. Juli).
Nectophryne signata n. sp. vom Robong-Bere, Kapuas District, Holländisch-
Borneo. — Boulenger, Proe. Zool. Soc. London 1894 p. 645, Taf. XL. fig.1.
Nectophryme guentheri Blugr., erst von Borneo bekannt, für die Mentawei-
Insel Sereinu (Sipora) angeführt von Boulenger, Ann. Mus. Genova 1894 p. 618.
Phryniscus nigricans Wiegm. gehört zu Nannophryne Gthr. 1870 und, da
Nannophryne= Bufo Laur. 1876, ist Phryniscus Wiegm. synonym Bufo und
muss die Art Bufo nigricans Wiegm. heissen. — Boulenger, Ann. Mag. Nat.
Hist. (6) XIV 1894 p. 374.
Bufo lateralis n. sp. von Tehuantepee (= B. marmoreus Gir. nach Günther.
Biol. Centr. Am. Batr. p.246 T.LXXVI) — Werner, Zool. Anz. 1894 p. 156.
Bufo schneideri n.sp. verw. B. sternosignatus Gthr. (Name praeoceupirt,
Merrem) von Paraguay. — Werner, Zool. Auz. 1894 p. 411.
Bufo marinus (L.) von Boettger für Sorata, Bolivia erwähnt. — Zool.
Anzeiger 1894 p.119.
Hylidae.
Hyla arborea, Verhalten gegen Witterungseinflüsse behandelt R. v. Lenden-
feld in: Zool. Anz. XVII, p. 337 - 390.
Hyla arborea von Hainan, sowohl von der typischen Form als von japonica
verschieden, erwähnt Cope in: Proc. Acad. Philad. 1894 p. 423,
Hyla arborea v. immaculata Bttgr. neu beschrieben von Boettger in: Ber.
Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p.140 -141.
Hyla andersoniü in New Yersey aufgefunden (Pleasant Mills. Stimme,
Färbung und Geruch (letzterer wie grüne Erbsen) beschrieben. — P. Moore,
Amer. Naturalist XX VIII 1894 p. 1045— 1046.
Hyla appendiculata Blngr. Jugendform beschrieben von Werner, Zool.
Anz. 1894 p. 412.
Hyla angustifrons Wern. Beschreibung weiterer Exemplare. — Werner,
Zool. Anz. 1894 p.414—415 (nach Boulenger, Rec. f. 1894 p. 41 = nigro-
maculata Tsch.).
170 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
Hyla semoni n. sp. von S.O. Neu-Guinea (verw. H. freyeineti DB.). —
Boettger in; Semon, Zool. Forsch. Austr. V.1, 1894 p.112, Taf. V fig. 1a—d.
Hyla cherrei n.sp. von Alajuela, Costa Rica. — Cope, Proc. Acad. Philad.
1894 p. 195.
Hyla pygmaea n.sp. aus Blumenau, Proc. Sta. Catarina, Brasilien. — Werner,
Zool. Anz. 1894 p. 411 —412.
Hyla vittigera n.sp. aus Blumenau, Prov. Sta. Catarina, Brasilien. —
Werner, Zool. Anz. 1894 p. 412—413,
Hyla goeldii n. sp. von Colonia Alpina, Theresopolis, Brasilien. — Bou-
lenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 645, Taf. XL, fig. 2.
Hyla chloris n.sp. von N.S. Wales. — Boulenger, Proc. Linn. Soe.
N.S. Wales (2) Bd.7 p. 403.
Hylella chrysops n.sp. von Alajuela und S. Jose, Costa Rica. — Cope,
Proc. Acad. Philad. 1894 p. 196 (mach Boulenger, Rec. f.1894 p. 41 = fleisch-
manni Bttgr.).
Hylella parvula n.sp. von Lagos, St. Catarina und Theresopolis, Brasilien.
— Bonlenger, Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 646, Taf. XL fig. 3.
Pelobatidae,
Emery hat die Entstehung der Knorpelanlagen in der Hand
bei Pelobates fuscus studirt und findet seine früheren Befunde über
die Deutung der einzelnen Stücke des Carpus bestätigt. Es wird
auch der Carpus der Aglossen und der Anuren im Allgemeinen,
sowie der Carpus und Tarsus der Urodelen behandelt. — Ricerche
Lab. Anat. Roma Vol. 4, p. 5—35, Taf. I—II.
M. Chomiakoff, Die Entwickelung des Tarsus bei Pelobates
Juscus. — Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1894 p. 351—357 Taf. 8.
Spea laticeps n. sp. aus Texas. — Cope, Amer. Naturalist Bd. 27, p. 155
bis 156, 3fig.
Leptobrachium boettgeri Bingr. (1899) als L. monticola beschrieben von
Boettger in: Ber. Senckenberg. naturf. Ges. 1894 p. 141 —142.
Discoglossidae.
J. T. Oudemans, Alytes obstetricans in Nederland. — Tijdschr.
Nederl. Dierk. Vereen. (2) Bd.4, Versl. p. 42.
Voigt hat Alytes obstetricans bei Salzungen erbeutet. — Sitz.
Ber. Naturf. Ges. Leipzig 1892/93 p. 12.
R. Parätre, Hybrides de Bombinator igneus (Laur.) et pachypus
(Fitz.) in: Bull. Soc. Zool. France Bd. 19, p. 40—41.
Aglossa.
Arnold beschreibt die vorderen Gehirnnerven von Pipa ameri-
cana und ihren Verlauf. — Bull. Essex Inst. Vol. 26, 1893 p. 1—9, Taf.
G. Grönberg und A. v. Klinkowström haben die Anatomie
von Pipa americana studirt. Die Haut der Männchen und nicht
trasenden Weibchen ist nicht verschieden; der feinere Bau unter-
scheidet sich nur durch relative Drüsenarmuth von dem der euro-
päischen Anuren. Statt der fehlenden Parotiden finden sich vier
in der Herpetologie im Jahre 1894, 171
über den Rücken verlaufende Längsreihen ovaler Knötchen, an
denen 1-4 Giftdrüsenöffnungen bemerkbar sind. Tragende 22
lassen keine Knötchen erkennen; an den Waben der Rückenhaut
unterscheidet man Wabentasche (Einsenkung der Epidermis sammt
der darunter liegenden Pigment- u. deren Bindegewebeschicht in
die Cutis) und Wabendeckel. Letzterer lässt eine deutliche ge-
schichtete Struktur erkennen und ist wohl als durch Erhärtung
eines klebrigen oder schleimigen Stoffes entstanden zu denken. Er
schliesst die Wabe vollständig, da er genau in die kleinsten Un-
ebenheiten der Epidermis eingepasst ist. Die Waben sind keine
vergrösserten Hautdrüsen, sondern einfache Epidermiseinstülpungen.
Der Wabendeckel wird von den Eihüllen des Embryos abgeleitet (?).
— Dieser Theil der Untersuchung (in: Zool. Jahrb. Anat. VI.
1894 p. 609—628, Taf. 34—36, 2 figg. im Text) hat A. v. Klinkow-
ström allein zum Verfasser. Dagegen hat G. Grönberg Verdauungs-,
Respirations- und Urogenitalorgane, sowie das Nervensystem be-
handelt. Pipa hat zwar eine wohlentwickelte Zwischenkieferdrüse,
aber ohne Ausführungsgang; der Schlund ist weit und gefässreich,
hat daher vielleicht Beziehung zur Athmung. Der Oesophagus
besitzt kleine secernirende Längsrinnen anstatt der Drüsen; im Bau
des Magens findet sich kein wesentlicher Unterschied von Rana,
dagegen fehlt das bei Rana auftretende, verwickelte Faltensystem
des Mitteldarmes, welches durch einfache Längsfalten ersetzt ist;
ebenso fehlen die Lieberkühn’schen Drüsen. Weitere Mittheilungen -
befassen sich mit der Muskelschicht des sehr kurzen Enddarms
(zwei Schichten, innere Ringmuskelschichte viel dicker als äussere
Längsmuskelschicht), der Gestalt der Leber (deutlich dreilappig)
mit dem Bau des Kehlkopfes, der eine deutliche Geschlechts-
dimorphismus erkennen lässt, da er beim d' fast vollkommen ver-
knöchert und fast doppelt so gross wie beim 9, bei diesem nur
zum Theil verknöchert ist. Stimmbänder fehlen, dagegen finden
sich zwei lange Fortsätze der Aryknorpel, welche in die Höhle des
Kehlkopfes hinein ragen und vielleicht bei der Bildung der Stimme
betheilist sind, wenn eine solche überhaupt vorhanden ist. Die
Lunge ist höher entwickelt als bei anderen Anuren. Vom Urogenital-
apparat wäre besonders zu erwähnen, dass Nephrostomen nur auf
der Ventralseite der Niere in beschränkter Ausdehnung vorkommen
und dass die Oviducte sich vor dem Eintritt in die Cloake zu einem
gemeinsamen Gange vereinigen. Die Grosshirnhemisphären sind in
der Regio olfactoria mit einander quer verbunden wie bei Rana;
das Zwischenhirn wird vom Vorderhirn vollständig bedeckt; das
Mittelhirn hat nicht deutlich gesonderte Corpora quadrigemina wie
Rana, sondern auf der Oberseite nur eine seichte Längs- und noch
schwächere Querfurche. Besonders gross ist verhältnissmässig das
Nachhirn. Die innere Structur stimmt mit wenigen Ausnahmen
mit der des Gehirns von Rana überein, jedoch fehlt das Corpus
callosum bei erwachsenen Thieren, welches nur die Commissura
anterior besitzt; dagegen kommt die C. posterior wieder nur bei
172 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
erwachsenen Thieren vor. -- Zool. Jahrb. Morph. VI, p. 629—646,
Fig., T. 37—38.
Gemeinsam haben beide Autoren das Gefässsystem und die
subceutanen Lymphsäcke bearbeite. Die Unterschiede von Rana
im Verlauf der Carotidenäste resultiren theilweise aus dem Schwunde
der Zunge. Eine deutliche Arteria sacralis (caudalis) ist auch beim
erwachsenen Thiere vorhanden und als primäre Eigenthümlichkeit
zu betrachten. Eine andere Eigenthümlichkeit, die auf Beziehungen
zu den Caudaten hinweist, ist das Fehlen der Arteria cutanea magna,
die durch Arteriae eutareae ersetzt ist, welche aus der A. anonyme
ihren Ursprung nehmen. Aus dieser letzteren entspringen auch
sämmtliche Zweige der Arteriae oesophageae, der A. occipito-verte-
hralis und A. sulclavia, während dieselben bei Rana vom Aorten-
bogen selbst abgehen. Die Arteria vertebralis liegt bei Pipa ventral
von den Querfortsätzen der Wirbel und entspricht somit der bei
dieser Gattung fehlenden A. costocervicalis während sie sonst nach
Ursprung und Funktion vollkommen mit der A. v. der übrigen
Anuren übereinstimmt. Von den zahlreichen, allerdings vielfach
secundären Abweichungen im Venensystem mögen nur der ab-
weichende Verlauf der Vena cutanea magna und der Venae ad-
vehentes der Niere erwähnt werden. Was die Lymphsäcke anbelangt,
so konnten die Verf. keinerlei wesentliche Unterschiede zwischen
Pipa und Rana finden. — Zoolog. Jahrb. Anat. Bd. VII 1894
p- Ar 666, Taf. 39, 4 fig. im Text. — Ref. in: Zool. Centralbl. I
p- 913 und u p- 364 und 366.
Nach Proc. Zool. Soc. London 1894 p. 693 ist Pipa americana
rein aquatisch und verlässt freiwillig das Wasser nicht. Sie frisst
Würmer und Fischbrut.
Xenopus laevisDaud. Ueber die Larven berichtet Beddard dass sie 24Stunden
nach der Eiablage ausschlüpfen, und dann 5 mm lang und äusserst durchsichtig
sind, ihre Nahrung ausschliesslich aus dem Thierreiche entnehmen (Cypris) und in
der Jugend einen unpaaren Saugnapf besitzen, der aber bald wieder verschwindet,
Die langen, denen der Siluroiden ähnlichen Tentakel können am Ende getheilt
sein, sie sind einfache Integumentauswüchse, in welche ein Knorpelstab vom
Ethmoid aus hineinwächst. Die erste Kiemenspalte entwickelt sich direet hinter
dem Meckelschen Knorpel, bricht aber niemals durch. Der auch bei anderen
Amphibien an den Kiemen befindliche Filterapparat ist hier sehr gefässreich
und hat, da keine anderen inneren Kiemen vorhanden sind, vermuthlich respi-
ratorische Bedeutung. Aeussere Kiemen sind als lamellenartige Fortsätze auf
den drei ersten Bogen vorhanden. — Proe. Zool. Soc. London 1894, p. 101—107
T. XIII. — Referat in Zool. Centralbl. II p. 92.
Caudata (Urodela, Gradientia).
Notizen über Pigment und dessen Bildung im Bauchfell der
Salamanderlarve giebt Reinke. Es kommen darin zwei Arten von
Pigmentzellen vor, helle mit stäbchenförmigen, krystallartigen Ein-
schlüssen und solche mit dunklem Körnerinhalt. Die Pigment-
in der Herpetologie im Jahre 1894. 173
körnerchen dieser letzteren bestehen aus einem farblosen Substrat
und demselben eingelagerten Farbstoff. Weitere Beobachtungen
ergeben, dass das Pigment in dem kugeligen Substrat diffus liegt,
an der Oberfläche eine Schicht bildet und in dem einem Theil der
Kugel stärker verdichtet gelagert ist, in späteren Stadien dann aber
die ganze Kugel ausfüllt. Schliesslich behauptet Verf., dass die
beiden Arten von Pigmentzellen und Entwicklungsstadien einer und
derselben Zellenform sind; die stabförmigen Gebilde gehen in
kugelige und schliesslich in Pigmentkörner über. Er hält die
Pigment-Gebilde der Salamanderlarve für Trophoplaste u. fordert
auf, sie auf Theilungsvorgänge und Eigenbewegung zu untersuchen.
— Arch. Fr. Nat. Mecklenbg. 47. Jahrg. Sitz.-Ber. Nat. Ges. Rostock
p. 14—19.
G. B. Piana bemerkte, dass bei Regeneration der Extremitäten
bei Triton cristatus nach Verletzungen oft überzählige Finger und
Zehen auftreten. Die Regeneration geht vorzugsweise vom Periost
aus, von welchem aus sich der Knorpel neuer Phalangen bildet;
nach Resorption der Knochensubstanz tritt das Mark direct in Contact
mit dem Periost und nimmt weiterhin anscheinend wesentlichen
Antheil an der Bildung des neuen Gewebes. Nach dem verschieden
zahlreichen Auftreten von Mitosen in verschiedenen Gewebstheilen
zu schliessen, scheint die Regeneration schubweise vor sich zu gehen.
Auch überzählige Schwänze bei Siredon wurden untersucht. — Ric.
Lab. Anat. Roma Vol. 4 p. 65—71. — Vorl. Mitth. in Monit. Zool.
Ital. Anno5 p.83; auch in Arch. Ital. Biol. Tome 21, p. X.
Perrin hat die Muskulatur der vorderen Extremität bei Sala-
mandra, Triton und Amblystoma (auch im Siredon-Stadium) unter-
sucht und findet beim Vergleich mit der hinteren einen auffallenden
Unterschied in der Muskulatur von Schultergürtel und Oberarm
einer-, Becken und Oberschenkel andererseits, während Vorderarm
und Hand sich darin fast gar nicht von Unterschenkel und Fuss
unterscheidet. Den zahlreichen Muskeln, welche vom Becken zum
Unterschenkel laufen, steht an der Vorderextremität nur einer (der
Vorderarmstrecker) gegenüber, der ausser den beiden an der Scapula
entsprechenden Köpfen noch einen am Humerus hat, welcher am
Femur fehlt. Die primitiven Flexoren des Radius und der Ulna,
der Flexor carpi int. et ext. haben an der Hinterextremität keine
Homologa, wohl aber ihre Antagonisten. Dem Rotator inversus
(vom Femur an der Oberfläche des Fusses zum Tibiale und 1. Tar-
sale verlaufend) fehlt das Homologon an der vorderen, dem Extensor
digiti tertii der Hand an der hinteren Gliedmasse das Homologon.
Verf. homologisirt nach seinen Befunden die drei inneren Finger
den drei inneren Zehen, den äusseren Finger beiden äusseren Zehen.
Die verschiedene Insertion des Streckers am Unterschenkel und
Vorderarm wird durch die Drehung des ersteren um 90° erklärt,
— Bull. Soc. Philom. Paris (8) VI. p.5--9, 2 fig.
174 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
A. Nicolas, Les „bourgeons germinatifs* dans l’intestin de la
larve de Salamandre. In: Bibliogr. Anatom. 2. Jahrg. p. 38—42,
3 Figg.
F. Hochstetter hat die Entwickelung der Abdominalvene an
Embryonen von Salamandra maculosa verfolgt. Die beiden Aortae
epigastricae, welche beiderseits in ziemlicher Entfernung von der
ventralen Mittellinie verlaufen, geben (bei Embr. von 22 mm Länge)
zahlreiche laterale Zweige ab; in 4 Tagen werden auch medianwärts
Zweige abgegeben; am 12. Tage verbinden sich diese Zweige
(Schlingen) miteinander und es werden dadurch zwei zu beiden
Seiten der Medianlinie parallel zu den Aortae epigastricae verlaufende
Gefässe angebahnt, die Anlagen der Abdominalvene. Sie werden
in der Lebergegend zu einem unpaaren Stamm, der vor in die Tiefe
rückt und in den linken Ductus Cuvieri mündet. Bei Abnahme des
Dotters verliert der unpaare Stamm seine Mündung in den Ductus
Cuvieri, tritt dann mit der Pfortader in Verbindung und verschwindet
schliesslich. Die paarigen Abschnitte dagegen erweitern sich all-
mählich, nähern sich gleichzeitig immer mehr und verschmelzen
schliesslich von vorn nach hinten zu einem einzigen unpaaren Gefäss.
— Morpholog. Jahrb. 21. Bd. p. 19—27, Taf. 1.
Wilder hat bei Desmognathus fuscus, ochrophaea, Plethodon
erythronotus und Gyrinophilus porphyriticus im erwachsenen Zustande
den vollständigen Mangel von Luftwegen und Lungen — bei bereits
vollstänger Rückbildung der Kiemen — gefunden. Der Autor meint,
dass der Sauerstoffbedarf durch Haut- und Darmathmung gedeckt
wird. — Anat. Anz. 9. Bd. p. 216—220, 3 fig.
Camerano findet bei Spelerpes fuscus und Salamandrina per-
spicillata dasselbe Verhalten; die Athmung wird hauptsächlich von
der Mundhöhle ausgeführt und die äussere Haut kann diese Athmung
nicht völlig ersetzen. Eventuelle Reste von Lunge, Larynx und
Trachea sind ohne functionelle Bedeutung. — Atti Accad. Torino
Vol. 29 p. 705—724, Fig.; vorl. Mitth. in Boll. Mus. Torino Vol. 9,
No. 178, 8 pp. und Anat. Anz. 9. Bd. p. 676—678. — Referat in
Zool. Oentralbl. II. p. %.
Zur Mühlen hat die Cloake von T'riton taeniatus, cristatus,
Salamandra maculosa und Siredon untersucht. Dissertation Dorpat
1893 62 p., Taf.
Röse hat eine Arbeit über die Zahnentwickelung der Schwanz-
lurche. — Morph. Arb. 9. Schwalbe 4. Bd. p. 178—192, 11 figg.
U. Rossi hat eine vorläufige Mittheilung über Bau, Reifung
und Untergang der Eier bei Salamandrina perspicillata und Geo-
triton (Spelerpes) fuscus. — Monitore Zool. Ital. Anno. 5, p. 13—23,
33—4l.
Edith J. Claypole hat eine Untersuchung über das Blut von
Necturus und Cryptobranchus. — Proc. Amer. Micr. Soc. Vol. 15,
1893, p. 39—76, 6 Taf.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 175
H. Virchow, Embryologische und angiologische Erfahrungen
über nordamerikanische Wirbelthiere.. — Da das embryologische
Material noch nicht verwerthet ist, beschränkt sich der Verf. auf
Angaben über Laichzeiten, Laichplätze und Larvenzustände von
Anblystoma punctatum und Necturus. Am 20. Mai hatten die Larven
von Amblystoma zum grössten Theile die Eihüllen verlassen, am
9. Juli waren die äusseren Kiemen wohl entwickelt, am 21. September
bis 9. Oktober hatten sie die Larven bereits verloren. Die Laich-
zeit von Necturus schwankt von Mitte bis 22. Mai; zwischen 19.
und 27. Juli waren die Larven ausgeschlüpft; am 3. August etwa
traten die Extremitäten bereits in Thätigkeit. SB. Ges. naturf.
Fr. Berlin 1894 p. 33—44.
Zander, Ueber die Fortpflanzung der urodelen Amphibien. —
Schriften Phys. Anat. Ges. Königsberg 33. Jahrg. SB. p. 21—26 (1893).
L. Drüner hat Beiträge zur Kenntniss der Kern- und Zellen-
degeneration und ihrer Ursache; die letztere ist parasitärer Natur;
Hermann’s achromatische Kugel ist ein Parasit.e. Im Darme von
Salamandra maculosa (auch Molge) finden sich Sichelkeime (ob =
Cytophagus tritonis Steinhaus?), im Hoden und Darm eine zweite
Form Mierococeidium caryolyticum n. (= Caryophagus salamandrae
Steinhaus p.p.). Verf. unterscheidet Salamandra maculosa und
maculata! — Jenaische Zeitschr. f. Naturw. 28. Bd. p. 294—325,
327, 2 Tafeln.
Notizen über Krankheitserscheinungen an Salamandern, hervor-
gerufen durch Parasiten aus der Gruppe der Psorospermien bringt
G. Brandes. — Corr. Bl. Nat. Ver. Sachsen u. Thüringen 1893 p. 8.
Salamandıridae.
Salamandrinae.,
Phisalix und Bertrand haben gefunden, dass Salamandra
maculosa bis zu einem gewissen Grade immun gegen ÜÖurare ist,
indem ein 28Gramm schwerer Salamander erst nach einer Dosis
von 43 Milligramm, die 80 Frösche zu vergiften im Stande ist, voll-
ständig curarisirt war. Als Ursache dieser Erscheinung wurde das
Vorhandensein der Giftdrüsen erkannt, da auch die Kröte widerstands-
fähiger ist als der Frosch. Dies wurde dadurch erwiesen, dass
1. ein Gemisch von Salamanderblut und Curare einen Frosch nicht
afficirt; 2. das Blut des Salamanders eine physiologische Wirkung
hat, die der des Curare antagonistisch ist. — Revue Scientif.
1. Sept. 1894.
F. Mewes behandelt die Metamorphose der Attractionssphäre
in den Spermatogonien von Salamandra maculosa. — Archiv f. mikr.
Anat. 44. Bd. p. 119—184, Taf. 7—11. — Ausf. Referat in Jahresber.
f. 1894 d. Zool. Stat. Neapel, Vertebr. p. 60—61.
176 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
R. Parätre hat eine ausführliche Arbeit über Fortpflanzung,
Gebärakt und Entwicklung von Salamandra maculosa. Das Meiste
davon ist bereits wohl bekannt, doch sind die Abweichungen von
mitteleuropäischen Individuen nicht uninteressant. Das J' steigt bei
der Paarung auf den Rücken des 2. Die Larven sind, wenn sie
eben geboren sind, 10—15 mm lang (bei Exemplaren aus der Isle-
de-France und dem Departement de l’Indre — die vom Ref. ge-
messenen neugeborenen Larven aus Oesterreich massen durchwegs
das Doppelte). Die Entwickelung im Mutterleib dauert ungefähr
5 Monate. Die Geburt der Jungen findet in der schlechten Jahres-
zeit, vom Oktober bis März, statt; nur in kalten und hochgelegenen
Orten auch im Sommer. Ein Winterschlaf ist nicht bemerkbar,
doch bleiben die Thiere bei strenger Kälte oder Schneefall in ihren
Schlupfwinkeln.. Die Salamander setzen ihre Jungen nur dann in
Sümpfen ab, wenn sie keine Quellwässer auffinden können. Die
Larvenentwickelung dauert je nach der Menge der vorhandenen
Nahrung 3—7 Monate; die Alten fressen bei Nahrungsmangel die
Larven und diese einander auf. Wenn sie die Verwandlung durch-
machen, sind sie 5 cm lang; nach 2—3 Monaten terrestrischen
Lebens erst gleichen sie den Alten in der Färbung. Exemplare
von 20 cm Länge sind nicht weniger als 10 Jahre alt. Beim Ge-
burtsakt ertrinken viele Weibchen. — CR. des communications faites
A la premiere r&union gensrale annuelle, M&m. Soc. Zool. France
1894, 45 p.; Auszug in: Le Naturaliste 16. Jahrg. p. 224— 225.
R. Rollinat giebt eine ausführliche Beschreibung der Lebens-
weise von Salumandra maculosa im Departement de l’Indre. Dieselbe
bringt zwar nichts wesentlich Neues, immerhin sind aber manche
Angaben über das Vorkommen, über die Zeit der Trächtigkeit und
dergl. von Interesse. — Bull. Soc. Zool. France 1894, p. 108—114.
R. Moniez erwähnt Salamandra maculosa Laur. aus dem
Dept. Nord. — Rev. biol. Nord France VI 1894 p. 483.
Drasch giebt eine ausführliche Beschreibung des Baues der
Giftdrüsen bei Salamandra maculosa. Das Secret derselben wird
nur mechanisch, nicht willkürlich entleert und zwar selten der
ganze Giftvorrath bis zur Erschöpfung der Drüsen, (worauf dieselben
zu Grunde gehen und Ersatzdrüsen an ihre Stelle treten) sondern
meist nur eine gewisse Menge desselben. Ausführliches Referat
über das Histologische im Jahresber. f. 1894 der Zool. Station Neapel
Vertebr. p. 133—134. — Arch. Anat. Phys., Anat. Abth. p. 225-—268
Taf. 12 bis 15.
R. Parätre, Demonstration d’une Serie de larves de Salamandra
maculosa. — Bull. Soc. Zool. France Bd. 19 p. 39 — 40,
Nach Gonzälez Fragoso hat Medina Salamandra maculos«
Laur. bei Constantina, Proc. Sevilla gefunden und bemerkt, dass
Salamandra maculosa Laur. um Constantina zum mindesten selten
sein muss, da er selbst nur Molge waltlii und boscai dort gefunden
in der Herpetologie im Jahre 1894. 177
habe. — Anal. Soc. Espaüi. Hist. Nat. (2) Bd. 1, Actas p. 152—153
1893).
r B. Griffiths hat das rothe Pigment in der Haut von Diemy-
etilus viridescens untersucht und meint, dass es vielleicht ein Derivat
der durch Wanderzellen unter der Haut aufgespeicherten Harnsäure
ist; in H. verwandelt es sich auch durch Behandlung mit kochender
Salzsäure. In Wasser, Säuren und Alkalien ist es unlöslich, dagegen
löslich in Alkohol, Aether, Benzin und Schwefelkohlenstoff. — CR.
Ac. Sc., Tome 119, p. 912—913.
Von Van Bambeke’s Arbeit über die Gastrularaphe von Triton
alpestris (s. Jahresber. f. 1893 p.135) findet sich ein Auszug in:
Arch. Biol. Tome 13 p. 147—162, Taf. VIII.
R. Parätre, Triton blasiusi ne peut pas &tre admis. In: Bull.
Soc. Zool. France Bd. 19 p. 41.
F. Westhoff beschreibt und bildet ab eine Larve von Molge
vulgaris L. mit vollständig entwickelten Eiern. — Jahresber. Westf.
Ver. 1893/94 p. 76—81, 1 fig.
F. Werner erwähnt Molge vulgaris L. var. meridionalis Blugr.
von Corfu und Sta. Maura, Jonische Inseln. — Verh. Zool. bot.
Ges. 44. Bd. 1894 p. 235.
A. Schiöttz fing Molge alpestris Laur. neben M. eristata und
vulgaris bei Unterlüs in der Lüneburger Heide. — Zool. Garten
34. Jahrg. 1893 p. 218—219.
Rollinat beschreibt einen Fall von Verlängerung des Larven-
stadiums bei einer albinotischen Molge palmata. — Bull. Soc. Zool.
France XX 1895 p. 60.
Knauthe hat M. palmata in Schlesien zu acclimatisiren ver-
sucht. — Zool. Garten 35. Jahrg. p. 286.
W.Evans erwähnt das Vorkommen von Molge palmata in
Mid-Perth. — Ann. Scott. Nat. Hist. 1893 p. 118—119.
J.S. Elliot nennt Molge palmata als neu für Worcestershire
und Sceropshire. — Zoologist (3) Bd. 18 p. 154.
F.L. Blathwayt, Molge palmata in Herefordshire. — The
Zoologist (3) Bd. 18 p. 191—192.
O0. Grabham nennt Molge palmata von Scarborough, Yorkshire.
— Naturalist 1894 p. 158. — Desgl. W.J. Clarke in: The Zoo-
logist (3) Bd. 18 p. 191.
E. Dodson, The size of British newts. — The Zoologist (3)
Bd. 18 p. 191.
W.C. Tait, Habitat de Chioglossa lusitanica in: Annaes de Sc.
Nat. Bd.1 (1894) p. 96.
Amblystomatinae.
Nach H.H. Field entstehen die vorderen Gliedmassen bei
Amblystoma durch Verschmelzung einer Wucherung der Urwirbel
mit einer solchen der Somatopleura in der Vornierengegend. Ob-
wohl nur drei Segmente an der Bildung der Vorderextremität An-
Arch, f. Naturgesch. Jahrg.1896. Bd. II. H. 1. 12
178 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
theil haben, lassen doch auch die folgenden Segmente Rudimente
von solchen Auswüchsen erkennen. Die Angaben von Maurer über
die Entstehung der Bauchmuskulatur werden zwar bestätigt, aber
die Priorität vom Verf. dafür beansprucht. — Anat. Anz. IX. Bd.
p. 713— 724, 5 fig.
Herrick hat eine Arbeit über die Gehirnnerven von Ambly-
stoma punctatum. — Journ. Comp. Neur. Cincinnati Vol. IV p. 193
— 207, 2 Taf.
Norris, Studies on the developement of the ear of Amblystoma.
I. Development of the Auditory vesicle. 12p., 2 Tafeln (Journ. of
Morphol. ©. ©. Whitman) Bd.7 No.1.
H.H. Field bringt im Anschlusse an eine Kritik Houssay’s
einige weitere Notizen über die Bluteirculation im Kopfe des Axolotl.
— Anat. Anz. 9. Bd. 1894 p. 471—472,
Wilson findet, dass sich der Müllersche Gang beim Axolotl
unabhängig vom Wolffschen entwickelt und zwar zuerst als Ver-
dickung des Peritonealepithels in der Vornierengegend, indem ein
vom Cylinderepithel der Vornieren-Nephrostomen aus im Epithel-
streifen nach hinten wächst, der zuerst solid ist und dann ein
Lumen erhält. — Anatom. Anzeiger 9. Bd. p. 736—745, 22 fig.
In einer Arbeit über metamere Segmentation in den Medullar-
falten und über den Randwulst bespricht W. A. Locy auch die
Verhältnisse bei Amblystoma. In Fig. 11 zeichnet er das Ei von
Amblystoma unmittelbar nach dem Auftreten der Medullarfalten.
Diese zeigen sich wie beim Haifisch segmentirt. — Anat. Anz.
8. Bd. p. 393—415, 11 fig.
F. Gasco findet beim Axolotl (Siredon) die Polyspermie normal
und die Eierentwickelung von der Anzahl der ins Ei eingedrungenen
Spermatozoen ganz unabhängig; die überzähligen Spermatozoen er-
geben wahrscheinlich Dotterkerne (Merocyten), die später an der
Embryonalentwicklung Antheil nehmen. — Mon. Zool. Ital. Anno 5,
p- 84—85; Arch. Ital. Biol. Tome 21, p. XXIHI—XXV.
Von R. Fick’s „Reifung und Befruchtung des Axolotleies“
(s. Ber. f. 1893 p. 137) findet sich ein Auszug in: Journ. R. Micr.
Soc. London 1894 p. 38—39).
Amblystoma annulatum Cope; Fundort bisher nicht bekannt, von Brimley
bei Hot Springs, Arkansas, gefunden; Beschreibung des neuen Exemplares durch
Stejneger in: Proc. U. S. Nat. Mus. 1894 p. 599.
H. Virchow nennt Amblystoma punctatum von Toronto, Canada.
— SB. Ges. nat. Fr. Berlin 1894 p. 33—88.
Plethodontinae.
Haptoglossa n.g. verwandt TAorius und Typhlotriton, aber Wirbel opistho-
coel, Carpus und Tarsus nicht verknöchert, Zunge vorn und in der Mitte an-
gewachsen. Für A. pressicauda n. sp. von Palmar, Costa Rica. — Cope, Proc.
Amer. Phil. Soc. XXXI 1894 p. 334.
in der Herpetologie im Jahre 1894. 179
Oedipus robustus n.sp. von den „Faldas“ des Vulkans von Jrazu, Costa
Rica. — Cope, Proc. Acad. Philad. 1894 p. 194.
Desmognathinae.
Ueber Form und Beziehungen der Nervenzellen und Nerven-
fasern im Centralnervensystem von Desmognathus fuscus bringt P.
A.Fish eine vorläufige Mittheilung. — Anat. Anz. 8. Bd. p. 754
bis 758, 2 fig.
Desmognathus brimleyorum n. sp. von Hot Springs, Arkansas. — Stejneger,
Proc. U. S. Nat. Mus. 1894 p. 597—599.
Amphiumidae.
A.Davison fand die Rücken- und Schwanzmuskulatur von
Amphiuma mit Ausnahme des äussersten Theiles der dorsalen
Muskelmasse aus reihenförmig angeordneten, theilweise ineinander-
geschobenen Muskelkegeln zusammengesetzt, deren Spitzenrichtung
in benachbarten Reihen wechseln. Die Faserrichtung bildet mit
der Verbindungslinie der Kegelspitzen einen Winkel von 10°. Die
Fascie erinnert in ihrem eigenthümlichen Verhalten an die von
Cryptobranchus. — Anat. Anz. IX 1894 p. 332—336, fig.
H.H. Field hat die Entwicklung des Excretionsapparates von
Amphiuma studirt. Es ergiebt sich aus seinen Untersuchungen,
dass die Theorie, derzufolge das Pronephros ein ursprüngliches
Organ sei, höchst unwahrscheinlich ist und dass der Bau dieses
Organs bei Amphiuma vollständig von dem bei den anderen Ba-
trachiern unterscheidet. — CR. Ac. Sc., Seance du 28. Mai 1894.
Proteidae.
Gegen Weismann’s Essay’s on Heredity p. 87 polemisirend,
sucht H. Spencer dessen Theorie der Degeneration durch Panmixie
u.a. an dem Beispiel der geringen Entwickelung des Auges bei
Proteus zu widerlegen und kommt p. 15—20, 64—66 zu dem Schlusse,
dass die natürliche Zuchtwahl keine für die Existenz des Thieres
kleinen oder unbedeutenden Vortheile auszulesen im Stande ist,
sondern nur die Ausbildung von grossen Zügen fördern kann, die
in vorgeschriebenen Bahnen die allgemeine Tauglichkeit für den
Kampf ums Dasein vergrössern. — Contemporary Review for Fe-
bruary and March 1893. — Kritik von R. Lankester in Nature
(3. Febr. 1893) und Romanes (Cont. Rev. 1893 p. 509). Auch
seperat bei Williams & Norgate, London 1893. 8°, 69 p.
Julia Platt hat eine Arbeit über die ontogenetische Differen-
zierung des Ectoderms in Necturus (1. Studie), über welche ein
ausführliches Referat im Jahresber. f. 1894 der Zool. Station Neapel,
Vertebr. p.110—111 vorliegt. — Archiv f. mikr. Anat. 43. Bd.
p- 911—966, T. 37—42.
12*
180 Dr. Franz Werner: Bericht über die Leistungen
B. F. Kingsbury hat eine Arbeit, betitelt: The Histological
Structure of the Enteron of Necturus maculatus. — Proc. Am. Soc.
Mier. 1894 XVI p. 19—64, 8 Tafeln.
Fülleborn bringt vorläufige biologische Mittheilungen über
die Entwickelung von Necturus. — Sitz. Ber. Akad. Wiss. Berlin
p. 1057— 1070.
H. Virchow nennt Necturus von Oconomowoc, Wisconsin. —
SB. Ges. nat. Fr. Berlin 1894 p. 33—38.
Apoda.
K. Peter hat die Wirbelsäule von Siphonops annulatus, tho-
mensis (= Dermophis — Ref.), indistinetus (= Chthonerpeton — Ref.),
Uraeotyphlus oxyurus, Caecihia rostrata und Ichthyophis glutinosus
untersucht und bei Dermophis und Caecilia die grösste Wirbelzahl
gefunden (189, bezw. 150). In der Wirbelsäule zeigen sich bei den
verschiedenen Gattungen nur unwesentliche, systematisch nicht ver-
werthbare Unterschiede. Der schwache Bau der Wirbel hängt mit
der Ausbildung eines Hautskelettes zusammen. Die Gelenkfortsätze
am Atlas werden als echte Zygapophysen und nicht als Processus
transversi betrachtet. Ein wie bei Menobranchus und Sören vor-
handener scharfer Kiel auf der Unterseite des Wirbelkörpers geht
nach hinten in die unteren Bogen der Schwanzwirbelsäule über.
Auch die Processus inferiores anteriores werden dem System der
unteren Bögen zugerechnet Alle Wirbel besitzen solche Fortsätze
zugleich mit zweiköpfigen Rippen, weshalb Dollo’s Annahme, dass
der Ventraltheil der letzteren von Haemopophysen abzuleiten sei,
unhaltbar ist. Anschliessend eine Betrachtung über die verschiedenen
Theorien der Rippenbildung. Die Gymnophionen sind entwickelungs-
geschichtlich und vergleichend-anatomisch von den Urodelen ab-
zuleiten. — Ber. Nat. Ges. Freiburg 9 Bd. p. 35—58, 29 fig.
Die Cloake und Harnblase der Gymnophionen bespricht H.
H. Field in zwei Arbeiten. Die Harnblase bei Coecilia lumbricoides
bildet ein langgestrecktes, zweischenkliges, an beiden Enden blind
geschlossenes Rohr, von dessen Umbiegungsstelle ein enger Gang
zur Cloake abgeht, in welche er ventral einmündet. Die Cloake,
welche mit starken, in das Innere vorspringenden Längsleisten ver-
sehen ist, bildet drei Abschnitte, deren erster den Enddarm, die
Ureteren und Müller’schen Gänge aufnimmt, während der zweite,
birnförmige, die sogenannten Penissäcke enthält und der dritte ein
enges Rohr vorstellt. Beim g' ist die gänze Caudalhälfte der Cloake
in einer derben, muskulösen und fibrösen Scheide eingeschlossen,
die bis zu den Penissäcken reicht, wo sich ein von der Körperwand
herabziehender Muskel, mit einer den beiden Säcken entsprechenden
Spaltung am caudalen Ende ansetzt. Bei Coecilia lumbricoides
in der Herpetologie im Jahre 1894, 181
existirt auch ein hinterer Schenkel der Harnblase, der bei den
‚übrigen Coecilien rudimentär ist, da er sich bei jungen Larvon von
Ichthyophis glutinosus viel stärker entwickelt zeigt als bei Er-
wachsenen. Noch eine weitere Coecilia-Art, ferner Siphonops und
(ymnopis wurden untersucht. — Morpholog. Arbeiten v. G. Schwalbe
4. Bd. p. 30—52, und Anat. Anz. 9. Bd. p. 764—766.
Dermophis gregorii n.sp. von Ngatana, O. Afrika. — Boulenger, Proc.
Zool. Soc. London 1894 p. 646 Taf. XL fig. 4.
Stegocephala (nur fossil).
OÖ. Jaekel. Ueber sog. Faltenzähne und complicirtere Zahn-
bildungen überhaupt. — SB. Ges. naturf. Fr. Berlin 1894 p. 146—153.
Ein Referat über Credner, Faltenzähne etc. (s. Ber. f. 1893
p- 40) ist im „Zool. Centralbl. 1. Jahrg. p. 450—451 zu finden.
H. Credner behandelt im 10. Theil der „Stegocephalen und
Saurier aus dem Rothliegenden des Plauen’schen Grundes bei Dresden
den Sclerocephalus labyrinthicus (vergl. Ref. für 1893 p.40 und Zool.
Centralblatt I p. 450 wegen der Zähne derselben Art). Die Schädel-
deckknochen stimmen in ihrem Bau vollkommen mit den Ganoid-
schuppen überein; sie enthalten in ihrem Inneren ein dichtes Radiär-
system von Gefässkanälen, von denen zahlreiche Aestchen theils in die
vertieften Stellen der sculpturirten Oberfläche der Hautplatten, theils
in die Pulpahöhle der Zähne ausmünden. Sie sind auf der Innen
fläche mit einer Schicht von Knochengewebe mit Knochenkörperchen
und Sharpey’schen Fasern überkleidet und wie die Schädelknochen
verhalten sich auch die des Bauchpanzers und die Scapulae, Clavi-
culae und das Episternum des Schultergürtels. Die Knochen sind
ohne grosse Markhöhle, die des Innenskeletes besitzen eine peri-
chondrale Rinde mit Sharpey’schen Fasern und eine innere Knochen-
masse (endochondral). Össificirt sind vom knorpligen Schädel nur
Quadratum und Articulare, ferner die Wirbel, das Extremitätenskelet
und die Coracoide.. Am Tarsus sind ausser Calcaneus und Astragalus
noch 4 Tarsalia und ein Centrale vorhanden, die Endphalangen mit
Krallen bewaffnet. — Zeitschr. D. Geol. Ges. Jahrg. 1893 p. 639
— 704, 2 Fig. T. 30—32.
M. Browne nennt Trematosaurus crocodilinus Quenst. aus den
rhaetischen Schichten von England. — Rep. Brit. Ass. Adv. Sc. 1893
p- 749 (1894).
Incertae sedis.
O0. W. Jeffs, On a Series of Saurians footprints from the
Cheshire Trias, with a Note on Üheirotherium. — Geol. Mag. Dec.
IV. 1, 1894 p. 451—454. — Referat in Zool, Centralbl. II p. 789,
182 Dr. Franz Werner.
Steinmann berichtet über die Entdeckung von Chirotherium-
Fährten in den Zwischenschichten von Kandern, Baden. — Leopoldina
Heft 29 p. 47.
0.C. Marsh, Footprints of Vertebrata in the Coal Measures
of Kansas. (Amer. Journ. Sc. (3) XLVIII 1894, p. 82—83, T. VI
und Geol. Mag. Dec. IV., 1, 1894 p. 337”—339, T. XI). Diese Fuss-
tapfen werden unter den neuen Namen: Nanopus caudatus, Lim-
nopus vagus, Dromopus agilis, Allopus littoralis und Baropus lentus
beschrieben. Sie stammen aus dem mittleren Carben von Osage in
SO.-Kansas und werden als Batrachierspuren gedeutet. Allopus
speciell soll ein Labyrinthodont sein. Nur Dromopus wird als
Saurier betrachtet.
Bericht
über
die wissenschaftlichen Leistungen in der Naturgeschichte
der Säugethiere während des Jahres 1894.
Von
Dr. Heinrich Ledermann (Berlin).
I. Verzeichniss der Veröffentlichungen ').
(Alle Arbeiten, bei welchen eine Jahreszahl nicht angegeben ist, sind im
Jahre 1894 erschienen).
Achard et Lannelongue siehe Lannelongue et Archard.
Adam, W.H. On the Habits of the Flying-Squirrels of the
Genus Anomalurus. — Proc. Zool. Soc. London P. II p. 243—246.
— Zool. Anzeig. 17. Jhg. 1894.
Albini, 6. Sull’immobilitä come causa iniziante il letargo
iemale de’Moscardini [|Myozus avellanarius]. — Rendic. Accad. Sec.
Fis. mat. Napoli (2) Vol. 8. Fasc. 1/2 p. 15—20.
Alessandrini, Giulio. Notizie anatomiche sulle glandole an-
nesse all’ apparato digerente del Zragulus meminna Erxl, — Boll.
Soc. Rom. Stud. Zool. Vol. II, No. 7/8 p. 269—71. — Zool. Anzeig.
17. Jhe.
„Fegato colla cistifella, Pancreas, Milza. Forma, dimensioni
e peso.‘
Allen, J. A. (1). Notes on Mammals from New Brunswick,
with Description of a new Species of Evotomys. — Bull. Americ.
Mus. of Nat. Hist., Vol. VI Art III p. 99—106.
Es werden folgende Thiere beschrieben: Cariacus virginianus
Boddy, Alces machlis Linn., Rangifer tarandus carıbou Kerr., Vesper-
tilio gryphus F. Cuvier, Blarina talpoides Gapper, Sorex forsteri
Rich., Scalöops americanus Erzl., Erethizon dorsatus Linn., Zapus in-
signis Miller, Mus decumanus Pallas, Mus musculus Linn., Sitomys
americanus canadensis Miller, Arvicola riparius Ord., A. chrotorrhinus
2) Inhaltsübersicht siehe am Schluss dieses Berichts,
184 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Miller, Evotomys gapperi Vig., E. fuscodorsalis spec. nov., Fiber
zibethicus Linn., Tamias striatus lysteri Rich., Sciurus hudsonius Pallas,
Sciuropterus volucella sabrinus Shaw, Arctomys monase Gmel., Castor
canadensis Kuhl, Ursus americanus Pallas, Procyon lotor Linn., Lutra
hudsonica Lac&p; Mephitis mephitica Shaw, Lutreola vison (Schreber),
Putorius erminea Linn., Mustela pennanti Erxl., M. americana Turton,
Vulpes fulvus Desm. u. Lynx canadensis Raf.
Allen (2). On the Mammals of Aransas County, Texas, with
Descriptions of new forms of Lepus and Oryzomys. — Ebd. Vol. VI
Art. VI p. 165—198.
Es werden folgende Säugethiere aufgezählt und beschrieben:
Didelphys marsupialus californica (Bennett), Tatusia« novemcinctus
Linn., ZLepus callotis Wagler, L. sylvaticus bachmani Waterf., [Z.
aquaticus Bachmann], Geomys personatus True, Perognathus paradoxus
Merrianm, Mus. decumanus Linn., M. alexandrinus Geoffr., M. musculus
Linn., Neotoma micropus Baird., Sigmodon hispidus texianus (And. &
Bachm.), Oryzomys palustris texensis subsp. nov., Furchung, Maasse,
Vorkommen, Sitomys mearnsü Allen, $. (Baiomys) tailora Thomas,
ÖOnychomys longipes Merriam, Spermophilus meaicanus Licht., Sp.
spilosoma annectens Merriam, Sciurus niger limitis (Baird.), Dicotyles
angulatus Cope, Bison americanus Gmel., Cariacus virginianus Bodd.,
Note on the Camels introduced into Texas, Atalapha noviboracensis
Erxl., Scalops texanus Allen, Procyonlotor hernandezü Wagler, Bassa-
riscus astutus Licht., Conepatus mapurito Gm., Mephitis mesomelas
Licht., Note on the variability of coloration in the Skunks of the
genus Mephitis, Spilogale indianola Merriam, Putorius brasiliensis
frenatus Licht., Canis latrans Say, Urocyon virginianus Schreber,
Lynx rufus maculatus (Horsf. & Vig.), Felis onca Linn., F\. concolor
Linn., F. pardalis Linn.
Allen (3). Descript. of a new species of Geomys from Costa
Rica [G. Cherriei]l. — Ebd. Vol. V Art XX p. 337—338.
Allen (4). On the Seasonal Change of Color in the Varying
Have (Lepus americanus Erxl.). — Ebd. Vol.VI Art. IV p. 107—128.
Die Arbeit zerfällt in folgende Abschnitte: Einleitung, Character
of the Pelage u. zwar: Summer Pelage u. Winter Pelage. Material
Examined. Autumnal Change. Vernal Change. Irregularities in
Change of Color.
Allen (5). Cranial Variations in Neotoma micropus due to
growth and individual Differentiation. — Ebd. Vol. VI, Art. IX
p 233—246.
Beschrieben werden: Variations due to age. General Contour.
Measurements and Ratios showing cranial. Variations due to age.
Rostral Segment. Frontal Segment. Parietal Segment. Brani-case.
Transverse Breadth. Vertical Depth. Tooth row. Interparietal.
Supraoceipital. DBasioceipital. Basisphenoid. Postpalatal Region
as a Whole. Incisive Foramina. Spheno-palatine Vacuities. Molars.
Individual Variation. Nasals and ascending branches of the Pre-
maxillae. Frontals. Parietals. Interparietal. Ventralaspect. Teeth.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 185
Allen (6). Descriptions of ten new North American Mammals
and remarks on others. — Ebd. Vol. VI, Art. XIII p. 318—332.
Verf. beschreibt folgende Species: Perognathus price! spec. nov.
P. conditi spec. nov., Reithrodontomys mexicanus fulvescens subspec.
nov., Arvicola leucophaeus spec. nov., Sitomys americanus arizonae
subspec. nov., Neotoma campestris spec. nov., N. rupicola spec. nov.,
N. grangeri spec. nov., Sciurus hudsonicus dakotensis subspec. nov.,
Nyctinomus nevadensis (H. Allen), Arvieola (Pedomys) haydenii Baird.,
A. (Pedomys) cinnamomeus Baird,, Phenacomys truei spec. nov.
Allen (7). Deser. of five new North American Mammals. —
Vol. VI, Art. XV p. 347—351.
Vf. bespricht folgende Thiere: Arvicola insperatus spec. nov.,
Lepus tewianus eremicus subspec. nov., Lepus sylivaticus pinetis sub-
spec. nov., Sciurus arizonensis huachuca subspec. nov. und 8. hudsonicus
grahamensis subspec. nov.
Allen (8). Recent progress in the study of North American
Mammals. Proc. Linn. Soc. New York, 1894, pp. 17—45.
Allen (9). Observations on Blarina brevicauda. Proc. Ac.
Philad. 1894 p. 269—276.
Allen (10). On a n.sp. of Ametrida. Proc. Boston Soc. XXVI
p- 240—-246.
Allen (11). Description of ten New North American Mammals.
Ebd. p. 347—350.
Ameghino, Florentino (1). Röpliques aux critiques du Dr. Bur-
meister sur quelques genres de Mammiferes fossiles de la Republique
Argentine. — Bol. Acad. Nac. Cordoba T. 12, Entr. 4 p. 437—469.
Ameghino (2). Enumeracion synoptique des especes de Mammi-
feres fossiles des formations &ocenes de Patagonie. Bol. Ac. Cordoba
p- 259—452.
Es werden besprochen von Primates: Simioidea, Homuneculidae.
Incertae sedis: Aomocentrus Amegh., H. argentinus, Eudiastectus
Amegh., ud. lingulatus.. — Ungulata: Perissodactyla T'ypotheria,
Protypotheridae, Jcochilus robustus (Abbild.), Hlegetotheridae fam.
nov., Trachytheridae. -—- Taxodontia. Nesodontidae, Nesodon imbri-
catus Owen (Abbild.), Hotodontidae, Acrotheri Kariokense Amegh.
(Abbild... — Litopterna, Notonippidae, N. toxodontoides (Abb.),
Adiantidae; Mesorhinidae, Theosodon Lydekkeri Am. (3 Abbild.), 7%.
gracilis (Abb.), Proterotheridae, Proterotherium cavum (2 Abb.),
Pseudocoelosoma patagonica (Abb.), Licaphrium Floweri (2 Abb.),
Thoatherium minusculum (Abb.), Diadiaphorus majusculus (4 Abb.),
Astrapotheroidea, Astrapotheridae, Astrapotherium magnum (Abb.),
Astrapodon carinatus (Abb.), Pyrotherida.. — Ancylopoda Cope,
Entelonichia Am., Homalodontotheridae, Homalodontherium Segoviae
(2 Abb.). — Unguwiculata: Rodentia, Hystricomorpha, Cercolabidae,
Echynomyidae, Neoreomys limatus (Abb.), Eryomyidae: Periomys
perpinguis (Abb.), P. planaris (Abb.), P. puellus (Abb.). Kocardidae:
Procardia elliptica (Abb.), Dicardia fissa (Abb.), Diprotodontia. —
Plagiaulacoidea: Pauecituberculata, Abderitidae, A. crassiramis (Abb.),
186 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
A. meridionalis (Abb.), Decastidae: D. columnaris (Abb.), Acdestis
Oweni (Abb.), Drpilus Spegaffini (2 Abb.). Epanorthidae: E. Le-
moinei (3 Abb.), Metaepanorthus (Abb.), Paraepanorthus minutus
(Abb.), Garzonidae: G. typica (Abb.), Saocobora. — Pedimana:
Microbiotheridae: M. tehuelchum (Abb.). — Insectivora: Necrolestidae:
N. patagonensis (Abb.), Sparassodonta, Borhyaenidae: B. tuberata
(Abb.), B. fera (2 Abb.), Prothylarynidae: P. patagonicus (3 Abb.),
Hathlyacynidae, Cladosictis Trouessarti (2 Abb.), Amphiproviverridae:
A. Manzaniana (Abb.), Agustylus cynoides (Abb.), Perathereutes pun-
gens (Abb.), Sipalocyon gracilis (Abb.), Acyonidae, Ictioborus fene-
stratus. — Edentata: Anicanodonta: (rravigrada. Ortotheridae, Me-
galonychidae: Pseudpapalops Rutimeyeri (Abb.), Hyperleptus Garzoni-
anus (Abb.), H. rectus (Abb.), Pelecyodon edutatus (Abb.), Prepo-
thendae: Pr. Filholi (Abb.), Planops longirostratus (Abb.), Scelido-
theridae: Analeitherium antarcticum (Abb.), Entelopsida. — Hica-
nodontia: Glyptodontia: Propalaetroplotheridae. Dasypora, Tatusidae?:
Netelia puncta (Abb.), Dasypidae, Peltateloidea, Peltephilidae: P.
feroe (Abb.), Stegotherida. — Cetacea Mystacoceta, Balaenidae,
Odontocesa, Squalodontidae, Pontoplanodidae, Platanistidae. — Mono-
tremata: Dideilotheridae, Scoteripsidae, Adiastaltidae, Anathittidae.
Ameghino (3). Sur les ongules fossiles de l’Argentine; examen
eritique de l’ouvrage de M. R. Lydekker: A study of the extinct
Ungulates of Argentinia. Rev. Jard. Zool. Buenos Ayres II p. 195
—303.
Ammon, Otto. Die natürliche Auslese d. Menschen. Auf
Grund d. anthropolog. Untersuchungen der Wehrpflichtigen in Baden
u. anderer Materialien dargestellt. — Jena, G. Fischer, 326 pp.
Anatom. Anzeig. 9, No. 10 1894.
Die Untersuchungen wurden v. d. anthropol. Commission des
Karlsruher Alterthumsvereins unternommen um d. örtlichen Ver-
schiedenheiten in d. physischen Beschaffenheit d. Bevölkerung fest-
zustellen u. daraus Schlüsse über d. vorgeschichtlichen Wanderungen
u. Besiedelungen abzuleiten. Vf. giebt ein kurzes Inhaltsverzeichniss
zuerst. 1. Die wichtigsten Gesetze d. Vererbung u. ihre Anwendung
auf d. Menschen (Skelett, Pigmente, Körpergrösse, Augen-, Haarfarbe,
Hautfarbe, Wechselbeziehungen zwisch. diesen letzteren). 2, Natür-
liche Auslese d. Kopfformen d. Wehrpfl. 3. D. Ausleseerscheinungen
b. d. Pigmentfarben d. Wehrpfl. 4. Die Wachsthumsverschiedenheit.
zwisch. jungen Leuten in Stadt u. Land. 5. Fernere Verschiedenh.
zwisch, Städtern- u. Landbewohnern beweist die Entwickl. d. Körper-
haare, des Bartes, d. Achselhaare, d. Schamhaare, der Stimme.
6. Seelische Anlagen u. ihre Verschiedenh. b. d. hellpigmentirten
langköpfigen Germanen u. d. „dunklen rundköpfigen Volk.“ 7—10.
Kopfform u. Pigmente d. Gymnasiasten u. Schüler d. kirchlichen
Knabenconvicte. 11. Entstehung v. Bevölkerungsgruppen durch
natürl. Auslese. 12. Bildung der Stände u. ihre Bedeutung für die
natürl. Auslese,
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 187
Anonymus. A Mammut kipusztulasa. Termes. Kozl. Magyar
Tars. 1894. p. 467 — 474.
Aplin, ©.V. (1). Field-Notes on the Mammals of Uruguay
Proc. Zool. Soc. London, 1894, P, II p. 297 —315.
Es werden besprochen Felös geoffroyi, F\, passerum, F. concolor,
Canis azarae, Canis spec. inc. (Aguarä), Lutra plaentsis, L. brasili-
ensis, Procyon cancrivorus, Conepatus mapurito monzoni subspec.
nov., Galictis vittata, Vesperugo montanus (Phil.), Tatusia septem-
cincta, T. novemeincta, Dasypus sexcinetus, Scapteromys (Hesperomys)
tumidus Waterh., Habrothrix olivaceus Waterh., Mus musculus, Cteno-
mys brasiliensis, Ct. magellanicus, Oavia aperea, Hydrochoerus capy-
bara, Myepotamus coypu, Cariacus campestris, Didelphys azarae, D.
crassicaudata (Thick-Tailed-Opossum).
Aplin (2). Bank Vole [Microtus glareolus] in Oxfordshire.. —
The Zoologist (3.) Vol. 18. Febr. p. 54.
Assheton, R. (1). Areinvestigation into the early stages of
the development of the Rabbit. Quart. Journ. Micr. Sci. (2) XXXVU
p. 113—164 pls. XII—XVIN.
Assheton (2). On the phenomenon of the fusion of the
epiblastic layers in the Rabbit and the Frog. T.c. p. 165—172
pl. XXI.
Assheton (3). On the causes which lead to the attachment
of the Mammalian Embryo to the walls of the uterus. T.c. p. 173
—190 pl. XIX.
Assheton (4). The primitive streak of the Rabbit; the causes
which may determine its shape, and the part of the Embryo formed
by its activity. T.c. p. 191—222 pls. XX— XXI.
Bach, Ludwig. Ueber die Gefässe des Pferdeauges mit besond.
Berücksichtigung der Gefässversorgung der Aderhaut. — Arch. f.
wiss. u. pract. Thierheilk. Bd. XX, p. 241—255, Tf. II.
Bangs, 0. (1). Synaptomys cooperi, Baird, in Eastern Massa-
chusetts with notes on S. stonei, Rhoads. Proc. Soc. Washington,
p- 94—104.
Bangs (2). Deser. of a new Field-Mouse (Arvicola Herroenovae)
from Codroy, Newfoundland. T. c. p. 129—132.
Bangs (3). Descr. of a new Musk-Rat from Codroy, New-
foundland. T.c. p. 133—138.
Bangs, 0. und Miller, 6. S. Siehe J. Miller, G. S. und
Bangs, 0.
Bardeleben, Karl von. On the Bones and Museles of the
Mammalian Hand and Foot. — Proc. Zool. Soc. London, 1894, P. II
p. 354— 76, Tf. 20, 21.
Skelett. — Marsupialia. Praepollex is situated on the trape-
zium (carp. dist. i), the Praehallux on the internal cuneiform. Es
werden aufgezählt: Macropus (Halmaturus) benetti: Praepollex ;
Trichosurus vulpecula: Praepollex; Phascolomys wombat: Praepollex;
Didelphys marsupialis, D. elegans: Praepollex, Praehallux consists of
two bones; Didelphys azarae: Praepoll., Praehallux; D. philander;
188 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Pp. (= Praepollex), Ph. (= Praehallux), D. crassicaudatus: Pp., Ph.;
Chironectes minimus (variegatus): Pp., Ph. 2,51.; 1,8 do. pl.; 1,2 br.
Edentata. The Ph. is attached on the scaphoid and trapezium;
the Ph. on the naviculare and first cuneiform. — Tamandua (Myr-
mecophaga) teiradactyla: Pp., Ph. 101.; 5—6,5 Oc. pl.; 2,5 sag.;
Myrmecophaga jubata: Pp., Ph. 181.; Dasypus sexeinetus: Pp., Pp.;
Euphractus minutus: Pp., Ph.; Euphractus minutus: Pp., Ph. very
well developed, resembles metatarsal bone.
Ungulata: Naturally neither a Pp. nor a Ph. is present in the
Ungulata vera nor in Hyrax. — Proboscidia, or Elephas africanus,
has a large Pp., it is longer than the pollex. — In Cetacea the Pp.
has been found by Prof. Kükenthal.
Insectivora: Pp. on the scaphoid; Ph. on the naviculare and
internal cuneiform. Üentetes ecaudatus: Pp., Ph. 21., 1 br., 1 th.
(Plate XX figr. 2, 3); Hemiceutetes nigriceps: Pp., Ph.; H. variegatus:
Pp. Ph.; Ericulus setosus: Pp.. Ph.; Talpa europaea do.; T. wogura,
Scalops argentatus, Myogale moschata, Urotrichus talpoidus, Tupaja
tana, Erinaceus europaeus, Gymnura rajflesii, (Graleopitaecus philip-
pinensis.
Rodentia: Pp. on the scaphoid (and metac.I), Ph. on the
internal naviculare and internal cuneiform. — Sesurus arizonensis,
S. niger, S. vulgaris: Pp. large, Ph.; Xerus erythropus, Cymomys
ludovieianus, Arctomys marmotter, Castor fiber, ©. canadensis, Myoxus
glis (avellanarius), Spalwe typhlus, Bathyergus maritimus, Georychus
capensis, Myoscaloys (Heliophobius) urgentocinereus, Geomys hispidus
Dipus jaculus, Pedetes capensis (caffer), Myopotamus bonariensis, Choe-
tomys subspinosus, Cercolabes (Synetheres) insidiosa, Synetheres prehen-
silis, Erethizon dorsatus, Hystrix malabariensis, H. javanica.
Carnivora: Pp. on the scapho-lunatum and trapezium; Pp. if
present, on the naviculare and internal cuneiform. Felis macroselis,
F. paguros, F.tigris, F. pardus, F. tigrina, F. macrura, Oynoelurus
Jubatus, Uryptoprocta ferox, Viverra tangalunga, Viverricula malaccensis,
(renetta pardina, Liusang (Prionodon) pardicolor, L. (Poiana) gracilis,
Paradozxurus philippinensis, P. iypus, Herpestes fasciatus, H. griseus,
H. javanicus, FH. ichneumon, H. pulverulentus, Cynictis peniecillata,
(ralidea olivacea, Hemigalea (Herpestes) galera, H. hardwicki, Eupleres
goudotit, Proteles cristatus, Hyaenda striata (Canidae, Ursidae, Procyon
lotor, Pr. carnivorus, Aelurus fulgens, Nasua nasica (nasia), Cerco-
leptes caudivolvulus, Lutra brasiliensis, L. canadensis, L. platensis,
Latax lutris, Mephitis sulphitica, Conepatus mapurito, Mydaus meli-
ceps, Meles tawus, Taxidea americana, Helictis orientalis, Ietonyx
(Zorilla) capensis, (Gralictis (Grisonia) barbara, G. (Grisonia) vittata,
Gulo borealıs.
Pinnipedia: Trichectus rosmarus, Phoca vitulina, Arctocephalus
cinereus.
Chiroptera: Pp. attached to the scaphoid, small. Ph.? — Pte-
ropus medius, cynopterus, marginatus, Vesperugo, Phyllostoma hastatum.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 189
Lemuroidea: Pp. situated on the side of the trapezium, before
the scaphoid, behind and on the side of the metacarpale 1. —
Indris brevicaudata (Liebanotus indri), Avahis (Microrhynchus) laniger,
Lemur catta, L. makako, Lepidolemur mustelinus Geoffr., L. mierodon
(Forsyth Major), Otolicnus galago (Galago sp.), Nycticebus (Stenops)
tardigradus, Loris gracilis, Perodicticus calabariensis, Tarsius spectrum,
Chiromys madagascariensis.
Primates s. s. (Anthropordea): Pp., if situated on the trapezium
connected by ligaments with the scaphoid. Cebidae: Chrysothrix
sciurea, Üercopithecidae, CUynocephalus anubis, Cyn. (Hamadryas)
aegyptiacus, Macacus leoninus, M. laniger, M. sp.? (young spec.), M.
inornatus, Cercopithecus ruber, ÜÖ. cephus, C. mona, Ü. cynosurus,
Lemnopithecus mitratus, Colobus bicolor, ©. ursinus, Simüidae: Hylo-
bates lar. In Simia, Gorilla, Anthropipethecus no Pp. (= tuberos.
scaph.?) no Ph.
Muskeln und Nerven. Forcarm and hand. a) Marsupialia.
1. Didelphys marsupialis. «) Flexores Nerven. £) Extensores mit
Ursprung und Insertion. 2. Zrichosurus vulpecula (Pl. XXI Fig. 3).
«) Flexores. £) Extensores Ursprung u. Insertion. N. medianus
3. Macropus Bennetti. b) Insectivora. Muskeln. c) Rodentia.
1. Sciurus arizonensis (Pl. XXI Fig. 4) Muskeln. 2. Bathyergus
maritimus. Muskeln u. Nerven. 3. Dipus jaculus Muskeln. d) Un-
gulata. 1. Ayrax Brucei. «) Flexores, 8) Extensores. 2. Elephas
africanus (Embryo) Muskeln. e) Carnivora. 1. Ziusang gracilis
(Pl. XXI, Fig. 5). «) Flexores, Nerven. $) Nerves of the extensor.
2. Herpestes griseus. «) Flexores, Nerven. £) Extensores. 3. Para-
doxwurus sp. «) Flexores, Nerven. #8) Extensores.. 4. Viverricula
malaccensis (Pl. XXI, fig. 6). «) Flexores, Nerven, II. Leg and Foot.
a) Mersupialca. 1. Didelphys marsrpialis (Pl. XXI, p.1, 2).
«) Flexores. £$) Extensores. 2. T'richosuuus vulpecula. «) Flexores,
Nerven. £) Extensores. b) Edentata. 1. Euphractus minutus.
«) Flexores, #) Extensores. c) Rodentia. 1. Sciurus arizonensis
(Pl. XXI, fig. 4) Nerv., Muskel. 2. Sciurus niger .«) Flexores,
8) Extensores. 3. Bathyergus maritimus. Flexores. d) Ungulata.
1. Hyrax Brucei Muskeln. 2. Elephas africanus Musken. e) ÖGarni-
vora. 1. Lisang gracilis Muskeln. 2. Viverricula malaccensis Muskeln
u. Nerven. 3. Heopestes griseus. Muskeln u. Nerven.
Barkley, Mac Donald. Notes upon the Antelopes of the
Pungu& Valley. — Proc. Zool. Soc. London P.I, p. 130—132.
Es werden besprochen: Oreas canna, Cobus ellipsiprymnus „W ater-
buck*, Catoblepas gorgon, Verbreitung, Färbung, Bubalis Lichten-
stein (Lichtensteins Hartebeest); Aepyceros melampus „Roode-bok*
u. Neotragus scoparius.
Barrett-Hamilton, 6. E. H. The Marten in Ireland. The
Zoologist (3) XVII p. 134—142.
Bartelli, D. Contributo alla anatomia del diaframma nei
Carnivori. Monit. Zool. ital. V p. 211—215.
190 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Barthelemy, F. Sur les molaires de Mammouth trouvees A
Nancy. Bull. Soc. Nancy (2) XIII p. 25 — 27.
Bassi. Erweiterung des stenonischen Kanals bei Equus 9.
Mod. Zog. 1893. Schweiz. Arch. f. Tierheilk. 1894 p. 91.
Baum, Herm. Die Nasenhöhle und ihre Nebenhöhlen (Stirn-
u. Kieferhöhle) beim Pferde. — Arch. f. wiss, u. pract. Thierheilk. XX,
p. 99—170, 12 Textfig.
Baum, H. u. Ellenberger, W. siehe Ellenberger, W.
Beauregard, H. Recherches sur l’appareil anditif chez les
mammiferes. Planches IX, X et XI. Journ. de l’anat. et de la
physiol. T. 30 No. 4 p. 366—413. 7 Xyl., 3 Taf.
Beschrieben wird d. Mittelohr von Vespertilio murinus. Cercle
tympanique et bulbe, Stylhyal, Membrane de tympan, Cavite tym-
panique, Canal de Fallope, Muscles des osselets. Pferopus medius:
Bulle, membr. du tympan cavite tymp., osselets de l’owie, muscles
des osselets, nerf facial, corde du tymp. Observ. cousecutives &
l’etude comp. de l’oreille moyenne du Murin et de la Roussette.
Mouton: Membr. du tympan, cavit& tymp. oss. de l’ouie, muscles
des osselets. Eudelphinus delphis: Bulle tymp., modes d’attaches
de la bulle au rocher, orifice tymp., cadre tymp., membr. du tympan,
cavite tympanique, Trompe d’Eustache, sacsou sinus aeriens, caro-
tide interne, parois de la cavite tymp., oss. de l’ouie. Musc. des oss.
Cachalot (Pottfisch). DBalaenoptera rostrata: Bulla tymp., membr.
du tympan, cavit& tymp., sinus aeriens, parois de la cavite tymp.,
oss. de l’ouie, ligament du marteau. Balaenoptera musculus: Bulle
tymp., membr. du tympan.
Beauregard (2). Les glandes & parfum des Viverrides. —
Compt. rend. Ac. Sc. Paris, T. 118, 19 p. 1063—1064. — Extr. in:
Revue Scientif. (4) T.1 No. 20 p.633. — Einfachster Typus bei
den Genettakatzen, der komplizirte bei den Zibetkatzen, in der Mitte
steht Viverricula.
Beauregard (3). Le Rorqual de Kerafede. C, r. Soc. Biol.
(10) p. 275—7.
Beauregard (4). Recherches sur l’oreille interne de la Roussette
de l’Inde (Pteropus medius). C.r. Ac. Sci., Paris OXIX p. 1351—2.
Beauregard, H. et R. Boulart (1). Sur l’utricule prostatique et
les canaux deferents des Cetaces. — Ebd. T. 118, N. 11 p: 596—597
— Extr. in: Revue Scient. (4) T. 1 No. 12 p. 373 — 374.
Behandelt Balaenoptera musculus.
Beauregard, H. et Boulart (2). Note sur un plexus veineux
de l’Oeil de Balaenoptera musculus. ©. R. Soc. Biol. (10) p. 775—6.
Beekmann, Ludw. Geschichte u. Beschreibung d. Rassen des
Hundes. II.Bd. Mit zahlreichen Holzstichen u. 2 farb. Taf. Braun-
schweig, Vieweg, 1894 Lex. 8° (386 p. 2 p. Berichtig., 46 Taf. (2 color.).
94 Textfig. — Vf. behandelt als Hilfswissenschaften Anatomie, Ex-
terieur, physiologische und geistige Eigenthümlichkeiten, antike
Rassen. — Die Abstammung in Dunkel gehüllt, auch die Frage der
Zähmung, vielleicht hat sich der Hund zwanglos allmählich an den
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 191
Menschen angeschlossen. Der Haus- oder Menschenhund bildet den
Wildhunden gegenüber eine selbstständige Species, die in Form und
Farbe den Wölfen am nächsten stand, bis sie in Folge der Domesti-
cation vielfache Abänderungen erlitt, aus denen der Mensch durch
fortgesetzte Zuchtwahl Rassen bildete. Rasselose Hunde, im Gegen-
satz zu Rassehunden. Schutz gegen Ausartung der Rassencharaktere.
Die 3 Hauptgruppen: die „Jagdhunde, Haus- und Hirtenhunde,
kleinere Luxushunde.“ Gruppen lu. 2 zerfallen dann wieder je
nach der Thätigkeit weiter z. B. Jagdhunde in: Schweisshunde, laut-
jagende, Dachshund u. s. w. Eine andere Unterscheidung nach der
„Nationalität“, eine dritte nach der Behaarung, und da, wo diese
gleichmässig ist, nach der Farbe.
Im I. Theil werden besprochen: Haushund und Wildhunde,
Bau u. Verrichtungen des Hundekörpers, alte und neue Rassen,
ihre Entstehung u. Eintheilung.
1. Stellung des Haushundes zu den wildlebenden Formen. Es
bestehen zu bedeutende Unterschiede in Körperbau u. Fortbewegung
um den Haushund nicht als Abkömmling der Kreuzungsprodukte
verschiedener Wildhunde, sondern als selbstständige Art neben
denselben aufzufassen.
2. Knochengerüst und Weichtheile des Hundekörpers in Hinsicht
auf die äusseren Formen u. Bewegung und die Sinnesorgane.
3. Haut und Haar. Nach äusserer Form, Textur und Vertheilung
der Haare unterscheidet Vf.: a) das Wildhaar, Wolfshaar, b) Glatt-
haar und Stockhaar. c) Stichelhaar. d) Seidenhaar. e) Zottenhaar.
f) Strupphaar.
4, Die Farbe, der Farbstoff in der Haut u. den Haaren. Die
ursprüngliche oder natürliche Färbung u. ihre Abänderung infolge
der Domestication u. künstlichen Züchtung. Die ursprüngliche oder
natürlicheFärbung unseres Haush. stimmt mit der der Wildh. übereinst.
namentl. aber mit der des Wolfs; unter den europäischen Rassen
ist diese Wildhundfärbung vollkommen beim grauen Spitz erhalten,
unvollkommen aber und stellenweise tritt sie bei allen Rassen ge-
legentlich auf und kaum nur durch strengste Zuchtwahl für längere
oder kürzere Zeit unterdrückt werden.
5. Aeussere Form des Hundekörpers. Verschiedenheiten der
Kopfbildung, normale und fehlerhafte Bildung des Rumpfes u. der
Extremitäten mit Bezug auf ihre mechanischen Verhältnisse und
Verrichtungen. Am schärfsten sind die unterscheidenden Charaktere
der Rassen ausgeprägt: a) in der Form der Schnauze (des Gesichts-
theiles bis zu den Augenbogen), b) in der Form und Stellung des
Ohres, c) in der Form und Haltung der Ruthe, d) in den Grössen-
verhältnissen der Extremitäten zum Rumpfe.
6. Stand, Fortbewegung, Ruhe.
7. Entwicklung, völlige Ausbildung, Fortpflanzung u. Ableben
des Hundes.
8. Eigenthümlichkeiten des H., Bedeutung des Geruchssinnes,
Geistesthätigkeit.
192 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl,. Leistungen
9. Die H. des Altertums.
10. Die Beziehungen zwischen den H. des Alterthums u. denen
de Neuzeit.
11. Eintheilung der Hunderassen der Jetztzeit (hierüber vergl.
bei Systematik).
Beddard, Frank, E. On some points in the Visceral Anatomy
of Ornithorhynchus. — Proc. Zool. Soc. London P. HI p. 715 — 722.
Beschrieben werden ä' Generationsorgane u. Herz, Abb. von
Magen und Duodenum, Oesophagus, Testis und Vas deferens.
Benham, W. B. A description of the cerebral convolutions
of the Chimpanzee known as „Sally“; with notes on the convolutions
of other Chimpanzees, and two Orangs. Quart. Journ. Micr. Sci. (2)
XXXVI p. 47—88, pls. VII—XI.
Berkley, J. The neuroglia cells of the walls of the middle
ventricle in the adult Dog. — Anat. Anz. IX p. 746 —753.
Bianchi, Stanisl. Sulle ossa parietali nel genere Bos. Con
1 fig. — Monit. zool. Ital., Ann. 5, p. 134—137. — Extr.: Zool. Anz.
17. Jhg. p. 344.
Parietalia bei Bos taurus redueirt, parietale Fontanelle bei Bos
bubalus.
v. Blaas, Julius u. E. Kaltenegger, Album der Rinder-Rassen
d. österreich. Alpenländer (Text v. Kaltene.), herausgeg. vom K.K.
Ackerbau-Min., 1. Heft, Wien (W. Frick) 1894 Querf., 3 Oelfarbdr.,
3 Blatt Text.
Blanc, L. Etude sur la Polydactylie chez les Mammiferes.
— Ann. Soc. Linn. Lyon (2) XIV p. 53-88.
Blasius, Wilh. (1). Ausgrabungen in neuen Theilen der Bau-
mannshöhle. — IX. Jahres-Ber. d. Ver. für Naturw. Braunschweig
(16. Nov.) 1894 p. 13—14.
Felis spelaea und F‘. antiqua sowie Ursus spelaeus gefunden.
Blasius (2). Schädel einer sogen. „gehörnten Ricke.“ —
IX. Jahresber. Ver. f. Naturw. Braunschweig (16.Nov.) 1894 p.10—13.
Boas, J. E.V. Zur Morphologie der Wirbelthierkralle. Mit
Taf. X—XI u. 3 Figur. im Text. — Morphol. Jahrb. 21. Bd. 3. Hft.
p. 281—311.
I. Allgemeine Uebersicht über die Verhältnisse der Wirbelthier-
kralle. II. Specielleres. (1. Crocodilica, 2. Schildkröten, 3. Vögel.
4. Säugethiere. Von letzteren werden folgende besprochen: Echidna
Fig. 26; Didelphys Fig. 3; Halmaturus Fig. 27; Ursus Fig. 28; Canis
familiaris, Taxidea americana, Meles taxus, Mustela, Felis, Cynailurus,
Nasua, Phoca vitulina Fig. 32; Hundsaffen (Cynomorphae, Cerco-
pithecus); Homo, Lepus europaeus Fig. 22, 3b; Myopotamus coypu,
Dasyprocta aguti, Hydrochoerus capybara Fig. 31; Ungulaten, Equus
caballus u. T. apirus.
Bolau, Heinrich. Der erste erwachsene Orang - Utan in
Deutschland. — Zool. Gart. 35. Jhg. p. 97 —102.
„Max u. Moritz“ lebten indes nur wenige Wochen in Europa.
Einen ebenso alten, absonderlich aussehenden, beschreibt Vf. Grösse
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 193
1,25 m (Wallace giebt die Höhe des grössten v. ihm gemessenen
Orang-Utan auf 1,27 m an). Enorme Entwickl. d. Backenwülste u.
Halswamme, stark abgenutztes Gebiss sprechen für d. Alter. Maul
weit, Lippen dick; schwach. Kinn-Bart, Auge braun, Nasenrücken
fehlt, Nase nur durch d. Nasenlöcher markirt, Ohr klein, kraus,
Nacken kräftig, Kopf hoch, gute kropfartige Wamme, dieselbe ist
weich, schwankt. Gliedmass. stehen in auffall. Missverhältn. zu
einander. Arme lang, stark, Beine kurz, schwach. Körper lang-
behaart, v. rotbrauner Farbe.
Bole, E. Le grand lobe limbique dans la serie des Mammi-
feres. Etude de morphologie et d’histologie cer&brale (These). —
Lille. 1893 (Juillet).
Bolk, Louis. Beziehungen zwischen Skelet, Muskulatur und
Nerven der Fxtremitäten, dargelegt am Beckengürtel, an dessen
Muskulatur sowie am Plexus lumbo-sacralis. Mit 14 Figg. im Text.
— Morphol. Jahrb. (Gegenbaur), 21. Bd. 2. Hft. p. 241—277.
Boulart, R. et Beauregard, H. Utricule prostati que et les
canaux deferents des Cötaces. — cf. Beauregard, H.
Branco, W. Ueber eine fossile Säugethier-Fauna von Punin
bei Riobamba in Ecuador. Nach den Sammlungen v. W. Reiss u.
A. Stübel.e. Mit einer geologischen Einleitung v. W. Reiss. Mit
19 Taf. Berlin, G. Reimer, Palaeontol. Abhandl. herausgegeben v.
W. Dames u. E. Kayser Bd.I, Hft. 2.
Untersucht wurden von I. Edentaten: Mylodon sp., Sammelort:
oberh. Sta. Lucia am Rio Daule bei St. Rita. II. Ungulaten: A)
Perissodactyla: Equus Andium (A. Wagner) Branco. Schädel, Unter-
kiefer, Gebiss, Wirbelsäule u. Extremitäten. Vergleich v. E. Andium
mit anderen fossil. Pferden. Die geol. Entwickelung der pferde-
artigen Thiere.. B) Artiodactyla ruminaentia: Protauchena Reissi
nov. spec., Gebiss, Skelet; Cervus sp. (Geweihe), Gebiss, Skelet.
III. Proboseidier: Mastodon Andium Cuvier. IV. Carnivoren: Ma-
chatrodus cf. neogaeus Lund sp. Ueber die Beziehungen tertiärer
und quartärer Säugethierfaunen Americas zu denen Europa.
Brecher - Grünwalde. Die Nachbrunst der Rehe nach der
Hauptbrunst im Juli/August. Vortrag, Allgem. Forst- u. Jagdztg.
N. F. 70. Jhg. Frankf. a.M.
Der Verf. erwähnt eine grosse Zahl von einwandsfreiher Seite
ihm mitgetheilter Beobachtungen, welche für Nachbrunst, sprechen.
Auch bei Schafen, welche wegen des ständigen Weideganges nicht
wohl zu d. Hausthieren zu rechnen sind, beginnt d. Brünstigkeit
der Mutterschafe im Juli u. wiederholt sich bei nicht fruchtbarem
Beschlage von 4 zu 4 Wochen bis October u. sogar Neujahr.
Aehnliches bei Ziegen und Pferden. In allen diesen Thieren wieder-
holt sich die Brünstigkeit und das Beschlagen nach gleichen Natur-
gesetzen bis zum Erfolge u. d. Treiben u. Beschlagen d. Rehe im
Nov. u. Dec. stellt eine Nachbrunst geil gebliebener Ricken dar.
Bei d. Ricken ist gerade diese spätere Zeit eine geschlechtlich
kritische u. entscheidende. Die Entwickl. des Eies hat bis zu dieser
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 13
194 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Zeit aus d. Sommerbrunst geruht. Vermuthlich fühlt die Ricke,
wenn sie erfolglos beschlagen ist, zu dieser Zeit erst d. betreffenden
Mangel, u. der Brunsttrieb erwacht von Neuem u. der Bock hat
dann Spermatozoen und ist zeugungsfähig. Der Beschlag findet
auch erwiesenermassen statt. Die Echtheit der Nachbrunst des
Rehwildes wird erst durch den praktischen Beweis, dass Ricken
infolge nur in dies. Monate empfangenen Beschlages zur rechten
Zeit Kälber setzten, endgiltig festgestellt sein.
Brown, Arth. Erwin. On the true character and relationships
of Ursus cinnamomeus Aud. and Bachm. — Proc. Acad. Nat. Sc.,
Philad. 1894, p. 119—29. — Siehe Syst.
Bruce, W. S. (1). A few notes on Seals and Whales seen
during the voyage to the Antarctic Ocean 1892—1893. — Rep.
Brit. Ass. 1893 p. 807.
Bruce (2). Animal life observed during a voyage to Antarctic
Sea. P. Phys. Soc. Edinburg XII p. 350—354.
Büchner, Eug. Muiıekommrawmia [Säugethiere der Reise N.M.
Prezewalsky’s in Centralasien]. 5. Lief. [Zool. Abtheil. d. Reise,
1. Bd.] St. Petersbourg, Leipzig, 1894 4°, p. 185—232, Taf. XXI
— XXI.
Bühler, A. B.z.K. der Eibildung beim Kaninchen und der
Markstränge des Eierstockes beim Fuchs und Menschen. 2 Taf. —
Zeitschr. f. wiss. Zool. 58. Bd. p. 314—337, 338—339. — Extr.: Zool.
Anz. 17. Jhg. p. 399.
Bei Lepus cun. entstehen durch indirekte Theilung einer Keim-
epithelzelle 2 übereinanderliegende Zellen, von welchen die dem
Stroma aufliegende zum Ei wird. Bei Canis vulpes u. Homo besteht
der Urnierengang als „Grundstrang“ im Hilus ovarü. Die Mark-
stränge, welche öfters Eier enthalten, sind Erzeugnisse seines Epithels,
das sich nach d. Peripherie des Ovariums verzweigt.
Bucknill, J. A. Cats-catching Butterflies and Moths. — The
Zoologist (3) Vol. 18, Jan. p. 24—25.
Caester, C. Zur Verbreitung des Gartenschläfers (Myoxus
quercinus). — Zool. Garten, 35. Jhg. No.5 p. 151.
In den Vorbergen des Spessart.
Cameron, A. @. The origin and purpose of the Horns and
Antlers of Ruminants. — The Zoologist (3) XVIII p. 241—252 u.
281— 292.
I. Einleitung. II. Histor. Bemerk. p. 241 - 252. III. Structure.
IV. Sex.
Cannieu, Andre. Recherches sur le nerf anditif, ses rameaux
et ses ganglions. — Revue Biol. Nord France, 6. Ann. No.3, 4,
p. 87—153.
Besprochen werden Schaf, Rind, Katze, Maus und Ratte. Ein
einziges Ganglion stellen die Ganglien von Corti, Bötticher, Scarpa
u. Schwalbe dar.
Capellini, G. Resti di Mastodonti nei depositi Marini Pliocenici
della provincia di Bologna. Mem. Acc. Bologna (5) p. 163—170.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 195
Carnot, Ernest. Le cheval sud-americain et son utilisation
en Europe. — Revue Scient. (4) No.1 p. 521—526, 2 Abb.
Nachdem Vf. die Typen von Süd-Amerika aufgezählt hat giebt
er Rathschläge für den Transport.
Carpenter, 6. H. Nearctic or Sonoran? Nat. Sci. V p. 53—97.
Carrueeio, Ant. Su di un Pelagius monachus®? adult. e del
suo fets presi a Capo Teulada nel Mediterraneo. — Boll. Soc. Rom.
Stud. zool. Vol. II, No.7/8 p. 201—11.
Carvallo, J. u. Pachoa, V. Arch. de Physiol. 1894 (5) T. VI
p- 106. Ausz. Naturw. Rundsch. N. 15 p. 195--96.
Versuche über d. Verhalten v. Hunden nach völligem Aus-
schneiden des Magens. Die Untersuchungen zeigten, dass der Magen
theils ersetzbar, theils in seinen Funktionen unersätzlich ist.
Cattaneo, Giac. Sullo stomaco del Globicephalus Svineval
Flow. etc. (1 Tav.). — Boll. Musei. Zool. Anat. Comp. Genova, No. 24
1894. — Extr.: Zool. Anz. 17. Jhg. p. 401.
Unteres Ende des Oesophagus kropfartig erweitert, mit Oeffnung
versehenes Septum darin; in den Magen tritt der Inhalt der 1. Ab-
theilung des Kropfes u. wird aus ihm in die 2. Kropfabtheilung
zurück gebracht, um aus dieser regurgitirt zu werden. Es folgen
2 kleinere Zwischenerweiterungen, darauf der Pylorussack, welcher
in den Darm führt. Letzterer bildet an d. Mündung d. Gallenganges
eine duoden. Ampulle.
Cazurro y Ruiz M. Datos para la Fauna de la provincia de
Madrid. — Mamiferos.: Anal. Soc. Espah. Hist. Nat. (2) T. 3 (23)
(Cuadi) Actas, p.6—19. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 343. —
Chiropteren.
Chapman, Frank. Remarks on certain Land Mammals from
Florida, with a List of the species known to occur in the State. —
Bull. Americ. Mus. of Nat. Hist, Vol. VI Art. XIV p. 333—346.
Beschrieben werden Didelphys marsupialis virginiana (Kerr.),
Cariacus virginianus (Bodd.), Sciurus carolinensis Gmel., Se. niger
Linn., Sciuropterus volucella (Gmel.), Castor canadensis Kuhl, Arvi-
cola (Neofiber) alleni (True), A. pinetorum (Le Conte), Oryzomys
palustris natator Chapm., Sitomys aureolus Wagn., 5. americanus
gossypinus (Le Conte), S. floridanus (Chapm.), S. niveiventris (Chapm.),
S. niveiventris subgriseus Chapm., KReithrodontomys humilis Aud. &
Bach, Sigmodon hispidus Say & Ord., S. hisp. littoralis Chapm., Mus
decumunus Pallas, M. alexandrinus Geoffr., M. raitus Linn., Mus
musculus, Neotoma floridana Say & Ord., Geomys tuza (Ord.), Lepus
sylvaticus Bach., L. sylv. floridanus Allen, L. palustris Bach, 1. pal.
paludicola (Miller & Bangs), Artibeus carpolegus Gosse, Corynorhinus
macrotis Le Conte, Vespertilio gryphus F. Cuv., Adelonycteris fuscus
(Beauv.), Vesperugo carolinensis (Geoffr.), Nycticejus humeralis Raf.,
Dasypterus intermedius (Peters), Atalapha borealis (Müll.), A. cinerea
(Beauv.), Nyetinomus brasiliensis J. 5. Geoff., Blarina brevicauda
carolinensis (Bach.), Bl. cinerea (Bach), Bl. ewilipes Baird, Scalops
aquaticus australis Chapm., Ursus americanus Pall., Procyon lotor
196 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
(Linn.), Lutra canadensis Schreber, Mephitis mephitica Shaw., Spilo-
gale putorius Linn., Lutreola vison Schreber, Putorius erminea Linn.,
P, insulae Rhoads, Urocyon cinereo-argenteus Müll. [= U. virginianus
Auct.], Canis lupus griseo-albus Linn., Felis concolor Linn., Lynx
rujus floridanus Raf.
Chapman, H. C. (2). Notes on the New Zealand Bats. Tr.
New Zedland Inst. XXVI p. 218— 222.
Chastatow, W. Bemerk. über den caspischen Seehund, P’hoca
caspia. — Anzeig. d. Fischerei-Industrie, 9. Jhg., p. 234— 241.
‚Chiarugi, Giulio (1). Contr. allo studio dello sviluppo dei
nervi encefalici nei Mammiferi in confronto con altri vertebrati.
— Firenze, Publ. Ist. Stud. Sup. Firenze (Sez. Med. Chir.) 1894
8°. (3 Taf., 71 p.). — Ausz. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 287.
ıE Sulla prima comparsa del sistema gangliare nella testa.
2. Svil. del nervo olfattivo. 3. Svil. dei nervivago, accessorio ed
ipoglosso e dei primicervicali.
I. Die Zwischen- (Ganglion) Rinne (His) ist eine Folge der
durch Erhebung der Medullarplattenränder eintretenden Niveau-
verschiedenheit zwischen d. Rändern u. d. darunterliegenden Meso-
derm. Biegen sich die Ränder nach innen, so erfolgt ein Zug auf
d. Tegument u. d. Rinne verschwindet. Aehnlich entstehen d. Zwischen-
(Ganglion)-Stränge (His) durch Einkeilen der Tegumentproliferation
seitl. v. d. Medullarrinne Die Hirnganglien entstehen nicht, wie
Beard sagt, direkt v. Ectoderm, sondern v. d. Rändern (Lippen) der
Medullarplatte. Die Entstehung d. Riech- u. Gehörgruben hat zu
d. Zwischenrinne keine Beziehung. — U. In Bezug auf d. Ent-
wickelung d. Olfactorius führt Vf. seine frühere Darstellung weiter
aus. Aus.d. ursprünglich dorsalen Lage d. Anlage der Augenblasen
u. d. gleichen Lage d. Riechgrube geht hervor, “dass d. Olfactorius
der 1. in d. Reihe d. Hirnnerven ist. III. D. Zahl d. Oeccipital-
segmente ist b. d. Säugern 7. Zur Erklärung dieser Thatsache
stellt Vf. die Hypothese auf, dass während d. Phylogenese Segmente
des Rumpfes vom Kopfe assimilirt worden sind. Hypoglossus u.
Vagus sind complexe Nerven.“
Chiarugi (2). Di una particolare connessione della parete
ventrale del vervello intermedio coll’ ectoderma in embrioni di
mammifero. Nota prelim. — Monit. Zool. Ital. 5. Ann. No.5 p. 109
—112. — Extr.: Zool. Anz. 17. Jhg. p. 287.
Vf. fand bei Cavia Embr. in d. Gegend d. Chiasma n. optici
eine von der ventralen Wand des Zwischenhirns ausgehende, in
der Medianebene gelegene Knospe (?), welche das Ectoderm erreichte,
sich in dessen tieferer Schicht faserig verlängert u. an d. Basis u 84
breit, «76 in vertical. Ausdehnung u. an d. Berührung mit d. Ecto-
derm u 113 mass.
Chiarugi (3). Intorno allo sviluppo del nervo olfattivo nei
Mammiferi. — Monit. Zool. Ital. Ann. V No. 1. p. 6—12.
Christy, Miller. Food of the Otter. — The Zoologist, (3)
Vol.18 Febr. p. 53—54.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 197
Chudzinski, Th. Les anomalies des os propres du nez chez
les Anthropoides et prineipalement chez les Orangs. Avec 3 fige.
— Bull. Soc. Anthrop. Paris (4) T. 4 No. 12 p. 788—791.
Clarke, W. E. and Hinxmann, W.L. Cf. Hinxmann, W.L.
Clasen, Ferd. Ueber d. Muskeln u. Nerven d. proximalen Ab-
schnittes d. vorderen Extremität d. Katze. — Inaug. Diss. Bonn,
1894, 8°. (35 p.).
Gleland, J. On the development of the Molar Teeth of the
Elephant with remarks on dental series. Rep. Brit. Ass. 1893 p. 808.
Cogho, Aug. Die europäischen Hirscharten im Kampfe ums
Dasein. Geschichte der europäischen Hirscharten. — (Funde fossiler
Edelhirsch-Ueberreste in Württemberg.) — Der Waidmann. Blätter
f. Jäger u. Jagdfreunde XXV. Bd. Blasewitz-Dresden.
Die Abschnitte sind:
Funde fossiler Edelhirsch-Ueberreste in Württemberg. — Im
Torfe. In Höhlen. Aus alten Grabhügeln. Unbestimmte Ueber-
reste: a) Aus der Melasse Oberschwabens. b) Aus d. Bohnerzgrube
der Schwäb. Alp. c) Im Süsswasserkalk. d) in Höhlen. — Die
fossilen Edelhirsche Preussens: A) In diluvialen Format. a) Rhein-
provinzen. b) Prov. Sachsen. B) In alluvialen Form. a) Rheinpr.
b) Prov. Brandenburg. c) Niederlausitz. d) Prov. Schlesien. C) Im
Torfe.. a) Rheinpr. b) In d. Mark. c) Schlesien. d) Posen. —
Die foss. Edelhirsche in Sachsen-Coburg-Gotha, Braunschweig, Baden
und in d. Schweiz. A) Ind. diluvialen Formationen. B) In den allu-
vialen Formationen. C) Im Torfe. D) In Opferhügeln.. — Die
fossilen Edelh. in Italien. A) In diluvialen Form. B) In alluvialen
Form. — Die foss. Edelh. Frankreichs. A) In diluv. Form. B) In
all. Form. C) Im Torfe. D) In Höhlen. E) In Grabhügeln., —
Die foss. Edelh. d. Niederlande. -— Desgl. Schwedens. — Desgl.
Russlands. — "Desgl. Gross-Britanniens: 1. In England. A)In dilu-
vialen Form. B) In alluv. Form. C) Im Torfe. D) Aus Seen.
E) Aus Höhlen. F) Unbestimmte Ueberreste. 2. In Schottland.
A) Im Torfe. B) In Seen.
2. Kapitel. Die Edelhirche d. Pfahlbauten. 1. Die Pfahlbauten-
Edelhirsehe in d. Schweiz. a) In d. Pfahlbauten d. Steinzeitalters.
b) In d. Pfahlbauten d. Stein- u. Bronze-Zeitalters. c) In den Pfahl-
bauten des Bronze-Zeitalters.
Condorelli - Francaviglia, Mario. Notizie anatomiche sull
Bradypus tridactylus L. var. notus Lesson (Apparecchio respiratorio
e circulatorio).. Con 1 Tav. — Boll. Soc. Rom. Stud. Zool. Vol. 3
No. 1/3. p. 6—17, 18.
Cornevin, M. Ch. Recherche spontanse d’aliments d’origine
vögetale par les Carnivores. — Revue Scient. (4) No. 1 p. 723—724,
Beispiele bei Hunden, Katzen und Mardern; den Naturforschern
(nach Vf.) wohl bekannt, aber von ihnen Hunger als Triebfeder
angesehen. Ebenso das Früchte-Verzehren beim Fuchs, Iltis und
Bären. Vf. will diese Eigenthümlichkeiten aber als atavistische
Reminiszenzen deuten; die ancestralen Carnivoren hätten sich
198 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
wenigstens zu gewissen Zeiten von Vegetabilien genährt. „Cette
hypothöse, & la quelle les documents palöontologiques permettent
de s’arröter, amöne alors ä considerer le regime carnassier comme
une adaptation et elle fait se demander si ce regime, chez les ani-
maux consideres comme les types des carnassiers et vivaux tout &
fait & l’ötat sauvage, ne serait pas interrompu aussi de temps &
autre. Vf. erwähnt noch eine Erklärung: „N’aurait-elle pas pour
but et pour rösultat d’introduire dans le tube digestif de nouveaux
ferments pour remplacer ceux qui existaient et dont la puissance de
proliferation s’affaiblirait on pour aider & l’action des diastases
organiques que les glandes ne secreteraient plus suffisamment &
certaines periodes?
Coryndon, R. T. On the Occurence of the White or Burchell’s
Rhinoceros in Mashonaland. — Proc. Zool. Soc. London 1894, p. 329
— 334.
Abgehandett wird Rhinocerus simus.
Coyne et Cannieu. Sur l’insertion de la membrane de Corti.
— Compt. rend. T. CXIX p. 176—178.
Untersucht wurden Homo, Felis, Canis, Mus, Vespertilio, Bos.
„La membrane de Corti, sur une coupe longitudinale du limacon se,
presente sous la forme d’une membrane assez €paisse vers sa partie
centrale, se determinant par deux extremites & peu pres semblables,
minces, allongees, dont l’une, l’interne prend insertion sur la pro-
tuberance de Huschke et l’autre, l’externe, sur les cellules de
Waldeyer, les cell. du sommet, les piliers, les cell. de Deiters et
de Corti, et les premieres rangees des cell. de Claudius.
Crety, ©. Contribuzione alla conoscenza dell’ovario dei Chi-
rotteri. — Ric. Labor. Anat. Norm. Roma Vol. 3 p. 221—235, 237
— 239; 1 Taf.
Dalziel, Hugh. Der Foxterrier, seine Rassenkennzeichen, Zucht,
Aufzucht u. Vorbereitung z. Ausstellung. — Uebers. v. H. W. Gruner.
Leipzig, W. Malende, 1894 Lex. 8°. (39 p.).
Dames, W. Ueber Zeuglodonten aus Aegypten u. die Be-
ziehungen der Archaeoceten zu d. übrigen Cetaceen. Mit 7 Taf. u.
1 Textfig. — Palaeontol. Abhdlgn. v. W. Dames u. E. Hayser, N.F.
Bd.I (Bd. V) Hft.5 p. 1—36. Ausz. Naturw. Rundsch. No. 19.
Das Material von Schweinfurth im Fayum gesammelt, nicht
sehr reichlich aus ägyptischem Eocän: Zeuglodon Osiris n. sp. Nach
Vergleichen, bes. mit Resten aus Alabama, wird die systematische
Stellung u. phylogenetische Ableitung der Zeuglodonten behandelt.
Die Zeuglodonten sind Cetaceen, welche sich noch keineswegs für
das Wasserleben so spezialisirt haben, wie die jüngeren Zahnwale,
Deren Merkmale finden sich bei den Zeuglodonten schon weit in
Vorbereitung. Ueber die Vorfahren der Zeuglodonten sind wir
noch unsicher. Zeuglodon-Merkmale sind die normale Ausbildung
der Nasalia, Frontalia u. Parietalia; am Z.-Schädel findet man aber
doch schon den Anfang der späteren Verlängerung der Schnauze
in ein Rostrum (der Supramaxillen vor der Nasenöffnung, wodurch
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 199
diese nach hinten gedrängt werden). Für ein ausschliessliches
Wasserthier ist eine spitze lange Schnauze zum schnellen Schwimmen
u. für Lungenatmer ein hochständiges Nasenloch zweckmässig.
Beides haben d. heutigen Cetaceen erreicht; beides ist aber auch
schon im Zeuglodon in der Anlage vorhanden. Langsamer als der
Gesichtstheil hat die Gehirnkapsel sich verändert; sie erinnert an
landbewohnende Säugethiere. Nur die massive Bulla tympanica ist
entwickelt, ein Hauptmerkmal der Cetaceen.
Dawson, Geo W. Notes on the oceurence of Mammoth-remains
in the Yukon-District of Canada and in Alaska (Elephas primigenius).
— Quart. Journ. Geol. Soc. London, V01.50 P. 1 p.1—9.
Dawson (2). The extincet Northern Sea Cold and early Russian
explorations in the North Pacific, Ottawa. — Natural VII p. 151—161.
Dechambre, P. Races canines: Classification et Pointage
Mem. Soc. Zool. Paris, VII p. 331—362.
3 Reihen von Charakteren liegen der Eintheilung zu Grunde:
1. Les variations du format. 2. Les var. du profil. 3. Les var.
des proportions generales. — Durch Vereinigung dieser 3 Reihen
kann man zur Bestimmung einer Rasse mittelst des die Beschreibung
angebenden Trigramms gelangen. Dieses Trigramm ist die Ver-
einigung von 3 in folgender Anordnung befindlicher Zeichen: 1. Le
signe de l’Heterometrie. 2. Le s. de l’Alloidisme. 3. Le s. de
l’Anamorphose.
Delisle, P. Sur l’ostöologie des Orang-Outans.. — Compt.
rend. Paris T. OXIX No. 3 p. 241—242.
Es werden die Schädel der beiden Orang-Outans besprochen.
Deniker, J. u. Boulart, R. Sur divers points de l’anatomie
de l’Orang-Outan. — Compt. rend. T. CXIX Paris p. 238.
Besprochen werden: Sacs laryngiens, &croissances adi peuses de
la töte; langue larynx, poumons; cerveau.
Deperet, C. (1). Sur la classification et le parallelisme du
systeme Miocene. — Bull. Soc. Geol. France (3) XXI p. 170 —266
(1893).
Deperet (2). Sur un gisement siderolithique de Mammiferes
de l’Eocene moyen & Lissien, pres Lyon. — Ü. r. Ac. Sci. Paris
CXIX p. 822—3.
De Vis, €. W. A Thylacine of the earlier Nototherian period
in Queensland. — Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) VIII p. 443—447.
De Winton, W. E. On a neglected Species of British Field-
Mouse (Mus flavicollis, Melchior). — The Zoologist (3) XVII p. 442
—445.
Maasse von M. flav. verglichen mit M. sylvaticus; Farbe, Skelett,
Disse, J. Ueber Epithelknospen in d. regio olfactoria d. Säuger.
— Nachr. Kgl. Ges. Wiss. Göttingen, Math.-phys. Cl. 1894 No. 2.
p- 66—71.
Vf. constatirt in der regio olfactoria an feinen Schnitten die
bisher hier unbekannten becherförmigen Organe (Knospen) im Epithel.
Diese Knospen sind (auch in den Einzelheiten) denen gleich, die
200 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
aus dem Integument der Fische und Amphibien, der Mund- u.
Rachenhöhle u. dem Kehlkopf der Säuger bekannt sind. Vf. fand
sie in der Schleimhaut der regio olfactoria des Kalbes, der Katze
u. des Kaninchens; aber nicht an der menschlichen Nasenhöhle,
welche oft catarrhalisch erkrankt ist. — Beim Kalb, welches Vf.
besonders sorgf. untersucht, fand er grössere und kleinere knospen-
förmige Gebilde. Die grösseren, kugeligen liegen innerhalb des
Riechepithels selbst, die kleineren elliptischen in dem flimmernden
Cylinder-Epithel, welches das Riechepithel umgiebt u. in Buchten
desselben hineinzieht. Die grossen kug. Knospen sind im Riech-
epithel unregelmässig vertheilt. Sie stehen hauptsächlich an der
lateralen Nasenwand, auf den Siebbeinmuscheln u. sind zu Gruppen
vereinigt. Der Mantel d. Knospe besteht aus vielen Lagen hoher Zellen,
die von der Propia bis zur freien Fläche des Epithels reichen u. der
Fläche nach gebogen sind wie die Fassdauben. Sie unterscheiden
sich von d. Stützzellen des Riechepithels durch ihr helleres Proto-
plasma. Zellleib. oft birnförm., das schmalere Ende geht in einen
langen Forts. über und dieser reicht in die zur Knospe führende
Spalte hinein; ihm gegenüber geht ein feiner kurzer Fortsatz ab,
zur Propria hin gerichtet. Der Kern liegt der Abgangsstelle des
centralen Fortsatzes zunächst, und das Protopl. der Zelle geht all-
mählich in den peripheren Fortsatz über. Diese Z. sind die ‚„‚Sinnes-
zellen“ der Knospe. Die Z. welche den Mantel der Knospe aus-
schliesslich bilden, sind d. Stützzellen; sie liegen auch im Innern
der Knospe zwischen den Sinneszz. — Die kleineren ell. Kn. im
flimmernden Cylinderepithel finden sich sowohl an der Seitenwand
der Nasenhöhle als auch am Septum, sie stehen auf der freien
Fläche der Siebbeinmuscheln u. in den Furchen, die zwischen die
Muscheln hineingehen. Wegen ihres geschichteten Baues u. wegen
des Grübchens an ihrer Spitze heben sie sich gut hervor. Am
Rande des Grübchens hört der Flimmerbesatz auf; in das Grübchen
ragen kurze, dicke u. starre Härchen hinein, die aus der Knospe
herauskommen. Wir haben also auch bei den kleineren Knospen
„Sinneszellen‘“ von Stützzellen umgeben.
Dogiel, A. S. Die Nervenendigungen in d. Nebennieren d.
Säugethiere. — Arch. f. Anat. u. Phys., Anat. Abth., 1894, p. 90,
2.
Dubalen, P. E.E Un Micromammifere nouveau pour le
Departement des Landes. — Bull. Soc. Bord. p. 173—174.
Dubois, Eug. Pithecanthropus erectus. Eine menschenähnliche
Uebergangsform aus Java. — Batavia, 1894, 4°. (39p.), 2 Taf.,
3 Textf. — Extr.: Zool. Anz. 17. Jhg., p. 597.
Gehirnschädel ca. ?2/; des menschlichen. Gebiss vergleichbar
den Simiid, aber M2 in sagittaler Richtung reducirt. Femur ähnl.
dem Menschen, dem aufrechen Gang angepasst. Nackenneigung
stärker als bei Homo.
Dubois, E. Voorloopig Bericht omtrent het Onderzoek naar
de Pleistocene en Tertiare Vertebraten Fauna van Sumatra, en
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 201
Java, Gedarende het Jaar 1890. — Tijdschr. Nederl. Indien, p. 93
— 100.
Dubois, Raphael. Ueber d. Ursache d. Winterschlafes d.
Murmelthiere. — Compt. rend. Ac. Paris T.CXX p. 458. — Extr.:
Naturw. Rundsch. X. No. 24 p. 311-312.
Der Winterschlaf unterscheidet sich vom gewöhnlichen Schlafe
der Säugethiere nur durch die längere Dauer u. den tieferen Grad
d. Hypnose u. geringe Wärmebildung. Nach Analyse d. Blutgase
hält Vf. den Winterschlaf der Murmelthiere für eine „Autonarkose
durch Kohlensäure und Aceton“.
Duges, A. Felis fosil de San Juan de Los Lagos. — Nat.
Mex. (2) II pl. XXI.
Duval, Mathias. Le placenta des carnassiers. — Journ. de
l’anatomie et de la physiol. T.30 No.2, p. 189 240 u. 262—298 u.
649— 713. planche VII et VIII u. planche XX PL. IV et V.
Vf. behandelt: 1. La bordure verte du placenta. Charakte-
risirung, Beschreibung v. Fig., Historisches über die „bordure verte“.
2. Bords du placenta maternel. Beschreibung. 3. Des poches
choriales du placenta du chien. Genaue Beschreibung. Bischoffs
Schrift über Mustela foina und M. martes erwähnt p. 222, Zeichnung
v. Ercolani: 2 Fig. v. Bischoff; Strahls Arbeit über d. Placenta v.
Putorius furo. —
Les lamelles labyrinthiques du placenta ä terme. Fig. XXX
p. 229. Turner (planche I fig. 5) Placentarschrift v. Fuchse, das
secretorische Epithel zeigend; p. 230, Fig. XXXI v. Ercolani über
Hundeplacenta. —
Le placenta de la chatte.e A) De la muqueuse uterine et de
l’oeuf avant que le chorion contracte des adhörences. a) Mug. ut.
et ses glandes avant la gestation. b) Muq. ut. au 9. jour. c) Mug.
ut. et oeuf du 11. au 14. jour. — B) Fixation de l’oeuf, Disparition
de l’epithelium uterin. a) Rögions polaires, b) Region amniogene.
c) Regions placentaires. — Histoire et critique A propos de la dis-
parition de l’öpith. ut. — C) Formations de l’angio-plasmode. —
a) Premiere formation de l’angio-pl. — b) Accroissement de l’angio-
pl. — c) Bords du placenta. — d) Regions polaires de l’oeuf et de
la cavit@ de gestation. — Historique et critique & propos de la
Formation de l’angio-pl. ou couche ectoplacentaire. Fig. 32 p. 291
Fleischmann: ‚Coupe transvers. d’un sac de gestation de Felis catus.
— D) Remaniement de la formation ectoplacentaire ou angio-plas-
mode. — 1. De l’angio-pl. ou form. ectopl. pendant son remanie-
ment. — a) Penetration du mösoderme dans l’ectoplacenta —
b) Lamelles labyrinthiques, — c) Vascularisation, par les vaisseaux
allantoidiens, du mesoderme du plac. foet. — d) Constitution des
lamelles labyrinthiques.. — e) Canaux de distribution de sang
maternel. — f) Lames basales du plac. foet. — 2. Des formations
maternelles (couche des glandes) pendant le remaniement de l’ecto-
placenta. — 3. Connexions (mode d’attache) du plac. foet. et du
plac. mat. — a) Arcades ectodermiques. — b) Lames basales.
202 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Fig. 33. Vergleichsschemas d. Bildung d. Hunde- u. Katzen-Placenta.
— E) Historique des travaux sur le placenta de la chatte (periodes
de formation et de remaniement de l’ectoplacenta; lamelles laby-
rinthiques. Fig. 34 p. 687. Schnitt durch die uterusmucosa d. Katze.
Eakins, Thom. The differential action of certain muscles
passing more than one joint. With 6 figg. — Proc. Acad. Nat. Sc.
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ciliaten Infusorien. — Zeitschrift f. wissensch. Zool. 1895 Bd. LIX
p- 233. Extract: Naturw. Rundsch. No. 34.
Die infusorienhaltige Flüssigkeit wurde z. Theil dem Rumen ge-
schlachteter Thiere, z. Th. demMagen lebender entnommen. Zur Unter-
suchung standen Rinder, Kälber, Schafe, Ziegen, auch Kameel, Lama,
Rennthier u. Kamerunschaf. Das Vorkommen der gefundenen In-
fusorien kann, weil die Wirtsthiere gesund u. gut ernährt waren,
nicht als pathologische Erscheinung angesehen werden.
Ehlers, E. Der Processus xiphoideus u. seine Musculatur von
Manis macrura Exlb. u. Manis trieuspis Sunder. — Abhdl. d.
königl. Gesellsch. d. Wiss., Bd. XXXIX Göttingen; Ausz. Naturw.
Rundsch. No. 42.
Das Brustbein besitzt bei d. afrik. Manis-Arten einen mächtig
entwickelten Proc. xiph., derselbe erstreckt sich vom hinteren Ende
d. Brustbeinkörpers bis nach hinten über die Schambeinsymphyse
des Beckens (Abbildung). Dieser merkwürdige Apparat steht mit
d. Zunge in Verbindung; wie er functionirt ist noch unklar, weil
man über Nahrungsaufnahme etc. d. Manis-Arten nicht genügend
unterrichtet ist.
Ellenberger, W. u. H. Baum. Topographische Anatom. d.
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Arch. f. wiss. u. pract. Thierheilk. Bd. XX p. 284—304.
Die physiol. Ringbildung besteht nach Vf. in einer Verstärkung
od. Verminderung des glatten Hornabschubes der Wand von der
Krone aus. Sie kann nur durch Lageveränderungen des an d.
Grenze des Haares gelegenen, durch Widerstände nicht behinderten
Theiles der Coronalmatrixflächen u. nur durch quantitativ nach
diesen Theilen erhöhten od. verminderten Blutzufluss dadurch zu-
standekommen, dass diese an der Haargrenze gelegenen Theile der
Hornbildungsflächen entweder eine Öberflächenvergrösserung od.
Verkleinerung erfahren.
Fery, J. Eine Jagd in Wyoming. — Der Weidmann. Blätter
f. Jäger u. Jagdfreunde XXV. Bd. p. 266, 273, 281.
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Br 6 a werden im foetalen Leben angelegt, vermuthlich J.d,
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Flower, Sir William Henry. Exhibition of and remarks upon
a specimen of a Hairy Armadillio (Tatusia püosa). — Proc. Zool.
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In dimensions and other characters it exactly resembled the
specimen belonging to the Scarboringa Museum, which was identi-
nn with Oryptophractus pilosus Fitz. and with Praopus hirsıtus
urm.
Forbes, H. O0. A Handbook to the Primates. 2 Vols. London.
W.H. Allen, 1894, 8°. (490 p.).
Flower, W.H., and R. Lydekker. An Introduction to the
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Edinburgh, Black, 1894. 8°. (776 p.)
Fowler, &. Herb. Notes on some Specimens of Antlers of
the Fallow Deer, showing Continous Variation, and the Effects of
204 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Total or Partial Castration. With 1 pl. — Proc. Zool. Soe. London,
1894, P. III p. 485—94.
Zusammenfassung. 1. Complete castration at birth may recult
in the formation of simple dags. Three other specimens resemble
these, but the age at castration is not stated.
2. Castration late in life is recorded of only one specimen.
There is great asymmetry in the antlers, the one being of a normal
type, but of a grade characteristic of bucks much younger than this
specimen, the other is profoundly modifield. Other modified speeci-
mens, which appear to me likely no have the same history, are 1561,
1562, 1564.
3. Antlers of castrated deer can be shed (? if castrated at birth)
This is shown by 1561, 1562, 1564; if castrated after the horns
for the year are „burnished“, the animal may shed them prematurely
(1560); antlers put up after castration may be retaines for at least
two years (1565). When shed the burr is concave below, not flat
or convex (passem).
4. Partial castration soon after birth may result in a compa-
ratively feeble but normal development of the antlers (1557).
5. Castration on one side may result in the nearly normal
development of one antler, and the abnormality and reduction of
the other. This reduction may occur on the castrated side of the
annical, but is traditionally stated in the second specimen to be of
the opposite side to castration.
Friedrich, H. Die Biber an d. mittleren Elbe. Nebst einem
Anhang über Platypsyllus castoris Ritsema. Mit 6 Abbild. u. 1 Karte.
Dessau, P. Baumann, 1894, 8°. (VII, 47 p.) Auszug: Naturw. Rundsch.
9, 1894.
Einleitung: Uebersicht über das Vorkommen des Bibers in
Europa. Auf Grund eigener Beob. Genaueres über die Biber an
der mittleren Elbe, Körperbau des europ. Bibers u. Beobacht. über
die Lebensweise. Nach Vf. existiren 108 Biberbauten zwischen
Wartenberg und Magdeburg, ferner an den Mündungen der Nebenfl.
(Mulde, Saale, Nuthe),. Die Zahl der Biber, schätzt er auf 160,
indes ändert sich der Bestand Jahr für Jahr da die Schifffahrt,
Witterungs- u. Wasserstandsverhältnisse u. Uferregulierungen das
Befinden der Thiere beeinträchtigen. Obwohl sie dem Forst u. auch
den Uferbauten Schaden zufügen, will Vf. sie doch, da ihre Tage
ohnehin gezählt sind, geschont wissen. Die gesetzlichen Bestimmungen
sind schwer wirksam zu gestalten. Auch im Elbgebiet werden
Dammanlagen seitens der Biber häufiger ausgeführt, als man bisher
glaubte. Vf. sah sie in Bächen, nicht in grossen Flüssen. Der
Unterschied in d. Lebensweise der deutschen u. amerikanischen
Biber wird bedingt durch die fortschreitende Kultur, welche die
Wohnungsgebiete u. Baugelegenheit d. Biber immer mehr beschränkt
Alles spricht für die Entwickelung des europ. u. amer. Bibers aus
e. gemeinsamen Stammform, trotz heutiger viell. specifischer Unter-
schiede wie auch einst des europ.-amerik. Bibergebietes zusammen-
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 205
hing. Der jetzt vom Vf. auch im Pelz der Elb-Biber gefundene,
früher nur von kanad. u. franz. Bibern bekannte parasitische Käfer
Platypsyllus castoris Ritzema Bos, bestätigt den einstigen Zusammen-
hang, zumal der Käfer nicht fliegen kann.
Gadeau de Kerville, Henri. Les moutous & cornes bifurquees.
Avec 1 pl. en phototypograv. — Extr. du journal „Le Naturaliste“
15. Mai Paris, 1894 8°. (5 p.).
A. Gaudry. Compt. Ac. Paris, T. 117 p. 907; Ausz.: Natw.
Rundsch. Nr. 24. — Wegen eines im Quarternär von Montsaum6s
(Pyrenäen) gefundenen, Simia inuus verwandten Unterkiefers hatte Vf.
die Quartärzeit in jener Gegend als gemässigt warm erklärt, im
Gegensatz zu der in Frankreich durch Rennthiere und die stark-
Sehaarten Elephas u. Rhinoceros gekennzeichneten Eiszeit. Neue
bendungen von Monts. lieferten aber weiteres Zeugniss für höhere
Temperatur betreffs jenes Vorkommens: Rhinoceros Merckii, Elephas
antiquus, die gestreifte afrik. Hyäne u. ein grosser Bär; viell. stamm.
sie aus der gemässigteren Zeit, der der Feuerstein-Artefakten von
Chelles.
Gegenbaur, C. Zur Phylogenese der Zunge. Mit 5 Fig. im
Text. — Morphol. Jahrb. 21. Bd. 1. Hft. p. 1—19.
Giessler, C. M. Wegweiser zu einer Psychologie des Geruches.
8%. 80 p. Hamburg u. Leipzig, Voss. Refr.: Naturw. Rundsch. X.
p- 90—91.
Vf. unterscheidet 2 Hauptabtheil. v. Gerüchen: solche, in deren
Gefolgschaft sich begleitende Tastempfindungen u. heftige Organreize
einstellen, während d. psychischen begleitenden Erscheinungen
zurücktreten u. solche, bei welchen die letzteren überwiegen. Die
2 Abtheil. haben 2 Unterabtheil., 1. Gerüche, bei denen nur das
Muskel- u. Nervensystem erregt werden, die identificirenden u, soci-
alisirenden, 2. die erotischen u. gastralen Gerüche, ausserdem Ge-
rüche, welche das Athmungs- u. Gefässsystem erregen: idealisirende
u. disidealisirende Wirkungen d. Gerüche, die Veränderungen, welche
die Begriffe u. Vorstellungen durch Gerüche erfahren; Scala d.
Gerüche nach ihrer Bedeutung für d. Mensch. Endlich die Ein-
wirk. d. Gerüche auf Seelenleben d. Hunde.
Giglio, T. E. Sull’omologia tra il diaframma degli tif bi
Anuri. Atti Ac. Torino XXIX p. 248—258.
Glur, 6. (1). Beiträge zur Fauna der schweizerischen Pfahl-
bauten. — Mittheil. d. Ges. Bern 1594 p. 1—56.
I. Theil. Die Tierwelt von Font am Neuenburger See. Von
Hausthieren werden abgehandelt: bos taurus: Beschreibung, Schädel
mit Hornzapfen u. Gebiss. B. taur. brachycerus: Schädel, Horn-
zapfen, Gebiss. Skelettheile mit Maassen, Schädel-Maasse. Üervus
elaphus L.: Geweih, Schädel, Körpermasse. C. capreolus: Sus scrofa
palustris Rütim. stammt aus Asien. Zur neolithischen Zeit nördl.
d. Alpen nicht wild vorkommend. R. betrachtet es jetzt als eine
der Kulturformen von Sws vittatus Asiens; Schädelfragment, Längen-
maasse. Sus scrofa ferus L.: Zähne. Raubthiere: Ursws arctos: Zähne.
206 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Meles taxus: Schädelmasse. Zutra vulgaris Exl.: Schädeltheile.
Mustela Putorius: Schädellänge. Canis lupus: Maasse d. Schädels.
Can. vulpes: Schädeltheile.. Castor fiber: do. — U. Ovis aries:
Abstammung. Gemeinsame Stammform aller Wiederkäuer führt
v. Gelocus durch die Fam. d. Antilopen zu d. Oviden. Wildschafe
sind in 5 Gruppen zu theilen: 1. W. ohne äussere Thränengruben.
2. Muflonartige W. 3. Argaliartige W. Nach A. Nehring sind
2 W. die Voreltern des europ. Schafes. Ovis musimon u. O. arkar:
Schafreste aus schweizerischen Pfahlbauten sind meist von (). aries
palustris Rütim.: Horn, Schädel mit Hornzapfen, Taf. I Fig.1 u. 2,
Schädelmaass. Pfahlbauer d. späteren Steinzeit liebten eher ein
grosses Sch., als diejenigen d. älteren Extremitätenreste. Längere
u. kürzere, sowie stärkere u. schwächere gleichalterige Extremitäten-
knochen in jeder Pfahlbaustat. deutet sich Vf. als Grössenunter-
schiede der Geschlechter. — III. Capra hircus L.: Paläonthologie
lückenhaft wie b. Schafen. Ziegenüberreste aus Schweizerischen
Pfahlbauten.
Glur (2). Material fast nur aus Hornzapfen mit anhaftenden
Stirntheilen bestehend, ist nicht sehr reichlich. Bei Betracht. d.
gesammten Pfahlbaustationen v. d. ältesten Ansiedelungen bis zur
Jüngsten Steinzeit erkennt man aus Menge und Art d. Knochenreste
d. jedesmaligen Stand d. Viehzucht. Die blühendste Zeit d. Vieh-
zucht ist d. Zeitalter d. Pfahlbauten in d. jüngsten Steinzeit.
Goeldi, E. A. (1). Monographias Brasileiras: Os Mammiferos
do Brasıl. — 1vol. 18°, Rio de Janeiro 1893. — Ref.. Revue
Scient. (4) No. 1 p. 724— 725.
Beschrieben werden Chiropteren: Vampyre, Dysopes u. Phyllo-
stoma, Lebensweise. ÜCarnivoren: Jaguar, Lebensweise, Schaden,
Vorkommen: Coatis, Ratons u. Kiukajou. Procyonidae, Ours laveurs,
petits ours. Nagethiere zahlreich; 4 Fam., Octodontidae, Echimy.,
Cercolab. u. Cavüid. sind dieser Gegend eigenthümlich u. die letzteren
werden besonders gross. Ungulaten: Tapire, Hirsche etc. „Sub-
ungulaten“. Zur Quaternärzeit lebten Mastodonten und Pferde, die
Lamas gehören nicht zur brasil. Fauna im eigentl. Sinne. Eden-
taten: Bradypus, Ameisenbär und Gürtelthiere; ihr Wuchs ist nicht
dem der kolossalen foss. Megatheren u. Glyptodonta zu vergleichen.
Marsupialier: Fam. Didelphidae. Von Wasser-Säugethieren: Delphine-
Arten,
Goeldi (2). Critical Gleanings on the Didelphyidae of the
Serra dos Orgäos, Brazil. — Proc. Zool. Soc. London P. III p. 457
— 467.
Beschreibt: Didelphys aurita, Färbung, Gebiss; Metachirus quica
Färb.; Mecoureus griseus, Schädel, Färb.; Micoureus pusillus (Gry-
onceomys agilis) Färb., Lebensweise; Peramys tristriatus Schädel,
Färb.; Chironectes palmatus, Didelphys albogutta (White-spotted-
Opossum) von Prinz Wied ist basirt auf Dasyurus viverrinus.
ın der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 207
@oeldi (3). Bem. zur Osteologie des Delphins aus der Bucht
von Rio de Janeiro (Sotalia brasiliensis, E. von Beneden). Zool.
Jahrb. Anat. p. 134—144.
Golubew, W.Z. Ueber die Blutgefässe d. Nieren d. Säuge-
thiere u. d. Menschen. — Mit 3 Taf. Diss. Kasan, 1894, 8°. (100 p.,
Vp., Taf.-Erkl.).
Goodrich, E. S. (1). Trituberculy and Polybuny. — Nature,
Vol. 50 p. 268.
Goodrich (2). On the fossil Mammal from the Stonesfield
State. With 1 pl. — Quart. Journ. Mier. Sc. Vol. 35, p. 407—32.
Goodrich (3). On the Tritubercular Theory. — Nature, Vol. 50.
.6—7.
n Göppert, Ernst (1). Ueber d. Herkunft d. Wrisberg’schen
Knorpels. Ein Beitrag z. vergleich. Anat. d. Säugethierkehlkopfes.
— Morph. Jahrb. 21. Bd. p. 68—151, 2 Taf., 13 Textfig.
Für die Carnivoren u. Primaten ist die Abstammung des Wrisb.
Knorpels von einem primitiven Epiglottiskn. erwiesen. Vf. untersucht
auch (meist an Rodentien) an den Formen, deren Epiglottisknorpel be-
reits als paarige Bildung erkannt war, d. nähere Verhalten d. Knorpel-
basis. Er fand bezügl. der Paarigkeit des Epigl., dass bei Mus u.
Arvicola d. Existenz basaler Seitentheile des Epigl.knorp. festgestellt
werden kann, welche entsprechend den die Wr. Knorpel liefernden
Theilen d. Epiglkn. der besprochenen Formen, den Plicae ary-epi-
glotticae nicht der Epiglottisfalte angehören u. auf dem Aryknorpel
zustreben, aber d. Eigenthümlichkeit besitzen, an ihrem Ende sich
zuzuspitzen ohne eine hornartige Ausdehnung nach oben zu ge-
winnen, die für die homologen Theile des Epiglkn. der Insectivoren,
Myrmecophaga auch der Affen charakteristisch ist. Bei Zepus fehlt
dieser basale Theil gänzlich. Interessant war ferner d. Ausbildung
besonderer Knorpel zur Stütze eines aus d. Ventrikeln hervor-
gehenden Nebenraumes d. Larynx. Diese bei den Leporiden durch
die Hamuliepiglottici repraesentirten Theile glaubt Vf. bei Mus u.
Arvecola in einer Knorpelspange wiederzufinden.
Göppert, Ernst (2). Der Musculus obliquus superior oculi
der Monotremen. — Morphol. Jahrb. 21. Bd. p. 278—280.
1 Textfig. Echidna setosa und Ornithorhynchus untersucht. Der
M. obl. sup. entspringt bei beiden Monot. nicht so tief im Grunde
der Orbita wie bei d. höheren Formen, er wird ferner b. E. vorn
durch Fasern verstärkt, die an seiner Umbiegungsstelle am Frontale
entspringen. Beides zeigt diesen Muskel der Monotr. in e. primi-
tiveren Verhalten als bei d. übrigen Säugethieren. Der Faserursprung
an d. Trochlea weist auf eine Zeit hin, in welcher auch bei d.
Ahnen der Säuger der ganze Muskel vorn dicht am Orbitalrand
entsprang. Die jetzige Ursprungsstelle des Muskels muss deshalb
durch eine Wanderung erlangt worden sein, deren eine Etappe noch
Ech. u. O. zeigen. Vf. versucht noch die Wanderung zu erklären,
u. legt zum Schluss die Frage vor, welche Gründe bei den Säuge-
208 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
thieren eine erhöhte Inanspruchnahme des M. obl. sup. bedingen
konnten.
Gottlieb, R. Zur Physiologie u. Pharmakologie d. Pancreas-
Secretion. —— Verhandl. d. naturhist. med. Ver. in Heidelberg 1894
Bd. V, p.203. Ausz.: Naturw. Rundsch. No. 19.
Versuche an Kaninchen. Interessant ist d. Einfluss d. Blut-
zufuhr auf d. Paucreas-Absonderung. Wurde durch Strychnin eine
Verengerung der Abdominalgefässe herbeigeführt, so wurde die
Secretion fast 0, umgekehrt nahm nach Beseitigung des Gefäss-
krampfes durch Chloralhydrat u. 'Erweiterung d. Blutgefässe die
Absonderung wieder zu u. überstieg d. ersten Wert. Es zeigte
sich dabei, dass d. Secretion auch bei einem auf ca. 1!mm Hg
herabgesetzten Blutdruck stundenlang ungestört vor sich gehen
konnte. Unter d, Einfluss örtlich reizender Substanzen im Magen
wird die Menge des P.-Secrets bedeutend gesteigert.
Graffenberger, Louis. Ist bei der Fütterung trächtiger Thiere
die Beigabe von neutral phosphors. Calcium zu normal beschaffenem
Futter für die Nachkommen v. Nutzen? — Journ. f. Landw. 1893
Bd. 41 p. 57.
Versuche an Kaninchen.
Grandidier, A. et H. Filhol. Obs. rel. aux ossements d’Hippo-
potames trouves dans les marais d’Ambolisatra a Madagascar. —
Ann. Se. Nat. Zool. (7) T. 16 No. 4/6 p. 177—19%0. 9 Pl.
Gregorio, A. de. Descr. de qu. ossements des cavernes des
environs de Cornedo et Valdagno dans le Vicentin (Rongeurs,
Insectivores, Cheiropteres). — Ann. Geol. Pal. 16 pp.
Grieve, Symington. Notes on Daubenton’s Bat [Vespertilio
Daubentoni] as observed in Glen Dochart, Perthshire. — Ann. Scott.
Nat. Hist. 1894 Oct., p. 193—95.
Gross, Wilh. Fr. Zur Characteristik des Luchses, Zynx vul-
garis. — Allgem. Forst- u. Jagdzeitung N. F. 71. Jhg. Frankf. a./M.
1895.
Der Luchs geht (ähnl. dem Wolf) aus dem Wald weit in Steppen
hinaus, selbst in deren Dörfer zum Raub (Berichtigung zu Meyer’s
Lexicon).
Guinard, L. et Lesbre, X. Siehe Lesbre, H. et Guinard, L.
Guldberg, @G. Rudimentäre Baglemmer hos Hvaldyrene i Foster-
livet. — Vid.-Selsk. Forhdlgr. Christiania, 1894, No. 6 p. 1—7. —
Ausz. v. H. F. E. Jungersen: Zool. Centralbl. 1. Jhg. No. 12 p. 499
— 500.
Deutliche Rudimente der Hintergliedmassen bei einem Phocaena-
Embryo gefunden.
Haacke, W. Origin, of Mammals, — Abstr.: Journ. R. Mier.
Soc. London 1894 P. 2 p. 172—173.
Haläacz, H. Niere mit doppeltem Ureter. — Anatom. Anzeig.
p. 631—32. 1894.
Praep. (Alkohol) im Museum d. Univers. Budapest aufbewahrt.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 209
Halban, Josef. Die Dicke der quergestreiften Muskelfasern und
ihre Bedeutung. — Anat. Hefte v. Merkel u. Bonnet I. Abth. IX. Hft.
(III. Bd. Hft. II) Taf. XIV. Wiesbaden.
Vf. stellt die Resultate (Homo untersucht) etwa wie folgt zu-
sammen:
1. Die „typischen‘‘ Muskelfasern überwiegen an Zahl gegenüber
d, „atypischen“ u. besitzen ein gleiches bestimmtes Kaliber. Schwan-
kungen des Durchmessers d. atypischen Fasern um das öfache, b.
Embryo sogar um d. Tfache. Die atyp. liegen regellos zwischen
den typ.
2. Bei vergleichenden Messungen der Mf. v. verschiedenen In-
dividuen derselben od. anderer Species, kommt es darauf an, welche
M. man vergleicht.
3. Der Grad der Gesammternährung ist massgebend für die
Faserdicke identischer Muskeln bei verschiedenen Individuen.
4. Beim Embryo für die Fasern d. einzelnen M. ein- u. desselben
Körpers gar keine od. geringe Dickenunterschiede. Nach d. Geburt
aber tritt ein ungleichmässiges Dickenwachsthum je nach Functions-
zunahme in den einzelnen M. ein, daher in d. Fasern in d. ver-
schiedenen M. der Erwachsenen so grosse Differenzen.
5. Grenzwerthe für d. Querschnittsdurchmesser waren 10 u.
100 u.
6. Ungleichmässiges Dickenwachsthum der Fasern des M. be-
dingt auch die verschiedene Dicke d. einzelnen M. Diese wachsen
proportional mit d. ersteren.
7. Die Dicke des M. als solche ist auch noch v. d. Grösse
seiner Anlage im Embryo abhängig.
8. Die Diekenzunahme d. Fasern ist vollständig ausreichend
für das Dickenwachsthum der M. im postembr. Leben. Etwaige
Neubild. v. Fasern kann nur von untergeordneter Bedeutung für
das Dickenwachsthum der M. sein.
Harle, Ed. (1). De&couverte d’ossements d’Hyenes raytes dans
la grotte de Montsaunds (Haute-Garonne). — Bull. Soc. G£ol. France
(3) T. 22 p. 234—241, 7 Fig.
Hyaena spelaea nicht.
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commune de Cazavet (Ariege). — Soc. d’hist. nat. Toulouse, Compt.
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prehistorique & St. Martory (Haute-Garonne). — L’Anthropologie
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(Ariege) et sur les restes de Megaceros du Sud-Ouest de la France.
—T.e. p.X1
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210 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
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Harting, J. E. (1). The Otter, Zutra vulgaris, — The Zoo-
logist (3) Vol. 18 Jan. p. 1—10, 1 TA.
Das Leben der Otter wird vom Vf. darin geschildert.
Harting (2). The Marten [Martes sylvatica Nilss.] in Ireland.
— The Zoologist (3) Vol. 18 March, p. 100—107.
Harting (3). The Indian Antelope [Antilope cervicapra]: period
of Gestation. — The Zoologist (3) Vol. 18 July p. 260.
Tragezeit 5 Monate.
Harting (4). The Weasel.
Hartmann u. Leisering cf. Leisering u. Hartmann.
Hatscher, J. E. (1). A Median-Horned from the Loup Fork
beds of Nebraska. Amer. Geol. XIII p. 149—150.
Hatscher (2). On a small collection of Vertebrate Fossils from
the Loup Fork beds of North-Western Nebraska. Amer. Natural.
XXVII p. 236—248.
Hedinger, A. Das erste Auftreten des Hundes und seine
Rassenbildung. — Jahreshefte Ver. vaterl. Naturk. Württembg. 50. Jhg.
Sitz.-Ber. p. XCVI—XCIRX.
Stammvater des Torfhundes in der Diluvialzeit (Canis Abiekü).
Hegewald. Den Hühnerhund zum Gebrauchshund auf Schweiss
zu arbeiten als Totverbeller u. sicheren Verloren-Apporteur. — Neu-
bearb., vielf. verbess. u. illustr. Aufl. Neudamm, J. Neumann 1894,
8°. XV-+100 p.
Helm, F. (1). Abnahme des Körpergewichts einer Haselmaus
(Muscardinus avellanarius) während des Winterschlafes. — Zool.
Garten 35. Jhg. No. 11 p. 350.
Helm (2). Der Baumschläfer (Myoxus Dryas Schreb.) in der
Gefangenschaft. — Ebd., p. 344—347.
Henneguy, F. Rech. sur l’atresie des follicules de Graaf chez
les Mammiferes et qq. autres vertebres. Extr. de l’aut. — Bibliogr.
anatom. (Nicolas), T.2 1894 No. 2 p.55. Journ. de l’anat. et de
la phys. T. 30 p. 1—37—39.
Untersucht Mus decum., Rhinolophus ferrum-equ., Sorex vulg.,
Felis dom., Lepus cun., Cavia, Talpa, Känguru und Eidechse. Es
zeigte sich eine besondere Art ‚de regression de l’ovule dans lequel
le vitellus se divise en un certain nombre de masses qui rappellent
les blastomeres d’une veritable segmentation. Ce processus de
regression, auquel on peut donner le nom de degenerescence par
fragmentation, doit re regard& comme la derniere phase de la
chromatolyse de l’ovule“. Bei der Ratte, Maus, Fledermaus und
Katze ist die Fragmentirung des Eies in geschlossenen Follikeln
häufig u. Vf. entdeckte auf Serienschnitten in den Keimkörperchen-
gegenden merkwürdige chromatolytische Phänomene. Bei Ratte,
Maus, Meerschw., Spitzmaus u. Katze konnte Vf. auf einem Schnitte
die Follikel auf dem Wege der chromatolytischen, hyalinen und
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 211
graue Entartung sehen. Es kommen verschiedene Degenerations-
Processe in demselben Ei und demselben Follikel vergesellschaftet vor.
Hennicke, Carl R. Ueber eine mehrfach an Bären im zoolog.
Garten des Fürsten von Bulgarien beob. Augenerkrankung. — Zool.
Garten 35. Jhg. p. 138—141, 181—185.
Keratitis parenchymatosa, chorioretinitis etc.
v. Heyden. Aus der Rollzeit des Fuchses. — Der Waidmann.
Blätt. f. Jäger u. Jagdfreunde XXV.Bd. p. 315.
Interessante Beobachtungen.
Hinxmann, W. L. und Clarke, W. F. A Contribution to the
Vertebrate Fauna of West Ross-shire. — P. R. Phys. Soc. Edin-
burg p. 347—415.
Hoffmann, Alfr. Ueber die Entwickelung des Kronencementes
an den Backenzähnen der Wiederkäuer mit Berücksichtigung der
Zahnentwickelung im Allgemeinen. Mit 1 Taf. — Zeitschr. f. wiss.
Zool. 58. Bd. p. 566 —617. — Extr.: Zool. Anz. 17. Jhg. p. 506—507.
1. Entwickelung der Zähne des Schafes in morphologischer
Hinsicht.
2. Entwickelnng des Kronencementes an den Backenzähnen der
Wiederkäuer und die derselben vorausgehenden histologischen Ver-
änderungen der betreff. Zahnanlagen. Die Bildung des Kronencem.
bei den Wiedk. wird durch direkte Verknöcherung der der Schmelz-
oberfläche aufliegenden Schicht des Zahnsäckchens bewirkt. Deshalb
bildet sich Kronencement in den Fällen, wo die Schmelzbildung
u. die Rückbildung des Kronentheils der Epithelscheide genügend
lange Zeit vor d. Durchbruch d. Zahnes z. Abschluss gebracht ist.
3. Beiträge zur Entstehung der Form der Molaren und des
Gebisses der Säugethiere. Die zusammengesetzte Form der Molaren
ist nicht der Effect einer Verwachsung mehrerer Papillen, sondern
eines secundären Auswachsens der ursprünglich einfachen Papille.
Hohenberg, M.v. (1). Die Akklimatisation fremder Hirsch-
arten. — Der Waidmann, Blätter f. Jäger u. Jagdfreunde XXV.Bd.
p-. 75—76, 149—150.
Vf. räth zu einem neuerlichen Versuch der Accl. von 1. Cervus
rangıfer; dessen Genügsamkeit, bezügl. seiner Aesung empfiehlt d.
Ren im Riesengebirge u. Algäu heimisch zu machen. 2. Von Cervus
Thamm. giebt Vf. Maasse; 10—14 Ender von kapitalem Geweih
wurden erlegt. Bewohnt das Tiefland; Lebensweise, Jagd, Mähne,
Färbung; betreffs Boden u. Aesung sehr bescheiden. Cervus Wapit:.
Acel.versuche theilweise fehlgeschlagen. 4. Axis-Hirsch ist zu em-
pfindlich. Dem Sika-Hirsch ist eine erhöhte Aufmerksamkeit zu
zuwenden. 5. Europäisches Edelwild auf Neu-Seeland.
Hohenberg (2). Ueber den Riesenhirsch, Cervus oder Mega-
ceros giganteus. — Der Waidmann, Blätter f. Jäger u. Jagdfreunde.
XXV.DBd, p. 142.
Früher namentlich in d. irischen Mooren. Nach der Lage der
Skelette dürften überaus starke Rudel durch meteorologische Ein-
flüsse, Schneefälle oder Verwehungen, an Ort u. Stelle d. jetzigen
14*
312 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Funde eingegangen sind. Dieser Hirsch zählt dem Baue nach zu
d. echten Hirschen, d. Geweih nach aber mahnt er an d. Elche.
Holl, M. Maturation of the ovum in Mammalia. — Abstr.:
Journ. R. Mier. Soc. London, 1894, P. II p. 297”—315.
Als Studienmaterial: Maus, weniger Meerschw., Kaninchen,
Katze, Rind und Mensch. (Vergl. vorigen Ber.!)
Hubrecht, A. A. W. (1). Placentation of the Shrew. — Abstr.:
Journ. R. Micr. Soc. London 1894. P.3 p. 321. "Quart. Journ. Micr.
Sc. Vol.35 P.4 p. 481—537, Pl. 31—39. Vergl. Ber. 93. — Ausz.:
Zool. Anz. 17. Jhg. p. 120.
Die Embryonen von Sorex vulgaris haben ihre Lage frei in d.
Gebärmutter, sie werden nicht von einer Decidna reflexa auf-
genommen. Das Epithel wuchert, geht also nicht wie b. Igel zu
Grunde, u. bekommt von den Uterindrüsen unabhängige Krypten,
letztere nehmen die Allantoiszotten auf. Hauptsächlich ist die
Placenta eine Neubildung v. Seiten d. Foetus, welche von maternem
Blut in kein Enidothel besitzenden Räumen durchströmt wird. Ein
Syncytium wird die äussere Schicht des Allantois-Trophoblast.
Hubrecht (2). Spolia Nemoris. With 4 pls. — Quart. Journ.
Mier. Sc. Vol. 36 P. I p. 77—125. — Ausz.: Zool. Anzeig. 17. Jhg.
p- 236.
Placentaruntersuchungen von Tupaia, Nyeticebus, Galeopithecus,
Tarsius und Manis. ‚Only Tupaia produces never more or less
them two young ones at a time. Only one case of twins in Nycti-
cebus occurred. All the other species bring forth only one young
at a time, but pregnancy is repeated at rapid intervals. With regard
to the origin and morphological significance of the cell layers con-
stituting the two-layered blastocyst of Mammals proves (against
Robius), that the outer layer of the Mammalian monodermic blasto-
cyst (i. e. the trophoblast) is not in direct continuity with the hypo-
blast cells inside of it. The monodermic mammalian blastocyst is
a pseudo-blastula stage, its cavity is not the real segmentation
cavity; the embryo is inside this cavity. The segmentation is not
a real holoblastic one. The precociously regregated cells of the
epiblast form the trophoblast, the proliferating activity of which
stands in direct relation to the development of the placentary flxation
of the blastocyst. Concerning the origin of the placenta and its
minute anatomy, there is no common type in the Insectivora, but
a different one fornearly every genus.“
Hutchinson, H. N. Creatures of Other Days. London 1894
XXIV, 270 pp.
Ihering, H. von. Os Mammiferos de S. Paulo, Catalogo Säo
Paulo 1894 30 pp.
Inverarity, J. D. The Four-horned Antelope. J. Bombay Soe.
pP. 193:
Jacoby, M. Ueber die mediane Schilddrüsenanlage bei Säuge-
thieren (Schwein). — Anat. Anzeig. X p. 49—53.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 213
Beim Schwein ist diese Schilddrüse nach Vf. in der Anlage
paarig (Fig. 1—3), Querschnitte eines 19 Tage alten (Fig. 4—6),
Sagittalschn. des etwa 10 Tg. alt. Embryo.
Jaekel, O0. Ueber d. Beziehungen d. Palaeontologie z. Zoologie.
Vhdlen. deutsch. Zool. Ges. 3. Vers. Göttingen p. 76-83.
Die Entwicklung fossiler u. recenter Organismen würde unter
einem Gesichtspunkt zu vereinen sein.
Jameson, H. Irish Bats. — Irish Natural, III p. 69—71.
Jentink, F. A. (1). On Bubalus mindorensis, Heude. Notes
Leyden Museum XVI p. 199—204 pls. VII—XI.
Maasse, Mammae 4., Färbung., Skelett.
Jentink (2). On a specimen of Herpestes semitorquatus, Gray
from Sumatra. Ebd. p. 210.
Kurze Bemerkung.
Jentink (3). On the Rhinoceroses from the East Indian-
Archipelago. Ebd. p. 231—233.
Jaques, P. Rech. sur les nerfs du coeur chez la grenouille et
les mammiferes. Journ. de l’anat. et de la physiol. T. 30 p. 622
—648, Pl. 17—19.
Verf. resumirt: 1. Chez les mamm., une partie des nerfs destinös
au muscle cardiaque forment sous le pericarde visceral un plexus
a mailles allongees parallelement au grand axe du coeur; la direction .
de ses branches £&tant d’ailleurs completement ind&pendante et de
celle des vaisseaux, et de celle des fibres musc. superficielles. Nerfs
et arteres n’ont de commun que leur origine apparente dans les
sillons de partage du coeur.
2. Du plexus sous-pericardique nait, outre les rameaux musc.,
un double r&seau nerveux destine A la sereuse.
3. Au plexus sous-pericardigque sont annex&es de nombreux
petits ganglions, principalement au niveau des sillons interauriculaire
et auriculo ventriculaire, ainsi qu’ä la surface des oreillettes et des
ventricules dans une etendue variable qui atteint facilement la moitie
sup. de ceux-ci. Les &löments qui les forment sont pour la plupart
multipolaires, qq.-uns seulement unip.
4. Parallelement au plexus sous-peric., il existe sour l’endo-
carde ventriculaire un riche plexus ä mailles irr&gulieres, d’otı naissent
egalement des rameaux musc. et un röseau destine & la tunique
interne du coeur.
5. Les fibres de Purkinje sont enveloppees par un lacis nerveux
a mailles Etroites, &man& du plexus sous-endoc.
6. Les valvules card. renferment des nerfs nombreux dans les
valvules auriculo-ventric., plus rares dans les valvules arterielles.
7. Les nerfs du myocarde ventric. issus des plexus coronaires
se rendent & leurs territoires respectifs par une triple voie par
’intermediaire des plexus sous-peric. et sous-endoc. pour ceux qui
sont destines aux fibres ext. et int., directement pour ceux de la
couche musc. moyenne. Au niveau des oreillettes, les nerfs musec,
emanent pour la plupart du plexus superficiel.
914 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
8. Les troncules nerveux s’anastomosent apres leur entr&e dans le
myocarde en un plexus myocardique fondamental d’oü part le systeme
des fibres intermusc. Ü’est de ces dernieres que naissent les fibrilles
terminales qui penetrent entre les cellules des faisceaux musc. et
entrent en communication avec elles par l’intermediaire de bourgeons
lateraux et terminaux de forme et de volume varie, comparables
pour la plupart aux terminaisons decrites dans les muscles stries
de differents invertebres.
9. Il existe chez les mamm, et la grenouille, dans l’&paisseur
du muscle cardiaque des cellules conjonctives multipol. color6es en
noire par le chromate d’argent, et pouvent facilement en imposer
pour les elements nerveux.
10. On rencontre enfin ca et l&ä dans les oreillettes et les
ventricules, des figures analogues ä& des corps cellulaires en con-
tinuite apparente on reelle avec des fibrilles nerveuses. Peut-6tre
s’agit-il de veritables cellules nerveuses intra-musc.
11. Nulle part enfin je n’ai observ& dans l’interieur du muscle
cardiaque de cellules comparables ni comme taille, ni comme forme,
ni comme disposition ceux &lements ganglionn aires de la surface.
Johnson, Geo. Lindsay. On the Pupils of the Felidae: Proc.
Zool. Soc. London, 1894, p. 481—84. — Ausz. Zool. Anzeiger
17. Jhg. p. 462. f
„In the domestice Cat the pupil was in 111 cases ont of 180
round, in 10 nearly round, in 40 round oval, in 19 acute oval. It
contracted to a vertical with pinholes at the upper and lower end
(where the fibres could not come further together). In the Wild
Cat, the Genetta and the Cibet it was round and contracted
to an oval. In all large Felidae it was round and contracted in a
circular shape.“
Jolyet, F. Rech. sur la respiration des Cetaces. (Verg.
Ber. 93 p. 160.) Ref. in: Naturw. Rundschau IX p. 49.
Kafka, Jos. Recente und fossile Nagetiere Böhmens. Arch.
d. naturwiss. Landesdurchf. von Böhmen, 8. Bd. No.5. 45 Text-
fieg. ‚Prag, 1833, 13.8.,8.°.
Kallius, E. Unters. über d. Netzhaut d. Säugetiere. Anat.
Hefte v. Merkel u. Bonnet, 1. Abt. X. Hft. (3. Bd. 3. Heft.) p. 527
—582, 4 Tf.
Untersucht wurden Mensch, Rind, Schwein, Pferd, auch junge
Katzen und Kaninchen. Behandelt die Bedeutung der Ganglien-
zellenfortsätze, den Zusammenhang der nervösen Elemente und die
Bedeut. der sog. granulirten Substanz; welche nicht bloss im Gehirn
weiter verbreitet ist, sondern auch als bemerkensw. Bestandtheil
für die beiden „granulirten Schichten“ in der Retina in Anspruch
genommen worden ist.
Keibel, F. (1). Die Entwicklung des Mesoblast beim Schafe. —
Verhdlgn. anat. Ges. 8. Vers. p. 157.
Keibel (2). Zur Entwickelungsgeschichte des Primitivstreifens
beim Schwein. Ebd. p. 158—159.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 215
Keilmann, Alex. Der Placentarboden b. d. deciduaten Tieren.
Ein vergl. embryol. Studie. Diss. Dorp., 1894. 8° (91 p.).
Keith, Arth. (1). The Ligaments of the Catarrhine Monkeys,
with to corresp. structures in Man. — Journ. of. An. and Physiol.
Vol. 28 p. 149—68.
Cercopithecus sabaeus u. Macacus niger.
Keith (2). N. on a Theory to acc. for the various arrange-
ments of the flexor profundus digit. in the hand and food of
Primates. — Journ. of Anat. and Physiol. Vol. 28. P. III. p. 335
— 339. 6 Figg.
Me. Key, W. J. St. The Spaying of Cows. — Agricult. Gaz.
N.S. Wales Vol.5 P.5. p.5. 334 —44, 10 Fig. — Verschneiden der
weibl. Rinder.
Kempen, Ch. von. Mammiferes et Oiseaux presentant des
varietes de coloration, des cas d’hybridite ou des anomalies (3. serie).
— Bull. Soc. Zool. France T. 19 p. 76—85.
Kennel, J. von. Ueber die Geweihlosigkeit weiblicher Cervinen
— Sitzb. Naturf.-Ges. Univ. Jurjew [Dorpat], 10. Bd. p. 214—216.
Kerbert, €. Exhib. of a Photograph of Nemorhoedus suma-
trensis. — Proc. Zool. Soc., London, part. IV, 94 p. 654 (6 Zeilen).
Kiep. Eine Hasengeschichte. — Der Weidmann. Bl. f. Jäger
u. Jagdfreunde. XXV. Bd. p. 191.
Bemerk. über Fortpflanzung in der Gefangenschaft.
Killermann, S. Ueber die Sutura palatina transversa, u. e.
Betheiligung des vomer an der Bildung der Gaumenfläche beim
Menschenschädel. — Arch. f. Anthrop. 22. Bd. p. 393—425, 3 Tf.
Kip, M. J. van Erp Talman. Over de ontwikkeling van
de Müllersche Gang bij Zoogdieren. — Tijdschr. Nederl. Dierk. Vereen.
(2) 4. Deel, p. 71—174, Taf. 3—5. Ausz.: Journ. R. Micr. Soc.,
London 94, P. 3, p. 322—3, und Zool. Anz. 17. Jg. p. 235.
Unters. Tupaja, Erinaceus, Talpa, Sorex: Das Peritonealepithel
wuchert an der ventr. Seite des Wolff’schen Körpers, die Wucherung
verlängert sich proximalwärts, theilt sich und bildet eine Anzahl
Trichter, indem sie von d. Perit.-Höhle aus ein Lumen erhält, Die
Triehter wachsen auf einand. zu u. verschmelzen. Der übrige Müll. G.
wird z. grössten Theil v. Wolff’schen Gange abgeschieden; nur werden
aus d. W.’schen G. dem oberen Teil mehr Zellen einverleibt als d.
unteren, z. B, bei Tup. Der untere Theil wird vom W.’schen G.
bei Er. völlig unabhängig. Bei weissen Mäusen nimmt d. W.’sche
G. e. grösseren Antheil an der Bildung des M.’schen G. als bei
grauen. Bei Mus entsteht das definitive Ostium aus einem rudimen-
tären; bei Lep. ist auch ein solches vorhanden; dasselbe wird (ähnl.
wie bei Insectivoren) aber reducirt und das definitive erst später u.
anderswo gebildet.
Knauthe, Karl. Sorex alpinus, Schinz in den Gebirgen Mittel-
Schlesiens. — Zool. Garten 35. Jhg. p. 252.
Kochtizky, C. von. Die Erziehung des Hundes. Aufzucht,
Pflege u. Dressur unter Berücks. der zur Jagd geeigneten Rassen,
3216 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
nebst Behandl. des H. in Krankheitsfällen. — 3. neubearb. Aufl
Mit 23 Rassebildern. Oranienburg. 8° 173 8.
Kölliker, K. von. Ueber die feinere Anatomie und die phy-
siologische Bedeutung des sympathischen Nervensystems. — Verh..
Ges. Deutsch. Ntf. u. Aerzte, Wien. 66. Vers., p. 97’—120. Extract.
Naturw. Rundsch. No. 3.
Vf. resumirt: 1. Das symp. Nervs. ist theils unabhängig vom.
übrigen Nervs., theils innig mit demselben verbunden.
2. Selbstständig ist dasselbe durch seine Ganglien, welche alle
als Ursprungsstätten feiner, z. T. markloser Nfasern erscheinen;
abhängig auch die Fasern der Kopf- u. Rückenmarksnerven, die im
den Verbindungsästen in das symp. Gebiet übertreten.
3. Diese cerebrospinalen Elemente des Symp. sind z. T. sensibel
u. vermitteln die spärlichen, bewussten Empfindungen, die wir vom
d. Eingeweiden haben; einem ander. Theile nach sind dieselben
motorisch und übertragen indirekt Erregungen von Gehirn und
Rückenmark durch Einwirkung auf die symp. Ganglien auf alle
Gebiete mit unwillkürlicher Muskulat. u. auf d. Drüsen.
4. Die Gglfas. d. Symp. sind unzweifelhaft in ihrer grossen
Mehrzahl motorisch u. innerviren d. gesammte glatte Muskulatur
d. Körpers direkt...
5. Es ist nicht unwahrsch., dass unter d. symp. Fasern auch
sensible sich finden, welche bei Reflexen im Gebiete des Symp.
selbst eine Rolle spielen.
6. Ferner ist auch als nahezu sicher zu bezeichnen, dass die
symp. Nf. auf d. Chemismus gewisser Drüsen einen wichtigen Einfluss
ausüben.
7. Die Bezieh. d. Cerebrospsystems u. des Symp. zu einander
sind nicht nur direkte, sondern auch indirekte, indem Erregungen
cerebrospinal., sensibler Fasern Reflexe im Gebiete des Symp. er-
zeugen und umgekehrt solche auch von d. Eingeweiden aus in d.
cerebrosp. Sphäre veranlasst werden können.
8. Mit Bezug auf d. Verhalten u. d. Beziehungen d. Elemente
zu einander zeigt der Symp. dieselben Verhältnisse wie das cerebrosp.
System. Die Elemente bestehen in beiden Fällen aus mikrosk.
Einheiten, den Nervenbäumchen, von denen jedes aus e. Nzelle u.
Nfasern besteht. In dem einen Falle sind die Zellen nur mit weit-
reichendem nervösen Fortsatze versehen oder unipolare, in d. anderen
F. mit vielen solchen oder multipolare, von denen ein Fortsatz ein
langer, sog. nervöser F., die anderen nur kurze od. Dendriten sind.
9. Alle Forts. d. Nervenzellen sind physiologisch als Leitungs-
apparate zu bezeichnen, von denen die Dendriten zuleitend oder
cellulipetal, die langen F. ableitend oder cellulifugal wirken. Alle
diese F. enden mit mehr oder minder reichen Verästelungen und
wirken nur durch Contact, nicht durch Verschmelzung auf einander
oder auf die Zellenkörper ein.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 217
10. Auch die aus d. cerebrosp. Nerven in d. symp. Ganglien
übergehenden motor. Nafsern enden in denselben mit freien Ver-
ästelungen und wirken nur durch Contact auf d. symp. Gglzellen ein.
Kollmann, J. La musculature anale des singes caudes et des
singes non caudes comparee avec celle de ’homme. — Monit. Zool.
Ital. 5 Ann. No. 4 p. 74.
Köttgen, E. u. Abelsdorff &. Die Arten d. Sehpurpurs in der
Wirbelthierreihe. — Sitz.-Ber. d. Berlin. Acad. d. Wiss. 1890. S. 921.
Rf. Naturw. Rundsch. X. No. 46 p. 521—592.
Spectophotometrische Messungen d. Absorption des Sehpurpurs
bei 16 Species, darunter 4 Säugetieren: Affe, Hund, Kaninchen,
Katze. Bei den Säugern kommt eine Art von Sehpurpur vor mit
dem Maximum der Absorption bei d. Wellenlänge 500 wu also im
Grünen. Es stimmt überein die Abs. des menschl. Sehp. mit der
bei Säugeth. u. Amphibien; dies ergab sich aus der Vergleich. mit
den v. A. König gefundenen Absorptionscoeff. (Rdsch. IX. 508). Es
hat sich kein Hinweis auf d. Vorkommen von Sehgelb bei d. Thieren
ergeben.
Kraemer, Adf. Das schönste Rind. Anleitung z. Beurtheilung
d. Körperbeschaffenheit d. Rindviehs nach wissensch. u. prakt.
Gesichtspunkten. 2. neubearb. Aufl. Berlin, Parey, 1894 gr. 8°.
(IX, 244 p. 82 Texts.).
Otto-Kreckwitz, Ernst von. Der Kriegshund, dessen Dressur
u. Verwendung. — München, J. Schön 1894. 8°. VIII, 71 p.
1 Abbild.
Krichler, Franz. Der Jagdhund. Seine Züchtung, Erziehung,
Wartung, Dressur und Führung. — 7. Aufl. des alten Ü. F. G.
Thon’schen Werkes. Vollk. neu bearb. u. erweitert v. Verf. Mit
7 Vollbildern u. über 100 Textfig., worunter zahlreich Originalzeichn.
v. Alfred Stöcke, Leipzig, Edg. Herfurth & Co. 8. S.XVI u. 484.
Aus d. Allgem. Forst- u. Jagdzeitung N. F. 71. Jhg. Frankf. a. M.
Kükenthal, W. (1). Dentition of Pinnipedia. Abstr.: Journ.
R. Micr. Soc. London, 1894. P. 1 p. 36. (Vergl. Ber. 1893 p. 162).
Kükenthal (2). Zur Entwickelungsgeschichte der Wale. —
Verh. D. Zool. Ges., 3. Vers., S. 69—75.
Kurze Wiedergabe s. früher ausführl. Publ. (Vgl. Matschie,
Bericht Säugeth. 95, p. 162.)
Eine Wiederg. der K’schen Forschungen siehe auch in: Naturw.
Rundschau IX Nr. 1, 5 Fg.
Kull, Alb, (1). Ein interessantes Nagetier. — Mit 1 Abbildge.
in Zool. Garten, 35. Jhg. No. 5. p. 134—138.
Lophiomys Imhausi A. M. Edw.
Kull (2). Die Abstammung der Hunderassen. — Jahreshefte
Ver. Naturk. Württembg. 50. Jhg. Sitz. Ber. p. KCIX—C.
Nach Verf. stammen die Hunde vom Spitzerhund her.
Laffan, &. B. and Leeson, J. R. cf. Leeson, J. R.
218 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Lampert, K. Demonstration des australischen Beutellmul,
Notoryctes typhlops Stirl. — Jahreshefte Ver. vaterl. Naturk.
Württembg. 51. Jhg. Sitz.-Ber. p. CV—CVI.
Landois (1). Subfossile Geweihe und Gehörne. — 22. Jahres-Ber.
d. Westfäl. Prov.-Vereins f. Wiss. u. Kunst f. 1893/94.
Es sind diese Gebilde z. B. vom Elen u. Bos primigenius in West-
falen viel schmächtiger, als in d. nordöstlichen Gegenden Deutsch-
lands. Ein aus Östpreussen erhalten. Knochenzapfen v. Bos primig.
misst 38 cm am Grunde im Umfang.
Landois (2). Die Rattennoth und ihre Abhülfe. Ebd., S. 000.
Ratten als Mörder von jungen Schwänen. Sicheres Mittel zur
Vertilgung ist die Meerzwiebel (Scilla mar.).
Landois (3). Kohlfuchs. Ebd., p. 000.
Besonders dunkele Abart, die Ruthe fast schwarz; oben braun,
unten fast schwarz, die eigentl. Fuchsfarbe fehlt.
Landois (4). Ueber die Mondkälber. Ebd., S. 000.
Vf. beschreibt die Missgeburt (etwa 1 Spann messend) einer
Kuh „eines Mondkalbes“ mit nur verkümmerter Zitze.
Landois (5). Ueber den Isabellismus der Hausratte. Ebd., S. 000.
Oberseite mit Ausnahme d. weissen Grannenare hellisabell-
wrben mit Stich ins Röthliche. Unterseite und Schnauze schnee-
faeiss. Augen hellroth. Maasse.
Landois (6). Die Generationsorgane eines zwittrigen Ziegen-
lammes. Ebd., S. 000.
Alter 3—3!/, Monaten, männlicher Habitus, dabei ausgebildete
Vulva mit kräftig entwickelter Clitoris.
Landois (7). Ein sechsbeiniges Hausschwein. Ebd., S. 000.
Die Schambeine bleiben vorn 13 mm u. hinten 35 mm von-
einander getrennt, u. in diesen Zwischenraum drängt sich der
2. Beckengürtel ein, an welchem sich 3 verkümmerte Beckenknochen
jederseits unterscheiden lassen. An den Hinterbeinen ist eine Um-
drehung der Unterschenkelknochen u. d. Fusswurzelknochen zu be-
merken. Die Fussflächen blieben nach hinten gerichtet. Beide
überzählige Hinterbeine traten mit d. Fusssohle nicht auf; beide
waren mit gemeinsamer Haut überzogen, nur d. beiden Füsse mit
ihren 8 Zehen und Hufen ragten frei hervor.
Landois (8). Chinesische Tanzmäuse. Ebd., S. 000.
Beschr. des Felles. Gewohnheit, sich hintereinander im Kreise
zu jagen u. zwar bei Tag u. Nacht. Einrichtung des Zwingers.
Die Ursache dieser „Reitbahnlaufbewegung“ ist nach Vf. ein Defekt
der corpora quadrigemina od. des Mittelhirns und zwar bilateral,
da sich die Maus rechtsum wie linksum wenden kann; der Defekt
scheint sich durch verschiedene Generationen hintereinander vererbt
zu haben. Dadurch sind d. Mäuse gezwungen, Reitlaufbahn-
bewegungen auszuführen, sobald sie anfangen zu laufen.
Landois (9). Ziegenmissbildungen aus Westfalen. Ebd., S. 000.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 219
Verf. zählt auf: 1. Eine Reihe Schädel von 4hörnigen Ziegen;
die Vierkörner wurden weiter gezüchtet. 2. Cyclopen, d. h. Ziegen
mit 1 Auge auf .d. Stirn. 3. Ein milchgebender Ziegenbock, kastrirtes
Thier, Euter mit 2 Zitzen. 4. Hermaphroditische Urogenital-Apparate
(Thier 3 Monate alt). Der 3‘ sowie d. 2 Genitalapp. sind nicht voll-
ständig ausgebildet. Von den S' Org. sind entwickelt: 1. d. beiden
Testes, 2. die Nebenhoden, 3. Gubernaculum Hunteri, 4. Vasa
Deferentia; 5. d. Vesicul. seminal; v. 2: 1. Clitoris, 2. Vagina,
3. Uterus bicornis, Das Thier soll sich als Bock benommen haben.
5. Bastard zwischen Heidschnucke u. afrikan. Zwergziege.
Langkavel, Bernh. Verbreitung europäischer u. kaukasischer
Auerochsen (Bison europaeus). — Zool, Gart. 35. Jhg., p. 13—17.
Die älteste Nachricht dürfte in d. Erzähl. v. Argonautenzuge
zu find. sein, die ält. sichere (1635) erwähnt d. Bison an d. Grenzen
Abchasiens. Im europ. Russland war d. Bison wahrsch, über d.
grössten Theil d. Waldzone u. auch auf d. Prairien verbreitet, ist
jetzt beschränkt auf einen Wald Litauens von ca. 30 Quadrat-Meil.
Von hier u. v. Kaukasus kamen die seltenen Thiere an Museen u.
Thiergärten. Das grösste Gehege besitzt Fürst Pless. Besonders im
Schloss v. Schönbrunn haben sich Auerochsen fortgepflanzt. Be-
merk. über die jetzt in Zool. Gärten lebende Exempl.
Lannelongue et Achard. Ostsomyälite du maxillaire inferieur
chez le Kanguroo. — C. r. acad. Paris, T. CXIX. p. 959 —962.
Bezügl. der Microbiologie dieser Affection handelt sich um einen
pyogenen Micrococus, der Aehnlichkett mit Streptococken hatte.
Lataste, Fern. (1). Röle des vösicules s&minales chez les
Mammiferes. — Actes Soc. Scientif Chile T. 3. 3. Livr. Proc.-verb.
p. CV—CVLI.
Lataste (2). Les rech. sur la fecondation et gestation des
Mammiferes de J. Onanoff et la theorie de la gestation extrauterine.
Ebd. Proc.-verb. Mem. p 112—115.
Untersuch. der Maus. Die extrauterinen Schwangerschaften
sind allein auf die Eier zurückzuführen, welche vom Uterus zurück-
gekommen sind. Eier, welche den Uterus nicht erreicht haben,
entwickeln sicht nicht (cf. Ber. 93 p. 163).
Lataste (3). Prösentation d’une oreille de Brebis surmont6e
d’une corne. — Actes Soc, Seient. Chili P. 4. 1. Livr. Proc.-verb.
p. LXI—LXII, 1 Fig.
Die Hörner sind Hautbildungen.
Leche, W. Zur Entwickelungsgeschichte d. Zahnsystems d.
Säugethiere. — 1. Lief. Stuttgart, 1894. 4° (p. 1—56), 5 Taf. Extr.
Zool. Anz. 17. Jhg. p. 363, 505.
Erinaceus: Milchzähne der mittleren Antemolaren sind verloren
gegangen, die persistirenden functioniren mit Mileh und Ersatz-
zähnen. Das bleibende Gebiss besteht aus Faktoren der 1. und
2. Dentition. Bei den Soriciden fehlt die Milchdentition, es findet
nur e. einmalige Zahnentw. statt. Die Talpidae haben eine Milch-
dent., Canis fam.: 1. Praemolar bildet sich oberflächlich, Pd.; nicht,
220 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
ebenfalls nicht bei Phoca, der ihm vorangehende 5. Molar M. ist
bei Phoca ein persistirender Milchzahn. Chiropteren: Angaben einer
früheren Arbeit wiederholt, Marsupialier: Schilderung des Gebisses
wird angefangen.
Lederstrumpf. Der Fuchs. Seine Jagd u. sein Fang. —
2 verm. u. verbess. Aufl. Mit zahlr. Abbild. Neudamm, 1894. 8
(Tit., Vorw., 60 p.).
Ledouble. Malformations des Muscles de l’oreille. — Journ,
de l’anat. et physiol. T. 30, p. 40—60.
Lee, Rawdon. Der Foxterrier. — DBearb. v. C. Thilo u.
H. W. Gruner. Mit zahlr. Abbild. Liefer. 1, 2, 3/4. Leipzig 1894.
Lex.-8° (123 p.)
Leeson, J. R. und Laffan, @&. B. On the Geology of the
Pleistocene deposits in the valley of the Thames at Twickenham
with contributions to the Fauna and Flora of the period. Quart.
Journ. Geol. Soc. p. 453—462.
Leisering-Hartmann. Der Fuss des Pferdes in Rücksicht auf
Bau, Verrichtungen und Hufbeschlag. — 8. Aufl. neu bearbeitet v.
A. Lungwitz. 288 Holzschn. Dresden 1893. G. Schönfeld. Archiv.
f. wissensch. u. pract. Tierheilk. Bd. XX. p. 224—226.
Anatomie desFusses u. d. feineren Bau des Hufes, d. mechanischen
Verrichtungen des Hufes.
Lemoine, V. Etude sur les os du pied des Mammiföres de
la Faune Cernaysienne et sur quelques pieces osseuses nouvelles
de cet horizon pal&ontologique. — Bull. Soc. Geol. France, XXI
p: 353 — 368.
Leonard, A. &. The Camel, its Uses and Management. —
London, Longmans, 1894. 8°. (IX, 335 p.) 21s.
Lesbre X. et L. Guinard. Etude d’une chat monoc£phalien
thoradelphe. — Journ. de l’anatom. et de la physiol. T. 30. No. 1.
p- 126—132. 2 Fig.
Leverkus-Leverkusen. Jagdskizzen aus den Wäldern des Nor-
wegischen Nordlandes. — Der Weidmann, XXV, p. 385—387, 393
—39.
Jagd auf Elche.
Liebenwalde, St. & Dickhornschaf (Ovis montana) und
Felsengebirgsziege (Aplocerus lanigerus). — Zool. Garten XXXV.
p. 234—237 u. 257—260. Vergl. Systematik.
Linke, J. &. Die rationelle Kaninchenzucht u. ihr volks-
wirthschaftlicher Werth. — 2. Aufl. Leipzig, Ed. Wartig 1894.
SIRV IE BP 3-10. Eörts.);
Littledale, St. Geo. Fields-Notes on the Wild Camel of Lob-
Nor. — Proc. Zool. Soc. London. 1894. P. III. p. 446—48.
C. Bactrianus, ob wild oder verwildert? Abb. nach ausge-
stopft. Expl.
Lloyd, F. The Whippet and Race Dog: how to breed rear,
train, race and exhibit the Whippet. — London, L. Upham Gill & Co,,
1894. 8°. (204 p.)
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 92]
Loder, Sir. Edm. Giles (1). „On the Reem“ Antelope of
Algeria [Gazella Loderil. — Proc. Zool. Soc. London, p. 473—476.
Das erste vollst. Thier erlangt.
Loder (2). Note on the Period of Gestation of the Indian
Antelope [Antilope cervicapra Linn.]. Ebd., p. 476.
Trägt 5 Monate.
— Löhr, Pipin. Ueber d. Sulcus praeauricularis d. Darmbeins u.
ähnliche Furchen anderer Knochen. — Anatom. Anzeig. S. 521—36,
7 Abbild.
D. Sule. praeaur. ist ein Theil einer d. ganze ohrförmige Ge-
lenkfläche umgebenden Furche; diese ist z. Anheftung der Brand-
massen bestimmt, welche die Knochen verbinden. Auch an anderen
Knochen find. sich solche Sulci paraglenoidales.. Alle S. parag.
dienen zur Insertion d. tiefen Fasern d. Gelenkkapsel.
Lorenz, L. Ueber die von Herrn Dr. E. Holub gespendeten
südafrikanisch. Säugethiere. — Ann. Hofmus. Wien. p. 59—67.
Lorey. Zum Vorkommen der Wildkatze. Allgem. Forst- u.
Jagdzeitung. 70. Jhg. Frankf. a. M.
In der Umgegend Tübingens kommen noch zahlreiche Wild-
katzen vor, so in den Revieren Herrenberg, Weil im Schönbuch,
Eutringen, Einsiedel u. Bebenhausen, im Ganzen sind 13 echte Wild-
katzen beobachtet worden.
Löwenthal, N. Z.K. der Glandula submaxillaris einiger Säuge-
thiere. — Anat. Anzeig., 9. Bd. p. 223—229, 3 Fig.
Untersuchte Ratte, Meerschweinchen und Igel. Meist ist schon
mit blossem Auge ein Theil in der Drüse zu unterscheiden, der in
einen besonderen grösseren Ast des Ausführungsganges ausmündet;
während der Haupttheil der Drüse Alveolen meist von serösem
Typus enthält, gehören die des kleineren Theils dem mucösen
Typus an.
Lydekker, Rich. (1). Fossil Argentine Mammalia v. Ejus „The
La Plata Museum“. — Natural Science, Vol.4 p. 19—26, p. 117
—128.
Lydekker (2). A Handbook to the Marsupialia and Mono-
tremata. London. W. A. Allen, 1894, 8°. (310 p.)
Lydekker (3). Mammalian Ineisor from the Wealden. —
(ef. Bericht 93 p. 164) 2 Figg. Ausz. v. L. Döderlein in Zool.
Centralbl. 1. Jhg. p. 206.
Lydekker (4). The Royal Natural History London. 8° I. T. 1—2.
Mammals.
Lydekker (5). Life and Rock; a collection of zoological and
geological essays. — London 221 pp.
Lydekker (6). Contributions to a knowledge of the Fossil
Vertebrates of Argentinia. — Ann. Museum La Plata, Pal. Arg. I
(1893).
Maggi, Leop. (1). Intorno al foro pituitario etnocranico nei
Mammiferi — Istit. Lombard. Sc. Rendic. (2.) Vol. 26. Fasc. 18/19.
322 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Maggi, (2). Preinterparietale e fontanelle interparietali in un
idrocephalo di Bos taurus, juv. — T. c. p. 160-171.
Major, C. J. Forsyth (1). On Megaladapis madagascariensis,
an Extinct Gigantic Lemuroid from Madagascar; with Remarks on
the Associated Fauna, and on its Geological Age. — Philos. Trans.
of the Roy. Soc. of London, Vol. 185, B. pp. 15—38.
I. Deser. of the skull. II. Affinities. III. Primitive ancestor or
degenerate descendant? IV. Systematic position. V. Associated
Fauna. VI. Geological age. (cf. Ber. 93 p. 165.)
Major (2). Trituberculy and Polybuny. — Nature, Vol. 50
p. 101—102.,
Major (3). Diagnosis of an. sp. of the G. Lepidolemur (leucopus):
Ann. of Nat. Hist. (6.) Vol. 13 p. 211.
Major (4). Ueber die malagassischen Lemuriden - Gattungen
Microcebus, Opolemur u. Chirogale: Novitat. Zool. Rothschild, Vol I.
No. 1 p. 2—39.
Major (5). Diagnoses of an. sp. of the genus Lepidolemur.
— Ann. Nat. Hist. (6) p. 211.
Major (6). Ueber die Malayassischen Lemuriden -Gattungen
Microcebus, Opolemur u. Chirogale. — Nov. Zool. p. 2—39.
Manca, @. Rapporto tra il peso dei reni ed il peso e la super-
ficie del corpo nei cani. Confronto tra i due reni. Con 9 tabelle
ed 1tav. — Atti R. Accad. Sc. Torino, Vol. 29 p. 346—365.
Gewichte der männl. und weibl. Nieren beim Hunde.
Manners-Smith, T. On some points in the Anatomy of Orni-
thorhynchus paradoxus. With 7 figg. — Proc. Zool. Soc. London
1894 IV (erschien 1895) p. 694— 715
Ausführl. die Muskeln (Fig. 1: Arm, 2 u. 3: Vorderarm u. Hand,
4: Femur, 5 u. 6: Hinterfuss); Nervenplexus (brachial, lumbal u.
sacral) p. 710—2; Arterien p. 712—5 (Fig. 7: Rumpfart.-Ursprung).
Marey. Ueber die Bewegungen, welche manche Tiere ausführen,
um auf ihre Füsse zu fallen, wenn man sie von einem hohen Punkte
hinunterwirft. Compt. rend. T. CXIX p. 714. — Naturw. Rundsch.
No. 51 p. 654—55.
Beobachtet an Hunden, Katzen u. Kaninchen durch Chrono-
photographie.
Marsh, ©.C. (1). Deser. of Miocene Mammalia. — Ausz. v.
L. Döderlein in: Zool. Centralbl. 1. Jhg., p. 206.
Marsh (2). Restoration of Coryphodon. Ausz. v. L. Döderlein.
— Ebd. p. 205—206.
Marsh (3). Restoration of Elotherium. — Amer. Journ. Sci.
(3) p- 407—408.
Marsh (2). A new Miocene Mammal. — Amer. Journ. (3)
p- 409.
Marsh (3). Eastern division of the Miohippus Beds, with notes
on some of the characteristic Fossils. — Ebd. p. 91—94.
Marsh (4). Miocene Artiodactyles from de Eastern Miohippus
Beds. Ebd. p. 175—178.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 223
Marsh (5). Description of Tertiary Artiodactyles.. — Ebd.
p. 261274.
Martin, C. J. and F. Fidswell. The femoral gland of Orni-
thorhynchus and its secretions. (Linn. Soc. N. S. Wales). — Zool.
Anz. 17. Jhg. p.380 u. p. 395. Nature, Amer, Naturalist, Vol. 28
p. 890.
Martin, Henri. N. sur le premier developp. des arteres coro-
naires cardiaques chez l’embryon du lapin. — Ü.r. Soc. Biol. Paris
(10) I p. 83—85 (Extr. 7. Jan. 94 p. 221).
Martin, Paul. Zur Entwick. d. Gehirnbalkens b. d. Katze. —
Anat. Anz. IX p. 172— 76.
D. Randbogen wird v. d. übrigen Medialwand d. Grosshirn-
bläschen durch d. Bogenfurche getrennt. Diese tritt zuerst auf b.
Embryonen von 1,3cm L. u. ist v. Anfang an im nasalen Theile
tiefer als im caudalen. B. Embry. von 3,5 cm ist d. Nasal- v.
Caudaltheile d. Furche dadurch getrennt, dass eine kurze Zwischen-
strecke sich stark abflacht; noch mehr bei Embry. v. 4,0 u. 4,3 cm.
Später verschwindet d. Vertiefung d. Nasaltheiles fast (87,5 cm |.
Embr.), noch später tritt e. nochmalige Furche auf, welche d. Balken
u. die Striae Lancisii v. Cingulum trennt. Diese neue Furche ist
d. Fissura supracallosalis, meistens völlig v. d. Fissura hippocampi
getrennt, manchmal jedoch noch durch d, stark abgeflachte Zwischen-
stück d. Bogenfurche mit ihr lose verbunden. Das abgefl. Zwst. d.
Bogf. wird durch d. weitcaudal sich erstreckende Splenium d. Balkens
ebenfalls caudal ausgebogen. Solange die Fiss. supracall. caudal
nur in d. abgeflachte Zwischenstück d. Bogenfurche übergeht, stehen
d. Striae Lanecisii seitl. mit d. Anlage des Gyrus dentatus in
Zusammenhang; später jedoch b. Embryo v. 12,0 cm zieht d. Furche
tief eingeschnitten unmittelbar um d. Splenium herum u. läuft seitl.
in jene Rinne aus, welche d. Anlage d. Gyrus dent. v. Fornix
trennt. Auch dies Verhalten scheint nicht constant zu sein.
D. Balken hat auf d. Medianschnittfläche d. Form eines stark |
zusammengedrückten Hakens. Verf. unterscheid. e. Ventral- u. e.
Dorsaltheil am Balken.
Wie sich d. Balkenfasern histol. zu d. Gewölbef. verhalten,
konnte Verf. nicht feststellen. Septum pelluc.: Dort, wo später d.
nasale Gehirncommissur u. d. Balken auftreten, findet sich eine Ver-
dickung der Lamnia terminalis; diese schwindet ‚später fast ganz,
nur ein kleiner Theil d. verdickten Schlussplatte, welcher dorso-
caudal d. Balken aufliegt, bleibt bestehen. D. Sept. pell. ist der-
jenige Theil d. Hemisphärenwand, welcher v. d. Balken umgrenzt
wird, bei d. Embryo v. 7,5 cm ist noch keine Verlötung d. Hemi-
sphärenwände eingetreten; die später. Verwachsung d. Hemisphw.
im Bereich des Septums hat nichts mit d. verdickten Lam. term.
zu thun.
» Mearns, E. A. Description of a n. sp. of Cotton Rat (Sigmodon
minima) from New Mexico. — P. U. S. Mus. XVIII p. 129—130.
3324 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Matschie, P. (1). Die natürliche Verwandtschaft u. die Ver-
breit. d. Manis-Arten. — Sitz.-Ber. Ges. Natf. Fr. Berlin 1894,
p. 1-13, 3 Fig.
Entweder 1 Gatt. mit 3 Arten anzunehmen: M. tetradactyla,
tricuspis u. pentadactyla und dann M. pent. in 5 Localform. zu trennen:
M. pent. javanica, aurita u.s.f. od. M.tetrad. u. tric. in d. Unter-
gatt. Manıs s. str. zu vereinigen, die übrigen Formen aber unter
Pholidotus Stohr. zu begreifen. — Verbreitung: Westafrika, 3 Formen:
M. tetr., tricusp. u. gigantead; im übrigen tropischen Afrika, Vorder-
Indien, Himalaya, Süd-China, Hinter-Indien u. Sunda-Archipel: nur
eine Form.
Matschie (2). Die v. Paul Neumann in Argentinien gesammelten
u. beob. Säugeth. — Ebd. p. 57—64.
1. Cebus azarae, Garrapatal 150 km nördl. v. Jujuy. An berg.
Stellen überall im Urwalde, aber nicht häufig. 2 Vespertilio chilo-
ensis. 3. Nyctinomus brasiliensis, Famailla. 4. Felis concolor, 5. F.
puma, Fährten in d. Sierra b. Bahia Blanca, häufig b. Fam., rötlich-
gelbe u. silbergraue Expl. 6. F. onca Waldgebirge b. Fam. zieml.
häufig, auch b. Jujuy. Stark in d, Färbung variirend. 7. F. mitis
Palos a pique u. Juntas. Alle Mittelstufen zw. d. grauen, schwach
gelbl. angeflogenen, mit länglichen schwarzgesäumten Feldern be-
setzten Kleide u. zw. d. ausgeprägt gelben Kl. mit runden, schwarz
gesäumten Flecken. 8. F\. geoffroyi u. 9. F. guigna. Die südl. Form
ist No. 8, d. nördl. resp. westl., chilenische No.9. Bei Tornquist
ist F\ geoffr. sehr häufig; F. guigna v. Tuc. gleicht d. v. Juj. 10. F.
pajeros u. 11. F\ colocolo lebt in Chile. 12. Canis azarae b. Torng.
häufig. 13. ©. gracilis, Kleiner als No. 12. Er dürfte d. westl.
resp. nordwestl. Vertreter v. Ö. az. sein. 14. C. cancrivorus Aival
u. Juntas (Prov. Juj.). 15. Lutra paranensis im Rio Grande häufig,
16. Galietis barbara Agua Caliente. 17. @. vittata, Tuc. nicht selten.
18. Mephitis patagonica, Tornquist häufig. 19. Nasua nasua (fehlt
b. Tuc.), am Rio grande de Juj. mehrmals gesehen, immer in Ge-
sellschaften. 20. Procyon cancerivorus. Einzeln b. Tuc., b. Juj. all-
bekannt. 21. Sciurus spec. „Nussesser“. Berggegend bei Capillas
nördl. v. Jujuj. 22. Phyllotis griseoflavus Waterh.?, nicht genügend
bestimmt. 23. Myopotamus coypus Torng. seltener. 24. Dolichotis
patagonica sehr selten Torng. 25. Cavia australis Torng. stellen-
weise häufig. 26. ©. leucoblephara Tuc. häufig. 27. Lagostomus
trichodactylus fehlt b. Juj., b. Torng. u. Tuc. gemein. 28. Zepus
brasilicus Juj. 29. Dasypus sexcinctus San Lorenzo. Lebt im ganz.
Urwaldgebiet v. Juj. nördlich. 30. Euphractus minutus häufig im
freien Camp b. Tuc. u. Juj. 31. Euph. villosus b. Torng. häufig,
b. Tuc. fehlt es. Auf d. Camp gegessen. 32. Tatusia hybrida b.
Arices, b. Tuc. unbek. 33. Toolypeutes conurus längs d. Cordilleren,
b. Tuc. unbek. 34. Myrmecophaga jubata überall im Gebiet selten.
39. Tamandua tridactyla b. Palos & pique. 36. Dicotyles torquatus
„Chancho rosillo“ u. 37. D. labiatus „Ch. machado* b. Catafales in Juj.,
beide leben nur im Busch u. Urwald. 38. Tapirus americ. nicht
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahre 1894. 2925
selten b. Fam. u. Juj. 39. Cervus campestr. Torng., sehr häufig
b. Bahia Blanca. 40. CO. antisiensis 1 Fell. v. d. Puna b. Juj. 41. C.
rufus Fam., b. Juj., Hügeln b. d. Städten. 42. ©. nemorivagus,
Fam. häufig b. Juj. 43. Didelphys azarae im Camp b. Tuc. gemein.
44. D. noctivaga Gebirgswald b. Fam. 45. Schlüsse: 1. Zwisch.
Tuceuman u. Jujuy ist d. Grenze des südargentin.-patagonischen
Gebietes u. d. tropisch-südamerik. Subregion. 2. Westl. v. Tucuman
beginnt d. chilen. Gebiet, eine Provinz d. südl. argentin. Region.
Matschie, P. (3). Neu erworbene Säugethiere des Natur-
historischen Museums in Lübeck. — Mitth. Geogr. Ges. und Naturh.
Mus. Lübeck. II, p. 129—134, 1 Abb.
Cariacus perwvianus vom Sorata; monströses Geweih dieser Art.
Untersch. von ©. savannarum und gymnotis. — Ü. nictitans var. alba,
Gallago alleni (Untersch. von (@. demidofi und apicalıs), Arotocebus
calabarensis (Abb.), Epomophorus complus (Untersch. der in Kamerun
vorkomm. Epom.-Arten und Aufzählung aller Fundorte der im
Berliner Mus. aufbewahrten Ep.), Nycteris hispida, Viverra genettoides,
Viverra civetta, Herpestes galera juv., Sciurus poensis, Sciurus rufo-
brachiatus und Mus hypoxanthus. Sämmtlich von Kamerun.
Matschie (4). Die Kuhantilopen. Naturw. Wochenschr. 1894,
p. 329—-333. Mit 1 Abb.
Geograph. Verbreitung und Lebensweise. Abb. von Bubalis
caama.
Matschie (5). Die afrikanischen Wildpferde als Vertreter zoo-
geographischer Subregionen. Mit 3 Orig.-Zeichn. — Zool. Gart.
35. Jhg. 1894 p. 33—39, 65— 74.
Für die afrik. Wildpferde kann eine Differenzir. in Lokalformen
bewies. werd. (etwa wie dies b. Kuhantilop. ete. möglich ist). Es
lebt v. Cap bis Nubien in jedem zoogeogr. Gebiet v. einer gross.
Flussscheide z. d. anderen je eine Form. Nach Osten geht 1. d.
E. zebra L. nicht über d. Flussscheide zwischen Great Kei River
u. Great Fish River hinaus; nach N. geht d. Grenze an d. West-
küste bis an d. Orangefl.; nach N. scheint der durch d. Roggeveld,
Nieuweveld, d. Sneewenberge u. Groote Hinterberge gebildete
Gebirgsgürtel d. Grenze zu bilden.
2. Eg. quagga Gm. zwischen 24° u. 25° östl. L. u. 30—31°
südl. Br. Ferner ist es vorhand. (nach Burchell u. Licht.) von
Partridge Fountein nördl. v. Sack Fluss u. von d. Karree Bergen,
sowie v. d. Einmündung des Kl. in d. Gr. Fischfl.
3. E. Burchelli Gray im Osten d. Kalahari, 4. E. Chapmani
Layard v. Limpopo z. Zambese im N. u. zum Nosop im W., 5. E.
antiguorum Ham. Sm. v. Orange Fluss zur Flussscheide zw. Cunene
und Cuanza. 6. E. Böhmi Mtsch. v. d. Ostküste bis über d. Seen-
gebiet, w. am Tanganjika, n. 1°30'N. 7. E. Grevyi A. M. Edw.
v. 1°30° an nördl., Somaliland, bis 8°n.B. w. 8. E. somaliensis
Noack; Somaliland, 9. X. afröcanus Fitz.; zwisch. Massaua u. 18° n. Br.
Matschie (6). Drei neue Säugeth. (Herpestes, Pediotragus, Chy-
sochloris) von Ostafrika. — Sitzb. Ges. natf. Fr., Berlin 1894 S. 121—5.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. Il. H.1. 15
226 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
S. bei Syst. (Carnivora, Ungul., Insectiv.).
Matschie (7). Ueber Procavia syriaca (Schreb,) — Ebd.
p- 193— 94.
Findet Abweichungen von George 1874: Portio cardiaca des
Magens ist länglich oval, zwisch. d. Saccus coec. u. d. zweifach.
Coecum noch ein kurzer Blinddarm; d. Vasa deferentia vereinigen
sich zw. Harnblase u. Penis; Prostata-Drüsen ungestielt, traubig,
halb so gross wie Harnblase.
Matschie (8). Neue Säugethiere aus d. Samml. der Herren
Zenker, Neumann, Stuhlmann u. Emin. — Ebd. p. 194—206.
Z. sammelte bei der Jaunde-Stat. (Süd-Kamerun): Idiurus n.g.,
n. sp. (Rodentia) u. Scotonycteris n. g., n. sp. (Chiropt.); N. in
Deutsch-Ostafr.: Mus neum. n.sp. (s. Rod.) u. Pachyura n. sp.
(Insectiv.) Vergl. Syst.
Matschie (9). Ein neues Eichhörnchen aus Deutsch-Ost-Afrika
(Se. pauli), — Ebd. p. 256—8. S. Systematik.
Matschie (10). Ueber Felis nigriceps Burch. — Ebd. S. 258—9.
Matschie (11). Zoogeographische Ergebnisse der Expedition
des Afrikareisenden O. Neumann. — Naturw. Wochenschr. 1894,
p- 417—418.
Die westliche Waldfauna reicht bis zu dem Kamm des zwischen
Vietoria Nyansa und dem Grasso Nyiro liegenden Gebirges. Mit-
theilungen über die Verbreitung von Bubalis cokei, Damalıs sene-
galensis, Colobus occidentalıs, Cercopithecus stuhlmanni, Cercopithecus
neglectus, Bubalis jJacksont.
Matschie (12). Anthropopithecus erectus Eug. Dubois. — Ebd.
p. 122—123. Der Beweis für die Zusammengehörigkeit der drei
von Dubois erwähnten Fundstücke ist nicht erbracht. Der Femur
und die Schädeldecke gehören keineswegs einem antropomorphen
Affen an, sondern gehören vermuthlich zu menschlichen Ueberresten.
Mayer, Sigm. Adenologische Mittheilungen. — Anat. Anz.
10. Bd. p. 177—191.
Die Milchdrüse reicht bei 2 Mus rattus bis in die regio sub-
maxillaris. Die Parotis von M. rattus und M. musculus besteht
aus 2 Theilen; der eine ist durch Riesenkerne gekennzeichnet.
Meijere, J. C. H., de. Ueber die Haare der Säugethiere,
besonders über ihre Anordnung. — Morphol. Jahrb. 21. Bd. p. 312
—424, 41 Textfig. Cf. Bericht 93, p. 150.
Im allgem. Theil: 1. Schuppen der Säugethierhaut. 2. Die
Anordnung der Haare bei erwachsenen Säugethieren. 3. Sorten von
Haaren. 4. Die Entw. der Haargruppen. 5. B.z.K. der tubulösen
Drüsen der Haut. 6. Die Bedeutung der Haarstellung für die
Systematik.
Im system. Theil werden über 200 Arten u. fast ebenso viele
Gatt. behandelt.
Merriam, €. Hart. (1). A new subfamily of Murine Rodents
— the Neotominae — with deser. of a n.g. and sp. and a synopsis
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 227
of the known forms. — Pr. Ac. Nat. Se. Philad. 1894, p. 225— 252,
17 5RYl
Hodomys n.g. für H. vetulus n. sp. u. H. alleni. Vergl. Syst.
Merriam (2). Deser. of eight new Pocket Mice (G. Perognathus).
— Ebd. p. 262—268. — S. Systematik (Rodentia).
Merriam (3). Description of eight new Pocket Mice (Genus
Perognathus) T. c. p. 262—268.
Merriam (4). Preliminary descriptions of eleven New Kan-
garoo-Rats of the genera Dipodomys and Perodipus. Proc. Soc.
Washington IX p. 109—116.
Merriam (5). Abstract of a study ofthe American Wood-Rats,
with descriptions of fourteen n. sp. and subsp. of the genus
Neotoma. T.c. p. 117—128.
Merriam (6). Description of eight new Pockat Mice (Genus
Perognathus). — T. c. p. 262—268.
Merriam (7). Preliminary descriptions of eleven New Kangaroo-
Rats of the genera Dipodomys and Perodipus. — Proc. Soc.
Washington IX p. 109—116.
Merriam (8). Abstract of a study of the American Wood-Rats,
with descriptions of fourteen n. sp. and subsp. of the genus Nestoma.
— T. ce. p. 117—128.
Mettam, A. E. The Os pedis in Ungulates. — Nature, vol. 49
p- 341.
Untersuchung eines Foetus vom Rind.
Meyer, A.B. (1). Remarks on an African Monkey, Üerco-
pithecus Wolfi. — Proc. Zool. Soc. London, 1894 p. 883 —84, Tf. 7
(farbig). Vom Vf. 1890 nach e. lebenden Ex. aufgestellt; s. Syst.!
Meyer (2). Eine neue Tarsius-Art [T. philippensis]. — Abh.
u. Ber. d. Kön. zool. u. anthr.-ethn. Mus. Dresden, 1894/95 No. 1
(2. p.). Apart: Berlin, R. Friedländer u. Sohn, 1894. gr. 4°. Siehe
Systematik.
Meyer (3). Eine neue Phloeomys-Art. — Ebd. No.6 (2 p.).
Ein Phl. schadenbergi n. sp., Nord-Luzon, s. Syst.
Meyer (4). Der Stinkdachs der Philippinen (Mydaus Marchei
Huet). — Ebd. No. 13 p.4.
Beschr. u. Maasse. Das Sekret der Stinkdrüse (von Beckmann
unters.) hellgelb, nicht mischbar mit Wasser, Geruch erinnert an
Mercaptane u. Knoblauch.
Meyer (5). Ein brauner Tschimpanse im Dresdner Zoologischen
Garten. Mit 1 col. Taf. — Ebd. No. 14 p. 8. S. bei Systematik.
Menges, J. Eine neue Antilope d. Somalilandes [Oreotragus
megalotis. — Zool. Anz, 17. Jhg. p. 130—131. Siehe bei
Systematik.
Miller, @. S. (1). On a collection of small Mammals from the
New Hampshire Mountains. — Proc. Boston Soc. p. 177—197.
Miller, 6. S. (2). On a collection of small Mammals from
the New Hampshire mountains. — Proc. Boston Soc. p. 177 —197.,
15*
9338 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Miller, Gerrit S. jr. and Outram Bangs.. A new Rabbit
from Western Florida [Lepus paludicola spec. nov.]. — Proc. Biol.
Soc. Washington, vol. 9 p. 105—108.
Miller, 6. S. und Bangs, 0. (1). A new Rabbit from Western
Florida. — Proc. Soc. Washington IX. p. 105—108.
Miller und Bangs. (2). A new Rabbit from Western Florida.
— Proc. Soc. Washington IX p. 105—108.
Milne-Edwards, A. Sur deux Orangs-Outans adultes morts &
Paris. — Compt. rend. T. CXIX. p. 191—194.
Angaben über Maasse, Gewichtsverhältnisse, Erkrankung von
„Max und Moritz“. Bem. über E. Geoffroy St.-Hil.’s S. Orang roux
oder S. Satyrus Linn. und Orang brun oder S. Wurmbiü, Lesson’s
S. Abeli, Blainv.’s S. Wallichii, Owen’s S. morio (Mias Kassu der
Bornesen) Geoffr. St. Hil. S. bicolor. ‚Les comparaisons qui ont
ete faites des deux Orangs-Out. adultes montrent quelle peut &tre
l’etendue des variations que presente le squelette chez les animaux
de m&me espece, et elles confirment l’opinion des zoologistes qui
admettent l’unit& d’espece des ces grands Anthropomorphes“.
Mingaud, Galien. Note sur cing especes ou races de Mammi-
feres en voie d’extinction dans quelques departements du midi de
la France. — Feuille. Jeun. Natural. (3) 24. Ann. p. 75—76. Extr.
Revue Scient (4) No. 1 p. 795—796.
Die Wölfe sind nahe daran, aus dieser Gegend zu verschwinden.
Die Genettkatze wird auch stark verfolgt; Castor findet sich noch
an der unteren Rhone u. im Gardonflusse. Statistik der während
d. Jahre 1885—89 vernichteten Biber. Castor fügt den Eigen-
thümern welche dicht am Ufer wohnen, nicht so grossen Schaden
zu, wie man gemeinhin glaubt. Die Pferde und Stiere der Camargue
sind halbwilde Rassen, welche auch im Verschwinden begriffen
sind. Erstere werden seit vielen Jahren mit arabischen und anderen
Rassen gekreuzt; die Stiere hatten sich bis in die letzten ver-
gangenen Jahre hinein frei von jeder Vermischung mit anderen
Rassen erhalten. Alle diese Arten oder Rassen dürften in wenigen
Jahren verschwunden sein.
Mingazzini, G. Ueber die Furchen und Windungen des
Gehirns der Primaten und der menschlichen Frucht. Mit 1 Taf.
— Moleschott’s Untersuchgn. z. Naturl. d. Menschen u. d. Thiere.
14. Bd. p. 177— 229. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 363—364.
Phylogenetische Entwicklung vieler Furchen u. Windungen
ist in den letzten Foetal-Monat. bei d. Affen u. Menschen gleich.
Besonders das Gehirn von Meles gleicht dem menschlichen nament!.
im 7.—8. Mon. des Embryonallebens.
Mitford, C. B. Elephants (E. africanus) in Sierra Leone. —
Proc. Zool. Soc. London 1894. P. I p. 2—3.
Möbius, K. Ueber d. Fang u. d. Verwerthung d. Walfische
in Japan. Mit (13) Bild. a. e. japanisch. Werke. Berlin, 1894.
gr. 8° (22 p.). — Mittheil. d. Sect. f. Küsten-Hochseefisch. 1894
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 2929
Beilage No. 7. Abdruck aus Sitz.-Ber. k. Preuss. Acad. Wiss.
Berlin 1893 (s. den Bericht des Vorjahres).
Mojsisoviez, Aug. von. Bericht über die III, steiermärkische
Geweihconcurrenz und Abnormitäten-Austellung, 1893 in Graz. —
Mittheil. d. nied.-öst. Jagdschutz-Vereins, No. 2 (7 p.).
Moore, A. &. Supposed occurence of Vespertilio murinus in
England. Correction of an Error. — The Zoologist (3) vol. 18.
Ap. p. 148. — Zool. Anz. 17. Jhg. p. 144.
War Vespertilio noctula.
Moore, J. Some Points in the Spermatogenesis of Mammalia.
— Internat. Monatsschr. f. Anat. u. Physiol. 11 Bd. p. 129—166, 2 Tf.
Müller, C. Die Kaninchenplage in Australien. — Zool. Gart.,
Jhg. 35. p. 121—124.
Westen v. Neu-Süd-Wales hauptsächlich betroffen; die Gegend
v. d. Südgrenze Victorias bis z. Nordgr. Queenslands ist jetzt ein
grosses Kaninchengehege (20 Mill... Man vergiftet sie mit Phosphor,
Arsenik, Strychnin. — Hier kleiner als d. französischen K., nur
1,3 kg; erreichen ein Alter v. 7—8 Jahren. Trotz mangelhafter
Ernährung od. schlechter Jahreszeit nach oberflächl. Berechnung
von 1 Paar am Ende d. 3. Jahres eine Nachkommenschaft von
13,718,000 Stück. Ein Beispiel. wie gross d. Fähigkeit solcher
überfruchtbaren Thiere ist, sich neuen und zum Theil ungünstigen
Lebensbedingungen anzupassen u. danach Körperform u. Lebensweise
zu ändern.
Müller-Liebenwalde, J. (1). Das neue Nilpferd des Berliner
Zoologischen Gartens. Einiges über Zuchterfolge in Antwerpen. —
Zool. Garten, 35. Jhg. p. 12—13.
Müller-Liebenwalde (2). Präriehunde (Cynomys) u. Zebra-
mangusten, die sich an veränderteKost gewöhnen. — Ebd.p.202— 204.
Herpestes fasciatus lebt von Haselnüssen, Cynomys von Fischen.
Müller, Adf. u. Karl Müller. Thiere d. Heimath. 2. Aufl.
Mit Chromolith. nach Originalen v. C. F. Deiker u. Adf. Müller (1. Bd.)
1. Buch. A. Allgemein. Theil. B. Wesen u. Wandel d. Säugethiere.
Kassel, Theod. Fischer, 1894. 4°, 217 p., 22 Taf.).
Einleitend d. Säugeth., besonders Seelenleben u. Winterschlaf
besprochen. Im besond. Theil, Wesen u. Wandel d. S.: Carni-
voren: Felis Lynx, F. Catus. Hunde-Rassen d. hohen Jagd, Rassen
für d. Niederjagd; Wolf, Fuchs; Mustela erminia, vulgaris, martes,
foina, Iltis u. Fischotter, Sumpfotter, Nörz, Dachs. Zweihufer:
Cervus Elaphus, Alces, Dama, Capreolus, Antilopen, Capella,
Multungulaten: S. scrofa.. Insectivoren: Waldspitzmaus,
Zwergsp., Feldsp., Haussp., Wassersp.; Stacheligel; Maulwürfe.
Rodentia: Eichhörnchen u. Murmelthier, Zisel; Siebenschläfer,
Gartenschläfer; grosse Haselm., kleine Haselm.; Biber; Hausratte,
Wanderratte, Hausmaus, Waldmaus, Brandmaus, Zwergmaus; ge-
meiner Hamster, Wasserratte, Schermaus, Erdmaus; Haasen u.
Kaninchen. Chiropteren: Ohrenflederm., Mopsfled., Nachtschwirrer,
230 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
gemeine Fled., grossohrige Fled., Bartfled., Wasser-Teichfled., ge-
franzte, feinwimprige Fled., die frühfliegende-rauhhäutige Zwergfled.,
rauhhäutige-spätfliegende-2farbige Fled. u. die nordische Fled., Huf-
eisennasen.
Müller, Rob. Die Begründung einer Wisserschaft der Haus-
thierleistungen auf anatomisch-physiologischer Grundlage. — Biol.
Centralbl. 14. Bd. p. 473.
Nathusius, W. von. Die Fibrillen d. Hornzellen der Haare u.
d. Beziehungen d. Pigmentkörperchen zu denselben. — Arch. f.
mikr. Anat., 43. Bd. p. 148—160, 162, 1 Tf.
Nawroth, Paul. Zur Ontogenese der Schweinemolaren. Diss.
(Basel), Berlin 1893. 8°. (29 p. 1 Bl. Erkl.) 1 Tfl,
Neave, Newman. Unusual abundance of the Bank Vole
(Arvicola glareolus). — The Zoologist (3) Vol. 18, p. 109—10.
Nehring, A. (1). Säugethiere v. den Philippinen, namentlich
von d. Palawan-Gruppe. — Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr, Berlin, 1894
p. 179--193.
Betrifft: Phloeomys (s. Rod.), Tupaja, Bubalus, möllend. n. sp.,
Tragulus, Sus barb. var. palav. u. calan. Vergl. Systematik.
Nehring (2). Die Verbreitung d. Hamsters (Cricetus vulgaris)
in Deutschl. — Arch. f. Naturg. 60. Jhg. 1. Bd. p. 15—32, 1 Karte
auf Tf. 3. Siehe Systematik.
Nehring (3). Cricetus nigricans Brdt. in Ost-Bulgarien u.
Dagestan. — Zool. Anz. 17. Jhg. No. 445 p. 147—50. S. Systematik.
Nehring (4). Ueber Sus Marchei Huet u. Tragulus nigricans
Thomas. — Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin 1894 S. 219— 26.
Siehe Syst.: Suidae bez. Tragulidae.
Nehring (5). Ausgestorbene Thiere Westfalens. 20. Jahres-
Ber. d. Westfäl.-Prov.-Ver. f. Wiss. u. Kunst 1890/94.
Für die Balver Höhle wurden vom Vf. konstatiert: Myodes
torquatus u. lemmus, Arvicola gregalis, Lagomys sp. Von diesen
Sp. wohlerhaltene Unterkiefer mit Backenzähnen untersucht.
Nehring (6). Ein. Not. üb. die pleistocäne Fauna von Türmitz
(Böhmen). — N. Jahrb. f. Mineral. etc. 1894 p. 278—290. — Einiges
schon 1890 (G. naturf. Fr.) publ.
1) Spermoph. ruf. — 2) Aret. bobac. Nhrg., Steppe. — 3) Alact.
jae. fossilis, Charakt. Steppenthier. — 4) Foet. putorius 3, Basall.
d. Schäd. = 71,3 mm. — 5) Ayaen. spel. — 6) Felis leo. — 7) El.
primig. — 8) Rhinoceros tichorh. — 9) Eg. caballus. — 10) ©. tarandus.
— 11) Cervus sp. — 12) Bos sp. (prisc.? od. primig.) — 13) Ovis
spec. — 14) Ibex sp. — Während e. Abschn. der Pleistocänperiode
hat d. char. Steppenfauna eine weite Verbreit. in e. Theile Mitteleurop.
erreicht. Die Stepp. scheint während der jüng. Intergl.zeit aus Ost-
europa nach Mitteleur. vorgedrungen zu sein u. hier z. Th. bis in
die Postglacialzeit existirt zu haben.
Nehring, A. (7). Kreuzungen v. zahmen u. wilden Meer-
schweinchen, Cavia cobaya u. C. aperea. — Zool. Garten, 35. Jhg.
p. 1—6.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 189. 231
Ein ' ©. aper. Exemplar wurde mit einem (©. cobaya 2, ein O. ap. 2?
mit ein. ©. cobaya g' zusammengesperrt. Es wurden zahlr. Bastarde
erzielt, die sich vorzüglich entwickelten. Alle zeigten d. Aperea-
Farbe, d.h. eine gleichmässige, graubraune, fein gelbmelirte, schwarz
überflogene Färbung. Sodann wurden Bastarde untereinander ge-
kreuzt; sie zeigten sich untereinander fruchtbar. Die Färbung
(Fleckenbildung speziell) vererbte sich bei noch °/,-blütigen Thieren
nicht. C. ap. kann sich mehrmals in 1 Jahre fortpflanzen u. mehr als
2 Junge in 1 Wurfe produzieren (früher bezweifelt). ©. ap. ist mit d.
wilden Stammart d. Hausmeerschw. nahe verwandt. Haarfarbe ist eine
apereaähnl. (d. h. nicht buntfleckige). Die grosse Vererbbarkeit d.
Wildfarbe (Apereafarbe) bei d. Bastarden beweist, dass diese Farbe
den Vorfahren d. Hausmeerschw. zukam, u. dass d. meist scheckige
Farbe d. letzteren eine secund. Erschein. ist. Die Grösse d. neugebor.
Jungen varürt bedeutend. Tragzeit 63 Tage im Durchschn.
Nehring (7). Einige Notizen über das Gefangenleben der
Kegelrobbe (Halöichoerus grypus). — Ebd. p. 347.
Nehring (8). Einige Notizen über die Pleistocäne Fauna von
Türmitz in Böhmen. — N. Jahrbüch. Min., 1894 p. 278— 290.
Neumeister, M. Die Fütterung des Edel- u. Rehwildes. Frei-
berg, Craz & Gerlach. 1890, 48 S. u. Futtermittel-Tabelle.
Neumeister, R. Ueber die Eischalenhäute v. Kchidna aculeata
(E. hystrix) und d. Wirbelthiere im allgemeinen. Zeitschr. f. Biol.
XXXI. p. 413—420.
Newstead, E. A preliminary list of the Mammals of Cheshire
and N. Wales. — P. Chester Soc. p. 242—250.
Newton, E. T. (1) On a Skull of Trogontherium Ouvieri from
the Forest Bed of East Runton, near Cramer. — Trans. Zool. Soc.
London, Vol.13 P.4 (Apr. 1892) p. 165—175.
Newton (2). The Vertebrate Fauna collected by Mr. Lewis
Abbott from the fissure near Ightham, Kent. — Quart. Journ. Geol.
Soc. p. 188— 210.
Nill, A. Eine Elephantentötung in Nill’s zoolog. Gart. Stuttgart.
— Zool. Gart. 35. Jhg. p. 21—27.
Noack, Th. (1). Neue Beitr. z. K. der Säugethier-Fauna von
Ostafrika. — Zoolog. Jahrb., Syst. VII 1893 p. 523—594, Taf. 18.
Nachrichten von Emin über Verbreitung und Lebensweise von
Arten in Deutsch-Ost-Afrika. Einige Mitth. über Somaliländer. Es
werden 1 Hyrax, 9 Rodentia, 2 Insectivoren, 6 Carnivora und
3 Chiropteraarten abgehandelt. — Der Weg Emins führt durch
Usegüa, Usagära, Ugögo, Ujäansi, Unianiembe und Ussukuma zum
Victoria-Nyansa. Zwischen Ugögo und Ujänsi die Wasserscheide
zw. Indischen Ocean und Tanganjika, Tabora schon im Stromgebiet
des Tanganjika. Der Weg v. Tabora z. Victoria-Ny. führt wiederum
durch die Wasserscheide zw. den beiden grossen Seen. Die regen-
lose Zeit fällt in d. Gegenden südl. u. südöstl. vom Victoria-See in
unsern Sommer, wo nördl. von ihm u. v. Aequator gerade an-
haltende Regen fallen. Daher die rel. Spärlichkeit der Säugethiere
332 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
jenseits Usagara u. besonders Tabora, das Wandern d. grossen
Thiere, Elephanten, Antilopen, Zebras, endlich d. Vorkommen von
Formen des südl. Sudan. An d. Grenze von Ujänsi vereinzelte
v. Nilpferden bewohnte Imbatsch-Sümpfe, bei Ussukuma Rudel von
Zebras und Antilopen. Während der Regenzeit ist das landschaft-
liche Bild ein günstigeres. Starke Einwanderung grösserer Säuge-
thiere in die vorher verödeten Gebiete, während bes. Nager (Hasen,
Georychiden, Muriden) u. Hyrax stellenweis ständige Bewohner
bleiben.
Noack (2). Ueber die neue v. Herrn J. Menges beschriebene
Antilope des Somalilandes. — Zool. Anz. 17. Jhg., p. 202—4.
Ist kein Oreotragus, sondern Dorcotragus n. g., vergl. Syst.
Noack (3). Säugethiere (Dr. Ed. Fleck’s Reiseausbeute aus
Südwest-Africa). Mit 2 Taf. — Ber. Senckenbg. naturf. Ges. 1894
p. 93—81, 82.
Noack (4). Bemerkungen über die Caniden. Zool. Garten
XXXV p. 165—170, 195—201, 241—6, 260—5.
Noack (5). Dr. Eduard Fleck’s Reiseausbeute aus Südwest-
Africa, I. Säugethiere. — Ber. d. Senckenberg-Ges. 1894 p. 53—82.
Nüesch, M. La station du Schweizerbild. — C. r. acad. Paris,
CXIX p. 700—701.
Nehring und Studer haben 3 Fossilien-Schichten unterschieden,
die 3 immer wärmer werdenden Zeitabschnitten entsprechen. 1) Ark-
tische Fauna (40 Thiersp., 21 Nager) mit Myodes torg., Arvie.
nivalis, rattic., greg., glareola, amplub., Lepus glac., Vulpes lagopus,
Gulo bor., Foet. erm., Urs. arctos, Rhin. tichorh., Bison prise. (auch
Vögel); eine ähnl. Fauna bietet jetzt nur Nordsibirien, nördl. von
70°. — 2) Subarkt. Fauna, Steppen od. eigentl. Rennthierf. (51 Sp.)
mit Rennt., Steppenpferd u. -Esel, Zep. variab., C. ibew, Üerv.
maral, brauner Bär, Spermoph. ruf., Lag. pus., Üric. vulg. etc.
Für 21 verschwundene Sp. der Tundrenfauna sind 30 neue Sp. auf-
getreten. — 3) Waldf. od. F. des Ü. elaphus mit 37 Sp.: Sus ser.
ferus, Eichh., Cast. fib., L. timid., Mel. tax., Must. mart., Vulp.
vulg., F. cat. ferox.
Olsen. Baever (Castor fiber) i Suldal. — Stavanger Mus.
Aarsb. 1892 p. 27—29.
Osborn, H. F. The Rise of the Mammal. in North America.
With cut: Nature Vol. 49 p. 235—38, 257—60.
Lower Mesozoic Pro-mammalia; Primitive Diphyodontism. Primi-
tive Heterodontism. and Formula Fig. 1—6; Primitive Tritubereulism.
Divergence of the Three Groups (Proto, Meta, Eutberca); Breaks
and Links in the Mesozoic-Fauna. Plagiaulacidae. The Succession
of the N. Amer. Mammalia. Ancient and Modern Placental
Differentiation. The Factors of Evolution.
Osborn, H. and J. L. Wortman. Fossil Mammals of the
Lower Miocene White River Beds. Coll. of 1892. — Bull. Americ.
of Mus. Nat. Hist. Vol. VI p. 199—228, 2 Taf. u. 8 Textf.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 233
Acerathium trigonodum n. sp., Schädel, Gebiss; A. (Coenopus)
mite, A. occid.; A. platycephal. n. sp., A. tridact.;, Metamynodon
planifrons S. & O.; Mesohippus bairdü, ? Mesoh. longipes n. sp.,
Oreodon culbertsoniti, O. gracilis, O. bullatus, Eporeodon major; Hyo-
potamus americ, Hyop. brachyrhynchus n. sp., Anthracoth. curtum,
A. karense n.sp; Hyaenodon paucidens n. sp., H. cerucians; Hoplo-
phoneus oceid., H. primaevus.
Oudemans, J. T. Die accessorischen Geschlechtsdrüsen der
Säugethiere. — Naturk. Verhandl. Haarlem 1892, 92 pp.
Oustalet, E. (1). Notes pour servir ä la faune du dep. du
Doubs (Mammiferes). — Bull. Soc. Zool. France, T. 18 p. 237—42.
Es werden Mittheilungen gemacht über Ursus, Loup u. Lynx.
Oustalet (2). Les Mammiferes (et les Oiseaux) d’Obock et du
Pays du Comalis. — Mem. Soc. Zool. France p. 73—78.
1. Vesperugo nanus. Vergleiche mit V. Temmincki V. tylopus
(Borneo). Vorkommen im Süden der Sahara. — 2. Erinaceus fron-
talis von Obock. — 3. Er. diadematus P. de Wurt.? Beschreibung.
— 4. Sciurus (Xerus) rutilus von Djibontic, eingehende Besprechung.
— 5. Gerlillus aegyptius Desm. (gerbillus Oliv... Vorkommen in
e
Aegypten, Nubien u. Abyss. — 6. Mus rattus (M. alex. E. Geoffr.,
M. teetorum von Heuglin). — 7. M. musculus. — 8. Pectinator
Spekei. — 9. Felis maniculata var. dom. — 10. Hyrax (Procavia)
abyss. var. minor Thomas von Obock.
Palacky, Johann. Ueber Säugethierfaunen. — Prag, Rionad
in Commiss., Sitz.-Ber. d. k. böhm. Ges. Wiss. Math.-Nat. Cl. No. IX
p. 12.
Pachoa, V. und Carvallo, J. Siehe Carvallo, J.
Paladino, &. Contribuz. alla conosz. dell’atnitosi nei Mammi-
feri. — Rend, Acc. Sc. fis. mat. Napoli (2) Vol.7 Fasc. 8/12 p. 209
912, Abb.
Paquier, V. Etude sur quelques Cötacös du Miocöne. —
Mem. Soc. geol. France, Part. IV, 20 pp.
Parker, W.N. On some points in the Structure of the Joung
of Echidna aculeata, — Proc. Zool. Soc. London P.I p. 3—14, 3 Tf.
Eingetheilt ist die Arbeit in folgende Kapitel: I. External
Characters. Stage I (Pl.I fig. 1), Stage II (Pl. I fig. 2). — U. In-
tegument of the Head. Ill. The Oral Cavity. In the oral cavity
the epithelium in certain regions above and below gives rise to
homy teeth. IV. The Nose and Jacobson’s Organ.
Parsous, FE. 6. On the Myology of the Seiuromorphine and
Hystricomorphine Rodents. With 10 figg. — Proc. Zool. Soc.
London, 1894 P.H p. 251—2%.
Behandelt: Aulacodus, Capromys, Myopotamus, Octodon, Hystrix,
Sphingurus, Lagostomus, Chinchilla, Dasyprocta, Coelogenys, Cavia,
Ceredon, Dipus (2 spec.), Alectaga, Sciurus, Pteromys, Xerus, Spermo-
philus, Arctomys, Castor. Unterschiede zw. den Hystrico- u. Sciuro-
morphen.
234 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Patrizi, M. L. Intorno alla contrazione muscolare delle mar-
motte nel sonno e nella veglia. — Atti R. Acc. Sc. Torino, Vol. 29
p. 173—187 1 tav.
Paulowa, Maria. Ueber die russischen Mastodonten u. ihre
Beziehung zu d. Mastodonten anderer Länder: Bull. Soc. Imp.
Natural. Moseou, 1894, p. 146—55 (französ. Resume, p. 15455;
Ausz.: Zool. Anz. 17. Jhg. p. 508).
Mastodon Borsoni, M. ohioticus zur Miocän und Pliocänzeit in
S. W. Russland (M. Zygolophodon). M. Bunolophodon: Reste von
M. arvernensis in W. Europa, Asien u. America verbreitet, ein
Hinweis auf e. Verbindung des euro-asiatischen Continents mit dem
amerikanischen in der Tertiärzeit.
Pembrey, M.S. Ueber die Reactionszeit der Säugethiere gegen
Temperaturänderungen ihrer Umgebung. Journ. of Physiology 1893
Vol. XV p.401.
Peter, Berth. Die Ohrtrompeten d. Säugethiere u. ihre An-
hänge. Diss. (Leipzig). Bonn, 1894. 8° (49 p.). Arch. f. mikr.
Anat., 43. Bd. p. 327—376.
Untersucht: Equus, Tapirus, Vespertilio (2 Spee.), Pteropus,
u. Hyrax. Die Ohrtrompete gleicht den Luftdruck an der äusseren
und inneren Seite des Trommelfelles aus.
Petersen, J. A. Pferde, Pferdezucht u. Sport in Ost-Indien.
Mit 8 Vollbild. u. vielen Textillustrationen nach Originalzeichnungen
d. Verf. Neudamm, 1894. gr. 8° (VIII, 136 p.).
Philippi, Federico. Ein neues Beutelthier Chile’s (Didelphys
australis n. sp.). — Arch. f. Natg., 60. Jhg. I. p. 33—35, Tf. IV Fe. 2.
Philippi, R. A. (1). Beschreibung einer 3. Beutelmaus aus
Chile (Didelphys soricina). — Arch. f. Natg. 60. Jhg. I. Bd. p. 36,
a AR
Philippi (2). Description de los Mamiferos. Anal. del Mus.
Nac. de Chile, Entr. 13, Sect. 1 1890, 7 Taf. — Siehe Syst. bei:
Verpertilio, Lagidium, ÜOtenomys, Mus, Hesperomys, Dolichonyz.
Philippi (3). Vorläufige Nachricht über fossile Säugethier-
knochen von Ulloma, Bolivien. — Zeitschr. d. d. geol. Ges. 45. Bd.
pg. 87—%.
I. Hippidion. 1) Ein Unterkieferast von H. nanum. 2) Desgl.
von H. bolivianum n. sp.
lI. Mastodon. 1) M. andium mit spiralförmigen Stosszähnen,
welche einen Streifen Schmelz haben. 2) M. platensis mit langen
dünnen, fast geraden Stossz. 3) M. rectus mit geraden, sehr dicken St.
4) M. argentinus mit kurzen, dünnen, fast geraden Stosszähnen.
5) M. Humboldti mit sehr dicken u. stark gekrümmten St. 6) M.
superbus mit wenig dicken, hinten geraden u. erst in d. vord. Hüft-
kiefern gekrümmten St. Viele Reste von M. chilensis Philippi.
III. Megatherium. Schädel, Zähne, Schienbein, nebst d. Calca-
neus, Astragalus u. os cuboideum, Zehen d. Vorderfusses, ein Stück
vom Unterkiefer u. v. Symphysis oss. pubis. Unterschied von Meg.
amertcanum.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 235
IV. Scelidotherium Owen? Mylodon Owen? Unterschied von
Megatherium. Scel. hat Intermaxillarknochen, welche bei Mylodon
nicht vorhanden sind. Sc. compressum hat Verf. den kleinen, Se.
bolivianum den grossen Schädel genannt.
Philippi (4). Fossile Säugethiere. Das Vorkommen dieser
Thiere bei Ulloma erklärt sich viell. damit, dass diese Gegend u. die
ganze Andenkette erst spät gehoben sei u. früher bei gering. Meeres-
höhe ein tropisches Klima mit üppiger Vegetation gehabt habe u.
den grossen Thieren reichliche Nahrung gewährte u. zwar noch in
d. Diluvialzeit, doch vor Auftreten d. jetzigen Thier- u. Pflanzenwelt.
Philippi (5). Drei Hirsche d. Anden. Anales del Museo Nacional
de Chile. Mit 4 Taf. Leipz. Brockhaus (Dec. 1894). 4° (15 p.).
Philipps-Wolley, © C. and other writers. Big Game
Shooting. London 1894. 8° 20 vls.
Pomel, A. Monographie des Boeufs-Taureaux fossiles des
terrains quaternaires de l’Algerie. — C. Ac. Paris rend. OXIX p. 526.
Vgl. System. bei Bos.
Poulton, E. B. (1). The Structure of the Bill and Hairs of
Ornithorhynchus paradoxus; with a Discussion of the Homologies
and Origin of the Mammalian Hair. With 3 pls. and 2 figg. —
Quart. Journ. Micr. Sc. Vol.36. Jane p. 143—199. Tf. 14, 15, 15A.
— Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 290.
I. The Push-rods (Drücker-Stäbe). Nach Verf. sind sie modi-
ficirte interpapilläre Fortsätzee. Am Grunde sind stets mehrere
Körper, welche den Pacini’schen ähneln. — II. The Gland-ducts
of the Bill. Drüsengänge, vergleichbar d. Schweissdrüsen, gehen
an den Haarbulbus u. durch das Mark verkürzter u. degenerirter
Haare nach aussen. — III. The Hairs of old and young Ornith.
Entwickl. d. Haare in einer Einstülpung der Epiderm. IV. The
Homol. and Or. of Mamm. Hair. Man kann sich denken, dass die
Röhre, auf deren Grund das Haar entsteht, erst secundär eingesenkt
worden ist, damit fällt d. Gegensatz zwischen Schuppe (Feder) u.
Haar (Gegenbaur.). Das Haar bildet d. Achsentheil, d. innere Wurzel-
scheide den Anhangstheil d. Felder.
Poulton (2). Homologies and Origin of Mammalian Hair. —
Abstr. Journ. R. Micr. Soc. London, 1894 P.5 p. 543—44.
Pouse, F. Die österreichischen Rinderrassen. Hrsg.
v. Ackerbau-Minist. Wien. 5. Bd. Rinder d. Karst- u. Küstenländer,
2. Hft., Görz, Istrien u. Triest. Wien, W. Frick 1894. gr. 8° (VII,
137 p., 2 Karten).
Preda, Agilulfo. Agnello a due corpi. — Boll. Natural.
Collett. Ann. XIV p. 6—7.
Preiswerk, Gustav. Vorl. Mitth. über d. Untersuchungen d.
Zahnschmelzes d. Säugethiere. Anatom. Anzeig. IX. S. 687—90 TE. 6.
D. Faserstreifen sind in d. meisten v. Verf. unters. Zähnen,
mit Ausn. d. Delphins u. d. Molaren von Maus, Igel, Fledermaus,
Maulwurf u. Didelphys, zu finden; oft nur an dünnen Schliffen; so an
236 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
d. Z. d. Eichhorns, den Inc. d. Murmelthieres. u. Inc. d. Ratte u.
b. Lemur, meist. aber mit blossem Auge auf Längsschnitten, ja sie
schimmern als concentrische Ränder durch d. Email hindurch b.
Primaten, d. meisten Carnivoren und auch bei Ungulaten mit freier
Schmelzoberfl. Rings um d. Krone, fast parallel u. nahezu horizontal
liegen sie an den Eckz. d. Primaten u. Eck- u. Backz. d. Carn. Ge-
wellt b. Omnivor. (Backz. d. Bär.), die Giraffe zeigt hierin regelm.
Wellencurven. Auf d. Aussenwänden v. Tapir. americ., sowie auf
allen Kaufalten d. Rhinoc. stellen diese Streifen regelm. Ein-
kerbungen dar, welche senkr. z. Richt. d. Kaufalten stehen. Mikrosk.
zeigen Emailschliffe b. durchfall. Licht, dass d. Schreger’schen
Streifen Säulenbündel d. verschiedensten Systeme v. abwechselnder
Verlaufsrichtung darstellen. Constant ist d. lamellöse Bau bei
Rodentien u. d. Bänderung d. Raubthierzahnes. Oft macht d. eine
getroffene Säulenlage d. Eindruck eines lässig gedrehten Strohbündels
(Ziege, Steinb., Reh, Hirsch, Giraffe, Dromedar, Rind, Rhinoceros)
od. senkr. z. Zahnbobfl. gestellter Garben (Inc. d. Murmelthieres,
Mol. d. Ratte); die darauffolgende, quer getroffene gleicht mehr
einem im Bogen aus 4, 5- u. 6-eckigen Steinchen angelegten Mosaik;
diese Bogen find. sich nur b. d. artiod. Ungulaten. Interessant ist
d. lockige Anordn. d. Prismen b. Schaf u. d. sehr gestreckte, glatte
b. Pferd.
Prenant, A. Contr. & l’&. du developp. organique et histol.
du thymus, de la glande thyroide et de la gl. carotidienne. — La
Celle, T. 10 p. (85) 87”—184, 4 Pl.
Puntigam, Franz von. Kloakenbildung bei einer Katze. —
Oesterr. Zeitschr. f. wiss. Veterinärk. V. Bd. p. 239— 243.
Rabot, M. Ch. La chasse au phoque & Jan Mayen. — Revue
Scient No. 1 p. 166—171.
Gejagt wurde bei Grönland: Cystophora erist., Phoca barb., hisp.
u. vötul. Bei Terre-Neuve und Jan Mayen jagt man sie seit 1763;
1831 wurden 686000 Thiere vernichtet, eine rapide Verringerung
trat ein. Beginn der Jagd: 1. März. Um die Vernichtung auf-
zuhalten, wurde e. internationale Uebereinkunft zwischen d. ver-
schiedenen Seemächten des Nordens getroffen; die Eröffnung der
Jagd wurde auf den 3. April verlegt.
Railliet. Trait& de Zoologie medicale et agricole. — I. Ed.
Paris 1894, 49 Fig.
Besonders berücksichtigt sind d. Parasiten des Menschen u. der
Hausthiere, Säugethiere u. Vögel.
Ramö6n y Cajal, S. Estructura del ganglio de la Habenula
de los Mamiferos. Ann. Sci. Espaä. Hist. Nat. (2) T. 3 (23) (Cuad-2)
p- 185—194, 4 Fig.
Ranvier, L. Lympheirculation. — C. rend. ac. Paris, T. CXIX
p. 1175. Extr. Naturw. Rundsch. X. p. 168.
Unter die Haut des Ohres b. Kaninchen wurde eine Berliner
Blaulösung injieirt. Es füllte sich zunächst nach Anwendung eines
gering. Druckes ein Theil des Lymphcapillarnetzes u. darauf eins
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 237
der kleinen Lymphstämmchen. Nach einigen Minuten war die blaue
Farbe d. Lymphstämmchen unter immer stärkerem Erblassen ver-
schwunden, während die gefärbten Capillaren sich nicht änderten.
Die Entfernung des Farbstoffs rührte daher, dass derselbe durch
die Lymphe aus anderen, nicht injieirten Capillarnetzen weggespült
wurde. Das rasche Fortfliessen des Farbstoffs beweist die Schnelligkeit
d. Lympheireulation.
Ravn, Edouard. Ueber die Arteria omphalo-mesenterica d.
Ratten u. Mäuse. — Anat. Anzeig. 1894. p. 420—4, 4 Abb.
B. jungen R. u. M. mit e. v. d. gewöhnl. abweichenden Verlaufe.
Bei Embryonen, die noch dorsalwärts gekrümmt sind, deren Medullar-
rinne nur im mittl. Theile geschlossen, cranial- u. caudalw. oben noch
weit offen ist, liegen in d. caud. Hälfte d. beiden primitiv. Aorten
dorsal- u. lateralw. v. d. Darmrohre. In d. Nähe d. caud. Endes
d. Darmr. aber biegen beide ventralw. um u. laufen längs d. ventr.
Seite d. Darmes einander entgegen, um sich in d. Medianebene
ventral v. Darme zu vereinigen; dadurch entsteht d. A. omphalo-mes,,,
die nun in kranial. Richtung verläuft, in d. Medianeb. längs d. ventr.
Umfange d. geschlossenen Darmes; in d. caud. Darmpforte behält
auch die A. ihre bisherige Lage z. Darmwand und liegt als noch
unpaares Gefäss auf d. caudal. Seite d. Umschlagstückes v. d. Darm-
wand z. Keimblase. Erst in d. Keimblas.wand spaltet sich d. A.
omph.-mes. in 2. Es besteht also eine auffallende Symmetrie auf
dies. Entw.stufe zw. d. cran. u. d. caud. Hälfte d. Embryos. Während
b. anderen Säugeth. d. beiden Aa. omph.-mesent. d. Aorten eine kurze
Strecke kaudalw. v. d. Mitte d. Embr. verlassen, erhält b. R.u.M.
diese A. omph.-mesent. erst später eine ähnl. Abgangsstelle aus d.
Aorta. B. nur wenig älteren Embr. springt diese A. mit ihren ventr.
Umfange mehr frei in d. Raum vor, der später zur Leibeshöhle
wird, bei noch älteren E. ist d. ganze Peripherie d. Gefässes frei
geworden, nur in e. kleinen Parthie d. Dorsalw., mittelst e. kurzen
Gekröses mit d. ventral. Darmw. zusammenhängend.
In älteren E. ist der längs der Ventralw. des Hinterdarmes
verlaufende Abschnitt der A. omph.-mes. schon im Verschwinden.
Bald verschwindet nun der beschriebene caud. Abschnitt dieser
A. gänzlich in E., bei welchen d. ersten Verzweig. d. Leber-
gänge gebildet u. die Epithelröhrchen d. beiden Lungen noch
sehr kurz u. ungetheilt sind, sieht man als Rest desselben eine
v. d. Ventralw. d. Caudaldarm. in d. Leibeshöhle vorspringende dünne
Leiste, durch d. zusammengefall. Wände d.Gefässes gebildet; von einem
Gef.lumen sind nur Spuren zu sehen; bei noch mehr entw. E. sieht
man auch d. Leiste nicht. Nur die mächtige linke v. d. Anastomosen
erhält sich; dann entspringt d. A. omph.-mes. wie b. anderen
Säugeth. aus d. Aorta in ihrem mittleren Laufe u. passirt d. Darm
auf d. linken Seite desselben. Somit ist d. caudale Abschnitt d. A.
omph.-mes. e. vorübergehende Bildung.
Rawitz, Bernh. Ueber ramificirte Darmzotten. — Anatom.
Anzeig. 9. Bd. p. 214—216.
238 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Die Zotten von /nuus rad. sind unverästelt, von Macacus cyn.
verästelt.
Reeker, H. Ueber die europäischen Ratten. 22. Jahresber. d.
Westfäl. Prov.-Ver. f. Wiss. u. Kunst 1894, 1 Tf. — Aus Naturw.
Rundsch. S. 89.
Vf. schliesst an eine Note von M. A. Pomel, wonach die Wander-
ratte schon zur Römerzeit in der alten Julia Caeserea gelebt habe,
u. 1727 nach Europa gekommen sei. Vf. bezweifelt die richtige
Bestimmung des Schädels.. Die hauptsächlichsten Differenzen des
Schädels von M. ratt. u. decum. nennt er u. hält mit Poppe u. de !’Isle
M. alex. mit rattus für die gleiche Art. Vf. erwähnt einen Schädel
von M. alex. mit 2 getrennten Frontalia jederseits.
Reh, L. Die Schuppen der Säugethiere. Verhdlgn. natur-
wiss. Ver. Hamburg I. 1895 p. 34—36.
Reichel, P. Development of Bladder and urethra. — Abstr.:
Journ. R. Mier. Soc. London, 1894, P. 2 p. 174.
Verh. plys-med. Ges, Würzburg (s. Ber. 93).
Retterer, Ed. De l’histoire des rapports de l’artere hepatique
et de la reine porte. — Journ. anat. physiol. T. 30 p. 133—140.
Vesalius hat schon die Vena portae u. A. hepatica abgeb. u.
beschr. Eustachius: Gallengänge, Leberarteria in V. port. ete.; Bauhin:
e. schlechte Zeichn. d. Lebergefässe. Thomas Bartholin bildet ab:
V. cava inf., V. p., A. hep., Can. choled.; Winslow beschreibt d.
Truncus der V. portae; Lieutand: A. hep., V. portae u. A. u. V. port. u.
A. hep., kurze Bemerkungen; A. Boyer: A. hep. u. V. p., wenig.
Bemerk. Tiedemann, Langenbeck und J. Cloquet im 19. Jhd. genaue
Beschr. u. Abb. Die Beschr. v. Huschke ist kurz; es folgen Beschr.
v. F. H. Thiele, van Kempen, Marcellin Duval, Atlas u. Text,
genauere Beschr. Paulet, Henle, Ch. Auffret u. Heitzmann.
Retzius, Gustav. Ueber d. Ganglion ciliare. — Anat. Anz.
IX. S. 633—637. Dies Gang]. enthält (bei Felis) nur „multipolare*
Nervenzellen von echt sympathischem Typus u. kann nur z. symp.
System gerechnet werden.
Rhoads, Sam., N. (1). Contr. to the Mammalogy of Florida.
— Proc. Acad. Nat. Sc. Philad. 1894 p. 152—161.
Beschrieben werden: Putorius peninsulae sp. n., Lutra huds.,
Proc. lot., Atalapha bor. pfeiff., Adelonyct. fusc., Vesperugo carol.,
Nyeticejus humer., Vespertilio gryph., Nyetin. bras., Scalops par vus
sp. n., Sciurus niger, Sci. carol., Sciuropt. voluc, (reomys tuza, Mus
decum.. M. alex., M. musec., Sitomys am. gossypinus, 8. miveiv. subgr.,
Oryzomys pal. nat., Sigmodon hisp. litt., Reithrodont. hum. (subsp.).
Rhoads (2). Deser. of an. Sube. and n. Sp. of Arvicoline
Rodents from British Columbia and Washington. — Ebd. p. 282—8,
Vf. beschäftigt sich mit: Arvicola ( Tetramerodon sbg.) tetra-
merus Sp. n., Evotomys pygmaeus sp. n., E. Gapperi saturatus sbsp. n.
— Notes on Boreal Arvicolas of Uncertain Status, Arv. borealis
Rich., A. borealis, A. drummondi Aud. and Bach., A. (Mynomes)
drumm.ondi.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 9239
Rhoads (3). Deser. of four n. Sp. and two Sbsp. of White-
Footed Mice from the United States and British Columbia. — Ebd.
. 253— 261.
3 Es werden abgehandelt: Sitomys megacephalus sp. n., Sit. inso-
latus sp. n., Sit. herroni nigellus sbsp. n., Sit. keeni spec. n., Sit.
macrorhinus Sp. n., Sit. americanus artemisiae sp. n. — Note on
Sit. am. arcticus.
Rhoads (4). Descr. of a new Armadillio, with remarks on
the @. Muletia Gray. — Ebd. p. 111—114.
Tatusia (Mul.) propalatum sp.n., Bahia, Brazil. @. Tatusia
Sbg. Mul.
Rhoads (5). Notes on the Mammals of Monroe and Pike
Counties, Pennsylvania. — Ebd. p. 387—396.
Vf. behandelt: Didelphys mars. virg., Cariae. virg., Cervus amer.,
Sciurus carol. pennsyl.; Sei. huds., Sciuropt. volans, Tamias stri.,
Castor fiber can., M. rattus, M. decum., M. mus., Neotoma magister,
Peromyscus am. Fib. zib., Arvic. pennsylv., A. pwnet., Evotomys
gapperi, Synaptomys cooperi, Zapus huds. Z. insignis, Ereth. dors.,
Lepus amer., L. sylv., Felis concolor, Lynx. can., L. rufus, Ü. lupus
nubilus, Vulpes vulpes pennsylv., Urocyon cinereoarg., Ursus amer., Put.
erminea, Lutreola vison, Mustela amer., L. huds., Meph. mephitica,
Proc. lotor, Sorex forsteri, Sorex, S. (Neosorex) albibarbis, Blarina
talp., Scalops aqu., Oond. crist., Adelonyct. fuscus, Atal. borealis
(Müll.), Vespertilio gryphus.
Rhodas (6). An new Jumping Mouse from the Pacific Slope.
— Ebd. p. 421—422.
Zapus trinotatus sp. n., Lulu Isl.
Rhoads (7). Descr. of 3 new Rodents from California and
Oregon. — Amer. Naturalist, vol. 28 p. 67—71,
Rhoads (8). Deser. of a new Perognathus (latirostris) coll.
by J. K. Townsend in 1834 (Rocky Mountains). — Ebd. vol. 28
p. 185—187.
Riviere, Emile. Nouy. rech. anthropologiques et pal&ont. dans
la Dordogne. — C. r. Ac. Paris, T. CXIX p. 358—361.
Aus der Quaternärzeit wurden gefunden in „Grottes des Com-
barelles*: Pachyd., Carniv., Rod., Rumin. etc. Hervorgehoben
werden: Rhin. tichorh. und Tar. rangifer.
In der „Grotte Rey“: Bär, Hyäne, Caniden, Feliden etc., von
Chiropt.: Vespertilio, von Pachyd. Rhin. töchorh., Equus, Sus., von
Rum.: Rennthiere, Cerviden, Boviden, Capra primigenia, von Rod.:
Lepus, Mus etc.
In der „Grotte de Üro Magnon“: Renntiere, Equus, Cervus, Bos,
Capra u. Canis.
In der „Grotte de la Fontaine“: Reste von Elephanten, Equiden,
Boviden, Cervus, Ursus u. Hyaene.
Röder, Oskar. Vergleichend. anat. u. physiol. Untersuchungen
über das männliche Begattungsorgan der Feliden mit bes. Berück-
240 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
sicht. der Nervenendigungen. — Arch. f. wiss. u. prakt. Thierheilk.
XX. p. 176—203, 1 Taf.
Untersuchte F. domest., leo, melas, jubata u. tigris (juv.). Der
bei vielen Säugethieren vorkommende Rutenknochen kann nicht als
ein Ueberrest des Pterygopodien-Skeletes der Selachier betrachtet
werden. Der Penis der Fel. verläuft nicht in gerader Linie nach
hinten u. etwas nach unten, wie bisher fast ausnahmslos angenommen,
sondern er ist — ähnlich gekrümmt. — Der Musc. levator penis,
welcher bei den Pavianen, Elephanten u. Nagern vorkommt, findet
sich auch bei den Fel. (Hauskatze). — Eine wahre Eichel besitzen
die Fel. nur andeutungsweise. Nur bei gewissen Arten ist sie mit
Widerhäkchen oder Papillen besetzt, die nur transitive Wollust-
organe bilden. Als Nervenorgane finden sich in der Eichel Wollust-
körperchen und Endkolben, seltener Vater-Pacinische Körperchen.
Die Nervenendorgane der Carnivoren, Herbivoren u. ÖOmnivoren
stimmen in ihrem Bau überein, insoweit sie in den g' Geschlechts-
theilen vorkommen.
Dasselbe als Dissert., Tübingen, 8° 308. 1 Tf. 1894.
Röse, C. Dentition of Wombat. — Journ. R. Mier. London,
1894 p. 37. Nach Sitz.-Ber. Acad. W. Berlin 1893 p. 749, 3 Fig.
(Vgl. Ber. 18935).
Rowland, Sydney, D. Some Variations in the Foramen ovale
in the Heart of the Sheep. — Journ. of Anat. and Physiol. vol. 28
p-. 309—312, 1 TA.
Rüdinger, N. Ueber die Hirne verschiedener Hunderassen. —
Sitz.-Ber. math.-phys. Cl. k. b. Akad. München, 1894. Hft. II.
p. 249—55. — Ausz.: Naturw. Rundschau, 9. Bd.
1. Wenn auch in den Zahlen über das Körper- und Hirn-
gewicht noch viele Schwank., welche durch e. grössere Untersuchungs-
reihe sich ausgleichen mögen, vorh. sind, so ist doch schon fest-
gestellt, das das Hirn bei den H. schon im 1. Lebensj. seine Wachs-
thumsgrenze erreicht. 2. Der schwerste H. hat auch das schwerste
Hirn. Die Gehirngewichte nehmen bei den H. mit dem Körper-
gewicht zu, jedoch in e. ungleichen Verhältniss. 3. Das rel. Hirngew.
ist bei kleinen, leichten Thieren viel günstiger als bei den grösseren.
4. Der kleine, leichte H. besitzt auf 1000 & Körpergewicht bedeutend
mehr Hirn als der grosse.
Saeco, F. Il Delfino Pliocenico di camerano caraso. — Mem.
Soc. ital. IX. art. V.
Sacerdotti, Cesare. Sui nervi della tiroide. — AttiR. Accad.
Sc. Torino, vol. 29. 1893/94 p. 16—22, 10 f.
Saint-Loup, Remy (1). Ueber das Wachsth. junger Mäuse
(ef. Ber. 93 p. 176). — Bull. Soc. Z. Fr., Ausz. in Naturw. Rund-
schau, Nr. 18.
Saint-Loup (2). Sur le groupement des ölöments pigmentaires
dans le pelage des Mammiferes. — Mem. Soc. Zool. France T. 7.
p- 69—68.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 241
Sänyal, Babu Ram Bramha. Notes on Cynogale Bennetti
Gray. — Proc. Zool. Soc. London. 1894 p. 296—7.
Scharff, R.F. On the origin on the Irish Land and Fresh-
water Fauna. — Proc. Irish etc. (3) p. 479—485.
Scheidt, Paul. Morphologie und Ontogenie des Gebisses der
Hauskatze. — Morph. Jahrb. 21. Bd. p. 425—462, 1 Tf.
I. Morph. des Gebisses der Hausk. II. Die Homologie des
Kaureliefs der Backz. der Carnivoren. III. Hist.-krit. Darst. der
Versuche, die beiden Dentitionen der Mamm. zu erklären. Resultat:
Die Zähne, welche im Milch- u. im bleib. Gebiss mächtig entwickelt
sind, sind schon in früher Embryonalzeit durch intensiveres Wachs-
thum ausgezeichnet, wenige Tage nach der Geburt erreichen alle
Zähne den für die Sp. charakter. Ausbildungsgrad, sie brechen
ziemlich gleichzeitig durch, u. das Junge ist befähigt, festere Nahrung
zu sich zu nehmen. Auch die Anlagen d. bleib. Gebisses werden
bald nach der Abgliederung der Milchz. durch Verbreiterung der Zahn-
leiste gebildet, wenn auch mit Variationen der Zeit ihres Erscheinens.
Im allgemeinen sind entweder kurz vor oder nach der Geburt alle
Ersatzz. angelegt. Es lässt sich fast keine direkte morph. Bezieh.
zw. dem Milch- u. dem bleib. Gebiss nachweisen. Wie die einzelnen
Zahnelemente des Milchg. gleich in d. ersten Anlage ihre indiv.
Eigenart erkennen lassen, so haben auch die nebenliegenden
Ersatzz. ihren bes. Formcharakter, der bei P, u. P, sup. wie inf.
garnicht mit dem zugehörigen Milchz. übereinstimmt. — Der histo-
genetische Verlauf entspricht vollständig d. Eigenart d. Einzelzähne,
er verläuft rascher bei denjenigen Elementen, die sehr gross werden
u. gemächlich bei den Anlagen der kleinen J. u. P.
Schlosser, Max (1). Bemerkungen z. Rütimeyer’s „eocaene
Säugetierwelt von Egerkingen“. — Zool. Anz. 17. Jhg. p. 157—162.
Rüt. hatte als amer. Typen aufgestellt: Phenacodus europ., Ph.
minor, Protogonia Cartieri, Meniscodon Picteti — Condylartlıren oder
nach R. Ungulata trigonodontia —, Pelycodus helveticus, Hyopsodus
jurensis — Lemuroiden u. (alamodon europaeus -— Tillodontier. Nach
Vf. muss nun Hyops. jur. gestrichen werden, denn die vorlieg.
Zähne stammen wahrsch. von einem Dichotomiden, also e. Paarhufer,
(nicht von e. Affen). Die als Pel. helv. bestimmten Ob.kief.z. rühren
thatsächlish von e. Pseudolemuriden her, wohin auch Pelycodus
gehört, aber sie sind von jenen des amer. Genus verschieden. Es
besteht zw. Phen. eur. einer- und d. typisch. Phen. primaevus sowie
dem Wortmani andrerseits ein wesentlicher Unterschied. — Phenac.
minor hält Vf. viel eher für e. Creodonten — als für e. Condylar-
threnzahn. Protogonia und Meniscodon basiren gleichfalls offenbar
nach Vf. bloss auf je 1 Zahn. Sicher ist nach Vf., dass wir es
bei Phen. eur., Prot. Cart. u. Menisc. Pict. nur mit e. einzigen
Genus zu thun haben. Er empfiehlt, sie unter d. Namen „rot.
europaea zusammenzufassen.
Bericht. zu Rüt.: Taf. IV Fig. 16 ist kein Zyopotamus — sondern
ein Dichodon-Zahn.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 16
242 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Taf. IV Fig. 32. Chaeromorus gehört höchstens noch dem
Acotherulum, wahrsch. jedoch überhaupt keinem Suiden, sondern
entw. Hyopotamiden — Rhagatherium? oder e. Anoplotheriden —
Dacrytherium — an.
Taf, IV Fig, 26. Acotherulum muss wohl von e. Perissodactylen
stammen.
Taf. VI Fig.31. „Dimylus?“ kann nicht von Dimylus herstammen,
da bei diesem der 2. Molar kleiner ist als der 1., hier aber das
Gegentheil zu beobachten ist u. ausserdem sogar ein 3. Molar vorh.
zu sein scheint.
Taf. VI Fig. 28. Sciuroides Fraasi ist sicher kein Nager,
sondern ein Lemure, u. zwar Necrolemur vermuthlich Zitteli!
Schlumberger, C. A propos d’un Netzuke japonais. Mem.
Soc. Zool. France. T.7 p. 63, 64, 1 Pl. — Sculptur.
Schlieben, Adph. Der Esel u. der Mensch. Ein Beitrag z.
Kulturgeschichte. Wiesbaden, 1894. 8°. (Tit.-Vign.), 140 p.
Schneider, Karl. Die Pürsche auf den Rehbock. Aus d.
Praxis dargest. von Schneider, Blasewitz-Dresden. 8°. 68 S. Aus
Allgem. Forst- u. Jagdz.
Schmidt, F. Polyodontie der Schneidezähne im Oberkiefer
eines 14 Jahre alten Pferdes. — Oesterr. Zeitschr. f. wiss. Veterinärk.
V. p. 235—235.
Auf d. link. Seite 6 u. rechts 4 Schneidezähne vorh.
Schneidemühl, Geo. (1). Lage der Eingeweide b. d. Haus-
säugethieren nebst Anleitung z. Exenteration für anatom. u. patholog.-
anat. Zwecke etc. 2. verm. Aufl. Hannover, 1894. 8°, (VIII. 196 p.).
Schneidemühl (2). Repetitorium d. Muskellehre bei d. Säuge-
thieren, zugleich e. Leitf. für d. Praeparirüb. für Stud. u. Thierärzte.
2. Aufl. Hannover, 1894. 8% (79 p.).
Schuster, M. J. (1). Der Hundefreund. Ein Lehr- u. Unter-
haltungsbuch. 2. Aufl. Ilmenau, 1894. 8°. (153 p.).
Schuster (2). Lehrbuch d. Kaninchenzucht. 2. Aufl. Ilmenau,
1894. 8°. (162 p.).
Schwalbe, &. Ueber eine seltene Anomalie des Milchgebisses
beim Menschen, und ihre Bedeutung für die Lehre von Dentitionen.
— Morphol. Arbeit III p. 491—536.
Schwarznecker. Anleitung zur Begutachtung der Schlacht-
thiere u. des Fleisches.. Für Militär-Verwaltungsbeamte u. Fleisch-
beschauer. Text, Abb. u. 6 Taf. Berlin 1894. Das Buch ist für
die Praxis berechnet.
Selater, Ph. L. (1). (On Cercopithecus erythrogaster). —
Proc. Zool,. Soc. London, 1894 p.1.
Die Haare der Nase sind beim alten Üercopithecus eryihrogaster
weiss, u. die Sp. gehört demnach zu Sclaters Abth. der Cere. kipostietz
nahe bei C. petaurista. In Scelater’s Arrang. by Genus, 10. Section.
Sclater (2). Exhib. of an skin. of a Afr. Monkey (Üercop.
diana ignitus). — Ebd. p. 484.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 9243
Selater (3). Exh. of the typ. specimen of Cercopithecus grayi,
Fraser. — Ebd. p. 484—5. 0. grayi (= Erxlebeni Puch.).
Selater (4). Exhib. of a mounted specim. of the River-hog
of Madagaskar (Potamochoerus edwarsi), with notes on its habits.
— Ebd. p. 92—94.
3 Arten anerkannt: 1. Pot. africe. 2. Pot. penicil. (Wafrika),
beide nicht selten in zool. Gärten. 3. Pot. edwarsi (Madagascar).
Sclater (5). Exhib. of a phot. of a young male Gaur or
Indian Bison (Bos gaurus) p. 249— 250.
Von Mayor Rodon in the Neelampattry Hills, in Cochin, Aug.
1893 gefangen.
Selater (6). Capra caucasica 2. — Ebd., Ig. p. 729—730, Abb.
— Figur d. Capra caucasica.
Selater (7). Cercopithecus albigularis von Ost- u. von West-
africa lassen sich nicht trennen. — Ebd. 1893 p. 691.
Sclater and Thomas. The Book of Antelopes. Part. I,
London 1894. Illustrirt.
Seott, W. B. (1). A new Insectivore from the with River
Beds. — Proc. Ac. Nat. Sc. Phil. 94 p. 446—8.
Protosorex crassus n. sp. fossil. South Dakota. Tertiär, Zähne,
Schädel.
Scott (2). Notes on the Östeology of Aucodus. — Geol.
Mag. (4) p. 492—4.
Scott (3). The manus of Hyopotamus. — Amer. Natural.
XXVII. p. 164-165.
Semon, Richard (1). Ueber die Embryonalhüllen und den
Embryonalkreislauf der Amnioten. — Verh. d. deutsch. Zool. Ges.
IV 1894, pg. 51—59.
Nach der Embryonalentw. bei den Amnioten sind 6 grosse
Gruppen unterscheidbar. In der 1. Gruppe verläuft die Entw. innerh. e,
festen, vom Ovarium (Eileiter) gebildeten Keratinschale, die öfters
durch Kalksalze e. besondere Festigkeit erhält: Reptilien, Vögel u.
Monotremen. In der 2. liegt der Keim frei im Müller’schen Gange,
seine Hüllen betten sich zwar in der gewulsteten Schleimhaut
ein, die mütterl. und die embr. Gewebe gehen aber keine innigere
Verbind. ein: Beutelthiere. Bei der 3. findet e. Verbind. der
Uterusschleimheit mit gewissen Embr.hüllen statt; das Produkt dieser
Verb. ist d. Placenta. Abth. Placentalia. Alle Amnioten besitzen
principiell 3 embr. Hüllen- u. Anhangsorgane: Dottersack, Amnion
nebst seröser Hülle, Allantois. Die Embr.hüllen der Monotremen
zuerst vom Vf. beobachtet, er fand bei Echidna acul., dass Anordnung
u. Funktion der Hüllen u. Anhangsorg. des Embryos denen der
Reptilien und Aves gleichen. Der Keim zeigt innerhalb der Eischale
während der Entw. ausserordentliche Grössen- wie Gewichtszunahme.
Der Embryo ist kurz vor dem Ausschlüpfen mehr als fünfmal so
schwer u. mehr als 20mal so voluminös als das in Furchung be-
griffene Ei. Es muss also Flüssigkeit durch die Eischale hindurch
16*
244 Dr. H., Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
diffundiren, u. die Keratinschale muss während des Wachsthums
ausgeweitet werden, u. da sie dabei dicker und schwerer wird,
durch Auflagerungen von Keratin von den Oviductdrüsen her ver-
stärkt werden. Das Echidna-Ei steht so im Gegensatz zu Saurop-
sideneiern, die während der Entw. des Embr. keine Substanzen von
aussen aufnehmen u. keine Vol.- u. Gewichtszunahme zeigen.
Echidna zeigt keine Trennung der serösen Hülle und Amnions bez.
des äuss. u. inn. Blattes. Es erhält sich dauernd eine nahtf.
Verbind. zw. Amnion u. seröser Hülle, von der Nackengegend an
bis zur Hälfte des Rückens. In dem dauernden Erhaltenbleiben
der Verb. zw. diesen 2 zusammengehörigen Eihüllen sieht Vf. ein
sehr primitives Verhalten der Monotr.entw. Bei den übrigen
Amnioten erfolgt die Lösung des Amn. von der serösen Hülle sehr
früh. Es würde nun leicht sein, aus den Verhältnissen der Eihüllen
der Saurops. u. Monotr. die der Placentalier abzuleiten. Hier
stellt sich aber die bedeut. Schwierigkeit entgegen, dass die zweite
Gruppe, die Marsup., kein Uebergangsglied bez. d. Anordnung und
Function der Embr.hüllen zu sein scheint. Sicher sind es ganz ein-
seitig entwick. Zustände, die man hier findet, und man müsste zu-
geben, dass die Mars. keine Vermittl. herstellen zw. Gruppe 1 u. 2,
wenn die geschilderten Verhältn. für alle Mars. charakteristisch
wären, was nicht der Fall ist, denn Vf. hat gesehen, dass bei Phascol.
ciner. der Embr. zwar tief in den Dottersack eingebettet liegt, aber
d. Allantois steckt nicht mit in der Tiefe des Kelches, wie bei den
meisten Marsup., sondern sie reicht, an einem Stiele befestigt, bis
zur Oberfläche u. liefert sozusagen e. Deckel zu dem den Embr.
umhüll. Dottersackbecher. Ihre nach aussen gewandte Fläche ver-
wächst dabei mit der ser. Hülle, u. diese Fläche zeigt die char.
Structur u. Gefässanordn. einer Atemfläche. Dieser Typus lässt uns
die Eihüllenverhältnisse verstehen, sowohl bei den übrigen Mars,,
als auch bei den Placent. Bei den ersteren sieht man das schon
bei Phase. angebahnte Verhält.: räuml. u. funct. Beschränkung der
Allantois zu Gunsten des Dottersackes, die beide sich bei Saurops.
u. Monotr. noch die Wage halten, excessiv entwickelt. Die unteren
Gruppen der Plac. schliessen sich fast direkt an d. Phasc.-Typus
an. Besonders die Nager u. (nach Vf. Unters.) die Edentaten.
Semon (2). D. Embryonalhüllen d. Monotremen u. Marsu-
pialier. Eine vergleichende Studie über d. Foetalanhänge d. Amnioten.
Denkschr. Med. Nat. Ges. Jena 5. Bd. p. 17—58 10 Figg. T. 1—7.
B. Echidna hängen Amnion u. seröse Hülle dauernd in einer
Naht zus., die von d. Scheitelgegend d. Embr. median nach hinten
zieht. D. Embr. liegt dem Dottersacke nur auf, in frühen Stadien
jedoch senkt sich d. Kopf bis zur Wurzel d. vorderen Extremität
in d. Dotter ein, wodurch e. Proamnion-Einstülpung gebildet wird.
Der Kopf schlüpft aber aus d. Tasche zurück, u. die Grube ver-
schwindet, wenn d. Mesoderm in d. Proamnion eingewuchert u. seine
Wand durch das Vordringen d. Cöloms gespalten worden ist. Der
Dottersack nimmt im Entw.verlaufe an Volumen zu (b. Ech.). —
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 9245
D. Allantois liegt v. Embr. rechts u. stellt e. doppelwandige Scheibe
dar mit e. spaltf. Höhle in ihrer mittleren Region. Die 2 Blätter
sind peripher miteinander verwachsen. Nachdem d. Embr. aus dem
Ei gekrochen ist, trocknen Dottersack u. Allantois ein u. werden
abgeworfen. Die Embr.hüllen d. Marsup. lassen 2 Typ. erkennen.
Aepyprymnus rufesceens. Embryo ganz in d. Dottersack ein-
gesenkt, der deshalb e. äussere, d. serösen Hülle anliegende, u. e.
innere d. Embr. zugewendete Wand besitzt. „Ein schmaler, kraterf.
Gang führt z. Embryo hinein.“ In diese Oeffinung erstreckt sich d.
Höhle d. extraembryonalen Cöloms hinauf. Auf d. Ectoderm d.
Dottersackes folgt unmittelbar d. Ecetoderm d. serösen Hülle (Nach
dem Zool. Jahresb., Neapel).
Semon (3). Zur Entwicklungsgeschichte d. Monotremen. —
Denkschr. Med. Nat. Ges. Jena. 5. Bd. Zool. Forsch. v. R. Semon,
p- 59 —74. 10 Figg. T. 8—11 (94).
Jüngere Stadien wurden untersucht, die Eischale hat b. Echidna
u. Ornithorh. dieselbe Structur; sie besitzt am uterinen Ei eine innere
homogene u. eine äussere von Porenkanälen durchsetzte Schicht,
während sich aber später d. innere verdünnt, wächst d. äussere
stark heran. Die Poren haben sich zu einem „System“ v. lang-
gestreckten untereinander communicirenden Hohlräumen umgewandelt,
die die ganze Dicke durchziehen. Der Schale wird ständig neues
Material an Keratin v. Uterus her geliefert. Am gelegten Ei haben
wir noch eine 3. äussere Schicht, die ohne scharfe Grenze in die
2. Schicht übergeht u. eine 4. (Deckschicht), die bräunliches Pigment
enthält. Fibrilläre Structur konnte an d. ganzen Schale nicht nach-
gewiesen werden. Die Schale wird fast vollständig vom Ei aus-
gefüllt. Auf einem Lager weissen Dotters, der nach innen einen
„Dotterstiel* schickt, welcher sich zu einer Latebra verbreitert,
liest d. Keimscheibe. D. gelben Dotterelemente sind rund. D. Ver-
schiedenheiten in d. Schalenstructur v. Echidna u. d. Sauropsiden
finden in d. Wachsthumsverhältnissen d. Schale v. Echidna ihre
Erklärung. — Zwischen Dotterhaut u. Ei befindet sich schon bei in
d. Furchung begriffenen Eiern eine zarte Granulationsschicht (Cald-
well}, vermuthlich d. coagulirte Ernährungsflüssigkeit d. Mutter.
Gleich an Grösse sind d. 4 ersten Blastomeren, später besteht d.
Keim aus einer flachen Scheibe v. 24 fast gleich grossen Blasto-
meren. Im darauf folgenden Stadium haben sich die Blastomeren
weiter vermehrt, d. Blastoderm ist mehrschichtig geworden. Sub-
germinalhöhle fehlte. D. Blastoderm dehnt sich später wieder aus
u. wird einschichtig. Kein Ecto- u. Entoderm ist bisher zu unter-
scheiden, dieses Stadium ist ein Blastula ohne Furchungshöhle,
also einblättrig, nicht wie noch manche Autoren meinen, 2blättrig.
In späterer Zeit wird d. Keimscheibe an ihrem oberen Pole mehr-
schichtig, ohne dass sich d. Keimblätter sondern. Sodann beginnt
sich in der Nähe d. Centrums d. Gastrulamund zu bilden, von dem
eine diffuse Zellenwucherung ausgeht; hierdurch wird d. Keim
mehrschichtig. — D. Entwicklung d. Monotremen zeigt also, dass
246 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
d. Bildung d. cenogenetischen Entoderms u. d. Gastrulation b. ihnen
zusammenfallen, dies unterscheidet sie v. d. Sauropsiden u. d.
höheren Säugern. D. Beutel wird, wie es scheint bei ö' u. 2 bereits
im Embryo angelegt. (Nach d. Zool. Jb., Zool. Stat. Neap.).
Semon (4). Notizen über die Körpertemperatur der niedersten
Säugethiere (Monotremen). — Arch. f. d. ges. Physiol. (Pflüger).
58. Bd. p. 229— 32.
Es scheint, dass die Monotremata zwischen poikilothermen u.
homoioth. Thieren stehen.
Senna, A. Sulla creduta presenza del Vesperugo (Vesperus)
borealis, Nilss, nell’ Andalusia. — Monit. zool. ital. V. p. 138—140
u. 159— 160.
Shryock, W. Mammalia of Mount Pococo. — Amer. Natural.
XXVI. p. 347—348.
Simon, €. (1). Contr. & l’&t. du developpement organique de
la glande thyroide chez les Mammiferes. — Rev. biol. Nord France
VI. p. 379—389.
Unters. an Mensch u. Schwein. Ergebniss: 1. die Glandula thyr.
lateralis kann solange persistiren, bis der Embr. ein vorgerücktes
Alter erreicht hat. — 2. Sie wächst mit dem Alter des Embr., wenn
auch nicht im proportionalen Verhältniss. — 3. Sie kann verschwinden,
u. sie scheint grosse individ. Verschiedenheiten darzubieten.
Simon (2). Note prelim, sur l’evolution dn l’#bauche thyroi-
dienne latörale chez les Mammiferes. — C. r. Soc. Biol. (10) p. 202—4.
Simonoff, Leonio de, et Jean de Moerder. Les races cheva-
lines, avec une &tude spec. sur les chevaux russes. 32 Pls. en
chromo, d’apres les aqu. de Samokisch et de Bounine, 70 photograv.,
d’apres les dess. de Samok. Paris, libr. agrie. de la Mais. rust.,
gr, 49, 1.(XV,,.817 ip.)-
Sobotta, J. Die Befruchtung des Eies d. Maus. Mit 1 Abbild,
— Anat. Anz. 9. Bd. p. 220—3.
Die Metakinese tritt erst ein, nachdem das befruchtende Sperma-
tozoon in das Ei eingedrungen ist. An e. Ei beob. er 2 Hügel.
Innerhalb des einen sah er ein längliches, an e. Ende zugespitztes
Gebilde, das sich mit Kernfarbst. intensiv färbt u. in Grösse u. Form
genau d. Kopfe des Samenfadens der Maus entspricht. Nie war
der Sf.kopf in d. Richtung des Eiradius eingedrungen; von Schwanz-
faden sieht man nichts. Von der Basis des 2. Hügels geht e. sich
hellf., rein protoplasm. Zapfen in das Innere der Eizelle. In diesem
Z. fand er die mitotische Richtungsfigur, und zwar im Stad, des
Dispirems.
Solger, B. (1). Zur Kenntniss d. Röhrenknochen. — Zool.
Anz. 17. Jhg. p. 1—4, 3 Abb.
Untersucht von jungen Elephanten Femora, Tibiae, Humeri,
stud. d. Canalis nutritius und die Markhöhle und die distale Dia-
physenfläche der Fem. Darüber wie sich sein Befund in die
Theorien v. d. Architektur u. funktionellen Structur der Knochen
einfügen lässt, möchte sich Vf. noch nicht ausprechen,
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 947
Solger (2). Zur Kenntniss der secernirenden Zellen der
Glandula submaxillaris d. Menschen. — Anat. Anz. 9. p. 415—9,
455, 2 Abb.
Vf. schildert 1. Epithel der Speichelröhren (Stäbehenepithel).
2. Drüsenepithel in d. serösen Tubulis.
Solger (3). Zur Kenntniss d. postembryonalen Entwicklung
d. Skelettes d. Säugethiere. — Abh. natf. Ges. Halle. 20. Bd., Jub.-
Festschr., p. 177--196, 2 Tfl. — Apart: Halle, Niemeyer, 8°.
Southwell, Thom. On the occurence of the Bearded Seal
(Phoca barbata) on the Norfolk Coast in: The Zoologist (3) Vol. 18
p. 81—83.
Spillner, Rud. von. Wissensch. Ergebn. der im Hausthier-
garten des landwirthsch. Instituts angestellten Versuche d. Kreuzung
des bornesischen Wildschweines mit dem europ. Wild- bez. Haus-
schweine. Ber. aus d. physiol. Lab. u. d. Versuchsanst. d. land-
wirthsch. Inst. Halle. 11. Hft. p. 831—154, 6 Lichtdrtaf. — Extr.
Zool. Anz. 17. Jhg. p. 347.
Identisch sind nach Vf. Sus longirostris Nehr. u. S. barb.
Schweine mit u. ohne Gesichtswarzen stehen in enger Verbindung
mit einander, typische Merkm. der Schw. mit Ges.warz. sind die
Ges.warz., Verlängerung der Gaumenbeine nach hinten u. e. charakt.
Gestalt. der unteren Eckz. Diese Char. sind bei Kreuz. bleibend.
Staurenghi (1). Osservazioni anat. sulla craniogenesi del
cavallo. — Monit. Zool. Ital. 5. Ann. p. 74.
Staurenghi (2). Existence de plusieurs centres d’ossification
du basi-occipital dans qu. foetus de Sus scrofa. Extr. in: Arch.
Ital. Biol. T. 21 p. 170—1.
Foeten von Sus scrofa-Schädel.
Stewart Me Kay W. J. and Wilson W. J. siehe Wilson, J. T.
and W. J. Stewart Me Kay.
Stieda, L. Die Gefässfurchen am knöchernen Gaumen des
Menschen. — Anat. Anz. IX. p. 729—735. Mit 3 Figg.
Erw. einige seltene Variationen. Interessant ist eine Verwachsung
besonders, wodurch die mediale Furche überbrückt u. aus d. offenen
Suleus palat. med. ein Can. pal. med. wird; noch seltener ist e. Ver-
wachsung d. lateralen Leiste mit d. benachbarten Processus alveolaris,
sodass d. lat. Furche überbrückt u. e. Canal. pal. lateral, gebildet wird,
(unter 1—2000 Schäd. 1 Mal. Bem. üb. Calorische Nahtknochen.
Nur 2Mal hat Vf. eine unvollständ. Verschmelz. d. Nahtkn. mit d.
Oberkiefer beob. (Fig. 3).
Stirling, E. C. (1) The recent discovery of fossil remains at
Lake, Callabonna, South Australia. — Nature I p. 184 u. 206—9.
Stirling (2). Supplemental note on the Östeology of Noto-
ryctes typhlops. — Tr. R. Soc. South Austral. XVIII p. 1—2.
Stouckenberg, A. Les Mammiferes post-pliocenes de l’Est de
la Russie Bull. Soc. Moscou 1894 p. 155—159.
248 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Stowell, J. M. On the occurence of Nyctinomus mohavensis
in the Santa Clara Valley. — Zool. IV p. 362—364.
Strahl, H. (1). Die Regeneration der Uterinschleimhaut der
Hündin nach d. Wurf. — Anat. Anz. IX p. 662—4. (Vorl. Mitth.)
Vollst. in Anat. Hefte 1894.
D. Uterus kommt erst !/, Jahr u später nach d. Wurf wieder
zur Ruhe. Epithel u. Bindegew. zeigen während dieser Zeit grosse
Veränder. Die Placentarstelle setzt sich als ziem]l. breites, graugrünes,
ringf. Band v. d. sonst gelbweissen Innenfläche deutl. ab. D. Plac.
stelle hat direkt post partum e. Ueberzug v. Epithel; doch wird
dieses nach Entfern. d. Plac. z. gröss. Theil abgestossen. Dann
liegt d. Bindgw. d. Schl.haut an d. Plac.stelle frei u. macht e. tief-
greif. Umwandlung durch. Ein Theil d. Bindgwz. der über d. Musku-
latur geleg. Schichten wandert geg. d. Oberfl. u. wird zu e. dicken
Lager grosser Z.: „epithelioide* Z. des Vf. Sie helfen e. provisor.
Schleimhautpolster schaffen, üb. d. sich zunächst d. Epithel regenerirt.
Nach einig. Woch. werden sie durch e. 2. Form v. Bindgwebsz.,
Fibroblasten, ebenfalls gewanderte u. gewucherte Abkömmlinge d.
tieferen Bindgwlage verdrängt. Diese erst liefern d. bleib. Bindgwbs-
schicht d. neuen Uterinschlh. Eine 3. Art v. Zellen endlich, Leucocyten,
verleiht d. Plac.stellen d. ihr eigenth. braun. od. grauen Farbenton.
Strahl (2). Der Uterus post partum 1. Anat. Hefte, 1. Abth.
III p. 509—18, Tf. 23.
Veränd. im Epith. d. Uterinschl.haut. In d. 2. Hälfte d. Trage-
zeit beginnt in d. Ut.epithelien e. enorme Bild. von Fett, das von d.
Plac.zott. direkt aufgenommen wird. Nach Ausstoss. d. Eisackes
besitzt d. Innenw. d. Ut. e. vollk. Ueberzug v. Ut.ep., öfter milch-
weiss. Der Theil des Ueberz., der über d. Plac.stelle als Rest des
Ep. d. spong. Drüsenräume liegt, wird bald nach d. Geburt meist
abgestoss.; q. Neubild. d. Ep. auf d. Plac.stelle geht v. d. Ränd. aus,
von wo sich langsam d. seitl. anlieg. Epith. herüberschieben, viell.
betheiligen sich auch d. in d. Tiefe d. Plac.stelle erhaltenen Drüs.
mit ihren Ausführ.gäng. an d. Neubild. d. Ep.lage. 17—19 Woch.
nach dem Wurf ist d. Ep. fettfrei, u. dann setzen mit d. Neubild.
d. Bisch.’schen Krypten d. Erscheinungen d. neuen Brunst ein, u. d.
Schleimhaut ist vollk. regenerirt.
Stuckenberg, A. Les Mammiferes post-pliocenes de l’Est de
la Russie. — Bull. Soc. Imp. Natural. Moscou 1894 No. 2 p. 155—59.
Strong, H. A. Notes on the Rabbit, historical and geographical.
The Zoologist (3) XVII p. 400—6.
Sussdorf, Max. Lehrbuch d. vergl. Anatomie d. Hausthiere.
Stuttgart. Ferd. Enke, 1894 8°, Lief. 1—4. 71 p.
Swayne, H. &. Further Field-Notes on the Game-Anim. of
Somaliland. — Pr. Zool. Soc. Lond. 94 p. 316—323.
Bem. über: Cobus ellipsipr. Waterbuck, „Balango“ der Somalis.
Tragel. decula Bushbuck, („Dol“). Ammodorcas clarkei Cl.-Gaz.,
Somali-N. „Diba-tag“, 2 hornlos. The Sakaro Antel. „Sak. Gussuli“
or „Gussuli* und „Sak. Gol-ass“ (Färbung). The Beira Antelope
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894, 249
„Beira* (syn.: Oreotr. megalotis Menges). Egquus grevyi, Grevy’s
Zebra, Som.-N. „Fer’o“. Der Erdboden wird red in color genannt.
Rhin. bicornis, „Wiyil*.
Thilenius, @. Die „überzähligen“ Carpuselemente menschl.
Embryonen. — Anat. Anz. p. 665— 71, 3 Abb. 1894.
Sind als echte Carpalien aufzufassen. Sie gehör. mit d. Styloid
in dieselbe Kategorie wie d. Centrale; es sind rudim. Elemente d.
Handskelettes. Eine Altersfolge derselben nach d. bisherigen Unters.
aufzustellen wäre verfrüht, obgleich einzelne bereits in d. Thierreihe
nachgewiesen sind.
Thomas, Adf. (1). On some Gazelles brought by Sir Edm.
Loder from Algeria. — Pr. Zool. Soc. London p. 467—472.
Bespricht: @. dorcas L., Vorkommen; @. ÜOuvieri Og., Schädel-
Maasse; neue Species: (r. rujina (Färb. vgl. mit @. rujifrons Gray),
Schädel, Hörner, Vorkommen; @. Loderi Thos., Färb., Schäd., Gehörn,
Schäd.-Maasse.
Thomas (2). On the Dwarf Antelopes of the G. Madoqua.
— Ebd. p. 323 -329, 3 Fg.
Beschrieb.: M. Gwentheri sp. n., Schädelabb., Gebiss, Verbreit.;
M. Phillipsi sp. n., Schädel-Abb. u. -Maasse, Verbreit.; M. Swaynei
sp. n, Färb. ähnlich M. saltiana, Schäd.-Maasse. Schlüssel der
6 bek. Sp.: M. salt. d', sw. d', ph. J\, dumarensis 2, kirki 3, quenth. 2.
Thomas (3). On some Specimens of Mammals from Oman,
S. E. Arabia. — Ebd. p. 448—454 1 Tf. 2 Fig.
Vf, nennt od. beschr.: Xantharpyia amplexie.; Taphozous nudiv.;
Rhinopoma microph.; Erinaceus niger; Crocidura murina; Herpestes
ulbic.; Canis pallipes; Vulpes leucopus; Gerbillus (Dipod.) dasyur., Mus
rattus; Lejus omanensis spec. nov.; Gazella muse.; Oryx& beatriw;
Hemitragus jayak. (Abb.) Färb., Schäd.; Tabelle v.: Hemitragus jeml.,
jayak. und hylocrius; Procavia syriaca, jayak.; Tursiops tursio;
Grampus Sp.
Thomas (4). Descer. of a new Bat of the g. Stenoderma from
Montserrat (St. montserraiense). — Ebd. p. 132—133.
Thomas (5). Exhib. of a skin of a Giraffe from Somaliland.
— Ebd. p. 135—6.
Bestätigt die scharfe Ausbild. der Fleck. gegenüb. d. Kap-Gir.
Thomas (6). On the Mammals of Nyassaland: third Contrib.
— Ebd. p. 136—146.
Johnston u. White sammelten dort: Cercop. albigularis (Bem.
Slater); Otogale kirki; Galugo Moholi; Epomoph. erypturus (Bem.);
Rhinolophus hildebr. (Bem.); Rh. landeri (?) (Bem.); Rh. capensıs;
FHipposid. caffer; Vesperus megalurus; Vesperugo nanus; Petrodromus
tetrad.;, F. serval; Hyaena croc.; Rhynchogale nom. nov. (hat normal
nur 4 Prämolaren!) melleri; Crossarchus fasc.,;, Lutra maculicollis;
Seiurus palliatus; Se. mutab. (Bem.); Mus dolichurus (Bem.); M.
modestus; Isomys dors.; Üricetomys gamb.; Lepus whytei sp.n.; Pro-
cavia johnstoni sp. n.; Pr. brucei (Bem.); Rhinoe. bicornis; Phacoch.
aethiop., Bubalis Licht., Oreas canna; Strepsic. kudu; Trag. seript.;
250 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Cobus ellips.; Aepye. melamp.; Oreotr. salt.; Manis temm.; Rhynch.
cirnei; Canis mesom.; Nanotr. scop.; Üervic. arund.
Thomas (7). On an. Sp. of Armadillo from Bolivia /[Dasy-
pus Nationi]. — Ann. Nat. Hist. (6) Vol. 13 p. 70—72.
Thomas (8). Diagn. of a new Pteropus from the Admiralty
Islands. — Ebd. p. 293.
Pt. admiralitatum sp.n. Beschr. (auch des Schädels).
Thomas (9). On two new chinese Rodents. — Ebd, p. 363—5.
Lepus Swinhoei (L. tolai Swinh.), Sciurus Styani.
Thomas (10). Deser. of two n. Sp. of Macroscelides. — Ebd.
p. 67—70.
M. fuscipes u. pulcher von Ostafrika.
Thomas (11). Prelim. Deser. of a n. Goat of the g. Hemi-
tragus, from South-eastern Arabia /H. Jayakari n. sp... — Ebd.
. 365—6.
r Thomas (12). On the Palawan Representative of Tupaia ferru-
ginea [palawanensis subspec. nov./. — Ebd. p. 367.
Thomas (13). Prelim. Diagn. of a new Gazelle from Algeria
[Gazella Loderi]. — Ebd. p. 452.
Thomas (14). On two new neotropical Mammals /[@eomys
scalops, Didelphys (Philander) trinitatis]. — Ebd. p. 438—439.
Thomas (15). Descer. of a n. Sp. of Vespertilio from China
[V. (Leuconoe) Ricketti]. — Ebd. Vol. 14 p. 300—301.
Thomas (16). Deser. of a n. Sp. Beed-Rat (Aulacodus) from
East Africa with Rem. on the Milk-dentition of the genus. — Ebd.
Vol. 13 p. 202—4.
Aulacodus gregorianus Sp. n.
Thomas (17). Note on Mus Burtoni Thos. — Ebd. p. 204—5.
M. Burtoni (M,. Tullbergi), kurze Bemerkungen.
Thomas (18). Diagn. of a n. Sp. of the G. Lepidolemur. —
Ebd. Vol.13 p. 211.
L. leucopus sp. n.
Thomas (19). On a new African Genus of Mustelidae. — Ebd.
Vol. 13 p. 522—4.
Beschr. von Galeriscus g.n. u. (7. Jacksoni spec. nov.
Timofeew, D. Zur Kenntniss der Nervenendigungen in d.
männlichen Geschlechtsorganen der Säuger. — Anat. Anz. Bd. 9
p. 342—48.
Untersucht Kaninchen, Meerschw., Ratte, Katze u. Hund mittelst
Golgischer Methode.
Tornier, Gust. (1). Ueber Fussknochen-Variation, ihre Ent-
stehungsursachen u. Folgen. — Sitz.-Ber. Ges. Nat. Fr. Berlin, 1894,
p. 23—30.
Es giebt für alle Formveränd. der Fussknochen während ihrer
Phylog. 2 Ursachen: „Der Knochen ändert sich selbst, von innen
heraus, indem er genötigt wird, sich neuen statischen Beding. an-
zupassen, dies kann man als internes Kn.wachsth. bezeichnen, od.
der Knochen ändert seine Gestalt dadurch, dass Sehnentheile und
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 189. 251
Bänder, die an ihm inseriren, von ihm aus m. od. w. ossificiren.
„Peripherisches Knochenwth.“ Dabei verknöchert ein Band, welches
2 Kn. verbindet, in verschied. Form: entw. es ossif. v. 1 d. beiden
Kn. aus od. von beid. gleichzeitig, od. es entsteht in ihm ein selbst.
secundärer Kn.-Kern; endl. kann auch noch e. Verknöch., die in e.
Ligam. stattfindet, in ein mit ihm verwachs. 2. Lig. übergehen. Die
meisten Lig. des primit. Säugeth.fusses erleiden, während sich der
Fuss in seine höher entwick., zahlr. Descend. umbildet, derart. Ver-
knöch., u. sie sind es vor Allem, welche den Füssen u. Fusskn. d.
Fam., Gatt. u. Art. ihren Charakt. verleihen. Vf. versucht, dies
für e. grossen Theil der Säugethier-Fam. u. -Gatt. klarzulegen.
Tornier (2). Ueber d. Fussgewölbe in seinen Hauptmodifi-
cationen (vorl. Mitth.). — Ebd. p. 67—80, 10 Fig.
Es ist bek., dass der menschl. Fuss bei normalem Bau ein
Kuppelgewölbe darstellt, welches mit nur 3 Punkten den Boden be-
rührt: mit der Hacke, mit dem Mts, Kopf u. mit dem des Mts,.
Dieses Gewölbe wird zusammengesetzt: 1) aus e. Zahl Längsbögen,
welche alle in der Hacke entspringen, ihren Höhepunkt im Tarsus
erreichen u. in den Mts-Köpfen enden. 2) aus T'ransversalbögen.
Nun entwickelt sich d. menschl. Fussgew. in stetiger Weise aus
der Amphibien-Gliedmasse bis zum Menschenfuss.
Vf. hat an einer Reihe von Säug.füssen erkannt, dass v. ihnen
der phylog. Höherst. von den Tieferst. dadurch sich unterscheidet,
dass die Verticalebene, um welche der Fuss e. Querbogen bildet,
näher dem medialen Fussrande liegt, u. man kann ferner die Füsse
in der Art gruppiren, dass sie dieses langsame Medialwärtsrücken
der Bogen-Scheitel-Ebene deutlich zeigen. Aus dieser Fussreihe
wird man "dann auch die Ursache finden für diese Säugethierfuss-
Entw. Die Frage, welchen Nutzen die Quereinrollung des Fusses
hat, beantwortet Vf. dahin, dass sie bei der Fussstreckung von
Nutzen ist.
Traquair, R. H. Note on the Skeleton of a Specimen of
Risso’s Grampus (Gr. griseus). — Ann. of Scott. Nat. Hist. 1894,
Jan. p. 1—2.
Die Vorderextremitäten sind asymmetrisch gebaut, ebenso der
vordere Theil des Sternums.
Treichel, A. Trockene Hitze für Maulwürfe tötlich. — Zool.
Not. VIII 2, in: Schrift. Natf. Ges. Danzig 8. Bd. p. 260.
Trois, E. T. Elenco dei Cetacei dell’ Adriatico.. — Riv. ital.
Sei. Nat. XIV p.113 115.
Trouessart, E.E Le Megaladapis, L&emurien gigantesque r£-
cemment decouvert a Madagascar. — La Nature XXII, p. 198
— 202, Fige.
True, Fred. W. (1). Deser. of a n. sp. of Mouse (Sıtomys
deeolorus) from Central-Am. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. XVI
(No. 963) p. 689 — 90.
True (2). Deser. of a n. sp. of Mouse (Sitomys Taylori). —
Proc. Un. Stat. Mus. XVI (No. 972) p. 757—8.
252 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
True (3). Notes on Mammals of Baltistan and the Vale of
Kashmir, pres. to the Nat. Mus. by Dr. W. L. Abbott. — Proc. U.
S. Nat. Mus. Vol. 17 (No. 976) p. 1—16.
True (4). Not. on some skelet. and skulls of Porpoises of the
g. Prodelphinus, coll. by L. Abbott in the Indian Oc. — Pr. U. S.
Nat Mus. XVII p. 33—37 (No. 982).
True (5). Deser. of a n sp. of Cotton Rat (‚Sigmodon minima)
from N. Mexico. — Ebd. XVII p. 129—30 (No. 994).
True (6). Diagnoses of two N.-Amer. Mamm. — Proe. U. S.
Nat. Mus. Vol. 17 (No. 999).
1 Seiurus, 1 Scapanus, Parascalops n. g., Myodes, Mictomys n. g.
True (7). On the G. Sminthus in Kashmir. — Ebd. (No. 1004)
p- 341—3.
Sm. flavus n. sp.
True (8). Diagn. of some undeser. Wood Rat (@. Neotoma)
in the Nat. Mus. — Proc. U. S. Nat. Mus. Vol. 17 (No. 1006) (3 p.).
N. splendens, venusta; N. macrotis simplex sbsp. n.; N. ocei-
dentalis fusca sbsp. n.
Tschersky, J. D. Beschreib. d. Samml. posttertiär. Säugeth.
— Wissensch. Result. der v. d. Kais. Akad. zur Erforsch. d. Jana-
länder u. d. neusibir. Inseln in d. Jahren 1885—86 ausgesandten
Exped., Abtheil. IV’. — Mem. Acad. Imp. Sc. St. Petersb. (7) T. 40
No.1 (511p.) 6 Taf. — (Ein Ref. v. Kocken in: Wissensch. Rund-
schau, 9. Jhrg. p. 33—34, p. 44—48).
Ein Ueberblick über alle sibirischen Knochenfunde zeigt, dass
Saiga-Ant., Bos, Equus, Rhinoc. u. Mammut schon in den tiefsten
Schichten erscheinen; über das geolog. Alter der zahlr. anderen
Arten ist man sehr in Unsicherheit. Vf. unterschied folgende
25 Arten nach dem Material d. neusibirischen Exp. (Die auf dem
engen Gebiete der Ljachow-Ins. gefund. Arten sind mit einem * be-
zeichnet.) *F.tigris, *O. lupus, "©. familiaris (recent), *V. lagopus,
*Gulo luscus, *U. maritimus, "U. arctos, * Phoca foet., *T’r. rosmarus,
Sperm. eversmanni, * Arvicola 2 sp., * Lemmus obensis, *Myod. torquatus,
*L. varlab., *Bison priscus, *Ovibos mosch., Ovis nivicola, *C. saiga,
*A. palmatus, R. tarandus, *C. canad. var. maral., *E. caballus,
“Rh. tichorhinus, *E. primigenius. — Tr. rosm. wurde auf der Ins.
Neu-Sibirien, Sperm. eversm., Ovis niv. u. Alc. palm. im Janagebiet
gefunden.
Vf. theilt d. Arten ein in: Hochnord., in südsib. (d. h. gegenw.
südl. des 60° n. Br. lebend) u. solche, die beiden Gebieten gemein-
sam sind. Schlüsse über das frühere Klima Sibir. stützt Vf. auf
die ihm über die lebenden Thiere bek. Thatsachen. Es finden sich
unter den gesamm. Knochen mehrere Arten aus d. Norden u. Süden
Sibiriens, die gegenwärtig noch existiren; ausserdem lebten damals
bis in d. äussersten Norden (Ljachow-I.) der Tiger, die Saiga-Ant.,
der Maral und Wildpferde, die heute den 60° nicht überschreiten.
Hierauf gestützt verbindet Vf. die gesammten dem Norden u. Süden
gemeins. Sp. zu e. Gruppe v. Gliedern der Zone des „gemässigten“
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894, 253
Klimas, um aus deren Uebergewicht über die auf diese Weise pro-
centarisch dezimirten nord. Sp. den Schluss abzuleiten, dass das
Klima zu jener Zeit milder war. Unter den Sp. des gemäss. Kl.
werden die ausgestorb. Arten Bison prisc., Rh. tichorh., El. prim. auf-
gezählt. Vf. meint nun, dass d. Hochnord. Sib. noch im postglac.
Abschn. der Dil.zeit ein Klima haben musste, welches ungleich
milder war, als das heutige. Die Fauna von Neu-Sib. bezeichnete
nach Vf. jenen Moment, wo die Fröste den Boden schon durch-
drangen u. Aufeisbild. in den Flussthälern entstanden, wo aber doch
wenigstens zur Sommerszeit auch noch die südlich. Elem. der Fauna
hoch nach N. streiften, während Mammut u. Rhin. sich schon ein-
gewöhnt hatten. Dadurch wurde die Conserv. der Leichen von
Thieren ermöglicht, die gegenw. dort nicht mehr leben. Darauf
folgte die Trenn. der neusib. Ins. vom Festl. u. endlich die heutige
Verödung des Nordens. „Auf diese Weise erscheint uns Sib. als
ein Gebiet, in welchem der Prozess der allg. Erkalt. d. nördlich.
Halbkugel u. der Verschlechterung der Existenzbed. für d. Pflanzen-
u. Thierleben während der Posttert.per. sich in regelmässigster u.
stetigster Weise vollzog, ohne sichtbar. Schwank. und Stör., wie
solche in den Gang desselb. Prozesses infolge e. Gletscherentwickl.
in Europa u. Nordam. eingriffen“.
Tullberg, Tycho (1). Ueb. einig. Muriden aus Kamerun. —
N. Acta Ac. Reg. Soc. Sc. Upsal. 4 Taf. Upsala, 1894, 4° (66 p.).
M. (Isomys) rufocanus sp. n. u. Dasymys longicaudatus sp. n.
Turner, Sir Wm. The Foetus of Halicore Dugong and of
Manatus senegalensis. Part I. — Journ. of Anat. and Physiol.,
Vol. 28, P. III p. 315—332, 6 (7) Fig. '
Varigny, H. de. Les möfaits des Spermophiles aux Etats-
Unis. — Revue Scient. (4) T.1 No.1 p. 11—15.
Siehe schädl. Thiere.
Vayra, V. EinB. z.K. d. Süssw.fauna v. Bulgarien. — Sitz.-
Ber. k. böhm. Ges. d. Wiss. Math.-nat. Cl. XLVI, Prag. (4p.). —
Ausz.: Zool. Anz. XVII.
Cricetus nigricans nur v. Kaukasus u. aus Abchazien bek., bei
Schumla.
Vernhout, J. H. Ueb. d. Placenta d. Maulwurfes (Talpa eur.).
— Merkel u. Bonnet, Anat. Hft,, 1. Abth., 5. Bd., 1. (XIV.) Hft.
(40 p.) 8 T£.
Das Uterus-Epitkel geht zu Grunde, wo sich die Plac. an die
Gebärmutterwand anlegt. Mütterl. Blut führende, nur von foetal.
Gewebe begrenzte Gefässe vorhanden, welche aus d. Trophoblast
entstehen. Den Epiblast der Keimblase, der sich an d. Embr.bild.
nicht betheiligt, nennt Vf. Trophoblast.
Vieira, Lopes. Et comp. du Squelette du Chien et du Loup.
— Ann. Sci. Nat. Porto I p. 108—114.
Das Gesicht des Hundes ist schmaler als das des Wolfes, weil der
Arcus zyg. des H. weniger gebogen u. ausgedehnt ist. — Der H.
besitzt 20 Caud.wirb. (W. 19); sonstige Untersch. an Wirbelsäule
254 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
nicht vorhanden; ebenfalls keine an Thorax, Vordergliedm. etc.
Hinterbein b. H. 5 Zehen, Wolf 4, — Es gleichen sich demnach
im allg. beide Sk., das des Hundes ist aber weniger robust als
das des W.
Vogler, Hubert. Die Otterjagd m. Hunden. Ill. v. Emil Klein.
Ravensberg 1890. Gross 2°, 30 S., Illustr.
Vf. jagte in Oberschwaben. Die Otterjagd kann auch ohne den
kostspiel. Apparat der Engländer betrieben werden. Von Ötter-
hunden kann nach Vf. jetzt als von einer Rasse nicht die Rede
sein, er regt zur Zucht e. geeigneten Materials an.
Vogt, C. u. Yung, E. Lehrb. d. praktisch. vergleich. Anatomie.
Braunschweig, 2 Bde. 8°. In Bd. II Säugethiere: p. 326—958.
Einleitung (Char., Einth. in 16 Ordn.). Als Typus wird aus-
führl. in Original-Darstell. p. 330—938 (mit Xyl. 332—373, z. Th.
col.): Lepus cuniculus behandelt, u. zwar die gröb. Anat. Ergänz.
betreff. die vergl. Anat. anderer Säugeth.abth. p. 939—956, Litt.
p. 996— 8.
Waequant-Geozelles, Staats von (1). Forschungsgänge durch
Wald und Feld. — Zool. Garten, 35. Jhg. p. 49—50.
Die abgeworfenen Geweihstangen werden v. Canıden gefressen
und gekaut, da sie org. u. anorg. Elemente enthalten. Schicksal d.
abgeworfenen Geweihe.
Waequant-Geozelles (2). Anpassungsvermögen der Feldmaus
(Arvicola arvalıs). — Ebd. p. 144—6.
Ueberirdische Halmnester werden von der Maus angelegt.
Waite, E. R. Observ. on Dendrolagus benettianus De Vis. —
Proc. Linn. Soc. N. S. Wales (2) IX p. 571 Tf. 42, 43.
Wallace, A. R. The Palaearctic and Nearctic Regions com-
pared as regards the Fam. and Gen. of their Mammals and Birds.
— Nat. Sci. IV p. 433— 445.
Waldeyer, W. Ueb. d. Anat. des harten Gaumens bei den
Anthropoiden. — Ausz. in: Monitor. Zool. Ital., 5. Ann., p. 73—74.
Hylobates-Arten zeigen theilweise e. deutlich markirte Crista
marginalis; der Gorilla hat keine Spina palat. post.; der Schimpanse
besitzt sie. Der Gaumen d. Orang ist bald dem des Gor., bald dem
des Schimp. ähnlich.
Wilckens, M. Arbeitspferd gegen Spielpferd.. Die Mechanik
versch. Pferdeformen u. die Reform des Staats-Pferdezuchtwesens
in Oesterreich. Wien, Fromme, 8° (107 p.) 5 Textf.
Williston, S. W. (1). Restoration of a Rhinoceros (Acerath.
fossiger). — Kansas Univ. Quart. Vol. 2 p. 289—290, 1 Tf.
Williston (2). A new Dicotyline Mammal from the Kansas
Pliocene. — Science XXIII p. 164.
Willmers, W. J. Zu d. Art.: Der Riesenhirsch, Cervus oder
Megaceros giganteus L. — Der Weidmann, XXV.Bd. p. 198—9.
Maasse v. Schaufeln; Vf. eitirt Sir V. Ball, Specialisten für d.
indischen Elch.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 9255
Wilson, J. T. and W. J. St. Me. Kay. On the Homologies
of the Borders and Surfaces of the Scapula in Monotremes. — Pr.
Linn. Soe. N. S. Wales (2) Vol. 8 p. 377—385—388, 1 pl.
Ornithorhynchus u. Echidna werden besprochen.
Wilson, J. T. Observ. upon the Anat. and Relations of the
„Dumbbell shaped“ bone in Ornithorhynchus, with a new theory of
its homology; and upon a hitherto undeser. char. of the Nasal
Septum in the g. Orn. a. Echidna. — Ebd. Vol.9 p. 129—150, 2 Tf.
Wolfgramm, Albert. Die Einwirkung der Gefangenschaft
auf die Gestaltung d. Wolfsschädels. — Zool. Jahrb., Abth. f. Syst.
7. Bd. p. 773—822. — Extr.: Zool. Anz. 17. Jhg. p. 344.
Schakal und Wolf waren bei der Entwickl. des Haushundes
haupts. betheiligt. Bestimmende Faktoren für die Gestaltung sind
Muskelthätigkeit und Ernährung, d. h. die Lebensweise.
Woodward, M. F. (1). Succession and Genesis of Mamm.
Teeth. — Sci. Progress, Vol.I 94, p. 438—53. (Abstr.: J. R. Mier.
Soc., London 94, p. 542.)
Uebers. d. reichen neueren Forsch. hierüber. Die 1. od, „pre-
milkdentition* ist bei Myrmecobius durch kleine u. verkalkte, nie
funktionirend. Bez. Die 2. Zahnfolge od. die „Milchzähne“, meist
funktionirend, die permanente Bez. der Marsup. u. Cetac. Die 3.,
od. Ersatzbez., bei d. meist. Säugeth. funktionirend. Die 4. Bez. (?),
rudim. beim Seehund (?), gelegentlich funct. beim Menschen (?).
Woodward (2). On the Milkdentition of the Rodentia, w. a
deser. of a vestigial Milk Ineisop in the Mouse /Mus muse.]). —
Anat. Anz. IX p. 619—631.
Woodward, M.F. (3). Succession and Genesis of Mammalian
Teeth. — Science Progress, Vol. 1, 1894, p. 438—53. — Abstr.:
Journ. R. Mier. Soc. London 1894 P.4 p. 542.
W. summarizes our present knowledge of this subject, on which
as readers of this Journal will be aware, many workers have lately
been engaged.
lst or pre-milk dention, minute calcified teeth never functional,
present in Myrmecobius. 2nd or milk dentition, generally functional,
the permanent dentition of Marsupials and Cetacea. äörd or re-
placing dentition, functional in most Mammals. 4the dentition (?)
rudimentary in the seal (?) occasionally functional in Man (?).
Woodward (4). On the Milk Dentition of the Rodentia, with
a Description of a vestigial Milk Incisor in the Mouse [Mus mus-
culusl. With 3 figg. in: Anat. Anzeig. 9. Bd. p. 619—631.
Gebiss von Rodentien.
Wortman, J. L. and Osborn, Henry Fairf. siehe Osborn,
Henry, Fairf. and Wortman, J. L
Wortman, J. L. Osteology of Patriofelis, a Middle Eocene
Creodont. — Bull. Americ. of Nat. Hist. Vol. VI, p. 129—164, Abb.
(Schädel. Fig. 15.)
I. Schädel u. Skelett beschrieben; II. Vergl. mit Oxyaena, Hy-
aenodon, Palaeonictis, Seehund. Arten der Gatt. Patröofelis.
256 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Wrangel, Graf C. 6. (1). Ungarns Pferdezucht in Wort und
Bild [Lief. 21. Schluss des] 3. Bds. Mit 42 Vollbild. Stuttgart, 1893
[März 94] 8°, 335 p.
Wrangel (2). Das Buch vom Pferde. Ein Handb. f. Besitz.
u. Liebh. von Pf. 3. Aufl. 4.—8. Lief. Stuttgart. 8° (p. 193—512).
Wurm, Frz. Ueb. d. Verbreit. einiger selt. Nager in Nord-
Böhmen. Prag (Sitz.-Ber. k. böhm. Ges. Wiss., Math.-nat. Cl.,
1894 No.X) 17 p.
Sperm. eitillus, Crie. frument., Myoxus glis, M. nitela, M. avell.
Nach 13jähr. Beob.
Yamamoto, Th. (Tokio). Die Rinderzucht Deutschlands, ihre
Vergangenheit, ihrgegenw.Standp.und ihre weitere Vervollkommnung.
Berlin 1894 P. Parey.
Zaaijer, T. Sur la persistance de la synchondrose condylo-
ecailleuse dans l’os oceipital de ’Homme et des Mammiferes.. —
Arch. Neerland., T. 28, p. 411—441, Tf.7—9. Deutsch in: Anat.
Hefte (1. Abth.) IV, p. 193— 223, Tf. 16—18. — Vorl. Mitth.: Anat.
Anz. IX, p. 337—342, 5 Abb.
Untersucht die Knorpelfuge über den partes condyloideae be-
treffs der Zeit des Verschwindens (meist im 2. Leb.jahr.), der Rich-
tung des Verschw. Eine dauernde vollst. Persistenz bei Homo nie
vorh.; auch nicht bei Carniv., Cetac., Insectiv., Chir., Bruta. Bez.
der Verbindungsart zw. Oce. lat. u. Squama sind 3 Abth. erkennb.
1) Bei Begrenz. des For. magn. sind alle 3 Knochth. thätig (Homo,
Sım., Carn., Cet., Rod., Ins., Chir., Bruta u. viele Marsup.). 2) Die
Oce. lat. allein bilden den Rand des For., sie sind durch Knorpel
vonein. getrennt. Vorkommen bei Rumin. (excel. Trag. kanchil.),
Pachyd., Equ., Hippop., Manat., Thylac. cyn., Did. virg. 3) Mittel-
form zw. 1 u. 2. Eine Spalte zieht vom For. zw. die Bogenstücke
(ist wahrsch. aber von Bindegew. ausgefüllt). Bei Swöden und bei
Ceratorhin. verm. — Bei allen Mamm. e. Tendenz zur Obliteration
der Synchondrosis erkennb. Die Persistenz ist als Hemmungsbild
aufzufassen.
Zacher, Gust. Die Zieselplage [Spermophilus] in den Verein.
Staat. — Zool. Garten 35. Jhg. p. 270—5, p. 297—301.
Zuckerkandl, E. Zur Anat. und Entwicklg. der Arterien des
Vorderarmes (I. Theil). — Anat. Hefte (Merk u. B.), 1. Abt., Arbeit
aus anat. Instit. XI. Hft. (4. Bd. 1. Hft.) p.1—98. 8 Tfl., 12 Textfig.
Ausz. im Zool. Anz. 17. Jhg. p. 287.
Bei Monotremen (wahrsch.) die A. mediana das Hauptgef. d.
Vorderarmes, b. Marsup. u. Edent. die A.mediana; gleichfalls bei
Rodent. (mit d. Ramus-mediano-radial.), b. Carnivoren (wie b. Rodent.)
u. b. d. Pinnipedien, b. Delphin. d. A. interossea, b. Insectiv. u. Chiropt.
die A. mediana, b. Prosimiern ist d. A. ulnaris Hauptg., die mediana
zurückgebildet, die A. radial. superf. giebt e. rudim. profunda ab.
Bei den niederen Affen ist das Verhält. ähnl. wie b. Menschen, indes
entspringt d. A. radialis höher bei d. Anthropom. wie b. Menschen,
d. A. rad. entspringt nicht hoch.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahre 1894. 257
II. Uebersicht nach dem Stoff.
Stimme.
Hyrax vom Victoria-Nyansa. Lebensweise. Emin bei Noack (1) p.528.
— Herpestes vom Victoria-Nyansa. Emin bei Noack (1) p.528. — Petrodromus
tetradactylus Pet. von Mkigwa, Unianiembe, Tabora. Zirpende Stimme. Noack
(1) p. 573. — Canis familiaris. Nutzen, Entw., Schädel, Haut u. Haar. Beck-
mann p.62. — Canis lupus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K, p. 129—130. —
Mustela putorius, Deutschl. Hellkrächzend. od. „keckerndes“ Geschrei. Müller,
Adf. u. K. p. 153. — Lutra minor, Deutschl. Winselt ähnlich dem Hunde.
Müller, Adf. u. K. p. 161. — Meles vulgaris, Deutschl. Murksend. Laut. Müller,
Adf. u.K. p.162. — Cervus Elaphus, Deutschland. Müller, Adf. u.K, p. 174.
— 0. Alces s. A. jub., Litthauen. Stimme tiefer als beim Damhirsch. Müller,
Adf.u.K. p.184. — C. Dama, Deutschl. Erhalten v. Schreien angeschwollen.
Hals. Müller, Adf. u. K. p.187. — C. capreolus aus Deutschland. Müller,
Adf. u. K. p. 191. — Sus scrofa, Deutschl. Müller, Adf. u. K. p. 201. — Erina-
ceus ewropaeus, Deutschl. Müller, Adf. u. K. p. 213. — Arctomys Marmota,
Deutschl. Müller, Adf. u K. p. 227. — Spermophilus Citillus, Deutschl. Müller,
Adf. u. K. p. 230. — Myoxus muscardinus s. Musc. avell., Deutschl. Müller,
Adf. u. K. p. 236. — Vesperugo Leisleri, Deutschl. Müller, Adf. u. K. p. 288. —
Vesperugo pipistrellus, Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 289. — Cavia
australis von Tornquist in Südargentinien. Matschie (5) p.61. Galago moholi-
teng. Stimme ähnelt der d. Geckonen. Noack (3) p.53—82. — Canis lupaster
(variegatus). Stimme von der des indischen Schakals verschieden. Noack (4)
p. 165—170, p. 195 —201, p. 241—246, p. 260—265.
Sinnesorgane.
Tastorgane.
Tastsinn besonders in den Vorderpfoten bei Lutra minor entwickelt.
Müller, Adf. p.160. — Rüssel als Tastorgan bei Proboscidea. Vogt u. Jung
p. 829. — Tastwärzchen, auf welchen feine Tasthärchen stehen, an der vorderen
Aussenfläche der bedeutenden Ohrmuscheln bei Ckiropteren. Müller, Adf. p. 271.
— Hautwarzen des Gesichts mit ihren langen Tasthaaren und den sog. Spür-
haaren der Oberlippe. Beckmann, Geschichte u. Beschreibung der Rassen des
Hundes p.27. — Tastwärzchen auf einem Hautlappen, welcher mit wolligen
Haaren besetzt ist, an den grossen Ohren. Müller, Adf. p. 277. — Vater
Paeini’sche Körperchen (Wollustkörperchen). Röder, Arch. f. wissensch. u. prakt.
Thierheilk. Bd. XX 2./3. Hft. p. 194—19.
Nase.
Epithelknospen in der Regio olfactoria von Bos taurus, Felis dom. u. Le-
pus am. Disse, Nachr. König]. Gesellsch. Wiss. Göttingen, Math.-phys. Cl. 1894
No.2. — Nasenhöhle und ihre Nebenhöhlen von Equus cab. Baum, H., Arch.
f. wiss, u. prakt. Thierheilk. XX. — Riechzellen auf der Schleimhaut der Nasen-
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 17
258 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
höhle von Lepus cunic. Vogt u. Jung p.893—895. — Schneider’'sche Membran
in der Region des Siebbeins u. oberen Teiles der Nasenscheidewand von Canis
fam. Beckmann, Geschichte u. Beschr. d. Rassen d. Hundes.
Zunge.
Zungen-Papillen von Georychus sp. (Sansibar). Noack (1) p.564. — Ge-
schmackswarzen. Zunge des Can. fam. Beckmann, Geschichte u. Beschreib.
der Rassen des Hundes p.26. — Untere Zunge dünn, lanzettförmig bei Galago
moholi-teng. Noack (3) p.55—82. — Geschmacksknospen in den blattförmigen
Papillen von Lepus cun.-Zunge. M. von Lenhossek p. 1—75, Verhandl. d. phys.
med. Ges. zu Würzburg. — Geschmacksorgane in der Mundschleimhaut, auf der
Oberfläche der Zunge uud an deren Seiten. Vogt u. Jung p. 893—895. —
Phylogenese der Zunge. &egenbaur p.1—19.
Ohr.
Vesp. Bechsteini. Nicht am Grunde verwachsen, schmaler als bei V. mu-
rinus. Müller, Adf. u. K. p. 282. — Vesp. mystacinus. Kurze, derbe Ohren; Deckel.
Müller, Adf.u.K. p. 232. — V. Daubentonii. Ohrenspitzen wenden sich durch eine
knieförmige Biegung der Innenränder von einander ab. Müller, Adf.u.K. p.283
— 284. — V. dasycneme. Ohrdeckel. Müller, Adf. u. K. p. 234. — V. Nattereri. Obr-
deckel. Müller, Adf. u.K. p. 285. — V. ciliatus. Breitere Ohrmuschel als V. Nattereri.
Müller, Adf. u. K. p. 285. — Vesperugo Leisleri. Ohren kurz. Müller, Adf,u.K.
p. 287. — V. pipistrellus. Ohrmuschel von fast Kopfeslänge, stehen am Scheitel ge-
trennt v. einander; Ohrdeckel. Müller, Adf. u.K. p. 288. — V. serotinus. Stumpf,
auf d. Scheitel getrennt stehend. Ohren, kürzer als d.Kopf. Müller, Adf.u.K. p.289.
— Y.discolor. Nicht verwachsene, kurze, abgerundet. Ohren. Müller, Adf.u.K.
p- 290. — V. Nüsoni. Am Grunde getrennt. Ohren, kürzer als Kopf. Müller,
Adf. u. K. p.291. — Rhinolophus ferrum eq. Ohr sehr zugespitzt, kein Tragus.
Müller, Adf. u. K. p. 292. — Oreotragus megalotis n.sp. Im Verh. z. Kopf sehr
grosse Ohren. Menges p. 130—131. — Dorcatragus megalotis n. sp. s. Oreotragus
megalotis Menges. Ohren sehr gross. Noack p.202. — Equus cab. Ohrmuschel.
Ledouble p.42. — Eg. asinus. Ohrmuschel. Ledouble p.42. — Lepus tim.
Ohrmuschel. Ledouble p.42. — L. cun. Ohrmuschel. Ledouble p.42. —
Canis fam. Ohrmuschel. Ledouble p.42. — Vespertilio mur. Ohrmuschel.
Ledouble p. 42. — Cameleop. giraffa. Ohrmuschel. Ledouble p. 42. — Elephas
indieus. Ohrmuschel. Ledouble p. 42. — Petromys typicus. Ohr erheblich
abweichend v. d. Typus Smith, Pachyuromys auricularis, Saccostomus lapi-
darius, Mus dolichurus, M.lehocla, Orocidura martensi, Macroscel. rup., Nyeteris
cap., Vesperus cap., V. minutus, Miniopterus schreibersi, Galago moholi-teng.
Noack (3) p. 53—82. — Vespertilio mur. Cercles tympanique et bulbe.
Stylhyal. membrane de tympan, cavit& tympanique, canal de Fallope, museles
des osselets. Beauregard (1) p.366—372. — Pteropus medius. Bulle m. du
tympan, can. tymp. osselets de l’ouie, muscles des oss. nerf facial, corde du
tympan. Beauregard (1) Journ. de l’anatom. et de la physiol. T.30 No.4 p. 372
— 376. — Georychus sp., Sansibar. Asymm. Bau. Keine Ohr-Oeffnung zu sehen.
Noack (1) p. 563. — Gerbillus boehmi, Tabora. Noack (1) p. 566. — Mus sp., Bu-
koba. Noack (1) p. 564—571. — EBrinaceus albiventris, Tabora. Noack (1) p. 574.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 189. 259
— Taphozous mauritianus, Tabora. Noack (1) p.585. — Phyllorhina rubra n. Sp.
vom Lugerrinjere-Fluss. Noack (1) p.586. — Rhinolophus capensis. Noack (1)
p.588—589. —- Can. fam. Beckmann p.26. — Canis lupus. Müller, Adf.u.K. p.127.
— Lutra vulgaris. Möglichkeit d. Verschlusses der Ohren gegen Eindringen des
Wassers durch Klappen. Müller, Adf.u.K. p. 153. — Cervus Alces. Ulrich b. Müller,
p. 188. — Talpa europaea. Ohrmuscheln fehlen. Der Gehörgang kann jedoch von den
im Pelze verborgenen Ohrenrändern verschlossen werden. Müller, Adf. u.K. p.216.
— Castor Fiber. Müller, Adf.u.K. p. 289. — Chiropteren. Ohrdeckel ohne sichtliche
Muskelvorrichtung. Müller, Adf. u.K. p. 271. — @ymnorrhina. Müller, Adi. u.K.
p.276. — Plecotus auritus. Müller, Adf. u.K. p.277. Ohren sehr gross. — Pl. barba-
stellus. Breite Ohren, Ohrdeckel. Müller, Adf. p. 279. — Vespertilio murinus.
Die nicht verwachsenen Ohren sind länger als der Kopf; Tragus. Müller, Adf.
p- 280. — Bos taurus. Membr. du tymp., cav. tymp., oss., marteau, l’euc., l’Etr., musc.
des oss. Beauregard, H. (1) p.376—379. — Eudelphinus delphis. Bull.tymp. Beau-
regard (1) p.379—392. — Cachalot. (Bull. tymp., membr. du tymp., cavite tymp.,
sinus aeriens, parois de la cavit& tymp., osselets de l'ouie ligaments). Beau-
regard (1) p. 392. — Balaenoptera rostrata. Bulle tymp., memb. du tymp., cav.
tymp., sinus a6riens, parois de la cav. tymp., oss. l’ouie, ligaments du marteau.
Beauregard (1) p. 392—399. — Felis nigripes. Ohr einfarbig, breit abgerundet,
braun. Matschie, P. (2) p. 258—259. — Vespertilio chiloensis Waterh. Ohren
so lang wie d. Kopf. Matschie, P. (5) p.58. — Seotonyceteris Zenkeri Mtsch.
sp.n. Ohren länger als d. Mundspalte. Matschie, P. (6) p.203. — Anoma-
lurus. Gestalt: d. Ohren ähnl. Se. zenkeri Mtsch. spec. nov. Matschie, P. (6)
p- 194. — Mus neumanni Mtsch. sp. n. Ohren rostbraun behaart, reichen ange-
legt nicht bis zum Auge u. s. zieml. rund. Matschie, P. (6) p.204. — KFelis
dom. Cortische Membran. Coyne et Cannieu p.175. — Canis fam. Cort. M.
Coyne et Cannieu p.177—178. — Mus rattus. Cort. M. Coyne et Cannieu
p. 176—178. — Vespertilio mur. Cort. M. Coyne et Cannieu p. 176—178. —
Bos taurus. Cort. M. Coyne et Cannieu p. 176--178. — Lepus cun. Aeusseres,
mittleres, inneres Ohr od. häutiges Labyrinth etc. v. Lepus cun. L. Vogt u.
Jung p. 900-905. — Didelphys soricina. Philippi, R. A. (1) p.36. — Orang-
Utan. Bolau p. 97-102. — Eguus cab. Ohrtrompeten. Peter, Berth. p. 327
—376. — Tapirus americ. Ohrtrompeten. Peter, Berth. p. 327—376. —
Vespertilio mur. Ohrtrompeten. Peter, Berth. p. 327—376. — Vespertilio
austus. Ohrtrompeten. Peter, Berth. p. 327—376. — Pteropus Edwarsi. Ohr-
trompeten. Peter, Berth. p. 327—376. — Hyrax capensis. Öhrtrompeten.
Peter, Berth. p. 327—376.
Auge.
Asymmetrischer Bau. Klein: von Georychus sp., Sansibar. Noack (1)
p. 563. — Iris von Gerbillus boehmi, Tabora. Noack (1) p.566. — Eliomys mu-
rinus, Ostafr. Iris. Noack (1) p.566. — Mus microdon, Ostafr. Iris. Noack
(1) 2.569. — Mus sp., Bukoba. Noack (5) p.569—571. — Mus abyss., Tabora.
Iris. Noack (1) p.571. — Mus rait., Ostafr. Iris. Noack (1) p. 572—573. —
Petrodromus tetradact., Tabora. Iris. Noack (1) p. 573. — Erinaceus albiv., Tabora.
Iris. Noack (1) 2.574. — Taphozous maurit., Tabora. Iris. Noack (1) p. 585.
— Phyllorhina rubra, Lugerrinjere-Fluss. Noack (1) p.586.— Helogale undul. parv.,
Uniamuesi. Noack (1) p. 581-582. — Pachyuromys aur, Iris schwarz, Canis canna,
17*
260 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Auge gross, dunkel. Noack (3) p. 53-82. — Equus cab. Bach (1) p. 241—255.
— Canis fam. Beckmann p.26. — C.lupus, runde Pupille. Müller, Adf.u.K.p.127
— Lutra minor. Müller, Adf. u.K. p.160. — Cervus Alces. Ulrich bei Müller, Adf.
u.K. p.180. — Talpa eur. Fast mikroskop. klein. Müller, Adf. u.K. p.216. —
Myozus nitela. Müller, Adf. u. K., p.233. — Castor Fiber, Nickhaut. Müller, Adf.
u.K. p. 239. — Eguus cab. Netzhaut. Kallius, p. 529—576. — Bos taurus. Netz-
haut. Kallius, p. 529—576. — Homo sapiens. Netzhaut. Kallius, p. 529—576. —
Sus. Netzhaut. Kallius, p.529—576. — Felis domestica. Netzhaut. Kallius, p.529
—576. — Lepus cun. Netzhaut. Kallius, p. 529—576. — Canis familiaris, Seh-
purpur. Köttgen u. Abelsdorff, p. 521—522. — Lepus cun., Sehpurpur. Köttgen
u. Abelsdorff, p. 521—522. — Felis dom., Sehpurpur. Köttgen u. Abelsdorff,
p. 521—522. — Affe (?), Sehpurpur. Köttgen u. Abelsdorff, p. 521—522. —
Mus rattus. Auge ohne Pigment. Landeis, H. (5) p.38. — Felis dom., Pupille.
Johnson, Geo Linds, p. 481—484 (p. 462). — F.catus ferox, Pupille. Johnson,
Geo Linds, p. 481—484 (p. 462). — Lepus cun. Scelera, Cornea, Chorioidea, Iris,
Retina, Pupille etc. Vogt u. Jung, p. S95—900.
Verdauungsorgane und Leibeshöhle.
Canis fam. Chemische Vorgänge. Laas p.152. — Felis dom. Mund,
Pharynx, Oesoph. und Magen sind einfach, nur Gaumenspalte, 2 Ilea, 2 Caeca,
2 Colons, 2 Recta. Lesbre, X. et L. @uinard p. 130. — Procavia syriaca.
Portio card. des Magens ist länglich oval; zwischen dem Blindsack u. dem zwei-
fachen Caecum ist ein kleiner kurzer Blinddarm nachzuweisen. P. Matschie (3)
p. 193. — Spermophilus Richards. eleg. Mageninhalt. Nahrung besteht fast
vollständig aus Vegetabilien, und die vegetabil. Ueberbleibsel bilden 90°/, des
Mageninhalt. Varigny, H de p.14. — Magen, Oesoph. u. Duodenum von Orni-
thorhynchus. Beddard, Frank E. p. 717—718. — Lepus cun. Mundhöhle,
Zunge, Magen, Darm nebst Anhangsdrüsen etc. Vogt u. Jung p.905—914. —
Inuus rad. Unverästelte Darmzotten. Rawitz, Bernh. p. 214—216. — Macacus
cyn. Veräst. Darmz. Rawitz, Bernh. p. 214—216. — Tragulus neminna. Milz,
Pancreas etc. Alessandrini, Guil. p.52 (269—271). — Globiocephalus Svineval.
Oesophagus, Magen, 2 Zwischenerweiterungen, Pylorussack, Darm. Cattaneo,
Giac. p. 401. — Canis fam. Der Magen herausgeschnitten zu exper. Zwecken.
Carvallo, J. u. Pachoa, V. p. 195—196.
Rumpf und Gliedmassen.
Georychus sp, Sansibar, Emin. Die Hand macht den Eindruck, als ob sich
G. aus e. im Wasser lebend. Säug. entwickelt habe. Rudiment des 6. Fingers.
Noack (1) p.563. — G@erbillus boehmi, Tabora. Metatarsus. Noack (1) p.566.
— Erinaceus albiv., Tabora. Metacarpus, Metatarsus, Finger, Zehen. Noack
(1) p. 574. — Taphozous maurit., Tabora. Maasse. Noack (1) p.585. — Phyllorkina
rubra, Lugerrinjere-Fl. Noack (1) p.587. — Eguus caballus Leisering-Hart-
mann p.224— 226. — Orang-Utan. Bolau p. 97—102. — Canis fan. Beckmann.
Wirbelsäule, Vorder- u. Hintergliedm., p. 20 —26. — Mustela martes. Müller, Adf.
u. K. Sohlen, p.144. — Lutra vulg. Läufe kurz, muskulös, Füsse mit Schwimm-
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 261
häuten zw. d 5 Zehen versehen. Müller, Adf. u.K. p. 153. — L. minor. Füsse
mit Schwimmhaut. Müller, Adf. u.K. p.158. — Cervus alces. Hoher Aufbau am
Widerrist b.C. Müller, Adf. u. K. p. 180. — Talpa eur. Schaufelf. Riesenpfoten.
Müller, Adf.u.K. p.217. — Mus min. Vorderf. klein, mit e. Daumenansatz versehen;
Zehen mit langen Nägeln. Vorderf. kurz, 4zehig, Hinterf. lang, 5zehig. Müller,
Adf.u.K. p. 248. — Chiropteren. Zehen, Fuss, Festigkeit des Brustkorbes, Kreuz-
bein mit d. Sitzbeinen verwachs., vorn offenes Becken, starkes Schlüsselbein in fester
Verbindung m.d.Schultern, Orista sterni, Verknöcherung der kurzen Rippen. Müller,
Adf. u.K, p. 269—272. — Plec. auritus. Finger. Müller, Adf.u.K. p. 278. — Ves-
pertilio mur. Finger. Müller, Adf.u.K. p.281. — V. mystacinus. Beachtenswert
ist d. Gliederung des dritten Fingers. Müller, Adf. u.K. p. 283. — V. Daubentonü.
Finger. Müller, Adf. u.K. p. 283. — V. dasycneme. Fussfrei, die Flaukenfusshaut
des Plagiopatagium schon über d. Ferse endend. Müller, Adf. u.K. p.284. — V.
nattereri. Finger, Sprungbein. Müller, Adf. u. K. p. 285. — Vesperugo noctula.
Finger. Müller, Adf. u.K. p. 285, 286. — V. Leisleri. Finger. Müller, Adf. u.K.
pP. 287. — V. pipistrellus. Finger. Müller, Adf. u.K. p. 288. — V. discolor. Fuss-
sohlen zeigen deutl. runde Schwielen; Finger. Müller, Adf. u. K. p. 290. — Rhino-
lophus ferr. eg. Hinterfüsse mit d. Seitenflughaut bis zur Fusswurzel verwachsen;
Finger. Müller, Adf. u.K. p. 292. — Dorcatragus megalotis. Maasse, Huf. Noack,
Th. (2) p.203. — Elephas afrikanus (?). Einzelne Röhrenknochen. Solger,B.(1)p.1
—4. — Petromys typ., Pachyuromys aur., Saccostomys lapid., Macroscelid. vesp.,
Vespertilio minutus, Miniopterus schreibersi. Noack (3) p. 53-82. — Sus
mit 5 Beinen. Landois, H. (7) p. 61—62. — Megatherium tarigense, fossil
Calcaneus: Philippi, R. A. (3) p. 90. — Idiurus zenkeri. Finger. Matschie, P. (6)
p. 195. — Scotonycteris zenkeri. Matschie P. (6) p.201. — Mus neumanni. Füsse.
Matschie, P. (6) p. 204. — Perissodactylen. Mittelfinger wiegt vor, bildet die
Achse des Fusses. Voigt u. Jung, p.829. — Artiodactylen. Füsse mit höch-
stens 4 Zehen, von welchen 2 mittlere das Uebergewicht haben. Vogt u. Jung,
p. 829. — Didelphys marsup. calif. Bennett. Allen, J. A. (2) p.168. Hinter-
gliedmassenrudimente eines Phocaena-Embryos. Guldberg p. 499-500.
Schädel und Gebiss.
Aulacodus, Vietoria-Ny. Fell. Emin bei Noack (1) p.528. — Lepus saw.,
Tabora. Reifer Embryo. Schädelmaasse. Emin bei Noack (1) p.543. Gebiss. —
Hyrax brucei, Mpuapua, Unianiembe. Gebiss, Emin bei Noack (1) p. 536 —537.
— Lepus netscheri, Sumatra. Rel. schwache Entw. des Supraorbitalflügels. Noack
(1) p.543. — L. microtis Leche. Noack (1) p.544. — L. berberanus von Heugl.
Noack (1) p. 546. — L. vulg., erwachsen. Keine Verdoppelung der oberen, hinter.
Nagezähne. Noack (1) p. 546. — L.sax., Tabora. Schädel. Stirnbeine zeigen zw.
d. Supraorbitalflügeln 2 länglichrunde Knochenplatten, wie bei den Muriden, diese
und ihre Umgebung sind zu 2 runden Wülsten aufgetrieben, die an die Bildung
von Stirnzapfen bei den Ruminantien erinnern. Im Alter fehlt wahrsch. diese
Bildung. Die Scheitelbeine besitzen auch die eingeschalteten Knochenplatten
der Muriden. Beschreib. von 3 Embryonentypen. Noack (1) p. 542-550. —
L. variabilis vom Ussuri. Nicht unerhebliche Abweichung im Schädel gegen
Z. vulg., nähert sich den von Cuniculus, zeigt überhaupt e. primitiveren T'ypus,
262 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Noack (1) ».550. — Carpolagus niger. Noack (1) p.551. — Cuniculus ferus.
Untersch. von L. vulg., Gebiss. Noack (1) p.551—553. — Gerbillus boehmi,
Ostafr. Foramina-Schädel. Noack (1) p. 557. — Dipus jae., Kenteigebirge. Ver-
glichen mit Heliophobius, Gebiss. Noack (1) p.557. — Mus rattus von Ostafrika.
Spuren geschwundener Zähne deutlicher als bei M. decum. Noack (1) p. 557.
— Mus microdon, Ostafr. Gebiss. Noack (1) p.557. — Isomys abyss., Ostafr.
Gebiss. Noack (1) p.557—558. — Calomys flavescens, Jukatan. Verglich. mit
Isomys abyss. Noack (1) p.558. — Arvicola amphib., Ostsibirien. Schädel mit
ostafr. Sp. vergl. Noack (1) 9.558. — Microtus von Australien. Schädel mit
ostafr, Sp. vergl. Noack (1) p.558. — Callodontomys, foss. Nager. Spuren ge-
schwundener Zähne. Vor M, tiefe Grube. Noack (1) p.558. — Dicoelophorus,
foss. Nager. Praemolar noch vorh., an der bei Callodontomys angegebenen
Stelle. Noack (1) p.558. — Lagostomus incisus u. cavifrons, fossile Nager.
3eckige Grube vor M, oben tiefer u. schärfer als bei d. recenten L. trichodact.
Noack (1) p. 550. — Dolichotis platyceph., fossil. Flache Grube vor M,. Noack (1)
p- 558. — Litocranius walleri, Somaliland, Menges. Spuren geschwundener
Zähne. Alle Foramina nehmen von vorn nach hinten deutlich zu, sind durch
Lücken getrennt u. sitzen an denselben Stellen, wie d. entsprech. Zähne b. Ca-
melus, Procamelus, Homocamelus beweisen, also d. einstige Aehnlichk. des Anti-
lopen-Gebisses mit dem der Cameliden. Noack (1) p.558. — Lagomys hyperbor.,
Kentei-Geb. Unterschied von Lepus; wahrsch. aus e. ander. Stamm hervorgeg.
Noack (1) p. 553—554. — Equus Andium, Unterkfr.-Gebiss. Braneo. — Hy-
strie afr.-austr., Gebiss. Noack (1) p. 554—55. — Coelogenys paca, D. Östafr.
Gebiss. In der Mitte des recht. Jochbogens liegt flach eingebettet in e. tiefen
Grube ein kleiner Knochen (2 mm |]., 1,5 br.), der abgebroch. Spitze e. flachen
Zahnes ähnl. Parasitäre Zahnbild. Noack (1) p.555. — Cavia aperea, D.-Ost-
Afr. Gebiss. Ahnen und Verwandte in den Pampas (Ameghino). Noack (1)
p. 555556 — Castor fiber, D.-Östafr. Gebiss. Noack (1) p.556. — Protau-
cheria Reissii spee.nov. Gebiss. Branco, W. — Sciurus vulg., D. Ostafr. Ge-
biss. Untere Kante des Eckfortsatzes stark einw. gebogen. Noack (1) p. 596.
— (Cervus sp. Gebiss. Branco. — Sciurus bicolor von Malacca. Gebiss
Knochenzacken üb. d. Symphyse des Untkief. hinter d. unt. Nagezähnen. Noack
(1) p. 556. — Spermophilus eversmanni. Gebiss. Noack (1) p. 556. — Eliomys mu-
rinus, Ostafr. Gebiss, Spur einer Alveole unten in der Symphyse des Unter-
kiefers u. eines 5. Backzahnes. Noack (1) p. 557. -— Heliophobius emini, Ostafr.
Gebiss. Noack (1) p.557. — Neotragus saltianus, Somaliland. Gebiss. Noack
(1) p. 558. — Heliophobius eminin.sp. Gebiss. Simba-Muönne. T.18 Fig.5—9.
Noack (1) p.562. — Georychus sp. von Sansibar. Emin: Fg.10, 11, Tf. 18.
Gebiss. Vgl. Heliophobius ete. Noack (1) p. 562-5. — Mus sp., Bukoba,
Emin. Noack (1) p. 570. — Petrodromus tetradact., Mnigwa, Unianiembe,
Tabora. Gebiss. Noack (1) p.573. — Erinaceus albiventris, Tabora. Gebiss.
Noack (1) p. 574—6. — Felis calig., Tabora, Unianiembe. Schädelmaasse.
Milchgebiss. Im Schädel der Wildkatze kein Beweis gegen die Verwandt-
schaft der europ. Wild- u. Hausk., nach Verf. Noack (1) p.579. — FPro-
teles lalandi, Ugogo u. Somalil. Gebiss. Taf.18 Fig.13. Noack (1) p.582—4.
— Phyllorhina rubran.sp., Lugerrinjere-Fl. Gebiss. Tf.18, Fg.14, 15. Noack
(1) p.587—8. — Rhinolophus cap., T.18, Fig. 16, 17, Lugerrinjere-Fl. Gebiss.
Noack (1) p.589. — Helogale undul. parv., Muaba-Fl., Uniamuesi. Gebiss,
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 9263
Noack (1) p.581—2. — 1) Hyrax capensis Schr. Interparietale in d. Jugend
deutlich erkennbar, schmal, U. K. Schädelmasse. 2) Petromys typicus Sm,
Schädelmasse, Gebiss. 3) Pachyuromys auwricularis Sm., Schädelmasse, Gebiss.
4) Soccostomus lapidarius Pet., Schädelmasse. 5) Mus dolichurus Smuts., Ge-
biss, Schädelmasse. 6) M. lehocla Sm., Schädelmasse, Gebiss. 7) M. (Lemnis-
comys) lineatus Sparrm. Geoffr. Cuv. 8) Xerus capens. Kerr. 9) Crocidura
martensi Dobs., Gebiss gleicht genau d. Abb. Dobsons, Schädelmasse. 10) Ma-
croscelides rupestris Sm., Schädelmasse. 11) M. typic. Sm., Schädelmasse.
12) Nyeteris cap. Sm., Schädelmasse, Gebiss. 13) Vesperus capensis Sm., Schädel-
masse, Gebiss. 14) V. minutus, Schädelmaasse, Gebiss. 15) Miniopterus schrei-
bersi Natt., Schädelmasse, Gebiss. 16) Canis canna Sm., Schädelmaasse, Gebiss.
17) Otocyon caffer Desm., Milchgebiss zeigt noch heutzutage Anklänge an das
Gebiss d. Insektenfresser, Schädelmaasse. 18) Galago moholi-teng Sin., Schädel-
maasse, Gebiss. 19) Cynocephalus ursinus, Schädelmasse, Gebiss. Noack (3)
p. 53—82. — Equus cab. Baum (1) p. 89—170. — Eg. Baum (1), canalis
infraorb., p.155. — Simia inuus (2). «audry, p.312. — Rhinoceros Mercki. Gaudry,
p. 312. Zahn. — Elephas antiquwus. Gaudry, p. 312. — Ursus priscus. Gaudry,
p. 312. — Zeuglodon Osiris n.sp. Nasalia, Frontalia, Parietalia; Anfang der späteren
Schnauzenverlängerung der Supramaxillen in ein Rostrum. Dames p. 1—36 (bzw.
Naturw. Rundsch. No.19). — Canis fam. Beckmann, p. 40. — Felis catus.
Müller, Adf. u. K., p. 92—93. — Mustela martes. Müller, Adf. u. K., p. 144.
— M. putorius. Gebiss. Müller, Adf. u. K., p.152. — Lutra vulg. Gebiss.
Müller, Adf. u. K., p. 154. — Cervus Alces. Untkf.-Gebiss. Müller, Adf. u. K.,
p. 380. — Sus scrofa. Müller, Adf. u. K., p. 200. — Crocidura. Gebiss. Müller,
Adf. u. K., p. 207. — Sorex s. Crocid. aran. Gebiss. Müller, Adf. u. K., p. 207.
— Crossopus foediens. Gebiss. Müller, Adf. u. K., p.208. — Arctomys mar-
mota. Gebiss. Müller, Adf. u. K., p. 207. — Myoxus glis. Gebiss. Müller,
Adf. u. K., p. 231. — Castor fiber. Gebiss. Müller, Adf. u. K., p.239. — Mus
musculus. Zähne. Müller, Adf. u. K., p. 246. — Arvicola agrestis. Gebiss.
Brehm b. Müller, Adf. u. K., p. 210. — COhiropteren. Gebiss. Müller, Adf. u. K.,
p- 270. — Gymnorrhina. Gebiss. Zwischkfr. mit d. Obkf, verwachs. Müller,
Adf. u. K., p.276. — Plecotus aur. Starke Wölbung des Kopfes, Nasen-
bein. Müller, Adf. u. K., p.277. — Vespertilio murinus. Gebiss. Müller,
Adf. u. K., p. 281. — Vesperugo noctula. Breite Ausbuchtung des Obkfers.
Müller, Adf. u. K., p.285. — V. pipistr. Schädel abgeflacht. Müller, Adf.
u. K., p. 283. — V. serot. Flache Stirn. Eckzahn. Müller, Adf. u. K., p. 289.
— V. discolor. Abgeflachter Schädel. Müller, Adf. u. K., p. 290. — Mus de-
cum. Untersch. in der Gestalt. d. Schädelpartie von rattus. Reeker, p. 72. —
Ursus, Canis, Hyaene, Gebiss (Abbild.), Elephas-Milchbackzähne, Rhinoceros-
Molaren, Equus-Molaren, Sanglier-Gebiss. Harle (1) p. 234—241. — Mus rattus.
Reeker, p. 72. — Oreotragus megalotis n.sp. Menges, p.130—1. — Cricetus
nigricans. Gebiss. Nehring (3), p. 144, 148, 150. — Dorcatragus megalotis
n. sp. s. Oreotr. meg. Menges. Stirn, Nasenb., Hinthaupt, Obkfer., Thränenb,.,
Gehörblasen, Untkf., Maasse, Gebiss. Noack (2), p. 202—4. — Phenacodus europ.
aus d. Eoveänzeit. Rütimeyer bei Schlosser, p.158. — Phenacodus minor.
Eoeän. Gebiss. BRütimeyer bei Schlosser, p. 158. — Protogonia cartieri, Eocän.
Zahn. Rütimeyer bei Schlosser, p. 158. — Meniscodon Picteti, Eocän. Gebiss.
Rütimeyer bei Schlosser, p. 158. — Pelycodus helveticus, Eocäner Lemuroide,
264 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Gebiss. Rütimeyer bei Schlosser, p. 153. — Hyopsodus jurensis, Eocän. Le-
muroide. Gebiss. Rütimeyer bei Schlosser, p. 158. — Calamodon europaeus,
Eoeän. Tillodontier. Rütimeyer bei Schlosser, p. 153. — Myodes torq., fossil.
Nehring (5), p.21. Gebiss. — M.lemmus, foss. Nehring (5), p.21. Gebiss. — Arvi-
cola gregalis, fossil. Nehring (5), p.21. Gebiss. — Lagomys sp., fossil. Nehring (5),
p. 21. Gebiss. — Vespertilio atacamensis. Gebiss. Philippi (2). — Hippi-
dion R. Owen, fossil. Gebiss. Philippi, R. A. (3), p.88. — Hippidion nanum,
fossil. Unterkf. Philippi, R. A. (3), p.188. — Hippidion bolivianum, fossil.
Unterkf. Philippi, R. A. (3), p. 88. — AMastodon andium, fossil. Spiral-
förmige Stosszähne.. Ameghino bei Philippi, R. A. (3), p. 88. — M. platensis,
fossil, lange, dünne, fast gerade Stosszz. Ameghino bei Philippi, R. A. (3), p. 88.
— M.rectus, fossil, mit geraden, dicken Stossz. Ameghino bei Philippi, R. A. (3),
p. 88. — M. argentinus, foss., mit kurzen, dünnen, beinahe gerad. Stossz. Ameg-
hino bei Philippi, R. A. (3), p.48. — M. Humboldti, fossil, mit dieken u. stark
gekrümmten Stossz. Ameghino bei Philippi, R. A. (3), p.88. — M. superbus, foss.,
mit weniger dicken Stosszz. Ameghino bei Philippi, R. A. (3), p.88. — M. chi-
lensis Philippi s. Mandium, fossil. Unterkiefer. Philippi, R. A. (3), p.89. — Mega-
therium Sundti Philippi, fossil. Gebiss, Schädel. Philippi, R. A. (3), p.91. —
Megath. americ. s. Cuvieri. Unterkiefer. Philippi, R. A. (3) p.91, fossil. —
M. antigquum. Backzähne. Philippi, R. A. (3) p. 90. — Scelidotherium ? com-
pressum. Siebbein. Philippi, R. A. (3) p. 92. — Scelid. leptocephalum Burmeister
s. Sc. Oapellini Ameghino. Philippi, R. A. (3) p.93. — Mylodon robustum.
Philippi, R. A. (3) p.92. — Scelid. Bravardi, Schädelansicht. Ameghino bei
Philippi, R. A. (3) p.93. — Scel. bolivianum, fossil. Philippi (3) p.94. —
Vespertilio atacamensis. Gebiss. Philippi (2) p.5. — Herpestes neumanni n. sp.
Untersch. v. A. gracilis. Process. zyg., Gebiss, Schädelmaasse. Matschie (1)
p.122. — Pediotragus neumanni sp.n. Untersch. von P. tragulus. Gebiss und
Maasse des Schädels. Matschie (6) p. 122—123. — Herpestes gracilis. Unter-
schied v. H. neumannin.sp. Gebiss. Matschie (6) p. 122. —- Pediotragus tra-
gulus. Aehnl. neumanni. Gebiss. Matschie (6) p. 122—123. — Chrysochloris
stuhlmanni sp. n. Untersch. v. rıtilans, Gebiss: 40 Zähne. Matschie (6) p. 124
— 125. — Chrys. obturostris. Gebiss, Maasse. Matschie (6) p. 124—125. — Chr.
rutilans. Zähne in geringerer Zahl als bei Ohr. stuhlmanni. Matschie (6)
p. 124—-125. — Seiurus pauli sp.n. Gebiss. Matschie (9) p. 256—258. — Se.
rufobrachiatus. Zähne. Matschie (9) p. 257. — Felis nigripes. Gebiss. Matschie
(10) p. 259. — Felis manic. Matschie (10) p. 253. — Felis caffra. Matschie (10)
p. 258—259. — Cebus azarae. Schädelm., Gebiss. Matschie (2) p. 57-58. —
Canis cancrivorus Desm. Matschie (2) p. 60. — Lutra paranensis. Matschie (2)
p. 60. — Galictis barbara. Schädelmaasse. Matschie (2) p. 60 u. 61. — Taman-
dua tridact. Matschie (2) p.63. — Mwyrmecophaga jubata. Matschie (2) p. 62
u. 63. — Cervus rufus. Matschie (2) p. 63. — (ervus nemorivagus. Eckz. im
Obkfr. Matschie (2), p. 64. — Idiurus zenkeri sp. n. Fam. Protrog. Beschreibung,
Schneidez., Mol, Praem., Maasse des Schädels. Matschie (8) p. 199—200. —
Scotonyeteris zenkeri Mtsch. sp. n. Schädelm., dent. inc, can., mol. Matschie
(8) p. 200. — Anomalurus Fam. Protrog. Infraorbitalforamen rundlich im Gegs.
zu Sc. zenkeri. Gebiss. Matschie (8) p. 196 u. 197. — Myoxus Fam. Protrog.
Matschie P. (8) p.197. — Dipus Fam. Protog. Jochbogen, Fenster im Untkfr.
Matschie (8) p.197. — Epimophorus v. Afrika, Durch die geringe Molarenzahl
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 265
von Pferopus untersch. Matschie, P. (8) p.201. — Leiponyx von Afrika. Mit
nur 4 ob. Molaren. Matschie, P. (8) p. 201. — Eonycteris von Afrika. Mit nur
4 ob. Mol. Matschie, P. (8) p.201. — Cynonyet. grand. Molaren. Matschie,
P. (8) p.201. — Mus neumanni Mtsch. sp.n. Schädelmaasse. Matschie, P. (8)
p. 204—205. — Mus dorsalis. Schädel im Profil, Bau u. Anordn. d. Zähne wie
bei neumanni. Matschie, P. (8) p. 204. — Golunda fallax,. Stets tief gefurchte
Zähne, abessin. zuweilen schwach gefurcht. Matschie, P. (8) p.205. — Pachy-
ura leucura Mtsch. sp. n. s. Croc. albicauda Noack. 8 Zähne im Obkfr.; ferner
ist d. Gebiss ähnlich dem von petersi bei Dobson. Matschie, P. (8) p.205. —
Felis nigriceps. Breiter Schädel, d. niedrige Innenhöcker d. pm! bild. mit d.
vorderen Spitze desselben einen rechten Winkel. Matschie (10) p. 258-259. —
Phloeomys pallidus. Backenz.; Nasenbein länger als bei Phl. cumingi, Umgeb.
des foramen infraorb. weicht ebenfalls von Ph. cum. ab. Schädelm. Nehring,
A. (1) p. 181—182. — Phloeomys cumingi. Nasenbein. Nehring, A. (1)
p. 182. — Tupaja ferruginea. Schädelmaasse. Nehring, A. (1) p. 185. —
Bubalus moellendorfi sp. n. Schädel-Masse, Backenz. Auffällig ist d. Form
des letzten oberen Praemol. Fig. 2 u. 3, Schneidez.; Bullae audit. vergl. mit
den). v. Bub. indicus. Nehring, A. (1) p. 187—189. — Cricetus nigricans.
Nehring (3) p. 147—150. — Tamarao von Mindoro. Unt. Backz. ähneln
sehr dem B. moellendorffi sp. n., Bullae aud. sind von derselben Form wie
beim B. moellendorffi. Nehring, A. (1) p. 187 u. 188. — Bubalus mindo-
rensis. Stimm, Schädelm. Moellendorfi bei Nehring (1) p.189. — Bubalus
indicus. Stirn. Nehring, A. (1) p. 189. — Sus barbatus var. palav. Neh-
ring s. Sus ahaenobarbus Huet. Gaumb., Schädelm. Nehring, A. (1) p. 190
—191. — Sus celebensis. Gaumenbeine. Nehring, A. (1) p. 190. — Sus
barbatus var. calamianensis Nehr. s. Sus calamianensis Heude. Gaumen,
Vorkommen, Schädelm., Gebiss. Nehring, A. (1) p.191—195. — Sus Marchei
Huet s. S. celeb. var. philipp. Nehring s. 8. phil. Meyer. Bildung der Choanen-
partie, Schädelm., Gebiss. Nehring, A. (4) p.220. — Tragulus nigricans von
Balabac. Canini-Gebiss. Nehring, A. (4) p. 224. — Ursus cinnamomeus. Ge-
biss, Schädelm. Brown, Arth. Erwin, p. 120-123. — Ursus arctos. Gebiss,
Schädelm. Brown, Arth. Erwin, p. 126-7. — Ursus horribilis. Gebiss,
Schädelm. Brown, Arth. Erwin, p. 120-2. — Ursus americanus. Gebiss,
Schädelm. Brown, Arth. Erwin, p. 120—2. — Ptyssophorus elegans Ameghino,
fossil. Untkfr., Gebiss. Merriam, €. Hart. (1) p. 225—231. — Tetromys atavus,
fossil. Gebiss, Oberkiefer. Merriam, C. Hart. (1) p. 231—2. — Hodomys alleni
Merriam. Schädelm. Merriam, C. Hart. (1) p. 233—236. — Hodomys vetulus
sp. n. Schädelm. Merriam, C. Hart. (1) p. 236. — Xenomys nelsoni Merriam.
Gebiss. Schädelm. Merriam, €. Hart. (1) p. 239. — Putorius peninsula
Rhoads sp. n. Gebiss, Schädelm. Rhoads, Sam. N. (1) p.152—5. — Procyon
lotor. Gebiss, Schädelm. Rhoads, Sam. N. (1) p. 155—6. — Scalops parvus
Rhoads sp. n. Gebiss, Schädelm. Rhoads, Sam. N. (1) p. 157-8. — Sig-
modon hispidus littoralis (?) Chapman. Schädelm. Rhoads, Sam. N. (1)
p- 160-1. — Arvicola (Tetramerodon) tetramerus Rhoads sp.n. Gebiss. Rhoads,
Sam. N. (2) p.232—3. — Arvicola borealis Richardson. Vorkommen. Rhoads,
Sam. N. (2) p. 285. — Evotomys pygmaeus sp.n. Gebiss, Schädelm. Rhoads,
Sam. N. (2) p. 254. — Evot. gappensaturatus sbsp. n. Gebiss, Schädelm.
Rhoads, Sam. N. (2) p. 234—5. — Evot. oceidentalis. Gebiss. Rhoads, Sam.N.
266 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
(2) p. 284. — Evot. californicus. Gebiss. Rhoads, Sam. N. (2) p. 284. — Arvi-
cola (Mynomes) drummondi. Schädelm. Rhoads, Sam. N. (2) p 287. — Sitomys
megacephalus sp. n. Gebiss, Schädelm. Rhoads, Sam. N. (3) p. 254. — Sit.
insolatus sp.n. Gebiss, Schädelm. Rhoads, Sam. N. (3) p.256. — Sit. herroni
nigellus sp. n. Schädelm. Rhoads, Sam. N. (3) p. 258. — Sit. keeni sp. n.
Schädelm. Bhoads, Sam. N. (3) p.258. — S. macrorhinus sp. n. Schädelm.
Rhoads, Sam. N. (3) p.259. — S. americanus artemisiaesp.n. Schädelm. Rhoads,
Sam. N. (3) p. 260—261. — Perognathus baileyi sp.n. Schädelm., Fig.1. Mer-
riam, C. Hart. (2) p.261 u. 263. — Per. columbianus sp.n. Bullae auditivae,
Basisphenoid ete., Fig. 2. Merriam, C. Hart. (2) p.263—4. — P. nevadensis
sp. n. Gebiss. Merriam, €. Hart. (2) p. 264. — P.longimembris panamintinus
sbsp. n. Bulla auditiva ete., Fig. 4. Merriam, €. Hart. (2) p.265. — P. flavus
mexicanus sbsp. n. Bulla auditoria ete., Fig.5. Merriam, €. Hart. (2) p. 265
—6. — P. (Chaetodipus) nelsoni sp.n., Fig.6. Merriam, C. Hart. (2) p. 266. —
P. (Chaetodipus) stephensi n.sp., Fig.7. Bulla audit, Nasale, Rostrum. Mer-
riam, C. Hart. (2) p.267. — P. (Ohaetodipus) intermedius canescens sbsp. n.
Interpar., Nasale, Frontale ete. Merriam, €. Hart. (2) p. 267. — Zapus trino-
tatus sp. n. Rhoads. Gebiss, Schädelm. Rhoads, Sam. N. (6) p.421—2. —
Neotoma monochroura sp. nov., Schädelmaasse, Gebiss, Neotoma intermedia sp. noV.,
Schädelmaasse, Dipodomys parvus spec. nov., Schädelmaasse. Rhoads (7) p.67—71.
Protosorex erassius sp. n., fossil. Gebiss, Schädelm. Seott, W. B. (1) p. 446—8.
— Simia von den Sundainseln. Nähte des Schädels. Delisle, P., p. 241—242.
— Kanguroo. Unterkiefer erkrankt an Osteomyelitis. Lannelongue et Achard,
p. 959—962. — Bos opisthonomus zur Quaternärzeit. Pomel, A. p. 526. —
Kleiner Nagezahn und ein Backzahn von Plagiaulac. Lydekker (3) p.206. —
Gazella dorcas L. Schädelm. Thomas (1) p. 472. — Gazella Cuvieri Og.
Schädelm. Thomas (1) p. 472. — Gazella rufina spec. nov. Abbildung des
Schädels, fig. 1; Schädelm. Thomas (1) p. 468, 472. — Gazella Loderi
Thos. Abbildung des Schädels, fig. 2; Schädelm. Thomas (1) p. 470, 472,
— Madoqua Guentheri spec.nov. Schädelm., Gebiss, Abbildung des Schädels,
Fig.1. Thomas (2) p. 324—327. — Madoqua Phillipsi spec. nov. Schädelm.,
Abbildung des Schädels incl. Gehöm, fig. 3. Thomas (2) p. 327—328. —
Madoqua Swaymnei spec. nov. Schädelm. Thomas (2) p. 3283—329. — Ma-
doqua saltiana. Schädelm. Thomas (2) p. 326. — Madoqua damarensis.
Schädelm. Thomas (2) p. 326. — Madoqua kirki. Schädelm. "Thomas,
(2) p. 326. — Didelphys aurita. Gebiss 77°. @oeldi, Emil August (2)
p. 460. — Micoureus griseus. Schädelm. Goeldi, Emil August (2) p. 461. —
Peramys tristriatus. Schädelm. Goeldi, Emil August (2) p.465. — Cercopi-
thecus Wolfi. Schädelm. Meyer, A. B. (1) p. 83—84. — Stenoderma montserra-
tense spec. nov. Schädelm., Gebiss. Thomas (4) p. 132—133. — steno-
derma achradophilum Goss. Gebis. Thomas (4) p. 133. — sStenoderma
nichollsi. Gebiss. Thomas (4) p. 133. — KRhuymnchogale Melleri Gray. Ge-
bis. Thomas (6) p. 139—140. — Lepus Whytei spec. nov. Schädelm.
Thomas (6) p. 102. — Procavia Johnstoni spec. nov. Gebiss, Schädelm.
Thomas (6) p. 142—144. — Perognathus latirostris. Schädelmaasse s. Abbild.
Rhoads (8) p. 185—187. — Monotremata. Kiefer zahnlos. Vogt u. Jung,
p.828. — Marsupialia. Gebiss. Vogt u. Jung, p.328, — Edentata. Gebiss.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 267
Yogt u. Jung, p. 828. — Cetacea. Gebiss. Vogt u. Jung, p.828. — Sirenen.
Gebiss, Vogt u. Jung, p. 829. — Perissodactylen. Zahnsystem,. Vogt u. Jung,
p.829. — Artiodactylen. Zahnsystem. Vogt u. Jung, 9.829. — Proboscidea.
Zahnsystem. Vogt u. Jung, p. 829. — Rodentia. Zahnsystem. Vogt u. Jung,
p. 829. — Insectivora. Zahnsystem. Vogt u. Jung, p. 829. — Chiroptera. Zahn-
system. Vogt u. Jung, p.829. — Pinnipedia. Zahnsystem. Vogt u. Jung,
p.829 — Carnivora. Zahnsystem Vogt u. Jung, p.830. — Prosimiae. Zahn-
system. Vogt u. Jung, p.830. — Lepus cuniculus L. Die Schädelknochen,
Gebiss. Vogt u. Jung, p. 845—855. — Megaladapis madagascariensis. Gebiss,
Schädelm., Mandibula, ramus mandibularis ete. Major, C. 3. Forsyth (1) p.15
—19. — 1) Microcebus minor, Gebiss, Formverschiedenheiten d. Schädels bei
verschiedenen Individuen v. M. minor. 2) M. myoxinus. Schädel weicht v.
M. minor ab. 3) M. smithi, schmaler Schnauzentheil des Schädels. 4) .M. co-
quereli, Gehirnschädel hoch u. stark gewölbt, beinahe kugelig; Molarenform.
5) M. fureifer, entfernt sich am Schädel vw. Gebiss mehr v. d. übrigen Microe.
6) Opolemur samati, niedriger u. flacher Schädel im Vgl. zu Chirogale u. Microceb.
7) Opol. thomasi sp. nov. (Tab.I, Fig., Taf. II, Fig.2, 11), Gebiss. 8) Chärogale
mihi (Taf. II, Fig. 1, 8, 9). 9) Ch. melanotis spec. nov. (Tat. I, Fig. 10).
10) Chirogaleus trichotis, Gebiss (Schädelmaasse 1—10). Major (4) p.2-39.
— Evotomys fuscodorsalis spec. nov. Gebiss, Schädelm. Allen, J. A. (1)
(1) p. 103—104. — Mephitis mesomelas Lieht. Gebiss, Schädelm. Allen, J. A.
(2) p. 190—192. — Mephitis mephitica. Schädelm. Allen, 9. A. (2) p. 190. —
— Mephitis estor. Schädelm. Allen, J. A. (2) p.190. — Insectivora. Zaaijer,
T., p.337—342. — Carnivora Zaaijer, T., p. 337—342. — Üetaceen. Zaaijer,
T., p. 337—342. — Chiropteren. Zaaijer, T., p 337—342. — Bruta. Zaaijer, T.,
p. 337—342. — Simiae. Zaaijer, T., D.337—342. — Cercopithecus. Zaaijer,
T., p. 337—342. — Prosimiae. Zaaijer, T., p. 337—342. — Pachydermata.
Zaaijer, T., 7. 337-342. — Swidae. Zaaijer, T., p.337—342. — Hippopotomi-
dae. Zaaijer, T., p. 337—342. — Hippopotamus amphibius. Zaaijer, T., p. 337
— 342. — Ruminantien. Zaaijer, T.,p.337—342. — Bovidae, Zaaijer, T.,p.337—342.
Antilopidae. Zaaijer, T., p.337—342. — Marsupialia. Zaaijer, T., p. 337—842.
— Thylacinus cymocephalus. Zaaijer, T., p. 337—342. — Didelphydae. Zaaijer,
T., p.337—342,. — Didelphys virginiana. Zaaijer, T., p.337—342. — Dasy-
uridae. Zaaijer, T., p.337—342. — Rodentien. Zaaijer, T., p. 337—342. —
Castoridae. Zaaijer, T., p. 337-342. — Dasyproctidae. Zaaijer, T., p. 337
— 342. — Cavidae. Zaaijer, T., p.337--342. — Leporinae. Zaaijer, T., p. 337
—.342. — Sirenen. Zaaijer, T., p. 337--342. — Halicore dujong. Zaaijer, T.,
p.337—342. — Manatus australis, Zaaijer, T., p. 337—342. — Hylobathes.
Crista marginalis. Waldeyer, W. p. 73-74. — Gorilla. Spina palat. post.
fehlt. Waldeyer, W. p. 73—74. — Schimpanse. Spina palat. post. vorhand.
Waldeyer, W. p. 73-74. — Sus scrofa. Ossificationscentren des Basi-occi-
pitale. Staurenghi (2) p. 170-171. — Bos taurus. Parietalia reduciert.
Bianchi, Stanisl., p.344. — Bos bubalus. Parietale Fontanelle. Bianchi,
Stanisl., p.344. — Sus longirostris Nehring (s. Sus barbatus). Gerade Ver-
Jängerung der Gaumenbeine, Bezahnung. Spillner, Rud. v., p. 347. — Erina-
ceus. Bezahnung. Leche, W., Zool. Anz. 17. Jhg._ p. 363. — sSoriciden.
Bezahnung. Leche, W., Zool. Anz. 17. Jhg. p. 363. — Talpidae. Be-
zahnung. Leche, W., Zool. Anz. 17. Jhg. p.363. — Canis familiaris. Prae-
molar,. Leche, W., Zool. Anz. 17. Jhg. p.505. — Phoca. Pd., geht dem
268 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
1. Praemolar nicht voraus. Leche, W., Zool. Anz. 17.Jhg. p.505. — Chiro-
ptera. Wiederholung früherer Angaben über das Gebiss. Leche, W., Zool.
Anz. 17. Jhg. p. 505. — Marsupialier. Mit der Schilderung des Gebisses
wird begonnen. Leche, W., Zool. Anz. 17. Jhg. p. 505. — Protoceras-Schädel fast
völlig ohne die merkwürdigen Hornzapfen u. Protuberanzen, der sonst für die g' so
charakteristisch. Theile. Marh (1) p. 206. — Elotherium crassum, Forts. d. Jugale,
am Unterrand des U.-Kiefers ebenfalls 3 Forts. Marsh (1) p.206. — Ruminantien.
Kronencement in den Backzähnen. Hoffmann, Alfr., p. 506 -507. — Hyrax.
Zahnentwicklung. Fleischmann, A., p. (47) 49—54. — Pithecanthropus erectus.
Gebiss; Schädel ca. ?/, des menschlichen. Dubois, Eug., p. 557. — Sus. Molaren-
ÖOntogenese. Nawroth, Paul, Inaug. Dissert. 29p. — Patriofelis ferox, eocän,
Fam. Oxyaenidae. Abbildung des Schädels Fig.1, 2, 3. Gebiss. Wortmann,
J. L, p.129—136. — Aceratherium trigonodum spee.nov. Gebiss. Abbildung
Fig.1. Osborn and Wortman, p. 199-202. — Aceratherium (Caenopus) mite
Cope. Gebiss, Abbildung Fig. 2 p.204. Osborn and Wortman, p. 203—204. —
Aceratherium occidentale (Leidy). Dentition = I Ds a Schädel. Osborn
and Wortman, p. 204—205. — Aceratherium platyycephalum spec. nov. Dentition
EN Abbildung Fig. 4. Osborn and Wortman. — Aceratherium
2’ 0° 4232 8°
tridactylum Osborn. Dentition — 2, 5 = Osborn and Wortman p. 206
— 207. — Metamynodon planifrons S.& ©. Dentition J. >, 0.4, Pm.-, M.z-
Osborn and Wortman p.208—210. — Mesohippus bairdii (Leidy). Dentition.
Osborn and Wortman p. 213—214. — Oreodon culbertsonii Leidy. Osborn and
Wortman p. 215-216. Abbild. der Basi-oceipitalregion Fig.5 p.21 Tab. —
Oreodon gracilis Leidy. Abbildung der Basi-oceipitalregion Fig.5B. Osborn
and Wortman p. 210-218. — Oreodon bullatus Leidy. Abbildung der Basi-
oceipitalregion Fig.5C. Osborn and Wortmann p.218. — Eporeodon major
(Leidy). Abbildung der Basi-oceipitalregion. Fig.5D. Osborn and Wortman
p- 218—219. — Hyopotamus americanus Leidy. Abbild. d. Palatal Views of
Skull. Osborn and Wortman p. 219—220. — Hyopotamus brachyrhymchus
spec. nov. Dentition. Osborn and Wortman p.220—221. — Anthracotherium
curtum Marsh. Dentition. Osborn and Wertman p. 221—222. — Anthraco-
therium karense spec. nov. Dentition, Abbildungen M.1, M.2 (3). Maasse: M2—3,
54 mm. Wirth M.3, 27 mm. Osborn and Wortmann p. 222—223. — Hyaenodon
paucidens spec. nov. Dentition: J. Zn C. %, Pn.-, M. 3 Osborn and Wort-
man p. 223— 224. — Hyaenodon crucians Leidy. Milk Dentition. Osborn and
Wortman p. 225—227. — Hoplophoneus occidentalis Leidy. Dentition. Osborn
and Wortman p.227—228. — Neotoma micropus Baird. Schädel-Maasse. Gebiss.
Allen (5) p. 233—240. — Perognathus pricei spec. nov. Schädel-Masse. Allen
(6) p. 318. — Perognathus conditi spee.nov. Schädel-Maasse. Allen (6) p. 318
— 319. — Reithrodontomys mexicanus fulvescens subspee. nov. Allen (6) p. 319
— 320. — Arvicola leucophaeus spec. nov. Schädel-Masse, Dentition, Allen (6)
p- 320—321. — Neotoma campestris spec. nov. Dentition. Allen (6) p. 302—323.
— Neotoma rupicola spec. nov. Allen (6) p. 323—324. — Neotoma grangeri spec.
nov. Schädel-Maasse. Allen (6) p.324. — Nycetinomus nevadensis (H. Allen).
Schädel-Maasse. Allen (6) p. 328. — Arvicola (Redomys) haydenii Baird,
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 269
Schädel-Maasse. Allen (6) p.329. — Arvicola (Redomys) cinnamomeus Baird.
Dentition. Allen (6) p.330—8331. — Phenacomys truei spec. nov. Gebiss. Allen
(6) p. 332. — Arvicola insperatus. Gebiss. Allen (7) p. 347. — Sitomys ameri-
canus gossypinus Le Conte. Schädel-Masse. Chapman p. 335—336. — Lepus
palustris paludicola (Miller & Bangs). Schädel-Maasse. Chapman p. 341. —
Phascolomys Wombat. Foetalstatus- Gebiss. Röse p.37. — Felis domestica.
Gebiss, Bau- u. Entstehung. Scheidt p. 425. — Lepus nigronuchalis sp. nov.
Hartert p. 40. — Macroscelides fuscipes spec. nov. Schädel-Masse, Gebiss.
Thomas (10) ». 68. — Macroscelides pulcher spec. nov. Gebiss, Schädel-Maasse.
Thomas (10) p. 69. — Dasypus Nationi spec. nov. Schädel-Maasse. Thomas (7)
p. 71. — Aulacodus gregorianus spec. nov. SchädelMasse, Gebiss. Thomas (6)
p. 203—204. — Lepidolemur leucopus spec. nov. Gebiss. C. J. Forsyth Major
(2) p. 211. — Orang-Utan. Bolau p. 97—102. — Pieropus admiralitatum spec. nov
Thomas (8) p. 293. — Sciurus Styani spec.nov. Schädel-Maasse. Thomas (9)
p. 364. — Lepus Swinhoei (Lepus Tolai Swinh.). Schädel-Maasse. Thomas (9)
p. 368. — Hemitragus Jayakari spec. nov. Bau u. Schädel-Maasse. Thomas (11)
p. 366. — Tupaia ferruginea palawanensis subspec.nov. Schädel-Maasse. Thomas
(12) p: 367. — Geomys scalops spec. nov. Gebiss, Schädelknochen. Schädelmaasse.
Thomas (14) p. 437. — Didelphus (Philander) trinitatis spec. nov. Schädel-
Masse. Thomas (14) p.439. -—— Rodentien. Zahnschmelz von lamellösem Bau.
Preiswerk p. 687—690. — Sciurus vulgaris. Molaren u. Incisiv. Faserstreifen.
Preiswerk p. 687—690. — Arctomys marmota. Jneis. Faserstreifen. Preis-
werk p. 687-690. — Mus rattus. Molaren u. 1neis. Faserstreifen. Preiswerk
p. 687— 690. — Carnivoren. Zähne gebändert. Preiswerk p. 687—690. — Lemur.
Molaren u. Ineisiv-Faserstreifen d. Zahnschmelzes. Preiswerk p. 687-690. —
Primates. An Molaren u. Incisiv-Faserkstreifen sehr deutlich. Preiswerk p. 687
— 690. — Carnivoren. Faserstreifen meist deutlich an Zähnen. Preiswerk, R.,
p. 687— 690. — Ungulaten. Faserstreifen an Zähnen. Preiswerk p. 687—690.
Simia inuus. Fossil. Gaudry p. 907 (bzw. Naturw. Rundsch. No.24). — KRo-
dentien. Gebiss. Woodward (4) p. 619—631.
Skelett.
Matschie (6). Fibula mit Tibia in d. unteren Hüfte verwachsen, Rippen
von Idiurus Zenkeri Mtsch. spec. nov. — Matschie (6). Metacarpus von Scoto-
nycteris Zenk. Mtsch. spec. nov. — Nehring (1). (7) Halswirbel, (14) rippen-
tragende, (5) Lendenwirbel, (5) Kreuzwirbel und (29) Schwanzwirbel von PAloeo-
mys pallidus Nehring. — Tornier (2). Am Mts., sind Tuberositas plantar-
medialis und plantar-lateralis; am Mts., die Tuberositas plantaris u. plantar
lateralis vorhanden bei Viverra p.70. — Tornier (2). Mts., und Mts., haben
eine Tuberositas plantar-medialis und plantar-lateralis bei Ursidae p.70. — Tornier
(2). Mts., u. Mts., haben eine Tuberositas plantar-medialis und plantar-lateralis
bei Mustelinidae p. 70. — Tornier (2). Tarsus mit Tuberositasentwicklung von
Halbaffen p.70. — Tornier (2). Tarsus von Hyaena crocuta. Fig. VIII. p. 70
u. 71. — Tornier (2). Mts., mit Tuberositas plantaris von Macropus. Fig. VI
p. 72. — Tornier (2). Metatarsus von Artiodactylen. Fig. VII. p. 72. —
Tornier (2). Metatarsus von Halbaffen. Fig. VII. p. 72. — Tornier (2). T, u.
T,. Gelenkflächen von Perissodactylae p.73. — Tornier (2). Mts. von Mono-
tremata p. 74. — Tornier (2). Mts. von Marsupialia p. 74, — Tornier (2).
270 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Tarsus von Phoca p.75. — Tornier (2). Erste Zehe von Hydrochoerus p. 76.
— Tornier (2). Zehe von Dasyprocta p.76. — Tornier (2). Sustentaculum
tali stösst an d. Nav.-Tuberositas plantar. bei Orycteropus p. 78. — Tornier
(2). $Sustentaculum tali stösst an d. Nav.-Tuberositas plantar. bei Equus
caballus p. 78. — Tornier (2). Zehenverkümmerung bei Macropus p. 79.
— Riviere. Elephas zur Quatermärzeit p. 359. — Bardeleben. Marsu-
pialia: Makropus (Halmaturus benetti). Trichosurus vulpecula, Phascolomys
wombat;, Didelphys marsupialis, Didelphys elegans, Didelphys azarae, Didelphys
philander, Didelphys crassicaudat, Chironectes minimus (variegatus) pP. 355. —
Bärdeleben. Kdentata. Pp. is attached on the scaphoid and trapezium; the
Ph. on the naviculare and first cuneiform, Tamandsa (Myrmecophaga) tetradac-
tyla, Myrmecophaga jubata, Dasypus sexeinctus, Euphractus minutus, p. 355—356.
— Bardeleben. Ungulata. Naturally neither a Pp. nor a Ph. is present in
the Ungulata vera nor in Hyrax. Proboscidea: Elephas africanus, p. 356. —
Bardeleben. Cetacea the Pp. has been found by Prof. Kükenthal, p. 356. —
Bardeleben. Insectivora. Pp. on the scaphoid, Ph. on the naviculare and in-
ternal cuneiform. Centetes ecaudatus, Hemicentetes nigriceps, Hemicentetes varie-
gatus, Ericulus setosus, Talpa europaea, Scalops argentatus, Myogale moschata,
Urotrichus talpoides, Tupaja tana, Erinaceus europaeus, Gymnura rafflesti, Galeo-
pithecus philippinensis, p. 356. — Bardeleben. KRodentia. Pp. on the scaphoid,
(and metac. I.) Ph. on the internal naviculare and internal cuneiform. Seiurus
arizonensis, Sciurus niger, Sciurus vulgaris, KXerus erythropus, Cynomys ludoviei-
anus, Arctomys marmotta, Castor fiber, Castor canadensis, Myoxus glis (avella-
narius), Spalax typhlus, Dathyergus maritimus, Georychus capensis, Mwyoscalops
(Heliophobius) argentocinereus, Geomys hispidus, Dipus jaculus, Pedetes capensis
(caffer), Myopotamus bonarensis, Aulacodus swindenerianus, Choetomys subspinosus,
Cercolabes (Symnetheres) insidiosa, Symetheres prehensilis, Erethizon dorsatus,
Hystric malabariensis, Hystrix javanica, p. 356-357. — Bardeleben. Carnivora,
Pp. on the scapho-lJunatum and trapezium. Ph. is present on the naviculare
and internal euneiform. Felis macroscelis, Felis paguros, Felis tigris, Felis pardus,
Felis tigrina, Felis macrura, Cynoelurus jubatus, Oryptoprocta ferox, Wiverra tan-
galunga, Viverricula malaccensis, Genetta pardina, Liusang (Prionodon) pardicolor,
Liusang (Poiana) gracilis, Paradoxurus philippinensis, Paradoxurus typus, Her-
pestes fasciatus, Herpestes griseus, Herpestes javanicus, Herpestes vichneumon,
Herpestes pulverulentus, Cynictis penicillata, Galidea olivacea, Hemigalea (=Her-
pestes) galera, Hemigalea hardwickü, Eupleres gondotü, Proteles eristatus, Hyaena
striata, Procyon lotor, Procyon canerivorus, Aelurus fulgens, Nasua narica (nasica),
Cercoleptes caudivolvulus, Lutra brasiliensis, Lutra canadensis, Luira platensis,
Latax lutris, Mephitis mephitica, Conepatus mapurito, Mydaus meliceps, Meles
taxzus, Taxidea americana, Helictis orientalis, Ictonyx (Zorilla) capensis, Galictis
(Grisonia) barbara, Galictis (Grisonia) viltata, Gulo borealis, p. 357— 358. —
Bardeleben. Pinnipedia: Trichechus rosmarus, Phoca vitulina, Arctocephalus
cinereus, p. 358. — Bardeleben. Ckiroptera. Pp. attached to the scaphoid,
small. Ph.? FPieropus medius, Cynopterus marginatus, Vesperugo, Phyllostoma
hastatum,. — Bardeleben. Lemuroidea. Pp. sitwated on the side of the trape-
zium, before the scaphoid, behind and on the side of the metacarpale 1. Indris
brevicaudata (Lichanolus indri), Avahis (Microrhynchus) laniger, Lemurealta,
Lemur macaco, Lepidolemur mustelinus Geoffr., Lepidolemur microdon (Forsyth
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 271
Major), Otolienus galago (Galago sp.), Nycticebus (Stenops) tardigradus, Loris
gracilis, Perodieticus calabariensis, Tarsius spectrum, Ohiromys madagascariensis,
p. 358—359. — Bardeleben. Primates s. s. (Anthropoidea). Pp. if situated on
the trapezium, connected by ligaments with the scaphoid. Cebidae: Chrysothrix
sciurea, Cercopithecidae, Cynocephalus (Hamadıryas) aegyptiacus, Macacus leoninus,
Macacus laniger, Macacussp.?, Macacus inornatus, Cercopithecus ruber, Cercopithecus
cephus, Cercopithecus mona, Cercopithecus eynosurus, Semnopithecus mitratus, Colobus
bicolor, Colobus ursinus, Simüdae: Hylobates lar. In Simia, Gorilla, Anthropopithecus
no Pp. (=tuberosit scaph?) no Ph., p. 359. — Vogt u. Jung. Lepus cuniculus L.
Gesammtosteologie, p.833— 861. — Traquair. Grampus griseus, p.1—2. — Ehlers.
Processus xiphoideus von Manis macrura Eıxl. und Manis tricuspis Sund. No. 42
p. 540. — Dubois. Femur von Pithecanthropus erectus ähnlich dem des Menschen,
p.557. — Noack (3). Petromys typ., Pachyuromys aur., Saccostomus lapidar.,
Mus. dolich., M. lehocla, Xerus cap., Crocidura cap., Macroscel. rup., M, typ.,
Nycteris cap., Vesperus cap, V. minutus, Miniopterus schreibersi, Galayo moholi-
teng. Küörpermasse beschrieben, auch einzelne Skelettstücke p. 53—82. —
Wortmann. Wirbel, Ribs and Sternum, Sternebrae, Scapula, Humerus, Ulna,
Radius, Manus, Pelvis, Ischium, Femur, Patella, Tibia, Fibula, Pes, p. 136—152.
— Branco, W. Wirbelsäule von Equus Andium, Skelett v. Protauchenia Reissi
spec. nov., Cervus sp. — Osborn and Wortman. Aceratherium tridactylım Osborn
miocän, p. 207. — Osborn and Wortman. Metamyodon planifrons 8. u. O.
Vertebrae, Ribs, Scapula, Humerus, Radius, Ulna; the pelvis is wanting, Hind
Limbs, Manus, Pes, p. 210—213. — Osborn and Wortman. ? Mesohippus longipes
spec. nov. p. 214—215. — Osborn and Wortman. Hyaenodon crucians Leidy.
Fragment, p. 224—225. — Osborn and Wortman. Hoplophoneus oceidentalis
Leidy. Maasse von Humerus, Ulna, Radius, Femur, Tibia, Sacrum, p. 228, ebenso
von Hoplophoneus primaevus, p. 228. — Allen (6). Perognathus pricei spec. nov.
Maasse d. Körpers p. 218. — Allen (6). Perognathus conditi spec. nov. Körper-
maasse, ebenso von Reithrodontomys mexicanus fulvescens subspec. nov., Dilomys
americanus arizonae subspec. nov., Neotoma campestris spec. nov., Neotoma rupi-
cola spec. nov., Neotoma grangeri spec. nov., Nyctinomus nevadensis (Allen), Arvi-
cola (Pedomys) haydenii Baird., Phenacomys truei spec. nov. p. 318—332. —
Allen (7). Arvicola insperatus spec. nov., Körpermaasse, ebenso Lepus tewianus
eremicus subspec. nov., Lepus sylvaticus pinelis subspec.nov., Sciurus arizonensis
huachuca subspee. nov., Sciurus hudsonicus grahamensis subspee. nov. p. 347—350.
— Chapman, Frank. Sitomys americanus gossypinus Le Conte Körpermaasse
p. 335, desgl. von Lepus paludicola palustris (Miller & Bangs) p. 340. — Thomas (10).
Körpermaasse von Macroscelides fuscipes spec. nov. p. 68 u. Macroscelides pulcher
spec. nov. p. 69. — Thomas (7). Körpermaasse von Dasypus Nationi spec, nov.
p. 71. — Thomas (8). Pieropus admiralitatum spec. nov. Körpermaasse p. 293. —
Thomas (9). Sciurus Styani spec. nov. Körpermaasse desgl. v. Lep. Swinhoei
(L. Tolai Swinh.) p. 364 u. 365. — Thomas (11). Körpermaasse von Hemitragus
yayakari spec. nov. p. 366. — Thomas (12). Körpermaasse von Tupaia ferruginea
palawanensis subspec. nov. p. 367. — Thomas (18). Galeriscus Jacksoni spec. nov.
Körpermaasse p.523. — Thomas (14). Körpermaasse von Geomys scalops spec. nov.
p. 437. — Thomas (14). Didelphys (Philander) trinitatis spec.nov. Körpermaasse
p. 439. — Thomas (13). Gazella Loderi spec. nov. Körpermaasse p. 452. — Mettam.
Os pedis von Ungulaten p. 341. — Löhr. Sulcus praeauricularis des Darmbeins,
an anderen Knochen ebenfalls derartige Sulc. paraglen.
9272 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaft. Leistungen
Haut- und Hautgebilde.
Haare von Oreotragus in Bussiri. Emin bei Noack (1). — Haut und Haar
von Cercopithecus erytharchus vom Vietoria-Nyansa. Emin bei Noack (1) p. 528.
— Fell von Aulacodus vom Westufer des Victoria-Nyansa. Emin bei Noack
(1) p.528. — Haut von Lepus saxatilis von Tabora. Emin bei Noack (1) p. 542.
— dGeorychus spec. von Sansibar. Emin bei Noack (1) p.563. — Eliomys
murinus von Ostafrika. Noack (1) p. 566—567. — Mus microdon von Ostafrika.
Noack (1) p.569. — Mus spec. von Bukoba am Vietoria-Nyansa. Noack (1)
p.570. — Mus abyssinicus Rüpp von Tabora. Noack (1) p.571. — Petrodromus
tetradactylus Pet. von Mkigwa, Unianiembe, Tabora. Noack (1) p. 573. —
Erinaceus albiventris Wagn. von Tabora. Noack (1) p.504. — Felis caligata
Temm von Tabora, Unianiembe. Färbung, Haar. Noack (1) p. 576-577. —
Proteles lalandi Geofir. Taf. 18, Fig. 13. Noack (1) p. 582. — Taphozous
mamitianus Geoffr. von T’abora. Färbung, Haar. Noäck (1) p. 585. —
Phyllorhina rubra n. sp. vom- Lugerrinjere-Fluss. Färbung. Noack (1) p. 586
—587. — Rhinolophus capensis Blas. vom Lugerrinjere-Fluss. Noack (1) p. 583
—589. — dGenetta senegalensis F. Cuv. Noack (1). Färbung p. 580. —
Genetta tigrina Schrlb. Färbung. Noack (1) p. 581. — Helogale undulata
parvula Pet et Sundy vom Muala-Fluss, Uniamuesi. Färbung. Noack (1)
p. 581-582. — Canis familiaris Haarkleid. Beckmann (1) p. 27—32. —
Felis catus aus Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 93. — Canis lu-
pus aus Deutschland. Färbung. Haarkleid. Müller, Adf. u. K. p. 128. — Ca-
nis vulpes aus Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 132. — Mustela
erminea aus Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p.138. — Mustela
vulgaris aus Deutschland. Färbung. Haar. Müller, Adf. u. K. p. 141—142. —
Mustela martes aus Deutschland. Kostbarer Pelz. Müller, Adf. u. K. p. 144.
— Mustela foina aus Deutschland. Helle Pelzfarbe. Müller, Adf. u.K. p. 146.
— Lutra vulgaris aus Deutschland. Steifes Pelzhaar. Müller, Adf. u. K. p. 153
—154, — Lutra minor aus Deutschland. Schwimmhaut. Haarkleid. Müller,
Adf.u.K. p. 158. — Meles vulgaris aus Deutschland. Müller, Adf.u.K. p. 162.
— (ervus Elaphus aus Deutschland. Geweih. Haarfärbezeit. Müller, Adf.u. K.
p. 173. — Cervus Alces s. Alc. jubata aus Litthauen. Mähnenartiges Kammhaar.
Geweihbildung. Bart. Müller, Adf. u. K. p.180-182. — Cervus Dama s.
Dama platyceros aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 185—186. — Cervus capre-
olus s. Capreolusvulgaris aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 189. — Capella
rupicapra aus Deutschland. Nase behaart. Farbe. Müller, Adf. u. K. p. 193.
— Sus scrofa aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p.199—201. — Sorex vul-
garis aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p.206. — Sorex s. Crocidura pyg-
maeus s. minutus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 207. — Sorex s. Croei-
dura araneus aus Deutschland. Müller, Adf. u K. p.207. — Crocidura leu-
codon aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 208. — Ürossopus foediens,
Wasserspitzmaus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p.208 — Erinaceus
europaeus aus Deutschland. Stachelkleid. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 212
— Talpa europaea aus Deutschland. Sammetweicher, schwarzglänzender Pelz.
Müller, Adf. u. K. p.216. — Arctomys Marmota aus Deutschland. Wolliger
Pelz. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 226. — Spermophilus Citilus aus
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 273
Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p.228, 229. — Myoxus Glis aus
Deutschland. Farbe. Müller, Adf. u. K. p.231. — Myoxus Nitela aus Deutsch-
land. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 233. — Myoxus muscardinus s. Muscar-
dinus avellanarius. Färbung. Müller, Adf. u. K. p.235. — Castor Fiber aus
Deutschland. Färbung. Schwimmhaut. Schwanz theilweise von 6eckigen
kleinen Schuppen bedeckt. Müller, Adf. u. K. p.239. — Mus sylvaticus aus
Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 247. — Mus agrarius aus Deutsch-
land. Färbung. Müller, Adf. u. K. p.248. — Mus minutus aus Deutschland.
Farbe. Müller, Adf. u. K. p.248. — Cricetus frumentarius aus Deutschland.
Farbe. Müller, Adf. u. K. p.250. — Arvicola amphibius aus Deutschland.
Färbung. Müller, Adf. u. K. p.252. — Arvicola terrestris aus Deutschland,
Farbe. Müller, Adf. u. K p254. — Arvicola glareolus aus Deutschland. Fär-
bung. Müller, Adf. u. K. p.256. — Arvicola arvalis s. arvensis aus Deutsch-
land. Haarkleid. Farbe. Müller, Adf. u. K. p.257. — Arvicola agrestis aus
Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 261. — Lepus vulgaris aus
Deutschland. Haarkleid. Farbe. Müller, Adf. u. K. p.261. — Lepus cuni-
culus aus Deutschland. Haarkleid. Färbung. Müller, Adf. u. K. p.265. —
Chiropteren aus Deutschland. Flug- od. Flatterhaut. Müller, Adf. u. K. p. 269,
270. — Plecotus auritus aus Deutschland. Flughaut. Färbung. Haarkleid.
Müller, Adf. u. K. p. 277. — Plecotus barbastellus aus Deutschland. Sammet-
glänz. Oberseite, Unterseite erscheint grau durchschossen. Müller, Adf. u. K.
p-280. — Vespertilio murinus aus Deutschland. Flughaut. Pelzfärbung. Müller,
Adf. u. K. p.281. — Vespertilio Bechsteinii aus Deutschland. Färbung. Be-
haarung. Müller, Adf. u.K. p.282. — Vespertilio mystacinus aus Deutschland.
Behaarung. Färbung. Müller, Adf. u. K. p.282. — Vespertilio Daubentonü
aus Deutschland. Färbung. Haarkleid. Müller, Adf. u. K. p. 283. — Vespertilio
dasyeneme aus Deutschland. Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 284 — Vespertilio
Nattereri aus Deutschland. Haarkleid. Farbe. Müller, Adf. u. K. p.285. —
Vespertilio ciliatus aus Deutschland. Haut. Müller, Adf. u. K. p.285. —
Vesperugo noctula aus Deutschland. Flughaut, Färbung. Müller, Adf. u. K,
p- 285, 286. — Vesperugo Leisleri aus Deutschland. Flughaut, Pelz, Färbung.
Müller, Adf. u. K. p. 282. — Vesperugo pipistrellus aus Deutschland. Flughaut,
Haare, Färbung. Müller, Adf. u.K p.288. — Vesperugo Nathusii aus Deutsch-
land. Dunkle, rauchschwarze Farbe als Unterscheidungsmerkmal v. V. pipistrellus.
Haut. Müller, Adf. u. K. p. 289. — Vesperugo serotinus aus Deutschland. Pelz,
Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 290. — Vesperugo discolor aus Deutschland.
Färbung, Haar. Müller, Adf. u. K. p. 290. — Vesperugo Nülsonii aus Deutsch-
and. Haarkleid, Färbung. Müller, Adf. u. K. p. 291. — Phyllorhina s. Istio-
phora aus Deutschland. Nasenaufsatz. Müller, Adf. u. K. p. 291. — Rkino-
lophus ferrum equinum aus Deutschland. Hautgebilde, Haar, Färbung. Müller,
Adf. u. K. p. 292. — Oreotragus megalotis n.sp. vom Somalilande. Männchen
gehörnt. Haarkleid, Färbung. Menges p. 130—131. — Cricetus nigricans von
Ost-Bulgarien u. Dagestan. Haarkleid, Färbung. Nehring (3) p. 147—150. —
Dorcatragus megalotis n.sp. s. Oreotragus megalotis Menges vom Somalilande.
Gehörn, Haarkleid, Färbung. Noack (2) p. 202—204. — Tragelaphus imberbis.
Färbung, Ohrmuschel. Noack (2) p.202. — Mus rattus. Haarkleid, Isabellenfärbung.
Landois (5) p.38. — Capra. 4hörnig, Haarkleid. Landois (9) p. 64—66. —
Vespertilio atacamensis Ph. Färbung. Philippi (2) p.d. — Vespertilio relatus
Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 18
274 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Js. Geof. Philippi (2) p. 6. — Lagidium lutescens Ph. Färbung. Philippi (2)
p. 8. — Ctenomys robustus Ph. Färbung. Philippi (2) p. 11. — Ctenomys pallidus
Ph. Färbung. Philippi (2) p. 13. — Otenomys pernix Ph. Färbung. Philippi (2)
p. 15. — Ctenomys chilensis Ph. Färbung. Philippi (2) p. 16. — Hesperomys
glirinus Ph. Färbung. Philippi (2) p.19. — Hesperomys lanatus Ph. Färbung.
Philippi (2) p. 19—20. — Hesperomys puerulus Ph. Färbung. Philippi (2)
p. 20. — Hesperomys dolichonyc Ph. Philippi (2) p. 21. — Herpestes neumanni
spec. nov. Färbung. Haarkleid. Matschie (6) p. 121—122. — Pediotragus neu-
manni spec. nov. Färbung, Haarkleid, Gehörn. Matschie (6) p. 122—123. —
Herpestes gracilis. Haarkleid, Färbung. Matschie (6) p. 121—122. — Herpestes
sanguineus. Haarkleid, Färbung. Matschie (6) p.121. — Herpestes ochraeus.
Haarkleid, Färbung. Matschie (6) p.121—122. — Pediotragus tragulus Hcht.
Färbung, Gehörn, Haarkleid. Matschie (6) p. 122—123. — Chrysochloris stuhl-
manni nov. spec. Färbung, Haarkleid, Beschreibung der Klaue des 3. Fingers,
Krallen. Matschie (6) p. 124—125. — Cariacus peruv. monströs. Geweih;
©. nictitans var. alba, Galago alleni, Arctoceb. calabariens., Epomophorus,
Nycteris hisp., VWierra genetta, V. civetta, Herpestes galera, Sciurus u. Mus.
Matschie (3) p. 129—134. — Sciurus pauli spec. nov. Haarkleid, Färbung.
Matschie (9) p. 256—258. — Sciurus pyrrhopus. Haarkleid, Färbung. Mat-
schie (9) p. 258. — Sciurus leucostigma. Färbung, Haarkleid. Matschie (9)
p. 258. — Sciurus leucogenys. Haarkleid, Färbung. Matschie (9) p. 258. —
Sciurus palliatus Ptrs. Haarkleid, Färbung. Matschie (9) p. 257. — KEelis
nigripes Burch. Färbung, Haarkleid. Matschie (10) p. 258—259. — Felis caffra.
Färbung verschieden von F. nigripes. Matschie (10) p. 258—259. — Manis tetra-
dactyla L. von Westafrika. Schuppen, Haare, Färbung. Matschie (1) p.7. —
Manis tricuspis Raf. von Westafrika. Haare, Schuppen, Färbung. Matschie
(1) p.7. — Manis gigantea Jll. von Westafrika. Schuppen, Zahl derselben,
Klauen. Matschie (1) p. 7. — Manis pentadactyla L. von Vorderindien. Schuppen-
anordnung, Klauen. Matschie (1) p.8. — Manis aurita Hodgs. von Himalaya
u. Südchina. Schuppen, Klauen d. Hinterfüsse kleiner als die der Vorderfüsse.
Matschie (1) p. 8. — Manis javanica Desm. von Hinterindien, Sundainseln,
Schuppen, Klauen, Zahl der Schuppen. Matschie (1) p.8. — Cebus azarae
Rengg. Garrapatal. Haarkleid, Färbung, Haut. Matschie (2) p. 57 u. 58. —
Vespertilio chiloensis Waterh. Haar, Flughaut. Matschie (2) p.58. — KHelis
concolor L. Vorkommen, Färbung. Matschie (2) p.58. — Felis oncaL. Vor-
kommen, Färbung. Matschie (2) p. 59. — Felis mitis F.Cuv. Färbung, Haar-
kleid. Matschie (2) p. 59. — Felis pardalis L. Färbung. Matschie (2) p.59.
— Felis geoffroyi Orb. Färbung, Haarkleid. Matschie (2) p.59 u. 60. — Felis
guigna Mol. Färbung. Matschie (2) p. 59 u. 60. — Felis pajeros Desm. Gelb-
graue Färbung. Matschie (2) p. 60. — Felis colocolo H. Sm. Färbung.
Matschie (2) p. 60. — Canis azarae Wied. Fell. Matschie (2) p.60. — Canis
gracilis Burm. Färbung. Matschie (2) p.60. — Canis cancrivorus Desm. Felle.
Matschie (2) p. 60. — Nasua nasua L. Färbung des Pelzes gelbgrau.
Matschie (2) p. 61. — Phyllotis griseo-flavus Waterh. Hellblaugrau mit schnee-
weissem Bauch. Matschie (2) p. 61. — Myrmecophaga jubata L. Matschie (2)
p. 62 u. 63. — Tamandua tridactyla L. Matschie (2) p. 63. — Cervus campestris
Cuv. von Tornquist u. Bahia Blanca; Färbung d. jungen Thiere. Viele Ab-
änderungen im Geweih, d. Sechsergeweih ist das gewöhnliche. Matschie (2)
p. 63. — Cervus antisiensis Gerv. Fell. Matschie (2) p.63. — CÜervus rufus
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 189. 9275
Il. Färbung. Matschie (2) p. 63. — Cervus nemorivagus Goldf. Sommerfell
scheint mehr hellbraun zu sein. Matschie (2) p. 64. — Idiurus zenkeri Mtsch,
spec. nov. vom südlichen Kamerungebiete. Haarkleid, Färbung, Schnurrhaare,
Körperflatterhaut zwischen Ober- u. Unterarm u. Aussenseite des Metatarsus,
sie wird durch eine Knorpelspange gestützt. Schwanzflughaut. Reihen von
Hornplatten. Matschie (8) p. 194—198. — Scotonycteris zenkeri Mtsch. spec. nov.
Dichte wollige Behaarung, Färbung, Krallen. Matschie (8) p. 202. — Anoma-
lurus Krallen, Flatterhaut zwischen d. Gliedmassen wie bei Sc. zenkeri Mtsch. spec.
nov., Haarkleid. Matschie (8) p. 194—195.— Megaloglossus. Flughaut. Matschie (8)
p. 201. — Mus neumanni Mtsch. spec. nov. Färbung, Haarkleid, bekrallte Zehen.
Matschie (8) p. 204. — Mus dorsalis. Haare der Oberseite denen von M. neumanni
spec. nov. sehr ähnlich. — Matschie (8) p. 204. — Mus abessinicus. Färbung, Kralle
and. Aussenzehe. Matsehie (8) p. 205. — Golunda fullax. Nagel an der Aussen-
zehe, Färbung ähnlich abessinicus. Matschie (8) p. 205. — Pachyura leucura
Mtsch. spec. nov. s. Crocidura albicauda Noack. Färbung, Haarkleid. Matschie
(8) p. 205—206. — Phloeomys pallidus Nehring. Färbung, Haarkleid. Nehring
(1) p. 179—181. — Tupaja ferruginea Raffl. Färbung, Schwanzhaare. Nehring
(1) p. 184—185. — Bubalus moellendorffi spec. nov. Hörner. Nehring (1) p. 188. —
Tamarao (Zwergbüffel) von Mindoro. Hörner ähneln sehr denjenigen von Bubalus
moellendorffi. Nehring (1) p.188. — Sus barbatus var. calamianensis Nehring
s. Sus calaminensis Heude. Färbung, Haarkleid. Nehring (1) p. 191. — Sus
Marchei Huet s. Sus celebensis var. philippensis Nehring, s. Sus philippensis
Meyer. Färbung des ganzen Thieres nach Huet gleichmäss. schwarz. Haar-
kleid. Gesichtswarze am Schnauzentheile des erwachsenen Männchens, Ent-
wickelung eines sog. Wangenbüschels. Nehring (4) p. 223. — Tragulus nigri-
cans OÖ. Thomas. Färbung, Haarkleid. Nehring (4) p.224—225. — Ursus
cinnamomeus. Färbung. Brown (1), Proc. Acad. Nat. Se. Philad. p. 119—129.
— ÜUrsus americanus. Färbung. Brown (1), Proc. Acad. Nat. Sc. Philad,
p. 119—129. — Hodomys alleni Merriam. Färbung. Merriam, Proc. Acad. Nat.
Soc. Philad. p. 235. — Hodomys vetulus spec. nov. Färbung. Merriam (1)
p. 236. — Xenomys nelsoni Merriam. Färbung. Merriam (1), p. 2383—239, —
? Atalapha borealis pfeifferi (Grundlach). Färbung. Rhoads (1) p. 156—157. —
Sciurus niger Linn. Färbung. Rhoads (1) p. 158. — Geomys tuza Ord. Färbung.
Rhoads (1) p. 159. — Sitomys niveiventris subgriseus (2) Chapmann, Färbung.
Rhoads (1) p.160. — Arvicola (Tetramerodon) tetramerus Rhoads spec. nov.
Färbung. Rhoads (2) p. 283. — Evotomys pygmaeus spec. nov. Färbung
Rhoads (2) p. 284. — Evotomys oceidentalis. Färbung. Rhoads (2) p. 284. —
Evotomys californicus. Färbung. Rhoäds (2) p. 284. — Arvicola (Mynomes)
drummondi. Färbung. Rhoads (2) p. 287. — Sitomys megacephalus spec. nov.
Färbung. Rhoads (3) p. 254. — Sitomys insolatus spec. nov. Färbung. Rhoads
(3) p- 256. — Sitomys keeni spec.nov. Färbung. Rhoads (3) p.258. — Sitomys
macrorkinus spec. nov. Färbung. Rhoads (3) p. 259. — Sitomys americanus
artemisiae spec. nov. Färbung. Rhoads (3) p. 260—261. — Perognathus baileyi
spec.nov. Färbung. Merriam (2) p. 262—263. — Perognathus columbianus
spec.nov. Färbung. Merriam (2) p. 263. — Perognathus nevadensis spec. nov.
Färbung. Merriam’(2) p. 264. — Perognathus longimembris panamintinus sub-
spec. nov. Färbung. Merriam (2) p. 265. — Perognathus flavus mexicanus
subspec. nov. Winter pelage, Sommer pelage, Färbung. Merriam, p. 265266.
18*
276 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
— Perognathus (Chaetodipus) nelsoni spec. nov. Färbung. Merriam (2) p. 266.
— Perognathus (Chaetodipus) stephensi spec. nov. Färbung. Merriam (2) p. 267. —
Perognathus (Chaetodipus) intermedius canescens subspec.nov. Färbung. Merriam
(2) p. 268. — Synaptomys cooperi Baird. Färbung. Rhoads (5) p. 391-392. —
Zapus trinotatus spec. nov. Rhoads. Färbung. Rhoads (6) p. 421. — Spermo-
philus tredecimlineatus. Färbung. Varigny p. 12. — Spermophilus spilosoma
obsoletus s. Sp. Kennicotti. Färbung. Varigny p. 14. — Canis sp. inc. (Aguara)
von Uruguay. Färbung. Aplin (1) p. 298-299. — Conepatus mapurito monzoni
subspec. nov. Färbung. Aplin (1) p. 302—303. — Anthropomorphen von Sumatra
und Borneo. Milne-Edwards, A. (1) p. 192. — Simia Satyrus Linne. Färbung.
Geoffroy de Saint-Hilaire bei Milne-Edwards, A. (1) p.193. — sSimia
Wurmbü. Färbung. Geoffroy de Saint-Hilaire bei Milne-Edwards, A. (1)
p. 193. — Simia. Gewicht des Felles. Deniker u. Boulart p. 233-239. —
Mus musculus von Uruguay. Färbung. Aplin (1) p. 308. — Ctenomys brasiliensis
von Uruguay. Färbung. Aplin (1) p. 308—309. — Ctenomys magellanicus von
Uruguay. Färbung. Aplin (1) p. 308—309. — Cavia aperea von Uruguay.
Färbung. Aplin (1) p. 309. — Hydrochoerus capybara. Färbung. Aplin (1)
p. 311. — Cariacus campestris. Färbung. Aplin (1) p. 313—314. — Rhinoceros
simus von Mashonaland. Färbung. Coryndon p. 330-331. — Gazella rufina
spec. nov. Gehörn, Färbung. Thomas (1) p. 467—468. — Gazella Loderi Thos.
Gehörn, Färbung. Thomas (1) p. 470—471. — Gazella Loderi. Färbung. Loder
(1) p. 475—476. — Madoqua Swaynei spec. nov. ähnelt in der Färbung M. saltiana.
Thomas (2) p. 328. — Cobus ellipsiprymnus. Habit, Färbung. Swayne p.316
—317. — Ammodorcas clarkei. Färbung. Swayne p. 318. — Equus grevyi.
Färbung. Swayne p. 321. — Lepus omanensis spec.nov. Färbung. Thomas (3)
p. 450—451. — Hemitragus jayakari Thos.. Färbung. Thomas (3) p. 454. —
Cobus ellipsiprymnus. Färbung. Barkley p. 131. — Catoblepas gorgon. Färbung.
Barkley p. 131. — Bubalis Lichtensteini. Färbung. Barkley p.132. — Didel-
phys aurita. Färbung. Goeldi (2) p. 459. — Metachirus quica. Hauptfärbung.
Goeldi (2) p. 460. — Micoureus griseus. Färbung. Goeldi (2) p.461. — Mi-
coureus pusillus (Grymoeomys agilis). Goeldi (2) p. 462. — Peramys tristriatus.
Goeldi (2) p. 465. — Cercopithecus Wolfi. Färbung. Meyer (1) p.83—84. — Steno-
derma montserratense spec. nov. Färbung. Thomas (4) p. 133. — Camelopardalis
giraffa, var. aethiopica. Färbung. Thomas (5) p. 135—136. — Sciurus mutabilis
Pet. Färbung. Thomas (6) p. 140—141. — Lepus Whytei spec. nov. Haarkleid.
Färbung. Thomas (6) p. 142. — Procavia Johnstoni spec. nov. Färbung. Thomas
(6) p. 142—144. — Procavia Brucei Gray. Färbung. Thomas (6) p. 144—145. —
Monotremata. Hornplatten auf Kiefer. Vogt u. Jung p.-823. — Edentata.
Sichelkrallen an d. Zehen. Vogt u. Jung p. 8523. — Rodentia. Krallen. Vogt
u. Jung p. 829. — Insectivora. Krallen. Vogt u. Jung p. 829. — Carnivora.
Krallen. Vogt u. Jung p. 830. — Lepus cuniculus, L. Haarkleid. Vogt u.
Jung p. 833. — Cervus Thamin. Färbung, Mähne, Geweih. — Hohenberg (1)
p. 76. — Cerus (Megaceros) giganteus fossil. Geweih. Hohenberg (2) p. 142. —
Lepus americanus Erxl. Färbung. Allen (1) p. 101. — Evotomys fuscodorsalis
spec. nov. Färbung. Allen (1) p. 103--104. — Didelphys marsupialis californica
Bennett. Färbung. Allen (2) p. 168. — Lepus callotis Wagler. Haarkleid,
Färbung. Allen (2) p. 169-170. — Lepus sylvaticus bachmani Waterh. Seasonal
variation in color. Allen (2) p.170—171. — Perognathus paradoxus Merriam.
Haarkleid, Färbung. Allen (2) p. 172—174. — Mus musculus Linn. Färbung.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 277
Allen (2) p.175. — Sigmodon hispidus texianus (And. u. Bachm.). Färbung.
Allen (2) p. 176. — Oryzomys palustris tewensis subspec. nov. Färbung. Allen (2)
p. 177—178. — Atalapha noveboracensis Eızl. Färbung. Allen (2) p.185. —
Scalops texanus Allen. Färbung. Allen (2) p. 186. — Mephitis mesomelas Licht.
Färbung. Allen (2) p. 188—189. — Spüogale indianola Merriam. Färbung.
Allen (2) p. 196. — Cavia cobaga. Färbung. Nehring (3) p. 1-6. — Cavia
aperea. Färbung. Nehring (3) p. 1-6. — Didelphys soricina. Färbung, Haar-
kleid. Philippi, R. A. (1) p.36. — Didelphys australis. Färbung. Philippi, Fed.
p. 33—35. — Ornithorhynchus paradoxus. Haare, Drüsengänge, Haarbulbus.
Poulton (2) p. 290. — Sus longirostris (s. Sus barbatus). Gesichtswarzen.
Spillner p. 347. — Lepus americanus. Pelz, Färbung. Allen (4) p. 107—128.
— Perognathus pricei spec. nov. Pelz, Färbung. Allen (6) p. 318. — Reithro-
dontomys mexicanus fulvescens subspec.nov. Färbung. Allen (6) p. 319—320. —
Arvicola leucophaeus spec.nov. Färbung. Allen (6) p. 320—321. — Sitomys
americanus arizonae subspec. nov. Färbung. Allen (6) p. 321—322. —
Neotoma campestris spec. nov., different in Färbung von N. micropus. Allen
(6) p. 322—323. — Neotoma rupicola spec. nov. ähnlich N. campestris in Färbung.
Allen (6) p.323. — Neotoma grangeri spec. nov. in Färbung äbnl. N. cinerea.
Allen (6) p.324. — Nyctinomus nevadensis (H. Allen), Haarkleid. Allen (6)
p.327. — Arvicola (Pedomys) haydenii Baird. Färbung. Allen (6) p.329. —
Phenacomys truei spec. nov. Färbung. Allen (6) p.331. — Lepus sylvaticus
pinetis subspec. nov. Haarkleid, Färbung. Allen (7) p. 348—349. — sSeiurus
arizonensis huachuca subspee. nov. Färbung. Allen (7) p. 349. — Sceiurus hud-
sonicus grahamensis subspec. nov. Färbung. Allen (7) p. 350. — Sitomys
americanus gossypinus Le Conte. Färbung. Chapman, Fr. p.336. — sSitomys
floridanus Chapm. Haarkleid, Färbung. Chapman, Fr. p. 337. — Sigmodon
hispidus littoralıs Chapm. Färbung. Chapman, Fr. p.338. — Geomys tuza Ord.
Haarkleid, Färbung. Chapman, Fr. p. 339. — Lepus palustris paludicola (Miller
& Bangs). Färbung. Chapman, Fr. p. 340. — Putorius erminea Linn. Färbung.
Chapman, Fr. p. 345. — Echidna hystrie Cuv. Stacheln, Haarstellung, tubulöse
Drüsen nahe den Mammardrüsen. Meijere p.352. — Ornithorhynchus anatinus
Shaw., Fig. 27. Haargruppen am Rücken, an der Brust, Stachelhaare am
Schwanz, Stellung. Schweissdrüsen, Mündung am Rücken u. Schwanz. Meijere
p. 352. — Ühironectes minimus Zimmermann. Schwanz mit Schuppen, 3 Haare
hinter d. Schuppen. Meijere p.353. — Didelphys murina Linn. Schwanz be-
schuppt, 3 Haare. Meijere p. 353. — Didelphys marsupialis Linn. Fig. 28.
Schwanz mit 6eckigen Schuppen. Beschreibung derselben, 3 Sorten v. Haaren,
sie stehen zerstreut. Schweissdrüsen. Meijere p. 353—354. — Didelphys opos-
sum Linn. Schwanzschuppen, 3—5 Haare hinter jeder Schuppe, Rückenhaare.
Meijere p.354. — Dasyurus viverrinus Shaw. Halberwachsenes u. erwachsenes
Thier. Haaranordnung. Talgdrüsen, Schweissdrüsen. Meijere p. 354-355. —
Phascologale flavipes Waterh. Haargruppen am Rücken. Meijere p.355. —
Phascologale minima Geoffr., Fig.29. Pigment am Schwanze undeutlich, Anord-
nung d. Haare ähnlich PA. flavip. Schweissdrüsenmündung an d. Spitze der
Haarfollikel. Meijere p. 355. — Sminthopsis murina Waterh. Schwanzhaare,
Anordnung. Meijere p.356. — Sminthopsis crassicaudata Guer. Schwanz be-
schuppt, besondere Pigmentvertheilung, hint. jeder Schuppe 3—4 Haare. Schweiss-
drüsen. Meijere p. 356. — Perameles doreyana Quir. et Gaim. Schwanzschuppen,
Haare. Meijere p. 359. — Perameles Gunni Gray. Rücken-Haargruppen,
278 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Meijere p.356. — Perameles obesula Shaw. Junges Individuum. Haare am
Schwanz regelm. angeordnet, eigentliche Schuppen fehlen. Acinöse Drüsen. Am
Rücken sind die Liniensysteme d. Stichelhaare auffallend. Meijere p. 356. —
Phascolomys Mitchelli Owen. Rücken-Haargruppen. Drüsen. Meijere p. 357.
— Tarsipes rostratus Gervais et Verreaux. 4eckige Schuppen am Schwanz,
3 Haare. Meijere p.357. — Phalanger celebensis Gray, Fig.30. Warzen am
proximalen Theile des Schwanzes, 3—4 Haare, Pigmentanordnung. Schweiss-
drüsen. Haargruppen am Rücken. Meijere p.357. — Trichosurus vulpecula
Kerr. Haargruppen. Anordnung am Rücken u. Schwanz. Meijere p. 358. —
Petaurus breviceps Waterhouse. Haargruppen am Rücken u. Schwanz. Meijere
p. 358. — Distoechurus pennatus Peters. Haargruppen am Schwanze, ohne
Schuppen. Meijere p. 358. — Acrobates pygmaeus Shaw. Haargruppen-Anord-
nung am Rücken u. Schwanz. Keine Schuppen am Schwanz. Meijere p. 358.
— Patorous tridactylus Kerr. Junges ausgestopftes Exemplar, 4eckige Schuppen
am Schwanze, Haare dahinter. Meijere, p. 358. — Dorcopsis Mülleri Schlegel.
Anordnung d. Haare am Halse, Schwanz. Meijere p. 358—359. — Petrogale
penicillata Gray. Schwanzschuppen, 6—7 Haare dahinter. Drüsen. Haar-
gruppen am Rücken. Meijere p. 359. — Macropus ruficollis Desmar var. Ben-
netti. Am Schwanz ähnliche Verhältnisse wie bei Petrogale. Pigment an
Schuppen. Drüsen. Meijere p. 359—360. — Macropus rufus Desmar. Brust-
u. Bauchhaare. Drüsen. Meijere p. 360—361. — Bradypus tridactylus Linn.
Haare am Rücken u. vorderen Extremität. Drüsen. Meijere p. 361. — Cho-
loepus didactylus Linn. Haarbau, Gruppirung. Meijere p.361—362. — Ta-
mandua tamandua Desmar. Schwanzschuppen (23), Haare. Gruppirung der
Haare. Meijere p.362. — Myrmecophaga jubata Linn. Haarstellung. Un-
geachtet der langen Haare kommen auch Schuppen vor. Meijere p.362. —
Cyelothurus didactylus Linn. Differenzen im Verhältn. zu Myrmecophaga, be-
züglich der Schwanzhaare. Rückenhaar. Meijere p.362—363. — Chlamydo-
phorus truncatus Harlan. Panzer, Brusthaare, Rückenhaare, Anordnung derselben,
Kopfschuppen, Schwanzschuppen, Schuppen an d. Rückenfläche des Vorderfusses.
Haare. Meijere p.363—364. — Dasypus sexeinctus Linn., Fig.2 p.317. Schuppen
(vieleckig) am Schulterpanzer. Haarfollikel hinter jeder zusammengesetzen
Schuppe. Meijere p. 364. — Dasypus villosuws Desmar, Fig. 32 p.364. Vorder-
fuss. Haaranordnung. Meijere p.364. — Dasypus minutus Desmar. Zusammen-
gesetzte Schuppen am Panzer u. den Gürteln. Meijere p.365. — Dasypus
villosus Gray wie bei minutus. — Tolypeutes conurus Geoffr. und tricinctus Linn.
Zusammengesetzte Schuppen. Meijere p. 365. — Tatusia novemeinta Linn., Fig. 1
p. 317. Schuppenbildung am Panzer. Haargruppen an d. Bauchfläche, auf je
einer Warze wurzelnd. Meijere p.368. — Manis crassicaudata Geoffr. Haar-
kleid redueirt, Schuppen. Keine Gruppirung. Meijere p.366. — Manis java-
nica Desmar,. Brusthaar. Meijere p.366. — Manis tricuspis Rafin. Embryo.
Unregelmässig angeordnete Follikel. Meijere p. 366. — Orycteropus capensis
Geoffr. Foetus. Rickenhaar in Gruppen, am Schwanze ist Haarstellung wenig
deutlich. Meijere p.366. — Manatus. Borsten, Verteilung. Meijere p. 367. —
Halicore dujong Illiger. Haarvertheilung b. Foetus. Meijere p. 367. — Hippo-
potamus amphibius Linn., Fig. 23 u. 24 p. 344. Haaranordnung am Kopfe.
Drüsen. Meijere p.367. — Hippopotamus liberiensis Morton. Foetus, Haar-
anordnung im allg. unregelmässig. Meijere p. 367. — Sus vittatus S. Müll. vgl.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 279
Fig.75 p.321. Borstenfollikel, Wollhaare, Drüsen. Meijere p.368. — Sus
scrofa Linn. var. domestica. Embryo. Gruppirung der Borsten zu je 3 Schweiss-
drüsen. Meijere p.368. — Sus barbatus S. Müller. Rickenborsten zu dreien
stehend. Meijere p. 368. — Potamochoerus penicillatus Schinz. Borstengruppi-
rung. Wollhaar sehr ausgebildet. Meijere p. 368. — Babyrussa alfurus Lesson.
Haargruppen gut ausgebild,, am Rücken u. an d. Kehle. Meijere p.369. —
Phacochoerus aethiopicus Pallas. Borstenanordnung am Rücken zu dreien. Mei-
jere p. 369. — Dicotyles torquatus Cuv. Foetus. Borsten zu dreien. Zahlreiche
Wollhaare b. erwachsenen Thier. Meijere p. 369. — Camelus dromedarius Erzl.
Haargruppirungen. Meijere p.369. — Auchenia paco Desmar. Schwanzhaare
angeordnet zu dreien an d. Unterseite, an d. Phalangenhaut ist Haarstellung
einfach; Rücken dicht behaart. Drüsen. Meijere p.369—370, Fig.33 p. 370,
— Tragulus javanicus Pallas, Fig. 34, Rücken p. 370. Haargruppen am Rücken.
Meijere p.370. — Tragulus neminna Erxl. Am Rücken dasselbe Schema wie
b. Tr. javanicus. Die gleichen Gruppen kommen am Schenkel vor. Drüsen.
Meijere p.370. — Hiyaemoschus aquaticus Gray. Haaranordnung. Meijere
p- 371. — Moschus moschiferus Linn. Rückenhaar meist ohne Gruppirung, an d.
Haut um d. Auge wurden nur Spuren v. Reihen gefunden. Meijere p.371. —
Cervulus muntjac Zimmermann. Kopfhaut mit deutlichen Reihen v. Haaren, an
d. Tarsushaut ebenfalls Reihen. Meijere p.371. — Cervus elaphus Linn. am
Rücken Haare unregelmässig verstreut. Meijere p.371. — Cervus russa S. Müller.
Embryo. Haargruppen. Meijere p. 371. — Alces alces Linn. Haut um d. Aug.
Haare regellos stehend. Meijere p. 371. — Camelopardalis giraffa Gmelin. Kopf-
haut. Haare fast regellos stehend. Meijere p. 372. — Grimmia mergens Blainv.
Embryo. Haargruppen. Meijere p.372. — Antilope cervicapra Pallas. Kopf-
haut. Haare in Reihen. Hinterfusshautstück, Drüsen, Pigmentvertheilung in d.
Epidermis. Rückenhaare in Reihen. Meijere p.372. — Rupicapra rupicapra
Erxl. Die dicken, markhaltigen Haare von einem Hautstück aus d. Gegend d.
Postaurieulardrüse unregelmässig verteilt. Meijere p. 372. — Capra hircus Linn,,
Fig.10 p.335. Haargruppen am Rücken; Follikel. Meijere p. 372. — Ovis
musimon Schreber. 2 Haarsorten am Hinterfusse, am Rücken. Drüsen. Mei-
jere p.373. — Ovis aries Linn. Embryo. Unterbein.-Haut. Haargruppen, un-
deutlich am Rücken etc. Drüsen. Meijere p. 373—374. — Bubalus bubalus
Linn. Rückenhant spärlich mit Haaren versehen. Drüsen. Meijere p.374. —
Bos taurus Linn. Brusthauthehaarung. Bau d. Haare. Meijere p. 374. — Ta-
pirus americanus Linn. Haaranordnung. Meijere p.374—375. — Equus ca-
ballus Linn. Haarbau u. Anordnung. Meijere p. 375. — Rhinoceros javanicus
Cuv. Foetus. Niveaudifferenzen der Haut, Schuppen. Meijere p. 375. — Rhi-
noceros sumatrensis Cuv. Keine Gesetzmässigkeit in d. Behaarung. Meijere
p.375. — Rhinoceros tichorhinus Fischer, fossil. Haarbündel. Meijere p. 376.
— Hyrax capensis Schreber. Brust- u. Rückenhaar, Anordnung. Drüsen. Mei-
jere p. 376. — Elephas africanus Blumenbach. Behaarung. Meijere p. 376. —
Elephas indicus Linn. Flaumen-Grannenhaar. Meijere p. 376. — Elephas
primigenius Blumenbach. Starkes Haarkleid. Meijere p. 376—377. — Lepus
europaeus Linn., Fig.35. Rücken. Haargruppen. Meijere p.377. — Lepus
cuniculus Linn., Haargruppen vom Schwanz. Meijere p. 377. — Anomalurus
pelii Temminek. Ausgestopftes Exemplar. Schwanzschuppen. Meijere p. 377. —
Anomalurus beecroftii Fraser. Schwanzwurzelschuppen; 3—4 Haare dahinter,
380 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Drüsen. Am Rücken Haare einzelstehend. Meijere p. 377—378. — Sminthus
vagus Pallas.. Haare stehen am Schwanze zu dreien. Meijere p. 378. — Alac-
taga jaculus Pallas. Haargruppen. Meijere p. 378. — Dipus aegyptius Lichten-
stein. Schwanzschuppen am Hinterende abgerundet. Fussschuppen, Rücken-
haar in Bündeln, in d. Haut d. vorderen Extremität fanden sich Gruppen von
10 Haaren. Meijere p. 378. — Dipodillus Simoni Lataste. Am Schwanze stehen
d. Haare zu dreien; Schwanz fast nicht beschuppt. Meijere p. 378. — Pachy-
uromys Duprasi Lataste. Nicht beschuppter Schwanz mit alternirenden Haar-
gruppen besetzt. Meijere p.379. — Myoxus glis Pallas. Haarstellung am
Rücken sehr einfach, am Schwanze nicht sehr deutlich. Meijere p.379. —
Rhizomys sumatrensis Temminck. Schwanzwurzelhaare zu dreien stehend; am
Rücken stehen die Haare in Bündeln zu 5—9. Drüsen. Meijere p.379. —
Cricetus vulgaris Desmar. Schwanz nicht beschuppt. Haare in Reihen. Am
Rücken alternirende Gruppen. Meijere p. 379—380. — Hallomys audeberti
Jentink. 3 Haare hinter jeder Schuppe des Schwanzes. Meijere p.380. —
Hypogeomys antimena Grandid. 4—6 Haare in einer Reihe hinter jeder Schuppe
des Schwanzes. Meijere p.380. — Hesperomys flavescens Waterh. 3 Haare
hinter Schwanzschuppe. Meijere p.380. — Megalomys pilorides Pallas. Schwanz-
schuppe fast viereckig, 3 Haare hinter jeder Schuppe. Meijere p. 380. — Hy-
pudaeus amphibius Linn. 4eckige Schuppen am Schwanz. Pigmentirte Dorsal-
fläche d. Schuppen. Haargruppen am Rücken. Meijere p.380. — Arvicola ri-
parius Ord. 3 Haare, hinter jeder Schuppe des Schwanzes. Meijere p. 380. —
Myodes lemnus Linn. Haargruppen des Rückens. Meijere p. 380. — Fiber zi-
bethicus Linn. Schuppen bilden einen halbkreisförmigen Hinterrand, hinter jeder
Schuppe 3 Haare. Meijere p. 380. — Mus decumanus Pallas, Fig.22 p. 337.
4eckige Schwanzschuppen, dahinter 3Haare. Haargruppen. Meijere p. 380
—381. — Mus rattus Linn. Schwanzschuppen mit pigmentirten Dorsalflächen.
Meijere p. 381. — Mus alexandrinus Geoffr. Schwanz wie bei decumanus. Mei-
jere p. 381. — Mus musculus Linn. Schwanz wie bei decumanus. Meijere p. 381.
— Mus armandhvillei Jentink. Dreihaargruppen. Meijere p.381. — Nesokia benga-
lensis Gray. 3 Haare hinter jeder 4eckigen Schwanzschuppe. Meijere p. 381. —
Nesokia setifera Horsf. Haare zu 3en am Schwanze. Meijere p. 381. — Crice-
tomys gambianus Waterh. 3 Haare hinter jeder Schwanzschuppe. Meijere p. 381.
— Lophuromys sikapusi Temminck. 3 Haare hinter jeder der 4eckigen Schwanz-
schuppen. Meijere p. 381. — Echiothrix leucura Gray. 6eckige Schuppen am
Schwanz, Haar (3 od. weniger). Meijere p.382. — Pithecheir melanurus Cuv.
4eckige Schuppen am Schwanz, 3 Haare. Meijere p. 382. — Meriones Schlegelii
Smuts. Schwanz wenig beschuppt, Haare zu 3en. Falsche Bündel am Rücken.
Meijere p. 382. — Georhychus hottentottus Lesson. Fig. 15 u. 17. Meijere
p. 382. — Trichys lipura Günther. 1 Haar hinter jeder Schwanzschuppe.
Meijere p. 382. — Atherura fasciculata Shaw. 1 Haar hinter jeder Schwanz-
schuppe. Meijere p.382. — Atherura macrura Linn. 3 Haare hinter jeder
Schwanzschuppe. Meijere p. 382. — Atherura africana Gray. Rückenstacheln,
Schwanzschuppen, Haare. Meijere p. 332—383. — Hystrix cristata Linn.
Rücken-Stacheln, Kopf, Bauch, Füsse u. vorderer Theil d. Rückens mit schuppen-
artigen Falten, dahinter kommen Stacheln vor. Meijere p. 383. — Acanthion
javanicum Cuv. Fig. 36. Rücken p. 383. Schwanzschuppen, Stacheln. Meijere
p. 383—384, — Erethizon dorsatum Linn. Rückenstacheln in Reihen, dazwischen
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 281
Wollhaar. Schwanzstacheln. Meijere p. 384. — Sphiggurus insidiosus Lichtenst.
In Gruppen (v. 3—5) kommen Rückenstacheln vor, dazwischen Haut mit Haaren.
Distale Hälfte d. Schwanzes beschuppt, hinter jeder Schuppe 2 od. 3 Haare. —
Meijere p. 384. — Cercolabes prehensilis Linn. Rückenstacheln, daneben Woll-
haar. Proximaler Theil d. Schwanzes mit Haaren, distaler Theil beschuppt,
hinter jeder Schuppe 1—3 Haare. Meijere p. 3834. — Chactomys subspinosus
Gray. Riückenborsten in Gruppen, Schwanzschuppen, hinter jeder 3 Haare.
Meijere p. 384. — Aulacodus swinderianus Temminck. Rückenhaargruppen.
Schwanz fast nicht beschuppt, Haare zu dreien. Meijere p. 385. — Myopotamus
coypus Cuv. Fig. 37, Schwanz p. 385. Meijere p. 355. — Capromys furnieri
Desmar. 4 Haare hinter jeder Schwanzschuppe. Schuppen 4eckig. Meijere
p. 385. — Dactylomys typus Js. Geoffr. Schwanz mit 6eckigen Schuppen, hinter
jeder 3 Haare. Meijere p.385. — Dactylomys amblyonyc Wagn. Hinter jeder
6eckigen Schwanzschuppe 3 Haare. Meijere p. 335. — Coelogenys paca Linn.
Fig. 6 p. 321. Meijere p. 385. — Dasyprocta aguti Linn. Fig.38 Rücken p. 385.
Meijere p. 386. — Cavia cobaya var. angorensis. Rückenhaar in Gruppen.
Meijere p. 386. — Hydrochoerus capybara Eızl. Rücken Fig. 39. Meijere
p. 386. — Octodon cumingiüi Bennett. 3 Haare hinter jeder Schwanzschuppe.
Meijere p. 386. — Lasiuromys villosus Dev. Rückenhaare in Gruppen. Meijere
p- 386. — Loncheres cristata Geofir. Schwanz mit 6eckigen Schuppen, dahinter
Haare. Meijere p. 336— 337. — Echinomys macrourus Jentink. 4eckige Schuppen
am Schwanz, hinter jeder Schuppe 3 Haare. Meijere p. 387. — Ctenomys bra-
siliensis Blainv. Hinter jeder Schwanzschuppe 3 Haare. Meijere p. 387. —
Castor canadensis Kuhl. Fig. 13 p. 329, Schwanz Fig. 40 p. 387. Haarstellung
am Vorderfuss, Rückenhaarkleid. Meijere p. 337—383. — Tamias striatus Linn.
Haargruppe am Rücken und Schwanz. Miejere p. 388. — Sciurus badjing Knerr.
Haargruppen an der Schwanzunterseite. Miejere p. 388. — Sciurus bicolor
Sparrm., Haargruppen am Rücken u. Schwanz. Meijere p. 388. — Sciurus
vulgaris Linn. Rücken- u. Schwanzhaargruppen. Meijere p. 333—389. —
Seiuropterus sp. Rücken- u. Schwanzhaargruppen. Meijere p. 389. — Pteromys -
nitidus Desmar. Schwanz- u. Rückenhaargruppen. Meijere p. 389. — Xerus
erythopus E. Geofir. Rückenhaargruppen, Borsten am Kopf u. Schwanz zu dreien.
Meijere p. 389. — Spermophilus guttatus Tenıminck. Rücken- u. Schwanzhaar-
gruppen. Meijere p. 390. — Arctomys marmota Linn. Rücken- u. Schwanzhaar-
gruppen. Meijere p. 390. — Felis leo Linn. Rückenhaar, Schwanzhaar einzeln.
Drüsen. Meijere p. 390. — Felis domestica Brisson Fig 336. Meijere p. 391.
— Paradoxurus musanga Gray. Schwanzhaarbündel, am Rücken keine Reihen.
Meijere p. 191. — Herpestes gracilis Rüppel. Schwanzhaarbündel in Reihen,
Drüsen. Meijere p. 392. — Herpestes griseus Desmar. Schwanzhaarbündel wie
H. gracilis. Meijere p. 392. — Hyaena brunnea Thunberg. Ausgestopftes
Thier, Stammhaare in Gruppen. Meijere p.392. — Hyaena striata Zimmer-
mann. Stammhaaregruppirung. Meijere p. 392. — Hyaena crocuta Erxl. Haar-
gruppen v. d. Haut um die weibliche Geschlechtsöffnung. Meijere p. 392. —
Canis familiaris Linn. Fig. 21 p. 337. Meijere p. 392-393. — Canis vulpes
Linn. Haarbündel am Rücken und Schwanz. Meijere p.393—39. — Canis
aureus Linn. Rückenhaargruppen. Drüsen. Meijere p. 394. — Ursus arctos
Linn. Bauchhaargruppen. Drüsen. Meijere p. 394. — Ursus marinus Linn.
Brusthaarbündel. Meijere p. 394. — Ursus malayanus Raffl. Haargruppen am
382 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Hinterfusse. Meijere p. 394. — Procyon cancrivorus Cuv. Zerstreute Haar-
bündel am Rücken. Meijere p. 395. — Nasua narica Linn. Rückenhaarbündel.
Meijere p.395. — Cercoleptes caudivolvulus Pallas.. Rücken- u. Schwanzbündel.
Meijere p.395. — Lutra vulgaris Erxl. Fig. 14 p.329. Meijere p. 395—396.
— Meles taxus Pallas.. Schwanz- u. Rückenhaarbündel. Meijere p. 396. —
Galictis vittata Schreber. Schwanzhaarbündel. Meijere p.396. — Mustela
putorius Linn. Rücken- u. Schwanzhaarbündel. Meijere p. 396. — Mustela
erminea Linn. Drüsen. Meijere p. 397”. — Phoca vitulina Linn. Rücken-
haarbündel. Drüsen. Meijere p. 397. — Zalophus californianus Lesson. Kopf-
hauthaarbündel. Meijere p. 397. — Galeopithecus volans Linn. Rückenhaare
isolirt, ebenso an d. Unterfl. d. Schwanzes. Drüsen. Meijere p. 397—39. —
Tupaia javanica Horsf. Rückenhaare unregelmässig stehend. Bau. Meijere
p.398. — Ptilocercus lowi Gray. Schwanz mit 6eckigen Schuppen, dahinter
3 Haare. Fig. 3 p. 319. Drüsen. Vorderfusshaare in Reihen, Rückenhaare
einzeln stehend. Meijere p. 398. — Macroscelides intufi Smith. Rückenhaare
unregelmässig stehend, Schwanz mit 4eckigen Schuppen, dahinter 3 Haare.
Meijere p. 398. — Macroscelides typieus Smith. 3 Haare hinter jeder Schwanz-
schuppe. Meijere p. 398. — Rhynchocyon cirnei Peters. 4 eckige Schuppen
am Schwanz, dahinter 3 Haare, auch Füsse mit Schuppen versehen. Meijere
p. 398. — Gymnura rafflesii Vigors. Schwanz beschuppt, 3 Haare hinter jeder
Schuppe, auch Füsse beschuppt. Meijere p. 398. — Hylomys suillus S. Müller.
Wenig Schwanz - Schuppen. Haare stehen zu dreien. Rücken s. Fig. 17
p. 331. Meijere p. 399. — Erinaceus europaeus Linn. Haargruppen am Vorder-
arm, Spuren v. Schuppen an der Rückenfl. der Hand, dahinter einige Haare.
Rückenhaargruppen nicht zu sehen. Drüsen. Meijere p. 399. — Sorex vulgaris
Linn. Schwanz beschuppt; Pigment. Rückenhaare einzeln stehend. Meijere
p-399. — Pachyura indica Geoffr. Rückenhaare nicht in Gruppen, Schwanz
nicht eigentl. beschuppt, Haare in Reihen. Drüsen. Meijere p. 399—400. —
Chimarrogale himalaica Gray. Schwanz undeutlich beschuppt, Haare zu dreien
stehend. Meijere p.400. — Myogale moschata Pallas.. 4—5 Haare hinter
jeder Schwanzschuppe. Meijere p. 400. — Myogale pyrenaica Geoffr. Schuppen-
ringe am Schwanz, 3 Haare hinter jeder Schuppe. Meijere p.400. — Uro-
trichus talpoides Temminck. Schuppen unter d. Schwanzhaaren, hinter jeder
Schuppe stehen 3 Haare. Meijere p.400. — Talpa europaea Linn. Schwanz-
und Handrückenfläche mit Schuppen versehen. Hinter jeder Schwanzschuppe
4—6 Haare. Rückenhaare stehen einzeln. Drüsen. Meijere p. 400. — Centetes
ecaudatus Schreber. Spuren v. Gruppen an d. Hinterfüssen. Meijere p. 401.
— Hemicentetes variegatus Geoffr. Brusthaare. Meijere p. 401. — Ericulus
nigrescens Js. Geoffr. Brust. Fig. 41 p. 401. Meijere p. 401. — Ohrysochloris
aurea Pallas. Rücken-Haarbündel, Spuren von Reihen am Vorderfusse, ebenso
an der Brust. Meijere p. 401. — Cynonycteris collaris llliger. Rücken- Haar-
gruppen, desgl. am Ellenbogen, an der Innenfläche der Flughaut. Drüsen.
Pigment. Meijere p. 401. — Rhinolophus clivosus Rüppell. Haargruppen an
d. Flughaut. Meijere p. 402. — Nyeteris thebaica Geoffr. Haargruppen an der
Flughaut. Meijere p. 402. — Vespertilio daubentonii Leisler. Rückenhaare
ohne bestimmte Anordnung. Drüsen. Meijere p. 402. — Molossus perotis. Wied.
Am Rücken unregelmässig zerstreute Haare. Meijere p.402. — Vampyrus
spectrum Linn. Rückenhaare einzeln stehend. Meijere p. 402. — Phyllostoma
in der Naturgeschichte der Echinodermen während des Jahres 1892. 283
hastatum Pallas, Haargruppen an d. Flughaut. Meijere p. 402. — Propithecus
diadema Bennett. Rückenhaare in falschen Bündeln. Schwanzhaare in Gruppen.
Meijere p.402. — Avahi laniger Gmelin. Rücken- und Schwanzhaare ohne
Gruppirung. Meijere p. 403. — Lemur varius Js. G. St. Hilaire.. Rückenhaar
verstreut. Schwanzhaare auch ohne bestimmte Anordnung. Meijere p. 403. —
Lemur macaco Linn. Rückenhaare ohne Gruppirung. Meijere p. 403. — Lemur
catta Linn. Rückenhaar in falschen Bündeln. Brusthaar in Gruppen. Haken-
förmige Zähne an bestimmten Haartheilen. Haargruppen am Schwanz. Drüsen.
Meijere p. 403—404. — Mirza coquerelii Gray. Schwanzhaargruppen. Drüsen.
Meijere p. 404. — Lepilemur mustelinus Js. G. St. Hilaire. Rückenhaargruppen,
Schwanzhaargruppen. Drüsen. Meijere p. 404. — Cheirogaleus samatii Grandid.
Rückenhaarbündel, Schwanzhaarbündel. Meijere p. 404. — Galago senegalensis
G. St. Hilaire. Rücken- u. Schwanz-Haargruppen. Meijere p. 404. — Nyeti-
cebus tardigradus Linn. Rückenhaargruppen. Haargruppen an der Rücken-
fläche der Hand. Meijere p. 404—405. — Perodicticus hotto Gmelin. Rücken-
Haargruppen. Drüsen. Meijere p. 405. — Tarsius fuscomanus J. Fischer.
Schuppen an Unterseite des Schwanzes, dahinter 3 Haare, Haarreihen an der
Schwanzwurzel. Meijere p. 405. — Tarsius spectrum Pallas Fig. 19 p. 336.
Meijere p. 405—406. — Chiromys madagascariensis Desm. Rückenhaargruppen,
Schwanzhaarreihen. Meijere p. 406. — Hapale jacchus Linn. Rücken- und
Schwanzhaargruppen, Drüsen. Meijere p. 406. — Midas rosalia Linn. Fig. 4
p. 320. Meijere p. 407. — Pithecia nocturna IMlliger. Rücken- u. Schwanzhaar-
gruppen. Meijere p. 407. — Üebus apella Linn. Rücken- und Schwanzwurzel-
Haargruppen. Drüsen. Meijere p. 407. — Ateles paniscus Linn. Schwanz- u.
Rückenhaargruppen. Meijere p. 407. — Uynocephalus porcarius Bodd. Rücken-
haare in Reihen. Meijere p. 407. — Cynocephalus hamadryas Linn. Schwanz-
u. Rücken-Haargruppen. Drüsen. Fig. 25 p.344. Meijere p. 407. — Macacus
nemestrinus Linn. Rücken- und Schwanz - Haargruppen. Meijere p. 408. —
Cercopithecus cephus Linn. Rückenhaargruppen Fig.5 p.320. Drüsen, Meijere
p. 408. — Cercopithecus sabaeus Linn. Drüsen. Meijere p.408. — Cercocebus
cynomolgus Schreber. Rückenhaargruppen ähnl. Oercopithecus cephus. Meijere
p- 408. — sSemnopithecus melalophus Raffl. Rückenhaarreihen, Schwanzhaar-
gruppen, Oberarmhaargruppen. Meijere p, 403. — Hylobates syndactylus Raffl.
Rückenhaargruppen. Meijere p. 408. — Simia satyrus Linn. (Orang). Brust-,
Bauch-, Schenkel-Haar in Reihen. Rückenhaargruppen, Kopf - Haargruppen.
Drüsen. Meijere p.409. — Gorilla Savagei Owen. Rücken-, Brust-, Bauch-,
Oberarm-, Vorderarm - Haargruppen, Haargruppen an d. Rückenfläche d. Hand,
an Schenkel und Unterbeine. Kopfhaar. Meijere p. 409. — Anthropopithecus
troglodytes Gmelin (Chimpanse). Haargruppen an d. ersten Phalangen (der
Hand und des Fusses), an d. Rückenfl. d. Hand, an Armen, Beinen, Brust,
Bauch u. Rücken. Meijere p. 409. — Perognathus baileyi sp.n., P. columb
sp. n., P. nevadensis sp. n., P. longimembr. panamint. subsp. n., P. lavus mexicanus
subsp. n., P. (Chaetodipus) nels. sp.n., P. (Chaet.) siephensi sp. n., P. (Chaet.)
intermed. canesc. subsp.n. Merriam (2) p. 262—268. — Echidna. Fig. 26 Krallen-
wall fehlt. Fig. 20 Vorderkrallen. Boas p. 298—300. — Didelphys. Unterschied d.
Basalmatrix u. d. sterilen Rete scharf markirt. Boas p. 300. — Halmaturus. Aus-
geschuhte und durchsägte resp. durchschliffene Krallen. Boas p. 301. — Ursus
Ausgeschuhte Krallen, Krallenbau. Boas p. 301—302. — Canis familiaris.
284 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Kralle schliesst sich im Ganzen eng an die des Bären an. Boas p. 302—303. —
Taxidea americana. Krallenbau. Boas p.303. — Meles taxwus. Krallenbau
ähnlich dem des amerikanischen Dachses. Boas p. 303. — Mustela. Krallen.
Boas p. 303. — Felis. Krallen. Boas p. 303. — Cynailurus. Krallen. Boas
p. 303. — Nasua. Krallen. Boas p. 303. — Phoca vitulina. Fig.32. Krallen
schliessen sich in manchen Beziehungen an diejemigen der Carnivoren an. Matrix-
fläche, Terminallage, Krallenplatte, Krallensohle, Krallenwall. Boas p. 304. —
Cynomorphae. Fig.5 u. 33. Aehnlichkeit der Primatenkrall. mit der Phocakralle.
Bau. Boas p. 304—305. — Cercopithecus. Fig.5 u. 33. Krallen. Boas p. 304
-—-305. — Lepus europaeus. Krallenbau. Boas p. 306 —307. — Myopotamus
coypu. Krallensohle weniger weich als bei Lepus, Matrixfläche sehr von Lepus
abweichend. Boas p. 307. — Hydrochoerus capybara. Fig. 31. Krallenbau. Boas
p. 307—308. — Ungulaten. Bau der Krallengebilde. Boas p. 308. — Equus
caballus. Krallengebilde, Bau. Boas p. 308. — Tapirus. Bau der Krallen-
gebilde. Boas p. 308. — Cercopithecus Wolfi. Meyer (1) p. 83-84. — Tarsius
philippinensis sp.n. Rotbraun. Haarkleid. Meyer (2) 2p. — Phloeomys scha-
denbergi sp. n. Fast ganz schwarz. Meyer (3) 2p. — Brauner Tschimpanse.
Röthlich braunes Haar, helle Hautfarbe. Meyer (5) p.8. — Didelphys austr.
sp. n. Färbung. Philippi Fed. p. 33—35. — Didelphys soricina sp.n. Pelz,
Färbung. Philippi (1) p. 36. — Macroscelides fuscipes spec. nov. Färbung. Thomas
(10) p. 68. — Lepidolemur lewcopus spec. nov. Färbung. C. J. Forsyth Major
(2) p-211. — Pteropus admiralitatum spec. nov. Unterschied von Pt. hypo-
melanus, Färbung. Thomas (8) p. 293. — Sciurus styani spec. nov. Haarkleid,
Färbung. Thomas (9) p. 363—364. — Lepus Swinhoei (Lepus Tolai Swinh.).
Haarkleid, Färbung. Thomas (9) p. 364—365. — Hemitragus Jayakari spec.
nov. Haarkleid, Färbung, Horn. Thomas (11) p. 365—366. — Tupaia ferru-
ginea palawanensis subspec. nov. Färbung. Similar longipes. Thomas (12)
p- 367. — Gealeriscus Jacksoni spec.nov. Haar, Färbung. Thomas (18) p. 522
—523. — Geomys scalops spec. nov. Haaıkleid, Färbung. Thomas (14) p. 437.
— Didelphyys (Philander) trinitatis spec. nov. Färbung. Thomas (14) p. 438—439.
— Gazella Loderi spec.nov. Haarkleid, Färbung, Horn, Thomas (13) p. 452.
— Myoxzus nitela Schr. Schwanz nicht so buschig wie bei M.glis. Zeichnung
an den Kopfseiten deutlich abgegrenzt. Wurm p. 15. — Equus caballus Huf.
Fambach p. 234—304. — Lepus nigronuch. sp.n. Färbung. Hartert p. 40. —
Bubalus mindorensis. Färbung. Jentink (1) p.199—204. — Sorex alp. in d.
Färbung sehr d. gemein. Wasserspitzmaus gleichend.. Knauthe p. 252. —
Lophiomys imh. Farbe erinnert an d. Dachs. Kull (1) p. 134—138. — Geweihe
u. Gehörne (subfossil) von Elen u. Bos prim. Landeis (1). — Färbung, Haar-
kleid v. Microcebus minor, M. myoxin., Opolemur thom. sp.n. (Wülste an den
Fusssohlen), Chirogale melanotis sp.n. Major (4) p. 2—39. — Histol. über d. Haar.
Nathusius p. 148—160, 162. — Tragulus nigricans Nehring (4) p. 219—226.
— Cavia cobaya gekreuzt mit C, aperea zeigte Apereafarbe. Nehring (6) p. 1—6.
Stenoderma montserratense sp.n. Färbung. Thomas (4) p. 132—133. — Petromys
typicus Sm. Färbung, Nägel, Serotum nicht sichtbar, Haare; Pachyuromys
auricul. Färbung, Haar, Nägel weisslich; Saccost. lapid. Färbung Haar; Mus
dolichurus Hand- und Fusskrallen, Färbung, Haar; Mus lehocla Haarkl., Fär-
bung; Crocidura mart, Haarkl., Färbung; Macroscelid. rupestr. Nägel, Farbe,
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 285
Haar; M. typ. Farbe, Haar; Nyct. cap. Flughaut, Farbe, Haut; Vesperus cap.
Flughaut; V. minutus Haar; Miniopterus Flughaut; Canis canna Färbung;
Galago moholi-teng Färbung, Haar; Scrotum klein. — Noack (3) p. 53 -81, 82.
— Spielarten v. Canis azarae unterscheiden sich meist durch d. Färbung.
Noack (4). — Schuppen d. Säugethiere. — Reh p. 34-36. — Echidna aculeata
Parker p.3—14. — Nilpferd. Färbung. Müller-Liebenwalde (1) p.12—13. —
Ovis montana, Hörner als Waffe, Farbe; Aplocerus laniger, Hörer bei $ und 9,
bei letzteren nur etwas kleiner. Müller-Liebenwalde (2) p. 257-260. —
Sitomys american, Färbung, Haar. Shryock p. 347—348. — Teleoceras major
Hatch. Horn. Hatscher (2) p. 236—248. — Perognathus latirostris sp.n. Fär-
bung. Rhoads (8) p. 185—187. — Cobus ellipsiprymnus, Tragel. decula, Ammo-
dorc. clarkei (2 hornlos), Sakaro - Antilope, Färbung, Beira - Antilope, Kquus
Grevyi, Rhin. bicorn. Swayne p 316—323. — Ornithorhynch. paradoxus Drüsen-
gänge, Haare. Poulton (1) p. 290. — Haare v. Cercopithec. erythrogaster.
Selater (1) p.1. — Neotoma monochrura sp.n. Färbung, N. intermedia n. sp.
Färbung, Dipodomys parvus sp. n. ähnl. D. merriami. Rhoads (7) p.67—71. —
Gazella rufina Hörner, Farbe, G. Loderi Thos. Farbe, Hörner. Thomas (1) p. 467
—472. — Giraffe. Thomas (5) p. 135—136. — Cervus od. Megac. gigant.
Schaufeln. Willmers p. 198--199. — Spermophil. tredeciml. Farbe macht ihn
v. umherliegenden Aststücken ete. schwer unterscheidb., Sp. spil. obsol. Farbe
steht im Einklang mit d. Umgebung. Zacher p. 270 -275, 297—301. — Sitomys
(Rhipidomys) decolorus sp. nov. p. 689—690.
Muskeln, Bänder und Gelenke.
Baum (1). M. levat. lab. sup. et alae nas. et pyramidal. — Röder (1). M. le-
vator penis, bisher b. Feliden übersehen. — Müller, Adf. u. K. M. retractor.
des Ohres, m. erector auris. Mittelst der Mm. retraetores können die Thiere
die Ohren z. Seite des Kopfes zusammenlegen; der M. erector entspringt am
Grunde des inneren Ohrrandes und geht, den inneren Saum des Ohrrandes bil-
dend, bis nach der Spitze des Ohres. Durch diese Muskelvorrichtung richtet
d. Thier den Kiel u. mit diesem die Ohrmuschel aufwärts, was beim Vernehmen
der leisesten Luftwellen sich erweist. — Langendorff. Herz p. 565—566. —
Deniker u. Boulart. M. fronto -temporalis, zygomaticus, caninus und andere
Gesichtsmuskeln von Simia p. 237—238. — Ehlers. Musculus glossovaginalis
(Ehl.) ist d. mylohyoideus homolog, M. stylo-hyoideus etc. von Manis macrura
u. Manis tricuspis Sunder. — Beckmann. Canis famil. p.17—27. — Müller,
Adf. u. K. Luira vulgaris. Muskulöse Lippen, p. 153. — Müller, Adf. u. K.
Erinaceus europaeus. Hautmuskel stark entwickelt, p. 211. — Ledouble (Hum-
phry bei L.). Phoca, Ceratodus und Lepidosiren. Gesichtsmuskeln, Ohrmuschel
u. Oecipito-frontal-Muskeln, p. 41. — Ledouble. Felis domestica bis 25 Muskeln
des äusseren Ohres im Gegs. zu Menschen, hier 8, p. 42. — Melixonneuve bei
Ledouble. Vespertilio murinus. 2 Auriculares posteriores. Insertion: M. oceipito-
aurieul. u. oceipitoaurieul. rotator p. 42. — Lavocat bei Ledouble. Camelus
giraffa. Besondere Bildung des M. auricularis post., p.42. — Ledouble. Equus
caballus. 3 Mm. auricular., breit. u. läng. Bändchen, Insertion, p. 43. — Watson bei
286 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Ledouble. Elephas indicus. 4 Mm. retraetores: 1) M. retrahens internus, 2) M.
retrahens superior, 3) M.retrahens anterior, 4) M.retrahens internus, p.43.— Cuvier
bei Ledouble. Canis familiaris. M. cervico-seutien., p. 43. — Cuvier bei Ledouble.
Lepus cuniculus. M. cervico-scutien., p.43. — Ledouble. Vespertilio murinus.
M. elevator auris, Insertion, p.44. — Ledouble. Camelus girafa. M. aurieu-
laris superior od. temporo-aurieularis, p.44. — Ledouble. Elephas indicus. M.
auricularis superior od. attolens sup., p. 44. — Strauss-Durkheim bei Ledouble.
Felis domestica. M. sagitto-pavillien od. oceipit. conchien, p. 44, — Arloing u.
Chauveau bei Ledouble. Equus mulus (Maulesel). Mm. temporo-auriculares ext.
u. temporo-aurieulares int., p.45. — Lavocat bei Ledouble. Camelus giraffa.
M. aurieularis ant. od. bandelettes zygomato et sceuto-auriculares, p.46. — Le-
double. Elephas indicus. 2 Protractores auris: M. attrahens sup, u. M, attra-
hens inf. Insertion der Mm. auriculares ant. u. inf. Zusammensetzung d. Mm.
auricul. ant. u. superior., p.47. — Ledouble. Vespertilio murinus. 3 Mm.
attractores auric., Lage, p.47. — Ledouble. Eqguiden. M. zygomatico-auricu-
laris, p. 47. — Ledouble. P%hoca. M. sylo-glossus, Insertion, p. 53. — Ledouble.
Equus caballus. M. tympano-aurieularis od. auricularis profundus, Insertion,
p.54. — Ledouble. Camelus girafa. M. tympano-auricularis od. aurieularis
profundus, Insertion p.54. — Ledouble. Elephas indicus. Von inner. Muskeln
des äusseren Ohres besitzt er nur den Tragus-Muskel und den M. transversus,
p-55. — Ledouble. Felis domestica besitzt von den inner. Muskeln des äusseren
Öhres den M. antitragus-antilobien u. den conchien-interne = Tragus-Muskel d.
Menschen, p.56. — Ledouble. Bos taurus. Von „Muscles de la chaine des
osselets“ sind 4 Mm. vorhanden: der stap&dien, tensor tempani, laxator tempani
u. laxator tempani minor, p.56. — Ledouble. Equus caballus. Von Muscles
de la chaine des osselets sind 4 Mm. vorhanden: der stapedien, tensor tempani,
laxator tempani u. laxator tempani minor, p.56. — Lesbre, X. et L. Guinard.
Felis domesticus. Diaphragma, p. 129. — Muskeln d. proximal. Theiles d. Vorder-
extrem. v. Felis dom. Clasen 35 p. — Beauregard. 2 Mm. des osselets von
Vespertilio murinus, p. 371-372. — Beauregard. Muscles des osselets v. Pte-
ropus medius, p. 372. — Beauregard. 1) Muscle interne du marteau, 2) Muscle
de l’etrier bei Bos taurus, p.378—379. — Beauregard. Muscles des osselets,
Hammermuskel fehlt, dagegen ist der muscle de l’&trier gut entwickelt bei Eu-
delphinus delphis, p. 392. — Beauregard. Muscles des osselets von Balaenoptera
musculus, p.399. — Matschie (8). Zunge von Scotonycteris zenkeri Mtsch. spec.
nov. gleicht in Form u. Gestalt der v. Epomophorus pusillus, p. 202. — Tornier
(1). Band, Lig. fib.-ast.-cal.-antie., für den Malleolus externus bei Equus caballus,
p.24. — Tornier (1). Ligamentum fib.-ast.-cal.-antieum von Elephas, p.25. —
— Tornier (1). Ligamentum fib.-ast.-cal.-anticum von Manis, p.25. — Tornier
(1). Ligamentum fib.-ast.-cal.-antieum von Artiodactylae, p.25. — Tornier (1).
Ligamentum fib-ast.-cal.-anticum kann verknöchern v. d. Fibula aus u. v. Ast.
bei Carnivoren, p.25. — Tornier (1). Ligamentum fib.-ast.-cal.-anticum bei den
Marsupialiern, p.25. — Tornier (1). Ligamentum talo-tib.-posticum von Phoca,
p. 25. — Tornier (1). Ligamentum von Hydrochoerus capybara, p.25. — Tor-
nier (1). Ligamentum von Ruminantien, p. 25. — Tornier (1). Band mit
Knochenkern v. Myrmecophaga tetrodactyla, p.26. — Tornier (1). Ligamentum
tib,-ast.-posticum verknöch. selten v. d. Tibia aus bei Orycteropus capensis, p. 26.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 9287
— Tornier (1). Ligamentum tib.-ast.-posticum von Dasypus gigas, P.26. —
Tornier (1). Ligamentum von Ursidae, p.27. — Tornier (1). Ligamentum
von Caniden, p.27. — Tornier (1). Ligamentum von Feliden, p. 27. — Tornier
(1). Ligamentum cal.-nav.-cub.-interossum von COynaelurus guttatus, P.27. —
Tornier (1). Ligamentum von Schimpansen, p. 27. — Tornier (1). Ligamentum
von Ursus arctos, p. 27. — Tornier (1). Band von Mustelinidae, p.27. —
Tornier (1). Band von Canidae, p.27. — Tornier (1). Band vom Jaguar,
p-27. — Tornier (1). Band von Procyon, p.27. — Tornier (1). Band von
Nasua, p.27. — Tornier (1). Ligamentum cal.-nav.-cub.-interossum von Artio-
dactylae, p.28. — Tornier (1). Ligamentum cal.-nav.-cub.-interossum von Ta-
piridae, p.28. — Tornier (1). Band von Palaeotheridae, p.28. — Tornier (1).
Band von Manis (Ligamentum cal.-nav.-ceub.-interossum) p.28. — Tornier (1).
Museulus-peronaeus longus-Endsehne von Hundsaffen, p. 28. — Tornier (1). Mus-
ceulus-peronaeus longus-Endsehne von Carnivoren, p. 28. — Tornier (1). Mus-
eulus-peronaeus longus-Endsehne von Myrmecophaga, p. 28. — Tornier (1).
Musculus-peronaeus longus-Endsehne bei Halbaffen, p. 28. — Tornier (1). Sehnen-
theil, welcher dem Musculus tibialis anticus und Musculus abductor hallueis
gemeinsam ist von Carnivoren, p. 28. — Tornier (1). Sehnentheil, der dem
Musculus tibialis anticus und Musculus abduetor hallucus gemeinsam ist
von Myrmecophaga, p.28. — Sehnentheil, welcher dem Musculus tibialis antieus
und Musculus abductor hallueis gemeinsam ist von Hylobates, p.28. — Tornier
(2). Musculus peronaeus longus von Monotremata p.74. — Tornier (2). Mus-
culus peronaeus longus von Marsupialia, p.74. — Bardeleben (1). Musculus
palmaris longus, M. radialis internus, M. extensor pollicis et praepollicis von
Macropus bennetti p. 361—362. — Bardeleben. Flexores (M. ulnaris internus,
M. palmaris longus, M. fliexor digitorum sublimis, M, flexor digitor. profundus) et
extensores (M. supinator longus, Mm. radialis externi longus et brevis), ferner
Flexores (M. gastroenemius, M. plantaris, M. flexor digitor. brevis superficialis,
M. flexor digitor. profundus (fibularis), Mm, adductores, M. abduetor digiti minimj,
M. tibialis posticus); Extensores: M. tibialis anterior, M. peronaeus longus von
Trichosurus vulpecula, p.361, 369. — Bardeleben. Flexores und Extensores
von Forearm and Hand von Didelphys marsupialis, ebenso von Leg and Foot,
p- 359—360, 367—369. — Bardeleben. Flexores und Extensores von Leg and
Foot von Euphractus minutus, p.369. — Bardeleben. Flexores und Extensores
von Forearm and Hand u. v. Leg and Foot bei Hyrax Brucei, p.363, 371. —
Bardeleben. M. palmaris longus u. M. ulnaris internus bei Insectivoren, p. 362.
— Bardeleben. M. palmaris longus, flexor digitor. sublimis, profundus, M. ex-
tensor pollieis et praepollicis, M. abductor (extensor) praehallueis (tibialis, medi-
alis) bei Sciurus arizonensis, p. 369, 370. — Bardeleben. Muskeln für Forearm
and Hand u. Leg and Foot bei Bathyergus maritimus, p.362, 371. — Barde-
leben. Muskeln für Forearm and Hand bei Dipus jaculus, p.363. — Barde-
leben. Muskeln für Forearm and Hand u. Leg and Foot bei Liusang gracilis,
p- 364, 372. — Bardeleben. Muskeln für Forearm and Hand u. Leg and Foot
bei Viverricula malaccensis, p.367, 372, — Bardeleben. Flexores und Exten-
sores von Paradoxurus sp., p.366. — Bardeleben. Flexores und Extensores
von Forearm and Hand u. Leg and Foot bei Herpestes griseus, p. 365, 372. —
Manners-Smith. M. trapezius, M. latissimus dorsi, M. rhomboideus, M. epicoraco-
288 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
brachialis, M. pectoralis major, M. levator anguli scapulae (trachelo-scapular),
M. trachelo-acromial., M. serratus magnus, M. supraspinatus, M. infraspinatus,
M. teres major, M. teres minor, M. subscapularis. Muskeln of Arm; Muskeln of
Forearm. Myology of Manus. Muskeln of the Posterior Extremity. Muskeln
of Front of Thigh. Adduetor Group. Hamstring Muskeln. Muskeln of the
Leg. Myology of Pes von Ornithorhynchus paradoxus, p. 694, 710. — Göp-
pert, E. (2). Musculus obliquus superior oculi von Echidna setosa u. Ornitho-
rhynchus, p. 278—280. — Parsons. Muskeln of the Head and Neck, Muskeln
of the Anterior Extremity, Muskeln of Trunk, Tail-Muscles, Muscles of Posterior
Extremity u. Muscles of the Foot von Aulacodus swindernianus, Capromys pilo-
rides, Myopotamus coypus, Octodon cumingü, Hwystrie cristata, Cavia cobaya,
Ceredon rupestris, Dipus aegyptius, Dipus hirtipes, Alectaga indica, Sciurus pre-
vostü, Sphingurus prehensilis, Lagostomus trichodactylus, Chinchilla lanigera,
Dasyprocta cristata, Coelogenys paca, Pteromys oral, Xerus getulus, Spermophilus
mexıcanus, Arctomys marmotta, Castor canadensis, p.251—296. — Beddard.
Herz von Ornithorhynchus mit Abbildung, p. 719—722, — Vogt u. Jung. Haut-
muskeln u. Skelettmuskeln von Lepus ceuniculus L., p. 861—876. — Keith. Mus-
eulus flexor digitorum profundus an Hand und Fuss bei Primates, p. 335—339.
— Röder. Mm. ischio-cavernosi u. M. levator penis bei Feliden, p.182. —
Marey. Muskelphysiologie v. Felis domestica, Canis fam. u. Lep. eunicul. p. 654
—655. — Halban. (uergestreift. Muskelfas.
Cireulationssystem.
Baum. Arteria etbmoidalis, Aa. palatinae majores, A. spheno-palatina
p. 96 97, — Golubew. Nierengefäss. 100 p. — Bach. Arteria ophthalmica
extern. mit Fettarterie, A. conjunctivalis lateral., A. ciliaris anterior infer., A.
iridis lateral, Aa. chorioideae laterales, A. nasalis iridis, A. chorioideae nasales,
A. recurreus ad nerv. optic.,, A. chorioideae inferior, A. glandulae Harderi, A.
lacrymalis, A. supraorbitalis, A. chorioideae superior, A. conjunctivalis medialis,
A. ciliaris anterior superior, A. ophthalmiea interna; Venen, welche dazu ge-
hören. p. 241—255. — Müller, Adf. u. K. Aorta u. untere Hohlader vorhand.
p. 154. — Langendorff. Herz. p. 565—566. — Ranvier. Lympheirkulation
beim Kaninchen, p. 168. — Lesbre. Herz, Aorta dextra, Truncus brachio-
cephalieus (A. axillaris dextra et carotidae), Aorta sinistra, A. axillaris sin.,
Aa. umbilicales, Vv. cavae sup. et inf. bei Felis domestica p. 130-131. —
Retterer. Arteria hepatica u. Vena portae, Geschichtliches. p. 133—140. —
Manners-Smith. Branches of the Trunk Aorta, Visceral Branches, Arteries of
Head and Neck von Ornithorhynchus paradoxus. p. 712 —715. — Vogt u. Jung.
Herz, Grosser oder Körperkreislauf, Pfortadersystem, kleiner od. Lungenkreis-
lauf, Lymphgefässsystem v. Lepus cuniculus L p. 926—931. — Condorelli-
Francaviglia. Bradypus tridactylus var. notus. p.6—17, 18. — Zuckerkandl,
Arterien des Vorderarmes bei Monotremen, Marsupialia, Edentata, Rodentien,
Insectivoren, Carnivoren, Pinnepedien, Chiropteren, Prosimiae, Anthropomorphae
p. 287. — Ravn. Arteria omphalo-mesenterica bei Mus musculus u. Mus rattus.
p. 420—424.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 289
Respirationsapparat.
Lesbre et G@uinard. Lunge von Felis domestica p. 130. — Tullberg.
Mus maur. Lunge p.9. — Deniker u. Boulart. Larynx und Pulmo von Simia
p. 237. — Vogt u. Yung. Kehlkopf, Luftröhre, Lunge v. Lepus cuniculus L.
p. 914—917. — Göppert (1). Wrisbergscher Knorpel, Kehlkopf von Carnivoren,
Primaten, Insectivoren, Myrmecophaga didactyla; Mus musculus, Arvicola am-
phibius u. Lepus cuniculus p.90—141. — Condorelli-Francaviglia. Bradp.
tridactylus. p. 6—17, 18. — Jolyet. Atemloch von Phocaena communis, sein Mecha-
nismus bei Cetaceen. p. 610.
Secretion.
Müller, Adf. u. K. Stinkdrüsen b. Mustela putorius. — Müller, Adf. u.
K. Fettdrüsen bei Meles vulgaris. — Müller, Adf. u. K. Gesäuge bei Cervus
alces u, Alec. jubata. — Müller, Adf. u.K. 2 faustdicke Castorsäcke u. 2 gleich-
grosse Drüsensäcke, in denen bienenhonigähnliches Oel abgesondert wird. Lage
der Absonderungsdrüsen nahe dem After. — Müller, Adf. u. K. Drüsenreiches
Gesicht b. Chiropteren. — Landois (9) Milchdrüse b, Capra. — Beauregard (2)
Parfümdrüsen bei Genetta, Civetta und Viverricula. — Mayer. Milchdrüse,
Parotis von Mus musculus, Mus rattus. — Tullberg. Zitzen von Mus maur.,
M. alleni, M. longipes, M. rattus, Lophuromys, M. hypoxanthus, M. dolichurus
p.10, 13, 15, 19, 39, 26, 32. — Gottlieb. Physiol. u. Pharmakol. d. Pankreas-
secretion. Naturw. Rundsch. No.19. — Meijere. Echidna hystrix. Tubulöse
Drüsen nahe den Mammardrüsen, münden in gemeinschaftlichen Follikel der
Bündel. — Meijere. Ornithorhynchus anatinus Shaw. Schweissdrüsen Mündung.
-- Meijere. Schweissdrüsen münden in d. Spitze der Haarfollikel bei Didelphys
marsupialis. — Meijere. Talgdrüsen öfter nur an einer Seite,des Haares vor-
handen, Schweissdrüsen münden in d. Spitze der Haarfollikel bei Dasyurus viver-
rinus. — Meijere. Schweissdrüsen münden an d. Spitze d. Haarfollikel bei
Phascologale minima. — Meijere. Schweissdrüsen münden in d, Haarfollikel bei
Sminthopsis erassicaudata. — Meijere. Acinöse Drüsen. Schweissdrüsen nicht
gefunden bei Perameles obesula. — Meijere. Tubulöse Drüsen münden an d. Spitze
des Follikels des Mittelhaars. Talgdrüsen bei PRascolomys Mitchelli. — Meijere.
Schweissdrüsen münden am Schwanze in d. Haarfollikel bei Phalanger celebensis.
— Meijere. Acinöse Drüsen. Schweissdrüsen am Schwanze nicht zu finden
bei Petrogale penicillata. — Meijere. Talgdrüsen klein, Schweissdrüsen je eine
zu jeder Haargruppe gehörig bei Macropus ruficollis. — Meijere. Grosse tubu-
löse Drüsen bei Macropus rufus. — Meijere. Schweissdrüsenausmündung bei
Bradypus tridactylus. — Meijere. Tubulöse Drüsen bei Hippopotamus amphibius.
— Meijere. Kleine acinöse Drüsen; Schweissdrüsen nur an den Borsten, münden
an d. Spitze eines Follikels bei Sus vittatus. — Meijere. Schweissdrüsen-
mündungen bei Sus scrofa. — Meijere. Tubulöse Drüsen an d. Unterfläche des
Schwanzes bei Auchenia pacos. — Meijere. Acinöse und tubulöse Drüsen be-
sitzen d. starken Haare, den feinen Haaren fehlen beide Arten v. Drüsen bei
Tragulus meminna. — Meijere. Schweissdrüsen münden in d. Spitze der Haar-
follikel bei Antilope cervicapra. — Meijere. Tubulöse Drüsen münden in d. Haar-
follikel von Ovis musimon. — Meijere. Kleine Schweissdrüsen am Rücken;
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 19
3290 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
acinöse Drüsen bei Ovis aries. — Meijere. Acinöse u. tubulöse Drüsen, Schweiss-
drüsen bei Bubalus bubalus. — Meijere. Acinöse Drüsen sehr klein bei Ayrax
capensis. — Meijere. Tubulöse Drüsen nicht gefunden, acinöse Drüsen klein
bei Anomalurus beecroftü. — Meijere. Kleine acinöse Drüsen bei Rhizomys
sumatrensis. — Meijere. Schweissdrüsen-Bildung, Mündung bei Felis leo. —
Meijere. Schweissdrüsen-Mündung, 1—3]lappige acinöse Drüsen an den Follikeln
der Stammhaare von Herpestes gracilis. — Meijere. Tubulöse Drüsen, acinöse
Drüsen. Mündungen derselben, Bau von Canis aureus. — Meijere. Acinöse
Drüsen der Stammhaare, tubulöse Drüsen-Mündung v. Ursus arctos. — Meijere.
Schweissdrüsen münden in die Haarfollikel bei Mustela erminea. — Meijere.
Acinöse- u. Schweissdrüsen von Phoca vitulina. — Meijere. Tubulöse Drüsen.
Ausmündung bei Galeopithecus volans, — Meijere. Schweissdrüsen - Mündung
von Ptilocercus lowi. — Tubulöse u. acinöse Drüsen-Mündung von Erinaceus
europaeus. — Meijere. Beschreibung der Schweissdrüsen von Pachyura indica.
— Meijere. Acinöse u. Schweissdrüsen von Talpa europaea. — Meijere. Acinöse
Drüsen von Oynonycteris collaris. — Meijere. Schweissdrüsen in d. Ohrmuschel-
u. Flughaut von Vespertilio daubentonii. — Meijere. Schweissdrüsen-Mündung,
acinöse Drüsen bei Lemur catta. — Meijere. Tubulöse Drüsen, Mündung von
Mirza coquerelüi. — Meijere. Schweissdrüsen, Mündung, in d. Schwanzhaut von
Lepilemur mustelinus. — Meijere. Schweissdrüsen, Mündung, acinöse Drüsen,
von Perodicticus potto. — Meijere. Schweissdrüsen, Mündung am Schwanze,
acinöse Drüsen von Hapale jacchus. — Meijere. Schweissdrüsen, Mündung von
Midas rosalia. — Meijere. Schweissdrüsen, Mündung von (ebus apella. —
Meijere. Schweissdrüsen Fig. 25, p.344. Mündung von Cynocephalus hamadryas.
— Meijere. Schweissdrüsen, Mündung von Simia satyrus. — Löwenthal.
Glandula maxillaris von Cavia cobaya. — Löwenthal. Glandula maxillaris von
Mus rattus. — Löwenthal. Erinaceus europaeus, Glandula maxillaris. — Mediane
Schilddrüsen beim Schwein in d. Anlage paarig. Jacoby p. 49—53. — Mammae 4:
Bubalus mindor. Jentink (1) p. 199—204. — Ornithorhynchus. Drüse. Martin u.
Fidswell p.380 u. 395 (Z. A.). — Stinkdrüsensekret von Mydaus Marchei Huet.
Meyer (4) p. 4. — Accessorische Geschlechtsdrüsen. Oudemans 92 pp. —
Ornithorhynchus paradoxus: Drüsengänge gehen an d. Haarbulbus und durch d.
Mark verkürzter oder degen. Haare nach aussen. Poulton (1) p. 290. — Glan-
dula thyreoidea von Mensch u. Schwein (Entwickl.). Simon (1) p. 379—389. —
Secernirend. Zellen d. Glandula submaxill. d. Mensch. Solger (2) p. 415—419,
455. — Procav. syr. Prostata. Matschie (7) p. 193—194.
Harn- und Geschlechtsorgane.
Röder, p. 180. Crura penis, Rutenschaft. — Röder, p. 182. Rute, Urethra,
Mm. ischio-cavernosi; M. levator penis. — Röder, p.182. Eichel der Feliden.
— Strahl (1). Regeneration der Uterusschleimhaut der Hündin nach d. Wurf.
p. 662—664. — Strahl (2). Uterus post partum. p. 509—518. — Müller,
Adf. u. K. Pinsel v. d. Scheide d. Brunstrute, p. 200. — Landeis (9).
Testes, Nebenhoden, Gubernaculum Hunteri, Vasa deferentia, Vesic. seminales;
Clitoris, Vagina, Uterus bicornis. — Henneguy. Follicules de Graaf bei Mus
decumanus, p.4—10. — Henneguy. Follicules de Graaf bei Rhinolophus ferrum-
equinum, p. 10—13. — Henneguy. Follieules de Graaf bei Sorex vulgaris, p. 13
—14. — Henneguy. Follicules de Graaf bei Mus muscul., p. 14—15. — Henne-
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 991
guy. Follieules de Graaf bei Felis domestic., p.15—17. — Henneguy. RPolli-
cules de Graaf bei Mus rattus, p.23. — Henneguy. Follicules de Graaf beim
Meerschweinchen, p. 23. — Lesbre et &uinard. Niere, Ureter, Blase; les reins
ont encore l’aspect lobule de l’&tat foetal; Testes, Gubernaculum Hunteri, Epidi-
dymis, von Felis domestica p.130. — Duval. Placenta des Canis familiaris, p.201.
— Turner bei Duval. Placenta des Canis vulpes, p.205. — Turner bei Duval
Placenta v. Felis domestica, p.205. — Bischoff bei Duval. Placenta von Mus-
tela foina, p. 221. — Bischoff bei Duval. Placenta von Mustela martes, p. 221.
— Strahl bei Duval. Placenta von Putorius furo, p.223. — Matschie (7).
Prostatadrüsen von Procavia syriaca sind ungestielt, stark traubig, '/, so gross
wie d. Harnblase u. reichen bis zur halben Höhe dieses Organs. Vasa defe-
rentia vereinigen sich zwischen Harnblase u. d. Penis, p. 193—194. — Reichel.
Harnblase, Harnröhre, Penis, Urethralseptum von Sus, p.147—148. — Beddard.
Testis und Vas deferens abgebildet, p. 719—720. — Qudemans. Accessorische
Geschlechtsdrüsen. 92 pp. — Vogt u. Yung. Doppelter oder zweihörniger
Uterus bei Prosimiae, p. 880. — Vogt u. Yung. Einfacher Uterus bei
Primates, p.830. — Vogt u. Yung. & Prostata, Penis, Cowpersche Drüsen,
Vorhautdrüsen, Hoden, Nebenhoden, @ Ovarium, Eileiter, Uterus, Scheide,
Vulva von Lepus cuniculus L., p. 917—926. — Waldeyer. Tuben-Schwanger-
schaft bei Oynocephalus hamadryas, p. 75 (246). — Hubrecht (1). Uterus, Pla-
eenta von Sorex vulgaris, p.120 (481—523) (524—537). — Beauregard et Bou-
lart. Uterus maseul. u. ausführende Kanäle von Balaenoptera musculus, p. 373
— 374. — Crety. Oyvarium von Chiropteren, p. 221—235, 237—239. — Brecher-
Grünwalde. Nachbrunst von Cervus capreolus. — Holl. Ovum: Maus, Meer-
schwein, Katze, Kaninchen, Rind u. Mensch. p. 297—315. — Bühler. Genital-
organe von Lepus cuniculus. — Röder. Wollustkörperehen u. Endkolben. —
Laiaste (1). Samenblasen. p. COV—CVIL. — Timofeew. Nervenendigungen in
männlichen Geschlechtsorganen von Lepus cun., Cavia cobaya, Mus ratt., Felis
domestic. u. Can. familiaris p. 342—348.
Nervensystem.
Baum (1). N. nasalis posterior von Fguus caballus, p.97. — Baum (1).
N. olfactorius von Equus caballus, p.98. — Baum (1). N. ethmoidalis, Endstamm,
Equus caballus, p. 98. — Kölliker. N. sympathieus, p. 31—58 (97—120). —
Langendorff. N. vagus, Reizung, p. 565—566. — Leshre et Guinard. Gehirn,
Rückenmark, Ventrikel, Lobus optieus, Schädel- u. Cervicalnerven bei Felis do-
mestica, p. 131. — Beauregard N. facialis von Pteropus medius, p. 373—374.
— Remak bei Jacques. Ganglien im Herzen von Bos taurus, p. 622. — Krause
bei Jacques. Nerfs cardiaques von Lepus cuniculus, p.623. — Vignal bei
Jacques. Systeme neıveux du coeur von Lepus cuniculus, p.624. — Kasem-
Beck bei Jacques. Lepus cuniculus. Es kommt nur eine einzige Art von Zellen
in den Ganglien des Herzens vor. Diese Elemente besitzen eine einzige Ver-
längerung (p. 626). — Retzius bei Jacques. Nerfs du myocarde von Mus
musculus, p. 627. — Berkley bei Jacques. Nerfs du myocarde v. Mus rattus,
7.627. — Kölliker bei Jacques. Herzganglien bei Bos taurus, p.628. —
Jaeques. Nerven des Pericards bei Canis familiaris, p.631. — Bardeleben,
K.v. Nerven v. Bein und Fuss bei Trichosurus vulpecula, p. 368—369. — Der-
selbe. Nerven von Bein und Fuss bei Didelphys marsupialis, p.367—368. —
19*
3292 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Derselbe. Nerven v. Vorderarm, Hand, Bein u. Fuss bei Sawurus arizonensis,
p. 362, 370. — Derselbe. Nerven v. Vorderarm und Hand bei Bathyergus
maritimus, p. 362. — Derselbe. Nerven v. Vorderarm und Hand bei Linsang
gracilis, p. 364. — Derselbe. Nerven v. Vorderarm, Hand, Bein u, Fuss
bei Viverricula malaccensis, p. 367, 372. — Derselbe. Nerven v. Vorderarm und
Hand bei Paradoxurus sp.. p.366. — Derselbe. Nerven v. Vorderarm, Hand,
Bein und Fuss bei Herpestes griseus, p. 365, 372. — Chiarugi (1). Gehirnnerven.
p.287. — Chiarugi (2). Knospe in der Gegend des Chiasma des Sehnerven
erreicht, von der ventralen Wand des Zwischenhirns ausgehend, das Ectoderm.
p. 287. — Manners, Smith. Brachial-Plexus, Lumbar-Plexus, Sacral-Plexus
von Ornithorhynchus paradoxus, p. 710—712. — Vogt u. Jung. Central-Nerven-
system, Peripherische Nerven, Sympathisches Nervensystem von Lepus cuniculus
L., p. 877—893. — Timofeew. Nervenendigungen in männlichen Geschlechts-
organen von Lepus cuniculus, Cavia cobaya, Mus rattus L., Felis domestica
u. Canis familiaris, p. 342— 348. — Martin. Gehirnbalkenentwicklung bei Felis
domestica, p. 472—476. — Clasen. Nerven d. proximalen Theiles der Vorderextr.
von Felis domestica. 35 p. — Retzius. Ganglion ciliare v. Felis. p. 633
—637. — Rüdinger. Gehirn von Canis familiaris. Naturw. Rundsch. 9. Bd.
— (Cannieu. Gehörnerv von Felis domestica, Ovis aries und Mus rattus L.,
p. 8°—120 u. 120—153. — Benham. Gehirn p. 47— 88. — Berkley. Nervenhistol.
p. 746—753. — Bole. Gehirn-Morphol. u. Histol.
Lebensweise.
Phacochoerus in Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1) p.524. Nutzen,
Schaden. — Zebra um Kirangasa, Deutsch-Ost- Afrika. Emin bei Noack
(1) p. 524. — Hystrie in Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1) p.524.
Dient als Speise. — Sciurus in Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1)
p. 525. — Zorilla albinucha von Tabora. Emin bei Noack (1) p. 525. —
Hyaena striata von Somali- u. Massailland. Emin bei Noack (1) p. 525.
Faunistik. — Hiyaena crocuta von Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1)
p. 525. Faunistik. — Hyaena brunnea (Menges) von Somaliland. Emin bei
Noack (1) p.528. Faunistik. — Canis aureus (adustus?) v. Deutsch-Ost-Afrika.
Emin bei Noack (1) p.525. Faunistik. — Felis leo von Deutsch-Ost-Afrika
(Bibissanda). Emin bei Noack (1) p.525. Faunistik. — Cercopithecus erythrar-
chus vom Ngerengere- und Kidete-Bach. Emin bei Noack (1) p. 525. —
Hippopotamus von Tabora-Ujui. Emin bei Noack (1) p. 525. — KRatelus
capensis am Manjanga-Bache. Emin bei Noack (5) p. 526—27. — Oreo-
tragus von Bussisi (Victoria-Nyansa). Stimme. Emin bei Noack (1) p.527. —
Cercopithecus erytharchus (?) vom Wasserrande des Victoria-Nyansa. Haut,
Farbe, Name. Flüchtet bei Gefahr. Emin bei Noack (1) p.528. — Hyrax vom
Vietoria-Nyansa. Stimme. Emin bei Noack (1) p. 528. — Herpestes v. Victoria-
Nyansa. Name, Stimme. Emin bei Noack (1) p.528. — Hippopotamus -vom
Westufer des Victoria-Nyansa. Emin bei Noack (1) p. 528. — Dendromys pu-
milio (?) vom Westufer des Victoria-Nyansa. Emin bei Noack (1) p.528. —
Georychus (Heliophobius?) von Bukoba. Fangweise. Name. Emin bei Noack
(1) p.528. — Üricetomys gambianus von Bukoba. Schaden, Nutzen, Name.
Nächtliche Lebensart. Emin bei Noack (1) p.529. — Zorilla albinucha von
Bukoba. Emin bei Noack (1) p. 529. — Hyrax brucei von Mpapua, Tabora
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahre 1894. 293
Unianiembe. Auf Felsen, Bergen. Emin bei Noack (1) p.533. — Lepus saxatilis
von Tabora. Emin bei Noack (1) p. 542. — Gerbillus boehmi von Tabora.
Noack (1) p.566. — Eliomys murinus von Ostafrika. Noack (1) p.566. — Mus
microdon Pet. von Ostafrika. Noack (1) p.569. — Mus abyssinicus Rüpp. von
Tabora. Noack (1) p.571. — Mus rattus von Ostafrika. Noack (1) p.572. —
Petrodromus tetradactylus Pet. von Mkigwa, Unianiembe, Tabora. Stimme.
Noack (1) p. 573. — Erinaceus albiventris Wagn. von Tabora. Noack (1) p. 574.
— Taphozous mauritianus Geoffr. von Tabora. Noack (1) 9.574. — Helogale
undulata parvula Pet. et Sundy vom Muala-Fluss, Uniamuesi. Noack (1) p. 581
—582. — Balaena japonica Lacep, jap. Semikujira. Möbius (1) p. 6. — Rhachia-
nectes glaucus (Cope), jap. Koküjira. Möbius (1) p.20. — Nahrung v. Mus all.,
maurus, longip., barbarus, univittatus, rufocan., hypoxantus, dolichur,, Dasymys,
Lophuromys, Deomys, Hydromys, Oricetomys. Tullberg p.55. — Trichechus rosmarus
von Neu-Sibirien palaeontol. u. recent. Tschersky (1) p.34. — Spermophilus
Eversmanni vom Janagebiet. Tschersky (1) p.34. — Ovis nivicola vom Jana-
gebiet. Tschersky (1) p.34. — Castor europaeus von d. mittl. Elbe. Friedrich,
Naturw. Rundsch. 9. — Canis familiaris. Beckmann, Geschichte u, Beschrei-
bung d. Rassen d. Hundes. — Felis catus aus Deutschland. Ungesellig. Müller,
Adf. u. Karl, p.93. — Felis lyn& aus Deutschland. Müller, Adf. u. K,, p.90
—93. — Canis familiaris aus Deutschland. Nutzen. Müller, Adf. u. K., p.96.
Canis lupus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K., p.129, — Canis vulpes aus
Deutschland. Müller, Adf. u. K., p. 134—135. — Mustela erminea aus Deutsch-
land. Müller, Adf. u. K., p.138—40. — Mustela vulgaris aus Deutschland.
Müller, Adf. u. K, p. 142—144. — Mustela martes aus Deutschland. Müller,
Adf. u. K., p. 144. — Mustela foina aus Deutschland. Müller, Adf. u. K., p. 146.
— Mustela putorius aus Deutschland. Müller, Adf. u. K., p. 152. — Lutra
vulgaris aus Deutschland. Müller, Adf. u. K., p. 155. — Lutra minor aus
Deutschland. Müller, Adf. u. K., p.159. — Meles vulgaris aus Deutschland.
Müller, Adf. u. K., p. 101. — Cervus elaphus aus Deutschland. Müller, Adf.
u. K., p. 174. — Cervus alces s. Alces jubata aus Litthauen, Moorgegend. Müller,
Adf. u. K., p.178, 179, 183. — Cervus dama s. Dama platyceros aus Deutsch-
land. Müller, Adf. u. K., p.186, 137. — Cervus capreolus s. Capreolus vulgaris
aus Deutschland. Müller, Adf. u. K., p.190. — Capella rupicapra aus d. Alpen.
Brehm b. Müller, Adf. u. K., p. 194. — Sus scrofa aus Deutschland. In ebenen
Gegenden u. Hügelland. Müller, Adf. u. K., p. 201. — Sorex s. Orocidura pyg-
maeus Ss. minutus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K., p. 207. — Orocidura s.
Sorex araneus aus Deutschland. Neigung für das Feld. Müller, Adf. u. K,,
p. 208. — Crocidura leuwcodon aus Deutschland. Wald ist nicht ihr Aufenthalt.
Müller, Adf. u. K., p. 208. — Crossopus foediens aus Deutschland. Das Gebirge
mit seinen klaren Bächen ist d. Heimat. Müller, Adf. u. E., p. 209. —
Erinaceus europaeus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K, p. 212. —
Talpa europaea aus Deutschland. Müller, Adf. u. K, p.217. —
Arctomys marmota aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 226. — Spermo-
philus eitillus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 228. — Myoxus glis
aus Deutschland. Müller, Adf.u.K. p.231. — Myoxus nitela aus Deutschland.
Müller, Adf. u. K. p. 233. — Myoxus muscardinus s. Muscardinus avellanarius
aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p.235. — Castor fiber aus Europa.
Brelım bei Müller, Adf. u. K. p. 240—241. — Mus musculus aus Deutschland.
Müller, Adf u. K. p. 246. — Mus sylvaticus aus Deutschland, Müller, Adf.
294 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
u. K. p. 247. — Mus agrarius aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 248. —
Mus minutus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 248, 249. — Üricetus
frumentarius aus Deutschland. Müller, Adf.u.K. p. 250. — Arvicola amphibius
aus Deutschland. Müller, Adf.u.K. p. 252. — Arvicola terrestris aus Deutsch-
land. Müller, Adf.u.K p. 254. — Arvicola glareolus aus Deutschland. Müller,
Adf. u. K. p. 256. — Arvicola arvalis. s. arvensis aus Deutschland. Müller,
Adf. u. K. p. 257. — Arvicola agrestis aus Deutschland. Müller, Adf. u. K.
p. 260. — Lepus vulgaris aus Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 261. —
Lepus cuniculus aus Deutschland Müller, Adf. K. p. 265. — Chiropteren aus
Deutschland. Müller, Adf. u. K. p. 272—273. — Gymnorrhina aus Deutschland.
Müller, Adf. u. K. p. 276. — Plecotus auritus aus Deutschland. Müller, Adf.
u. K. p. 278. — Plecotus barbastellus aus Deutschland. Müller, Adf. u. K.
p. 280. — Vespertilio murinus aus Deutschland. Im Sommer in hohen, einsamen
Burgen, verödeten Böden, jagt dort während der Dunkelheit, im Winter trifft
man sie freihängend oder an Wänden sitzend. Müller, Adf. u. K. p.281. —
Vespertilio Bechsteinii aus Deutschland. In verborgensten Theilen von Höhlen,
Gruben, bohlen Bäumen. Müller, Adf. u. K. p. 232. — Vespertilio mystacinus
aus Deutschland. Vom Schornstein bis zum Kellergewötbe der Wohnungen zu
finden, meist bei Einbruch d. erst. Dämmerung ausfliegend. Müller, Adf.u.K.
p. 283. — Vespertilio Daubentonii aus Deutschland. Gesellig, anzutreffen sowohl
an ihren Schlafplätzen als in d. Winterruhe zu halben und ganzen Dutzenden,
in Bäumen, Felsenhöblen, Schächten oder Gewölben u. sonstigen Räumlichkeiten,
Müller, Adf. u. K. p. 284. — Vespertilio dasyeneme aus Deutschland. Dicht
über dem Wasserspiegel an Teichen u. Sümpfen kann man sie jagend sehen.
Müller, Adf. u. K. p. 284. — Vespertilio Nattereri aus Deutschland. In Baum-
und Felsenhöhlen sich aufhaltend, hängt sich im Innern von Burgmauern ge-
meiniglich mit dicht angeschlossenen Flughäuten und vorgestreckten Ohren an
den Seitenwänden mit wenigen ihrer Art an. Müller, Adf. u. K. p. 285. —
Vesperugo noctula aus Deutschland. Sie jagt in Wäldern, Parkanlagen und
Baumstücken. Müller Adf. u. K. p. 236. — Vesperugo Leisleri aus Deutschland.
Ausgeprägtes Waldthier, liebt vorzugsweise das Gebirge, wo es um d. höchsten
Baumkronen schon sehr früh gewandt segelt. Müller, Adf. u. K. p. 287. —
Vesperugo pipistrellus aus Deutschland. Lebt gesellig in schmalen Ritzen und
Spalten in Häusern; sie steckt unter Wandbekleidungen, Fensterläden etc.,
allgemein in passenden Gewölben. Müller, Adf. u. K. p. 289. — Vesperugo
Nathusii aus Deutschland. Lebt in Ritzen u. Spalten d. Häuser ete., gewandt
fliegend. Müller, Adf. u. K. p. 289. — Vesperugo serotinus aus Deutschland.
In hohlen Thürmen, altem Gemäuer. Müller, Adf. u. K. p. 290. — Vesperugo
discolor aus Deutschland. Sie ist Waldgebirgsthier, jedoch zeigt sie sich auch
um die menschlichen Wohnstätten, lebt in Thürmen, woselbst sie sich unter
ihresgleichen in die feinsten Spalten verkriecht. Müller, Adf. u. K. p. 291. —
Vesperugo Nilsonii aus Deutschland. In engen Ritzen in Gebäuden an ge-
schützten Orten; durchfliegt ibr Jagdrevier kurz nach d. Scheiden der Sonne.
Müller, Adf. u. K. p. 291. — Phyllorhina s. Istiophora aus Deutschland.
Nahrung besteht in d. weicheren Arten von Insekten. Müller, Adf. u.K. p. 292.
— Rhinolophus ferrum eqwinum aus Deutschland. Blutsaugen bei ihr von unter-
geordneter Bedeutung, Imsekten scheinen die Hauptnahrung zu bilden.
Müller, Adf. u. K. p. 292. — Mus aquaticus aus Persien. In Erdhöhlen auf
Feldern, @. $. Gmelin bei Reeker p. 70. — Lynx vulgaris. In dichten, dunklen
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 295
Gebirgswäldern, gelegentlich auch in der Steppe. Gross p. 428. — Oreotragus
megalotis n. sp. vom Somalilande. In den Schluchten des Hebekogebirges,
lebt wahrscheinlich dort von Laubwerk. Menges p. 130—131. — Kuhantilopen.
Matschie (4) p. 329—333. — Cebus azarae Rengg. von Argentinien. Im Ur-
walde an bergigen Stellen. Maischie (2) p.57. — Nasua nasua L. von Palos
& Pique in N. Argentinien. Immer in klein. Gesellschaften auf Bäumen. Matschie
(2) p. 61. — Procyon canerivorus Cuv. aus Jujuy in N. Argentinien an Wald-
bächen einzeln stets. Matschie (5) p. 61. — Sciurus spec. von Capillas in Argen-
tinien, zahlreich in bewaldeten Schluchten lebend, Nussfresser. Matschie (2)
p. 61. — Chlamydophorus truncatus Hart, in Gefangenschaft. Wird vom Wärter
2 mal täglich aus dem Sande herausgescharrt u. in einen Behälter mit Milch u. ge-
queschter Semmel gesetzt, den es ausleckt. Matschie (2) p.62. — Dicotyles
torquatus Cuv. Lebt im Gebirge. Matschie (2) p. 63. — Dicotyles labiatus Cuv.
Lebt im Busch und Urwald. Matschie (2) p.63. — Cervus rufus Il. Nur: auf
den mit wenigen Bäumen bestandenen Hügeln bei der Stadt. Matschie (2) p. 63. —
Spermophilus mexicanus. Winterschlaf, bewohnt unbebaute Gegenden. Varigny
p. 13. — Spermophilus tredecimlineatus. Wohnt in den Präriegegenden, dringt
niemals ins Gehölz oder in die Wälder ein. Varigny p. 12. — Spermophilus
Franklin. Lebt in den Präriegegenden; besucht Getreidefelder. Varigny, p. 13.
— Spermophilus spilosoma obsoletus s. Sp. Kennicotti. Bau, bewohnt Prärie-
gegenden. Varigny, p. 14. — Spermophilus Richardsoni elegans. Leben von
Cerealien. Varigny p.14. — Chiropteren. &oeldi (1), p. 725. — Dysopes. Goeldi (1),
p.725. — Phyllostoma. &veldi (1), p.725. — Lama. Auf Bergen. &oeldi (1), p.725.
— (astor fiber. Er bewohnt die Rhone und den Gardonfluss, Bau. Mingaud, p.796.
— (anis familiaris. Geniesst vegetabilische Speise. Erklärung dafür. Cornevin,
p. 723. — Felis domestica. Geniesst vegetabilische Speise, Erklärung dafür. Corne-
vin, p. 724. — Mustela martes. Geniesst vegetabilische Speise, Erklärung dafür.
Cornevin, p. 724. — Cobus ellipsiprymnus. Barkley, p. 131. — Catoblepas gorgon.
Barkley, p. 131. — Bubalis Lichtensteini. Barkley, p. 132. — Neotragus scoparius.
Barkley, p.132. — Micoureus pusillus (Grymoeomys agilis). Goeldi (2), p.462—463,
— Rhynchogale Melleri, Gray. Thomas (6) p. 139—140. — Cetacea. Vogt u.
Yung, p. 828. — Pinnipedia. Vogt u. Yung, p. 829. — Cervus rangifer lebt v.
Ren»thiermoos, sehr genügsam. Hohenberg (1), p. 75, 76. — Cervus Thamin.
Sehr genügsam. Hohenberg (1), p. 76. — Cervus (Megaceros) giganteus fossil. In
Rudeln. Hohenberg (2), p. 142. — Lutra vulgaris. Harting (1), p. 1-10. —
Didelphys australis sp.n. In diehtem Gebüsch, Nahrung besteht in Insekten, Larven
von Würmern, Philippi, Fed. p.33—35. — Herpestes fasciatus lebt von Haselnüssen.
Müller-Liebenwalde (2), p. 202—204. — Cynomys lebt von Fischen. Müller-
Liebenwalde (2), p. 202—204. — Spermophilus eitillus L. Lebt meist gesellig,
Bau. Wurm, p. 1-10. — Myoxus glis L. Am Tage in Mauerritzen etc., nach
Sonnenuntergang kommt dasTierchen aus seinem Schlupfwinkel, frisst Eicheln,Hasel-
nüsse etc. Wurm, p. 13. — Myoxus avellanarius gleicht in der Lebensweise d. M. glis
(Siebenschläfer). Wurm p.16. — Lophiomys imh. lebt von Vegetabilien; Aufent-
halt in felsigem Terrain, Kull (1) p.134—138. — Arvicola arvalis legt über-
irdische Halmnester an. Wacquant-Goozelles (2) p. 144—146. — Petromys typ.
lebt auf Felsen, nimmt Veget. zu sich. Pachyur. auric. lebt auf offen. Grasflächen,
soll wandern, frisst auch kleine Insekt. Galago moholi-teng lebt familienw., frisst
Früchte ete. Noack (3) p.53-81, 82,
296 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Nutzen und Schaden.
Phacochoerus in D.-Ost.-Afrika. Emin b. Noack (1) p.524. Hauer als
Schmuck. — Equus as. in D.-Ost-Afr. Emin bei Noack (1) p.524. — Hystrix
in D.-Ost-Afr. Emin bei Noack (1) p. 524. — Cynocephalus babuin in
D.-Ost-Afrika. Emin b. Noack (1) p. 525..— Lepus saxatilis von D.-Ost-
Afrika. Emin bei Noack (1) p. 526. — Cricetomys gambianus von Bukoba.
Nächtliche Lebensweise. Emin bei Noack (1) p.326. — Lepus saxatilis von
Tabora. Emin bei Noack (1). Leckerbissen der Neger, p. 542. — Canis fam.
Beckmann, Jagd, p. 79—380. — C. fam. Müller, Jagd, p. 100—120. — C. lupus.
Müller, Räuber, p. 129—130. — C. vulpes. Müller. Wohlthäter für d. Bauern
durch Mäusejagd; raubt aber andererseits Geflügel ete. p.134—-5. -- Mustela
erminea. Müller. Raubt Tauben, kleine Säugeth., Fische u. s. w., nützt durch
Vertilg. v. Mäusen d. Bauern. p. 138—140. — M. vulg. Müller. Räuber; nützlich
durch Jagd auf Mäuse. p.141.— M.martes. Müller. Räuber; kostbarer Pelz. p.144
— 145. — M.foina. Müller. Räuber, von Nutzen als Mäuse- u. Rattenvertilg., ferner
durch seinen Pelz. p. 148—149. — M. putor. Müller. Räuber, Nutzen als Mäusevert.
Pelz. p.151. — Lutra vulg. Müller. Räuber, indes auch nützlich. p. 157. — L.
minor. Müller. Räuber, sehr blutdürstig, kostbarer Pelz. p. 158. — Meles vulg.
Vertilgt Insekten in d. Saaten, schädl. in Weingärten u. Feld. Müller p. 163.
— Cervus elapkus. Der Forstkultur schädlich, seines Fleisches und auch d.
Haut wegen wird er gejagt. Müller, p.174—178. — Cervus alces. Wildpret
schmackhaft u. nahrhaft, auch das Geweih ist benutzbar, schädlich der Forst-
wirtschaft. Müller, p. 185. — C. dama. Der Forstw. schädlich, von Nutzen
ist das Wildpret, die Decke u. das Geweih. Müller, p.188. — C. capreolus.
Der Forstwirtschaft schädlich, Wildpret u. s. w. von Nutzen. Müller, p. 192—193.
— Capella rup. Gehörn als Schmuckgegenstand benutzt. Müller, Adf., p. 196— 197.
— Sus scrofa ist der Landwirtschaft schädlich, Wildpret nützlich. Müller, Adf.,
p.199. — Sorex vulg. Vertilgt auch Vögel. Müller, Adf., p.206. — $. (Croe.)
araneus. Raubt Vögel, jagt Würmer u. Schnecken. Müller, Adf., p.208. —
Crossopus fodiens. Raubt Vögel, fängt Fische. Müller, Adf., p.211. — Erina-
ceus eur. Fällt gelegentlich Hühner an. Engerlinge, Mäuse, Blindschleichen
werden vertilgt. Müller, Adf. p.212, 213. — Talpa eur. Für die Landwirt-
schaft von Nutzen. Müller, Adf., p.217. — Arctomys marm. Nützlich durch
das Fleisch. Müller, Adf., p. 228. — Spermophilus cit. Frisst Vögel, plündert
auch Fruchtfelder. Müller, Adf., p. 229. — Myoxus glis. Frisst Eier u.
Vögel. Müller, Adf., p. 232. — M. nit. Gefährlicher Feind des Obstes,
raubt Vögel. Müller, Adf., p.233. — Mus musc. In Speisekammer, Vogel-
käfig u. s. w. dringt sie. Müller, Adf., p.246. — Mus sylv. Aehnl. schäd-
lich wie M. musc. Müller, Adf., p.247. — Cricetus frum. Dem Bauer schäd-
lich. Müller, Adf., p. 252. — Arvicola amph. Den an Ufern gelegenen Gärten
u. Gemüseländern schädlich. Müller, Adf., p. 254. — Arv. terrestris. Thiere in
grösseren Mengen können durch die Zerstörungen in den Gemüsegärten u. Getreide-
feldern sehr lästig werden. Müller, Adf., p. 254. — Arv. glareolus. Hauptschad,
für die jungen Schonungen d. Wälder. Müller. Adf., p.256. — Arv. arvalis s.
arvensis. Schädigt unaufhörlich auf dem Boden der Kultur den Ernteertrag.
Müller, Adf., p. 257, — A. agrestis, Wurzeln u. Rinden d. Bäume etc. werden
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 997
angegangen. Müller, Adf., p.260. — Lepus vulg. In manchen fruchtbaren
Ebenen wird er ungebührlich gehegt und vermehrt sich zu gross. Massen, deren
Schaden die Bauern empfindlich trifft. Müller, Adf. p.262. — L. cun. Schad.
verheerender als der des Hasen. Müller, Adf., p.267. — Chiropteren. Ver-
tilger v. vielen schädlichen Insekten. Müller, Adf., p.275. — Plecotus aur.
Nützliches Thier, frisst Insekten. Müller, Adf., p.279. — Vespertilio mur.
Frisst viel Insekten. Müller, Adf., p. 281. — Vesperugo noctula. Die schäd-
lichsten Forstinsekten gewinnt sie kraft ihres bedeut. Flugvermögens leicht als
Beute. Müller, Adf., p.286. — V. pipistr. Vertilgt die der Obstbaumzucht ete.
schädlich. Falter, Wickler, Motten, sowie in Ställen und Häusern belästigende
Fliegen, Mücken und Schnaken in grosser Menge. Müller, Adf., p.289. — V.
serot. Beweist sich sehr emsig im Insektenfang (besond. Nachtfalter). Müller,
Adf., p.290. — Euphractus villosus. Wird auf d. Camp gegessen. Matschie,
P. (2) p.62. — Tatusia hybrida. In Buenos-Ayres in allen Delikatessenhandl.
angeboten. Matschie, P. (2) p. 62. — Spermophilus tredecimlineatus. „Les spermo-
philes grimpent apres les tiges de mais et s’emparent du grain qu'ils vont the-
sauriser dans leurs terriers, ils ont m&me l’impudence de suivre le semeur et
de deterrer les grains & mesure quils sont Eparpillös et enfouis.“ Varigny,
H. de, p. 12—13. — Sp. Franklin. „Recherchant toujours les champs de mais
et de cereales...* Von Nutzen ist das Fleisch. Varigny, H. de, p. 13.
— Sp. spilosoma obsoletus s. Sp. Kennicotti. Habitude de döterrer les graines
d’arbres semees pour la cer&ation de bois. Varigny, H. de, p. 14. — Sp.
Richardsoni elegans. Il commet des degäts incessants, Varigny, H. de, p. 14.
— Jaguar Il commet de grands degäts en s’attaquant aux troupeaux de boeufs,
aux cheyvaux et aux mulets. Goeldi, E. A. (1), p.725. — Castor fiber von d.
Rhone u. vom Garonneflusse, wenig schädlich. Mingaud, @al. p. 796. — Cysto-
phora crist. von Jan Mayen, von vielfachem Nutzen: Fleisch, Fett, Fell. Rabet,
Ch. M., p. 166. — Phoca barb. Fabr. von Jan Mayen; Fleisch, Fett, Fell u. s. w.
nützlich. Rabot, Ch. M., p. 166—177. — Ph. hispida von Jan Mayen; Fleisch,
Fett, Fell u.s.w. nützlich. Babot, Ch. M., p. 166-167. — Ph. vitul. von
Jan Mayen; Fleisch, Fett, Fell u.s. w. nützlich. Rabot, Ch. M., p. 166—167.
— Cricetus frum. von Böhmen. Wegen seines Schadens verfolgt. Wurm, Frz,,
p- 11. — Spermophilus tredecimlineatus, Sp. mexicanus, Sp. frankl., Sp. frankl., Sp.
spilos. obsoletus, Sp. richards. (elegans) zum Theil Feinde der Landwirthschaft,
Fleisch v. Sp. frankl. soll schmackh. sein. Zacher. p. 270—75, 297.
Ausrottung, Krankheiten, Missbildungen, Varietäten
und Bastarde.
Noack (1) p. 555. Gebiss v. Coelogenys paca. — Noack (1) p.580. Bastard (?)
von Genetta senegalensis mit @. tigrina. — Beckmann, p.80. Canis familiaris.
— Müller, Adf. u. K. Dasselbeulen von Oestrus bowis L., Erkrankungen
durch Gastrus nasalis L, ferner durch Lausfliegen. — Müller, Adf. u. K. Kampf
gegen die Mäuseplage (Arvicola arvalis s. arvensis). — Müller, Adf. u K. Flöhe,
Milben u. Fledermausspinnen kommen auf Plecotus auritus vor. — Müller, Adf.
u. K. Flöhe u. Otonyssus auranticus (Milbe) überziehen oft klumpenweise den
Ohrrand. — Müller, Adf. u. K. Vespertilio Bechsteinii wird von zahlreichen
298 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Schmarotzern heimgesucht. — Nehring (3). Oricetus nigricans var. Raddei, p 149.
— Nehring (6). Kreuzung v. Cavia cobaya u. CO. aperea, Erzielung zahlr.
Bastarde. p. 1—6. — Landois (2). Mus rattus. Mittel z. Vertilgung, p. 18—19.
— Derselbe (3). Kohlfuchs,. — Derselbe (4). Bos. Mondkalb, p. 23.
— Derselbe (6). Capra. Zwittrig, p. 33. — Derselbe (7). Sus mit
6 Beinen, p. 61—62. — Derselbe (8). Mus musculus mit Reitlaufbahnbewe-
gungen. — Derselbe (9). Capra, 4hörnig. Schädel, einäugige Ziegen, milch-
gebende, mit hermaphroditischem Urogenitalapparat versehen u. Bastardthiere,
p. 64-66. — Philippi, R. A. (2). Varietas Hesperomys dolichony& cinna-
momea, p. 22. — Puntigam. Kloakenbildung bei einer Katze. p. 239—243.
— Schmidt. Polyodontie d. Schneidezähne v. Egquus caballus. p. 235. —
Lesbre u. @uinard. Thoradelphe monocephale (Felis domestica), p. 126—132.
— Matschie (2). Cervus campestris Cuv. von Tornquist u. Bahia Blanca bald
ausgerottet, p. 63. — Nehring (1). Phloeomys pallidus Nehring. Varietät (?)
von Phloeomys Cumingi, p. 180. — Varigny. Spermophilus Franklin. Ohne
grossen Erfolg wird Versuch zur Ausrottung gemacht, p. 13. — Derselbe.
Spermophilus Richardsoni elegans. Man bedient sich zur Ausrottung d. Strych-
nins od. Sulfocarbons, p.15. — Mingaud. Canis lupus. Statistische Erhebung
über seine Vernichtung, p. 795. — Derselbe. Felis genetta besonders wegen
ihres Felles erlegt, p.?95—796. — Derselbe. Castor fiber. Statistische Be-
trachtungen über seinen Fang seit 1885, p.796. — Derselbe. Equus caballus
von Camargue gekreuzt mit arabischen ete. Pferden, p. 796. — Derselbe. Bos
taurus fast gar keine Kreuzung mit fremdem Blute, p. 796. — Milne-Edwards,
A. (1). Anthropomorphen mit pulmonaler Congestion, p.193. — Lannelongue
et Achard. Kanguroo an Osteomyelitis leidend, p. 959—962. — Nehring (3).
Cavia cobaya und C. aperea gekreuzt, p. 1—6. — Müller. Lepus cunieulus.
Ausrottungsversuche mit Phosphor, Arsenik und Strychnin, p.121—124. — Hen-
nicke. Ursus mit Keratis parenchymatosa, Chorioretinitis, p. 138—141, 181
—185. — Spillner. Bornesisches Wildschwein gekreuzt mit d. europäischen
Wild- bez. Hausschwein, p. 347. — Wurm. Spermopkilus eitillus L. in Böhmen
auszurotten gesucht durch Wasser, p. 10. — Wurm. Cricetus frumentarius
Pallas wird ausgegossen oder in Schlingen gefangen, p.11. — Haläcz. Niere
mit doppeltem Ureter, p.631 u. 632. — Schwalbe. Anomalie d. Milchgebisses
b. Menschen, p. 491—536. — Blanc. Polydactylie bei Säugethieren, p.53—88.
Gefangene und acelimatisirte Thiere.
Müller, Adf. u. K. Edelmarder u. Baummarder. — Müller, Adf. u. K.
Lutra vulgaris. — Beckmann b. Müller, Adf.u.K. Meles vulgaris. — Müller,
Adf. u. K. Myoxus muscardinus s. Muscardinus avellanarius. Leicht zähmbar.
— Brehm bei Müller, Adf. u. K. Chiropteren gezähmt. — Müller, Adf. u. K.
Plecotus auritus frisst dem Pfleger aus der Hand, verträgliches, angenehmes
Thier, das sich leicht zähmen lässt. — Müller, Adf.u. K. Plecotus barbastellus
ist die am besten zähmbare einheimische Fledermaus. — Müller, Adf u. K.
Vespertilio murinus ist in d. Gefangenschaft unliebenswürdig und bissig, lässt
sich aber doch zähmen, — Müller, Adf. u. K. Vesperugo pipisirellus lässt sich
in Gefangenschaft halten u. zähmen, ist nicht bissig. — Matschie (2). Chla-
mydophorus truncatus Harl, lebt gefangen im Zoologischen Garten von Buenos-
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 299
Aires, — Müller-Liebenwalde (2). Präriehunde u. Zebramangusten zeigen
Anpassungen an bisher ungewohnte Nahrung. — Wolfgramm. Gestaltung des
Wolfsschädels in d. Gefangenschaft. — Hohenberg (1). Cervus rangifer, Cervus
Ihamin, Cervus wapiti, Cervus axis, Cervus sika, Acclimatisationsversuche. — Kiep.
Hasen in der Gefangenschaft. — Allen (2). Kamel. Accelimatisation in Texas.
— Philippi, Fed. Didelphys australis erträgt die Gefangenschaft nicht lange.
— Nehring (7). Halichoerus grypus. Leben in der Gefangenschaft. — Kull (1).
Lophiomys imh. ist in d. Gefangensch. scheu, ängstl, temperamentlos. p. 134
—135. — Noack (4). Canis microtis in d. Gefangensch. harmlos u. nicht sehr
scheu. p. 165—170, 195—201, 241— 246, 260—265. — Helm (2). Myoxus dryas
Schreb. in der Gefangenschaft. — Wurm. Myoxus avellanarius L. ist in der
Gefangenschaft leicht zähmbar u. verursacht durch d. possirlichen Bewegung.
d. Menschen manches Vergnügen.
Hausthiere.
Emin bei Noack (1) p. 524. Milchthiere in Deutsch-Ost-Afrika. — v. Blaas
u. Kaltenegger. Bostaur. Rassen. — Baum (1) p.89. Equus caballus. — Beck-
mann. (anis familiaris, Rassen. — Leisering-Hartmann. Zgquus caballus. —
Müller, Adf. u. K. Canis familiaris. Nutzen, Lebensweise, Rassen. — Krichler.
Canis familiaris. — Hegewald. Canis familiaris. — Giessler. Canis familiaris,
Psychologisches. — Landois (7). Sus. — Müller, Adf. u. K., Lepus cuniculus.
— Sanson. Egquus caballus. — Petersen. Zucht und Sport. Equus caballus.
— Carnot. Equus von Süd-Amerika. — Dalziel. Foxterier. — Emin bei
Noack. Nutzen von Equus asinus. — Allen (2). Acclimatisation von Kamelen
in Texas. — Schynse bei Noack. Bos taurus vom Victoria-Nyansa (Usukuma).
— Mingaud. Kreuzungen von Bos taurus. Müller, Adf. u. K. Bos taurus.
— Landeis (9). Capra. — Scheidt. Felis domestica. — von Kochtizky. Canis
familiaris. — Schuster (1). Hundefreund. (2), Kaninchenzucht. — Simonoff.
Pferderassen.
Vulgär-Namen.
Emin bei Noack (1). KRatelus capensis vom Manjangs-Bach. p. 526. —
Emin bei Noack (1). Oreotragus von Bussisi am Vietoria - Nyansa. p. 527.
— Jäckel bei Müller, Adf. u. K. Arctomys marmota. „Mankei, Mankere,
das Männchen Bärl, Mankeibär, das Weibchen Katz od. Mütterm, Murmentl“ ete.
p. 226-227. — Wurm. sSpermophilus eitillus L. in Böhmen, wird Sislich, Erd-
hundel, Kritschel, Rätzel oder Tritschel genannt, p.1—8. — Wurm. Cricetus
frumentarius Pallas heisst Hamster, Kormkantscher, Feldkantscher, Erdhund,
d. grosse Erdhundel, Steinmetz, p. 111. — Matschie (2). Sciurus spec. aus
Argentinien. — Matschie (2). Nasa nasua L. von Palos A Pique. — Matschie (2)
Procyon cancrivorus Cuv. von Jujuy in N. Argentinien. — Matschie (2). Cavia
leucoblephara Burm..von Tucuman in Argentinien. — Matschie (2). Lagostomus
trichodactylus Brookes von 'Torrquist im Süden Argentiniens. — Matschie (2).
Dasypus sexcinctus L. von San Lorenzo in N. Argentinien. — Matschie (2).
Euphractus minutus Desm. von Tucuman aus Jujuy in Argentinien. — Matschie
(2). Euphractus villosus Desm. von Tornquist im Süden Argentiniens. — Matschie
(2). Tatusia hybrida Desm. von Tornquist im Süden Argentiniens. — Matschie
300 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
(2). Myrmecophaga jubata von San Lorenzo. — Matschie (2). Tamandud tri-
dactyla L. von Palos & Pique. — Matschie (2). Dicotyles torquatus Luc. von
Jujuy. — Matschie (2). Tapirus americanus Schreb. von Famaille u. Jujuy. —
Wurm. Mwyoxus nitela Schr. heisst in Böhmen Pilch oder grosse Hasel-
maus, p. 15.
Jagd und Jagdschutz.
Müller, Adf. u. K. Mustela martes. Brechfalle. — Müller, Adf. u. K.
Mustela foina. Mit Pommer und Pintscher gejagt. — Müller, Adf. u. K.
Mustela putorius. Mit Hunden gejagt. Fallen gestellt. — Müller, Adf.
n. K. Lutra vulgaris. Mit Hühner- und Otterhunden wird gejagt. — Müller,
Adf. u. K. Lutra minor. Sehr scheu. Wegen des Pelzes wird er verfolgt. —
Müller, Adf. u. K. Cervus elaphus. Fleisch- od. Wildpret ist schmackhaft;
Haut wird verarbeitet zu Wild- od. Hirschleder, Geweihe. — Müller, Adf. u.
K. Cervus alces s. Alces jubata. — Müller, Adf. u. K. Cervus dama s. Dama
platyceros. — Müller, Adf. u. K. Capella rupicapra. — Müller, Adf. u. K.
Sus scrofa. — Müller, Adf. u.K. Arvicola terrestris. Mit Gewehren, Fallen u.
Hunden gejagt. — Müller, Adf. u. K. Lepus vulgaris. — Müller, Adf. u. K.
Lepus euniculus. Mit Frettchen gejagt. — Schneider. Cervus capreolus. Pürsche.
— Vogler. Lutra vulgaris. Jagd mit Otterhunden. — Matschie (2). Felis mitis F.
Cuv., „Die Indianer jagen diese Katzen mit Hunden auf Bäume, von welchen sie
herunter geschossen oder herunter lassirt werden.“ — Matschie (2). Dicotyles
torquatus Cuv. Mit Schlingen und Lianen erlegt. — Rabot. Beginn d. Jagd am
1. März: Oystophora cristata Erxl. von Jan Mayen. — Derselbe. PAoca barbata
Fabr. von Jan Mayen. — Derselbe. Phoca hispida Erxl. von Jan Mayen.
— Derselbe. PAoca vitulina von Jan Mayen. — Hohenberg (1). Cervus
Thamin. von Birma. — Leverkus-Leverkusen. Jagd auf Elche. — Wurm.
Spermophilus eitillus L. wird selten geschossen. — Möbius. Waltierfang in
Japan. — Wurm. Myoxus glis L. wird geschossen. — Wurm. Myoxus nitela
Schr. Fang in Kellern ete. — Wurm. Myoxus avellanarius. Mit Fallen zu
fangen gesucht. — Fery. Eine Jagd in Wyoming. p.266, 273, 281. — Leder-
strumpf. Fuchsjagd- u. fang. 60 p.
Ontogenetische Entwicklung.
Georychus sp. Fehlen e. Placenta u. Nabelschnur. Noack (1) p. 561
—563. — Canis familiaris. Beckmann p. 56—57. — Lep. cunicul., Canis
vulp. u. Homo. Bühler p. 399 (Extr. Z. A.). — Placenta v. Sorex vulg.
Hubrecht (1) p. 120. — Tupaia. Entwicklg. des Müller’schen Ganges.
Kip, M. J. van Erp. Talman p. 235 (322—323). — sSorex. Extrauterine
Schwangerschaft, Eientw. Lataste, Fern. (3) p. 112—115. — Tupaia. Pla-
centaruntersuch. Hubrecht, A. A. W. (2) p. 236. — Nyeticebus. Placentar-
untersuch. Hubrecht, A. A. W. (2) p.236. — Galeopithecus. Placentarunters.
Hubrecht, A. A. W. (2) p.236. — Tarsius. Placentarunt. Hubrecht, A. A. W.
(2) p.236. — Manis. Placentaruntersuchung. Hubrecht, A. A. W. (2) p. 236.
— Felis domestica. Entw. des Gehirnbalkens. Martin, P. p. 472—476. — Pla-
centa von Hund, Katze. Duval p. 189, 240, 262—298, 649—-713. — Deeciduata.
Placentarboden. Keilmann 91 p. — Hyrax. Zahnentwickl. Je2d, Jsd u T,a
Fleischmann, A. p. (47) 49—54. — Ruminantien. Kronencement- Entwickl.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 301
Hoffmann, Alfr. p. 506-507. — Ovis aries. Mesoblastentwickl. Keibel, F. (1)
p. 157. — Sus. Primitivstreifen-Entwickl. Keibel, F. (2) p. 158-159. — Aa-
coronariae cordis beim Embryo v. Lepus. Martin, H. p. 83—88. — Sus. Onto-
genese der Molaren. Nawroth, Paul, Dissertation. — . Talpa europaea L. Pla-
centa. Vernhout, J. H. p. 41—49. — Phascolomys Wombatt. Foetalstatus-
Gebiss. Böse, C. p.37. — Felis domestica. Entwickl. des Gebisses. Scheidt, P.
p: 425. — Talpa. Müller’scher Gang, Entwick. Kip, M. J. van Erp. Talman
p. 235 (322—223). — Erinaceus. Entwickl. d. Müller’schen Ganges. Kip, M.J.
van Erp. Talman p. 235 (322—323). — Sorex. Entwickl. d. Müller’schen Ganges.
Kip, M. J. van Erp. Talman p. 235 (322—323). — Amniota. Monotremata,
speciell Echidna aculeata. Embryonalhüllen. Semon, Richard (1). — Cavia-
Embryo. Knospe (?) in d. Gegend des Sehnervenchiasmas geht v. der ventr.
Wand des Zwischenhirns aus u. erreicht das Ectoderm. Chiarugi (2) p. 287.
— Entwickl. d. Zahnsystems: Erinaceus, Soriciden, Talpidae, Canis fam., Phoca,
Chiropteren, Marsupial. Leche p. 363, 505. — Arteria omphalo-mesenter. bei
Embryonen v. Mus muscul. u. M. rattus. Ravn p. 420-424. — Ornithorh.
paradoxus. Entwickl. d. Haare. Poulton (1) p. 290. — Entwicklung der Thymus-
drüse, Glandula thyreoidea, Gl. carotidienne. Prenant p. (85) 87”—184. — Em-
bryonalhüllen v. Marsupial. u. Monotr. Semon (2) p. 17—58. — Echidna u.
Ornithorh. (Entwicklungsgeschichte). Semon (3) p. 59—74. — Entwickl. der
Glandula thyreoid. v. Mensch u. Schwein. Simon (1) p. 379—389. — Lepus
timidus. Fortpflanzung. Kiep. — Canis vulpes. von Heyden p. 315. — Schild-
drüse in d. Anlag. paarig b. Schwein. Jacoby p.49—53. — Echidna aculeata.
Eischaalenhaut. Neumeister p. 413—420. — Mus musculus. Befruchtung des
Eies. Sobotta, J. p. 222—223. — Embryologisch. Assheton (1). p. 113—164.
— (2). (Rabbit u. Frog [Rana tempor.]) p. 165—172. — (3). p. 173—190. —
(4). p. 191—222. — Ewart. p. 236—256. — Harting (3). Antilope cervicapra.
5 Mon. Tragezeit. p. 260.
Phylogenetische Entwicklung.
Noack (1). Hyracoidea; wechselnde Anschauung früher. Autor. Haeckel
hat zuerst erkannt, dass die Hyracoidea den tertiären Taxodontia nahe stehen;
Cope: Tuaeniodonta und Tillodonta,;, Ameghino stellt die A. dicht vor d. Toxo-
dontia; aus dem Studium einer in Schädeln erhaltenen Gruppe der verwandten
Proterotheria zieht er den Schluss, dass dieselben die Ahnen der Hyracoidea
sind, ja dass wir in den H. wenig veränderte Nachkommen einer längst unter-
gegangenen Familie besitzen. — Noack (1). In Ermangelung aller fossilen
afrikanischen Nager kann man heut nur sagen, dass d. Georychiden im Gebiss
einige Verwandtschaft mit eocänen und miocänen Nagern der Pampas besitzen.
Die Beschaffenheit d. Embryos weist auf aqnatile Ahnen hin. — Mingazzini.
Die phylogen. Entwickl. vieler Furchen u. Windungen ist in d. letzten Foetalmonaten
b. d. Affen u. Menschen gleich. — Dames. Zeuglodonten. Phylogen. Stellung.
Faunistische Arbeiten.
Europa.
Allgemeines: Müller, Adf. u. K. Lutra vulgaris p.154. — Plecotus
barbastellus ».280. — Vespertilio Daubentonü p.284. — Vespertilio dasyeneme
p-284. — Vesperugo pipistrellus, ausser dem hohen Norden, p. 288. — Vesperugo
302 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Nilsonüi, p.290. — Lutra minor, bes. Osteuropa, p.158. — Capella rupicapra,
in d. Alpenwelt Europas, p. 193. — Sus scrofa im gemässigten Theile, p. 201. —
Sorex s. Crocidura araneus, in südl., westl. u. mittleren Ländern, p. 207. —
Arctomys marmota, in d.. Alpen, p. 226. — Lepus vulgaris, in Westeuropa, p. 261.
— Lepus cuniculus, in Süd- u. Mittel-Europa, p. 265. — Plecotus barbastellus,
in d. Alpen, p.280. — Vespertilio Bechsteinii, in Mitteleuropa, p. 282. — Vespe-
rugo Leisleri, in den gemässigten Ländern, p. 287, 288. — Vesperugo serotinus, in
d. gemässigten Zone, p. 290. — Rhinolophus ferrum-equinum, p. 292, 293. —
Paulowa. Mastodon arvernensis im Westen p.508. — Noack (3). Ziniopterus
schreibersi in Südeuropa p.53—81, 82.
Deutschland: Nehring A. (3). (ricetus phaeus, fossil, Thüringen, p.150.
— Landois (1). Bos primigenius, Westfalen, p.8. — Landois (2). Mus rattus,
Westfalen, p. 18—19. — Lorey. Wildkatzen in der Umgeb. Tübingens.. —
Nehring (5). Myodes torquatus, fossil, Westfalen, p. 21. -— Derselbe (5).
Myodes lemmus, fossil, Westfalen, p. 21. — Derselbe (5). Arvicola gregalis,
fossil, Westfalen, p. 21. — Derselbe (5). Lagomys sp., fossil, Westfalen,
p. 21. — Cogho. Cervus elaphus fossilis von Preussen; Rheinprovinz, Sachsen,
daselbst diluvial; Rheinprovinz, Brandenburg, Niederlausitz, Schlesien alluvial;
im Torfe in Rheinprovinz, Mark, Schlesien, Posen. Vorkommen in Ober-
schwaben, in d. Schwäbischen Alp, in Sachsen-Coburg-Gotha, Braunschweig,
Baden, p. 272—311. — .Hohenberg (2). Cervrs (Megaceros) giganteus v. Deutsch-
land, p. 142 — Willmers. Cervus (Megaceros) giganteus L. aus d. Pliocän,
p. 198—199. — Friedrich. Biber an d. mittler. Elbe. — Langkavel. Bison
europaeus aus Litthauen, p. 13—17. — Nehring (2). Cricetus vulgaris im
Elsass, Rheinbayeın, Hessen, Rheinprovinz, Hannover, Braunschweig, Sachsen,
Anhalt, Brandenburg ete., p.15—32. — Coester. Myoxus quereinus in d. Vor-
bergen des Spessart, p. 151. — Knauthe. Sorex alpinus Schinz. in d. Gebirgen
Mittel-Schlesiens, p. 253. — Müller, Adf. u. K. Cervus alces s. Alces jubata
an der äussersten Grenze Deutschlands, in d. Delta, das die Memel mit ihren
Mündungsverzweigungen, d. Russ- u. Gilgestrom u. dem Kurischen Haff bildet,
in Littauen, p.179. — Müller, Adf. u. K. Sus scrofa, p. 201. — Müller, Adf.
u. K. Myoxus glis in Süd- u. Mitteldeutschland, p. 231. — Myoxus nitela,
pP. 233. — Myoxus muscardin. s. Muscardinus avellanarius, p.235. — (astor
fiber an d. Elbe, p.240. — Mus agrarius in Mitteldeutschland, p. 248. — Ori-
cetus frumentarius, Pp.250. — Arvicola arvalis Ss. arvensis, p.257. — Arvicola
agrestis in Norddeutschland, p. 260. — Plecotus auritus, p.278. — Vespertilio
murinus, p. 2831. — Vespertilio Bechsteinii besonders in Thüringen, p.282. —
Vespertilio mystacinus, p. 283. — Vespertilio Nattereri in d. nördlich. Strichen,
p- 285. — Vespertilio ciliatus in d. südlichen Tbeilen, p. 285. — Vesperugo
noctula, p. 285. — Vesperugo discolor, p.291. — Vesperugo serotinus, pP. 290. —
Vesperugo Leisleri, p. 287, 288. — KRhinolophus ferrum-equinum selten in D.,
p: 292, 293. — Vogler. Die Ottern in Oberschwaben, p. 30.
England: Nehring (3). Cricetus phaeus in Süd-England fossil, p.150. —
Cogho. Cervus elaphus fossilis von England in diluvialen Formationen, alluvial.
Formationen, im Torfe, aus Seen, aus Höhlen u. unbestimmt. Ueberreste, u. von
Schottland: im Torfe u. in Seen, p. 327—329. — Hohenberg (2). Cervus (Mega-
ceros) giganteus in d. irischen Mooren gefunden, p.142. — Willmers. Cervus
(Megaceros) giganteus L. aus d. Pliocän in irischen Mooren, in Schottland, p. 198
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 308
—199. — Harting (2). Martes sylvatica Nilss. von Irland, p. 100-107. —
Müller, Adf. u. K. Arvicola agrestis, p. 260. — Plecotus auritus, p. 278.
Frankreich: Nehring (3). Cricetus vulgaris bei Paris, p. 150, in d. Pleisto-
caenzeit. — Derselbe (3). Cricetus phaeus fossil in d. Auvergne, p. 150, — Min-
gaud. Canis lupus von Süd-Frankreich, p. 795. — Derselbe. ‘Felis genetta in
einigen meridionalen Departements Frankreichs, p. 795—796. — Derselbe.
Castor fiber an d. Rhone u. im Gardonflusse, p.796. — Derselbe. Egquus
caballus v. Camargue, p. 796. — Derselbe. Bos taurus von Camargue, p. 796.
— Riviere. Ursus zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p.359. — Derselbe.
Rhinoceros tichorhinus zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p. 359. — Derselbe.
Tarandus rangifer in d. Dordogne zur Quaternärzeit, p.359. — Derselbe.
Hyaena zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p.359. — Derselbe. Caniden zur
Quaternärzeit in d. Dordogne, p. 359. — Derselbe. Felidae zur Quaternärzeit
in d. Dordogne, p. 359. — Derselbe. Vespertilio zur Quaternärzeit in d. Dor-
dogne, p.359. — Derselbe. Egquus zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p. 359.
— Derselbe. Sus zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p.359. — Derselbe.
Cervidae zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p. 359. — Derselbe. Capra primi-
genia zur Quaternärzeit in d. Dordogne, p.359. — Derselbe. Lepus zur
Quaternärzeit in d. Dordogne, p. 359. — Derselbe. Mus zur Quaternärzeit in
d. Dordogne, p.359. — Derselbe. Elephas zur Quaternärzeit in d. Dordogne,
p: 359. — Cogho. Cervus elaphus fossilis in Frankreich, p. 319—320. — Oustalet
(1). Ursus, Canis lupus, Lynx vom Departement v. Doubs, p. 237—42. — Harle
(1). Hyaena (Gebiss, Abbild), Ursus (Zähne), Canis (Zähne), Elephas (Milch-
backzähne), Equus (Molar, Metacarpus), Sus (Gebiss) v. Haute-Garonne, p. 234
—241. — Müller, Adf. u. K. Arvicola agrestis P.260, Lepus vulgaris p. 261,
Lepus euniculus p.263, Vespertilio murinus p.281, Vesperugo noctula p. 285. —
Nehring. In der Pleistocaenzeit kommt Cricetus vulgaris vor, p. 150.
Italien: Nehring (3). Cricetus vulgaris fossil bei Verona, Pisa p. 150. —
Cogho, Aug. Cervus elaphus fossilis in diluvalen und alluvilen Formationen in
Italien p.312. — Müller, Adf. u. K. Myoxus glis p. 231. — Müller Adf. u.
K. Lepus cuniculus p. 265; Vesperugo noctula p. 285; Rhinolophus ferrum-
equinum p. 292, 293. — Nehring. In der Pleistocänzeit kommt Cricetus
vulgaris vor p. 150.
Böhmen: Nehring (3). Cricetus phueus in der Pleistocaenzeit p. 150.
— Nehring (8). Pleistoeäne Fauna v. Türmitz: Spermoph. ruf., Arctom. bobac.,
Alact. jac., Foet. putor, Hwyaena spel., Felis leo, Eleph yprimig., Rhinoe.
tichorh., Equus cab., Cerv. tarand., C. sp., Bos sp., Ovis sp., Ibex sp., p. 278—290. —
Wurm. sSpermophilus eitillus K. Nicht bloss, wie Blasius meint, im süd-
östlichen Böhmen, sondern auch in Nord-Böhmen p. 1—10. — Wurm. Cricetus
frumentarius Pallas in Nord-Böhmen p. 11—13. — Wurm. Myoxus glis L.
im Norden Böhmens p. 13. — Wurm. Myosus nitela Schr. im Norden Böhmens
p. 15—16. — Wurm. Myoxus avellanarius L. im Norden Böhmens p. 16—17.
— Kafka. Diluv. Fauna: 100 Formen, darunter 7 Arten, welche für d. Tundren-
fauna bezeichnend sind, u. überdies noch 7 Arten, die auch d. Tundren d. Jetzt-
zeit noch beleben, dann 12 Arten welche für d. Steppenfauna charakt. sind;
letztere wird noch durch 48 andere Arten vervollständigt. Weitere 24 Art.
bilden d. sog. Weidefauna u. 35 Art. d. Waldfauna. Von allen Arten find. sich
43 in den im Freien abgelagert. Lehmen u. diluvial. Geschieben, während die
304 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
doppelte Anzahl (86) d. Ablagerungen in Höhl., Feisspalten u. Rissen sich findet.
Im Diluvium kommt eine ganze Zahl Säugethiere in Böhmen vor. Vom Anfange
des Diluviums bis in d. neueste Zeit kommen vor: Vesperugo, Plecotus, Synotus,
Vespert., Rhinol., Sorex, Crossop., Crocidura, Talpa, Felis, Hyaena, Canis, Vulp.,
Leucocyon, Ursus, Meles, Mustela, Gulo, Foetorius, Lutra, Sciurus, Arctom.,
Spermoph., Myox., Castor, Alactaga, Oricet., Mus, Myodes, Hypud., Arvic., Lepus,
Lagomys, Hystrix, Oervus, Rangifer, Alces, Antilope, Capra, Ovis, Ovibos, Bos,
Equus, Asinus, Elephas, Atelodus, sus. (Ein fossil. Nagethier. d. Tertiärformation).
Donauländer: Nehring (3). COricetus nigricans Brdt. in Ost- Bulgarien
p. 149—150. — Derselbe (3). Oricetus phaeus in der Pleistocaenzeit p.150. —
Poläk bei Nehring (3). Spermophilus eitillus p.150. — Poläk bei Nehring (3).
Spalax typhlus p. 150. — Müller, Adf. u. K. Arctomys marmota in den
Karpathen p. 226; Castor fiber p. 240. — Väyra. Cricetus nigrie. in Bulgarien.
Russland: Cogho, Aug. Cervus elaphus fossilis von Russland p. 320. —
Langkavel, Bernh. Bison europaeus aus dem Kaukasus p. 117. — Nehring (3).
Cricetus nigricans Brät. besondere Varietät im Kaukasus p.147—150. — Paulowa,
Maria. Gruppe Mastodon Zygolophodon mit M. Borsoni u. ohioticus u. Gruppe
M. Bunolophodon mit M. arvernensis zur Miocän- u. Pliocän-Zeit in SW. Russland
p. 508. — Müller, Adf. u. K. In der Bialowiecer Heide kommt Cervus
alces s. Alces jubata vor p.179. — Müller, Adf. u. K. Lutra minor p.158. —
Müller, Adf. u. K. Norden u. Osten. Vorkommen v. Sorex u. Orocidura ara-
neus p. 207. — Müller, Adf. u. K. In Südrussland Myoxus glis p. 231; —
Castor fiber p. 240; — Vespertilio murinus in Südrussland theilweise p. 251. —
Stouckenberg. Aus W.-Russland postpliocäne Säugeth. Ungul. Rhinoceros
gichorhin, R. Merckii; Elasmotherium Fischeri; Equus caballus, Cerv. (Rangif.)
tar., C. elaph., C. ale., ©. megac. (Megaceros hibern.), Antilope saiga, Bison prise.,
Bos prim., Ovibos mosch., Sus sp. Proboscidea: Eleph. prim., El. sp. indet.
Rodentia: Castor fib. Carnivoren: Urs. arctos, Canis sp. p. 155—159.
Türkei und Griechenland: Nehring. Cricetus arenarius in Attika. —
Müller, Adf. u. K. Myoxus glis, Lepus cuniculus, Vesperugo noctula.
Schweiz: Glur. Fauna der schweizerischen Pfahlbauten, p. 1-56. —
Nüesch. Myodes torquatus in der arktischen Fauna in der Schweiz, p. 700.
— Derselbe. Arvicola nivalis. Arvicola ratticeps. Arvicola gregalis. Arvi-
cola glareolus. Arvicola amphibius, p. 700. — Derselbe. Lepus glacialis,
p. 700. — Derselbe. Vulpes lagopus, p. 700. — Derselbe. Ursus arctos,
p-700. — Derselbe. Rhinoceros tichorhinus, p. 700. — Derselbe. Bison
priscus, p. 700. — Derselbe. Rennthier in der subaretischen Fauna der
Schweiz, p.701. — Derselbe. Equus der Steppe in der Steppenfauna, p. 701.
— Derselbe. Equus asinus der Steppen in der Steppenfauna, p. 701. — Der-
selbe. Lepus variabilis in der Steppenfauna, p. 701. — Derselbe Capra
ibex in der Rennthierfauna, p. 701. — Derselbe. Cervus maral in der Renn-
thierfauna, p. 701. — Derselbe. Brauner Bär in der Rennthierfauna, p. 701.
— Derselbe. Spermophilus rufus in der subarctischen Fauna, p. 701. — Der-
selbe. Lagomys pusillus in der subarktischen Fauna, p.701. — Derselbe.
Oricetus vulgaris in der subarctischen Fauna, p. 701. — Derselbe. Cervus elaphus
in der Waldfauna, p. 701. — Derselbe. Cervus capreolus in der Waldfauna, p. 701.
— Derselbe. Capra in der Waldfauna, p. 701. — Derselbe. Ovis aries in
der Waldfauna, p. 701. — Derselbe. Bos primigenius in der Waldfauna, p.701.
— Derselbe Bos brachyceros in der Waldfauna, p. 701. — Derselbe. Sus
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 305
scrofa ferus in der Waldfauna, p.701. — Derselbe. Sciurus vulgaris in der
Waldfauna, p. 701. — Derselbe. Castor fber in der Fauna des Cervus ela-
phus, p.701. — Derselbe. Lepus timidus im der Fauna des Cervus elaphus,
p- 701. — Derselbe. Meles taxus in der Fauna des Cervus elaphus, p.701. —
Derselbe. Mustela martes in der Fauna des Cervus elaphus, p. 701. — Der-
selbe: Vulpes vulgaris in der Fauna des Cervus elaphus, p. 701. — Derselbe.
Felis catus ferox in der Fauna des Cervus elaphus, p.701. — Cogho. Cervus
elaphus fossilis in diluvialen, alluvialen Formationen, im Torfe u. in Opferhügeln
der Schweiz, p. 311—312.
Skandinavien: Olsen. Vf. bringt den Beweis, dass Castor fiber im
westl. Norwegen noch lebt, p. 27—20. — Cogho. Cervus elaphus fossilis von
Schweden, p. 325. — Müller, Adf. u. K. Castor fiber, p.240. Arvicola arvalis
Ss. arvensis, p.257. Arvicola agrestis, p.260. Plecotus auritus, p. 298.
Spanien: Cazurro y Ruiz. C%iropteren von der Provinzia Madrid. —
Müller, Adf. u. K. Arctomys Marmota in d. Pyrenäen, p.266. Lepus cuni-
culus, p.265. Vesperugo noctula, p. 285. Rhinolophus ferrum - equinum, p.292, 293.
Dänemark: Müller, Adf. u. K. Arvicola agrestis. p.260. Vespertilio
murinus theilweise vorkommend, p. 281.
Afrika.
Allgemeines: Matschie (8). Epomophorus, p.201. — Derselbe (8).
Xantharpyia p. 201. — Derselbe (8). Leiponyx p. 201. — Derselbe (8).
Eonycteris p. 201. — Derselbe (8). Cynonyecteris grandidieri Ptrs. p. 201. —
Matschie (1). Im tropischen Afrika eine Manis-Form, p.1—13. — Noack (3).
Miniopterus schreibersi p.53--81, 82. — Matschie (5). Für die afrikan. Wild-
pferde kann eine Differenzier. in Lokalformen bewiesen. werden. Vom Cap
bis Nubien lebt in jedem zoogeogr. Gebiet v. einer grossen Flussscheide z, d.
ander. je eine Form v. Eguus zebra, Eq. quagga, Egq. Burchelli, E. Chapm., Edg.
antiquor., Egq. Böhmi, Egq. Grevyi, Eg. somaliensis p. 33—39, 65— 74,
Madagascar: Sclater (4). Potamochoerus edwardsi von Madagaskar. —
Major (1). Megaladapis madagascariensis von Madagaskar — Major (2). Le-
pidolemur leucopus spec. nov. von Fort Dauphin (S. E. Madagascar). — Major (4).
Microcebus minor (S.W. Küste), M. myoxinus, M. sminthi, M. coquereli, M.
furcifer, Opolemur samati, Opol. thomas sp. nov., Chirogaleus trichotis. —
Grandidier u. Filhol. Hippopotamus - Reste (Ambolisatra). — Trouessart.
Megaladapis Abbild. d. Schäd. Genaue Beschreibung. — Noack (3). Vesperus
“ minutus Temm. und Miniopterus schreibersi p.51—-81, 82.
Nord-Afrika: Müller, Adf. u. K. Plecotus auritus, p 278. — Müller,
Adf. u. K. Vespertilio murinus, p.281. — Pomel, A. Bos opisthonomus zur
Quaternärzeit in Algier, p.526 — Derselbe. Bos taurus ibericus Sanson?
zur Quaternärzeit, p.526. — Thomas, Oldf. (1). Gazella dorcas L. von Algier,
p. 467. —- Derselbe (1). Gazella Cuvieri Og. v. Algier, p. 467. — Der-
selbe (1). Gazella rufina spec. nov. von Algier, p. 468—469. — Derselbe (1).
Gazella Loderı Thos. sp. nov. von Sand-dunes von Algier, p. 471— 472. — Loder (1).
Gazella Loderi südlich v. Biskra, p. 473— 476. — Dames. Zeuglodon von Aegypten.
Deutsch - Ost- Afrika, Englisch- Ost- Afrika und Seengebiete:
Emin bei Noack (1) p.524, Elephas vom Tschaia-Sumpf, Deutsch-Ost-Afrika. —
Arch, f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 20
306 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Emin bei Noack (1) p.524, Manis von Wahumba (Nord-Ugogo). — Emin bei
Noack (1) p.524, Zebra von Kirangasa. — Emin bei Noack (1) p.524, Büffel
von Deutsch-Ost-Afrika. — Emin bei Noack (1) p. 524, Camelopardal. giraffa
Deutsch.-Ost-Afrika.. — Emin bei Noack (1) p.525, Aepyceros melampus (?)
von Deutsch-Ost-Afrika. — Emin bei Noack (1) p.525, Herpestes fasciatus
und A. badius von Deutsch-Ost- Afrika. — Emin bei Noack (1) p. 525,
Hyaena crocuta von Deutsch-Ost-Afrika, Lebensweise. — Emin bei Noack (1)
p. 525, Canis aureus (adustus?) von Deutsch-Ost-Afrika. — Emin bei Noack (1)
p. 525, Felis leo von Bibissanda, D.O. A., Lebensweise. — Emin bei Noack
(1) p.525, Felis servalina (2) von Deutsch-Ost-Afrika. — Emin bei Noack (1)
p. 525, Chiroptera von Deutsch-Ost-Afrika: d. s. Phyllorrhina caffra, Megaderma
frons, Taphozous (mauritianus?). — Emin bei Noack (1) p.525, Rhynchocyon
petersi von Mandera, Rhynchoceyon striat. (?) von Tabora. — Emin bei Noack
(1) p.525, Oynocephalus babuin von Deutsch-Ost-Afrika, Schaden. — Emin bei
Noack (1) p.525, Cercopithecus erythrarchus vom Ngerengere und Kidete-Bach.
— Emin bei Noack (1) p.526, Hippopotamus von Tabora-Ujui. — Emin bei
Noack (1) p. 526. Meriones und Herpestes am Ussanga. — Emin bei Noack
(1) p. 526, Ratelus capensis am Manjango-Bach. — Emin bei Noack (1)
p.527, Hyrax und Herpestes (badius?) von Ssambuje. — Emin bei Noack (1)
p.527, Petrodromus, Equus, Zebra, Camelopardalis giraffa, Antilope von Ssam-
buje. — Emin bei Noack (1) p.527, Oreotragus, Mus spec. und Meriones von
Bussisi am Vietoria-Nyansa. — Emin bei Noack (1) p.527, Canis (mesomelas)
vom Bussisi am Viectoria-Nyansa. — Emin bei Noack (1) p.527, Cercopithecus
(erythrarchus?), Bananenpflanzungen Victoria-Nyansa. — Emin bei Noack (1)
p. 528, Dendromys (puwmilio?) vom Westufer des Vietoria-Nyansa. — Emin bej
Noack (1) p.528, Georychus (Heliophobius?) von Bukoba. — Emin bei Noack (1)
p.529. Oricetomys gambianus v. Bukoba. — Emin bei Noack (1) p. 529, Zorilla
albinucha u. Hyaena crocuta v. Bukoba. — Emin bei Noack (1) p. 529, Aulacodus,
Herpestes, Vespertilio von Uganda. — Emin bei Noack (1) p. 533, Hyrax brucei
Gray von Mpapua, Tabora, Unianiembe. — Emin bei Noack (1) p.542, Lepus saxa-
tilis Cuv. v. Tabora. — Emin bei Noack (1) p.559, Heliophobius eminin. sp. Schädel
u. Gebiss von Simba-Muenne. — Emin bei Noack (1) p. 562, Georychus spec. Emin
von Sansibar. — Emin bei Noack (1) p.566, Gerbillus boehmi Noack v. Tabora.
— Emin bei Noack (1) p. 567, Eliomys murinus Desm. von Kissakue u. Mpapua,
— Emin bei Noack (1) p.569, Mus microdon Pet. von Mkigwa, Uniamu6si.
— Emin bei Noack (1) p. 569, Mus spec. von Bukoba am Victoria-Nyansa. —
Emin bei Noack (1) p.571, Mus abyssinicus Rüpp von Tabora. — Matschie (11).,
Westl. Waldfauna reicht bis zu d. Kamm d. zwischen Victoria - Nyansa
u. dem Grasso- Nyiro liegenden Gebirges. Bubalis cokei (am Guiri), Damalis
senegalensis (letztere Art bis zum Ngare Mbusse angetroffen), Colobus ocei-
dentalis, Cercopithecus stuhlm., Cercop. neglectus, Bubalis jacksoni (bei Kwa
Kitoto vorgefunden) p. 417—418. — Matschie (4). Bubalis cok. Gthr. u.
jimela Mtsch. im Seengebiet des Nyansa u. Tanganjika, B. leucoprymn.
Mtsch. im Gebiet des Rovuma-Rufigi, p. 339—333. — Matschie (9),
Sciurus böhmi Rehw. vom Seengebiet, p. 257. — Derselbe (8). Mus neu-
manni Mtsch. spec. nov. von Busunge, nahe Irange in Deutsch-Ost-Afrika,
p. 205. — Thomas (10). Macroscelides fuscipes spec. nov. von Ndoruma,
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 307
Niam-Niam country, p. 68. — Derselbe (10). Macroscelides pulcher spec. nov.
von Usambiro, south of the Vietoria-Nyanza, p. 69. — Thomas (16). Aula-
codus gregorianus spec. nov. von Luiji Reru River, Konu, Kikuju Country,
British East Africa, p. 203. — Thomas (19). Galeriscus Jacksoni spec. nov.
p: 523. — Emin bei Noack (1) p. 572, Mus rattus von Mrogorro, Simba
Muenne, Mkigwa, Tabora.. — Emin bei Noack (1) p. 573, Petrodromus tetra-
dactylus Pet. von Mkigwa, Unianiembe. — Emin bei Noack (1) p. 574, Erina-
ceus albiventris Wagn. von Tabora. — Emin bei Noack (1) p. 576, Helis
caligata Temm. von Tabora, Unianiembe. — Emin bei Noack (1) p.580, Genetta
senegalensis F. Cuv. — Emin bei Noack (1) p.581, Helogale undulata parvula
Pet et Sundy vom Muala-Fluss, Uniamuesi,. — Emin bei Noack (1) p. 585,
Taphozous mauritianus Geoffr. von Tabora. — Emin bei Noack (1) p. 586,
Phyllorhina rubra n. sp. vom Lugerrunjere-Fluss. — Emin bei Noack (1) p. 588
—590, Rhinolophus capensis Blass. vom Lugerrunjere-Fluss. — Matschie (6).
Herpestes neumanni spec. nov. von Ugogo, p. 121. — Matschie (6). Pediotragus
neumanni spec. nov. von Ugogo p. 122—123. — Matschie (6). Chrysochloris
stuhlmanni spec. nov. Ukondjo, Kinjawanga, p. 124—125. — Matschie (9).
Sciurus pauli spec. nov. von Tanga, Derema, Deutsch-Ost-Afrika, p. 256. —
Matschie (9). Sciurus subgen. Xerus erythropus von Ostafrika, p. 257. —
Matschie (9). sSciurus subgen. Xerus rutilus von Ostafrika, p. 257. —
Matschie (9). Sciurus palliatus von Ost-Afrika, p. 257. — Matschie (9).
Sciurus rufobranchiatus, p. 257. — Matschie (1). Manis temmincki Smuts von
Ost-Afrika, p. 8. — Selater (7). Cercopithecus albigularis, p. 691.
Nord-Ost-Afrika und Somaliländer: Menges. Oreotragus mega-
lotis n. sp. — Grevy bei Menges. Equus Grevyi = Grevy’s Zebra. — Menges.
Equus taeniopus var. somaliensis = Somaliwildesel. — Waller bei Menges. Litho-
cranius Walleri = Wallers Antilope. — Clarke bei Menges. Ammodorcas
‘larkei, Rietbock. — Swayne bei Menges. Alcelaphus Swaynei, Kuhantilope.
— Speke bei Menges. Gazella Spekei. — Noack (2). Dorcotragus n.g. vom
Somaliland. — Thomas (2). Madoqua Guentheri spec. nov. vom Oentral-Somaliland,
Berbera p. 329. — Derselbe (2). Madogua Phillipsi spec. nov. vom N. Somaliland.
— Derselbe (2). Madoqua Swaynei spec.nov. vom N. Somaliland. — Derselbe (2).
Madogua saltiana von Abyssinien. — Derselbe (2). Madoqua Kirki vom S. Somali-
jand. — Oustalet (2). Vesperugo nanus im Süden der Sahara, Erinaceus frontal.,
Er. diademat. Sciurus (Xer.) rutil. v. Djibontice, Gerbill. aegyptius in Aegypten,
Nubien, Abyssin., Mus rattus (M. alex, E. Geoffr., M. tector. v. Heugl.), M. muscul.,
Pectinat. spekei, Felis municul. var. domestic., Hyrax (Procav.) abyssin. var. minor.
— Emin bei Noack (1) p. 524. Phacochoerus. — Emin bei Noack (1) p. 524.
Phacochoerus pallasii aus Somaliland. — Emin bei Noack (1) p.524. Potamo-
choerus vom Somaliland bis zur Küste. — Emin bei Noack (1) p.525, Hyaena
striata Lebensweise, Hyaena brunnea (?). — Thomas (5). Giraffe vom Somali-
Jand. — Matschie (5). Equus Grevyi u. Egq. somaliens. Noack p. 33 —39, 65—74.
— Matschie (4). Bubalis swaynei Thos. u. hunter‘ Thos. im Somaliland, B. jacks.
Thos. u. tiang im Nilgebiet, B. tunisiana u. B. senegal. im Westen, p. 329
—333. — Swayne. Cobus ellipsiprymnus vom Somaliland.. — Derselbe.
Tragelaphus decula vom Somaliland. — Derselbe. Ammodorcas clarkei vom
Somalilande. — Derselbe. Sakäro Antilope vom Somalilande. — Derselbe.
Beira Antilope vom Somalilande, Wagar Mountains. — Derselbe. Equus grevyi
20*
308 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
v. Central Ogaden, Somaliland.. — Derselbe. Rhinoceros bicornis hundred
miles south of Berbera, Somaliland. — Selater (4). Potamochoerus africanus
von Abyssinien. — Derselbe (5). Camelopardalis giraffa von Somaliland.
Arabien: Thomas (3). Xantharpyia amplexicaudata Geoffr. v. Muskat.
— Taphozcus nudiventris Or. v. Khode, 30 miles N. W. v. Muscat. — Rhino-
poma microphyllium Geoffr., Muscat. — Erinaceus niger Blanf. v. Muscat. —
Orocidura murina L. v. Muscat. — KHerpestes albicauda G. Cuv. v. Khode, Rui
near Muscat, Muscat. — Canis pallipes Sykes v. Muscat. — Vulpes leucopus
Bly v. Muscat. — Gerbillus (Dipodillus) dasıyurus Wagn. v. Gobia N. W. of
Muscat u. Muscat. — Mus rattus L. v. Khode, Miti, Wadi Bani Ruha. — Lepus
omanensis spec. nov. v. Ziki in Oman Proper. — Gazella muscatensis Brooke
v. Khode, Barkeh-al-Moze, Sharkeeyeh u. Muscat. — Oryx beatrix Gray. — Hemi-
tragus jayakari Th. v. Jebel Taw, Jebel Akhdar Range. — Procavia syriaca
jayakari Thos. v. Dofar, S. W. of Muscat. — Tursiops tursio Fabr. v. Muscat. —
Grampus sp. v. Muscat. — Thomas (11). Hemitragus Jayakarıi spec. Dov. von
Jebel Taw, S. E. Arabien.
Westafrika: Sclater (4). Potamochoerus penicillatus von Westafrika. —
Derselbe (7). Cercopithecus albigularis. — Thomas (7). Mus Burtoni (Mus
Tullbergi) von Westafrika.
Guinea-Küste und Hinterland Congo: Matschie (1). Manis tetra-
dactyla L. von Gambia bis zum Cunene, p. 7. — Matschie (1). Manis trieuspis
Raf. vom Gambia bis zum Cunene, p. 7. — Matschie (1). Manis gigantea Il.
vom Gambia bis zum Cunene, p. 7. — Matschie (8). JIdiurus zeukeri Mtsch.
spec. nov. vom südl. Kamerungebiete, p. 194. — Matschie (8). Scotonyeteris
zenkeri Mtsch. spec. nov. vom südl. Kamerungebiet, p. 194. — Matschie (3).
Säugethiere von Kamerun, p. 129-134. — Tullberg. Einige Muriden aus Nord-
Kamerun. Beschreibung.
Deutsch- Süd-West- Afrika: Noack (3). Hyrax capensis Schr. v.
Gross-Namaland, Transvaal, Petromys typie. Sm. v. Damaraland, Rehoboth (auf
Felsen), Pachyuromys auricul. Sm., Saccostom. lapidar. Pet., Mus dolichur. Smuts,
M. lehocla Sm., M. (Lemniscomys) lineatus Sparm., Geoffr., Cuv.; Xerus capensis
Kerr., Orocidura martens. Dobs., Macroscel. rupestr. Sm., M.typ. Sm., Nycteris cap.
Sm., Vesperus cap. Sm., V. minut. Temm, Miniopt. schreib, Can. canna Sm.,
Otocyon caffer Desm., Galago moholi-teng Sm. (lebt familienweise), Cynocephalus
ursin. p.53--81, 82. Thomas (2). Madoqua damarensis vom Damaraland.
Südafrika: Matschie (1). Manis temmincki Smuts nördl. vom Vaal-
Fluss in S. Afr., p.8. — Noack (3). Vesperus minutus p.53 —81, 82. — Matschie
(4). Dam. pygargus p.329— 333. Lorenz. Säugethiere von Südafrika p. 59—67.
Matschie (4) Bubalis lichtensteini im Zambesi-Nyassa-Gebiet, daselbst auch
B.lunata; im Limpopo-Gebiet B. buselaphus u. Damal. albifrons p. 329—333.
Süd-Ost- Afrika: Matschie (8). Pachyura leucura Mtsch. spec. nov.
p. 205. — Noack (3). Vesperus minutus p.53—81, 82. — Thomas (6). Otogale
Kirki, Gray v. Nyassaland. — Cercopithecus albigularis, Sykes v. Fort Lister,
Milanji. — Galago Moholi, A Sm v. Zomba. — Epomophorus erypturus, Pet. v.
Nyassaland. — Rhinolophus Hildebrandti, Pet. — Rhinclophus Landeri, Mart (2).
— Rhinolophus capensis, Licht. — Hipposiderus caffer, Sund. — Vesperus mega-
lurus, Temm. — Vesperugo nanus, Pet. — Petrodromus tetradactylus, Pet. —
Felis serval v. Fort Johnston. — Hyaena crocuta, Erxl. — Rhynchogale Melleri,
in der Naturgeschichte der Sängethiere während des Jahres 1894. 309
Gray. — Crossarchus fasciatus Desm. — Lutra maculicollis Licht. v. Fort
Johnston. — Sciurus palliatus, Pet. — Sciurus mutabilis, Pet. — Mus dolichurus,
Smuts. — Mus modestus, Wagn. — Isomys dorsalis, A. Sm. — (ricetomys
gambianus, Waterh. — Lepus whyjtei spec. nov. — Procavia Johnstoni, spec. Nov.
von Fort Lister, Fort Milanji, Milanji Plain. — Procavia Brucei, Gray v. Mpimbi,
Fort Lister, — Rhinoceros bicornis L. — Phacochoerus aethiopieus Pall. — Bu-
balis Lichtensteini, Pet. — Oreas canna, Sm. — Strepsiceros Kudu, Gray. —
Tragelaphus seriptus, Pall. — Cobus ellipsiprymnus, Og. — Aepyceros melampus,
Licht. — Oreotragus saltator, Bodd. Fort Lister, Milanji. — Manis Temmincki,
Smuts. — Rhynchozyon cirnei, Pet. — Canis mesomelas, Schr. — Nanotragus
scoparius (Schr.). — Cervicapra arundinum (Bodd.).
Asien.
Allgemeines. Paulowa Maria. Gruppe Mastodon Bunolophodon mit
M. arvernensis in der Miocän- u. Pliocän-Zeit. — Noack (3). Miniopterus
schreibersi v. Süd.-As. p.53-81, 82. — Müller, Adf. u. K. Plecotus auritus
p. 278. — Vespertilio Daubentonii p. 284. — Rhinolophus ferrum-equinum p. 293.
— Sus scrofa in d. gemässigt. Theilen p. 205. — Arvicola. Lutra vulgaris von
Nord- u. Mittelasien p. 154. — Cricetus frumentarius im Norden, Arvicola arvalis,
s. arvensis im Westen v. Nord- und Mittelasien p. 257. — Lepus vulgaris im
Westen p. 261.
Sibirien. Tschersky. Fossile Thiere von den Neusibirischen Inseln:
Felis tigris, Canis lupus, Vulpes lagopus, Gulo luscus, Ursus maritimus, Ursus
arctos, Phoca foetida, Lemur obensis, Myodes torquatus, Lemur variabilıs, Bison
priscus, Ovis moschatus von der Insel Ljachar; Trichechus rosmarus, Spermo-
philus ewersmanni, Arvicola 2 sp., Ovis nivicola, Alces palmatus, Cobus saiga,
Rangifer tarandus, Cervus canadensis var. maral, Equus caballus, Rhinoceros
tichorhinus, Elephas primigenius von der Ljachar-Insel. — Müller, Adf. u. K.,
Castor fiber Ströme von Nord- und Mittelsibirien p. 240. — Üricetus frumen-
tarius, Arvicola arvalis s. arvensis p. 257.
Syrien und Klein-Asien: Nehring (3). Cricetus nigricans in Klein-
Asien.
Persien: Nehring (3). Cricetus nigricans.
Mittel-Asien. Tibet: Matschie (1). Manis aurita Hodgs. p. 8. —
True (7). Sminthus flavus sp.n. v. Kasım. — Littledale. Oamelus bactrianus
von Lob-Nor, Central- Asien p. 446-448. — Müller, Adf. u. K. Plecotus auritus.
— True (3). Säugethiere v. Kashmir: Semnopithecus schistac., Macac. rhesus
vill. sp.n., Felis torguata, Canis aureus, Vulp. montan., Putor. canig., Ursus
thibet., U. sabellinus, Ovis vignei, Capra sibir., Pteromys albiventer (C. u. W.
Kashmir), Sciuropt. fimbriatus (Centr. Kashm.), Arctom. caudat. (Nullah), Mus
arianus griseus subsp. nov. (Mountains of ©. Kashm.), M. bactrian. (Srinagar,
Kashm.), M. rattus, Sminth. concolor (C. Kashm.), Arvicola fertilis sp. n. (C.
Kashm, Pir Panjal Mountains), Arv. mont. sp. nov., A. albicauda sp. n. (Baltist.),
Lep. tibet., Lagomys roylei, L. gris., Crocid., Vesperugo, Vespertilio.
Vorder-Indien: Matschie (1). Manis pentadactyla L. v. V. Indien p.8&.
— Müller, Adf. u. K. Plecotus auritus p. 278.
Hinter-Indien: Matschie (1). Manis javanica Desm. v. H. Indien p, 8.
310 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
China: Thomas (9). Sciurus Styani spec. nov. v. Kiang-su province ex-
tending south to Hang-char, China. — Thomas (9). Lepus Swinhoei (Lepus
Tolai Swinh.) von Chefoo, Nord-China. — Matschie (1). Manis v. Südehina. —
Thomas (15). Vespertilio (Leukonoe) Ricketti.
Japan: Hohenberg (1). Sika-Hirsch aus den nördlichen Provinzen
Japans. — Möbius (1). Balaena japonica Lacep., Rhachianectes glaucus Cope,
p. 19, Megaptera boops Fab. p. 21 N. W. von Nagasaki gefangen.
Sunda-Inseln, Philippinen und Molukken: Matschie (1). Manis
javanica Desm. von den S.-Inseln p.8. — Nehring (1). Phloeomys pallidus
Nehring von der Insel Marinduque, südlich von Luzon, p. 179. — Derselbe (1).
Tupaja ferruginea Raffl. von den Calamianes-Inseln p. 184. — Derselbe (1)
Tupaja javanica von der Palavangruppe von den Philippinen p.184. — Der-
selbe (1). Tupaja Everetti von West-Mindanao, p. 184. — Derselbe (1).
Tupaja picta Oldfd. Thomas bei Nehring aus Nord-Borneo p. 184. — Derselbe(1).
Tupaja montana O:idfd. Thomas bei Nehring aus Nord-Borneo p. 184. — Der-
selbe (1). Tupaja melanura Oldfd. Thomas bei Nehring aus Nord-Borneo p. 184
—185. — Derselbe (1). Bubalus moellendorffi spec. nov. Fig. 1—3 von der
Insel Busuanga, Calamianes-Gruppe p. 185. — Derselbe (1). Cimarron von
Luzon p. 185. — Derselbe (1). Tamarao von Mindoro p. 187. — Derselbe (1)
Tragulus nigricans OÖ. Thomas von der Insel Baläbac p. 190. — Derselbe (1)
Sus barbatus var. palavensis Nehring, s. Sus ahaenobarbus Huet aus der
Gegend von Taitai auf der Insel Palavan (Paragua) p. 190. — Derselbe (1).
Sus celebensis von Palavan p.190. — Derselbe (1). Sus barbatus var. cala-
minensis Nehring, s. — Sus calaminensis Heude von der Insel Culion, zur Cala-
mianes-Gruppe gerechnet p. 191. — Derselbe (1). Sus longirostris von Borneo
und Java p. 191. — Derselbe (4). Sus Marchei Huet s. — Sus celebensis var.
philippensis Nehring s. — Sus philippensis Meyer von d. Provinz Laguna auf
Luzon p. 219. — Derselbe (4). Tragulus nigricans OÖ. Thomas von der Insel
Balabac p. 226. — Thomas (12). Tupaia ferruginea palavanensis subspec. nov.
von der Palavan-Gruppe (Borneo) p. 367. — Milne-Edwards (l). Anthropo-
morphen von Sumatra und Borneo p. 191. — Geoffroy de Saint-Hilaire bei
Milne-Edwards, A. (1). Simia Satyrus Linn& p. 193. — Derselbe (1). Simia
Wurmbii von den Sunda-Inseln p. 193 — Lesson bei Milne-Edwards. A. (1).
Simia Abeli von Sumatra p. 193. — Blainville bei Milne-Edwards, A. (1).
Simia Wallichii von den Sunda-Inseln p. 193. — Owen bei Milne-Edwards, A. (1).
Simia morio von Borneo p. 193. — Geoffroy de Saint-Hilaire bei Milne-
Edwards, A. (1). Simia bicolor von Sumatra p. 193. — Sanyal. Cynogale
Bennetti v. Borneo. — Meyer (2) Tarsius philippensis No. 1 p. 1—2. — Meyer
(2) Tarsius fuscomanus Fisch. von Celebes No. 1 p.1. — Meyer (3). Phloeomys
schadenbergi spec. nov. aus Nord-Luzon No.6 p.1. — Meyer (4). Mydaus
Marchei Huet von d. Philippinen No. 13 p. 4.
Nord-Amerika.
Arctische und subaretische Zone incl. Grönland. Hohenberg
(1). Cervus Wapiti. — Müller, Adf. u. K. Castor fiber. — Dawson. Elephas
primigenius. — Rabot. Cystophora cristata, Phoca barb., Ph. hispid. u. vitul.
bei Grönland gejagt. Seit 1831 wurden 686000 Thiere vernichtet. — Thomas
(8). Pteropus admiralitatum sp. n,, Beschreibung.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 311
Gemässigte Zone und Mexico. Allen (1). Folgende Säugethiere
von New Brunswick, Canada: Cariacus virginianus Bodd., Alces machlis Linn.,
Rangifer tarandus caribow Kerr., Vespertilio gryphus F. Cuvier, Sorex forsteri
Rich., Erethizon dorsatus Linn., Zapus insignis Miller, Mus decumanus Pallas,
Mus musculus Linn., Sitomys americanus canadensis Miller, Arvicola riparius
Ord., Arvicola chrotorrhinus Miller, Evotomys gapperi Vig., Evotomys fusco-
dorsalis spec. nov., Fiber zibethicus Linn., Tamias striatus Iysteri Rich., Seiurus
hudsonius Pallas, Sciuropterus volucella sabrinus (Shaw), Arctomys monax Gmel.,
Castor canadensis Kuhl, Ursus americanus Pallas, Procyon lotor Linn., Lutra
hudsonica Lac&p, Mephitis mephitica Shaw, Lutreola vison Schreber, Putorius
erminea Linn., Mustela pennanti Erxl., Mustela americana Turton, Vulpes
fulvus Desm., Lynx canadensis Raf. — Miller, Gerrit, S. jr. and Outram
Bangs. Lepus paludicola spec. nov. von Western Florida. — Osborn u. Wort-
man. S. der White River Beds v. Dakota: Acerathium trigonod. sp.n, A.
(Coenop.) mite, A. occid., A. platycephal. sp. nov., A. tridactyl.; Metamynodon
planifrons; Mesohippus bairdi., Mesoh. longipes sp. n.; Oreodon culbertsoniüi,
O. gracilis, O. bullatus; Eporeodon major; Hyopotamus amer., Hyop., brachy-
rhynchus sp.n, Anthracother. curtum, A. carense sp. n., Hyaenodon paucidens
sp.n., H. crucians; Hoplophoneus occident., H primaevus p.199—228. — Allen
(6). Perognatus prieei spec. nov. von Oposura, Sonora, Arizona. — Perognatus
conditi spec. nov. von San Bernardino Ranch, Arizona. — Reithrodontomys
mexicanus fulvescens subspec. nov. von Oposura, Sonora. — Arvicola leucophaeus
spec. nov. von Graham Mountains, Arizona. — Merriam (1). Hodomys alleni
Merriam von Mexico p. 233. — Hodomys vetulus spec. nov. p.236. — Xenomys
nelsoni Merriam von Hacienda Magdalena, Mexico p. 238. — Neotoma Sayand
Ord. (Genus) p. 241. — Neotoma leucodon Merriam von San Luis Potosi, Mexico
p- 243. — Neotoma latifrons Merr. von Michoacan, Mexico, p. 243. — Neotoma
micropus Baird. von Charco, Escondido, Tamanlipas, Mexico p. 244. — Neotoma
micropus canescens p. 244. — Neotoma baileyi Merr. von Nebraska p. 244. —
Neotoma floridana Ord. von Florida p. 244. — Neotoma pennsylvanica Stone
von Pennsylvanien p. 244. — Neotoma magister Baird. von Pennsylvanien und
Virginien p. 244 u. 245. — Neotoma mexicana Texas, Mexico p. 245. — Neotoma
mexicana bullata von Santa Catalina Mountains, Arizona p. 245. — Neotoma
pinetorum Merr. von San Franzisco Mountains, Arizona p. 245. — Neotoma
tenuicauda Merr. von d. Sierra Nevada de Colima, Jalisco, Mexico, p. 245. —
Neotoma orizabae Merr. vom Mt. Orizaba, Puebla, Mexico p. 245. — Neotoma
fulviventer Merr. v. Toluca Valley, Mexico p. 245. — Neotoma torquata Ward.
von Morelos, Mexico p. 246. — Neotoma fallax Merr. von Rocky Mountains in
Colorado p. 246. — Neotoma bryanti Merr. von Cerros Island, Lower California,
Mexico p. 246. — Neotoma fuscipes Baird. von Petaluma, Sonoma Co., Cali-
fornia p. 246. — Neotoma monochroura Rhoads von California, Petaluma, Sonoma
Co. p. 246. — Neotoma splendens True von Petaluma, Sonoma Co., California
p. 246. — Neotoma fuscipes macrotis (Thomas) von San Diego, California p. 246
— 247. — Neotoma fuscipes streatori Merr. von Californien p. 247. — Neotoma
fuseipes dispar Merr. von Lone Pine, Owens Valley, Californien p. 247. — Neo-
toma desertorum Merr. von Utah, Californien Death Valley p. 247. — Neotoma
desertorum sola Merr. von San Emigdio, Kern Co., Californien p. 247. — Neo-
toma intermedia Rhoads. von Dulzura, San Diego Co., Californien p. 247, —
3]2 Pr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Neotoma californica Price von Californien p. 247. — Neotoma intermedia gilva
Rhoads. p. 247. — Neotoma venusta True p. 247 u. 248. — Neotoma intermedia
melanura Merr. von Ortiz, Sonoma, Mexico p. 248. — Neotoma intermedia albigula
Hartley v. Vieinity of Fort Lowell, Arizona p. 248. -— Neotoma intermedia
angusticeps Merr. von S. W. New Mexico, N. W. Chihuahua p. 248. — Neotoma
arizonae Merr. von Arizona, New Mexico, Utah und Colorado p. 248. — Neotoma
lepida Thomas von Utah p.248. — Neotoma cinerea (Ord.) von Northern Rocky
Mt., Dacota, Missouri River, Montana, Near Great Falls p. 249. — Neotoma
cinerea occidentalis (Baird.) v. Stoalwater Bay, Washington p.249. — Neotoma
cinerea drummondi Richardson von Britisch-Columbia, Rocky Mts. p. 249. —
Neotoma orolestes Merr. von Rocky Mts. Colorado p. 249. — Scott (3).. Hippo-
potamus fossil v. Süd Dakota. — Rhoads (1). Putorius peninsul. Rhoads spec.
nov. von Florida p. 152—155. — Lutra hudsonica (Lacepede) desgl. p. 155. —
Procyon lotor (Linn.) desgl. p. 155—156. — Atalapha borealis pfeifferi (Grund-
lach) desgl. p. 156—157. — Adelonycteris fuscus (Beauv.) H. Allen desgl. p. 157.
— Vesperugo carolinensis (Geoffr.) desgl. p. 157. — Nycticejus humeralis Raf.
desgl. p. 157. — Vespertilio gryphus F. Cuv. desgl. p. 157. — Nyctinomus
brasiliensis Js Geoff. desgl. p.157. — Scalops parvus Rhoads spec. nov. desgl.
p. 157 u. 158. — Seiurus niger Linn. desgl. p. 158. — Seiurus carolinensis Gmel. desgl.
p. 158. — Sciuropterus volucella (Pallas) desgl. p.159. — Geomys tuza Ord. desg].
p.159. — (1). Mus decumanus Pallas desgl. p. 159. — Mus alexandrinus
Geoff. desgl. p. 159. — Mus musculus Linn. desgl. p. 159. — Sitomys americanus
gossypinus (Le Conte) desgl. p.159 — Sitomys niveiventris subgriseus (?) Chap-
man von Florida p.160. — Oryzomys palustris natator Chapman desg]. p. 160.
— Sigmodon hispidus littoralis Chapman desgl. p. 160 u. 161. — Reithrodontomys
humilis (subspec,?) And and Bach desgl. p. 161. — Derselbe (2). Arvi-
cola (Tetramerodon) tetramerus Rhoads spec. nov. v. British - Columbia u.
Washington p. 282. -—- Arvicola borealis Richardson v. British - Columbia
u. Washington p. 283. — Evotomys pygmaeus spec. nov. p. 284. — KEvotomys
gapperi saturatus subspec. nov. von British Columbia p. 234. — Arvicola
(Mynomes) drummondi p. 287. — Derselbe (3). Sitomys megacephalus spec.
nov. von Alabama p. 254. — Sitomys insolatus spec. nov. von Californien, Oro
Grande p. 256. — Sitomys herroni nigellus subspec. nov. vom West Cajon Pass,
San Bernardino Mts, Californien p. 257. — Sitomys keeni spec. nov. pP. 258. —
Sitomys macrorhinus spec. nov. von Skeena River, British Columbia p. 259. —
Sitomys americanus artemisiae spec. nov. von Asheroft, British Columbia p. 260
u. 261. — Merriam (2). Perognathus baileyi spec. nov. von Magdalena, Sonora,
Mexico p. 262 u. 263. — Perognathus columbianus spec. nov. von Pasco, Plains
of Columbia, Washington p. 263. — Perognathus nevadensis spec. nov. von
Nevada, Hallest. East Humboldt Valley p. 264. — Perognathus longimembris
panamintinus subsp. nov. von Californien p. 265. — Perognathus flavus
mexicanus subspec. nov. von Valley of Mexico p. 265. — Perognathus
(Chaetodipus) nelsoni spec. nov. von La Parada, San Luis Potosi, Mexico
“p. 266. — Perognathus (Chaetodipus) stephensi spec. nov. v. N. W. Arm
of Death Valley, Californien p. 287. — Perognathus (Chaetodipus) intermedius
canescens subsp. nov. von Coahuila, Mexico p.267. — Rhoads (5). Didel-
phys marsupialis virginiana (Kerr.) von Monroe and Pike Counties, Pennsylvania
p. 388. — Cariacus virginianus (Bodd.) von Pike County, Pennsylvania p. 388.
— Dervus americanus (Erxl.) von Pennsylvania p. 388. — Sciurus carolinensis
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 313
pennsylvanicus (Ord.) von Pennsylvanien p. 389. — Seiurus hudsonicus (Erx-
leben) von Pennsylvanien p. 389. — Sciuropterus volans (L.) Jordan von Vir-
ginien, Pennsylvanien p. 389. — Tamivas striatus L. von Pennsylvanien p. 389.
— Castor fiber canadensis (Kuhl) von Monroe and Pike Countains Pennsyl-
vanien p. 390. — Mus rattus L. von Monroe and Pike Countains, Pennsyl-
vanien p. 390. — Mus decumanus Pallas von Pennsylvanien p. 390. — Mus
musculus L. von Pennsylvanien p. 390. — Neotoma magister Baird. von Monroe
County, Pike County, Pennsylvanien p. 390. — Peromyscus americanus (Kerr.)
Thomas von Pennsylvanien p 390—391. — Fiber zibethicus IL. von Pennsylvanien
p. 391. — Arvicola pennsylvanicus (Ord.) von Pennsylvanien p.391. — Arvieola
pinetorum (Le Conte) von Pennsylvanien p. 391. — Evotomys gapperi (Vigors)
von Pike County, Pennsylvanien p. 391. — Synaptomys cooperi Baird. von Pennsyl
vanien p. 391— 392. — Zapus hudsonius (Zimm.) von Pennsylvanien p. 392. —
Zapus insignis Miller von Monroe and Pike Countains, Pennsylvanien p. 392.
— KErethizon dorsatus L. v. Poconoplateau, Pennsylvanien p. 393. — Lepus
americanus Erxleben von Pennsylvanien p. 393. — Lepus sylvaticus Bachm. von
Pennsylvanien p. 393. — KFelis concolor L. (Puma, Panther) von Pike County,
Pennsylvanien p.393. — Lynx canadensis (Desm.) von Pennsylvanien p. 393. —
Lynx rufus (Gnld.) von Monroe and Pike Countains, Pennsylvanien p. 393. —
Canis lupus nubilus (Say) von Pennsylvanien p. 393. — Vulpes vulpes pennsyl-
vanicus (Bodd.) von Pennsylvanien p. 393. — Urocyon cinereo argenteus (Müll.)
von Monroe and Pike Countains, Pennsylvanien p. 394. — Ursus americanus
Pallas in the mountains Pennsylvanien p. 394. — Putorius erminea L. von
Pennsylvanien p. 394. — Lutreola vison Schreber von Pennsylvanien p. 394. —
Mustela americana Turton von Pennsylvanien p. 394. — Lutra hudsonica Lacep
von Pennsylvanien p.394. — Mephitis mephitica (Shaw.) von Monroe and Pike
Countains, Pennsylvanien p. 394. — Procyon lotor (L.) von Pennsylvanien p. 394,
— sSorex forsteri Rich. von Monroe and Pike Countains, Pennsylvanien p. 394
—395. — sSoree von Monroe and Pike Countains, Pennsylvanien p. 395. —
Sorex (Neosorex) albibarbis (Cope) von Monroe County, Pennsylvanien p. 395. —
blarina talpoides (Gapper) von Pennsylvanien p. 396. — Scalops aquaticus (L.)
von Pennsylvanien p. 396. — Condylura cristata L. von Pennsylvanien p. 396.
— Adelonyeteris fuscus (Beauv.) von Pennsylvanien p. 396. — Atalapha borealis
(Müll.) von Monroe and Pike Countains, Pennsylvanien p. 396. — Vespertilio
gryphus Fr. Cuvier. von Pennsylvanien p. 396. — Derselbe (6). Zapus trino-
tatus spec. nov. Rhoads v. British Columbia p. 421. — Scott (1). Protosorex
crassus spec. nov. von Süd-Dakcta der Tertiär-Fauna Amerikas angehörig: p. 446,
— Earle. Protapirus simpl. ist d. älteste, anerk. Form aus dem mittl. (Oreodon) °
beds d. White River Formation in Westdakota p.253 (Ausz. Z. C.). — Varigny.
Spermophilus tredecimlineatus vom Centrum Nord-Amerikas p. 12, — Spermo-
philus mexicanus von Texas und New Mexico, in Nord-Amerika p. 13. — Spermo-
philus Franklin in den Prairien Nord-Amerikas und in New Jersey. — Spermo-
philus spilosoma obsoletus v. Dakota p. 14. — Spermophilus Richardson von
Montana u. Dakota u. Canada p. 14. — Spermophilus Richardsoni elegans von
Wyoming p.14. — Zacher. Spermophilus tredecimlin. in Prairien, Sp. mexican.
in Texas u. Nen-Mexico, Sp. frankl. im Prairiengebiet, Sp. spilosoma obsol. in
Nebraska, Süd-Dakota ete., Sp. richards. elegans in Montana, Dakota, auch in
Kanada. — Rhoads (7). Rod. v. Calif. u. Oreg. Neotoma monochr. Sp. n.,
N. intermedia sp.n. u. Dipodomys parvus sp.n. p. 67—71. — Müller, Adf. u. K.
314 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Castor fiber in Massachusetts. — Hatscher (2). Säugethiere von Nebraska p. 236
—248. — Mearns. Sigmodon v. New Mexico p. 129—130. — Allen (6). Sitomys
americanus arizonae subspec. nov. von Fairbank, Arizona. — Neotoma campestris
spec. nov. v. Pendennis, Lane Co., Kansas. — Neotoma rupicola spec. nov. von Corral
Draw, South Dakota. — Neotoma grangeri spec. nov. v. Custer, Black Hills, South
Dakota. — Sciurus hudsonieus dakotensis subspec. nov. v. Squaw Creek, Black Hills,
South Dacota. — Nyctinomus nevadensis (H. Allen) von Chiricahua Mountains.
— Arvicola (Pedomys) heydenii Baird. von Fort Pierre, South Daeota. — Arvieola
(Pedomys) cinnamomeus Baird. v. Pembina, Nord-Dacota. — Phenacomys truei
spec. nov. v. Black Hills. — Arvicola insperatus spec. nov. von Kuster, Black
Hills, South Dacota. — Lepus texianus eremicus subsp. nov. v. Fairbank, Ari-
zona. — Lepus sylvaticus pinetis subspec. nov. v. White Mountains. —
Seivrus arizonensis huachuca subspec. nov. von Huachuca Mountains. — Sceiurus
hudsonicus grahamensis subspec. nov. von Graham Mountains, Arizona. —
Chapman, Frank. Folgende Species aus Florida: Didelphys marsupialis
virginiana, Cariacus virginianus, Sciurus carolinensis, Sciurus niger, Sciuropterus
volucella, Castor canadensis, Arvicola (Neofiber) alleni, Arvicola pinetorum, Ory-
zomys palustris natator, Sitomys aureolus, Sitom/s americanus gossypinus, Sitomys
floridanus, Sitomys niveiventris, Sitomys niveiventris subgriseus, Reithrodontomys
humilis, Sigmodon hispidus, Sigmodon hispidus littoralis, Mus decumanus, Mus
alexandrinus, Mus rattus, Mus musculus, Neotoma floridana, Geomys tuza, Lepus
sylvaticus, Lepus sylvaticus floridanus, Lepus palustris, Lepus palustris paludieola,
Artibeus carpolegus, Corymnorhinus macrotis, Vespertilio gryphus, Adelonyeteris
fuscus, Vesperugo carolinensis, Nycticejus humeralis, Dasypterus intermedius,
Atalapha borealis, Atalapha cinerea, Nyctinomus brasiliensis, Blarina brevicauda
carolinensis, Blarina einerea, Blarina exilipes, Scalops aquaticus australis, Ursus
americanus, Procyon lotor, Lutra canadensis, Mephitis mephitica, Spilogale
putorius, Lutreola vison, Putorius erminea, Putorius peninsulae, Urocyon einereo-
argenteus, Canis lupus griseo-albus, Felis concolor, Lynx rufus floridanus. —
True (8). Neotoma splendens sp. n., Neot. macrot. simpl. subspec. nov., Neot.
venusta sp. n., Neot. occident. fusca subsp. n.: v. Californien (3 p.). — True (5).
Sigmodon minima v. N. Mexico p. 129-130. — Allen (2). Säugethiere v.
Aransas County, Texas: Didelphys marsupialis californica (Benn.). — Tatusia
novemcinctus L. — Lepus callotis, L. sylvatic. bachmani (L. aquat. Bachman). —
Geomys personatus. — Perognatus paradoxus. — Mus decumanus, M. alexan-
drinus, M. musculus. — Neotoma micropus. — Sigmodon hispidus texıanus. —
Oryzomıs palustris texensis subsp. n. — Sitomys mearnsü, S. (Baiomys) taslora.
Onychomys longipes. — Spermophilus mexican., Sp. spilosoma annectens. — Sciunus
niger limitis. — Dicotyles anyulatus. — Bison amer. — Cariacus virginian. —
Note on the Camels introduced in to Texas. — Atalapha noviboracens. —
Scalops texanus. — Procyon lotor hernandozii. — Bassariscus astutus. -— Üone-
patus mapur. — Mephitis mesomelas. — Spilogale indianola. — Gen. Mephitis.
— Putorius brasiliens. frenatus. — Canis latrans. — Urocyon virgin. — Lynx
rufus maculat. — Felis onca, F. concolor, F. pardalis. p. 165 —19.
Mittel-Amerika und West-Indien.
Thomas (4) Stenoderma montserratense spec. nov. von Montserrat, West-
Indien. — Thomas (14). Geomys scalops spec. nov. von Tehuantepee. —
Didelphys (Philander) trinitatis spec. nov. von Trinidad. — Merriam (1). Neo-
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 315
toma ferruginea Tomes von Guatemala. — Allen (3). Geomys Cherrieri v. Costa-
Rica. — Noack (4). Canis jubatus in Mittelamerika.
Südamerika.
Argentinien und Patagonien. Ameghino (2). Fossile Säugethiere
von Patagonien p. 259—452. — Matschie (2). Cebus azarae Rengg von
Argentinien nördl. v. Jujuy p.57. — Matschie (2). Vespertilio azarae
Waterh. aus Famailla in Argentinien. — Nyetinomus brastliensis Is. Geoff. —
Felis concolor L. vom Waldgebirge bei Famailla. — Felis puma Mol. — Felis
onca L. vom Waldgebirge bei Famailla u. bei Jujuy p.59. — Derselbe (2).
Felis mitis F. Cuv. von Juntas u. Palos & pique in Argentinien p.59. — Felis
pardalis L. von Südamerika p.59. — Kelis geoffroyi Orb. von Tornguist, im
Süden von Argentinien p. 59 u. 60. — KFelis guigna Mol. von Norden resp.
Westen, chilenisch. Theil von Argentinien p. 59 u. 60. — KFelis pajeros Desm.
vom Süden Argentiniens p. 60. — Felis colocolo H. Sm. vom Süden Argentiniens
p. 60. — Canis azarae Wied von Tornquist im Süden Argentiniens p. 60. —
Canis gracilis Burm. von Famailla p. 60. — Canis cancrivorus Desm. aus d.
Provinz Jujuy in Argentinien p. 60. — Lutra paranensis Rengg vom Rio Grande
Nebenfluss in Argentinien p. 60. — Galictis barbara L. von Agua Caliente in
Nord-Argentinien p. 60 u. 61. — Galictis vittata Schreb von Tucuman in Argen-
tinien p. 61. — Mephitis patagonica Leht. von Tornquist in Süd-Argentinien
p. 61. — Nasua nasuaL. von Palos & Pique, am Rio Grande de Juj. mehrmals
gesehen, in N. Agentinien p. 61. — Procyon cancrivorus Cuv. von Jujuy in
N. Argentinien p. 61. — Sciurus spec. von Capillas nördlich von Jujuy in Argen-
tinien p. 60. — Phyllotis griseo-flavus Waterh.? von Aival in N. Argentinien
p.60 — Myopotamus coypus Mol. bei Tornquist im Süden Argentiniens p. 61.
— Dolichotis patagonica Geoffr. von Tornquist im Süden Argentiniens p. 61. —
Cavia australis Geoffr. von Tornquist im Süden Argentiniens p. 61. — Cavia
leucoblephara Burm. von Tucuman, nahe der Flussscheide zwischen Argentinien u.
Chile p.61 u. 62. — Lagostomus trichodactylus Brookes von Tornquist im Süden
Argentiniens p. 62. — Lepus brasiliensis L. von Jujuy in N. Argentinien p. 62.
— Dasypus sexceinetus L. von San Lorenzo in N. Argentinien p. 62. — Eu-
phractus minutus Desm. von Tucuman u. Jujuy in Argentinien p. 62. — Eu-
phractus villosus Desm. von Tornquist im Süden Argentiniens p. 62. — Tatusia
hybrida Desm. von Tornquist im Süden Argentiniens p. 62. — Tolypeutes
conurus Is. Geoffr. in d. Cordilleren fehlt bei Tucuman p. 62. — Chlamydophorus
truncatus Harl. in Buenos Aires in Argentinien p.62. — Myrmecophaga jubata L.
von San Lorenzo p.62. — Tamandua tridactyla von Palos A pique, nur auf der
rechten Seite des Rio Grande de Jujuy p. 63. — Dicotyles torquatus von Jujuy
p.63. — Dicotyles labiatus Cuv. von Famailla und Jujuy p.63. — Tapirus
americanus Schreb. von Famailla und Jujuy p.63. — Cervus campestris F. Cuv.
von Tornquist, häufig bei Bahia Blanca im Süden Argentiniens p. 63. — Üervus
antisiensis Gerv. von d. Puna bei Jujuy p.63. — Cervus rufus Ill, von Famailla
u. Jujuy p. 63. — Cervus nemorivagus Goldf. von Famailla u. Jujuy u. Tucuman
p. 64. — Didelphys azarae Temm. von Tucuman p. 64. — Didelphys noctivaga
Tschudi im Gebirgswald bei Famailla p. 64. — Merriam (2). Ptyssophorus elegans
Ameghino, fossil bei Buenos-Ayres p. 231. — Derselbe. Tetromys atavus
Ameghino, fossil in Argentinien p. 232. — Carnot. Equwus von Argentinien p. 521.
316 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Brasilien. Goeldi (1). Chiropteren, gen. Dysopes und Phyllostoma.
Vampyre. — Üarnivoren von Brasilien (Jaguar von Südbrasilien), Coatis,
Ratons u. Kinkajou. — Procyonidae. — Rodentien. — Octodontidae. —
Echimydae. — Üercolabidaee — Cavüdae. — Ungulaten. Tapir. — Cervus.
— Mastodonten zur Quaternärzeit. — Lama seltener. — Edentaten. —
Bradypus. — Ameisenbär. — Gürtelthier. — Megatheren in früheren geo-
logischen Epochen in Brasilien. — Glyptodonten in früheren geologischen
Epochen in Brasilien. — Marsupialier von Brasilien. — Didelphyidae — Delphi-
nus von Brasilien. — Derselbe (2). Didelphys aurita v. Serra dos Orgäos,
Brasilien p. 457 -460. — Metachirus quica v. d. Serra dos Orgäos, Brasilien,
p- 460—- 461. — Micoureus griseus v. Eastern and Central Brasilien p. 461—462.
— Micoureus pusillus (Grymoeomys agilis) v. d. Serra dos Orgäos, Brasilien
p-. 462—463. — Peramys tristriatus v. South Brasilien p. 464—465. — Chironectes
palmatus v. d. Serra dos Orgäos, Brasilien p. 465 —466. — Rhoads (4).
Tatusia (Mulet.) propalat sp. n. p. 111-114.
Westküste: Carnot. Equus von Chile p. 524. Abbildung. — Flower.
Tatusia pilosa von Central-Peru p. 655. — Philippi, R A. (1). Didelphys
soricina von Chile p. 36. — Philippi, Fed. Didelphys australis von Valdivia,
Llanquihue u. Araucania (2) p. 3—35. — Philippi (2). Vespertilio atacamens.,
Spec. chilens., «) Vesp. vetat., £) V. montan., y) V.chiloens., d) V. cap. — Spec.
peruens., a) Y.ruber, b) V.hypothrix, c) V.isid., d) V. innoxius, e) V. furinal.
— Lagidium Meyen, Lagid. lutese. — Ctenomys Blainv., Ctenom. robustus (Ct.
boliviens., brasiliens., leucodon, fulvus), Ctenom. pallidus, Ct. pernix, Ct. chilensis.
— Mus, Hesperomys. Hesperomys glirinus, H. lanatus, H. puerulus, H. doli-
chonyx. — WVarietas H. dolichonye cinnamomea. — Philippi (3). Folgende
fossile Säugethiere v. Ulloma, Bolivien werden besprochen: Hippidion nanum
u. boliv. — Mastod. andium, platensis, rect., argentinws, Humboldti, superbus,
chilensis. — Megatherium. — Scelidotherium Ow.?, Mylodon Ow.? p.87—96. —
Matschie (3). Cariacus v. Sorata (Bolivia) p. 129—134. — Matschie (2). Felis
pajeros u. F. colocolo in Chile, p.57—64. — Thomas (7). Dasypus Nationi spec.
nov. von Orujo, Bolivia p. 70-72.
Venezuela: Hartert. Lepus nigronuchalis sp. nov. p.40 (N. Küste von
Venezuela).
Ecuador: Branco (1). Von Edentaten fossil: Mylodon sp. nahe St. Lucia
am Rio Daule bei Sta Rita. — Branco (1). Von Perissodactylen fossil: Equus
Andium. — Von Artiodactylen fossil: Protauchenia Reissi spec. nov. — Artio-
dactyla: Cervus sp. fossil. — Von Proboscid. fossil: Mastodon Andium Cuvier.
— Von Carnivoren: Machairodus cf. neogaeus Lund sp. fossil.
Uruguay: Aplin (1). Felis geoffroyi von Uruguay p 298. — Kelis
passerum von Uruguay p.298. — Felis concolor (Puma) von Uruguay p. 298. —
Canis azarae „Zorro“ von Uruguay p. 293—299. — Canis spec. ine. von Uru-
guay p. 299. — Lutra platensis von Uruguay p. 300—301. — Lutra brasiliensis
von Uruguay p.301. — Procyon cancrivorus von Uruguay p. 302. — Conepatus
mapurito munzoni spec. nov. von Uruguay p. 302—806. — Gealictis vittata ven
Uruguay p. 306—307. — Vesperugo montanus (Phil.) Dobson. von Uruguay p. 307.
— Tatusia septemeincta von Montevideo p. 307. — Tatusia novemeincta v. Rio
Negro, Uruguay p. 307. — Dasypus sexcinctus von Santa Elena (Soriano) Uruguay
p- 308. — Scapteromys (Hesperomys) tumidus Waterh. von Uruguay p. 388. —
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 317
Habrothrix olivaceus (Waterh.) von Uruguay p.308. — Mus musculus von Santa
Elena, Uruguay p.308. — Ctenomys brasiliensis von Uruguay p. 308-309. —
Ctenomys magellanicus von Uruguay p. 308-309. — Cavia aperea von Uruguay
p. 309. —- Hydrochoerus capybara von Santa Elena, Uruguay p. 309—310. —
Myopotanus coypu von Uruguay p. 313. — Cariacus campestris von Santa Elena
p- 313—314. — Didelphys azarae von Uruguay p. 314—315. — Didelphys crassi-
caudata von Uruguay p. 315.
Dr Australien und Polynesien.
Hohenberg (1). Cervus Acelimatisirung in Neu-Seeland. — Müller, €.
Lepus euniculus im Westen von Neu-Süd-Wales, von der Südgrenze Vietorias
bis zur Nordgrenze von Queensland (Vorkommen). — Noack (3). Miniopterus
schreibersi v. Austral. p.53—81, 82.
III. Uebersicht nach den Arten.
Allgemeines.
Mammalia. Cireulationsapparat. Retterer, p. 123—140.
Mammalia. Vorkommen. Os priapi. BReeker (2) 1893/94.
Primates.
Primates. Whrisberg’scher Knorpel. &öppert, p. 114—125.
Primates. Gliedmaassen, Gebiss, Genitalorgan. Vogt u. Yung p. 830.
Primates Forbes. — Primates. Gehim. Mingazzini p. 363—364. —
Primates. Untersuch. des Zahnschmelzes. Preiswerk p. 687—690.
Primates. Muskulatur. Keith (2) p. 335— 339.
Primates s. s. (Anthropoidea). Skelett. Bardeleben, p. 359.
Pithecanthropus erectus. Schädel, Gebiss, Femur ete. Dubois, Eug., Extr.
Zool. Anz. 17. Jhrg. p. 557.
Simiidae: Simia. Schädel. Zaaijer, p. 337.
Anthropomorphen. Vorkommen, Krankheit, Hautgebilde. Milne-Edwards
(1), p. 191—192.
Anthropomorphken. Arteria radialis. Zuekerkandl, Extr. aus Zool. Anz.
17. Jhg. p. 287.
Simia,. Schädel. Delisle, p. 241—242.
Simia Abeli. Vorkommen. Lesson bei Milne-Edwards (1) p. 193.
Simia bicolor. Vorkommen. 6Geoffroy de Saint-Hilaire bei Milne-
Edwards (1), p. 193.
Simia. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Simia satyrus (Orang). Haare, Drüsen. Meijere, p. 408 - 409.
Simia. Anomalien. Chudzinsky p. 788—791.
Simia inuus. Unterkiefer (2). Schlüsse bezügl. der Temperatur d. Gegend
v. Montsaume6s (Pyrenäen) während d. Quaternärzeit. Gaudry, Naturw. Rundsch.
No. 24.
Simia morio. Vorkommen, Mias Kassu genannt von den Bornesen. Owen
bei Milne-Edwards p. 193.
318 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Simia satyrus. Vorkommen, Färbung. Geoffroy de Saint-Hilaire bei
Milne-Edwards (1) p. 19.
Simia satyrus. Grösse. Starke Entwickl. d. Backenwülste u. Halswamme
u. sehr abgenutztes Gebiss sprechen f. das Alter. Maul, Lippen, Kinnbart.
Auge braun; Nase, nur durch Nasenlöcher markiert, kein Nasenrücken, Ohr klein.
Nacken; Gliedmaassen stehen in auffallendem Missverhältniss zu einander. Haar.
Farbe. Bolau p. 97—102.
Simia satyrus. Hautgebilde, Muskeln, Larynx, Pulmo, Histolog. Deniker
u. Boulart, p. 238.
Simia Wallichii (2). Vorkommen. Blainville bei Milne-Edwards (1), p. 19.
Simia Wurmbi. Vorkommen, Färbung. Geoffroy de Saint-Hilaire bei
Milne-Edwards (1), p. 193.
Anthropopithecus. Skelett. Bardeleben, p. 352.
Anthropopithecus. Schädel. Waldeyer (2). Ausz. Monit. Zool. Ital. 5. Ann.
No. 4 p. 73—74.
Antropopithecus. Farbe, Haarkleid, Maasse. Auge. Auch auf d. Chim-
panze-Artfrage wird eingegangen. Meyer (5).
Antropopithecus. Ligamentum cal.-nav.-cub. interosseum. Tornier (1), p. 27.
Anthropopithecus erectus E. Dubois. Beweis für die Zusammengehörigkeit
der von Dub. erwähnten Fundstücke ist nicht gegeben. Matschie (12) p. 122
—123.
Antropopithecus (Troglodyl.). Beschreib. des Gehirns. Benham p. 47—48.
Mehrer. Abb.
Antropopithecus troglodytes (Chimpanse). Haare. Meijere, p. 409.
Gorilla Savagei. Haare. Meijere, p. 409.
Gorilla. Schädel. Waldeyer (2), Ausz. Monit, Zool. Ital, 6. Ann. No. 4,
p. 73—74.
Gorilla. Skelett. Bardeleben. p. 359.
Simiidae. Hylobates lar. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Hylobatidae. Hylobates. Ein dem Musculus tibialis anterior und Mus-
culus abductor hallueis gemeinsamer Sehnentheil. Tornier (1), p. 28.
Hylobates syndactylus. Haare. Meijere, p. 408.
Hylobates. Schädel. Waldeyer (2), Ausz. Monit. Zool. Ital. 5. Ann. No. 4
p. 73—74.
Semnopitheeidae. Semnopithecus melalophus Raffl. Haare. Meijere p. 408.
Semnopithecus mitratus. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Semnopithecus schistaceus Hodgs. Maasse. Iris braun. Vorkommen. True
(3) p. 1—16.
Colobus bicolor. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Colobus occidentalis bei Kwa Kitoto v. Neum. gefund. Kurze Beschreib.
Matschie (11) p. 417—418.
Colobus ursinus. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Cereopitheeidae. Cercopithecidae. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Cercopithecus. Fig.5 u.33. Krallen. Boas, p. 304—305.
Cercopithecus. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Cercopithecus sp. Schädel, Schädelmaasse, Backzähne. Matschie (3) p.129
— 134.
Cercopithecus albigularis von East: and West-Africa. Selater (7), p. 691.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 319
Cercopithecus albigularıs. Vorkommen. Thomas (6), p. 137.
Oercopithecus cephus. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Cercopithecus. Fig.5 p. 320. Haare, Drüsen. Meijere, p. 408.
Oereopithecus cynosurus. Skelett. Bardeleben, p. 389.
Cercopithecus diana ignitus. Kurze Beschreibung. Selater (2), p. 484.
Cercopithecus erythrarchus (2) vom Victoria Nyansa. Lebensweise, Haut.
Farbe. Vulgär-Name. Emin bei Noack (1) p. 528.
Cercopithecus erythrarchus am Ngerengere- uod Kidete-Bach. Lebensweise,
Emin bei Noack (1) p. 525.
Cercopithecus erythrogaster. Beschreibung. Selater (1), p. 1.
Cercopithecus grayi. Beschreibung. Selater (3), p. 484—485.
Cercopithecus mona. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Cercopithecus neglectus bei Kwa Kitoto gefunden. Kurze Beschreib. Mat-
schie (11) p. 417-418.
Cercopithecus ruber. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Cercopithecus sabaeus. Drüsen. Meijere, p. 408.
Cercopithecus sabaeus. Keith (1) p. 149—168.
Cercopithecus stuhlmanni. Kurze Beschreibung. Bei Kwa Kitoto von
Neumann gefunden. Ueberhaupt eine typ. westl. Fauna daselbst vorhanden. —
Matschie (11) p. 417—418.
Cercopithecus Wolfi. Färbung, Schädel. Farbige Abbild. Passt in keine
d. untersch. Gruppen. Meyer (1), p. 83—84.
Maeaeidae. Cercocebus cynomolgus. Haare. Meijere, p. 408.
Cynomorphae (Hundaffen). Fig.5 u. 33. Primatenkralle theilweise ähnlich
der Kralle v. Phoca. Boas, p. 304—309. — Musculus peronaeus longus-End-
sehne. Tornier (1), p. 28.
Cynocephalus anubis. Skelett. Bardeleben, p. 351.
Cynocephalus babuwin von Deutsch-Ostafrika. Schaden. Emin bei Noack
(1) p. 525.
Oynocephalus hamadryas. Genitalorgane. Waldeyer, p. 246, Ausz. Zool.
Anz. 17. Jhg. p. 75.
Oynocephalus hamadıyas. Haare, Drüsen. Meijere, p. 407.
Cynocephalus (Hamadryas) aegyptiacus. Skelett. Bardeleben, p. 259.
Oynocephalus porcarius. Haare. Meijere, p. 407.
Oynocephalus ursinus. Schädel, Gebiss, Schädelmaasse. Noack (3) p. 53
—81, 82.
Inuus radiatus. Darmzotten. Rawitz, p. 214—217.
Macacus cynomolgus. Darmzotten. Rawitz, p. 214—217.
Macacus inornatus. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Macacus laniger. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Macacus leoninus. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Macacus nemestrinus Linn. Haare. Meijere, p. 403—4.
Macacus niger. Keith (1) p. 149—168,.
Papio cynocephalus. Maasse. V. Zambesi. Lorenz p. 59—67.
Macacus sp.? (young spec.). Skelett. Bardeleben, p. 359.
Macacus rhesus villosus sp. n. Färbung, Schädel-Masse. True (3) p. 1—16.
Cebidae. Ateles paniscus. Schwanz-Rückenhaare. Meijere, p. 407,
Cebus apella. Haare, Drüsen. Meijere, p. 407.
320 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Cebus azarae. Felle, Schädel, Lebensweise, Haut- und Haarkleid, Färbung,
Gebiss, Schädelmasse, Vorkommen. Matschie (2), p. 57 u. 58.
Chrysothrixc sciurea. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Pithecia nocturna. Rücken-, Brust-, Schwanzhaare. Meijere. p. 407.
Homuneculus fossil (Eocän) v. Patagonien. Ameghino (2) p. 437—469.
Homocentrus Amegh. fossil. Ameghino (2) p. 437—469.
Homocentrus argentinus fossil (Eocän). Ameghino (2) p. 437—469.
Eudiastatus Amegh. fossil (Eocän). Ameghino (2) p. 437—469.
Eudiastatus lingulatus fossil. Ameghino (2) p. 437—469.
Hapalidae. Hapale jacchus. Haare, Drüsen. Meijere, p. 406.
Midas rosalia. Fig.4, p.320. Schwanz-Rückenhaare, Drüsen. Meijere,
p. 407.
Prosimiae.
Prosimiae A. ulnaris. Zuckerkandl, Extr. aus Zool. Anzeig. 17. Jhg. p. 287.
Halbaffen. Schädel. Zaaijer, p. 317—342.
Halbaffen. Musculus-peronaeus longus-Endsehne. Tornier (1) p. 28.
Prosimiae. Gebiss, Genitalorgane. Vogt u. Yung, p. 830.
Halbaffen. Skelett. Tornier (2), p. 70.
Lemuridae. Lemuroidea. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lemur. Untersuchung des Zahnschmelz. Preiswerk p. 637—690.
Lemur catta. Haare, Drüsen. Meijere, p. 403—404.
Lemur catta. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lemur macaco. Neugeborenes Exemplar. Haare. Meijere, p. 403.
Lemur macaco. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lemur varius. Rücken-Schwanzhaare. Meijere, p. 403.
Lepidolemur mustelinus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lepidolemur microdon. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lepidolomur leucopus sp. n. Thomas (18) p. 211.
Lepidolemur leucopus spec. nov. Färbung, Gebiss, Vorkommen. Major,
C. J. Forsyth (3). Ann. and Magaz. of Nat. Hist. (6) Vol.13 p. 211.
Lemur obensis. Fossil, Fundort. Tschersky, p. 44—48.
Mierocebus minor. Schädelmaasse, Farbe, Haarkleid, Schädel, Gebiss; Form-
verschiedenheiten d. Schädels bei verschieden. Individ. derselb. Spec. Major (4)
p. 2—39.
Microcebus myoxinus S.W. Küste v. Madagaskar. Schädel weicht v. Microc.
minor ab. Farbe, Schädelmaasse. Major (4) p. 2—-39.
Microcebus smithi. Schädelmaasse. Während zwischen Microceb. minor
u. myox. die Unterschied. geringfüg. sind, nimmt diese Sp. eine gesonderte
Stellung ein. D. Schnauzentheil d. Schädels ist schmaler, sodass d. Spitz. d.
Eckzähne an einem sonst grösseren Schädel mehr genähert stehen als b. M. myox.
Major (4) p. 2—39.
Microcebus coquereli. Gehirnschädel hoch und stark gewölbt, beinahe kugelig.
D. Form d. Molaren ist die d. Microceb. im allgemein. Schädelmaasse. Major
(4) p. 2—39.
Microcebus furcifer entfernt sich etwas im Bau des Schädels und Gebisses
v. d. übrig. Microceb., stimmt aber deswegen nicht mit Chirog. überein. Major
(4) p.2—39.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894, 39
Opolemur samati. Schädel ist mit d. v. Chirogale a. Microceb. verglich.,
niedrig u. flach, erscheint breitgedrückt. Den Charakter d. Molaren anbetreffend,
steht d. Genus Opolemur in d. Mitte zwischen Microceb. u. Chiroyale. Schädel-
maasse. Major (4) p. 2-39.
Opolemur thomasi sp. n. (Taf. I fig.1. — Taf. fig.2, 11) steht d.
Opolem. samati v. d. Westküste nahe. Kopf breit, abgeplatt., Schnauze kurz.
Färbung. Wülste an d. Fusssohlen. Schädel: Niedriger, abgeplatteter Cerebral-
theil, kurze, zieml. stumpfe Gesichtspartie. Gebiss. Schädelmaasse. Major (4)
p. 2— 39.
Chirogale milii (Taf. II fig. 1, 8, 9). Schädel bisher nur durch eine von
Blainville in Seitenansicht gegeb. Abb. bekannt. Gebiss (Zahnwechsel). Schädel-
maasse, Major (4) p. 2-39.
Chirogale melanotis sp. n. (Taf. II fig. 10). Färbung ähnl. Chir. mil.
Haare. Schädel im Vergl. zu Ch. typicus kleiner, schlanker, weniger breit,
zierlicher; Gebiss: p, sup. erstreckt sich weniger weit ‚nach innen als bei Chir.
mil., der hintere Basalhöcker d. oberen u. unteren Canini ist bei Chir. mel.
stärker ausgebild., der 3. untere Molar zeigt einen deutl. ausgebildeten Schluss-
höcker. Schädelmaasse. Major (4) p.2—39.
Cheirogaleus trichotis. Schädel, Gebiss, Schädelmaasse. Major (4) p. 2—39.
Necrolemur Zitteliüi (?) (Sciuroides Fraasi),. Bemerk. zu Rütimeyer's
eocäne Säugethiere, Taf. VI fig. 23. Schlosser (1) p. 157—162.
Lepilemur mustelinus. Haare, Drüsen. Meijere, p. 404.
Avahis (Microrhynchus) laniger. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Avahis laniger. Neugeborenes Exemplar, Haare. Meijere, p. 403,
Cheirogaleus samati Haare. Meijere, p. 404.
Indris brevicaudata. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Mirza coquerelüi. Haare, Drüsen. Meijere, p. 404.
Propithecus diadema. Haare. Meijere, p. 402.
Megaladapis. Genaue Beschreib. Abbild. des Schädels. Trouessart p. 198
— 202.
Megaladapis madagascariensis. Schädel, Gebiss, Schädel-Maasse, Ver-
breitung. Major, €. J. Forsyth, (1). Philos. Tiansact. of the Royal Soc. of
London, Vol. 185 p. 15—38.
Nyeticebidae. Nycticebus. Placentaruntersuchungen. Hubrecht (2),
p- 77—118. — Zool. Anzeig. 17. Jhrg. p. 236.
Nyeticebus (Stenops) tardigradus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Nycticebus tardigradus. Haare. Meijere, p. 404—405.
Galago moholi. Vorkommen. Thomas (6), p. 137.
Arctocebus calabarensis. Abb. Matschie (3) p. 129—134.
Galago alleni. Untersch. v. @. demidoffi u. apical. Farbe. Matschie (3)
p. 129—134.
Galago moholi-teng Färbung, Haar, Nase leicht gespalten, Zunge dünn,
lanzettförmig, Ohr, Gliedmaassen; Scrotum klein, Maasse, Schädel, Schädel-
maasse, Gebiss; lebt familienweise, frisst Früchte ete. Stimme ähnlich der d.
Geckonen. Noack (3) p.53—81, 82.
Galago senegalensis. Haare. Meijere, p. 404.
Loris gracilis. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Otolicnus galago (Galago sp.). Skelett. Bardeleben, p. 358.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. IT. H.1. 21
3223 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Otolienus galago v. Limpopo-Moricothal. Lorenz p. 59—67.
Perodicticus potto. Haare, Drüsen. Meijere, p. 405.
Perodicticus calabariensis. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Otogale kirki. Verbreitung. Thomas (6), p. 137.
Tarsiidae. Tarsius. Placentaruntersuchungen. Hubrecht (2), p. 77—118.
— Ext. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 236.
Tarsius fuscomanus. Schuppen, Haare. Meijere, p. 405.
Tarsius philippensis von Samar. Farbe, Haarkleid. Meyer (2).
Tarsius spectrum. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Tarsius spectrum, Fig.19, p. 336. Haare. Meijere, p. 405.
Pelycodus helveticus aus dem Eocän. Amerikanischer Typus. Gebiss.
Rütimeyer bei Schlosser, M., Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 446 p. 158.
Hyopsodus jurensis aus dem Eocän. Europa, Zahn. Rütimeyer bei Schlosser,
M., Zool. Anzeig. 17. Jbg. No. 446 p. 158.
Plesiadapidae: Creoadapis Douwvillei spec. n. (Avbild.). Mandibula-
fragment mit 4 Zähnen. Lemoine p. 353 —368.
Chiromyidae. Chiromys madagascariensis. Skelett. Bardeleben, p. 359.
Chiromys madagascariensis. Haare. Meijere, p. 406.
Chiroptera.
Chiroptera davon Fig. (Phyllorrkina caffra, Megaderma frons, Taphozous
mauritianus) von Deutsch-Ostafrika. Emin bei Noack, p. 525.
Chiroptera. Genitalorgane. Crety, p. 221—235, 237—239.
Chiroptera. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Chiroptera zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Chiroptera. Schädel. Zaaijer, T., p. 337—342.
Chiroptera. Bezahnung. Leche, Extr. Zool. Anzeig. 17. Jhg. p. 505.
Chiroptera aus Spanien. Cazurro y Ruiz, Manuel, p. 343.
Chiroptera, Lebensweise, Vorkommen. @oeldi (1) p. 724-725.
Chiroptera aus Deutschland. Hautgebilde, Secretion. Gliedmassen, Gebiss,
Farbe, Ohr, Tastwarzen, Muskeln, Lebensweise, Kosmopoliten, Nutzen, gezähmte
Thiere. Müller, Adf.
Chiroptera A. mediana. Zuckerkandl, p. 287.
Chiroptera. Gliedmassen, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Chiroptera. Os priapi. Reeker (2).
Chiroptera. Knochen. Gregorio, 16 pp.
Megachiroptera.
Cynonyeteris collaris. Haare, Drüsen. Meijere, p. 401.
Oynonycteris grandidieri von Afrika. Gebiss, Matschie (8), p. 201.
Cynopterus. Matschie (8), p. 201.
Cynopterus marginatus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Eonycteris. Matschie (8), p. 201. e
Eonycteris von Afrika ohne Indexkralle, Gebiss. Matschie (8), p. 201.
Epomophorus erypturus. Verbreitung. Thomas (6), p. 137—138.
Epomophorus comptus. Untersch. d. in Kamerun vorkommenden Arten.
Färbung. Blattförm. Falte d. Lippe unter d. Nasenloch. Unterarm. Matschie
(3) p. 129—134.
in der Naturgeschichte der Echinodermen während des Jahres 1894. 323
Leiponyx von Afrika ohne Index-Kralle, Gebiss. Matschie (8). p. 201.
Megaloglossus von Afıika. Flughaut. Matschie (8), p. 201.
Pteropus. Fruchtfressende Fledermäuse. Matschie (8), p. 201.
Pteropus admiralitatum spec. nov. Färbung, Unterschied von P.
hypomelanus, Schädel, Körper-Maasse. Thomas (8) p. 293.
Pteropus Edwarsi. Ohrtrompete. Peter, p. 327—37)
Pteropus medius. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Pteropus medius. Bulla, membrane du tympan, cavit& tympanique, osselets
de l’ouie, muscles des osselets, nerf facial, corde du tympan. Beauregard,
p. 372—376.
Pteropus med. Ohr. Beauregard (4) p. 1351—1352.
Scotonyeteris gen. nov. Pteropodidarum. Scotonycteris zenkeri spec.
nov. Fruchtessende Fledermaus. Ohr, Gliedmassen, Skelet, Haut, Bezahnung.
Haarkleid, Färbung, Krallen, Muskeln, Schädel, Schädelmaasse, Vorkommen,
Matschie (8), p. 200-—203.
XÄantharpyia amplexicaudata. Vorkommen, Thomas (3), p. 449.
Xantharpyia von Afrika. Matschie (8) p. 201.
Microchiroptera.
Rhinolophidae: Phyllorhina rubra sp. n. vom Lugerrunjere-Fluss.
E. Schädel Taf. 18, Fig. 14 und 15. Färbung, Ohr, Flughaut, Schwanz. Beweist
früherer Zusammenhang Afrikas mit Süd-Asien und Australien. Auge, Haar-
kleid, kein Schwanzwirbel. Extremitäten. Körpermasse. Gebiss. Noack p. 586
—588.
Rhinolophus capensis. Schädel, Taf. 18, Fig. 16 und 17. Fundort
Lugerrunjere-Fluss. Ohr. Nahestehend PR. ferrum equinum u. Rh. aethiops resp.
hildebrandti. Nach Dobson soll RA. hildebr. nur Varietät von Rh. aethiops sein.
Schwanz, Flughaut. Haarkleid. Maasse. Gebiss. Ahnen nicht näher bekannt.
(Ameghino). Noack, p. 588—590.
Rhinolophus clivosus. Haare. Meijere, p. 402.
Rhinolophus ferrum-equwinum. Ovarium. Henneguy, p. 10—13.
Rhinolophus ferrum equinsm aus Deutschland Haut, Ohr, Gliedmassen,
Haarkleid, Farbe, Lebensweise, geographische Verbreitung. Müller, Adf.
Rhinolophus Hildebrandti. Maasse, Vorkommen. Thomas (6), p. 138.
Rhinolophus hipposideros aus Deutschland. Hautgebilde vgl. RAinol. ferrum
equinum, Verbreitungsgebiet. Müller, Adf.
Rhinolophus Landeri Mart. (2). Vorkommen. Thomas (6), p. 138.
Rhinolophus capensis. Thomas (6) p. 138.
Hipposiderus caffer. Vorkommen. Thomas (6), p. 138.
Phyllotis griseoflavus Waterh.? nicht genügend bestimmt. Matschie (2)
p.57—64.
Vespertilionidae: Adelonycteris fuscus. Vorkommen. Rhoads (5) p. 396.
Adelonycteris fuscus. Vorkommen. Chapman (l), Fr., p. 342.
Adelonycteris fuscus H. Allen. Vorkommen. Rhoads (1), p. 157.
Atalapha borealis Vorkommen. -Chapman (1), Fr., p. 342.
Atalapha borealis. Vorkommen. Rhoads (5), p. 391.
Atalapha cinerea. Vorkommen. Chapman (1), Fr., p. 343.
21*
324 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
? Atalapha borcalis pfeifferi. Färbung. Vorkommen. Rhoads (1), p. 156
—157. -
Atalapha noveboracensis Red. Bat. Färbung, Vorkommen. Allen (2), p. 185.
Corynorhinus macrotis. Big-Eared Bat. Vorkommen. Chapman (1), Fr.,
p. 342,
Dasypterus intermedius. Fulvous-Bat. Vorkommen. Chapman (1), Fr. p.342.
Nycticejus humeralis. Twilight. Vorkommen. Chapman (1), Fr, p. 342.
Nycticejus humeralis. Vorkommen. Rhoads (1), p. 157.
Plecotus auritus aus Deutschland. Ohren, Tastsinn, Hautgebilde, Glied-
massen, Färbung, Schädel, geographische Verbreitung, Lebensweise, gezähmtes
Thier, Nutzen, Krankheiten d. Fledermaus. Müller, Adf.
Plecotus auritus zur Diluvialzeit bis in d. neuest. Zeit in Böhmen.
Kafka.
Plecotus barbastellus aus Deutschland. Ohr, Haut, Farbe, geographische
Verbreitung, Lebensweise, zähmbares Thier, Krankheiten der Fledermaus.
Müller, Adf.
Synotus barbastell. fossil u. recent. Kafka.
Miniopterus schreibersi. Nact. Nasenkuppe etw. verlängert, zwischen d. Löchern
eine Furche, Ohr breit zugespitzt, Spitze abgerundet, Flughaut, Extrem., Nägel;
Penis lang, schmal: Farbe, Haare, Maasse, Schädel, Schädelmasse, Gebiss, Ver-
breitung. Noack (3) p.53—81, 82.
Vespertilio von Uganda. Emin bei Noack (1), p. 529.
Vespertilio in d. „Grotte Rey“ zur Quatermärzeit. Riviere, p. 359.
Vespertilio. Untersuchungen des Zahnschmelzes. Preiswerk p. 687—690.
Vespertilio von Bukoba. Noack (1), p. 529.
Vespertilio atacamensis. Färbung, Gebiss, Maasse. Philippi (2).
Vespertilio austus. Ohrtrompete. Peter, p. 327—376.
Vespertilio Bechsteinii aus Deutschland. Ohr, Haarkleid, Farbe, Haut,
geographische Verbreitung, Lebensweise, Schmarotzer. Müller, Adf.
Vespertilio capucinus aus Chili. Philippi (2).
Vespertilio chiloensis Waterh. Haut, Ohr, Haar, Vorkommen. Matschie
(2), p. 58.
Vespertilio chiloensis Waterh. Philippi (2),
Vespertilio ciliatus aus Deuischland. Farbe, Grösse u. Gestalt sehr ähnlich
der V. Nattereri. Hautgebilde, Ohr, geographische Verbreitung. Müller, Adf.
Vespertilio dasycneme aus Deutschland. Lebensweise, Haut, Haarkleid,
Färbung, Ohr, Gliedmassen, geographische Verbreitung. Müller, Adf.
Vespertilio dasycneme in Böhmen. Kafka.
Vespertilio daubentonii aus Deutschland. Ohr, Gliedmassen, Hautgebilde,
Haar, Färbuug, Lebensweise, geographische Verbreitung. Müller, Adf.
Vespertilio daubentonii. Haare, Drüsen. Meijere, p. 402.
Vespertilio daubentonii in Glen Dochart, Perthshire. Grieve p. 193—19.
Vespertilio daubentonüt, fossil (Diluvium). Kafka.
Vespertilio atacamensis spec. peruensis (furinalis) aus Peru. Philippi (2),
p. 182,
Vespertilio gryphus. Brown Bat. Vorkommen. Allen (1), p. 100.
Vespertilio gryphus. Vorkommen. Rhoads (1), p. 157.
Vespertilio gryphus. Vorkommen. Rhoads (5), p- 396.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 395
Vespertilio gryphus. Little Brown Bat. Vorkommen. Chapman (1),
p- 342.
Vespertilio hypothrie aus Peru. Philippi (2).
Vespertilio innoxius aus Peru. Philippi, R. A. (2).
Vespertilio Isidori aus Peru. Philippi, R. A. (2).
Vespertilio montanus aus Chili. Ph. u. Lobk. Philippi, R. A. (2).
Vespertilio murinus aus Deutschland. Ohr, Hautgebilde, Extremität, Ge-
biss, Haarkleid, Färbung. geographische Verbreitung, Lebensweise, Nutzen, ge-
fangenes Thier. Müller, Adf.
Vespertilio murinus. Ohrtrompete. Peter, p. 327 —376,
Vespertilio murinus. Muskeln der Ohrmuschel. Ledouble, p. 42.
Vespertilio murinus. Cercle tympanique et bulbe, Stylhyal. Membrane de
tympan, cavit@ tympanique, canal de Fallope, muscles des osselets. Beauregard
(1) p. 366—372.,
Vespertilio murinus. Cortische Membran. Coyne et Cannieu, p. 176-178.
Vespertilio murinus im Diluvium u. recent. Kafka.
Vespertilio murinus. True (3) p. 1—16.
Vespertilio murinus Moore p. 144.
Vespertilio mystacinus aus Deutschland. Ohr, Haut, Haarkleid, Farbe,
Gliedmassen, geographische Verbreitung, Lebensweise. Müller, Adf.
Vespertilio Nattereri aus Deutschland. Haarkleid, Färbung, Gliedmassen,
Ohr, geographische Verbreitung, Lebensweise. Müller, Adf.
Vespertilio ruber aus Peru. Philippi, R. A. (2).
Vespertilio velatus aus Chile. Philippi, R. A. (2).
Vesperugo. Skelet. Bardeleben, p. 358.
Vesperugo carolinensis. Vorkommen. Rhoads (1), p. 157.
Vesperugo carolinensis. Vorkommen. Chapman, Fr., p. 342.
Vesperugo discolor aus Deutschland. Schädel, Ohr, Gliedmassen, Haarkleid,
Färbung, Lebensweise, geographische Verbreitung, Müller, Adf.
Vesperugo Leisleri aus Deutschland. Ohr, Haut, Färbung, Haarkleid,
Gliedmassen, Lebensweise, geographische Verbreitung, Stimme. Müller, Adf.
Vesperugo montanus. Dobson, Färbung, Vorkommen. Aplin, 0. (1) p. 307.
Vesperugo nanus. Vorkommen. Thomas (6), p. 138.
Vesperugo nanus. Vergleiche mit V. temmincki, V.tylop. Vorkommen.
Oustalet (2) p. 73--78.
Vesperugo Nathusü aus Deutschland. Färbung, Hautgebilde, Haarkleid,
Lebensweise. Müller, Adf.
Vesperugo Nilsonii aus Deutschland. Ohr, Haut, Haarkleid, Farbe, Lebens-
weise, geographische Verbreitung. Müller, Adf.
Vesperugo Nilsonii im Diluvium. Kafka, 13.
Vesperugo noctula aus Deutschland. Schädel, Ohr, Hautgebilde, Färbung,
Haarkeid, Gliedmassen, Lebensweise, geographische Verbreitung, Nutzen.
Müller, Adf.
Vesperugo pipistrellus aus Deutschland. Schädel, Ohr, Gliedmassen, Haut,
Haarkleid, Farbe, geographische Verbreitung, Lebensweise, Nutzen, Stimme,
gefangene Thiere. Müller, Adf,
336 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Vesperugo pipistrellus. True (3) p. 1—16.
Vesperugo (Adelonyct.) serotinus aus Kashmir. True (3) p. 1—16.
Vesperugo (Vesperus) borealis. Senna p. 159—160.
Vesperugo serotinus aus Deutschland. Schädel, Ohr, Hautgebilde, Haar,
Färbung, Lebensweise, geographische Verbreitung, Nutzen. Müller, Adf.
Vesperus megalurus. Verbreitung. Thomas (6) p. 138.
Vesperus capensis. Nase breit, stumpf, Schwanz in d. Flughaut, Färbung,
Masse, Schädel, Schädelmasse, Gebiss. Noack (3) p. 53—81, 82.
Nyeteridae: Nycteris thebaica. Haare. Meijere, p. 402.
Nycteris hispida im trop. Afrika. Matschie (3) p. 129—134.
Nycteris capensis. Beschreibung. Noack (3) p.53—81, 82,
Emballonuridae: Dysopes. Lebensweise, Vorkommen. @oeldi (1), p. 725.
Molossus perotis. Haare. Meijere, p. 402.
Nyctinomus brasiliensis. Vorkommen. Rhoads (1), p. 157.
Nyetinomus mohavensis. Stowell p. 362—364.
Nyctinomus brasiliensis. Beissen. Vorkommen. Matschie (2), p.58.
Nyctinomus brasiliensis. Vorkommen. Chapman, Fr. p. 343.
Nyctinomus nevadensis. Hautgebilde, Maasse, Schädel, Vorkommen. Allen,
(6), p. 327 — 328.
Rhinopoma microphyllium. Vorkommen. Thomas (3) p. 449.
Taphozous mauritianus von Tabora. Maasse, Ohr, Auge, Lebensweise,
Extremitäten, Färbung, Haarkleid, Schädel, Gebiss. Noack, p. 585—586.
Taphozous nudiventris. Vorkommen. Thomas (3), p. 449.
Phyllostomatidae: Artibeus carpolegus. Leaf-Nosed Fruit Bat. Vor-
kommen. Chapman, p. 341—342.
Phyllostoma. Lebensweise, Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Phyllostoma hastatum. Skelet. Bardeleben, p. 358.
Phyllostoma hastatum. Haare. Meijere, p. 402.
Stenoderma montserratense spec. nov. Schädel, Schädelmaasse,
Gebiss, Haut, Färbung, Vorkommen. Thomas (4), p. 132--133.
Stenoderma achradophilum. Gebiss. Thomas (4) p. 133.
Stenoderma nichollsi Gebiss. Thomas (4), p. 133.
Vampyrus spectrum. Haare. Meijere, p. 402.
Insectivora.
Insectivora. Hautgebilde, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Insectivora. Respirationsorgan. Göppert (1), p. 141.
Insectivora. A. mediana. Zuckerkandl, p. 287.
Insectivora. Skelett, Muskeln. Bardeleben, p. 356 —362.
Insectivora. Synchondrosis condylo-sguamosa. Zaaijer, p. 337—340.
Insectivora. Knochen. Gregorieo, 16 p.
Sorieidae: Soricidae. Milchdentition fehlt, es findet nur eine einmalige
Zabnentwickel. statt. Leche p. 363, 505.
Blarina brevicauda carolinensis Bach. Southern Mole Shrew. Vorkommen.
Chapman (1), p. 343.
Blarina cinerea. Vorkommen. Chapman (1), p. 343.
Rlarina exilipes. Vorkonmen. Chapman (1). p. 343.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 397
Blarina brevicanda. Wenige Bemerkungen. Allen (9) p. 269-276.
Blarina talpoide. Vorkommen. Rloads (5). p. 396.
Blarina talpoides. Short-Tailed-Shrew. Allen (1), p. 100.
Chimarrogale himalaica. Haare. Meijere p. 400.
Crocidura (Feldspitzmaus) aus Deutschland. Gebiss. Müller, Adf.
Crocidura murina Verbreitung. Thomas (3), p. 449.
Crocidura leucodon aus Deutschland. Haar, Hautfarbe, Lebensweise.
Müller, Adf.
Crossopus foediens (Wasserspitzmaus) aus Deutschland. Gebiss, Haut, Haar-
kleid, Lebensweise, Schaden. Müller, Adf.
Pachyura indica. Haare, Schuppen, Drüsen. Meijere, p.399—400.
Protosorex crassus spec. nov. fossil. Schädel, Gebiss, Maasse, Vor-
kommen. Scott (1), p. 446—448.
Sorieidae: Bezahnung. Leche, p. 363.
Sorex. Entwickelung. Lataste (2), p. 112—115.
Sorec. Mehrere Spec. in Böhmen. Kafka.
Sorex. Entwiekelung des Müller’schen Ganges. Kip, p. 332—23. — Extr.
Zool. Anz. 17. Jhg. p. 235.
Sorex. Färbung, Vorkommen. Rhoads (5), p. 395.
Sorex (Neosorex) albibarbis. Vorkommen. Rhoads (5), p. 39.
Sorex alpinus in Mittelschlesien. Knauthe, p. 252.
Sorex s. Crocidura araneus (Hauspitzmaus) aus Deutschland. Farbe, Haar,
Gebiss, geographische Verbreitung, Lebensweise, Schaden bez. Nutzen. Müller, Adf.
Sorex forsteri. Forster's Shrew, Maasse, Vorkommen. Allen (1) p. 100-101.
Sorex forsteri. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394— 395.
Pachyura leucura spec. nov. s. Orocidura albicauda Noack. Färbung,
Gebiss, Haarkleid, Vorkommen. Matschie (8), p. 205—206.
Sorex S. Orocidura pygmaeus s. minutus aus Deutschland. Haarkleid, Farbe,
Lebensweise. Müller, Adf.
Crocidura murina, Masse. Kaschmir. True (3) p. 1—16.
Crocidura aranea. Mountains of Central-Kaschm. True (3) p. 1—16.
Sorex vulgaris. Placentaruntersuch. Hubrecht (1), p. 431—523, expl. of
pls. p. 524—537. — Aus Zool. Anzeig. 17. Jhg. p.120.
Sorex vulgaris. Ovarium. Henneguy, p. 13—14.
Sorex vulgaris. Schuppen, Haare. Meijere, p. 399.
Sorex vulgaris (Waldspitzmaus) aus Deutschland. Haarkleid, Farbe, Schaden,
Müller, Adf.
Myogalidae: Myogale moschata. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Myogale moschata. Schuppen, Haare. Meijere. p. 400.
Myogale pyrenaica. Schuppen, Haare. Meijere, p. 400.
Talpidae: Condylura cristata. Star-Nosed-Mole. Vorkommen. Rhoads,
(5), p- 396.
Scalops aquaticus australis. Vorkommen. Chapman (1), p. 343 — 344.
Scalops aquaticus. Vorkommen. Rhoads (5), p- 396.
Scalops aquaticus. Common Mole. Allen (1), p. 101.
Scalops argentatus. Skelett. Bardeleben. p. 356.
Scalops parvus spec, nov. Schädel, Gebiss, Schädel - Maasse, Vor-
kommen. Rhoads (1), p. 157—158.
328 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Scapanus dilatus sp. n. Zahnformen, Schädelmaasse, Vorkommen.
True (6).
FParascalops gen. nov. Gebiss, Skelett, Farbe. True (6).
Scalops texanus. Texas Mole. Vorkommen, Färbung, Maasse. Allen
(2), p. 185—187.
Talpa. Gebiss. Leche, p. 31.
Talpa. An d. Molaren sind keine Faserstreifen zu finden. Preiswerk
p. 687— 690.
Talpa. Trockene Hitze für dieselben tötlich. Treichel p. 260.
Talpa. Entwickelung des Müller'schen Ganges. Kip, p. 322—323. — Extr.
Zool. Anzeig. 17. Jhg. p. 235.
Talpa europaea aus Deutschland. Nutzen, Haarkleid, Farbe, Gliedmassen,
Auge, Ohr, Lebensweise. Müller, Adf.
Ta’pa europaea. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Talpa europaea. Böhmen. Kafka.
Talpa europaea. Farbenvarietät. v. Kempen p. 76-85.
Talpa europaea. Schuppen, Haare, Drüsen. Meijere, p. 400.
Talpa europaea. Placenta. Vernhout, p. 41—49.
Talpa wogura. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Urotrichus talpoides. Haare, Schuppen. Meijere, p. 400.
Urotrichus talpoides. Ske'ett. Bardeleben, p. 356.
Adapisorieidae: » Adapisorex. Astragalus, Calcaneus. Beschreibung
Lemoine p. 353—368.
Centetidae: Centetes ecaudatus. Haut. Meijere, p. 401.
Centetes ecaudatus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Ericulus nigresceens Haare. Meijere, p. 401.
Ericulus setosus. Skelett. Bardeieben, p. 356.
Hemicentetes nigriceps. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Hemicentetes variegatus. Haare. Meijere, p. 401.
Hemicentetes variegatus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Erinaceidae: Erinaceus. Bezahnung. Leche, p. 363.
Erinaceus. Entwickelung des Müller'schen Ganges. Kip, p. 322—323. —
Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 235.
Erinaceus. Untersuch. des Zahnschmelzes. Preiswerk p. 687—690.
Erinaceus. Glandula submaxillaris. Löwenthal p. 223—229.
Erinaceus albiventris von Tabora. Maässe, Auge. Im Innern Afrikas.
Schädel, Ohren, Extremitäten. Haut, Haar, Färbung, Gebiss. Noack (1), p. 574
— 576.
Erinaceus diadematus. Beschreibung. Oustalet (2) p. 73—78.
Erinaceus europaens. Böhmen. Kafka.
Erinaceus europaeus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Erinaceus europaeus aus Deutschland. Muskeln, Haut, Farbe, Schaden,
Lebensweise, Stimme, Nutzen. Müller, Adf.
Erinaceus europaeus. Schuppen, Haare, Drüsen. Meijere, p. 400.
Erinaceus niger. Verbreitung. Thomas (3), p. 449.
Erinaceus frontalis von Obock. Oustalet (2) p. 73—78.
Gymnura rafflesüü. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Gymnura rafflesi. Fuss-, Schwanzschuppen. Haare. Meijere, p. 398.
Hylomys suilius. Haare, Schuppen. Meijere, p. 399.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 399
Tupajidae: Ptilocercus lowi. Schwanzschuppen, Haare, Drüsen. Meijere
p. 398.
Tupaja. Placentaruntersuchungen. Hubrecht (2), p. 77, 118. —- Extr. Zoo].
Anz. 17. Jhg. p. 236.
Tuprja. Entwickelung des Müller’schen Ganges. Kip, p. 322—23. — Extr.
200]. Anzeig. 17. Jhg. p. 235.
Tupaja Everetti Oldfd. Thomas bei Nehring. Vorkommen. Nehring (1),
p. 184.
Tupaja ferruginea. Vorkommen, Färbung, Haarkleid, Schädel - Maasse.
Nehring (1), p. 184-—185.
Tupaja ferruginea palawanensis subspec. nov. Färbung, Schädel,
Körper- u. Schädel-Maasse, Vorkommen. Thomas (12), p. 367.
Tupaja javanica. Vorkommen. Nehring (1). p. 184.
paja javanica. Rückenhaare. Meijere, p. 398.
Tupaja melanura Oldfd. Thomas bei Nehring. Vorkommen. Nehring (1),
p- 184— 185.
Tupaja montana Oldfd. Thomas bei Nehring. Vorkommen. Nehring (1), p. 184.
Tupaja pieta Oldfd. Thomas bei Nehring. Vorkommen. Nehring (1),
p- 184—185.
Tupaja tana. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Maeroscelididae: Macroscelides fuseipes spec. nov. Gesammtfärbung,
Körpermaasse, Schädel-Maasse, Vorkommen, Gebiss, Verbreitung. Thomas (10),
p- 67— 70.
Macroscelides intufi. Rückenhaar, Schwanzschuppen. Meijere, p. 398.
Macroscelides pulcher. Verbreitung. Thomas (10), p. 68—70.
Macroscelides pulcher spec. nov. Hauptfärbung, Schädel, Gebiss,
Schädelmaasse, Körpermaasse, Vorkommen. Thomas (10), p. 69-70.
Macroscelides rupestris. Felsspalt. des Phoberges, Linokana. Lorenz,
p. 59—67.
Macroscelides rupestris. Rüssel vorn u. unten gespalten, Nasenlöcher nach
aussen geöffnet; Ohr; Haut zart, Extremität, Nägel, Färbung, Haar, Maasse,
Schädel, Schädelmaasse, Gebiss Noack (3) p.53 - 81, 82.
Macroscelides typicus. Schwanzschuppen, Haare, Meijere, p. 398.
Macroscelides typicus. Färbung, Haare, Maasse, Schädel, Schädelmaasse,
Gebiss, Skelett. Noack (3) p. 53—81, 82.
Petrodromus in Ssambuje. Emin bei Noack (1), p. 527.
Petrodromus tetradactylus. Vorkommen. Thomas (6), r. 139.
Petrodromus tetradactylus von Mkigwa, Unianiembe. Körpermaasse.
Augen, Schädel, Lebensweise, Stimme. Auch bei Tabora. Noack (1), p. 573
—574.
Rhynchocyon eirnei. Vorkommen. Thomas (6), p. 146.
Rhynchoceyon eirnei. Fuss-Schwanzschuppen, Haare. Meijere, p. 398.
Rhynchocyon petersi von Mandera. Emin bei Noack (1), p. 525.
Rhynchocyon striat. (?) von Tabora in Gesellschaft v. Petrodromus oder Ma-
croscelides. Emin bei Noack (1), p. 525.
Chrysochloridae: Chrysochloris aurea. Haare, Meijere, p. 401.
Chrysochloris obturestris. Breite, nackte Nase; Gebiss, Maasse. Matschie
(6), p. 124— 1285.
330 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Chrysochloris rutilans. Besitzt weniger Zähne als Chr. stuhlmanni. Mat-
Schie (6), p. 124—125.
Chrysochloris stuhlmanni spec. nov. (Goldmaulwurf). Klaue, Nase, Haar-
kleid, Färbung, Fusssohlen, Krallen, Schädel, Gebiss, Maasse des Schädels,
Fundorte. Matschie (6), p. 124—125.
Galeopitheeidae: Galeopitkecus. Placentaruntersuchungen. Hubrecht (2),
p. 77—118. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 236.
Galeopithecus philippinensis. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Galeopithecus volans. Rückenhaar, Schwanzhaar, Drüsen. Meijere, p. 397
— 338.
Neerolestidae: Necrolestes patagonensis (Abbild.). Eocän. Patagonien.
Ameghino (2), p. 259—452.
Creodonta.
Aretoeyonidae: Arctoceyon. Extremitätentheile. Eingehende Betrach-
tungen. Lemoine p. 353— 368.
Mesonycehidae: Gen. Plesidissacus (Abbild... Mandibula mit 4 Zähnen.
Lemoine p. 353 —368.
Hyaenodontidae: Hyaenodon erucians Leidy. Fossil. Skelettfragmente,
Dentition. Osborn and Wortmän, p. 224—227.
Hyaenodon paueidens spec. nov. Fossil. Schädel, Dentition. Osborn
and Wortman, p. 223— 224.
Phenacodus minor? aus dem Eocän. Gebiss. Rütimeyer bei Schlosser, M.
p. 158.
Carnivora.
Carnivora. Os priapi. Reeker (2). Ausz. Naturw. Rundschau p. 89.
Carnivora. Musculus peronaeus longus-Endsehne. Tornier (1), p.28.
Carnivora. A. mediana. Zuckerkandl, Extr. Zool. Anzeig. 17. Jhg. p. 237.
Carnivora. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p.357, 364, 372.
Carnivora. Abstammung des Wrisberg'schen Knorpels v. einem primitiv,
Epiglottisknorp. Göppert (1), p. 90—100.
Carnivora. Lebensweise. Vorkommen. Goeldi (1) p. 724—725.
Carnivora. Untersuch. d. Zahnschmelz. Preiswerk p. 637—690.
Carnivora. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Carnivora zur Quatermärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Carnivora. Ein dem Musculus tibialis anticus und Musculus abduetor
hallueis gemeinsamer Sehnentheil. Tornier (1), p. 28.
Carnivora. Hautgebilde, Gebiss, Vogt u. Yung, p. 830.
Carnivora. Homologie d. Kaureliefs d. Backz. Scheidt p. 425—462.
Carnivora. Lig.-fib.-ast cal.-anticum. Tornier (1), p. 25.
Canidae: Canidae. Ligamentum cal,-nav.-cub.-interosseum, Tornier (1), p.27.
Canidae in d. „Grotte Rey“ zur Quarternärzeit. Riviere, p. 359.
Canidae fressen abgeworfene Geweihstangen. Wacquant- Geozelles (1)
p. 49—50.
Canidae. Ligamentum tib.-ast.-posticum. Tornier (1), p. 27.
Canidae. Rassenbestimmung. Dechambre p. 331—362.
Canidse. Bemerkungen. Noack (4) p. 165—170, 195-201, 241—46, 260
— 263.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 331
Aelurodon taxoides sp. n. Beschreibung. Hatscher (2) p.236—248.
Aelurodon maeandrinus sp. n. Beschreibung. Hatscher (2) p. 236 — 248.
Canis zur Quarternärzeit in d. „Grotte de Cro Magnon“.
Canis. Mehrere Spec. in Böhmen. Kafka.
Canis Abiekii in der Diluvialzeit. Hedinger, p. XCVI—-XCIX.
Canis aureus. Individuum von3 Tagen. Haarkleid, Drüsen. Meijere, p. 394.
Canis aureus. Kurze Bemerkung. True (3) p. 1—16.
Canis aureus (adustus?) von Deutsch-Ostafrika. Stimme. Emin bei Noack
(1) p. 525.
Canis azarae „Zorro. Vorkommen. Aplin (1), p. 298—299.
Canis azarae von Tornquist in Argentinien. Fell. Matschie (2), p. 60.
Canis familiaris aus Deutschland. Lebensweise, Nutzen. Müller, Adf.
Canis familiaris aus Deutschland. Herz. Langendorff, p. 291. — Extr.
aus dem Ref. d. Naturw. Rundsch. X. No. 44.
Canis familiaris (Kralle). Aehnlich Bär. Boas, p. 302—303.
Canis familiaris. Foxterrier. Rassekennzeichen, Zucht ete. Dalziel. 39 p.
Canis familiaris. Kriegshund, Dressur u. Verwendung. v. Otto-Kreckwitz.
Canis familiaris. Abstammung d. Hunderassen. Kull (2).
Canis familiaris. Erziehung. Kochtizky. 173 p.
Canis familiaris. Hundefreund. Schuster (1). 153 p.
Canis familiaris. Bezahnung. Leche, p. 505.
Canis familiaris. Placentaruntersuchungen. Duval, p. 201.
Canis familiaris aus Deutschland. Jagd. Krichler.
Canis familiaris. Eingehende Beschreibung. Hegewald.
Canis familiaris. Nerven des Pericards. Jacques, p. 631.
Canis familiaris. Nervenendigungen in männlichen Geschlechtsorganen.
Timofeew, p. 342-348.
Canis familiaris. Cortische Membran. Coyne et Cannieu, p. 176-188.
Canis familiaris. Experimente am Magen d. Hundes. Carvallo, J. u.
Pachoa, V., p. 195 — 196.
Canis familiaris. Regenerat. d. Uterusschleimh. nach d. Wurf. Strahl, H.
Canis familiaris. Gehirnuntersuchungen. Rüdinger.
Canis familiaris. Foxterrier. Lee. 123 p.
Canis familiaris. Bewegungen des Thieres, um auf die Füsse zu fallen,
wenn man dasselbe von einem hohen Punkte hinunterw. Marey p. 654—655.
Canis familiaris v. d. Ljachow Ins. Tschersky, No.3 p. 33—34, No. 4
p. 44—48.
Canis familiaris, Vergleich des Skeletts mit dem des Wolfes. Vieira
p. 108—114.
Canis familiaris. Lebensweise. Cornevin, p. 723.
Canis familiaris aus Deutschland. Psychologie. Giessler, Extr. aus ein.
Refer. d. Naturw. Rundsch. X, No. 7.
Canis familiaris aus Deutschland. Verdauungsorgane. Laas, Zeitschr. f.
pbysiol. Chemie Bd. XX, p. 233. — Extr. aus dem Reierat d. Naturw- Rundsch.
X., No. 12,
Canis familiaris. Muskeln der Ohrmuschel. Ledouble, p. 42.
Canis familiaris aus Deutschland. Auge. Köttgen u. Abelsdorff, p. 921.
Extr. aus dem Ref. der Naturw. Rundschau X No. 46 p. 56.
Canis famihiaris. Fig. 21, p.337. Haarkleid, Drüsen. Meijere, p.392—393.
332 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Canis familiaris. Nutzen, Entwiekelung, Schädel, Haut u. Haar, Stimme,
Lebensweise,. Varietäten, Gelenke etc, Rumpf u. Gliedmassen, Sinnesorgane
Beckmann.
Canis familiaris caraibaeus von Westindien. Haarkleid stark redueirt, nur
Scheitel, Füsse un. Schwanz haben etwas mehr Haare. Drüsen. Meijere, p. 399.
Canis cancrivorus von d. Provinz Jujuy. Felle, Schädel. Matschie (2),
p. 60.
Canis gracilis von Famailla in Argentinien, Haarkleid, Färbung. Viel-
leicht d. westl. resp. nordwestl. Vertreter v. C. azarae. Matschie (2) p. 60.
Canis latrans. Vorkommen. Allen (2), p. 197.
Canis lupus. Vorkommen, Ausrottung. Mingaud, p. 795.
Canis lupus fossil. Fundort. Tschersky, J. D., No.3 p.33—34, No.4
p- 44—48,
Canis lupus. Lebensweise in der Gefangenschaft v. Einfluss auf Schädel-
bildung. Wolfgram, p. 344.
Canis lupus. Schweizer. Pfahlbauten. Glur p. 1-56.
Canis lupus. Skelett verglich. mit dem d. Hundes. Vieira p.108—114.
Canis lupus aus Deutschland. Auge, Stimme, Gehör, Haar, Farbe, Lebens-
weise, Schaden. Müller, Adf.
Canis lupus. Faunistisches. Oustalet (1), p. 237—42.
Canis lupus griseo-albus. Vorkommen. Chapman (1), p. 345.
Canis lupus nubilus. Vorkommen Rhoads (5), p. 393.
Canis mesomelas (?) von Bussisi am Vietoria-Nyansa. Stimme, Lebensweise.
Emin bei Noack (1), p. 527.
Canis mesomelas. Maasse. Mündung des Notuany, westl. südafr. Republ.
Lorenz p. 59—67.
Canis adustus. Maasse. Leschumo, westl. Metabeleland. Farbe (ausführl.
Beschreib.). Lorenz p. 59—67.
Canis mesomelas. Vorkommen Thomas (6), p. 146.
Canis pallipes. Verbreitung. Thomas (3), p. 450.
Canis sp. aus Russland, postpl. Stouckenberg p. 155—159.
Canis spec. ine. (Aguarä). Farbe, Vorkommen. Aplin (1), p. 299.
Canis vulpes. Rücken- u. Schwanzhaar. Meijere, p. 393— 39.
Canis vulpes. Placenta. Turner bei Duval. Journ. de l’anatom. et de
la physiol. T. 30 No. 2 p. 205.
Canis vulpes. Beiträge zur Kenntniss der Markstränge des Bierstockes.
Bühler p. 399.
Canis vulpes verzehrt Früchte. Cornevin p. 723— 724.
Canis vulpes. Schweizerische Pfahlbaut. @lur p. 1-56.
Canis vulpes. Jagd und Fang. Lederstrumpf.
Canis vulpes aus Deutschland. Lebensweise, Haar, Nutzen, Schaden.
Müller, Adf.
Canis vulpes. Rollzeit. v. Heyden, p. 315.
Canis vulpes aus Westfalen. Farbe. Landois (3).
Urocyon cinereo-argenteus. Gray Fox. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394.
Urocyon cinereo-argenteus. Gray Fox. Vorkommen. Chapman (1), p. 345.
Urocyon virginianus. Gray Fox. Vorkommen. Allen (2), p. 197.
Vulpes. Mehrere Spec. in Böhmen. Kafka.
Vulpes fulvus. Red Fox. Vorkommen. Allen (1) p. 105.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 333
Vulpes lagopus fossil. Vorkommen. Tschersky, p 44—48.
Vulpes lagopus. Vorkommen in der aretischen Fauna. Nüesch, p. 700.
Vulpes leucopus. Verbreitung. Thomas (3), p. 450.
Vulpes montanus. Maasse. True (3) p. 1—16.
Vulpes vulgaris fossil. Vorkommen in der Fauna des Cervus Elaphus.
Nüesch, p. 701.
Vulpes vulpes pennsylvanicus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Otocyon megal. Maasse, Farbe, Vorkommen. Lorenz p.59—67.
Ursidae: Ursidae. Ligament. tib.-ast.-posticum. Tornier (1), p. 27.
Ursidae. Skelett. Tornier (2), p. 70.
Ursus. 2 Spee. in Böhmen. Kafka.
Ursus, Fig. 28. Ausgeschuhte Krallen. Boas, p. 301—302.
Ursus arctos, fossil. Fundort. Tschersky, No.3 p.33—34, No.4 p. 44—48.
Ursus arctos, postpliocän in Russland. Stouekenberg p. 155—159.
Ursus maritimus, fossil. Fundort. Tschersky, No.3 p. 33—34, No. 4
p. 44—48.
(1) p.
Ursus spelaeus bei Ausgrabungen in d. Baumannshöhle gefunden. Blasius
13—14.
Ursus. Krankheit. Hennicke, No. 5 p. 133—140, No, 6 p. 181—185.
Ursus. Kaunistisches. Oustalet (1), p. 237—42.
Ursus in der „Grotte Rey“ zur Quaternärzeit. Riviere, p. 359.
Ursus. Faserstreif. gewellt (Backzähne). Preiswerk p. 687—-690.
Ursus americanus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394.
Ursus americanus. Black Bear. Vorkommen. Allen (1), p. 104.
Ursus americanus. Schädel, Gebiss, Färbung. Brown, p. 119—129.
Ursus americanus Black Bear. Vorkommen. Chapman (1), p. 344.
Ursus arctos. Ligamentum cal.-nav.-cub interosseum. Tornier (1), p. 27.
Ursus arctos. Schädel, Gebiss. Brown, p. 119 - 129.
Ursus arctos. Zähne. Fauna der schweizer. Pfahlbauten. Glur p. 1—56.
Ursus arctos. Fig. 11. Bauchhaar, Drüsenschläuche, Embryo von 22 cm
Länge. Meijere, p. 394.
Ursus arctos, fossil. Vorkommen in der arctischen Fauna. Nüesch, p. 700.
Ursus cinnamomeus. Schädel, Gebiss, Färbung, Maasse. Brown, p. 119—129.
Brauner Bär, fossil. Vorkommen in der Rennthierfauna. Nüesch, p. 701.
Ursus horribilis. Gebiss, Schädel. Brown, p. 119—129.
Ursus isabellinus. Maasse. Vorkommen. True (3) p. 1—16.
Ursus malayanus. Hinterfusshaare. Meijere, p. 394.
Ursinus marinus. Haare. Meijere, p. 394.
Ursus thibetanus. Kurze Bemerkung. Vorkommen. True (3) p. 1—16.
Proeyonidae: Procyonidae. Geographische Verbreitung. Goeldi (1), p. 725.
Bassariscus astutus. Civet Cat. Vorkommen. Allen (2), p. 187.
Cercoleptes caudivolvulus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Cercoleptes caudivolvulus. Schwanzhaare, Rückenhaare, Meijere, p. 39.
Nasua. Krallen. Boas, p. 303.
Nasua. Ligamentum cal.-nav.-cub. interosseum. Tornier (1), p. 27.
Nasua narica. Rückenhaare. Meijere, p. 39.
Nasua narica (nasica). Skelett. Bardeleben, p. 358.
Nasua nasua L. von Palos A Pique. Lebensweise, Färbung. Matschie (2), p.61.
Procyon. Ligamentum cal.-nav.-cub. interosseum. Tornier, (1), p. 27.
334 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaft]. Leistungen
Procyon cancrivorus von Jujuy in Argentinien. Spuren im Sand hand-
förmig, Lebensweise, Koth aus Krebsschalen und Vogelknöchelchen bestehend.
Matschie (2), p. 61.
Procyon cancrivorus. Junges Exemplar. Haare. Meijere, p. 395.
Procyon cancrivorus. Vorkommen. Aplin (1), p. 302.
Procyon cancrivorus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Procyon lotor. Raccoon, Vorkommen. Allen (1), p. 105.
Procyon lotor. Schädel, Gebiss, Vorkommen. Rhoads (1), p. 155—156.
Procyon lotor. Vorkommen. Chapman, p. 344.
Procyon lotor. Raccoon. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394.
Procyon lotor. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Procyon lotor hernandezii Wagler. Vorkommen. Allen (2), p. 187.
Mustelidae: Mustelinidae. Ligamentum cal -nav. eub.-interosseum. Tornier
(1).:N03R273
Mustelinidae. Skelett. Tornier (2), p. 70.
Gulo luscus, fossil. Fundort. Tschersky, No. 3 p. 33—34, No.4 p. 44—48.
Aelurus fulgens. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Conepatus mapurito. Vorkommen. Allen (2), p. 188
Conepatus mapurito. Skelett. Bardeleben, p.358.
Conepatus mapurito monzoni subspee. nov. Färbung, Vorkommen.
Aplin (1), p. 302—306.
Foetorius erminea, fossil. Arctische Fauna. Schweizerbild. Nüesch,
p. 700— 701.
Foetorius lutreola. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Foetorius putorius. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Foetorius erminea. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Foetcrius krejeii. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Foetorius minutus. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Foetorius putorius. Fossil. Basall. d. Schädels. Böhmen. Nehring (8)
2. 278 — 290.
Foetorius vulgaris. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Galeriscus Jacksoni spec. nov. Haar, Färbung, Körper-Maasse. Vor-
kommen. Thomas (19), p. 522- 524.
Galietis (Grisonia) barbara. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Galictis barbara von Aqua Caliente in Argentinien. Schädel, Schädel-
maasse. Matschie (2), p.60 u. 61.
Galictis (Grisonia) vittata. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Galictis vittata von Tucuman im Camp. Matschie (2), p. 61.
Galictis vittata. Vorkommen. Aplin (1), p. 306—307.
Galictis vittata. Schwanzhaare. Meijere, p. 39.
Gulo borealis Skelett. Bardeleben, p. 358.
@Gulo borealis. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Gulo borealis in.d. aretischen Fauna. Nüesch p. 700—701.
Gulo luscus, posttertiär, Ljachow Ins. Tschersky p. 33—34, 44 - 48.
Helictis orientalis. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Ictonyz (Zorilla) capensis Skelett. Bardeleben, p. 358.
Latax lutris. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lutra brasiliensis. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lutra brasiliensis. Vorkommen. Aplin (1), p. 301.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 335
Lutra canadensis. American Otter. Vorkommen. Chapman, Fr. (1),
p. 344,
Lutra canadensis. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lutra hudsonica. Vorkommen. Rhoads (1), p. 155.
Lutra hudsonica. Vorkommen. Allen (1), p. 105.
Lutra hudsonica. Vorkommen. Roads (5), p. 394.
Lutra maculicollis. Vorkommen. Thomas (6), p. 140,
Lutra minor, Nörz, aus Deutschland. Haut, Gliedmassen, geographische
Verbreitung, Schaden, Nutzen, Lebensweise, Auge, Tastsinn, Stimme. Müller, Adf.
Lutra paranensis vom Rio Grandenebenfluss, Schädel. Matschie (2), p. 60.
Lutra platensis. Vorkommen. Aplin (1), p. 300-301.
Lutra platensis. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Lutra vulgaris, Fischotter aus Deutschland Muskeln, Haar, Gliedmassen,
Ohr, Circulationsapparat, Schädel, Schaden, geographische Verbreitung, Lebens-
weise, Jagd, gefangene Thiere. Müller, Adf.
Lutra vulgaris. Lebensweise. Harting (1), p. 1—10.
Lutra vulgaris. Schweizerische Pfahlbauten. Schädeltheile.. Glur,
p. 1—16.
Lutra vulgaris, Diluvial. Böhmen. Kafka.
Lutra vulgaris aus Deutschland, Oberschwaben. Jagd. Vogler, aus d.
Refer. d. Allgem. Forst- u. Jagdzeitung N.F, 71. Jhg.
Lutra vulgaris Eızl. Fig. 14, p.329. Rückenhaar, Drüsen. Meijere,
p. 395 —396.
Lutreola vison. (Mink). Vorkommen. Rhoads, p. 394.
Lutreola vison. (Mink). Vorkommen. Allen (1), p. 105.
Lutreola vison. Vorkommen. Chapman, Fr. (1) p. 344.
Martes sylvatica. Vorkommen. Harting (2), p. 100—107.
Meles taxus. Vorkommen in der Fauna des Cervus elaphus (fossil). Nüesch,
p. 701.
Meles taxus. Vorder- u. Hinterkrallen. Boas, p. 303.
Meles taxus. Beschreibung, Schädelmaasse. Schweizer Pfahlbauten. Glur
p. 1—56.
Meles taxus. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Meles taxus. Schwanzhaare. Meijere, p. 391.
Meles vulgaris (Dachs) aus Deutschland. Lebensweise, Farbe, Stimme,
Haarkleid, Nutzen, Drüsen, gefangene Thiere. Müller, Adf.
Meles taxus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Mepkitis estor. Schädelmaasse. Allen (2), p. 190.
Mephitis mephitica. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Mephitis mephitica. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394.
Mephitis mephitica. Skunk. Vorkommen. Allen (1), p. 105.
Mephitis mephitica. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 344.
Mephitis mephitica. Schädelmaasse. Allen (2), p. 190.
Mephitis mesomelas Licht. Texas Skunk. Vorkommen, Färbung, Maasse,
Schädel, Gebiss. Alien (2), p. 188—19.
Mephitis patagonica von Tornquist. Matschie (2), p. 69.
Mustela. Krallen. Boas, p. 303.
Mustela americana. Pine Marten. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394,
336 Dr. H. Ledermänn: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Mustela americana. Marten; American Safle. Vorkommen. Allen (1),
p. 105.
Mustela erminea. Schweissdrüsen, Haare. Meijere, p. 397.
Mustela erminea (d. grosse Wiesel od. Hermelin) aus Deutschland. Haar,
Farbe, Schaden, Nutzen, Lebensweise. Mülier, Adf.
Mustela foina (Steinmarder) aus Deutschland. Haar, Farbe, Lebensweise,
Schaden, Jagd, Nutzen. Müller, Adf.
Mustela foina. Diluvium. Böhmen. Kafka.
Mustela foina. Pläcenta. Bischoff bei Duval, p. 221.
Mustela martes. Vorkommen in der Fauna des Cervus elaphus, fossil.
Nüesch, p. 701.
Mustela martes. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Mustela martes, Edelmarder aus Deutschland. Schädel, Haar, Farbe,
Nutzen, Lebensweise, Schaden, Jagd, gefangene Thiere. Müller, Adf.
Mustela martes. Färbungsvariationen. Kempen p. 76-85.
Mustela martes. Lebensweise. Cornevin, p. 724.
Mustela martes. Placenta. Bischoff bei Duval, p. 221.
Mustela pennanti. Black Cat. Vorkommen. Allen (1), p. 105.
Mustela putorius. Rückenhaar, Schwanzhaar. Meijere. p. 396.
Mustela putorius. Schweizerische Pfahlbauten. Schädellänge. @lur p. 1—56.
Mustela putorius, Iltis aus Deutschland. Schaden, Nutzen, Lebensweise,
Gebiss, Jagd, Stimme, Stinkdrüsen. Müller, Adf.
Mustela vulgaris (kleines Wiesel) aus Deutschland. Haar, Farbe, Lebens-
weise, Schaden, Nutzen. Müller, Adf.
Mwydaus Marchei. Maasse, Stinkdachssekret. Meyer (4).
Mydaus meliceps. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Putorius brasiliensis frenatus Licht. Bridled Weasel. Vorkommen. Allen
(2), p. 197.
Putorius canigula. Kurze Bemerkung. Vorkommen. True (3) p.1—16.
Putorius erminea. Vorkommen. Rhoads (5), p. 394.
Putorius erminea. Ermine; Weasel. Vorkominen. Allen (1), p. 105.
Putorius erminea. Common Weasel. Färbung, Vorkommen. Chapman,
Fr. (1), p. 345.
Putorius foetidus. Färbungsvariationen. Kempen p. 76—85.
Putorius mustela. Färbungsvariationen. Kempen p. 76-85.
Putorius peninsulae spec. nov. Schädel, Gebiss, Schädelmaasse, Vor-
kommen. Rhoads (1), p. 152—155.
Putorius peninsuiae. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 345.
Putorius furo. Placenta. Strahl bei Duval, p. 223.
Ratelus capensis am Manjango Bache. Maasse, Vulgär-Name, Lebensweise,
Jagd, Schaden, Geruch nach Bisam. Emin bei Noack (1), p. 526—527,
Spilogale indianola Merriam. Vorkommen, Färbung. Allen (2), p. 196.
Spüogale putorius. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 344.
Taxidea americana. Morphologie der Kralle. Boas p. 281-311.
Taxidea americana Skelett. Bardeleben, p. 358.
Zorilla albinucha von Bukoba. Emin bei Noack (1), p. 529.
Zorilla albinucha von Tabora. Schaden. Emin bei Noack (1), p. 525.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 337
Viverridae: Crossarchus fasciatus. Vorkommen. Thomas (6), p. 140.
Oynictis penicillata. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Eupleres goudotü. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Galidea olivacea. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Genetta pardina. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Genetta senegalensis. Haarkleid, Färbung, Bastard (?). Noack (1), p. 580.
Genetta tigrina Schreb. Färbung. Noack (1), p. 580-581.
Helogale undulata parvula vom Muala-Fluss, Uniamuesi. Auge, Lebens-
weise, Färbung, Haarkleid, Hautgebilde, Maasse, Schädel, Gebiss. Noack (1),
p. 581—582.
Hemigalea (= Herpestes) galera. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Hemigalea hardwickii. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Herpestes vom Vietoria-Nyansa. Lebensweise, Name. Gehen schon früh
auf Beute. Stimme. Emin bei Noack (1), p. 528.
Herpestes von Uganda. Emin bei Noack (1), p. 529.
Herpestes (badius) von Ssambuje. Lebensweise. Emin bei Noack (1), p. 527.
Herpestes albicauda von S. E. Arabien. Thomas (3), p. 450.
Herpestes am Ussanga. Emin bei Noack (1) p. 526.
Herpestes fasciatus. Gewöhnt sich an veränderte Kost (Haselnüsse).
Müller-Liebenwalde (2), p. 202—204.
Herpestes fasciatus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Herpestes fasciatus und badius von Deutsch-Ost-Afrika.. Emin bei Noack
(1) p- 525.
Herpestes galera juv. Fast haarlos, Kopflänge 6 cm, Rumpf 14 cm lang.
Schwanzlänge 13cm. Matschie (3) p. 129—134.
Herpestes graciis. Haarkleid, Färbung, Schädel, Gebiss. Matschie (6),
p. 121—122.
Herpestes gracilis Rüppel. Haare, Drüsen. Meijere, p. 392.
Herpestes griseus. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 357, 365, 372.
Herpestes griseus. Haare am Schwanze. Meijere, p. 392.
Herpestes ichneumon. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Herpestes javanicus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Herpestes neumanni spec. nov. Färbung, Haarkleid, Schädel, Unter-
schied v. H. gracilis, Gebiss, Schädelmaasse, Vorkommen. Matschie (6),
p. 121—122.
Herpestes ochraeus. Färbung, Haarkleid. Matschie (6), p. 121—122,
Herpestes pulverulentus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Herpestes sanguineus. Unterschied v. H. newmanni in d. Farbe. Matschie
(6), p. 121— 122,
Herpestes semitorquatus. Kurze Bemerkung. Jentink (2) p. 210.
Linsang (Poina) gracilis. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 357,
364, 372.
Linsang (Prionodon) pardicolor. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Paradoxurus musanga. Schwanzhaar, Rückenhaar. Meijere, p. 391.
Paradoxurus philippinensis. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Paradoxurus typus. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 357,
364, 372.
Rhynchogale Melleri Lebensweise, Gebiss. Thomas (6), p. 139—140.
Arch. £. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd. II. H.1. 22
338 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Suricata suricata. Vorkommen. Lorenz p. 59—67.
Viverra. Skelett. Tornier (2), p. 70.
Viverra civetta. Sehr dunkel. Matschie (3) p. 129—134.
Viverra civetta. Drüsen. Beauregard (2) p. 1063—1064. — Extr. in Rev.
Scient. (4) T.1 No. 20 p. 633.
Viverra genettoides. Färbung. Matschie (3) p. 129—134.
Viverra tangalunga. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Viverrieula. Drüsen. Beauregard (2), p. 1063—1064. — Extr. in Rev.
Scientif. (4) T. 1 No.20 p. 633.
Viverricula malaccensis. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 357,
367, 372.
Hyaenidae: Hyaena fossil in Frankreich. Gebiss (Abbild.). Harle (1) p. 234.
Hwyaene in d. „Grotte Rey“ zur Quaternärzeit. Riviere, p. 359.
Hyaena brunnea v. Orange Freistaat, Distr. Boshof, Vaalthal. Lorenz
p. 59— 67.
Hyaena brunnea (Menges) vom Somaliland. Emin bei Noack (1), p. 525.
Hyaena brunnea Thunberg. Ausgestopftes Thier, Haare, Meijere, p. 392.
Hyaena crocuta. Vorkommen, Maasse.. Thomas (6), p. 139.
Hyaena crocuta von Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1), p. 525.
Hyaena crocuta. Haut um die weibliche Genitalöffnung, Haare. Meijere
p. 392.
Hyaena crocuta. Skelett. Teornier (2), p. 70.
Hyaena crocuta von Bukoba. Maass. Emin bei Noack (1), p.529.
Hyaena spelaea. Diluv. Böhmen. Kafka.
Hyaena spelaea. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 273—290.
Hyaena striata vom Somali- und Massailand, Faunistik, Lebensweise.
Emin bei Noack (1), p. 525.
Hwyaena striata. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Hyaena striata, Ausgestopftes Exemplar, Stammhaare, Wollhaare Mei-
jere, p. 392.
Proteles cristatus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Proteles lalandi. Gebiss, Taf. 18, Fig. 13, Färbung, Haarkleid, Haut-
gebilde, Maasse, Gegend: Ugogo, Somaliland. Schädel, Gebiss. Ahnen vielleicht
Myrmecobius fasciatus. Noack (1), p. 582—585.
Felidae: Felidae. Ligamentum tibio-ast.-posticum. Tornier (1), p. 27.
Felidae in d. „Grotte Rey“ zur Quaternärzeit. Riviere, p. 359.
Oryptoprocta ferox. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Cryptoprocta ferox v. Madagaskar. Anatomisches. Filhol p. 1060—1062.
Oynaelurus. Krallen. Boas, p. 303.
Cynaelurus guttatus. Ligamentum cal.-nav.-eub. interosseum. Tornier (1), p.27.
Uynaelurus jubatus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis. Krallen. Boas, p. 303.
Felis caffra. Schädel, Haarkleid, Färbung. Matschie (10), p. 258—259.
Felis caligata. Maasse. Dickicht in Br. Betschuanaland. Lorenz, p.59—67.
Felis caligata von Tabora, Unianiembe. Maasse, Färbung, Haare, Schädel,
Milchgebiss, Ohr. Noack (1), p. 576—580.
Felis catus aus Deutschland. Haare, Schädel, Maasse, Lebensweise,
Müller, Adf.
Felis catus. Vorkommen. Lorey.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 339
Felis catus ferox. Auge. Johnson, p. 481—484.
Felis catus ferox. Vorkommen in der Fauna des Cervus elaphus. Niesch,
p. 701.
Felis catus. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Felis civetta. Auge. Johnson p. 481—484.
Felis colocolo. Verhältniss zu F. pajeros Desm. Haarkleid, Färbung, Vor-
kommen. Matschie (2), p. 60.
Felis concolor (Puma). Vorkommen. Chapman, Fr. (1) p.345.
Felis antiqua gefunden bei Ausgrabungen in der Baumannshöhle. Blasius,
(1), p. 13—14.
Machairodus cf. neogaeus Lund sp. Fundort. Branco.
'elis concolor (Panther). Vorkommen. Allen (2), p. 198.
Felis concolor (Puma). Vorkommen. Aplin (1), p. 298.
Felis concolor (Puma, Panther). Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Felis concolor vom Waldgebirge bei Famailla. Färbung. Matschie (2), p. 58.
Felis domestica. Sinnesorgane. Disse, J. p. 66—71.
Felis domestica. Muskelphysiologie. Marey, p. 654—655.
Felis domestica. Bau u. Entwickelung des Gebisses. Scheidt, p. 425 - 462.
Felis domestica. Gehörnerv. Cannieu p. 87—153.
Felis domestica. Ovum. Holl p. 297—315.
Felis domestica. Kloakenbildung, p. 239—243.
Felis domestica. Männliches Begattungsorgan mit besond. Berücksicht. d.
Nervenendigungen. Röder p. 176—203.
Felis domestica. Nervenendigungen in männlichen Geschlechtsorganen
Timofeew, p. 342—348,
Felis domestica. Gehirnbalken-Entwickelung. Martin, Paul (1), p. 472—476.
Felis domestica. Muskeln der Ohrmuschel. Ledouble, p. 44.
Felis domestica aus Deutschland. Auge (Netzhaut). Kallius p. 527—582.
Felis domestica. Auge. Johnsen (1), p. 481—484.
Felis domestica. Ovarium. Henneguy, p. 15—17.
Felis domestica Brisson. Fig.20 p.336. Mehrere Entwickelungsstadien
untersucht. Haarkleid. Neugeborenes Exemplar, Rückenhaare, älteres Exem-
plar, Rückenhaare e. erwachsenen Katze. Meijere, p. 391.
Felis domestica aus Deutschland. Langendorff, p. 291. Extract aus d.
Refer. d. Naturw. Rundschr. X No. 44.
Felis domestica. Placenta. Turner bei Duval, p. 205 u. Math. Duval, p. 231.
Felis domestica aus Deutschland. Auge. Köttgen u. Abelsdorff, p. 921.
Extr. aus d. Refer. d. Naturw. Rundsch. X, No. 46, p. 521, 522.
Felis domestica. Missbildung; Muskeln, Verdauungsapparat, Harnapparat,
Genitalapparat, Respirationsapparat, Cireulationsapparat, Nervensystem. Lesbre
X, et L. Guinard, p. 126—132.
Felis domestica. Cortische Membran. Coyne et Cannieu, p. 176 —188.
Felis domestica. Vegetabilische Nahrung. Cornevin, p. 724.
Felis fera. Diluvial in Böhmen. Kafka.
Felis geofjroyi. Färbung, im Süden von Argentinien. Matschie (2),
p. 59-60.
Felis geoffroyi. Geoffroy’s Cat. Vorkommen. Aplin (1), p. 297—298.
Feis genetta. Vorkommen, Ausrottung. Mingaud, p. 795 —796.
22*
340 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Felis yenetta. Drüsen. Beauregard (2), p. 1063—1064. — Extr. Rev.
Seient. (4.) T.1 No. 20, p. 633.
Felis genetta. Auge. Johnson p. 481 - 484.
Felis guigna Mol. von Norden resp. Westen von Argentinien. Färbung.
Matschie (2), p. 59—60.
Felis jubata. Eicheloberfläche. Röder, p. 187.
Felis leo von Bibissanda. Lebensweise. Emin bei Noack (1), p. 525.
Felis leo. Fossil. Böhmen. Nehring (8) p. 273—290.
Felis leo. Neugeborenes Exemplar, Rückenhaut, älteres Exemplar v.
43cm. Rückenhaut, Schwanz, Schweissdrüsen. Meijere, p. 390.
Felis leo. Eicheloberfläche. Röder, p. 186--187.
Felis Iyne (Luchs) aus den oesterreichischen Landen. Lebensweise.
Müller, Adf.
Felis lyn&. Diluvial in Böhmen. Kafka.
Felis macroscelis. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis macrura. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis magna in diluvial. Formation. (Böhmen). Kafka. 138.
Felis maniculata domestica. Beschaffenheit der Eicheloberfläche. Röder,
p. 185—186.
Felis maniculata var. dom. Vorkommen. @ustalet (2) p. 73—78.
Felis maniculata. Schädel. Matschie (10), p. 258.
Felis melas. Keine Widerhäkchen. Röder, p. 186.
Felis minuta. Diluv. in Böhmen. Kafka,
Felis mitis von Juntas u. Palos ä pique. Jagd, Haarkleid, Färbung.
Matschie (2), p: 59.
Felis nigripe. Färbung, Haarkleid, Ohr, Schädel, Gebiss, Maasse des
Körpers. Matschie (10) p. 258—259.
Felis onca. Vorkommen. Allen (2), p. 198.
Felis onca vom Waldgebirge bei Famailla, auch bei Jujay. Färbung.
Maischie (2), p. 59.
Felis paguros. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis pajeros von Tornquist. Färbung, Haarkleid. Matschie (2), p. 60.
Felis pardalis. Ocelot; Leopard Cat. Vorkommen. Allen (2), p. 198.
Felis pardalis in Süd-Amerika. Färbung. Matschie (2), p. 59.
Felis pardus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis puma vom Waldgebirge von Famailla. Fährten in d. Sierra bei
Bahia Blanca, Färbung. Matschie (2), p.58 - 59.
Felis passerum. Vorkommen. Aplin (2), p. 298.
Felis servalina (2) von Deutsch-Ost-Afrika. Fell. Emin bei Noack (1) p. 525.
Felis serval. Vorkommen. Thomas (6), p. 139.
Felis serval Schreb. Färbung. Noack (1), p. 576.
Felis spelaea. Diluvial in Böhmen. Kafka.
Felis spelaea bei Ausgrabungen in d. Baumannshöhle gefunden. Blasius
(1), p. 13—14,
Felis tigrina. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis tigris posttertiär, von der Ljachow - Insel. Tschersky, No.3 p.33
—34, No.4 p. 44—48.
Felis tigris. Eicheloberfläche. Röder, p. 186.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 341
Felis tigris. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Felis torquata. Kurze Bemerkungen. True (3) p. 1—16.
Hoplophoneus occidentalis. Dentition, Skelett. Osborn and Wortman,
p. 227—228.
Hoplophoneus primaevus. Skelett. Maasse. Osborn and Wortman, p. 228.
Lynx. Vorkommen. Oustalet (1), p. 237—242.
Lynx canadensis. Canada Lynx. Vorkommen. Allen (1), p. 106.
Lynx canadensis. Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Lynx rufus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Lynx rufus floridanus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 345.
Lynx rufus maculatus. Wild Cat. Vorkommen. Allen, (2), p.197.
Jaguar. Ligamentum cal.-nav.-cub. interosseum. Tornier (1), p. 27.
Jaguar. Schaden, Vorkommen, Lebensweise. @oeldi (1), p. 725.
Lynx vulgaris geht weit in d. Steppe hinaus zum Raub. Lebensweise. @ross.
Smilodon neogaeus. Fundort. Branco
Palaeonietidae: Patriofelis ferox. Eocän. Schädel abgebildet, Gebiss,
Skelett im übrigen. Wortman, p. 129—164.
Pinnipedia.
Pinnipedia. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Pinnipedien. A. mediana. Zuckerkandl, p. 287.
Pinnipedia. Dentition. Kükenthal (1), p. 36.
Pinnipedia. Lebensweise, Gliedmassen, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Pinnipedien. Os priapi. Reeker (2).
Otariidae: Arctocephalus cinereus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Zalophus californianus. Haare. Meijere, p. 397.
Phoeidae: Cystophora cristata. Jagd, Vorkommen, Nutzen. Rabot,
p- 166— 167.
Halichoerus grypus. Gefangenschaft. Nehring (7), p. 347—349.
Leptonyx Wedellii. Kurze Bemerk. Bruce (1) p. 807.
Lobodon carcinophaga. Kurze Bemerkung. Bruce (1) p. 807.
Phoca. Ligamentum talo-tibiale posticum (?). Tornier (1), p. 25.
Phoca. Bezahnung. Leche, p. 505.
Phoca. Skelett. Tornier (2); p. 75.
Phoca barbata. Jagd, Vorkommen, Nutzen. Rabot, p. 166-167.
Phoca foetida, fossil. Fundort. Tschersky, p. 33—34, p. 44—48,
Phoca hispida. Jagd, Vorkommen, Nutzen. Rabot, p. 166—167.
Phoca vitulina. Rückenhaar, Drüsen. Meijere, p. 397.
Phoca vitulina. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Phoca vitulina. Jagd, Vorkommen, Nutzen. Rabot, p. 166—167.
Phoca vitulina, Fig.32. Krallen ähneln in mancher Beziehung denen der
Carnivoren. Boas, p. 304.
Stenorhynchus leptonyx. Kurze Bemerkung. Bruce (1) p. 807.
Tricheeidae: Trichechus rosmarus, fossil v. New-Sibirien. Tschersky,
p.33—34, 44—48,
Trichechus rosmarus. Skelett. Bardeleben, p. 358.
Rodentia.
Rodentia. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Rodentia: Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
342 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Rodentia. Skelett, Muskeln. Bardeleben, p. 356, 362.
Rodentia. Gebiss, Hautgebilde. Vogt u. Yung, p. 829.
Rodentia zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Rodentia. Os priapi sehr verbreitet. Reeker (2).
Rodentia. Gebiss. Woodward, M. (2), p. 619—631.
Rodentia. A. mediana mit Ramus mediano-radialis, radialis als radialis
superf., ulnaris rudiment. Zuckerkandl, p. 237.
Anomaluridae: Anomalurus. Ohr, Haarkleid, Haut, Schädel, Gebiss.
Matschie (8), p. 194—200.
Anomalurus beecroftü. Schuppen, Drüsen, Haare, Meijere, p. 377—378.
Anomalurus pelii. Schuppen. Meijere, p. 377.
Idiurus nov. gen. Rodentium s. Idiurus zenkeri Mtsch. spec. nov.
Krallen. Flatterhaut, Haare, Gliedmassen, Hormplatten, Schädel, Gebiss.
Skelett. Matschie (8), p. 194—200.
Myoxidae: Eliomys murinus von Ostafrika. Gebiss, Schädel, Haar.
Noack (1), p.557.
Muscardinus avellanarius. Körper-Gewichtsabnahme während des Winter-
schlafes. Helm (1), p. 350.
Graphiurus capensis. Phoberg bei Linokana, Motebethalkessel, Distr’
Marico, westl. südafr. Republ. Lorenz p. 59—67.
Myoxus. Schädel. Matschie (8), p. 197.
Myoxus avellanarius. Winterschlaf. Albini p. 15—20.
Myoxus avellanarius. Gefangenschaft, Lebensweise, Verbreitung, Jagd.
Wurm, p. 16—17.
Myoxus Dryas. Gefangenschaft. Helm (2), p. 344—347.
Myozus glis (avellanarius). Skelett. Bardeleben, p. 356.
Myozus glis (Siebenschläfer) aus Deutschland. Geographische Verbreitung,
Lebensweise, Gebiss, Haarkleid, Färbung, Schaden. Müller, Adf.
Myoxus glis. Lebensweise, Verbreitung, Jagd. Wurm, p. 13—15.
Myoxus glis. Haare. Meijere, p. 379.
Myoxus muscardinus s. Muscardinus avellanarius, kleine Haselmaus aus
Deutschland. Haarkleid, Farbe, geographische Verbreitung, Lebensweise, ge-
fangene Thiere, Stimme. Müller, Adf.
Myozus nitela, Gartenschläfer aus Deutschland. Haarkleid, Farbe, Auge,
geographische Verbreitung, Lebensweise, Schaden. Müller, Adf.
Myoxus nitela. Haarkleid, Verbreitung, Vulgär-Name, Jagd. Wurm,
p. 15—16.
Myoxus quercinus. Vorkommen. Coester, p. 151.
Dipodidae: Alactaga jaculus. Haarkleid. Meijere, p. 378.
Alactaga jaculus fossilis. Charakt. Steppenthier. Böhmen. Nehring (8)
p. 278—290.
Dipus aegyptius. Schuppen, Haare. Meijere, p. 378.
Dipus. Jochbogen (Schädel). Matschie (8), p. 197.
Alectaga indica. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 262, 276.
Dipus aegyptius. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 260, 276, 281, 283.
Dipus hirtipes. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 260, 276, 281.
Dipus jaculus vom Kenteigebirge. Schädel, Gebiss. Noack (1), p. 557.
Dipus jaculus. Skelett, Muskeln. Bardeleben, p. 356, 363.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 343
Sminthus concolor. Maasse. Central-Kaschm. True (3) p. 1—16.
Sminthus lavus n. sp. v. Kaschmir. True (7) p. 341—343.
Sminthus vagus. Schwanzhaare. Meijere, p. 378.
Zapus hudsonius. Vorkommen. Rhoads (5), p. 392.
Zapus insignis. Shryock p. 347—348. 5
Zapus insignis. Northern Jumping Mouse. Vorkommen. Allen (1), p. 101.
Zapus insignis. Vorkommen. Rhoads, (5), p. 392.
Zapus trinotatus spec. nov. Färbung, Schädel, Gebiss, Maasse. Rhoads
(6), p. 421—422.
Spalaeidae: Rhizomys sumatrensis. Haare. Meijere, p. 379.
Spalax typhlus bei Schumla. Vorkommen spärlich. Polläck bei Nehring,
p. 150.
Spalax typhlus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Sciuromorpha.
Seiuridae: Arctomys. Ursache des Winterschlafes. Dubois, R. — Extr.
Naturw. Rundsch. p. 311—312.
Arctomys bobac. Steppe. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 278—2%.
Arctomys bobac. Diluvial. Böhmen. Kafka.
Arctomys caudatus. Jacquemont. Kurze Bemerkung. True (3) p. 1—16.
Arctomys marmotta, Murmelthier aus Deutschland. Haarkleid, Farbe, geo-
graphische Verbreitung, Lebensweise, Vulgärname, Gebiss, Nutzen, Müller, Adf.
Arctomys marmotta. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 260, 276, 280, 283.
Arctomys marmotta. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Arctomys marmotta Experimente an schlafenden Thieren. Patrizi.
Arctomys marmotta. Rücken- u. Schwanzhaare. Meijere, p. 3%.
Arctomys monax. Vorkommen. Allen (1), p. 104.
Orymomys (Prairiehund). Lebensweise. Müller-Liebeuwalde (2), p. 202—204.
Cynomys ludovicianus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Pteromys albiventer v. Centr. u. W. Kaschm. True (3) p. 1—16.
Pteromys nitidus. Haare. Meijere, p. 389.
Pteromys oral. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 260, 276, 282.
Sciuropterus sp. Rückenhaare. Meijere, p. 389.
Seiuropterus volans. Vorkommen. Rhoads (5), p. 389.
Sciuropterus volucella sabrinus Shaw. Flying Squirrel. Vorkommen,
Allen (1), p. 104.
Sciurus von Mkata und Ugogo. Lebensweise, Faunistik. Emin bei Noack
(1) p. 525.
Sciuropterus fimbriatus v. Centr. Kaschm., Lashkok, Nullah. True (3),
p.1—16.
Sciuropterus volucella. Vorkommen. Rhoads (1), p. 159.
Seiuropterus volucella. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 334.
Sciurus aberti concolor subspeec. n. Vorkommen. True (6).
Sciurus anerythrus. Matschie (9), p. 257.
Sciurus annulatus. Matschie (9), p. 257.
Sciurus. Die Faserstreifen sind nur an dünnen Zahnschliff. zu erkennen.
Preiswerk p. 687—690.
Sciurus aubinnii. Matschie (9), p. 257.
Sciurus arizonensis. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 356, 362, 370.
344 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Sciurus arizonensis huachuca subsp. nov. Färbung, Vorkommen,
Maasse. Allen (7), p. 349.
Sciurus auriculatus. Matschie (9), p. 257.
Seiurus badjing. Haare. Meijere, p. 388.
Sciurus bicolor, Malacca. Gebiss. Ueber Symphyse des Unterkiefers hinter
unteren Nagezähnen beiderseits ein fast 1 mm hoher Knochenzacken. Noack,
(1) p. 556.
Sciurus bicolor. Haare. Meijere, p. 388.
Sciurus böhmi im Seengebiet. Matschie (9), p. 257.
Sciurus carolinensis. Vorkommen. Rhoads (1), p. 156.
Sciurus carolinensis. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 334.
Sciurus carolinensis pennsylvanicus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 389.
Seiurus cepapi. Matschie (9), p. 257.
Sciurus cepapi. Maasse. Von d. Uferbäumen am Limpopo (8. Afrika).
Lorenz p. 59—67.
Sciurus congicus von Mossambik u. Dar-es-Salaam. Matschie (9), p. 257.
Sciurus ebiüi. Matschie (9), p. 257.
Sciurus subgen. Xerus erythropus aus Ostafrika. Matschie (9), p. 257.
Sciurus flavivittis. Matschie (9), p. 257.
Sciurus hudsonicus. Red Squirrel. Vorkommen. Allen (1), p. 104.
Sciurus hudsonicus. Kurze Bemerk. Shryock p. 347—348.
Sciurus hudsonicus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 389.
Sciurus hudsonicus grahamensis subspec. nov. Färbung, Vor-
kommen, Maasse. Allen (7), p. 350.
Sciurus hudsonicus dacotensis subspec. nov. Vorkommen. Allen (6),
p. 325—326.
Sciurus lemniscatus. Matschie (9), p. 257.
Sciurus leucogenys. Färbung, Haarkleid. Matschie (9), p. 258.
Sciurus leucostigma. Färbung, Haarkleid. Matschie (9), p. 258.
Sciurus minutus. Matschie (9), p. 257.
Sciurus mutabilis. Vorkommen, Färbung. Thomas (6), p. 140—141.
Sciurus mutabilis. Matschie (9), p. 257.
Sciurus niger. Southern Fox Squirrel, Vorkommen. Chapman, Fr. (1) p. 334.
Sciurus niger, Skelett, Muskeln. Bardeleben, p. 356, 370.
Sciurus niger. Färbung, Vorkommen. Rhoads (1), p. 158.
Sciurus niger bimitis. Texan Fox Squirrel. Vorkommen. Allen (2), p. 183.
Sciurus ochraceus. Matschie (9), p. 257.
Sciurus palliatus. Haarkleid, Färbung, Ostafrika. Matschie (9), p. 257.
Sciurus palliatus. Vorkommen. Thomas (6), p. 140.
Sciurus pauli spec. nov. von Deutsch-Ostafrika. Haarkleid, Färbung,
Gebiss, Vorkommen. Matschie (9), p. 256—258.
Sciurus poensis. Matschie (9), p. 257.
Sciurus poensis. Färbung. Kamerun. Matschie (3) p. 129—134.
Sciurus prevosti. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 260, 276, 280, 283.
Sciurus punctatus. Matschie (9), p. 257.
Sciurus pyrrhopus. Färbung, Haarkleid. Matschie (9), p. 257.
Sciurus rufobrachiatus. Zähne, Hinterfuss. Matschie (9), p. 257.
Sciurus rufobrachiatus. Färbung. Kamerun. Matschie (3) p.129—130.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 189. 345
Seiurus (Xerus) rutilus von Djibontie. Genauere Besprechung. Oustalet
(2) p. 73-78.
Seiurus subgen. Xerus rutilus von Ostafrika. Matschie (9), p. 257.
Sciurus spee. Vulgärname, Vorkommen, Lebensweise. Matschie (2), p.61.
Seiurus stangeri. Matschie (9), p. 257.
Sciurus Styani spec. nov. Färbung, Haarkleid, Schädel, Maasse d.
Körpers, Vorkommen. Thomas (9), p. 363—364.
Sciurus syriacus. Matschie (9), p. 257.
Seiurus vulgaris von Deutsch-Ost-Afrika. Gebiss, Schädel. Untere Kante
des Eckfortsatzes ist wie bei d. herbivoren Beutelthieren ziemlich stark einwärts-
gebogen. Noack (1), p. 556.
Sciurus vulgaris. Haare. Meijere, p. 338—389.
Seiurus vulgaris. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Sciurus vulgaris. Färbungsvarietäten u. Anomalien. Kempen p. 76—85.
Sciurus vulgaris. Matschie (9), p. 257.
Sciurus vulgaris in Böhmen. Kafka.
Spermophilus. Mehrere Species aus Böhmen. Kafka.
Spermophilus citillus, gemein. Ziesel aus Deutschland. Haarkleid, Farbe,
Lebensweise, Schaden. Müller, Adf.
Spermophilus eitillus. Verbreitung, Vulgär-Name, Ausrottung, Jagd, Lebens-
weise. Wurm, p. 1—10.
Spermophilus citillus bei Schumla. Vorkommen. Pollak bei Nehring (3),
p. 147—150.
Spermophilus eversmanni. Gebiss, Schädel. Noack (1), p. 556.
Spermophilus eversmanni, fossil, vom Janagebiet. Tschersky, p. 33—34,
p. 44—48,
Spermophilus Franklin. Vorkommen, Lebensweise, Schaden, Ausrottung,
Nutzen. Varigny, p. 13—14.
Spermophilus Frankl. im Prairiengebiet massenhaft. Fleisch soll schmack-
haft sein. Ist meist Vegetar. Zaeher p. 270-275, 297—301.
Spermophilus guttatus. Rücken-Schwanzhaare. Meijere, p. 390.
Spermophilus mexicanus. Muskulatur. Parsens, p. 252, 253, 260, 276,
281, 283.
Spermophilus mexicanus in Texas u. Neu Mexieo. Winterschlaf. Wohnt
nur in unbebauten Landstrichen. Zacher p. 270— 275, 297—301.
Spermophilus mexicanus. Geographische Verbreitung, Lebensweise.
Varigny, p. 12.
Spermophilus mexicanus. Mexican Spermophile. Maasse, Vorkommen.
Allen (2), p. 182.
Spermophilus Richardsoni. Verbreitung. Vegetarier, auch Fleischfr. Ver-
giftungsarten. Zacher p. 270—275, 297—301.
Spermophilus Richardsoni. Geographische Verbreitung. Varigny, p.14.
Spermophilus Richardsoni elegans. Vorkommen, Schaden, Ausrottung, Magen,
Lebensweise der Spermophilen. Varigny, p. 14—15.
Spermophilus rufus. Vorkommen in der subarctischen Fauna, fossil. Nüesch,
p. 701.
Spermophilus rufus. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 278—2%.
Spermophilus spilosoma annectens. Padre Island Spermophile. Vorkommen.
Allen (2), p. 182—183.
346 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Spermophilus spilosoma obsoletus subsp. Kennicotti. Vorkommen, Färbung,
Lebensweise, Schaden. Varigny, p. 14.
Spermophilus spilosoma obsoletus. Vorkommen. Scheu. Farbe steht im
Einklang mit d. Umgebung. Vegetar. Zacher p. 270—275, 297—301.
Spermophilus tredecimlineatus im Innern N. Amerikas, bewohnt Prairien.
Farbe ähnl. den umherliegend. Aststücken. Winterschlaf v. 6—7 Mon. Nährt
sich auch v. animal. Kost (Ameisen, Käfer, Heuschr.). Zacher p. 270—275 u.
297—301.
Spermophilus tredecimlineatus. Vorkommen, Lebensweise, Färbung, Schaden.
Varigny, p. 11—13.
Tamias striatus lysteri. Shryock p. 347—348.
Tamias striatus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 389.
Tamias striatus. Haarkleid. Meijere, p. 388.
Tamias striatus Iysteri. Vorkommen. Allen (1), p. 104.
Xerus capensis. Körpermaasse. Noack (3) p.53—81, 82.
Xerus erythropus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Xerus erythropus. Stachelhaare, Rückenhaar. Meijere, p. 389.
Xerus getulus. Muskulatur. Parsons, p. 252, 253, 265, 276, 283.
Castoridae: Castoridae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
Castor canadensis Fig.13 p. 329, Fig. 40. Schwanz p. 387. Schuppen,
Haarkleid. Meijere, p. 3837—388.
Castor canadensis. Muskulatur. Parsons, p. 252, 254, 262, 276, 279, 282.
Castor canadensis Beaver. Vorkommen. Chapman, Fr. (1) p. 334.
Castor canadensis. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Castor canadensis. Beaver. Vorkommen. Allen (1), p. 104.
Castor europaeus von der Elbe. Friedrich.
Castor fiber. Postpliocän. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Castor fiber aus Böhmen, Kafka.
Castor fiber aus Deutschland. Ohr, Auge, Haarkleid, Haut, Gebiss, Secretion,
geographische Verbreitung, Lebensweise. Müller, Adf.
Castor fiber. Vorkommen in der Fauna des Cervus elaphus, fossil. Nüesch,
p. 701.
Castor fiber. Schädeltheile.. Pfahlbauten d. Schweiz. Glur p. 1—56.
Castor fiber. Vf. erbringt den Beweis, dass der Biber im westl. Norwegen
noch vorkommt. Olsen p. 27—29.
Castor fiber. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Castor fiber canadensis. Vorkommen. Rhoads (5), p. 390.
Castor fiber. Vorkommen, Ausrottung, Schaden, Lebensweise. Mingaud,
p. 796.
Castor fiber von Deutsch-Ost-Afrika. Schädel, Gebiss. Noack (1), p. 556.
Geomyidae: Geomys hispidus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Geomys personatus. Vorkommen. Allen (2), p. 171—172.
Geomys scalops spec. nov. Färbung, Haarkleid, Schädel, Gebiss, Körper-
maasse, Schädel-Maasse, Vorkommen. Thomas (14) p. 436—438.
Geomys tuza. Färbung, Vorkommen, Rhoads (1), p. 159.
Geomys tuza. Floridana Gopher, Färbung, Haarkleid. Chapman, Fr. (1)
p. 339.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 347
Heteromyidae: Dipodomys parvus spec. n. ähnl. D. Merriami:
Maasse. Schädelmaasse.. Rhoads (7) p. 67—71.
Perognathus baileyi spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel (Fig.1),
Schädel-Maasse. Merriam (2), p. 262 u. 263.
Perognathus columbianus spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel.
Merriam (2) p. 263—264.
Perognathus conditi spec. nov. Maasse, Schädel, Vorkommen. Allen
(6), p. 318—319.
Perognathus flavus mexicanus subspec. nov. Vorkommen, Färbung,
Schädel. Merriam (2), p. 265—268.
Perognathus (Chaetodipus) intermedius camescens subspec. nov.
Vorkommen, Färbung, Schädel. Merriam (2), p. 267—268.
Perognathus latirostris spec n. DBeschreib. (Färbung, Schädelmaasse).
Abbild. d. Schädels. Rhoads (8) p. 185—197.
Perognathus longimembris panamintinus subspec. nov. Vorkommen,
Färbung, Schädel. Merriam (2), p. 265.
Perognathus (Chaetodipus) nelsoni spec, nov. Vorkommen, Färbung,
Schädel. Merriam (2), p. 266.
Perognathus mevadensis spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel,
Gebiss. Merriam (2), p. 264.
Perognathus paradoxus. Texas Pocket Mouse. Färbung, Haarkleid, Vor-
kommen. Allen (2), p. 172—174.
Perognathus priceöi spec. nov. Haar, Maasse, Schädel, Vorkommen,
Färbung. Allen (6), p. 317—318.
Perognathus (Chaetodipus) stephensi spec. nov. Vorkommen, Färbung,
Schädel. Merriam (2), p. 267.
Myomorpha.
Muridae: Calomys flavescens von Yukatan. Verglichen mit Isomys abyss.
Schädel. Noack (1), p. 558.
Oricetomys gambianus. Haare, Schuppen. Meijere, p. 381.
Cricetomys gambianus von Bukoba. Schaden, Nutzen, Lebensweise, ist nicht
bissig, Name. Emin bei Noack (1), p. 528.
Dasymys longicaudatus spec. nov. aus Nord-Kamerun. Tullberg.
Dendromys pumilio (?) vom Westufer des Vietoria-Nyansa. Lebensweise,
Emin bei Noack (1), p. 528.
Gerbillus aegyptius (Gerb. Oliv.). Vorkommen. Oustalet (2) p. 73—78.
Gerbillus boehmi von Ostafrika. Schädelforamina, Gebiss. Noack (1) p. 557.
Gerbillus (Dipodillus) dasyurus. Verbreitung. Thomas (3), p. 450.
Golunda fallax. Hautgebilde, Färbung, Gebiss. Matschie (8), p. 205.
Isomys dorsalis. Vorkommen. Thomas (6), p. 142.
Isomys abyssinicus von Ostafrika... Schädel, Gebiss, Maasse. Noack (1),
p. 557—558.
Lophiomys imhausii A.M.Edw. 1 Abbild. Lebt auf fels. Terrain, frisst
Vegetabilien; in d. Gefangensch. scheu, temperamentlos, wenig wählerisch in der
Nahr., Farbe. Kuil (1) p. 134—138.
Lophuromys sikapusi. Haare. Meijere, p. 381.
348 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Megalomys piloride. Haare. Schuppen. Meijere, p. 380.
Cricetomys gambianus. Vorkommen. Thomas (6), p. 142.
Meriones leucogaster v. Leschumoplateau. Lorenz p. 59—67.
Meriones von Mpapua. Emin bei Noack (1), p. 525.
Meriones am Ussanga. Emin bei Noack (1), p. 526.
Dipodillus Simoni. Haare. Meijere, p. 378.
Echiothriw leucura. Schuppen, Haare. Meijere, p. 382.
Meriones Schlegelii. Haare. Meijere, p. 382.
Meriones u. (Mus spec.) von Bussisi am Creek des Vietoria-Nyansa. Emin
bei Noack (1), p. 527.
Microtus zwei n. sp. Von Australien. Schädel mit ostafrikanischen
etc. Species verglichen. Noack (1), p. 538.
Microtus glareolus. Vorkommen. Aplin (2), p. 54.
Mictumys gen. nov. Beschreibung. Schädel. True (6).
Mictomys innuitus sp. n. Vorkommen. True (6).
Mus. Mehrere Species von Böhmen. Kafka.
Mus zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere p.359.
Mus abessinicus. Färbung, Kralle an d. Aussenzehe. Matschie (8), p. 205.
Mus agrarius aus Deutschland. Lebensweise, Färbung, geograph. Ver-
breitung. Müller, Adf.
Mus agrarius. Färbungsvarietäten. Kempen p. 76—85.
Mus alexandrinus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 338.
Mus alexandrinus. White-Bellied Rat. Vorkommen. Allen (2) p. 174.
Mus alexandrinus. Haut. Meijere, p. 381.
Mus alexandrinus. Vorkommen. Rhoads (1), p. 159.
Mus armandville. Haut. Meijere, p. 384.
Mus arianus griseus subspec, nov. Maasse. Mountains of C.
Kaschm. True (3) p. 1—16.
Mus bactrianus. Maasse. Vorkommen. True (3) p. 1—16.
Mus Burtoni. Vorkommen. Thomas (17), p. 204—205.
Mus decumanus. Brown Rat; Wharf Rat. Vorkommen. Alien (2), p. 174.
Mus decumanus, Fig.22 p.337. Schwanzschuppen, Haare. Meijere, p. 380
— 381.
Mus decumanus. Brown Rat. Vorkommen. Allen (1) p. 101.
Mus decumanus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 338.
Mus decumanus. Ovarium. Henneguy, p. 1-37, 39.
Mus decumanus. Vorkommen. Rhoads (1), p. 159.
Mus decumanus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 390.
Mus decumanus aus Europa. Schädel. Reeker.
Mus dolichurus. Eingehende Beschreibung. Noack (3) p.53—81, 32.
Mus dolichurus. Maasse, Vorkommen. Thomas (6), p. 141.
Mus dolichurus. Grösse wie bei M. neumanni Mtsch. spec. nov. Matschie
(8) p. 204.
Mus dorsalis. Haarkleid, Schädel, Gebiss. Matschie (8), p. 204.
Mus flavicollis. Maasse verglich. mit denen v. M.sylvat. Farbe, Skelett.
De Winton p. 442—445.
Mus hypoxanthus. Färbung. Kamerun. Matschie (3) p. 129—134.
Mus lehocla. Eingehende Beschreibung. Noack (3) p. 55—81, 82.
Mus (Lemniscomys) lineatus. Skelett, Maasse. Noack (3) p.53—81, 82.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 349
Mus sp. v. Phoberg. Lorenz p. 59—67.
Mus microdon von Ost-Afrika. Schädel, Gebiss. Noack (1), p. 557.
Mus minutoides von Deutsch-Ost-Afrika. Färbung. Emin bei Noack, p.525.
Mus minutus aus Deutschland. Haar, Färbung, Extremitäten, Lebensweise,
Müller Adf.
Mus modestus. Vorkommen. Thomas (6), p. 141.
Mus musculus. Nerfs du myocarde. Retzius bei Jacques, p. 627. — Vor-
kommen. BRhoads (1) p.159 und (5) p. 390. — Färbung, Vorkommen. Allen (1)
p. 102 u. (2) p.175. — Ovarium. Henneguy, p.14—15. — Parotis. Mayer,
p. 177 -191. — In Dentsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1) p. 524. — Vorkommen.
Färbung. Aplin (1), p. 308. — Respirationsorgan. G&öppert (1), p. 136. —
Färbungsvarietäten. Kempen p. 76-85. — Untersuchung d. Zahnschmelzes.
Preiswerk p. 687—690. — Gebiss. Woodward (2) p. 619—631. — Vorkommen.
Oustalet (2) p. 73—78. — Ohr. Beauregard p. 366—413. — Gehörnerv.
Cannieu p. 8S7—153. — Ovum. Holl p. 297—315. — Extrauterine Schwanger-
schaft. Lataste (2) p 112—-115. — Aus China. Krankheit, Läuse. Landois
(8). — Aus Deutschland, Lebensweise, Gebiss, Schaden. Müller, Adf. — Von
Bukoba. Emin bei Noack (1), p.529. — Vorkommen. Chapman, Fr. (1),
p.339. — Haut. Meijere, p.381. — Reaktion auf Temperaturveränderungen.
Pembrey. — Befruchtung des Eies, Sobotta, p. 220—223. — Wachsthums-
geschwindigkeit. Saint-Loup, Remy (1). — Arteria omphalo-mesenterica. Ravn
p- 420—424.
Mus neumanni spec. nov. Haarkleid, Färbung, Ohr, Gliedmassen,
Krallen, Warzen, Schädel, Schädelmaasse; Bau und Anordnung der Zähne wie
d. v. M. dorsalis. Vorkommen. Matschie (8), p. 204—205.
Mus rattus von Ost-Afrika. Spuren geschwundener Zähne deutlicher als
bei M. decumanus. Schädel, Gebiss. Noack (1), p.557. — Gehörmerv. Can-
nieu p. 87—153. — Isahellismus. Maasse. Landois (5). — Glandula sub-
maxillaris. Löwenthal p. 223—229. — Vorkommen. Oustalet (2) p. 73—78. —
Untersuchung d. Zahnschmelzes. Preiswerk p. 687—690. — Arteria omphalo-
mesent. Ravn p. 420-424. — Von Kaschmir. True (3) p. 1—16. — Färbungs-
varietäten. Kempen p. 76--85. — Vorkommen. Rhoads (5), p.390. — Nerfs
du myocarde. Berkley bei Jacques, p. 627. — Aus Europa, Schädel. Reeker
(1). — Aus Westfalen, Haarkleid, Färbung, Auge. Landois (5) — Cortische
Membran. Coyne et Cannieu, p. 176—178. — Vorkommen. Chapman, Fr. (1),
p. 339. — Verbreitung. Thomas (3), p.450. — Haut. Meijere, p. 331. —
Aus Westfalen, Ausrottung. Landoeis (2). — Nervenendigungen in männ-
lichen Geschlechtsorganen. Timofeew, p. 3422—348. — Von Deutsch - Ost-
Afrika (Tembes der Wagogo u. Waniamuesi). Schaden. Emin bei Noack (1) p. 524
— 25. — Milchdrüse, Parotis. Mayer, p. 177—191. — Ovarium. Henneguy, p. 23.
Mus (Isomys) rufocanus spec. nov. aus Nord-Kamerun. Tullberg.
Mus spec. von Bukoba am Vietoria-Nyanssa. Emin. Echte Mäuse, Haare,
Maasse, Extremitäten, Haut, Schädel, Gebiss. Noack (1), p. 569—571.
Mus sylvaticus aus Deutschland, Farbe, Haarkleid, Lebensweise, Schaden.
Müller, Adf.
Myodes lemmus. Haare, Meijere, p.3S0.
Myodes lemmus aus Westfalen, fossil. Gebiss. Nehring (5).
Myodes nigripes sp. n. Farbe, Maasse, Vorkommen. True (6).
Myodes. 2 sp. aus Böhmen. Kafka.
350 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Myodes torquatus. Vorkommen in der arctischen Fauna, fossil. Nüesch
p. 700.
Myodes torquatus aus Westfalen. fossil. Gebiss. Nehring (5).
Nesokia bengalensis. Haare, Schuppen. Meijere, p. 381.
Nesokia setifera. Haare. Meijere, p. 381.
Pachyuromys Duprasi. Haut. Meijere, p. 379.
Pithecheir melanurus. Schuppen. Meijere, p. 382.
Phloeomys cumingi. Schädel. Nehring (1), p. 179—184.
Phloeomys pallidus. Vorkommen, Varietät, Färbung, Haarkleid, Schädelunter-
schiede v. Phl. cumingi, Gebiss, Schädelmaasse, Skelett. Nehring (1), p. 179—184.
Phloeomys (?) schadenbergi n. sp. aus Nord-Luzon. Farbe, Haarkleid,
Maasse. Meyer (3). 2 p.
Saccostomus lapidarius am Zambesi. Lorenz p. 59-- 67.
Crieetidae: Cricetus frumentarius Hamster aus Deutschland. Haarkleid,
Farbe, geographische Verbreitung, Lebensweise, Schaden. Müller, Adf.
Cricetus frumentarius. Schaden, Ausrottung, Vulgär-Namen, Verbreitung.
Wurm, p. 11—13.
Cricetus frument. aus Böhmen. Kafka.
Cricetus nigricans von Ostbulgarien u. Dagestan. Färbung, Haarkleid,
Schädel, Gebiss, Varietät, Vorkommen. Nehring (3), p. 147-150.
Cricetus nigricans v. Kaukasus u. Abchazien. Vavra.
Oricetus vulgaris. Haare, Meijere, p. 379—380.
Cricetus vulgaris. Verbreitung. Nehring (2), p. 15—32, T. III.
Oricetus vulgaris. Vorkommen in der subaretischen Fauna, fossil. Nüesch,
p. 701.
Habrothri« olivaceus gehört zu Ichthyomys. Vorkommen. Aplin (1), p. 308.
Hallomys audeberti. Haut. Meijere, p. 380.
Hesperomys brusiliensis. Schuppen, Haare. Meijere, p. 380.
Hesperomys dolichonyx. Färbung, Maasse. Philippi (2).
Hesperomys dolichonyx cinnamomea. Philippi (2).
Hesperomys flavescens. Schuppen, Haare. Meijere, p. 380.
Hesperomys glirinus. Maasse, Färbung. Philippi (2).
Hesperomys lanatus. Färbung, Maasse. Philippi (2).
Hesperomys puerulus. Färbung, Maasse. Philippi (2).
Hodomys alleni. Färbung, Schädel, Maasse, Vorkommen. Merriam (1) p. 232
—235.
Hodomys vetulus spec. nov. Vorkommen, Färbung, Haarkleid, Schädel,
Gebiss, Schädel-Maasse. Merriam, p. 236—237.
Hypogeomys antimena. Schuppen, Haare. Meijere, p. 380.
Neotoma Sayand. Vorkommen. Merriam, p. 239—242.
Neotoma arizonae. Verbreitung. Merriam (1), p. 248.
Neotoma beileyi. Vorkommen. Merriam (1), p. 244.
Neotoma bryanti. Verbreitung. Merriam (1), p. 246.
Neotoma californica. Vorkommen. Merriam (1), p. 247.
Neotoma campestris spec. nov. Färbung, Maasse, Schädel, Vorkommen.
Allen (6), p. 322—323.
Neotoma cinerea. Vorkommen. Merriam (1), p. 249.
Neotoma cinerea drummondi. Vorkommen. Merriam (1) p.249.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 351
Neotoma cinerea occidentalis. Vorkommen. Merriam (1), p. 249.
Neotoma desertorum. Vorkommen. Merriam (1), p. 247.
Neotoma desertorum sola. Vorkommen. Merriam (1), p. 248.
Neotoma drummondi. Vorkommen. Merriam (1), p. 249.
Neotoma fallax. Vorkommen. Merriam (1), p. 246.
Neotoma ferruginea. Vorkommen. Merriam (1), p. 246.
Neotoma floridana. Vorkommen. Merriam (1), p. 244.
Neotoma floridana. Vorkommen. Chapman (1), Fr., p. 339.
Neotoma fulviventer. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma fuscipes.. Vorkommen. Merriam (1), p. 246.
Neotoma fuscipes dispar. Vorkommen. Merriam (1), p. 247.
Neotoma fuscipes macrotis. Vorkommen. Merriam (1), p. 246.
Neotoma fuseipes streatori. Vorkommen. Merriam (1), p. 247.
Neotoma grangeri spec. nov. Färbung, Maasse, Schädel, Vorkommen.
Allen (6), p. 324—325.
Veotoma intermedia. Vorkommen. Merriam (1), p. 247.
Neotoma intermedia spec. n. Färbung, Maasse, Schädel - Maasse,
Rhoads (7) p.67—71.
Neotoma intermedia albigula. Vorkommen. Merriam (1), p. 248.
Neutoma intermedia angusticeps. Vorkommen. Merriam (1), p. 248.
Neotoma intermedia gilva. Vorkommen. Merriam (1), p. 247 u. 248.
Neotoma intermedia melanura. Vorkommen. Merriam, p. 248,
Yeotoma latifrons. Vorkommen. Merriam (1), p. 243.
Neotoma lepida. Vorkommen. Merriam (1), p. 248.
Neotoma leucodon. Vorkommen. Merriam (1), p. 243,
Neotoma macrotis simplex subspec, n. Schädel, Maasse. Californ.
True (8). 3p.
Neotoma magister. Vorkommen. Merriam (1), p. 244.
Neotoma magister. Vorkommen. Rhoads (5), p. 390.
Neotoma mexicana. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma mezxicana bullata. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma micropus. Texas Wood Rat, Vorkommen. Allen (2), p. 175.
Neotoma micropus. Vorkommen. Merriam (1), p. 244.
Neotoma micropus. Schädel, Maasse. Allen (5), p. 233—246.
Neotoma micropus canescens. Vorkommen. Merriam (1), p. 244.
Neotoma monochroura. Vorkommen. Merriam (1), p. 246.
Neotoma monochroura spec. n. Färbung, Maasse, Schädel-Maasse
Gebiss. Rhoads (7) p. 67”—71.
Neotoma oceidentalis fusca subspec. n. Vorkommen. True (8). 3p.
Neotoma orizabae. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma orolestes. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma pennsylvanica. Vorkommen. Merriam (1), p. 244.
Neotoma pinetorum. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma splendens sp. n. Beschreibung, Vorkommen. True (8). 3 p.
Neotoma venusta sp. n. Beschreib. Californ. True (8). 3p.
Onychomys longipes. Texas Grasshopper Mouse. Vorkommen. Allen (2).
p. 181.
352 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Oryzomys palustris. Vorkommen, Maasse. Allen (2), p. 177.
Oryzomys palustris natator. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 335.
Oryzomys palustris vatator. Vorkommen. Rhoads (1), p 160.
Oryzomys palustris natator. Vorkommen, Maasse. Allen (2), p. 177.
Oryzomys palusiris texensis subspec. nov. Färbung, Maasse, Vorkommen.
Allen (2), p. 177—179.
Pachyuromys auricularis. Genaue Beschreibung: Haar, Ohr, Hand und
Fuss, Nägel, Iris. Lebt auf offen. Grasfläch., nächtl. in Höhlen. Maasse,
Schädel, Gebiss. Noack (3) p. 53—81, 82.
Peromyscus americanus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 390—391.
Phenacomys truwei spec. nov. Färbung, Maasse, Schädel, Gebiss, Vor-
kommen. Allen (6), p. 331—332.
Phyllotis griseo-flavus. Färbung, Haarkleid, Vorkommen. Matschie (2), p. 61.
Ptyyssophorus elegans fossil, Schädel, Vorkommen. Merriam, p. 223—231.
Neotoma rupicola spec. nov. Färbung, Maasse, Schädel, Vorkommen.
Allen (6), p 323—324.
Neotoma splendens. Vorkommen. Merriam (1), p. 246.
Neotoma tenuicauda. Vorkommen Merriam (1). p. 245.
Neotoma torquata. Vorkommen. Merriam (1), p. 245.
Neotoma venusta. Vorkommen. Merriam (1), p. 248.
Reithrodontomys humilis. Harvest-Mouse. Vorkommen. Chapman, Fr.,
p. 338.
Reithrodontomys humilis (subsp.?). Vorkommen. Rhoads (1), p. 161.
Reithrodontomys mexicanus fulvescens subspee. nov. Färbung, Maasse
Vorkommen. Allen (6), p. 319—320.
Saccostomus lapidarius. Eingehende Beschreibung. Noack (3) p. 53
—81, 82.
Scapteromys (Hesperomys) tumidus. Vorkommen. Aplin (1), p. 308.
Sigmodon hispidus. Cotton Rat. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 338.
Sigmodon hispidus littoralis. Färbung, Vorkommen. Chapman, Fr. (1),
p- 338.
Sigmodon hispidus littoralis (?). Schädel, Vorkommen. Rhoads (1), p. 160
—161.
Sigmodon hispidus texianus. Texas Cotton Rat. Maasse, Färbung, Vor-
kommen. Allen (2), p. 175—177.
Sigmodon minimus spec. n. v. New Mexico. Beschreibung. Mearns
p. 129—130.
Sitomys americanus arizonade subspee. nov. Färbung, Maasse, Vor-
kommen. Allen (6), p. 321—322.
Sitomys americanus artemisiae spec. nov. Vorkommen, Färbung,
Schädel-Maasse. Rhoads (3), p. 260 u. 261.
Sitomys americanus canadensis. Canadian White-Footed Mouse. Vorkommen.
Allen (1), p. 172.
Sitomys americanus gossypinus. Vorkommen, Maasse, Schädel, Färbung.
Chapman (1), Fr., p. 335 —336,.
Sitomys americanus gossypinus. Vorkommen. Rhoads (1), p. 159.
Sitomys aureolus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 335.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 353
Sitomys floridamus. Big Eared-Dear Mouse. Vorkommen, Haarkleid. Chap-
man, Fr. (1), p. 336—337.
Sitomys herroni migellus subspec. nov. Vorkommen, Schädel. Bhoads
(3), p- 257 u. 258.
Sitomys insolatus spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel, Gebiss,
Schädel-Maasse. Rhoads (3), p. 253—257.
Sitomys keeni spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel, Schädel-Maasse.
Rhoads (3), p. 258.
Sitomys macrorhinus spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel,
Schädel-Maasse. Rhoads (3), p. 259 u. 260.
Sitomys mearnsü. Mearnss White-Footed Mouse. Maasse, Färbung.
Allen (2), p. 179—181.
Sitomys megacephalus spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel,
Gebiss, Schädel-Maasse. Rhoads (3), p. 254—256.
Sitomys niveiventris. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 337.
Sitomys niveiventris subgriseus \?). Färbung, Haarkleid, Vorkommen.
Rhoads (1), p. 160.
Sitomys niveiventris subgriseus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1) p. 337—338.
Sitomys (Baiomys) taylori. Taylor's Mouse. Vorkommen. Allen (2), p. 181.
Sitomys taylori (Texas). Gebiss, Schädel. True (2) p. 757—758.
Baiomys subgen. nov. Beschreib., Schädel. True (2) p. 757—1758.
Xenomys nelsoni. Vorkommen, Färbung, Schädel, Gebiss, Schädel-Maasse.
Merriam, p. 237—239.
Arvieolidae: Arvicola agrestis aus Deutschland. Färbung, Gebiss, geo-
graphische Verbreitung, Lebensweise, Schaden. Müller, Adf.
Arvicola (Neofiber) alleni. Florida Round- Tailed Muskrat. Vorkommen.
Chapman, Fr. (1) p. 334—335.
Arvicola amphibius. Vorkommen in der arctischen Fauna. Nüesch, p. 700.
Arvicola amphibius (kurzschwänzige Maus) aus Deutschland. Farbe, Lebens-
weise, Schaden. Müller, Adf.
Arvicola amphibius. Respirationsore. Göppert (1), p. 136.
Arvicola 2 sp. fossil. Fundort. 's'schersky, p. 33—34, p. 44—48.
Arvicola albicauda sp. n. Farbe, Maasse, Vorkommen. True (3)
p. 1—16.
Arvicola amphibius. Färbungsvariationen. Kempen p. 76—85.
Arvicola amphibius von Ostsibirien. Schädel mit den ostafrikanischen
Species verglichen. Noack (1), p. 558.
Arvicola arvalis s. arvensis aus Deutschland. Farbe, Haarkleid, geographische
Verbreitung, Lebensweise, Schaden, Ausrottung d. Mäuse. Müller, Adf.
Arvicola arvalis. Nestbau. Wacquant-Geozelles (2), p. 144—146.
Arvicola borealis. Vorkommen, Schädel. Rhoads (2), p. 285.
Arvicola chrotorrhinus. Bufous-Nosed-Meadow Mouse. Vorkommen. Allen
(1), p. 102.
Arvicola (Pedomys) cinnamomeus. Schädel, Dentition, Vorkommen. Allen
(1), p.330—331.
Arvicola (Mynomes) drummondi. Vorkommen, Schädel, Färbung, Schädel-
Maasse. Rhoads (2), p.287 u. 288.
Arch. £. Natuigesch. Jahrg. 18956. Bd. II. H.1. 2
D
[3%
354 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Arvicola fertilis spec. n. Maasse, Färbung, Gebiss, Vorkommen.
True (3) p.1—16.
Arvicola glareolus. Vorkommen in der arctischen Fauna, fossil. Nüesch, p. 700.
Arvicola glareolus. Neave p. 109—110.
Arvicola glareolus aus Dentschland. Schaden, Farbe, Lebensweise. Müller, Adf.
Arvicola gregalis aus Westfalen, fossil. Gebiss. Nehring (5).
Arvicola gregalis. Vorkommen in der aretichen Fauna, fossil. Nüesch, p. 700.
Arvicola (Pedomys) haydenii. Fundort, Maasse, Schädel-Maasse, Färbung,
Allen (6), p. 3238—330.
Arvicola insperatus spec. nov. Schädel, Dentition (M!), Maasse, Vor-
kommen. Allen (7), p. 347.
Arvicola leucophaeus spec. nov. Färbung, Maasse, Schädel, Vorkommen.
Allen (6), p. 320—321.
Arvicola montosa sp. n. Genaue Beschreib. Centr.- Kaschmir. True
(3) p.1—16.
Arvicola pennsylvanicus. Vorkommen. Rhoads (5), p.391.
Arvicola pinetorum. Vorkommen. Rhoads (5), p. 391.
Arvicola pinetorum. Pine Morse, Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 335.
Arvicola pinetorum. Kurze Bem. Shryock p. 347—348.
Arvicola nivalis. Vorkommen in der arctischen Fauna, fossil. Nüesch, p. 700.
Arvicola ratticeps. Vorkommen in der arctischen Fauna. Nüesch, p. 700.
Arvicola riparius Meadow Mouse. Vorkommen. Allen (1), p. 102.
Arvicola riparius. Schuppen, Haare. Meijere, y. 380.
Arvicola terrestris aus Deutschland. Färbung, Lebensweise, Schaden, Jagd
Müller, Adf.
Arvicola (Tetramerodon) tetramerus spec. nov. Gebiss, Vorkommen,
Haarkleid, Färbung. Rhoads (2), p.282 u. 283.
Arvicola (mehrere Spec.) aus Böhmen. Kafka.
Evotomys californieus. Gebiss, Färbung. Rhoads (2). p. 284.
Evotomys fuscodorsalis spec. nov. Färbung, Maasse, Schädel, Vor
kommen, Gebiss. Allen (1), p. 103—104.
Evotomys gapperi. Vorkommen. Rhoads (5), p. 391.
Evotomys gapperi. Kurze Bemerk. Shryock p. 347—348.
Evotomys gapperi. Red-Backed Mouse. Vorkommen. Allen (1), p. 102—103,
Evotomys gapperi saturatus subspec. nov. Schädel, Gebiss, Schädel-
Maasse, Vorkommen. Rhoads (2), p. 234—285.
Evotomys oceidentalis. Gebiss, Färbung. Rhoads (2), p. 284.
Evotomys pygmaeus spec. nov. Vorkommen, Färbung, Haare, Schädel,
Schädel-Maasse, Gebiss. Rhoads (2), p. 284.
Fiber zibethicus. Schuppen, Haare. Meijere, p. 380.
Fiber zibethicus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 391.
Fiber zibethicus. Muskrat. Vorkommen. Allen (1), p. 104.
Hypudaeus amphibius. Schuppen, Haare. Meijere, p. 380.
Hypudaeus glareolus u. nival. aus Böhmen. Kafka.
Synaptomys cooperi. Vorkommen, Färbung. Rhoads (5), p. 391—392.
Hystrichomorpha.
Oetodontidae: Octodontidae. Vorkommen. &oeldi (1), p. 725.
Aulacodus von Uganda. Emin bei Noack (1), p. 529.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 355
Aulacodus gregorianus spec. nov. Schädel, Gebiss, Schädel-Maasse,
(Milk-dentition). Vorkommen. Thomas (16), p. 202--204.
Aulacodus vom Westufer des Vietoria-Nyansa. Schädelfragment, Fell.
Emin bei Noack (1), p. 528.
Aulacodus swinderenianus. Muskeln. Parsons, p. 251, 257, 259, 276, 230, 283.
Aulacodus swinderenianus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Aulacodus swinderenianus. Haare, Haut. Meijere, p. 385.
Capromys furnieri. Schuppen, Haare. Meijere, p. 385.
Capromys piloride. Muskeln. Parsons, p. 251, 259, 263, 264, 276, 281,
282, 283, 284, 286, 291 etc.
Ütenomys. Philippi, R A. (2).
Otenomys brasiliensis. Färbung, Vorkommen. Aplin (1), p. 308—309.
Ctenomys brasiliensis. Schuppen, Haare. Meijere, p. 337.
Otenomys chilensis. Färbung, Maasse. Philippi, R. A. (2).
Ctenomys magellanicus. Färbung, Vorkommen. Aplin (1), p. 308—309.
Ctenomys pallidus. Färbung, Maasse. Philippi, R. A. (2).
Ctenomys pernix. Färbung, Maasse. Philippi, R. A. (2).
Ütenomys robustus. Färbung, Maasse. Philippi, R. A. (2).
Dactylomys amblyonyx. Schuppen, Haare. Meijere, p. 385.
Daciylomys typus. Schuppen, Haare. Meijere, p. 355.
Dicoelopkorus, fossiler Nager. Praemolar an der bei (allodoniomys
angegebenen Stelle. Noack (1), p. 558.
Echimys. Vorkommen. “oeeldi (1), p. 725.
Echinomys macrourus. Schuppen, Haare. Meijere, p. 387.
Lasiuromys villosus. Haare. Meijere, p. 386.
Loncheres eristata. Schuppen, Haare. Meijere, p. 336-387.
Myopotamus bonariensis. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Myopotamus coypus. Krallensohle, Matrix. Boas, p. 307.
Myopotamus coypus. Fig.37. Schuppen, Haare. Meijere, p. 385.
Myopotamus coypus. Vorkommen. Aplin (1), p. 313,
Myopotamus coypus. Muskulatur. Parsens, p. 251, 256, 259, 277, 279,
283, 293.
Myopotamus coypus Mol. von Tornquist im Süden Argentiniens. Matschie
(2), p. 61.
Neoreomys limatus (Abbild.). Eocän. Patagonien. Ameghino (2) p. 259
— 452.
Octodon cumingü. Schuppen, Haare. Meijere, p. 396.
Ociodon cumingiü. Muskulatur. Parsons, p. 251, 256, 259, 274, 280, 283, 293.
Pectinator spekei. Vorkommen. Oustalet (2) p. 73—78.
Petromys typieus b. Rehoboth im Damaraland gefunden, auf Felsen lebend,
Ohr, Färbung; Auge dunkelbraun, Extremit; Penis nach hinten gerichtet,
Serotum nicht sichtbar, Haar. Lebt v. Blumen, Knospen. Körpermaasse,
Schädelmaasse, Schädel, Gebiss. Noack (3) p. 53-81, 82.
Petromys atavus Ameghino, fossil. Schädel, Gebiss, Vorkommen. Merriam,
p- 231— 239,
Hystrieidae: Acanthion javanicum, Fig. 36. Stacheln, Schuppen. Meijere,
p. 383—384.
23*
356 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Atherura africana. Haut. Meijere, p. 332—383.
Atherura fasciculata. Haut. Meijere, p. 382.
Atherura macrura. Haut. Meijere, p. 332.
Hystrie. 1 Spec. (Böhmen). Kafka.
Hystrie von Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1), p. 524.
Hystrix africae-australis. Schädel, Gebiss. Noack (1), p. 554—555.
Hystrix eristata. Muskulatur. Parsons, p. 251, 254, 260, 275, 280, 282, 293.
Hystrix eristata. Stacheln. Meijere, p. 383.
Hystrix malabariensis. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Hydrochoerus capybara. Ligamentum talo-tibiale posticum. Tornier (1), p. 25.
Trichys lipura. Haut. Meijere, p. 332.
Lagostomidae: Chinchilla lanigera. Muskulatur. Parsons, p. 251, 253,
263, 276, 281.
Lagidium Meyen s. peruanum. Philippi, R. A. (2).
Lagidium lutescens. Färbung, Maasse. Philippi, R. A. (2).
Lagostomus incisus und cavifrons, fossile Nager. 3eckige Grube vor M!
oben tiefer u. schärfer als bei d. recenten L. trichodactylus. Noack (1), p. 558.
Lagostomus trichodactylus von Tornquist in Argentinien. Vulgär-Name,
Matschie (2), p. 62.
Lagostomus trichodactylus. Muskulatur. Parsons, p. 251. 257, 263, 276,
281, 282,
Perimys perpinguis, planaris, puellus (Abbild). Eocän. Patagonien.
Ameghino (2) p. 259—452.
Pedetidae: Pedetes capensis (caffer). Skelett. Bardeleben, p. 357.
Caviidae: Caviidae. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Caviidae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Cavia. Gehirn. Chiarugi (2), p. 109—112. — Extr. aus Zool. Anz. 17. Jhg.
p. 287.
Cavia. Ovum. Holl p. 297—315.
Cavia. Glandula submaxillaris. Löwenthal p. 223—229.
Cavia aperea. Färbung, Vorkommen. Aplin (1), p. 309.
Cavia aperea. Kreuzung, Färbung. Nehring (6), p. 1—6.
Cavia aperea von Deutsch-Ost-Afrika. Gebiss, Schädel, alterthümlicher
Typus. Zahlreiche Ahnen und Verwandte in den Pampas von Amegbino ge-
funden. Noack (1), p. 555—556.
Cavia. Ovarium. Henneguy, p. 23.
Cavia australis. Vorkommen bei Tornquist, Stimme. Matschie (2), p. 61.
Cavia cobaya var. angorensis. Haare. Meijere, p. 386.
Cavia cobaya. Nervenendigungen in männlichen Geschlechtsorganen. Timo-
feew, p. 342—348,
Cavia cobaya. Kreuzung, Färbung. Nehring (6), p. 1-6.
Cavia cobaya. Muskulatur. Parsons, p. 252, 257, 260, 276, 280, 282.
Cavia leucoblephara. Vulgär-Name, Vorkommen bei Tukuman. Matschie
(2) P- 61 u. 62.
Ceredon rupestris. Muskulatur. Parsons, p. 252, 256, 260, 275, 282.
Dolichotis patagonica von Tornquist im Süden Argentiniens. Matschie
(2), p. 61.
Hwydrochverus. Skelett. Tornier (2). p. 76.
Hydrochoerus capybara, Fig. 31. Krallen. Boas, p. 307—308.
in der Naturgeschichte der Säugethiere wälrend des Jahres 1894. 357
Hydrochoerus capybara. Vorkommen, Färbung. Aplin (1), p. 309—313.
Hydrochoerus capybara. Ligamentum - talo - tibiale - posticum. Tornier
(1) p. 25.
Hwydrochoerus capybara. Rücken, Fig. 39, Haare. Meijere, p. 386.
Dolichotis platycephala, fossil. Flache Grube vor M!. Noack (1), p. 558.
Dasyproetidae: Dasyproctidae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Coelogenys paca. Muskulatur. Parsons, p. 251, 256, 260, 275, 280, 293.
Coelogenys paca, Fig. 6 p. 321. Haare. Meijere, p. 385.
Dasyprocta. Skelett. Tornier (2), p. 76.
Dasyprocta aguti. Krallen. Boas, p. 307.
Dasyprocta aguti. Rücken Fig. 38. Haare. Meijere, p. 386,
Dasyprocta eristata. Muskulatur. Parsons, p. 251, 256, 263, 276, 280.
Lagomorpha.
Leporidae: Leporinae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Lepus. (Einige Spec.). Böhmen. Kafka.
Lepus cuniculus. Pancreas-Secretion. Physiologie u. Pharmacologie. &ottlieb
p. 203 bezw. Ausz. Naturw. Rundschau.
Lepus cuniculus. Bewegungsphysiologie. Marey, p. 654-— 655.
Lepus cuniculus. Genitalorgane. Bühler p. 399.
Lepus zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Lepus americanus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Lepus americanus. Varying. Haare, Färbung. Allen (1), p. 101.
Lepus americanus. Pelz, Färbung. Allen (4), p. 107—128.
Lepus aquaticus. Vorkommen. Allen (2), p. 171.
Lepus berberanus. Gebiss verglichen. Noack (1), p. 546.
Lepus brasiliensis von Jujuy. Matschie (2), p. 62.
Lepus callotis. Jackass Hare. Färbung, Haarkleid, Vorkommen. Allen (2),
p. 169—170.
Lepus cuniculus. BRespirationsergan. Göppert (1), p. 139.
Lepus cuniculus. In d. Ganglien des Herzens kommt nur eine einzige Art
von Zellen vor. Diese Elemente besitzen eine einzige Verlängerung. Kasem-
Beck bei Jacques, p.626. — Fütterung. Graffenberger p. 57. — Ovarium.
Henneguy p. 1—37, 39. — Rationelle Zucht. Linke, 81p. — Entwickl. der
Kranzart. des Herzens (beim Embryo). Martin, H. p. 83—85. — Aus Deutsch-
land, Farbe, geographische Verbreitung, Lebensweise, Jagd, Schaden. Müller,
Adf. — Aus Deutschland, Geschmacksknospen in den blattförmigen Papillen.
Lenhossek, M., die Geschmacksknospen in den blattförmigen Papillen d.
Kaninchenzunge. — Aus Deutschland, Auge. Köttgen u. Abelsdorff, p. 521
— 522. — Aus Deutschland, Anatomie. Langendorff, Pflügers Archiv f. Physiol.
Bd. LXI p. 291, 1893. — Extr. aus d. Referat d. Naturw. Rundsch. X No. 44.
— Aus Deutschland, Auge, Retina. Kallius, p. 529. — Nerfs cardiaques.
Krause bei Jacques, p. 623. — Nervenendigungen in männlichen Geschlechts-
organen. Timofeew, p. 342—348. — Aus Deutschland, Lympheirkulation.
Ranvier, p. 1175, Extr. aus ein. Refer. d. Naturw. Rundsch., X p. 168. —
Embryologisches. Assheton (1) p. 113—164, (2) p. 165--172, (3) p. 173—190-
(4) p. 191—222. — Ovum. Holi p. 297—315. — Lehrbuch der Kaninchenzucht,
Schuster (2). — Strong p. 400-406. — Färbungsvar. Kempen p. 76—85.
Haut, Skelett, Schädel, Muskelsystem, Nervensystem, Sinnesorgane,
358 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Sehorgan, Gehörorgan, Verdauungsapparat, Respirationsapparat, Cirenlations-
apparat, Urogenitalapparat. Vogtu. Yung, p. 830-938. — Schwanzhaar. Meijere,
p. 377. — Systeme nerveux du coeur. Vignal bei Jacques, p. 624. — Muskeln
der Ohrmuschel. Ledouble, p.42. — Plage in Australien, Vernichtungs-
versuche. Müller, C., p. 121—124. — Sinnesorgane. Disse p. 66—71.
Cuniculus ferus. Schädelunterschiede von L. vulgaris. Gebiss zeigt primi-
tiveren Character als bei L. vulgaris; Embryo, Schädel-Maasse. Noack (1) p.551
—553.
Lepus europaeus Fig. 22 u. 36. Krallenplatte, Matrix, Krallenwall u.s. w.
Boas, p. 306—307.
Lepus europaeus. Haarkleid, Fig.35, p. 377. Meijere, p. 378.
Lepus glacialis. Vorkommen in der aretischen Fauna, fossil. Nüesch, p. 700.
Lepus microtis. Schädel, Gebiss. Noack (1), p. 544.
Lepus netscheri von Sumatra (vgl. Jentink, Cat. ost&ol. tab. 9), Fehlen der
vorderen Einkerbung des Supraorbitalflügels, Supraorbitalflügel selbst rel. schwach
Noack (1), p. 543.
Lepus nigronuchalis spec. nov. ist Lep. brasiliens. ähnl. Färbung.
Schädel, Vorkommen. Hartert p. 40.
Lepus omanensis spec. nov. Verbreitung, Färbung, Schädel-Maasse.
Thomas (3), p. 450-451.
Lepus paludicola spec. nov. von Western Florida. Miller, Gerrit.
and Outram Bangs, p. 105—108.
Lepus timidus. Fortpflanzung. Kiep, p. 191.
Lepus variabilis fossil, Fundort. Tschersky, p. 33--34, 44 — 48.
Lepus palustris. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 340.
Lepus palustris paludicola. Färbung, Vorkommen, Maasse, Schädel. Chap-
man, Fr. (1), p. 340—341.
Lepus Swinhoei (Lepus Tolai Swinh.). Haarkleid, Färbung, Körpermaasse,
Schädel, Vorkommen. Thomas (9), p. 364-365.
Lepus saxatılis von Tabora. Farbe, Haut. An der Küste selten, im Innern
sehr häufig. Nutzen: Leckerbissen für die Neger. Aenderung der Färbung bei
älteren Thieren. Maasse, Schädelmerkmale genau beschrieben. Unterschiede
derselben von L. vulgaris unbedeutend. Gebiss. Ahnen d. Lagomorpha wahr-
scheinlich Beutelthiere. Emin bei Noack (1), p. 525.
Lepus sylvatieus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 339.
Lepus sylvaticus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Lepus sylvaticus bachmani. Texan Wood Haare. Färbung, Vorkommen.
Allen (2), p. 170—171.
Lepus sylvaticus floridanus. Vorkommen. Chapman, Fr. (1). p. 339.
Lepus sylvaticus pinetis subsp. nov. Haarkleid, Färbung, Maasse, Vor-
kommen. Allen (7), p. 348—349.
Lepus saxatilis von Deutsch-Ost-Afrika Farbe, Nutzen, Vorkommen bis
4°n. Breite. Emin bei Noack (1), p. 525.
Lepus texianus eremicus subspec. nov. Vorkommen, Maasse. Allen (7),
p. 347— 348.
Lepus tibetanus. Maasse, Vorkommen. True (3) p.1—16.
Lepus timidus. Muskeln der Ohrmuschel. Ledouble, p. 42.
Lepus timidus. Vorkommen in der Fauna der (ervus elaphus, tossil.
Nüesch, p. 701.
’
in der Naturgeschichte der Säugetliere während des Jahres 1894. 359
Lepus timidus. Färbungsvariet Kempen p. 76—85.
Lepus variabilis vom Ussuri. Verdoppelung der hinteren oberen Nagezähne.
Hat nichts mit Zahnwechsel und Milchgebiss zu thun. Noack (1), p. 544.
Lepus variabilis. Vorkommen in der Steppenfauna,. Nüesch, p. 701.
Lepus vulgaris aus Deutschland. Haarkleid, Farbe, geographische Ver-
breitung, Lebensweise, Schaden, Jagd. Müller, Adf.
Lepus Whytei spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel, Maasse,
Schädel-Maasse, Haarkleid. Thomas (6), p. 142.
Carpolegus niger v. Ussuri. Noack (1) p. 551.
Hystrichomorpha.
Coöndidae: Cercolabes. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Cercolabes (Synetheres) insidiosa. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Cercolabes prehensilis. Stacheln. Wollhaar, Schuppen. Meijere, p. 384.
Ohoetomys subspinosus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Choetomys subspinosus. Borsten, Schuppen, Haare. Meijere, p. 384.
Erethizon dorsatus. Canada Porcupine. Vorkommen. Allen (1), p. 101.
Erethizon dorsatus. Stacheln, Wollhaar. Meijere, p. 334.
Erethizon dorsatus. Canada Porceupine. Vorkommen. Rhoads (5), p. 393.
Erethizon dorsatus. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Sphingurus insidiosus. Stacheln, Haare, Schuppen. Meijere, p. 384.
Sphingurus prehensilis. Muskulatur. Parsons, p. 251, 254, 260, 277, 279, 282,
Synetheres prehensilis. Skelett. Bardeleben, p. 357.
Eoeardidae: Callodontomys. Fossiler Nager, tab.9 fig. 27 bei Ameghino,
Spuren geschwundener Zähne. Noack, p. 558.
Dicardia fissa (Abb.). Eocän. Ameghino (2).
Procardia elliptica (Abb.). Eocän. Ameghino (2).
Myomorpha.
Bathyergidae: Bathyeryus maritimus. Skelett, Muskeln, Nerven. Barde-
leben, p. 356, 362, 371.
Bathyergus maritimus Vorkommen. Lorenz p. 59—67.
Georychus (Heliophobius?) von Bukoba. Lebensweise. Graben nur mit Vorder-
füssen, Fangweise, Name. Emin bei Noack, p. 528.
Georychus capensis. Lorenzriverthal, südl. Capl. Lorenz p. 59—67.
Georychus capensis. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Georychus hottentottus, Fig. 15 u. 16. Haare. Meijere, p. 382,
Georychus spec. von Sansibar. Emin. Schädel, Taf. 18, Fig. 10, 11. Ge-
naue Beschreibung eines Z| Embryos als ersten, welcher wissenschaftlich unter-
sucht worden ist. Haut, Extremitäten, Placenta, Schwanz-Maasse, Gebiss, Ab-
stammung. Noack, p. 562—565.
Heliophobius emini von Ostafrika. Gebiss, Schädel. Noack (1), p. 557.
Myoscalops (Heliophobius) argentocinereus. Skelett. Bardeleben, p. 356,
Heliophobius emini n. sp. Schädel und Gebiss. Taf. 18, Fig. 5—9.
Maasse. Georychus sp. nacı Emin. Von Simba-Muenne. Genaue Beschreibung,
Haar, Färbung. Klarheit über die unsicheren Verhältnisse von Georychus und
Heliophob. kann nur d. genaue Besprechung jedes eingelieferten Exemplars u.
d. genaue Studium des Schädels, besonders d. Interparietales u. Gebisses nach
v--, bringen. Noack (1), p. 562.
360 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaft. Leistungen
Lagomorpha.
Ochotonidae: Lagomys sp. Aus Westfalen, fossil. Gebiss. Nehring (5).
Lagomys griseus. Maasse, Vorkommen. True (3) p. 1—16.
Lagomys hyperboraeus vom Kentei-Gebirge. L. unterscheidet sich wie im
Körperbau so ini Schädel und Gebiss weit von Lepus, ist wahrscheinlich aus
anderem Stamme hervorgegangen. Noack (1), p. 553—554.
Lagomys pusillus. Vorkommen in der subaretischen Fauna. Nüesch, p. 701.
Lagomys roylei. Maasse, Vorkommen. True (3) p. 1—16.
Ungulata (im Allgemeinen).
Ingulaten. Krallengebilde, Matrixfläche. Boas, p. 308.
Ungulata. Skelett. Muskeln. Bardeleben, p. 356, 363, 371.
Ungulata. Os pedis. Mettam, p. 341.
Ungulata. Elephas africanus (Embryo). Skelett, Muskeln. Bardeleben,
p. 356, 363, 371.
Ungulaten. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Hyracoidea.
Hyrax von Ssambuje. Lebensweise. Emin bei Noack (1) p. 527.
Hyrax. Gebiss-Entwickelung. Fleischmann, p. (47) 49—54.
Hyrax (Procavia) abyssin. var. minor. Vorkomm:en. OQustalet (2) p. ?3—78.
Hyrax brucei. Skelett, Muskeln. Bardeleben, p. 356, 363, 371.
Hyrax vom Vietoria-Nyansa. Lebensweise. Stimme. Emin bei Noack (1) p.528.
Hyrax brucei. Palaeontologie. A.'Vorfahren schon im Eocän, deren Ahnen
im unteren Pliocän. Schädel, Gebiss, Noack (1), p. 533—542.
Hyrax capensis. Haare, Drüsen. Meijere, p. 376.
Hyrax capensis. Vorkommen, Schädel, Schädelmaasse. Noack (3) p.53—81, 82.
Hyrax capensis. Ohrtrompete. Peter, p. 327—376.
Proeaviidae: Procavia Brucei. Vorkommen, Färbung. Thomas (6), p. 144
—145.
Procavia Johnstoni spec. nov. Vorkommen, Färbung, Schädel, Gebiss,
Schädel-Maasse. Thomas (6), p. 142—144.
Procavia syriaca jayakari. Verbreitung. Thomas (3), p. 459.
Procavia syriaca. Verdauungsapparat, Genitalorgane. Matschie (7), p. 193
—194.
Typotheria.
Interatheridae: Icochilus robustus. Abb. Eocän. Patagonien. Ame-
ghino (2)-
Toxodontia.
Nesodontidae: Nesodon imbricatus. Abb. Eocän. Patagonien. Ame-
shino (2).
Acrotherium karaikense. Abb. Eocän. Patagonien. Ameghino (2).
Astrapotheria.
Astrapotheridae: Astrapotherium magnum. Abb. Eocän. Patagonien.
Ameghino (2).
Astrapodon carinatus. Abb. Eocän. Patagon. Ameghino (2).
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 361
Ancylopoda.
Homalodontheridae: Homalodontherium Segoviae.e 2 Abb. Eocän.
Ameghino -(2).
Proboscidea.
Proboscidea. Rüssel als Tast- u. Greiforgan, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Elephantidae: Elephas. Tötung. Nill p. 21—27.
Elephas zur Quaternärzeit. Knochen, Vorkommen. Riviere, p. 359.
Elephas. Kurze Bemerkung. Cleland p. 808.
Elephas. Milchmolar. Harle (1) p. 234—241.
Elephas. Klimatische Erörterungen. Gaudry p. 907.
Elephas. Verknöcherung des Lig. fib. ast.-cal. anticum. Tornier (1), p. 25.
Elephas vom Tschaia-Sumpf. Deutsch-Ost-Afrika, hfg. in der Megumda
Mkali. Emin bei Noack (1), p. 524.
Elephas africanus. Mitford p. 2—3.
Elephas africanus. Untersuch. d. einzeln. Extremitätenknochen. Solger
(1), p. 14.
Elephas africanus. Haarkleid. Meijere, p. 376.
Elephas indieus. Muskeln der Ohrmuscheln. Ledouble, p. 42,
Elephas indicus. Haarkleid. Meijere, p. 376.
Elephas primigenius. Fragment ein. Molaren. Barthelemy p. 25—27.
Elephas primigenius. Postplioe. Vorkommen. Stouckenberg p 155-159.
Elephas primigenius. Yukondistrikt. Davson p.1—9.
Eiephas primigenius. Böhmen. Kafka.
Elephas primigenius. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 278-- 290.
Elephas primigenius. Fundorte. Tschersky, p. 33—34, 44—48.
Elephas primigenius, fossil. Haarkleid. Meijere, p. 376—377.
Elephas sp. indet Postpliocän. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Mastodonten, fossil, zur Quaternärzeit. @veldi (1), p. 725.
Mastodon andium. Gebiss. Fossil. In Südamerika. Ameghino bei Philippi,
R. A., p. 87—9.
Mastodon andium Cuv., fossil. Branco.
Mastodon argentinus, fossil. Gebiss. In Südamerika. Ameghino bei R. A.
Philippi (3), p. 87— 9%.
Mastodon arvernensis. Verbreitung. Paulowa, Extr. Zool. Anz. 16. Jhg.
p. 508.
Mastodon Borsoni zur Miocän- u. Pliocän-Zeit. Verbreitung. Paulowa,
Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p 508.
Mastodon Bunolophodon-Gruppe. Verbreitung. Paulowa, Extr. Zool. Anz.
17. Jhg. p. 508.
Mastodon chilensis s. M. andium, fossil. Schädel. In Südamerika. Philippi,
R.A. (3), p- 87—96.
Mastodon Humboldti, fossil. Gebiss. In Südameiika. Ameghino bei R. A.
Philippi (3), p. 8S7—%.
Mastodon ohioticus zur Miocän- u. Pliocän-Zeit. Verbreitung. Paulowa,
Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 508.
Mastodon platensis. Gebiss, fossil. In Südamerika. Ameghino bei Philippi,
R. A. (3), p. 87—96.
362 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Mastodon rectus. (Gebiss, fossil. In Südamerika. Ameghino bei Philippi,
R. A. (3), p. 87—96.
Mastodon sıperbus, fossil, Gebiss. In Südamerika. Ameghino bei Philippi,
R. A. (3), p. 87—96,
Mastodon zygolophodon Gruppe zur Miocän- nu. Pliocänzeit. Verbreitung.
Paulowa, Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 508.
Amblypoda.
Coryphodontidae: Coryphodon hamatus aus dem nordamerik, Eocän.
Stellung d. Füsse. Marsh (2) p. 205 -206.
Artiodactyla.
Artiodactyla. Lig. fib. ast-cal.-anticum kann gleichzeitig verknöchern v. d.
Fibula u. vom Cal. aus. Tornier (1), p. 25.
Artiodactyla. Gliedmassen, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Artiodactyla. Ligamentum cal.-nav.-cub.-interosseum. Tornier (1), p. 28.
Artiodactyla. Skelett. Tornier (2), p. 72.
Artiodactyla. Untersuch. d. Zabnschmelz. Preiswerk p. 687—690.
Ruminantia zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Ruminantia. Ligamentum talo-tibiale-posticum (?). Tornier (1), p. 25.
Ruminantia. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
Ruminantia. Bezahnung. Hoffmann, Alfr., p. 566—616—617. — Extr.
Zool. Anz. 17. Jhg. p. 506-507.
Pantolestidae: Eohyus distans spec. n. Eocän. Molar- Abbild. Nov.
Mexico. Marsh (5) p. 259.
Eohyus robustus spec. n. Eocän. Nov. Mexico. Gebiss. Marsh (5) p.261.
Homacodon priscus spec. n. Astragalus (Abbild.), Eocän. Wyoming.
Marsh (5) p. 261.
Homacodon pueillus. Astragalus. Abbild. Wyoming. Marsh (5) p. 261.
Homacodon vagans. Wyoming. Gebiss (Molaren-Abbild.). Tibia (Abbild.).
Vertebr., Finger. Marsh (5) p. 263.
Nanomeryx caudatus gen. n. et spec. nov. Beschreibung: Skelett,
Tibia (Abbild.), Astragalus. Wyoming. Marsh (5) p. 263.
Suidae: Suwidae. Schädel. Zaaijer, p. 336—342,
Babyrussa alfurus. Haare. Meijere, p. 369.
Elotherium erassum. Forts. d. Jugale, am Unterrand d. U.-Kief. 3 Fort-
sätze. Marsh (1) p. 206.
Parahyus aberrans spee. n. Zahn-Abbild. Nov. Mexico. Eocän. Marsh
(5) p- 261.
Leptochoerus gracilis spec. n. Schädel, Gebiss (Abbild... Skelett
(Beschreib.). S. Dakota. Marsh (5) p. 272.
Phacochoerus vom Somaliland. Noack (1), p. 524.
Phacochoerus von Deutsch-Ost-Afrika. Schaden, Nutzen. Ph. pallasii (2).
Emin bei Noack (1), p. 524.
Phacochoerus aethiopieus. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Phacochoerus aethiopicus. Borsten. Meijere, p. 369.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 363
Platygonus rec spec. n. Pliocän. Molar (Abbild.). Oregon. Marsh
(5) p. 273.
Potamochoerus von Deutsch-Ost-Afrika Emin bei Noack (1), p. 524.
Potamochoerus africanus. Vorkommen. Selater (4),”p. 92.
Potamochoerus edwarsi. Vorkommen. Selater (4), p. 92 - 94.
Potamochoerus penieillatus. Vorkommen. Selater (4), p. 92.
Potamochoerus penicillatus. Haut. Meijere, p. 368.
Sus. Entwickl. d. Glandula thyreoidea. Simon p. 379—389.
Sus. Harnorgane, Reichel, p.174. Aus d. Sitz.-Ber. d. physikal.-med.
Ges. zu Würzburg. N. F. XXVI, Bd. p. 147—148.
Sus. Missbildung. Landois (7).
Sus. Ontogenese der Molaren. Nawroth.
Ss. Entwickelungsgeschichte des Primitivstreifens. Keibel (2), p. 157.
Sus in d. „Grotte Rey“ zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Sus aus Deutschland. Auge. Kallius p. 527—582.
Sus barbatus. Haut. Meijere. p. 368.
Sus barbatus var. calamianensis Nehring s. Sus calamianensis Heude.
Schädel, Vorkommen, Schädel-Maasse, Gebiss, Haarkleid, Färbung. Nehring (1),
p. 191—193.
Sus barbatus var. palavensis Nehring s. Sus ahaenobarbus Huet. Schädel,
Vorkommen, Schädel-Maasse. Nehring (1), p. 190.
Sus celebensis. Schädel, Vorkommen. Nehring (1), p. 190.
Sus longirostris. Vorkommen. Nehring (1), p. 191.
Sus longirostris (s. Sus barbatus). Gaumenbeine, Bezahnung, Kreuzung,
Haut. Spillner, p. 81—154. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 347.
Sus Marchei Huet s. Sus celebensis var, philippensis Nehring s. Sus phi-
lippensis Meyer. Vorkommen, Schädel, Gebiss, Schädel-Maasse, Färbung, Haar-
kleid, Hautgebilde. Nehring (4), p. 219-223.
Sus scrofa aus Deutschland. Schaden, Nutzen, Gebiss, Harn- u. Geschlechts-
organe, Lebensweise, geographische Verbreitung, Stimme, Jagd, Haar. Müller, Adf.
Sus scrofa. Schädel. Staurenghi (2), p. 170 - 171.
Sus scrofa L. var. domestica. Haut. Meijere, p. 368.
Sus scrofa. Zähne. Harle (1) p. 234—241.
Sus scrofa ferus. Zähne. Schweizerische Pfahlbauten. @lur p. 1—56.
Sus scrofa palustr. Böhmen. Kafka.
Sus scrofa ferus. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Sus sp. Postpliocän. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Sus scrofa palustris. Schädelfragm. Längenmaasse Fundort. Glur
p-1—56.
Sus vittatus. Haut. Meijere, p. 368.
Tinohyus socialis. Eocän. Oregon. Molar (Abbild... Marsh (5) p. 271.
Tinohyus lentus, Molar (Abbild.). Oregon. Marsh (5) p. 271.
Tinohyus antig. Molar-Abbild. New-Yersey. Marsh (5) p. 271.
Tinokhyus nanus spec. n. Gebiss-Abbild. Süd-Dakota. Marsh (5) p. 271.
Tinohyus robustus sp. n. Gebiss. Schädel. Marsh (3) p. 9.
Dicotyles labiatus. Von Famailla u. Jujuy, Lebensweise. Matschie (2), p. 63.
364 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Dicotyles angulatus. Peecary, Vorkommen. Allen (2), p. 183.
Dicotyles torquatus. Vulgärname, Lebensweise, Jagd, Vorkommen. Matschie
(2), p. 63.
Dicotyles torgwatus. Haare. Meijere, p. 369.
Hippopotamidae: Hippopotamidae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Hippopotamus vom Westufer des Vietoria-Nyansa. Lebensweise. Emin
bei Noack (1), p. 528.
Hippopotamus. Skelett. Fundort. Filhol u. Grandidier p. 177—190.
Hippopotamus. Antwerpener Zucht. Müller-Liebenwalde (1), p. 12—13.
Hippopotamus von Tabora-Ujui, greift Karawane an; Maasse, Lebensweise.
Emin bei Noack (1), p. 525.
Hippopotamus amphibius. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
Hippopotamus amphibius. Haut. Meijere, p. 367.
Hippopotamus liberiensis. Haut. Meijere, p. 367.
Oreodontidae: Agriomeryx migrans gen. et spec. n. Schädel.
Gebiss (Abbild... Miocän. Oregon. Marsh (5) p. 270.
Eporeodon major. Schädel, Abbildung Fig. 5D. Osborn and Wortman,
p. 218—219.
Eomery& pumilus. Gebiss (Abbild.), Skelett, Schädel. Marsh (5) p. 266.
Hyomeryx breviceps gen. et sp. n. Beschreibung: Schädel, Gebiss
(Abbild). Wyoming. Marsh (5) p. 267.
Oreodon bullatus. Schädel, Abbildung Fig.5C. Osborn and Wortman,
p. 218.
Oreodon culbertsonü. Schädel, Abbildung p.217, Fig.5 A. Osborn and
Wortman, p. 215 - 216.
Oreodon gracilis. Schädel, Abbildung Fig.5B. Osborn and Wortman,
p. 216—218.
Camelidae: Auchenia paco. Haut. Meijere, p. 369—370.
Camelus bactrianus v. Lob-Nor. Littledale, p. 446—448.
Camelus dromedarius. Haut. Meijere, p. 369.
Camel. Acclimatisation in Texas. Allen (2), p. 134—185.
Lama. lwebensweise, Vorkommen. &oeldi (1), p. 725.
Oromery&c plicatus spec. n. Beschreib., Gebiss (Abbild.). Skelett,
Schädel ete. Marsh (5) p. 269.
Parameryx laevis spec. n. Beschreibung. Gebiss u. Astragalus (Abb.).
Marsh (5) p. 267.
Tragulidae: Hyaemoschus aquaticus. Haut. Meijere. p. 371.
Tragulus javanicus. Haut. Meijere, p. 370.
Tragulus meminna. Anhangsdrüsen des Verdauungsapparates,. Allessandrini
Boll. Soc. Rom. Stud. Zool. Vol. II No. 7/8, p. 269—71, aus Zool. Anzeig. 17. Jhg.
p. 52.
Trayulus meminna. Haut. Meijere, p. 370.
Tragulus nigricans. Genaueres später folgend über d. Skelett des Thieres.
Vorkommen. Nehring (1), p. 190.
Tragulus nigricans. Vorkommen, Haarkleid, Färbung, Gebiss. Nehring (4),
p. 223—226.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 365
Protoceratidae: Calops cristatus. Schädelmaasse. Marsh (5) p. 272.
Calops eristatus gen. et sp. n. Schädel. Gebiss. Marsh (3) p. 9.
Protoceras comptus sp. n. Schädel, Gebiss. Marsh (3) p. 93.
Protoceras. Fast vollständ. ohne Hornzapf. Marsh (1) p. 206.
Cervidae: Cervidae in d. „Grotte Rey“ zur Quaternärzeit. Vorkommen.
Riviere, p. 359.
Alces alcees. Haut. Meijere, p. 371.
Alces machlis. Vorkommen. Allen (1), p. 100.
Alces palmalus, fossil. Böhmen. Kafka,
Alces palmatus, fossil, Fundort. Tschersky, p. 33—34, p. 44—48.
Cariacus perwvianus v. Sorata, monströses Geweih. Untersch. v. C. savan-
nar, u. gymnot. Matschie (3) p. 129—134.
Cariacus nictitans var. alba. Matschie (3) p. 129—134.
Cariacus campestris. Vorkommen, Färbung. Aplin (1), p. 313—314.
Cariacus virginianus. Virginia Deer, Vorkommen Allen (2), p. 183—184.
Cariacus virginianus. Virginia Deer. Vorkommen. Chapman, Fr, p. 334.
Cariacus virginianus. Virginia Deer. Vorkommen. Allen (1), p. 100.
Cariacus virginianus. Vorkommen. Rhoads (5), p. 388.
Cervus. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Cervus alces s. Alces jubata aus Deutschland. Geographische Verbreitung,
Lebensweise, Schädel, Gebiss, Auge, Haar, Secretion, Rumpf. Geweihbildung,
Stimme, Jagd, Nutzen, Schaden. Müller, Adf.
Cervus alces. Postpliocän. Vorkommen, Stouckenberg p. 155—159.
Cervus alces. Jagdskizzeen Leverkus-Leverkusen.
Cervus americanus. Vorkommen. Rhoads (5). p. 389.
Cervus antisiensis von Jujuy. Fell. Matschie (2), p. 63.
Cervus campestris von Tornquist, Bahia Blanca. Ausrottung, Färbung: d.
Jungen, Geweih. Matschie (2), p. 63.
Cervus capreolus s. Capreolus vulgaris aus Deutschland. Haut, Haar, Lebens-
weise, Stimme, Schaden, Nutzen. Müller, Adf.
Cervus capreolus (Reh) aus Deutschland. Jagd. Schneider, Karl. Verlag
v. P. Wollf, Blasewitz-Dresden; aus d. Refer. d. Allgem. Forst- u. Jagılzeitung
N. F, 70. Jhg. Frankf. a.M. J. D. Sauerländers Verlag.
Cervus capreolus. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Cervus capreolus. Nachbrunst nach d. Hauptbrunst im Juli— August.
Brecher-Grünwalde.
Cervus capreolus. Fütterung. Neumeister, M.
Cervus capreolus. Schweizer Pfahlbauten. Glur p. 1—56.
Cervus canadensis var. maral, fossil. Fundort. Tschersky, p. 33—34,
p. 44—48.
Dervus spec. Gebiss, Skelett, fossil. Branco, W.
Cervus Dama s. Dama platyceros aus Deutschland. Haar, Farbe, Lebens-
weise, Schaden, Stimme, Jagd, Nutzen, Krankheiten d. Wildes. Müller, Adf.
Cervus elaphus fossilis. Ueberreste, Fundorte. Cogho, p. 255—344.
Cervus elaphus. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701,
Cervus elaphus. Fütterung. Neumeister, M.
366 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Cervus elaphus aus Deutschland. Geweih, Haar, Lebensweise, Stimme,
Schaden, Jagd. Nutzen. Müller, Adf.
Cervus elaphus. Haare. Meijere, p. 371.
Cervus elaphus. Postplioeän. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Cervus elaphus. Geweih, Schädel, Körpermaasse, Fundort. @lur p. 1—56.
Cervus. Mehrere Spee. Böhmen. Kafka.
Cervus giganteus (Megaceros). Vorkommen, Lebensweise, Hautgebilde, fossil.
Hohenberg (2), p. 142.
Cervus (Megaceros) giganteus aus d. Pliocän. Vorkommen. Willmers,
p. 198—199.
Cervus maral. Vorkommen in der Renntierfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Cervus megaceros (Megaceros hibernic.). Postpliocän. Rnssland. Stoucken-
berg p. 155—159.
Cervulus muntjac. Haut. Meijere, p. 371.
Cervus nemorivagus von Famailla. Fell, Schädel, Gebiss, Vorkommen, Färbung.
Matschie (2), p. 64.
Cervus rangifer. Lebensweise, Acclimatisation. Hohenberg (1), p. 79—76.
Cervus rufus von Famailla in Argentinien. Schädel, Färbung, Lebensweise.
Matschie (2), p. 64.
Cervus Thamin. Maasse, Lebensweise, Jagd, Haarkleid, Färbung, Aceli-
matisation. Hohenberg (1), p. 75—76.
Uervus russa. Haare. Meijere, p. 371.
Cervus sp. Pleistoeän. Böhmen. Nehring (8) p. 278—29%0.
Cervus (Rangifer) tarandus. Postpliocän. Vorkommen. Stouckenberg
p. 155—159.
Cervus tarandus. Pleistocän. Nehring (8) p. 273—29%.
Cervus Wapiti. Acclimatisation, Vorkommen. Hohenberg (1), p. 149. *
Moschus moschiferus. Haut. Meijere, p. 371.
Ranygifer tarandus, fossil. Fundort. Tschersky, p. 33>—34, p. 44—48.
Rangifer tarandus caribou. Woodland Caribou. Vorkommen. Allen (1),
p. 100.
Rennthier. Vorkommen in der subarctischen Fauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Tarandus rangifer in d. „Grottes des Combarelles“ zur Quaternärzeit.
Riviere, p. 359.
Ovidae: Ovis aries.. Vorkommen in d. Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Ovis aries palustris. Horn, Schädel mit Hornzapfen, Schädelmaasse.
6lur p. 1—56.
Ovis aries. Abstammung. Wildschafe sind in 3 Gruppen zu tleilen.
6lur p. 1—56.
Ovis aries. Gehörnerv. Cannieu p. 87—153.
Ovis aries. Entwickelung des Mesoblast. Keibel (1) p. 157.
Qvis aries. Haut. Meijere, p. 373—374.
Ovis aries domest. Maasse, Farbe, Vorkommen. Lorenz p. 59—67.
Ovis aries domest. Schoschong, Ost - Bamangwato, Br. Betschuanaland.
Maasse, Farbe. Lorenz p. 59 -67.
Ovis montana. Färbung, Lebensweise; Satzzeit fällt in d. letzt. Hälfte des
Mai oder Anfang Juni. Hörner als Waffe. Das Fleisch ist eine Delikatesse.
Liebenwalde p. 234-237 u. 257 - 260.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894 367
Ovis musimon. Haut. Meijere, p. 373.
Ovis nivicola vom Janagegebiet. Tschersky, p. 34.
Ovis nivieola, fossil. Fundort. Tschersky, p. 33—34, p. 44—48,
Ovis vigna. Färbung, Horn, Maasse. True (3) p. 1—16.
Aplocerus laniger lebt in d. Schneeregion, Färbung. Als Wildpret ohne Be-
deutung; moschusartiger Geruch haftet dem Fleisch an, Hörner bei $ und 9,
bei letzteren etwas kleiner, Haarkleid; Hufe messerscharf. Liebenwalde
p: 234—237 u. 257— 260.
Capra. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Capra aus Westfalen. Missbildung. Landois (6).
Capra. Missbildungen, Hauteebilde, Euter, Genitalorgane, Bastard.
Landois (9).
Capra caucasica Q Figur. Selater (6), p. 729—730.
Capra hircus. Haut. Meijere, p. 372.
Capra hircus domest. Maasse, Farbe, Vorkommen. Lorenz p. 59—67.
Capra hircus gekreuzt mit Marutseziege. Masse, Färbung. Molba’s Gebiet.
Lorenz p. 59 - 67.
Capra hircus domest. Maasse, Vorkommen. Lorenz p. 59—67.
Capra sibirica. Farbe. True (3) p. 1—16.
Capra hircus,. Palaeontologie lückenhaft. Ueberreste aus schweizerischen
Pfahlbauten. Glur p. 1-56.
Capra oegagrus. Wild-Goat. Lydekker (1), p. 3.
Caprc primigenia zur Quaternärzeit, Vorkommen. Riviere, p. 359.
Capra ibee. Vorkommen in der Rennthierfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Capra, 2 Spec. Böhmen. Kafka.
Ibex spec. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 278—290.
Hemitragus hylocrius. Schädel. Thomas (3), p. 455.
Hemiiragus jayakarı. Verbreitung, Färbung, Schädel. Thomas (3), p. 452
—455.
Ovibos moschatus. Postpl. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Ovibos moschatus. Böhmen. Kafka.
Ovis sp. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 278—290.
Ovibos moschatus, fossil. Fundort. Tschersky, p. 33—34, p. 44—48.
Hemitragus Jayakari spec. nov. Haarkleid, Färbung, Skelett, Horn,
Schädel, Vorkommen. Thomas (11), p. 365—366.
Hemitragus jemlaicus. Schädel. Thomas (3), p. 455.
Bovidae: Bovidae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Bos von Friesland. Lebensweise, Nutzen, Vulgär-Namen, Krankheit, Haus-
thiere. Kuperus, Veröffentl. durch d. Vorstand d. Friesischen Herd-Buch-Vereins,
Bos von Baziba soll das europäische (?) mit einem Paar ungeheurer Hörner
sein. Schynse bei Noack (1), Zool. Jahrb. Syst. VII 1893 p. 529.
Bos aus Dentschland. Missgeburt. Landois (4).
Bos brachyceros. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüeseh, p. 701.
Bos bubalus. Schädel. Bianchi, p.134— 137. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p.344
Bos caffer. Maasse. Wälder am Mittellauf d. Maschupia-Ing., Marutse-
reich. Lorenz p. 59—67.
Bos gaurus. Gefangen. Selater (5), p. 249— 250.
Bos opisthonomus. Zur Quaternärzeit in Algier. Schädel. Pomel, p. 526.
368 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Bos primigenius. Vorkommen in der Waldfauna, fossil. Nüesch, p. 701.
Bos primigenius. Postplioeän. Böhmen. Stouckenberg p. 155 —159.
Bos primigenius. Gehörn (subfossil). Landois (1).
Bos sp. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 2738—290.
Bos taurus. Vorkommen, Kreuzungen. Mingaud, p. 796.
Bos taurus. Schädel. Bianchi, p. 134—137. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhe.
p. 344.
Bos taurus. Membrane du tympan, cavit& tympanique, osselets, marteau,
l’enelume, l’&trier, muscles des osselets. Beauregard, p. 376—379.
Bos taurus aus Deutschland. Auge, Retina. Kallius p.527—582.
Bos taurus. Sinnesorgane. Disse.
Bos taurus. Cortische Membran. Coyne et Cannieu, p. 176—17S.
Bos taurus. Album der Rassen d. österreich. Alpenländer. v. Blaas u.
Kaltenegger.
Bos taurus. Gehörnerv. Cannieu p.87—153.
Bos taurus. Beschreibung, Schädel mit Hornzapfen u. Gebiss (Schweizer.
Pfahlbauten). @lur p. 1-56.
Bos. Mehrere Spec. Böhmen. Kafka.
Nemorhoedus sumatrensis. Kurze Bem. Kerbert p. 654.
Bos taurus. Das schönste Rind. Anleitung z. Beurtheil. d. Körper-
beschaff. d. Rindviehs. Kraemer.
Bos taurus. Untersuch. eines Foet. Mettam p. 341.
Bos taurus. Rassen. Pouse.
Bos taurus. Ganglien im Herzen. Remak bei Jacques, p. 622.
Bos taurus vom Vietoria-Nyansa (Usukuma). Schynse bei Noack (1), Zool.
Jahıb. Syst. VII 1893 p. 529.
Bos taurus. Tensor tympani, laxator tympani minor, Steigbügelmuskel u.
laxator tympani. Ledouble, p. 56.
Bos taurus. Herzganglien. Kölliker bei Jacques, Journ. de l'anat. et
de la physiol. T. 30 p. 628.
Bos taurus. Haare, Drüsen. Meijere, p. 374.
Bos taurus. Zucht. Yamamoto.
Bos taurus. Anomalie. Kempen p 76—55.
Bos taurus brachycerus. Schädel, Hornzapfen, Gebiss, Skeletttheile mit
Maassen, Schädelmaasse. @lur p. 1—56.
Bos taurus ibericus Sanson (?) schon zur Quaternärzeit. Vorkommen.
Pomel, p. 526.
Bison americanus. American Bison. Vorkommen. Allen (2), p. 183.
Bison europaeus. Verbreitung. Langkarel, p. 13—17.
Bison priscus. Vorkommen in der arctischen Fauna, fossil. Nüesch, p. 700.
Bison priscus. Postpliocän. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Bison priscus. Fossil, Fundort. Tschersky, p. 33—34, p. 44—48.
Bubalus von Deutsch-Ost-Afrika. Flucht. Emin bei Noack (1), p. 524.
Bubalus bubalus. Haut. Meijere, p. 374.
Bubalus indicus. Schädel. Nehring (1), p. 188.
Bubalus Lichtensteini. Lebensweise, Haut, Färbung. Barkley, p. 132.
Bubalus Lichtenstein‘. Vorkommen. Thomas (6). p. 145.
Bıbalus mindorensis. Schädel. Moellendorff bei Nehring (1), p. 185.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 369
Bubalus moellendorffi spec. nov. Fig. 1—3. Vorkommen, Schädel,
Zähne, Hörner, Schädel-Maasse. Nehring (1), p. 185—190.
Damalis albifrons im Limpopogebiet. Matschie (4) p. 329--333.
Damalis pygargus. Capland. Matschie (4) p. 329—333.
Damalis senegalensis. Verbreitung. Matschie (11) p. 417-418.
Hippotragus equinus Maasse, Vorkommen. Lorenz p. 59-67.
Hippotragus niger. Maasse, Vorkommen. Lorenz p. 59-67.
Catoblepas gorgon. Färbung, Lebensweise. Barkley, p. 131.
Cimarron, der wilde Büffel von Luzon. Moellendorff bei Nehring (1), p. 185.
Connochaetes taurina. Körpermaasse, Vorkommen: Rechtes Ufer d. Lim-
popo, südafr. Republ. Thalmulde d. unt. Maschupia Inquisi, südl. Marutse-Reich.
Lorenz p. 59— 67.
Cephalophus grimmia. Körpermaasse. Limpopothal, Notoanymündung.
Lorenz p. 59—67.
Cephalophus grimmia flavescens subsp. n. Körpermaasse, Färbung,
Vorkommen. Lorenz p.59- 67.
Pelea capreolus. Maasse. Lorenzriverthal, südw. Capl. Lorenz p. 59-67.
Tamarao, Zwergbüffel von Mindoro. Gebiss, Hautgebilde. Nehring (1),
p. 187 u. 188.
Antilopidae: Antilopidae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
Aepyceros melampus (?) von Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1) p. 524.
Aepyceros melampus. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Aepyceros melampus von Pungue Valley. Barkley, p. 132.
Aepyceros melampus. Maasse. Limpopothal, östl. Bamangwatoland, Luala-
wälder n. v. Schoschong. Färbung. Lorenz p. 59—67.
Aepyceros melampus holubi subspec. n. Gehöm, Maasse, Farbe; n.
vom Zambesi. Lorenz p. 59—67.
Alcelaphus Swaynei (Kuh-Antilope) vom Somaliland. Vorkommen, Menges,
Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 444 p.130.
Ammodorcas clarkei. Färbung, Verbreitung. Swayne, p. 318—319.
Ammodorcas clarkei (Rietbock) vom Somalilande. Geographische Verbreitung.
Menges, Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 444 p. 130.
Antilope saiga. Postpl. Russland. Stouckenberg p. 155—159.
Antilope. 2Spec. Böhmen. Kafka.
Antilope cervicapra. Haut. Meijere, p. 372.
Antilope cervicapra. Period of Gestation. Loder (2), p. 476.
Antilope cervicapra. Period of Gestation. Harting (3), p. 260.
Beira Antilope. Verbreitung. Swayne, p. 320.
Bubalis caama. Körpermaasse, Vorkommen im mittl. Vaalthal, Oranje-
Freistaat. Lorenz p. 59—67.
Bubalis Lichtensteini. Lebensweise, Haut, Färbung. Barkley, p. 132.
Bubalis Lichtenst. in Zambesi-Nyassa Gebiet. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis Lichtensteini. Körpermaasse. Matoka, Prov. d. Hauptl. Motakala,
südöstl. Marutse Reich. Lorenz p.59- 67.
Bubalis Lichtensteini. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Bubalis jacksoni u. tiang. Vorkommen. Matschie (4) p. 329 - 333.
Bubalis tunisiana. Vorkommen. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis senegal. Vorkommen. Matschie (4) p. 329—333.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Pd. IT. H.1. 24
370 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Bubalis cokei im Seengeb. d. Nyansa u. Tanganyika. Matschie (4),
p. 329—333.
Bubalıs jimela im Seengeb. d. Nyansa u. Tanganyika. Matschie (4)
p- 329 — 333.
Bubalis leucoprymnus im Gebiet d. Rovuma-Rufigi. Matschie (4) p.329-—-333.
Bubalis lunata. Vorkommen. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis buselaphus im Limpopo-Gebiet. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis mauritanica. Vorkommen. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis tora. Vorkommen. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis swaynei v. Somaliland. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis hunteri v. Somaliland. Matschie (4) p. 329—333.
Bubalis cokei. Verbreitung. Matschie (11) p. 417—418.
Bubalis jacksoni bei Kwa Kitoto. Matschie (11) p. 417—418,.
Capella rupicapra, (Gemse) aus Deutschland. Haar, Farbe, geographische
Verbreitung, Lebensweise, Jagd, Nutzen. Müller, Adf.
Calotragus. Noack (1), Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 448 p. 302.
Cervicapra arundinum. Vorkommen. Thomas (6), p. 146.
Cobus ellipsiprymnus von Pungu® Valley. Färbung, Lebensweise. Barkley
p. 131.
Cobus ellipsiprymnus. Verbreitung, Färbung. Swayne, p. 316—317.
Cobus ellipsiprymnus. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Cobus ellipsiprymnus. Maasse. Victoria - Fälle, Albertsland. Lorenz
p. 59—67.
Cobus lechee. Maasse, Färbung. Dejkhathal (nordwestl. Matabeleland).
Lorenz p. 59—67.
Colus saiga, fossil. Fundort. Tschersky, p. 33—34, p. 44—48.
Dorcatragus megalotis n. sp. Ss. Oreotragus megalotis Menges vom Somali-
lande. Haut, Haarkleid, Färbung, Ohr, Schädel, Gliedmaassen, Maasse, Gebiss.
Noack (2), p. 202—204.
Gazella Cuvieri. Vorkommen, Schädel-Maasse.. Thomas (1), p. 467—472.
Gazella dorcas. Vorkommen, Schädel-Maasse. Thomas (1), p. 467—472,
Gazella Loderi spec. nov. Färbung, Horm, Haarkleid, Körpermaasse,
Vorkommen. Thomas (13), p. 452.
Gazella Loderi von Algier. Färbung. Loder (1), p. 473—476.
Gazella Loderi. Schädel, Färbung, Gehörn, Schädel-Maasse, Vorkommen.
Thomas (1), p. 467—472.
Gazella muscatensis. Verbreitung. Thomas (3), p. 451.
Gazella rufina spec. nov. Schädel, Färbung, Gehörn, Schädel-Maasse,
Vorkommen. Thomas (1), p. 467— 472.
Gazella spekei vom Somalilande. Vorkommen. Menges, p. 130.
Grimmia mergens. Haarkleid. Meijere, p. 372.
Lithocranius walleri, Antilope vom Somalilande. Vorkommen. Menges, p. 130.
Lithocranius walleri aus Somaliland von Menges. Gebiss, Schädel. Spuren
geschwundener Zähne. Alle Foramina nehmen von vorn nach hinten an Deut-
lichkeit zu, sind durch Lücken getrennt u. sitzen an denselben Stellen, wie d.
entsprechenden Zähne bei Camelus, Procamelus, Homocamelus, beweisen also d.
einstige Aehnlichkeit des Antilopen-Gehisses mit dem der Cameliden. Noack,
p. 558.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 371
Madoqua damarensis. Schädel-Maasse, Vorkommen. Thomas (2), p:326, 329.
Madoqua Guentheri spec. nov. Schädel, Gebiss, Schädel-Maasse, Vor-
kommen. Thomas (2), p. 323 —327.
Madoqua kirki. Schädel-Maasse, Vorkommen. Thomas (2), p.326, 329.
Madoqua Phillipsi spec. nov. Schädel-Maasse, Vorkommen. Thomas (2),
p. 327— 328.
Madogua saltiana. Schädel-Maasse, Verbreitung. Thomas (2), p. 326, 328.
Madoqua Swaynei spec. nov. Färbung, Schädel-Maasse, Vorkommen.
Thomas (2), p. 323—329.
Nanotragus campestris. Maasse. Vorkommen. Lorenz, p. 59-67.
Nanotragus melanotis. Maasse. Lorenzriver, Quellenkessel. Letzte Gift-
Farm, Motetseflüsschen. Lorenz, p. 59—67.
Nanotragus scoparius. Vorkommen. Thomas (6), p. 146.
Neotragus saltianus vom Somalilande. Gebiss. Noack (1), p. 558.
Neotragus scoparius von Pungue Valley, Lebensweise. Barkley, p. 132,
Oreas canna. Vorkommen. Thomas (6). p. 145.
Oreas canna von Pungue Valley. Barkley, p. 131.
Oreotragus von Bussisi. Lebensweise, Stimme, Haar, Vulgär-Name. Emin
bei Noack (1), p. 527.
Oreotragus megalotis n.sp. vom Somalilande. Vorkommen, Färbung,
Haarkleid, Ohr, Lebensweise, Schädel. Menges, p. 130—131.
Oreotragus. Noack (1), p. 202.
Oreotragus saltator. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Orys beatric. Verbreitung. Thomas (3), p. 451— 454.
Pediotragus neumanni spec. nov. (Antilope). Unterschied von P. tragulus
Leht. Haarkleid, Färbung, Gehörn, Schädel, Gebiss, Schädel-Maasse, Vorkommen.
Matschie (6), p. 121—122.
Pediotragus tragulus. Fehlen d. Afterzehen; Gestalt d. Gehörns ähnl. P.
neumanni; Ohren länger als bei P. neuwmanni, Färbung, Haarkleid, Schädel,
Gebiss. Matschie (6), p. 122—123.
Rupicapra rupicapra. Haut. Meijere, p. 372.
Sakaro Antilope. Färbung, Verbreitung. Swayne, Proc. Zool. Soc. T,ondon
P. DH p. 319—320.
Strepsiceros Kudu. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Strepsiceros strepsiceros. Maasse. Wälder an beiden Ufern d. Limpopo in
Br. Betschuanaland u. d. w. Theile d. Südafr. Republ. Lorenz, p. 59—67.
Strepsiceros strepsiceros zambesiensis subsp. n. Maasse. Leschumo-
wälder an d. südöstl. Grenze des Marutse-Reiches u. n.-westl. Matabelelandes.
Hörner, Haar, Farbe. Lorenz, p. 59—67.
Tragelaphus decula. Verbreitung. Swayne, p. 317—318.
Tragelaphus imberbis. Ohr ähnlich Dorcatragus megalotis. Noack, p. 202.
Tragelaphus scriptus. Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Tragelaphus scriptus. Maasse, Zambesithal. Lorenz, p. 59—67.
Anthracotheridae: Anthracotherium karense spec. nov., fossil, Den-
tition, Abbildung Fig. 8 p. 222, Maasse. Osborn and Wortman, p. 222—223
Anthracotherium curtum. Dentition. Osborn and Wortman, p. 221—223.
24*
372 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaft. Leistungen
Elomeryx armatus gen.nov. et spec. n. Schädel, Gebiss (Abbild.
v. Canin. u. Molaren). Marsh (4) p. 176.
Heptacodon gibbiceps sp. nov. Schädel, Gebiss (Abbild. v. Zähnen).
Marsh (4) p. 176.
Octacodon valens. Gebiss (Abbild... Marsh (4), p. 176.
Heptacodon armatus spec. n. Gebiss Abbild. Marsh (3) p.9.
Octacodön valens gen.nov. etspec.n. Molar. Abbild. Marsh (3) p.93.
Hyopotamus. Manus. Scott (3), p. 164—165.
Heptacodon curtus. Molar (Abb.). Marsh (2), p. 409.
Hyopotamus brachyrhynchus spec. nov. Schädel, Dentition. Osborn
and Wortman, p. 220—221.
Hıyopotamus americanus. Schädel, Abbildung Fig. 6. Osborn and Wortman,
p. 219—220.
Giraffidae: Camelopardalis giraffa von Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei
Noack (1), p. 524.
Camelopardalis yiraffa var. aethiopica. Färbung, Vorkommen. Thomas (5),
p. 135—136.
Camelopardalis giraffa. Haut. Meijere, p. 372.
Camelopardalis giraffa. Muskeln d. Ohrmuschel. Ledouble p. 42.
Condylarthra.
Meniseotheridae: Meniscodon pieteti aus dem Eocän. Zahn. Rütimeyer
bei Schlosser, M., Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 446 p. 158.
Pleuraspidotheridae: Pleuraspidotherium Extremitätentheile (Abbild.).
Eocän. Lemoine, p. 353—368.
Orthaspidotherium. Skelett. Lemoine, p. 353—368.
Phenacodontidae: Helohyus plicodon. Molaren, Abbild. Eocän, Astra-
galus (Abb.). Marsh (5) p. 264.
Helohyus (Elotherium) validıs. Abb. Marsh (5), p. 264.
Elotherium (Heloh.) lentum. Abbild. Marsh (5) p. 264.
Phenacodus europaeus aus der Eocänzeit. Gebiss. Rütimeyer bei Schlosser,
M., Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 446 p. 158.
Protogonia Cartieri aus dem Eocän. Zahn. Rütimeyer bei Schlosser, M.,
Zool. Anzeig. 17. Jhg. No. 446 p. 158.
Litopterna.
Notohippidae: Notohippus taxodontoides. Abb. Eocän. Patagon. Ame-
ghino (2).
Maerauchenidae: Theosodon Lydekkeri. (3 Abb.). Eocän. Patagonien.
Amegh. (2).
Pseudocoelosoma patagonica. Abb. Ameghino (2).
Theosodon gracilis. Abb. Ameghino (2).
Proterotheridae: Proterotherium cavum. ‘2 Abb. Eocän Ameghino (2).
Licaphrium Floweri. Abb. Eocän. Patagonien. Ameghino (2).
Thoaterium minusculum. Abb. Eocän. Patagonien. Ameghino (2).
Diadiaphorus majusculus. 4 Abb. Eveän Patag. Ameghino (2).
in der Naturgeschichte der Echinodermen während des Jahres 1894. 373
Perissodactyla.
Perissodactyla. Gliedmassen, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Perissodactyla. Skelett. Tornier (2), p. 75.
Perissodactyla. Untersuch. d. Zahnschmelzes. Preiswerk p. 6837—690.
Pachydermata zur Quaternärzeit. Vorkommen. Riviere, p. 359.
Pachydermata. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
Tapiridae: Tapiridae. Ligamentum cal.-nav.-cub. interosseum. Tornier
(1), p. 28.
Protapirus obliquidens aus d. oberen (Protoc.) beds d. White - River - For-
mation. Earle, p. 253.
Colodon-Gattung ist gleichaltrig Protap. obl., repräsentirt eine Seitenlinie.
Earle p. 253.
Tapiravus erscheint erst im Pliocän, Vorfahren d. postplioc. Tap. Earle
p. 253.
Protapirus simple ist d. älteste anerkannt. Form aus d. mittl. (Oreodon)
beds d. White River Formation v. W. Dakota. Gebiss. Earle p. 253.
Tapir, Vorkommen. Goeldi (1), p. 726.
Tapirus. Krallengebilde. Boas, p. 308.
Tapirus americanus. Haare. Meijere, p. 374—375.
Tapirus americanus von Famailla und Jujuy. Vulgärname. Matschie (2), p. 63.
Tapirus americanus. Ohrtrompete. Peter, p. 327— 376.
Rhinocerotidae: Aceratherium (Coenopus) mite. Fossil. Bezahnung,
Schädel Abbildung Fig.2. Osborn and Wortman, p. 203—204.
Aceratherium oceidentale. Fossil. Dentition, Schädel, Abbildung Fig. 3 p. 205.
Osbern and Wortman, p. 204—206.
Aceratherium fossiger. Williston (1), p. 239—290.
Aphelops fossiger. Schädel, Gebiss, Schädelmaasse. Hatscher (2), p. 236
— 248.
Elasmotherium Fischeri. Postplioeän. Stouckenberg, p. 155—159.
Aceratherium plaiycephalum spec. nov. Fossil. Schädel, Dentition,
Abbildung Fig. 4 p. 206. Osborn and Wortman, p. 206.
Aceratherium tridactylum. Dentition, Skelett (fragmentarisch), Schädel.
Osborn and Wortman, p. 206—207.
(Perissodactyla, Fam. Rhinocerotidae): Aceratherium trigonodum spec.
nov, Fossil. Bezahnung, Schädel, Abbildung Fig. 1p. 702. Osborn and Wortman,
p. 199— 203.
Metamynodon planifrons. Fossil. Schädel, Dentition, Skelett. Osborn and
Wortman, p. 208—213.
Rhinoceros. Klimatische Erörterungen. Gaudry, p. 907.
Rhinoceros bicornis. Vorkommen. Thomas (6), p. 145,
Rhinoceros bicornis. Vorkommen. Swayne, p. 321—322,
Rhinoceros javanicus. Haut, Schuppen. Meijere, p. 375.
Rhinoceros Merckii. Postplioeän. Vorkommen. Stouckenberg, p. 155—159.
Rhinoceros. Molaren. Harle (1), p. 234—241.
Rhinoceros simus vom Mashonaland in Africa. Färbung. Coryndon, p. 329
—334.
374. Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Rhinoceros sumatrensis. Haut. Meijere, p. 375. ;
Rhinoceros tichorhinus in d. „Grottes des Combarelles“ zur Quaternärzeit.
Riviere, p. 359.
Rhinoceros tichorhinus. Vorkommen in der arctischen Fauna. Nüesch,
p. 700.
Rhinoceros tichorhinus. Fossil. Haare. Meijere, p. 376.
Rhinoceros tichorhin. Postpliocän. Russland. Stouckenberg, p. 155—159.
Rhinoceros tichorhin. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8), p. 273—290.
Teleoceras major. Horn, Schädel, Gebiss, Schädelmaasse, Geolog. Hatscher
(2), p. 236—248.
Equidae: Eguus der Steppe. Vorkommen in der Steppenfauna, fossil-
Nüesch, p. 701.
Equus zur Quaternärzeit in d. „Grotte Rey.“ Vorkommen. Riviere, p. 359.
Equus africanus. Zwischen Massaua und 18°n. Br. Matschie (5), p. 68—74.
Equus andium Branco. Schädel, Gebiss, Wirbelsäule, Extremitäten, Ver-
gleich mit anderen fossilen Pferden. Fossil. Branco.
Equus antiquorum vom Orange Fluss zur Flussscheide zwischen Cunene
und Cuanza. Matschie (5), p. 65—74.
Equus asinus Gray sp. aus Böhmen. Kafka.
Equus asinus. Muskeln der Ohrmuscheln’ Ledouble, p. 42.
Equus asinus von Deutsch-Ost-Afrika. Nutzen. Emin bei Noack (1), p. 524.
Equus asinus der Steppe. Vorkommen in der Steppenfauna. Nüesch, p. 701.
Equus Böhmi v. der Ostküste bis über das Seengebiet, westlich am Tan-
ganjika, nördl. bis 1° 30‘n. Br. Matschie (5), p. 65—74.
Equus Burchelli im Osten der Kalahari. Matschie (5), p. 65 —74.
Equwus caballus. Skelett. Tornier (2), p. 78.
Equus von Süd-Amerika. Carnot, p. 520—526.
Egquus caballus. Zucht u. Sport. Petersen.
Equus caballus. Fuss, Hufbeschlag, Stellung d. Gliedmassen, feinerer Bau
d. Hufes. Leisering u. Hartmann, p. 224—226.
Equus caballus. Huf. Fambach, p. 284 —304.
Equus caballus aus Deutschland. Auge, Retina. Kallius, p. 527—582.
Equus caballus. Vorkommen, Kreuzungen. Mingaud, p. 796.
Equus caballus Baum. Kosmopolit. Nasenhöhle u. ihre Nebenhöhlen.
Baum, p. S9I—170.
Equus caballus. Haare, Haarfollikel, Drüsen. Meijere, p. 375.
Equus caballus. Postpliocän. Vorkommen. Stouckenberg, p. 155—159.
Equus caballus. Erweiterung des Canalis stenon. Bassi, p. 91.
Equus caballus. Topographische Anatomie, Kopf u. Hals. Ellenberger
u. Baum.
Egquus zur Quaternärzeit. Goeldi (1), p. 725.
Equus caballus fossilis aus Böhmen. Kafka.
Equus caballus. Polyodontie d. Schneidezähne im Oberkiefer. Schmidt,
p. 235.
Egquus caballus. Pleistocän. Böhmen. Nehring (8) p. 278—2%.
Equus caballus. Arbeitspferd gegen Spielpferd. Mechanik verschiedener
Pferdeformen u. Reform des Staatspferdezuchtwesens in Oesterreich. Wilckens.
Equus caballus. Ungarische Pferdezucht. Wrangel (1). 335 p.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 375
Equus caballus. Das Buch vom Pferde. Wrangel (2).
Equus caballus. Molar, Metacarpus. Harle (1) p. 234—241.
Equus caballus. Band. Tornier (1), p. 24.
Equus caballus. Muskeln. Ledouble, No.1 p. 42.
Equus caballus. Rassen. Simonoff.
Equus caballus. Staurenghi (1), p. 74.
Equus caballus. Matrixfläche, Krallengebilde. Boas, p. 308.
Equus caballus. Muskelarbeit. Sanson, Andre, p. 24 - 246,
Eguus caballus. Ohrtrompeten. Peter, p. 327—376.
Equus Chapmani Layard vom Limpopo zum Zambesi im Norden u. zum
Nosop im Westen. Matschie (5), p. 65 — 74.
Equus Chapmani. Maasse, Farbe, Vorkommen. Lorenz, p. 59— 67.
Equus Grevyi von 1°30‘ an nördlich, Somaliland bis 8° n. Br. westlich.
Matschie (5), p. 65—74.
Equus Grevyi. Somaliname „Fer’o“. Vorkommen, Färbung. Swayne,
p- 320—321.
Equus Grevyi (Zebra) vom Somalilande. Vorkommen. Menges, p. 130.
Equus quagga. Verbreitung. Matschie (5), p. 33—39.
Equwus somaliensis Somaliland. Matschie (5), p. 65—74.
Equus taeniopus var. somaliensis vom Somalilande. Geographische Ver-
breitung. Menges, p. 130.
Equus zebra. Verbreitung. Matschie (5), p. 33—39.
Eguus zebra von Kirangasa. Deutsch-Ost-Afrika. Emin bei Noack (1), p. 524.
Hippidion, fossil. Gebiss. Philippi, R. A. (3), p. 87—96.
Hippidion bolivianum, fossil. Schädel. Philippi, R. A. (3), p. 87—96.
Hippidion nanum, fossil. Schädel. Philippi, R. A. (3), p.87—%.
Palaeotheridae: Palaeotheridae. Ligamentum cal.-nav.-ant. interosseum.
Tornier (1), p. 28.
Mesohippus bairdii. Fossil. Dentition. Osborn and Wortman, p. 213—214.
? Mesohippus longipes spec. nov. Skelett. Osborn and Wortman, p. 214
—215.
Tillodontia: Ganodonta.
Stylinodontidae: Calamodon europaeus aus dem Eocän. Tillodontier.
Amerikanischer Typus. Rütimeyer bei Schlosser, Zoolog. Anzeig. 17. Jhg.
No. 446 p. 158.
Sirenia.
Sirenen. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
Sirenen. Gestalt, Gliedmassen, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 829.
Halicore dujong. Meijere, p. 367.
Halicore dujong. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Manatus. Borsten. Meijere, p. 367.
Manatus australis. Schädel. Zaaijer, p. 337—342,
376 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Cefacea.
Cetacea. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Cetacea. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Cetacea. Juebensweise, Gliedmassen, Gebiss. Vogt u. Yung, p. 828.
Zeuglodonta.
Zeuglodontidae: Zeugodon osiris sp. n. Aegypt. Eocän. Eingehende
Beschreibung. Dames, p. 1—36.
Odontoceti.
Balaenidae: Balaenoptera musculus. Genitalorgane. Beauregard et
Boulart (1), p. 596—597. — Extr. in: Revue Scient (4), T.I, No. 12 p. 373—374.
Balaenoptera musculus. Bulla tympani, membrane du tympan. Beauregard,
p: 399— 400.
Balaena mysticetus. Kurze Bemerk. Bruce (1), p. 807.
Balaenoptera rostrata. Bulle tympanique, membrane du tympan, cavite
tympanique, sinus aeriens, parois de la cavit& tympanique, osselets de l’ouie,,
ligaments du marteau. Beauregard, p. 392—399.
Delphinidae: Delphinus. A.interossea. Zuckerkandl, Extr. aus Zool.
Anzeig. 17. Jhg. p. 287.
Delphinus. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Eudelphinus delphis. Bulle tympanique u. s. w. Beauregard, p. 379—392.
Globiocephalus Svineval. Verdauungsapparat. Cattaneo, Extr. dagli Atti
Soe. Lig. Se. Nat. Vol.5. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 401.
Grampus griseus. Skelett. Traquair, p. 1—2.
Grampus sp. Verbreitung. Thomas (3), p. 455.
Phocaena. M. stylo-glossus. Ledouble, No.1 p. 53.
Phocaena. Rudimente b. Embryo. Guldberg, p. 1-7. — Extr. v. H.F.
Jungersen: Zool. Centralbl. 1. Jhg. No. 12 p. 499—500.
Phocaena. Gesichtsmuskeln, Ohr- u. Oceipito-frontal-Muskeln. Ledouble, p.40.
Phocaena communis. Respirationsmechanik. Jolyet, F., Naturw. Rundsch.
9. Jhg. No. 24 p. 49.
Phocaena communis an d. Murmanküste. Kükenthal (2).
Prodelphinus attenuatus. Skelett. True (4) p. 33-37.
Cachalot (Pottfisch) (2). Beauregard, p. 392.
Tursiops tursio. Verbreitung. Thomas (3), p. 455.
Edentata.
Edentata. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Edentata. Skelett, Muskeln. Bardeleben, p. 355, 369.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 377
Edentata. Gebiss, Haut. Vogt u. Yung, p. 828.
Edentata. A. mediana. Zuckerkandl, Extr. aus Zool. Anz. 17. Jhg. p. 287.
Manidae: Manis von Wahumba (Nord-Ugogo). Deutsch-Ost-Afrika. Emin
bei Noack (1), p. 524.
Manis. Ligamentum cal.-nav.-ant. interosseum. Tornier (1), p. 28.
Manis. Placentaruntersuchungen. Hubrecht (2), p. 77—118. — Ext. Zool.
Anzeig. 17. Jhg. p. 236.
Manis. Verknöcherung des Lig. fib. ast-cal. anticum. Tornier (1), p. 25.
Manis aurita vom Himalaya u. v. Süd-China bis zum Wendekreis. Schuppen,
Klauen, Zahl der Schuppen. Matschie (1), p. 8.
Manis cerassicaudata. Haut. Meijere, p. 366.
Manis gigantea vom Gambia bis zum Cunene. Schuppen, Klauen, Zahl der
Schuppen. Matschie (1), p.7.
Manis javanica. Haut. Meijere, p. 366.
Manis javanica von Hinterindien, Sundainseln. Schuppen, Klauen, Zahl
der Schuppen. Matschie (1), p. 8.
Manis macrura aus Atrika. Processus xiphoideus u. seine Muskulatur.
Ehlers, Naturw. Rundschau No. 42 p. 540.
Manis pentadactyla von Vorderindien. Schuppen, Klauen d. Hinterfüsse
kleiner als die der Vorderfüsse. Matschie (1), p.8.
Manis temmincki, Vorkommen. Thomas (6), p. 145.
Manis temmincki von Südafrika u. Ostafrika. Schuppen, Zahl der Schuppen.
Matschie (1), p.8.
Manis tetradactyyla vom Gambia bis zum Cunene. Haare, Färbung, Schuppen,
Zahl der Schuppen. Matschie (1), p. 7.
Manis trieuspis aus Afrika. Brustbein u. Muskeln. Ehlers, Naturw.
Rundsch. No, 42 p. 540.
Manis tricuspis. Haut. Meijere, p. 366.
Manis tricuspis vom Gambia bis zum Cunene. Haare, Färbung, Schuppen.
Matschie (1), p. 7.
Bradypodidae: Bradypus. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Bradypus tridactylus. Haut. Meijere, p. 361.
Bradypus tridactylus var. notus Lesson. Respirations- u. Circulations-
Apparate. Condorelli-Francaviglia p. 6—17, 18.
Choloepus didactylus. Haut. Meijere, p. 361—362.
Myrmeecophagidae: Cyclothurus didactylus. Haut. Meijere, p. 362—363.
Myrmecophaga. Musculus-peronaeus longus-Endsehne. Tornier (1), p. 28.
Ameisenbär. Vorkommen. @oeldi (1), p. 725.
Myrmecophaga. Ein dem Musculus tibialis anterior und Musculus abductor
hallueis gemeinsamer Sehnentheil. Tornier (1), p. 28.
Myrmecophaga. didactyla. Respirationsorgan. Göppert (1), p. 141.
Myrmecophaga jubata. Haut. Meijere, p. 362.
Myrmecophaga jubata von San Lorenzo. Schädel, Vulgärname. Matschie
(2), p. 62 u. 63.
Myrmecophaga jubata. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Myrmecophaga tetradactyla. Band mit Knochenkern. Tornier (1), p. 26.
Peltephilus ferox. Abb. Eocän. Ameghino (2).
378 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Tamandua tamandua. Haut. Meijere, p. 362.
Tamandua (Myrmecophaga) tetradactyla. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Tamandua tridactyla von Palos & pique. Vulgärname, Schädel, Haut,
Färbung. Matschie (2), p. 63.
Megalonichidae: Pseudhapalops Rütimeyeri. Abb. Eocän. Ameghino (2)
Hyperleptus garzonianus. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Hyperleptus rectus. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Pelecyodon cristatus. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Prepotherium Filholi. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Planops longirostratus. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Dasypodidae: Chlamydophorus truncatus. Haut. Meijere, p. 363—364.
Chlamydophorus truncatus in Buenos Aires in Gefangenschaft im zoolo-
gischen Garten. Lebensweise. Matschie (2), p. 62.
Dasypus gigas. Ligamentum tib.-ast. posticum. Tornier (1), p. 26.
Gürtelthier. Vorkommen. &oeldi (1), p 725.
Dasypus minutus. Haut. Meijere, p. 365.
Dasypus Nationi spec. nov. Vorkommen, Maasse, Schädelmaasse.
Thomas (7), p. 70—72.
Dasypus sexcinctus von San Lorenzo. Junges von Chaco - Indianerinnen
14 Tage an den Brüsten genährt. Vulgärname. Matschie (2), p. 62.
Dasypus sexcinctus. Vorkommen. Aplin (1), p. 307—308.
Dasypus sexcinctus Haut. Meijere, p. 364.
Dasypus sexcinctus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Dasypus vellerosus. Haut. Meijere, p. 365.
Dasypus villosus. Haut. Meijere. p. 364.
Euphractus minutus. Skelett. Bardeleben, p. 356.
Euphractus minutus von Tucuman u. Jujuy. Vulgärname. Matschie (2), p. 62.
Euphractus villosus von Tornquist. Vulgärname, Nutzen. Matschie (2), p. 62.
Tatusia hybrida von Tornquist, Arial. Vulgärname, Nutzen. Matschie (2), p.62.
Tatusia novemeincta. Vorkommen. Aplin (1), p. 307.
Tatusia novemcincta. Nine-Banded Armadillio. Vorkommen. Allen (2),
p. 165.
Tatusia novemeincta. Haut. Meijere, p. 365.
Tatusia pilosa (Armadillio). Verbreitung. Flower, p. 655.
Tatusia (Muletia) propalatum spec. nov. Rhoads (4), p. 111—114.
Tatusia septemeineta. Vorkommen. Aplin (1), p. 307.
Tolypeutes conurus und T. trieinetus. Haut. Meijere, p. 365.
Tolypeutes conurus längs der Cordilleren, fehlt bei Tucuman. Matschie
(2), p. 62.
Vetelia puncta. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Megatheridae: Analcitherium antarcticum. Abb. Eocän. Ameghino (2).
Megatheren (fossil). Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Megatherium americanum Cuvieri. Schädel, fossil, in Südamerika. Philippi,
R.A. (3), p. 87—9%6.
Megatherium antigquum. Gebiss, fossil, in Südamerika. Philippi, R.A. (3),
p. 87—96.
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 379
Megatherium Megmai. Gebiss, fossil. Philippi, R. A. (3), p. 87—96.
Megatherium Sundti, fossil. Schädel, Gebiss, in Südamerika. Philippi,
R. A. (3), p. 87—%. ä
Megatherium tarigense. Calcaneus, fossil, in Südamerika. Philippi, R. A.
(3), p. 87—%.
Mylodon sp. fossil. Sammelort. Branco.
Mylodon robustum. Schädel, fossil. Philippi, R. A. (3), p. 87—96.
Scelidotherium bolivianum. Schädel, fossil. Philippi, R. A. (3), p. 87—96.
Scelidotherium Bravardi. Schädel, fossil. Ameghino b. Philippi, R. A.
(3), p- 87—9.
Scelidotherium chilense. Schädel, fossil. Philippi, R. A. (3), p.87—96,
Scelidotherium? compressum. Schädel, fossil. Philippi, R. A. (3), p. 37—9.
Scelidotherium leptocephalum s. Se. Capellini Ameghino. Schädel, fossil.
Philippi, R. A. (3), p. 87—96.
Glyptodontidae: Glyptodonten (fossil). Vorkommen. @oeldi (1), p. 725.
Oryeteropodidae: Orycteropus. Skelett. Tornier (2), p. 78.
Orycteropus capensis. Haut. Meijere, p. 366.
Orycteropus capensis. Ligamentum tib.-ast. posticum verknöchert selten v.
d. Tibia aus. Tornier (1), p. 26.
Marsupialia.
Marsupialia. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Marsupialia. Bezahnung. Leche, p. 505.
Aarsupialia. Lig. tib, ast-cal. anticum. Tornier (1), p. 25.
Marsupialia. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Marsupialia. Gebiss. Vogt u. Yung, p. 528.
Marsupialia. Skelett, Muskeln. Tornier (2), p. 74.
Marsupialia A. mediana. Zuckerkandl, Extr. aus Zool. Anz. 17. Jhg.,
p- 287.
Marsupialia. Handbuch. Lydekker (2).
Marsupialia. Vorkommen, &oeldi, p. 725.
Peramelidae: Perameles dorcyana. Haut. Meijere, p. 356.
Perameles Gunni. Haare. Meijere, p. 356.
Perameles obesula. Haut. Meijere, p. 356.
Didelphyidae: Aepyprymnus rufescens. Embryonalhüllen. Semoen (2)
p. 17—58.
Phascolarctus. Allantois u, Dottersack. Semoen (1) p. 51—55.
Didelphyidae. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Didelphyidae. Vorkommen. Goeldi (1), p. 725.
Didelphys. Kralle. Boas, p. 300.
Didelphys. Untersuch. d. Zahnschmelzes. Preiswerk, p. 687—690.
Didelphys azarae von Tucuman. Matschie (2), p. 64.
Didelphys azarae. Vorkommen. Aplin (1), p. 314—315.
Didelphys azarae. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Didelphys aurita. Verbreitung, Färbung, Gebiss. Goeldi (2), p. 457— 460.
Didelphys australis spec. nev. Verbreitung, Färbung, Lebensweise,
Gefange schaft. Philippi, Fed., p. 33—35.
380 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Didelphys crassicaudata. Vorkommen. Aplin (1), p. 315.
Didelphys erassicaudata. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Didelphys elegans. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Didelphys marsupialis. Schuppen. Meijere, p. 353—354.
Didelphys marsupialis. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 355,
359—360, 367 —368.
Didelphys marsupialis californica. Verbreitung, Färbung, Gliedmaassen.
Allen (2), p. 168—169.
Didelphys marsupialis virginiana. Vorkommen. Chapman, Fr. (1), p. 334.
Didelphys marsupialis virginiana. Vorkommen. Rhoads (5), p. 388.
Didelphys murina. Haare, Schuppen. Meijere, p. 353.
Didelphys noctivaga von Famailla. Matschie (2), p. 64.
Didelphys opossum. Haut. Meijere, p. 354.
Didelphys philander. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Didelphys soricina. Haarkleid, Färbung, Ohr, Vorkommen. Philippi, R.
A. (1), p.36.
Didelphys (Philander) trinitatis spec. nov. Färbung, Schädel, Körper-
und Schädel-Maasse, Vorkommen. Thomas (14), p. 433—439.
Didelphys virginiana. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Chironectes minimus Zimmermann. Hautgebilde. Meijere, p. 353.
Chironectes minimus (variegatus). Skelett. Bardeleben, p. 355.
Chironectes palmatus. Vorkommen. &oeldi (2), p. 465—466.
Metachirus quica. Färbung, Vorkommen. Goeldi (2), p. 460--461.
Micoureus griseus. Schädel, Färbung, Vorkommen. @oeldi (2), p. 461—462.
Micoureus pusillus (Grymoeomys agilis). Färbung, Lebensweise, Vor-
kommen. Goeldi (2), p. 462—463.
Peramys tristriatus. Schädel, Färbung, Vorkommen. Goeldi (2), p. 463
—465.
Phaseolomyidae: Phascolomys Mitchelli. Haut. Meijere, p. 357.
Phascolomys wombat. Skelett. Bardeleben, p. 355.
Phascolomys wombat. Foetalstatus, Gebiss. Röse, p. 37.
Halmaturus. Ovarium. Henneguy, p. 1—37—39.
Halmaturus. Schädel, Krankheit. Lannelongue et Achard, p. 959—962.
Halmaturus (Känguruh). Ausgeschuhte u. durchsägte resp. durchschliffene
Krallen. Boas (1), p. 301.
Phalangeridae: Acrobates pygmaeus. Haut. Meijere, p. 358.
Distoechurus pennatus. Haut. Meijere, p. 358.
Phalanger celebensis. Haut. Meijere, p. 357.
Petaurus breviceps. Haut. Meijere, p. 358.
Tarsipes rostratus. Haut. Meijere, p. 357.
Trichosurus vulpecula. Haare. Meijere, p. 358.
Trichosurus vulpecula. Skelett, Muskeln, Nerven. Bardeleben, p. 355,
361, 368, 369.
Dasyuridae: Dasyuridae. Schädel. Zaaijer, p. 337— 342.
Dasyurus viverrinus. Haut. Meijere, p. 354-355.
Myrmecobius. Gebiss. Woodward (1), p. 438—53 (p. 542).
in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894. 381
Phascologale flavipes. Haut. Meijere, p. 355.
Phascologale minima. Haut. Meijere, p. 355.
Sminthopsis crassicaudata. Haut. Meijere, p. 356.
Sminthopsis murina. Haare. Meijere, p. 356.
Thylacinus eynocephalus. Schädel. Zaaijer, p. 337—342.
Maeropodidae: Dendrolagus benettianus Waite, p. 571.
Dorcopsis Müller. Haut. Meijere, p. 358-359.
Macropus (Halmaturus) benetti Skelett, Muskeln. Bardeleben, p.355,
361—362.
Macropus ruficollis var. Bennettii. Haut. Meijere, p. 359-360.
Macropus rufus. Haut. Meijere, p. 360—361.
Petrogale penicillata. Haut. Meijere. p. 359.
Potorous tridactylus. Haut. Meijere, p. 358.
Abderitidae: Adderites crassiramis Abb. Eocän. Ameghino (2).
Abderites meridionalis. Eocän. Ameghino (2).
Acdestis Oweni. Eocän. Ameghino (2).
Decastis columnaris. Eocän. Ameghino (2).
Dipilus Spegazzini. Eocän. Ameghine (2).
Epanorthidae: Epanorthus Lemoinei 3Abb. Eocän. Ameghino (2).
Metaepanorthus Abb. Eocän. Ameghino (2).
Paraepanorthus minutus. Ameghino (2).
Garzonidae: Garzonia typ. Eocän. Ameghino (2).
Allotheria.
Plagiaulaeidae: Plagiaulax. Kleiner Nagezahn u.1 Backzahn. Lydekker
@) p- 206.
Monotremata.
Monotremata. Temperatur. Semon, Rich. (4), Arch. f. d.ges. Physiol, (Pflüger)
58. Bd. 5./6. Hft. p. 229—232.
Monotremata. Entwickelungsgeschichte. Semon, Rich. (3), p. 59—74.
Monotremata. A. mediana. Zuckerkandl, Extr. aus Zool. Anz. 17. Jhg.
p. 287.
Monotremata. Schädel, Haut. Vogt u. Yung, p. 828.
Monotremata. Handbuch. Lydekker (2).
Monotremata. Embryonalhüllen. Semon (1), p.51—55.
Monotremata. Skelett, Muskeln. Tornier (2), p. 74.
Eehidnidae: Echidna. Wilson u. Mc Kay, p. 377—385—388.
Echidna. Anatom. Wilson, p. 129—150.
Echidna. Embryonalhüllen. Semon (2), p. 17—58.
Echidna. Fig.26, Vorderkrallen. Boas, p. 298—300.
Echidna aculeata. Hautgebilde. Parker (1), p. 3—14.
Echidna aculeata. Eischalenhäute. Neumeister, p. 413—420.
Echidna. Entwickelungsges-hichte. Semon (3), p, 59—74,
382 Dr. H. Ledermann: Bericht über die wissenschaftl. Leistungen
Echidna aculeata. Embryonalhüllen. Semon, Richard (1) p.51- 55
Echidna hystrix Cuvier. Hautgebilde. Meijere, p. 352.
Echidna setosa. Musculus obliquus sup. oculi. Göppert, E. (2), p. 278
— 280.
Ornithorhynehidae: Ornithorhynchus. Musculus obliquus superior oculi.
Göppert (2) p. 278—280.
Ornithorhynchus. Secretion. Martin u. Fidswell. Zool. Anz. 17. Jhg.,
p. 380 u. 39.
Ornithorhynchus. Wilson u. Mc Kay, p. 377--385—388.
Ornithorhynchus. Anatom. Wilson, p. 129—150.
Ornithorhynchus anatinus. Hautgebilde. Meijere, p. 352 —353.
Ornithorhynchus paradoxus. Hautgebilde. Poulton (1), p. 143—190, expl.
pls., p. 191—199. — Extr. Zool. Anz. 17. Jhg. p. 290.
Ornithorhynchus paradoxus. Muskeln, Nerven, Gefässe. Manners-Smith,
T., p. 694— 715.
Ornithorhynchus. Ontogenie. Semon (3), p. 59—74.
Inhaltsübersicht.
Seite
I. Verzeichniss der Veröffentlichungen . . ». . ». 2» 2 2. .2.18
11.; Uebersicht nach dem SwE .- -. ... wa... 2 Sr wer
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in der Naturgeschichte der Säugethiere während des Jahres 1894,
Nutzen und Schaden . En a:
Ausrottung, Krankheiten, Missbildungen, Varietäten u. Bastarde
Gefangene und acclimatisirte Thiere
Hausthiere .
Vulgär-Namen -
Jagd und Jagdschutz .
ÖOntogenetische Entwicklung
Phylogenetische Entwicklung .
Faunistische Arbeiten .
Europa .
Afrika .
Asien
Amerika
Australien ..
III. Uebersicht nach den Arten .
Primates
Prosimiae .
Chiroptera
Insectivora
Creodonta .
Carnivora .
Pinnipedia
Rodentia
Ungulata .
Sirenia .
Cetacea .
Edentata
Marsupialia .
Allotheria .
Monotremata .
383
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384 Dr. H. Ledermann.
Druckfehler.
S.185 Zeile 35 v. oben Acrotherium karaikense statt Acrotheri Kariokense.
S. 186 Zeile 2 v. oben Dipilus Spegazzinii statt Spegaffini; Zeile 9 A.
Manziana statt Manzaniana; Zeile 12 Pseudhapalops statt Pseudpapalops; Zeile 13
Prepotheridae statt Prepothendae, Zeile 16 Propalaehoplophorinae statt Propalae-
roplotheridae und Dasypodidae statt Dasyporu; Zeile 17 Vetelia statt Netelia;
Zeile 19 Odontoceta statt Odontocesa.
S. 188 Zeile 17 talpoides statt talpoidus; Zeile 24 Spalax statt Spalux;
Zeile 40 Mephitis mephitica statt sulphitica.
S.191 Zeile 34 kann statt kaum.
S. 194 Zeile 3 muss nach „von Neuem“ „u.“ fehlen.
S.198 Zeile 10 ou statt on; Zeile 20 hinter se muss das Komma fort.
S. 204 letzte Zeile, das statt des, Bibergebiet statt Bibergebietes.
S. 206 Zeile 12 hinter „d. älteren“ folgt Punkt; Zeile 43/44 Grymoeomys
statt Gryonceomys.
S. 207 Zeile 20 der statt des; Zeile 24 den statt dem.
S. 211 Zeile 1 grauen statt graue.
S. 221 Zeile 11/12 Bandmassen statt Brandmassen.
S. 223 Zeile 38 Lamina statt Lamnia.
S.226 Zeile 17 nigripes statt nigriceps.
S. 228 Zeile 41 Ateles statt Meles.
S. 237 Zeile 36 gänzlich. In statt in.
S. 240 Zeile 8 er ist X ähnlich statt — ähnlich.
S. 247 Zeile 28 Sus scrofa. Schädel. statt Sus scrofa-Schädel.
S. 254 Zeile 20 angefressen statt gefressen.
S. 272 Zeile 13 mauritianus statt mamitianus.
Bericht
über
die geographische Verbreitung, die Systematik
und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895.
Von
Dr. W. Kobelt.
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in Australia and Tasmania, with its distribution. Ibid. p. 725.
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. 203.
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— new species of Land-shells from Puget Sound. Ibid. p. 129.
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vol. 9 p. 10.
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die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895. 389
— Description d’une nouvelle @spece de Modiola, provenant du
littoral oceidental de la France. — In: Feuill. Jeunes Naturalistes
Ye 299.90
— vide Bucquoy.
Davis, J. R. A., the habits of Limpets. — In: Nature, vol. 51,
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5 — Das Vorkommen von Claus. grimmeri, Parr. in Kärnten. —
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Girard, A. A., sur le Tyrophorella thomensis, Greeff, gastero-
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with pl.
390 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
— Description of a supposed new species of Land-Mollusk of
the genus Parmarion from Pulo-Laut, an island off the south-east
coast of Borneo. — In: Ann. nat. hist. ser, 6 vol. 16 p. 434, with pl.
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Referent hat, durch die reiche Ausbeute von Rolle aus den
Ländern am hinteren Mittelmeer veranlasst, die Fortsetzung des
siebenten Bandes der Neuen Folge von Rossmässler’s Ikonographie
unterbrochen und einen mit Rolle gemeinsam herausgegebenen
Supplementband eingeschoben, der ausschliesslich diesen Gebieten
gewidmet ist; es sind 2 Doppellieferungen erschienen. In denselben
werden ausführlich erörtert die geographische Verbreitung der
orientalischen Unio mit zahlreichen Faunenverzeichnissen, der Gat-
tung Zonites Montfort und der Untergattungen Levantina und Pomatia
bei Helix.
Zahlreiche paläarktische Najaden von verschiedenen Fundorten
beschreibt Drouet.
Die Verbreitung der Gattung Clausilia erörtert in eingehendster
Weise Stoll.
Deutschland. Hortzschansky giebt einige Notizen über die
Hainleite, das Glazer Schneegebirge, wo Vitrina kotulae zum ersten
Mal in Deutschland nachgewiesen wird, und aus der Mark Branden-
burg. — Wehner hat Xerophila striata var. nilsoniana bei Ochsen-
furt, wahrscheinlich mit Kleesamen eingeschleppt, gefunden. —
Goldfuss berichtet über die Molluskenfauna von Lähn in Schlesien;
von Interesse das Vorkommen von Daudebardia rufa. — Derselbe
giebt einen neuen Fundort für P. ronnebyensis in Nord-Deutschland.
— Brockmeyer hat Lithoglyphus naticoides im Rhein bei Düssel-
dorf nachgewiesen. — Derselbe berichtet über die Süsswasser-
fauna der Umgebung von Plön.
Schweiz. Ehrmann giebt einen Beitrag zur alpinen Fauna.
— Scharff berichtet über die Fauna der Umgebung von Mürren
und vom Brünig-Pass.
Oestreich und Westalpen. Paar hat Campylaea intermedia
in Tirol nachgewiesen. — Gallenstein veröffentlicht die erste Ab-
theilung einer Molluskenfauna von Kärnten, die Bivalven enthaltend.
— Derselbe berichtet über das Vorkommen von Olaus. grimmeri
Parr. und die Fauna mehrerer Punkte in Kärnten. — Stossich
behandelt die Fauna der Venetianer Alpen. — Blazka zählt die in
den Prager Gärten vorkommenden Mollusken auf. — Ulieny einige
für Böhmen neue Arten.
Ungarn. Brancsik giebt Beiträge zur Kenntniss der Mollusken-
fauna des Comitats Trencsin in Ober-Ungarn und seiner Nachbar-
gebiet. — Traxler zählt die Fauna der Umgebung von Mun-
kacs auf.
Macedonien. Brusina macht einige interessante Bemerkungen
über die von Sturany entdeckten Reliktenformen im Ochrida-See.
400 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Mittelmeerregion.
Portugal. Eine Anzahl neuer Arten beschreibt Locard.
Italien. Eine grössere Zahl Helix, Pupa, Pomatias ete. aus
Sizilien und von der kleinen Insel Levanzo beschreibt Gregorio.
— Die Arbeit von Arbanasich über die Fauna der Insel Sardegna
ist dem Referenten nicht zugegangen.
Frankreich. Die Fauna der Haute Garonne zählt Gour-
don auf.
Algerien. Einige algerische Nacktschnecken, darunter 2 neue
Amalia, zählt Collinge auf.
Orient s. oben.
Atlantische Inseln.
Krause zählt die von ihm auf Tenerifa gesammelten Schnecken
auf, keine n. sp. — Collinge beschreibt eine neue Amalia.
Südarabien.
Martens beschreibt einen neuen Buliminus aus Südarabien. —
Melvill einen Buliminus und ein Otopoma.
2. China und Japan.
China. Sykes beschreibt zwei neue Clausilien aus Yünnan;
dieselben gehören zur Untergattung Pseudonenia (Garnieria).
Japan. Die japanesischen Zoologen fangen an, ihrer Mollusken-
fauna Beachtung zu schenken und Arbeiten darüber zu veröffent-
lichen, leider in ihrer Muttersprache und ohne Resume in einer
europäischer Sprache, so dass wir über die im Litteraturverzeichniss
angeführten Arbeiten nicht berichten können. — Pilsbry giebt eine
Zusammenstellung der von Japan bekannten Landschnecken.
3. Hinterindien.
Tonkin. Dautzenberg beschreibt eine neue Geotrochatella.
Burma. Smith beschreibt eine neue Helix.
4. Indo-malayisches Gebiet.
Andamanen und Nicobaren. Godwin-Austen giebt ein
Verzeichniss der Landmollusken.
Sumatra. Simroth beschreibt eine neue Vaginula.
Borneo. Smith zählt die Fauna des nördlichen Borneo auf
mit zahlreichen neuen Arten. — Schepman die von der hollän-
dischen Expedition im Innern von Borneo gesammelten Mollusken;
— Godwin-Austen, Öollinge und Drouöt verschiedene einzelne
Arten.
Philippinen. Quadras & Moellendorff beschreiben über
100 neue Arten.
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 401
Palawan. Smith zählt die Fauna der Insel auf; die neuen
Arten sind unten namhaft gemacht.
5. Molukken und Melanesien.
Molukken. Kobelt beschreibt eine neue Phania von Halmahera.
Neu-Guinea. Smith, Moellendorff, Strubell, Ancey und
Brancsik bereichern die Fauna der Insel um zahlreiche Arten, die
aber wieder sämmtlich der Osthälfte angehören und das Gesammt-
bild der Fauna nicht wesentlich verändern. Von besonderem zoo-
geographischen Interesse sind der Nachweis eines Buliminus [voraus-
gesetzt, dass es sich nicht um eine buliminusförmige Eulotide handelt]
und des sehr eigenthümlichen Cyclotus kubaryi durch Moellendorff
[der Cyclotus ist seitdem zu einer eigenen Untergattung Papuo-
cyclus Mlldff. erhoben worden].
Bismarck-Archipel. Ancey beschreibt eine Papuina und eine
Pupina.
Salomons Inseln. Brazier beschreibt einige neue Varietäten
von Placostylus miltocheilus.
Neu-Caledonien. Die Helicinen der Loyalitäts-Inseln zählen
Melvill & Standen auf. — Sykes macht eine Anzahl Bemer-
kungen über das Crosse’sche Verzeichniss. — ÜCrosse fügt seinem
Verzeichniss 2 Arten zu (1n. sp.).
6. Sandwichs-Inseln.
Baldwin beschreibt eine grosse Anzahl neuer Achatinellen.
Er hat durch Untersuchung der Zungenzähne gefunden, dass die
erdbewohnenden Arten phylogenetisch von den baumbewohnenden
verschieden sind und als eigene Gattungen anerkannt werden müssen.
7. Australien und Neuseeland.
West-Australien. Hedley macht eine Anzahl Bemerkungen
und Zusätze zu dem Faunenverzeichniss von Smith (cf. Bericht 1894
p. 327).
Neu-Süd-Wales. Hedley berichtet über die Molluskenfauna
des in alpine Region aufragenden Mount Kosciusko. Sie zeigt
generisch einen antarktischen, specifisch einen tasmanischen Cha-
rakter, besteht übrigens nur aus 10 Arten (7 Endodonta, 1 Flammu-
lina, 1 Chloritis und 1 Rhenea).
Neu-Seeland. Suter giebt einige Zusätze und Berichtigungen
zu seinem Verzeichnis. — Travers behandelt das Vorkommen
der grösseren Paryphanta-Arten. — Sykes beschreibt eine neue
Endodonta. — Kingsley hat Paryphanta hochstetteri auch in tieferen
Lagen gefunden.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. BA. II. H. 1, 26
-
402 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
8. Afrika.
Innerafrika. Ancey erörtert die Faunen der grossen inner-
afrikanischen Seen und ihr Verhältniss zu einander. — Martens
zählt die von Bottego am Dschub gesammelten Mollusken auf. —
Eine Anzahl Limicolaria und Achatina beschreibt Smith. — Eine
Achatina Rolle. — Gegen 50 neue Arten aus dem deutschen Öst-
afrika und namentlich dem Quellgebiet in drei verschiedenen Ar-
beiten Martens. h
Westafrika. Einen neuen Unio aus dem Senegal beschreibt
Drouß&t.
Südafrika. Melvill & Ponsonby zählen eine grössere An-
zahl neuer Arten, den Gattungen Ennea, Zingis, Helix, Achatina
und Cyclostoma (Ligatella) angehörend, auf. — Brot beschreibt
eine neue Melanie.
Madagascar. Einen neuen Leucotaenius beschreibt Sowerby.
9. America.
Vereinigte Staaten. Die Pisidien und die Vallonia-Arten er-
örterte in zwei Arbeiten Sterki. — Call behandelt die Unioniden
von Arkansas und bildet zahlreiche Arten auf 21 Tafeln ab. —
Clapp stellt die Mollusken von Alleghany Co., Pensylvania, zu-
sammen. Dall beschreibt eine neue Holospira aus Texas. —
Ihering erklärt nach einer sorgfältigen Untersuchung die Unio-
niden-Fauna von Florida nicht für eine selbständige, sondern für
eine verarmte Abzweigung der Mississippi-Fauna, in welcher Marga-
ritana ganz fehlt, Anodonta nur durch eine einzige Art repräsentirt
wird, und auch manche Unio-Gruppen fehlen, welche in Georgia
noch vorhanden sind. Die Alleghanies bilden durchaus nicht eine
so wichtige Faunenscheide, wie man gewöhnlich annimmt, weder
für die Najaden noch für die Fische.
Californien. Aus Unterkalifornien haben sowohl Cooper als
Rochebrune und Mabille Arbeiten veröffentlicht, welche die Mol-
luskenfauna der Halbinsel wesentlich bereichern; Columna ramen-
tosa ist als eine Bulimulide erkannt und damit wieder ein geo-
graphisches Räthsel aus der Welt geschafft worden.
Mexico. Eine Anzahl Landschnecken von der mexikanischen
Westküste zählt Cooper auf. — Dall berichtet über die von der
Kommission zur Festsetzung der amerikanisch-mexikanischen Grenze
gesammelten Landconchylien. — Rolle zählt 18 Arten von Colima
auf, davon neu eine Salasiella, ein Otostomus und 8 Orthalicus.
Centralamerika. Von dem grossen Werke von Fischer &
Crosse ist die fünfzehnte Lieferung erschienen; sie beschäftigt sich
wesentlich mit Bivalven. — Cockerell behandelt die central-
amerikanischen Arten von Veronicella.
Westindien. Simpson hat eine äusserst interessante Unter-
suchung über die Verbreitung der Land- u. Süsswassermollusken
in Westindien und die daraus zu ziehenden Schlüsse auf die Erd-
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 403
geschichte angestellt, die wir im vorigen Bericht nur genannt haben.
Er giebt eine Uebersicht der vorhandenen Gattungen und nament-
lich über das Verhältniss der einzelnen Inseln und Inselgruppen zu
einander. Er kommt zu dem Schluss, dass die Antillenfauna ihrer
Hauptmasse nach sich durch die ganze Tertiärperiode in ihren
heutigen Wohnsitzen entwickelt hat, dass aber dort sehr bedeutende
Niveauveränderungen stattfanden. Im Eocän fand eine sehr be-
deutende negative Strandverschiebung statt, die grossen Antillen
bildeten einen grossen Kontinent, der über Jamaica mit Central-
america zusammenhing und wahrscheinlich auch Südflorida einschloss;
Dann folgte eine Senkung, welche zuerst die Verbindungen aufhob,
dann Jamaica isolirte, später auch Cuba und schliesslich Haiti und
Portorico trennte, vielleicht auch Haiti in verschiedene Theile zer-
legte, bis nur noch die Hochgebirge hervorragten. Später trat
wieder eine Erhebung ein, die noch fortdauert. Die Bahamas er-
hielten ihre Mollusken von Cuba und Haiti, die Kleinen Antillen,
die erheblich jünger sind als die grossen, zum guten Theil vom
Festland von Südamerika. In jamaikanischen Miocänmergeln finden
sich die Untergattungen Pleurodonte, Thysanophora und Sagda und
die Deckelschneckengattungen Ptychocochlis und Lucidella.
Jamaica. Roper berichtet über Funde bei Mandeville auf
Jamaica.
Bahamas. Bendell giebt ein Verzeichniss von 25 auf New
Providence gesammelten Landconchylien und macht Bemerkungen
über die Faunen der anderen Inseln.
Kleine Antillen. Smith zählt dieLandmollusken von St. Vincent,
Grenada und den Grenadines auf.
Südamerika. Ancey beschreibt eine neue Nenia von Ecuador.
— Sowerby einen Bulimulus. — Jousseaume eine Ampullaria.
— Sowerby einen Bulimus aus Kolumbien. — Pilsbry zwei neue
Bulimus, Strubell eine Helix aus Brasilien.
Galapagos. Zwei neue Bulimulus beschreibt Dall.
Paraguay. Einen neuen Unio veröffentlicht Martens.
B. Meeresconchylien.
Arctisches Gebiet.
Grönland. Posselt zählt die Fauna von Ost-Grönland auf;
einige neue Arten sind unten aufgezählt.
Europaeo-atlantisches Gebiet.
Boreale Provinz. Appelöf giebt eine Aufzählung der Mollusken-
fauna des Herlö-Fjords in Norwegen.
Keltisch - germanische Provinz. Jordan beschreibt einige
neue Arten (Puncturella, Dentalium, Trochus, Eulima, Actaeon) aus
dem Faröe-Kanal und zählt zahlreiche neue Vorkommen von dort
auf. — Marshall beschreibt zwei neue Arten von England und
26*
404 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
giebt zahlreiche Berichtigungen zur Nomenclatur. — Garstang be-
schreibt zwei neue Nudibranchier. — Lokale Verzeichnisse lieferten
Herdman, Chaster, Warren, Standen. — Bemerkungen über
eine Anzahl weniger bekannter Arten macht Chaster. — Raey-
mackers theilt Beobachtungen mit über das Verschwinden von
Mya arenaria und von Alderia scaldiana aus dem Gebiet der unteren
Schelde. — Vincent hat leere Schalen von Eastonia rugosa an der
belgischen Küste bei Knocke gefunden.
Lusitanische Provinz. Joubin behandelt die von dem Fürsten
von Monaco gesammelten Cephalopoden des mittleren atlantischen
Ozeans (ln. gen., 6.n. sp.). — Nobre zählt die Fauna von Madera
auf. — Vincent eine Anzahl bei Huelva und Aquilas in Südspanien
gesammelte Arten. — Eine neue Modiola von der französischen
Westküste (M. gallica) beschreibt Dautzenberg.
Mittelmeer. Von dem schönen Werk von Buequoy, Dautzen-
berg u. Dollfus sind die Donacidae, Psammobiidae, Solenidae und
Mesodesmatidae in gewohnter sorgsamer Bearbeitung erschienen. —
Die Fauna von Sardegna zählt Arbanasich auf (Octopus Monte-
rosatoi n. sp... — Eine neue Bulla von den Balearen beschreibt
Pilsbry. — Neue Arten von der sizilischen Küste veröffentlicht
Gregorio. — Zahlreiche an der Küste von Algerien und Tunisien
gesammelte Arten zählt Dautzenberg auf. — Brusina berichtet
aber die interessante Ausbeute der Yacht Margita im Quarnero und
im sogenannten Prokljan-See in Dalmatien.
Südatlantisches Gebiet.
Eine neue Pollia vom Senegal beschreibt Bavay.
Südafrikanisches Gebiet.
Eine neue Engina von Natal beschreibt Melvill.
Indopacifisches Gebiet.
Maskarenische Provinz. Dautzenberg zählt eine Anzahl
Arten von Nossi-be bei Madagaskar auf und weist die seither nur
fossil bekannte Gattung Berthelinia lebend nach. — Melvill be-
schreibt eine neue Mitra von Mauritius.
Rothes Meer. Jousseaume setzt die Veröffentlichung neuer
Arten von Aden fort; auch Melvill beschreibt einige neue Arten
von da, Sowerby einen neuen Conus aus der Bucht von Zeila.
.Arabischer Meerbusen. Sowerby zählt eine Reihe neuer
Arten von der Mekranküste und der Indusmündung auf. — Smith
giebt einen sehr wichtigen Beitrag zur Fauna durch die Bearbeitung
der von dem „Investigator“ gedrakten Mollusken; eine neue Pleuro-
tomidengattung (Pontiothaumax) und zahlreiche neue Arten werden
unten aufgezählt, — Die Fauna des Golfs von Manaar zählt Thur-
ston auf.
die Systematik und die Biologie ete der Mollusken im Jahre 1895. 405
Philippinen. Boettger giebt eine sorgfältige Bearbeitung der
philippinischen Pleurotomiden mit zahlreichen neuen Arten. —
Kobelt beschreibt drei neue Cerithidea.
Liukiu-Inseln. Pilsbry zählt mit der Fauna von Japan auch
die dieser Inseln auf.
Neu-Guinea. Brancsik zählt eine Anzahl Arten auf und be-
schreibt einige neue (Triton, Vertagus, Donax).
Neu-Caledonien. Melvill & Standen zählen die Fauna der
Loyalitätsinseln auf und bilden zahlreiche neue Arten ab.
Südaustralisches Gebiet.
Vergo zählt die Fauna von Südaustralien auf und beschreibt
zahlreiche neue Arten. — Brazier, Cox, Hedley, Sowerby be-
schreiben neue Arten von Südaustralien und Tasmanien. — Hector
beschreibt eine neue Anomia von Neuseeland.
Sandwichs-Inseln.
Dall zählt in einer sehr wichtigen Arbeit die von amerikanischen
Schiffen im Tiefwasser vor den Inseln gedrakten Mollusken auf und
beschreibt zahlreiche neue, zum Theil sehr eigenthümliche Arten. —
Standen weist Hawaii als die Heimath der seltenen Cypraea
tessellata nach.
Nordpacifisches Gebiet,
Alaska. Dall beschreibt eine Anzahl neuer Arten aus dem
Tiefwasser nördlich der Sandwichsinseln und aus dem Beringsmeer
und bildet zahlreiche früher beschriebene Arten zum erstenmal ab.
Japan. Pilsbry giebt nach den Sammlungen von Stearns
eine Zusammenstellung der marinen Molluskenfauna von Japan mit
zahlreichen neuen Arten. — Henderson giebt einige Sammler-
notizen aus Japan. Die japanischen Arbeiten von Jjima & Ikeda
und Mitsukuri & Ikeda enthalten einige neue Arten. — Eine
neue Defrancia von Japan beschreibt Melvill.
Californien. Eine grössere Anzahl Varietäten von der West-
küste der Halbinsel zählt Mabille auf. — Einzelne kalifornische
Arten beschreiben Hemphill und Dall.
Panama-Gebiet.
Zahlreiche Arten vom Golf von Californien bis Panama, von
den Galapagos und der Cocos-Inseln beschreibt Dall. — Eine
Anzahl Arten auch Rochebrune.
406 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Südamerikanisches Gebiet.
Die argentinischen Voluta behandelt Lahille; er beschreibt
drei neue Arten. — Eine neue Gattung (Philobrya) von Patagonien
beschreibt Dall.
Westatlantisches Gebiet.
Guppy zählt die Fauna des Golfs von Paria auf. Einzelne
Arten beschreiben Dall, Pilsbry, Melvill, Kobelt.
II. Systematik.
A. Cephalopoda.
Dibranchiata.
Octopoda.
Octopus (Lam.) alberti n., nordatlantischer Ozean; Joubin p. 18; — monte-
rosatoi n. Sardegna; Arbanosich p. 268.
Opisthoteuthis (Verr.) depressa n. Japan, Lima & Ikeda, J. Coll. Japan
vol.8 p. 33.
Tremoctopus (delle Chiaje) hirondellei n.nordatlantischer Ozean. Joubinp.10.
Dekapoda.
Architeuthis (Steenstr.). Ueber den Fang eines riesigen, wahrscheinlich zu
dieser Gattung gehörigen Dekapoden berichten Mitsukuri & Ikeda, Tokio,
Zool. Mag. vol. 7 p. 39.
Chirotheuthis (d’Orb.) grimaldii n. nordatlantischer Ozean; Joubin p. 38.
Lepidoteuthis (Joubin n. gen.) grimaldii n. Azoren; Joubin C.R. p. 1172,
mit Textfig.
Spirula (Lam.). Huxley und Pelseneer habeu durch Untersuchung des
von Challenger erbeuteten Exemplares die Stellung der Gattung aufgeklärt; es
ist ein Aegopside, phylogenetisch den Belemniten nächstverwandt.
Taonius (Steenstr.) richardi n., nordatlantischer Ozean; Joubin p. 46.
Tracheloteuthis (Joub.) guernei n., nordatlantischer Ozean; Joubin p. 34.
B. Gastropoda.
I. Prosobranchia.
a) Peetinibranchia.
a. Proboscidifera.
Muricidae und Purpuridae.
Coralliophila (Lawm.) stearnsii n. Japan; Pilsbry p. &.
Murex (L.) multiplicatus (Haustellum) n. West-Australien; Sowerby p. 216
t.13 fig.5; — tatei n., Südaustralien; Vergo p. 84; — robustus n. Süd-
australien; id. p. 85.
Oecinebra (Leach) benedieta n. Lifu, Loyalitäts-Inseln, Melvill&Standen
p. 108 t.2 fig. 12; — eircumtexta var, aurantia n. Los Angeles; Stearns p. 16-
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895, 407
Tropbon (Montf.) disparilis (Boreotrophon) Dall zuerst abgebildet bei Dall,
Pr. U. St. Nat. Mus. XVII t.27 fig. 4; — (Bor.) seitulus Dall desgl. t. 27 fig. 5.
Fasciolariidae.
Fusus (Lam.)? rufocaudatus n. Panama; Dall P. U. St. Mus. p. 12.
Latirus (Montf.) walkeri n. West-Australien; Melvill p. 223 t. 14 fig. 9;
— aurantiacusn. Süd-Australien: Vergo p. 89; — pulleinei n. ibid., id. p. 90.
Buceinidae.
Aneistrolepis n. subg. Chrysodomi. Shell buceinoid, with a short twisted
canal; opereulum straight, claw shaped, coneave with apical nucleus; penis on a
stout stalk, with the distal extremity enlarged, foot-sbaped, solid, without eurved
or attenuated point; dentition like Chrysodomus. Typus Chr. (A.) eucosmius
Dall; Dall, Pr. U. St. Nat. Mus. XVII p. 709
Beringius (Dall), frielei n. Beringsmeer; Dall, Pr. U. S. Nat. Mus. XVII
p. 711 t.27 fig. 8; — aleuticus n. Aleuten; id. ibid. p. 711 t. 29 fig. 2.
Buceinum (L ) aleuticum n. Aleuten; Dall,1.c. p. 706 t. 27 fig. 7; — ovulum n.
Aleuten; id. ibid. p. 707 t. 30 fig. 6; — strigillatum Dall zuerst abgebildet ibid.
t. 27 fig. 9.
Chrysodomus (Swains.) insularis n. Pribiloff Inseln, Beringsmeer; Dall,
l.c. p. 707 t.29, fig.3; — periscelides Dall, abg. t. 27 fig. 6, phoeniceus Dall,
t. 29 fig. 1; — itbius Dall t.29 fig. 4; — (Sipho) hypolispus Dall t 27 fig. 1; —
(S.} acosmius Dall t. 27 fig.3; — (S.) halibrectus Dall t. 29 fig. 9; — (Aneistr.)
eucosmius Dall t.29 fig. 7; — (Ane.) magnus n. Beringsmeer; id. p. 709 t. 29
fig. 5.
Clea (Ad.) bangueyensis n. Banguey Insel. Smith, Pr. mal. Soc. p. 253
Textfig. — nigricans var. parva n. Sarawak, granulata n. Busan, natunensis n.
Natunas; id. p. 252.
Cominella (Gray) brunneoeineta n. Panama; Dall, Pr. U. St. Nat. Mrs.
XVIH p.11.
Engina (Gray) mundula n. Loyalitätsarchipel; Melvill & Standen p. 105
t. 2 fig. 6. — spica n. ibid., id. p. 105 t.2 fig. 12; — iodosia Ducl. wieder auf-
gefunden und neu abgebildet ibid. t. 3 fig.20. — sinensis Melv. zuerst abgebildet
ibid. t.3 fig. 27 und Pr. mal. Soe. t. 14 fig. 14; — zatrieium Melv. t. 2 fig. 4; — cumin-
giana n. St. Thomas, Westindien; Melvill, Pr. mal. Soc. p. 226 t. 14 fig. 13; — nata-
lensisn. Natal, id. p. 226 t.14 fig. 12; — layardi n. Oeylon, id. p. 227 t.14 fig. 15.
Pisania (Gray) bednalli n. West-Australien; Sowerby p.215 t.13 fig. 6.
Pollia (Gray) dautzenbergi n. Senegal; Bavay, Naturaliste p. 100 Textfig.
Siphonalia (Gray) hyperodon n. Japan; Pilsbry Japan p. 30.
Strombella (Moerch) melonis Dall zuerst abgebildet bei Dall l.c. t.28
fig.2, 3; — fragilis Dall t.28 fig.4; — middendorffi Dall t.28 fig.1.
Suleosinus n. subg. Buceini, shell thin, with a deeply channelled suture,
strongly reflected lip, and thick parietal callous deposit. Dall, Pr. U. St. Nat.
Mus. XVII p. 707; Typus B. taphium, zuerst abgebildet ibid. t.29 fig. 6.
Mohnia (Friele) frielei Dall zuerst abgebildet bei Dall].c. t.29 fig. 8.
Bullia (Gray) nitida n. Mekran Küste; Sowerby, Pr. mal. Soe. p. 278 t. 18.
fig. 3, 4.
408 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Nassidae.
Desmoulea (Gray) binominata nom. nov. für D. japonica A. Ad.; Pilsbry
p. 37.
Nassa (Lam.) turrifera n. Küste Koromandel; Smith, Ann. N. H. 16 p.5
t.1 fig.6; -—— pseudoconeinna n. arabischer Meerbusen; id. p.263; — hypolia n.
Pilsbry Japan p. 37.
Nassodonta (Ad.) insignis Ad. wird von Smith, Pr. mal. Soe. p. 257
genauer beschrieben; die Heimat ist nicht der Peiho River in China, sondern
wahrscheinlich Malabar.
Phos (Montf.) cocosensis n. Kokosinsel im Golf von Panama; Dall, Pr. U,
St. N. Mus. XVII p. 11.
Columbellidae.
Columbella (Lam.) perversa (Strombina) Kobelt in: M. Ch. p. 189 = nivea
Rve nec Sow.
Mitrella (Risso) pacei n. Küste Koromandel; Smith, Ann. nat. Hist. (VI) 16
p-5 t.1 fig.7; — (? Atilia) pleurotomoides n. Japan; Pilsbry Japan p. 39,
Volutidae.
Die südamerikanischen Volutiden und ihre Phylogenie behandelt Lahille.
Neu: oviformis p. 312; — ambiguan. p. 319; — paradoxa n. p. 321 sämmtlich
von der Küste von Argentinien.
Scaphella (Swains.) benthalis n. Golf von Panama; Dall, Pr. U. St. Nat.
Mus. XVII p. 13.
Tractolira n. gen. Typus Tr. sparta n. Panama; Dall, l.c. p. 12, 13
(wahrscheinlich eine verkümmerte Abyssalform der Volutiden).
Mitridae.
Mitra (L.) evelynae (Pusia) n. Mauritius; Melvill p. 221 t.14 fig. 1; —
(Costellaria) eudyanthe n. unsicheren Fundortes, id. p. 222 t. 14 fig. 2; — (Pusia)
shoplandi n. Aden; id. p. 222 t. 14 fig. 3; — (Strigatella) nebrias n. Aden; id.
p. 222 t. 14 fig. 4; — xerampelina n. Aden; id. p. 223 t.14 fig.5; — (Turricula)
superbiens n. West Australien; id. p. 223 t. 14 fig. 6; — (Volutomitra ??)
honesta n. Lifu, Loyalitätsarchipel, Melvill & Standen p 101 t.3 fig. 17; —
(Chrysame) fulvosulcata Melv. zuerst abgebildet ibid. t. 3 fig. 32; — (Costellaria)
exasperata var. hadfieldi n. Lifu; iid. p. 102 t.2 fig. 14; — (C.?) nitidissima n.
ibid., iid. p. 102 t.3 fig. 19.
Olividae.
Olivella (Swains.) graeilis var. gaylordi n. Golf von Californien; Ford,
Nautilus p. 103 t. 2 fig. 14.
Tritoniidae.
Triton (Lam.) confinis (Lagena) n. Neu Guinea; Branesik p. 211.5 fig. 1.
Doliidae.
Benthodolium (Fischer) pacificum n. Golf von Panama; Dall p. 11.
Natieidae & Vanikoridae.
Natica (Lam.) albospira n. Ceylon; Smith, Ann. nat. Hist. XVI p.6 t.1
fig. 8; — candidula n. ibid., id. p. 6 t.1 fig. 9.
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895. 409
Polynices (Montf.) sandwichensis (Lunatia) n. Tiefwasser an Hawaii, Dall,
P. U. St. Nat. Mus. XVII p. 684 t. 26 fig. 8.
Sigaretus (Lam.) parvus n., Küste Koromandel; Smith, Ann. nat. Hist.
ZNVT 9:7 PIE UV!
Vanicoro (Gray) japonica n. Japan; Pilsbry Japan p. 70.
Capulidae.
Capulus (Mtft.) irregularis n. Arabischer Meerbusen; Smith, Ann. nat.
Hist. XVI p. 264.
Crepidula (Lam.) cerithicola n. Golf von Paria; Guppy p.125; — nebu-
lata n. Unter-Kalifornien; Mabille p. 57.
Gymnoglossa.
Eulima (Risso) martyn-jordani n. Farör-Kanal; Jordan p. 266 t.16 fig. 5;
— frielei n. ibid., id. p. 266 t.16 fig. 6.
Niso (Risso) venosa n. Mekran-Küste; Sowerby p. 279 t.18 fig. 10, 11.
Odostomia (Flem.) oblongula n. Minch, Schottland; Marshall p. 38.
Syrnola (Ad.) mossiana n. Lifu; Melvill & Standen p.122 t.2 fig.16.
b. Toxoglossa.
Conidae.
Conus (L.) coxianus n. Bucht von Zeila; Sowerby p.215 t.13 fig.7; —
elegans n. Persischer Meerbusen; id. p. 215 t.13 fig. 8; — waterhouseae n. Salo-
monen; Brazier p.471.
Cancellariidae.
Cancellaria (Lam.) centrotan. Panama; Dall, P. U. St. Nat. Mus. vol. XVII
p.13; — id. n. ibid., id. p. 14.
Terebridae.
Terebra (Lam.) nectarea (Myurella) n. Lifu, Loyalitäts-Inseln; Melvill &
Standen p.91 t.2 fig. 2.
Pleurotomidae.
Bela (Leach) erythraea n. Suez; Jousseaume, Naturaliste, p. 147 (die
generische Bestimmung sehr verdächtig).
Borsonia (Bell) armata n. Philippinen; Boettger p.11.
Clathurella (Carp.) quadrasi (Bellardiella) n. Philippinen; Boettger p. 48;
— (Hemilienardia) subbilirata n. ibid., id. p. 54; — (Pseudodaphnella) chlorocincta
n. ibid., id. p. 59.
Clavus (Montf.) rugizonatus n. Lifu, Loyalitäts-Inseln; Hervier p. 142;
— protentus n. ibid., id. p.143; — gibberulus n. ibid., id. p. 143; — leforestieri
n. ibid., id. p. 143.
Cythbara (Schum.) compressicosta n. Philippinen; Boettger p.42; — di-
conus n. ibid., id. p. 45.
Daphnella (Hinds.) quadrasin. Philippinen; Boettgerp.61; — dulcinea n.
Lifu; Melvill & Standen p.91 t.3 fig. 25.
Defraneia (Mill.) japonica n. Japan; Melvill, P. mal. Soc. p. 227 t.14
fig. 11.
410 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Drillia (Gray) quadrasi n. Philippinen; Boettger p.9; — fugata n. Cey-
lon; Smith, Ann. nat. Hist. XVI p.4 t.1 fig.5; — jousseaumi n. Aden; Mel-
vill p.221 t.14 fig. 10; — microscelida n. Tiefwasser bei Hawaii; Dall, P. U.
St. Nat. Mus. XVII p.677; — prineipalis n. Japan; Pilsbry, Japan p.17; —
? tokyo@nsis n. ibid., id. p. 18; — carnicolor n. Lifn; Hervier p. 141; — suavis
n. ibid., id. p. 141.
Eueyelotoma n. subg. Clathureliae: Schale auffallend fest, weiss, mit Spiral
kielen, Mündung senkrecht, mitten nicht vorgezogen, ungezähnt, die Ineisur
zirkelrund, nur durch einen Schlitz mit dem Aussenrand verbunden. Typus Cl.
tricarinata Rve; Boettger p.55.
Glyphostoma (Carp.) lamproideum n. Lifu, Loyalitäts-Inseln; Hervier
p. 144; — jousseaumei n. ibid., id. p. 145; — leucostigmatum n. ibid., id. p. 145;
— comptum var. nana n. ibid., id. p. 146; — aubryanum n. ibid., id. p.146; —
globulosum n. ibid., id. p. 147. — marchei var. tubereulifera n. ibid., id. p. 147;
— disconieum n, ibid., id. p. 148; — subspurcum n. ibid., id. p. 148; — goubini
n. ibid., id. p. 149; — crosseanum n. ibid., id. p. 149; — melanoxytum n. ibid.,
d. p.150; — tigroidellum n. ibid., id. p. 150; — fastigiatum n. ibid., id. p. 151;
— strombillum n. ibid., id. p.151: — alphonsianum n. ibid., id. p.236; — cal-
listum n. ibid., id. p. 237, — parthenicum n. ibid., id. p. 238; — gaidei n. ibid.,
id. p 239, mit var. brachyspira n.; — trigonostomum n. ibid., id. p.239, mit var.
albescens n. und var. turrieulata n.; — alieiae n. Lifu; Melvill & Standen
p.95 t.2 fig. 15; — calcieineta n. ibid., iid. p.95 t.3 fig. 21; — cremonilla n.
ibid., iid. p. 96 t.3 fig. 31; — emmae n. ibid., iid. p.96 t.3 fig. 24; — ?theskela
n. ibid., iid. p. 97 t.3 fig. 26.
Hemilienardia n. subg. Clathurellae: Schale klein, bunt, ohne Querfältchen
auf der Spindel; Typus Cl. malleti Recl.; Boettger p.52.
Mangilia (Leach) townsendin Mekran-Küste; Sowerby, p.278t.18 fig. 1,
2; — edentula n. Philippinen; Boettger p.12; — quadrasi n. ibid., id. p. 15.
Paraclathurella n. sect. Clathurellae; Schale schlanker, dünner, die Skulptur
aus feinen Radial- und Spiralstreifen oder aus blossen Spiralstreifen bestehend;
Ineisur seichter; Mündung hoch und schmal, Aussenrand mit einer Reihe von
Zähnen oder Zahnfalten; Typus Cl. gracilenta Rve.; Boettger p.56.
Pleurotoma (Lam.) vagata n. Ceylon; Smith, Ann. n. H. XVI p.3 t.1
fig. 2; — praesignis n. ibid., id. p.3 t.1 fig. 4; — kamakurana n. Japan; Pilsbry,
Japan p.16; — (Steiraxis) aulacan. Westküste von Mexiko; Dall, P.U. St.
Nat. Mus. XVIIL p. 14.
Pleurotomella (Verrill) castanea n. Galapagos; Dall, Pr. U. St. Nat. Mus.
XVII p.15; — gypsina n. Tiefwasser bei Hawaii, id. XVII p. 678 t.30 fig. 10.
— hawaiiana n. ibid., id. p. 679; — ?climacella n. ibid., p.679 t.31 fig.4. —
(Spergo) glandiniformis n. ibid., id. p.680 t.24 fig.1, 2. — (Sp.) daphnelloides n.
ibid., id. p. 683 t.31 fig. 11.
Pontiothauma n. gen. Pleurotomidarum: T. fusiformis, haud umbilicata, an-
tice rostrata, oblique plicata, spiraliter lirata et sulcata; apertura antice breviter
canaliculata; columella simplex, haud plicata; labrum tenue, postice late sed haud
profunde sinuatum; operculum nullum. — Typus P. mirabile n. Tiefwasser an
der Malabarküste, 2500 m; Smith, Ann. nat. H.XVI p.2 t.1 fig. 1; — abyssi-
cola n. ibid., id. p.2 t.1 fig. 2.
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 411
Pseudodaphnella n. subg. Clathurellae; Schale bunt, mit weniger tiefem,
vorn und hinten gleich breitem Ausschnitt, weiter Mündung mit kurzem Kanal,
meist regelmässiger Gitterskulptur, stumpfer Aussenlippe mit feinen Querleist-
chen; Typus: Cl. philippinensis Reeve; Boettger p.58.
Pseudorhaphitoma n. subg. Clathurellae; Schale dick, thurmförmig, mit
eckigem Querschnitt, einfarbig, mit regelmässig über einander stehenden Varices,
kleiner Mündung, schinaler seichter Incisur, einem stärkeren Zähnchen an dem
oberen Theil der Aussenlippe und ungefalteter Spindel. Typus: Cl. fairbanki Nev.;
Boettger p.56.
Spergo n. subg. Pleurotomellae; shell large, thin, nearly destitute of scul-
pture, with an unrecurved pillar, a short wide straight canal, a wide shallow
emargination representing the anal notch, and generally feeble anal fasciole ex-
cept in the very young; a sharp outer lip, unarmed aperture, and Sinusigera
nucleus; Dall, Pr. U. St Nat. Mus. XVII p. 680.
c. Rostrifera.
Cerithiidae.
Cerithium (Brug.) tryoni nom. nov. für Cer. caledonicum Jouss.; Kobelt,
M. Ch. p. 160; — dichroum n. Lifu, Loyalitäts-Inseln; Melvill & Standen
p.115 t.2 fig.5; — (Cerithidea) quadrasi n. Philippinen; Kobelt |. c. p.176
t.33 fig.34; — (Vertagus?) moellendorffi n. ibid., id. p. 182 t.34 fig.1, 2; —
planiusculum n. ibid., id. p.188 t.34 fig. 11; — subatratum n. Westindien; id.
p. 193 t. 35 fig.6, 7; — (Vertagus) implicatus n.; Brancsik p. 217 t.5 fig. 2.
Triforis (Desh.) purpuratus n. Japan; Pilsbry, Japan p. 58.
Vermetidae.
Vermetus (Adans.) tokyoensis n. Tokyo, Japan; Pilsbry, Japan p.61.
Lacunidae.
Lacuna (Turt.) oxytropis n. Japan; Pilsbry, Japan p.63; — smithii n.
ibid., id. p. 63; — stenotomorpha n. ibid., id. p.64.
Melaniidae.
Melania (Lam.) lauterbachi n. Neu-Guinea; Brancsik p. 218 t.5 fig. 3.
Paramelania (Smith) flexuosa (Edgaria) n. Tanganyika; Martens, Nachrbl.
p. 186; — (Edg.) tiarella n. ibid., id. p. 187.
Rissoidae.
Barleeia (Clark) chasteri n. Lifu, Loyalitäts-Inseln; Melvill & Standen
p-120; — tineta n. Golf von Paria; Guppy p. 128.
Bemerkungen über die Stellung der Gattung macht Monterosato; der-
selbe zählt 4 europäische Arten auf.
Diala (Ad.) hardyin. Loyalitäts-Inseln; Melvill & Standen p.118t 2
fig. 10; — ludens n. ibid., iid. p. 118 t.2 fig. 3.
Paludinidae & Hydrobiidae.
Amnicola (Hald.) olivacea n. Alabama; Pilsbry, Nautilus VIII p. 115.
Bythinella (Moq.) palomasensis n. Palomas, Süd-Mexiko; Pilsbry, Nautilus
IX p. 68.
412 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Chilopyrgula n. gen. für Chilopyrgula sturanyi n. = Pyrgula annulata Stur.;
Brusina p. 368.
Ginaia n.gen. für Emmericia munda Stur.; Brusina p. 367.
Hydrorissoia n. gen.: t. russoiformis, alba, opereulata, conico-elongata, gra-
data, anfraetus angulati et multicarinati, carinis laevibus aut tubereulatis; aper-
tura integra, peristomate erassiusculo. Operculum corneum, inferne et a latere
nucleatum. Typus H. elegans n. Stromschnellen des oberen Mekong; Bavay
p. 91 t.6 fig.5: levayi n. ibid., id. p. 92 t.6 fig. 6.
Lacunopsis (Desh.) sphaerica n. Stromschnellen des oberen Mekong; Bavay
p.82 t.6 fig. 1; — coronata n. ibid., id. p. 83 t.6 fig.2; — levayi.n. ibid., id.
p.84 1.6 fig.3; — massiei n. ibid., id. p. 86 t.6 fig. 4.
Pachydrobia (Crosse) brevis n. Stromschnellen des Mekong; Bavay p.87
t.5 fig.2; — pellueida n. ibid., id. p.88 t.5 fig.3; — elongata n. ibid. id. p. 89
t.5 fig. 4; — suleata n. ibid., id. p.89 t.5 fig. 5.
Prososthenia (Neum.) quadrasi n. Philippinen; Quadras u. Moellendorff
p. 138.
Pyrgula (Jan) macedonica n.=P. thiesseae Sturany; Brusina p. 370.
Somatogyrus (Gill.) sargenti n. Alabama; Pilsbry, Nautilus VIII p. 102.
Stenothyra (Bens.) hybocystoides n. Stromschnellen des Mekong; Bavay
p. 93 t.6 fig. 7; — decollata n. Mindanao; Quadras & Moellendorff p. 77; —
quadrasi n. Manila, Negros, mit var. minor, iid. p. 138; — hyalina n. mit var.
lutescens n. Manila, iid. p. 139; — eyclothyra n. Montalban, iid. p. 139; — eristata
n. Mindanao; iid. p.140; — boettgeri n. Mainit bei Mindanao; iid. p. 140.
Trieula (Benson) hidalgoi n. Mainit bei Mindanao, Quadras & Moellen-
dorff p. 138; — elongatula n. Catanduanes; iid. p. 137.
b. Seutibranchiata.
a. Rhipidoglossa.
Trochidae & Turbinidae.
Bathybembix (Wats.) wood-masoni n. Tiefwasser an den Malediven; Smith
Ann. nat. Hist. XVI p.7 t.1 fig. 11.
Calliostoma (Herm.) sublaeve n. Ceylon; Smith Ann. Nat. Hist. XVI p.8
t.1 fig. 12; — iridium n. Westküste von Mexiko; Dall Pr. U. St. Nat. Mus.
XVII p. 7; — turbinum n. Golf von Kalifornien; id. p. 8.
Gibbula (Risso) townsendi (Enida) n. Mekran Küste; Sowerby p. 279 t.18
fig. 7—9; — eucosmia n. Japan; Pilsbry, Japan p. 96.
Margarita (Leach) retieulina (Solariella) n. Tiefwasser bei Hawaii: Dall,
Pr. U. St. Mus. XVII p. 684 1.26 fig. 9; — trigonostoma n. Faroe Kanal; Jordan
p. 265 t.16 fig.3; — coulsoni n. ibid., id. p. 266 t. 16 fig. 4.
Minolia (A. Ad.) gradata n. Kurrachi; Sowerby p.279 t.19 fig.5—6:; —
glaphyrella n. Lifu, Loyalitäts Inseln; Mellvill& Standen, p.125t.3 fig. 18;
— stearnsii n. Japan; Pilsbry; Japan p. 98.
Rossiteria nom. nov. für Solanderia Fischer; Brazier p. 728.
Solariella (Wood) nuda n. Unter-Kalifornien; Dall, Pr. U. St. Mus. XVII
p.9; — ceratophora n. Golf von Kalifornien; id. p. 8.
Teinostoma (A. Ad.) hidalgoana n. Singapore; Pilsbry, Nautilus p. 52.
Zizyphinus (Leach) adamsi nom. nov. für Z. comptus A. Ad.: Brazier
p. 568.
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 413
II. Opisthobranchiata.
a) Tectibranchiata.
Actaeonidae.
Actaeon (Montf.) browni n. Faröe-Kanal; Jordan p.267 t. 16 fig. 7.
Pugnus n. gen. für P. parvus n. Sydney; Hedley p. 106.
Akeridae.
Pilsbry errichtete eine eigene Familie für die Unterfamilien Akerinae,
Hamineinae und Volvatellinae.
Haminea (Leach) binotata n. Liu-kiu Inseln; Pilsbry, Japan p.185; —
eairnsiana n. Melvill u. Standen p. 89.
Bullidae,
Kobelt beginnt in Martini u. Chemnitz mit einer Monographie der ganzen
Familie.
Atys (Montf.) martensi nom. nov. für Bulla suceisa Ad. nec Ehrbg.;
Kobelt p.18 t. 6 fig.5.
Mieromelo n. gen. für Bulla undata Brug.; Pilsbry p. 391.
Aplysiidae.
Pilsbry will den Namen zu Gunsten von Tethys kassiren; Ann. nat. Hist.
XVI p. 424.
Aplysia (L.) mouhoti n. Siam; Gilchrist p. 404; — floridensis n. Florida;
Pilsbry p. 82; — panamensis n. Panama; id. p. 88.
Pleurobranchidae.
Pleurobranchus (Cuv.) digueti n. Golf von Californien; Rochebrune, Bull.
Mus. Paris I p. 240.
b) Nudibranchia.
Ceratosoma (Gray) jousseaumi n. Rothes Meer; Rochebrune, Naturaliste
p. 55; — rhopalicum n. ibid., id. p. 55; — lixin. Torresstrasse; id. p. 56; — gibbosum
n. jbid., id. p.57; — francesii n. Noumea, id. p. 58.
Doris (L.) maculata n. Garstang p.167. — umbrella n. Golf von Kali-
fornien; Rochebrune, Bull. Univ. Paris, p. 239.
Doto (Oken)? occellifera n. Bermudas; Simroth, Plankton Exped. p. 108.
Hedyle n. gen. für H. weberi n., Indischer Ozean; Bergh, Verh. zool, bot.
Ges. Wien vol.45 p.5 (mit Anatomie).
III. Neurobranchiata.
a) Taenioglossa opisophthalma.
Vacat.
b) Taenioglossa ectophthalma,
Cyelophoridae.
Cyelophorus (Montf.) aetarum n., Quadras & Moellendorff, Nachrbl.
p. 78, Morong auf Luzon; — coronensis n., iid. p. 78; Koron im Kalamianes-
414 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Archipel, Philippinen; — ceratodes n. Prov. Camarines; iid. p. 142; — ptero-
eyelus n. ibid., iid. p. 142; -— kinabaluensis n Nord-Borneo;, Smith, P.Z.S
p.118 t.4 fig. 1; — volkensi n. Kilimandjaro; Martens, S.-Ber. p. 121; —
kubaryi n. Neu-Guinea, Moellendorff, P. mal. Soc. p. 238 t. 15 fig 7.
Ditropis (Blfd.) pusilla n., Quadras & Moellendorff, Nachrbl. p. 78,
Masbate, Philippinen; — adesmospira n. Prov. Camarines; iid. p. 142,
Lagochilus (Blfd.) tumidulum n., Negros u. Masbate; Quadras&Moellen-
dorff, Nachrbl. p. 79; — euryomphalum n. Samar; iid. p. 79; — cagayanicum n.
Cagayan; iid. p.80; — scalare n. Mindanao; iid. p. 80; — polytropisn. Mindanao;
jid. p. 81; — stepkanophorum n. mit var. minor n., Prov. Camarines; iid. p. 143;
— bangueyensis n. Banguey Ins, Smitb, P.Z.S. p. 120 t. 4 fig.6; — kina-
baluensis n. Kinabalu, id. p.121 t.4 fig.7; — conicus n. ibid., id. p.121 t.4
fig. 8; — balabacensis n. Balabak; id. p. 121 t.4 fig. 12; — quadrieinetum n.
Sarawak; id. p. 122 t.4 fig. 10; — altus Smith = mundyanus G. Austen prior.,
id. p. 122.
Leptopoma (L. Pfr.) poeeilum n. Masbate; Quadras & Moellendorff
p. 81; — pileolus n. Prov. Cagayan; iid. p. 143; — variansn. Luzon; iid. p. 144;
— geotrochiforme n. Sarawak; Smith p.119 t. 4 fig.3; — skertchlyi n. Mount
Ambrin in Nord-Borneo; id. p.119 t 4 fig. 4.
Cyelotidae.
Cyelotus (Swains.) palavanicus n. Palawan; Smith, P.Z.S. p.124 t.4
fig. 14; — (Psendocyclophorus) canaliculatus n. Deutsch-Neu-Guinea; Moellen-
dorff, P. mal. S. p. 238 t. 15 fig. 8.
Pterocyelus (Benson) latelabiatus n. Nordborneo; Smith, P.Z.S. p.116
t.3 fig. 23—25.
Platyrhaphe (Mlldff.) anthopoma n. mit var. media n. u. var. minor n., Morong
anf Luzon; Quadras & Moellendorff p. 81; — anocamptus n. Samar; iid. p. 82.
Cyathopomatidae.
Cyathopoma (Blfd.) mieroconus (Jerdonia) n. Prov. Cagayan, Quadras &
Moellendorff p. 140; — (J.) euspirum n. Camarines; iid. p. 141; — (J.) con-
eavospirum n. ibid., id. p. 141; — everetti n. Sarawak; Smith, Pr. 2. S. p.115
. 3 fig. 11, 12; — natalicium n. Camorta, Nicobaren; Godwin-Austen p. 453.
Pupinidae.
Poroecallia (Mlldff.) canalifera n. Katanduanes; Quadras & Moellen-
dorff p. 8.
Bellardiella (Tapp.). Einige Bemerkungen über die Gattung macht Ancey,
Naturäliste p. 256.
Pupina (Vign.) nasuta n. Neu-Guinea, Smith, A.N.H. p. 364 t. 20 fig. 17;
— beddomei n. Bismarck Archipel; Ancey, P.L.S. N.S. W. p. 225.
Pupinella (Gray) fultoni n. Neu-Guinea; Smith, A.N.H. p.305; — lute-
ola n. ibid., Brancsik p. 225 t.5 fig. 7.
Alycaeidae.
Alycaeus (Gray) quadrasi n. Cagayan; Quadras & Moellendorff p. 83;
— eyphogyrus n. Catanduanes; iid. p. 145; — congener n. Saravak; Smith;
P.Z.S. p.117 t.3 fig. 26; — sadongensis n. ibid,, id. p. 117 t.3 fig. 27; — fultoni
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895. 415
n. Moellendorff mss., Goromanton Insel; id. p. 117 t.3 fig.28; — globosus Ad.
var. muluana n., var. rabongensis n., var. kinabaluana n. und var, pygmaea n.,
Nord-Borneo; id. p. 116; — everetti Fult. = broti Aldr., id. p. 116.
Diplommatinidae.
Arinia (Ad.) dichroa n. Prov. Camarines; Quadras & Moellendorff
p.145; — chrysacme n. ibid., iid. p.145; — gibbosula n. ibid., iid. p.146; —
cylindrus n. Mariveles, iid. p. 146; — (Leucarinia) contracta n. Mindanao;
iid. p. 84.
Dianeta (Paradianeta) philippinica n. Masbate; Quadras & Moellen-
dorff p. 88.
Diplommatina (Bens.) heliscus (Diploptychia) n. Nueva Ecija, Quadras &
Moellendorff p.147; — masbatica n. Mabate; iid. p.85; — goniocampta n.
Mindanao; iid. p.86; — elegantissima n. Siquijor; iid. p. 86; — (Sinica) diplo-
loma n. Mindanao; iid. p.87; — (S.) mindanavica n. ibid., iid. p.87; — (8.)
eyrtochilus n. Busuanga, iid. p.88; — recta n. Balabak; Smith, P.Z.S. p. 122
t.4 fig. 11; — balabacensis n. ibid., id. p. 123 t.4 fig. 12.
Diploptychia n. sect. Diplommatidarum, Moellendorff, in, Quadras &
Moellendorff p.147, mit 2 Spindelfalten, 2 Gaumenlamellen u. 1 Parietale;
Typus D. heliscus n.
Helieomorpha (Mlldff.) globulus n. Busuanga; Quadras & Moellendorff
p. 84.
Palaina (O. Semper) deformis n. Catanduanes; Quadras & Moellendortf
p- 8.
Paradiancta n. sect. Dianctae; t. dextrorsa anfr. ultimus fere initio con-
strietus, lamella palatali longiuseula munitus, columella lamella longe intrante
armata. Typus D. philippinica Quadr. & Mlldff., Moellendorff apud Quadras &
Moellendorff p. 88.
Pomatiasidae.
Pomatias (Stud.) ignotum n. Sieilien; Gregorio p. 202.
Cyelostomidae.
Cyelostoma (Drp.) foveolatum n. Südafrika; Melvill & Ponsonby p. 164.
Realiidae.
Omphalotropis (L. Pfr.) erassilabris (Atropis) n. Prov. Camarines, Luzon;
Quadras & Moellendorff p. 147; — (Realia) brevis n. Camorta, Nicobaren;
Godwin-Austen, P. Z. S. p. 455.
Adelomorpha (Tapp. Can.) laeta n. Constantinhafen, Deutsch-Neu-Guinea;
Moellendorff, P. mal. S. p.239 t.15 fig.9. Der Autor zählt ebenda 10 sp.
der Gattung auf.
Assimineidae.
Assiminea (Gray) quadrasi n. Philippinen; Moellendorff p. 77.
c. Rhipidoglossa.
Hydrocenidae.
Acmella (Blfd.) gradata n. Prov. Camarines; Quadras & Moellendorft
p. 148; — pusilla n. Cagayan; iid. p. 148,
416 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Georissa (Blfd.) coceinea n. Masbate;, Quadras & Moellendorff p.88; —
regularis n. Busuanga; iid. p.149; — everetti n. Sarawak; Smith, P. Z.S.
p. 125 t.4 fig. 15; — bangueyensis n. Banguey; id. p.125 t.4 fig. 16; — flaves-
cens n. Gamanton; id. p. 126 t.4 fig. 17; — borneensis n. ibid., id. p. 126 t.4
fig. 18.
Helicinidae.
Helieina (Lam.) bothropoma (Geophorus) n. Prov. Camarines; Quadras &
Moellendorff p. 148; — (Sulfurina) sphaeroconus n. Constantinhafen, Deutesh-
Neu-Guinea; Moellendorff, P. Mal. S. p.240 t.15 fig. 10, — papuana n. Neu-
Guinea; Smith, Ann. N. H. p. 365; — grenadensis n. Grenada, Westindien;
Smith, P. mal. S. p.31S t.21 fig. 16—18.
Bemerkungen über die Systematik der Helieinen macht Guppy.
Geotrochatella (Fischer) insignis n. Tonkn; Dautzenberg p. 23 = no-
gieri H. Fischer nec Dautz.; — jourdyi n. Crosse mss., ibid., id. p. 25 t.5 fig.1.
Der Autor giebt die Synonymik der fünf bekannten Arten der Gattung.
IV. Pulmonata.
a) Stylommatophora.
Agnatha.
Ennea (Ad.) eylindrica (Diaphora) n. Masbate; Quadras & Moellendorff
p. 73; — (D.) cuspidata n. mit var. holopleuris, ibid.; iid. p. 105; — (D.) euryom-
phala n. ibid., iid. p. 106; — (D.) aptycha n. Tangat, Calamianes; iid p. 106; —
(D.) homalogyra n. Kalauit; iid. p.107; — (D.) eulophia n. Calamianes; iid.
p. 107; — (D.) anctostoma n. ibid., iid. p. 108; — (D.) dilophia n. ibid., iid,
p.108; — (D.) pleistogyra n. Elet, Calamianes, mit var. contracta; iid. p. 109;
— (Edentulina) latula n. Butumbi; Martens, Nachrbl. p. 175; — (Uniplicaria
n.) exogonia n. Runssoro; id. p. 175; — (Gulella) triplieina n. Bugundi; id. p. 176;
— (G.) linguifera n. Bukende; id. p. 176; — (G.) foliifera n. Buloa bei Tanga;
id. p. 176; — (G) eonradti n. Usambara; id. p. 177; — (Ptychotrema) geminata
n. Uganda, Butumbi, oberes Nilgebiet; id. p. 177; — (Pl.) quadrinodata n. Bu-
kende; id. p.177; — tudes n. Kilimandscharo; Martens, S.-Ber. p. 122; —
(Carychiopsis n.) paradoxula n, Runssoro; id. p.122; — cimolia n. Südafrika;
Melvill & Ponsonby p. 478 t. 18 fig. 2; — farquhari n. ibid., iid. p. 478 t. 18
fig. 3-5; — labyrinthea n. ibid., iid. p. 479 t.18 fig. 7; — margarettae n. ibid.,
iid. p. 479 t.18 fig. 1; — wottoni n. ibid., iid. p. 479 t.18 fig. 6.
Carychiopsis n. subg. Enneae, Typus E. paradoxula n.; Martens, S.-Ber.
p. 122, nicht nähere charakterisirt (später wieder aufgegeben).
Uniplicaria n. subg. Enneae, Typus E. exogonia n.; Martens; Nchrbl. p. 175.
Streptaxis (Gray) bottegoi n. Somaliland; Martens, Ann. Gen. p. 63.
Glandina solidior (albersi var?) n., Mexiko; Rolle p. 129.
Platyrhytida nom. nov. für Saissetia; Cockerell mss. in Tryon, Manual,
IX p. 342.
Krause hat durch autonomische Untersuchung nachgewiesen, dass Bulimus
dealbatus Webb von den Kanaren eine Gibbuline ist.
Limaeidae,
Amalia (Mogq. Tand.) ater (sic!) n. Algerien; Collinge p. 326 t.23 fig. 1-5;
— maculata n. ibid., id. p. 336 t.23 fig. 6-8; — parryi n. Tenerife; Collinge
J. Mal. p. 7.
Limax (L.) hedleyi n. Irland; Collinge p. 4.
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 417
Vitrinidae.
Vitrina? (Drp.) oleosa n. Runssoro, oberstes Nilgebiet; Martens, 8.-Ber.
p. 124.
Zonitidae.
Gastrodonta (Alb.) lateumbilicata (Pseudohyalina) n. Alabama; Pilsbry,
Nautilus VIII p. 102; — patuloides n. Thunderhead, Smoky Range, id IX p. 151.
Hyalina (Alv.) algarvensis n. Portugal; Locard, Echange p.4; — gyro-
eurtopsisn. ibid., id. p.4; — (Vitrea) sublimpida n. St. Vincent; Smith, P.M.S.
p. 304 t. 21 fig.10-12; — johnsoni n. Puget Sound; Dall, Nautilus IX p. 27.
Ompbalina (Raf.) andrewsae n., Great Smoky Range; Pilsbry, Nautilus
IX p.14.
Stenopus? (Guild.) insidiosus n. St. Vincent; Smith p.303 t.21 fig. 1-3.
Zonites (Montf.) Iyeicus n., Lykien; Kobelt & Rolle p.26 t.9 fig. 1—3;
— rollei n. Cilicien; iid. p. 26 t.9 fig. 4—6.
Naninidae.
Bensonia (L. Pfr.) diplotropis (Glyptobensonia) n. ‘Philippinen; Quadras
& Moellendorff p. 75.
Coneuplecta (Mlldff.) decussatula n. Luzon, Philippinen; Quadras &
Moellendorff p. 110.
Damayantia (G. Austen) smitbi n. Borneo; Godwin-Austen p.242 t.4
fig. 1—$6.
Dyakia (G. Aust.) subdebilis n. Sarawak; Smith, P.Z.S. p. 104 t.2 fig.11;
— densestriata n. Borneo; Schepman, p. 154.
Euplecta (C. Semp.) unicarinata n. Philippinen; Quadras & Moellendorff
p. 109.
Everettia ( ) subimperforata n. Sarawak; Smith, P. 2.8. p.106 t.3
fig. 1; — planior n. ibid., id. p.107 t.3 fig.2; — baramensis n. Baram River,
id. p.108 t.3 fig. 3; — bangueyensis n. Insel Banguey; id. p.108 t.3 fig.4; —
thalia n. Mt. Rabong, Nordborneo; id. p. 109 t.3 fig. 5.
Helicarion (Fer.) tanganyicae n. Tanganyika Gebiet; Martens, Nachrbl.
p. 178; — stuhlmanni n. Runssoro; id. S. Ber. p. 123; — suceulentes n. ibid., id.
p.123; — subangulatus n. Bukende, id. p. 124; — papillifer n. Philippinen;
Quadras & Moellendorff p. 74; semicalcareus n. Borneo; Schepman p. 149,
Hemiplecta (Alb.) praeculta n. Sarawak; Smith, P.Z.S. p. 101 t.2 fig. 7;
densa var. everetti n. Palawan; id. p.101 t.2 fig.8; — egeria n. Palawan; id.
p.102 t.2 fig.5, 6; — rabongensis n. Mt. Rabong Sarawak; id. p.102 t. 2 fig. 9;
— strubelli n. Neu Guinea; Kobelt apud Strubell, p.151; — divergens n. Neu
Guinea; Brancsik p.222 t.5 fig. 4; — semilucida n. ibid., id. p. 222 t.5 fig.5.
Hemitrichia (Moellendorff) velutinella n. Masbate; Quadras & Moellen-
dorff p. 75; — flavida n. Caramuan auf Luzon; iid. p. 112; — guimarasensis n.
Guimaras; Thiele p.131.
Inozonites (Pfeffer) bathyraphe n. Luzon, Moellendorff in: Quadras &
Moellendorff p. 113; — hyalinus n. ibid., iid. p. 113; — nematotropsis n. ibid.,
iid. p. 113.
Kaliella (Blfd.) microtholus n. Prov. Camarines, Luzon; Moellendorff in
Quadras & Moellendorff p.110; — stylodonta n. Catanduanes; iid. p. 110.
Lamprocystis (Pfeffer) purpureofusca n. Luzon; Quadras & Moellen-
dorff p.111; — montana n, ibid., üd. p.111; — masbatica n. Masbate; iid.
Arch. f. Naturgesch. Jahrg. 1896. Bd.II. H.]. 27
418 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
p.112; — leucoclimax n. Luzon; iid. p. 112; balabacensis n. Balabak; Smith,
P. Z.S. p. 124 t.3 fig.6.
Microparmarion (G. A.) pollonerain. Borneo; Collinge & Godwin-Austen
p. 244 t.4 fig. 13—25; — simrothi n. ibid., iid. p. 245 t.4 fig. 26-29,
Nanina (Gray)? amblytropsis n. Neu Guinea; Smith, A.N. H. 15 p.230
t. 20 fig.5, 6; — lissorhaphe n. ibid., id. p.230 t. 20 fig. 1,2; — juvenisn. ibid.,
id. 16 p. 363 t.20 fig. 7,8.
Parmarion (Mrts.) dohertyi n. Pulo Laut; Godwin-Austen p.435 t.o
fig.0; — goedhuisei n. Borneo; Shepman p. 146 t. 0 fig. Q.
Rhysota (Alb) armitin. Neu Guinea; Smith, A.N.H. 15 p.231 t.20
fig. 3, 4 (nach Hedley = fiyensis Hedley).
Sitala (Adams) rumbangensis n. Saravak; Smith, P.Z.S. p.110 t.3
fig. 7; — demissa n. Nordborneo; id. p. 110 t.3 fig. 8; — busanensis n. Sarawak;
id. p.111 t.3 fig.9; — cara n. Gomanton, Nordost-Borneo; id. p.111 t.3 fig. 10;
— duleis n. ibid., id. p. 111 t.3 fig. 11; — accepta n. ibid. u. Palawan; id. p. 111
t.3 fig. 12; — amussitata n. Sarawak; id. p. 112 t.3 fig. 13; — inaequiseulpta n.
ibid., id. p. 112 t.3 fig. 14; — infantilis n. Palawan: id. p. 112 t.3 fig. 15.
Trochonanina (Mouss.) mesogaea n. Waldgebiet am Albert Nyanza; Martens,
Nachrbl. p.178; — liederi n. Kitohani; id. p. 178; — obtusangula n. Marungu;
id. S. Ber. p. 125; — simulans n. Kilima Ndscharo; id. p. 125; — ?intofusca n.
ibid., id. p. 126; — alexis n. Banguey Insel; Smith, P.Z.S. p. 105 t. 2 fig. 13
14; — heraclea n. Sarawak; id. p.105 t. 2 fig. 12; — kinabaluensis n. Kinabalu;
id. p.105 t.2 fig.15, 16 (mit var. pallida); — whiteheadi n. Nord Borneo; id.
p. 116 t.2 fig. 17, 18; — sturanyi n. Neu Guinea; Brancsik p. 223.
Vitrinoidea (C. Semp.) quadrasi n. Masbate, Philippinen; Moellendorff apud
Quadras & Moellendorff p. 74.
Xesta (Alb.) themis n. Nord-Borneo; Smith, P.Z.S. p.100 t.2 fig.1, 2;
— padasensis n. ibid., id. p. 100 t.2 fig.3; — thisbe n. Sarawak; id. p.101 t.2
fig. 4; — eitrina var. apieata n. Constantinhafen; Moellendorff, Pr. mal. Soc.
p. 234.
Zingis (Psbry.) delicata n. Knysna, Süd-Afrika; Melvill & Ponsonby,
A.N.H. 15 p. 163.
Endodontidae.
Endodonta (Alb.) nivea n. Mount Kosciusko; Neusüdwales,;, Hedley p. 102.
Charopa (Alb) prestoni n. Neuseeland; Sykes p. 218, Textfig.
Flammulina (Marts.) excelsior n. Mount Kosziusko; Hedley p.103.
Patulidae.
Patula (Alb.) marthae n. Algerien; Ancey p.44; — (Punctum?) randol-
phii n. Puget Sund; Dall, Nautilus VIII p. 130; — (P.?) ibid., id. p.130; —
strigosa var. econcentrata n. Arizona; Dall, Pr. U. St. Nat. Mus. XVIII p. 1.
Trochomorphidae.
Dendrotrochus (Plsbry.) ist zunächst mit Trochomorpha verwandt, nicht mit
Papuina; Hedley, Record Austr. Mus. II p.90.
Trochomorpha (Albers) melinotropis (Videna) n. Tablas, Philippinen; Qua-
dras & Moellendorff p. 114; — (V.) mindoroana n., Mindoro, Philippinen;
iid. p. 114.
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 419
Helicidae.
Eine ausführliche Besprechung und Kritik der Pilsbry’schen Systematik
der alten Gattung Helix giebt Moellendorff, Nachrbl. p.153 u. 169. Un-
geachtet einiger abweichender Ansichten würden wir sofort das neue System an-
nehmen, wenn nicht die meisten Autoren sich noch des Gattungsnamens Helix
im weitesten Sinne bedienten, ohne anzugeben, zu welcher Unterabtheilung sie
die betreffende Art stellen. Es erscheint darum vorläufig noch praktischer, die
geographische Uebersicht, wie in den früheren Jahresberichten, beizubehalten.
Cochlostyla (FEer.) leucauchen (Helicostyla) n. = caillaudi Hid. nec Desh.,
Kamaruan, Kalamianes; Quadras & Moellendorff p. 115; — (Rhombocochlias
n.) lamellicostis n. ibid., iid. p. 116; — (Orthostylus) intercedens n. Libuanan,
Luzon; iid. p. 116.
Anixa nom. nov. für Axina Albers nec Kirby; Pilsbry vol.9 p. 223.
Aulacospira (Mlldff.) triptycha n. Masbate; Quadras & Moellendorff
p. 76.
Helix (L.).
Palaearktisches Gebiet. — (Levantina) lapithoensis Rolle, gertrudis Rolle,
chrysostomi Rolle zuerst abgebildet bei Kobelt u. Rolle Suppl. t.12 fig.3—9;
— (L.) eiliciea n. Julet Kabas, Cilicien; iid. p.33 t.15 fig.1, 2; — (L.) eliae
n. Südabhaug des Karmel; iid. p.34 t.15 fig. 3-6; — (L.) arnoldi Rolle Pale-
stina; iid. p.35 t.13 fig. 7, 8; -— (L.) gerstenbrandti n. ibid., iid. p.35 t.12 fig. 3,
4; — ramlensis n. Ranleh, iid. p.36 t.12 fig.5—8; — (Macularia) callirho&
Rolle zuerst abgebildet ibid. t.10 fig. I—6; — (Pomatia) equitum Bourg. desgl.
t. 16 fig. 1; — (P.) stenarochila n. Bourg. mss. Cypern; iid. p. 44 t.16 fig.2, 4;
— (P.) xeraethia n. Bourg. mss. Cypern, iid. p. 44 t.16 fig.3, t.17 fig.5; —
(P.) trixenostoma n. Bourg. mss. Oypern; iid. p.45 t.16 fig.5; — (P.) baristata
n. Bourg. mss. Alexandrette, Orfa, iid. p. 46 t.16 fig.6; — (P.) cornarae n.
Cypern, iid. p. 46.17 fig.1,2; — (P.) pediaea n. Cypern; iid. p.47 t.17 fig. 3,
4; — (P.) chassyana n. Mabille mss. Cypern; iid. p. 47 t.17 fig. 6, t.19 fig.1,
2; — (P.) racopsis n. Bourg. mss. Beirut; iid. p.48 t.18 fig.3; — (P.) achidaea
n. Bourg. mss. Tarablus, Syrien; iid. p. 48 t.18 fig.5; — (Macularia) kebiriana
n. Oran,;, Pallary, inC.R. Assoc. Franc. 1894 p. 178; — paulinoi n. Portugal;
Locard, Exchange p.27; — nobrei n. ibid., id. p.27; — goltzi n. ibid., id.
p-28; — pochi n. ibid., id. p.29; — (Xerophila) mortilleti n. Oran; Pallary
p. 179; — berberica n. ibid., id. p. 179.
Nordamerika. — indigena n. Nieder-Kalifornien; Mabille p. 64; — stega-
nella n. ibid., id. p. 64; — invecta n. ibid., id. p. 65; — digueti.n. ibid., id. p.65;
— solidens n. ibid., id. p.65; — triangularis n. ibid., id. p. 66; — (Epiphragmo-
phora) arizonensis n. Arizona; Dall, P. U. St. M. p.1; — (E.) hachitana n.
Neu-Mexiko; id. p.2; — arnheimi n. Kalifornien; id. p.6; — (Polygyra) chiri-
cahuana n. Arizona; id. p.2; — (P.) mearnsii n. Neu-Mexiko; id. p. 2.
Südamerika. — (Solaropsis) leopoldina n. Brasilien; Strubell p. 152.
Ostafrika. — conradti n. Usambara; Martens, Nachrbl. p. 179; — bukobae
n. Bukoba am Victoria Nyanza; id. p. 179; — butumbiana n. Butumbi am Albert
Edward-See; id. p.179; — kilimae n. Kilima Ndscharo; Martens, SB. Ges.
nat. Fr. p. 127; — ıunsorina n. Runsorogebirge; id. p. 127.
Zum erstenmal abgebildet werden im Martini-Chemnitz v. Kobelt: anceps
Strubell t.223 fig. 12; — minnigerodei Str. t.223 fig. 3, 4; — nephele Str. 1.223
27*
420 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geograpbische Verbreitung,
fig.5, 6; — ephamilla Smith t. 223 fig.7, 8; — rollsiana Smith t. 224 fig. 1—4;
— trobriandensis Hedley t. 224 fig.5-8; — musgravei Smith t.224 fig.13, 14.
China, Japan, Liukiu. — (Ganesella) stearnsii n., Japan; Pilsbry, Japan
p. 157; — (Eulota) yaeyamensis n. Liu-kiu-Inseln; id. p. 161.
Philippinen. — (Satsuma) catocyrta n. Malagoın, Kalamianes; Quadras
& Moellendorff p. 115; — (Chloritis) euphrosyne n. Palawan; Smith, P. Z.
S. p. 113 t.3 fig.16.
Borneo. — (Chloritis) kina-baluensis n. Kina-Balu; Smith, P.Z.S. p.113
t.3 fig. 17; — (Dorcasia) incauta n. Sarawak; id. p. 114 t.3 fig. 18.
Nicobaren. — (Planispira) whimberleyi n, Godwin-Austen, P.Z. 8.
p. 449.
Molukken. — (Phania) kuekenthali n., Kobelt, Nachrbl. p. 33.
Neu-Guinea. — (Sphaerospira) minnigerodei n. Normanby Island; Strubell
p. 150; — (Sph.) anceps n. Ferguson Mts., p. 150; — (Chloritis) nephele n.
Cloudy Mts., id. p. 151; — (Cristigibba) papuana n. Constantin-Hafen; Moellen-
dorff, Pr. mal. Soc. p.234 t.15 fig. 1; — (Satsuma) euconus n. ibid., id. p. 235
t.15 fig.2; — (S.) dasypleuris n., ibid., id. p. 235 t.15 fig.3; — (Papuina) ku-
baryi n. ibid., id. p.236 t.15 fig. 4; — (P.) planogyra n. ibid., id. p. 236 t.15
fig.5; — (P.) tuomensis n. unsicheren Fundortes; Ancey, Pr. Linn. Soc. N. 8.
Wales p. 375; — (Hadra) stirophora, zuerst abgebildet bei Smith, Ann. Nat.
Hist. XVI t.20 fig. 9; — (Dorcasia) subplieifera t. 20 fig. 12; — (Chloritis) epha-
milla t.20 fig. 10; — (Chl.) perambigua t.20 fig. 11; — (Cristigibba) musgravei
t. 20 fig. 13—15.
Leucochroa (Beck) rollei n. Alexandrette; Kobelt & Rolle p.29 t.9
fig. 4-6; — hierocluntina var. minor n. Jaffa; iid. p.29; — adanensis Naegele,
zuerst abgebildet ibid. t. 15 fig. 9—12.
Mastigeulota n. subg. Eulotae, Typus: Eu. kiangsinensis Marts.; Pilsbry in
Tryon IX p. 211.
Platypetasus n. subg. Eulotae, Typus: Eu. innominata Heude; Pilsbry in
Tryon IX p. 207.
Platytheba nom. nov. für Nummulina Kobelt nee d’Orb.; Pilsbry in Tryon
IX p. 268.
Rhymboeochlias n. sect. Cochlostylae: t. turbinata, opaca, plus minusve
pruinosa, columella torta, interdum dentata. Typus: C. turbo Brod., Moelien-
dorff, Nachrbl. p. 16.
Rhynchotrochus n. sect. Papuinae, Typus: P. tayloriana; Moellendorff,
Pr. Mal. Soc. p. 237.
Sagda (Beck) maxima n. Westmoreland, Jamaica; Simpson p.448 t.16
10.7, ©
Tricheulota n. sect. Eulotae, Typus: Eu. spinosissima Semper; Pilsbry
apud Tryon IX p. 212.
Bulimidae.
Pilsbry nimmt den Namen Bulimus Scopoli für Suceinea in Anspruch
und setzt an seine Stelle Strophocheilus Spix, weil Scopoli 1777 seine Gattung
auf allerhand Süsswasserschnecken gegründet und erst 1786 auf die gewöhnlich
so genannte Gattung angewandt habe; er nennt deshalb die Familie auch Stro-
phocheilidae,
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895. 421
Amphidromus (Alb.) hosei n. Sarawak; Smith, Pr. Z.S. p.115 t.3 fig. 20.
Bulimus (Eurytus) corticosus n. Bogota; Sowerby, Pr. mal. Soc. p. 214
t.13 fig.1.
Strophocheilus (Pilsbry) erythrosomus n. Brasilien; Pilsbry apud Tryon X
p. 10; — oosomus n. ibid., id. p. 27.
Achatinidae.
Die Monographie von Kobelt in der zweiten Ausgabe des Martini &
Chemnitz ist im Berichtsjahre zum Abschluss gelangt.
Achatina (Lam.) usambarensis n. Usambara; Rolle p.100; — fatalis n.
Nordost-Afrika; Martens, SBer. p.145, — fulminatrix n. ibid., id. p.146; —
ellioti n. Albert Nyanza; Smith, Pr. Mal. Soc. p. 325, Textfig.; — churchilliana
n. Natal; Melvill & Ponsonby p. 164.
Limicolaria (Schum.) ventricosa n. Albert Edward-See, Smith, Pr. Mal.
Soc. p. 324, Textfig.; — suturata n. ibid., id. p. 324, Textfig.; — turriformis n.
mit var. neumanni und var. solida, Deutsch Ostafrika; Martens, Nachrbl.
p. 182; — mediomaculata n. Victoria Nyanza; id. p.182; — martensiana var.
pallidistriga n., var. multifida n. und var. eximia n. oberstes Nilgebiet; id. p. 182
—183; — conneetens n. Victoria Nyanza; id. p.183; — acuminata n. Albert
Nyanza, id. p. 183.
Burtoa (Bourg.) nilotica var. obliqua n., var. oblonga n. und var. crassa n.,
oberstes Nilgebiet; Martens, Nachrbl. p. 181.
Bulimulidae.
Bulimulus (Drymaeus) binominis nom. nov. für B. indistinetus Guppy nec
Pfr ; Smith in P. mal. Soe. p.316 mit var. lascellesianus n., Grenada; — (Dr.)
buckleyi n. Eeuador; Sowerby p.214 t.13 fig.3, 4. — (Leptobyrsus) spirifer n.
Unterkalifornien; Mabille p.66; — lapidivagus n. ibid., id. p.66; — dentifer.
n. ibid., id. p.67; — subspirifer n. ibid., id. p.67; — dismenicus n. ibid., id
p. 67; — (Seutalus) acholus n. ibid., id. p. 68; — cosmieus n. ibid., id. p. 68; —
cacotyeus n. ibid., id. p.69; — digueti n. ibid., id. p. 69; — (Globulus) recogni-
tus n. ibid., id. p.69; — levis n. Unterkalifornien; Dall, P. U. St. Nat. Mus.
p.5; — cooperi n. ibid. id. p.5; — beldingi n. ibid., id. p.5; — deeipiens n.
Unter-Kalifornien; Cooper p.64; — (Nesiotes) reibischii n. Galapagos; Dall,
Naut. p. 126; — fanneri n. ibid., id. p. 127
Otostomus (Beck) colimensis n. Mexiko; Rolle p.130.
Plieolumna n. subg. Bulimuli; Cooper p.164; Typus: Columna ramentosa
Cooper.
Pseudorhodea n. subg. Bulimuli (= Plicolumna Cooper); Dall, P. U. St.
Nat. Mus. p.5.
Simpulopsis (Beck) vieentina n. St. Vincent; Smith, P. Z. S. p. 305 t. 21
fig. 4, 5.
Pupidae.
Buliminus (Ehrbg.) colonus (Ena.) n. Konstantinhafen; Moellendorff,
Pr. mal. Soc. I p.230 t.15 fig. 6; — luntin. Hadramaut, Süd-Arabien; Melvill,
ibid. p. 224 t.14 fig.7; — (Cerastus) schweinfurthi n. Süd-Arabien; Martens,
S.-B. Ges. nat. Fr. p.129; — liederi n. Kitohaui, Deutsch-Ostafrika; Martens,
Nachrbl. p.180; — (Conulinus n.) ugandae n. Uganda, id. p. 180; — (C.) hilde-
brandti n. Ukamba; id. p.180; — (C.) metula n. ibid., id. p.180; -—- (Rhachis)
422 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
boehmi n. Tanganyika; id. p.181; — (Leucotaenius) procteri n. Madagaskar;
Sowerby p. 214 t.13 fig. 9.
Cerion (Bolten) tridentatum (Paracerion n.) Cuba; Pilsbry & Vanatta.
p. 206; — (P.) basistriatum n. ibid., iid. p. 206; — (Maynardia) felis n. Bahamas,
iid. p. 206; — johnsoni n. unsicheren Fundortes, iid. p. 207; — columna n. In-
agua; iid. p.207; — regina n. Turks Insel, iid. p. 208; — abacoensis n. Abaco
Insel, iid. p. 209; — incanoides n. Turks Insel; iid. p. 209; — maynardi n. Abaco
Insel, iid. p. 210; — yumaensis n. San Domingo, iid. p. 210; — (Maynardia) pineria
n. Isla de Pinos; Dall,P. U. St. Nat. Mus. p. 6.
Conulinus n. sect. Bulimini, Typus B. ugandae; Martens, Nachrbl. p. 180,
Pupa (Drp.) gibilfunnensis n. Palermo; Gregorio, Natur. sicil. p. 204.
Pupisoma (Stol.) constrietus n. Andamanen; Godwin-Austen, P.Z.S.
p- 450.
Clausiliidae.
Phaedusa (Hemiphaedusa) schmackeri n. Japan; Sykes, Pr. mal. S. p. 261
Textfig.3; — (H.) ignobilis n. ibid.. id. p. 261 Textfig.5; — (Megalophaedusa)
fultoni n. Shikoku, id. p. 262 Texfig. 2; — (Pseudonenia) bocki n., Südost-Yünnan;
id. p. 263 Textfig. 1; — (Ps.) yünnanensis n. ibid., id. p. 263 Textfig. 4.
Nenia (Adams) deyrollei n. Eeuador; Ancey, Natur. p.25.
Cylindrellidae.
Dall giebt eine neue Systematik der Gattung Holospira; er unterscheidet
als neue Untergattungen Coelostemma für Hol. elizabethae Psbry., Distomospira
für Hol. bilamellata Dall. — Eudistemma für H. arizonensis Stearns; — Haplo-
spira für H. mearnsii Dall; — Oligostylus für Eucalodium blandianum Cr. &
Fischer; — Spartocentrum für Coelocentrum turris Pfr.
Holospira (Crosse) pasonis n. Texas; Dall, Nautilus p. 112; — (Meta-
stoma) erossei n. Neu-Mexiko; id. P. U. St. Nat. Mus. p. 4; — (M.) pilsbryi n.
Mexiko, Arizona; id. p.4; — (Distomospira) bilamellata n. Neu-Mexiko, id. p. 4.
— (Haplostemma) mearnsii n. Neu-Mexiko, id. p. 4; — (Bostrichocentrum)
veracruziana n. Mexiko; id. p. 4.
Berendtia (Crosse) digueti n., B.minorinan., Unter-Kalifornien; Mabille p.70
Stenogyridae.
Hapalus (Alb.) scalaris n. Catanduanes, Philippinen; Quadras & Moellen-
dorff p. 118; — decurtatus n. Mariveles auf Luzon; iid. p. 118.
Opeas (Alb.) subcerenulatum n. Prov. Camarines, Luzon; Quadras &
Moellendorff p. 118.
Pseudoglessula (Bttg.) conradtin. Usambara; Martens p. 184; — (Glessula?)
runssorina n. Runssoro; id. p. 184.
Subulina (Beck) silvicola (Subulina) n. Urwald zwischen den Nilseen;
Martens p.184; — pinguis n. Butumbi; id. p.185; — elegans n. Gebiet der
Nilseen, id. p.185; — perstriata n. Butumbi, id. p.185; — bicolumellaris n.
Karevia am Runssoro; id. p. 186; — suberenata n. Butumbi, id. p. 186.
Subulona n. sect. Subulinae für die grossen (von mir zur Gruppe der cyano-
stoma gerechneten) Ostafrikaner mit ausgesprochener dunkler Schalenhaut mit
Striemen und Wachsthumsabsätzen; Martens, Nachrbl. p. 185.
Tornatellina (Beck) eamarinica n., Prov. Kamarines, Luzon; Quadras &
Moellendorff p.117.
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895. 4923
Achatinellidae.
Baldwin hat die Gattung Achatinella definitiv gesprengt. Die erd-
bewohnenden Sektionen Amastra und Laminella sind im Bau von Kiefer und
Radula von den baumbewohnenden völlig verschieden; sie haben einen Kiefer,
welcher den letzteren fehlt, die längliche Radula hat die Zähne in fast geraden
Reihen, viereckig, die mittleren klein, schmal, mitunter schwach dreispitzig, die
seitlichen grösser, zweispitzig, die randständigen zwei- oder vielspitzig. Die
baumbewohnenden Gruppen, von denen Achatinellastrum, Bulimella, Apex, Partu-
lina, Newcombia, Eburnella und Perdicella anerkannt werden, haben keinen Kiefer,
eine breite langrunde Radula und die zahlreichen Zähne stehen in gebrochenen
Reihen; diese haben schlanke, oft verkümmerte Mittelzähne, und die seitlichen
und Randzähne sind nach demselben Typus gebaut, mit schmaler Basis und
breiter Platte, bei den seitlichen mit 5—7, bei denen am Rande mit 2—4 Zähnen.
Die Gehäuseähnlichkeit ist also eine Convergenzerscheinung im grossartigsten
Massstab. Als neu beschrieben werden: (Achatinellastrum) multizonata n. Oahu,
p. 215 t.10 fig. 1, 2; — (Ach.) ernestiana n. Oahu, p. 217 t.10 fig.5, 6; — (Buli-
mella) luteostoma n. p. 217 t.10 fig.7, 8; — (B.) Iyonsiana n. p. 218 t.10 fig. 9
—11; — (B.) Iymaniana n. Oahu, p. 219 t.10 fig.12, 13; — (Apex) vespertina
n. Oahu, p. 219 t.10 fig. 14; — (A.) cookei n. Oahu, p. 220 t.10 fig. 15; — (Par-
tulina) dolei n. Maui, p. 221 t.10 fig. 17, 18; — (P.) nivea n. Maui, p. 221 t.10
fig. 19; — (P.) mueida n. Molokai, p. 222 t.10 fig.23; — (P.) anceyana n. Mo-
lokai; p. 222 t.10 fig. 16; — (P.) horneri n. Molokai, p. 224 t.10 fig. 20—22; —
(P.) hawaiensis n. Molokai, p. 225 t.10 fig. 24—26; — (P.) theodorei n. Molokai,
p. 226 t. 10 fig.27; — (Newcombia) canaliculata n. Molokai, p. 226 t. 10 fig. 28,
29; — Laminella helvina n. Molokai, p. 227 t.11 fig. 30; — L. depieta n. Molokai,
p. 228. 11 fig. 3—35; — Amastra pullata n. Molokai p. 228t. 11 fig. 31,32; — Am.
umbrosa n. Molokai, p.229 t.11 fig.31, 32; — Am. rubicunda n. Oahu, p.229
t.11 fig.38; — Am. undata n. Oahu, p.230 t.11 fig.39; — Am. badia n. Oahu,
p. 230 t. 11 fig. 40; — Am. pellueida n. Oahu, p.231 t.11 fig.41, 42; — Am.
breviata n. Oahu, p. 231 t. 11 fig. 45, 46; — Am. tenuispira n. Oahu, p.232 t.11
fig.51; — Am.nana n. Oahu, p.232 t. 11 fig.48, 49; — Am, antiqua n. Oahu,
p. 233 t. 11 fig. 47; — Am. vetusta n. Oahu, p. 233 t.11 fig.50; — Am. eyclo-
stoma n. Kauai, p.234 t.11 fig.53; — Am. knudsenii n. Kauai, p. 234 t. 11
fig. 43, 44.
Suceineidae.
Suceinea (Drp.) cortiealis n. Deutsch-Ostafrika; Martens, Nachrbl. p. 186;
— strubelli n. Kobelt mss., Lorne Range, Neu-Guinea; Strubell p. 152; —
papuana n. ibid., id. p. 152.
Vaginulidae.
Vaginula (Fer.) gigantea n. Andamanen; Godwin-Austen, P.Z.S.p. 451;
— schneideri n. Ost-Sumatra; Simroth, S.-B. Ges. Leipzig p.7.
b) Basommatophora.
«) Geophila.
Auriculidae.
Auricula (Lam.) quadrasi n. Philippinen; Moellendorff p. 118.
424 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
4
Blauneria (Shuttl.) quadrasin. Masbate, Philippinen; Moellendorff p. 76.
Cylindrotis n. gen. Aurieulidarum: t. fere eylindrica, apertura angusta, peri-
stoma rectum, obtusum, intus labiatum; lamella parietalis una, columella valde
torta, truncata; plicae palatales 3. — Typus C. quadrasi n., Masbate, Negros u.
Culion; Moellendorff p.77.
Enterodonta nom. nov. für Laimodonta; Sykes, J. Mal. III p. 73.
$) Aquatilia.
Limnaeidae.
Limnaea (Lam.) suarezensis n. Diego-Suarez; Dautzenberg, J.C. p. 100,
Planorbis (Guett.) luzonieus (Hippeutis) n. Luzon; Moellendorff p. 120;
— alabamensis n. Alabama; Pilsbry; Nautilus VIII p.114; — callioglyptus n.
Washington Terr.; Vanatta, Nautilus IX p. 54.
Physidae.
Ameria (Ad.) quadrasi n. Philippinen; Quadras & Moellendorff p.119;
— hidalgoi n. ibid., id. p. 120.
Physa (Dip.) paulinoi n. Portugal, Locard p. 109.
Amphibolidae.
Amphibola (Schum.) quadrasi n. Philippinen; Quadras & Moellendorff
p. 120; — sanchezi n. ibid., ibid. p. 120.
C. Solenoconchae.
Dentalium (L.) aenigmaticum n. Farör-Kanal; Jordan p. 264 t.16 fig.1;
— mirifieum n. Ceylon; Smith, Ann. nat. Hist. XVI p.9 t.2 fig. 1; — pha-
neum n. Hawaii; Dall, Pr. U. St. Mus. XVII p. 686 t.26 fig. 1; — complexum
n. ibid., id. p. 686 t.26 fig. 3.
D. Pelecypoda.
Neaeridae.
Cuspidaria (Nardo) macrorhynchus n. Westküste von Vorder-Indien; Smith,
Ann. Nat. Hist. XVI p.12 t.2 fig.5.
Anatinacea.
Anatina (Lam.) kamakurana n. Japan; Pilsbry, Japan p. 138.
Callocardia (A. Ad.) stearnsii n. Westküste von Washington Territory;
Dall, Pr. U. St. Mus. XVIII p.17; — gigasn. Golf von Kalifornien, id. p.18;
— lepta n. ibid., id. p.17; — ovalis n. Panama; id. p. 18.
Callogonia (Dall.) angulata n. Panama; Dall, Pr. U. St.N. Mus. XVII
p. 18.
Eucoria (Dall) pacifica n. Hawaii; Dall, l. c. XVII p. 688 t.23 fig. 2, 4;
t.24 fie.4,5, 7, 8.
Periploma (Schum.) stearnsii n. Golf von Kalifornien; Dall, 1. ce. XVII
p. 19; — carpenteri n. Panama; id. p. 19.
Pholadacea.
Teredo (L.) edax n. Süd-Australien; Hedley, Pr. Linn. Soc. N. S. Wales
IX p. 501.
die Systematik und die Biologie etc. der Mollusken im Jahre 1895. 425
Cardiacea.
Chama (L.) digueti n. Golf von Californien; Rochebrune, Bull. Soe.
Paris p. 243; — parasitica n. ibid., id. p. 243.
Veneracea.
Claudiconcha (Jouss.) madreporica n. Aden; Jousseaume, Naturaliste
p. 187.
Meretrix (Lam.) tumida (Caryatis) n. Mekran-Küste; Sowerby p.280 t.18
fig. 12, 13; — simpsoni n. Florida; Dall, Nautilus IX p.10.
Sunetta (Link) kurachensis n. Kurachi an der Indus-Mündung; Sowerby
p. 216 t.13 fig.1.
Tellinacea.
Abra (Leach) convexior n. Ceylon; Smith, Ann. Nat. Hist. XVI p.10.
Arcopagia (Leach) bertini n. Aden; Jousseaume, Naturaliste, p. 187.
Donax (L.) haesitans n. Neu-Guinea; Brancsik, p. 226 t.6 fig. 2.
Macoma (Leach) limula n. Golf von Mexiko; Dall, Nautilus p. 32; — mit-
chelli n. ibid., id. p.33; — leptonoidea n. ibid., id. p. 33.
Mactra (L.). — Eine Synopsis der lebeıden und tertiären Mactriden giebt
Dall (Pr. mal. Soc. p.203). Er unterscheidet zwei Hauptfamilien: Mactridae
mit bis zur Spitze verwachsenen Siphonen, und Mesodesmatidae mit mehr oder
minder vollständig getrennten Siphonen. Zu den Mactridae gehören die Unter-
familien Mactrinae, Pteropidinae, Lutrariinae, Zenatiinae und ?Anatinellinae, zu
den Mesodesmatiden die Mesodesmatinae, Davilinae und Erviliinae,
Mesodesma Desh. subobtusa n. Aden; Jousseaume, Natural. p. 187.
Raöta (Gray) yokobamensis n. Yokohama; Pilsbry, Japan p. 145.
Rangia (Desm. 1822) hat an Stelle von Gnathodon Gray 1831 zu treten, da
dieser Name 1820 von Goldfuss für Fische angewendet worden ist; Dall, Pr.
Mal. Soe. p. 211.
Tellina (L.) parvula n. Koromandelküste; Smith, Ann. Nat. Hist. XVI
p.10 t.2 fig. 3.
Najadea.
Anodonta (Lam.) simulans n. Monterosato mss., Lago de Caldenazzo, Italien;
Drouöt p.37; — frigida n. Jemtland, Schweden; id. p.220; — orbicularis n.
Skäne, Schweden; id. p. 221; — fennica n. Finland; id. p. 222; — (Brachyanodon)
chapalensis n., chalcoensis n., (Mesanodon) tehuantepecensis n. Centralamerika;
Fischer & Crosse; — ceilieiea n. Tarsus, Cilieien; Kobelt & Rolle, Suppl.
p.24 t.7a fig.1.
Fischer & Crosse |]. c. theilen die mexicanischen Anodonten in fünf
Sektionen: Brachyanodon n., Mesanodon n., Euryanodon n., Pyrganodon n. und
Pseudoleila; eine sechste bleibt noch unbenannt.
Unio (Retz.) quelleneci n. Kopais-See; Drouät p.26; — copaisanus n.
Clessin mss., ibid., id. p.27; — segregatus n. Monterosato mss., Brenta-Kanal
und Gardasee, id. p.29; — thermalis n. Monterosato mss., Battaglia bei Padua,
id. p. 29; — directus n. Lago de Serra-valle bei Treviso; id. p. 30; — palustris n.
Lago d’Annone, id. p.32; — subamygdalinus n. Senegal bei Bakel, id. p.35; —
sardicensis n. Iskar bei Sophia, id. p. 224; — polychrestus n. Wald von Belgrad
bei Konstantinopel, id. p. 225; — hermicus n. Hermus bei Smyrna; id. p. 227;
— ephesinus n. Kaister bei Ephesus; id. p. 229; — Iydicus'’n. Unterlauf des
426 Dr. W. Kobelt: Bericht über die geographische Verbreitung,
Mäander; id. p.230; — aequiliratus n. Oberlauf des Euphrat bei Erzerum; iid.
p. 230; — usumasintae n. Guatemala; Fischer & Crosse; — eilieieus n. Adana,
Cilicien; Kobelt & Rolle, Suppl. p.11 t.1fig.1; var. adanensis Rolle n. ibid.,
iid. p.12 t.1 fig. 2; var. jenemterensis n. Jenemtere bei Tarsus, iid. p.12 t.1a
fig.1, 2; var. subsaccatus n. ibid., iid. p.13 t.7a fig.3, — berytensis n. Beirut;
iid. p.13 1.5 fig. 1, 2; — alexandri n. Alexandrette, iid. p. 14 t.2 fig.2; — ko-
belti Rolle n. Antiochia; iid. p.15 t.5 fig.3; — herodes n. See von Tiberias;
iid. p.17 t.6 fig. 4; — kisonis n. Kison bei Haifa; iid. p.18 t.7 fig.2, 3; — 1y-
cieus Rolle, Arab. Tschay westlich von Adalia; iid. p.18 t.2 fig.1; — rollei
Kobelt Alexandrette; iid. p. 20 t.4 fig. 1,2; — tracheae n. Jenemtere in Kilikia
trachea; iid. p.21 t.7a fig 2; — wagneri n. Alexandrette; üd p.22 t.7 fig.]1;
— paraguayensis n. Paraguay; Martens, SB. Ges. nat. Fr. p. 34; — velthuyzeni
n. Borneo; Schepman p.160; — infrarostratus n. ibid., id. p. 161; — mitchelli
n. Simpson mss., Texas, Mexico; Dall, Pr. U. St. nat. Mus. XVII p.5.
Die mexicanischen Unionen werden von Fischer & Crosse in 19 Sektionen
getheilt, davon 17 neu: Delphinonajas, Phyllonajas, Amphinajas, Disconajas,
Psoronajas, Pachynajas, Cyrtonajas, Mesonajas, Amygdalonajas, Caenonajas, Ne-
phronajas, Actinonajas, Graphonajas, Leptonajas, Simonajas, Sphenonajas und
Barynajas.
Cyrenidae.
Batissa (Gray) discors n. Neu-Guinea; Brancsik p. 227 t.6 fig.1l.
Sphaerium (Scop.) heterodon n. Japan; Pilsbry p. 159.
Pisidium (C. Pfr.) eruciatum n. Ohio; Sterki, Nautilus VIII p.97; —
punetatum n. ibid., id. p.97; — walkeri n. Vereinigte Staaten; id. Nautilus
IX p. 75.
Submytilacea.
Crassatellidae.
Crassatella (Lam.) indiea n. Arabischer Meerbusen; Smith, Ann. nat. Hist.
XVI p. 265; — produetan. Australien; Vergo p. 92; — micra n. Süd-Australien;
id. p. 9.
Kelliidae,
Kellia (Turt.) japonica n. Japan; Pilsbry p.132,;, — fidelium n. Lifu;
Melvill & Standen p. 128 t. 3 fig. 30.
Cryptodon (Turt.) acuticarinatus n. Arabischer Meerbusen; Smith, Ann.
nat. Hist. p. 18 t.2 fig. 7.
Lucinidae.
Loripes (Poli) bialata n. Japan; Pilsbry p. 133.
Pseudolamellibranchiata.
Avicula (Lam.) vivesi n. Golf von Kalifornien; Rochebrune p. 240.
Berthelinia (Crosse) schlumbergeri n. Nossi-B6, Dautzenberg, Bull. Soc.
zool. France XX p. 37, die erste recente Art der Gattung.
Lima (L.) subtilis (Limatula) n. Malabar; Smith, Ann. nat. Hist. XVI
p.18 t.2 fig. 13.
Malletia (Desm.) conspieua n. Arabischer Meerbusen; Smith, l.c. p. 17
t. 2 fig. 12.
die Systematik und die Biologie ete. der Mollusken im Jahre 1895. 427
Östrea (L.) jacobaea n. Golf von Kalifornien; Rochebrune p.241; —
Incasiana n. ibid., id. p. 241; — angelica n. ibid., id. p. 241; — turturina n. ibid.,
id. p. 242.
Peeten (L.) townsendi n. Kurachi; Sowerby p.216 t. 13 fig. 10.
Perna (Brug.) recognita n. Golf von Kalifornien; Mabille.
Philobrya (Dall) atlantica n. Argentinien; Dall, Pr. U. St. Nat. Mus.
XVII p. 16.
Plieatula (Lam.) spondylopsis n. Golf von Kalifornien; Rochebrune p. 242;
— ostreivaga n. ibid., id. p. 242.
Spondylus (L.) exilisn. Kurachi, Indusmündung; Sowerby p. 280 t.18 fig. 14.
Filibranchiata.
Anomia (L.) simplex n. Nieder-Kalifornien; Mabille p. 273; — walkeri n.
Auckland; Hector p. 292.
Arca (L.) stearnsii n. Japan; Pilsbry p. 148.
Barbatia (Gray) nova n, Nieder-Kalifornien;, Mabille p. 71; — digueti n.
ihid., id. p. 72.
Dactylus (Klein) tripartitus n. Aden; Jousseaume, Naturaliste p. 201.
Limopsis (Sassi) compressus n. Golf von Panama; Dall, Pr. U. St. Mus.
XVIII p.16; — vaginatus n. Alaska; id. XVII t.25 fig. 3, 6, 7.
Modiola (Lam.) gallica n. Westküste von Frankreich; Dautzenberg,
Feuille jeunes Natural p. 97 Textfig.
Pectunculus (Lam.) arcodentiens n. Hawaii; Dall, Pr. U. St. Nat. Mus.
XVII p. 705 t.26 fig.6; — guesi n. Aden; Jousseaume p. 187.
Protobranchiata.
Nucula (Lam.) donaciformis n. Koromandelküste; Smith p. 15 t.2 fig. 8;
— bengalensis n. ibid., id. p.15 t.2 fig.9; — iphigenia n. Panama; Dall, Pr.
U. St. Nat. Mus. XVIII p. 15.
Nueculana (Link) fumosa n. Koromandelküste; Smith p.16 t.2 fig. 10; —
indica n. ibid., id. p.16 t.2 fig. 11.
III. Biologie, Verwendung etc.
Austernzucht u. Schneckenzucht. Die Arbeit von Calder-
wood über die Miesmuschelkultur, besonders in Schottland, kennt
Ref. nur aus einer Besprechung im J. Malac. p. 29; die Resultate
sind demnach nicht glänzend.
Die englische Austernzucht hat einen schweren Schlag erhalten
durch das Bekanntwerden von Thatsachen, die unwiderleglich be-
wiesen, dass der Genuss frischer, gesunder Austern Typhus hervor-
rufen kann, selbstverständlich nur, wenn Typhusbazillen in das
Wasser gelangt sind, in dem die Austern leben. Eine sehr inter-
essante Erörterung der Frage giebt Thresh in J. Malac. p.1.
Eine Arbeit von Gruvel über die Austerzucht ist dem Re-
ferenten nicht zugänglich geworden.
428 Dr. W. Kobelt:
Schneider berichtet ausführlich über Zucht, Verwerthung ete.
der Weinbergsschnecke.
Biologie. Eine allgemeinverständliche Anleitung zum Sammeln
von Mollusken gab Bavay.
Ueber die Lebensgewohnheiten der gemeinen Patella berichtet
Davis; der Aufsatz von Jones über den Albinismus der Mollusken
ist dem Ref. nicht zugänglich geworden.
Köhler zählt die auf und in Holothurien schmarotzenden
Mollusken auf.
Webb erklärt die Färbung der englischen Clausilien für protektiv.
Verschleppung. Einige Fälle von Verschleppung erörtert
Leighton.
Feinde ete. Sage berichtet über einen Fall, wo eine Muschel
einen Strandvogel (Porzana carolinensis) durch Zuklappen ihrer
Schalen festhielt.
Verwendung. Schmeltz giebt, hauptsächlich nach den Schätzen
des Leydener Museums und des Meseums Godeffroy eine sorgfältig
gearbeitete Uebersicht über alle bis jetzt bekannt gewordenen Arten
der Verwendung von Molluskenschalen zu Geräthen, Waffen, Schmuck,
Geld etc. Die systematische Aufzählung der verwendeten Arten
beläuft sich auf etwa 100.
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